SolarServer

SolarServer

  • Das Internetportal zur Sonnenenergie

Newsfeed

SolarServer Feed abonnieren
Das Internetportal für erneuerbare Energien
Aktualisiert: vor 48 Minuten 19 Sekunden

Photovoltaik: Ausschreibung klar überzeichnet

15. Januar 2020 - 11:41

Auch die letzte im Jahr 2019 durchgeführte Photovoltaik-Auschreibung war klar überzeichnet. Zum Termin 1. Dezember 2019 hatten Bieter 346 Gebote mit einem Leistungsumfang von 1.344 Megawatt (MW) abgegeben. Das bedeutet eine erhebliche Überzeichnung der ausgeschriebenen Menge von 500 MW.
Insgesamt erteilte die Bundesnetzagentur 121 Geboten einen Zuschlag. Auf diese entfällt eine zu errichtende Solarleistung von 501 MW.

Mit Ausnahme der Stadtstaaten haben alle Bundesländer Zuschläge erhalten. Der größte Anteil der Zuschlagsmenge ging mit 148 MW an Bieter in Bayern. Mit deutlichem Abstand folgten Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.

Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte lagen zwischen 4,70 und 6,20 Cent je Kilowattstunde. In der Vorrunde hatten die Beträge zwischen 4,59 und 5,20 Cent gelegen. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert lag bei 5,68 Cent. Das war deutlich mehr als die 4,9 Cent beim letzten Termin am 1. Oktober.

In der jüngsten Ausschreibungsrunde hat die Bundesnetzagentur 76 Gebote mit 235 MW aufgrund von Formfehlern ausgeschlossen. Die Behörde spricht von mangelnder Sorgfalt der Bieter. Das betreffe vor allem vermeidbare Fehler in den ausgefüllten Formularen.

Der nächste Ausschreibungstermin für Solaranlagen findet am 1. Februar 2020 statt. Es geht um 100 MW. Wegen der geringen Menge ist zu erwarten, dass für die Photovoltaik auch diese Ausschreibung klar überzeichnet sein wird.

BSW: Förderdeckel umgehend abschaffen

Angesichts der starken Überzeichnung appelierte der Bundesverband der Solarwirtschaft an die Bundesregierung, die Beschlüsse zum beschleunigten Ausbau Erneuerbarer Energien und zum Abbau von Marktbarrieren bei der Solarenergie unverzüglich gesetzgeberisch umzusetzen und diesen schnell weitere Schritte folgen zu lassen.

„Unsere Branche sowie private und gewerbliche Investoren stehen längst in den Startlöchern, um künftig einen deutlich größeren Anteil zur Energiewende und zum Klimaschutz beizutragen“, sagte BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Dafür müsse der Förderdeckel für Solardächer umgehend fallen. Die Zielkorridore und Auktionsvolumen im EEG müssten deutlich heraufgesetzt werden, damit künftig die Ausschreibung nicht mehr klar überzeichnet ist.

15.1.2020 | Quelle: Bundesnetzagentur | solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

Kritik an Kahlschlag bei Energieforschung wächst

15. Januar 2020 - 10:47

Die Kritik am Kahlschlag bei der Energieforschung weitet sich aus. Die Solarthemen hatten bereits im Dezember über den Beschluss des Bundestages berichtet, die Mittel deutlich zu reduzieren. Der Bundestag hatte für den Haushalt 2020 die Verpflichtungsermächtigungen für die Energieforschung des Wirtschaftsministeriums stark gekürzt. Nun hat sich der Forschungsverbund Erneuerbare Energien (FVEE) erneut zu Wort gemeldet.

„Dies wird bereits im laufenden Jahr zu massiven Problemen führen“, warnt Rolf Brendel vom niedersächsischen Institut für Solarenergieforschung und Sprecher des FVEE. „Wichtige neue Forschungsprojekte werden nicht starten können, und in den Folgejahren wird die deutsche Energieforschung substanziell geschwächt“.

Die Forschungsinstitute des FVEE fordern, die Projektforschung für die Energiewende nachhaltig zu sichern. Dafür muss im Bundeshaushalt 2021 die Kürzung der Verpflichtungsermächtigungen korrigiert werden.

Projekte sind gefährdet

„Die Reduktion der Verpflichtungsermächtigungen um 90 Prozent von 105 auf 10 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2021 führt dazu, dass die üblicherweise mehrjährigen Forschungsprojekte nicht bewilligt und nicht begonnen werden können“, so Brendel weiter zur Kritik am Kahlschlag bei der Energieforschung. „Ganz konkret bedeutet das für mein Institut, dass im Extremfall von den im letzten Jahr mit unseren Industriepartnern vorbereiteten Projekten zu emissionsärmerer Gebäudetechnik und zu neuen Prozessen für effizientere Photovoltaik keines bewilligt werden könnte.“

In anderen FVEE-Instituten seien Projekte zur Windenergie, zu Effizienzmaßnahmen, zur Batterieentwicklung und zur Quartiersentwicklung betroffen. „Ein Abreißen der Technologieentwicklungsketten behindert die Energiewende, die wir doch so dringend voran bringen wollen“, kritisiert Brendel.

Ohne die notwendigen Verpflichtungsermächtigungen werde gerade die erfolgreiche anwendungsnahe Projektforschung schwer beschädigt. „Die Kontinuität unserer Forschungen ist damit gefährdet und langjährig ausgebildete Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gehen der Energiewendeforschung verloren. Die Energiewende braucht aber verlässliche Rahmenbedingungen und einen kontinuierlichen Fluss von Innovationen“, mahmt Brendel.

Es geht um 1.000 Vorhaben

Das Bundeswirtschaftsministerium verantwortet den Großteil der öffentlich finanzierten angewandten Energieforschung in Deutschland. Dabei geht es um jährlich weit mehr als 1.000 neue Forschungsprojekte mit einem Volumen von über 600 Millionen Euro. Viele davon sind praxisorientierte Forschungsvorhaben. Damit beziehen sie sich auf konkrete, angewandte Fragestellungen der Energiewende. Zudem basieren sie auf Kooperationen mit Industrie, Energieversorgern, Stadtwerken, Immobilienwirtschaft und Handwerk. Deshalb sei auch mit starken Auswirkungen auf Akteure in der Wirtschaft und im öffentlichen Sektor zu rechnen.

Die Energieforschung in Deutschland sei im internationalen Vergleich außerordentlich breit und leistungsfähig aufgestellt. Also zähle sie in wesentlichen Themengebieten zur Weltspitze. Forschung und Entwicklung in Wissenschaft und Industrie haben darüber hinaus den Weg bereitet, weltweit die Kosten für zukunftsfähige Energiesysteme wie der Photovoltaik zu senken. Die Energieforschung habe entscheidend dazu beigetragen, dass deutsche Unternehmen heute in vielen Bereichen Technologieführer seien.

Negative Folgen für die deutsche Industrie

Auch der stellvertretende FVEE-Sprecher, Hans-Martin Henning vom Fraunhofer ISE, zeigt sich besorgt: „Deshalb haben die aktuellen Änderungen in der Energieforschung durchaus auch eine industriepolitische Dimension. Deutschland darf sich nicht aus der Technologieentwicklung für die globalen Märkte der Energiewende verabschieden. Wir können unsere Vorreiterrolle in der Energieforschung nur beibehalten, wenn die nötige Unterstützung aus der Politik verlässlich gewährleistet ist.“

15.1.2020 | Quelle: FVEE | solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

Unsichtbare Photovoltaik für das Dach

15. Januar 2020 - 8:30

Die Produkte, die die unsichtbare Photovoltaik für Dächer bieten, heißen Bender Sunwave. Sie sind nun erstmals auf einem Haus in der Nähe von Stockholm installiert worden. Wie der Solarmodulproduzent und Anlagenbauer Midsummer mitteilte, handelt es sich dabei um Dachziegel mit vollintegrierter Photovoltaik.

„Wenn man es nicht wüßte, würde man nicht glauben, dass auf dem Dach Solarmodule sind. Sie sehen einfach wie andere schöne Schindeldächer aus“, sagt der Chef des Dachspezialisten, Ove Bender.

Die unsichtbare Photovoltaik-Lösung für Dächer hat Midsummer für einen speziellen Dachziegel entwickelt, den Bender Palema. Seit Oktober liefert die neu eröffnete Produktionsstätte von Midsummer am Hauptsitz in Järfälla die maßgeschneiderten Solarmodule aus. Sie entsprechen genau der Form der Dachziegel. Die Solarmodule finden damit Einsatz sowohl auf bestehenden als auch neuen Dächern.

„Die schönsten Sonnenkollektoren sind unsichtbar“

„Für uns und unsere Kunden ist es wichtig, Solardächer zu entwickeln und zu liefern, die schön sind, was oft bedeutet, dass sie so unsichtbar wie möglich sind, um die natürliche Schönheit der Dächer zu betonen“, sagt Sven Lindström, CEO von Midsummer.

Bisher war Midsummer vor allem als Anlagenproduzent für die Solarzellenfertigung bekannt. So habe sich das DUO-System von Midsummer als ein weit verbreitetes Fertigungswerkzeug für flexible CIGS-Solarzellen etabliert. Die neue Strategie sieht nun vor, im eigenen Haus und über Lohnhersteller Solarmodule zu entwickeln und zu produzieren. Bereits jetzt bietet Midsummer eine Reihe von flexiblen Solarmodulen an.

15.1.2020 | Quelle: Midsummer SE | solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

New Balance aktiv mit Photovoltaik

14. Januar 2020 - 15:01

Der Sportartikelhersteller New Balance wird mit der Photovoltaik aktiv. Wie die Firma gemeinsam mit dem spanischen Projektentwickler Voltfer mitteilte, decken Solarmodule des deutschen Herstellers Solarwatt künftig 30 Prozent des Bedarfs der Verwaltung in Redondela. Insgesamt sind 146 Module der Dresdner im Einsatz. Die Anlage verfügt damit über eine Spitzenleistung von 42 Kilowatt und soll jährlich 49.500 Kilowattstunden Strom erzeugen.

New Balance Spanien will nicht nur mit diesem Schritt und der Photovoltaik aktiv werden. „Für uns als Unternehmen, das dem Sport und Wohlbefinden verbunden ist, ist es besonders wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, die dazu beitragen, unseren CO2-Fußabdruck zu reduzieren“, sagt Anna Scheidgen, CEO von New Balance Iberia. „Mit dieser Photovoltaikanlage machen wir einen wichtigen Schritt in Richtung unseres Ziels, dass in fünf Jahren 100 Prozent der in unseren Büros verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen stammt. “

Eigenverbrauch in Spanien mit Photovoltaik wächst

Projektentwickler Voltfer betont, dass zudem immer mehr Unternehmen in Spanien auf Photovoltaikanlagen zum Eigenverbrauch setzen. Solarstromysteme seien „die beste Option, um die Möglichkeiten der Energieeinsparung in Bürogebäuden wie von New Balance zu optimieren“, erklärt Voltfer-Direktor José María Fariña.

„Photovoltaik ist die wirtschaftlichste und effizienteste Form der Energieerzeugung am Ort des Verbrauchs. Sie ist wettbewerbsfähiger als die Energieerzeugung mit traditionellen Energien. Außerdem will ich herausstreichen wie schnell die Technologie zu installieren ist und dass sie mit fast keinem Instandhaltungsaufwand auskommt.“

14.1.2020 | Quelle: New Balance Iberia / Voltfer | solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

E-Bagger für die Baustelle

14. Januar 2020 - 14:05

Der Schweizer Batteriespezialist Ecovolta rüstet E-Bagger für die Baustelle mit Lithium-Ionen-Traktionsbatterien aus. In diesem Zusammenhang hat die Firma im Auftrag der Avesco AG ein Fahrzeug auf Grundlage des Modells Cat 301.7 von Caterpillar mit Elektroantrieb ausgestattet. Die Batteriesysteme gehen für das Modell in Serie. Kunden können den E-Bagger für die Baustelle somit ab Frühjahr bestellen.

Laut Ecovolta sorge der elektrische Minibagger für weniger Einschränkungen bei den Bauarbeiten. Zudem profitierten die Nutzer von niedrigeren Betriebskosten. Nach Angaben von Avesco liegen diese bei etwa einem Drittel im Vergleich zu Maschinen mit Verbrennungsmotor. Ein Grund hierfür sei, dass Strom pro Betriebsstunde günstiger ist als Diesel. Dazu kommt, dass der E-Bagger sehr wartungsarm sei. Denn die wartungsintensiven Teile wie Keilriemen und Motorenölsystem erübrigen sich, und der Verschleiß im elektrischen Antrieb sei minimal.

Vier Stunden autonomer Einsatz

Das Grundmodell des E-Baggers für die Baustelle ist ein Minibagger aus der neuesten Baureihe von Caterpillar. Die Abmessungen, Ausstattung und andere Eigenschaften entsprechen der Originalmaschine, die einen Dieselverbrennungsmotor hat. Zum Einsatz kommt eine evoTractionBattery mit 96 Volt Spannung. Mit der eingesetzten Batteriekapazität könne die Maschine drei bis vier Stunden autonom arbeiten.

Wenn die gespeicherte Energie auf der Baustelle knapp wird, können die Akkus im laufenden Betrieb über ein Stromkabel an eine 400 oder 230 Volt-Leitung angeschlossen und geladen werden. Der Maschinenführer kann während des Ladens seine Arbeit fortsetzen.

Zweites Leben für Akkupack

„Der elektrifizierte Minibagger eignet sich besonders gut für Städte mit hoher Abgas- und Lärmbelastung, aber auch für Bauarbeiten in Wohngegenden, in der Nähe von Krankenhäusern oder wenn nachts gearbeitet werden muss“, sagt Pirmin Reichmuth, Geschäftsführer von Ecovolta.

Die Umrüstung von Baggern sei ein Schritt hin zur emissionsfreien Baustelle, an der die Industrie arbeitet. Wegen der einfachen Bauweise der Maschinen und des vergleichsweisen niedrigen Energiebedarfs ist die Umstellung von Minibaggern auf Elektroantrieb deutlich einfacher, als es bei grossen Fahrzeugen. Zudem testen die Hersteller hiermit die Akzeptanz elektrisch betriebener Baumaschinen.

Für die Akkupacks gibt es nach der Verwendung in den Baumaschinen ein zweites Leben. So können sie danach als Speichersysteme für regenerativ erzeugten Strom dienen. Die Antriebsbatterien von ecovolta kommen bereits in Lastkraftwagen, Transportern, Gabelstaplern und Booten zum Einsatz.

14.1.2020 | Quelle: Ecovolta | solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

Hohe Zuschüsse für erneuerbare Energien im Heizungskeller

14. Januar 2020 - 12:27

Wer seine alte Heizung ersetzt, kann seit Anfang des Jahres für erneuerbare Energien hohe Zuschüsse erhalten. Darauf weist die Verbraucherzentrale aus NRW hin. Fast die Hälfte der Kosten für das neue Heizsystem übernimmt der Staat. Der Höchstsatz liegt bei 45 Prozent. Die erhält allerdings nur, wer bislang mit Öl heizt und künftig komplett auf erneuerbare Energien setzt.

Grün ist ohnehin Trumpf bei den neuen Heizungsförderungen aus dem Klimapaket, denn ohne erneuerbare Energien gibt es gar keine Zuschüsse mehr. Welche Heizung aber die beste Alternative zu reinen Öl- und Gassystemen ist, hängt von den Rahmenbedingungen ab. Die Verbraucherzentrale NRW hat zusammengestellt, wann die hohen Zuschüsse für erneuerbare Energien im Heizungskeller greifen.

So sieht die Förderung aus

Wer von Gasheizungen auf Anlagen umsteigt, die ausschließlich erneuerbare Energien nutzen, erhält 35 Prozent Zuschuss. Das gilt für Wärmepumpen oder Holzpelletkessel, mit oder ohne Unterstützung durch Solarwärme vom Hausdach. Einen Zuschuss von 30 Prozent gibt es für neue Gasheizungen, die mit erneuerbaren Energien kombiniert werden. Klassisch ist bei diesen sogenannte Hybridheizungen die Einbindung einer Solarwärmeanlage. Denkbar ist aber auch die Kombination mit einer Wärmepumpe. Anlaufstelle für diese Förderungen ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

Sonderprämie für Ölheizungsaustausch

Die Fördersätze erhöhen sich um zehn Prozentpunkte, wenn das alte System keine Gas-, sondern eine Ölheizung war. Mit dieser Austauschprämie ergibt sich dann der maximal mögliche Zuschuss von 45 Prozent.

20 Prozent für solaren Wärmespeicher

Wer jetzt einen neuen Gaskessel so installiert, dass er innerhalb von zwei Jahren erneuerbare Energien einbezieht, erhält immerhin noch einen Zuschuss von 20 Prozent. Das bedeutet zum Beispiel, Wärmespeicher und Steuerung für eine Solarwärmeanlage bereits einzubauen, die Kollektoren aber erst später aufs Dach zu montieren. Stichproben überprüfen, ob das auch tatsächlich geschieht.

Zuschüsse für Dämmung

Alle geförderten Systeme können die laufenden Heizkosten senken – wenn die Bedingungen stimmen. Eine Wärmepumpe etwa läuft nur effizient, wenn ein Haus gut gedämmt ist. Auch für Pelletheizungen, Gaskessel und andere Systeme gilt: Je weniger Wärme die Heizung liefern muss, desto kleiner kann ihre Leistung ausfallen. Das macht sie günstiger sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb. Deshalb kann es in vielen Fällen sinnvoll sein, zuerst die Fassade zu dämmen, bevor eine neue Heizung kommt. Auch für Dämmmaßnahmen gibt es nun eine großzügige Förderung als bislang: 20 statt wie bisher 10 Prozent sind als direkter Zuschuss der KfW-Bank möglich. Alternativ können Privatleute dieselbe Summe über drei Jahre verteilt von der Steuerschuld abziehen.

Schnelles Handeln

Wer erst seit 2002 in seinem Eigenheim wohnt, sollte eine alte Heizung ohne Brennwert- oder Niedertemperaturtechnik ersetzen, bevor sie 30 Jahre alt ist. Dann gilt eine gesetzliche Austauschpflicht und es gibt keinen Anspruch auf Förderung mehr.

14.1.2020 | Quelle: Verbraucherzentrale NRW | solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

Manz kooperiert bei Batterien mit Chinas Yinghe

14. Januar 2020 - 10:41

Die Reutlinger Manz AG kooperiert mit dem chinesischen Batteriespezialisten Yinghe. Wie Manz mitteilte, wollen sie Kunden für Batterietechnologien künftig gemeinsam bedienen. Im Rahmen eines Lizenzmodells bieten sie deshalb die beste Anlagentechnologie aus dem jeweiligen Produktportfolio zusammen an.

Neben der Projektabwicklung haben beide Partner auch eine gegenseitige Unterstützung bei Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten vereinbart. Diese beziehe sich auf die Produktionsanlagen für Lithium-Ionen-Batterien. Das bestehende geistige Eigentum verbleibe aber exklusiv beim jeweiligen Unternehmen. Erfindungen und Verbesserungen, die im Rahmen der Kooperation erarbeitet werden, stehen dagegen Manz und Yinghe gemeinsam zu.

Kosten können sinken

„Wir führen das Beste aus beiden Produktportfolios für eine effiziente Zell- und Modulfertigung zusammen“, freut sich Martin Drasch, Vorstandsvorsitzender der Manz AG. „Durch die Fokussierung auf unsere jeweiligen Kernkompetenzen schaffen wir Synergien, straffen durch eine gezielte Fokussierung unser individuelles Portfolio und sind damit auch in der Lage, unsere Kostenbasis bei gleichzeitiger Verbesserung der Produktqualität signifikant zu verringern.“

Die börsennotierte Yinghe, mit der Manz kooperiert, besteht seit 2006. Sie beschäftigt sich mit der Forschung und Entwicklung, der Produktion sowie dem Vertrieb von intelligenten Automationslösungen zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batteriezellen. Die Manz AG arbeitet im Bereich Solartechnologien und Energiespeicherung. Die neue Kooperation betrifft den Geschäftsbereich Energy Storage.

13.1.2020 | Quelle: Manz AG | solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

Photovoltaik für „neues deutschland“

13. Januar 2020 - 14:10

Die Tageszeitung „neues deutschland“ bekommt Photovoltaik auf das Dach. Die Berliner Stadtwerke haben auf dem Verlagsgebäude eine Solarstromanlage mit 100 Kilowatt Leistung installiert. Das Gebäude steht im Stadtteil Friedrichshain.

Wie die Stadtwerke mitteilten, wurden 298 Hochleistungsmodule mit je 335 Watt Leistung montiert. Für den Bau der PV-Anlage musste der Bezirk die so genannte Hochhausrichtlinie anwenden. Das bedeutet, dass die Technik auf dem Dach nicht genehmigungsfrei errichtet werden darf, sondern ein Bauantrag gestellt werden muss.

Die Berliner Stadtwerke haben die Dachfläche auf dem Verlagsgebäude gepachtet und die Anlage montiert. Die Technik wird dann an die Grundstücksgesellschaft Franz-Mehring-Platz 1 mbH verpachtet. Schließlich erledigen die Stadtwerke für 20 Jahre die Betriebsführung mit Wartung und Service. Das Vertragsmodell ist mit dem der so genannten Bezirks-Pakete der Stadtwerke vergleichbar. Dabei werden öffentliche Gebäude im Eigentum der Berliner Bezirke wie Schulen, Kitas, Ämter energetisch saniert.

13.1.2020 | Quelle: Berliner Stadtwerke | solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

Photovoltaik: Neue Richtlinie zur Instandhaltung

13. Januar 2020 - 11:52

Im Zuge der Energiewende kommt der Photovoltaik (PV) eine immer größere Bedeutung zu. Darauf weist der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) hin. In der Normung spielte bisher vor allem die Errichtung der Anlagen eine herausragende Rolle. Mit der neuen VDI 2883 Blatt 1 existiere nun auch ein verlässlicher Leitfaden für die Betriebsphase. Die Richtlinie gebe Firmen und Personen in der Instandhaltung von Fotovoltaikanlagen klare Handlungsanleitungen. Das vereinfache den zuverlässigen und sicheren Betrieb solcher Anlagen.

Anwendungsbereich der neuen Richtlinie ist die Instandhaltung von netzgekoppelten PV-Anlagen, insbesondere große Anlagen mit höheren Nennleistungen. Die Handlungsempfehlungen gelten damit in der Hauptsache für gewerbliche Fotovoltaikanlagen. Sie können analog für kleinere Anlagen übernommen werden, müssen dann aber gegebenenfalls angepasst werden.

In der Richtlinie finden sich die Anforderungen an Inspektion und Prüfung, an die Dokumentation sowie an die Qualifikation des Instandhaltungspersonals. Unter den Anwendungsbereich fallen zudem die Wartung, die Instandsetzung, außerdem die Ersatzteilhaltung sowie beispielhafte Prüf- und Ereignisprotokolle. Die Richtlinie gilt für die PV-Module und andere Komponenten der Fotovoltaikanlage. Priorität der VDI 2883 Blatt 1 sind die Anlagensicherheit und die Herstellung und Erhaltung der Anlagenfunktionalität unter besonderer Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit.

Herausgeber der Richtlinie VDI 2883 Blatt 1 „Instandhaltung von PV-Anlagen (Fotovoltaikanlagen) – Grundlagen“ ist die VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL). Die Richtlinie ist im Januar 2020 als Weißdruck erschienen und ersetzt die Ausgabe von September 2017. VDI-Richtlinien können in vielen öffentlichen Auslegestellen kostenfrei eingesehen werden.

13.1.2020 | Quelle: VDI | solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

Wärmewende für den Stadtteil

13. Januar 2020 - 11:18

In Berlin zeigt das Forschungsprojekt Urbane Wärmewende, wie Stadtteile sich mit grüner Wärme versorgen können. Notwendig ist den Verbrauch zu senken und verschiedene Quellen zu nutzen. Das Ganze sei sozialverträglich möglich, sagt die Forschergruppe unter Leitung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW).

Projektleiter Bernd Hirschl vom IÖW sagt: „Abwärme aus Betrieben, Wärme aus Abwasser oder Geothermie werden bislang kaum genutzt. Der Schlüssel für solche umweltfreundliche Wärme sind Quartierskonzepte und Wärmenetze.“ Eine wichtige Voraussetzung sei ein effizienterer Gebäudebestand. „Nur wenn der Wärmebedarf deutlich gesenkt wird, können umweltfreundliche Wärmequellen effizient genutzt werden“.

Keimzellen für die Wärmewende

„Bisherige Quartierskonzepte waren oft zu komplex, hatten zu viele verschiedene Akteure und landeten am Ende oft in der Schublade. Deshalb empfehlen wir einen Keimzellenansatz“, so Elisa Dunkelberg vom IÖW.

Für ein Altbauviertel im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zeigen die Forscher, wie es anders aussehen kann: Zunächst muss der Wärmebedarf durch eine energetische Sanierung gesenkt werden. Die Wärme kann über eine Abwasser-Wärmepumpe, die mit vor Ort erzeugtem Solarstrom betrieben wird, in Kombination mit Kraft-Wärmekopplung erzeugt werden.

Dunkelberg: „Vor allem bei öffentlichen Gebäuden sollte immer geprüft werden, ob sie sich als Keimzelle für ein Quartierskonzept und die Mitversorgung umliegender Gebäude eignen“.

Fernwärme spielt in urbanen Räumen eine große Rolle. „Um klimaneutral zu werden, ist es wichtig, lokale Wärmequellen aus Abwasser, Flusswasser und Geothermie sowie aus Abwärme mehr in die Fernwärme zu integrieren“, so Hirschl.

Strategische Wärmeplanung sozialverträglich

Dabei helfe eine kommunale Wärmeplanung, wie sie in Vorreiterländern wie Dänemark bereits seit Langem Praxis sei. Grundlage ist ein Wärmekataster, das die Wärmequellen wie Abwasser und gewerbliche Abwärme sichtbar mache.

Ein Stufenplan unter den Bedingungen eines Mietendeckels müsse zudem so ausgestaltet werden, dass die energetische Modernisierung sowohl für Vermieter als auch für Mieterinnen wirtschaftlich zumutbar sei.

13.1.2020 | Quelle: IÖW | solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

Zehn Billionen für Energiewende

13. Januar 2020 - 10:21

Der Anteil erneuerbarer Energien muss sich weltweit verdoppeln. Nur so könne global die Energiewende gelingen. Das erklärt die Internationale Agentur für erneuerbare Energien. Um das zu schaffen, sollten Investitionen von fossilen in erneuerbare Energien umgeleitet werden. Das sind bis 2030 etwa zehn Billionen Dollar.

Der Anteil erneuerbarer Energien sollte bis zum Ende des Jahrzehnts auf 57 Prozent global ansteigen. Heute liege er bei 26 Prozent. In einer neuen Broschüre „10 Years: Progress to Action“ skizziert die Organisation die erforderlichen Maßnahmen.

Erstmals Strom für 90 Millionen Menschen

Die jährlichen Investitionen in erneuerbare Energien müssen sich laut IRENA von heute rund 330 auf fast 750 Milliarden Dollar pro Jahr verdoppeln, um die internationalen Klimaziele zu erreichen.

Daten der Organisationen zeigen außerdem, dass erneuerbare Energien in den kommenden Jahren 90 Millionen Menschen auf der Welt erstmals Zugang zur Stromversorgung verschaffen können.

13.1.2020 | Quelle: IRENA | solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

Siemens Gamesa kann große Teile Senvions voll übernehmen

10. Januar 2020 - 15:47

Yves Rannou, CEO von Senvion erklärt „Der Abschluss dieses bedeutenden Teils der Transaktion ist ein wichtiger Erfolg nach einer langen und schwierigen Zeit der Unsicherheit.“  Senvion habe mit der Transaktion rund 70 Prozent aller Arbeitsplätze sichern können. Sie befinden sich somit jetzt unter dem Dach von Siemens Gamesa.

Thorsten Bieg, Sanierungsexperte der Wirtschaftskanzlei GÖRG, erläutert: „Aus Sicht der Eigenverwaltung ist der Verkauf des europäischen Onshore-Service-Geschäfts ein bedeutender Meilenstein in der Verfahrensabwicklung.“ Es bringe den kompletten Abschluss des Verfahrens einen großen Schritt näher. Ohne die Unterstützung der Gläubiger wäre dieses Ergebnis nicht möglich gewesen. 

SRGE hat ebenso die Senvion Deutschland GmbH – und ihre europäischen Tochtergesellschaften –  im Rahmen der Transaktion übernommen. Siemens lässt sie ab sofort als reinen Dienstleister innerhalb der Service Unit von Siemens Gamesa agieren.

Zudem verfügt das Unternehmen nun über das geistige Eigentum von Senvion. 

Der Erwerb sämtlicher Anteile an der Rotorblattproduktion Ria Blades, S.A. in Vagos (Portugal) durch SGRE soll in Kürze erfolgen, sobald die endgültigen Abschlussbedingungen erfüllt sind.

Marktposition stärken

Durch die Transaktion gewinnt die Siemens-Tochter nun eine etwa 9,0 GW große Serviceflotte und Geschäftsaktivitäten in 13 Ländern hinzu.  Die Übernahme des Senvion Geschäfts ist aus Sicht des Unternehmens folglich ein wichtiger Schritt zu mehr Wachstum. Es stärke die Wettbewerbsposition im Multibrand-Servicebereich des Unternehmens. Das Unternehmen werde somit nun ein breiteres Spektrum an Windenergieanlagen-Technologien warten können.

„Dies war eine einzigartige Gelegenheit zur Konsolidierung, ein Gewinn für alle Beteiligten und eine ideale Ergänzung für Siemens Gamesa“, erklärt Markus Tacke, CEO von Siemens Gamesa: „Durch die Integration von Senvion und seiner hoch qualifizierten Fachkräfte werden wir unsere Position als führender globaler Servicepartner in einem entscheidenden Moment für das Wachstum der Windindustrie verbessern.“ 

10.1.2020 | Quelle: Siemens Gamesa | solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

Petition: Einspeisevergütung für Photovoltaik-Strom verlängern

10. Januar 2020 - 15:03

Die Petition zur Einspeisevergütung für Photovoltaik-Strom kann nun im Internet gelesen, diskutiert und unterstützt werden: https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2019/_11/_29/Petition_102934.html. Hier ist sie unter dem Titel „Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) – Verlängerung der Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen“ mit der ID 102934 zu finden.

Mit der Petition soll eine Verlängerung der Einspeisevergütung für Photovoltaik-Strom erreichen. Die betrifft vor allem Betreiber von PV-Anlagen, bei denen nach 20 Jahren plus Inbetriebnahmejahr laut Erneuerbaren-Energien-Gesetz die gesetzliche Vergütung ausläuft.

In der Begründung erkärt die Petition, gemäß dem Vorhaben der Bundesregierung solle bis 2050 die Stromversorgung klimaneutral erfolgen. Dazu sei auch. ein jährlicher Zubau von Photovoltaikanlagen von 15 bis 20 GW erforderlich. Zurzeit betrage der jährliche Zubau jedoch nur 3 GW (2018). „Die Situation wird sogar noch verschärft, wenn ab 2020 bestehende PV-Anlagen aus der Einspeisevergütung fallen und nicht alle Betreiber eine rentable Anschlussverwendung für ihre Anlage haben“, so die Petition. Vollkommen intakte PV-Anlagen drohe dann eventuell sogar der Rückbau und die Verschrottung. Dem könne der Gesetzgeber etwas engegen setzen, wenn er die Einspeisevergütung für Photovoltaik-Strom verlängere.

Der Petitent schlägt eine Verlängerung der Einspeisevergütung für einen gewissen Teil aller alten Anlagen um zunächst 10 Jahre vor. Sie sollen einen Vergütungssatz erhalten, der rund 3 Euro-Cent über dem Marktpreis für Solarstrom an der Leipziger Börse liegen solle. Nach derzeitigem Stand wären das etwa 6 Cent. 

10.1.2020 | Quelle: Deutschen Energieberater-Netzwerks DEN e.V. | solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

Aktueller Ökostromreport von Robin Wood

10. Januar 2020 - 14:34

Der aktuelle „„ROBIN WOOD-Ökostromreport 2020“  wurde mit Unterstützung der Open Knowledge Foundation Deutschland realisiert. Ronja Heise, die Robin-Wood-Energiereferentin., sieht im  Jahresanfang eine gute Gelegenheit, um zu einem Ökostromanbieter zu wechseln und somit etwas zum Klimaschutz beizutragen. Doch nicht alle Angebote, die als grün und öko angepriesen würden, haben nach Aussage der Umweltschützer tatsächlich einen Nutzen für Klima und Umwelt. Der Ökostromreport soll somit Verbrauchern helfen, sich auf dem unübersichtlichen Markt zu orientieren und eine informierte Entscheidung zu treffen. „Wer glaubt, mit dem Bezug von sogenannten grünen Stromangeboten in jedem Fall die Energiewende zu unterstützen, irrt. Viele Angebote stammen von Unternehmen, die selber Kohle- und Atomkraftwerke betreiben oder deren Strom verkaufen. Um so wichtiger ist es, genau hinzusehen, von wem der Ökostrom bezogen wird!“, betont Heise

Für den Report 2020 hat Robin Wood folglich im zweiten Halbjahr 2019 auf den Internetseiten der Anbieter recherchiert und diese mittels eines Fragebogens um weitere Auskünfte gebeten. Die Ergebnisse basieren somit überwiegend auf Angaben der Stromanbieter.

Kriterien für Ökostrom

Wichtig sind der Umweltorganisation im Ökostromreport folgende Kriterien. Die Anbieter verkaufen ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Sie sind – eigentumsrechtlich und auch in ihrem Strombezug – unabhängig von der Kohle- und Atomindustrie sein. Und nicht zuletzt fördern sie die Energiewende zusätzlich durch den Bezug von Strom aus Neuanlagen oder durch feste Investitionsprogramme. 

Dies gelingt aus Sicht von Robin Wood wohl nur acht bundesweit tätigen Anbietern . Das sind Bürgerwerke eG– Energie in Gemeinschaft, EWS – Elektrizitätswerke Schönau eG, Greenpeace Energy eG, Grün.Power GmbH, Mann Naturstrom GmbH & Co. KG, Naturstrom  AG, Polarstern. GmbH und „Ökostrom Plus“ (ein Zusammenschluss von EWS mit Partnern).

Mit seinen Ökostrom-Kriterien geht Robin Wood laut eigener Aussage allerdings weiter als die bekanntesten Ökostrom-Label, bei denen wirtschaftliche Verflechtungen für die Bewertung nur eine untergeordnete Rolle spielen. 

Der Ökostromreport 2020 ist kostenlos online zu finden unter www.robinwood.de/oekostromreport-2020. 

10.1.2020 | Quelle: Robin Wood| | solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

Solarthermie: Mit Gummistiefeln ins Solarzeitalter

10. Januar 2020 - 14:23

Wer sich vor Ort ein Bild von solaren Wärmenetzen machen will, für den sind Gummistiefel derzeit das passende Schuhwerk. Denn wo demnächst Scha­fe oder Bienen auf Grün- und Blüh­flächen zwischen Solarkollektorreihen wei­den sol­len, da ziehen vorerst allrad- und kettengetriebene Baufahrzeuge ihre tie­fen, matschigen Fahrspuren.

Gleich auf fünf Großbaustellen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg nutzen aktuell Stadt­wer­ke die sonnenarme Saison, um später Solarenergie in ihre Fernwär­me­netze einspeisen zu können.

Mit welcher Routine und Geschwindigkeit spezialisierte Solarfirmen heute ein Kollektorfeld mit vielen tausend Quadratmetern aufstellen können, da­von überzeugte sich ein Dut­zend Pressevertreter samt Kamera­teams im November bei den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim. Dort entsteht ge­rade Deutschlands größte Solarthermieanlage. Eingeladen vom Solnet-4.0-Projekt und der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg staunten die Medienleute nicht schlecht, wie flott ein Großkollektor nach dem ande­ren in seine vorbereitete Halterung gehoben und von nur zwei Arbeitern mit jeweils einem routinierten Handgriff in seiner Halterung gesichert wird. Immerhin werden jeweils 250 Kilogramm und 13,6 Quadrat­me­ter Kollektorfläche bewegt. Während die Journalisten noch schnell einige Interviews mit Vertretern der Stadtwerke und des dänischen Generalunter­neh­mers Arcon-Sunmark aufzeichnen, hat der kleine Bautrupp im Hintergrund schon eine Fläche in der Größe mehrerer Tennisplätze mit Solarthermie-Kollektoren belegt.

Fließbandarbeit

Ihm voraus arbeiten zwei Männer mit einem kleinen Raupenfahrzeug. Sie ram­men GPS-gesteuert die Stützen für die Kollektoren in den Boden. Offenbar weiß die Maschine ziemlich genau, was sie zu tun hat. Und das muss sie auch, denn die präzise Ausrichtung der stählernen Pfosten ist die Voraussetzung dafür, dass der Kollektor später problemlos eingelegt werden kann und mindestens 25 Jahre lang optimal zur Sonne ausgerichtet bleibt.
Wenn es gut laufe, dann könne sein kleiner Trupp 2000 Quadratmeter Kollektoren an einem Tag pflanzen, erzählt Claus Graven, Service- und Installations-Manager bei Arcon-Sunmark. Er hält vor Ort auf den Baustellen die Fäden in der Hand. „Unser Rekord liegt aber bei mehr als 6000 Quadratmeter an einem Tag“, erzählt der Däne stolz.

So gesehen, ließe sich Deutschlands größtes Kollektorfeld innerhalb einer Woche aufstellen. Dass es dann doch etwas länger gedauert hat, liegt daran, dass weiter vorn, in der Nähe der künftigen Heizzentrale, die Tiefbaufirma mit der unterirdischen Verroh­rung noch nicht so schnell vorangekommen war.

Von einer Baustelle zur nächsten

Die Wartezeit in Ludwigsburg nutzt Graven, um zu den beiden anderen laufenden Arcon-Projekten in Bernburg und Halle zu pendeln. Dort entstehen mehr oder weniger gleichzeitig zwei solare Wärmenetze mit Kollektorfeldern von 5100 und 8600 Quadratmetern.

Eine Nummer kleiner, aber nicht we­­niger interessant ist die Solar-Bau­stelle im baden-württembergischen Ettenheim. 1700 m2 Solarkollektoren sol­len dort künftig die Heimschule Sankt Landolin mit 1800 Schülern und ein angrenzendes Wohngebiet mit Wärme versorgen. Bereits seit 20 Jahren gibt es dort ein 6-MW-Wärmenetz mit einem gro­ßen Holz­kessel, zwei Öl-Spitzenlastkesseln und einem Blockheizkraftwerk (BHKW). Betreiber ist die Fernwärme Ettenheim, eine Tochtergesellschaft des Ingenieurbüros Ratioenergie GmbH aus Lörrach, an der die Schulstiftung und die Gemeinde Ettenheim jeweils mit 24,9 Prozent beteiligt sind. Nach zwei Jahrzehnten ist inzwischen das BHKW marode. Deshalb hat Ratioenergie-Geschäftsführer Peter Blaser nach einer Alter­na­tive für die Som­mer­last gesucht und sie in der Solarthermie gefunden.

Mit Solarthermie ist Blaser seit Jahrzehnten vertraut, aber Ettenheim ist sein weitaus größtes Solarprojekt. „Ich finde, es läuft ziemlich gut“, sagt er über die Bauarbeiten. Eine Überraschung gab es bislang beim Fundament für die bei­den jeweils 100 Kubikmeter großen Wärme­­spei­cher, die inzwischen schon stehen. Der Baugrund für die schweren Tanks habe leider nicht gehalten, was er in den Voruntersuchungen versprochen habe. Deshalb sei ein deutlich aufwändigeres Fundament mit entsprechend längerer Bauzeit nötig geworden.

Transportaufgaben

Im Gegensatz zu Ludwigsburg, wo der riesige 2000 Kubikmeter-Speicher als Immobilie errichtet wird, lassen sich Speichertanks im Ettenheimer Format noch gerade so per Lastwagen befördern. Ein Hingucker ist so ein Transport allemal. „Wir haben natürlich im Vorfeld geschaut, in welcher Größe wir etwas transportieren können“, sagt Blaser.

Das galt auch für die zahlreichen Lastwagenladungen mit Großkollektoren made in Finnland. Von der dortigen Fabrik des Herstellers Savosolar haben sie die ersten 2000 Kilometer über die Ost­see und deutsche Autobahnen vergleichsweise einfach überwunden. Auf den letzten Metern zum Aufstellort, die über eine steile, zerfahrene, schlammige Zufahrt führen, war dann aber erstmal Schluss. Savosolar musste feststellen, dass der vorgesehene Trak­tor etwas zu schwach war. Mit mehr PS ließ sich die Aufgabe dann aber bewältigen, so dass der Kollektoracker im Januar bestellt werden kann.

Foto: SavosolarMit großem Einsatz werden die aus Finnland angelieferten Großkollektoren auf die Baustelle in Ettenheim überführt und dort in ein provisorisches Zwischenlager gestellt. Deponie als Untergrund

In Potsdam ist diese Phase schon überwunden. Mitte Dezember haben die örtlichen Stadtwerke (EWP) dort ein Solar­feld mit fast 5200 Quadratmetern Röhrenkollektoren des Herstellers Ritter XL solar eingeweiht.

Auch hier habe der Untergrund ei­ner gewissen Zuwendung und Vorbereitung bedurft, berichtet EWP-Energiemanager Christian Lewandowski. So habe der Aushub für die Verrohrung wegen Umweltauflagen abtransportiert wer­den müssen. Gleichwohl habe die alte Deponie einen ökologischen Wert gehabt. Gestrüpp und Bäume waren auf dem Gelände seit Jahrzehnten unge­stört gewachsen. Die musste der Fernwärmebetreiber durch Ausgleichszahlungen kompensieren.

Erst als das Gelände gerodet war, konnte der Bautrupp die Gestelle für die Solarthermie-Kollektoren in den Boden rammen. Nicht überall ging dass aber in dem heterogenen Deponiekörper so glatt wie erhofft. „Etwa 10 Prozent der Profile konnten nicht gerammt, sondern mussten ge­bohrt werden. Das dauert natürlich länger und ist auch teurer“, berichtet Lewandowski.

Foto: Guido BröerFeierliche Einweihung der Solarthermieanlage in Potsdam

Zwar herrscht auch im Potsdamer Solar­feld kein Mangel an Schlamm. Trotzdem konn­ten Oberbürgermeister Mike Schubert und seine Mitstreiter bei der feierlichen Einwei­hung der Solarthermie-Anlage ihren Job ohne Gummi­stie­fel erledigen. Die Bauherrin EWP hatte rund um das symbo­lisch zu durchschneidende grüne Band ein Fuder Sand gestreut.

Dieser Artikel von Guido Bröer ist im Original in der der Zeitschrift Energiekommune – Infodienst für die lokale Energiewende (Ausgabe 1/2020) erschienen. Energiekommune erscheint 12mal pro Jahr zum günstigen Jahres-Abopreis von 29 € (PDF-Abo) bzw. 49,- € (gedruckte Zeitschrift).

Viele Informationen zum Einsatz von Solarthermie in der Fernwärme finden sich auf der Internetseite www.solare-waermenetze.de

meteocontrol wird im Mittleren Osten mit Photovoltaik-Monitoring aktiver

9. Januar 2020 - 15:25

Die Nähe zu den Zukunftsmärkten der Photovoltaik soll es meteocontrol ermöglichen, Entwicklungen im Bereich Photovoltaik-Monitoring vorausschauend anzutreiben. Das Unternehmen wolle Lösungen und Services rasch den jeweiligen Marktanforderungen anpassen und dabei Synergieeffekte nutzen, sagt meteocontrol-Geschäftsführer Martin Schneider. Auch die PV-Märkte in Südostasien und im südlichen Afrika habe die meteocontrol AMEA DMCC im Blick. Denn Marktstudien prognostizierten weltweit und besonders in den vom meteocontrol-Team in Dubai betreuten Ländern ein starkes Wachstum der Solarbranche.

Die meteocontrol GmbH überwacht und regelt mit ihren Photovoltaik-Monitoring-Systemen derzeit weltweit laut eigener Aussage über 48.000 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 16 Gigawatt. Zudem begleitet das Unternehmen für Photovoltaik-Monitoring mit Sitz in Deutschland und zahlreichen internationalen Niederlassungen die Planung sowie den Bau und Betrieb von PV-Anlagen und Solarparks mit technischer Beratung sowie Prognoseservices.

Schon Erfolge

„Wir können schon bis dato beachtliche Erfolge im Mittleren Osten verzeichnen“, so Schneider: „Daher war für uns der logische Schritt, einen Standort im Zentrum dieser Region zu eröffnen.“ Rouven Lenhart, Geschäftsführer der meteocontrol AMEA DMCC, sagt: „Die Nähe zu den neuen Märkten und zu unseren Kunden hier ist ein enormer Vorteil. Auf rasch sich verändernde und länderspezifische Marktanforderungen sowie konkrete Kundenwünsche können wir wesentlich schneller und besser reagieren.“

Das Team der meteocontrol AMEA DMCC präsentiert das gesamte Produkt- und Leistungsspektrum der meteocontrol auf dem World Future Energy Summit (WFES) in Abu Dhabi vom 13. bis 16. Januar 2020 am Stand 7135.

Photovoltaik-Monitoring-Historie

Meteocontrol arbeitet bereits sein einigen Jahrzehnten, zunächst mit dem Fokus allein auf Deutschland. Ausgegründet aus dem seit 1976 bestehenden Ingenieurbüro für Solartechnik „IST Energietechnik“ wurde die „IST EnergieCom GmbH“ am 13. Juli 1998 in das Handelsregister eingetragen. Vier Jahre später erfolgte dann die Umfirmierung in meteocontrol GmbH. Schon in dieser Zeit befasste sich das Unternehmen mit internetbasiertem Photovoltaik-Monitoring. Die damaligen Fernüberwachungssystem bezeichnete das Unternehmen als „safer’Sun“ und „WEB’log.

9.1.2020 | Quelle: meteocontrol| solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

The-smarter-E-Wettbewerbe: Energie-Innovationspreise ausgeschrieben

9. Januar 2020 - 14:37

„Es sind die immer neuen Innovationen, die den Wandel der Energiewirtschaft hin zu einer intelligenten und nachhaltigen Infrastruktur vorantreiben“, betonen die Award-Initiatoren Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion, und Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der FWTM Freiburg. Sie wollen die Energie-Innovationspreise vergeben.

Branchenbeste im Fokus für Energie-Innovationspreise

Um die versprochene Aufmerksamkeit zu garantieren, findet die Award-Verleihung am 17. Juni 2020 auf Europas energiewirtschaftlicher Plattform, The smarter E Europe, statt. Die Veranstalter erwarten 1.450 Ausstellern und über 50.000 Besuchern. Neben der Reichweite und internationalen Medienwirksamkeit der Preisverleihung umfasse die Nominierung zum Award-Finalist und -Gewinner zudem ein attraktives Marketingpaket.

3 Awards und 4 Kategorien

Das Spektrum der Preise reicht von derStrom- und Wärmeerzeugung, über die Speicherung bis hin zur Verteilung erneuerbarer Energie. Die Jury prämiert besonders innovative Lösungen und Projekte mit den Energie-Innovationspreisen. Die internationale und unabhängige Fachjury mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Forschung und Medien wählt die Preisträger aus. Sie bewertet die online eingereichten Bewerbungen aus den Bereichen Solar, Speicher, E-Mobilität und Energiemanagement nach ihrem Innovationsgrad, Sicherheitsstandard, ökonomischen, ökologischen und technischen Nutzen sowie ihrer Einzigartigkeit.

The smarter E Award

The smarter E Award zeichnet somit Lösungen aus, die mit erneuerbaren Energien, Dezentralisierung und Digitalisierung alle Energiebereiche aus den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr intelligent miteinander verbinden. Prämiert werden mit dem Titel Outstanding Projects bereits realisierte Projekte in den Bereichen Solar, Speicher, nachhaltige Mobilität und Energiemanagement. Die Kategorie Smart Renewable Energy wiederum stellt Konzepte und Produkte im Bereich Sektorkopp-lung, Power-to-X, Digitalisierung und Netzinfrastruktur ins Rampenlicht.

Intersolar Award

Als spezieller Award der Solarindustrie zeichnet der Intersolar Award in der Kategorie Photovoltaics all jene Unternehmen aus, die mit Innovationen wie leistungsfähigen Solarmodulen, innovativen Zelltechnologien, verbesserten Wechselrichtern oder neuartigen Unterkonstruktionen die zukünftigen Trends der Branche setzen.

EES Award

Der ees Award prämiert all jene Produkte und Lösungen, die bereits heute zu einer intelligenten, nachhaltigen und kostengünstigen Energieversorgung beitragen – sei es mit mobilen oder stationären Batterie- und Energiespeichertechnologien, Komponenten für Energiespeichersysteme oder Batterieproduktionstechniken.

Weitere Informationen zu den Awards und Teilnahmebedingungen unter:
www.TheSmarterE-award.com
www.intersolar-award.com
www.ees-award.com

9.1.2020 | Quelle: Solar Promotion GmbH | solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

Verbände mahnen in offenem Brief Streichen des PV-Deckels an

9. Januar 2020 - 13:56

Dies habe das Bundeskabinett im Klimapaket versprochen. Nunmehr solle sie es  „umgehend und ohne weiteren Zeitverzug gesetzlich“ umsetzen.  Das Streichen des PV-Deckels wird dabei besonders betont. Die Absender des offenen Briefes vertreten laut eigener Aussage die Interessen von mehreren 100.000 Unternehmen und mehr als 10 Millionen Bürgerinnen und Bürgern.

Sollte die Regierung nicht handeln, so die Verbände, drohten andernfalls bereits im Frühjahr ein erheblicher Einbruch der Solartechnik-Nachfrage, große Schäden in der Solarbranche und ein Verlust klimapolitischer Glaubwürdigkeit. 

Schwierigkeiten für Solarbranche drohen

„Angesichts der vor uns liegenden Herausforderungen bei der Umsetzung der Klimaziele wäre es keinesfalls nachvollziehbar, wenn neben den gravierenden Problemen der Windbranche nun auch noch die Solartechnik mit ihren über 30.000 Beschäftigten und höchsten Akzeptanzwerten in der Bevölkerung in vermeidbare Schwierigkeiten geraten würde“, so der Verbändeappell. 

„Wir müssen die 20er Jahre zu einer Dekade der Solarisierung machen und das Ausbautempo in der Photovoltaik verdreifachen. Der notwendige Ersatz nuklearer und fossiler Kraftwerkskapazitäten bei gleichzeitig steigendem Strombedarf ist ohne einen deutlich stärkeren Ausbau erneuerbarer Energien undenkbar“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Das Streichen des PV-Deckels sei somit eine erste vorrangiges Maßnahme.

Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln (EWI) hat in dieser Woche darauf hingewiesen, dass der zu schwache Ausbau der erneuerbaren Energien bei gleichzeitig steigendem Stromverbrauch allerdings dazu führen werde, dass Deutschland das im Koalitionsvertrag verankerte 65-Prozent-Ökostromziel im Jahr 2030 sehr deutlich verfehlen wird. 

Die Unterzeichner des offenen Briefes:

Carsten Körnig, 
Hauptgeschäftsführer Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

Mario Ohoven, 
Präsident Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V.

Axel Gedaschko, 
Präsident Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.

Michael Geißler, 
Vorstandsvorsitzender Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e. V.

Dr. Eckhard Ott, 
Vorsitzender des Vorstandes Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V.

Prof. Dr. Kai Niebert, 
Präsident Deutscher Naturschutzring

Dr. Kai H. Warnecke, 
Präsident Haus & Grund Deutschland

Dr. Christiane Averbeck, 
Geschäftsführerin Klima-Allianz Deutschland

Michael Wübbels, 
Stv. Hauptgeschäftsführer Verband kommunaler Unternehmen e.V.

Klaus Müller, 
Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband

Klaus-Peter Hesse, 
Sprecher der Geschäftsführung Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

Lukas Siebenkotten, 
Präsident Deutscher Mieterbund e. V.

9.1.2020 | Quelle:  Bundesverband Solarwirtschaft | solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

Budweiser braut künftig europäisches Bier mit PV-Strom

9. Januar 2020 - 13:26

Der Vertrag umfasst den den Kauf von 100 Prozent erneuerbarem Strom für alle europäischen Brauereien von AB InBev. Dies umfasst 14 Brauereien in Westeuropa und mehr als 50 Marken in 12 Ländern, darunter auch Budweiser. Somit will AB InBev künftig an allen Orten Bier mit PV-Strom brauen.

Das Virtual Power Purchase Agreement (VPPA) sieht die Lieferung von Strom aus zwei Solarparks mit einer installierten Gesamtleistung von fast 200 Megawatt über eine Laufzeit von zehn Jahren vor. Über 130 Megawatt davon stehen künftig für AB InBev zur Verfügung

Solarparks in Spanien

BayWa r.e. finanziert und entwickelt hierfür zwei neue Solarparks in Spanien. Einer davon soll „Budweiser Solar Farm“ heißen. Diese sollen rund 250 Gigawattstunden grünen Strom pro Jahr an die Brauereien von AB InBev liefern. Über die gesamte Laufzeit des PPA gesehen, entspricht das dem Stromverbrauch von fast 670.000 Haushalten in Europa oder 100.000 Stadion-Fußballspielen.

Die europäischen Brauereien von AB InBev produzieren über 55 Millionen Fässer Bier pro Jahr und rund fünf Millionen Flaschen Budweiser pro Woche. Jason Warner, Zone President für Europa bei AB InBev, erklärt, Nachhaltigkeit sei ein Kern des eigenen Geschäfts. „Wir begrüßen den neuen European Green Deal und fordern nun auch unsere Verbraucher, Kunden, Kollegen, Geschäftspartner und Partnerunternehmen dazu auf, sich uns anzuschließen, und mit uns gemeinsam auf Erneuerbare Energien zu setzen.“

Nachhaltigkeitsziele für Brauer

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsziele für das Jahr 2025 hat sich AB InBev dazu verpflichtet, seinen gesamten Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen. Das Unternehmen macht dabei laut eigener Aussage in seinen Betrieben auf der ganzen Welt große Fortschritte, unter anderem in Großbritannien, Russland, Mexiko, den Vereinigten Staaten, Australien, China und Indien. Dieses globale Engagement wird AB InBev zum größten Abnehmer von Strom aus Erneuerbaren Energien in der Konsumgüterindustrie machen.

BayWa will die neuen Solarparks voraussichtlich bis zum 1. März 2022 von BayWa r.e. ans Netz bringen. Bis die neuen Anlagen fertig sind, überträgt BayWa r.e. Grünstromzertifikate (Guarantees of Origin) in Höhe von 75 Gigawattstunden aus dem Windpark „La Muela“ in Saragossa, Spanien an AB InBev. Das entspricht der Strommenge für die Bierproduktion von 18 Oktoberfesten.

Sobald für Budweiser in ganz Westeuropa Regenerativ-Strom zur Verfügung steht, soll ein neues Logo die Verpackung der Flaschen zieren. Es weist die Verbraucher darauf hin, dass sie ein Bier kaufen, das zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen gebraut wurde.

Das Logo, das für Budweiser Großbritannien und USA im Zuge der Solar- und Windkraft-Deals in diesen Märkten eingeführt wird, will das Unternehmen auch anderen Brauerei zur Verfügung stellen.

9.1.2020 | Quelle:  Brauerei AB InBev, BayWa r.e. | solarserver.de
© EEM Energy & Environment Media GmbH

Seiten