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Aktualisiert: vor 23 Minuten 18 Sekunden

Forschungsinitiative für Batterieproduktion in Deutschland

5. März 2020 - 15:29

Derzeit findet die Batterieproduktion hauptsächlich in Asien und Nordamerika statt. Sie sind jedoch ein wesentliches Element für die Elektromobiliät und auf die Energiewende. 

Die Ergebnisse von ZellkoBat will das ZSW künftig auf die bereits seit dem Jahr 2014 betriebene, seriennahe ZSW-Forschungsproduktionslinie übertragen. Außerdem will es die Linie auf einen massentauglichen Maßstab bringen. Ziel ist es, somit eine weitere Brücke von der prototypischen Demonstration zur industriellen Massenproduktion in Deutschland zu schlagen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben mit 12,7 Millionen Euro über drei Jahre. 

„Die Elektromobilität wird die Zulieferindustrie für die Automobilwirtschaft sehr stark verändern“, sagt Margret Wohlfahrt-Mehrens, die Leiterin der Batterieforschung am ZSW. „Wir müssen alles daransetzen, die Entwicklung und Produktion von Batteriesystemen zügig voranzutreiben, um die Zukunftsfähigkeit des Automobillandes Deutschland zu sichern. Mit dem Projekt ZellkoBatt erweitern wir unsere bestehende Technologieinfrastruktur, um den Transfer innovativer Batteriezellen in die industrielle Massenproduktion zu beschleunigen.“

Produktion – Qualität – Performance – Kosten optimieren

Im Projekt „Entwicklung, Aufbau und Validierung von fortschrittlichen Material-, Zell- und Produktionssystemen für eine kosteneffiziente, nachhaltige und großskalige Batteriezellproduktion (ZellkoBatt)“ streben die ZSW-Forscher eine deutliche Verbesserung von Lithium-Ionen-Zellen gegenüber dem jetzigen Stand der Technik an. „Hierfür soll das langjährige verfahrens- und produktionstechnische Know-how um großformatige Pouch- und PHEV-2-Zellen bis 80 Amperestunden sowie Rundzellen vom Typ 21700 erweitert werden“, erklärt Wolfgang Braunwarth, Leiter des Fachgebiets Produktionsforschung am ZSW. 

Darüber hinaus will das ZSW die Möglichkeiten der Digitalisierung der Zellproduktion ausbauen: Über eine cloudbasierte Datenschnittstelle lassen sich Daten für weitere Forschungszwecke, beispielsweise zur Modellierung und Simulation der Produktion oder zur intelligenten Prozesssteuerung durch maschinelles Lernen nutzen. Außerdem lassen sie sich an externe Partner übertragen. Damit kann das ZSW künftig schneller sowohl auf die Anforderungen der Industrie als auch auf neue Erkenntnisse der Forschung reagieren. 

Massenproduktion etablieren

Die Mobilität von morgen soll klimaneutral und möglichst emissionsfrei sein. Elektrofahrzeuge bieten ein enormes Potenzial zur CO2-Reduzierung, weil immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Ziel der Bundesregierung ist es, den Bestand auf bis zu zehn Millionen Elektrofahrzeuge in Deutschland bis 2030 zu steigern. 

Das Herzstück von Elektrofahrzeugen bildet der Akku. Während asiatische Wettbewerber den Markt dominieren, weil sie seit Jahren massiv in die Erweiterung ihrer Massenfertigungen von Batteriezellen investieren, kommen die Fertigungen in Deutschland bislang kaum über den Status von Pilotlinien bzw. Kleinserienfertigungen hinaus. Ein Problem sind dabei die hohen Investitionen für den Aufbau einer Massenproduktion. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Serientauglichkeit der Produkte noch nicht nachgewiesen ist. ZellkoBatt soll dazu beitragen, dieses Problem zu lösen, damit deutlich mehr Bewegung in den Aufbau von Produktionskapazitäten in Deutschland kommt, um die wachsende Nachfrage nach Batterien bedienen zu können. 

Informationen zu ZellkoBatt

Im Forschungsprojekt ZellkoBatt arbeiten Forschende des ZSW daran, die bestehende Infrastruktur um Maschinen und Anlagen zur hocheffizienten Massenproduktion von Lithium-Ionen-Zellen zu erweitern und optimierte Fertigungsprozesse dafür zu entwickeln. ZellkoBatt bildet einen Baustein im Dachkonzept „Forschungsfabrik Batterie“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und in der Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung zum Aufbau einer wettbewerbsfähigen Batteriezellproduktion in Deutschland.

5.3.2020 | Quelle: ZSW | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

52-Gigawatt-Photovoltaik-Deckel heute im Bundestag

5. März 2020 - 14:55

Der künftig in den Ausschüssen zu verhandelnde PV-Antrag  (Drucksache 19/17137)  hätte einen sehr einfachen Beschluss zur Folge. Die Absätze im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die die Photovoltaik deckeln, würden einfach gestrichen. Damit würde der 52-Gigawatt-Photovoltaik-Deckel entfallen. Dies ist auch im Sinne der SPD. Allerdings hat die Koalition bislang hierzu keine Einigkeit erreicht. Zu nächsten Gesprächen hat sie voraussichtlich am 12. März gemeinsam mit weiteren Parteien Gelegenheit. Bund und Länder treffen sich, um u.a. über Abstandsregeln für die Windkraft im Baugesetzbuch zu beraten. Gibt es hier eine Einigung, kann wohl auch der PV-Deckel fallen.

Nicht auf Zuspruch in der Koalition stieß jedoch der bündnisgrüne Antrag „Ausbau der Solarenergie beschleunigen, dezentrale Bürgerenergie und Mieterstrom unterstützen“ (19/9698). Er war schon gestern im Wirtschaftsaussschuss nicht erfolgreich. Diesen Antrag hat auch eine Mehrheit im Bundestag abgelehnt. Im dem Antrag fordert Bündnis 90/Die Grünen u.a. weniger Bürokratie für Mieterstromprojekte.

Ablehnung im Wirtschaftsausschuss

Auch der Wirtschaftsausschuss hatte bereits den Antrag der Grünen abgelehnt, auch auf ein sofortiges Streichen des Förderdeckels für Solarenergie gerichtet ist. Gegen die Stimmen der Antragsteller und der Linksfraktion votierten die Fraktionen in ihrer Sitzung am Mittwoch mit Nein zu dem Vorstoß. Lediglich die Fraktion Die Linke hat für den Antrag gestimmt. 

Im Ausschuss hatte eine Vertreterin der Grünen-Fraktion argumentiert, die Branche brauche Planungssicherheit. Investoren kämen bereits schwer an Kredite oder andere Finanzierungsmöglichkeiten, weil die Zukunft der Förderung unklar sei. Diese Situation habe die Bundesregierung provoziert, weil sie nicht handele. Außerdem forderte die Abgeordnete weniger Bürokratie bei Mieterstromprojekten.

Im Ausschuss erklärt die Union, die Bedeutung der Photovoltaik sei unstrittig. Man könne auch über eine Entbürokratisierung reden. Dazu, so räumt die Union ein, enthalte der Antrag einige interessante Ansätze. Dennoch sei er insgesamt abzulehnen. Die Union betont, die Regierung sei bereits auf einem guten Weg. 

Ein Abgeordneter der SPD sieht viele Überschneidungen zwischen den Positionen seiner Fraktion und denen der Grünen. Im Ausschuss forderte er rasches Handeln, um den 52-Gigawatt-Photovoltaik-Deckel abzuschaffen. Dennoch fand der Antrag im Ausschuss keine Mehrheit. 

Für die Photovoltaikbranche ist die Situation – ebenso wie für die Windkraft – weiterhin ungewiss. Mit dem neuen Antrag von Bündnis zur einen Abschaffung des Deckels gibt es nun eine Vorlage. Es hängt aber davon ab, ob und wie sich die Koalition in den nächsten Wochen einigen kann. 

5.3.2020 | Autor: Andreas Witt | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Berliner Stadtwerke: Photovoltaik auf dem Gefängnis nutzen

4. März 2020 - 15:37

Dahinter steckt somit eine weitere Kooperation der Berliner Stadtwerke mit der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH. Bereits 2019 haben die Berliner Stadtwerke Photovoltaik auf dem Gefängnis am Friedrich-Olbricht-Damm errichtet. Die Solaranlage weist hier eine Leistung von mehr als einem Megawatt auf. Jetzt kommen außerdem noch zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) mit je 450 Kilowatt elektrischer Leistung dazu. Zusammen können diese Anlagen jährlich rund 6.500 Megawattstunden Strom erzeugen, was den Bedarf des Gebäudekomplexes komplett deckt. 

Außerdem sanieren die Berliner Stadtwerke mit der BIM in Plötzensee die Heizungsstationen und rüsten diese mit moderner Technik aus. Die Berliner Stadtwerke investieren allein in dieses Projekt ca. 1,5 Millionen. Euro. Zusätzlich haben sie mit der BIM einen Betriebsführungsvertrag geschlossen. Und die Stadtwerke wickeln auch noch weitere Energieeffizienzmaßnahmen ab. Diese energetische Modernisierung soll somit die Berliner CO2-Bilanz um rund 3.000 Tonnen pro Jahr entlasten. Auf dem Gelände mit 35 Gebäuden befinden sich eine Jugendarrest- und zwei Haftanstalten, das Vollzugskrankenhaus sowie außerdem die Gedenkstätte für die während des Nationalsozialismus dort inhaftierten und ermordeten Menschen.

Stadtwerke als Solarakteur

Die Berliner Stadtwerke nehmen für sich in Anspruch, der Energiewende-Akteur des Landes Berlin zu sein. Sie wollen sich für eine verbrauchernahe Energieerzeugung und umweltfreundliche Versorgungskonzepte auf Basis erneuerbarer Energien engagieren. Bis zur Jahreswende investierten die Stadtwerke laut eigener Aussage mehr als 57 Millionen Euro in erneuerbare Energien. In Berlin sind dies vor allem in neue Solarstromanlagen in den Bezirken. Somit hat die Tochtergesellschaft der Berliner Wasserbetriebe seit 2016 mehr als 40 Prozent der in Berlin installierten Solarleistung errichtet. Doch es geht natürlich nicht nur um Photovoltaik auf dem Gefängnis. Weitere Beispiele sind eine Anlage auf dem Verlagsgebäude  von „Neues Deutschland“ und eine weitere am Wasserwerk Beelitzhof.

4.3.2020 | Quelle: Berliner Stadtwerke | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Mercedes-AMG Petronas will in Formel 1 Kurs auf Erneuerbare nehmen

4. März 2020 - 15:36

Schon heute haben nicht nur die Formel-E- sondern auch die Formel-1-Rennwagen eine Batterie an Bord. In der Formel 1 ist dabei deren Gewicht laut derzeitigem Reglement auf 25 Kilogramm beschränkt. Es gehe hier natürlich darum, mehr Leistung und mehr Beschleunigung zu erzielen, erklärt Felix Siggemann gegenüber dem Solarserver.. Er ist Head der Media Relations vom Mercedes-AMG-Petronas-Formula-One-Teams. Es sei allerdings gerade aufgrund der Gewichtsbeschränkung wichtig, Innovatonen in der Batterietechnologie voranzutreiben. Die Rekuperation der Bremsen und eine Turbine im Turbolader liefern während der Fahrt die elektrische Energie für die Batterie. Und es sei auch gewollt, dass der Rennstall in der Formel 1 Kurs auf Erneuerbare nimmt.

Die Formel 1 ist keine Umweltschutzveranstaltung. Sie trage allerdings zur Weiterentwicklung der Fahrzeugtechnolgie und inzwischen auch elektrischer Antriebe bei, so Siggemann. Gleichwohl sind es nicht nur die Autos, die sich bedeutsam auf die Umwelt auswirken können, sondern der gesamte Rennbetrieb. Und dies gilt für die Formel E ebenso wie für die Formel A. Das Mercedes-AMG-Petronas-F1-Team hat sich vorgenommen, seinen CO2-Ausstoß bis ins Jahr 2022 verglichen mit 2018 um 50 Prozent verringern. Es habe bereits Schritte eingeleitet, um seine Emissionen für die kommende Saison zu reduzieren. Dabei helfen soll auch die Umstellung auf erneuerbare Energien in den Werken. So nimmt die Formel 1 Kurs auf Erneuerbare. Das Team wolle zudem unvermeidbare CO2-Emissionen mit Kompensationen nach dem Gold-Standard ausgleichen. Ziel sei es, das Team auf diese Weise ab 2020 treibhausgasneutral zu machen. Das gilt ausdrücklich auch für die beiden Entwicklungsstandorte in Brackley und Brixworth,

Klimaneutralität im Rennsport

Mercedes-Benz will sich für Klimaneutralität für den gesamten Rennsport einsetzen. Ein Ziel ist es, dass die Formel 1 Kurs auf Erneuerbare nimmt. Auch wolle das Unternehmen eine führende Rolle in der FIA Arbeitsgruppe für nachhaltige Kraftstoffe einnehmen. Es setze sich dafür ein, sowohl den Einsatz von erneuerbaren Treibstoffen als auch den Prozentsatz der elektrischen Leistung in den F1 Hybrid Power Units in zukünftigen Reglements zu erhöhen. „Mit Blick auf das Thema Nachhaltigkeit setzen wir bei Daimler auf einen ganzheitlichen Ansatz: Wir übernehmen Verantwortung für die wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeiten“, sagte Markus Schäfer. Er ist als Mitglied des Vorstandes der Daimler AG verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung. „Es ist unser Anspruch, auf dem Weg in Richtung klimaneutraler und nachhaltiger Mobilität eine Vorreiterrolle einzunehmen.“  An dieser Aussage wird sich das Unternehmen messen lassen müssen. 

Erst im Jahr 2014 debütierten in der Formel 1 Hybrid-Motoren, in denen elektrische Turbolader und ein leistungsstarkes Rückgewinnungssystem für Bremsenergie zum Einsatz kommen. Im ersten Jahr erreichte die Mercedes-Benz F1 Power Unit so laut eigener Aussage eine thermische Effizienz von 44 Prozent. Heute arbeite der Hybrid-Motor bei einer thermischen Effizienz von mehr als 50 Prozent. 

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Geschäftsstrategie

Im Mai 2019 hat die Daimler AG mit der Nachhaltigkeitsoffensive Ambition2039 den Weg des Unternehmens zu nachhaltiger Mobilität verkündet. Dazu gehöre das Ziel, die Pkw-Neuwagenflotte in den nächsten 20 Jahren CO2-neutral aufzustellen. Bereits für 2030 peilt das Unternehmen an, mehr als 50 Prozent des Pkw-Absatzes von Mercedes-Benz mit Plug-in-Hybriden oder rein elektrischen Fahrzeugen zu erzielen. Bei der Reduzierung von Treibhausgasemissionen richtet Daimler auch den Blick auf die eigenen Werke und den Bezug der dort verwendeten Energie. Ab 2022 sollen alle europäischen Mercedes-Benz Pkw und Van Werke CO2-neutral produzieren. Neue Werke werden nach Aussage des Unternehmens bereits heute mit dieser Prämisse geplant. Auch die europäischen Werke von Daimler Trucks & Buses sollen bis zum Jahr 2022 über eine CO2-neutrale Energieversorgung verfügen. Alle weiteren Werke werden folgen.

Wandel der Autoindustrie

„Die gesamte Automobilindustrie befindet sich mitten in einem massiven Wandel“, sagte Toto Wolff, Teamchef und Geschäftsführer des Mercedes-AMG Petronas F1 Teams sowie Mercedes-Benz Motorsportchef. Zu den Schritten, die das Team bereits unternommen habe, gehöre der Einsatz von erneuerbaren Energiequellen. Das High-Tech-Chassis-Werk in Brackley setzte bereits auf erneuerbare Energiequellen, um den gesamten Betrieb mit Strom zu versorgen. Dazu gehören unter anderem der Windkanal des Teams, das Datenzentrum, die digitale Simulationsumgebung und die Prüfstände. Das Technologiezentrum in Brixworth, in dem Mercedes-AMG High Performance Powertrains (HPP) die Antriebsstränge für die Formel 1 und die Formel E entwickelt und herstellt, produziert mehr als die Hälfte seiner Elektrizität durch Photovoltaikmodule und Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung vor Ort. Bei allen externen Energiequellen habe sich HPP im Laufe des Jahres einen Wechsel auf erneuerbare Energien zum Ziel gesetzt. Sowohl Brixworth als auch Brackley sind nach der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifiziert.

Die Entscheidung zugunsten eines nachhaltigen Wandels im Motorsport wird auch von den Mercedes Fahrern in beiden Serien begrüßt. „Ich bin in Sachen der Umweltaspekte, mit denen wir uns in aller Welt konfrontiert sehen, immer aufmerksamer geworden und ich möchte einen positiven Einfluss haben und versuchen, meinen Teil dazu beizutragen“, sage Lewis Hamilton. „Zudem habe ich angefangen, sowohl Plug-in-Hybride als auch vollelektrische Mercedes-Fahrzeuge zu fahren. 

4.3.2020 | Quelle: Mercedes Benz AMG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Regierung: Lade- und Leitungsinfrastruktur wird Pflicht

4. März 2020 - 14:59

Der Entwurf des Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastrukturgesetz – GEIG) ist vom Bundeswirtschaftsministerium erarbeitet worden. Minister Peter Altmaier erklärt: „Wir verbessern mit dem heutigen Kabinettbeschluss den Aufbau von Lade- und Leitungsinfrastruktur für E-Autos in Gebäuden. Denn wir brauchen mehr Ladepunkte, damit sich mehr Bürgerinnen und Bürger für E-Autos entscheiden und diese flächendeckend einsetzen. Das Gesetz ist damit ein weiterer wichtiger Schritt, um den Hochlauf der Elektromobilität voranzubringen.“

Bis 2030 sollen laut Bundesregierung mindestens sieben Millionen Elektrofahrzeuge zugelassen sein. Um dieses Ziel des Klimaschutzprogramms zu erreichen, bedürfe es einer ausreichenden Anzahl an Ladestationen. 

Bei einem Neubau beziehungsweise größerer Renovierung von Gebäuden mit mehr als zehn Parkplätzen ist künftig bei Wohngebäuden jeder Stellplatz und bei Nichtwohngebäuden (zum Beispiel Gewerbe) jeder fünfte Stellplatz mit Schutzrohren für Elektrokabel (Leitungsinfrastruktur) auszustatten.  Nach dem 1. Januar 2025 ist zudem jedes Nichtwohngebäude mit mehr als 20 Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt auszustatten.

Ausnahmen für die Neuregelung

Ausnahmen sieht die Regierung unter anderem für Gebäude vor, die sich im Eigentum von kleinen und mittleren Unternehmen befinden und überwiegend von ihnen selbst genutzt werden. Eine Ausnahme gibt es auch für Bestandsgebäude, wenn die Kosten für die Lade- und Leitungsinfrastruktur sieben Prozent der Gesamtkosten einer größeren Renovierung überschreiten.

Kai Wegner,  der wohnungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sieht in dem Gesetz einen „ganz wichtigen Schritt“. Deutschland brauche schnell mehr Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Denn nur mit mehr Elektrofahrzeugen sei das Ziel zu erreichen, die Verkehrsemissionen bis 2030 um rund 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu verringern. „Wir wollen, dass für diese Fahrzeuge dann eine Million Ladepunkte zur Verfügung stehen – und zwar nicht nur an öffentlichen Ladepunkten, sondern vor allem auch an den privaten Parkplätzen von Wohngebäuden. Wir schalten mit diesem Gesetz den Turbo für den Ausbau der Leitungs- und Ladeinfrastruktur in Gebäuden ein.“

Allerdings gibt es bei bestehenden Gebäuden weitere Hürden. So reicht bislang bei Eigentümergemeinschaften das Veto eines Miteigentümers, um die Installation von Ladesäulen zu verhindern. Der Bundesrat hat hierzu eine weitere Gesetzesinitiative beschlossen. Einen offiziellen Gesetzentwurf der Regierung gibt es dazu aber noch nicht.

4.3.2020 | Quelle: Bundeswirtschaftsministerium| solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH 

Genosschaften schließen solares Power Purchase Agreement

4. März 2020 - 13:19

Ein solches Power Purchase Agreement wie zwischen der EWS eG und der EGIS eG gilt als inzwischen neues Vermarktungsinstrument. Es regelt den Stromverkauf direkt zwischen Erzeuger und Abnehmer. Somit könnte sich diese Finanzierungsform zu einer Alternative zu Vergütungen im Rahmen des EEG entwickeln.

Produziert wird der Strom vom jetzt im neu errichtete Solarpark der EGIS eG im niederbayerischen Unterdietfurt. Die Gesamtleistung der Anlage beträgt knapp 4,3 Megawatt (MW). Der Netzanschluss des Solarparks erfolgte bereits im Oktober 2019. Für den Stromabnahmevertrag gilt bis Ende 2024 ein vertraglich vereinbarter Vermarktungspreis.

Entwickelt und schlüsselfertig übergeben hat das Projekt für die EGIS eG der Ingenieursdienstleister MaxSolar GmbH aus dem oberbayerischen Traunstein.

Bürgergetragene Energieversorgung

„Mit diesem Vertrag begeben wir uns gemeinsam mit der EWS Schönau auf den Weg der Zukunft“, zeigt sich der Vorstandsvorsitzende der EGIS eG Pascal Lang vom Power Purchase Agreement überzeugt. Der ökologische Energieversorger EWS eG sieht in der Zusammenarbeit mit der EGIS eG außerdem einen wichtigen Schritt für die Realisierung von Erneuerbare-Energien-Projekten ohne staatliche Förderung. „Für die EWS eG ist dieser Vertrag ein Meilenstein. Gemeinsam entwickeln wir die bürgergetragene Energieversorgung der Zukunft weiter“, sagt dazu EWS-Vorstandsmitglied Armin Komenda.

Zu den Partnern

Die EGIS eG ist ein Zusammenschluss vieler Bürger, Kommunen und Unternehmen in und außerhalb der Region Inn-Salzach. 2013 gegründet, hat sie mittlerweile knapp 1.000 Mitglieder und 14 Projekte deutschlandweit realisiert.

Die Energiewerke Schönau haben sich ebenfalls als Bürgerinitiative gegründet. Die Schönauer Energierebellen begannen schon früh mit der Übernahme des örtlichen Stromnetzes. Allerdings haben sie auch zu einem frühen Zeitpunkt im Rahmen der Liberalsierung des Strommarktes dem bundesweiten Ökostromvertrieb zugewendet.

4.3.2020 | Quelle: Energiegenossenschaft InnSalzach eG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Effizientere Photovoltaikelemente für Fassaden

3. März 2020 - 15:45

Es sei zwar grundsätzlich sinnvoll, an Fassaden Photovoltaik zu nutzen, so das CSP. Doch die Sonne strahle häufig in einem ungünstigen Winkel auf Fassadenmodule. Zudem seien die Elemente meist keine Verschönerung. Den Gegenbeweis wollten die Wissenschaftler mit dem Projekt SOLAR.shell und angehen. Es ist auf effizientere Photovoltaikelemente für Fassaden ausgerichtet.  Gemeinsam mit Architekten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) haben sie Elemente für eine Solarfassade entworfen. Sie sollen diese Probleme beheben. 

„Die Photovoltaikelemente, die in diese Fassade integriert sind, liefern bis zu 50 Prozent mehr Sonnenenergie als planar an Gebäudewänden angebrachte Solarmodule“, sagt Sebastian Schindler, Projektleiter am Fraunhofer CSP. »Und: Die Fassade macht auch optisch etwas her.« Die Idee und Entwürfe entwickelten die Architekten der Hochschule. Wie muss welches Photovoltaik-Element gekippt sein, damit es möglichst viel Sonnenstrahlung abbekommt? Welche Größe sollten die Module haben? Wie viele Solarzellen sollten sie optimalerweise enthalten? Die Ergebnisse zeigen sie in einem 2×3 Meter großen Demonstrator aus Aluminium-Verbundplatten.,Die Fraunhofer-Experten standen mit ihrem Know-how, Rat und Tat zur Seite. Die verwendeten Photovoltaikelemente stammen ebenfalls aus dem Fraunhofer CSP.

Photovoltaikelemente an Fassaden aus Beton

Auch für Betonfassaden haben die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer CSP gemeinsam mit der HTWK Leipzig und der TU Dresden entsprechende Möglichkeiten entwickelt. Für Fassaden aus Carbonbeton hat ein mehr als 150 Partner umfassenden Konsortium im Projekt „C³ – Carbon Concrete Composite“ zusammengearbeitet. Statt Stahldrähte verleihen dabei Carbonfasern dem Beton die nötige Stabilität.

„Am Fraunhofer CSP haben wir untersucht, wie sich Photovoltaikelemente am besten an solchen Carbonbeton-Fassaden anbringen lassen – wie man also den neuartigen Beton optimal mit der Gewinnung von Sonnenstrom kombinieren kann“, erläutert Schindler. Die Forscher haben dabei drei unterschiedliche Konzepte und Verfahren erarbeitet, um die PV-Elemente in die Fassadenteile zu integrieren. Entweder können die Solarmodule direkt mit in die Betonteile eingegossen oder auf die Betonplatten laminiert oder geklebt werden. Auch ist es möglich, die Module mit Druckknöpfen, Schraubverbindungen oder anderen Methoden an den Betonplatten zu befestigen. Auf diese Weise lassen sie sich für Wartungen oder Reparaturen leicht abnehmen. »Wir konnten zeigen, dass alle drei Befestigungsmöglichkeiten technisch machbar sind«, fasst Schindler zusammen.

Eine Herausforderung besteht unter anderem darin, die Maßhaltigkeit der PV-Module mit den Fertigungsverfahren der Betonteile zu gewährleisten. Dies geschieht beispielsweise, indem eine Absenkung im Betonteil eingebracht wird, in die die Module perfekt hineinpassen sollten. So bleibt die gewünschte Ausrichtung gegenüber der Sonneneinstrahlung und die Gesamtgestaltung erhalten. „Die Maßhaltigkeit sollte direkt mit im Betonteil implementiert sein“, sagt Schindler. Auch muss sichergestellt werden, dass PV-Module nicht dort verschraubt werden, wo der Beton besonders dünn ist oder aber Carbonfasern liegen. Das beeinträchtigt die Belastbarkeit des Fassadenteils. 

SOLARcon: Betonfassaden 2.0

Im Nachfolgeprojekt SOLARcon etablieren die Fraunhofer-Experten nun marktreife Lösungen für die Integration von PV-Modulen in Fertigbetonteile. Dabei kooperieren sie wieder mit der HTWK Leipzig und der TU Dresden sowie zwei Unternehmenspartnern.

Hält die Befestigung der Solarzelle dauerhaft? Um diese Frage zu beantworten, unterwerfen die Fraunhofer-Forscher sowohl die PV-Komponente als auch die Schnittstelle zum Beton entsprechenden Langzeittests. Wie verhält sich die Schnittstelle bei verschiedenen Witterungsbedingungen? Was ergeben beschleunigte Alterungstests? Zusätzlich zu diesem experimentellen Ansatz stehen Simulationen auf der Agenda, genauer gesagt Finite-Elemente-Methoden. Über diese können die Experten beispielsweise berechnen, wie sich Beton und Verbindungsstelle zum PV-Element bei hohen Temperaturen aufheizen. Und sie ermittelt, welche Wind- und Drucklasten auf das Solarmodul wirken.

3.3.2020 | Quelle: Fraunhofer CSP | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Umweltpolitische Digitalagenda nur mit erneuerbaren Energien

3. März 2020 - 15:16

Die Umweltpolitische Digitalaagenda stelle einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gestaltung eines der bedeutendsten Innovationsfelder der heutigen Zeit dar. Das sagt Prof.Tilman Santarius, Digitalisierungs-Experte am IÖW und am Einstein Center Digital Future der Technischen Universität Berlin. „Die Digitalisierung und die Dekarbonisierung werden zwei der wichtigsten Megatrends des 21. Jahrhunderts sein. Das Umweltministerium hat die Notwendigkeit erkannt, diese Trends zusammen zu denken und integriert zu gestalten. Mit der Umweltpolitischen Digitalagenda legt das Bundesumweltministerium eine umfassende Strategie vor, um dieses Ziel zu erreichen. Florian Kern, IÖW-Experte für Umweltpolitik betont. „Die Digitalagenda des BMU ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die Digitalisierung als Treiber einer dringend erforderlichen sozial-ökologischen Transformation zu gestalten.“ 

Uumfassender Politik-Mix gefordert

„Viele der vorgeschlagenen Maßnahmen beruhen auf ‚weichen‘ Instrumenten, während die Ziele durch verbindliche Regulierung wesentlich effektiver erreicht werden könnten“, so Santarius. „Statt in der europäischen CSR-Richtlinie ein Reporting zu Umweltschäden bei Rohstoffgewinnung zu fordern, sollten besser gleich verpflichtende menschenrechtliche und ökologische Mindeststandards angestrebt werden.“

Ordnungspolitische Instrumente adressiere die Agenda noch zu vage. Oder sie verspreche nur, dass sich die Bundesregierung auf europäischer Ebene für entsprechende Regelungen einsetzen möchte. Das IÖW nennt als Beispiel die EU Ökodesign-Richtlinie. Kern hebt hervor, dass ein breiter Politikmix mit ordnungsrechtlichen und ökonomischen Instrumenten für die sozial-ökologische Transformation zentral ist. „Es bleibt abzuwarten, was die Bundesregierung im Rahmen ihrer EU-Ratspräsidentschaft und darüber hinaus auf europäischer Ebene mit ihren ambitionierten Zielen tatsächlich erreichen wird.“ 

Erneuerbare für Rechenzentren

Die Umweltpolitische Digitalagenda siehe eine Reihe von vielversprechenden Maßnahmen vor,  um ökologische Auswirkungen auf (knappe) Ressourcen zu verringern, sagt Santarius. Dazu zählten langlebigere Geräte oder besseres Recycling. Doch das Ministerium adressiere den wachsenden Stromverbrauch der Digitalisierung werde nicht ausreichend. „Die meisten wissenschaftlichen Szenarien gehen von moderat bis stark anwachsenden Stromverbräuchen aller digitalen Geräte und Anwendungen aus. Um die Energiewende hin zu 100 Prozent Erneuerbare Energien zu schaffen, muss der gesamte Stromverbrauch sinken. Die Digitalagenda liefert zu wenig Ansatzpunkte, wie wachsende Stromverbräuche abgemildert werden könnten. Es fehlen etwa strikte Verbrauchsstandards für Rechenzentren, verbindliche Anforderungen, dass deren Abwärme sinnvoll für die Wärmeversorgung genutzt wird. Oder die Forderung, dass neue Rechenzentren mit 100 % Ökostrom betrieben werden müssen.

Zukunftsfähige Digitalisierung

Der Politik-Mix solle weit über den Geschäftsbereich des BMU hinausgehen, betont Kern. „Es ist begrüßenswert, dass das Umweltministerium die fortschreitende Digitalisierung so gestalten möchte, dass sie die Energie-, Mobilitäts- und Agrarwende und den Einstieg in die Kreislaufwirtschaft unterstützt und beschleunigt.“ Eine solche Ankündigung sollte sich aber nicht nur auf Programme des BMU oder die Forschungsförderung der sozial-ökologischen Forschung des Bundesforschungsministeriums beziehen. Sondern auch die Förderung des Wirtschafts- oder Verkehrsministeriums sei einzubeziehen. Beispielsweise machen vom BMU geförderte ‚Leuchtturmprojekte für Künstliche Intelligenz‘ weniger als zehn Prozent die bundesweiten Fördermittel im Jahr 2019 aus. Zahlreiche von anderen Ministerien geförderte Projekte verfolgen nach Aussage der Wissenschaftler keine Nachhaltigkeitsziele oder sind sogar kontraproduktiv. Kern fordert. „Um tatsächlich eine nachhaltige Digitalisierung zu erzielen, ist es dringend erforderlich, dass alle Ressorts der Bundesregierung sich die Zielsetzung der Digitalagenda zu eigen machen. Dies erfordert eine enge Abstimmung der Ressorts und eine kohärente Politik.“

Weitere Informationen:

-Weitere Vorschläge von Tilman Santarius und Steffen Lange finden sich im Buch „Smarte grüne Welt? sowie in einem Artikel bei Netzpolitik: https://netzpolitik.org/2018/fuer-eine-sozial-oekologische-digitalpolitik/.

Die Nachwuchsgruppe „Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation“ von IÖW und TU Berlin forscht zur nachhaltigen Gestaltung der Digitalisierung: www.nachhaltige-digitalisierung.de

3.3.2020 | Quelle: Institut für Ökologische Wirtchaftsforschung | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Solarthermie-Jahrbuch „Solare Wärme“ 2020 erschienen

3. März 2020 - 14:39

Themenschwerpunkt in diesem Jahr sind solare Wärmenetze. Im Fokus stehen außerdem solare Prozesswärme und Solararchitektur. 

Beim Solarthermie-Jahrbuch „Solare Wärme“ handelt es sich um eine Initiative der Journalisten Detlef Koenemann, Jens Peter Meyer und Joachim Berner. SIe befassen sich bereits seit Jahrzehn mit erneuerbaren Energien und Solarthermie. „Die Solarthermie ist ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende, was sich in der Berichterstattung leider nicht widerspiegelt“, sagt  Koenemann: „Die solare Wärme kommt in den Medien zu kurz.Deshalb haben wir das Solarthermie-Jahrbuch ins Leben gerufen. Es soll für die Branche ebenso wie für private, gewerbliche und kommunale Investoren als Informationsquelle dienen und dazu anregen, eines der zahlreichen Anwendungsbeispiele aufzugreifen.“

Segment Solarthermie-Großanlagen wächst 

In der Solarthermie-Branche sind es derzeit vor allem Großanlagen, die ein Marktwachstum verzeichnen. Immer häufiger erzeugen große Kollektorfelder umweltfreundliche Energie für Nah- und Fernwärmenetze in Städten, Gemeinden und Energiedörfern. Das Solarthermie-Jahrbuch 2020 beschreibt auf 30 Seiten das aufstrebende Marktsegment. 

Ebenfalls im Kommen ist die solare Prozesswärme. Mit Hilfe der Solarthermie lassen sich Prozesse in der Industrie und im Gewerbe dekarbonisieren. Beispiele, die die Journalisten im Jahrbuch vorstellen, sind das Wärme-Liefercontracting und ein Projekt in Frankreich, bei dem eine Papierfabrik solare Wärme für die Produktionsprozesse nutzt.  

Attraktive BAFA und KfW Förderung 

Für Privatleute bleibt die Solarthermie attraktiv. Seit Inkrafttreten der verbesserten Förderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Januar dieses Jahres mehr denn je. Das Solarthermie-Jahrbuch zeigt anhand von Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie Geschosswohnungsbauten, wie Solarthermie-Anlagen klimaschädliche Treibhausgase und Energiekosten reduzieren und fossile Ressourcen einsparen. Neben Neubauprojekten stellt es auch Sanierungsvorhaben vor. 

Das Solarthermie-Jahrbuch „Solare Wärme“ erscheint einmal im Jahr. Auf der Internetseite www.solarthermie-jahrbuch.de berichtet die Redaktion außerdem fortlaufend über Aktuelles aus der Solarthermie-Branche.  

Der Preis für ein Heft beträgt 12 Euro zuzüglich 2 Euro Versandkosten (in Deutschland).  Bei größeren Bestellmengen sind Rabatte möglich. Eine Bestellung ist über die Internetseite oder die E-Mail-Adresse info@detlef-koenemann.de möglich. 

Print-Abonnenten der Zeitschriften Solarthemen und Energiekommune erhalten das Heft ohne weitere Kosten frei Haus.

Das Jahrbuch wird außerdem auf Messen verteilt, zum Beispiel auf der Energiesparmesse vom 4. bis 8. März 2020 in Wels (Österreich), auf den Photovoltaik- und Solarthermie-Symposien in Bad Staffelstein und der Messe The Smarter E Europe vom 17. bis 19. Juni 2020 in München. 

3.3.2020 | Quelle: Solarthermie-Jahrbuch | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

BEE warnt vor Gefährdung der Beihilfefreiheit des EEG

3. März 2020 - 14:23

„Der Kostenvorteil der erneuerbaren Energien muss jetzt endlich auch an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben werden“, sagt BEE-Präsidentin Simone Peter. „Die Erneuerbaren-Branche fordert daher schon lange, die Stromsteuer deutlich zu senken und die Industrieprivilegien zur Entlastung der energieintensiven Industrie direkt aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren. Beides ist möglich, ohne die Beihilfefreiheit des EEG zu gefährden. Jede Maßnahme, die die Koalition ergreifen will, um Bürger und Unternehmen beim Strompreis zu entlasten, muss so ausgestaltet werden, dass die EU nicht erneut zur Mitsprache beim EEG ermuntert und die deutsche Gesetzgebung damit entmündigt wird.“

Kritisch bewerte der BEE daher, dass Bundesregierung und Koalition die Senkung der EEG-Umlage durch Einnahmen aus der CO2-Bepreisung erreichen will. Dies ist im Klimapaket so vorgesehen. Auch der aktuelle CSU-Vorschlagum die EEG-Umlage zu senken, sei problematisch. Die Partei will dafür zehn Milliarden Euro allein für dieses Jahr aus dem Haushaltsüberschuss verwenden, . Beides berge die massive Gefahr, dass das EEG als Beihilfe eingestuft werde. „Sobald staatliche Gelder in den EEG-Wälzungsmechanismus fließen, wird das EEG eine Beihilfe und unterliegt den Beihilfeleitlinien der EU-Kommission. Die Bundesregierung droht so wiederholt ihre Hoheit über dieses entscheidende Instrument zu verlieren“, warnt Peter.

Urteil zum EEG

Dies sei umso brisanter vor dem Hintergrund, dass die EU-Kommission bereits das EEG 2012 als Beihilfe eingestuft hatte. Dem war ein jahrelanges Tauziehen mit erheblicher Rechtsunsicherheit für die gesamte Energiewirtschaft gefolgt. Diese habe sich erst im Frühjahr 2019 mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) geändert. Der hatte festgestellt, dass das EEG 2012 keine Beihilfe sei.

„Die Beihilfefreiheit ist ein hohes Gut. Ein Weg, die EEG-Umlage abzusenken, ohne das EEG-Konto mit staatlichen Mitteln zu infizieren, wäre die Verlagerung der Industrieprivilegien in den Bundeshaushalt. Dies würde das EEG-Konto alleine um rund fünf Milliarden Euro entlasten, ohne dass auch nur ein Euro staatlicher Mittel in das EEG-Konto fließen müsste. Würde die CO2-Bepreisung im Stromsektor verbessert, ergäben sich weitere kostensenkende Effekte bei den Erneuerbaren“, so Peter abschließend.

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 55 Verbänden, Organisationen und Unternehmen mit 30 000 Einzelmitgliedern. Darunter sind laut Aussage des BEE mehr als 5 000 Unternehmen. Zu seinen Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas und der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke. Der BEE nimmt für sich in Anspruch, so 316 000 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber zu vertreten. Ziel des BEE: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

3.3.2020 | Quelle: BEE | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Grenzen der Windenergie in der Deutschen Bucht

2. März 2020 - 18:09

Im Bericht des Berliner Thinktanks Agora über die Offshore-Windenergie waren zwei Gruppen von Wissenschaftlern beteiligt. Diese hatten zunächst recht unterschiedliche Perspektiven zur Einschätzung der Windressourcen und den Grenzen der Windenergie.

Die Gruppe um Dr. Axel Kleidon, Erdsystemwissenschaftler am Max-Planck-Institut für Biogeochemie (MPI-BGC) in Jena, hat sich bereits früher für die Untersuchung der Grenzen der Windenergie ausgesprochen. Da viele Windturbinen der Atmosphäre kinetische Energie entziehen, verlangsamen sich die Windgeschwindigkeiten, was die Effizienz von Windturbinen und Windparks in großem Maßstab verringert. Diese Reduzierung kann ein relativ niedriges Windenergiepotenzial pro Flächeneinheit von Windparks verursachen.

Hohe Effizienz

Dr. Jake Badger, ein Windenergie-Experte aus der Abteilung für Windenergie der Technischen Universität Dänemark (DTU Windenergie), leitete die andere Gruppe und brachte seine Erfahrungen mit standortbezogenen Bewertungen von Windenergie-Potenzialen ein. Er argumentierte, dass große Offshore-Windparks immer noch sehr effektiv sein können, um an den richtigen Stellen viel erneuerbare Energie zu erzeugen. Wie sich herausstellt, sind sich nun beide einig, dass ihre beiden Perspektiven zutreffend sind. Die Offshore-Windenergie in der Nordsee kann einen großen Beitrag zu den erneuerbaren Energien leisten, doch müssen schwächere Winde in den Szenarien für die künftige Offshore-Windenergie berücksichtigt werden.

Um zu einer Übereinstimmung zu gelangen, untersuchten die Gruppen von Badger und Kleidon gemeinsam, wie viel Strom durch die Installation von Windkraftanlagen in der Deutsche Bucht potenziell erzeugt werden könnte. Der Wind über der Nordsee weht in der Regel mit höheren Geschwindigkeiten als über dem Land, so dass die Windkraftanlagen mehr Strom auf See erzeugen können. Die deutschen Energieszenarien für das Jahr 2050 sehen einen erheblichen Ausbau der Offshore-Windenergie vor, wobei in den nächsten 30 Jahren etwa die achtfache Leistung wie heute in der Deutschen Bucht installiert werden soll.

Verschiedene Szenarien

Die Wissenschaftler zogen eine Reihe von Szenarien in Betracht, um auch den extremeren Ausbau der Offshore-Windenergie abzudecken, damit sie konsistente Trends bei den Windgeschwindigkeiten und den Turbinenwirkungsgraden finden konnten. Diese Szenarien wurden mit zwei recht unterschiedlichen Methoden bewertet. Badger verwendete ein Wettervorhersagemodell, das die Auswirkungen von Windparks mit einbezog und auf einem Supercomputer lief, um die Erträge und die Verlangsamung des Windes zu simulieren. Kleidon griff auf ein Budgetierungsmodell für die kinetische Energie in einer Tabellenkalkulation zurück.

Beide fanden die gleichen Trends: Je mehr Windparks innerhalb der Deutschen Bucht installiert werden, desto schwächer werden die Winde, was den durchschnittlichen Wirkungsgrad der Anlagen senkt. Kleidon erklärt: „Der größte Teil der Windenergie, die die Turbinen in kleinen oder mittleren Windparks nutzen, kommt aus den Aufwindregionen und nicht aus den Winden in höheren Luftschichten. Je größer also die Windparks in der Abwindrichtung sind, desto mehr wird die Windenergie erschöpft, was zu einem Rückgang der Windgeschwindigkeit führt.“

Grenzen noch nicht erreicht

Badger fügt hinzu: „Trotz dieser schwächeren Winde hat die Offshore-Windenergie ihre physikalische Ressourcengrenze noch nicht erreicht und kann in sehr großen Windparks bei geeignetem Abstand der Windturbinen sehr viel erneuerbare Energie effizient erzeugen.“ In ihren Berechnungen schätzten beide Gruppen, dass für die getesteten Szenarien die Offshore-Windenergie in der Deutschen Bucht potenziell bis zur Hälfte des derzeitigen deutschen Strombedarfs beitragen kann. Für die derzeit diskutierten und wahrscheinlich wirtschaftlich tragfähigeren Szenarien schätzten die Teams einen Beitrag von etwa einem Drittel des aktuellen deutschen Strombedarfs.

Badger und Kleidon kommen zu dem Schluss, dass mit dem Ausbau der Windenergie auch diese Wechselwirkungen mit der Atmosphäre berücksichtigt werden müssen. Dies wiederum erfordert einen breiteren Planungsprozess, bei dem nicht nur die atmosphärischen Auswirkungen benachbarter Windparks, sondern auch die Ausbaupläne der Nachbarländer berücksichtigt werden müssen. Windenergie ist nach AUssage der Forscher reichlich vorhanden, aber sie erfordert eine sorgfältige Planung und einen breiteren Blick auf die Atmosphäre, um das Beste aus ihr herauszuholen.

2.3.2020 | Quelle: Max-Planck-Institut für Biogeochemie | solarserver.de
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Insektenhotels neu bei Photovoltaik-Kraftwerken

2. März 2020 - 18:02

Den Auftakt hierzu machte die N-ERGIE mit drei Insektenhotels, die sie auf dem Gelände ihres Photovoltaik-Kraftwerks Oberndorf bei Schweinfurt installierte. Ein Insektenhotel ist ein mal ein Meter groß, Es bietet aufgrund unterschiedlicher verarbeiteter Materialien Platz für zahlreiche Insektenarten. Dazu zählen seltene Wildbienen, Mauerwespen sowie Nützlinge wie Florfliege und Ohrwürmer.

Erneuerbare Energien naturschonend ausbauen

Die N-ERGIE Aktiengesellschaft engagiert sich  laut eigener Aussage für eine regionale Energiewende. Sie sieht den Ausbau der Kapazitäten zur Erzeugung erneuerbarer Energien als wesentlichen Baustein und investiert dafür hohe Beträge. In erster Linie setzt sie dabei auf Photovoltaik-Anlagen.

Werden die dafür benötigten Flächen zusätzlich ökologisch bewirtschaftet, dienen sie nicht nur dem Klimaschutz. Sie leisten darüber hinaus einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt, so auch mit Insektenhotels. Daher will N-ERGIE die Grünflächen extensiv bewirtschaften, um insektenfreundliche Blühwiesen zu schaffen. Außerdem lässt sie die Vegetation auf ausgewählten Anlagen von Schafen beweiden. Das steigere die Biodiversität auf den Flächen bereits wenige Jahre nach Inbetriebnahme deutlich.

2.3.2020 | Quelle: N_ERGIE | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Corona-Virus führt zu Absagen von Photovoltaik- und Energieveranstaltungen

2. März 2020 - 17:31

Auch Messe Düsseldorf GmbH verschiebt wegen des Corona-Virus einige Veranstaltungen. Dazu zählt die Messe Energy Storage Europe, die vom 10. bis 12. März stattfinden sollte. In enger Abstimmung mit allen beteiligten Partnern will die Messegesellschaft zeitnah über alternative Messetermine beraten, um größtmögliche Planungssicherheit zu garantieren.

Damit folge die Messe Düsseldorf der Empfehlung des Krisenstabs der Bundesregierung, bei der Risikobewertung von Großveranstaltungen. Diese sollten die Prinzipien des Robert-Koch-Instituts berücksichtigen, erklärt Werner M. Dornscheidt, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf GmbH. Aufgrund dieser Empfehlung und der zuletzt deutlich gestiegenen Zahl von Infizierten des Corona-Virus auch in Europa habe die Messe Düsseldorf somit die Lage neu bewertet. Hinzu komme die Verunsicherung zahlreicher Aussteller und Besucher der Veranstaltungen im März und außerdem die komplizierte Reisesituation insbesondere für internationale Kunden.

„Diese Entscheidung ist allen Beteiligten nicht leichtgefallen“, sagt Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf und Aufsichtsratsvorsitzender der Messe Düsseldorf GmbH. „Aber die Verschiebungen zum jetzigen Zeitpunkt sind für die Messe Düsseldorf und ihre Kunden angesichts der immer dynamischeren Entwicklungen erforderlich.“

Damit verbunden wird auch die von Eurosolar e.V. organisierte Konferenz IRES 2020, die synchron mit der Energy Storage Europe auf einen noch unbekannten neuen Termin verschoben. 

Bereits zuvor war bereits die Messe Light + Building, die vom 8. bis 13. März terminiert war, verlegt worden. Hier steht der neue Termin schon fest. Die Messe wird vom 27. September bis zum 2. Oktober 2020 in Frankfurt am Main stattfinden 

Geotherm kurzfristig ebenfalls verschoben

Als nächstes wirkt der Corona-Virus auf die internationale Fachmesse GeoTHERM, die vom 4. bis 6. März laufen sollte. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen und des hohen Anteils internationaler Gästet die Messe Offenburg-Ortenau die Situation sehr kurzfristig neu bewertet. „Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, unsere Kunden, Partner und das gesamte Messeteam haben diese Veranstaltung mit sehr hohem Engagement vorbereitet. Leider bleibt uns aufgrund der hohen Internationalität keine andere Möglichkeit“, so Sandra Kircher, Geschäftsführerin der Messe Offenburg-Ortenau GmbH.

„Wir haben die Situation jeden Tag anhand der dynamischen Entwicklung diskutiert. Und sind nun zu dem Schluss gekommen, dass wir die GeoTHERM in dieser Woche, gerade auch in Anbetracht der hohen Internationalität nicht durchführen können“, erklärt Aufsichtsratsvorsitzender und Oberbürgermeister Marco Steffens die Entscheidung.

PV-Symposium in Bad Staffelstein soll stattfiinden

Weiterhin stattfinden soll allerdings das 35. PV-Symposium im Kloster Banz in Bad Staffelstein. Dieses bleibt somit bislang bei seinem Termin vom 17. bis 19. März. „Angesichts der aktuellen Maßnahmen zur Eingrenzung des Coronavirus Covid-19 in Deutschland haben wir die aktuelle Entwicklung im Blick“, erklärt dazu Bernd Porzelius, der Geschäftsführer der Conexio GmbH:  „Als Veranstalter nehmen wir unsere Verantwortung für die Sicherheit unserer Referent*innen, Aussteller und Teilnehmer*innen ernst. Wir beobachten aufmerksam die derzeitige Entwicklung und stehen hierzu, wenn nötig, in Kontakt mit den Behörden. Alle Vorbereitungen zur Konferenz verlaufen wie geplant.“

2.3.2020 | Autor: Andreas Witt | solarserver.de
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Photovoltaik-Forschung: Durchbruch bei Dünnschicht-Solarzelle

28. Februar 2020 - 13:46

Wissenschaftler des PERCISTAND-Konsortiums haben als erste einen Wirkungsgrad von 25 Prozent mit einer Dünnschicht-Solarzelle erreicht. „Darüber hinaus sind unsere Solarzellen dünn und flexibel, was sie ideal für die Integration in Gebäude und Dächer macht“, sagt Bart Vermang, Koordinator des PERCISTAND-Konsortiums von der belgischen Hasselt University. „Mit diesen Dünnschicht-Solarzellen sind wir zum ersten Mal wirklich konkurrenzfähig mit dem traditionellen Solarzellen.“

„Um diese Rekordeffizienz zu erreichen, verwenden wir zwei Arten von Materialien, die wir aufeinander legen“, sagt Vermang. Eine herkömmliche Solarzelle besteht aus einer einzigen Schicht, normalerweise aus Silizium. „Für diese Solarzellen verwenden wir zwei verschiedene Materialien, die sich gegenseitig verstärken“, so Vermang. Einige der Partner des Konsortiums arbeiten an der unteren Zelle, während andere an der oberen Zelle arbeiten. „In den letzten Wochen haben wir die besten Unter- und Oberzellen miteinander kombiniert, wodurch wir bereits diesen hohen Wirkungsgrad von 25 Prozent erreicht haben. Unser Ziel ist es nun, innerhalb der nächsten drei Jahre eine Energieeffizienz von 30 Prozent zu erreichen“, betont Vermang.

Dünnschicht-Solarzelle konkurrenzfähig mit traditionellem Markt

Weil die Solarzellen so dünn sind, wird für die Herstellung von Solarpaneelen weniger Material benötigt. Dadurch werden diese Solarpaneele noch billiger als die herkömmlichen. Im Rahmen dieses Projekts arbeiten die Forscher auch mit Wirtschaftswissenschaftlern zusammen, um die Kosten für diese Solarzellen zu analysieren. Auf diese Weise hofft das Konsortium, bis zum Ende des Projekts ein Geschäftsmodell zu haben, mit dem Unternehmen, die diese Solarzellen herstellen wollen, beginnen können.

Wann wird die Öffentlichkeit in der Lage sein, die neue Dünnschicht-Solarzelle zu kaufen? „Im Moment ist es uns gelungen, diese Effizienzergebnisse in Solarzellen von etwa 1 cm² zu erzielen. Ich stelle mir vor, dass die Paneele innerhalb von acht Jahren auf dem Markt erhältlich sein werden. Es gibt noch eine Reihe von Hindernissen, die es zu überwinden gilt. Wir können zum Beispiel bereits die oberen Zellen auf die unteren Zellen legen und Energie erzeugen, aber es muss noch ein kosteneffizienter Weg gefunden werden, um die beiden Schichten in einem Modul zu kombinieren.

Das Forschungsprojekt PERCISTAND wurde mit 5 Millionen Euro aus dem europäischen Programm „Horizont 2020“ gefördert. Das Konsortium besteht aus zwölf internationalen Partnern: Universität Hasselt, imec, VITO, TNO, Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg, Karlsruher Institut für Technologie, Empa Schweiz, Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung – Institut PV Frankreich (CNRS-IPVF), Solar Schweiz, NICE Solar Energy, Australian National University, National Renewable Energy Laboratory USA.

28.02.2020 | Quelle: PERCISTAND | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Erneuter Countdown für Windkraft und Photovoltaik

28. Februar 2020 - 13:39
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Erste Innovationsausschreibung am 1. September 2020

28. Februar 2020 - 13:28
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Solar Auctions versteigert Photovoltaik-Module

28. Februar 2020 - 13:14

Aktuell stehen bei Solar Auctions verschiedene Solarmodule zur Versteigerung. Neben poly- und monokristallinen Solarmodulen (mit Leistungen ab 265 bis 335 Watt) umfasst die Online-Auktion auch Indach-Solarmodule sowie transparente Glassolarmodule. Alle Produkte stammen von der CS Wismar GmbH Sonnenstromfabrik.

Die auf Solar Equipment spezialisierte Versteigerungsplattform bietet Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien neue Vertriebsmöglichkeiten für komplette Solarparks oder Neuware aus Restbeständen an. Für die Onlineauktionen erstellt Solar Auctions detaillierte Angaben zu den Artikeln und bietet darüber hinaus auch Besichtigungen an.

„Wir nutzen Solar Auctions als zusätzliche Vertriebsplattform, um Produkte die aus nicht realisierten Projekten und Überproduktionen stammen, einem breiten und transparenten Markt zugänglich zu machen, da Käufer unsere Produkte hier bis zu 50 Prozent unter dem marktüblichen Handelswert ersteigern können. Die Produkte werden mit gesetzlicher Garantie angeboten“, sagt Rüdiger Drewes, Geschäftsführer der Sonnenstromfabrik.

Das angebotene Portfolio wird mit höchster Sorgfalt ausgewählt und auf dessen Qualität hin geprüft. Durch den Mix aus diversen Produktionsaufträgen, kann es zu kleineren Farbabweichungen kommen Transparenz, Kundenfreundlichkeit und bestmögliche Hilfestellung stützen dabei eine langfristige und vertrauensvolle Beziehung zu Käufern und Auftragnehmern.

Solar Auctions ist die weltweit erste professionelle Verwertungs- und Versteigerungsplattform, die sich auf Photovoltaik und Solar Equipment sowie weitere Produkte aus dem Bereich der erneuerbaren Energien spezialisiert hat. Am Firmensitz in Hilden bei Düsseldorf verfügt das weltweit agierende Unternehmen über ein Lagervolumen von 5.000 Quadratmetern. Als Full-Service-Provider agiert das Unternehmen professionell bei der gesamten Auktionsabwicklung und Vermarktung der Assets – bei Insolvenz, Werksschließung oder Lagerräumung – von der Bewertung und Katalogerstellung bis hin zu Zollformalitäten.

Alle Informationen zu den Auktionen von Solar Auctions finden Sie unter neben stehendem Link.

28.02.2020 | Quelle: Solar Auctions | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Biologische Methanisierung trotz Asche und Teer

28. Februar 2020 - 12:36

Ein Team aus Wissenschaft und Praxis erforscht wie man die thermochemische Vergasung holzartiger Biomasse und die mikrobielle Erzeugung von Methan effizient koppeln kann. Hauptaugenmerk gilt spezifischen Mikroorganismen und der Frage, wie diese die biologische Methanisierung auch unter erschwerten Bedingungen aufrechterhalten können. Die Erkenntnisse tragen nicht nur zur wirtschaftlichen Optimierung von Biogasanlagen durch Quervernetzung von Nährlösungsströmen bei. Sie erschließen vor allem neue, nachhaltige und kostengünstige Rohstoffquellen.

Sie sind die Hartgesottenen unter den Ur-Organismen: Archaeen besiedeln extreme ökologische Nischen, beispielsweise Schwarze Raucher, hydrothermale Quellen am Grund der Tiefsee. Einzelne Stämme dieser Mikroorganismen sind Teil der biologischen Kaskade, die in Biogasanlagen aktiv ist, um dort Kohlenstoffdioxid als Kohlenstoffquelle und Wasserstoff von anderen Kulturen zu übernehmen und Methan zu bilden (biologische Methanisierung). So geschieht es auch in Power-to-Gas genannten Verfahren.

Prozesse erheblich kostengünstiger gestalten

Der Grundgedanke dabei ist, Strom durch die Umwandlung zu einem energiereichen Gas auch über längere Zeiträume speicherbar zu machen. Benötigt wird das beispielsweise, wenn Solarstrom aus dem Sommer und Windstrom aus den Übergangszeiten in die Wintermonate transferiert werden soll, in denen der Bedarf hoch und die Erzeugung niedrig ist. Gleichzeitig können so Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor gekoppelt werden. Optimal ist die Verwendung von Methan als ‚Speicher‘, weil das Erdgasnetz mit etwa 220 TWh eine enorme Kapazität hat. Ein solches Verfahren ist die biologische Methanisierung. Da dieser Prozess jedoch nach aktuellem Stand noch zu unwirtschaftlich ist, verfolgten nun Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), gemeinsam mit dem Praxispartner MicroPyros GmbH und dem Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, eine Verfahrensidee, in der sie die Ausgangsstoffe der biologischen Methanisierung verändern und den Prozess damit erheblich kostengünstiger gestalten. Im Projekt „Ash-to-Gas – Mikrobielle Biomethan-Erzeugung mit Wasserstoff aus der thermischen Vergasung von Biomasse mit Nährstoffen aus Vergasungsrückständen“ wird dafür der Prozess der Vergasung mit der biologischen Methanisierung in Biogasanlagen gekoppelt.

Die Idee

Man vergast holzartige Reststoffe, wie kostengünstiges Straßenbegleitgrün, Grasschnitt, Stroh oder Waldrestholz. Somit entsteht ein Produktgas aus Wasserstoff, Kohlenstoffdioxid und Kohlenmonoxid, welches die Archaeen in einem nachgeschalteten Fermenter methanisieren. Im Projekt wollten die Forscher nun herausfinden, ob die Mikroorganismen den erschwerten Bedingungen trotzen können. Die Firma MicroPyros kultiviert diese Mikroorganismen. „Sollten die Archaeen gegenüber Kohlenmonoxid und Teeren die Methanisierung aufrechterhalten, könnte die aufwändige Gasreinigung reduziert werden – ein wichtiger Schritt hin zu einer wirtschaftlichen Optimierung von Biogasanlagen.“, so Yvonne Gmach, Projektleiterin von MicroPyros. Darüber hinaus wollten die Forscher ermittelt, ob die Asche des Vergasers als Nahrung für die Archaeen dienen kann um Prozesskosten zu sparen.

Ergebnisse im Überblick:
  • Über den Projektzeitraum wies das Projektteam nach, dass sämtliche Komponenten, die in realem Synthesegas aus der Vergasung enthalten sind, von den Mikroorganismen „geduldet“ werden.
  • In den Teerversuchen reagierten die Mikroorganismen auf verschiedene Teerkomponenten unterschiedlich. Durchgeführte Versuche deuten darauf hin, dass größere Teermoleküle ungleich schwieriger von den Mikroorganismen zu tolerieren sind als kleinere Moleküle.
  • Bei den Versuchen Nährlösung durch Asche zu ersetzen, reagierten die Mikroorganismen neutral bis negativ: Die Verbrennungs- und Vergasungsasche wird von den Mikroorganismen zwar grundsätzlich toleriert, kann nach Versuchserkenntnissen des Projektpartners MicroPyros jedoch nicht als alleiniges Nährstoffsubstitut verwendet werden.
Adaption der Kultur an Teere möglich

Projektkoordinator Thomas Trabold (FAU) differenziert die Ergebnisse: „Im Verlauf der Untersuchungen kann trotz aller Herausforderungen gezeigt werden, dass eine Adaption der Kultur an die Teere unter Verringerung der Methanproduktionsrate möglich ist. Denn die Mikroorganismen bauen die Teere höchstwahrscheinlich ab. Dadurch ergibt sich an dieser Stelle der größte Bedarf an weiterer Forschung, was die Abbauraten, -produkte, Belastungsgrenzen und vor allem die Adaptionsfähigkeit weiterer Kulturen angeht.“ Eindeutig erfolgreich hingegen war die Reaktion der Archaeen auf Kohlenstoffmonoxid. Sie akzeptieren dieses und verstoffwechseln es in der biologischen Methanisierung . Die Verwendung eines Rieselbettfermenters für die biologische Methanisierung birgt erhebliches Potential zur weiteren Prozessoptimierung.

28.02.2020 | Quelle: Deutsches Biomasseforschungszentrum | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Bessere Förderung für geothermische Wärmenetze gefordert

28. Februar 2020 - 11:56

Geothermische Fern- und Nahwärme ist ein Schlüssel für die klimafreundliche Wärmeversorgung von Wohngebieten in Innenstädten. Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) unterstützt daher die Forderung des Bundesverbandes Geothermie nach einer zielgerichteten Förderung von Anschlüssen an solche geothermische Wärmenetze, die mit mindestens 50 Prozent erneuerbaren Energien gespeist werden.

Reiner Priggen, Vorsitzender des LEE NRW: „Die Energiewende muss vor allem auch eine Wärmewende sein: Wenn wir wirksam CO2 reduzieren wollen, müssen wir ran an die Heizungen. Mit einer fairen Förderung von Anschlüssen an regenerative Wärmenetze kann das gelingen. Gerade im dichtbesiedelten NRW können solche Netze eine Lösung sein, um alte Öl- und Gasheizungen zu ersetzen.“

Mindestens 50 Prozent erneuerbare Energien

In Städten ist der Anschluss an ein effizientes Wärmenetz laut LEE NRW mitunter die einzige Möglichkeit, eine positive Klimaschutzwirkung zu erreichen. Förderfähig sollen die Anschlüsse sein, wenn das Wärmenetz die EU-Definition für effiziente Fernwärme- und Fernkälteversorgung erfüllt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Wärmenetz zu mindestens 50 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt wird. Eine Änderung der Förderrichtlinie ist im Rahmen einer Verordnung des Bundeswirtschaftsministeriums möglich.

Der Forderung des Bundesverbandes Geothermie haben sich weitere Verbände angeschlossen:

  • Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)
  • AGFW | Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V.
  • Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB)
  • Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) e.V.
  • Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. (DGRV)

Das Land Nordrhein-Westfalen hat in einer Studie rund sechs Millionen beheizte Gebäude im Land ermittelt. Allerdings sind erst gut 55.000 Anlagen zur Nutzung oberflächennaher Geothermie installiert – also in weniger als einem Prozent des Bestandes.

Etwa 40 Prozent des gesamten CO2-Außstoßes entfallen auf den Wärmesektor. 70 Prozent der Heizsysteme in NRW werden noch immer mit klimaschädlichem Öl oder Gas betrieben. Dabei könnte die Hälfte des Wärmebedarfs für Wohnhäuser mit erneuerbarer Geothermie gedeckt werden, wie das LANUV NRW in einer Potenzialstudie herausgefunden hat.

28.02.2020 | Quelle: LEE NRW | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Windkraft-Rekord im Februar

28. Februar 2020 - 11:22

Der Februar setzt einen neuen Windkraft-Rekord: Bis Monatsende werden voraussichtlich 20,9 Milliarden kWh Strom aus Windkraftanlagen erzeugt worden sein. Davon entfallen 17,9 Mrd. kWh auf Windkraftanlagen an Land, offshore steuert 3,0 Mrd. kWh bei. Das zeigen erste Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Damit übertrifft die Stromerzeugung aus Windkraft-Anlagen im Februar den bisherigen Windkraft-Rekord um gut ein Viertel: Im bislang stärksten Monat März 2019 produzierten Windenergieanlagen rund 16,5 Mrd. kWh – obwohl der Monat sogar zwei Tage länger war. Grund hierfür war das außerordentliche Windaufkommen im Februar mit den Sturmtiefs Sabine, Victoria und Yulia.

„Die Windkraft-Anlagen haben im Februar so viel Strom erzeugt wie zwei Kernkraftwerke im ganzen Jahr. Das ist sehr erfreulich und legt zusammen mit der Stromerzeugung aus Photovoltaik die Basis, damit der Einsatz konventioneller Energieträger kontinuierlich zurückgeht. Allerdings stehen die Rekordzahlen im scharfen Kontrast zur dramatischen Situation beim weiteren Ausbau sowohl von Wind- als auch Solaranlagen: Werden die Hemmnisse und Deckel hier nicht zügig beseitigt, werden wir das 65-Prozent-Ziel im Jahr 2030 krachend verfehlen“, so Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Damit der Strom aus Erneuerbaren Energien vollumfänglich genutzt und die Klimaziele erreicht werden können, muss zudem alles dafür getan werden, dass der dringend notwendige Ausbau der Nord-Süd-Leitungen vorankommt. „Wichtig sind auch adäquate Rahmenbedingungen für die Sektorenkopplung“, ergänzt Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des ZSW. „Eine Neugestaltung der Abgaben und Umlagensystematik im Stromsektor würde wichtige Impulse für die Sektorenkopplung geben und damit den Einsatz von erneuerbarem Strom im Verkehr, im Wärmesektor und in Industrieprozessen – gerade auch die Erzeugung von grünem Wasserstoff – voranbringen.“

28.02.2020 | Quelle: BDEW | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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