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Aktualisiert: vor 7 Minuten 30 Sekunden

Kopernikus-Projekt SynErgie: Augsburger Industrie will Stromnetz stabilisieren

23. Juli 2020 - 12:02

Gelingt es der Industrie ihre Stromnachfrage flexibel und binnen kürzester Zeit bewusst zu erhöhen oder zu senken, kann sie das deutsche Stromnetz massiv entlasten. Denn im Stromnetz muss die Nachfrage zu jedem Zeitpunkt genauso hoch sein wie das Stromangebot. Mit einem Anteil von knapp 45 Prozent an der Stromnachfrage hat die Industrie ein erhebliches Potenzial dieses notwendige Gleichgewicht herzustellen. In der energieflexiblen Modellregion Augsburg zeigt das Kopernikus-Projekt SynErgie nun, wie das gelingen kann: Dort haben sich 38 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaften zusammengeschlossen, um erstmalig zu demonstrieren, wie Energieflexibilität als Dienstleistung angeboten, verkauft und genutzt werden kann.

Dazu entwickelt SynErgie bis 2022 eine Energiesynchronisationsplattform, die das Angebot von und die Nachfrage nach Energieflexibilität zusammenbringt. Die Plattform zeigt also, wann und in welchem Umfang man Netze durch eine niedrigere oder höhere Stromnachfrage entlasten muss – und welche Unternehmen diese höhere oder niedrigere Nachfrage anbieten können.

Ziel der Modellregion Augsburg ist es, einen lokalen Markt für Energieflexibilität zu schaffen, in dem Unternehmen komplett automatisiert Netzinstabilitäten ausgleichen und dafür Entlohnung erhalten. Fünf Unternehmen in der Region Augsburg stellen für den Testlauf Energieflexibilität zur Verfügung: Der Landmaschinenhersteller AGCO, das Energie- und Gebäudetechnik-Unternehmen Alois Müller, die Papierhersteller Schöller und UPM sowie das Infrastruktur Ingenieursbüro Steinbacher-Consult. Gleichzeitig beteiligen sich Netzbetreiber und Energieversorger am Test: die Lechwerke, die LEW Verteilnetz GmbH, die Stadtwerke Augsburg und SWA Netze.

Nach der Theorie folgt nun die Praxis

Seit 2016 arbeitet das Kopernikus-Projekt SynErgie bereits am theoretischen Konzept der Modellregion – nun beginnt die Praxisphase. Bis 2022 wollen die Projektpartner den automatisierten Flexibilitätsmarkt in einem anwendungsfallspezifischen Testlauf umsetzen. Gelingt der Versuch, können die SynErgie-Technologien die regionale Versorgungssicherheit erhöhen und Unternehmen für ihr netzdienliches Verhalten finanziell entlohnen. Zukünftig besteht zudem die Möglichkeit der Übertragung auf andere Regionen. Das Potenzial ist enorm: Bereits heute könnte die deutsche Industrie das Stromnetz massiv entlasten: Ihr Flexibilitätspotenzial für die Lasterhöhung liegt derzeit bei knapp drei Terawattstunden, für den Lastverzicht bei mehr als sieben Terawattstunden pro Jahr. Das heißt: Die Industrie könnte ungefähr so viel Strom puffern wie alle ans deutsche Stromnetz angeschlossenen Pumpspeicherkraftwerke zusammen.

Damit man die Energieflexibilität allerdings flächendeckend nutzen und vermarkteen kann, muss die Politik den bisherigen regulatorischen und rechtlichen Rahmen angepassen. Denn für den erfolgreichen Umbau des Energiesystems braucht es auch einen politischen Rahmen, der die Flexibilisierung des Stromverbrauchs gestaltet. So bestraft beispielsweise die derzeitige Gesetzgebung zu Netzentgelten die Anpassung von Unternehmen an das Stromangebot durch höhere Energiekosten. Hierzu hat das SynErgie-Projekt ein Positionspapier erarbeitet, welche gesetzlichen Änderungen jetzt notwendig sind, um die Grundlagen für die Etablierung eines Energieflexibilitätsmarkts zu schaffen.

23.7.2020 | Quelle: Kopernikus-Geschäftsstelle | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Audi: Bidirektionales Laden macht Elektroauto zum Photovoltaik-Speicher

23. Juli 2020 - 11:35

Mit steigenden Zulassungszahlen von Elektroautos erhöht sich die Zahl mobiler Energiespeicher. Ein großes Potenzial – wenn die Speicherkapazität intelligent nutzbar gemacht wird. Aus diesem Grund haben Audi und die Hager Group gemeinsam einen Forschungs- und Lösungsansatz entwickelt, der finanzielle Anreize schafft sowie eine erhöhte Versorgungssicherheit bietet: bidirektionales Laden. „Durch die Elektromobilität rücken Automobilindustrie und Energiewirtschaft enger zusammen. Die Batterie eines Audi e-tron könnte ein Einfamilienhaus rund eine Woche autark mit Energie versorgen. Perspektivisch möchten wir dieses Potenzial nutzbar und das E-Auto als Stromspeicher auf vier Rädern zum Teil der Energiewende machen“, sagt Martin Dehm, technischer Projektleiter für bidirektionales Laden bei Audi.

E-Auto als flexibler Energiespeicher

Die Hochvolt-Batterie des Elektroautos wird nicht nur über die Wallbox zu Hause geladen, sondern kann als dezentrales Speichermedium auch wieder Energie ans Haus abgeben. Hat der Kunde eine Photovoltaikanlage, dient das E-Auto als Zwischenspeicher für den eigenerzeugten Ökostrom. Wenn die Sonne nicht mehr scheint, kann das Fahrzeug dann den gespeicherten Strom wieder ans Haus abgeben. Das bidirektionale Laden zu Hause – auch Vehicle to Home (V2H) genannt – hat großes Potential, die Stromkosten des Hausbesitzers zu senken und die Netzstabilität zu erhöhen. Als weitere Ausbaustufe ist im Zusammenspiel mit einem Heimspeicher eine fast vollständige Energieautarkie sowie erhöhte Versorgungssicherheit im Falle eines Blackouts möglich.

Seriennahe Technologie im Einsatz

Was sich in der Theorie einfach anhört, erfordert in der Praxis eine hohe technische Intelligenz und das abgestimmte Zusammenspiel verschiedener technischer Komponenten auf Seiten der Infrastruktur sowie im Fahrzeug. Beim Forschungsprojekt kam ein Audi e-tron mit seriennaher Ladetechnologie zum Einsatz. Im Versuchsverbund agierte das vollelektrische Audi Modell mit einer DC-Wallbox, die eine Ladeleistung von bis zu 12 kW ermöglicht, sowie einem flexibel erweiterbaren Heimspeicher mit 9 kWh Kapazität. Bei einem möglichen Serieneinsatz könnte dieser für zusätzliche Flexibilität sorgen. Er ist aber keine notwendige Voraussetzung für das bidirektionale Laden. Dank der DC-Spannungsebene im Gesamtverbund kommt die Verbindung zwischen Photovoltaik-Anlage und Fahrzeug ohne Wechselrichter aus – eine besonders effiziente Lösung.

Laden mit PV-Strom spart Geld

Beim bidirektionalen Laden stehen vor allem Use-Cases im Fokus, bei denen Eigenheimbesitzer mit eigener Photovoltaikanlage kostenoptimiert eigenerzeugten Strom laden. Dabei speichert das Elektroauto den Überschuss der Photovoltaik-Anlage, welcher nicht von Verbrauchern im Haus abgenommen wird. Verfügt der Kunde über variable Tarife, kann das E-Auto die gesamte Hausversorgung in Zeiten hoher Preise übernehmen. Nachts oder in Nebenzeiten des Tarifs lädt das Auto dann mit günstigem Strom wieder bis zum gewünschten Ziel-SOC (State of Charge). Über die reine Kostenoptimierung hinaus, stellt das bidirektionale Laden auch eine Versorgungssicherheit her: Bei einem Stromausfall ist das System in der Lage, das Haus durch die leistungsfähige Hochvolt-Batterie mit Energie zu versorgen oder sogar ein Gebäude ohne Netzanschluss im sogenannten Inselbetrieb autark zu betreiben.

Alltagstauglichkeit im Fokus der Entwickler

Einen großen Stellenwert legten die Entwickler auf die Alltagtauglichkeit. „Die Erhaltung der Mobilität steht für uns im Mittelpunkt. Um das bidirektionale Laden alltagstauglich zu gestalten, muss sich der Kunde daher nicht einschränken“, beschreibt Dehm den Entwicklungsfokus. „Das intelligente Lademanagement steuert die optimale Nutzung der Batterie und maximiert damit die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems. Für den Kunden ist die Bedienung denkbar einfach –  Auto anstecken und der Rest passiert automatisch.“

23.7.2020 | Quelle: Audi | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Energieforschung: Bewilligungsstopp beim BMWi beendet

23. Juli 2020 - 0:16
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Crash bei grünen Herkunftsnachweisen

23. Juli 2020 - 0:10
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Bayern zeichnet „Gestalter der Energiewende“ aus

22. Juli 2020 - 15:11

Bayern treibt den Ausbau der erneuerbaren Energie entschieden voran. „Dafür brauchen wir engagierte Gemeinden wie Fuchstal“, erklärte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bei einem Besuch in Fuchstal. Die Gemeinde im Landkreis Landsberg zählt nur 3.825 Einwohner, erzeugt mit ihren kommunalen Anlagen für Photovoltaik, Windenergie und Biogas aber 40 Millionen Kilowattstunden und erwirtschaftet damit eine Wertschöpfung von vier Millionen Euro im Jahr. „Unser Verbrauch liegt bei etwa 24 Millionen Kilowatt, so dass wir 16 Millionen Kilowatt in das Stromnetz einspeisen“, erklärte Bürgermeister Erwin Karg. Grund genug Fuchstal als „Gestalter der Energiewende“ auszuzeichnen.

Weitere Windenergieanlagen geplant

Staatsminister Aiwanger sieht sich bestätigt: „Nur wenn Gemeinde, Bürger und die Verwaltung an einem Strang ziehen, kommen wir unserem Ziel näher.“ Dabei gilt es auch, Hindernisse zu überwinden. Für die Errichtung seiner vier Windanlagen führte Fuchstal einen Bürgerentscheid durch. Jetzt plant die Gemeinde drei neue Windanlagen, die sich noch in der Genehmigungsphase befinden. Außerdem werden die Freiflächen-Photovoltaikanlagen erweitert. Um den überschüssigen Strom bei viel Wind und Sonne speichern zu können, errichtet Fuchstal eine Speicheranlage mit Batteriespeicher und einem so genannten Wärmetopf.

Für dieses Engagement verlieh Staatsminister Aiwanger Fuchstal die Auszeichnung „Gestalter der Energiewende“, die zum ersten Mal vergeben wurde. In Zukunft werden Kommunen, Personen oder Unternehmen, die sich besonders um die dezentrale Energiewende verdient machen, in diesen Kreis aufgenommen. Auch der Landesvorsitzende des Bund Naturschutz, Richard Mergner, wurde in das vor kurzem geschaffene „Team Energiewende in Bayern“ aufgenommen. „Ich mache gerne bei dieser neuen Aktion mit, weil ich ebenso wie Minister Aiwanger der Ansicht bin, dass wir für eine dezentrale Energiewende die erneuerbaren Energien an naturverträglichen Standorten ausbauen und das Thema Energiesparen vorantreiben müssen“, sagte Mergner. Die Politik müsse allerdings nicht nur in Bayern sondern auch auf Bundesebene die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Staatsminister Aiwanger sprach sich dafür aus, nicht nur große Anlagen zu fördern. „Die Akzeptanz ist wesentlich höher, wenn die Bürger selbst von der erneuerbaren Energie profitieren, als wenn dies nur den Trägern von Großprojekten zu Gute kommt.“

22.7.2020 | Quelle: Stmwi | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Preise für Photovoltaik-Module stark zurückgegangen

22. Juli 2020 - 14:17

Waren die Preise für Photovoltaik-Module in den ersten Monaten dieses Jahres angestiegen, so ist nun die Trendumkehr eingetreten. Im Juni und Juli kam es zu deutlichen Preisnachlässen, sowohl bei Mainstream- als auch bei Low Cost-Modulen. Das geht aus dem PVX Spotmarkt Preisindex hervor, den pvXchange, Marktplatz für Solarmodule und Wechselrichter, erstellt und den der Solarserver monatlich veröffentlicht.

Martin Schachinger, Geschäftsführer von pvXchange, kommentiert: „Der in den vergangenen Monaten einsetzende allgemeine Preisverfall geht vorerst weiter – Preiserleichterungen im oberen einstelligen Prozentbereich sind über alle Technologien hinweg bemerkbar. Die Nachfrage im europäischen Markt ist zwar stabil bis wachsend, doch gibt es vielerorts noch großvolumige Restposten, die sich durch Corona-bedingte Verzögerungen in der Projektrealisierung aufgestaut haben und erst langsam wieder abfließen. Die zu Quartalsende üblichen Lagerbereinigungen führten zu Preissenkungen an breiter Front, die auch zu Anfang des zweiten Halbjahres noch immer den Markt bestimmen. Hersteller und Händler unterbieten sich gegenseitig bei kurzfristig verfügbarer Lagerware, um Platz für neue Lieferungen zu machen.“

Dieser Trend wird laut Schachinger zumindest in Europa nur von kurzer Dauer sein, da die Aufholjagd schon in vollem Gange ist. EPC und Projektgesellschaften im In- und Ausland haben volle Auftragsbücher, Banken und Genehmigungsbehörden arbeiten den Stau ebenfalls zügig ab.

Marktbereinigung erwartet

Wie weit können die Preise für Solarmodule noch sinken? „Aktuell scheinen auch bei den Produkten der Top-Hersteller nach unten keine Preisgrenzen zu existieren – Projektpreise im Megawattbereich von unter 18 Cent pro Watt-peak sind keine absolute Ausnahme mehr“, sagt Schachinger. „Dieser Ausverkauf, der einigen kleineren Herstellern mit geringer Kapitalbasis unter Umständen zum Verhängnis werden kann, dürfte keinesfalls kostendeckend sein. Sollte diese Situation länger andauern, wird es zwangsläufig zu Marktbereinigungen kommen. Nur die finanzstarken Hersteller können eine Phase der Tiefstpreise, wie wir sie gerade erleben, dauerhaft überstehen.“ Schachinger erwartet, dass ein Nachfrageschub aus China im zweiten Halbjahr 2020 jegliche Produktionskapazitäten absorbieren wird und daher die Preise für Photovoltaik-Module eher wieder anziehen werden.

Für eine Verunsicherung des Marktes sorgt zudem die Patentrechtsklage des Modulherstellers Hanwha Q-Cells gegen die Konkurrenten Longi Solar, JinkoSolar und REC, die dieser auf Kontinenten eingereicht hat. Was dieser Rechtstreit für die betroffenen Unternehmen bedeutet, darauf geht Martin Schachinger in seinem aktuellen Marktkommentar ein, der unter dem nebenstehenden Link zu finden ist.

22.7.2020 | Quelle: pvxchange | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Trina Solar präsentiert Vertex 600 Watt Photovoltaik-Modulserie

22. Juli 2020 - 13:15

Die Vertex 600 Watt Photovoltaik-Modulserie der nächsten Generation weist drei Hauptvorteile auf: Erstens die Kombination von zerstörungsfreiem Schneiden, minimierten Zellabständen und Multi-Busbar-Technologien. Zweitens niedrige Spannung und Verbesserung der Leistungsabgabe eines einzelnen Modulstrangs um mehr als 35 Prozent. Und drittens ein erheblicher Beitrag zur Senkung der Balance-of-System-Kosten.

Zhang Yingbin, Leiter der Produktstrategie und des Value Management bei Trina Solar, sagt: „Die Vertex-Module der nächsten Generation haben wir durch eine Vielzahl zukunftsweisender Innovationen verbessert, darunter ein 210-mm-Silizium-Wafer, minimierte Zellabstände und Multi-Busbar-Technologien, die einen Wirkungsgrad von mehr als 21 Prozent erreichen. Dank der niedrigen Spannung und der hohen Stringleistung der Module erschließt die neue Vertex-Serie ein enormes Potenzial zur weiteren Senkung der Balance-of-System-Kosten. Durch die Zusammenarbeit mit wichtigen Akteuren in der gesamten Herstellungskette sind wir sicher, dass die auf einer neuen Technologieplattform entwickelten Vertex-Module dazu beitragen werden, die Stromgestehungskosten bei verschiedenen Anwendungen zu senken und den größtmöglichen Mehrwert für unsere Kunden zu erzielen.“

Cao Bo, Vice General Manager und Executive Vice President von Trina Solar, sagt: „Um ein qualitativ hochwertiges Modul wie das Vertex 600 Watt Modul zu schaffen, das am Markt durch umfassende Funktionalitäten überzeugt, mussten wir jeden Prozess in der gesamten Wertschöpfungskette berücksichtigen. Unser Ziel ist dabei letztlich, den Mehrwert für unsere Kunden zu steigern, indem wir die Leistungsabgabe der Module verbessern und die Stromerzeugung erhöhen. Wir fühlen uns geehrt, dass die Vertex-Serie der nächsten Generation, die auf einer neuartigen und zukunftsweisenden Technologieplattform basiert, von wichtigen Partnern in der gesamten Wertschöpfungskette der Photovoltaikbranche unterstützt wird. Als eines der Mitglieder der „600W+ Photovoltaic Open Innovation Ecological Alliance“ widmet sich Trina Solar der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen der Branche, um die nachhaltige Entwicklung des Sektors zu fördern.“

22.7.2020 | Quelle: Trina Solar | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Nettogewinn von Iberdrola auf 1,84 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2020 gesteigert

22. Juli 2020 - 12:51

Iberdrola hat seine Investitionen in der ersten Jahreshälfte auf 3,58 Milliarden Euro gesteigert. Das sind trotz des durch COVID-19 verursachten Lockdowns 2,3 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2019. Infolge dieser Investitionsanstrengungen belief sich der Nettogewinn von Iberdrola Ende Juni auf 1,84 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 12,2 Prozent entspricht und das obwohl die Pandemie negative Auswirkungen in Höhe von 153 Millionen Euro verursacht hat.

Der Bruttobetriebsgewinn (Ebitda) der Gruppe belief sich auf 4,91 Milliarden Euro und lag damit lediglich um 1,4 Prozent unter dem der ersten sechs Monate des Vorjahres. Dabei waren ein Wachstum bei den erneuerbaren Energien von 5,3 Prozent sowie bei der Erzeugung und Versorgung von 14,3 Prozent ausschlaggebend. Die Netzgeschäfte hingegen verzeichneten ein Minus von 10,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ebitda stieg um 4,2 Prozent auf 5,07 Milliarden Euro.

„Wir machen deutliche Fortschritte bei unseren selbstgesteckten Zielen, im Jahr 2020 10 Milliarden Euro zu investieren, und zeigen damit, dass der einzige Weg zu einer raschen und nachhaltigen Erholung die grüne Wirtschaft ist“, kommentiert Ignacio Galán, CEO von Iberdrola, die ersten sechs Monate des Jahres 2020.

Weltweit 400.000 Arbeitsplätze

Was die Zulieferer betrifft, so hat Iberdrola in der ersten Jahreshälfte Aufträge in Höhe von 7 Milliarden Euro vorgezogen und dazu beigetragen, eine Lieferkette aufzubauen, die weltweit 400.000 Arbeitsplätze schafft. Zugleich stehen die Kunden weiterhin im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie, so dass die Versorgung jederzeit gewährleistet ist. „Auch in Deutschland hat Iberdrola mit dem Betrieb von systemrelevanten Stromerzeugungsanlagen zur Versorgungssicherheit beigetragen“, sagt Jürgen Blume, Geschäftsführer von Iberdrola in Deutschland.

Die Aktionäre haben vom Nettogewinn von Iberdrola in Form von einer Vergütung in Höhe von 0,40 Euro brutto pro Aktie im Vergleich zum Ergebnis von 2019 profitiert. Damit werden die 0,168 Euro brutto pro Aktie, die im vergangenen Februar als Zwischendividende gezahlt wurden, vervollständigt. All dies unter Vermeidung des Verwässerungseffekts durch die Durchführung eines Programms zum Rückkauf eigener Aktien, um das Aktienkapital in 6.240 Millionen Aktien zu erhalten.

Projektpipeline von 58.000 Megawatt an erneuerbaren Energien

Von den 3,58 Milliarden Euro, die in diesem Zeitraum investiert wurden, entfielen 90 Prozent auf die Bereiche Netze und erneuerbare Energien. Unter Berücksichtigung der vergangenen zwölf Monate beläuft sich dieser Betrag bereits auf 8,23 Milliarden Euro. Infolgedessen hat Iberdrola in der ersten Jahreshälfte rund 1.600 Megawatt und im vergangenen Jahr über 4.900 Megawatt an Kapazität installiert. Diese Investitionsanstrengungen kommen zu den 7.500 Megawatt hinzu, die sich derzeit im Bau befinden.

Iberdrola baut seine Projektpipeline mit einer Wachstumsstrategie im Bereich der erneuerbaren Energien weiter aus. Dazu gehören Unternehmensaktivitäten in Australien mit einem Angebot für Infigen Energy, in Schweden mit einer Vereinbarung mit Svea Vind Offshore über die Entwicklung von bis zu neun Gigawatt Offshore-Windkraftanlagen und in Frankreich durch die Übernahme von Aalto Power.

Damit erhöht sich Iberdrolas Pipeline an erneuerbaren Energien auf 58.000 Megawatt, von denen 75 Prozent außerhalb Spaniens in Ländern wie den USA, Großbritannien und Brasilien liegen. Besonders hervorzuheben sind die Möglichkeiten im Bereich der Offshore-Windenergie, wo, zusätzlich zu den 9.000 Megawatt an Optionen in Schweden, 12.000 Megawatt in der Entwicklung sind. Die neuen Projekte erhalten Rückhlat durch die verschiedenen Pläne für eine grüne Konjunkturbelebung, die Spanien, das Vereinigten Königreich, die Vereinigten Staaten, Brasilien und die Europäische Union angeschoben haben. So auch in Deutschland, wo Iberdrola seine Offshore Aktivitäten in der Ostsee fortsetzt. Aber auch bei der Photovoltaik ist Iberdrola aktiv.

Ausblick für 2020: Iberdrola hält Prognosen aufrecht

Die für das Jahr geplanten Investitionen von bis zu zehn Milliarden Euro, die neuen Kapazitäten, die das Unternehmen im Laufe des Jahres in Betrieb nimmt, fast 4.000 Megawatt, die Ratenerhöhungen in Brasilien und den Vereinigten Staaten sowie die kontinuierlichen Kosteneinsparungen und Effizienzverbesserungen bedeuten, dass Iberdrola seine Prognose bis zum Jahresende bekräftigen kann, und dies in einem Umfeld, das aufgrund der COVID-19-Pandemie noch immer unsicher ist.

Daher hält man an einer Wachstumsprognose für den Nettogewinn von Iberdrola fest, die von einer „mittleren“ bis zu einer „hohen einstelligen Ziffer“ reicht, wobei die Dividende in der gleichen Größenordnung steigen wird. All dies wird von externen Faktoren wie der Nachfrage, der Entwicklung der Strompreise, den Fälligkeiten der Schulden und der Umsetzung von Maßnahmen zum Ausgleich der Auswirkungen der Pandemie abhängen.

22.7.2020 | Quelle: Iberdrola | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Photovoltaik-Monitoring: Onlineportal Solar-Log WEB Enerest 4 bindet Fremdlogger ein

22. Juli 2020 - 12:16

Immer mehr Anbieter von Datenloggern teilen sich den Markt und nahezu jeder hat sein eigenes Monitoringsystem. Der Hersteller Solar-Log will nun mit dem neuen Onlineportal Solar-Log WEB Enerest 4 für Vereinfachung sorgen. Denn das neue Onlineportal ist systemoffen und herstellerunabhängig und integriert nun auch Fremdlogger. Wo bisher das Zusammenspiel der Komponenten mit dem Datenlogger von Solar-Log im Mittelpunkt stand, können Installateure künftig das Portal auch mit Loggern anderer Fabrikate nutzen. Das bedeutet mehr Freiheit für Anlagenbetreiber. Solar-Log treibt diese Integration von Fremdloggern konsequent voran. Begonnen wird mit den Geräten von meteocontrol und Huawai (ab Q4), weitere folgen sukzessive.

Für den Installateur stellt das laut Hersteller eine enorme Erleichterung dar: Er benötigt nur noch eine Plattform für alle Datenlogger und alle Neu- und Bestandsanlagen. Das bedeutet schnelle Problemlösung und letztlich höhere Erträge.

Kompatibilität zu den Wechselrichtern aller führenden Hersteller bezeichnet Solar-Log als schon immer ein Markenzeichen seines Datenloggers. Mit der Integration von Fremdloggern im Solar-log WEB Enerest 4 setzt man auf dem Weg zu einem System für alles einen Meilenstein.

22.7.2020 | Quelle: Solar-Log | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Vanadium-Redox-Flow: Bayern Kapital beteiligt sich an VoltStorage

22. Juli 2020 - 11:49

Bayern Kapital beteiligt sich mit dem Wachstumsfonds Bayern im Rahmen einer Serie-B-Finanzierungsrunde in Höhe von insgesamt mehr als sechs Millionen Euro am Münchener Greentech-Unternehmen VoltStorage. Das Unternehmen entwickelt ökologische Solarstromspeicher für Privathaushalte auf Basis der Vanadium-Redox-Flow-Technologie. Neben dem Lead-Investor Korys und Co-Investor EIT InnoEnergy haben auch die Bestandsinvestoren SOSV, Energie360° und ein Business-Angel-Konsortium um Matthias Willenbacher ihre Engagements bekräftigt.

Um unabhängiger vom Energiemarkt zu sein, setzen immer mehr private Betreiber von Photovoltaik-Anlagen auf Stromspeicher. Gängige Speichersysteme basieren meist auf Lithium-Batterien. Die 2016 gegründete VoltStorage GmbH entwickelt und produziert deshalb Solarstromspeicher auf Basis der Vanadium-Redox-Flow (VRF)-Technologie. Diese Technologie soll umwelt- und ressourcenschonender sein als Lithium-Batterien.

Das Speichermedium der VRF-Stromspeicher von VoltStorage besteht zu großen Teilen aus Wasser und dem darin gelösten Hauptenergieträger Vanadium. Vanadium ist ein häufig vorkommendes Metall, das bislang als Abfallprodukt bei der Gewinnung anderer Rohstoffe gilt. Es wird vor allem zur Stahlhärtung eingesetzt. Das junge Münchener Unternehmen hat für die bisher ausschließlich in Großspeichern von Wind- und Solarparks eingesetzten VRF-Stromspeicher einen eigenen, neuartigen Produktionsprozess entwickelt und patentiert. Dieser ermöglicht eine vollautomatisierte Fertigung von Redox-Flow-Batteriezellen in für Privathaushalte geeigneter Größe und hoher Stückzahl. Die VoltStorage-Stromspeicher sind frei von seltenen Rohstoffen, vollständig recycelbar und nicht entflammbar. Sie können beliebig oft be- und entladen werden, ohne an Kapazität zu verlieren. Damit ist VoltStorage eigenen Angaben zufolge derzeit der weltweit einzige Anbieter, der einen Redox-Flow-Speicher zu wettbewerbsfähigen Endkundenpreisen anbieten kann.

Die erfolgreich abgeschlossene Serie-B-Finanzierungsrunde soll das Unternehmenswachstum von VoltStorage nun noch einmal beschleunigen. Um mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten, plant das Unternehmen, die neuen finanziellen Mittel vor allem in den Ausbau der Serienproduktion, die Entwicklung neuer Speicherlösungen sowie in die technologische Weiterentwicklung zu investieren.

Großes Potenzial für Vanadium-Redox-Flow

„VoltStorage bewegt sich mit seiner innovativen Stromspeicherlösung auf Basis der Vanadium-Redox-Flow-Technologie in einem der Kernfelder der Energiewende. Denn: Sichere, langlebige und umweltschonende Stromspeicher sind für die Umstellung auf erneuerbare Energien essentiell. Wir sehen bei VoltStorage hohes Potential in einem schnell wachsenden Zukunftsmarkt“, sagt Roman Huber, Geschäftsführer von Bayern Kapital.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Für einen langfristigen und nachhaltigen Wechsel zu erneuerbaren Energien brauchen wir skalierbare Technologien und wachstumsstarke Innovationstreiber. VoltStorage zählt für uns zu der Art hervorragend aufgestellter Hightech-Unternehmen im Freistaat, wie wir sie mit dem Wachstumsfonds Bayern bereits seit vielen Jahren unterstützen. Wir sind überzeugt: Gezielte Wachstumsfinanzierungen für Technologieführer wie VoltStorage kommen langfristig nicht nur der Umwelt, sondern auch dem gesamten Wirtschaftsstandort Bayern zugute.“

22.7.2020 | Quelle: Bayern Kapital | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Photovoltaik: Eigenverbrauch bringt Wärmewende voran

21. Juli 2020 - 15:08

Mehr Eigenverbrauch des Photovolatikstroms vom Dach bringt auch die Wärmewende voran. Das geht aus einer gemeinsamem Mitteilung des Marktforschers EUPD Research und dem Stromspeicher-Spezialisten E3/DC hervor. Demnach hat EUPD im Auftrag von E3/DC knapp 2.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger befragt, davon 700 Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer. Es ging darum, inwiefern der Besitz einer PV-Anlage den Umstieg auf ein elektrisches Heizsystem stimuliert. Damit bestehe die Möglichkeit, den eigenen Solarstrom zum Heizen zu nutzen.

Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass die Zustimmung umso höher ausfalle, je weiter sich die Haushalte im Kaufprozess für eine PV-Anlage befänden. Bei der Personengruppe, die noch am Anfang des Prozesses steht, das heißt noch in der Phase der Marktbeobachtung ist, liege die Relevanz von Solarstrom für den Einsatz im Heizsystem aber immerhin auch bei gut 50%. In Haushalten, die sich bereits für den Kauf einer PV-Anlage entschieden haben, steige die Bereitschaft auf ein elektrisches Heizsystem umzusteigen jedoch auf 90% an. Voraussetzung: sie dürfen den eigenen PV-Strom auch dafür nutzen.

„Die Speicherung und Nutzung von Solarstrom für die Wärmeversorgung erhöht signifikant den Eigenverbrauch im Haushalt“. Das sagt E3/DC-Geschäftsführer Andreas Piepenbrink. Mit einer intelligenten Steuerung sei ein Maximum an solarer Deckung im Heizsystem zu erreichen.

„Die deutlich gesunkenen Kosten für Solarsysteme und Speicherlösungen machen es heute wirtschaftlich abbildbar, PV-Strom vom eigenen Dach auch für die Wärmeerzeugung einzusetzen“. Das fügt Martin Ammon, Geschäftsführer bei EUPD Research, hinzu. „Dieses Potential muss für den nachhaltigen Erfolg der Energiewende noch stärker ausgeschöpft werden.“

21.7.2020 | Quelle: EUPD | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Voyager-PV: Wechselrichter in Solarmodule integrieren

21. Juli 2020 - 14:19

Voyager-PV ist ein neues Forschungsprojekt und hat zum Ziel, Wechselrichter in Solarmodule zu integrieren. Nach Auskunft der Leibniz Universität Hannover (LUH) haben sich darin sieben Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammengefunden. Die LUH koordiniere das Vorhaben.

Die Grundidee sei, Wechselrichter und digitale Technik in das Solarmodul zu integrieren. So steige die Effizienz und sänken gleichzeitig die Kosten. Dabei geht es um die Erschließung der hohen Dächerpotenzials der PV. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördere das Vorhaben mit rund 2,2 Millionen Euro. Neben der LUH sind das Institut für Solarenergieforschung in Hameln (ISFH), die Universität Stuttgart und vier Industriepartner beteiligt.

Ziel: Wechselrichter bei Fertigung integrieren

Bisher seien konventionelle Lösungen – mit gemeinsamem Stringwechselrichter für mehrere Solarmodule – hinsichtlich Kosten, Sicherheit und Zuverlässigkeit noch deutlich überlegen. Das Projekt könnte nun aber erstmals Wechselrichter, die Gleichspannung in Wechselspannung umwandeln und bereits während der Fertigung in die einzelnen Solarmodule integrieren.

„Ziel von Voyager-PV ist es, einen Durchbruch bei der anwendungstauglichen Integration von Stromumrichtern in die Solarmodule zu erreichen“. Das sagt Projektkoordinator Jens Friebe. Es gehe darum, diese neuen Module dabei flexibel in einer hochautomatisierten Produktion zu integrieren und höchste Anforderungen an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Effizienz von PV-Kleinanlagen zu erfüllen. „Wir wollen durch die Skaleneffekte einer einheitlichen Elektronik Kosten- und Qualitätsvorteile nutzbar machen.“

Flächenknappheit: PV vom Dach muss günstiger werden

Der Hintergrund für das Projekt sei, dass die Kosten für Komponenten von Solaranlagen in den vergangenen Jahren stetig gefallen seien, sodass sie sich immer günstiger in riesigen Stückzahlen produzieren lassen. Eine besonders günstige Aufstellung und Betrieb dieser Anlagen sei derzeit jedoch nur in der Freifläche möglich. Das könne dazu führen, dass Solaranlagen außerhalb von Städten weit entfernt von den Verbrauchern stünden. Zudem seien die Flächen in Ländern wie Deutschland stark begrenzt und stehen in Konkurrenz zu anderen Nutzungsarten wie Siedlungsflächen oder Flächen der Agrar- und Forstwirtschaft.

Solaranlagen auf Dächern oder in Fassaden böten sich so als zusätzliches Flächenpotenzial an. Zudem seien sie nahe am Verbraucher. Damit entlasteten das Stromnetz und führten baulich bereits genutzte Flächen einer weiteren Nutzung zu. 

Solaranlagen im urbanen Umfeld würden in Deutschland allerdings noch zu selten aufgebaut, da kleinteilige Gebäudehüllen die Kosten erhöhen, individuelle Montagelösungen benötigten und zudem den Energieertrag bei nicht optimal ausgerichteten Modulen verringerten. Auch würden Gebäude über die typische Lebensdauer einer Solaranlage von etwa 25 Jahre hinaus geplant, was hohe Kosten für Reparatur und Ersatz mit sich bringen könne.

21.7.2020 | Quelle: Leibniz Universität Hannover | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Kritik an EU-Gipfel wegen Forschungskürzungen

21. Juli 2020 - 12:43

Es gibt Kritik am EU-Gipfel zur Bekämpfung der Coronakrise wegen Forschungskürzungen. So hatte die EU nach zähen, mehrtägigen Verhandlungen in der Nacht von Montag auf Dienstag sowohl den mehrjährigen Haushaltsplan verabschiedet als auch ein Coronahilfspaket Next Generation EU. Für den Haushalt der Jahre 2021 bis 2027 sind 1,1 Billionen Euro eingeplant. Das Hilfspaket, für das die EU auch erstmals gemeinsame Anleihen emittieren will, kommt auf 750 Mrd. Euro.

Der Klimaschutz kommt dabei zu kurz, kritisiert die Deutsche Umwelthilfe. So seien lediglich 30 Prozent der Finanzmittel an „grüne“ Ausgaben gebunden. Dies sei zu gering, um die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen. Mindestens 40 Prozent wären notwendig. Insbesondere beim 750 Milliarden Euro schweren Corona-Wiederaufbaufonds blieben Umwelt- und Klimaschutzkriterien unkonkret. Viele Formulierungen seien vage und es drohe die Gefahr, dass sie in den kommenden Monaten und Jahren ausgehöhlt würden.

Auch die Grünen im Bundestag kritisieren den Beschluss. Die europapolitische Sprecherin Franziska Brantner brandmarkt , dass „bei Forschung, Klima und Gesundheit stark gekürzt wird. Das ist nicht sparsam, das ist dumm.“ Und es sei unverantwortlich.

Zur Finanzierung der Ausgaben will die EU ab 2021erstmals eine Steuer auf nicht recyclebares Plastik erheben. Außerdem ist eine Digital- und CO2-Grenzsteuer geplant. Sie soll greifen bei Importen von Produkten aus Staaten, deren Klimaschutzregeln niedriger als die der EU seien.

21.7.2020 | Quelle: EU-Kommision, DUH, Grünenfraktion Bundestag | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

ISH soll 2021 definitiv stattfinden

21. Juli 2020 - 12:10

Die ISH als weltweite Leitmesse der SHK-Branche soll 2021 definitiv stattfinden. Das betont die Geschäftsführung der Messe Frankfurt in einem offenen Brief an die Branche. Sie sei von

von der wirtschaftlichen Relevanz von Messen überzeugt – allen voran der ISH – und werde alles tun, um die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen.

Messen seien einzigartige, komplexe Formate, deren Mehrwert durch die reale Begegnung von Menschen entsteht. Digitale Ergänzungsformate bereichern die Veranstaltung. Dies gilt umso mehr unter einschränkenden Bedingungen, deren Dauer niemand seriös einschätzen könne.

Die ISH sei Innovationsmotor der Branche und Konjunktur-Lokomotive für die SHK-Industrie und die gesamte technische Gebäudeausrüstung. Gerade aus diesem Grund stellen wir als Messe Frankfurt uns gemeinsam mit den Trägern der ISH der Verantwortung gegenüber der Branche.

Chancen aus dem EU Green Deal

Die ISH Energy werde geprägt sein von den Chancen, die aus der Green Deal-Strategie der EU erwachsen. Die SHK-Branche zähle zur kritischen Infrastruktur und sei eine für die Gesellschaft unverzichtbare Branche.

„Unser Commitment steht daher. Mit der ISH im März 2021 führen wir das erste weltweit bedeutende SHK-Event seit Ausbruch von Corona durch“, heißt es in dem Brief. „Dabei stehen die Sicherheit und Gesundheit aller am Messegeschehen beteiligten Personen im Vordergrund. Es wird Einschränkungen geben, aber sie ändern nichts an der Aktualität der Themen und Produkte der ISH, das bestätigen auch die Anmeldungen, die uns täglich erreichen.“

Die nationale und internationale SHK-Branche brauche eine zuverlässige Plattform, die sich allen Herausforderungen stelle und ihre Chancen nutzt. Dies sei die ISH in Frankfurt am Main.

21.7.2020 | Quelle: Messe Frankfurt | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Photovoltaik: Schwarzheide baut Mieterstrom aus

21. Juli 2020 - 10:17

Die Stadt Schwarzheide in Brandenburg baut den Mieterstrom aus. Genauer gesagt handelt es sich um die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Schwarzheide. Nach anfänglich sechs Gebäuden rüstet sie nun weitere zehn Dachflächen mit Photovoltaik zur Stromerzeugung ihrer Mieter aus. Das teilte der Dienstleister Solarimo mit, mit dem der Vorstand der WBG die Verträge über zehn Gebäude an drei verschiedenen Standorten abgeschlossen hat. Zusammen mit den schon fertiggestellten Projekten werden die Solaranlagen der WBG im Jahr rund 500 Megawattstunden Strom erzeugen. Den Rest des Strombedarfs sichere Ökostrom aus 100% Wasserkraft.

Ersparnis von 20 Prozent

Anders als bei manch anderen Sanierungs- und Energieeffizienzmaßnahmen im Gebäudesektor werden bei Mieterstrom die Kosten nicht auf die Bewohner umgelegt. Stattdessen sparten die Mieter in Schwarzheide 20 Prozent der Stromkosten im Vergleich zum lokalen Grundversorgertarif. Das seien 156 Euro innerhalb eines Jahres bei einem Verbrauch von 2.500 Kilowattstunden im Jahr. Durch die direkte Nutzung des Stroms im Haus entfallen Netzentgelten und Stromsteuern, was den Mieterstrom immer mindestens 10% günstiger mache. Das garantiere das Mieterstromgesetz.

“Zunächst waren wir skeptisch wegen der steuerlichen Risiken und dem ganzen Aufwand”, sagt WBG Vorstand Thomas Gehre. “Im Endeffekt mussten wir nur den Vertrag unterschreiben und uns um nichts weiter kümmern. Dass das Projekt auch bei den Mietern so gut ankommt, zeigt, dass dies der richtige Weg für uns als Genossenschaft ist.”. Für den Vorstand ist die Weiterführung der Mieterstromprojekte ein großer Schritt in Richtung eines modernen Gesamtkonzepts für attraktives, genossenschaftliches Wohnen.

Die beiden Parteien einigten sich auf das sogenannte Contracting-Modell: Solarimo plant, finanziert, baut und betreibt die PV-Anlagen auf den Dächern der Genossenschaft und kümmert sich auch um den Stromverkauf an die Mieter. Die Firma trägt auch das wirtschaftliche Risiko. “Wir bei Solarimo haben uns auf Genossenschaften spezialisiert“, sagt Solarimo Geschäftsführer Daniel Fürstenwerth. „Daher können wir Projekte wie diese sehr schnell umsetzen.”

21.7.2020 | Quelle: Solarimo | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Untersteller kündigt Bundesratsinitiative für Post-EEG-PV an

20. Juli 2020 - 14:32

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller kündigt eine Initiative für Post-EEG-PV an. Wie das Stuttgarter Ministerium mitteilte, sieht der Minister die Zukunft von kleineren PV-Anlagen und älteren Windkraftanlagen akut gefährdet. In fünf Monaten laufe für etliche Anlagen der Vergütungszeitraum nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus. Noch gebe es keine Vorschläge seitens der Bundesregierung, wie es danach weitergehen soll, kritisiert Untersteller.

„Die Bundesregierung darf bei einer so wichtigen Frage der Energiewende nicht tatenlos bleiben“, fordert er. „Allein in Baden-Württemberg droht in den nächsten fünf Jahren 30 000 kleineren PV-Anlagen das Aus. Wir benötigen dringend eine praktikable Anschlussregelung für die Zeit nach dem Ende des Vergütungszeitraums.“ Ansonsten, so Untersteller, könne es passieren, dass diese Anlagen abgeschaltet werden und der von ihnen erzeugte Strom künftig fehlt. 

Untersteller kündigte an, nach der Sommerpause mit einer Initiative im Bundesrat Vorschläge zu machen, wie es für kleine Anlagen auch ohne Vergütung weitergehen kann. „Es wird höchste Zeit, dass wir uns darum kümmern. Aussitzen ist keine Lösung.“

Die momentane Regelung sieht so aus, dass Anlagenbetreiber nach dem Ende des Vergütungszeitraums ihren Strom nicht mehr selbstverständlich ins Netz einspeisen können. Sie müssen sich zuvor einen Vertragspartner suchen, der ihnen den Strom zum Börsenpreis abnimmt. Das ist mit Kosten verbunden, wie zum Beispiel einem Vermarktungsentgelt und Kosten für die Installation eines intelligenten Messsystems für die vorgeschriebenen 15-Minuten-Messung. Diese Kosten machen den Betrieb kleinerer Anlagen unattraktiv.

Post-EEG-Anlagen brauchen kostengünstigen Marktzugang

„Wir müssen die Wirtschaftlichkeit auch der kleinen Anlagen sicherstellen“, sagte der baden-württembergische Umweltminister. „Wir brauchen deshalb einen unkomplizierten und kostengünstigen Marktzugang für diese Anlagen nach dem Auslaufen der Vergütung.“

Untersteller schlägt unter anderem vor, bei kleineren PV-Anlagen bis zu 7 kW Spitzenleistung auf die Fernsteuerbarkeit sowie die Viertelstunden-Bilanzierung zu verzichten. Außerdem gelte es, den Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Strom von der EEG-Umlage zu befreien. Außerdem brauche es eine Standardisierung der nötigen Prozesse zur Anmeldung, Bilanzierung und Abrechnung des erzeugten Stroms.

20.7.2020 | Quelle: Umweltministerium BW | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

BayWa baut größten Solarpark Polens

20. Juli 2020 - 13:30

Die Münchener BayWa baut den größten Solarpark Polens. Wie die Firma mitteilte, kommt das Projekt dabei ohne jegliche Förderung aus. Die Münchener wollen die Energie über einen langjährigen Stromabnahmevertrag (PPA) vermarkten. Im Blick seien Industriekunden vor Ort. Dazu sei das Unternehmen bereits in fortgeschrittenen Gesprächen mit einem potenziellen Partner.

Die 64,6 MWp-Anlage entstehe in der Nähe der Gemeinde Witnica unweit der deutschen Grenze zwischen Posen und Berlin. Die Fertigstellung ist bis Ende des Jahres geplant. Es sei der erste Solarpark von BayWa in Polen.

Netzparität dringt vor

„Die Netzparität von Solarstrom dringt immer weiter nach Norden vor.“ Das sagt Benedikt Ortmann, Global Director of Solar Projects bei der BayWa. „Nach den Projekten in Spanien und Deutschland, die wir in den letzten Jahren ohne Förderung realisiert haben, überschreiten wir jetzt auch in Polen die Schwelle der Marktreife von Photovoltaikstrom. Dabei spüren wir insbesondere seitens Gewerbe und Industrie eine große Nachfrage nach grünem Strom, der in einem Land, das seinen Strom noch zu 80% aus Kohle bezieht, bei Weitem noch nicht ausreichend zur Verfügung steht.“

Das Potenzial für erneuerbare Energien in Polen sei enorm. Das gelte sowohl für die Solar- als auch für die Windenergie. BayWa plane bereits einen weiteren Solarpark mit rund 50 MWp, der im nächsten Jahr realisiert werden soll. Die Solar-Projektpipeline beläufe sich derzeit auf rund 600 Mwp. Ziel sei, in den nächsten 5 Jahren in Polen Solar- und Windprojekte mit einer installierten Leistung von deutlich mehr als 1 Gigawatt zu realisieren.

20.7.2020 | Quelle: BayWa r.e. | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

EU will mit KIT Batterieentwicklung beschleunigen

20. Juli 2020 - 12:20

Die EU will mit Forschungspartnern wie dem KIT die Batterieentwicklung erheblich beschleunigen. Dafür hat sie das Projekt BIG-MAP gestartet. Sie ist Teil der Forschungsinitiative Battery2030+. Wie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) dazu mitteilte, soll es die Geschwindigkeit für die Entwicklung neuer Batterietypen erheblich beschleunigen. Zugleich liege dabei eine besonderer Fokus auf der Nachhaltigkeit. Über die Forschungsplattform Celest beteiligen sich daran auch das das KIT und die Universität Ulm.

Um die von der EU und Deutschland angestrebte Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen, müssen die Treibhausgasemissionen aus dem Straßenverkehr drastisch sinken. Wesentlich dazu beitragen soll die Elektromobilität. Das setze laut KIT aber kostengünstigere und nachhaltigere Alternativen zu den bestehenden Batterien voraus. „Genau das ist eine riesige Herausforderung, denn die Entwicklung neuer Batterien dauert mit derzeitigen Methoden recht lange.” Das sagt Maximilian Fichtner, wissenschaftlicher Sprecher von Celest.

KI und Automatisierung

Das EU-Projekt BIG-MAP steht für Battery Interface Genome und für Materials Acceleration Platform. Es ziele darauf ab, die Batterieentwicklung unter anderem durch Automatisierung und den Einsatz künstlicher Intelligenz deutlich zu beschleunigen. Ziel sei, nachhaltige und hochleistungsfähige Batterien bis zu zehnmal schneller zu entwickeln als bisher.

Zugleich wollen die Forscher sicherstellen, dass die künftigen Batterien die Energie effizient speichern. Außerdem im Fokus: eine nachhaltige Produktion zu so niedrigen Kosten, dass die Speicherung von Strom zum Beispiel aus Sonne und Wind in Batterien noch attraktiver werde.

„Eine Neuausrichtung der bestehenden Entdeckungs-, Entwicklungs- und Herstellungsprozesse für Batteriematerialien und -technologien ist notwendig, damit Europa es mit seinen Hauptkonkurrenten in den USA und Asien aufnehmen kann“, sagt Fichtner. Das Budget für BIG-MAP beläuft sich auf 16 Millionen Euro, beteiligt sind 34 Institutionen aus 15 Ländern.

Gemeinsame europäische Dateninfrastruktur

Im Rahmen von BIG-MAP soll ferner eine gemeinsame europäische Dateninfrastruktur entstehen. Sie soll es ermöglichen, Daten aus allen Bereichen des Batterieentwicklungszyklus autonom zu erfassen, zu verarbeiten und in kooperativen Arbeitsabläufen zu nutzen. So werde der physische Zugang zu den unterschiedlich ausgestatteten Testeinrichtungen für die Forscherinnen und -Forscher kaum noch notwendig sein.

Von KI orchestrierte Experimente und Synthese sollen große Mengen erfasster Daten mit Fokus auf Batteriematerialien, Schnittstellen und Zwischenphasen nutzen. Neuartigen KI-basierten Werkzeugen und Modellen sollen die Daten ferner dazu dienen, das Zusammenspiel zwischen Batterie-Materialien und Grenzflächen zu erlernen. Das sei dann die Grundlage für die Verbesserung zukünftiger Batteriematerialien, Grenzflächen und Zellen.

„Wir werden in der Lage sein, den komplexen chemischen Raum mithilfe von autonom agierenden Robotern in nie dagewesener Geschwindigkeit und Qualität zu erkunden.“ Das sagt Helge Stein vom mitwirkenden Helmholtz-Institut Ulm. Das Institut ist eine Gründung des KIT und der Universität Ulm.

20.7.2020 | Quelle: KIT | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Solarfolie von ICS soll hohe Erträge bringen

20. Juli 2020 - 11:22

Eine Solarfolie, entwickelt von dem Unternehmen ICS Intelligent Control Systems, soll hohe Erträge bringen. Das verspricht die Firma anlässlich der Präsentation des neuen Produktes. Die Folie mit integrierter Optik (Solar Energy Optics – SEO) sei ein Ergebnis umfassender industrieller Forschung und Entwicklung im Bereich der Lichtleitertechnologie. „Wir haben eine Möglichkeit gefunden, Lichtstrahlen zu absorbieren und sehr präzise weiterzuleiten.“ So äußerte sich Kari Rinko, Technikvorstand von ICS. „Unsere SEO-Folientechnologie basiert auf einer integrierten Hohlraumoptik, die weder äußeren Einflüssen noch Kontaminierung ausgesetzt ist.“ Sie weise daher eine genauso lange Lebensdauer auf wie das Solarmodul selbst. „Die SEO-Folie ist dabei so effektiv, als wäre die Optik auf der gesamten Oberfläche des Solarmoduls installiert.“

Die SEO-Folientechnologie sei mit einem umfassenden Patentportfolio ausgestattet. Ferner sei sie nachweislich effektiver als jedes bisher eingeführte und getestete Lichtabsorptionsverfahren.

„Wir verwenden eine hauchdünne Folie, die in einem kostengünstigen R2R-Verfahren hergestellt wird“, so Rinko. „Damit ist unsere Technologie voll skalierbar und lässt sich auf globaler Ebene nahtlos industriell umsetzen.“

Die ICS-Technologieplattform basiere auf einer integrierten Lichtabsorptionsoptik, die in die Folienschicht oder Beschichtung eingebettete optische Mikro- und Nanomuster nutzt. So erhöhe sich die Lichtmenge für die Solarzellen. In der Folge profitierten die Solarmodule, weil ein Plus an Sonnenlicht das Solarmodul leistungsfähiger mache.

Institute haben getestet

Unabhängige Institute wie das Fraunhofer ISE haben die Technologie laut ICS getestet. Deren Tests hätten die eigenen Experimente von ICS bestätigt und eine Steigerung im Bereich von 5 bis 10 Prozent für konventionelle Solarmodule gezeigt.

„Ein markantes Merkmal der SEO-Folienlösung liegt darin, dass die Folienschicht nur auf die umgebenden Ränder aufgebracht wird, entweder auf der oberen oder unteren Glasscheibe“, so Rinko. Da sie nicht die gesamte Fläche der Solarzellen bedecke, biete sie wirtschaftliche Vorteile.

Rinko weist darauf hin, dass es bei der SEO-Technologie um die Lenkung des Sonnenlichts und seine Weiterleitung an die Solarzellen geht. Es handele sich aber nicht um die Struktur der mono- und polykristallinen Siliziumzellen selbst.

„Gleichzeitig haben wir ergänzend zur eigentlichen optischen Technologie ein wirtschaftliches Verfahren entwickelt“, so der Technikchef. Damit lasse sich die Folie herstellen und nahtlos auf die Solarmodule aufbringen.

„Wir entwickeln die Technologie weiter, um das Ertragssteigerungs- und Wertschöpfungspotential der gesamten Plattform noch zu verbessern, mit nachfolgenden Generationen für alle Arten von Solarmodulen und dünnen Folien“, sagt Rinko.

20.7.2020 | Quelle: ICS | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Goldbeck realisiert PV-Park für Wemag im Kieswerk

20. Juli 2020 - 10:23

Goldbeck Solar realisiert einen PV-Park in Zietzlitz für den Schweriner Energieversorger Wemag und das Berliner Finanzierungsunternehmen Sentus. Wie Goldbeck mitteilte, erfolgte der Spatenstich Anfang Juli. Das Projekt mit dem Namen Balder 01 in Mecklenburg-Vorpommern soll im nächsten halben Jahr fertiggestellt und ans Netz angeschlossen werden. Für Goldbeck sei der Solarpark Zietzlitz das größte Projekt in Deutschland mit Förderung.

„Als größtes Ausschreibungsprojekt des EEG ist Zietlitz für uns natürlich etwas Besonderes.“ Das sagte Tobias Schüssler, Geschäftsführer von Goldbeck Solar. „Viel spannender ist aber sicherlich die Lage des neuen Solarparks. Dieser entsteht nämlich in einem ehemaligen Kies- und Sandbergwerk.“ Der Goldbeck PV-Park für Wemag ist da nicht der erste. In Deutschland ist ein ehemaliges Kieswerk auch Standort für die größte schwimmende PV-Anlage.

Nach Ende der sechsmonatigen Bauzeit werde der Solarpark in Zietzlitz über eine Leistung von 76 MW verfügen. Daraus ergebe sich ein jährlicher Stromertrag von knapp über 72.000 Megawattstunden. Zum Einsatz kommen Module der Marke SunTech sowie Wechselrichtern von SMA Zentral. Die Einspeisung erfolge nach Tarif ab Anfang 2021, wenn der Solarpark nach seiner geplanten Fertigstellung an das öffentliche Stromnetz angeschlossen wird.

17.7.2020 | Quelle: Goldbeck Solar | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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