SolarServer

SolarServer

  • Das Internetportal zur Sonnenenergie

Newsfeed

SolarServer Feed abonnieren
Das Internetportal für erneuerbare Energien
Aktualisiert: vor 30 Minuten 20 Sekunden

Stadtwerke Heidelberg: klimaneutral mit Photovoltaik

28. Juli 2020 - 15:03

Die Stadtwerke Heidelberg wollen klimaneutral mit dem Ausbau der Photovoltaik werden. Das teilte der kommunale Versorger mit. So habe sich die Stadt Heidelberg zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden. Die Möglichkeiten des Ausbaus auf Heidelberger Gemarkung seien aufgrund der Flächensituation allerdings begrenzt.

Um die Solar- und Windenergie-Leistung bis 2025 wie geplant um 25 Megawatt auf insgesamt 43 Megawatt auszubauen, brauche es neue Wege. Dafür haben sich Stadtwerke Heidelberg an der neuen Gesellschaft Trianel Wind und Solar GmbH & Co KG (TWS) beteiligt. Dem ging der Beschluss des Aufsichtsrats unter Vorsitz von Oberbürgermeister Eckart Würzner voraus.

Neue Stadtwerke-Gesellschaft

Ziel sei, im Verbund mit weiteren Stadtwerken die Entwicklung von Solar- und Windenergie-Anlagen bundesweit voranzutreiben. Stadt und Stadtwerke Heidelberg wollen über die Kooperation überregional mehrere Sonnen- und Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 14 Megawatt umsetzen. Damit zähle Heidelberg bundesweit zu den vier größten Investoren innerhalb der neuen Gesellschaft. Bis 2030 sei sogar ein Ausbau für Heidelberg bei Wind- und Sonnenenergie von rund 24 Megawatt geplant.

Die neue Gesellschaft ist eine Gründung der Stadtwerke-Kooperation Trianel in Aachen. Voraussichtlich über 20 Stadtwerke bundesweit werden sich in ihr zusammenschließen, um die Wind- und Solarenergie gemeinsam auszubauen.

„Die Kooperation ist für Heidelberg ein Meilenstein auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt. Wir können auf diesem Weg künftig zusätzliche Sonnen- und Windenergie dort erschließen, wo es ausreichend gut geeignete Flächen gibt.“ So äußerte sich Oberbürgermeister Würzner. Das Projekt habe Modellcharakter. Denn die Stadt investiere über ihre Stadtwerke in anderen Regionen, um klimafreundlichen Strom zu sichern. „Parallel dazu werden wir in den kommenden Jahren auch in Heidelberg die Potenziale für Photovoltaikanlagen noch stärker ausschöpfen – insbesondere auf den Gebäuden der Stadt und der städtischen Gesellschaften sowie den Konversionsflächen. Zudem wollen wir noch mehr Privatpersonen und Unternehmen für die Nutzung von Solarenergie gewinnen.“

10 MW auf Heidelberger Dächern

Konkret plant die Stadt den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Dächern und Freiflächen bis 2025 um zehn Megawatt, davon 3,5 Megawatt bis Ende 2021. Ferner sollen die Dachflächen aller Neubauten der Stadt und der städtischen Gesellschaften künftig mit Photovoltaikanlagen bestückt werden. Auch auf den Dachflächen von Bestandsgebäuden sei die schrittweise Installation von Anlagen geplant, vorrangig im Zuge von Dachsanierungen.

Beim Verkauf städtischer Baugrundstücke seien die Käufer mit den Kaufverträgen verpflichtet, Dachflächen von Neubauten für die Installation von Photovoltaikanlagen zu nutzen. Für Grundstücke auf den Konversionsflächen Patrick-Henry-Village und Airfield gelte die Verpflichtung auch für Bestandsgebäude. Wenn die Besitzer keine Anlagen selber bauen wollen, sollen die Dachflächen Dritten wie den Stadtwerken Heidelberg und Energiegenossenschaften für mindestens 25 Jahre zur Verfügung stehen.

28.7.2020 | Quelle: Stadtwerke Heidelberg| solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Neue Öko-Wasserkraft in Bayern

28. Juli 2020 - 13:04

Es ist eine Art neue Öko-Wasserkraft in Bayern. An der Loisach ist jetzt das weltweit erste Schachtwasserkraftwerk in Betrieb gegangen. Das teilte die Bayrische Patentallianz (BayPat) mit. Die Technologie sei sogar für den Einsatz in Naturschutzgebieten geeignet.

Wasserkraft als regenerative Energiequelle gelte zwar als zentraler Bestandteil der Energiewende. Bei herkömmlichen Wasserkraftwerk-Technologien litten aber vielfach die Fischpopulationen. So könnten massive Kraftwerksbauten im Fluss die Wanderbewegungen behindern. Flussabwärts wandernde Fische würden zudem zum Kraftwerk getrieben und an Turbine und Gittern tödlich verletzt. Um diesen und anderen Problemen der Wasserkraft zu begegnen, entwickelte ein Team an der Technischen Universität München (TUM) ein alternatives Wasserkraftkonzept – das Schachtkraftwerk.

Schonende Integration in den Fluss

Es integriere sich dabei beinahe unsichtbar in den Flusslauf. Flussabwärts schwimmende Fische leite ein geschicktes Strömungsdesign gefahrlos über die Turbinen hinweg. Stromaufwärts wanderten die Fische über eine konventionelle Fischtreppe nach oben. Weitere Vorteile des Schachtkraftwerks gegenüber herkömmlichen Wasserkraftwerken lägen in der geringen optischen und akustischen Beeinträchtigung von Fauna und Flora.

Außerdem bleibe der Fluss im vorhandenen Flussbett, eine Ausleitung sei nicht erforderlich. Insgesamt bleibe damit der ökologische Fußabdruck bei der Stromerzeugung so klein, dass sich dieser Kraftwerkstyp sogar für Naturschutzgebiete von europäischem Rang wie an der Loisach eigne.

12 weitere Kraftwerke geplant

Dieses an der Technischen Universität München entwickelte und von der BayPat schutzrechtlich abgesicherte Konzept lizenzierte die BayPat an das Team der Firma Hydroshaft. Die Firma ist eine Ausgründung der TUM und vergebe Nutzungs- und Betriebslizenzen. Das ermögliche einen Beitrag zum Aufbau einer dezentralen und umweltfreundlichen Stromversorgung. Bereits jetzt seien an zwölf weiteren Standorten in der Iller, der Saalach, der Würm und im Neckar neue Schachtkraftwerke geplant.

Neben der Technischen Universität München beteiligten sich der Bund und das Land Bayern an der Finanzierung. „Wir freuen uns sehr, dass mit der Anlage in Großweil das innovative und ökologische Konzept des Schachtkraftwerks nach den umfangreichen Tests und den beiden Prototypen nun erstmalig in der Natur realisiert wurde.“ Das sagt Christian Hackl, Geschäftsführer der Hydroshaft.

28.7.2020 | Quelle: Bayrische Patentallianz | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Stiebel Eltron warnt vor Rückfall bei Wärmepumpen

28. Juli 2020 - 12:23

Heizungsproduzent Stiebel Eltron warnt vor einem Rückfall gegenüber internationaler Konkurrenz bei Wärmepumpen. Wie die Firma aus Holzminden mitteilte, sei zwar die klimafreundliche Wärmepumpen-Technologie auf dem Vormarsch. Doch die Revolution im Heizungskeller finde vor allem in China, Japan und den USA statt. Mehr als 80 Prozent der neuen Wärmepumpen würden in diesen drei Ländern installiert. Mit Steuernachlässen und staatlichen Anreizen bauten die Hersteller in Asien und den USA ihre Marktposition aus.

In Deutschland passiere aber das Gegenteil. Die Heizungsbranche werde mit staatlichen Steuer- und Abgabenlasten auf Strom beim Wärmepumpeneinsatz ausgebremst. Das koste mittel- bis langfristig neu entstehende Arbeitsplätze. Dazu komme, dass ohne starken Heimatmarkt der deutschen Heizungsindustie die Basis für den internationalen Wettbewerb fehle.Der schnelle Niedergang der deutschen Solarindustrie vor gut zehn Jahren führe drastisch vor Augen, wie schnell eine solide Wettbewerbsposition verloren gehen könne.

Deutschland bremst Umwelt-Technologie

Aktuell bremsen die hohen Strompreise im Heimatmarkt die Zukunftstechnologie der deutschen Heizungshersteller: Die mit Strom betriebenen Wärmepumpen seien Öl- und Gasheizungen in der CO2-Bilanz weit überlegen, könnten aber ihren umweltfreundlichen Vorsprung nicht voll ausspielen. Der Grund: Die Kosten der Emissionen von Erdöl und Gas würden im Vergleich zum Strom nicht fair berücksichtigt. Deutsche Verbraucher zahlten im europäischen Vergleich die höchsten Preise. Heute lasteten hierzulande auf jeder Kilowattstunde Strom 17 Eurocent zusätzliche Abgaben – auf einer Kilowattstunde Erdgas dagegen nur 3 Eurocent.

„Wärmepumpen sind dank der viel besseren Effizienz gegenüber traditionellen Heizsystemen in der Lage, den unfairen Strompreisnachteil in Deutschland teilweise auszugleichen.“ Das sagt Stiebel-Eltron-Geschäftsführer Kai Schiefelbein. „Würden die Kostennachteile von Strom gegenüber Erdöl und Gas aber aufgehoben, könnte sich die umweltfreundliche Wärmepumpe deutlich schneller gegen die fossilen Heizsysteme durchsetzen.“

Wärmepumpen-Boom in Asien und USA

Diesen Fehler gebe es im Ausland nicht. In China, Japan und den USA träten die mit günstigem Strom angetriebenen Wärmepumpen den Siegeszug an. Die Hersteller dieser Länder bauten große Stückzahlen auf und können damit immer kostengünstiger produzieren.

Die Folgen für den Standort Deutschland könnten fatal sein. In der jüngst veröffentlichten Studie „Chancen und Risiken für die deutsche Heizungsindustrie im globalen Wettbewerb“, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), stellen die Experten fest: „Globale Wettbewerber im Wärmepumpenmarkt werden den Vorteil großer Stückzahlen mit geringen Stückkosten nutzen.“ So äußert sich Volker Breisig von PwC.

Die Hersteller aus den asiatischen Ländern profitierten davon, dass das Funktionsprinzip der dort weit verbreiteten Klimaanlagen mit den luft- und wassergeführten Wärmepumpen vergleichbar sei. Das mache den Markteintritt in Europa relativ einfach möglich. Schon jetzt drängten Hersteller aus dem asiatischen Raum auf den europäischen Markt. „Wir müssen uns auf einen international umkämpften Markt einstellen“, so Breisig.

Skandinavien erfolgreich

In Europa werden die meisten Wärmepumpen derzeit in den skandinavischen Ländern installiert. Auch dort seien die für den Betrieb wichtigen Strompreise niedrig. In Norwegen, Schweden und Finnland seien es mehr als 20 Wärmepumpen pro 1.000 Haushalte. In Deutschland leige die Vergleichszahl dagegen bisher bei nur gut 2. Für die Zukunft schlagen die PwC-Experten vor, die regulatorischen Rahmenbedingungen anzugleichen und Deutschland für den internationalen Wettbewerb fit zu machen. Der von der Bundesregierung im Rahmen des Klimapakets für das kommende Jahr eingeführte CO2-Preis sowie der nationale Emissionshandel seien ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Chance für deutsche Heizungsindustrie

„Deutschland hat jetzt noch die Chance, als technologischer Marktführer im Heimatmarkt sowie im internationalen Wettbewerb sehr erfolgreich zu sein“, so Schiefelbein. „Das Potential für Arbeitsplätze bei den Herstellern von Wärempumpen und beim Einbau im Heizungshandwerk sind enorm.“

28.7.2020 | Quelle: Stiebel Eltron | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Goldbeck baut Photovoltaik in Niederlanden aus

28. Juli 2020 - 11:31

Goldbeck Solar baut die Photovoltaik in den Niederlanden weiter aus. Wie die Firma aus Hirschberg mitteilte, handelt es sich bei dem neuen Projekt um einen 45 Megawatt (MW) Park in Buinerveen. Der Bau habe bereits begonnen. Goldbeck fungiere als Generalunternehmer für Chint Solar.

Der Solarpark entsteht auf einem gut 40 Hektar großen Gelände in der Nähe von Buinerveen in der niederländischen Provinz Drenthe. Nach dem ersten Spatenstich soll die Anlage nach sechsmonatiger Bauzeit im Oktober ans Netz gehen.

„Für uns ist dies nicht das erste Projekt, das wir als Generalunternehmer für Chint Solar in den Niederlanden durchführen. Deshalb kennen wir die Prozesse und wissen, worauf wir achten müssen. Wir sind daher überzeugt, dass der Solarpark Buinerveen in der geplanten Zeit fertig gestellt wird.“ Das sagt Geschäftsführer Tobias Schüssler.

Wie üblich setze das Unternehmen bei der Energiegewinnung aus der Sonne auf die Astronergy-Module. Greencells für den Bau und Chint Solar als Verantwortlicher für den Anschluss des Parks an das Umspannwerk Stadskanaal sind die Kooperationspartner bei diesem Projekt.

Zusammen mit dem Solarpark Staadskanaal – einem weiteren Bauprojekt von Goldbeck – verfüge Buinerveen über eine Gesamtkapazität von 146 MW Spitzenleistung. Damit sei es das größte Projekt in den Benelux-Ländern mit einem direkten Anschluss an das Hochspannungsnetz des niederländischen Übertragungsnetzbetreibers Tennet.

28.7.2020 | Quelle: Goldbeck Solar | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Wärmepumpen auch für alte Gebäude sinnvoll

28. Juli 2020 - 10:21

Wärmepumpen sind auch für alte Gebäude ökologisch sinnvoll und eine verlässliche Alternative. Das ist die Quintessenz einer Untersuchung des Fraunhofer Instituts für solare Energiesysteme ISE. Wie das Institut mitteilte, untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dafür 56 bestehende Gebäude mit Wärmepumpen. Das Projekt lief über fünf Jahre bis Mitte 2019 mit Mitteln des Bundeswirtschaftsministeriums.

Einwandfrei funktioniert

Im Neubau sind Wärmepumpen Standard. Doch auch in alten Häusern machen sie viel Sinn. „Die Wärmepumpen in unserem Forschungsprojekt liefern die gewünschte Wärme zuverlässig, es gab kaum Betriebsstörungen“. Das sagt Marek Miara, Koordinator Wärmepumpen am Fraunhofer ISE. „Offensichtliche Fehler bei der Installation oder Parametrierung der Regler traten im Vergleich zu früheren Feldtests deutlich seltener auf. Dies ist auch auf den Zuwachs von Know-how bei Herstellern und Installateuren in den letzten zehn bis 15 Jahren zurückzuführen.“ Dennoch bestehe weiteres Verbesserungspotenzial. Das betreffe etwa die weitere Qualitätssicherungsmaßnahmen bei Installation und Betrieb, unterstützt durch Möglichkeiten der Digitalisierung.

Klimafreundlicher als fossile Heizung

Klimafreundlicher als fossile Heizungen seien die untersuchten Wärmepumpen auch. Im Jahr 2018 lagen die auf Basis der Messungen errechneten Kohlendioxid-Emissionen der vermessenen Außenluft-Wärmepumpen um 19 bis 47 Prozent niedriger als dies bei Wärmeversorgung der gleichen Gebäude mit Gas-Brennwertheizungen der Fall gewesen wäre. Bei den Erdreich-Wärmepumpen lagen die entsprechenden Werte sogar bei 39 bis 57 Prozent. Und durch den weiteren Zubau von Windkraft und Photovoltaik würden sich die CO₂-Kennwerte für den Strom weiter verbessern. Infolgedessen seien mittelfristig CO2-Einsparungen von mehr als 50 Prozent zu erwarten.

Für den Zeitraum Juli 2018 bis Juni 2019 habe das Institut 29 Außenluft-Wärmepumpen zur Raumheizung und Trinkwassererwärmung analysiert. Die Anlagen erreichten Jahresarbeitszahlen (JAZ) von 2,5 bis 3,8. Der Mittelwert lag bei 3,1. Bei den zwölf Erdreich-Wärmepumpen ermittelten die Forscherinnen und Forscher JAZ zwischen 3,3 und 4,7 bei einem Mittelwert von 4,1.

Die maximal zur Raumheizung erforderlichen Vorlauftemperaturen lagen für die 27 Außenluft-Wärmepumpen im Mittel bei knapp 44 Grad Celsius. Bei den elf Erdreich-Wärmepumpen seien es im Vergleich etwas über 45 Grad Celsius gewesen. Ausschlaggebend für die Effizienz seien dabei vor allem die erforderlichen Temperaturen, wenn am meisten geheizt wird, also bei Temperaturen knapp über null Grad Celsius. Seltene Extreme fielen in der Jahresbilanz kaum ins Gewicht.

Elektroheizstäbe kaum nötig

Die Energieverbräuche der Elektroheizstäbe, die bei besonders kalten Temperaturen die Wärmepumpe unterstützen, spielen bei den vermessenen Anlagen eine untergeordnete Rolle.

Die Nutzung von Wärmepumpen im Gebäudebestand sei nichtsdestotrotz kein Selbstläufer. Sie hänge der erfolgreiche Betrieb vor allem von äußeren Faktoren ab. „Dazu gehört vor allem das energetische Niveau des Gebäudes und das installierte Wärmeübergabesystem“, so Miara. Das Alter des Gebäudes sei dagegen nach den im Projekt erhobenen Daten nicht relevant.

Auch ein Umstieg auf Flächenheizsysteme sei nicht zwangsläufig erforderlich. Denn Wärmepumpen eigneten sich auch für Heizkörper mit vergleichsweise geringen Temperaturen. „Der Gesamterfolg hängt von einer guten Planung und sorgfältigen Installation ab«, resümiert Miara. Heizungsinstallateuren und Planern komme daher eine zentrale Rolle zu.

Auch geeignet für smart grids

Das Fraunhofer ISE untersuchte in dem Projekt auch die Einbindung elektrischer Wärmepumpen in ein intelligentes Stromnetz. Simulationsrechnungen hätten dabei die Zweckmäßigkeit der intelligenten Ansteuerung bestätigt. Außerdem wiesen sie für eine Poolgröße ab 250 Wärmepumpen eine reproduzierbare Laständerung nach.

Von 2020 bis 2022 will das Institut noch einmal Wärmepumpen-Know-how sammeln: Anfang des Jahres startete das neu Forschungsprojekt »WP-Qualitätssicherung im Bestand«. Unter der Leitung des Fraunhofer ISE fände mit vielen Partnern eine Feldmessung mit bis zu 100 Elektro-Wärmepumpen im Einfamilienhausbestand statt. Im Mittelpunkt stehe die Qualitätssicherung für einen effizienten Wärmepumpenbetrieb. Interessierte Hauseigentümer können sich hier bis Ende September 2020 registrieren. Gesucht werden Gebäude, die älter als 15 Jahre sind.

28.7.2020 | Quelle: Fraunhofer ISE | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Photovoltaik: Mieterstromgesetz braucht Nachbesserung

27. Juli 2020 - 15:06

Das Mieterstromgesetz in Deutschland braucht dringend eine Nachbesserung. Das fordert ein Bündnis aus elf Verbänden. Dazu zählen die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der Deutsche Mieterbund und der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DRGV). Sie fordern die Bundesregierung deshalb auf, das wirkungslose Mieterstromgesetz grundlegend zu überarbeiten.

„Seit Inkrafttreten des Mieterstromgesetzes vor drei Jahren hat sich wenig getan. Das Modell ist zu bürokratisch und rechnet sich einfach nicht. Das ist nicht im Sinne der Verbraucherinnen und Verbraucher.“ Das sagt Thomas Engelke, Leiter Team Energie und Bauen im vzbv. Die Bundesregierung müsse dfeshalb nachbessern, wenn die Energiewende auch von privaten Verbrauchern vorangetrieben werden soll. Denn bisher sei nur gut ein Prozent des gesetzlich möglichen Mieterstrompotenzials sei in der Praxis tatsächlich umgesetzt worden.

Verbände fordern gesetzliche Anpassung

Die Bundesregierung hatte zwar im Herbst 2019 einen Vorschlag zur Anpassung des Mieterstromgesetzes vorlegen wollen, dies jedoch nicht getan. Anlässlich des dritten Jahrestages des Gesetzes am 25. Juli 2020 fordert ein Bündnis aus elf Verbänden die Bundesregierung deshalb auf, dies nachzuholen.

Das BHKW-Forum, der Bund der Energieverbraucher, der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD), der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK), der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne), der Bundesverband für Solarwirtschaft (BSW), der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DRGV), der Deutsche Mieterbund (DMB), Haus & Grund und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) erneuern die inhaltlichen Forderungen ihres Sieben-Punkte-Plans aus dem Jahr 2019.

1) Finanzielle Förderung von Eigenstromverbrauch und Mieterstromverbrauch gleichstellen
2) Finanzielle Förderung muss bei Mietern und Selbstnutzern von Wohneigentum ankommen
3) „Lokalstrom“ einführen
4) Definition „räumlicher Zusammenhang“ weiter fassen
5) Steuerliche Hemmnisse für Vermieter abbauen
6) Genehmigungsfristen verkürzen
7) Contracting-Modelle mit Drittanbietern ermöglichen.

27.7.2020 | Quelle: VZBV| solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Solarthermie: Europas Politik muss handeln

27. Juli 2020 - 14:26

Die Branche der Solarthermie fordert: Europas Politik muss handeln, damit Solarwärme zum grünen Wiederaufbau der Wirtschaft nach Corona beitragen kann. Dazu hat der europäische Solarthermieverband Solar Heat Europe einen Aufruf gestartet. Damit signalisiert die Branche, im Zuge der europäischen Haushaltsplanung der nächsten Jahre und des Corona-Hilfsprogramms eine aktive Rolle übernehmen zu wollen.

Wie der Verband mitteilte, dient der Aufruf dazu, das Engagement für einen „grünen Aufschwung“ zu bekräftigen. „Wir wollen zeigen, dass die europäische Solarthermie-Industrie bereit ist, ihren Beitrag zu einer wirtschaftlichen Erholung im Einklang mit den Energie- und Klimazielen des Kontinents zu leisten.“ Das sagte Pedro Dias, Generalsekretär von Solar Heat Europe.

Bei den Unterzeichnern handele es sich um eine Gruppe von über 150 privaten und öffentlichen Einrichtungen aus mehr als 20 europäischen Ländern. Sie verpflichten sich dabei zu verschiedenen eignen Anstrengungen. Dazu zählt, multitechnologische Ansätze für Heizung und Kühlung zu fördern. Außerdem will die Branche neue Lösungen für dezentrale, gesicherte, dekarbonisierte Wärmeversorgung und thermische Energiespeicherung am Markteinführen. Ferner will sie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten intensivieren und die Ziele einer nachhaltigen und ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft unterstützen. Zudem strebe sie die Erhöhung der positiven Exportbilanz des Sektors an.

„Um diese Versprechen einzulösen, bedarf es eines gewissen Engagements und der Unterstützung des öffentlichen Sektors.“ Darauf weist Costas Travasaros, Präsident von Solar Heat Europe hin. „Daher legen wir auch einen Aufruf zum Handeln vor, in dem wir die Regierungen auffordern, mehrere wesentliche Maßnahmen umzusetzen.“ Dazu zähle der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und die Bereitstellung zinsgünstiger Kredite an die Verbraucher. So könnten sich diese für effiziente, erneuerbare Lösungen entscheiden.

Umbau auf kohlenstofffreie Heizungen bis 2030

Die nächsten zehn Jahre würden entscheidend für die Umgestaltung und Dekarbonisierung des Heizungsmarktes werden. Bis 2030 seien kohlenstofffreie Heizsysteme für Privathaushalte, Gewerbe und Industrie nötig. Denn alle danach installierten neuen Systeme seien höchstwahrscheinlich auch 2050 noch in Betrieb. „Wir müssen schnell handeln und Solarwärme und -kühlung im europäischen Konjunkturprogramm berücksichtigen“, fordert Travasaros. Er verwies dabei auf die nationalen Konjunkturprogramme, die die Staaten der Europäischen Kommission im kommenden Oktober vorlegen sollen. „Wir sind bereit, in allen europäischen Ländern mit Ideen, Vorschlägen und einem starken Engagement unseres Sektors zu dieser Diskussion beizutragen.“

27.7.2020 | Quelle: Solar Heat Europe http://solarheateurope.eu/| solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

100 Millionen Euro für Klimaschutz in Kommunen

27. Juli 2020 - 13:11

100 Millionen Euro stehen für Programme zum Klimaschutz in Kommunen zusätzlich zur Verfügung. Sie stammen aus dem Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung wie das Bundesumweltministerium mitteilte. Die Mittel sind Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI), die die Kommunen auch berät.

Um Kommunen die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen trotz finanzieller Belastungen durch die Coronakrise zu ermöglichen, stehen die Mittel zwischen dem 01.08.2020 und dem 31.12.2021 zusätzlich bereit. Außerdem gelten nun Änderungen an drei kommunalen Förderprogrammen der NKI.

So gebe es nun in der Kommunalrichtlinie eine Erhöhung der Förderquoten um jeweils zehn Prozentpunkte in allen Förderschwerpunkten. Ferner erhöhe sich die Förderquote im Förderaufruf „Klimaschutz durch Radverkehr“ von 75 Prozent auf bis zu 80 Prozent. Des weiteren ändere sich die Förderquote für „kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“ von 70 Prozent auf bis zu 80 Prozent.

Hiervon profitierten Kommunen, kommunale Unternehmen, Sportvereine, kulturelle Einrichtungen oder Hochschulen. Der Mindesteigenanteil, den die Antragsteller selbst finanzieren müssen, falle nun geringer aus.

Eigenanteil für klamme Kommunen gestrichen

Finanzschwache Kommunen werden bis Ende 2021 zudem von der Pflicht, einen Eigenanteil zu leisten, befreit. Für bestimmte Ausgaben, die zuwendungsfähig sind, könnten sie zudem eine Finanzierung von bis zu 100 Prozent erhalten.

Die Definition zu finanzschwachen Kommunen sei dahingehend erweitert worden, dass auch diejenigen Kommunen profitierten, die erst kürzlich in eine finanzielle Notlage geraten seien. Als finanzschwach gelten demnach künftig alle Kommunen, die an einem landesrechtlichen Hilfs- oder Haushaltssicherungsprogramm teilnehmen, oder denen eine Bescheinigung der Finanzschwäche durch die Kommunalaufsicht vorliege.

Die verbesserten Förderbedingungen gelten für ab dem 01. August 2020 eingehende Anträge und Projektskizzen. Die Antragstellung könnte zudem im Rahmen der Kommunalrichtlinie ganzjährig erfolgen. Die Auswahlverfahren in den beiden Förderaufrufen seien wettbewerblich ausgestaltet und zweistufig. Projektskizzen können Antragsteller im Herbst (01. September bis 31. Oktober) und im Frühjahr (01. März bis 30. April) einreichen.

27.7.2020 | Quelle: Nationale Klimaschutzinitiative| solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Frank Henn neu in Kostal-Geschäftsführung

27. Juli 2020 - 12:35

Frank Henn ist neu in die Kostal-Geschäftsführung berufen worden. Wie das Unternehmen aus Freiburg mitteilte, war der frühere Vertriebsvorstand der Solarworld AG bisher Leiter der Geschäftseinheit Photovoltaik. Diese Aufgabe werde er auch fürderhin bekleiden.

Henn fungiere ab 1. Juli 2020 als CEO in die Geschäftsführung der Kostal Solar Electric. So wolle das Unternehmen sich konsequent marktorientiert auf das Geschäftsfeld der Photovoltaik ausrichten.

Kostal habe mit dem aktuellen dreiphasigen Hybridwechselrichter Plenticore plus einen neuen Standard im Markt etabliert. Mit der seit Mitte des Jahres verfügbaren Erweiterung des einphasigen Piko MP plus zum Hybridwechselrichter biete die Firma aktuell ein komplettes Portfolio an Hybridwechselrichtern für Privatkunden an.

27.7.2020 | Quelle: Kostal| solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Heizen mit erneuerbaren Energien stark gefragt

27. Juli 2020 - 12:01

Die Förderung für das Heizen mit erneuerbaren Energien ist in Deutschland stark gefragt. Das geht aus einer Mitteilung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und des Bundeswirtschaftsministeriums hervor. So verzeichneten die KfW-Förderprogramme für erneuerbare Energien und Energieeffizienz im Gebäudesektor auch im zweiten Quartal 2020 eine hohe Nachfrage. Der positive Trend aus den Monaten Januar bis März habe sich damit fortgesetzt.

Ein Grund für den starken Anstieg der Förderzahlen seien die zu Jahresanfang vorgenommenen Programmänderungen als Folge der Beschlüsse des Klimakabinetts. Im ersten Halbjahr 2020 sagte die KfW entsprechend aus den Programmen zum energieeffizienten Bauen und Sanieren Kredite und Zuschüsse in Höhe von 14,5 Milliarden Euro zu. Diese entfielen auf 215.000 Wohneinheiten sowie gewerbliche und kommunale Gebäude. Das gesamte Investitionsvolumen im ersten Halbjahr 2020 habe ferner rund 38,5 Mrd. Euro betragen.

Mehr als 50.000 Anträge auf Austausch alter Ölheizungen

Eine anhaltend hohe Nachfrage zeige sich auch im novellierten Marktanreizprogramm für Wärme aus erneuerbaren Energien. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) setze es unter der Bezeichnung „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ um. Hier seien im ersten Halbjahr 2020 rund 110.000 Förderanträge für Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien eingegangen. Etwa die Hälfte der Fälle enthielten auch den Antrag für die neu eingeführte Austauschprämie für Ölheizungen.

„Insgesamt wurde in Deutschland in den ersten sechs Monaten des Jahres mehr als doppelt so viel in energieeffiziente Gebäude und weitere Energieeffizienzmaßnahmen investiert als im Vorjahreszeitraum.“ Darüber freut sich Ingrid Hengster, Mitglied des KfW-Vorstandes. „Beim privaten Bauen beträgt dieser Anstieg sogar mehr als 180 Prozent. Das sind somit rund 55.000 energieeffiziente Wohneinheiten mit einem Zusagevolumen von rund 6,5 Milliarden Euro zusätzlich.“

Insgesamt gingen damit im ersten Halbjahr 2020 in den genannten Förderprogrammen einschließlich gewerblicher und kommunaler Gebäude mehr als 210.000 Förderanträge ein. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeute dies ferner eine Steigerung um 165 %.

27.7.2020 | Quelle: grün.power | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Grün.power bietet Lösung für Post-EEG-Photovoltaik

27. Juli 2020 - 11:26

Das Mainzer Ökostromunternehmen Grün.power bietet eine Lösung für die Post-EEG-Photovoltaik. Dabei geht es um PV-Altanlagen, die am Ende des EEGs aus der Vergütung fallen. Wie die Tochter des Direktvermarkters in.power mitteilte, gründet sie zu diesem Zweck eine bundesweite Gemeinschaft von ausgeförderten Photovoltaik­anlagen.

Die Mainzer wollen dazu den Strom der Altanlagen „zu einem fairen Preis“ abnehmen und zugleich den Haushaltsstrombedarf der Anlagenbetreiber mit Ökostrom decken. Dieser stamme aus Solaranlagen, Windrädern und Wasserkraftwerken in Deutschland. Auch der Eigenverbrauch des auf dem eigenen Dach erzeugten Stroms soll für die Anlagenbetreiber in diesem Konzept möglich sein. Der Anlagenbetreiber sei dann Producer und Consumer in einem.

„Wir wollen unseren Beitrag leisten, damit die Pioniere der Photovoltaik ihre funktionstüchtigen Solaranlagen nicht abschalten müssen. Wir freuen uns darauf, dass möglichst viele Anlagenbetreiber bei der grün.power-Community mitmachen und wir eine starke Gemeinschaft werden“. So äußerte sich Josef Werum, geschäftsführender Gesellschafter der grün.power GmbH.

Betreiber von Anlagen, die in den nächsten Jahren aus der EEG-Förderung gehen, könnten sich schon jetzt melden. Um das Konzept umzusetzen, habe die Muttergesellschaft in.power die nötige Infrastruktur aufgebaut hat und hierfür bereitstellt.

Um bereits vor 2021 diese Lösung zu erproben, haben grün.power und in.power vor einigen Monaten die vermutlich erste PV-Anlage in Deutschland komplett aus der EEG-Vergütung genommen und sie zum grün.power-Prosumer gemacht. Sie befinde sich auf dem Mainzer Firmensitz.

24.7.2020 | Quelle: grün.power | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Windenergie: einzigartiger Stromtarif in Marsberg-Meerhof

24. Juli 2020 - 14:47

Ein einzigartiger Stromtarif in Marsberg-Meerhof ist ab August der wohl günstigste Stromtarif Deutschlands. Haushalte zahlen nur die staatlich festgelegten Steuern, Abgaben und Netzdurchleitungskosten – das sind pro Kilowattstunde 20,58 Cent brutto. Im Nachttarif für Wärmestrom sind es sogar nur 15,75 Cent pro kWh. Den Strompreis selbst und die Vertriebskosten von derzeit 7,38 Cent übernehmen die Windkraftbetreibergesellschaften in Meerhof. Diese werden vertreten durch die Landwirte Josef Dreps, Christoph Luis und Michael Flocke. Sie wollen mit dem Sponsoring des Tarifs dem Ort etwas zurückgeben und zeigen: Windkraft stärkt die heimischen Strukturen und erhöht die Wertschöpfung vor Ort. Als Stromvertriebs-Partner haben sich die Meerhofer Windbauern die WestfalenWIND Strom GmbH aus Lichtenau ausgesucht. Die hat schon im Kreis Paderborn spezielle Wind-Tarife umgesetzt und beliefert seit Jahren tausende Kunden mit sauberem Strom.

„Meerhofer, die ab Juli in den neuen Tarif wechseln, können richtig viel Geld sparen“, erläutern die Landwirte. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 4.000 kWh pro Haushalt ist der Meerhofer Windstrom-Tarif etwa 420 € im Jahr günstiger, als der örtliche Grundversorger innogy. Mindestens für 5 Jahre solle der Stromtarif auch so günstig bleiben, versprechen die Landwirte.

„Dass trotz der Unterstützung durch die Windkraft aber immer noch gut 20 Cent zu bezahlen sind, liegt unter anderem an den Netzentgelten, der EEG-Umlage, der Stromsteuer und der Umsatzsteuer auf das alles“, erklärt Andreas Schmitt, Geschäftsführer von WestfalenWIND Strom. An diesen Kosten könne man leider nichts ändern, die müsse jeder Stromverbraucher berappen. Da kann auch ein einzigartiger Stromtarif in Marsberg-Meerhof nicht ändern.

24.7.2020 | Quelle: WestfalenWIND | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Tryba Energy und badenova planen Photovoltaik-Solarpark nahe Fessenheim

24. Juli 2020 - 14:13

Bereits vor der Ende Juni realisierten Abschaltung des Atomkraftwerks in Fessenheim starten Politik und Wirtschaft mit dem Umbau des Elsass zu einer Modellregion für Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energien. Einen wichtigen Beitrag dazu wird ein neuer Photovoltaik-Solarpark nahe Fessenheim leisten. Badenova und ihr französischer Partner Tryba Energy planen eine Anlage von 21,3 Megawatt Leistung zu errichten. Baubeginn für das 16 Millionen Euro-Projekt soll im Jahr 2021 sein, so die Vertreter beider Unternehmen.

„Beim Solarprojekt in Réguisheim, nicht weit von Fessenheim entfernt, handelt es sich um das erste große deutsch-französische Photovoltaik-Projekt im Rahmen des Post-Fessenheim-Prozesses“, so Mathias Nikolay, Vorstand von badenova. „Den Oberrhein zu einer Modellregion für Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energien zu entwickeln, von der Impulse weit ausstrahlen, kann nur grenzüberschreitend gelöst werden“, so die badenova WärmePlus-Geschäftsführer Klaus Preiser und Michael Klein. Mathieu Förderer und Nicolas Sur, Geschäftsführer von Tryba Energy, unterstreichen die Bedeutung der vertrauensvollen Partnerschaft: „Unsere gute und professionelle Arbeit hat den überregionalen Energiedienstleister badenova überzeugt. Die vertrauensvolle Beziehung mit badenova ist essentiell für die erfolgreiche Umsetzung eines solchen Projektes.“

Pachtvorvertrag mit der Gemeinde liegt vor

Der Photovoltaik-Solarpark nahe Fessenheim besitzt ein Investitionsvolumen von 16 Millionen Euro. Es wird auf einer 23 Hektar großen Fläche einer ehemaligen Kiesgrube bei Réguisheim entstehen. Der Pachtvorvertrag mit der Gemeinde ist bereits abgeschlossen und auch die immissionsschutzrechtliche Genehmigung liegt vor. Derzeit laufen die Arbeiten für die Erfüllung der Naturschutzauflagen. Projektentwicklung sowie Planung und Betriebsführung erfolgen durch die Tryba Energy. Die Finanzierung erfolgt gemeinsam durch Tryba Energy und badenova. Seitens badenova ist deren 100%-Tochter badenova WärmePlus aktiv. Dort ist der gesamte Bereich der Erneuerbaren Energien angesiedelt.

Der Baustart für die Solaranlage soll im kommenden Jahr 2021 erfolgen. 2022 könnte die Anlage erstmals Strom ins Netz einspeisen. Die Anlagenbetreiber erhalten für den Strom eine Einspeisevergütung durch die französische Regulierungsbehörde CRE. Speziell für die Energiewende Post-Fessenheim, da sie sich erfolgreich auf eine Ausschreibung beworben hatten. Klaus Preiser und Michael Klein freuen sich sehr, dass das Projekt zustande kommt: „Bereits seit mehr als acht Jahren haben wir versucht, Energiewende-Projekte in der Nachbarregion Elsass umzusetzen, doch nun werden unsere Beharrlichkeit und unser Engagement belohnt.“ Gemeinsame Projekte dieser Art trügen ferner auch dazu bei, dass die Länder Deutschland und Frankreich wirtschaftlich und kulturell weiter zusammenwachsen.

24.7.2020 | Quelle: badenova | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Photovoltaik: Ökostromtarife für Unternehmen von Q Cells

24. Juli 2020 - 13:30

Kleine und mittlere Unternehmen können ab sofort aus unterschiedlichen Varianten der Ökostromtarife für Unternehmen von Q Cells wählen. Sie sichern sich so laut Anbieter zu günstigen Konditionen eine zuverlässige Versorgung mit Ökostrom – TÜV-geprüft und klimafreundlich. Dabei können die Gewerbekunden in ihrem passwortgeschützten Kundenbereich Tarif- und Kundendaten online verwalten und sich jederzeit über ihre Verbrauchs- und Kostensituation informieren. Seine Ökostromtarife für Haushaltskunden sowie kleine und mittlere Unternehmen will Q Cells ab dem kommenden Jahr auch um Energielieferkonzepte mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen für Großverbraucher ergänzen.

Günstiger Solarstrom trifft Ökostromtarife für Unternehmen

Ergänzend dazu bietet Q Cells Unternehmen in Deutschland auch Zugang zu günstigen Solarstromlösungen. Mit neuen Angeboten wie Power Contracting und Anlagenpacht werden gleich zwei Wege aufgezeigt, wie Unternehmen auch ohne eigene Investitionskosten in den Genuss von kostengünstigem und sauberem Solarstrom kommen.

In beiden Modellen errichtet Q Cells auf eigene Kosten eine Solaranlage auf dem Dach des Eigentümers und deckt auch gleich den verbleibenden Strombedarf des Unternehmens mit Strom aus 100% erneuerbaren Quellen aus Deutschland und Österreich ab. Damit bietet Q Cells allen interessierten Unternehmen eine günstige und nachhaltige Komplettlösung aus einer Hand. Lösungen zur Energiespeicherung, E-Mobility und smarten Energie- oder Cloudprodukten können beliebig hinzugebucht werden.

Q Cells kombiniert als einziges Unternehmen im Energiesektor das komplette Portfolio eines Solarherstellers mit neuen Ökostromprodukten. So deckt Q Cells durch die Ökostromtarife für Unternehmen nun das gesamte Spektrum der Wertschöpfungskette im Bereich der erneuerbaren Energien ab. Maengyoon Kim, Head of Sales EU von Q Cells, sagt dazu: „Es ist uns wichtig, unseren Kunden die gesamte Palette an sowohl smarten als auch nachhaltigen Energielösungen anzubieten. Wir denken dabei also nicht nur an unsere technologisch führenden Solaranlagen und -services, sondern an die komplette Versorgung mit klimafreundlichem Strom aus einer Hand – und zwar gleichermaßen für den privaten wie auch für den gewerblichen Bedarf. Damit sind wir einer der Wegbereiter für die klimaneutrale Stromversorgung, die wir heute und in Zukunft dringend benötigen.“

24.7.2020 | Quelle: Q Cells | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Die Städtischen Werke bieten Photovoltaik-Anlage von Solarwatt an

24. Juli 2020 - 13:00

Die Städtischen Werke aus Kassel sind seit vielen Jahren in Nordhessen Teil einer bürgernahen Energiewende. Nach dem Bau von vier Windparks im Kasseler Umland, der Möglichkeit der finanziellen Beteiligung für Bürger der Region über Bürgerenergiegenossenschaften und einem Angebot für Strom aus einem nordhessischen Windpark folgt nun der nächste Schritt, um die Energiewende noch bürgernäher und persönlicher zu gestalten: Die Städtischen Werke bieten Photovoltaik-Strom aus der Anlage vom eigenen Dach an.

Dafür kooperiert der Kasseler Energieversorger mit dem Photovoltaik-Systemanbieter Solarwatt. Das Dresdner Unternehmen entwickelt und produziert hochwertige Einzelkomponenten, die in Komplettsystemen zu effizienten Solaranlagen zusammengefügt werden. Kunden der Städtischen Werke können sich eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Photovoltaik-Anlage zusammenstellen und so ihre persönliche Energiewende starten. „Mit Strom vom eigenen Dach decken unsere Kunden einen Teil ihres eigenen Strombedarfs, machen sich ein Stück weit unabhängig von der Entwicklung der Strompreise und leisten ihren eigenen Beitrag zur Energiewende“, erläutert Olaf Hornfeck, Vorstandsmitglied der Städtischen Werke. Durch das intelligente Energiemanagementsystem sind die PV-Anlagenbetreiber einer Städtische-Werke-Anlage zukunftsfähig aufgestellt. Über die gesamte Anlagenlaufzeit betreut sie die Städtischen Werke. Der EnergyManager der Anlage ermöglicht beispielsweise das effiziente Laden eines Elektroautos, integriert eine bestehende oder nachträglich eingebaute Wärmepumpe und ist für die Anbindung von Smart-Home-Anwendungen im digitalen Zuhause vorbereitet.

Energiewende in Kassel vorantreiben

„Die Versorgung mit selbst erzeugtem Solarstrom gewinnt immer mehr an Bedeutung. Das ist auch für kommunale Versorger ein bedeutender Trend. Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Städtische Werke AG einen starken Kooperationspartner gefunden haben, der bereits viel Erfahrung im Bereich Erneuerbare mitbringt. Gemeinsam werden wir jetzt die Energiewende in den Kasseler Haushalten weiter vorantreiben“, sagt Felix Bräuer, Vice President Sales der Solarwatt GmbH.

Die Städtischen Werke bieten Photovoltaik als passende Komplettlösung für die Energiewende im Haushalt oder dem Kleingewerbe an. Wer neugierig ist, kann sich mit ein paar Klicks direkt einen ersten Überblick über die persönliche Photovoltaik-Dachanlage mit dem PV-Konfigurator der Städtischen Werke erstellen.

Wer gleichzeitig mit dem Gedanken spielt, sich ein E-Auto anzuschaffen, sollte das direkt in die Planung der Photovoltaik-Anlage mit einbeziehen. Denn E-Mobilität und Photovoltaik ergänzen sich perfekt. Elektrofahrzeuge können durch Solarstrom bereits für zwei Euro pro 100 Kilometer „betankt“ werden – und das zudem noch frei von CO2-Emissionen.

24.7.2020 | Quelle: Städtische Werke AG | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

IBC Solar und Bosch kooperieren

24. Juli 2020 - 12:24

IBC Solar, ein Systemhaus für Photovoltaik und Energiespeicher, kooperiert ab sofort mit der Heizungsmarke Bosch. Ziel der Partnerschaft von IBC Solar und Bosch ist die Realisierung intelligenter Energielösungen, wobei Heiztechnik, Warmwasser, Energiemanagement und Photovoltaik in einem Komplettsystem aufeinander abgestimmt sind. IBC Solar unterstützt Bosch nicht nur mit Produktkomponenten, sondern steht auch als Photovoltaik-Experte für die Anlagenplanung und Konstruktion zur Seite.

In der Zusammenarbeit zwischen IBC Solar und Bosch übernimmt das PV-Unternehmen die Lieferung von Modulen, Wechselrichtern und Halterungen sowie die Auslegung und Installation der PV-Anlage. Ebenso erfolgt die Anmeldung beim Netzbetreiber über das Systemhaus. Hierfür greift IBC Solar auf sein flächendeckendes und erfahrenes Netzwerk an Fachpartnern zurück. Daher steht Bosch-Kunden zukünftig auch ein umfassendes Produktportfolio rund um Photovoltaik von ihrem Bosch-Ansprechpartner zur Verfügung. So werden eine effiziente und umweltfreundliche Wärmeerzeugung und die wirtschaftliche Nutzung des eigenen Stroms ganz einfach.

„Diese Kooperation zeigt, dass Strom und Wärme näher zusammenrücken. Besonders die Photovoltaik bietet im Rahmen des neuen Gebäude Energie Gesetzes (GEG) ein großes Potential. Gerade im Gebäudebereich kann sie so zu einem wichtigen Partner der Heizungsbranche werden. Von dem erweiterten Angebot profitieren am Ende sowohl die Endkunden als auch die Installationspartner“, so IBC Solar-Vertriebsleiter Andreas Grey.

„Bosch bietet seinen Kunden nicht nur ein umfassendes Produktportfolio, sondern auch umfangreiche Service-Leistungen aus einer Hand. Gemeinsam mit IBC Solar realisieren wir nun eine abgestimmte Gesamtlösung für das elektrifizierte Zuhause. Umweltschonend und effizient Energie zu erzeugen, sie intelligent einzusetzen und dabei Stromkosten zu sparen, wird damit noch einfacher“, sagt Bosch Junkers-Vertriebsleiter Alexander Wuthnow.

24.7.2020 | Quelle: IBC Solar | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Verlustarmer Hybrid-Wechselrichter für Photovoltaik-Heimspeichersysteme

24. Juli 2020 - 11:45

Eine der großen Herausforderungen für Photovoltaik-Heimspeichersysteme besteht darin, dass die Batterien bei intensiver Sonneneinstrahlung innerhalb weniger Stunden aufgeladen und dann abends und nachts über einen längeren Zeitraum bei sehr geringer Leistung entladen werden. Daher sollten Batteriewechselrichter einen hohen Umwandlungswirkungsgrad über einen möglichst breiten Leistungsbereich haben. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat in dem 2017 gestarteten Projekt HyBaG in Zusammenarbeit mit Kaco New Energy und STS – Spezial-Transformatoren Stockach einen auch im Teillastbereich verlustarmen Hybrid-Wechselrichter entwickelt.

Die Partner im Projekt HyBaG haben einen Demonstrator für ein Photovoltaik-Heimspeichersystem entwickelt. Das Fraunhofer ISE entwickelte dabei in seinem Teilvorhaben kompakte hocheffiziente Batterieladegeräte einschließlich der entscheidenden innovativen Regelungstechnik. Zentraler Bestandteil des Teilprojektes war die Entwicklung von kompakten und modularen Batteriestellern, welche durch den Einsatz von neuartigen Galliumnitrid- und Siliziumkarbid-Bauelementen erreicht werden konnte. Die Transistoren-Brückenschaltungen bilden den Kern der Batterieladegeräte und ermöglichen es, immer schneller bei geringeren Verlusten zu schalten.

Optimierung des Teillastwirkungsgrades

Zur Optimierung des Teillastwirkungsgrades haben die Forscher verschiedene Ansätze simulativ untersucht und die besten Konzepte prototypisch umgesetzt. Die Optimierungen bezogen sich sowohl auf die Hardware als auch auf Weiterentwicklungen der Software zur Ansteuerung der Leistungselektronik. Schaltungstechnisch haben sie zunächst verschiedene Topologien untersucht und hinsichtlich des Teillastwirkungsgrades bei geringen Leistungen bewertet. Unter Berücksichtigung verschiedener Bewertungsparameter haben die Experten dann einen 3-phasigen Synchronwandler für den Hochvolt-Batteriesteller ausgewählt und aufgebaut. Dieser ermöglicht es, durch die Aktivierung bzw. Deaktivierung einzelner Wandlerbrücken den Leistungsbereich gezielt anzupassen (1/3, 2/3, Volllast).

Für sehr geringe Leistungen wird zusätzlich ein entsprechender Betriebsmodus mit variabler Schaltfrequenz zur Ansteuerung mit möglichst geringen Schaltverlusten (Lückgrenzbetrieb) und ein pulsierender Betrieb (Burst-Modus) mit nur einer Phase aktiviert, bei dem der Wandler nur 10 Prozent der Zeit aktiv ist. „Dadurch kann der Teillastwirkungsgrad erheblich gesteigert werden, da damit die Ansteuer- und Leerlaufverluste reduziert werden können, die den Wirkungsgrad im Teillastbereich stark beeinflussen“, erklärt Cornelius Armbruster, Projektleiter am Fraunhofer ISE. Falls nicht alle Phasen gleichzeitig betrieben werden, empfiehlt es sich, zur gleichmäßigen thermischen Belastung die einzelnen Phasen alternierend zu betreiben. Je nach Leistungsbereich zeigt ein unterschiedliches Modulationsverfahren den besten Wirkungsgrad. Die Mitarbeitenden im Projekt haben daher eine wirkungsgradoptimierte und an den Leistungsbereich angepasste Betriebsführung entwickelt und umgesetzt.

Großes Einsparpotenzial

In der Serienproduktion können auf Siliziumkarbid-Komponenten basierende Photovoltaik-Heimspeichersysteme bereits nahezu kostenneutral sein. Die Optimierung hinsichtlich des Teillastwirkungsgrades erfolgt bis heute noch kaum. Ein grober Vergleich der verfügbaren Heimspeichersysteme am Markt zeigt, dass es immer noch erhebliche Unterschiede zwischen den verfügbaren Systemen gibt. „Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Unterschiede der am Markt verfügbaren Systeme sind die Verluste im Teillastbereich“, erklärt Leonhard Probst, der im Projekt die Optimierungen des Batterieladegerätes verantwortet. Sehr gute Heimspeichersysteme verursachen weniger Verluste: Simulationen im Rahmen des Projekts HyBag haben gezeigt, dass jährliche Einsparungen von 150 bis 250 Euro beim Strombezug möglich sind. Das Entwicklerteam des Fraunhofer ISE ist in engem Austausch mit Herstellern der Photovoltaik-Heimspeichersysteme, um die Optimierungspotenziale aufzuzeigen und neue Technologieentwicklungen zu begleiten.

24.7.2020 | Quelle: Fraunhofer ISE | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Rückbau von funktionstüchtigen Biogas-Anlagen erwartet

23. Juli 2020 - 14:10

Obwohl die installierte elektrische Leistung des deutschen Biogasanlagenparks im vergangenen Jahr erstmals die Marke von 5 Gigawatt erreicht hat, sieht die Prognose ab 2020 nicht gut aus. In seinen Branchenzahlen geht der Fachverband Biogas e.V. von einem Rückbau von funktionstüchtigen Biogas-Anlagen aus und damit auch von einer Reduzierung der aus Biogas erzeugten Strom- und Wärmemenge. Thüringen ist ebenfalls davon betroffen.

„In Thüringen sorgt die Biogasbranche für eine verlässliche und speicherbare regenerative Energieversorgung und regionale Wertschöpfung im ländlichen Raum“, sagt ThEEN-Geschäftsführerin Jana Liebe. Faktisch beginnt der Rückbau der Biogasanlagen-Kapazität und das zeichnet sich auch in Thüringen ab.

Im Freistaat gab es laut Fachverband Biogas 278 Anlagen im Jahr 2019, was ein Netto-Zubau von drei Anlagen im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Ab 2020 erwarten der Fachverband Biogas und der Thüringer Erneuerbare Energien (ThEEN) e.V. hingegen erstmals seit dem Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) einen Rückgang im Anlagenbestand und auch in der Strom- und Wärmebereitstellung. „In Thüringen wird der Rückbau von noch funktionstüchtigen Biogas-Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarem Strom verstärkt ab 2022 und gravierend ab 2028 von statten gehen, wenn keine Weiternutzungskonzepte für Biogasanlagen wie Flexibilisierungen oder Gasnetzeinspeisungen gefunden werden“, so Liebe.

Unterstützung seitens der Thüringer Landesregierung

ThEEN und Fachverband Biogas setzen sich deshalb schon seit Jahren für Lösungen zur Weiternutzung von Thüringer Biogasanlagen ein und erhalten dabei Unterstützung seitens der Thüringer Landesregierung. Seit einigen Monaten bietet die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur kostenfreie Initialberatungen für Biogasanlagenbetreiber an, finanziert von der Europäischen Union und dem Freistaat Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz. Im Rahmen der Beratung finden Vor-Ort-Begehungen und eine kurze Analyse verschiedener Optionen des Weiterbetriebs statt.

Aber auch auf Bundesebene muss die Politik die Weichen stellen: Deshalb fordert der ThEEN gemeinsam mit dem Fachverband Biogas schnellstmöglich eine Stabilisierung und Weiterentwicklung des Anlagenbestandes über die Anpassung der Ausschreibungsvolumina und der Ausschreibungsverfahren, außerdem eine Weiterentwicklung der Sondervergütungsklasse für Güllevergärungsanlagen sowie die Abschaffung des Flex-Deckels im EEG.

„Bei der im Herbst geplanten EEG-Novelle bitten wir die Thüringer Landesregierung sich weiterhin stark zu machen, damit Berlin eine klare Entscheidung für eine verlässliche, erneuerbare Energieversorgung und eine starke inländische Biogaswirtschaft trifft“, sagt Liebe.

23.7.2020 | Quelle: ThEEN | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Arbeitsplätze in den erneuerbaren Energien 2018 weiter rückläufig

23. Juli 2020 - 13:30

Laut aktuellen Informationen vom Umweltbundesamt gab es rund 304.400 Arbeitsplätze in den erneuerbaren Energien im Jahr 2018. Langfristig betrachtet hat sich die Anzahl der Beschäftigten gegenüber 2000 ungefähr verdreifacht. Nach 2011 ging die Beschäftigung jedoch deutlich zurück. Diese negative Entwicklung war fast ausschließlich auf die Solarwirtschaft zurückzuführen, wo die Beschäftigung innerhalb von fünf Jahren um mehr als 111.000 Personen sank. Verantwortlich dafür war vor allem der starke Rückgang im wichtigsten Teilbereich der Solarwirtschaft, der Photovoltaik.

Von 2015 auf 2016 entwickelte sich die Beschäftigung im Bereich erneuerbarer Energien erstmals wieder positiv. Dies war vor allem auf den Anstieg in der Windenergiebranche zurückzuführen. Hier lag die Beschäftigung mit 163.000 Personen zwischenzeitlich sogar höher als in der Solarwirtschaft im Spitzenjahr 2011. Zwischen 2016 auf 2018 kam es jedoch erneut zu einem Rückgang der Beschäftigung im Bereich erneuerbarer Energien. Am stärksten war der Rückgang in der Windenergiebranche (auf 121.700 Beschäftigte). Wesentlicher Treiber hierfür waren deutliche Einbußen im Außenhandel und ungünstige Rahmenbedingungen im Inland. Für die Zahl der Arbeitsplätze in den erneuerbaren Energien für die Zeit nach 2018 liegen noch keine offiziellen Beschäftigungszahlen vor. Es ist jedoch bereits ersichtlich, dass die Einbrüche in den neu installierten Windenergie-Kapazitäten in 2019 zu weiteren Beschäftigungsrückgängen führen werden. Die anderen Bereiche der erneuerbaren Energien (Biomasse, Wasserkraft, Geothermie) wiesen nur geringe Veränderungen der Beschäftigung auf.

Der gesamte Bereich des Umweltschutzes wies zuletzt ein Plus in der Beschäftigung aus, wie Zahlen des Umweltbundesamtes belegen. Auch für Nordrhien-Westfalen liegen Beschäftigunsgzahlen in den erneuerbaren Energien vor. Laut Angaben der EnergieAgentur.NRW waren 2018 in mehr als 4.700 Firmen in NRW rund 46.000 Beschäftigte im Bereich der erneuerbaren Energien tätig.

Beschäftigungswirkungen der energetischen Gebäudesanierung

Zwischen den Jahren 2008 und 2010 zeigen die Schätzungen eine große Zunahme bei der energetischen Gebäudesanierung. Dieser Anstieg ist jedoch hauptsächlich in einer verbesserten Datenerfassung begründet: Bis zum Jahr 2008 wurde nur die Beschäftigung erfasst werden, die durch Fördermaßnahmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) angestoßen wurde. Auf Grund neu verfügbarer Daten kann seit 2010 die Beschäftigung für die energetische Gebäudesanierung insgesamt einbezogen werden. Inklusive der Beschäftigung in den vorgelagerten Produktionsbereichen, beispielsweise für die Produktion von Dämmmaterial, lag die Beschäftigung in diesem Bereich im Jahr 2017 bei 573.000 Personen. Davon entfallen rund 310.00 Beschäftigte auf die Bauwirtschaft. Das sind rund 12 % der insgesamt in der Bauwirtschaft arbeitenden Personen.

Aktuelle Arbeitsangebote in den erneuerbaren Energien sind unter dem nebenstehenden Link zu finden.

23.7.2020 | Quelle: EnergieAgentur.NRW, Umweltbundesamt | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

KBB Kollektorbau zieht nach Tunesien um

23. Juli 2020 - 12:47
Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit einem Solarthemen-Abo

Seiten