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Aktualisiert: vor 32 Minuten 52 Sekunden

Flexibler mit kleinen Biogasanlagen

3. August 2020 - 14:46

Flexibler mit ihren kleinen Biogasanlagen zu sein, eröffnet Betreibern Optionen, mehr Erträge zu erzielen. Wie der Energiedienstleister Trianel mitteilte, gibt es aber bisher kaum Möglichkeiten dazu. Zwar sei die wirtschaftliche Optimierung der Fahrpläne von konventionellen Blockheizkraftwerken mit einer Leistung von über 10 Megawatt (MW) heute schon Alltag. Für Anlagen unter 10 MW, wie beispielsweise die Vielzahl von Biogasanlagen, treffe das aber nicht zu. Sie nutzten bisher kaum Fahrweisen, die die Strom- und Wärmeproduktion nach dem wirtschaftlichsten Zeitpunkt an den Stromgroßhandelsplätzen ausrichten. Eine solche Möglichkeit wird aber zunehmend wichtig, denn eine Reihe von Altanlagen drohen nach dem EEG unrentabel zu werden.

Die Optimierung der Fahrpläne nach den aktuellen Spot- und Intraday-Preisen habe sich bisher für kleinere Anlagen oft nicht gelohnt. Denn der Aufwand sei höher als die möglichen Erträge aus den Erzeugungsleistungen. Das sagt Bastian Wurm, Leiter Direktvermarktung bei der Stadtwerke-Kooperation. Nun gebe es aber die Möglichkeiten des automatisierten Kurzfristhandels in Verbindung mit spezifisch für den Einsatz von Kleinst-BHKWs entwickelten Algorithmen.

So eröffneten sich auch kleinen, flexiblen Kraft-Wärmeanlagen Chancen an den Spot- und Intraday-Märkten. Damit erschlössen sich neue Erlösquellen über die Flexprämie und die Regelenergievermarktung hinaus.

Zunehmend wichtig für Energiewende

„Biogasanlagen sind ein immer wichtigerer Baustein zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit und zur Bereitstellung der nötigen flexiblen Erzeugungsleistungen“, so Wurm. Die Bedeutung von kleinen, dezentralen Biogasanlagen mit Direktverstromung für die Versorgungssicherheit und Aussteuerung des Energiesystem nehme angesichts des Abbaus von gesicherter konventioneller Leistung und des Zubaus von Wind- und Solarkraft stetig zu.

2018 wurden insgesamt 33 Terrawattstunden (TWh) Strom und 13TWh Wärme in den rund 9.200 Biogasanlagen in Deutschland erzeugt. Insbesondere die im Rahmen der Flexibilitätsprämie ertüchtigten Anlagen verfügen technisch über alle Möglichkeiten jeder Zeit Strom und Wärme zu liefern und nötige Ausgleichenergien bereitzustellen.

Die von Trianel entwickelten Algorithmen zur marktlichen und bilanzkreisoptimierten Steuerung von kleinen BHKWs schöpfe die Flexibilität der Anlagen technisch und wirtschaftlich voll aus. Die Methodik verbinde die Datenreihen aus den eigenen Wärmebedarfsprognosen mit den aktuellen Marktpreisen an den Kurzfristmärkten. Die Vermarktung erfolge dann über das sogenannte Algo-Trading und ermögliche so direkt auf Strompreisveränderungen reagieren zu können.

„Virtuell bilden wir die dafür nötigen Prozesse von der Wärmeprognose, über die jeweilige Erzeugungs- und Speicherleistung bis hin zur Vermarktung schon vollautomatisch ab“, so der Trianel-Manager. Im praktischen Alltag greife Trianel aber zumindest in der Startphase noch aktiv ein, damit Biogasanlagenbetreiber durch die richtige Substratzusammensetzung die Anlagen anpassen könnten. Das sei wichtig, um die Algorithmen auf die jeweilige Anlage anzupassen.

3.8.2020 | Quelle: Trianel | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

The smarter E: Starkes Interesse für 2021

3. August 2020 - 13:18

Europas größte energiewirtschaftliche Plattform „The smarter E“ freut sich über ein starkes Interesse für 2021. Wie der zentrale Branchentreff für die neue Energiewelt mitteilte, wurde die diesjährige The smarter E Europe Corona-bedingt zwar abgesagt. Für die nächste Veranstaltung 2021 stünden die Zeichen allerdings schon jetzt sehr gut. Weit über 400 Aussteller der abgesagten The smarter E Europe 2020 seien bereits für eine Teilnahme an der Innovationsplattform im nächsten Jahr angemeldet.

Die Planungen für die Innovationsplattform im nächsten Jahr verliefen bis dato sehr erfolgversprechend. Die mehr als 400 angemeldeten Unternehmen stünden für rund 65 Prozent der 2020 gebuchten Standflächen. Das erklärte Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik (FWTM) GmbH & Co. KG. Dies sei ein positives Zeichen der Loyalität und des Rückhalts.

„Für diese Unterstützung sowie den Zuspruch, den wir aus den Reihen der Aussteller und Partner in dieser herausfordernden Zeit erhalten, sind wir – die Solar Promotion GmbH und FWTM und Messe GmbH & Co. KG, – sehr dankbar.“ Das ergänzte Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion.

Gleich vier Messen finden auf der Innovationsplattform The smarter E Europe statt: die Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe. Sie bedienen dabei mit erneuerbaren, dezentralen und digitalen Lösungen die gesamte Wertschöpfungskette der neuen Energiewelt.

The smarter E Europe sei eine Plattform für die sektorübergreifende Nutzung von erneuerbaren Energien in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr. Sie finde 2021 mit einer Ausstellungsfläche von 132.000 Quadratmetern und einer erwarteten Ausstelleranzahl von rund 1.500 vom 9. bis 11. Juni 2021 auf der Messe München statt.

3.8.2020 | Quelle: The smarter E | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Stadtwerke Ingolstadt und Audi eröffnen Schnellladepark

3. August 2020 - 12:33

Die Stadtwerke Ingolstadt und Audi eröffnen einen Schnellladepark in der Donaustadt. Wie die VW-Tochter mitteilte, haben die Partner gemeinsam mit der Stadt Ingolstadt einen sogenannten High-Power-Ladepark in Betrieb genommen. Vier mit CO2-neutralem Ökostrom betriebene Ladesäulen stünden künftig zentrumsnah zur Verfügung. Die Säulen seien dank ihrer hohen Leistung von je 300 Kilowatt (kW) bereits heute zukunftssicher für kommende Fahrzeug-Generationen. Ein Audi e-tron 551 stehe dort knapp zehn Minuten, um Energie für etwa 110 Kilometer Reichweite zu laden.

Die Projektpartner verfolgen damit das Ziel, ein sichtbares Signal für die E-Mobilität zu setzen. Darüber hinaus liefere das Gemeinschaftsprojekt wichtige Erkenntnisse in Sachen Kundeakzeptanz und Wirtschaftlichkeit eines innerstädtischen Ladeparks. Bisher seien solche Schnellladestationen vor allem an den Autobahnen zu finden. Das neue Angebot wolle zudem Menschen für die Elektromobilität gewinnen, für die ein E-Auto bisher nicht in Frage kam, weil sie am Arbeitsplatz oder zu Hause keine Lademöglichkeiten haben.

Der Ladepark sei herstellerunabhängig und nutze die in Europa einheitliche Ladeschnittstelle CCS Combo 2, so dass alle Fahrzeuge mit diesem genormten Steckertyp dort Strom nachladen könnten. Die Säulen ließen sich mit gängigen Apps und Ladekarten freischalten. Dazu zählten beispielsweise der Audi Ladedienst e-tron Charging Service oder die App SWI e-motion der Stadtwerke Ingolstadt, die auch als Betreiber des Ladeparks fungieren werden.

3.8.2020 | Quelle: Audi AG | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Erstes Wasserstoff-Reallabor Westküste100 startet

3. August 2020 - 12:00

Mit dem Wasserstoff-Reallabor Westküste100 startet das erste Reallabor in Deutschland zum Thema Wasserstoff und Sektorenkopplung. Wie das Konsortium des Projektes mitteilte, habe es vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Zusage und Förderbescheid erhalten. Hinter dem Projekt stehe ein Investitionsvolumen von insgesamt 89 Millionen Euro. Das bewilligte Fördervolumen zum Projektstart am 1. August 2020 beläuft sich auf 30 Millionen Euro. Das BMWi hatte im Juli 2019 insgesamt 20 Gewinner des Ideenwettbewerbs Reallabore der Energiewende bekannt gegeben.

Damit rücke das Ziel des Reallabor-Projektes, schrittweise eine regionale Wasserstoffwirtschaft im industriellen Maßstab aufzubauen, einen entscheidenden Schritt näher. Insgesamt haben sich zehn Partner zu einem Konsortium zusammengeschlossen. Dazu zählen EDF Deutschland, Holcim Deutschland, OGE, Ørsted Deutschland, Raffinerie Heide, Stadtwerke Heide, Thüga und thyssenkrupp Industrial Solutions, gemeinsam mit der Entwicklungsagentur Region Heide und der Fachhochschule Westküste.

Sie planen, grünen Wasserstoff zu produzieren, diesen im Gasnetz zu transportieren, in industriellen Prozessen zu nutzen und unterschiedliche Stoffkreisläufe innerhalb einer bestehenden Infrastruktur zu verzahnen. So soll unter realen Bedingungen die Dekarbonisierung von Industrie, Mobilität und Wärmemarkt getestet werden.

„700-MW-Elektrolyse – dies ist unsere Vision und der nächste Meilenstein zur Umsetzung der in der Nationalen Wasserstoffstrategie festgelegten Ausbauziele bis 2030“, so Jürgen Wollschläger, Geschäftsführer der Raffinerie Heide und Koordinator des Projekts.

Erste Phase mit 30 MW-Elektrolyse

Mit der Förderzusage könne das auf fünf Jahre angelegte Projekt nun in die erste Phase starten. Ein neu gegründetes Joint Venture, „H2 Westküste GmbH“, bestehend aus EDF Deutschland, Ørsted und der Raffinerie Heide, werde dabei einen 30-Megawatt-Elektrolyseur errichten. Dieser werde aus Offshore-Windenergie grünen Wasserstoff produzieren. Zugleich liefere er dabei Erkenntnisse zu Betrieb, Wartung, Steuerung und Netzdienlichkeit der Anlage.

Das Besondere und Innovative am Projekt sei die Verzahnung unterschiedlicher Sektoren innerhalb einer bestehenden regionalen Infrastruktur. Dazu zähle auch die Einbindung grünen Wasserstoffs in den bestehenden Prozess der Raffinerie Heide, der den Einsatz grauen Wasserstoffs ersetzen soll. Außerdem werden Teile des erzeugten Wasserstoffs über eine neu zu errichtende Wasserstoffpipeline zu den Stadtwerken Heide transportiert. Dort soll er in das Erdgasnetz eingespeist werden. In einem weiteren Schritt werde zukünftig eine Wasserstofftankstelle beliefert.

Perspektive: 700 MW Elektrolyseur

Die Vision aller Partner sei ferner der Bau einer 700-MW-Elektrolyse-Anlage. Hier sollen perspektivisch die bei der Elektrolyse entstehende Abwärme und der Sauerstoff zum Einsatz kommen. Außerdem sei die Produktion klimafreundlicher Treibstoffe für Flugzeuge und die umfangreiche Einspeisung in Gasnetze vorgesehen.

„Unser Fernziel ist eine H2-Quote im Gasnetz von bis zu 100 Prozent bis 2050“, sagte dazu Michael Riechel, Vorsitzender des Vorstandes der Thüga Aktiengesellschaft. Mit dem Testlauf einer Wasserstoff-Beimischung von bis zu 20 Prozent in einem Netzabschnitt mit über 200 Haushaltskunden schüfen die Thüga und die Stadtwerke Heide zudem einen konkreten Präzedenzfall.

Treibstoff mit CO2 aus Zementfabrik

Für die perspektivische Treibstoffherstellung soll Wasserstoff aus der Elektrolyse und CO2 aus der regionalen Zementproduktion in Schleswig-Holstein zum Einsatz kommen. Es gehe dabei um die Umstellung des Zementwerkes Lägerdorf auf ein umweltfreundlicheres Verbrennungsverfahren (Oxyfuel).

In einem nächsten Projektschritt ist eine Skalierung der Elektrolyse-Anlage in der Größenordnung von 700 MW angedacht, dessen Strom ein Offshore-Windpark liefern soll. Die Projektarbeit innerhalb von Westküste100 werde hierfür die Grundlage und das benötigte Know-how schaffen.

3.8.2020 | Quelle: Westküste100 | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Nordex: Verkauf von Wind- und Solarprojekten an RWE

3. August 2020 - 11:08

Das Windkraftunternehmen Nordex plant den Verkauf von Wind- und Solarprojekten an den Essener Stromerzeuger RWE. Wie die Hamburger mitteilten, geht es um eine Pipeline von eigen entwickelten Projekten von insgesamt 2,7 Gigawatt (GW) in Frankreich, Spanien, Schweden und Polen. Die Nordex Group als potenzielle Verkäuferin und RWE haben einen entsprechenden Vertrag über eine Verkaufsoption unterzeichnet. Der Kaufpreis betrage rund 402,5 Mio. EUR. Der Verkauf stehe noch unter den üblichen Transaktionsvorbehalten.

Mit rund 1,8 GW liege der Fokus auf Windenergieprojekten verschiedener Reifestufen in Frankreich. Das Portfolio in Frankreich umfasse auch Photovoltaik-Projekte im Volumen von 0,1 GW.

„Die Qualität der zugrunde liegenden Projekte und unsere durchgängige Erfolgsbilanz in der Projektentwicklung haben dazu geführt, dass mehrere Marktteilnehmer ein starkes Interesse an unseren eigenentwickelten Projekten gezeigt haben und wir ein hervorragendes Ergebnis für Nordex erzielen können. Wir sind unserem Projektentwicklungsteam dankbar, dass es diesen Erfolg ermöglicht hat, und wir haben volles Vertrauen, dass das Team  seine Erfolgsgeschichte mit RWE fortsetzen wird“, kommentiert José Luis Blanco, CEO der Nordex Group.

Die erwarteten hohen Erlöse aus dieser Transaktion würden entsprechend die Bilanz des Unternehmens stärken. Nordex hatte im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr einen Gewinneinbruch erlitten. Wegen der Coronakrise sackten auch die Aufträge weg.

Nordex kündigte an, in anderen Märkten die Projektentwicklung weiter fortsetzen zu wollen. 

3.8.2020 | Quelle: Nordex | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Meyer Burger übernimmt Solarworld-Modulfabrik

31. Juli 2020 - 14:38

Meyer Burger übernimmt die ehemalige Solarworld-Modulfabrik in Freiberg. Das teilte der Insolvenzverwalter Christoph Niering mit. Die Gläubigerversammlung der Solarworld Industries habe dafür grünes Licht gegeben. Der Kaufpreis betrage 12 Millionen Euro und beinhalte neben der Modulfabrik auch das ehemalige Logistikzentrum am Standort Saxonia-Campus. Die dort vorhandenen vier Fertigungsstraßen sollen umgebaut und zukünftig in einen neuen Produktionsprozess integriert werden.

Mit dem Besachluss der Gläubigerversammlung seien zudem alle vertraglichen Genehmigungsvorbehalte erledigt. Die deutsche Tochtergesellschaft, die Meyer Burger (Germany) GmbH, habe auch sämtliche geistigen Eigentumsrechte wie Marken, Patente und Domains erworben.

Die Fabrik des insolventen Unternehmens, die seit 2018 keine Module mehr produziert, ist ein Baustein in den Plänen von Meyer Burger, in Deutschland eine Modul- und Zellenfertigung auf Basis der im eigenen Haus entwickelten Heterojunction-Technologie aufzubauen.

Die Zellfabrik soll dabei in Bitterfeld-Wolfen entstehen, in Freiberg die Modulfertigung stattfinden. Die Schweizer planen ferner den Produktionsstart für das erste Halbjahr 2021. Meyer Burger will zunächst mit einer Kapazität von 400 Megawatt (MW) an den Start gehen. Bis 2026 sollen die Kapazität dann auf 5 Gigawatt steigen. Die Firma aus dem Schweizerischen Thun hatte zu diesem Zweck kürzlich eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Damit hatte sie rund 165 Millionen Schweizer Franken eingenommen.

Kaufpreis über Erwartungen

Mit dem Einstieg in die Zell- und Modulfgertigung verabschiedet sich Meyer Burger zugleich aus dem Geschäft, Maschinen und Anlagen für Dritte zu entwickeln und zu verkaufen. Diese Aktivitäten hatten in den letzten Jahren zu ausschließlich roten Zahlen geführt.

„Wir haben mit Meyer Burger einen kompetenten Partner gefunden, der die hervorragende Infrastruktur am Standort Freiberg wieder mit Leben füllt“, sagt Insolvenzverwalter Niering. Auch für die Gläubiger sei dies eine sehr gute Lösung, da der Kaufpreis weit über den Erwartungen bei einer Zerschlagung der Produktionsstätte liege.

31.7.2020 | Quelle: Niering, Stock, Tömp Rechtsanwälte | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

VDI: Solarstrom unter 1 Cent denkbar

31. Juli 2020 - 13:39

Laut dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) sind Kosten für den Solarstrom von unter 1 Cent je kWh mittelfristig denkbar. Das schreibt er in seiner neuen Publikation „Fotovoltaik im Energiesystem – Der Joker der Energiewende?“. Das Kompendium beleuchte den Trend, wie die Photovoltaik eine der zentralen Schlüsseltechnologien bei der Defossilierung des Energiesystems werden könne.

„Photovoltaik kann maßgeblich die Reduzierung der Klimagasemissionen – idealerweise im Zusammenspiel mit der Windenergie – unterstützen“. Das sagt Professor Martin Kaltschmitt, Leiter des Instituts für Umwelttechnik und Energiewirtschaft der TU Hamburg und Vorsitzender des VDI-Fachausschuss für Regenerative Energien.

Weltweit wachse der Markt für Fotovoltaik rasant. Im vergangenen Jahrzehnt habe die photovoltaische Stromerzeugung rund um den Globus um den Faktor 30 bis 35 zugenommen. Gleichzeitig seien zudem die Photovoltaikmodul- und -systempreise um rund 80 Prozent gefallen . Ein vorhersehbares Ende sei noch nicht in Sicht. Demzufolge werde der Photovoltaikmarkt auch außerhalb der staatlichen Förderregime stark wachsen.

Die Stromgestehungskosten aus Photovoltaik-Großanlagen lägen in Deutschland derzeit unter vier Cent je kWh. In Ländern mit einem höheren solaren Strahlungsangebot bewegten sich diese bei der Hälfte und teilweise sogar noch darunter.

Post-EEG-Anlagen konkurrenzlos günstig

Die Langlebigkeit der Fotovoltaikanlagen führe dazu, dass die Stromgestehungskosten künftig weiter sänken, prognostiziert der VDI. Der Grund sei ein möglicher Weiterbetrieb nach Auslaufen der Abschreibungsdauer ohne große Leistungseinbußen. „Mit den dann nur noch anfallenden Betriebskosten sind Stromgestehungskosten von unter 1 Cent je kWh gut möglich“, sagt Kaltschmitt. „Für Deutschland bedeutet das, dass die Photovoltaikanlagen, die aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) fallen, aus Kostensicht konkurrenzlos Strom ins Netz einspeisen können.“

Auch wenn unter heutigen Bedingungen der Einsatz von Batterien als Energiespeicher nur begrenzt wirtschaftlich sei, könne sich das in den nächsten Jahren ändern: Sollten die Preise für Batterie- und für Photovoltaiksysteme weiter fallen, entstehe ein erhebliches Marktvolumen. Zu solch einer Kostenreduktion von Batterien werde nicht zuletzt auch die hohe Nachfrage nach Elektromobilität beitragen.

Darüber hinaus könne Solarstrom auch der Erzeugung von Wasserstoff dienen. Dieser speichere langfristig und annähernd verlustfrei Energie. Bisher seien die Kosten für nahezu alle Anwendungsfelder von strombasiertem Wasserstoff jedoch trotz verfügbarer Förderinstrumente noch sehr hoch. Die jüngst beschlossene nationale Wasserstoffstrategie wolle das erfreulicherweise ändern. Sie habe unter anderem zum Ziel, die Bereitstellungskosten für strombasierten Wasserstoff durch Technologieentwicklungen zu reduzieren.

31.7.2020 | Quelle: VDI | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Rheinland-Pfalz fördert Agrophotovoltaik mit Äpfeln

31. Juli 2020 - 12:24

Rheinland-Pfalz fördert die Agrophotovoltaik mit Äpfeln. Konkret geht es um die gemeinsame Nutzung von Flächen für die solare Stromerzeugung und den Apfelanbau in dem Bundesland. „Sonnenstrom und Äpfel vom selben Acker ernten“, nennt es die Landesumweltministerin Ulrike Höfken. Das Land will so einen Beitrag zur ressourceneffizienten Landnutzung leisten.

Zugleich streben die Beteiligten damit an, „Landnutzungskonflikten zwischen Photovoltaik Freiflächenanlagen und der Landwirtschaft mit neuen Erkenntnissen, Techniken und Ansätzen der Akteurs- und Bürgerbeteiligung entgegenzutreten“. Das Projekt erforsche konkret die Produktion von Äpfeln unter einer PV-Anlage. Es handele sich bei der Förderung ferner um die Errichtung und den Forschungsbetrieb auf einem Bio-Obsthof im Landkreis Ahrweiler. Der Modellversuch sei ferner auf vier Jahre ausgelegt.

Dabei sei ein wichtiger Aspekt der mögliche Schutz der Obstbäume durch die PV-Module, etwa vor den im Zuge des Klimawandels zunehmenden Extremwetter-Ereignissen. „Die PV-Module sind zugleich Schutzdächer gegen Hagel und zu starke Sonneneinstrahlung, so dass sich neben dem produzierten Sonnenstrom weitere Vorteile ergeben“, erwartet Höfken. Die Agrophotovoltaik sei zudem auch in anderen landwirtschaftlichen Bereichen denkbar, wie etwa in der Hühnerhaltung.

Erstzuwendungsempfänger sei das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE (Fraunhofer ISE). Weitere Förder- und Projektpartner seien das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, die BayWa r.e. GmbH und die Elektrizitätswerke Schönau GmbH. Das Umweltministerium Rheinland-Pfalz fördert das Projekt mit 740.000 Euro.

31.7.2020 | Quelle: Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Pfalzwerke bauen schwimmende Photovoltaik für Kieswerk

31. Juli 2020 - 11:08

Die Pfalzwerke aus Ludwigshafen bauen eine schwimmende Photovoltaik-Anlage für ein Kieswerk. Wie die Tochter Pfalzsolar mitteilte, falle der Startschuss für das Floating Projekt im August 2020 auf einem Kieswerk in Nobitz. Im ersten Schritt setze der Versorger einen Bauabschnitt mit einer Leistung von 740 Kilowatt um. Im kommenden Jahr erfolge dann die Umsetzung des zweiten Bauabschnitts. Die Kapazität steige damit auf 1,48 Megawatt. Den Sonnenstrom nutze der Auftraggeber HEIM, Eigentümer und Betreiber des Kieswerks, zur Eigenversorgung des laufenden Betriebs.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die schwimmende PV-Anlage mit einem zuverlässigen Partner wie Pfalzsolar umsetzen können. Bereits seit 8 Jahren realisieren wir gemeinsam mit Pfalzsolar PV-Projekte, deshalb war für uns klar, dass wir auch dieses spannende Projekt gemeinsam umsetzen möchten,“ so Philipp Heim, Geschäftsführer der Heim-Gruppe.

Die schwimmende Unterkonstruktion werde im Untergrund des Gewässers verankert. Wechselrichter und schwimmende Stromleitungen müssten dann mit dem Festland verbunden werden. Deshalb realisiere die Firma die Unterkonstruktion aus statischen Gründen direkt für beide Bauabschnitte.

„Der Einstieg ins Floating Geschäft hat den klaren Vorteil, dass wir bisher ungenutzte Flächen für PV-Projekte erschließen können. Außerdem erübrigt sich bei schwimmenden Solaranlagen in aller Regel die Verschattungsproblematik“ Das erklärt Johannes Wolffram, Projektentwickler bei Pfalzsolar.

Schwimmende Solaranlagen sind ein relativ neues Konzept. „Die Realisierung von schwimmenden Solarkraftwerken ist für unser Unternehmen dabei ein weiterer Meilenstein. Wir sehen hier ein großes Potenzial für die Zukunft und werden künftig die Umsetzung von Floating Projekten weiter ausbauen.“ Das sagt Lars Josten, Geschäftsführer bei Pfalzsolar.

31.7.2020 | Quelle: Pfalzsolar | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Photovoltaik-Leistung wächst im 1. Halbjahr um 20 Prozent

31. Juli 2020 - 10:02

Die Photovoltaik-Leistung in Deutschland wächst im 1. Halbjahr um 20 Prozent. Das erklärte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW). Auch die Erzeugung von Solarstrom war in den ersten sechs Monaten nach Auskunft des Umweltbundesamtes um zwölf Prozent geklettert. Zugleich habe sich in den letzten Wochen die Geschäftserwartung innerhalb der Solarbranche erheblich aufgehellt. Der vom BSW mit Unterstützung der Messe Intersolar erhobene Geschäftserwartungs-Index für die PV-Branche kletterte im zweiten Quartal 2020 gegenüber Jahresanfang um 60 Punkte auf 128 Zähler und habe sich damit nahezu verdoppel. Eine derart starke Verbesserung der Geschäftserwartung in so kurzer Zeit habe die Solarbranche seit Beginn der Messungen vor 15 Jahren nicht registriert.

„Der erfreuliche Sprung der Geschäftserwartung geht auf die Streichung des Solardeckels zurück“, sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Um die vom Bundestag im Juni mit einer Dreiviertelmehrheit beschlossene Abschaffung des 52-Gigawatt Förderdeckels zu erreichen, hatte der BSW zuvor den Gang vors Verfassungsgericht bemüht.

Gleichzeitig habe die Corona-Krise die Investitionsbereitschaft in die Solartechnik offensichtlich nicht gebremst. Nahezu ein Viertel der Gebäudeeigentümer planten aktuell die Errichtung einer Solarstromanlage, ergab jüngst eine Befragung des Informationsdienstes CO2-Online.

„Ausbautempo verdreifachen“

„Diese Zahlen sind ermutigend. Sie dürfen aber nicht zum Anlass genommen werden, die Hände in den Schoß zu legen. Jetzt müssen schnell weitere Marktbarrieren fallen“, so Körnig. An erster Stelle müsse dabei die Abschaffung der EEG-Umlage auf selbst und vor Ort verbrauchten Solarstrom stehen. Diese behindere zum Beispiel die Nutzung von Solarstrom für die Elektrifizierung von Fuhrparks oder den Betrieb von Wärmepumpen. Sie bremse zugleich den dringend notwendigen Ausbau von Speichern.

Das Ausbautempo der Photovoltaik müsse zudem kurzfristig verdreifacht werden, um die Klimaziele zu erreichen. Denn gemeinsam mit deutlich mehr Speichern und grünem Wasserstoff lasse sich der beschlossene Atom- und Kohleausstieg kompensieren. „Die niedrigen gesetzlichen Ausbaukorridore für die Solartechnik sind nicht mehr zeitgemäß. Sie müssen schnellstmöglich einem absehbar deutlich wachsenden Strombedarf, verschärften Klimazielen und dem Atom- und Kohleausstieg Rechnung tragen“, so Körnig.

31.7.2020 | Quelle: BSW | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Photovoltaik für die Verpackungsproduktion

30. Juli 2020 - 14:06

In Neckarbischofsheim nutzt ein Unternehmen die Photovoltaik für die Verpackungsproduktion. Konkret ist das die Formteile – Ben Neudel GmbH. Wie der Projektentwickler Wirsol mitteilte, betreibe das Unternehmen auf seinem Dach eine 600 Modulen bestückte Photovoltaikanlage von Wirsol Roof Solutions. Mit einer Spitzenleistung von 183 Kilowatt liege der Eigenverbrauchsanteil der Anlage bei rund 66 Prozent.

Das Unternehmen setze bereits seit 1956 auf eigene kreative Kompetenz und entwickele Verpackungen jeglicher Art. Beispiel sei das Produktionsmaterial airpop®, welches aus 98 Prozent Luft, nur zu zwei Prozent Polystyrol bestehe und wieder recycelbar sei.

„Die Zukunft liegt nicht nur in einem nachhaltigen Produktionsprozess und damit allen voran in nachhaltiger Energiebereitstellung und möglichst wenig Abfall, sondern auch in der ökonomisch und ökologisch gleichermaßen sinnvollen Produktionsweise“, so Ben Neudel, Geschäftsführer der Formteile – Ben Neudel GmbH.

Eine besondere Herausforderung des Projekts war die statische Vorplanung, die ein hohes Maß an Genauigkeit und Präzision erforderte. Weniger aufwendig war dagegen die Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Anlage.

Aufgrund einer Jahresstromproduktion von 183.000 Kilowattstunden im Jahr und eines sehr hohen Eigenverbrauchs ermöglicht die großzügig ausgelegte Solarfläche eine sehr schnelle Amortisation des Projektes.

„Gerade für mittelständische Unternehmen lohnt sich die regenerative Energieerzeugung in vielerlei Hinsicht. Die Projekte sind in der Regel schnell wieder amortisiert, sparen auf lange Sicht erhebliche Strombezugskosten ein und stärken das Image des Unternehmens, insbesondere in Hinsicht auf deren Nachhaltigkeit und damit ihren gesellschaftlichen Beitrag zur Energiewende“, so Johannes Groß, Vertriebsleiter der WIRSOL Roof Solutions GmbH.

30.7.2020 | Quelle: Wirsol | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

BNetzA eröffnet erste Innovationsausschreibung

30. Juli 2020 - 13:20
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BayWa realisiert Agrar-Photovoltaik in den Niederlanden

30. Juli 2020 - 12:47

Die BayWare realisiert ein Projekt der Agrar-Photovoltaik in den Niederlanden. Wie das Münchener Unternehmen mitteilte, geht es dabei um einen 2,7 MW Park, den BayWa mit der Tochter GroenLeven errichtet hat. Standsort sei der Obsthof Piet Albers in Babberich. Das Projekt sei eines der größten Agrar-PV-Vorhaben Europas. BayWa setzte darüber hinaus vier neue Pilotprojekte in den Niederlanden um. Dort wollen die Münchener untersuchen, wie der Einsatz von Solarmodulen mit dem Anbau verschiedener Beerensorten erfolgreich kombiniert werden könne.

„Nach dem Erfolg unseres Pilotprojekts letztes Jahr haben wir dessen Leistung nun auf 2,7 MWp erweitert.“ Das sagt Stephan Schindele, Produktmanager Agrar-PV bei BayWa. Die jüngste Erweiterung umfasse die Installation von 10.250 Solarmodulen auf 3,2 Hektar Himbeeranbaufläche.

„Das sorgfältige Monitoring während der gesamten Pilotlaufzeit hat gezeigt, dass das Klima unter den Modulen stabiler ist als unter den herkömmlichen Folienschutztunneln. Die Module erzeugten eine für die Pflanzen vorteilhafte, niedrigere Temperatur und schützten sie besser vor Witterungseinflüssen.“

Dennoch habe es eine Reihe von Herausforderungen gegeben. Dazu gehöre die gleichmäßige Verteilung von Sonnenlicht für den gleichzeitigen Anbau von Himbeeren und die Erzeugung von Solarstrom. BayWa habe dazu ein semitransparentes Solarmodul entwickelt, welches eine ausreichende Lichtdurchlässigkeit für die Pflanzen ermögliche. Zugleich schütze es diese vor Hagel, Starkregen und direkter Sonneneinstrahlung.

„Ein Plus für Landwirte“

„Agrar-PV kann den Landwirten einen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Mehrwert bieten“. Das sagt Benedikt Ortmann, Global Director of Solar Projects bei BayWa. Dazu zählen keine Flächennutzungskonflikte und eine bessere Landschaftsintegration. Außerdem produziere die Agrar-PV weniger Abfall, sofern bis dato Foliensysteme zum Einsatz kamen.

„Die Solarmodule sind eine nachhaltigere Form, die Pflanzen zu schützen“, sagt Obstbauer Piet Albers. Die klassischen Folienschutztunnel aus Plastik würden alle sechs Jahre entsorgt und regelmäßig überprüft und abgespannt. Hagel und extreme Hitze seien ebenfalls ein ständiges Risiko für die Folientunnel. „Mit den Solarmodulen sind wir davon nicht mehr betroffen und gleichzeitig erzeugen wir grüne Energie.“ 

Neben dem Agrar-PV-Projekt auf dem Obstbauernhof von Piet Albers arbeiten BayWa r.e. und GroenLeven mit der Universität Wageningen (WUR) zusammen, um die vier weiteren Pilotprojekte mit anderen Beerenkulturen wie roten Johannisbeeren, Blaubeeren, Brombeeren und Erdbeeren zu analysieren.

„Unsere neue Studie wird die Wirkung der Solarmodule auf diese Beerenfrüchte untersuchen. Mithilfe von Sensoren werden wir das Klima unter den Modulen überwachen. Darüber hinaus werden wir den Zustand der Pflanzen und das Wachstum der Früchte kontrollieren,“ erklärt Stephan Schindele.

Gemeinsam mit Äpfel- und Birnenerzeugern entwickelt das Unternehmen weitere Pilotprojekte. Diese sollen zeigen, dass die Agrar-PV Landwirte bei der Anpassung an den Klimawandel unterstütze und gleichzeitig zur Dekarbonisierung und zum Klimaschutz beitrage.  

Letztlich sollen die Agrar-PV-Projekte von BayWa r.e. durch Forschung und Monitoring nicht nur den Einsatz von Solarmodulen bei Nutzpflanzen fördern, sondern auch zeigen, dass die Qualität der Früchte verbessert und Produktionskosten gesenkt werden können.

30.7.2020 | Quelle: BayWa re | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Bad Nauheim setzt auf kalte Nahwärme

30. Juli 2020 - 11:58

Bad Nauheim setzt mit Geothermie auf kalte Nahwärme. Zu diesem Zweck realisiert der kommunale Versorger Deutschlands größten oberflächennahen Kollektor für Erdwärme. Dieser dient damit dem Aufbau einer innovativen Energieversorgung für das Quartier Bad Nauheim Süd.

Seit Mai 2020 laufe darüber hinaus das breit angelegte Forschungsprojekt „KNW-Opt“. Es erhalte vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ferner eine Förderung von vier Millionen Euro. Beteiligt seien neben den Stadtwerken Bad Nauheim außerdem die Technische Hochschule Nürnberg, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die Technische Universität Dresden sowie die Enisyst GmbH und die Consolinno GmbH.Das Projektvolumen aller sechs Partner beträgt rund sechs Millionen Euro. Allein die Stadtwerke Bad Nauheim investieren demnach rund 3,2 Millionen Euro.

„Das Quartier in Bad Nauheim Süd ist ein Leuchtturmprojekt für die innovative Wärme- und Kälteversorgung durch oberflächennaheste Geothermie. Meines Wissens ist es auch das größte seiner Art in Europa. Die systematische wissenschaftliche Begleitung ist wichtig, um dieser alternativen, klimaneutralen Energieerzeugung zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen“, sagt Projektleiter Professor Volker Stockinger.

Wärmepumpen versorgen Haushalte

In den kommenden vier Jahren untersuchen die Partner in dem neuen Quartier die geologischen und bodenkundlichen Effekte des Kollektors und des angeschlossenen Rohrleitungssystems. Darüber hinaus optimiere ein engmaschiges Netz an Messstellen das Gesamtsystem.

Nach Auskunft der Stadtwerke bilde die Energiezentrale den operativen Kern des Kalte-Nahwärme-Systems. In ihr befänden sich nicht nur Netzpumpen und Ausdehnungsgefäße, die das Wasser-Glykol-Gemisch in den Rohren in Bewegung halten. Dort laufe auch die komplette Steuerungstechnik der angeschlossenen Haushalte zusammen: Die Stadtwerke betreiben ferner die Wärmepumpen aller angeschlossenen Haushalte. Während der Forschungszeit laufen die Daten aus Bodenfühlern, Grundwasserwassermessstellen und den Temperaturfühlern der Sole zudem in der Energiezentrale zusammen. Diese würden über eine Cloud allen Partnern zur Verfügung stehen.

30.7.2020 | Quelle: Stadtwerke Bad Nauheim | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Stadtwerke: neue Kooperation für Photovoltaik und Wind

30. Juli 2020 - 11:49
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Baden-Württemberg: Kabinett beschließt Solarpflicht

30. Juli 2020 - 11:38
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Photovoltaik sinkt bei Ausschreibung auf 5,18 Cent

30. Juli 2020 - 10:58

Die Vergütung für die Photovoltaik sinkt bei der jüngsten Ausschreibung im Durchschnitt auf 5,18 Cent je Kilowattstunde (kWh). Das gab die Bundesnetzagentur (BNetzA) bekannt. In der letzten Ausschreibung hatte der Wert noch 5,27 Cent betragen. Jetzt nahmen 174 Gebote an der Solarausschreibung zum 1. Juli 2020 mit einem Umfang von 779 Megawatt (MW) teil. Die ausgeschriebene Menge von 193 MW war damit wie bereits in der Vergangenheit deutlich überzeichnet.

Einen Zuschlag erhalten 30 Gebote. Zudem seien 18 Gebote ausgeschlossen worden. Die Zuschlagswerte lagen ferner zwischen 4,69 und 5,36 Cent und somit leicht unter denen der Vorrunde.

Zuschlagswert bei Wind 6,14 Cent

Dagegen war die Ausschreibung für Windenergie an Land zum 1. Juli 2020 erneut deutlich unterzeichnet. 26 Gebote mit einem Volumen von 191 MW bewarben sich um eine ausgeschriebene Menge von 275 MW. Alle Gebote werden einen Zuschlag erhalten.

Regional betrachtet ging das größte Zuschlags-Volumen an Gebote für Standorte in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Brandenburg. Auch 3 Bürgerenergiegesellschaften erhielten einen Zuschlag. Die Vergütungen reichen von 5,50 bis 6,20 Cent je kWh. Im Durchschnitt beträgt der Zuschlagswert wie in der Vorrunde 6,14 Cent.

Wegen der Coronakrise gibt die BNetzA die Entscheidung zunächst nicht im Internet bekannt. So erhalten die erfolgreichen Bieter für Zeit zur Realisierung. Denn mit der geplanten Bekanntgabe der Zuschläge Mitte September werden dann wichtige Fristen zu laufen beginnen.

30.7.2020 | Quelle: BNetzA | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Photovoltaik: Stromerzeugung steigt um 12 Prozent

29. Juli 2020 - 17:00

Die Photovoltaik hat die Stromerzeugung im ersten Halbjahr 2020 um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Das geht aus einer Mitteilung des Bundesumweltamtes auf Basis von Zahlen der AGEE Stat hervor. Demnach erzeugten die Solarstromanlagen in Deutschland in den ersten sechs Monaten etwa 28 Milliarden kWh. Das waren damit 3 Mrd. kWh mehr. Ein kräftiger Zubau neuer PV-Anlagen im Vorjahr sowie anhaltend sonniges Wetter seien hierfür verantwortlich. Die installierte Leistung der Photovoltaikanlagen stieg im ersten Halbjahr 2020 außerdem in einer ähnlichen Größenordnung wie im Vorjahr um 2.245 Megawatt. Insgesamt lag die Summe der Leistung der installierten Photovoltaikanlagen nunmehr über 51.000 Megawatt.

Insgesamt kletterte die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien im Vergleich zum Vorjahr brutto um rund acht Prozent auf 138 Mrd. kWh. Weil gleichzeitig aufgrund der Corona-Krise der Stromverbrauch gesunken sei, sei der Anteil der erneuerbaren Energien am Brutto-Stromverbrauch deutlich angewachsen. Er habe erstmals bei etwa 50 Prozent gelegen. Das entspreche einem Anstieg um etwa sechs Prozentpunkte. Das Fraunhofer ISE hatte einen Nettostrombeitrag von 55,8 Prozent ermittelt.

Plus beim Wind

Im Vergleich zum Vorjahr stieg ferner die Stromerzeugung aus Wind um etwa zehn Prozent auf über 73 Milliarden Kilowattstunden. Die Stromerzeugung der Windparks auf See kletterte im ersten Halbjahr dabei auf rund 14 Milliarden Kilowattstunden (+ 18 Prozent). Grund war dabei vor allem die Inbetriebnahme neuer Offshore-Windparks in der zweiten Hälfte des Vorjahres (+ 870 Megawatt). In 2020 kam bisher erwartungsgemäß nur noch relativ wenig neue Leistung hinzu (+ 213 Megawatt). Damit seien die derzeitigen Offshore-Netzanschlusskapazitäten mit ca. 7,7 Gigawatt voll ausgeschöpft.

Die Windstromerzeugung an Land habe stark vom ungewöhnlich windreichen Februar profitiert. Obwohl die Stromerzeugung in den übrigen fünf Monaten nahe bei oder sogar leicht unter den Werten des Vorjahres lag, stieg die Stromerzeugung insgesamt um rund neun Prozent (auf 59 Milliarden Kilowattstunden). Der Zubau neuer Windkraftanlagen an Land blieb im 1. Halbjahr 2020 ungefähr auf dem niedrigen Niveau des 2. Halbjahrs 2019 – und damit deutlich unter dem angestrebten Ausbaupfad.

Auf Biomasse und biogenem Abfall entfiel im ersten Halbjahr 2020 ferner eine Strommenge von fast 26 Mrd. kWh. Die Wasserkraft erzeugte mit 11 Mrd. kWh in etwa so viel Strom wie im Vorjahr. Die Geothermie trägt mit etwa 0,1 Mrd. kWh weiterhin nur marginal zur Stromversorgung bei.

Etwas mehr Solarthermie

Der Einsatz erneuerbarer Energieträger im Wärmesektor sei stark von der Witterung abhängig gewesen. So führten die relativ warmen Temperaturen Anfang 2020 zu einem im Vergleich zum Vorjahr geringeren Heizwärmebedarf. Entsprechend war insbesondere auch die energetische Biomassenutzung für Wärmezwecke leicht rückläufig. Die Wärmebereitstellung aus Solarthermie stieg durch das sonnige Wetter aber leicht an, diejenige aus Umweltwärme infolge des weiteren Bestandszuwachses von elektrischen Wärmepumpen ebenfalls.

29.7.2020 | Quelle: Umweltbundesamt | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Rheinland-Pfalz stockt Photovoltaik-Speicherprogramm auf

29. Juli 2020 - 14:18

Rheinland-Pfalz stockt sein Photovoltaik-Speicherprogramm spürbar auf. Wie Landesenergieministerin Ulrike Höfken dazu mitteilte, steige das Fördervolumen um 840.000 Euro auf 2,5 Millionen Euro. „Ich freue mich sehr, dass bereits 2.574 Anträge bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz eingegangen sind. Die Nachfrage ist weiterhin ungebrochen hoch“, sagte sie.

Die Kombination der Förderung von Solar-Speichern unter der Voraussetzung der Installation einer neuen PV-Anlage sei ein Erfolgsmodell. Zugleich stoße es die Investition in Produktions- und Speicherkapazität an, und ebenso die konjunkturelle Entwicklung in Rheinland-Pfalz.

Zugleich vergrößere sich nun der Kreis der Zuwendungsempfänger. Jetzt könnten auch Unternehmen, Anstalten öffentlichen Rechts, Vereine und karitative Einrichtungen in den Genuss der Förderung kommen. „Sie erhalten einen Zuschuss in Höhe von 100 Euro pro kWh Speicherkapazität, der auf 10.000 Euro begrenzt ist.“ Außerdem sei nun möglich, die Maßnahmen vorzeitig starten zu lassen.

Rheinland-Pfalz fördert in dem Programm die Investition in einen fest installierten Batteriespeicher in Verbindung mit einer neuen, an das Verteilnetz angeschlossenen Photovoltaik-Anlage.

Die Förderung des Heimspeichers in Privathaushalten liegt bei 100 Euro pro Kilowattstunde (kWh) nutzbarer Speicherkapazität ab einer Speichergröße von 5 kWh. Dabei sei der Zuschuss auf maximal 1.000 Euro je Vorhaben begrenzt. Gemeindespeicher erhalten ab 10 kWh Speicherkapazität Förderung von 100 Euro pro kWh nutzbarer Speicherkapazität bei höchstens 10.000 Euro Förderung. Das gleiche gelte für Speicher in Unternehmen, Vereinen und karitativen Einrichtungen. Batteriespeicher für bereits existierende PV-Anlagen sind von der Förderung ausgenommen.

29.7.2020 | Quelle: Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Solarenergie für den Saunagang

29. Juli 2020 - 13:48

Solarenergie für den Saunagang können Besucher in den Schweizer Alpen erleben. Wie die Initiatoren des Tourismusbetriebs Heuberge AG mitteilten, steht die Sauna in der Region des Prättigau auf einer Höhe von 2.000 Metern. Bei dem Entwicklerteam handele es sich um Urs Riggenbach von der Finnischen Firma Lytefire und Henrik Vetsch und Sara Wiesendanger von Heuberge.

Hintergrund der Idee sei, dass der Klimawandel auch Tourismusbetrieben zusetze. Nachhaltige Lösungen seien deshalb gefragt, um die Energiewende auch hoch oben in den Bergen voranzutreiben und um neue Angebote zu schaffen. Deshalb haben die Heuberger im Januar 2020 eine Innovationskonferenz ins Leben gerufen. Die Gewinner-Idee einer Solarsauna sei dann in wenigen Monaten umgesetzt worden. Sie ermögliche nun emissionsfreien, nachhaltigen Wellness-Genuss.

Sauna folgt der Sonne

Die Wärme stamme von einem Lytefire-Sonnenkollektor, der mittels Spiegel das Licht bündele und auf die Saunasteine konzentriere. Die Solarsauna rotiere, um der Sonne zu folgen. Im Winter sei sie mobil unterwegs und könne Standorte hoch in den Bergen besuchen. Zur Sommerszeit befinde sie sich neben dem Gasthaus Heuberge, wo sie seit Anfangs Juli auch gebucht werden könne.

Zu der Sauna zählen Liegestühle im Freien. Eine Abkühlung sei im Heuberg-See direkt neben der Sauna möglich. Das Panorama und die naturbelassene Umgebung sei auch vom Inneren der Sauna zu bestaunen.

Solarenergie für Pizzaofen

Die Lytefire-Technologie trage aber auch zu weiterer Energiegewinnung vor Ort bei. Ursprünglich sei sie entwickelt worden, um in Afrika, Asien und Lateinamerika Backöfen, Trockner und Röstereien von KleinunternehmerInnen anzutreiben. So kann Solarenergie eine Alternativen zu Brennholzöfen darstellen. Auch auf der Solarterasse vor dem Gasthaus stehe nun ein solcher Solarofen fürs Backen von Kuchen und Pizzas. Der Sonnenkollektor lasse zudem das Rösten von Kaffee zu.

„Nachdem wir bereits die Sauna mit Solarenergie antreiben, ist es für uns logisch auch andere Angebote zu entwickeln, wie zum Beispiel Workshops in denen Familien selber Pizza mit Solarenerige backen können.“ Das sagt Heuberge-Geschäftsleiterin Sara Wiesendanger, die das Projekt als Beispiel für nachhaltigen Tourismus sieht. „Dabei lernt man an einem praktischen Beispiel und damit nachhaltig, wie Lösungen für eine umweltfreundliche Zukunft aussehen können. In unserem neuem Solarpark wird dies nun Realität“.

29.7.2020 | Quelle: Heuberge AG | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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