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Aktualisiert: vor 31 Minuten 33 Sekunden

Bundestag beschließt am Freitag zu Klimaschutz

13. November 2019 - 15:39

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Einführung eines Bundes-Klimaschutzgesetzes wurde im Ausschuss mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen gegen die Stimmen aller Oppositionsfraktionen angenommen. Mit dem Klimaschutzgesetz sollen die Klimaschutzziele erstmals gesetzlich festgeschrieben werden und die Sektorziele des Klimaschutzplans 2050 auf jährliche Emissionsbudgets für die Sektoren Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und Abfallwirtschaft aufgeteilt werden.

Außerdem machte der Ausschuss den Weg frei für einen nationalen Zertifikatehandel für Brennstoffemissionen. Auch hier setzten die Koalitionsfraktionen gegen die Stimmen aller Oppositionsparteien den Gesetzentwurf der Bundesregierung durch.

Mit dem Gesetz soll ab dem Jahr 2021 der Emissionshandel für die Bereiche Wärme und Verkehr eingeführt werden. Damit soll ein Preis auf CO2 verbunden sein, der zunächst zehn Euro pro Tonne betragen und bis 2025 stufenweise auf 35 Euro pro Tonne steigen soll. Ab 2026 sollen die Verschmutzungsrechte ersteigert werden.

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Anlagen für kommunalen Offshore-Windpark sind produziert

13. November 2019 - 15:13

Damit sind nun alle Bauteile für den Offshore-Windpark fertiggestellt und wurden nach Eemshaven verschifft, dem Basishafen für die Errichtung des Windparks.

„Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit Senvion und den Produktionsmitarbeitern in Bremerhaven diesen wichtigen Meilenstein trotz der schwierigen Situation erreicht haben,“ sagt Klaus Horstick, kaufmännischer Geschäftsführer der Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG. „Unser besonderer Dank gilt den Senvion-Mitarbeitern im Bremerhavener Werk, die mit großem Engagement bis zuletzt zum Gelingen unseres Projekts beigetragen haben,“ ergänzt Irina Lucke, technische Geschäftsführerin der Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG.

Im April 2019 hatte Senvion Insolvenz angemeldet. Um die Anlagenproduktion sicherzustellen, hatten sich TWB II und Senvion auf eine Fortführungsvereinbarung verständigt, die die Fertigstellung der 32 Gondeln sowie weitere Unterstützungsleistungen während der Installation und Inbetriebnahme der Anlagen umfasst. Aktuell sind dreizehn Windkraftanlagen errichtet und elf davon bereits in Betrieb.

20 Stadtwerke, regionale Energieversorger und kommunalnahe Unternehmen sind an dem Trianel Windpark Borkum II beteiligt. Neben der EWE AG mit einem Anteil von 37,5 Prozent ist ein Joint Venture des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich und der Fontavis AG mit 24,51 Prozent an TWB II beteiligt. Die Stadtwerke-Kooperation Trianel gemeinsam mit 17 Stadtwerken aus Deutschland halten einen Anteil von 37,99 Prozent. Die Gesamtinvestition für den Offshore-Windpark beträgt 800 Millionen Euro.

Begleitet werden die Bauphasen des Trianel Windpark Borkum II mit einem digitalen Bautagebuch im Internet unter www.trianel-borkumzwei.de sowie auf Twitter unter @TrianelBorkum2.

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Photovoltaik-Energiegenossenschaft ist „Ort voller Energie“

13. November 2019 - 15:02

„Es ist toll, wie die BEG bei der Energiewende Verantwortung für die jetzige und für kommende Generationen übernimmt“, sagte Umweltstaatssekretär Andre Baumann bei der Auszeichnung. Baumann überreichte im Ettlinger Schulzentrum eine Wandplakette mit der Inschrift: „Unser Land. Voller Energie“.

Die BürgerEnergiegenossenschaft Karlsruhe Ettlingen gibt es bereits seit 2012, sie besteht aus etwa 170 Mitgliedern und erreicht eine Bilanzsumme von 1,1 Millionen Euro. „Durch die enge Kooperation mit der Stadt Ettlingen, den Stadtwerken und Baugenossenschaften vor Ort können die Ziele der Genossenschaft zielstrebig vorranggebracht werden“, sagte Baumann und verwies auf die bereits 27 Photovoltaik-Anlagen der BEG mit einer Gesamtleistung von 950 Kilowatt-Peak. Mit der Installation einer weiteren Anlage auf dem Dach des Ettlinger Schulzentrums wird die 1-Megawatt-Grenze erstmals übertroffen werden. „Das ist ein faszinierendes Ergebnis und zeigt, dass die Energiewende in Baden-Württemberg gelebt und hoffentlich noch viele Nachahmer finden wird“, sagte Staatssekretär Baumann.

Weitere Informationen zur Auszeichnung und zur Kampagne finden Sie unter https://energiewende.baden-wuerttemberg.de/

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Energy Storage Europe kooperiert mit Handelsmesse

13. November 2019 - 14:52

So sollen Handelsunternehmen darüber informiert werden, wie sie mit dem Einsatz von Speichersystemen Energie sparen und damit Wettbewerbsvorteile erzielen können. Auf diese Weise will die ESE die im Vorjahr gestartete Anwender-Initiative ausbauen, welche auch die Zusammenarbeit mit den Weltleitmessen für Metallurgie und Gießereitechnik, GNTM, und der Weltleitmesse für Wein und Spirituosen, ProWein, umfasst. Die kommende Energy Storage Europe (www.eseexpo.de) findet vom 10. bis zum 12. März 2020 in Düsseldorf statt.

„Unsere Analysen haben gezeigt, dass viele gewerbliche Anwender aus Handel, Metallindustrie und Weinbau Speicher bisher noch nicht als integrierten Teil ihres Energiesystems sehen und damit Potentiale für Energieeffizienz und Klimaschutz ungenutzt lassen“, so Dr. Andreas Moerke, der seit Mitte 2019 die Energy Storage Europe leitet. Auf der ESE soll es für Vertreter aus dem Handel, der Metallindustrie und der Weinbranche spezielle Informationsangebote geben, die über die Funktionen von Speichern im Rahmen von Klimaschutz- und Dekarbonisierungs-Strategien informieren.

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Wärmewende kommt laut dena nicht voran

12. November 2019 - 16:18

Den deutschlandweiten Verbrauch beziffert die dena im Bezugsjahr 2017 auf insgesamt 870 Terawattstunden. Den Grund dafür, dass die Wärmewende nicht voran kommt, sieht die dena vor allem in fehlenden Anreizen für Sanierungsmaßnahmen und den Einsatz von innovativen Technologien.

Die Sanierungsrate stagniert weiter bei etwa einem Prozent pro Jahr, obwohl zum Erreichen der Klimaziele und für eine wenigstens schrittweise Wärmewende mindestens 1,5 Prozent notwendig wären.

„Es ist höchste Zeit, dass die Energiewende im Gebäudebereich wieder 
Fahrt aufnimmt“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der 
dena-Geschäftsführung: „Im vergangenen Jahrzehnt ist wenig passiert. 
Ohne zusätzliche Anstrengungen werden die Treibhausgasemissionen im 
Gebäudebereich nach unseren Schätzungen im Jahr 2030 um bis zu 28 
Millionen Tonnen über dem angestrebten Wert von 70 bis 72 Millionen 
Tonnen liegen. Immerhin: Das Klimapaket der Bundesregierung enthält 
viele gute Ansätze, um den Stillstand zu beenden. Wichtig ist, dass die Maßnahmen jetzt rasch umgesetzt werden.“

Energieeffizienzmaßnahmen hätten dagegen, anders als häufig 
angenommen, kaum Auswirkungen auf die Miet- und Immobilienpreise. 
Hohe energetische Standards und niedrige Energieverbräuche führten 
vielmehr langfristig zu einer Kostenentlastung.

2018 stiegen die Energiekosten privater Haushalte deutlich an, vor 
allem wegen höherer Preise für Heizöl. Hinzu kommt der zunehmende 
Absatz von Klimaanlagen, der sich bislang noch auf Nichtwohngebäude 
konzentriert. Die Zahl der verkauften Geräte ist von 120.000 im Jahr 
2009 auf 200.000 im Jahr 2018 angewachsen.

Der Report nennt verschiedene Maßnahmen und Technologien, mit denen 
die Klimaziellücke im Gebäudebereich geschlossen werden kann. Dazu 
gehören zum Beispiel innovative Geschäftsmodelle wie serielles 
Sanieren und Energiespar-Contracting, die schnelle Markteinführung 
von strombasierten, erneuerbaren Brennstoffen, digitale Lösungen und 
Künstliche Intelligenz für mehr Energieeffizienz sowie ökologische 
Stadterneuerung und neue Ansätze auf der Quartiersebene.

Der Gebäudereport 2019 enthält Zahlen, Daten und Analysen zu Gebäudebestand, Energieverbrauch, Energieeffizienz und Klimapolitik. Er steht kostenlos zu Download bereit.

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Militär setzt auf Erneuerbare

12. November 2019 - 15:21

Die Studie „Clean Energy for Defense Market and Technology Forecast to 2026″ vertritt dabei die These, dass militärische Entscheidungsträger vor allem die Rolle der erneuerbaren Energien zur Steigerung der nationalen Sicherheit sähen. Das sei für sie die größere Motivation im Vergleich zum Klimaschutz.

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Tesvolt Stromspeicher senkt Energiekosten in Fischzuchtanlage

12. November 2019 - 15:05

Auf der schwimmenden Arbeitsplattform reduzieren die Lithium-Akkus mit einer Gesamtspeicherkapazität von 158 Kilowattstunden (kW) die Betriebszeit der Dieselgeneratoren von 24 auf nur drei Stunden am Tag. Bei der Aufzucht einer Lachsgeneration, die etwa 18 Monate dauert, spart das Unternehmen so zwischen 150.000 und 200.000 Euro ein und reduziert den CO2-Ausstoß. Das Batteriesystem hat der deutsche Gewerbespeicher-Hersteller Tesvolt zusammen mit seinem norwegischen Partnerunternehmen Kverneland Energi individuell für die Anforderungen auf der Fischfarm entwickelt.

Kvarøy, ein Familienunternehmen in dritter Generation, hat sich eine nachhaltige Fischzucht auf die Fahnen geschrieben. Dabei ist der hohe Dieselverbrauch beim Betrieb der Fischfarm und der Fütterungsanlagen eine wesentliche Stellschraube. Auf der verankerten Beton-Plattform sind zwei große und ein kleiner Dieselgenerator in Betrieb. Mindestens einer muss ständig laufen, da es an Bord keinen Stromanschluss gibt. Gleichzeitig schwankt der Strombedarf im Laufe eines Tages stark: Zu Fütterungszeiten benötigen die Anlagen viel Energie, in anderen Zeiten brennt nur das Licht auf dem etwa 20 mal 20 Meter großen antrieblosen Schiff. Durch die langen Laufzeiten und die schlechte Verbrennung des Diesels in den Generatoren war jede Kilowattstunde Strom mit erheblichen Kosten verbunden. Zudem hielt ein Großteil des Diesels den Motor nur warm, während ein geringer Anteil für den Antrieb der Anlage verwendet wurde. Dazu kommt, dass der Brennstoff mit Booten zur Lachsfarm transportiert werden muss, was zusätzliche Energie benötigt und Kosten verursacht.

Fehlt also nur noch eine schwimmende Photovoltaik-Anlage. Zumindest im Polarsommer hätte sie in den relativ geschützen Gewässern vor der norwegischen Küste vermutlich günstige Einsatzbedingungen.

Für den außergewöhnlichen Einsatzort entwickelten Tesvolt und Kverneland Energi eine Speziallösung. Das Batteriesystem mit 120 kW Spitzenleistung kann per Internet von Land aus überwacht und gesteuert werden. Die Leistungselektronik von Siemens steuert alle Energieflüsse auf der Arbeitsplattform vollautomatisch und versorgt alle Verbraucher mit Strom. Ein Dieselgenerator erzeugt im Volllastbetrieb Strom für die Akkus. Mit dem Batteriestrom werden die elektrischen Verbraucher versorgt. Erst wenn der Ladezustand niedrig ist, wird der Generator zugeschaltet und die Akkus wieder aufgeladen. Durch das Batteriesystem kann der Gesamtdieselverbrauch auf der Fischfarm um bis zu 60 Prozent reduziert werden.

Zu der Kostenersparnis trägt auch bei, dass das Team von Kvarøy das Öl für die Dieselgeneratoren nicht mehr monatlich, sondern nur noch zwei Mal im Jahr wechseln muss. Ein Ölwechsel dauert einen Tag und kostet bis zu 1.000 Euro. Das heißt, das Unternehmen spart nun zehn Arbeitstage und 10.000 Euro pro Jahr beim Ölwechsel ein. „Der stark gesunkene Verbrauch von Diesel ist ein Beitrag zum Klimaschutz und zu möglichst sauberen Gewässern“, sagt Jonas A Kverneland.

Weitere Informationen:
Tesvolt: www.tesvolt.com/de
Kverneland Energi: www.kvernelandenergi.no
Kvarøya: www.kvaroyfiskeoppdrett.no/en.html

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»KaSiLi«: Neue Dünnschicht-Elektroden aus Silizium und Lithium

12. November 2019 - 14:47

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kompetenzclusters für Batteriematerialien »ExcellBattMat«1 steuert das Dresdner »ExcellBattMat-Zentrum« (Projekt KaSiLi: Strukturmechanische Kathodenadaption für Silizium- und Lithiumwerkstoffe) Schlüsselkomponenten für diese neue Batterie-Generation bei. Die Forscher von Fraunhofer, TU-Dresden und Leibniz arbeiten seit dem 1. November 2019 gemeinsam an innovativen Batterie-Elektroden, die aus hauchdünnen Silizium- oder Lithiumschichten bestehen, um hohe Energiedichten zu erreichen.

Elektrofahrzeuge sollen mit einer Batterieladung bis zu 700 Kilometer weit fahren, Smartphones deutlich seltener aufgeladen werden. Dafür soll »KaSiLi« stehen, das von Dresden aus unter der Federführung des Fraunhofer Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Verbund drei Jahre lang an neuen Elektroden-Technologien forschen soll. »Dadurch bahnt sich ein Quantensprung für die Batterietechnik an«, hofft Prof. Christoph Leyens, Institutsleiter des Fraunhofer IWS und Direktor des Instituts für Werkstoffwissenschaft der Technischen Universität Dresden.

Um dies zu erreichen, entwickeln die Dresdner neue Materialien, Designprinzipien und Verarbeitungstechnologien für die Elektroden in den kleinsten Energiespeicher-Einheiten eines Akkumulators, die heute meist als Batteriezellen bezeichnet werden. Wichtige Bauteile in solch einer Zelle sind Anode und Kathode. Zwischen diesen beiden Polen wandern die elektrischen Ladungsträger hin und her, wenn eine Batterie geladen wird oder wenn sie gerade Strom für den Elektromotor in einem E-Auto liefert. Heute besteht die Anode in einer Lithium-Ionen-Batterie meist aus einem wenige Mikrometer (Tausendstel Millimeter) dünnen Kupfer-Stromleiter, der mit einer etwa 100 Mikrometer dicken Grafitschicht bedeckt ist.

Diese Graphit-Schicht wollen die Dresdner Chemiker durch weit dünnere Schichten aus Silizium oder Lithium ersetzen. Diese sollen dann nur noch rund zehn bis 20 bis 30 Mikrometer messen. Im Labor funktioniert das auch schon recht gut und sorgt bereits für mehr Energiespeicher-Vermögen. »Heutige Lithium-Ionen-Akkus kommen auf eine Energiedichte von etwa 240 Wattstunden pro Kilogramm bzw. bis 670 Wattstunden pro Liter«, erklärt Stefan Kaskel. »Mit unseren Elektroden wollen wir auf deutlich über 1 000 Wattstunden pro Liter kommen«.
Auf dem Weg dahin müssen die Entwickler allerdings nicht nur die Chemie und die Beschichtungsprozesse für ihre Zellen weiter verbessern, sondern auch ein mechanisches Problem lösen: Unter dem Mikroskop hat sich gezeigt, dass die mit Silizium oder Lithium dünn beschichteten Elektroden immer wieder schrumpfen und sich ausdehnen, wenn die Batterien aufgeladen oder entladen werden – als ob die Zelle atmen würde. Dies ist allerdings ein Problem, da die mechanische Belastung die Elektroden durch diese »Atmung« rasch zerstören kann. Daher experimentieren die Kooperationspartner nun auch mit winzig kleinen Federn. Dafür arbeiten sie an speziellen Schichten für die Kathode: »Durch eine spezielle Anpassung ihrer mikroskopischen Eigenschaften soll diese abfedernde Eigenschaften erhalten und damit ebenfalls wesentlich zu einer höheren Energiedichte der neuen Batteriegeneration beitragen«, so Dr. Kristian Nikolowski vom Fraunhofer-Institut für Keramische Technologen und Systeme IKTS.

Bis zum Jahr 2022 wollen die KaSiLi-Partner funktionsfähige Demonstratoren fertig haben. Danach fließt das neue Batterie-Design in eine »Forschungsfertigung Batteriezelle« in Münster ein.

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Daimler bietet Ladesystem für E-Lkw-Flotten an

12. November 2019 - 14:34

Das modular aufgebaute Angebot für Lkw-Betreiber umfasst neben der individuellen Beratung auch digitale Anwendungen, die den Einstieg in die E-Mobilität erleichtern.

Gesa Reimelt, Leiterin E-Mobility Group Daimler Trucks & Buses: „Dank des engen Austauschs mit unseren Kunden haben wir früh verstanden, dass wir weit über das E-Fahrzeug hinausdenken müssen. Deshalb bieten wir zu unseren Fahrzeugen ein auf das Einsatzprofil und die Bedarfe der Kunden maßgeschneidertes Ökosystem an, inklusive Beratung und Ladeinfrastruktur-Lösungen.“

Zum Start in das Nutzfahrzeug-IAA-Jahr 2020 bietet Daimler Trucks mit der „eTruck Ready“-App eine kostenlose Anwendung, mit der Kunden prüfen können, welche Einsatzprofile und Routen für einen E-Lkw geeignet sind. Die Smartphone-App zeichnet die realen Fahrtstrecken eines konventionellen Fahrzeugs auf: Sie erfasst Geschwindigkeit, Beschleunigung und Höhenprofil entlang der Route. Wichtige Parameter wie der Beladungszustand und die Außentemperatur können Flottenmanager nachträglich in einem individuellen Webportal ergänzen. Aus diesen Daten ermittelt das Programm die jeweilige Reichweite und den voraussichtlichen Stromverbrauch eines geeigneten E-Lkw. So entsteht ein realistisches Nutzungsprofil für Kunden.

Durch den Einsatz intelligenter Software zur Steuerung der Ladeinfrastruktur sollen auch Investitions- und Betriebskosten weiter verringert werden. Ein entscheidender Kosten­faktor der Elektromobilität bei Lkw-Flotten sind zum einen Infrastrukturkosten. Diese können deutlich niedriger ausfallen, wenn die Ladeeinrichtung auf dem Betriebshof des Kunden für eine vergleichsweise geringe Stromauslastung ausgelegt wird. Dabei könnte auch die Eigenerzeugung beispielsweise einer Photovoltaikanlage unterstützend integriert werden. Die Fahrzeuge werden unter Berücksichtigung insbesondere ihrer geplanten Ankunft und Abfahrt genau dann geladen, wenn sie verfügbar sind.

Der schwere Lkw Mercedes-Benz eActros mit einer Reichweite von rund 200 km ist im Rahmen der eActros „Innovationsflotte“ im Testeinsatz bei Daimler-Kunden in Deutschland und der Schweiz. In den USA absolvieren derzeit der mittel­schwere Freightliner eM2 und der schwere Freightliner eCascadia ebenfalls Praxistests bei Kunden. Über 140 leichte Lkw vom Typ FUSO eCanter befinden sich laut Daimler derzeit im Kundeneinsatz in Städten wie New York City, Tokio, Berlin, London, Amsterdam, Paris und Lissabon.

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Regionaler Schüler-Klimagipfel in Herford

12. November 2019 - 14:09

Der Klimagipfel wird von der Agentur GetPeople, der EnergieAgentur.NRW und der Stadt Herford veranstaltet. Er soll die weitere Vernetzung der Schüler stärken, die sich für den Klimaschutz engagieren.
 
Der regionale Schüler-Klimagipfel liefert Denkanstöße und Fakten als Argumentationshilfe. Lothar Schneider, Geschäftsführer der Energieagentur NRW sagt: „Es ist das selbstverständliche Recht der heutigen Jugend, von den aktuellen Entscheidungsträgern erwarten zu dürfen, dass mit den Ressourcen, die von den Menschen auch künftig noch zum Leben benötigt werden, verantwortungsvoll umgegangen wird.“
 
In diesem Jahr ging dem Klimagipfel erstmals eine Veranstaltungskampagne an ausgewählten Schulen voraus, um durch Klima-Schulkonferenzen „Von Schülern – für Schüler“ mehr Schüler für eine aktive Beteiligung zu gewinnen, sei es als Schülermoderator, Vortragende oder als Teilnehmer der Schüler-Talkrunde. So wurden insgesamt weitere 450 Schüler in die Diskussion zum Klimaschutz eingebunden.
 
Ein Teil des Konzeptes ist die Einbindung der Lehrkräfte, die die Schülerkonferenzen didaktisch begleiten, sowie die Unterstützung durch Kompetenzpartner wie das Alfred-Wegner-Institut (AWI), das Klimahaus Bremerhaven, das Helmholtz-Verbund Regionale Klimaänderungen (REKLIM) und die Technische Hochschule OWL. An allen Veranstaltungen sind renommierte Wissenschaftler mit ihren aktuellen Beiträgen beteiligt.

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Effizienz-Weltrekord 12,6 % für organische Photovoltaik

11. November 2019 - 15:18

Das Rekord-OPV-Modul erzielt auf einer Fläche von 26 Quadratzentimetern einen Wirkungsgrad von 12,6 Prozent. Der neue Weltrekord übertrifft den bisherigen Höchstwert, der bei 9,7 Prozent lag, um 30 Prozent. Erreicht wurde er von Wissenschaftlern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), des Bayerischen Zentrums für Angewandte Energieforschung (ZAE) und des Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (HI ERN) in Zusammenarbeit mit der South China University of Technology (SCUT).

Dies ist der höchste, jemals für ein organisches Photovoltaikmodul gemeldete Wert. Er wurde durch eine zertifizierte kalibrierte Messung unter Standardprüfbedingungen im unabhängigen Zertifizierungslabor des Fraunhofer ISE (Freiburg) im September 2019 bestätigt. Das mehrzellige Modul entstand in der Solarfabrik der Zukunft am Energie Campus Nürnberg (EnCN) in einem Beschichtungslabor mit einer einzigartigen Megawatt-Pilotlinie für Dünnschicht-Photovoltaik. Diese wurde mit finanzieller Unterstützung des bayerischen Wirtschaftsministeriums realisiert.

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PV- und Windpark-Betreiber Summiq AG will an die Börse

11. November 2019 - 15:03

Mit der Platzierung von 7.500.000 – 10.000.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen beabsichtigt Summiq als eigenständige Gesellschaft einen Bruttoemissionserlös zwischen 75 Mio. EUR und 100 Mio. EUR zu generieren. Damit plant das Unternehmen hauptsächlich zum Erwerb von Erneuerbare-Energien-Projekten zu verwenden. Mit einem Portfolio aus Wind und Solarkraftwerken will Summiq sich als unabhängiger europäischer Ökostromerzeuger etablieren.

Ziel ist es, binnen rund fünf Jahren ein Gigawatt-Portfolio von Erneuerbaren-Energien-Anlagen aufzubauen und zu betreiben, das durch zusätzliche Investitionen in digitale Technologien und Speicherlösungen komplementiert wird. Durch die strategische Kooperation im Projektgeschäft mit der Green City AG erhält die Summiq einen Marktzugang zu einer Vielzahl von neuen Photovoltaik- und Onshore-Windkraftwerken.

Als unabhängiger Stromerzeuger will Summiq die gesamte Wertschöpfungskette von der Akquisition von Energieprojekten bis zur Vermarktung der erzeugten Energie abdecken.

Im Fokus der Summiq stehen der Erwerb und der Betrieb von Onshore-Wind- und -Solarparks mit einer jeweiligen Leistung von 5 bis 50 MW. Der geographische Fokus liegt insbesondere auf Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich. Weitere Informationen rund um den Börsengang finden sich unter www.summiq.com

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Photovoltaik-Maschinenbauer Singulus schließt Vorvertrag für CIGS-Anlagen

11. November 2019 - 14:40

Am 9. November fand auf der China International Import Expo (CIIE) in Shanghai eine Unterschriftszeremonie zwischen Tochterunternehmen des chinesischen Staatskonzerns CNBM Group, Peking, und der Singulus Technologies AG statt. Ziel war die Bestätigung beider Parteien über die Einigung der maßgeblichen Parameter zur Lieferung von Produktionsanlagen der ersten Ausbaustufe mit 150 MW für die nächste Fabrik für CIGS-Solarmodule in der Stadt Xuzhou. Die rechtlich bindenden Verträge sollen nun in Kürze zwischen den beteiligten Unternehmen geschlossen werden.

Das erwartete Projektvolumen liegt derzeit bei rd. 57 Mio. €. Nach Abschluss der Verträge rechnet Singulus kurzfristig mit den vereinbarten Anzahlungen und dem Projektstart.

Nachdem in der ersten Fabrik für CIGS-Solarmodule in der Stadt Bengbu, China, die Produktion angelaufen ist, will CNBM seine Ausbaupläne weiterverfolgen und in Xuzhou nach den Städten Bengbu und Meishan den dritten Standort in China für eine 300 MW Produktion eröffnen. Singulus ist hierbei der wichtigste Technologielieferant. Stefan Rinck, Vorstandsvorsitzender von Singulus, sagt: „CNBM zeigt sich als absoluter Marktführer in China im Bereich der Modulproduktion für CIGS-Technologie. Der Erfolg beruht dabei auf der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen CNBM und den beteiligten Firmen sowie den innovativen Maschinen und Anlagen die Singulus Technologies geliefert und in Betrieb genommen hat.“

CNBM plant laut Singulus, an allen Standorten in weiteren Ausbauschritten die Kapazitäten noch deutlich zu erhöhen.

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Österreich sucht innovative Photovoltaik in der Gebäudehülle (BIPV)

11. November 2019 - 14:21

Projekte können bis zum 10. Februar 2020 online unter www.pvaustria.at/bipv-award eingereicht werden. Beim ersten Awards 2018 wurden über 50 Projekte eingereicht. Darum will die TPPV diese Idee fortsetzen. „Mit der Auslobung des 2. Österreichischen Innovationsawards für Bauwerkintegrierte Photovoltaik möchten wir einen Impuls setzen, um Photovoltaik am Gebäude zu einem Standard zu entwickeln. Ziel ist es, zukünftig bei jedem Neubau und jeder Renovierung die auf das Gebäude einfallende Energie zu nutzen“, erklärt Hubert Fechner, Obmann der TPPV zum Start des Awards.

Theresia Vogel, Geschäftsführerin des österreichischen Klima- und Energiefonds ergänzt: „Beim Innovationsaward für Bauwerkintegrierte Photovoltaik treffen Nachhaltigkeit, Innovation und Architektur perfekt aufeinander. Der Klima- und Energiefonds unterstützt den Award, um besonders interessante Lösungen mit Leuchtturmcharakter vor den Vorhang zu holen, die beweisen, dass auch architektonisch anspruchsvolle Bauwerke mit gebäudeintegrierter Photovoltaik möglich sind. Und um schlussendlich auch das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Energiewende weiter zu stärken.

Weitere Informationen zu dem Architekturpreis unter: http://tppv.at/

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Zalando liefert mit Elektrofahrzeugen

8. November 2019 - 14:03

Der Online-Modehändler Zalando liefert im Rahmen eines Pilotprojekts Bestellungen in Hamburg jetzt auch mit E-Fahrzeugen aus. Um zu gewährleisten, dass alle 23 mit Ökostrom betriebenen Fahrzeuge trotz des begrenzten Netzanschlusses zuverlässig geladen werden können, hat das Münchner Technologieunternehmen The Mobility House zehn Ladestationen in Kombination mit dem intelligenten Lade- und Energiemanagementsystem ChargePilot in einem lokalen Sortierstandort installiert.

Das System steuert die Stromzufuhr in Abhängigkeit von den Einsatzplänen der Fahrzeuge und berücksichtigt dabei auch die verfügbare Netzanschlussleistung: Da nicht alle Fahrzeuge gleichzeitig starten, werden sie zeitlich versetzt und mit reduzierter Leistung geladen – automatisiert und über Nacht. Damit stehen dem Online-Anbieter jederzeit Fahrzeuge mit ausreichender Reichweite zur Verfügung, und es kommt nicht zu teuren Lastspitzen. Je nach Flottengröße lassen sich bis zu 30 bis 70 Prozent der Ladekosten reduzieren. Das ChargePilot Web-Portal bietet dem Flottenverantwortlichen zudem einen detaillierten Überblick über die Ladezustände und -vorgänge der einzelnen Fahrzeuge.

„Wir freuen uns sehr über dieses Pilotprojekt“, sagt Daniel Heydenreich, Geschäftsführer von The Mobility House. „Die Logistikbranche ist geradezu prädestiniert für den Einsatz von E-Autos und intelligenten Ladesystemen. Da die Routen und Standzeiten der Fahrzeuge planbar sind, lassen sich auch die Ladevorgänge gezielt steuern. Unsere intelligente Ladeinfrastruktur sorgt dafür, dass Zalando das Maximum aus der bestehenden Leitung für das Laden seiner Elektrofahrzeuge herausholen kann.“

ChargePilot von The Mobility House erfüllt die Technische Anschlussrichtlinie (TAR) und ist mit verschiedenen Ladestationen und allen E-Fahrzeugmodellen kompatibel. Die modulare Ladeinfrastruktur lässt sich flexibel um neue Ladestationen und Module erweitern und sowohl mobil als auch stationär – etwa in einer Tiefgarage – installieren.

8.11.2019 | Quelle: The Mobility House | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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Photovoltaik-Ertragsrechner auf dem Solarserver

8. November 2019 - 13:56

Das beliebte Servicetool „Photovoltaik-Ertragsrechner“ des Solarservers ermöglicht es, mit nur wenigen Eingaben eine Ertragsprognose für Standorte in ganz Europa vorzunehmen. Dabei gibt man den Standort über einen Klick auf die Landkarte an. Das geht ganz genau für bestimmte Straßen oder sogar definierte Gebäude. Hinzu kommen die Eingaben für den Neigungswinkel und die Abweichung von der Südausrichtung des Daches bzw. der geplanten Photovoltaik-Anlage. Dann fehlt nur noch der Eintrag für die geplante Leistung der Photovoltaik-Anlage und los geht es.

Der Photovoltaik-Ertragsrechner bestimmt nun auf der Basis von Wetterdaten den Solarstromertrag für jeden einzelnen Monat. Für eine maximale Genauigkeit werden die Daten von zahlreichen Wettermodellen mit Echtzeitdaten aus Satellitenbildern kombiniert. Das Berechnungstool kommt von dem Schweizer Spezialisten für Wetterinformationen meteoblue.

Mit Hilfe der Solarstrom-Ertragsprognose vom Photovoltaik-Ertragsrechner kann man abschätzen, welchen Beitrag eine PV-Anlage zur Stromversorgung leisten kann. Egal ob man eine Netzeinspeisung oder eine Photovoltaik-Anlage für den Solarstrom-Eigenverbrauch plant.

8.11.2019 | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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Windkraft in der Krise

8. November 2019 - 12:52

Seit dem Jahr 2016 ist die Zahl der erteilten Genehmigungen für Windkraftanlagen an Land regelrecht zusammengebrochen. Wurden vor drei Jahren im Zeitraum Januar bis September noch 1.228 Genehmigungen erteilt, waren es in den ersten drei Quartalen dieses Jahres nur noch 351. Die zusätzlich genehmigte Leistung sank damit von 3,6 Gigawatt auf 1,3 Gigawatt.

Damit ist die Zahl der Genehmigungen bereits das dritte Jahr in Folge nach Einschätzung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) auf einem besorgniserregend niedrigen Niveau. Im gesamten Jahr 2018 wurden nur 432 Genehmigungen für Windkraftanlagen an Land erteilt – dies entsprach 1,5 Gigawatt. Nach Berechnungen des BDEW müssten jedoch jährlich zwischen 2,9 und 4,3 Gigawatt Windkraft an Land zugebaut werden, um die Klimaziele zu erreichen. Das Problem macht sich auch in den Ausschreibungen für Windkraftanlagen an Land bemerkbar. Nur noch für rund 30 Prozent der ausgeschriebenen Zubaumengen gab es im Oktober 2019 überhaupt Gebote.

Der BDEW hat deshalb eine gemeinsame Initiative mit führenden Verbänden des Klima-, Natur- und Artenschutzes sowie der Windbranche und weiteren Wirtschaftsverbänden gestartet und bereits im September einen 10-Punkte-Plan zur Windenergie vorgestellt, um bei der Beseitigung der wichtigsten Hemmnisse für die Windenergie voranzukommen und die Krise der Windkraft zu beenden. Ziele sind insbesondere die Gewährleistung der Flächenverfügbarkeit, die Handhabbarkeit naturschutzrechtlicher Vorgaben sowie die Stärkung der Kommunen und Behörden vor Ort.

Daneben sollte die Bundesregierung die Vorschläge zur Steigerung der Akzeptanz zügig umsetzen. Völlig kontraproduktiv im Sinne der Krise der Windkraft ist der Plan der Bundesregierung, künftig einen Mindestabstand von 1.000 Metern zwischen Windenergieanlagen und der nächsten Wohnbebauung pauschal festzuschreiben. Das wird die Situation noch einmal erheblich verschärfen. Die für die Windenergieerzeugung zur Verfügung stehende Fläche wird so drastisch eingeschränkt. Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung: „Das Ziel von 65-Prozent Erneuerbaren Energien bis 2030 ist nur zu erreichen, wenn der Ausbau der Windenergie an Land wieder deutlich an Tempo gewinnt.“

8.11.2019 | Quelle: BDEW | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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Klimapaket: Kritik an Wärmewende im Gebäudesektor

8. November 2019 - 12:43

Der Gebäudesektor ist einer der größten Endenergieverbraucher und Emittenten von Kohlenstoffdioxid in Deutschland. Ein Preis für CO2-Emissionen ist das wirksamste Instrument, um den hohen Schadstoffausstoß in diesem Sektor zu senken. Im Gegenzug könnten Subventionen und ordnungspolitische Vorgaben größtenteils wegfallen. Das derzeitige Klimapaket der Bundesregierung trägt in seiner Verteilungswirkung zur gesellschaftlichen Ungleichheit bei. Dem könnte mit einer Pro-Kopf-Entlastung bei Steuern oder Sozialabgaben begegnet werden, von der vor allem ärmere Haushalte profitieren würden. Zu diesen Ergebnissen kommen Wissenschaftler des ZEW Mannheim und des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) Dresden in einem aktuellen ZEW policy brief zur Wärmewende im Gebäudesektor im Klimapaket der Bundesregierung.

Aus Sicht der Umwelt- und Ressourcenökonom ist die Einführung eines nationalen Emissionshandelssystems auf dem Heizmittelmarkt in Deutschland die eigentliche Neuerung des Klimaschutzprogramms für den Gebäudesektor. Einen Preis für klimaschädliche Emissionen zahlen zu müssen, führt dazu, dass Verbraucher die gesellschaftlichen Kosten ihres Heizverhaltens am eigenen Geldbeutel spüren. Es lohnt sich für sie somit, Einsparmaßnahmen zu ergreifen. Das kann bedeuten, dass die Menschen ihre Wohnungen sparsamer beheizen oder ihre Heizung umrüsten. Wenn die Nachfrage nach klimafreundlichen Technologien steigt, entstehen auch Anreize für Unternehmen, eben in diese Technologien zu investieren.

Vorschriften und Subventionen machen den Klimaschutz teuer

Ein weiterer Vorteil des Emissionshandels besteht darin, dass die Politik vorgeben kann, wie viel CO2 insgesamt in einem bestimmten Zeitraum ausgestoßen werden darf. Die Preise bilden sich dann auf dem Markt über den Handel mit den für Emissionen erforderlichen CO2-Zertifikaten. Allerdings soll eine solche Mengensteuerung nach den Plänen der Bundesregierung frühestens im Jahr 2026 zum Tragen kommen. Zuvor soll ein Festpreis gelten, der schrittweise angehoben wird. Damit entspricht die Wirkung des Emissionshandels für Heizmittel zunächst eher der einer Steuer.

Anstelle einer echten Preisbildung am Markt verfolgt die Bundesregierung mit dem Klimapaket weiterhin hauptsächlich eine Mischung aus Ordnungsrecht und Subventionierung. Nach Ansicht der ZEW- und IÖR-Wissenschaftler macht dies den Klimaschutz unnötig teuer. Fördermittel für umweltfreundliche Technologien sind oft verschwendet, weil viele Eigentümer auch ohne Zuschuss zum Beispiel in ein neues Heizsystem investieren würden. Solche Mitnahmeeffekte belasten den Bundeshaushalt, ohne zu mehr Klimaschutz zu führen.

Auch höhere Standards für die Energieeffizienz von Gebäuden verringern den CO2-Ausstoß nicht immer im gewünschten Umfang: Der sogenannte Rebound-Effekt beschreibt das Phänomen, dass Haushalte energieeffizientere Wohnungen stärker beheizen. Weil Wärme durch Dämmung und moderne Heiztechnik günstiger wird, steigt der Verbrauch. Ein CO2-Preis hat die entgegengesetzte Wirkung: Höhere Heizkosten machen eine energetische Sanierung für die Eigentümer lukrativ.

Das Klimapaket verstärkt die soziale Ungleichheit

Die von der Bundesregierung geplante Verringerung der EEG-Umlage entlastet Haushalte je nach ihrem Stromverbrauch. Da Haushalte, die mehr verbrauchen, auch mehr entlastet werden, fehlt dabei allerdings der Anreiz zum Energiesparen. „Aus ökonomischer Sicht wäre eine Pro-Kopf-Entlastung über die Steuer sinnvoller, wie es sie zum Beispiel in Dänemark gibt. Auch eine Entlastung über Sozialbeträge nach dem Schweizer Modell ist denkbar“, empfiehlt ZEW-Ökonomin Kathrine von Graevenitz. Die vorgesehene Förderung für Investitionen in Immobilien sieht sie kritisch: „Immobilienbesitz ist in Deutschland sehr ungleich über die Einkommensklassen verteilt. Von der Förderung für Eigentümer profitieren hauptsächlich wohlhabende Haushalte. Die überwiegende Mehrheit der einkommensschwächeren Haushalte wohnt zur Miete und bleibt hier außen vor.“

Das Klimapaket bewirkt bezüglich der Wärmewende im Gebäudesektor also eine gesellschaftliche Umverteilung von unten nach oben. Da ärmere Haushalte einen höheren Anteil ihres Einkommens fürs Heizen ausgeben, sind sie in zweifacher Hinsicht benachteiligt: Einerseits steigen ihre Energiekosten überproportional an, andererseits können sie als Mieter keine Fördermittel beantragen. Zwar erwägt die Bundesregierung eine Aufteilung der CO2-Kosten zwischen Mietern und Vermietern. Allerdings bedeutet das nicht unbedingt eine Entlastung der Mieterhaushalte, da Immobilienbesitzer Möglichkeiten haben, die Kosten an anderer Stelle wieder aufzuschlagen. Zudem könnte die Anreizwirkung der CO2-Bepreisung unter einer solchen Maßnahme leiden: Wenn sowohl Mieter als auch Vermieter jeweils nur die Hälfte der Kosten tragen, könnte die gewünschte Lenkungswirkung in Richtung Energieeinsparung ausbleiben.

Die Stellungnahme des ZEW zur Wärmewende im Gebäudesektor ist unter diesem Link abrufbar.

8.11.2019 | Quelle: ZEW | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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Photovoltaik-Anlage, Batterie und Elektroauto als Mietpaket

8. November 2019 - 11:56

Mit sonnenNow erweitert sonnen sein Angebot als Energieanbieter und steigt mit sonnenDrive in die Elektromobilität ein. Damit erhalten Haushalte ein Paket für ihre komplette Energiewende zu günstigen monatlichen Kosten. Mit sonnenNow erhalten Haushalte eine einfache Möglichkeit, um sich ohne die bisherigen Investitionskosten mit sauberer und selbst erzeugter Energie zu versorgen. Zusätzlich können sie ein Elektroauto bei sonnen abonnieren und damit ohne langfristige Verpflichtungen auf saubere Mobilität umsteigen.

Bei sonnenNow mieten die Kunden eine Photovoltaik-Anlage und eine sonnenBatterie für einen monatlichen Betrag, statt sie zu kaufen. Der monatliche Betrag liegt laut Anbieter inklusive der übrigen Stromkosten auf dem gleichen Niveau wie die bisherige Stromrechnung. Es entstehen den den Haushalten also keine höheren Kosten. Das ist laut sonnen möglich, weil die Stromspeicher für ein virtuelles Kraftwerk genutzt werden und somit Einnahmen an den Energiemärkten für die Kunden erzielt werden.

Ein Haushalt kann sich so zu einem großen Teil mit eigener, sauberer Energie versorgen. Energie, die nicht selbst erzeugt werden kann, kommt aus der sonnenCommunity und ermöglicht damit 100 Prozent sauberen Strom und Unabhängigkeit von konventionellen Energieversorgern. Der dafür notwendige Stromvertrag sonnenFlat ist ebenfalls in dem Paket enthalten.

Elektroauto mieten

Im zweiten Schritt können Kunden mit sonnenDrive ein fabrikneues Elektroauto bei sonnen abonnieren. Das Besondere daran: Die kurzen Laufzeiten ab nur 6 Monaten sind ein idealer Zeitraum, um ohne langfristige Verpflichtungen auszuprobieren, wie die Elektromobilität in den Alltag passt. Im Gegensatz zu klassischen Leasing-Verträgen, sind Kosten für Versicherung, Wartung oder auch Reifen bereits transparent im Abo enthalten. Eine Anzahlung oder Abschlusszahlung fällt nicht an. Das herstellerübergreifende Angebot bietet außerdem für jeden Kunden ein passendes Fahrzeug.

Die monatlichen Kosten für das Elektroauto bewegen sich auf dem gleichen Niveau wie bei konventionellen Autos. So können Kunden bereits mit einer Abo-Rate von 250 Euro pro Monat ein Elektroauto nutzen. Und auch unterwegs haben die Nutzer mit der Ladekarte von sonnen Zugriff auf ein Netzwerk von über 125.000 Ladestationen in Europa.

„Mit unserem neuen Angebot setzen wir unsere Ausrichtung als Energieversorger der Zukunft konsequent fort. Deshalb möchten wir unseren Kunden alle Technologien und Services an die Hand geben, mit denen sie ihre selbst erzeugte Energie maximal nutzen und davon profitieren können“, sagt Christoph Ostermann, CEO und Gründer von sonnen und ergänzt: „Die Energiewende muss einfach und bezahlbar sein. Deshalb beseitigen wir bisherige Einstiegsbarrieren genau dort, wo die Energiewende stattfindet, nämlich bei den Menschen zu Hause“.

Neben dem Wegfall der Investitionskosten für PV-Anlage und Speicher gehören zu sonnenNow auch der Service sowie mögliche Reparaturen der Technik. Lediglich für die Energiedienstleistungen fällt eine einmalige Gebühr an. Wer sich zu einem späteren Zeitpunkt dazu entscheidet die Anlage selbst zu kaufen, kann das jederzeit zum aktuellen Zeitwert machen. Die Obergrenze der Größe der Photovoltaikanlage bei sonnenNow beträgt 29,99 kWp.

Beide Angebote können unabhängig voneinander oder als Komplettpaket wahrgenommen werden. Somit können alle Kunden mit einer sonnenBatterie oder einem Stromvertrag von sonnen das Elektroauto-Abo nutzen. Interessenten können ab sofort sonnenDrive reservieren, ab Anfang 2020 werden die ersten Autos ausgeliefert.

8.11.2019 | Quelle: sonnen | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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Energetische Gebäudesanierung: Kritik am Gesetzentwurf

8. November 2019 - 11:50

„Die Bundesregierung erwartet durch die Einführung der steuerlichen Förderung von Maßnahmen der energetischen Gebäudemodernisierung große CO2-Einsparungen im Wärmebereich. Daher ist es besonders wichtig, dass diese zielführend und wirksam auf den Ausbau der erneuerbaren Energien ausgerichtet wird“, sagt BEE-Präsidentin Simone Peter anlässlich der Befassung des Bundesrates mit steuerlichen Aspekten zum Klimaschutz. „Zwar bestehen noch Optimierungsmöglichkeiten in der geplanten Ausgestaltung, doch der grundsätzliche Ausschluss von ausschließlich fossil befeuerten Heizsystemen ist ein Schritt in die richtige Richtung.“

Die Bundesregierung hat mit dem Diskussionsentwurf zur Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetischen Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden (§ 35 Einkommenssteuergesetz) die steuerliche Förderung weiter konkretisiert. „Der Gesetzgeber macht mit dem Diskussionsentwurf deutlich, dass ausschließlich fossil befeuerte Heizsystemen der Vergangenheit angehören“, so Peter. Dies sei eine gute Nachricht für den Ausbau der erneuerbaren Energien im Gebäudesektor und ein erster Schritt zur Umsetzung der Klimaziele im Gebäudesektor.

„Aus Sicht des BEE sei es nun absolut notwendig, möglichst hohe und vor allem verbindliche Anforderungen an die vorgesehene „renewable ready“-Vorgabe zu stellen, die bei der Förderung der fossilen Gasbrennwerttechnologie gilt. „Ohne die tatsächliche Umstellung der Heizsysteme auf erneuerbare Energie wird ein klimaneutraler Gebäudesektor nicht realisiert werden können. Die erneuerbaren Optionen im Wärmebereich stehen längst bereit, um für jeden Anwendungsfall eine passende Lösung zu bieten“, so Peter. In seiner Stellungnahme zum erwähnten Diskussionsentwurf weist der BEE daraufhin, dass der steuerliche Fördersatz von 20 Prozent möglicherweise nicht ausreicht, um spürbare Investitionsimpulse für erneuerbare Energien zu setzen.“

8.11.2019 | Quelle: BEE | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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