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Aktualisiert: vor 14 Minuten 44 Sekunden

Wasserkraft-Lobby fordert Stellenwert in Regionalplanung

20. Februar 2020 - 13:24

Die Regionalplanung berücksichtige die Wasserkraft zu wenig, monieren die Verbände. „Am Beispiel des Entwurfs des Regionalplans Donau-Iller zeigt sich einmal mehr, dass die Ziele der Energiewende und einer klimaneutralen Energieerzeugung leider eine untergeordnete Priorität haben“, sagt Fritz Schweiger, 1. Vorsitzender der Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern. „Angesichts der Handlungszwänge durch den Klimawandel und der vorhandenen naturverträglichen technischen Lösungen ist das weder zeitgemäß noch zielführend.“

Das aktuelle Ziel der Staatsregierung, die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft pro Jahr um eine Milliarde Kilowattstunden in Bayern zu erhöhen, müsse sich auch in der Erstellung der Regionalpläne widerspiegeln, so die Verbände. „Das entspricht der Versorgung von circa 250.000 Vier-Personen-Haushalten – ein Ziel, das wir bei den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht erreichen werden“, ergänzt Hans-Peter Lang, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes Bayerischer Wasserkraftwerke eG.

Wasserkraft ist Bestandteil der Energiewende

In ihrer Stellungnahme zum Entwurf der Regionalplanung Donau-Iller kritisieren die VWB und der LVBW, dass es für andere Erneuerbare Energieformen konkrete Ziele und ausgewiesene Vorranggebiete gäbe, die Wasserkraft diesbezüglich aber zu kurz komme. Die Modernisierung, Nachrüstung und Reaktivierung bestehender Anlagen thematisiere die Regionalplanung lediglich grundsätzlich, benenne sie aber nicht als konkrete Ziele. „Wir fordern, dass die Wasserkraft als essenzieller Bestandteil der Energiewende stärker einbezogen wird“, betont Fritz Schweiger von der VWB. Dies gelte für den Regionalplan Donau-Iller, der seit 1987 rechtskräftig ist und aktuell fortgeschrieben wird, aber auch für die gesamte Regionalplanung in Freistaat.

Ökologische Wasserkraftkonzepte sollten im Sinne der Klimaschutzziele vorrangig zugelassen werden. Bei ihrer Bewertung sollten dioe Behörden auch neue naturverträgliche Anlagenkonzepte berücksichtigen. Dies gilt besonders bei bestehenden Querbauwerken. Weiterhin sollten auch für Wasserkraftanlagen Vorranggebiete ausgewiesen werden.

Die Verbände empfehlen zudem, mögliche Win-Win-Lösungen zu nutzen. Ein Beispiel sind Renaturierungs- und Revitalisierungsvorhaben. So könne die Energienutzung mit einem bereits bestehenden Querbauwerk gleich dreifachen Nutzen bringen: Für Lebewesen werde es durchgängig. Es lasse sich dort dezentral klimaschonend Energie erzeugen. Drittens spare der Staat Geld, wenn er Finanzmittel zur Schaffung der Durchgängigkeit zur Verfügung stellen.

Wasserkraft in Bayern

Die Wasserkraft ist die älteste Erneuerbare Energien-Art in Bayern. Rund 4000 Wasserkraftwerke sind in Bayern in Betrieb. In den vergangenen Jahren trugen die Anlagen durchschnittlich zwischen 13 und 15 Prozent zur Bruttostromerzeugung im Freistaat bei.

20.2.2020 | Quelle: VWB, LVBW | solarserver.de
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Forschung zu Weiterbetrieb von Bioenergie-Anlagen

20. Februar 2020 - 13:12

In den vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanzierten Forschungsprojekte “Bioenergie – Potenziale, Langfristperspektiven und Strategien für Anlagen zur Stromerzeugung nach 2020“ (BE20plus) und „Next Generation Biogasanlagen“ (NxtGenBGA) wurde wissenschaftlich untersucht, welche Anschlussperspektiven für Bioenergie­anlagen bestehen, wenn diese nach 20 Jahren aus der bisherigen EEG-Förderung ausscheiden. Erhaltenswerte Bioenergieanlagen wollte man damit identifizierbar machen und Bedingungen aufzeigen für einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb.

Im Fokus stand für die beteiligten Wissenschaftler insbesondere das Bemühen, technische Konzepte, Kosten und Erlöse, Treibhausgasemissionen und andere Umwelt- und Nachhaltigkeitseffekte für heutige und zukünftig mögliche Anlagenkonfigurationen zu untersuchen und diese mit verschiedenen Geschäftsfeldern für den Weiterbetrieb von Bioenergie-Anlagen zu verbinden. Den Ansatz der Forschungsprojekte erläutert Martin Dotzauer vom DBFZ und Projektleiter von BE20plus. „In den Forschungsprojekten wurden die Bioenergieanlagen im Stromsektor sowohl aus Betreibersicht als auch im Hinblick auf das Gesamtsystem untersucht. Das ist wichtig, damit die Rahmenbedingungen auch tatsächlich zu den energiepolitischen Ambitionen passen und Betreiber ihre Rolle im zukünftigen Energiesystem richtig einschätzen können.“

Rahmenbedingungen sind entscheidend

Auf dem Abschlussworkshop am 19. Februar in Berlin kamen beide Vorhaben übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass die zukünftigen ökonomischen Rahmenbedingungen, also der Einsatzstoffpreis für Brennstoffe und Substrate, der CO2-Preis und die allgemeine Preisentwicklung einerseits und die marktseitigen Erlösmöglichkeiten für die unterschiedlichen Leistungen von Bioenergieanlagen andererseits, einen entscheidenden Einfluss für deren Überlebensfähigkeit haben.

Systemisch werden Bioenergieanlagen im Strom- und Wärmesektor mit zunehmendem Ausbau erneuerbarer volatiler Energieträger wieder wichtiger, da die Anlagen eine bereits verfügbare Flexibilitätsoption darstellen, die bei wachsenden Anteilen von fluktuierendem Wind- und Solarstromanteilen für die Versorgungssicherheit erforderlich sind. Betriebskonzepten, die eine hohe technisch-ökonomische Gesamteffizienz aufweisen, sollte also trotz aktuell noch unzureichender Refinanzierung durch Markterlöse eine Übergangsperspektive für deren zukünftigen Beitrag zur Transformation des Energiesystems in Deutschland eingeräumt werden. Auch wenn diese hinsichtlich ihrer bloßen Gestehungskosten tendenziell kostenaufwändiger sind als die fluktuierenden Erzeugungsarten, so die Wissenschaftler.

Flexibilität ist wichtig

„Vor allem flexible Biogasanlagen erfüllen zukünftig zunehmende Funktionen zur Aussteuerung von Unregelmäßigkeiten bei der regenerativen Energieerzeugung. Die bedarfsgerechte Strombereitstellung steht hier ganz vorne. So schneiden z.B. auch saisonale Flexibilitätskonzepte in unseren Untersuchungen recht günstig ab“, resümiert Ludger Eltrop vom IER der Universität Stuttgart und Projektleiter von „NxtGenBGA“.

Martin Dotzauer vom DBFZ ergänzt: „Im Widerspruch zum systemischen Mehrwert der Bioenergie bei hohen Anteilen erneuerbarer Energien ist ein Weiterbetrieb für den Großteil der Anlagen derzeit schwierig. Insbesondere der Teil, der weitergehende Anforderungen an die Umweltwirkung oder Effizienz nicht so einfach erfüllen kann, wird unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen wahrscheinlich nicht erfolgreich in die Post-EEG-Phase eintreten können. Das ist umso kritischer, da die Anlagen nach dem Atom- und Kohleausstieg insbesondere ab Mitte der 2030er Jahre gebraucht werden, wenn die Energiewende auf die Zielgerade einbiegt“.

Weitere Infos: Bioenergie im Konzert erleben. Solarthemen-Interview mit FNR-Geschäftsführer Andreas Schütte.

20.2.2020 | Quelle: DBFZ | solarserver.de
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1500. Patent für SMA erteilt

20. Februar 2020 - 12:33

Mehr als 1500 weltweit erteilte Patente und Gebrauchsmuster sowie gut 450 laufende Patentanmeldungen belegen laut SMA die Innovationskraft des Unternehmens. „Vor Kurzem wurde SMA das 1500ste Patent erteilt. Dies unterstreicht unsere Spitzenposition unter den Innovatoren in der Photovoltaik-Systemtechnik. Keiner unserer Wettbewerber verfügt auf diesem Gebiet über eine ähnlich hohe Anzahl an Patenten. Unsere Innovationsstärke ist ein bedeutender Faktor für den Unternehmenserfolg von SMA“, erklärt SMA Vorstandssprecher Jürgen Reinert.

Patentverletzungen

In einem von hartem Wettbewerb gekennzeichneten Umfeld werde der Schutz des geistigen Eigentums nach Einschätzung von SMA immer wichtiger, so Reinert: „Leider kommt es im hoch kompetitiven Umfeld unserer Branche immer häufiger vor, dass Wettbewerber unsere durch Patente geschützten Technologien widerrechtlich nutzen. Die Verletzung von Patentrechten bedeutet den Diebstahl geistigen Eigentums und ist damit ein ernsthafter Verstoß gegen die Regeln des fairen Wettbewerbs. Dagegen setzen wir uns selbstverständlich mit einem hoch professionellen und wirksamen Intellectual Property Management zur Wehr. Gleichzeitig investiert SMA mit jährlichen Forschungs- und Entwicklungsausgaben von über 60 Mio. Euro kontinuierlich in neue Innovationen.“

Alle Prozesse gewonnen

Das Unternehmen hat bisher nach eigenen Angaben alle gerichtlichen Verfahren um Schutzrechte für sich entschieden. Um sein geistiges Eigentum zu schützen, scheut SMA auch keine lang andauernden gerichtlichen Auseinandersetzungen. Neben Patentverletzungen durch Wettbewerber gewinnen dabei auch von Patentverwertern angestrengte Versuche an Bedeutung, gegenüber SMA unberechtigte Forderungen zu stellen.

SMA habe bisher alle gerichtlichen Auseinandersetzungen sowohl mit Wettbewerbern als auch mit Patentverwertern für sich entschieden, erklärt das UNternehmen in einer Pressemitteilung. Zu den jüngsten Fällen gehören ein Patentverletzungsverfahren gegen einen Wettbewerber, bei dem SMA im Dezember vom Landgericht Düsseldorf erstinstanzlich vollumfänglich Recht zugesprochen wurde, sowie zwei im Januar zugunsten von SMA entschiedene Verfahren gegen Patentverwerter vor dem Bundespatentgericht und in den USA.

20.2.2020 | Quelle: SMA | solarserver.de
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20 Jahre EEG: Dünger für die Photovoltaik

20. Februar 2020 - 12:00
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Europa interessiert sich für Solarstrom aus Tunesien

20. Februar 2020 - 11:00
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Sven Neunsinger (KfW): Tunesien braucht Photovoltaik statt Gas

20. Februar 2020 - 10:00
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Martin Maslaton: „Ich will nicht schweigen“

20. Februar 2020 - 9:00
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Finanzminister zwingt kleine Photovoltaik-Betreiber zu Gewerbesteuererklärung

20. Februar 2020 - 8:00
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Autark mit Kleinwind, Photovoltaik und Speicher

19. Februar 2020 - 17:11

Ein Speicher für diesen spezifischen Anwendungsfall mit Kleinwind und Photovoltaik will deshalb klug gewählt sein. Dabei, aber aber bei der Auswahl reiner PV-Speichersysteme hilft ein Leitfaden des Publizisten und Kleinwindkraft-Experten Patrick Jüttemann. Bei der Auswahl eines passenden Batteriespeichers fürs Privathaus oder Gewerbegebäude sollte man nicht vorschnell handeln, rät er. Das gelte zum einen für die Systemeinbindung, zum anderen für die Gerätewahl.

Unübersichtlicher Markt für Heimspeicher

Wer zu gebäudeintegrierten Stromspeichern recherchiert, wird schnell feststellen, dass der Markt sehr unübersichtlich ist. Das gilt nicht nur für die große Zahl an Herstellern und Gerätemodellen. Unabhängige Studien haben große Unterschiede in der Performanz der einzelnen Geräte festgestellt. Das gilt beispielsweise für den Gesamtwirkungsgrad der Stromspeicher.

Stromspeicher muss flexibel sein

Der Batteriespeicher wird bei der Stromversorgung und dem Energiemanagement des Gebäudes eine zentrale Stellung einnehmen. Wollte man in einigen Jahren das Energiesystem erweitern, muss der Speicher deshalb flexibel genug sein. Das besonders günstige und einfache Gerät könnte sich in 10 Jahren als Fehlkauf entpuppen.

Grafik: Patrick JüttemannWind und Photovoltaik ergänzen sich jahreszeitlich. Ein Speicher füllt die Lücken bis zur (Fast-)Autarkie.

Drei Tipps hebt Jüttemann deshalb für den Kauf eines Batteriespeichers hervor:

Tipp 1: Speicher kompatibel mit weiteren Stromquellen

In den meisten Fällen wird ein Speicher zunächst mit Photovoltaik betrieben; eine Kleinwind-Anlage wird in der Regel später integriert. Doch diese Integration kann nur funktionieren, wenn der Windstrom von der Batterie aufgenommen werden kann. Wobei der Anschluss weiterer Energiequellen wie Windanlagen oder BHKWs vor allem mit AC-gekoppelten Stromspeichern realisiert werden kann. Diese werden über die Wechselstromseite in das Hausnetz eingebunden. Der Strom des Kleinwindrads wird über den Wind-Wechselrichter ins Haus eingespeist und über diesen Weg auch in die Batterie.

Tipp 2: Unabhängige Testergebnisse beachten

Für den Käufer aufschlussreich sind unabhängige Untersuchungen von Akteuren wie der RWTH Aachen oder der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin). Die Wissenschaftler haben dabei große Diskrepanzen in der technischen Leistungsfähigkeit der Solarspeicher festgestellt. Besonders hilfreich ist die Stromspeicher-Inspektion der HTW Berlin, die ein Ranking der Geräte mit den besten Systemwirkungsgraden umfasst.

Tipp 3: Regionale Förderprogramme prüfen

Der Markt für Heimspeicher wurde in Deutschland bis Ende 2018 durch bundesweite Zuschüsse der KfW angekurbelt. Es gibt auch weiterhin Förderprogramme, diese allerdings nur in einzelnen Bundesländern, Kreisen und Gemeinden, aber auch von regionalen Energieversorgern. Deshalb sollte man unbedingt bei einer regionalen Energieagentur oder Verbraucherberatung nachfragen, welche Fördertöpfe vorhanden sind. Dabei die Förderbedingungen in Erfahrung bringen. Teilweise fördern die Programme Stromspeicher nur in Kombination mit einer Solarstromanlage.

Kostenfreier Leitfaden zu Stromspeichern

Weitere Informationen zu Auswahl und Kauf eines Batteriespeichers gibt es im kostenfreien Online-Leitfaden von Patrick Jüttemann, auf dessen Internetportal klein-windkraftanlagen.com. Der Ratgeber richtet sich an private Hausbesitzer und Gewerbebetriebe, die mit Photovoltaik, Speicher und optional Kleinwind zum Selbstversorger werden wollen.

19.2.2020 | Quelle: Patrick Jüttemann | solarserver.de
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EON: Solardeckel betrifft Mittelstands-Unternehmen

19. Februar 2020 - 15:45

Das Interesse unter Mittelständlern für Photovoltaik sei groß, belegt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey unter Entscheidern kleiner und mittlerer Firmen im Auftrag von EON. Aus Sicht der Unternehmer hat Photovoltaik mit 44,5 Prozent das größte Potenzial für die Erzeugung von Ökostrom. Auf Platz zwei der zukunftsweisenden erneuerbaren Energien landen Blockheizkraftwerke (23,5 Prozent), aber auch Windkraft (9,3 Prozent) spielt eine Rolle. Die Mehrheit (rund 62 Prozent) aller Mittelständler glaubt, dass sie mit der Produktion von Ökostrom entscheidend zur Energiewende beitragen kann. Der Solardeckel ist dafür laut EON ein Hemmnis.

„Wir erleben, dass viele Unternehmen verunsichert sind. Sie zögern mit dem Bau einer Photovoltaikanlage und hoffen darauf, dass der 52-Gigawatt-Deckel gestrichen wird“, sagt Victoria Ossadnik, Vorsitzende Geschäftsführerin der EON Energie Deutschland. Für Firmen, die einen hohen Anteil des selbst erzeugten Stroms verbrauchen und den Rest direkt vermarkten wollen, lohnt sich eine Anlage auch ohne staatliche Zuschüsse. Die Verunsicherung sei aber auch unter diesen Firmen groß, sagt Ossadnik. „Eine weiterführende Förderung seitens der Bundesregierung würde den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland in jedem Fall vorantreiben.“

Nach aktueller Rechtslage läuft die staatliche Unterstützung für Solaranlagen bis 750 Kilowatt Peak aus, sobald die in Deutschland installierte Photovoltaikleistung 52 Gigawatt erreicht. Dies wird in den kommenden Monaten erwartet. PV-Anlagen, die im zweiten Kalendermonat nach dem Stichtag in Betrieb gehen, würden dann keine Förderung mehr erhalten.

PV ist für Mittelstand wichtigste Ökostrom-Technologie

Jedes fünfte mittelständische Unternehmen (22,2 Prozent) erzeugt laut der Studie bereits Ökostrom. Die Entscheider in diesen Firmen interessieren sich vor allem überdurchschnittlich stark für Solarenergie und Windkraft: 76,5 Prozent können sich zusätzlich eine Dach-, 11,8 Prozent eine Freiflächenphotovoltaikanlage auf dem Firmengelände vorstellen, 24,7 Prozent ein Blockheizkraftwerk (Kraft-Wärme-Kopplung) und 18 Prozent ein Kleinwindrad.

Anteil Unternehmen mit PV doppelt so hoch wie unter Privaten

Aktuell verfügen die meisten deutschen Mittelständler, die Ökostrom produzieren, der Umfrage zufolge über Photovoltaikanlagen – wie die privaten Haushalte. Der Anteil der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit Solaranlage ist allerdings etwa doppelt so hoch. Rund 18 Prozent der Mittelständler erzeugen Strom aus Sonnenenergie, unter Privathaushalten sind es dagegen nur 7 Prozent*. Von den ökostromproduzierenden KMU verfügen insgesamt 82,2 Prozent über eine Solaranlage. 17,1 Prozent haben ein Blockheizkraftwerk, 6,9 Prozent verfügen über eine Biomasseanlage und 4,8 Prozent über ein Windrad.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey befragte im Auftrag von EON 2.500 Entscheider aus kleinen und mittleren Unternehmen vom 5.12.2019 bis zum 08.01.2020.

19.2.2020 | Quelle: E.ON | solarserver.de
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Autarke mobile Ladestation für E-Bikes mit Photovoltaik

19. Februar 2020 - 14:54

Die S.E.E. mbH, Service-Dienstleister für Solarteure und Betreiber von Photovoltaikanlagen, erweitert unter der Marke PV Bikeport und PV Carport sein Portfolio. Kommunen und Unternehmen bietet sie die erste autarke und mobile Ladestation für E-Bikes, E-Roller und E-Autos.

Das komplett vormontierte Grundmodell des PV Bikeport besteht aus jeweils vier gebogenen, ultraleichten Photovoltaikmodulen „Made in Austria“ mit 1,4 kWp Gesamtleistung, einem Sinuswechselrichter, vier Ladepunkten mit 230 V Schuko-Steckdosen inkl. Kindersicherung, vier Fahrradständern zur sicheren Verwahrung von E-Bikes und E-Rollern sowie vier Ablagen für weitere Ladegeräte.

Speicher schafft Autarkie

Optional lässt sich ein Lithium-Ionen Speicher mit 2,5 kWh Kapazität inklusive Ladeelektronik integrieren und das PV Bikeport als vollkommen autarke Insellösung betreiben. Weitere Varianten ermöglichen die Verwendung eines Gewichtsfundaments. Damit ist die Aufstellung der Ladestation für E-Bikes unabhängig vom Untergrund sowie ohne zusätzliche Befestigungsmaßnahmen, wie z.B. Betonarbeiten, möglich. Sogar der Versatz oder eine mobile Verlagerung sind damit laut Anbieter kein Problem.

Hinstellen und loslegen!

„Das PV Bikeport ist die perfekte Lösung für einfache Montage und Inbetriebnahme – hinstellen und loslegen!“, so Hardy Narjes, Geschäftsführer der S.E.E. mbH aus Hamburg. „Mit diesem Produkt können Unternehmen und Gemeinden zeigen, wie sie zur Mobilitätswende stehen, und einen aktiven Beitrag leisten. Ob für Mitarbeiter, Kunden, Anwohner oder Besucher – das PV Bikeport verkörpert Innovation und Umweltbewusstsein, ist überaus flexibel, robust und richtig smart!“ Denn neben den eigentlichen Funktionen einer Ladestation und Sammelstelle für E-Roller gibt es weitere Features: So kann das PV Bikeport über das Internet ferngesteuert, überwacht und Ladestände sowie Stromproduktion können zu jeder Zeit eingesehen werden. Auf Wunsch sorgt der optional integrierte WLAN Hotspot für Surfvergnügen während des Ladens und beleuchtete Werbeflächen für Aufmerksamkeit. Zudem lässt der modulare Aufbau des Bikeports beliebige Erweiterungen zu. So lassen sich einzelne Spots nach und nach zum zentralen Ladepunkt eines Unternehmensgeländes oder einer Gemeinde entwickeln.

Auf seiner Website unter www.pv-bikeport.de bietet S.E.E. die Möglichkeit, sich eine individuelle Lösung zusammenzustellen sowie ein unverbindliches Angebot anzufragen. Das PV Carport von S.E.E. wird Mitte des Jahres ebenfalls verfügbar sein.

19.2.2020 | Quelle: S.E.E. mbH | solarserver.de
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Ausschreibung für Photovoltaik: Wert sinkt auf 5,01 Cent

19. Februar 2020 - 13:57

In der ersten Ausschreibung für Photovoltaik des Jahres 2020 wurden 98 Gebote mit einem Leistungsumfang von 493 MW abgegeben. Die ausgeschriebene Menge von 100 MW wurde erneut deutlich überzeichnet.

Insgesamt bezuschlagte die Bundesnetzagentur 18 Gebote. Die Zuschläge entfielen dabei überwiegend auf Gebote für benachteiligte Flächen in Bayern (13 Zuschläge mit 75 MW). Die verbleibenden fünf Zuschläge verteilen sich auf Flächen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein.

Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte für die Photovoltaik liegen zwischen 3,55 ct/kWh und 5,21 ct/kWh und sind somit im Vergleich zur Vorrunde (4,70 bis 6,20 ct/kWh) wieder deutlich gesunken. Ein ähnliches Bild zeichnet sich beim durchschnittlichen, mengengewichteten Zuschlagswert ab, der in dieser Runde 5,01 ct/kWh betrug (Vorrunde: 5,69 ct/kWh).

Windausschreibung unterzeichnet

Nach einer leichten Überzeichnung bei der letzten Ausschreibung im Dezember 2019 ist die Ausschreibung für Windenergie an Land zum Februar-Gebotstermin 2020 aber wieder deutlich unterzeichnet.

Bei einer ausgeschriebenen Menge von 900 MW wurden 67 Gebote mit einem Volumen von 527 MW eingereicht. Von diesen erhielten 66 Gebote mit einem Volumen von 523 MW einen Zuschlag. Regional betrachtet wurden jeweils 14 Zuschläge für Gebote in Schleswig-Holstein (103 MW) und in Nordrhein-Westfalen (97 MW) erteilt. In der Zuschlagsstatistik folgen darauf Thüringen (11 Zuschläge für 56 MW), Brandenburg (6 Zuschläge für 59 MW) und Niedersachsen (6 Zuschläge für 56 MW).

Die Gebotswerte der bezuschlagten Gebote reichten von 5,76 ct/kWh bis 6,20 ct/kWh. Der durchschnittliche Zuschlagswert lag bei 6,18 ct/kWh und damit geringfügig über dem der Vorrunde (6,11 ct/kWh).

Weitere Verfahrensschritte

Die Zuschläge für Solar und Wind hat die Bundesnetzagentur heute auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Die jeweiligen aktualisierten Gebotsrundenstatistiken will die Bundesnetzagentur dazu in Kürze veröffentlichen.

Der nächste Ausschreibung für Photovoltaik und Windenergie an Land ist dann für den 1. März 2020 angesetzt. Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite der Bundesnetzagentur.

19.2.2020 | Quelle: Bundesnetzagentur | solarserver.de
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Photovoltaik: Regionale Partner bauen Solarpark im Steinbruch

19. Februar 2020 - 11:32

Der ehemalige Steinbruch ist eine sogenannte Konversionsfläche. Neben den Flächen für Landschaftsschutz und Anpflanzungen, hat der geplante Solarpark im Steinbruch eine Größe von 6,70 Hektar.

Die Leistung der Anlage soll nach Fertigstellung schließlich etwa fünf Megawatt betragen. „Das Gelände ist in drei Bauabschnitte unterteilt“, erläutert dazu Geschäftsführer Michael Reichert vom Trierer Projektierer WI Energy das Vorhaben. „Die ersten 20 Prozent sind bereits seit 2018 in Betrieb, weitere 20 Prozent des Solarparks kurz vor Fertigstellung und Inbetriebnahme. Es verbleiben 60 Prozent der Fläche, die wir in diesem Frühjahr mit Solarmodulen bebauen werden.“

Sonnenenergie für die Region Trier

Mit solcher Zusammenarbeit bei Projekten wie beim Solarpark im Steinbruch wollen WI Energy und SWT die Energiewende in Trier voranbringen. „Den Ausbau eines regionalen Partnernetzes zum Ausbau erneuerbarer Energien erachten wir als wesentlich“, so Thomas Speckter, kaufmännischer Leiter bei der SWT. Das Unternehmen befasst sich seit vielen Jahren mit Photovoltaik-Kraftwerken. „Das Besondere an PV-Projekten wie in Kersch ist, dass Flächen für die Sonnenernte zum Einsatz kommen, die in keinerlei Wettbewerb zur landwirtschaftlichen Nutzung stehen. Im Gegenteil tragen sie dazu bei, dass sich der Boden von der intensiven Nutzung erholen kann und wieder an Wert gewinnt“, sagt Speckter

Boden gut machen

Auch in Kersch zeigt der Solarpark im Steinbruch solche ökologisch positiven Effekte. Nicht zuletzt siedeln sich viele einheimische Pflanzen- und Tierarten in stillgelegten Steinbrüchen nach einer gezielten Renaturierung wieder an. Gerade in ansonsten intensiv genutzten Agrarlandschaften sind nach Aussage des Projektierers ungedüngte PV-Anlagenflächen wertvolle Brutplätze oder Nahrungsbiotope.

Die 2016 von den Finanzökonomen Michael Reichert und Ingo Berens gegründete WI Energy versteht sich als regionaler „Fullservice-Anbieter für Photovoltaik-Projekte“. Das Unternehmen hat aktuell 12 Mitarbeiter. Es hat sich zum Ziel gesetzt, das regionale Umfeld zu fördern und den Ausbau von Solarenergie in Trier und den umgebenden Gemeinden voranzutreiben.

19.2.2020 | Quelle: WI Energy | solarserver.de
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Sonneneinstrahlung in Deutschland im Januar 2020

18. Februar 2020 - 14:15

Im Norden, gerade an den Küsten von Schleswig-Holstein und Niedersachsen, war die Sonneneinstrahlung jedoch etwas niedriger als im Jahr zuvor.

Grüner Wasserstoff für das Allgäu

18. Februar 2020 - 13:32

Grüner Wasserstoff für das Allgäu: Das planen das Allgäuer Überlandwerk (AÜW), die ZAK Kempten und die Allgäuer Kraftwerke Sonthofen. Wie die Unternehmen mitteilten, sei das Geneinschaftsunternehmen BioEnergieAllgäu (BEA) für das Vorhaben zuständig.

In einem ersten Schritt haben die Partnerunternehmen eine Potentialanalyse beim Institut für Energiespeicher (IFES) aus Regensburg erstellen lassen. Das habe die Erzeugung sowie die wirtschaftliche Nutzung von regenerativ erzeugtem Wasserstoff im Allgäu untersucht.

Wasserstoff für hundert Busse

Das Ergebnis belege, dass sowohl an einem Müllheizkraftwerk in Kempten als auch an einem Wasserkraftwerk die technischen und wirtschaftlichen Bedingungen für eine Wasserstofferzeugung durch Elektrolyse gegeben seien. Aus den Strommengen und den Lastverläufen an den beiden Standorten ergäbe sich somit ein Potential von bis zu 1.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr. Das entspreche in etwa dem Betrieb von 20 Zügen oder weit über 100 Bussen und Lastwagen.

Zusammen mit erfahrenen Planern, die ähnliche Projekte bereits umsetzten, arbeiteten die Gesellschafter an der Erstellung einer aktuellen Machbarkeitsstudie. Im ersten konkreten Schritt hätten die Partner für das Müllheizkraftwerk Kempten bereits den Auftrag zur Erarbeitung eines detaillierten technischen Konzeptes vergeben. Mit dem Ergebnis sei im Frühsommer 2020 zu rechnen.

„Das Potential schnellstmöglich nutzen“

„Das Potential, Wasserstoff zu erzeugen, ist in unserer Region grundsätzlich vorhanden und stellt somit einen wichtigen Schritt für die Erreichung unserer Klimaziele dar“, sagte Michael Lucke, Geschäftsführer von AÜW und BEA. „Wir sehen, dass die dafür erforderliche Technologie bereits reif ist. Somit sollten wir die Chance nutzen und schnellstmöglich schauen, dass wir das Potential für unsere Region nutzen können.“

Eine weitere Ausarbeitung im Zuge des Förderantrags „Hy Expert“ soll nun zeigen, ob eine Umsetzung auch wirtschaftlich abbildbar sei und welcher Betrag in einer Art Anschubfinanzierung, bereitstehen könne.

Auch die Politik wolle, dass grüner Wasserstoff für das Allgäu Realität werde. So hätten sich bei einem gemeinsamen Termin im Januar der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung,Gerd Müller, der Fraktionsvorsitzende der CSU im Bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer, Oberbürgermeister Thomas Kiechle und Landrat Anton Klotz dafür ausgesprochen.

Wasserstoff für lokale Mobilität

Im Rahmen des Förderprogramms „HyExpert“, für das das Oberallgäu sowie die Stadt Kempten im Dezember den Zuschlag erhielten, werde nun eine weitere Untersuchung den potentiellen Absatzmarkt im Allgäu prüfen. Partner sei der Abwasserzweckverband Kempten, an dessen Standort, der Kläranlage Kempten, ebenfalls Möglichkeiten zur Wasserstoffproduktion untersucht würden.

„Die Erzeugung von Wasserstoff ist das Eine. Mindestens genauso wichtig ist es allerdings, Partner und Firmen zu finden, die den erzeugten Wasserstoff auch nutzen“, sagt Karl Heinz Lumer, Geschäftsführer der ZAK. „Ein Potential sehen wir unter anderem bei Unternehmen rund um den Öffentlichen Personennahverkehr, bei Speditionen und Baufirmen.“

Entlastung der Netze

Für die AÜW wäre grüner Wasserstoff für das Allgäu außerdem eine Option zur Entlastung der Netze. Denn in der Region Oberallgäu und Kempten seien sehr viele dezentralen Erzeugungsanlagen an die Netze angeschlossen. Dabei handelt es sich vor allem um Photovoltaikanlagen.

Das Verteilnetz sei durch sehr volatile Einspeise- und Lastverhältnisse netztechnisch besonderen Anforderungen ausgesetzt. Die Produktion von Wasserstoff könnte hierbei als Speichertechnologie eine potentielle Entlastung darstellen. Wichtig sei, dass die Wasserstofferzeugung auch energiewirtschaftlich integriert werde, etwa durch die Einbindung ins Virtuelle Kraftwerk der AÜW.

18.2.2020 | Quelle: AÜW | solarserver.de
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Photon Energy: Umsatz auf Rekordniveau

18. Februar 2020 - 12:31

Die Photovoltaik-Gruppe Photon Energy erzielt Umsatz auf Rekordniveau im Geschäftsjahr 2019. Wie die Firma mitteilte, legte das Volumen an Solarstrom um mehr als die Hälfte gegenüber Vorjahr auf 44 Gigawattstunden zu. Der Konzernumsatz kletterte um 49 Prozent auf 30,2 Millionen Euro.

Grundlage des Wachstums war der Zubau an eigener Photovoltaikleistung um 20 auf 52 Megawatt, insbesondere in Ungarn. Zum Wachstum trugen die Segmente Engineering (EPC), Technologiegroßhandel sowie O&M maßgeblich bei. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern verringerte sich dagegen um sechs Prozent auf 7,6 Millionen Euro. Grund waren hohe Investitionen. Insgesamt habe sich das Gesamtergebnis, das auch Projektentwicklung für den Wiederverkauf umfasst, aber auf 6,5 Millionen Euro fast verdreifacht.

Im letzten Quartal des Jahres 2019 habe das Unternehmen zudem mehrere kommerzielle Meilensteine erreicht. Dazu zählten gewonnene Ausschreibungen in Australien und für ein PV-Kraftwerk in Polen.

„Da die Solarenergie in unseren Kernmärkten die Netzparität erreicht hat, freuen wir uns bereits darauf, das Wachstum in allen Geschäftsbereichen im Jahr 2020 und darüber hinaus zu beschleunigen“, erklärte Georg Hotar, Vorstandschef von Photon Energy zum Umsatz auf Rekordniveau.

18.2.2020 | Quelle: Photon Energy | solarserver.de
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Forderung nach Eilgesetz für Photovoltaik und Wind

18. Februar 2020 - 11:44

Die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg hat eine Forderung nach einem Eilgesetz für Photovoltaik und Wind erhoben. Nur so könne der drohende Stopp beim Ausbau regenerativer Energien vermieden werden. Wie die Plattform mitteilte, sei die Situation der Windenergie aufgrund des geringsten Zubaus seit Jahren besorgniserregend. Auch bei der Solarstromerzeugung auf Dächern spitze sich die Lage dramatisch zu.

„Durch die unklare Rechtslage zum 52-Gigawatt-Ausbaudeckel für Photovoltaik sind in den letzten Monaten schon zahlreiche Projekte zurückgestellt oder abgesagt worden. Damit sind Ausbauziele und Arbeitsplätze in Gefahr. Es gibt schon lange einen großen politischen Konsens und Beschlüsse, dass der 52-Gigawatt Deckel sofort abgeschafft werden muss. Unverständlich, weshalb dies nicht längst umgesetzt ist“, erklärt Franz Pöter, Geschäftsführer der Plattform Erneuerbare Energien.

Über die Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetztes (EEG) könne das nicht erfolgen. Denn diese würde aufgrund der Vielzahl von notwendigen Anpassungen einige Monate brauchen. „Für einzelne Regelungen wie den 52-Gigawatt-Deckel, die Erhöhung des Zubaukorridors für Photovoltaik und die Vergabe von freien Kapazitäten für Offshore-Wind zur Abfederung der Ausbaulücke, muss man nicht auf die EEG-Novelle warten. Die Bundesregierung ist hier gefordert, dies in Abstimmung mit den Bundesländern in einem Artikelgesetz im Eilverfahren zu beschließen“, gibt Jörg Dürr-Pucher, Vorsitzender der Plattform, der Forderung nach einem Eilgesetz für Photovoltaik und Wind Ausdruck.

Er fordert dazu eine gemeinsame, partei- und länderübergreifende Koalition in der Sache. Die erneuerbaren Energien seien eine große Chance für Baden-Württemberg, für die Industrie, eigene Wertschöpfung und zukunftsfähige Energieversorgung.

18.2.2020 | Quelle: Plattform EE BW | solarserver.de
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Solar Decathlon: Startschuss für Wuppertal

17. Februar 2020 - 14:12

Für den kommenden Solar Decathlon ist der Startschuss für Wuppertal gefallen. Wie das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie mitteilte, starten nun die ersten Workshops im April 2020. Der Wettbewerb um zukunftsweisende urbane Bauformen findet im August 2021 in Wuppertal statt. Zuletzt wählte eine Fachjury 18 internationale Teams aus, die dort um die besten Konzepte wetteifern werden. Neben Teams aus Europa und Asien konnten auch sechs deutsche Teams mit innovativen Konzepten überzeugen.

Der Zehnkampf für nachhaltiges Bauen und Leben, der 2002 in den USA ins Leben gerufen wurde, findet 2021 weltweit zum 21. Mal statt. Nach Austragungsorten wie Madrid und Versailles kommt die europäische Fassung des Wettbewerbs nun erstmals mit neuem urbanem Profil nach Deutschland.

Teams aus elf Nationen

„Wir sind überwältigt vom internationalen Interesse an unserem urbanen Solar Decathlon Europe 21. In einem Jahrhundert der Urbanisierung und des Klimawandels liegt die Zukunft der Menschheit auch und besonders in den Städten. Es ist notwendig, jetzt aktiv die urbane Energiewende umzusetzen. Wir sind dankbar, dies gemeinsam mit engagierten Menschen aus aller Welt tun zu dürfen“, sagt Projektleiter Dr. Daniel Lorberg von der Bergischen Universität Wuppertal. Die Teilnehmer-Teams stammen aus Dänemark, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Rumänien, Schweden, Spanien, Taiwan, Thailand, Tschechien und Ungarn.

Europäische Städte der Zukunft

Innovative Ideen für eine nachhaltige, energieeffiziente und sozialverträgliche Architektur stehen beim Solar Decathlon Europe 21 im Mittelpunkt. Das Ziel ist es, damit vor dem Hintergrund des Klimawandels die Energiewende in urbanen Quartieren voranzubringen. Außerdem soll so gemeinschaftlich lebenswerte und zukunftsfähige Städte entstehen.

Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geht das Projektteam der Bergischen Universität Wuppertal in Kooperation mit der Stadt Wuppertal, dem Wuppertal Institut, der Initiative Utopiastadt, den Wuppertaler Stadtwerken und der Neuen Effizienz GmbH dabei neue Wege. „Erstmals in seiner Geschichte findet der Wettbewerb in Deutschland statt. Ich bin stolz, dass es Wuppertal gelungen ist, mit seiner innovativen Idee eines urbanen Wettbewerbs die Jury zu überzeugen. Ich bin sicher, dass die Teams Ideen präsentieren werden, die als Musterlösungen für andere Städte und Länder gelten werden. Das ist real gelebte Energiewende“, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier.

Ein Wettbewerb, zehn Disziplinen

Die 18 ausgewählten Teams haben nun rund eineinhalb Jahre Zeit, ihre Gebäude zu konzeptionieren und zu planen. Im August 2021 werden schließlich repräsentative Ausschnitte der Gesamtgebäude im Maßstab 1:1 auf dem Areal des Utopiastadt Campus‘ aufgebaut und betrieben. Während die voll funktionsfähigen Häuser für das Publikum offen und erlebbar sind, treten die Teams in zehn Wettbewerbsdisziplinen gegeneinander an.

Bewertungskriterien sind Architektur, die Nachhaltigkeit und die Innovation der Gebäude, aber auch die Passgenauigkeit auf soziale Fragen. „Die große Herausforderung ist es, für die dringende Aufgabe der Energiewende und des Klimaschutzes architektonisch und sozial angemessene Lösungen im Gebäudebestand zu entwickeln“, erläutert Wettbewerbsdirektor Prof. Dr.-Ing. Karsten Voss.

Erster Team-Workshop in Wuppertal im April

Anfang April 2020 sind die 18 ausgewählten Hochschulteams zu Gast in Wuppertal und stellen erste Konzepte vor. Neben Arbeitsworkshops werden sich die Zehnkämpferinnen und Zehnkämpfer dabei auch mit lokalen Akteurinnen und Akteure aus dem Mirker Quartier vernetzen. Wuppertal war 2019 zum Austragungsort des kommenden Solar Decathlon gekürt worden.

17.2.2020 | Quelle: Wuppertal-Institut | solarserver.de
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Der jährliche Branchenevent für Solar-Profis in Wels

17. Februar 2020 - 13:17

Das Konzept der Messe wurde neu gedacht – die WEBUILD Energiesparmesse Wels wird zur führenden Plattform für der Energie- und Klimawende. Die exklusiv geöffneten Hallen 19-21 sind am Mi. 4. März 20 die Zukunftsplattform für Solar-Profis.

REC verspricht leistungsstärksten Solarmodule

17. Februar 2020 - 12:31

Die norwegische Solargruppe REC verspricht die leistungsstärksten Solarmodule. Wie die Firma mitteilte, arbeitet die erste Solaranlage mit Alpha Black-Modulen in Deutschland. Die Module versorgen ein Einfamilienhaus im Norden Münchens. Sie fügten sich zudem in der vollschwarzen Version harmonisch in die Optik des Daches ein. Die Alpha Serie sei mit 217 Watt pro Quadratmeter das leistungsstärkste 60-Zellen Modul der Welt.

Durch ein Hochleistungsprodukt wie Alpha könne selbst auf kleinster Dachfläche mit wenig Modulen und in Kombination mit einem Speicher der gesamte Haushalt mit Strom versorgt werden, verspricht REC weiter. Die Anlage bei München komme auf rund sieben Kilowatt Leistung. Sie decke damit den durchschnittlichen Jahresenergiebedarf einer vierköpfigen Familie bei weitem ab. REC hat das Vorhaben gemeinsam mit Krannich Solar realisiert.

Das Alpha Modul basiere auf einer neuen Zelltechnologie mit patentiertem Moduldesign und erzeuge über 20 Prozent mehr Leistung als herkömmliche Module. Mit bis zu 380 Watt Spitzenleistung sei es das leistungsstärkste 60-Zellen Solarmodul weltweit, das bei den verschiedensten Temperaturbedingungen und Wettergegebenheiten Strom erzeuge. Darüber hinaus seien die Zellen der Alpha-Module zu 100 Prozent bleifrei. Für die REC Alpha Module gelte ein umfangreiches Garantiepaket. Es umfasse eine 25-jährige Leistungsgarantie und eine bis zu 25-jährige Garantie für Reparaturarbeiten.

17.2.2020 | Quelle: REC Group | solarserver.de
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