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Photovoltaik: Hybrid-Wechselrichter mit Notstromfunktion von Sungrow

26. Mai 2020 - 16:47

7,2 Stromausfälle werden weltweit in einem typischen Monat verzeichnet. Der Durchschnitt in Europa ist natürlich niedriger, allerdings gibt es auch in Deutschland Stromausfälle. Für diesen Fall stellen die Hybrid-Wechselrichter mit Notstromfunktion von Sungrow Leistungen von bis zu 9,9 kW zur Verfügung und das uneingeschränkt schieflastfähig. Das gilt für die 3-phasigen Hybrid-Wechselrichter der Serien SH 5.0 / 6.0 / 8.0 und 10 RT.

Im Normalbetrieb ist Überbrückungsschalter geschlossen

Um die Notstromfunktion nutzen zu können, muss der Anwender einen gesonderten Schaltkreis für alle Geräte anlegen, die mit Notstrom versorgt werden sollen. Für den neuen Schaltkreis kann man die gleiche Verteilerbox verwenden, allerdings muss man ihn durch einen separaten Leistungsschalter schützen. Im Normalbetrieb ist dann der Überbrückungsschalter im Wechselrichter geschlossen. Netzparallele Verbraucher und Notstromverbraucher werden dann über das Netz gespeist. Bei einem Stromausfall öffnet sich der Überbrückungsschalter im 3-phasigen Hybrid und alle Verbraucher, die mit dem Backup-Anschluss verbunden sind, gehen nahtlos in den Notstrombetrieb über. Nur diejenigen Verbraucher, die nicht mit dem Backup-Anschluss verbunden wurden, sind von dem Stromausfall betroffen.

Überbrückungsschalter öffnet sich in weniger als 20 ms

Der Wechsel in den Notstrombetrieb geschieht automatisch und so schnell, dass man nicht mal das Licht flackern sieht. Denn der Überbrückungsschalter im Wechselrichter öffnet sich in weniger als 20 ms. Sobald die Störung vorüber ist, schaltet der 3-phasige Hybrid wieder in Normalbetrieb. Der Umschaltprozess bedarf keinerlei externer Backup-Box und läuft ebenfalls automatisch ab.

Der 3-phasige Hybrid-Wechselrichter mit Notstromfunktion entspricht der Anwendungsregel VDE-AR 2510-2. Alle benötigten Sicherheitsstandards, für stationäre elektrische Energiespeichersysteme zum Anschluss an das Niederspannungsnetz, werden erfüllt.

Steht Photovoltaikstrom zur Verfügung, speist dieser die Notstromverbraucher. Nur PV-Überschuss dient zum Laden der Batterie. Ist die Batterie voll, wird die Produktion durch den Wechselrichter an den Verbrauch angepasst. Der Hybrid-Wechselrichter mit Notstromfunktion ist schwarzstartfähig. Sollte sich die Batterie nachts komplett entladen, wird bei Sonnenaufgang das System hochgefahren, die Batterie geladen und ein Notstromnetz gebildet.

Mit Hilfe der iSolarCloud App kann der Benutzer auch eine bestimmte Batteriekapazität für Stromausfälle reservieren. Er kann darin festgelegen, wie viel Prozent als Reserve gespeichert werden sollen. Somit ist sichergestellt, dass immer genug Energie für den Notstrombetrieb vorhanden ist. Über die iSolarCloud App wird auch die Notstromfunktion des 3-phasigen Hybrids aktiviert.

26.5.2020 | Quelle: Sungrow | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Wärmepumpen-Marktanteil 2019 im Neubau: Spitzenposition verteidigt

26. Mai 2020 - 14:30

Im Jahr 2019 haben die Bauämter insgesamt 119.457 Wohngebäude in Deutschland genehmigt. Davon wurden 54.768 Gebäude mit einer Wärmepumpe ausgestattet. 8.744 Gebäude (7,3 Prozent) nutzen dabei Erdwärme, während 46.024 Gebäude (38,5 Prozent) andere Umweltwärme, aus Wasser und vor allem Luft, zum Heizen nutzbar machen. Wie schon im Vorjahr ist die Wärmepumpe das beliebteste Heizsystem im Neubau und lässt Gasheizungen hinter sich. Der Wärmepumpen-Marktanteil 2019 im Neubau lag bei 45,8 Prozent.

Ebenso erreicht die Wärmepumpe in der Gesamtbetrachtung aller genehmigten Gebäude wieder den ersten Platz: Von den 2019 genehmigten 146.493 Wohn- und Nichtwohngebäuden werden 57.922 mit Wärmepumpen beheizt, dies entspricht einem Anteil von 39,5 Prozent. Zum Vergleich: 52.159 Gebäude nutzen Gasheizungen (35,6 Prozent).

Energiewende im Heizungskeller lässt auf sich warten

„Es ist erfreulich und wichtig, dass sich der Trend im Neubau kontinuierlich in Richtung erneuerbarer Heizungssysteme entwickelt. Eine große Rolle spielen dabei die staatlichen Anreizprogramme für energieeffizientes Bauen“, so Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP). „Damit die Klimaziele im Gebäudebereich erreicht werden können, muss die Bundesregierung diesen Trend weiter forcieren – insbesondere in der Modernisierung, denn ein wirklicher Technologiewechsel und eine echte Energiewende im Heizungskeller hat bislang noch nicht stattgefunden“, so Sabel weiter. 

Die neuen Förderrichtlinien für die Heizungsmodernisierung mit Zuschüssen von bis zu 22.500 Euro je Wohneinheit beim Tausch einer Ölheizung bieten zwar einen willkommenen Anreiz für Investitionen in den Heizungskeller. Das derzeitige Energiepreisgefüge mit teurem Strom und billigem Gas und Öl hält aber nach wie vor viele Modernisierer davon ab, zu einem erneuerbaren System zu wechseln. Das hat einen höheren Wärmepumpen-Marktanteil 2019 im Neubau verhindert.

„Die deutliche Senkung des Strompreises muss fester Bestandteil des geplanten nachhaltigen Konjunkturprogramms gegen die Corona-Rezession sein. Ein niedriger Strompreis ist sozial ausgewogen, weil einkommensschwache Haushalte besonders unter hohen Stromkosten leiden. Die Kaufkraft wird so gestärkt und gleichzeitig wird die notwendige Sektorenkopplung zur Erreichung der Klimaziele gefördert“, mahnt Sabel. „Die deutsche Heizungsindustrie sollte im Bereich der erneuerbaren Technologien jetzt erst recht durch entsprechende politische Rahmenbedingungen gestärkt werden, um auch im internationalen Wettbewerb dauerhaft bestehen zu können.

26.5.2020 | Quelle: BWP | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Stromdao startet Plakataktion für regionalen Ökostromtarif Corrently

26. Mai 2020 - 13:51

Die Stromdao GmbH bietet den in ganz Deutschland zur Verfügung stehenden Ökostromtarif Corrently an. „Wir wissen wann und wo in Deutschland wie viel grüner Strom erzeugt wird. Postleitzahlgenau, von Fischbachau bis Putgarten, von Frankfurt/Oder bis nach Trier“, sagt Stromdao Gründer Thorsten Zoerner. „Diese Informationen sind in unserem Grünstromindex visualisiert. Unsere Kunden können mit dieser Information ihren Verbrauch auf die Grünstromerzeugung in ihrer Region abstimmen. Das senkt den CO2-Ausstoß und hilft dem Klima. Wer seinen Verbrauch auf die regionale Produktion erneuerbarer Energien abstimmt, erhält Bonuspunkte. Mit diesem Grünstrombonus bauen sich unsere Kunden im Laufe der Zeit ohne zusätzlich Kosten eine eigene Grünstromerzeugung auf und ihre Stromkosten sinken. Corrently funktioniert sowohl für Mieter als auch für Wohnungsbesitzer, Gewerbetreibende und Immobilienbesitzer.“

Hinter dem Ökostromtarif Corrently steht Technik wie Big Data, IT und Blockchain. Jeder Kunde weiß, wann seine Region wie viel Ökostrom erzeugt und kann mit angepasstem Verbrauch aktiv das Klima schützen. Corrently kennt alle erneuerbaren Energieanlagen in Deutschland mit genauem Standort. Das verknüpft sie mit der Wettervorhersage und erzeugt so den Grünstromindex. Der zeigt nach Postleitzahl die regionale Wind- und Sonnenstromerzeugung an. Auf dieser Basis kann Corrently Verbrauch und Erzeugung so weit als möglich in Übereinstimmung bringen und so aktiv zum Klimaschutz beitragen.

Weil Corrently ein sehr regionales Angebot ist, will sich Corrently auch regional präsentieren. Daher startet die erste Kampagne in der Gemeinde Mauer, dem Unternehmenssitz der Stromdao GmbH und Geburtsort von Corrently. Mit einer Plakataktion spricht das Unternehmen die Bewohner von Mauer mit dem Motto „Wir machen Dich grün, mit regionalem Ökostrom“ als erste direkt auf den intelligenten Klimaschutztarif an.

Da der Ökostromtarif Corrently aber in ganz Deutschland funktioniert, informiert das Unternehmen nach der Aktion in Mauer auch in anderen Gemeinden Deutschlands über ihren Ökostromtarif mit jeweils regional zugeschnittenen Kampagnen.

26.5.2020 | Quelle: Stromdao | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Politik soll Rekordanstieg der EEG-Umlage im Jahr 2021 verhindern

26. Mai 2020 - 13:14

Die EEG-Umlage steigt 2021 infolge der Corona-Krise um fast 2 Cent auf 8,6 Cent je Kilowattstunde, sofern die Politik nicht eingreift. Das würde laut Agora Energiewende einen Rekordanstieg der EEG-Umlage bedeuten. Zwar hat die Bundesregierung vorgeschlagen, den CO₂-Preis auf Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas auf 25 Euro je Tonne zu erhöhen und mit den Einnahmen die EEG-Umlage zu senken. Dies reduziert die Umlage jedoch nur um 1,5 Cent je Kilowattstunde, sodass sie demnach mit 7,1 Cent je Kilowattstunde im Jahr 2021 über dem derzeitigen Niveau von 6,8 Cent liegen würde. Agora Energiewende schlägt daher vor, dass die Bundesregierung die EEG-Umlage im Rahmen des geplanten Corona-Konjunkturpakets mit fünf Cent je Kilowattstunde aus dem Bundesaushalt bezuschusst und so die Stromkundinnen und -kunden entlastet sowie die Kaufkraft stärkt.

Vermarktungserlöse für Ökostrom sinken

Die Ursache für den drohenden Rekordanstieg der EEG-Umlage ist eine Kombination von zwei Faktoren: Zum einen sind bereits vor der Corona-Krise die Börsenstrompreise infolge des Preisverfalls von Erdgas im Großhandel stark gesunken. Mit diesem Rückgang haben sich auch die Vermarktungserlöse für Ökostrom vermindert, die EEG-Förderzahlungen haben sich im Gegenzug erhöht. Zum anderen ist der Stromverbrauch infolge der Corona-Krise stark zurückgegangen. Dadurch ist erstens der Börsenstrompreis zusätzlich gefallen und zweitens sind die Einnahmen aus der EEG-Umlage, die auf die verbrauchte Kilowattstunde gezahlt wird, zurückgegangen. Nach der EEG-Umlagesystematik werden diese Effekte durch eine entsprechend höhere EEG-Umlage 2021 ausgeglichen.

„Die Einnahmen des CO₂-Preises auf Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas reichen nicht aus, um die EEG-Umlage 2021 zu senken“, sagt Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. „Ein deutlich niedrigerer Strompreis für die Verbraucherinnen und Verbraucher ist bei den aktuellen Börsenstrompreisen und durch die Corona-Effekte nur mit einem gezielten Zuschuss aus dem Bundeshaushalt realisierbar. Das hätte einen doppelten Nutzen für Klima und Wirtschaft: Zum einen steigt die Kaufkraft, wenn die Regierung die Stromrechnungen senkt, und sie entlastet so auch die krisengebeutelten Betriebe. Zum anderen ebnet die Regierung damit den Weg für klimafreundliche Technologien, die so an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen. Beispielsweise elektrische Wärmepumpen zum Heizen, Elektromobilität oder die Herstellung von Wasserstoff. Wir können so die Klimaherausforderung bei der Bewältigung der Corona-Krise mitanpacken.“

12 Milliarden Euro zur Senkung der EEG-Umlage als Teil eines Konjunkturpakets

Ein Zuschuss von fünf Cent zur EEG-Umlage erfordert rund 12 Milliarden Euro zuzüglich eine Milliarde Euro aus dem Bundeshaushalt für die entgangenen Mehrwertsteuereinnahmen, so der Vorschlag. Das Geld könnte Teil eines Konjunkturpakets sein und die EEG-Umlagesenkung im Jahr 2021 – oder entsprechend aufgestockt sogar bereits im zweiten Halbjahr 2020 – bewirken. Von 2022 an könnte ein CO₂-Preis auf Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel in Höhe von rund 50 Euro pro Tonne CO2 die nötige Gegenfinanzierung liefern. Mit weiteren Bundesmitteln wäre sogar die komplette Abschaffung der EEG-Umlage denkbar.

EEG-Kontostand sinkt aufgrund der Entwicklungen von Strompreis und -nachfrage

Zur Prognose vom Rekordanstieg der EEG-Umlage im Jahr 2021 hat Agora Energiewende sowohl die aktuellen Trends an der Strombörse als auch der Nachfrage analysiert und mit den im Jahr 2019 gesetzten Parametern zur Berechnung der EEG-Umlage 2020 verglichen. Demnach weichen die aktuellen Börsenstrompreise stark von denen ab, die man 2019 zur Berechnung der EEG-Umlage 2020 aufgrund von gesetzlichen Vorschriften angenommen hat. Statt der angesetzten 49,34 Euro je Megawattstunde lagen die Börsenstrompreise 2020 bisher im Mittel bei 23,41 Euro. Entsprechend dieser Differenz sinken die Erlöse, die die Übertragungsnetzbetreiber für den Verkauf des Ökostroms erzielen. Der Ausgleich dieses Defizits 2021 führt zu einem Teil des Umlageanstiegs. Zusätzlich ist auch 2021 mit niedrigeren Strompreisen zu rechnen, wie Terminhandelsgeschäfte an der Strombörse zeigen. In Summe führen diese Faktoren im nächsten Jahr zu einem Anstieg der EEG-Umlage um 1,1 Cent je Kilowattstunde.

Weitere 0,7 Cent Anstieg sind auf den Corona-bedingten Rückgang der Stromnachfrage zurückzuführen. Agora Energiewende erwartet hier ein Minus von rund vier Prozent im Jahresmittel. Entsprechend sinken die Einnahmen aus der EEG-Umlage, die auf die verbrauchte Kilowattstunde gezahlt wird. Diese Effekte erhöhen die Stromrechnungen und sollen mit dem Agora-Vorschlag von einem 5-Cent-Zuschuss zur EEG-Umlage abgefedert werden.

Die Kurzanalyse „Zwischen Rekordhoch und Abschaffung: Die EEG-Umlage 2021 in Zeiten der Corona-Krise“ steht unter dem nebenstehenden Link zum Download zur Verfügung. Darin enthalten sind die Berechnungen zur Entwicklung der EEG-Umlage in 2021 und die Ausführung des Vorschlags von Agora Energiewende, wie die Politik die EEG-Umlage mit Konjunkturhilfen senken kann.

26.5.2020 | Quelle: Agora Energiewende | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Photovoltaik-Module von Solarwatt bestehen LeTID-Test

26. Mai 2020 - 12:37

Solarwatt, deutscher Hersteller von Photovoltaiksystemen, hat Tests für den Light and elevated Temperature Induced Degradation Benchmark (LeTID) durchgeführt. Die Leistung der Solarmodule reduzierte sich in keiner getesteten Konstellation um mehr als 1,8 Prozent. Beim LeTID-Benchmark werden die PERC-Solarzellen, die in den Solarmodulen verbaut werden, auf ihren licht- und temperaturinduzierten Leistungsverlust hin geprüft.

Seit einiger Zeit existiert in der Solarbranche eine rege Diskussion darüber, wie sehr die weit verbreiteten und viel verbauten PERC-Zellen durch das Phänomen LeTID an Leistung verlieren. Aufgrund des typischen Aufbaus von PERC-Zellen besteht die Möglichkeit, dass sie in einigen Zusammensetzungen und unter bestimmten Umständen beschleunigt degradieren. Daher hat die Industrie den Standard für die Prüfung von Solarpaneelen um einen zusätzlichen Test für LeTID, die IEC CD 61215-1: Ed.2.0, erweitert. Solarwatt ist einer der ersten Hersteller, der seine Photovoltaik-Module diesen Test durchlaufen ließ und gute Resultate vorweisen kann.

LeTID kann innerhalb der ersten Monate bis hin zu den ersten Jahren nach der Installation auftreten und verursacht in manchen Fällen eine Leistungsreduzierung der Module bis zu zehn Prozent. LeTID ist jedoch reversibel, nach einiger Zeit vermindert sich der Leistungsabfall wieder merklich. „Nichtsdestotrotz streben wir nach der bestmöglichen Zusicherung der Leistung unserer Solarmodule, der vorausgesagte Wirkungsgrad soll in der Praxis Bestand haben. Es ist für uns also essentiell, eine Verschlechterung durch den LeTID-Effekt weitestgehend auszuschließen“, stellt Norbert Betzl, Director Product Management Solar Modules bei Solarwatt, fest.

Vor Jahren bereits hat Solarwatt als einer der ersten Hersteller, seine Photovoltaik-Module auf ihre Beständigkeit gegen die Beeinträchtigung durch den PID-Effekt getestet – mit positivem Ergebnis. Auch bezüglich LeTID will der Dresdner Hersteller seinen Partnern und Kunden schnellstmöglich Sicherheit hinsichtlich dieses potentiell auftretenden Phänomens bieten.

26.5.2020 | Quelle: Solarwatt | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Wasserstoffwirtschaft: Projektentwicker evety geht an den Start

26. Mai 2020 - 12:12

Angesichts stockender Energiewende und drängender Klimaziele steht Wasserstoff als Energieträger in vielen Branchen in den Startlöchern. In etlichen Regionen gibt es bereits vielversprechende Pilotprojekte. Das neue Unternehmen evety bietet als Erster im Markt ein umfassendes Portfolio für die Realisierung von Wasserstoffprojekten in verschiedenen Anwendungsbereichen an. Ziel ist es, die Zukunftschance Wasserstoff für die Wirtschaft zu erschließen, grüne Energie voranzubringen und sektorenübergreifend die Dekarbonisierung zu fördern.

„Wir haben mit evety die Chance, einen entscheidenden Beitrag für eine nachhaltige Wasserstoffwirtschaft zu leisten. Unsere Bündelung von Kompetenzen ist im Markt einzigartig und wird für viele unserer Kunden der Schlüssel zur Wasserstoffzukunft sein“, sagte Klaus Altfeld, Geschäftsführer der evety GmbH. Das Unternehmen wird in Essen sitzen. Ein weiterer Standort wird bis Ende des Jahres in München eröffnet.

Das Angebot des neuen Unternehmens umfasst unter anderem:

  • Erarbeitung technisch und wirtschaftlich umsetzbarer H2-Konzepte
  • Begleitung bei der Projektentwicklung und -umsetzung von Wasserstoffprojekten bis zur Inbetriebnahme
  • Schaffung neuer Ökosysteme durch branchenübergreifende Vernetzung
Stärken der Partner bündeln

Die drei Partner haben in einem gemeinsamen Strategieprozess den Grundstein für die Ausrichtung von evety gelegt. Alle drei bringen ihre Stärken ein.

Jörg Bergmann, Sprecher der Geschäftsführung der OGE: „Der Bau und Betrieb von Gasnetzen sind unser Kerngeschäft. In Zukunft werden wir immer mehr grüne Gase – insbesondere Wasserstoff – transportieren. Wasserstoff ermöglicht CO2-Neutralität und ist ein Schlüssel zur Sektorenkopplung.“

Reiner Block, CEO Division Industry Service von TÜV SÜD: „Unsere Erfahrung beim Prüfen und Zertifizieren von Wasserstoffsystemen reicht von der Erzeugung bis zur Anwendung. Wir können die Einführung von Wasserstofftechnologien mit Blick auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit vorantreiben und schaffen damit das nötige Vertrauen für die Akzeptanz und die Durchsetzung dieser Technologien im Markt.“

Michael Kieninger, Sprecher des Vorstands von Horváth & Partners: „Wir sind Experten für Unternehmenssteuerung und Transformation sowie die Entwicklung von Geschäftsmodellen und Geschäftsfeldern der Zukunft. Wasserstoff ist eines, auf das wir im Sinne einer nachhaltigen Wirtschaft konsequent setzen.“

Integrierter Beratungsansatz für strategische Planung

evety verfügt somit über praktische Consulting-, Konzeptions- und Projektexpertise sowie über Kompetenzen bei Planung, Inbetriebnahme und Betrieb. Das Angebot richtet sich konkret an Unternehmen der Industrie, Logistik, Mobilität und Energieversorgung, die das Potenzial der Wasserstofftechnologien nutzen wollen. Dabei soll das neue Unternehmen Kunden an jedem Punkt der H2-Wertschöpfungskette von der Entwicklung bis zur Anwendung begleiten. „Mit unserem integrierten Beratungsansatz ermöglichen wir die strategische Planung von Geschäftsmodellen mit Wasserstoff, die Realisierung von Vorhaben sowie die Vernetzung von Akteuren, die zum Vorreiter in der Wasserstoffwirtschaft werden wollen – und entwickeln damit neue Märkte“, betonte Klaus Altfeld. „Das Vernetzen ist von besonderer Bedeutung, da Wasserstofftechnologien sich künftig vielmehr in kleinen Systemverbünden entwickeln werden – und eine lineare Versorgung wie in der Vergangenheit erst in Verbindung mit einem entstandenen Markt, größerem Bedarf und für die Vernetzung von Wasserstoffregionen zum Tragen kommt. Gemeinsam verfolgen wir die Vision, den Wandel zu grüner Energie erfolgreich zu gestalten.“

26.5.2020 | Quelle: evety | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Elektromobilität: Fraunhofer IWKS baut Recycling-Zentrum ZDR-EMIL auf

26. Mai 2020 - 11:41

Die Kreislaufführung von wertvollen Ressourcen und die Reduktion des ökologischen Fußabdrucks der von Elektro-Fahrzeugen sind von entscheidender Bedeutung, um einen nachhaltigen Beitrag zu den Klimazielen zu leisten. Die Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS setzt genau hier an und entwickelt gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung nachhaltige Prozesse für ein vollständiges Recycling der Komponenten von Elektro-Fahrzeugen. Als Weiterentwicklung des Fraunhofer IWKS am Standort Hanau baut die Forschungseinrichtung seit April 2020 ein nachhaltiges Zentrum für Demontage und Recycling – Elektromobilität (ZDR-EMIL) auf und macht es den regionalen Unternehmen aus Hessen verfügbar. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert das neue Zentrum.

„Mit dem ZDR-EMIL werden automatisierte und flexible Demontage- und Recyclingprozesse für alle Komponenten aus Elektrofahrzeugen entwickelt. In Kooperation mit der regionalen Industrie können wir so eine hohe Recyclingeffizienz unter den Gesichtspunkten von Wirtschaftlichkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit erreichen“, erklärt Jörg Zimmermann, Projektleiter des ZDR-EMIL. „Wichtig bei unserem Ansatz ist, dass wir alle Materialien zurückgewinnen. Dies beinhaltet die wertvollen kritischen Metalle, aber auch Konstruktionswerkstoffe wie Kunststoff, Aluminium und Stahl, die in weitaus größerer Menge enthalten sind. So wird eine Deponierung und Dissipation vermieden.“ Für eine effiziente und ökologisch sinnvolle Umsetzung ist es erforderlich, Prozesse auf die jeweiligen Bedürfnisse von Unternehmen auszurichten, abhängig von vorhandenen Infrastrukturen, anvisierter Aufbereitungstiefe, Investitionsrahmen und strategischen Partnern. Somit kann die Industrie von der Infrastruktur und dem Know-how des Fraunhofer IWKS bei der Umsetzung nachhaltiger Materialkreisläufe in der Elektromobilität profitieren.

Effiziente Kreislaufwirtschaft für die Elektromobilität

Das ZDR-EMIL etabliert eine effiziente Kreislaufwirtschaft für Funktionskomponenten der Elektromobilität, wie Batterien, Brennstoffzellen, Leistungselektronik und Magnete aus Elektromotoren von der Demontage über Re-Use bis zum Recycling. Der Fokus liegt dabei auf der automatisierten sicheren Demontage sowie auf nachhaltigen mechanischen und hydromechanischen Behandlungsmethoden und der selektiven Zerkleinerung, die eine Wiederverwertung aller Produktkomponenten ermöglicht. Hier baut das Fraunhofer IWKS auf seiner langjährigen Expertise in der Ressourcenforschung auf.

Erst wenn ein direkter Wiedereinsatz im Sinne von Re-Use und Reparatur der Funktionskomponenten technisch nicht mehr möglich ist, wird das funktionale Recycling, also die Rückgewinnung der Funktionsmaterialien, oder die Rückgewinnung von Ausgangsstoffen für die Synthese neuer Materialien eingesetzt. Ziel ist es dabei, hochwertige Rezyklate als neue Sekundärrohstoffe in möglichst wenigen Prozessschritten herzustellen. Operativ werden im ZDR-EMIL modulare und flexible Demonstratoren aufgebaut, die maßgeschneiderte Recyclingverfahren ermöglichen. Die Prozesse werden robotergestützt und automatisiert ausgelegt, damit die funktionalen Recyclingverfahren auch in Deutschland wirtschaftlich tragfähig sind. Das ZDR-EMIL bietet in dieser Hinsicht einen Mehrwert für die etablierten Unternehmen und damit verbesserte Synergien.

26.5.2020 | Quelle: Fraunhofer IWKS | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

KUER.NRW Gründungswettbewerb: Nordrhein-Westfalen fördert innovative Ideen und Start-ups

25. Mai 2020 - 14:20

„Ein Ziel der Umweltwirtschaft ist es, den Schutz natürlicher Ressourcen mit wirtschaftlichem Erfolg zu verbinden. Dies ist die Mixtur, mit der wir die Zukunft nach Corona gestalten können. Erforderlich hierzu sind gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen für nachhaltige Wirtschaftsideen und innovative Ideen“, erklärt NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser. „Mit dem KUER Businessplan Wettbewerb fördert das Land Gründerinnen und Gründer sowie Startups, die mit ihren Geschäftsideen zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen.“

Businessplan: KUER.NRW Gründungswettbewerb

Der KUER.NRW Gründungswettbewerb wird im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW von pro Ruhrgebiet e.V. mit der Startbahn Ruhr GmbH organisiert. Die Teilnahme ist kostenlos. Fünf Monate lang werden Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf ihrem Weg hin zu einem fundierten, eigenständig erarbeiteten Geschäftsplan begleitet. Über 100 Expertinnen und Experten im KUER.Netzwerk stehen als Coach zur Seite – individuell und branchenspezifisch. In Webinaren und Präsenzworkshops wird das notwendige Wissen vermittelt.

Teilnehmen kann jeder, der eine innovative Produkt- oder Dienstleistungsidee in den Branchen Klima, Umwelt, Energieeffizienz und Ressourcenschonung hat. Auch junge Start-ups können mitmachen, die bereits am Standort Nordrhein-Westfalen gegründet wurden und nicht älter als zwei Jahre sind.

Finanzierung über NRW.SeedCap ausgeweitet

Zur Frühphasenfinanzierung für Start-Ups der Umweltwirtschaft wurde das NRW.SeedCap Programm der NRW.BANK finanziell ausgeweitet. Das Beteiligungsprogramm richtet sich jetzt an Jungunternehmen aus allen Branchen, die ein innovatives, wachstumsorientiertes Geschäftsmodell aufweisen und nicht mehr nur an digitale Start-ups. Darüber hinaus können Start-ups, die eine Erstfinanzierung über das Programm erhalten haben, bis 36 Monate nach Gründung eine zweite Finanzierungsstufe beantragen. Bei NRW.SeedCap finanzieren die NRW.BANK und ein oder mehrere Business Angels als Investoren zu gleichen Konditionen in Form einer Beteiligung. Der Finanzierungsanteil der NRW.BANK beträgt zwischen 15.000 und 100.000 Euro. Unterstützt werden Unternehmen in Nordrhein-Westfalen, die nicht älter als 18 Monate sind.

Die Registrierung für den KUER.NRW Gründungswettbewerb ist ab sofort unter dem nebenstehenden Link möglich.

25.5.2020 | Quelle: MULNV NRW | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Windenergie: Vergünstigte Stromtarife für Kommunen und Bürger vor Ort

25. Mai 2020 - 13:46

Kommunen und Bürger sollen vergünstigte Stromtarife als beteiligung an der Windenergie erhalten. Dies schlägt die Kanzlei Becker Büttner Held (BBH) in einem Gutachten für das BMWi zusammen mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und dem Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) vor. Nachdem das BMWi dieses Konzept kürzlich in einem Eckpunktepapier veröffentlicht hat, ist es Teil des Gesetzgebungsverfahrens zur EEG-Novelle.

Um die Energiewende weiter voran zu bringen, ist der Ausbau der Windenergie in Deutschland dringend notwendig. Doch dieser stockt weiter. Ein Grund hierfür ist der fehlende Rückhalt bei einigen Anrainer-Kommunen und Bürgern. Durch eine finanzielle Beteiligung von Kommunen und Bürgern an den Umsätzen von Windenergieanlagen vor Ort soll die POlitik die Akzeptanz fördern.

Bürger sollen einen vergünstigten Stromtarif erhalten

Windenergieanlagenbetreiber sollen einen Betrag von 0,1 ct/kWh an Kommunen zahlen, schreiben BBH, IÖW und IKEM in ihrem Gutachten. Neben der kommunalen Beteiligung empfehlen die Experten außerdem einen vergünstigten Bürgerstromtarif für private Haushalte im Umkreis des Windrads, der 20 Prozent günstiger als der lokale Grundversorgertarif sein muss. Damit könnte ein Vierpersonenhaushalt pro Jahr durchschnittlich 100 bis 200 Euro sparen. Gibt es keine vergünstigte Stromtarife, soll die Zahlung an die Kommune 0,2 ct/kWh betragen. Der Vorschlag des Forschungskonsortiums bietet hierfür ein einfach umsetzbares und rechtssicheres Modell.

„Wir erwarten, dass mit der Einführung der Beteiligungsinstrumente ein starker Anreiz für Kommunen geschaffen wird, die Errichtung von Windenergieanlagen zu unterstützen und sich aktiv in die Regionalplanung einzubringen“, erläutert BBH-Partner und Rechtsanwalt Martin Altrock. „Auch wenn die Beteiligung von Kommunen und Bürgern kein Allheilmittel gegen den stockenden Windenergieausbau ist, kann sie eine wesentliche Basis für mehr Akzeptanz sein. Und damit auch ein erhöhter Windkraftausbau in den nächsten Jahren.“ BBH-Rechtsanwalt und Partner Counsel Wieland Lehnert ergänzt: „Dabei gewährleistet das vorgeschlagene Instrument eine bestmögliche Rechtssicherheit gerade auch mit Blick auf die Anforderungen des Grundgesetzes an solche Regelungen.“

25.5.2020 | Quelle: BBH | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

LEW erweitert Photovoltaik-Freiflächenanlage in Biessenhofen

25. Mai 2020 - 13:16

Die Lechwerke (LEW) haben mit dem Bau einer weiteren Photovoltaik-Freiflächenanlage in Biessenhofen begonnen. Die Anlage hat eine Leistung von rund 750 Kilowatt und entsteht auf einem Gelände der Lechwerke direkt an der Betriebsstelle und dem Umspannwerk. Eine Anlage ähnlicher Größenordnung hat LEW dort bereits 2018 in Betrieb genommen. Die neue Anlage soll die bereits bestehende erweitern. Künftig erzeugen die Anlagen auf einer Gesamtfläche von rund zwei Hektar etwa 1,6 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Rein rechnerisch könnte damit mehr als die Hälfte der Biessenhofener Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden.

Bauarbeiten unter Corona-Schutzmaßnahmen im Zeitplan

Unter Einhaltung geltenden Hygiene- und Abstandsregeln zur Vermeidung von Corona-Infektionen laufen die Bauarbeiten bisher gemäß Zeitplan: Mitarbeiter von LEW sowie von Partnerfirmen haben in den vergangenen Wochen die Installation der Module vorbereitet. Hierfür wurden auf dem Gelände zunächst Modultische als Unterkonstruktion für die Solarmodule errichtet und Erdarbeiten für die Verlegung der Stromkabel durchgeführt. Nach der Verkabelung der Module mit den Wechselrichtern errichtet LEW Netzservice, ein Tochterunternehmen der Lechwerke, die Transformator- und Übergabestation und schließt die Anlage ans Stromnetz an. Im Sommer soll die Anlage dann in Betrieb gehen und Strom in das Verteilnetz der Region einspeisen.

„Um die klimapolitischen Ziele zu erreichen, ist ein weiterer Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien notwendig“, sagt Projektleiterin Sigrid del Río. „LEW hat in den vergangenen Jahren zahlreiche eigene Anlagen in Betrieb genommen und sich auch für dieses Jahr mehrere Solar-Projekte vorgenommen. Diese treiben wir auch in der aktuellen Zeit unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen voran. Jedes einzelne ist ein weiterer Schritt beim Umbau unseres Energiesystems.“

Klimaschutz und Artenschutz Hand in Hand

Bei seinen Solarprojekten verfolgt LEW einen erweiterten Umweltschutzgedanken. Klimaschutz und Artenschutz sollen Hand in Hand gehen. So wird in bei der Photovoltaik-Freiflächenanlage in Biessenhofen etwa die Wiese unter den Modulen mit Schafen besonders schonend bewirtschaftet. Als Ausgleichsmaßnahmen pflanzt LEW im Herbst zudem eine breite Hecke mit einheimischen Sträuchern und kleinen Bäumen. Diese stellt für Vögel, Kleintiere und Insekten einen erweiterten Lebensraum mit abwechslungsreichen Blüten und Früchten sowie Versteck- und Brutmöglichkeiten dar.

Mit der Kombination aus extensiver Bewirtschaftung und naturnaher Bepflanzung möchte LEW die Biodiversität auf dem Gelände steigern. „Es können sich mehr Insekten ansiedeln, die wiederum den Vögeln und Kleintieren als Futter dienen. So erzeugt der Solarpark nicht nur saubere Energie, sondern dient auch den Erhalt unserer Natur“, so Sigrid del Río.

25.5.2020 | Quelle: LEW | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

BEE fordert nachhaltiges Konjunkturprogramm

25. Mai 2020 - 12:29

„Deutschland kann gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgehen, wenn wir für unsere Volkswirtschaft den zukunftsfähigen Neustart mit einem nachhaltigen Konjunkturprogramm organisieren. Erneuerbare Energien spielen dafür die entscheidende Rolle, denn sie sorgen einerseits für Innovation, zukunftsfähige Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit und sind andererseits das effizienteste Instrument gegen die Klimakrise, deren Folgen wir zunehmend spüren. Wenn die Bundesregierung den Ausbau der Erneuerbaren Energien in allen Sektoren beschleunigt, können diese ihr volles Potenzial in einem gekoppelten Energiesystem entfalten. Anstatt fossile Technologien der Vergangenheit weiter zu befördern, müssen wir jetzt den innovationsstarken Aufbruch in die moderne CO2-freie Energiewirtschaft sichern. Dafür besteht jetzt die Chance. Die Bundesregierung muss anpacken“, fordert Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie. „Es ist erfreulich, dass auch aus der Bundesregierung Stimmen kommen, die auf eine nachhaltige Ausrichtung staatlicher Investitionen pochen. Dabei darf es nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben.“

Positionspapier für ein nachhaltiges Konjunkturprogramm

Wie ein nachhaltiges Konjunkturprogramm Wirtschaft und Klima gleichermaßen helfen kann, zeigt der Bundesverband Erneuerbare Energie in einem detaillierten Positionspapier.

Allein die Beseitigung von schon erkannten Bremsen und Hürden wird Investitionen in den Ausbau der Erneuerbaren Energien frei machen. „Wir brauchen schnell ein Gesetz, das die längst überfällige Einigung zum Wegfall des PV-Deckels gesetzlich verankert, endlich eine neue Dynamik für Windenergie an Land, Wind-Offshore und Biomasse auslöst, sowie das Ziel, bis 2030 einen Anteil von mindestens 65 Prozent Erneuerbaren Energien am Strommix zu erreichen, festschreibt“, so Peter.

„Durch die Streichung von Bremsen kann die Bundesregierung kurzfristig hohe Investitionen bei den Erneuerbaren auslösen, die für hohe Steuereinnahmen in den Kommunen sorgen.“ Darüber gelte es, an der Einführung eines ersten zaghaften CO2-Preises in den Sektoren Wärme und Verkehr pünktlich zum Jahresbeginn 2021 festzuhalten. Um die Sektorenkopplung anzureizen, sei zudem eine Minderung der staatlich induzierten Bestandteile beim Strompreis wichtig. „Wenn die Bundesregierung die Stromsteuer auf die europarechtliche Mindesthöhe senkt und Industrieprivilegien im EEG aus dem Bundeshaushalt finanziert, hat sie sofort alle Mittel in der Hand, um die EEG-Umlage zu stabilisieren“, betont Peter.

Investitionsoffensive für kommunale Wärmenetze

Im Gebäudebereich müsse insbesondere die Austauschrate fossiler Heizungen durch Erneuerbare Heizsysteme beschleunigt werden. „Eine Ausweitung der Austauschprämie auf alte Kohlekessel und Nachtspeicherheizungen würde ein wichtiges Signal in den Markt setzen“, so Peter. „Für kommunale Wärmenetze, die bisher fast ausschließlich durch fossile Brennstoffe gespeist sind, ist eine öffentliche Investitionsoffensive angebracht: Großwärmepumpen, große Solarthermie, Tiefen-Geothermie und Biomasseheizkraftwerke brauchen einen gezielten Markthochlauf.“

Im Mobilitätssektor müsse die öffentliche Hand den Auf- und Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für batteriebetriebene Fahrzeuge und das Tankstellennetz für Fahrzeuge, die mit grünem Wasserstoff oder Biogas betrieben werden, forcieren. „Es darf keinesfalls eine Kaufprämie geben, die auf Diesel und Benziner setzt, denn diese sind ein Auslaufmodell und stehen allen Klimaschutzbestrebungen entgegen. Für den ÖPNV und SPNV braucht es eine Anschaffungsoffensive für CO2-freie Fahrzeuge. Sämtliche staatlichen Kredite, Beteiligungen und Bürgschaften sollten mit Nachhaltigkeitskriterien versehen werden“, fordert Peter.

Im zweiten Halbjahr müsse die Bundesregierung außerdem ihren Vorsitz bei der Ratspräsidentschaft nutzen, um den Green Deal konsequent voranzutreiben und dabei im eigenen Land mit gutem Beispiel voranzugehen.

Das Positionspapier für ein nachhaltiges Konjunkturprogramm kann unter dem nebenstehenden Link heruntergeladen werden.

25.5.2020 | Quelle: BEE | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Wärmepumpen und Photovoltaik: Baustart für Smartes Quartier Karlsruhe-Durlach

25. Mai 2020 - 11:56

In Karlsruhe-Durlach haben die Bauarbeiten zur Umsetzung eines innovativen Energieversorgungskonzeptes für fünf Mehrfamilien-Bestandsgebäude mit 175 Wohnungen begonnen. Im Rahmen des Projekts »Smartes Quartier Karlsruhe-Durlach« wird die derzeitige konventionelle Versorgung durch ein Energiesystem ersetzt, bei dem zwei Wärmepumpen, Photovoltaik-Anlagen, Erdgas-Blockheizkraftwerke (BHKW) und ein Energiemanagement mit KI-basierter Fehlererkennung zum Einsatz kommen. Ziele sind die Halbierung des Primärenergieverbrauchs und der damit verbundenen CO₂-Emissionen und die Erprobung eines wirtschaftlichen Betreiberkonzeptes.

Innovative Wärmepumpen und Photovoltaik-Strom

In dem vom BMWi geförderten Projekt »Smartes Quartier Karlsruhe-Durlach« bauen die Volkswohnung GmbH und die Stadtwerke Karlsruhe eine dezentrale und solare Energieversorgung für den Gebäudekomplex in Karlsruhe-Durlach auf. Aktuell werden die fünf Mehrfamilienhäuser durch Erdgaskessel und Strom aus dem Netz versorgt.

Das für die energetische Sanierung entwickelte Energiekonzept setzt auf die Kombination bewährter Technologien. So werden auf den Dächern aller Gebäude Photovoltaik-Anlagen installiert. Drei der Gebäude sind mit einer Nahwärmeleitung verbunden, in die zwei Erdgas-BHKW Wärme einspeisen. Eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung des Konzepts ist der Quartiersansatz. Damit ist die Vernetzung mehrerer Gebäude sowohl durch Austausch von Energie als auch einer übergreifenden Betriebsführung und Regelung gemeint.

Zwei Gebäude erhalten dezentrale Wärmepumpenanlagen mit innovativen Wärmequellen: eine Mehrquellen-Großwärmepumpe (Außenluft, Erdwärmesonden), die Forscher im Forschungsvorhaben »LowEx im Bestand-HEAVEN« entwickelt haben, sowie eine Wärmepumpenanlage mit photovoltaisch-thermischen Kollektoren als Wärmequelle. Bislang kommen Wärmepumpen in Bestands-Mehrfamilienhäusern nur selten zum Einsatz. Die Integration in bestehende Mehrfamilienhäuser ist technisch anspruchsvoll. Denn das Temperaturniveau, die Verfügbarkeit von Wärmequellen und die Versorgung mit erneuerbarem Strom stellt besondere Herausforderungen.

»Die Kombination von Wärmepumpen mit Photovoltaik und einem Blockheizkraftwerk, zusammen mit Wärmespeichern, hat sowohl energetisch als auch ökonomisch großes Potenzial. Für Wohnungsgesellschaften ist bei optimaler Auslegung ein wirtschaftlicher Betrieb im Rahmen eines Contracting-Modells möglich«, betont Stefan Storz, Geschäftsführer der Volkswohnung GmbH.

CO2-Emissionen minimieren, Wirtschaftlichkeit optimieren

Für die Konzepterstellung des Energiesystems hat das Fraunhofer ISE das Quartier mit allen Erzeugern und Verbrauchern simuliert. Auf dieser Basis haben sie das Versorgungskonzept so optimiert, dass es die CO₂-Emissionen durch den Verbrauch von Erdgas und Netzstrom minimiert. Gleichzeitig erzielt das Konzept die für die Mieter erforderliche Wirtschaftlichkeit. Dies erreicht unter anderem durch ein intelligentes Energiemanagement. Dieses steuert die Wärmepumpen und den BHKW-Betrieb so, dass die Wärmepumpen bevorzugt mit selbst erzeugten Photovoltaik- oder BHKW-Strom nutzen. Zur Betriebsoptimierung entwickeln die Forscher neuartige Fehlererkennungsalgorithmen, die auf Verfahren der künstlichen Intelligenz basieren.

»Die Simulationsergebnisse zeigen, dass die intelligente Integration aller drei Technologien eine CO₂-Einsparung von über 50 Prozent und zugleich eine hohe Wirtschaftlichkeit für den Betreiber erwarten lassen«, so Manuel Lämmle vom Fraunhofer ISE in Freiburg.

Monitoring sichert optimalen Betrieb

Das Institut INATECH der Uni Freiburg und das Fraunhofer ISE installieren im Rahmen des Projekts »Smartes Quartier Karlsruhe-Durlach« ein Monitoring-System und werten die erhobenen Messdaten über drei Betriebsjahre hinweg aus. Dies soll zum einen wissenschaftliche Fragestellungen zur energetischen Performance des innovativen Energiekonzepts beantworten. Zur Überprüfung des Energiekonzeptes erstellen die Forscher Vorher/Nachher- sowie Soll/Ist-Vergleiche und Energiebilanzen. Zum anderen soll nach der Monitoring-Phase ein optimiertes Regelungskonzept verfügbar sein, das der Betreiber weiterführen kann.

»Die genaue Messung und Dokumentation der Einsparungen, die das neue Energiekonzept erzielt, soll möglichst viele weitere Unternehmen der Wohnungswirtschaft bei der Entscheidung dafür unterstützen, ebenfalls in ambitionierte, klimafreundliche Versorgungskonzepte zu investieren«, erklärt Stefan Hess, Forschungsgruppenleiter am INATECH.

Das Demonstrations-Projekt gehört zum thematischen Projekt-Verbund »LowEx-Konzepte für die Wärmeversorgung von sanierten Mehrfamilien-Bestandsgebäuden (LowEx im Bestand)«. Das Projekt soll zur Markteinführung und –verbreitung von LowEx-Konzepten und Systemen für Bestandsgebäude beitragen. Der Begriff »LowEx« charakterisiert Systeme, die mit möglichst niedrigem Temperaturniveau arbeiten. Durch die damit mögliche Nutzung von Umweltenergie in Wärmepumpen können diese eine sehr hohe Effizienz erreichen.

25.5.2020 | Quelle: Fraunhofer ISE | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Kanduth will mit Arcon-Sunmark weiter OEM-Hersteller bleiben

25. Mai 2020 - 9:01
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Kampf um Definitionshoheit über Prosumer

23. Mai 2020 - 9:00
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Photovoltaik: Solarstrom für Schokoladenfabrik

22. Mai 2020 - 14:51

Das deutsch-ghanaische Unternehmen Fairafric will Solarstrom für eine neue Schokoladenfabrik. Wie die Firma im Rahmen einer Crowdinvestment-Kampagne mitteilt, geht es dabei um eine Fabrik in Suhum, nördlich der ghanaischen Hauptstadt Accra. Dort sei derzeit die neue solarbetriebene Schokoladenfabrik im Bau. Sie erhalte eine Aufdach-Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 266 Kilowatt Spitzenleistung (kWp). Die Module stammen von Jinko, 5 Wechselrichter von Sungrow. Der erwartete Stromertrag betrage pro kW jährlich rund 1.400 Kilowattstunden.

Die neue Fabrik werde an das Stromnetz des staatlichen Energieversorgers angeschlossen. Der Solarstrom sei aber komplett für den Eigenbedarf der Schokoladenfabrik gedacht. Eine Stromeinspeisung sei nicht vorgesehen. In der Nacht oder an bewölkten Tagen beziehe das Unternehmen Strom aus dem Netz.

Solarstrom bietet sich in Afrika zur Energieversorgung im Zusammenhang mit der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Rohstoffen an. In Kenia verfolgt die Organisation Rainforest Alliance zum Beispiel ein Solarstrom-Projekt für Teebauer.

Zur Finanzierung eines Volumens von 400.000 Euro hat Fairafric auf der Plattform Ecoligo eine Kampagne gestartet. Zeichner können ab 100 Euro Darlehen geben und erhalten dafür eine Verzinsung von 5,5 Prozent. Die Laufzeit der Nachrang-Darlehen beträgt fünf Jahre.

Die Firma hat sich zum Ziel gesetzt, die Wertschöpfungskette von Schokolade in das Herkunftsland der Hauptressource Kakao zu verlagern. Tatsächlich finde die Produktion der bio-zertifizierten Schokoladentafeln komplett in Ghana statt. Die Kakaoproduzenten würden fair entlohnt und über eine Stiftung am Unternehmen beteiligt.

Durch die neue Anlage steige die Produktionskapazität in Ghana von bisher 1.500 Tafeln auf 100.000 Tafeln. Im ersten Jahr will die Fabrik 85 neue Arbeitsplätze schaffen. Fairafric wirtschafte seit zwei Jahren komplett klimaneutral.

22.5.2020 | Quelle: Ecoligo | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Neue Petition für solare Eigenversorgung

22. Mai 2020 - 14:09

Eine neue Petition für solare Eigenversorgung haben das Bündnis Bürgerenergie und der Solarenergie-Förderverein Aachen auf den Weg gebracht. Die Initiatoren wollen den „Abbau aller Hindernisse bei der Nutzung von selbst erzeugtem Solarstrom“. Deshalb fordere die Petition die kompromisslose Umsetzung der Eigenversorgungs-Regeln in der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU. Damit wollen sie auch Mieterin die Lage versetzt sehen, sich mit Solarstrom selbst zu versorgen.

In diesem Punkt, so die Initiatoren, müsse die Bundesregierung endlich liefern. Das altbekannte Problem sei, dass eigentlich nur „Häuslebauer“ die sogenannte Eigenversorgung wahrnehmen könnten. Und das sei auch nur unter bestimmten engen Bedingungen möglich. Für alle anderen wie insbesondere Mieterinnen und Mieter werde es dagegen teuer und bürokratisch. Das hindere massiv den Klimaschutz auf den Dächern. Die neue Petition für solare Eigenversorgung will Abhilfe schaffen.

Bereits vor zwei Wochen hatten die Initiatoren eine erste Petition mit mehr als 120.000 Unterschriften übergeben. Dort geht es um eine Zukunft für die Anlagen, die nach 20 Jahren aus dem EEG fallen.

22.5.2020 | Quelle: Büdnis Bürgerenergie e.V. | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Solare Kälte für Lebensmittel

22. Mai 2020 - 12:50

Solare Kälte für Lebensmittel ist gerade in heißen Regionen der Welt eine wichtige Option für Klimaschutz und Nahrungssicherung. Das soll nun ein speziell entwickelter Solarkollektior zeigen, der sowohl Wärme als auch Strom liefert. Der so genannte SunOyster wird in Kürze auf den Kapverdischen Inseln zum Einsatz kommen. Darüber berichtet der Entwickler der Technologie, die Hamburger Firma Hummel Systemlösungen.

Sie entwickle gemeinsam mit des Unternehmen Biowatt Energy im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projektes „SolarFreeze“ einen Prototypen für die Eisproduktion. Auf den Kapverden soll er helfen, Lebensmittel kühl zu lagern und zu transportieren.

Denn dort sei zwar 365 Tage im Jahr Fischfangsaison. Doch wegen mangelnder Kälteversorgung verdürben über 30 Prozent des Fangs. Für die Lagerung oder den Transport ist Eis nötigt. Wie in vielen heißen Regionen der Erde ist das aber bisher schwierig.

„Mit Solar Freeze wird aus Sonnenenergie Kälte“, sagt Firmeninhaber Erik Bochmann. Und diese Kälte soll helfen, im landwirtschaftlichen Produktionsbereich Lebensmittel von Landwirten oder Fischern zwischenzulagern und dann in den Märkten zu verkaufen.

Schließen bei Wind wie eine Auster

Die SunOyster erzeuge die dafür benötigte Energie. Es handele sich dabei um eine konzentrierende Solartechnologie, die mit sehr hohem Wirkungsgrad aus dem Sonnenlicht zeitgleich Strom und Wärme erzeuge. Die Wärme lasse sich mit einer Kältemaschine in Kälte umwandeln. Bei starkem Wind schlössen sich die Parabolspiegel der Anlage in eine Schutzposition genau wie bei einer Auster. Auf den Kapverden finde die SunOyster ideale Einsatzbedingungen mit einer hervorragenden Direktstrahlung vor. Diese seien dreimal so hoch wie in Norddeutschland.

Dazu bestehe eine hohe Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, die eine der Hauptschwierigkeiten des derzeitigen kapverdischen Energiesystems darstellten. „Die Eismaschinen brauchen sowohl Strom als auch thermische Energie. Das Besondere ist: Die SunOyster wird autark arbeiten und unabhängig von steigenden Energiekosten und Stromausfällen Energie produzieren.” Das sagt Jan Dohrmann, Geschäftsführer und Inhaber von Biowatt.

Auf dem Hummel-Firmengelände finden aktuell die Messungen zur der Funktionsfähigkeit bis August 2020 statt. Im Anschluss sollen diese dann auf den Kapverden ihre Fortsetzung finden.

22.5.2020 | Quelle: SunOyster Systems | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Wärme aus Wasserstoff und alten Anlagen

22. Mai 2020 - 11:36

In Bosbüll kommt Wärme künftig aus Wasserstoff und alten Anlagen. Dafür ist in der nordfriesischen Gemeinde nun der Spatenstich für das Wärmenetz erfolgt. Wie der Energiedienstleister GP Joule mitteilte, wird die Wärme ausschließlich aus regionalem Strom von Windenergie- und Photovoltaikanlagen stammen, deren Förderung ausläuft. Zudem nutze das Netz Abwärme. die bei der Produktion von grünem Wasserstoff entsteht.

Ab Ende dieses Jahres sollen 25 Wohnhäuser und ein großer Schweinestall in der Gemeinde Bosbüll über 1.100 Megawattstunden Heizenergie erhalten. Weitere Gebäude sollen folgen. Initiatoren des Projekts sind Ove Petersen, Gründer und Geschäftsführer GP Joule, John-Heinrich Ingwersen, Geschäftsführer Windpark Bosbüll GmbH & Co. KG, sowie Ingo Böhm, Geschäftsführer Bosbüll Energie GmbH und Bürgermeister. Die kaufmännische und technische Betriebsführung übernehme dabei die GP Joule. 

Das Wärmenetzsystem verbindet sich mit dem Wasserstoff-Mobilitätskonzept eFarm, das zurzeit in Bosbüll im Bau ist. Für die Wärmeerzeugung investiere die Bosbüll Energie GmbH in eine Luft-Wärmepumpe und einen Heizstab. Zusätzlich fließe die Abwärme der Elektrolyseure, die bei der Herstellung von Wasserstoff aus dem grünen Strom entsteht, in das Fernwärmenetz ein. Auf diese Weise produzieren die Windenergie- und PV-Anlagen auch nach Ende des EEGs weiter für die Wärmeerzeugung und die Elektrolyseure. Um eine möglichst ressourcenschonende Wärme zu realisieren, wollen die Initiatoren außerdem vorzugsweise Strom zu Zeiten der Eisman-Schaltung nutzen. 

Der Startpunkt des Wärmenetzes ist die Heizzentrale neben der eFarm und dem Großkunden Schweinestall. Über ein 2.680 m langes Verteilnetz komme die Wärme zu den zunächst 25 Kunden im Ort Bosbüll. Das Projekt erhält eine Förderung durch das Programm Wärmenetzsysteme 4.0 des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausführungskontrolle.

22.5.2020 | Quelle: GP Joule | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Eine Comeback für die deutsche Solarzellenproduktion

21. Mai 2020 - 11:00
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Sven Giegold (MdE): Bedingungslose Staatshilfen sind Gift

21. Mai 2020 - 9:00
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