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LBS informiert über nachhaltiges Bauen

22. August 2022 - 8:00

LBS-Immobilienmarktanalyse Eine ressourcenschonende Bauweise und der Einsatz erneuerbarer Energien können die Energiekosten nachhaltig niedrig halten. Darauf verweist die Bausparkasse LBS.

LBS-Immobilienmarktanalyse: Nachhaltiges Bauen im Kommen

41 Prozent der Wohnungseigentümer:innen in Deutschland haben im vergangenen Jahr mindestens eine nachhaltige Technologie genutzt – sei es eine Pelletsheizung, eine Solaranlage oder eine Wärmepumpe. “Wegen der langfristig niedrigeren Betriebskosten lohnt es sich finanziell, in ein nachhaltiges Eigenheim zu investieren”, erklärt Albrecht Luz von der LBS die wachsende Beliebtheit erneuerbarer Energien. Früher hätten viele Menschen das Thema Nachhaltigkeit eher mit Verzicht verbunden, heute bringe ein klimafreundlich gebautes Haus ein erhebliches Plus an Lebens- und Wohnqualität. Angehende Wohneigentümer:innen würden vor allem dann auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit achten, wenn die Kosten dadurch langfristig geringer würden, wie die LBS in ihrer aktuellen bundesweiten Immobilienmarktanalyse feststellt hat. Am wichtigsten ist ihnen demnach, durch die Maßnahmen und Technologien die Energieausgaben zu senken und staatliche Fördermittel nutzen zu können. Aber auch der Werterhalt der eigenen vier Wände spielt eine Rolle sowie die Verwendung ökologischer Baustoffe, die zu einem gesunden Raumklima beitragen.

Altes aufpäppeln statt Neues bauen

Deutlich kostengünstiger und nachhaltiger als ein Neubau ist laut LBS die Sanierung von Bestandsgebäuden. “Das CO2-Einsparpotenzial ist hier viereinhalb Mal größer”, sagt Luz. Angesichts der angestrebten CO2-Neutralität bis 2045, der explodierenden Energiepreise und des Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum zähle die Ertüchtigung des Wohnungsbestandes zu den größten Herausforderungen. Dabei können Bausparkassen wie die LBS einen wichtigen Beitrag leisten. Viele Bausparverträge, die in den vergangenen Jahren angespart wurden und heute zuteilungsreif sind oder in naher Zukunft werden, sind beim aktuellen Zinsniveau wieder sehr attraktiv. Wer nachhaltig bauen möchte, sollte möglichst nachwachsende und vor allem kreislauffähige, also recycelbare Rohstoffe verwenden, die bei einem späteren Rückbau wieder sortenrein getrennt werden können. Gut funktionieren Lehm, Holz und Stroh – am besten aus der näheren Umgebung. Energie und Geld sparen lässt sich auch mit recycelten Materialien aus Abrissgebäuden oder gebrauchten Bauteilen, die bei sogenannten Bauteilbörsen angeboten werden.

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Conflame: Smarte Technik regelt Kaminofen

19. August 2022 - 8:00

App für Conflame-Regelung Mit Conflame lassen sich Kaminöfen von Oranier intelligent regeln. Die Regelung hilft, Holz schadstoffarm zu verbrennen.

Conflame-Steuerung gibt es als Zubehör

Ist die richtige Menge an Brennholz aufgelegt? Stimmt die Luftzufuhr? Um einen Kaminofen richtig zu bedienen, braucht es Fingerspitzengefühl. So benötigt jede Abbrandphase unterschiedliche Luftmengen. Bei einem herkömmlichen Kaminofen müssen sie per Hand gesteuert werden. Beim Anzünden ist es wichtig, durch weites Öffnen der Regler möglichst schnell hohe Temperaturen zu erreichen, während danach die Luftzufuhr reduziert werden sollte, um ein ruhiges, wärmendes Flammenspiel zu genießen. Damit der Dreiklang aus Brennstoffmenge, Temperatur und Verbrennungsluft gelingt, stattet Oranier seine Kaminöfen mit der Conflame-Steuerung aus – leider nur auf Wunsch.

Conflame regelt intelligent

Mit Conflame lassen sich über eine App alle Daten des Verbrennungsvorgangs auf einem Smartphone oder Tablet anzeigen. Die Technik dafür findet sich unterhalb des Feuerraums. Sie analysiert über einen Mikroprozessor die relevanten Verbrennungsparameter, um die Lüftungsklappen so bewegen zu können, dass im Brennraum zur Emissionsminderung die richtige Temperatur herrscht und genügend Sauerstoff vorhanden ist. Den richtigen Zeitpunkt, um Holz nachzulegen, meldet die Steuerung mit einer Push-Nachricht auf dem Smartphone und mit einem Lichtpunkt am Kaminofen. Auch passt sie den Rauchgasstrom durch den Schornstein an.

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1. Halbjahr: Gasheizungen führen weiterhin mit Abstand

18. August 2022 - 8:00

Gasheizungen sind immer noch beliebt Energiekrise? Gasmangel? Den ungünstigen Rahmenbedingungen zum Trotz machen Gasheizungen das Gros des deutschen Absatzes aus.

Gasheizungen mit Solartechnik modernisieren

Trotz gestiegener Nachfrage und teilweise noch immer gestörter globaler Lieferketten blickt die deutsche Heizungsindustrie auf ein solides erstes Halbjahr im deutschen Markt zurück. Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) weist in seiner Bilanz für das erste Halbjahr 2022 ein Plus von einem Prozent im deutschen Markt gegenüber dem Vorjahr aus. Zwar wurden sechs Prozent weniger Gasheizungen verkauft. Doch machen sie immer noch 65 Prozent des Marktes aus. Den größten Zuwachs verzeichneten Wärmepumpen mit einem Plus von 25 Prozent (Marktanteil: 21 Prozent) sowie Pelletsheizungen mit einem Plus von sechs Prozent (Marktanteil: neun Prozent). Laut BDH gelte es, die rund 6,4 Millionen veraltete Gasheizungen schnellstmöglich im Sinne des Klimaschutzes zu modernisieren. In Kombination mit einer solarthermischen Anlage würden sich sehr wirtschaftlich bis zu 30 Prozent an Energie- und CO2-Einsparung realisieren lassen. Zwar steigerte sich auch der Absatz von Ölkesseln um 14 Prozent. Doch kommen sie nur auf einen Marktanteil von fünf Prozent.

Warten auf Wasserstoff?

„Um dem heterogenen Gebäudebestand Rechnung zu tragen und um die Wärmewende für die Menschen bezahlbar zu halten, brauchen wir sämtliche verfügbaren Effizienztechnologien”, erklärt BDH-Hauptgeschäftsführer Markus Staudt. Er meint damit neben Brennstoffzellen- und Holzheizungen sowie Gas-Solarkombinationen auch Systeme, die mit sogenannten grünen Gasen und Ölen heizen. Bereits heute sei es mit Biomethan möglich, jedes gasbasierte Heizsystem CO2-neutral zu betreiben. Ab 2025 werde es zudem Heizsysteme geben, die zu 100 Prozent wasserstofffähig seien. Ob bis dahin genügend umweltfreundlich hergestellter Wasserstoff für den Betrieb zur Verfügung steht? Laut Professor Hans-Martin Henning, Leiter des Freiburger Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme, wird Wasserstoff zum Heizen bis 2030 keine Rolle spielen, weil die Produktion bis dahin nicht so stark wachsen kann, wie von anderen Branchen nachgefragt.

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Deutschland: Pelletspreis im August 2022 weiterhin überhitzt

17. August 2022 - 8:00

Deutscher Pelletspreis im August 2022 In Deutschland ist der Pelletspreis im August 2022 um 34,5 Prozent gestiegen. Nach Angaben des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) beträgt der Durchschnittspreis 682,98 Euro pro Tonne.

“Innerhalb der Branche konnte sich bis vor kurzem niemand eine solche eine Situation vorstellen”, kommentiert DEPI-Geschäftsführer Martin Bentele die Preisexplosion bei Holzpellets. Aber die kriegsbedingten Verwerfungen hätten die gewohnten Rahmenbedingungen ausgehebelt. Es sei verständlich, wenn Heizungsbetreiber sich jetzt mit Pellets für den Winter eindecken möchten. Zur Marktberuhigung sei es aber sinnvoll, nur bei tatsächlichem Bedarf Pellets zu bestellen. Ob das die Konsument:innen wirklich beruhigen kann? Seit Monaten ist der Pelletspreis stetig angestiegen. Aktuell liegt er 194,4 Prozent über dem vor einem Jahr. Eine Kilowattstunde Wärme aus Holzpellets kostet derzeit 13,66 Eurocents. Der Preisvorteil zu Heizöl beträgt zehn Prozent, zu Erdgas 20 Prozent.

Deutscher Pelletspreis im August 2022 bei Abnahme von 3 Tonnen
  • in Süddeutschland: 689,88 Euro pro Tonne
  • in Mitteldeutschland: 696,82 Euro pro Tonne
  • in Nord- und Ostdeutschland: 732,45 Euro pro Tonne
Deutscher Pelletspreis im August 2022 bei Abnahme von 6 Tonnen
  • in Süddeutschland: 675,58 Euro pro Tonne
  • in Mitteldeutschland: 679,97 Euro pro Tonne
  • in Nord- und Ostdeutschland: 714,38 Euro pro Tonne
Deutscher Pelletspreis im August 2022 bei Abnahme von 26 Tonnen
  • in Süddeutschland: 662,59 Euro pro Tonne
  • in Mitteldeutschland: 663,74 Euro pro Tonne
  • in Nord- und Ostdeutschland: 690,49 Euro pro Tonne
Der DEPV-Index kurz erklärt

Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) veröffentlicht seinen monatlichen Preisindex seit 2011. Für den DEPV erhebt das Deutsche Pelletinstitut den Pelletspreis nach Regionen sowie nach Verkaufsmenge. Neben dem Preis sollten Verbraucherinnen und Verbraucher beim Pelletskauf laut DEPV vor allem auf die Qualität der Pellets achten, um einen störungsfreien Betrieb ihrer Heizanlage sichern zu können. Das ENplus-Siegel garantiert höchste Produktqualität und Transparenz durch Rückverfolgbarkeit. Zertifizierte Händler finden Sie auf den ENplus-Seiten.

Lesen Sie hier über die Gründe für die Preissteigerung.

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Christiane Wodtke: “Ein Fachbetrieb sollte die Holzfeuerstätte installieren”

12. August 2022 - 8:00

Christiane Wodtke Was gibt es bei der Planung und beim Kauf einer modernen Holzfeuerstätte zu beachten gilt, erläutert Christiane Wodtke im Interview. Sie ist Präsidentin des HKI Industrieverbands Haus, Heiz- und Küchentechnik.

Frau Wodtke, wo können sich Verbraucherinnen und Verbraucher am besten über den Kauf einer Holzfeuerstätte informieren?
In Deutschland bieten rund 50 Hersteller über 1.000 unterschiedliche Geräte und Varianten an. Während Kamin- und Pelletsöfen schnell auf- und abgebaut werden können, handelt es sich bei Heizkaminen und Kachelöfen um individuell gestaltete, handwerklich gesetzte Anlagen. Eine umfangreiche Liste – aufgeteilt nach den unterschiedlichen Feuerstätten – kann auf der Verbraucherseite www.ratgeber-ofen.de unter dem Stichwort “Herstellersuche” aufgerufen werden. Von dort lohnt sich der Blick auf die zahlreichen Internetauftritte und die breite Produktpalette der einzelnen Hersteller. Wer sein zukünftiges Gerät live erleben möchte, findet eine große Auswahl in den Ausstellungen des Fachhandwerks.

Muss ich den Schornsteinfeger informieren, wenn ich mir eine Feuerstätte anschaffen will?
Ja, unbedingt. Er kann sagen, ob ein vorhandener Schornstein für den Anschluss einer Feuerstätte geeignet ist oder ob er saniert beziehungsweise erneuert werden muss. Er weiß auch darüber Bescheid, ob eine vorhandene Holzfeuerung veraltet ist und aufgrund der Gesetzeslage bis Ende des Jahres 2024 ausgetauscht oder nachgerüstet werden muss.

Was ist bei der Wahl der neuen Feuerstätte zu beachten?
Ein Ofen sollte nicht nur nach Optik und Wohnstil ausgewählt werden – auch technische Aspekte sind zu beachten. So muss die Heizleistung an den Wärmebedarf angepasst sein, um ein Überheizen der Wohnräume zu verhindern. Die Berechnung des Bedarfs richtet sich nach der Wohnfläche, der Gebäudeart und der Wärmedämmung. Folgende Richtwerte gelten: Bei einem Bestandsgebäude mit einem mittleren Dämmstandard ist mit 1,2 Kilowatt Heizleistung pro zehn Quadratmeter Wohnfläche zu rechnen, bei einem Neubau mit einer guten Wärmedämmung mit 0,7 Kilowatt. Um diesem geringen Wärmebedarf moderner Gebäude gerecht zu werden, bieten Hersteller mittlerweile Geräte mit einer geringen Heizleistung an. Ohne fachliche Beratung werden oft falsch dimensionierte Geräte gekauft.

Wer baut die neue Feuerstätte ein?
Die Installation einer Feuerstätte erfordert Fachkenntnisse. Daher sollte eine Feuerstätte von einem Fachbetrieb installiert werden. Er beachtet die Anleitungen der Hersteller und auch die Bestimmungen zum Brandschutz. Ist die Feuerstätte an den Schornstein angeschlossen, überprüft der zuständige Schornsteinfeger die gesamte Anlage. Ist alles in Ordnung, erteilt er die offizielle Betriebserlaubnis.

In Deutschland wird mittlerweile in jedem dritten Neubau eine Wärmepumpe zum Heizen verwendet. Lohnt sich die Kombination mit einem Kaminfeuer?
Ein ganz klares Ja. Luftwärmepumpen arbeiten am effizientesten in gut gedämmtem Neubauten. Die Leistungsfähigkeit hängt jedoch von der Umgebungstemperatur ab. Bei starkem Frost, wenn der Bedarf am größten ist, schaltet sich ein elektrischer Heizstab ein, der Wasser und Heizung erwärmt, aber zu höheren Stromkosten führt. Aber auch bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt sind Wärmepumpen mitunter träge und erwärmen die Wohnräume nur langsam. Während in den Sommermonaten und in der Übergangszeit die Wärmepumpe die Versorgung übernimmt, kann in der kalten Jahreszeit die Feuerstätte einen Teil des Wärmebedarfs decken und damit die Heizungsanlage und somit die Haushaltskasse merklich entlasten. Ein weiterer positiver Effekt: Der Ökobrennstoff Holz ist nahezu CO2-neutral.

Das Interview hat der HKI zur Verfügung gestellt. Es wurde von der Pelletshome-Redaktion bearbeitet.

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Solare Wärmenetze helfen aus der Gaskrise

11. August 2022 - 8:00

Solares Wärmenetz in Ellern Erhebliches Sparpotenzial bieten solare Wärmenetze. Die saisonale Verfügbarkeit der Sonnenenergie spielt laut dem Projektkonsortium Solnet Plus eine geringere Rolle als häufig angenommen.

Solare Wärmenetze

Angesichts der Energiekrise hilft jede Kilowattstunde Gas, die im Sommer nicht verbrauchen wird, über den Winter. Und somit helfen solare Wärmenetze in der kalten Jahreszeit, weil sie in den Sommermonaten und den Übergangsjahreszeiten das Gas ersetzen. Dank der bereits vorhandenen Speicherkapazitäten kann die eingesparte Gasmenge für den Winter eingelagert werden. Darauf verweist das Solnet Plus-Projektkonsortium. Ihm gehören der Fernwärmeverband AGFW, das Deutsche Institut für Urbanistik, das Hamburg Institut und das Steinbeis-Forschungsinstitut Solites an. Angesichts des Potenzials solarer Nahwärme fordern sie klare politische Weichenstellungen: „Auch für den Wärmebereich ist eine eindeutige Festlegung notwendig, wie sie jetzt das Erneuerbare-Energien-Gesetz und das Energiewirtschaftsgesetz für den Strombereich treffen“, sagt Solites-Leiter Dirk Mangold. Solarthermie sei von einem überragenden öffentlichen Interesse und diene der öffentlichen Sicherheit.

Saisonale Wärmespeicher bunkern solare Wärme für den Winter

In fast fünfzig Fernwärmenetzen, deren Betreiber bereits heute in Deutschland auf Solarwärme setzen, beweist die Solarthermie, dass sie in der Lage ist, über Tage, Wochen und sogar über mehrere Sommermonate hinweg den kompletten Energiebedarf dieser Netze zu decken. „Mit großen Wärmespeichern lässt sich Solarwärme sogar saisonal sammeln und speichern,“ erläutert Mangold. Hierzu werde im Sommer der Speicher erwärmt und vom Herbst über den Winter die gespeicherte Solarwärme zur Raumheizung und Wassererwärmung genutzt. Ist der Wärmespeicher groß genug, reicht die Solarwärme bis ins Frühjahr. In Deutschland sind schon einige saisonale Wärmespeicher in Betrieb, derzeit entstehen neue. „Diese Wärmespeicherung ist völlig unabhängig von fossilen Energieimporten, sichert die Wärmeversorgung von Quartieren bis hin zu großen Städten lokal ab und stellt diese auf eine wirtschaftlich sichere Basis“, beschreibt Mangold ihre Vorteile. Saisonale Wärmespeicher sind zudem multifunktional nutzbar: Sie können neben Solarwärme auch geothermische Wärme, Abwärme aus industriellen Prozessen und aus anderen Wärmequellen speichern.

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Deutsches Bundeskabinett beschließt Gas-Umlage

10. August 2022 - 8:00

Gas-Umlage kommt Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland müssen sich auf allgemein steigende Heizkosten einstellen: Um die Wärmeversorgung zu sichern, hat das Bundeskabinett eine befristete Gas-Umlage verabschiedet.

Gas-Umlage gilt von Oktober 2022 bis April 2024

Mit einer Gas-Umlage will die Bundesregierung der im Winter drohenden Energiekrise begegnen. Sie soll helfen, die Marktmechanismen und Lieferketten so lange wie möglich aufrechtzuerhalten, Insolvenzen von Gashändlern und Dominoeffekte in der Lieferkette der Energiewirtschaft zu verhindern. Laut dem Beschluss tragen die Gasimporteure bis Oktober allein die Kosten für die Ersatzbeschaffung. Danach werden 90 Prozent der Kosten gleichmäßig auf die Energieversorgungsunternehmen und damit letztendlich auf die Verbraucherinnen und Verbraucher verteilt. “Die Alternative, die Mehrkosten der Ersatzbeschaffung nur auf die Kunden von Gasimporteuren, deren zugesagte Lieferungen aus Russland ausfallen, weiterzuwälzen, würde dagegen zu extremen Diskrepanzen führen und in der Wirtschaft zu Wettbewerbsverzerrungen”, begründet das Bundeswirtschaftsministerium die Gas-Umlage in einem Kommentar. Nicht näher erläuterte Hilfsprogramme sollen die Belastung für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Wirtschaft mindern. Die Gas-Umlage gilt bis 1. April 2024.

Wie hoch die Gas-Umlage ausfällt

Erste überschlägige Berechnungen zeigen, dass die Umlage zwischen 1,5 bis 5 Cent pro Kilowattstunde liegen wird. Ihre genaue Höhe berechnet der Marktgebietsverantwortliche Trading Hub Europe erstmals zu 15. August. Er erhebt die befristete Umlage gegenüber den sogenannten Bilanzkreisverantwortlichen, die sie wiederum an ihre privaten und gewerblichen Kunden weiterreichen können. Die Umlage wird monatlich abgerechnet und kann alle drei Monate angepasst werden. „Die Höhe der Umlage hängt von der Zahl und Höhe der geltend gemachten finanziellen Ausgleichsansprüche ab“, teilt das Bundeswirtschaftsministerium mit. Das Volumen der Umlage werde zudem stark von der Marktpreisentwicklung sowie von der zu ersetzenden Menge bestimmt.

Zum Hintergrund

Durch die Lieferkürzungen Russlands fallen bisher vertraglich zugesicherte Gasmengen weg. Daher können die Importeure ihre Lieferpflichten gegenüber den Energieversorgungsunternehmen nur noch mit zusätzlichen Neueinkäufen zu wesentlich höheren Kosten erfüllen. Den Gasimporteuren fehlen aber zunehmend die Mittel für diese Ersatzbeschaffung, weil sie aufgrund von vertraglichen Regeln die höheren Preise zum jetzigen Zeitpunkt nicht an ihre Kundinnen und Kunden weitergeben können. Sollten die Verluste zu groß werden, drohen Insolvenzen, was die Gasversorgung gefährden könnte. Die Gas-Umlage soll die Importeure vor der Zahlungsunfähigkeit schützen.

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Initiative Holzwärme: Holzenergie fördern statt verhindern

9. August 2022 - 8:00

Moderne Holzenergie heizt CO2-arm Um die klimapolitischen Ziele im Wärmemarkt zu erreichen, mahnt die Initiative Holzwärme zu einer Korrektur der Bundesförderung für effiziente Gebäude.

Holzenergie liefert den größten erneuerbaren Beitrag zur Wärmeversorgung in Deutschland

“Dass die vom Wirtschafts- und Klimaministerium publizierte neue Förderkulisse die Förderung moderner Holzenergie mehr als halbiert, konterkariert die Zielsetzung der Bundesregierung und bremst den Einsatz der heimischen und klimafreundlichen Holzenergie aus“, erklärt Andreas Lücke, Sprecher der Initiative Holzwärme. Die heimische, CO2-arme Holzenergie trage annähernd so viel zur deutschen Energieversorgung bei wie die Windenergie. Im Gebäudebereich nehme sie sogar mit über zwei Dritteln die Spitzenstellung bei den erneuerbaren Energien ein. Holzenergie ersetze einen Teil des russischen Erdgases und schaffe Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und damit ein wesentlicher Eckpfeiler für die Klimapolitik und die unabhängige Versorgung Deutschlands. Lücke betont: “Wir benötigen alle Energieträger, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen und uns von fossiler Energie unabhängig zu machen.”

Initiative Holzwärme: Moderne Holzfeuerungen als innovative Heizsysteme einstufen

“Die Kesselhersteller haben die saubere und komfortable Holznutzung mit zahlreichen Innovationen und Entwicklungsfortschritten in den letzten Jahren massiv vorangetrieben”, sagt Beate Schmidt-Menig, Vorsitzende des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands und Mitglied der Initiative Holzwärme. Moderne Holzfeuerungen würden mit dem geringsten Mitteleinsatz die größten CO2-Mengen in Gebäuden sparen. Ihre Schlechterstellung hebele die Chancen aus, die sich durch den Einsatz des speicherbaren, heimischen Energieträgers ergeben würden. Gerade im ländlichen Raum sowie im gering sanierten Gebäudebestand würden sie die technisch sinnvollste Alternative zu fossilen Energieträgern bieten. Die Initiative Holzwärme fordert, moderne Holzenergie in der Bundesförderung für effiziente Gebäude als innovative Heizsysteme einzustufen.

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BEW: EU gibt grünes Licht für grüne Fernwärme

5. August 2022 - 8:00

BEW fördert Solarisierung der Wärmenetze Die Europäische Kommission hat die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) genehmigt. Die Bundesregierung will Mitte September mit dem Programm starten.

BEW-Topf mit drei Milliarden Euro gefüllt

„Grüne Fernwärmenetze sind ein Schlüssel für eine klimaneutrale Wärmeversorgung und entscheidend, um unsere Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu reduzieren“, sagt Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Vor allem in Städten und dicht besiedelten Gegenden sei der Anschluss an die zunehmend klimaneutrale Fernwärme die beste Lösung, um von Öl- und Gasheizungen wegzukommen. Drei Milliarden Euro will der Bund bis 2026 für den Bau grüner Wärmenetze bereitstellen. Von der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) können Energieversorgungsunternehmen, Kommunen, Stadtwerke sowie eingetragene Vereine und Genossenschaften profitieren.

Was die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze vorsieht
  • Die Bundesregierung fördert erstens Machbarkeitsstudien für neue Wärmenetze und Transformationspläne für die Umstellung bestehender Netze auf erneuerbare Energien und Abwärme.
  • Gefördert wird zweitens der Neubau von Wärmenetzen, die zu mindestens 75 Prozent mit Abwärme oder erneuerbaren Energien gespeist werden.
  • Auch für die Erweiterung und Verdichtung sowie die Dekarbonisierung bestehender Wärmenetze gibt es Staatsgeld.
  • Investitionen in Erzeugungsanlagen und Infrastruktur fördert die BEW mit 40 Prozent.
  • Fördergegenstände sind unter anderem Anlagen zur Wärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien (Biomasse, Großwärmepumpen, Solarthermie, Tiefengeothermie), die Einbindung von unvermeidbarer Abwärme sowie Infrastrukturmaßnahmen zur Wärmeverteilung und Optimierung des Netzbetriebs.
  • Für die Wärmeerzeugung aus strombasierten Wärmepumpen und Solarthermieanlagen gibt es zusätzlich zehn Jahre lang eine Betriebskostenförderung.
  • Für schnell realisierbare Einzelmaßnahmen – beispielsweise Biomassekessel, Rohrleitungen, Solarthermieanlagen, Wärmepumpen, Wärmespeicher oder Wärmeübergabestationen – lässt sich zudem eine vereinfachte Investitionskostenförderung beantragen. Dafür braucht es keine Machbarkeitsstudie oder einen Transformationsplan.

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Schweiz: Pelletspreis im August 2022? Steigt!

4. August 2022 - 8:00

Schweizer Pelletspreis im August 2022 Der Schweizer Pelletspreis im August 2022 ist mit durchschnittlich 551,60 Franken pro Tonne gegenüber dem Vormonat um 8,5 Prozent gestiegen. Das meldet das Internetportal Pelletpreis.ch.

Der Schweizer Pelletspreis im August 2022 liegt laut Pelletpreis.ch 65,6 Prozent über dem vor einem Jahr, als er 333,10 Franken betragen hat. Der aktuelle Durchschnittspreis basiert auf den Angaben von 25 Lieferanten.

  • Schweizer Pelletspreis im August 2022 bei Abnahme von drei Tonnen: 566,50 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im August 2022 bei Abnahme von fünf Tonnen: 549,54 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im August 2022 bei Abnahme von acht Tonnen: 538,81 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im August 2022 bei Abnahme von 17 Tonnen: 521,89 Franken

Die in der Schweiz verbrannten Pellets stammen nicht wie Heizöl und Gas aus einem fernen Land, sondern werden laut Pelletpreis.ch zu 80 Prozent in der Schweiz hergestellt. Der Rest kommt aus Deutschland und Österreich.

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Ökoheizungen: Bundesregierung kappt Förderung

3. August 2022 - 8:00

Weniger Geld für Ökoheizungen Ab dem 15. August gibt es weniger Zuschuss für Ökoheizungen. Für Pelletsheizungen hat die Bundesregierung die Förderung mehr als halbiert.

DEPV beklagt Ungleichbehandlung bei Ökoheizungen

So sinkt der Standardzuschuss für Holzfeuerungen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) von 35 auf zehn Prozent. Bei einem Heizungstausch erhöht er sich um zehn Prozent. Den Bonus gibt es künftig nicht nur beim Ersatz einer Ölheizung, sondern auch bei einer über 20 Jahren alten, mit Gas betriebenen Heizungsanlage. Weiterhin entfällt der Bonus von fünf Prozent für eine Gebäudeenergieberatung mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (sogenannter iSFP-Bonus). Statt einem maximalen Fördersatz von 55 Prozent gibt es somit für Biomasse-Ökoheizungen künftig nur noch höchstens 25 Prozent. Wärmepumpen dagegen können bis zu 40 Prozent gefördert werden (vorher: maximal 50 Prozent). Entsprechend enttäuscht äußert sich die Vorsitzende des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV), Beate Schmidt-Menig, zu den neuen Förderkonditionen: “Die Bundesregierung setzt sich ambitionierte Ziele bei der Energiewende am Wärmemarkt und handelt kontraproduktiv.” Dass die Förderung für Pelletsheizungen gegenüber anderen Techniken deutlich reduziert wird, bezeichnet sie als unverständlich.

Pelletsheizung versus Wärmepumpe: Öko ist nicht gleich Öko

Einziger Lichtblick bei den Änderungen: Für Gas-Brennwertheizungen (“Renewable-Ready”), Gas-Hybridheizungen sowie gasbetriebene Wärmepumpen gibt es künftig keine staatlichen Gelder mehr. Die Bundesregierung begründet die Reform bei Ökoheizungen damit, eine attraktive Förderung für einen breiten Antragstellerkreis erhalten zu wollen. Die Umstellung solle zudem dafür sorgen, dass kontinuierlich gefördert werden könne. Warum besonders bei Holzheizungen gespart wird, erklärt das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage mit dem begrenzten Anwendungsbereich der Biomasse im Gebäudesektor. Das nachhaltig verfügbare Potenzial von Biomasse sei begrenzt und die Biomassenutzung häufig nicht die effizienteste Technologie zur Wärmeerzeugung. Stattdessen solle der Fokus künftig auf effizienteren und nachhaltigen Technologien liegen, zum Beispiel Wärmepumpen. Dem hält Schmidt-Menig entgegen: “Moderne Holz- und Pelletfeuerungen haben nach den vorliegenden Evaluierungen mit Abstand am meisten zur CO2-Einsparung beigetragen – und zwar mit der größten Fördereffizienz.”

Alte und neue Fördersätze für Einzelmaßnahmen

 

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Solarheizwerke: Wärme für ein paar Cent

2. August 2022 - 18:30

Solarheizwerk mit Besuch Solarheizwerke können Wärme in Deutschland schon für fünf Cent je Kilowattstunde erzeugen. Darauf weist der Bundesverband Solarwirtschaft hin.

In Deutschland erzeugen 50 Solarheizwerke umweltfreundliche Wärme im großen Maßstab

Deutschland sucht händeringend nach Alternativen zu Importen fossiler Energieträger. Von der Leistungsfähigkeit der Solarthermie und ihrem Potenzial für die künftige Wärmeversorgung Deutschlands konnte sich Bundesbauministerin Klara Geywitz (rechts im Bild) bei der Besichtigung eines Solarheizwerks in Potsdam überzeugen. Die von dem Kommunalversorger Energie und Wasser Potsdam (EWP) betriebene Anlage sammelt seit Ende 2019 auf der Fläche eines Fußballfelds die Sonne ein. Sie speist jährlich 2,3 Gigawattstunden klimafreundliche und preiswerte Energie in das Fernwärmenetz der brandenburgischen Landeshauptstadt. Weitere 50 solcher Solarheizwerke mit Megawattleistungen arbeiten dem Bundesverband Solarwirtschaft zufolge in Deutschland, 50 weitere – teils deutlich größere – befinden sich in der Planung oder im Bau.

Solarheizwerke sollen in zehn Jahren zehn Prozent der Raumwärme liefern

Vor dem Hintergrund explodierender Gaspreise ist das Interesse an den zumeist ebenerdig errichteten Solarthermieparks bei Energieversorgern und Stadtwerken nach BSW-Angaben zuletzt deutlich gestiegen. Die Solarheizwerke seien hierzulande in der Lage, Wärme bereits zum Preis von rund fünf Cent pro Kilowattstunde zu erzeugen. “In den kommenden zehn Jahren wollen wir großen Solarkraftwerken und einer Vielzahl kleiner Solardächer rund zehn Prozent des heimischen Raumwärmebedarfs sowie nahezu 30 Prozent des Strombedarfs decken”, beschreibt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig (links im Bild) die mittelfristigen Branchenziele. Der Verband hat in diesen Tagen rund 3.000 Entscheider:innen in deutschen Stadtwerken und Kommunen angeschrieben und unter Verweis auf die positiven Erfahrungen mit solaren Heizkraftwerken für einen beschleunigte Solarisierung der Fernwärmenetze geworben. Von der Bundespolitik wünscht sich die Branche ein schnelles Inkrafttreten der nunmehr wiederholt angekündigten Bundesförderung für Effiziente Wärmenetze sowie eine deutliche Beschleunigung von Planungsprozessen. In Potsdam jedenfalls sind sie zufrieden mit der Solarthermie: „Das Potsdamer Solarheizwerke hat unsere Erwartungen übertroffen und integriert sich ausgezeichnet in unser Wärmenetz. Wir freuen uns, damit auch Mieterinnen und Mieter mit bezahlbarer und klimafreundlicher Sonnenenergie versorgen zu können“, erklärt EWP-Geschäftsführer Eckard Veil.

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Förderkompass leitet zu passendem Programm

28. Juli 2022 - 8:00

Förderkompass des BAFA In der 80-seitigen Broschüre Förderkompass informiert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle über seine Zuschussprogramme aus der Bundesförderung effiziente Gebäude.

Förderkompass listet Zuschussprogramme zu energetischen Gebäudesanierung auf

Mit dem Förderkompass können Sie sich orientieren, welcher Zuschuss des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für Sie infrage kommt. Das BAFA setzt für das Bundeswirtschaftsministerium zahlreiche Förderprogramme um, die einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten. Sie richten sich vor allem an private Haushalte sowie an kleine und mittelständische Unternehmen, die in Energieeffizienz und erneuerbare Energien investieren. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bietet beispielsweise Zuschüsse für die energetische Gebäudesanierung. Der Förderkompass bietet dazu eine Übersicht.

Förderkompass richtet sich auch an den Mittelstand

Darüber hinaus bietet die Bundesregierung mit dem Umweltbonus einen Anreiz, auf klimafreundliche Mobilität umzusteigen. Doch der Förderkompass ist nicht nur für Privatleute interessant. Denn mit der Wirtschafts- und Mittelstandsförderung unterstützen die Programme beim BAFA auch die Wettbewerbsfähigkeit kleinerer und mittlerer Unternehmen. Das reicht von der Handwerksförderung, Zuschüssen für Wagniskapital, der Förderung von Unternehmensberatungen, über die Fachkräftesicherung bis zur Unterstützung bei der Erschließung von ausländischen Märkten.

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Heizungsbestand: Zu viele Anlagen sind zu alt

27. Juli 2022 - 8:00

Heizungsbestand in Deutschland Maroder Heizungsbestand: Rund die Hälfte aller Heizungen in Deutschland gelten als veraltet. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie in seiner jährlichen Auswertung.

Heizungsbestand erneuern

Laut dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) handelt es sich um 10,8 Millionen Öl- und Gaskessel von insgesamt rund 21,3 Millionen Anlagen. Nicht nur mit Blick auf die Klimaziele, sondern auch insbesondere im Lichte der Ereignisse in der Ukraine und einer damit einhergehenden möglichen Verknappung der Gaslieferungen und Preissteigerungen, weist der Verband auf die Notwendigkeit hin, die Minderungspotenziale beim Heizungsbestand beschleunigt zu heben. Er fordert den Energiemix im Wärmesektor stärker zu diversifizieren und dafür Biomethan sowie Wasserstoff zu berücksichtigen. Bei der Wahl des Wärmeerzeugers sei es sinnvoll, das individuelle Gebäude sowie den Sanierungsanlass in den Mittelpunkt der Betrachtung zu stellen.

Heizungsbestand in Deutschland Finanzierung der BEG-Förderung sicherstellen

Im Kontext der bereits jetzt hohen Inflation im Euro-Raum spricht sich der BDH dafür aus, den von der Politik seit 2020 eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen, die Investitionen der Verbraucherinnen und Verbraucher in neue effiziente Heizungen finanziell anzureizen. Es müsse sichergestellt werden, dass die Förderung nicht aus Budgetgründen abreißt und die Verbraucherinnen und Verbraucher das Vertrauen in die Maßnahme verlieren. “Die BEG-Förderung ist ein Erfolgsmodell. Nach Jahrzehnten des Modernisierungsstaus, sehen wir nicht nur, dass bestimmte Technologien wie die Wärmepumpe, hybride Systeme oder holzbasierte Systeme stärker gefragt sind”, erklärt BDH-Hauptgeschäftsführer Markus Staudt. Der Verband sehe auch, dass das Austauschgeschäft zunehme. Diesen Weg gelte es fortzusetzen.

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Halbjahresbilanz 2022: Pelletsproduktion in Deutschland so hoch wie nie

26. Juli 2022 - 8:00

Pelletsproduktion in Deutschland Mit 1,76 Millionen Tonnen hat die Pelletsproduktion in Deutschland einen Rekordwert erreicht. Noch nie wurden in einem halben Jahr so viele Holzpellets gefertigt wie in den ersten sechs Monaten 2022.

Pelletsproduktion in Deutschland

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben die deutschen Pelletsproduzenten sechs Prozent mehr Holzpellets hergestellt. Die in Deutschland hergestellten Pellets entsprechen zu 97,8 Prozent der höchsten Qualitätsklasse ENplus A1. Fast ein Viertel des Brennstoffs landet in Säcken bei den Kundinnen und Kunden. Als Hauptrohstoff für die Pellets dient Nadelholz. Der Anteil von Sägerestholz als bevorzugtes Ausgangsmaterial für die deutschen Pelletsproduzenten beträgt 88,6 Prozent. Der Export ist auf elf Prozent gesunken.

Das Potenzial der Pelletsproduktion in Deutschland

In Deutschland produzieren 40 ENplus-zertifizierte Hersteller an über 50 Standorten. Deutschland hat in den vergangenen Jahren regelmäßig rein rechnerisch mehr Pellets produziert als inländisch verbraucht wurden. Je nach Witterung liegt die Jahresproduktion der deutschen Hersteller bei über drei Millionen Tonnen im Jahr. Das Rohstoffpotenzial allein aus Sägenebenprodukten beträgt laut DEPV sechs bis sieben Millionen Tonnen – alternative Rohstoffe wie nicht sägefähiges Rundholz nicht mitgerechnet.

Pelletsproduktion in Deutschland: Halbjahresbilanz 2022 in Zahlen
  • Produktionsmenge
    1.757.000 Tonnen
  • Qualitätsklasse
    ENplus A1: 97,8 %
    Industriepellets: 2,2 %
  • Handelsform
    Lose Ware: 76,1 %
    Sackware: 23,9 %
  • Rohstoffeinsatz Holzart
    Nadelholz: 98,1 %
    Laubholz: 1,9 %
  • Rohstoffeinsatz Holzsortiment
    Sägerestholz: 88,6 %
    Rundholz: 11,4 %
  • Absatzmarkt
    Inland: 89 %
    Ausland: 11 %

Quelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH

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Noch genügend Potenzial für Holznutzung im Südwesten Deutschlands vorhanden

25. Juli 2022 - 8:00

Holznutzung bietet noch Möglichkeiten Eine neue Studie zeigt, dass das Potenzial zur Holznutzung in Baden-Württemberg noch längst nicht ausgereizt ist. Demnach werden jedes Jahr nur rund 75 Prozent des Zuwachses entnommen.

Energetische Holznutzung schädigt Wälder nicht

Holz gilt als wichtiger Rohstoff für eine klimaneutrale Wirtschaft. Er kann beispielsweise in Gebäuden energieintensiven Stahlbeton ersetzen und auf diese Weise als CO2-Speicher dienen. Zudem kann Restholz in der Wärmeversorgung die fossilen Energieträger Gas und Öl ersetzen. Laut der Kurzstudie Holzbasierte Bioökonomie Baden-Württemberg der Hochschule Rottenburg ist im Südwesten Deutschlands dafür genügend Holz vorhanden. Demnach kann die Holznutzung bis Mitte des Jahrhunderts in Verbindung mit Effizienzsteigerungen sogar um 30 bis 70 Prozent gesteigert werden, ohne das Ökosystem Wald zu schädigen. Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung zeigt aber auch, dass die verfügbaren Daten mit Unsicherheiten behaftet sind. Genaue Zahlen sind nur für einzelne Sektoren vorhanden, etwa im Altholzmarkt oder in der Säge- und Holzwerkstoffindustrie. Die Autoren empfehlen daher eine umfassendere Holz-Statistik für das Bundesland.

Holzenergie weiterhin sinnvoll

“Die stoffliche und die energetische Holznutzung gehen Hand in Hand, da für sie unterschiedliche Baumbestandteile eingesetzt werden. As Baumaterial kommt hochwertiges Holz zum Einsatz, zur Energieerzeugung anderweitig nur schlecht nutzbares Restholz”, erklärt Jörg Dürr-Pucher, Vorstand der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg, die die Studie zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Säge- und Holzindustrie und dem Holzenergie-Fachverband Baden-Württemberg gefördert hat. In der Holzwirtschaft werde wie auch in der Holzenergiebranche ein Zero waste-Ansatz bereits gelebt, wie die Erfindung der Holzpellets zeige. Die Holznutzung als Energieträger sei weiterhin sinnvoll und für die Energiewende wichtig. Holzenergie stehe bereits heute wirtschaftlich zur Verfügung, könne vielfältig vom Einfamilienhaus bis zur Industrie eingesetzt werden und speichere Energie in fester Form.

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Deutsche Bundesregierung will Wärmewende beschleunigen

22. Juli 2022 - 8:00

Heizungstausch für die Wärmewende Bereits 2024 soll jede neu eingebaute Heizung in Deutschland zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien heizen – ein Jahr früher als im Koalitionsvertrag vorgesehen.

Bundesregierung stellt Konzept für Wärmewende zur Diskussion

Die Regierungskoalition hat ein Konzept vorgelegt, wie sie die Wärmewende rascher voranbringen will. Es sieht als Maßnahme vor, dass bei einem Heizungstausch in neuen oder bestehenden Gebäuden erneuerbare Energien mit mindestens 65 Prozent den Hauptanteil an Wärme liefern. Die Konzeption erarbeitet haben das Bundeswirtschafts- und das Bundesbauministerium. Sie wollen es in den kommenden Wochen während einer öffentlichen Konsultation mit den betroffenen Akteuren diskutieren. “Der damit verbundene Umbau der Wärmeerzeugung ist mit großen und zahlreichen Herausforderungen verbunden – aufgrund der großen Vielfalt an unterschiedlichen Gebäuden, der unterschiedlichen Situation der Eigentümer und den Auswirkungen auf die Mieter”, schreibt das Bundeswirtschaftsministerium in einer Presseinformation. Die öffentliche Konsultation sei daher von zentraler Bedeutung, um Ideen einzusammeln und unterschiedliche Interessen angemessen bei der gesetzlichen Verankerung des Konzepts im Gebäudeenergiegesetz zu berücksichtigen.

Konsultationen soll sechs Wochen dauern

Ursprünglich hatten sich die Regierungsparteien in ihrem Koalitionspapier darauf geeinigt, die 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energie ab 2025 einführen zu wollen. Als Grund für den früheren Termin nennt das Bundeswirtschaftsministerium den Ukrainekrieg. Er und die Energiekrise würden deutlich zeigen, wie dringlich eine Trendwende auf dem Heizungsmarkt hin zu erneuerbarer Wärme sei – nicht nur aus Klimaschutzgründen, sondern auch um die Versorgungssicherheit und bezahlbare Heizenergiepreise zu gewährleisten. Ihr Konzept wollen die Ministerien bis zum 22. August 2022 unter anderem mit Immobilien-, Mieter-, Sozial-, Verbraucher- und Umweltverbänden diskutieren. Auf Basis der Ergebnisse werden sie dann einen Gesetzentwurf erstellen.

 

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Gründe für die Preisexplosion bei Holzpellets

21. Juli 2022 - 8:38

Steigende Energiepreise verteuern Produktion Ob in Deutschland, Österreich oder der Schweiz – die Preise für Holzpellets gehen durch die Decke. Gegenüber dem Vorjahr haben sie sich inzwischen annähernd verdoppelt. Warum das so ist und wie das Weltgeschehen die nationale Pelletsproduktion beeinflusst, erläutert Pelletshome.com.

Höhere Rohstoff- und Produktionskosten

Viele Menschen verstehen nicht, warum auch Holz von der Unruhe an den Energiemärkten betroffen ist. Schließlich handelt es sich um einen heimischen Rohstoff, der in heimischen Produktionswerken verarbeitet wird. Zwar besteht kein kein direkter Zusammenhang zwischen den Kosten für fossile Energieträger und Pellets. Indirekt verteuern die steigenden Strom- und Spritkosten jedoch Herstellung und Transport der Holzpresslinge. Nach Recherchen des österreichischen Branchenverbands proPellets Austria sind alleine die Produktionskosten für Holzpellets um rund 40 Prozent gestiegen.

So verbraucht das Mahlen und Verpressen der Holzreste viel Energie. Allein die höheren Strompreise seit Dezember 2021 verteuern die Tonne laut dem Pelletshersteller Westerwälder um rund 30 Euro. Hinzu komme, dass sich der Preis für den Rohstoff Holz gegenüber dem vergangenen Jahr verdreifacht habe. Das liege an der abgeflauten Baukonjunktur, weshalb weniger Bauholz eingeschnitten werde. Dadurch lande weniger Sägerestholz auf dem Markt, was die Rohstoffpreise ansteigen lasse.

Und schließlich kosten auch Diesel und Schmierstoffe wesentlich mehr als im vergangenen Jahr. Um seine Produktion sicherzustellen, erhöht beispielsweise Westerwälder deutlich die Bevorratung von Roh-, Verschleiß- und Ersatzteilen, was aber mit einem erheblichem finanziellen Aufwand und Kapitalbindung verbunden ist.

Fehlende Importe aus Osteuropa

Der Ukrainekrieg wirkt sich aber auch direkt auf die Situation der Pelletsmärkte in Mitteleuropa aus. Denn seit dem Krieg darf Russland keine Pellets mehr exportieren. Auch aus Belarus und der Ukraine kommt kein Brennstoff mehr nach Europa. proPellets Austria schreibt von einem Ausfall von insgesamt 3,2 Millionen Tonnen, so viel wie die Hersteller in Deutschland im vergangenen Jahr produziert haben. Zum Vergleich: Die Produzenten in Österreich haben im Jahr 1,6 Millionen Tonnen gepresst, die Produzenten in der Schweiz  325.000 Tonnen.

Die Pellets aus Osteuropa wurden zwar nicht in privaten Feuerungen verheizt, dafür aber in Kraftwerken beispielsweise in Dänemark, Großbritannien und den Niederlanden verstromt. Infolge der fehlenden Importe konkurrieren die Kraftwerke nun mit der Wärmewirtschaft um die heimischen Pellets, was den Preise nach oben treibt und das Angebot verknappt. Dem Schweizer Branchenverband proPellet.ch zufolge fehlen auf dem Weltmarkt rund zehn Prozent Pellets wegen des Ukrainekriegs. Laut proPellets Austria verbrauchen die europäischen Kraftwerke 37 Prozent der global produzierten Holzpelletsmenge von 45 Millionen Tonnen, genauso viel wie der aktuelle Bedarf zur Wärmeerzeugung in Europa.

Sprunghaft gestiegene Nachfrage nach Pelletsheizungen

Die hohen Energiepreise haben proPellets Austria zufolge bereits im vergangenen Jahr dazu beigetragen, dass immer mehr Haushalte in Europa – vor allem in Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich – auf Pelletsheizungen umgestiegen sind. So stieg der Pelletskesselabsatz in Deutschland um 40 Prozent, in der Schweiz um 45 Prozent und in Österreich sogar um 51 Prozent.

Mehr Kessel benötigen mehr Brennstoff: Der Boom hat einen Mehrbedarf von 1,8 Millionen Tonnen ergeben, teilt proPellets Austria mit. Für 2022 sei, auch als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine, eine weitere Beschleunigung der Umstellung von Öl und Gas auf Pellets zu beobachten, was zu einem neuerlichen Mehrbedarf von rund 2,5 Millionen Tonnen führen werde.

Angesichts der Situation ist es kein Wunder, wenn die Verbraucherinnen und Verbraucher verunsichert sind und versuchen, vorsichtshalber noch Pellets zu bestellen – auch wenn sie noch gar keine benötigen. Der Drang zur Bevorratung lässt die insgesamt hohe Nachfrage zusätzlich steigen. Der Deutsche Energie- und Pellet-Verband (DEPV) rät deshalb allen, die nicht dringend neuen Brennstoff benötigen, diese Entwicklung nicht durch unnötige Bestellungen weiter anzuheizen.

Produktion muss steigen – und tut es auch

Eine hohen Nachfrage lässt sich nur mit einer steigenden Produktion begegnen. Daran arbeitet die Pelletsbranche. In Deutschland stellen 45 ENplus-zertifizierte Produzenten an über 50 Standorten Holzpellets her. Mit 1,76 Millionen Tonnen haben sie in diesem ersten halben Jahr mehr produziert als jemals zuvor im gleichen Zeitpunkt. Ihre Jahresproduktionskapazität wird in diesem Jahr von  3,6 auf knapp vier Millionen Tonnen steigen, prognostiziert der DEPV.

Auch in Österreich investiert die Branche hunderte Millionen Euro. Laut proPellets Austria werden in den nächsten zwei Jahren elf neue Pelletierwerke im Land eröffnet, neun davon noch in diesem Jahr. Fünf neue oder erweiterte Werke entstehen in Niederösterreich, zwei jeweils in Oberösterreich und der Steiermark und jeweils ein neues Werk in Kärnten und Tirol. Bislang produzieren die Hersteller an 40 Standorten.

Es wird also auch in Zukunft genügend Brennstoff vorhanden sein. Darin sind sich die Verbände einig. Wann die Preise wieder sinken, dazu wagen sie keine Prognose. Was ihnen bleibt ist darauf hinzuweisen, dass Pellets weiterhin deutlich weniger als Gas und Öl kosten. Für die meisten Kundinnen und Kunden wird das angesichts doppelt so hoher Preise ein schwacher Trost sein.

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Österreich: Pelletspreis im Juli 2022 geht durch die Decke

20. Juli 2022 - 8:00

Österreichischer Pelletspreis im Juli 2022 Der österreichische Pelletspreis im Juli 2022 ist gegenüber dem Vormonat um 19,9 Prozent gestiegen. Das teilt der Branchenverband Pro Pellets Austria (PPA) mit.

Mit 440,30 Euro pro Tonne liegt der durchschnittliche Pelletspreis im Juli 2022 laut PPA um 66 Prozent über dem vor einem Jahr. Der Kostenvorteil gegenüber Heizöl extraleicht beträgt 75,3 Prozent, der zu Gas 0,2 Prozent..

Österreicher Pelletspreis im Juli 2022 bei Abnahme von sechs Tonnen
  • West ((Tirol und Vorarlberg): 404,50 Euro pro Tonne
  • Nord (Nieder- und Oberösterreich, Salzburg, Wien): 450,30 Euro pro Tonne
  • Süd (Burgenland, Kärnten, Steiermark): 438,50 Euro pro Tonne
Österreicher Pelletspreis im Juli 2022 für einen 15-Kilogramm-Sack
  • 7,18 Euro

Der Preis für einen Pelletssack bei Bestellung einer Palette ist gegenüber Juni 2022 um 20,7 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 84 Prozent gestiegen.

Österreicher Pelletspreis im Juli 2022 bei Abnahme von 17 Tonnen
  • 380,86 Euro pro Tonne

Der Gewerbepreis ist gegenüber Juni 2022 um 22,8 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 97,8 Prozent gestiegen.

Aktueller Vergleich der Energieträger

Zurzeit kann laut PPA kein anderer Heizbrennstoff preislich mit Pellets mithalten. Der Heizkostenvergleich bezieht sich auf den Heizwert des Brennstoffs. Er berücksichtigt keine Wirkungsgrade von Heizsystemen.

  1. Pellets: 8,99 Eurocent pro Kilowattstunde
  2. Erdgas: 9,01 Eurocent pro Kilowattstunde
  3. Heizöl: 15,76 Eurocent pro Kilowattstunde
  4. Strom: 22,67 Eurocent pro Kilowattstunde
So ermittelt PPA die Preise

PPA ermittelt seit 2006 monatlich die Pelletspreise in Österreich. Dazu erfragt der Branchenverband die Angaben von mehr als 50 Brennstoffhändlern. Er erfasst auf diese Weise nach eigenen Angaben mehr als 70 Prozent der gehandelten Brennstoffmenge. Seine Erhebung stellt damit einen zuverlässigen Indikator für die Entwicklung der Marktpreise da. Den Durchschnittspreis ermittelt PPA, indem er die zwei niedrigsten und die zwei höchsten Händlerangaben streicht. Die Erhebung beim Handel findet grundsätzlich in der ersten Woche des Monats statt. Etwa drei Wochen später veröffentlicht PPA seine Resultate.

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Deutschland: Pelletspreis im Juli 2022 kühlt nicht ab

19. Juli 2022 - 16:55

Deutscher Pelletspreis im Juli 2022 In Deutschland ist der Pelletspreis im Juli 2022 um 17,7 Prozent gestiegen. Nach Angaben des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) beträgt der Durchschnittspreis 507,83 Euro pro Tonne.

“Durch die aktuellen Verwerfungen an den Energiemärkten kann auch eine Rekordproduktion nach der anderen bei dieser hohen Nachfrage nicht mehr preisdämpfend wirken”, erklärt DEPI-Geschäftsführer Martin Bentele den anhaltenden Preisanstieg bei Holzpellets. Er rät Heizungsbetreiber:innen, Pellets nur zu bestellen, wenn das Lager tatsächlich leer zu gehen droht. Eine Kilowattstunde Wärme aus Holzpellets kostet derzeit 10,16 Eurocents. Der Preisvorteil zu Heizöl und Erdgas beträgt 33 Prozent.

Deutscher Pelletspreis im Juli 2022 bei Abnahme von 3 Tonnen
  • in Süddeutschland: 518,44 Euro pro Tonne
  • in Mitteldeutschland: 520,73 Euro pro Tonne
  • in Nord- und Ostdeutschland: 536,42 Euro pro Tonne
Deutscher Pelletspreis im Juli 2022 bei Abnahme von 6 Tonnen
  • in Süddeutschland: 504,02 Euro pro Tonne
  • in Mitteldeutschland: 505,38 Euro pro Tonne
  • in Nord- und Ostdeutschland: 519,84 Euro pro Tonne
Deutscher Pelletspreis im Juli 2022 bei Abnahme von 26 Tonnen
  • in Süddeutschland: 490,83 Euro pro Tonne
  • in Mitteldeutschland: 483,95 Euro pro Tonne
  • in Nord- und Ostdeutschland: 488,87 Euro pro Tonne
Der DEPV-Index kurz erklärt

Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) veröffentlicht seinen monatlichen Preisindex seit 2011. Für den DEPV erhebt das Deutsche Pelletinstitut den Pelletspreis nach Regionen sowie nach Verkaufsmenge. Neben dem Preis sollten Verbraucherinnen und Verbraucher beim Pelletskauf laut DEPV vor allem auf die Qualität der Pellets achten, um einen störungsfreien Betrieb ihrer Heizanlage sichern zu können. Das ENplus-Siegel garantiert höchste Produktqualität und Transparenz durch Rückverfolgbarkeit. Zertifizierte Händler finden Sie auf den ENplus-Seiten.

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