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Aktualisiert: vor 1 Stunde 8 Minuten

Patricia Urquiola: „Ich stelle mir einen Ofen als architektonisches Element vor“

19. November 2019 - 9:00

DesignerinPatricia Urquiola Der italienische Hersteller MCZ hat bei den Entwürfen für seine aktuellen Pelletsöfen mit renommierten Gestaltern zusammengearbeitet. Patricia Urquiola beispielsweise hat den Pelletsofen Wall entworfen. Die Architektin und Designerin ist im spanischen Oviedo geboren. Sie arbeitet und lebt in Mailand. Im Interview erklärt Sie, was Sie zum Entwurf eines Pelletsofens angeregt hat.

Frau Urquiola, was hat sie zum Design des Pelletsofens Wall inspiriert?
Ich habe mir den Ofen als ein architektonisches Element vorgestellt, das zu den Innenräumen des Hauses passen muss, in das es integriert wird. Aus diesem Grund habe ich eine von der Geometrie her schlichte Form gewählt: einen Zylinder, bei dem die für den Betrieb dienenden Elemente, wie die Gitter oder die Griffe, nicht sichtbar sind. Der Zylinder steht auf einem Sockel auch als dekoratives Element, der passend zum Raum aus verschiedenen Materialien bestehen kann.

Pelletsofen Wall Was unterscheidet den Entwurf für den Ofen zur Gestaltung eines Einrichtungsgegenstands?
Es gefällt mir, dass Pelletsöfen stilvolle Objekte sind, denen die Interaktion mit uns bereits innewohnt. Als Designerin und Architektin habe ich jeden Tag mit unterschiedlichen und komplexen Projekten zu tun. Der wichtigste Aspekt bei einem Projekt ist für mich, dass ich es schaffe, innovative und zweckdienliche Lösungen zu finden, die von den Menschen geschätzt werden, die Gebrauch davon machen und damit leben. Im Fall des Ofens Wall musste ich eine Lösung suchen, um die Leitungen zu verdecken. Ich habe eine Form erschaffen, die einfach, aber zweckdienlich ist. Sie versteckt die technischen Elemente und integriert den Ofen mit seinem äußerst schlichten Design auf natürliche Art und Weise in die Architektur.

Was kann ein Ofen das Wohnambiente bereichern?
Es gibt zwei Aspekte. Der erste ist sehr wichtig und betrifft die Aufmerksamkeit für das Thema Nachhaltigkeit. Es ist für uns Designer mittlerweile zur Pflicht geworden – und ein Pelletsofen ist in dieser Hinsicht ein perfektes Gerät. Der zweite Aspekt ist eher romantisch. Es handelt sich um die Schönheit, die durch ein Feuer entstehen und jeden verzaubern kann.

Sie haben zum ersten Mal einen Pelletsofen entworfen. Was hat Sie dabei besonders interessiert?
Der hohe Wirkungsgrad eines Pelletsofen gewährleistet eine saubere Verbrennung mit einem der niedrigsten Emissionsniveaus. Der Gebrauch eines Pelletsofens ist kostengünstig und umweltfreundlich. Nachhaltigkeit und Forschung sind Themen, die meiner Auffassung vollkommen entsprechen. Designer können dazu beitragen, dass die neuen Heizgeräte nachhaltiger werden. Das ist ein Thema, das wir als Designer nicht nur in Bezug auf das Heizen vertiefen müssen, sondern auch all den Objekten gegenüber, die uns umgeben. Wir müssen die Art und Weise, wie wir mit der Energie umgehen, neu überdenken – ganz egal, ob es um Transport, Produktion oder Verbrauch geht.

Weitere Informationen: www.mcz.it

Das Interview hat die Presseagentur ERGO zur Verfügung gestellt. Es wurde von der Pelletshome-Redaktion bearbeitet.

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NGOs unterstützen Klimastreik von Fridays for Future

18. November 2019 - 10:01

Ein breites Bündnis aus Sozial-, Umwelt- und Klimaverbänden unterstützt den weltweiten Klimastreik der Fridays for Future-Bewegung am 29. November 2019. Es fordert mehr soziale Gerechtigkeit beim Klimaschutz.

Klimastreik gegen politisches Versagen

Am letzten Freitag im November finden in Deutschland in hunderten Städten große Klimastreik-Demonstrationen von Fridays for Future statt. Ein zivilgesellschaftliches Bündnis teilt die Empörung der Schülerinnen und Schüler über die Klimapolitik der Bundesregierung, die ein unwirksames und sozial ungerechtes Klima-Päckchen beschlossen habe. Die Bundesregierung begründe ihr klimapolitisches Versagen damit, den Menschen keinen konsequenten Klimaschutz zumuten zu können. “Billige Ausreden für schwache Maßnahmen lassen wir nicht gelten”, heißt es im Aufruf des Bündnisses. Klimaschutz und Sozialpolitik dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. Konsequenter Klimaschutz erfordere eine grundlegende sozial-ökologische Wende.

Bündnis fordert sozial-ökologische Wende

Die Unterstützer für den Klimastreik sehen in einer solchen sozial-ökologischen Wende eine große Chance für eine gerechtere Gesellschaft. Sie stellen dafür sechs Forderungen. Dazu gehören unter anderem ein Klimaschutzgesetz, das das 1,5 Grad-Ziel einhält. Strom müsse naturverträglich und für alle bezahlbar sein. Außerdem verlangen sie möglichst kostenfreien öffentlichen Nahverkehr. Zugfahren soll deutlich günstiger als Fliegen sein. Schließlich müsse die Bundesregierung eine diskriminierungsfreie Grundsicherung gewährleisten, die vor Armut schützt und Teilhabe sichert. “Damit alle klimafreundlich leben können, muss soziale Sicherheit gewährleistet sein. Zukünftige Generationen müssen weltweit eine klimagerechte Zukunft haben”, schreibt das Bündnis.

Zum Koordinierungskreis des Bündnisses für den weltweiten Klimastreik am 29. November 2019 gehören 350.org, Attac, Avaaz.org, AWO, BUNDjugend, BUND, Campact, Greenpeace, Klima-Allianz Deutschland, Naturfreundejugend Deutschlands, NaturFreunde Deutschlands, Der Paritätische Gesamtverband, Together for Future, Umweltinstitut München, WWF Jugend, WWF.

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Schweiz: Pelletspreis im November 2019 geht aufwärts

16. November 2019 - 14:33

Schweizer Pelletspreis im November 2019 Der Schweizer Pelletspreis im November 2019 ist mit durchschnittlich 368,60 Franken pro Tonne gegenüber dem Vormonat um 2,4 Prozent gestiegen. Das meldet das Internetprotal Pelletpreis.ch.

Der Pelletspreis im November 2019 liegt laut Pelletpreis.ch über dem Niveau vor einem Jahr, als er 367,60 Franken betragen hat. Der aktuelle Durchschnittspreis basiert auf den Angaben von 27 Lieferanten. Beim Brennstoffkostenvergleich schneiden Holzpellets am günstigsten ab. Sie liegen mit 7,35 Rappen pro Kilowattstunde vor Heizöl (9,02) und Erdgas (10,04). Diese Zahlen beziehen sich auf Oktober 2019.

  • Schweizer Pelletspreis im November 2019 bei Abnahme von drei Tonnen: 384,79 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im November 2019 bei Abnahme von fünf Tonnen: 365,67 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im November 2019 bei Abnahme von acht Tonnen: 355,48 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im November 2019 bei Abnahme von 17 Tonnen: 340,19 Franken
Wie sich der Preis in der Schweiz entwickelt hat

In der Schweiz waren Pellets von Januar 2010 bis November 2014 durchgehend günstiger zu haben als Heizöl. Als die Heizölpreise im Sommer 2008 auf über 13 Rappen pro Kilowattstunde stiegen, betrug der Preisvorteil der Holzpresslinge mit etwa sieben Rappen rund 90 Prozent. Seitdem kostet Heizöl bis auf einige Ausnahmen weniger. Im Juni 2016 waren die beiden Brennstoffe gleich teuer.

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Gebäudereport 2019: Wärmewende kommt seit 2010 nicht voran

14. November 2019 - 12:49

Gebäudereport 2019 Der Befund im Gebäudereport 2019 ist nicht neu, aber Jahr für Jahr ändert sich nichts: Die Wärmewende kommt nicht voran. Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) zeigt das in ihrem aktuellen Report wieder auf.

Gebäudereport 2019 dokumentiert Energieverbrauch im Gebäudebestand

Der Energieverbrauch für Raumwärme und Warmwasser in Wohn- und Nichtwohngebäuden betrug im Jahr 2017 deutschlandweit 870 Terawattstunden. Er liegt damit trotz politisch angestrebter Einsparungen sogar leicht über dem Niveau von 2010 mit 865 Terawattstunden. Den Stillstand beim Energiesparen dokumentiert der Gebäudereport 2019. Er enthält Analysen und Daten zum Gebäudebestand und seinem Energieverbrauch. Grund dafür sind laut Dena vor allem fehlende Anreize für Sanierungsmaßnahmen und den Einsatz von innovativen Technologien. “Die Sanierungsrate stagniert weiter bei etwa einem Prozent pro Jahr, obwohl zum Erreichen der Klimaziele mindestens 1,5 Prozent notwendig wären”, sagt Dena-Geschäftsführer Andreas Kuhlmann. Immerhin bestünde durch das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung die Aussicht auf einen Kurswechsel und eine neue Dynamik im Markt.

Laut Gebäudereport 2019 werden Klimaziele nicht erreicht

“Es ist höchste Zeit, dass die Energiewende im Gebäudebereich wieder Fahrt aufnimmt”, erklärt Kuhlmann, “Im vergangenen Jahrzehnt ist wenig passiert.” Ohne zusätzliche Anstrengungen werden die Treibhausgasemissionen im Gebäudebereich nach Schätzungen der Dena im Jahr 2030 um bis zu 28 Millionen Tonnen über dem angestrebten Wert von 70 bis 72 Millionen Tonnen liegen. Der Gebäudereport 2019 nennt verschiedene Maßnahmen und Technologien, mit denen die Klimaziellücke im Gebäudebereich geschlossen werden kann. Dazu gehören zum Beispiel innovative Geschäftsmodelle wie serielles Sanieren und Energiespar-Contracting, die schnelle Markteinführung von strombasierten, erneuerbaren Brennstoffen, digitale Lösungen und Künstliche Intelligenz für mehr Energieeffizienz.

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Förderung: BAFA-Zahlen im Oktober 2019

13. November 2019 - 9:00

BAFA-Zahlen im Oktober 2019 Die BAFA-Zahlen im Oktober 2019: Die Gesamtzahl der Förderanträge für eine Ökoheizung fiel mit 6.344 um fünf Prozent gegenüber September.

BAFA-Zahlen im Oktober 2019 im Detail

Im Oktober 2019 gingen 2.227 Anträge auf Förderung einer Biomasseheizung im Marktanreizprogramm beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ein. Das sind vier Prozent weniger als im Vormonat. Für die Förderung einer Solarthermieanlage hat das BAFA 1.366 Anträge erhalten. Im September waren es 13 Prozent mehr. Außerdem hat es 2.751 Anträge für einen Zuschuss zur Installation einer Wärmepumpe bekommen – nur elf weniger mehr als im Monat zuvor.

Aus MAP-Statistik lässt sich nicht auf Marktentwicklung schließen

Da ein MAP-Förderantrag seit 2018 vor der Auftragsvergabe gestellt werden muss und nicht wie davor nach der Inbetriebnahme, lassen sich die Zahlen der monatlichen BAFA-Statistik aus den verschiedenen Jahren nicht vergleichen. Darauf weist der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) hin. So haben die veröffentlichten Zahlen von Januar und September 2018 neben den Vorab-Anträgen nach dem neuen Online-Verfahren auch Anträge für im Jahr 2017 installierte Anlagen enthalten, für die bis September 2018 eine Übergangsfrist gegolten hat. Somit haben sich zum Teil doppelt so hohe Antragszahlen wie nach dem alten Verfahren ergeben. Auch ein Vergleich zwischen den einzelnen Monaten in den Jahren 2017 und 2019 ist durch die Verfahrensumstellung schwierig geworden. Vor zwei Jahren wurden die Anträge bis zu neun Monate nach Inbetriebnahme gestellt, in diesem Jahr müssen sie vor Auftragsvergabe eingereicht werden. Wann die Anlage eingebaut wird, ist zu dem Zeitpunkt unbekannt.

Bund hat Förderung bereits 2016 verbessert

Vor zwei Jahren hat der Bund die Förderzuschüsse im Marktanreizprogramm erhöht. So steigerte sich die Basisförderung von 36 auf 80 Euro pro Kilowatt Kesselleistung und die Mindestförderung um 600 Euro. Neu eingeführt hatte der Bund einen Zuschuss für Einzelmaßnahmen, mit denen sich die Heizung optimieren lässt. Dazu zählen unter anderem Brennstofflager, eine Schornsteinerneuerung oder der Einbau eines Pufferspeichers bei Kaminöfen mit Wassertasche. Im vergangenen Jahr hat der Bund außerdem die Förderung über einen Zusatzbonus des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) um weitere 20 Prozent erhöht. Weitere 600 Euro können sich Antragsberechtigte für die energetische Optimierung der gesamten Heizungsanlage im Haus sichern.

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Biomasse-Verband veröffentlicht Basisdaten Bioenergie 2019

11. November 2019 - 10:45

Basisdaten Bioenergie 2019 Aktuelle Daten und Zahlen rund um Energieverbrauch, Klimawandel und erneuerbare Energien präsentieren die Basisdaten Bioenergie 2019. Veröffentlicht hat die Broschüre der Österreichische Biomasse-Verband (ÖBMV).

Basisdaten Bioenergie 2019: Klimawandel macht Biomassenutzung unverzichtbar

Die in den Basisdaten Bioenergie 2019 enthaltenen Ergebnisse der Österreichischen Waldinventur 2018 zeigen laut ÖBMV, dass die Waldfläche und der Holzvorrat in Österreich trotz gesteigerter Holznutzung weiter zunehmen. Bedingt durch den Klimawandel sei in den Wäldern aber auch eine gravierende Zunahme des Schadholzanfalls zu beobachten. “Mit 5,2 Millionen Festmetern Käferholz in Österreich wurde 2018 der Rekordwert des Vorjahres um die Hälfte übertroffen”, sagt Forstassessor Peter Liptay. Der extrem heiße und trockene Sommer lasse für 2019 eine weitere Steigerung erwarten. “Für die gewaltigen Käfer- und Sturmholzmengen stellen die Biomassenanlagen auch künftig eine unverzichtbare Verwertungsschiene dar”, erklärt der Forstexperte. Auch wenn die Waldbesitzer bei der Waldverjüngung verstärkt auf Laubholz und andere Nadelhölzer setzen, stellt die vom Klimawandel besonders stark betroffenen Fichte immer noch 60 Prozent des Holzvorrates in Österreichs Wäldern.

Fast die Hälfte der Fernwärme stammt aus Biomasseheizwerken und Holzkraftwerken

Aus Schadholz und anderen niederwertigen Holzsortimenten erzeugen laut ÖBMV etwa 140 Holzkraftwerke in Österreich jährlich über zwei Milliarden Kilowattstunden Strom und mehr als vier Milliarden Kilowattstunden Wärme. Dazu kommen mehr als sechs Milliarden Kilowattstunden Nah- und Fernwärme aus etwa 2.400 Biomasseheizwerken, womit fast die Hälfte der österreichischen Fernwärme in Biomasseanlagen erzeugt wird. Die Basisdaten Bioenergie 2019 enthalten die wesentlichen Statistiken rund um die Energiewende. Über 80 Schaubilder und Tabellen zeigen Daten zu Energie allgemein, zu Wärme aus Biomasse, Ökostrom und Biotreibstoffen, sowie zur Preisentwicklung am Energiesektor. Die achte Auflage der Farbbroschüre im Format DIN A6 umfasst 72 Seiten. Kurze Texte erläutern die Abbildungen und tragen zum Verständnis bei.

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Wie die Digitalisierung den Heizungsmarkt beeinflusst

8. November 2019 - 9:00

Digitalisierung via App Die Sanitär- und Heizungsbranche bleibt von der Digitalisierung nicht unberührt. Internetfähige Kessel, Smartphones und Apps verändern den Heizungsmarkt. Teil 2 einer zweiteiligen Serie.

Digitalisierung minimiert Serviceeinsätze

“Smart Home-Systeme werden sich in Zukunft noch weiter durchsetzen.” Davon geht Ökofen Deutschland-Geschäftsführerin Beate Schmidt-Menig aus. “Schon aus dem Grunde, da das Fachhandwerk ausgelastet ist, werden sie diese Services nach und nach verstärkt nutzen, um Zeit und auch Anfahrtswege zu sparen.” Doch auch in den Vertriebsstrukturen werden sich Veränderungen ergeben. Die Digitalisierung hat die Erwartungshaltung von Kunden verändert. Informationen zu Produkten und Dienstleistungen müssten im Internet schnell verfügbar sein. Genauso wird erwartet, dass sich der Installateur bei einer Störung die Kundenheizung auf den Schirm holt und nach dem Fehler sucht. Die Fernwartung bietet Installationsbetrieben die Möglichkeit, ihren Kunden einen persönlichen Service anzubieten. Sie wählen sich aus der Ferne auf das Heizsystem ein und können auf diese Weise schneller und zielgerichteter helfen. Serviceeinsätze lassen sich auf diese Weise minimieren. Sollte sich das Problem online nicht lösen lassen, kann der Installateur oder Servicetechniker über den Internetzugang dennoch genügend Informationen sammeln, um sich optimal auf seinen Einsatz vorzubereiten. Er spart Zeit und Kosten.

Montage bleibt handwerkliche Arbeit

Die digitale Entwicklung geht weiter. Künftig werden Biomassekessel nicht nur mit dem Internet verbunden sein, sondern auch mit anderen Haustechnikgeräten kommunizieren können. Via Schnittstellen wie Modbus/TCP lassen sie sich in ein Smart Home einbinden. “Die Digitalisierung wird den Heizungsmarkt zwar nicht verändern, aber beeinflussen”, sagt Paradigma-Marketingleiter Wendelin Heinzelmann. Systeme ließen sich können nach der Installation besser kontrollieren und justieren. Bei der hydraulischen Energieverteilung könne die Digitalisierung helfen, die Systeme besser einzustellen. Wärmeströme ließen sich besser darstellen und bei Kombianlagen der Solarertrag optimieren. Außerdem lasse sich mit ihrer Hilfe der Arbeitsablauf von der Bestellung bis zur Einweisung der Benutzer effektiver gestalten. Doch eines werde sich nicht ändern: “Die Installation aber muss erfolgen. Und das wird weiterhin eine sehr handwerkliche Arbeit sein.”

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Digitalisierung verändert Installationsberuf

7. November 2019 - 9:00

Digitalisierung im Handwerk Die Sanitär- und Heizungsbranche bleibt von der Digitalisierung nicht unberührt. Internetfähige Kessel, Smartphones und Apps verändern den Installationsberuf. Teil 1 einer zweiteiligen Serie.

Digitalisierung macht nicht alles einfacher

Mit der Digitalisierung rücken Netzwerktechnologie und die Konfiguration unterschiedlicher Systeme der Haustechnik für Installateurinnen und Installateure in den Fokus. Meldete sich früher eine Kundin oder ein Kunde wegen einer Kesselstörung, blieb dem Installationsbetrieb meist wenig anderes übrig, als hinzufahren, in den Heizraum zu gehen und nach dem Rechten zu sehen. Heutzutage kann er die Meldung automatisch vom Kessel per SMS bekommen und manches Problem vom Schreibtisch aus lösen. Mit dem Computer kann er die Anlage kontrollieren, wenn der Online-Zugriff freigeschalten ist. Je mehr Kessel mit intelligenter Technik ausgestattet sind, desto anspruchsvoller wird der Umgang mit ihnen. “Ein Heizungsmonteur muss heute ganzheitlich und systemübergreifend denken und aufgrund der rasanten technischen Entwicklung ständig auf dem Laufenden bleiben”, sagt KWB-Geschäftsführer Helmut Matschnig.

Aus Heizungsinstallateuren werden keine Informatiker

Die Digitalisierung und der Umgang mit elektronisch gesteuerten Systemen werden das Berufsbild in der Heizungsmontage künftig stark prägen. Darin sind sich die meisten Hersteller einig. Auch darin, dass die Entwicklung nicht so weit führen wird, aus einem Installateur einen Informationsspezialisten zu machen. Für Ökofen-Geschäftsführerin Beate Schmidt-Menig ist es zwar wichtig, dem Fachhandwerk die Vorteile der neuen Technologien zu vermitteln, aber ein Informatikstudium dürfe dafür keine Voraussetzung sein. “Der Heizungsbauer sollte sich meiner Meinung nach weitgehend aus der Vernetzungsthematik raushalten können”, sagt auch Hargassner-Vertriebsleiter Herbert Schwarz. Die Anbindung der Netzwerktechnik sollte weiterhin Spezialisten überlassen bleiben, die Heizungsindustrie die Schnittstellen zur Verfügung stellen.

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Peter Stockreiter: „Unser Ziel ist die größtmögliche Einsparung an Kohlendioxid im Wohnungsbau“

5. November 2019 - 11:16

Peter Stockreiter Im Frühling hat sich das Netzwerk Solarhaus Österreich gegründet. Es wirbt für ein Energiekonzept in Wohngebäuden, dass zu 100 Prozent auf erneuerbaren Energien fußt. Im Interview mit Pelletshome.com erklärt Initiator Peter Stockreiter, welche Anforderungen das Netzwerk an ein Solarhaus stellt, welchen Vorteil die Solarthermie bringt und ob sich auch mit Solarstrom heizen lässt. Stockreiter war bereits einer der Gründer der Initiative Sonnenhaus Österreich und acht Jahre als deren Geschäftsführer tätig.

Herr Stockreiter, warum haben Sie das Netzwerk Solarhaus gegründet?
Es gibt eine hohe Notwendigkeit für die Reduktion von Kohlendioxid, was kaum noch von jemandem bestritten wird. Und es gibt einen großen Nachholbedarf in der Wärmewende. Laut einer Studie der TU Wien von 2018 werden immer noch 60 Prozent der Wärme in Österreich mit fossilen Energieträgern erzeugt. Das führt dazu, dass rund 20 Prozent des heimischen Kohlendioxid-Ausstoßes durch das Heizen verursacht werden. Hier liegt also ein bedeutender Hebel, um Treibhausgase einzusparen.

Wie wollen Sie das erreichen?
Dabei denke ich an Konzepte mit weitgehend solar beheizten Gebäuden. Als Geschäftsführer der Initiative Sonnenhaus Österreich habe ich mich von 2011 bis 2018 intensiv mit einem Bau- und Energiekonzept beschäftigt, bei dem mindestens 50 Prozent des Wärmebedarfs solar erzeugt werden. Jetzt wollen wir einen Schritt weitergehen – und zwar einen großen. Es muss so viel Kohlendioxid wie nur irgend möglich eingespart werden und dabei müssen Wärme und Strom zusammen betrachtet werden. Deshalb gehen wir bei unserem Solarhaus-Konzept aufs Ganze: Die Energieversorgung für Wärme und für Strom muss kohlendioxidfrei sein. Außerdem sollte die Gebäudehülle nach Möglichkeit kohlendioxidneutral sein.

Welche Aufgaben übernimmt die Initiative?
Wir wollen handeln und sofort anwendbaren, effektiven Klimaschutz vorantreiben, anstatt auf Lösungen von oben zu warten. Deshalb wollen wir unser Solarhaus-Konzept bekannt machen und dafür sorgen, dass es möglichst oft in die Praxis umgesetzt wird. Dazu informieren wir zukünftige Bauherren über das Konzept, unterstützen sie in ihrer Planung und beraten zu Fördermöglichkeiten. Außerdem werden wir zu Schulungen für die Netzwerkpartner einladen.

Wer sind ihre Partner?
In unserem Netzwerk sind Gewerbe- und Industriefirmen aus der Bau- und Haustechnikbranche engagiert ebenso wie Architektur- und Planungsbüros oder Installations- und Zimmereibetriebe. Unsere 32 Gründungspartner haben ihren Sitz in Deutschland, Österreich und Südtirol. Wir arbeiten auch mit dem Forschungsinstitut AEE INTEC, mit Klimaaktiv – der Klimaschutz-Mitmachbewegung des österreichischen Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus – und dem Haus der Baubiologie in Graz zusammen.

Was sind die Ziele ihres Netzwerks?
Langfristig wollen wir unser Solarhaus-Konzept als Baustandard in Österreich und Südtirol etablieren. Kurzfristig wollen wir zum Umdenken in der Bevölkerung beziehungsweise von Bauherren beitragen und ein größeres Bewusstsein für die Notwendigkeit, aber auch die Möglichkeiten einer kohlendioxidfreien Energieversorgung schaffen.

Welche Anforderungen stellen Sie an ein Solarhaus?
Bei einem Solarhaus nach unserer Definition muss die Energie für die Raumwärme, Warmwasser und Strom zu 100 Prozent kohlendioxidfrei erzeugt werden. Die Energie für die Beheizung und zur Erwärmung des Dusch- und Trinkwassers soll zu mindestens 70 Prozent aus Solarthermie stammen. Der Restenergiebedarf kann mit einer Holzheizung oder einer Wärmepumpe gedeckt werden. Wird eine Wärmepumpe genutzt, muss sie mit Solarstrom vom eigenen Dach oder zertifiziertem Ökostrom betrieben werden. Letzteres gilt für die gesamte Stromversorgung in dem Gebäude. Der Bedarf an elektrischer Energie kann wahlweise durch selbst erzeugten Solarstrom oder einen Öko-Stromvertrag mit UZ46-Zertifikat gedeckt werden.

Bei der Wärmeerzeugung setzen Sie auf Solarthermie. Wäre auch die Kombination von Photovoltaik und Wärmepumpe möglich?
Bei unserer Entscheidung für Solarthermie waren zwei Gründe ausschlaggebend. Zum einen erzielt Solarthermie einen wesentlich höheren Energieertrag im Winter als Photovoltaik, zum anderen hängt es mit der politischen Unterstützung durch die Politik zusammen. Der Klima- und Energiefonds der österreichischen Bundesregierung fördert seit 2014 besonders energiesparende Häuser. In dem Förderprogramm „Demoprojekt Solarhaus“ wird für Gebäude mit einem solaren Deckungsgrad von mindestens 70 Prozent ein Zuschuss bis zu 50 Prozent der umweltrelevanten Investitionskosten gezahlt. Deshalb orientieren wir uns im Punkt „CO2-freie Energieversorgung“ an diesem Förderprogramm und setzen 70 Prozent solaren Deckungsgrad durch Solarthermie voraus. Die Förderung ist ein Anreiz für Bauherren, sich für diese Bauweise zu entscheiden.

Wie sehen Sie generell die Fördersituation für erneuerbare Energien im Wohnungsbau?  
Meiner Meinung nach machen die Verantwortlichen viel zu wenig, um ein Umdenken in Richtung kohlendioxidneutrale Energieversorgung zu forcieren. Es wird zu viel Fokus auf andere Themen gelegt, während konkrete Maßnahmen zum Erreichen der Klimaziele aus dem Pariser Abkommen vernachlässigt werden. Es fehlen Vorgaben im Gebäudesektor, um die Nutzung klimaschonender Energieerzeugung voranzubringen. Wir meinen jedenfalls, noch mehr Diskussion und Forschung ist nicht nötig, Konzepte liegen vor. Wir sollten jetzt schnell das umsetzen, was möglich ist und konsequent in hohem Maße Kohlendioxidemissionen senken.

Das Interview hat das Kommunikationsbüro Ina Röpcke zur Verfügung gestellt. Es wurde von der Pelletshome-Redaktion bearbeitet.

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Brennstoff-Kostenvergleich 2019: Mit Holz heizt man am günstigsten

4. November 2019 - 9:00

Brennstoff-Kostenvergleich 2019 Das Ergebnis beim Brennstoff-Kostenvergleich 2019 der Landwirtschaftskammer Steiermark fällt eindeutig aus: Hackschnitzel, Holzpellets und Scheitholz sind unschlagbar günstig.

Brennstoff-Kostenvergleich 2019 spricht für Holz

Wie aus dem Brennstoff-Kostenvergleich 2019 hervorgeht, kosten Hackschnitzel zum Beheizen eines durchschnittlichen Einfamilienhauses mit 170 Quadratmeter und einem Wärmebedarf von 27.300 Kilowattstunden mit 874 Euro pro Jahr am wenigsten, gefolgt von Brennholz mit 1.233 Euro und Holzpellets mit 1.489 Euro. Die fossilen Energieträger liegen beim Brennstoff-Kostenvergleich 2019 abgeschlagen auf den letzten Plätzen. Bei Erdgas liegen die jährlichen Brennstoffkosten bei 1.882 Euro. Für Heizöl muss ein Haushalt sogar 2.451 Euro berappen. Der Vergleich fällt auch bei den Vollkosten günstig für die Holzenergie aus. Trotz zum Teil höherer Anschaffungskosten der modernen Holzheizungen bleiben sie bei den Gesamtkosten unerreicht günstig. Die jährlichen Kosten für das durchschnittliche Einfamilienhaus betragen 2.434 Euro bei einer Stückholzheizung, 2.705 Euro bei Hackgut und 2.791 Euro, wenn mit Pellets geheizt wird. Am teuersten ist das Heizen mit Öl mit 3.495 Euro.

Landwirtschaftskammer rät zu Vorsicht bei Wärmepumpen

“Die Wärmepumpe ist bei Bestandsgebäuden chancenlos”, erklärt Christian Metschina von der Landwirtschaftskammer Steiermark. Die Gesamtkosten bei einer Luft-Wärmepumpe würden beim Brennstoff-Kostenvergleich 2019 mit 3.204 Euro rund ein Drittel höher liegen als bei einer Stückholzheizung. Erdwärmepumpen schneiden mit 3.060 Euro pro Jahr etwas besser ab. “Speziell bei Luft-Wärmepumpen kann es zu bösen Überraschungen kommen”, warnt der Energieexperte. So würden sie an kalten Tagen ähnlich ineffizient arbeiten wie Stromheizungen. Das Nachhaltigkeitsministerium empfehle daher, Luft-Wärmepumpen nur in Passiv- und Niedrigstenergiehäusern mit einem Heizwärmebedarf von maximal 25 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr einzusetzen. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Altbau hat meist einen Heizwärmebedarf von über 150 Kilowattstunden.

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EE-Verbände unterstützen Klimavolksbegehren

1. November 2019 - 12:59

Fotoaktion für Klimavolksbegehren Mit einer ungewöhnlichen Fotoaktion setzen sich die österreichischen Ökoenergie-Verbände für das Klimavolksbegehren ein: Gemeinsam mit Sprecherin Katharina Rogenhofer gingen ihre Geschäftsführer baden, darunter Christian Rakos (hinten dritter von links) von Pro Pellets Austria.

Klimavolksbegehren fordert eine nachhaltige Energiewende

“Das Wasser steht uns bis zum Hals!” Mit dieser provokanten Aussage demonstrierten die Vertreter der erneuerbaren Energienverbände in Österreich in einer Fotoaktion die Notwendigkeit schnellen Handelns gegen den Klimawandel. “Wenn wir es nicht bald schaffen, die fossile Vergangenheit hinter uns zu lassen und den Ausbau von sauberer Energie zu fördern, dann wird uns das Wasser nicht mehr nur bis zum Hals stehen, dann wird die Klimakrise zur Klimakatastrophe”, erklärt Katharina Rogenhofer, Sprecherin des Klimavolksbegehrens. Das Klimavolksbegehren fordert den Ausstieg aus Gas, Kohle und Öl bis 2040. Mit der Fotoaktion zeigen der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) und die zivilgesellschaftliche Klimabewegung ihren Schulterschluss für das gemeinsame Ziel: den Ausstieg aus den Klimakillern fossile Brennstoffe und eine nachhaltige Energiewende.

EEÖ-Präsident Peter Püspök: “Politik muss rasch handeln”

Bis 2030 könnte Österreich laut einer Pressemitteilung zur Fotoaktion zwei Drittel seines Energiebedarfs aus erneuerbarer Energie gewinnen. Die Politik versäume es aber bis heute, die Energiewende voranzutreiben. Im aktuellen Tempo würde Österreich dieses Ziel deshalb frühestens 2050 erreichen. Es würden rechtliche und ökonomische Grundlagen fehlen, um den Weg bis 2030 angehen zu können. Investitions- und Planungssicherheit seien aufgrund mangelnder Gesetze und Ziele nicht gegeben. “Die drohende Klimakatastrophe rechtzeitig abzuwehren ist die dringendste Aufgabe der Menschheit. Österreich als eines der reichsten Länder der Erde hat die Pflicht, beim Klimaschutz mit gutem Beispiel voranzugehen”, sagt EEÖ-Präsident Peter Püspök. Beim Klimavolksbegehren gehe es darum, der viel zu zögerlichen Politik eine deutliche Aufforderung für rasches Handeln zu geben.

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Gebäudeenergiegesetz: DUH und VDI kritisieren es, BDH begrüßt es

30. Oktober 2019 - 9:00

Gebäudeenergiegesetz erlaubt Öl bei Solarkombi Geteilte Meinung zum Gebäudeenergiegesetz: Während die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ein konsequentes Verbot von Ölheizungen vermisst, freut sich der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), dass dies nicht enthalten ist.

DUH: Gebäudeenergiegesetz taugt nicht für Klimaschutz

Die DUH kritisiert den Referentenentwurf für das Gebäudeenergiegesetz als klimapolitische Luftnummer. Als wesentliche Neuerung zum letzten Entwurf von Mai 2019 sei zwar das im Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung festgehaltene Einbauverbot von Ölheizungen ab 2026 aufgenommen worden, allerdings mit weitreichenden Einschränkungen. So seien Hybridlösungen möglich. “Wer eine neue Ölheizung einbauen möchte, muss diese zum Beispiel lediglich mit zusätzlicher Solarthermie kombinieren und braucht so auch künftig nicht auf ein klimafreundliches Heizungssystem wechseln”, kritisiert DUH-Geschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. Er fordert ein ausnahmsloses Verbot neuer Ölheizungen ab 2020. Gasheizungen sollten nur noch bis 2025 eingebaut werden dürfen.

VDI: Neues Gebäudeenergiegesetz steht im Widerspruch zum Klimapaket

Auch der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) kritisiert: “Der Gesetzentwurf der Bundesregierung bedeutet einen bau- und energiepolitischen Stillstand.” Er enthalte keine verschärften Vorgaben hinsichtlich der Energieeffizienz für Neubauten und für die Sanierung von Bestandsbauten. “Das verhindert Innovationen und trägt nicht zur Erreichung der Klimaziele bei”, sagt VDI-Direktor Ralph Appel. Hinsichtlich der Gebäudeenergiebetrachtung zeigt der Gesetzentwurf laut VDI keine in der Praxis umsetzbaren Wege zur Bilanzierung auf. Ausführende, Bewohner, Energieberater und Planer müssten weiterhin mit Unklarheiten im Verfahren und zweifelhaften Ergebnissen leben. Appel fordert, über die Verpflichtung zur Ausstellung eines bedarfsorientierten Energieausweises hinaus die Verpflichtung einer regelmäßigen Überprüfung der tatsächlichen Energieverbräuche in das Gesetz aufzunehmen.

BDH begrüßt neues Gebäudeenergiegesetz

“Mit der Verabschiedung des Gebäudeenergiegesetzes erhalten Fachleute am Bau Planungssicherheit”, urteilt dagegen BDH-Präsident Uwe Glock. BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke freut sich, dass das von Teilen der Politik geforderte rigorose Verbot von Ölheizungen nach 2026 vom Tisch sei. “Damit bleibt die Koalition weitgehend bei dem marktwirtschaftlichen Gebot der Technologieoffenheit und verzichtet auf den Ausschluss einer einzelnen Effizienztechnologie”, erklärt Lücke. Hinsichtlich der Konkretisierung der im Eckpunktepapier des Klimaschutzprogramms 2030 beschriebenen Förderinstrumente, fordert der BDH die Politik auf, eine Hängepartie zwischen Ankündigung und Inkrafttreten durch eine zügige Umsetzung zu vermeiden. Dies betreffe die steuerlichen Anreize für energetische Gebäudesanierungen sowie die Austauschprämie für Heizsysteme.

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Dreivierteljahresbilanz 2019: DEPV meldet Rekord für Pelletsproduktion

29. Oktober 2019 - 9:00

Dreivierteljahresbilanz 2019 Eine positive Dreivierteljahresbilanz 2019 für die deutsche Holzpelletsproduktion zieht der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV). In den ersten drei Quartalen 2019 wurden mit über zwei Millionen Tonnen so viele Holzpellets wie noch nie in Deutschland hergestellt. 

Dreivierteljahresbilanz 2019: Hersteller produzieren mehr denn je

Deutschland ist seit Jahren schon europaweit das Land mit der höchsten Pelletsproduktion. Mit 740.000 Tonnen haben die deutschen Produzenten von Holzpellets im dritten Quartal 2019 einen Produktionsrekord aufgestellt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (608.000 Tonnen) erzielte die Branche ein Plus von 21,7 Prozent. Damit wurden in diesem Jahr bereits über zwei Millionen Tonnen der kleinen Presslinge in Deutschland hergestellt, wie die Dreivierteljahresbilanz 2019 ergibt. Laut DEPV machen erweiterte Kapazitäten an vielen Standorten sowie das gute Rohstoffangebot diese Mengen möglich. “Dass viel trockenheitsbedingtes Schadholz im Markt ist, zeigt der deutlich erhöhte Anteil an nicht-sägefähigem Rundholz als Rohstoff für Pellets”, erklärt DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. Fast 90 Prozent der Holzpellets würden dennoch weiterhin direkt aus Sägespänen gepresst.

DEPV erwartet höheren Pelletsverbrauch

“Die in diesem Jahr bislang geringe Zubaurate an Pelletheizungen führt dazu, dass in Deutschland nur rund 80 Prozent der inländisch produzierten Pelletmenge genutzt wird – und das, obwohl moderne Technik und qualifizierte Handwerker bereitstehen”, sagt Bentele. Heiztechnikhersteller aus Österreich und Deutschland seien bei den Innovationen für besonders effiziente und saubere Pelletszentralheizungen führend.  Durch das anstehende Ölheizungsverbot erwartet der DEPV bei Einzelheizungen und in Wärmenetzen eine Zunahme des Pelletsverbrauchs. Pelletsfeuerungen seien vielfältig im Neubau und Bestand einsetzbar, vom Kaminofen im Wohnzimmer über den Wohnungsbau bis hin zu Schulen, Schwimmbädern sowie zur Prozesswärmeversorgung von Lebensmittel- oder Pharmaindustrie.

Dreivierteljahresbilanz 2019 in Zahlen
  • Produktionsmenge
    1.329.000 t
  • Qualitätsklasse
    ENplus A1: 97,5 %
    Industriepellets: 2,5 %
  • Handelsform
    Lose Ware: 74,5 %
    Sackware: 25,5 %
  • Rohstoffeinsatz Holzart
    Nadelholz: 98,1 %
    Laubholz: 1,9 %
  • Rohstoffeinsatz Holzsortiment
    Sägerestholz: 87,8 %
    Rundholz: 12,2 %
  • Absatzmarkt
    Inland: 82,7 %
    Ausland: 17,3 %

Quelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH

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Förderung: BAFA-Zahlen im September 2019

28. Oktober 2019 - 9:00

BAFA-Zahlen im September 2019 Die BAFA-Zahlen im September 2019: Die Gesamtzahl der Förderanträge für eine Ökoheizung stieg mit 6.650 um vier Prozent gegenüber August.

BAFA-Zahlen im September 2019 im Detail

Im September 2019 gingen 2.325 Anträge auf Förderung einer Biomasseheizung im Marktanreizprogramm beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ein. Das sind zwei Prozent weniger als im Vormonat. Für die Förderung einer Solarthermieanlage hat das BAFA 1.563 Anträge erhalten. Im August waren es vier Prozent mehr. Außerdem hat es 2.762 Anträge für einen Zuschuss zur Installation einer Wärmepumpe bekommen. Elf Prozent mehr als im Monat zuvor.

Aus MAP-Statistik lässt sich nicht auf Marktentwicklung schließen

Da ein MAP-Förderantrag seit 2018 vor der Auftragsvergabe gestellt werden muss und nicht wie davor nach der Inbetriebnahme, lassen sich die Zahlen der monatlichen BAFA-Statistik aus den verschiedenen Jahren nicht vergleichen. Darauf weist der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) hin. So haben die veröffentlichten Zahlen von Januar und September 2018 neben den Vorab-Anträgen nach dem neuen Online-Verfahren auch Anträge für im Jahr 2017 installierte Anlagen enthalten, für die bis September 2018 eine Übergangsfrist gegolten hat. Somit haben sich zum Teil doppelt so hohe Antragszahlen wie nach dem alten Verfahren ergeben. Auch ein Vergleich zwischen den einzelnen Monaten in den Jahren 2017 und 2019 ist durch die Verfahrensumstellung schwierig geworden. Vor zwei Jahren wurden die Anträge bis zu neun Monate nach Inbetriebnahme gestellt, in diesem Jahr müssen sie vor Auftragsvergabe eingereicht werden. Wann die Anlage eingebaut wird, ist zu dem Zeitpunkt unbekannt.

Bund hat Förderung bereits 2016 verbessert

Vor zwei Jahren hat der Bund die Förderzuschüsse im Marktanreizprogramm erhöht. So steigerte sich die Basisförderung von 36 auf 80 Euro pro Kilowatt Kesselleistung und die Mindestförderung um 600 Euro. Neu eingeführt hatte der Bund einen Zuschuss für Einzelmaßnahmen, mit denen sich die Heizung optimieren lässt. Dazu zählen unter anderem Brennstofflager, eine Schornsteinerneuerung oder der Einbau eines Pufferspeichers bei Kaminöfen mit Wassertasche. Im vergangenen Jahr hat der Bund außerdem die Förderung über einen Zusatzbonus des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) um weitere 20 Prozent erhöht. Weitere 600 Euro können sich Antragsberechtigte für die energetische Optimierung der gesamten Heizungsanlage im Haus sichern.

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Österreich: Pelletspreis im Oktober 2019 erhöht sich

25. Oktober 2019 - 9:00

Österreichischer Pelletspreis im Oktober 2019 Der österreichische Pelletspreis im Oktober 2019 ist gegenüber dem Vormonat  um 1,5 Prozent gestiegen. Das teilt der Branchenverband Pro Pellets Austria (PPA) mit.

Mit 237,20 Euro pro Tonne liegt der durchschnittliche Pelletspreis im Oktober 2019 laut PPA um 1,1 Prozent unter dem im Oktober vor einem Jahr. Der Kostenvorteil gegenüber Heizöl extraleicht beträgt 70,6 Prozent. Gas ist 67,9 Prozent teurer als der Holzbrennstoff.

Österreicher Pelletspreis im Oktober 2019 bei Abnahme von sechs Tonnen
  • West ((Tirol und Vorarlberg): 250,10 Euro pro Tonne
  • Nord (Nieder- und Oberösterreich, Salzburg, Wien): 233,70 Euro pro Tonne
  • Süd (Burgenland, Kärnten, Steiermark): 238,20 Euro pro Tonne
Österreicher Pelletspreis im Oktober 2019 bei Abnahme von 17 Tonnen
  • 203,32 Euro pro Tonne

Der Gewerbepreis ist gegenüber September 2019 um 1,3 Prozent gestiegen und gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,9 Prozent gesunken.

Österreicher Pelletspreis im Oktober 2019 für einen 15-Kilogramm-Sack
  • 4,05 Euro

Der Preis für einen Pelletssack bei Bestellung einer Palette ist gegenüber September 2019 um 0,9 Prozent gestiegen und gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,2 Prozent gesunken.

Aktueller Vergleich der Energieträger

Zurzeit kann laut PPA kein anderer Heizbrennstoff preislich mit Pellets mithalten. Der Heizkostenvergleich bezieht sich auf den Heizwert des Brennstoffs. Er berücksichtigt keine Wirkungsgrade von Heizsystemen.

  1. Pellets:                      4,84 Eurocent pro Kilowattstunde
  2. Erdgas:                     8,12 Eurocent pro Kilowattstunde
  3. Heizöl:                       8,26 Eurocent pro Kilowattstunde
  4. Strom:                     20,66 Eurocent pro Kilowattstunde
So ermittelt PPA die Preise

PPA ermittelt seit 2006 monatlich die Pelletspreise in Österreich. Dazu erfragt der Branchenverband die Angaben von mehr als 50 Brennstoffhändlern. Er erfasst auf diese Weise nach eigenen Angaben mehr als 70 Prozent der gehandelten Brennstoffmenge. Seine Erhebung stellt damit einen zuverlässigen Indikator für die Entwicklung der Marktpreise da. Den Durchschnittspreis ermittelt PPA, indem er die zwei niedrigsten und die zwei höchsten Händlerangaben streicht. Die Erhebung beim Handel findet grundsätzlich in der ersten Woche des Monats statt. Etwa drei Wochen später veröffentlicht PPA seine Resultate.

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Schweiz: Pelletspreis im Oktober 2019 fällt leicht

23. Oktober 2019 - 9:00

Schweizer Pelletspreis im Oktober 2019 Der Schweizer Pelletspreis im Oktober 2019 ist mit durchschnittlich 360,10 Franken pro Tonne gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gesunken. Das meldet das Internetprotal Pelletpreis.ch.

Der Pelletspreis im Oktober 2019 liegt laut Pelletpreis.ch unter dem Niveau vor einem Jahr, als er 374,74 Franken betragen hat. Der aktuelle Durchschnittspreis basiert auf den Angaben von 26 Lieferanten. Beim Brennstoffkostenvergleich schneiden Holzpellets am günstigsten ab. Sie liegen mit 7,37 Rappen pro Kilowattstunde vor Heizöl (9,13) und Erdgas (10,27). Diese Zahlen beziehen sich auf September 2019.

  • Schweizer Pelletspreis im Oktober 2019 bei Abnahme von drei Tonnen: 373,31 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im Oktober 2019 bei Abnahme von fünf Tonnen: 358,59 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im Oktober 2019 bei Abnahme von acht Tonnen: 348,42 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im Oktober 2019 bei Abnahme von 17 Tonnen: 334,15 Franken
Wie sich der Preis in der Schweiz entwickelt hat

In der Schweiz waren Pellets von Januar 2010 bis November 2014 durchgehend günstiger zu haben als Heizöl. Als die Heizölpreise im Sommer 2008 auf über 13 Rappen pro Kilowattstunde stiegen, betrug der Preisvorteil der Holzpresslinge mit etwa sieben Rappen rund 90 Prozent. Seitdem kostet Heizöl bis auf einige Ausnahmen weniger. Im Juni 2016 waren die beiden Brennstoffe gleich teuer.

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Detlef Stammer: “Wir müssen unser Konsumverhalten ändern”

22. Oktober 2019 - 9:00

Professor Detlef Stammer Am Klima-Aktionsgipfel der Vereinten Nationen in New York hat Professor Detlef Stammer am vorletzten Septemberwochenende als Sprecher des Exzellenzclusters “Climate, Climatic Change, and Society (CliCCS)” teilgenommen. Im Interview erklärt der Leiter der Klimaforschung an der Universität Hamburg, warum ihn die Bewegung “Fridays for Future” überrascht, warum er mehr Forschung zur Rückholung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre fordert und gleichzeitig vor Eingriffen in das Klimasystem warnt.

Maximal zwei Grad Celsius lautet das Ziel des Pariser Abkommens. Können wir das noch erreichen?
Der Ausstoß von Treibhausgasen wurde seit 2015 nicht wirklich gesenkt. Deswegen steuern wir derzeit eher auf eine vier Grad wärmere Welt zu. Wenn wir einen so starken Anstieg der mittleren globalen Temperaturen noch verhindern wollen, müssen wir in wenigen Jahrzehnten zu einer Netto-Null-Emissionsgesellschaft werden – also zu einer Gesellschaft, die kontinuierlich ebenso viele Treibhausgase aus der Atmosphäre herauszieht wie sie produziert. Das ist eine Revolution, ebenso umfassend wie die Industrielle Revolution. Es ist es nicht damit getan, etwas weniger Fleisch zu essen oder mal auf eine Autofahrt zu verzichten. Wir müssen unser gesamtes Konsumverhalten ändern und zu einem ganz neuen Lebensstil kommen.

Seit gut einem Jahr demonstrieren Schülerinnen und Schüler weltweit jeden Freitag für den Klimaschutz. Hat Sie die Entstehung der Bewegung überrascht?
Ja. Die Fakten über den Klimawandel sind seit Jahrzehnten bekannt. Spätestens seit 1972, als die weltweit führenden Wissenschaftler im sogenannten Charney Report dokumentiert haben, dass sich mit erhöhtem Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre die Temperaturen erhöht haben. Wie das funktioniert, wissen wir sogar noch länger: Der schwedische Chemiker Svante Arrhenius hat schon vor 100 Jahren berechnet, wie ein steigender Gehalt an Kohlendioxid in der Atmosphäre die Wärmebilanz der Erde ändert. In meiner Ausbildung als Ozeanograf war die Erderwärmung immer ein Thema. Nur die Öffentlichkeit hat es bis jetzt nicht interessiert. Deswegen überrascht mich, dass nun so viele Schülerinnen und Schüler so kontinuierlich auf die Straße gehen.

Empfinden Sie Sympathie für Fridays for Future?
Absolut. Diese Generation wird stark vom Klimawandel betroffen sein. Deswegen ist es richtig, dass sie protestiert.

Würden Sie Ihren Kindern empfehlen, dort hinzugehen?
Ja, das würde ich. Allerdings sind sie nicht mehr in dem entsprechenden Alter.

Und Sie selbst?
Ich bin auf einer Demonstration gewesen, finde aber, das ist eher eine Sache für junge Leute. Anders verhält es sich mit der Aktion “Scientists for Future”. Da unterstützen Forschende die Forderungen der Schülerinnen und Schüler mit wissenschaftlichen Argumenten. Sobald ich davon gehört habe, war vollkommen klar, dass ich unterschreibe – wie 26.000 Kolleginnen und Kollegen.

Welche Rolle spielt die Wissenschaft im Kampf gegen den Klimawandel?
Ich glaube, dass wir den Kampf gegen den Klimawandel nicht ohne sogenannte negative Emissionen führen können. Das bedeutet, dass wir das Kohlendioxid, das wir erzeugt haben, wieder aus der Atmosphäre rausziehen. Man kann es beispielsweise verflüssigen und in den Boden zurückpumpen. Oder sogar in den Energiehaushalt der Erde eingreifen. Das nennt man Geoengineering. Dazu müssen wir forschen, und zwar sehr, sehr schnell. Denn ich fürchte, dass wir nicht allein aus einer gesellschaftlichen Transformation heraus in naher Zukunft zu einer kohlenstoffneutralen Gesellschaft werden.

Für wie sicher halten Sie Geoengineering?
Es gibt beispielswiese Überlegungen, das biologische Wachstum in den Ozeanen anzuregen, damit sie zukünftig mehr Kohlendioxid aufnehmen können. Oder kleine Partikel in der Atmosphäre freizusetzen, die einen Teil der solaren Strahlung reflektieren und gar nicht erst zur Erde durchlassen. Das Problem ist aber, dass wir bislang nicht wissen, was die langfristigen Effekte wären oder wie sich solche Maßnahmen lokal auswirken würden. Wir können nicht abschätzen, ob wir das gesamte Klimasystem der Erde ins Kippen bringen könnten. Wir denken vielleicht, wir können mal eben die Sonnenstrahlung reduzieren und die Dynamik des Erdsystems kontrollieren wie aus einem Schaltraum. Aber wir haben kein Verständnis dafür, was wir da tun.

Jetzt drängt die Zeit. Woran liegt es, dass im Klimaschutz bis heute so wenig passiert ist?
Darauf habe ich keine Antwort. Wir forschen zu dieser Frage in unserem Exzellenzcluster “Climate, Climatic Chance, and Society (CliCCS)”. Ich vermute, dass es immer noch Klimaskeptiker gibt, weil sie Angst vor den andernfalls notwendigen Konsequenzen haben. In Deutschland sagen wir beispielsweise seit Jahren, dass Braunkohlekraftwerke wirklich das Schlimmste sind, was es gibt. Trotzdem wird erst jetzt überlegt, sie abzuschalten. Politiker betonen stets, wie viele Jobs da dran hängen. Sie verfolgen kurzfristige wirtschaftliche Ziele. Erst jetzt beginnen sie, den Klimawandel ernst zu nehmen.

Muss nur die Politik etwas tun? Oder liegt die Verantwortung auch bei jedem Einzelnen?
Der Klimawandel geht uns alle an und wir müssen alle etwas tun. Insofern sehe ich es auch positiv, dass im Moment auf der lokalen Ebene vielerorts mehr getan wird als auf der großen politischen Bühne. Wir sehen jetzt beispielsweise Städte, die ihre Braunkohlekraftwerke abschalten, die diese Energie nicht mehr wollen. Dazu brauche ich die Bundeskanzlerin nicht. Die notwendige Transformation der Gesellschaft wird nicht nur von oben nach unten gehen, sie muss auch von unten nach oben gehen.

Das Interview hat die Universität Hamburg zur Verfügung gestellt. Es wurde von der Pelletshome-Redaktion bearbeitet.

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Deutschland: Pelletspreis im Oktober 2019 erhöht sich

21. Oktober 2019 - 8:52

Deutscher Pelletspreis im Oktober 2019 In Deutschland ist der Pelletspreis im September 2019 leicht um 2,1 Prozent gestiegen. Nach Angaben des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV) beträgt der Durchschnittspreis 247,17 Euro pro Tonne bei Abnahme von sechs Tonnen.

“Wie erwartet ist der Preis für Pellets im Oktober gestiegen. Das ist eine typische saisonale Entwicklung”, erklärt DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. Wer seinen Vorrat an Pellets noch nicht geprüft habe, sollte dies bald nachholen. Eine Kilowattstunde Wärme aus Holzpellets kostet derzeit 4,94 Eurocents. Der Preisvorteil zu Heizöl beträgt 25 Prozent, der zu Erdgas 21,7 Prozent.

Deutscher Pelletspreis im Oktober 2019 bei Abnahme von 3 Tonnen
  • in Süddeutschland: 256,91 Euro pro Tonne
  • in Mitteldeutschland: 260,02 Euro pro Tonne
  • in Nord- und Ostdeutschland: 263,09 Euro pro Tonne
Deutscher Pelletspreis im Oktober 2019 bei Abnahme von 6 Tonnen
  • in Süddeutschland: 246,26 Euro pro Tonne
  • in Mitteldeutschland: 246,20 Euro pro Tonne
  • in Nord- und Ostdeutschland: 249,85 Euro pro Tonne
Deutscher Pelletspreis im Oktober 2019 bei Abnahme von 26 Tonnen
  • in Süddeutschland: 230,98 Euro pro Tonne
  • in Mitteldeutschland: 230,03 Euro pro Tonne
  • in Nord- und Ostdeutschland: 232,95 Euro pro Tonne
Der DEPV-Index kurz erklärt

Der DEPV veröffentlicht seinen monatlichen Preisindex seit 2011. Für den DEPV erhebt das Deutsche Pelletinstitut den Pelletspreis nach Regionen sowie nach Verkaufsmenge. Neben dem Preis sollten Verbraucherinnen und Verbraucher beim Pelletskauf laut DEPV vor allem auf die Qualität der Pellets achten, um einen störungsfreien Betrieb ihrer Heizanlage sichern zu können. Das ENplus-Siegel garantiert höchste Produktqualität und Transparenz durch Rückverfolgbarkeit. Zertifizierte Händler finden Sie auf den ENplus-Seiten.

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Brennstofflager: Holzpellets richtig lagern

18. Oktober 2019 - 9:00

Brennstofflager: Gewebesilo für Pellets Die kalte Jahreszeit steht bevor – das Brennstofflager für die Pelletsheizung sollte bald gefüllt sein. Wie sich Pellets lagern lassen, erklärt Pellethome.com.

Brennstofflager: Selber bauen oder fertig kaufen

In der Regel holen sich die Holzheizer ihren Brennstoff entweder aus einem Bunkerlager mit Schrägböden oder einem Gewebesilo. Wer etwas Geld sparen und selbst ein Bunkerlager bauen will, sich aber handwerklich nicht allzu viel zutraut, der kann auf einen Bausatz für Schrägböden zurückgreifen. Er wird maßgeschneidert angefertigt, wenn man die Maße des Lagerraums und den Pelletskesseltyp für die Schneckenanbindung nennt. Der Kunde muss kein Profi-Handwerker sein, um die Bauteile anschließend montieren zu können, zumal eine Montageanleitung Schritt für Schritt den Zusammenbau erklärt.

Gewebesilos sind die gebräuchlichsten vorgefertigten Brennstofflager

Bei Gewebesilos hängt in einem Holz- oder Metallgestell ein Stoffsack aus Polyestergewebe. Er ist so geschnitten, dass sich sein unteres Drittel mit einem Winkel von 45 Grad nach unten verjüngt. Die Holzpellets rutschen dadurch von selbst nach unten in den Auslauf- oder Absaugtopf. Gewebesilos lassen sich innerhalb weniger Stunden aufbauen. Bei manchen Anbietern hält ein konischer Boden aus Stahl die Auslaufform des Gewebesilos stabil. Er verhindert, dass abfließende Holzpellets den Sack ausbauchen. In durchgedrückten Flanken ungünstig geschnittener Sacksilos kann sich Holzstaub festsetzen, der die Entnahme der Holzpellets stört. Vollständig aus Stahlblech gefertigte Behälter werden ebenfalls angeboten.

Für niedrige Kellerräume bieten sich Hubsilos an

Eine spezielle Mechanik sorgt bei Hubsilos als Brennstofflager dafür, dass sich der untere Siloteil bei voller Belastung bis auf den Boden absenkt. Werden Pellets entnommen, hebt sich der Hubrahmen und bildet dabei den für ein restloses Auslaufen notwendigen Konus aus. Die Federkraft der Hubmechanik ist auf das jeweilige Volumen der verschiedenen Standardvarianten abgestimmt. Der Konusbereich des Hubsilos ist aus beschichtetem Gewebe gefertigt, damit keine Feuchte vom Boden eindringen kann.

Maulwurf-Austragungssystem Keine Platzprobleme kennt das Maulwurf-Austragungssystem

Weil das Maulwurf-Austragungssystem die Holzpellets von oben absaugt, können die Säcke des Gewebesilos bis zum Boden reichen. Der Maulwurf arbeitet sich in einem Lager von oben nach unten, wandert die Böschungen ab und entleert so den Speicher. Eingebaute Schrägen im Brennstofflager sind daher überflüssig.

Weitere Informationen zur Lagerung von Holzpellets finden Sie in der Broschüre “Lagerung von Holzpellets – ENplus-konforme Lagersysteme” des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands.

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Thermojekt-Wärmetauscher machen Biomassefeuerungen effizienter

16. Oktober 2019 - 9:00

Abgaswärmetauscher Thermojekt Der Thermojekt-Wärmetauscher von NET nutzt die Energie aus Abgasen. Er erfüllt die Anforderungen für die Innovationsförderung im Marktanreizprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

Bafa fördert Thermojekt-Wärmetauscher zur Brennwertnutzung

Den Abgaswärmetauscher Thermojekt hat die Bafa für Biomasseanlagen bis 100 Kilowatt Nennwärmeleistung als förderfähig eingestuft. Die Förderstelle unterstützt den Einsatz erneuerbarer Energien mit unterschiedlichen Möglichkeiten. Die Brennwertnutzung, um Energie aus Abgasen zu gewinnen, bezuschusst sie mit der Innovationsförderung. Systematische und konsequente Rückgewinnung von Wärme aus Abgasen senkt die Energiekosten und die Kohlendioxidemissionen. “Lohnenswert ist der Einbau von Wärmetauschern besonders für Unternehmen mit energieintensiven thermischen Prozessen, bei denen über einen längeren Zeitraum heiße Abgase entstehen”, schreibt NET in einer Produktinformation. Dazu würden vor allem die Back- und Lebensmittelindustrie zählen sowie Gießereien, Härtereien, Pulverbeschichtungsanlagen oder Metallverarbeiter.

Wärmetauscher sind aus Edelstahl gefertigt

Die Thermojekt-Wärmetauscher bieten laut NET vielseitige Möglichkeiten zur effizienten Wärmerückgewinnung bei Abgasen aus Biomasseanlagen. Der kompakte Schwadenkondensator SK gewährleiste durch ein Register aus glatten Rohren ein Maximum an Kondensation. Die Glattrohre würden sich sehr leicht reinigen lassen – ein Vorteil bei schwebeteilbelasteten Abgasen. Die hochwertige Verarbeitung und der Einsatz von Edelstahl zeichne die Thermojekt-Wärmetauscher aus. Sie lassen sich bei Neuanlagen und im Bestand einsetzen. Zubehör wie Regelungstechnik, Hydrauliksets oder Rauchsauger mit Regelung ergänzen das Portfolio. Die Standard-Produktreihe ist beim Deutschen Institut für Bautechnik mit der Nummer Z-43.31-458 zugelassen. NET bietet darüber hinaus spezielle Produktreihen mit besonderen Vorteilen an, etwa mit einem besonders geringen Druckverlust oder mit einem integrierten Bypass-System.

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