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Aktualisiert: vor 39 Minuten 25 Sekunden

Windhager eröffnet neue Deutschland-Zentrale in Gersthofen

vor 14 Stunden 57 Minuten

Seinen neuen deutschen Firmensitz hat Windhager am 6. Oktober 2017 in Gersthofen gefeiert. Der österreichische Hersteller von Biomasseheizungen will damit die Weichen hin zu einem weiteren Wachstum am deutschen Heizungsmarkt stellen.

Windhager will mit Biomasse wachsen

“Der neue Standort ist für Windhager von großer strategischer Bedeutung”, erklärt Geschäftsführer Manfred Faustmann. Deutschland sei für das Unternehmen im Bereich Biomasseheizanlagen der Markt mit dem größten Zukunftspotenzial.” Während zum Beispiel in Österreich der Verbrauch an Pellets pro Einwohner bei 100 Kilogramm liegt, sind es in Deutschland erst 23 Kilogramm.”  Innovativ und modern – so präsentiert sich Windhager Deutschland in Gersthofen. “Nach 30 Jahren am alten Standort in Meitingen war es an der Zeit, unserem Anspruch an Qualität und Innovation auch mit einem modernen Firmensitz Rechnung zu tragen”, sagt Faustmann.

Firmensitz in Gersthofen gut zu erreichen

Das Firmengebäude in Gersthofen verfügt über helle, offene Räume, die im Stil eines Industrielofts gestaltet sind. Sitzelemente und Bodenbeläge aus Holz schaffen eine einladende Atmosphäre. Die großzügigen Seminar- und Schulungsräume sind mit modernster Technik ausgestattet. Im Trainingszentrum für Biomasse zeigt Windhager sein komplettes Sortiment an Heizkessseln. Eine Klimatisierungsanlage liefert auch an heißen Tagen angenehme Raumtemperaturen. Der neue Windhager-Standort in Gersthofen lässt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto über die A8-Ausfahrt Augsburg West erreichen.

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Schweiz: Pelletspreis im Oktober 2017 steigt kaum

13. Oktober 2017 - 13:46

Der Pelletspreis im Oktober 2017 ist in der Schweiz mit durchschnittlich 365,40 Franken pro Tonne gegenüber dem Vormonat leicht um 1,3 Prozent gestiegen. Das meldet das Internetprotal Pelletpreis.ch.

Der Pelletspreis im Oktober 2017 liegt laut Pelletpreis.ch fast auf dem Niveau vor einem Jahr, als er 365,20 Franken betragen hat. Ein Blick weiter zurück zeigt die Preisstabilität des Brennstoffs: Im Juni 2008 kostete eine Tonne mit durchschnittlich 351,10 Franken. Der aktuelle Durchschnittspreis basiert auf den Angaben von 25 Lieferanten. Beim Brennstoffkostenvergleich liegen Pellets mit 7,36 Rapen pro Kilowattstunde vor Heizöl (7,90) und Erdgas (9,27). Die Zahlen beziehen sich auf September 2017.

  • Schweizer Pelletspreis im Oktober 2017 bei Abnahme von drei Tonnen: 379,31 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im Oktober 2017 bei Abnahme von fünf Tonnen: 363,68 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im Oktober 2017 bei Abnahme von acht Tonnen: 353,29 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im Oktober 2017 bei Abnahme von 17 Tonnen: 338,23 Franken
Wie sich der Preis in der Schweiz entwickelt hat

In der Schweiz waren Pellets von Januar 2010 bis November 2014 durchgehend günstiger zu haben als Heizöl. Als die Heizölpreise im Sommer 2008 auf über 13 Rappen pro Kilowattstunde stiegen, betrug der Preisvorteil der Holzpresslinge mit etwa sieben Rappen rund 90 Prozent. Seitdem kostet Heizöl bis auf einige Ausnahmen weniger. Im Juni 2016 waren die beiden Brennstoffe gleich teuer.

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Michael Pfeifer: “Wir hoffen auf einen kalten Winter”

11. Oktober 2017 - 9:15

Fünf Millionen Euro hat der Holzindustriekonzern Pfeifer in diesem Frühjahr in sein Pelletswerk in Kundl investiert. Geschäftsführer Michael Pfeifer begründet den Ausbau der Produktion und beurteilt aktuelle und künftige Märkte.

Herr Pfeifer, warum wurde die Investition in das Pelletswerk Kundl notwendig?
Wir haben an unserem Standort in Kundl in einen Bandtrockner investiert, um das gesamte Restholz – Sägespäne und Hackschnitzel – zu trocknen und es zu Pellets zu verarbeiten. Somit haben wir unsere Produktionskapazität um etwa 30.000 Tonnen auf eine Jahresleistung von 150.000 Tonnen erhöht. Die Pfeifer-Gruppe produziert 420.000 Tonnen Pellets pro Jahr an sechs Standorten in Österreich, Deutschland und Tschechien.

Die zusätzlichen Pellets sind für den italienischen Markt bestimmt. Wie hat sich der Absatz im südlichen Nachbarland entwickelt?
Italien hat im Jahr 2000 begonnen, Holzpellets zu verheizen. Seit diesem Zeitpunkt ist der Pelletsmarkt in Italien von Jahr zu Jahr gewachsen. Italien verbraucht in diesem Jahr circa drei Millionen Tonnen Pellets. Die Prognose für das Jahr 2020 liegt bei etwa fünf Millionen Tonnen. Der Verbrauch in Österreich dagegen liegt aktuell bei rund einer Million Tonnen, in Deutschland bei etwa drei Millionen Tonnen.

Worin sehen Sie die Gründe für die positive Entwicklung?
Sie ist durch den gegenüber Deutschland und Österreich höheren Ölpreis in Italien entstanden. Somit wurde in den vergangenen Jahren in Italien vermehrt auf Pelletsöfen umgestellt.

In Deutschland und Österreich stagnierte zuletzt der Absatz branchenweit. Wie beurteilen Sie die Marktentwicklung?
Deutschland und Österreich sind in den vergangenen zwei Jahren bei den Pelletsheizungen nicht so rasant gewachsen wie bis zum Jahr 2015. Seit heuer steigt der Absatz aber wieder.

Inwiefern unterscheiden sich die Märkte in Mittel- und Südeuropa?
In Deutschland, Österreich und Südtirol werden zum Großteil lose Pellets in Tankzügen für Zentralheizungen geliefert. In Italien – außer in Südtirol –, Frankreich und Spanien werden die Pellets in 15-kg-Säcken in den Öfen verheizt.

Sehen Sie weitere erfolgversprechende internationale Märkte für Ihr Unternehmen?
Die Märkte in Frankreich und Spanien werden in Zukunft für uns immer interessanter. Diese Märkte werden momentan noch von den Pelletsproduzenten im eigenen Land bedient. In den kommenden Jahren werden Frankreich und Spanien vermehrt Pellets aus Österreich und Deutschland zukaufen, da dort die Produktionen weiter wachsen werden.

Welche Erwartungen verbinden Sie mit den Märkten in Deutschland und Österreich in diesem Jahr?
Wir hoffen auf einen kalten Winter und somit auf einen guten Pelletsabsatz in den nächsten Monaten.

Die Fragen wurden per E-Mail gestellt.

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Heizungsoffensive 2020 in Salzburg läuft noch bis Ende November

10. Oktober 2017 - 15:46

Am 30. November 2017 endet die Heizungsoffensive 2020 im Bundesland Salzburg. Wer von dem Bonus profitieren will, sollte sich beeilen. Darauf weist Propellets Austria hin.

Heizungsoffensive 2020 unterstützt den Wechsel von Fossilen zu Biomasse

“Ölkessel raus, Biomasse rein!” – unter diesem Motto steht die vom Salzburger Energie-Landesrat Josef Schwaiger ins Leben gerufene Heizungsoffensive 2020. Die Förderaktion soll einen Anreiz bieten, von Heizöl oder Gas auf Biomasse umzusteigen. Wer seinen Hauptwohnsitz im Bundesland Salzburg hat und bis 30. November 2017 seine alte Heizung gegen eine moderne Pelletsanlage tauscht, bekommt zusätzlich zur bestehenden Förderung des Energieressorts von 3.000 Euro im Rahmen der Heizungsoffensive 2020 einen Bonus in Höhe von 2.020 Euro. “Zusammen mit der bundesweiten Förderung des Klima- und Energiefonds ist somit ein Investitionskostenzuschuss von bis zu 7.020 für eine umweltschonende Pelletsheizung möglich”, informiert der Branchenverband Propellets Austria (PPA).

Heizungsmodernisierung lohnt sich

Nach Erhebungen der E-Control entfallen mehr als zwei Drittel des Energieverbrauchs von heimischen Haushalten auf das Heizen, teilt PPA mit. Gleichzeitig würden viele Österreicherinnen und Österreicher mit Geräten heizen, die oft deutlich mehr als zwanzig Jahre alt sind und in Sachen Sauberkeit und Effizienz nicht mehr dem modernen Standard entsprechen. Da veraltete Heizungen häufig deutlich mehr Energie verbrauchen würden als moderne, könne das Heizen schnell zu einem teuren Vergnügen werden, das große Mengen an umweltschädlichen Emissionen freisetzt. Auf der Internetseite www.heizmitpellets.at informiert PPA über das Heizen mit dem umweltfreundlichen Brennstoff.

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Die BAFA-Zahlen im September 2017

9. Oktober 2017 - 12:11

2.100 Förderanträge für eine Biomasseheizung sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im September 2017 eingegangen – ein Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

BAFA veröffentlicht Antragszahlen für Monat September

Eine positive Bilanz der ersten drei Quartale kann die Pelletsbranche verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr sind im Marktanreizprogramm des BAFA acht Prozent mehr Förderanträge für einen Biomassekessel eingegangen. Der September war nach dem Januar der erste Monat in diesem Jahr, in dem mehr Menschen einen Förderantrag für einen Biomassekessel als für eine Wärmepumpe gestellt haben. Dennoch kann sich die Wärmepumpenbranche über ein Plus von 19 Prozent in den ersten neun Monaten des Jahres gegenüber 2016 freuen. Allein die Solarthermieindustrie muss weiter darben. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sie im September ein Minus von 28 Prozent hinnehmen müssen. Für die ersten drei Quartale beträgt der Rückgang 19 Prozent.

Bund hat Förderung verbessert

Das BAFA bezuschusst mit dem Marktanreizprogramm den Einbau von Biomasseheizungen, Solarwärmeanlagen und Wärmepumpen. Im vergangenen Jahr hatte der Bund die Förderzuschüsse im Marktanreizprogramm erhöht. So steigerte sich die Basisförderung von 36 auf 80 Euro pro Kilowatt Kesselleistung und die Mindestförderung um 600 Euro. Neu eingeführt hatte der Bund einen Zuschuss für Einzelmaßnahmen, mit denen sich die Heizung optimieren lässt. Dazu zählen unter anderem Brennstofflager, eine Schornsteinerneuerung oder der Einbau eines Pufferspeichers bei Kaminöfen mit Wassertasche. In diesem Jahr hat der Bund außerdem die Förderung über einen Zusatzbonus des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) bis 2018 um weitere 20 Prozent erhöht. Weitere 600 Euro können sich Antragsberechtigte für die energetische Optimierung der gesamten Heizungsanlage im Haus sichern.

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Eigentümer und Mieter wünschen Wohnraumfeuerung mit Holz

8. Oktober 2017 - 9:00

Laut einer Schweizer Umfrage wäre die Mehrheit der Hauseigentümer und Mieter bereit, für eine Wohnraumfeuerung mit Holz gewisse Mehrkosten in Kauf zu nehmen. Für die Hälfte der befragten Personen ist der Heizeffekt  mindestens so wichtig wie die wohlige Atmosphäre. Darauf weist der Verband Holzenergie Schweiz hin.

Eine Wohnraumfeuerung mit Holz bringt Ambiente …

Eine Wohnraumfeuerung wärmt sowohl die Stube als auch das Gemüt und macht Antidepressiva überflüssig. Moderne Baufrauen und -herren haben das längst erkannt. Das zeigt eine kürzlich durchgeführte repräsentative Umfrage von Feusuisse, dem Schweizer Verband der Wohnraumfeuerungen. Demnach ist das Cheminée bei Hauseigentümerinnen und -eigentümern der beliebteste Innenausbau. Neun von zehn, die bereits eine Wohnraumfeuerung besitzen, würden für ihr nächstes Zuhause ohne zu zögern wieder eine wählen. Fast zwei Drittel derjenigen ohne bereuen es laut der Umfrage.

… und Wärme

Bei Mieterinnen und Mietern wären über zwei Drittel sofort bereit, für eine Wohnraumfeuerung einen höheren Mietzins zu bezahlen, gibt Holzenergie Schweiz an. Für mehr als die Hälfte von ihnen sei der Heizeffekt mindestens ebenso wichtig wie die entspannte Atmosphäre. Gerade in Niedrigenergiehäusern könnten laut Holzenergie Schweiz die Vorteile einer Wohnraumfeuerung zum Tragen kommen. Nun seien Architektur- und Planungsbüros gefordert, die klaren Wünsche der Menschen künftig besser zu berücksichtigen.

Über Holzenergie Schweiz

Seit fast 40 Jahren fördert Holzenergie Schweiz eine effiziente und umweltgerechte energetische Verwendung von Holz, dem zweitwichtigsten erneuerbaren und einheimischen Energieträger der Schweiz. Mit einer Vielzahl von Dienstleistungen ist der Verband für Privat- und Fachleute ein wichtiger und kompetenter Ansprechpartner in Sachen Holzenergie.

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Bau der Klima Arena in Sinsheim beginnt

7. Oktober 2017 - 9:00

Mit dem ersten Spatenstich ist am 5. Oktober 2017 in Sinsheim der Startschuss für den Bau Klima Arena erfolgt. Im Gewerbe- und Freizeitgebiet entsteht unter Regie der Klimastiftung für Bürger in den nächsten zwei Jahren Monaten ein Informations- und Erlebniszentrum, das über erneuerbare Energien, Umwelt und Ressourcenschutz informiert.

Wissensvermittlung soll in der Klima Arena Spaß machen

“Dem Klimawandel zu begegnen, ist eine der ganz großen Herausforderungen für die Menschheit. Uns reizt es, mitzuhelfen, dieser Herausforderung entgegenzutreten”, sagt Schirmherr und Mäzen Dietmar Hopp, Mitgründer des Softwareherstellers SAP und Hauptgesellschafter des Fußballbundesligisten TSG 1899 Hoffenheim. Mit der Klima Arena soll ein Zentrum entstehen, das über erneuerbare Energie und Klimawandel aufklärt. “Die Besonderheit liegt darin, dass wir hohen wissenschaftlichen Anspruch mit den Wünschen und Erwartungen der Besucher nach einfachen Antworten auf ihre Fragen zum Klimawandel zusammenbringen wollen”, beschreibt Alfred Ehrhard, Vorstand der Klimastiftung für Bürger, das Ziel der Bildungseinrichtung. Geplant sei eine Ausstellung zum Mitmachen.

Eröffnung der Klima Arena ist für Herbst 2019 geplant

Das Richtfest für die Klima Arena, die in direkter Nachbarschaft der Rhein-Neckar-Arena und der Thermen- und Badewelt Sinsheim ansiedelt, ist für Frühjahr 2018 vorgesehen, die Eröffnung für Herbst 2019. Die Gesamtgrundstücksfläche beträgt rund 26.000 Quadratmeter, die Nutzfläche des Gebäudes, das von der Architekturgesellschaft Vorfelder seit 2015 geplant wird, rund 4.000 Quadratmeter. Die Größe des äußeren Ausstellungsbereichs in der Umgebung des Gebäudes wird rund 1,4 Hektar betragen und einen wesentlichen Bestandteil des Zentrums darstellen. Menschen aller Altersgruppen will die Klimastiftung für Bürger ansprechen. Eine spezielle Zielgruppe sollen Schulklassen sein. Eine erste Besucherprognose geht von rund 90.000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr aus.

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Deutsches Expertenbündnis fordert CO2-Mindestpreis

6. Oktober 2017 - 14:39

Einen wirkungsvollen CO2-Mindestpreis einführen – das muss die neue Bundesregierung laut einem Expertenbündnis, wenn sie die Ziele beim Klimaschutz erreichen will. Die 15 Ökonomen und Wissenschaftler haben ein Positionspapier veröffentlicht.

Emissionshandel braucht CO2-Mindestpreis

“Der Emissionshandel in der jetzigen Form regt kaum zu Innovationen und CO2-Einsparung an”, kritisiert Christop Bals (Foto), Politischer Geschäftsführer der Umweltorganisation Germanwatch und einer der Autoren des Positionspapiers. In ihm sprechen setzen sich die Energieexperten für eine Reform des Emissionshandels aus. Ihre Forderung: Die neue Bundesregierung solle im Emissionshandel und bei allen nicht in den Emissionshandel einbezogenen Sektoren einen CO2-Mindestpreis verankern, am besten abgestimmt mit Frankreich und weiteren EU-Partnern. Frankreich und Deutschland hätten auf ihrem Regierungsgipfel im Juni bereits vereinbart, bis Jahresende einen “gemeinsamen Beitrag zur Umweltbesteuerung” zu entwickeln

Andere Länder gehen bei CO2-Mindestpreis voran

“Deutschland hinkt bei der CO2-Bepreisung hinterher”, bemängelt Bals. So habe Frankreich bereits 2014 eine jährlich ansteigende CO2-Steuer für Emissionen außerhalb des europäischen Emissionshandels eingeführt. In Großbritannien gelte seit 2013 ein CO2-Mindestpreis, der derzeit bei 21 Euro pro Tonne liege. Der EU-Zertifikatepreis pendelte dagegen zuletzt deutlich unter sieben Euro pro Tonne. Der niedrige Preis animiert Unternehmen nicht dazu, umweltfreundliche Technologien einzusetzen. Beim Weltklimagipfel Anfang November in Bonn werden die Diplomatinnen und Diplomaten über die Umsetzung des vor zwei Jahren in Paris vereinbarten Klimavertrags beraten. In Berlin verhandeln voraussichtlich zur selben Zeit die künftigen Regierungsparteien den neuen Koalitionsvertrag.

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Modeunternehmen Marc Cain setzt auf Pelletswärme

4. Oktober 2017 - 7:28

Seit drei Jahren heizt das Modeunternehmen Marc Cain seine Firmenzentrale in Bodelshausen mit einer Pelletsanlage. Ein Beispiel, wie sich die umweltfreundliche Wärme in einem Gewerbeunternehmen einsetzen lässt.

Marc Cain bereut Entscheidung nicht

„Wir haben uns im Jahr 2014 bewusst für Holzpellets entschieden und gegen fossile Brennstoffe, die um die halbe Welt transportiert werden müssen“, sagt Firmengründer und Geschäftsführer Helmut Schlotterer. 350 Tonnen Pellets anstatt 150.000 Liter Heizöl verbraucht Marc Cain, um seinen Firmenkomplex am Rande der Schwäbischen Alb zu wärmen. In den von 2007 bis 2012 entstandenen Verwaltungs- und Produktionsgebäuden arbeiten 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Umstellung von Öl auf Pellets spart Marc Cain jährlich 500 Tonnen Kohlendioxid. Installiert sind ein 950-Kilowatt-Pelletskessel, ein 20.000-Liter-Pufferspeicher sowie ein 150 Tonnen fassendes Brennstofflager. Ein gasbetriebenes Blockheizkraftwrk und ein Gaskessel ergänzen die Pelletsfeuerung. Beliefert wird Marc Cain mit Pellets aus der Umgebung.

DEPV lädt Unionspolitikerin zu Besichtigung ein

„Auch Gewerbebetriebe müssen auf erneuerbare Energien setzen, wenn die Energiewende und die Umsetzung der klimapolitischen Ziele auf breiter Fläche gelingen sollen“, sagt Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Energieholz- und Pellet-Vebands (DEPV). Er hatte Marc Cain im September zusammen mit Annette Widmann-Mauz, parlamentarische Staatssekretärin und Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands, besucht. Im Wahlkreis der Politikerin befinden sich nicht nur Niederlassungen von Kessel- und Kaminofenherstellern, in unmittelbarer Nähe existieren auch zwei Pelletswerke. „Ein deutlicher Zubau an Pelletheizungen ist vor diesem Hintergrund auf jeden Fall möglich oder besser gesagt sogar Pflicht, wenn man nicht will, dass diese zur Energieversorgung hervorragend geeigneten Späne und Hackschnitzel aus dem Ländle exportiert werden“, sagt Bentele.

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Österreich: Pelletspreis im September steigt leicht

3. Oktober 2017 - 13:54

Der Pelletspreis im September 2017 ist in Österreich im Durchschnitt gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gestiegen. Das teilt der Branchenverband Pro Pellets Austria (PPA) mit.

Der durchschnittliche Pelletspreis im September

Mit 228,60 Euro pro Tonne liegt der durchschnittliche Pelletspreis im September laut PPA um 0,2 Prozent über dem im Vormonat und 2,6 Prozent über dem im Septembert vor einem Jahr. Der Kostenvorteil gegenüber Heizöl extraleicht beträgt 46,6 Prozent. Gas ist 76,7 Prozent teurer als der Holzbrennstoff.

Österreichischer Pelletspreis im September bei Abnahme von sechs Tonnen
  • West ((Tirol und Vorarlberg): 235,10 Euro pro Tonne
  • Nord (Nieder- und Oberösterreich, Salzburg, Wien): 226,50 Euro pro Tonne
  • Süd (Burgenland, Kärnten, Steiermark): 228,90 Euro pro Tonne
Österreichischer Pelletspreis im September bei Abnahme von 17 Tonnen
  • 196,71 Euro pro Tonne

Der Gewerbepreis ist gegenüber August 2017 um 0,1 Prozent gesunken und gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,5 Prozent gestiegen.

Österreichischer Pelletspreis im September für einen 15-Kilogramm-Sack
  • 3,92 Euro

Der Preis für einen Pelletssack bei Bestellung einer Palette ist gegenüber Juli 2017 um 2,3 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,7 Prozent gestiegen.

Aktueller Vergleich der Energieträger

Zurzeit kann laut PPA kein anderer Heizbrennstoff preislich mit Pellets mithalten. Der Heizkostenvergleich bezieht sich auf den Heizwert des Brennstoffs. Er berücksichtigt keine Wirkungsgrade von Heizsystemen.

  1. Pellets:                      4,64 Eurocent pro Kilowattstunde
  2. Heizöl:                       6,39 Eurocent pro Kilowattstunde
  3. Erdgas:                     8,24 Eurocent pro Kilowattstunde
  4. Strom:                     19,98 Eurocent pro Kilowattstunde
So ermittelt PPA die Preise

PPA ermittelt seit 2006 monatlich die Pelletspreise in Österreich. Dazu erfragt der Branchenverband die Angaben von 40 Brennstoffhändlern. Er erfasst auf diese Weise nach eigenen Angaben mehr als 80 Prozent der gehandelten Brennstoffmenge. Seine Erhebung stellt damit einen zuverlässigen Indikator für die Entwicklung der Marktpreise da. Den Durchschnittspreis ermittelt PPA, indem er die zwei niedrigsten und die zwei höchsten Händlerangaben streicht. Die Erhebung beim Handel findet grundsätzlich in der ersten Woche des Monats statt. Etwa drei Wochen später veröffentlicht PPA seine Resultate.

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Martin Betzold: „Die Wärmeerzeugung sollte weitgehend Kohlendioxid-neutral erfolgen“

26. September 2017 - 9:00

Im bayerischen Ichenhausen nahe Günzburg realisiert Green City Energy ein Mieterstromkonzept für drei Mehrfamilienhäuser und ein Geschäftshaus. Ziel ist eine gemeinschaftliche Wärme- und Stromversorgung durch eine Photovoltaikanlage und eine zentral betriebenen Pelletsheizung. Wie beides zusammenhängt, erläutert Unternehmenssprecher Martin Betzold.

Herr Betzold, bei seinem Mieterstromprojekt in Ichenhausen installiert Green City Energy eine Pelletsheizung, um drei Mehrfamilienhäuser zu wärmen. Welche anderen Alternativen haben Sie betrachtet?
Es wurden Kombinationen aus Photovoltaik mit einem Blockheizkraftwerk sowie aus Wärmepumpen mit Gaskesseln überlegt. Die Wärmeerzeugung sollte aber ähnlich wie die Stromerzeugung weitgehend Kohlendioxid-neutral erfolgen.

In der Kombination mit Photovoltaik werden heutzutage immer häufiger Wärmepumpen eingesetzt. Was hat gegen diese Lösung gesprochen?
Die Bauherren wollten bei dem für sie ersten Mehrfamilienprojekt die Baukosten im Griff halten. Das führte dazu, dass sie in Bezug auf die Heizung keine Experimente eingehen wollten. Eine Wärmepumpenheizung hätte erfordert, dass sie nach Passivhaus-Standard bauen, was nicht in Frage kam. Die Variante mit einer Wärmepumpe wurde auf dieser Grundlage von Bauherrenseite deshalb nicht bevorzugt.

Wer betreibt die Pelletsheizung?
Die Eigentümer.

Bedeutet das Mieterstromprojekt für die Firma Green City Energy, die bislang hauptsächlich Ökostromanlagen realisiert hat, den Einstieg in die ökologische Wärmeversorgung?
Nein, aber wenn es um eine Vor-Ort Versorgung mit regenativ erzeugter Energie geht, ist selbstverständlich die langjährige technische Expertise von Green City Energy bei der Projektierung unter anderem von Wärmepumpen, Biomethan-Blockheizkraftwerken und anderer dezentraler Erzeugungstechnologien sehr nützlich, um für unsere Kunden die beste Lösung zu finden.

Welche Rolle spielt eine ökologische Wärmeversorgung bei den Mieterstromkonzepten bislang?
Keine direkte. Klar ist, dass wir bei Mieterstrom in Quartieren und Mehrfamilienhäusern nie nur über Strom vom Dach sprechen. Der Clou von Mieterstrom ist ja, dass auf diese Weise mehr Dezentralität und mehr Sektorenkopplung auf die Agenda der Eigentümer gesetzt wird. Wir von Green City Energy haben in München genauso 1999 mit den ersten Bürgersolarparks angefangen. Damit die City grün wird, sprechen wir mit den Vermietern immer auch über Wärme und e-Mobilität. Mieterstrom ist also, wenn Sie so wollen, nur der erste Schritt.

Die Fragen wurden per E-Mail gestellt.

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Hersteller von Luftkollektoren feiert 40-jähriges Firmenjubiläum

25. September 2017 - 9:00

Seit vier Jahrzehnten produziert die Amberger Firma Grammer Solar mit Luftkollektoren ein Produkt für eine Marktnische. Einen großen Teil ihres Umsatzes macht sie mit Photovoltaik.

Grammer Solar liefert Luftkollektoren in alle Welt

Luftkollektoren mit einer Fläche von 250.000 Quadratmetern hat Grammer Solar seit Firmengründung produziert und in 43 Länder geliefert. Das Pionierunternehmen hat sich in Europa zum Marktführer entwickelt. In den Alpen halten die Systeme entlegene Berghütten über den Winter trocken, in Europa und Südamerika versorgen sie Ferien- und Wohnhäuser mit warmer Frischluft. Mit den Solarluftsystemen lassen sich außerdem land- und forstwirtschaftliche sowie industrielle Produkte günstig und ohne großen technischen Aufwand trocknen. In Rumänien beispielsweise entfeuchtet die Firma Hofgal ihre Heilkräuter mit Hilfe der Grammer Solar-Kollektoren. Im italienischen Salsomaggiore Terme entwässern sie Heu, in Sri Lanka  und Thailand trocknen sie Kautschuk.

Zum Jubiläum hat die Firma ein neues Modell entwickelt

Die Ausführung der solar betriebenen Lufttrockner reicht von einfachen und kostengünstigen Belüftungsanlagen mit vorgeschalteten Luftkollektoren bis zu technischen Trocknungsanlagen mit solarer Vorwärmstufe, konventioneller Nachheizung und vollautomatischer Regelung. Die dafür eingesetzten Jumbosolar-Luftkollektoren bestehen aus einem stabilen und langlebigen Stahlblechgehäuse. Unter der hagelfesten Scheibe aus Sicherheitsglas liegt ein Aluminium-Rippenabsorber. Durch ihn strömt die Luft und erwärmt sich dabei. Die Solaranlagen liefern eine thermische Spitzenleistung von 738 Watt pro Quadratmeter. Erst kürzlich hat Grammer Solar mit dem Twinsolar Duo ein neues Modell vorgestellt. Weil er die Luft an seiner Unterseite anstatt an der Rückwand ansaugt, hat er sich schmaler konstruieren lassen. Anstatt U-Profile aus Aluminium bildet ein Stahlvlies den Absorber.

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Rheinland-Pfalz startet Förderprogramm für effiziente Öfen

24. September 2017 - 9:00

1.000 effiziente Öfen für Rheinland-Pfalz lautet das neue Förderprogramm des Landes Rheinland-Pfalz. “Wir wollen zum Schutz der Umwelt und des Klimas für Bürgerinnen und Bürger Anreize setzen, alte Öfen durch effiziente Kaminöfen zu ersetzen”, sagt Umweltministerin Ulrike Höfken (Foto) zum Start der Förderung.

Rheinland-Pfalz fördert effiziente Öfen mit bis zu 800 Euro

In Rheinland-Pfalz werden nach Angaben des Umweltministeriums etwa 575.000 Einzelraumfeuerungsanlagen betrieben. Davon sind rund 40 Prozent älter als 20 Jahre. Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz, die ihren alten Ofen gegen einen modernen tauschen wollen, können ab sofort Förderanträge beim Umweltministerium stellen. In Abhängigkeit des verwendeten biogenen Brennstoffes und des Wirkungsgrades der installierten Öfen – der bei mindestens 82 Prozent liegen muss – bewegt sich die finanzielle Zuwendung durch das Land zwischen 300 und 800 Euro. “Ohne eine Wärmewende können wir unsere Klimaschutzziele nicht erreichen”, begründet Höfken den Zuschuss. Das 1.000 effiziente Öfen-Programm setze Anreize, die Kohlendioxidemissionen zu reduzieren. “Moderne, effiziente Öfen benötigen weniger biogenen Brennstoff bei gleicher Wärmeleistung. Fossile Energieträger werden ersetzt. Gleichzeitig werden durch die Holznutzung die heimische Wirtschaft gestärkt und Arbeitsplätze im ländlichen Raum gesichert”, erklärt die Ministerin.

Land kooperiert mit Innungsverband

Das Umweltministerium setzt das Förderprogramm gemeinsam mit dem Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Rheinland-Pfalz um. “Die Politik in Rheinland-Pfalz hat erkannt, dass im Bereich der Einzelfeuerungsanlagen ein großes Potenzial für die dezentralen Wärmewende steckt und gleichzeitig Feinstaubemissionen reduziert werden”, sagt Landesinnungsmeister Michael Bauer. Insgesamt stehen Fördermittel von 500.000 Euro zur Verfügung. Die Bewilligung wird chronologisch nach dem Datum der vollständig beim Ministerium eingereichten Unterlagen erteilt. Spätestens bis zum 30. September 2018 muss der Antrag eingegangen sein. Das Antragsformular und den Verwendungsnachweis sowie weitere Informationen können Sie auf der Internetseite der Energieagentur Rheinland-Pfalz herunterladen. Bei weiteren Fragen zum Förderprogramm helfe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Energieagentur Rheinland-Pfalz unter der Telefonnummer 0631/31602311.

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Institut sucht Firmen für Pellets-Check

22. September 2017 - 9:00

Der Pellets-Check soll bei der Entscheidung für eine umweltfreundliche Pelletsheizung helfen. Derzeit läuft eine Feldversuch. Für die Auswertung des Testlaufs sucht das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung (IFAM) nach Fachbetrieben.

Checker für Pellets-Check gesucht

Noch bis November 2017 testen 40 Fachbetriebe den Pellets-Check in 300 Haushalten. Im Anschluss sollen andere die Ergebnisse prüfen. Dafür sucht das Fraunhofer IFAM in Bremen nach 100 Firmen, die mit  „Schornsteinfegerarbeiten“ oder als „Installateur/Heizungsbauer“ in die Handwerksrolle eingetragen sind. „Sie sollen sich genau anschauen, was die Testbetriebe durchführen, was an Material zur Verfügung steht, welche Erfahrungen gemacht wurden und was die Testkunden dazu meinen“, erklärt Projektleiter Klaus-Dieter Clausnitzer. Zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat er eine Checkliste entwickelt, um prüfen zu können, ob sich eine Pelletsheizung für ein Haus eignet. Wer beim Checken der Checker helfen will, bekommt eine Aufwandsentschädigung von 600 Euro.

Wie der Pellets-Check funktioniert

Mit dem Pellets-Check sollen Heizungsbauer und Schornsteinfeger beim Kunden kontrollieren können, ob eine Pelletsheizung Sinn macht. Ein positives Ergebnis sollen die Kunden dazu bewegen, die klimafreundlichen Kessel und Öfen bei ihrer Entscheidung zu berücksichtigen. Beim Pellets-Check wird zum Beispiel untersucht, ob ein Verbrennungsverbot vorliegt, ob ein geeigneter Lagerraum vorhanden ist oder geschaffen werden kann, ob ein geeigneter Abgasweg vorhanden ist und ob die Pellets in einem üblichen Laster angeliefert werden können. Der Zeitaufwand pro Pellets-Check beträgt ein bis zwei Stunden. Mit der Checkliste lässt sich ein zwei- bis dreiseitiger Ausdruck erzeugen, der die Ergebnisse aufbereitet.

Weitere Informationen: www.heicepece.de

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Schweiz: Pelletspreis im September 2017 steigt etwas

21. September 2017 - 9:00

Der Pelletspreis im September 2017 ist in der Schweiz mit durchschnittlich 360,50 Franken pro Tonne gegenüber dem Vormonat leicht um 0,5 Prozent gestiegen. Das meldet das Internetprotal Pelletpreis.ch.

Der Pelletspreis im September 2017 liegt laut Pelletpreis.ch allerdings um 1,1 Prozent unter dem vor einem Jahr. Ein Blick weiter zurück zeigt die Preisstabilität des Brennstoffs: Im Juni 2008 kostete eine Tonne mit durchschnittlich 351,10 Franken. Der aktuelle Durchschnittspreis basiert auf den Angaben von 25 Lieferanten. Beim Brennstoffkostenvergleich liegen Pellets mit 7,34 Rapen pro Kilowattstunde knapp hinter Heizöl (7,32), aber vor Erdgas (9,27). Die Zahlen beziehen sich auf Juni 2017.

  • Schweizer Pelletspreis im September 2017 bei Abnahme von drei Tonnen: 373,62 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im September 2017 bei Abnahme von fünf Tonnen: 358,60 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im September 2017 bei Abnahme von acht Tonnen: 349,41 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im September 2017 bei Abnahme von 17 Tonnen: 335,11 Franken
Wie sich der Preis in der Schweiz entwickelt hat

In der Schweiz waren Pellets von Januar 2010 bis November 2014 durchgehend günstiger zu haben als Heizöl. Als die Heizölpreise im Sommer 2008 auf über 13 Rappen pro Kilowattstunde stiegen, betrug der Preisvorteil der Holzpresslinge mit etwa sieben Rappen rund 90 Prozent. Seitdem kostet Heizöl bis auf einige Ausnahmen weniger. Im Juni 2016 waren die beiden Brennstoffe gleich teuer.

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Die Schweiz könnte doppelt soviel Biomasse nutzen

20. September 2017 - 9:00

Biomasse bietet in der Schweiz ein großes Potenzial für die zukünftige Wärme-, Strom- und Treibstoffproduktion. Es sie bei weitem noch nicht ausgeschöpft, teilt die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) mit.

Forschungsanstalt beziffert Potenzial der Biomasse

Bisher war nicht bekannt, über wie viel von jeder Biomasse die Schweiz verfügt, in welcher Region mehr oder weniger anfällt und wie viel sich davon nachhaltig zur Energiegewinnung nutzen lässt. Das herauszufinden war ein Ziel eines Forschungsprojektes der Forschungsanstalt WSL. Demnach sind landesweit maximal 209 Petajoule Primärenergie aus Biomasse verfügbar, zum größten Teil Waldholz und Hofdünger. Davon lässt sich nicht ganz die Hälfte nachhaltig nutzen. Einzelne Biomassen wie Wald- und Flurholz lassen sich – zum Beispiel in unzugänglichen Gebirgstälern oder auch an Straßen- und Bahnböschungen – nur zu hohen Kosten bereitstellen. Auch Schutzgebiete schränken die Nutzung ein. Hofdünger lässt sich derzeit nicht überall wirtschaftlich in Energie umwandeln, vor allem, weil auf vielen Bauernhöfen nur sehr kleine Mengen anfallen.

Biomasse gleicht Fluktuation anderer Erneuerbarer aus

Derzeit erzeugt die Schweiz etwa 53 Petajoule Energie pro Jahr aus Biomasse. Den WSL-Ergebnissen zufolge ließen sich nachhaltig weitere 44 Petajoule für energetische Zwecke nutzen, vor allem Hofdünger (plus 24 Petajoule), aber auch vom derzeit bereits intensiv genutzten Waldenergieholz (plus neuen Petajoule). Alle Biomassen zusammengenommen ließe sich in der Schweiz ungefähr doppelt so viel Biomasse nutzen, wie derzeit vor allem zur Produktion von Wärme und Strom verwendet wird. Das würde umgerechnet zwar nur etwa neun Prozent des nationalen Energiebruttoverbrauchs entsprechen, “doch die Gewinnung von Energie aus Biomasse lässt sich zeitlich gezielter steuern als solche aus Wind und Sonne”, argumentiert die WSL. Damit könne die Biomasse die Fluktuation anderer erneuerbarer Energien wie der Photovoltaik ausgleichen und helfen, Energieengpässe zu vermeiden.

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Deutschland: Pelletspreis im September 2017 steigt

20. September 2017 - 4:10

Der Pelletspreis im September 2017 ist gestiegen. Nach Angaben des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV) beträgt der deutschlandweite Durchschnittspreis 232,69 Euro pro Tonne. Das ist ein Prozent mehr als im Vormonat und zwei Prozent mehr als im September 2016.

“Zum meteorologischen Herbstanfang zeigt sich ein saisonal üblicher Preisverlauf bei Holzpellets”, erläutert DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten prüfen, ob ihr Brennstofflager für den Winter noch ausreichend gefüllt ist. Besitzerinnen und Besitzer von Kaminöfen sollten sich am besten jetzt noch mit Sackware für die anstehende Heizsaison bevorraten, bevor der Brennstoff im Winter wieder etwas teurer wird. Eine Kilowattstunde Wärme aus Holzpellets kostet 4,65 Eurocents. Der Preisvorteil zu Heizöl beträgt 16 Prozent, der zu Erdgas 20 Prozent.

Deutscher Pelletspreis im September 2017 bei Abnahme von 3 Tonnen
  • in Süddeutschland: 239,64 Euro pro Tonne
  • in Mitteldeutschland: 244,84 Euro pro Tonne
  • in Nord- und Ostdeutschland: 247,95 Euro pro Tonne
Deutscher Pelletspreis im September 2017 bei Abnahme von 6 Tonnen
  • in Süddeutschland: 231,85 Euro pro Tonne
  • in Mitteldeutschland: 232,28 Euro pro Tonne
  • in Nord- und Ostdeutschland: 233,70 Euro pro Tonne
Deutscher Pelletspreis im September 2017 bei Abnahme von 26 Tonnen
  • in Süddeutschland: 218,31 Euro pro Tonne
  • in Mitteldeutschland: 215,70 Euro pro Tonne
  • in Nord- und Ostdeutschland: 217,38 Euro pro Tonne
Der DEPV-Index kurz erklärt

Der DEPV veröffentlicht seinen monatlichen Preisindex seit 2011. Für den DEPV erhebt das Deutsche Pelletinstitut den Pelletspreis nach Regionen sowie nach Verkaufsmenge. Neben dem Preis sollten Verbraucherinnen und Verbraucher beim Pelletskauf laut DEPV vor allem auf die Qualität der Pellets achten, um einen störungsfreien Betrieb ihrer Heizanlage sichern zu können. Das ENplus-Siegel garantiert höchste Produktqualität und Transparenz durch Rückverfolgbarkeit. Zertifizierte Händler finden Sie auf den ENplus-Seiten.

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Heizungsmesse ISH baut um

18. September 2017 - 9:00

Besucherinnen und Besucher der ISH werden sich umorientieren müssen: Ab 2019 wird sich die Heizungsindustrie in Halle 11 und sowie in der neuen Halle 12 präsentieren. Außerdem wird sie an einem Montag starten und nicht wie bislang Dienstags.

ISH Energy erweitert Themenangebot

Die Heizungs- und Sanitärmesse ISH profitiert von einer neuen Messehalle in Frankfurt und stellt sich im Bereich Energie neu auf. “Durch den Neubau der Halle 12 im Westgelände können wir langjährige Kundenwünsche besser erfüllen. Wir haben nun die Möglichkeit, neue Themen zu integrieren, die bislang wenig Raum hatten”, sagt Messegeschäftsführer Wolfgang Marzin. Er meint die Ausstellung ISH Energy, die verstärkt Heizsysteme vorstellen soll, die eine hohe Effizienz mit der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien kombinieren. Dazu gehören neue Themen wie die Photovoltaik zur Eigenversorgung in Kombination mit einer Wärmepumpe, einem thermischen oder elektrischem Speicher sowie einem zentralen digitalen Energiemanager.

Fachmesse veröffentlicht neuen Geländeplan

Hersteller von hocheffizienten Pumpen sowie weiterer Komponenten eines zentralen Heizsystems wie Ausdehnungsgefäße, Heizungsarmaturen, Fittings und Stationen will die ISH unter dem Begriff Wärmeverteilung in den Hallen 9.0 und 9.1 zusammenführen. Einzelraumfeuerstätten verbleiben in Halle 9.2. Der ebenfalls wachsende Bereich Kälte-, Klima-, Lüftungstechnik zieht in Halle 8 und präsentiert sich gebündelt unter einem Dach. Haus- und Gebäudeautomation, Energiemanagement sowie Mess-, Steuer-, Regelungstechnik und Prüfgeräte sind weiterhin in den Hallen 10.2 und 10.3 und damit im Zentrum der ISH Energy zu finden. Die nächste ISH findet vom 11. bis 15. März 2019 statt. Sie startet anstatt wie bislang an einem Dienstag an einem Montag. “Mit der neuen Tagesfolge tragen wir dem Wunsch der Aussteller Rechnung. Durch die Verlegung wird den Fachbesuchern ein zusätzlicher Werktagsbesuch ermöglicht. Gleichzeitig wird den internationalen Besuchern die Anreise erleichtert”, erklärt Marzin.

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ÖBV fürchtet um Energiewende in Österreich

15. September 2017 - 9:00

Die Energiewende in Österreich tritt auf der Stelle. Das meint der Österreichische Biomasse-Verband (ÖBV) und verweist auf Zahlen seines Almanachs “Basisdaten Bioenergie Österreich 2017″.

Energiewende in Österreich stockt

“Während weltweit die Transformation in Richtung nachhaltiges Energiesystem gestartet ist, steigt in Österreich die Abhängigkeit von fossiler Energie”, kritisiert ÖBV-Präsident Josef Plank. Das Land habe sich in den vergangenen Jahren von einem Stromexport- zu einem Stromimportland entwickelt. In kalten Wintermonaten stamme bereits mehr als die Hälfte des Stroms aus Importen oder fossiler Erzeugung. Zahlen aus den Basisdaten Bioenergie 2017 untermauern seine Aussage. So lag der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoinlandsverbrauch in den beiden vergangenen Jahren unter dem Höchstwert von 2014. “Damit droht Österreich ein Verfehlen seiner EU-Verpflichtungen von 34 Prozent erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch bis 2020″, sagt Plank. Die ÖBV-Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Bioenergie: Ohne sie würde der Ökoanteil nicht bei 30 Prozent, sondern nur bei zwölf Prozent liegen.

Energieabhängigkeit Österreichs steigt

Auch die Energieabhängigkeit Österreichs vom Ausland ist 2016 nach Angaben von Statistik Austria auf 63 Prozent gestiegen. Sie beträgt bei Erdgas 87 Prozent, bei Erdöl 94 Prozent, bei Kohle 100 Prozent. “Während wir fossile Energien fast zur Gänze importieren, werden erneuerbare Energien zu 98 Prozent im Land erzeugt”, verweist Plank auf einen Vorteil erneuerbarer Energien. Österreich verfüge im Ökoenergiemarkt über Unternehmen, die mit ihren innovativen Technologien teilweise Weltmarktführer sind, insbesondere bei der Bioenergie. “Wir müssen die Energiewende in Österreich endlich als wichtigen Jobmotor begreifen und umsetzen.” Die Basisdaten Bioenergie Österreich 2017 enthalten aktuelle Statistiken rund um die Energiewende in Österreich. Über 80 Schaubilder und Tabellen präsentieren Daten zu Wärme aus Biomasse, Ökostrom und Biotreibstoffen sowie zur Preisentwicklung am Energiesektor.

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Breklum bekommt ein umweltfeundliches Wärmenetz

14. September 2017 - 9:00

In der nordfriesischen Gemeinde Breklum entsteht ein regeneratives Nahwärmenetz, bei dem eine große solarthermische Anlage im Sommerhalbjahr die Hauptlast der Wärmeerzeugung übernimmt.

Breklum gründet Genossenschaft für Wärmenetz

Seit dem Jahr 2015 schließen sich Bürgerinnen und Bürger von Breklum zu der Genossenschaft BürgerGemeindeWerke Breklum zusammen. Ihr Ziel: Die Wärmeversorgung des Ortes auf eine umweltfreundliche und zukunftsfähige Basis stellen. Beim Kernstück ihres Konzeptes handelt es sich um ein Nahwärmenetz. Es soll zunächst im Ortskern verlegt werden, künftig aber auch weitere Straßen und Ortsteile erschließen. Mit den Arbeiten haben die Genossinnen und Genossen die Firma Gottburg Energie- und Wärmetechnik, die in Schleswig-Holstein über die größten Erfahrungen mit solchen Projekten verfügt. Seit August sind die Leitungen des Wärmenetzes weitgehend verlegt. Im Herbst sollen die Arbeiten an der Heizzentrale und der Bau der Solaranlage beginnen. 2018 soll das Wärmenetz in Betrieb gehen.

Solaranlage übernimmt im Sommer

Wärhend der Heizperiode werden hauptsächlich mit zertifiziertem Kohlendioxid-freiem Erdgas betriebene Blockheizkraftwerke die Wärme liefern. Im Sommerhalbjahr übernimmt die Solaranlage. Sie kommt komplett von Ritter XL Solar, die schon zu einigen ähnlichen Projekten in Süddeutschland die solarthermische Anlage beisteuerte. 132 Vakuumröhrenkollektoren mit einer Kollektorfläche von 652 Quadratmetern werden dann die bis dato größte Solarthermieanlage in Schleswig-Holstein bilden und dafür sorgen, dass man an möglichst vielen Tagen auf einen Brennstoffeinsatz für die Wärmeerzeugung verzichten kann. So trägt die Solaranlage dazu bei, den Wärmepreis in Breklum niedrig zu halten.

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