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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 33 Minuten 7 Sekunden

Heizungsbauer steigern Umsatz

22. März 2018 - 7:00

Profitiert hat das SHK-Handwerk vom anhaltenden Bauboom in Deutschland und vom Modernisierungsgeschäft bei Bädern und Heizungen, berichtet der Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Der Umsatzanteil beim Neubaugeschäft lag bei 28,2 Prozent. 71,8 Prozent Umsatzanteil stammen aus dem Modernisierungsgeschäft. Hauptkundengruppe waren mit einem Anteil von 61,2 Prozent die privaten Auftraggeber – gefolgt von gewerblichen Kunden (15,2 Prozent), Wohnungsbaugesellschaften (14,6 Prozent) und der öffentlichen Hand (9 Prozent).

"Mit der wirtschaftlichen Entwicklung in unserem Handwerk sind wir natürlich sehr zufrieden", urteilt Friedrich Budde, Präsident des ZVSHK. "Der durchschnittliche Auftragsbestand der Betriebe lag 2017 bei rund elf Wochen. Allein das zeigt schon die hohe Nachfrage im Markt."

Aufgaben wie die Energiewende im Wärmemarkt oder der wachsende Bedarf an altersgerechten Bädern machen die SHK-Betriebe nach Überzeugung von Budde zu wichtigen Akteuren im Lande: "Während von rund 20 Millionen Heizungsanlagen gerade einmal ein Fünftel effizient ist, fehlen schon heute mindestens zwei Millionen altersgerecht ausgestattete Wohnungen."

Wie schon im Jahr zuvor kämpft das SHK-Handwerk weiter gegen den Fachkräftemangel. Obwohl die Zahl der Beschäftigten trotz eines sehr engen Arbeitsmarktes seit zehn Jahren kontinuierlich wächst (um durchschnittlich ein Prozent pro Jahr), fehlen weiterhin gut ausgebildete Fachkräfte. "Bei einer leicht rückgängigen Anzahl von 50.812 Betrieben ist die Zahl der Beschäftigten 2017 gegenüber dem Vorjahr zwar auf 369.219 gestiegen, unser Bedarf ist aber ungleich höher. So berichtete im Jahr 2017 mit 46 Prozent fast jeder zweite Innungsbetrieb über offene Stellen", sagt Budde. Quelle: ZVSHK / sue

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Regelstation steuert Fußbodenheizung intelligent

22. März 2018 - 7:00

Zwei Typen von Regelstationen umfasst das Produktprogramm: Einen Festwertregler durch Einstellung eines Maximalwerts oder eine witterungsgeführte Vorlauftemperaturregelung in Abhängigkeit von Außentemperatur, Heizkennlinie und Raumsolltemperatur. Trotz unterschiedlicher Heizflächen in einem Gebäude wie Heizkörper und Fußbodenheizung werden die Raumtemperaturen so optimal geregelt und Kosten eingespart.

Sind in einem Heizsystem sowohl Flächenheizung (35 Grad) als auch Heizkörper (55 Grad) installiert, werden für die Fußbodenheizung in der Regel niedrigere Heizmitteltemperaturen benötigt. Schütz bietet für diesen Anwendungsfall nun auch die Möglichkeit, den selbstregulierenden Verteiler Dynomatic mit einer Regelstation zu kombinieren.

Die einbaufähig vormontierte Grundeinheit aus vernickeltem Messing enthält eine hocheffiziente Nassläuferumwälzpumpe mit Permanentmagnetmotor und integrierter elektronischer Leistungsanpassung durch stufenlose Drehzahländerung. Dank der Verteilerregelstation lässt sich Kaltwasser reguliert zumischen, um die jeweilige Zimmertemperatur trotz unterschiedlicher Wärmeüberträger optimal zu erzielen.

Die Regelstation varimat F begrenzt die Vorlauftemperatur auf einen am Festwertregler einzustellenden Maximalwert. Der Maximal-Temperaturbegrenzer schaltet bei Überschreitung der einstellbaren Vorlauftemperatur des Sekundärkreises (Fußbodenheizung) die Umwälzpumpe ab und bei Unterschreitung selbsttätig wieder ein.

Die Ausführung als Regelstation varimat WR wiederum ermöglicht eine witterungsgeführte Vorlauftemperaturregelung. Dazu wird als Regelgröße die Vorlauftemperatur gemessen und entsprechend der Außentemperatur anhand der Heizkennlinie geregelt. Wahlweise kann die Temperatur eines Referenzraumes als zusätzliche Führungsgröße berücksichtigt werden. Der regelbare Temperaturbereich der Verteiler-Regelstationen liegt bei 35 bis 60 Grad.

Mit den Schütz Regelstationen können Kosten deutlich reduziert werden, da eine zweite Temperaturregelung am Wärmeerzeuger für den Niedrigtemperatur-Heizkreis entfällt, verspricht das Unternehmen. Außerdem würden zusätzliche Rohrleitungen zwischen Wärmeerzeuger und Fußbodenheizungsverteiler eingespart.

Die von Schütz bereits anschlussfertig vormontierte Regelstation kann wahlweise rechts oder links am Heizkreisverteiler installiert werden. Da sie sehr kompakt ist, lässt sie sich zusammen mit dem Verteiler Dynomatic leicht in den Verteilerschrank integrieren.

Durch die Produktion der Verteiler-Regelstation mit Pumpenblock im eigenen Werk könnten höchste Qualitätsansprüche sichergestellt werden. Zusätzlich würden alle Komponenten streng auf Dichtigkeit und Maßgenauigkeit kontrolliert und anschließend druckgeprüft. Die neue Verteiler-Regelstation von Schütz ist ab sofort erhältlich. Quelle: Schütz / sue

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Treibhausgas könnte neue Messgröße werden

22. März 2018 - 0:00

Die große Linie der gebäudebezogenen Energiepolitik wurde als Reaktion auf die zweite Ölkrise ab 1979 entwickelt. Verfügbarkeit und Preis der Primärenergie Erdöl waren zu dieser Zeit das Kriterium. Nicht der Klimaschutz. Gesetzliche Maßnahmen begründete man mit dem Ziel, Gebäude sollten weniger Primärenergie verbrauchen. Nach Ansicht vieler Fachleute wird das heute in dem Maße unwichtiger, in dem erneuerbare Quellen genutzt werden. Eine Fördermethodik nach dem alten Muster führe zu Fehlsteuerungen.

Peter Rathert erarbeitet als Ministerialrat im Bundesumweltministerium seit 30 Jahren technische Vorschriften des Gebäude-Energieeinsparrechts und stellt zurzeit vieles auf den Prüfstand. Was schon klar ist: Es soll eine Systematik eingeführt werden, nach der Hausbesitzer erst einmal Kenntnis bekommen, wie viel Treibhausgas ihr Gebäude überhaupt verursacht. "Und das soll dann auf freiwillige Art eingeführt werden und die Leute möglichst dazu bringen, dass sie Geld in die Hand nehmen und ihre Gebäude energetisch verbessern beziehungsweise die Treibhausgasemissionen senken."

An der Fördermechanik würde sich damit zunächst nichts ändern. Nach wie vor würde nach dem sogenannten Referenzgebäudeverfahren auf kompliziertem Weg ermittelt, ob ein Haus den gesetzlichen Vorgaben entspricht und ob Anspruch auf eine Förderung besteht.

"Je nachdem komme ich zu anderen Rechenergebnissen"

Dieses Verfahren ist Franco Höfling, Justiziar und Energiereferent beim Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), ein Dorn im Auge. Aufgrund der Komplexität unter anderem der Energieeinsparverordnung (EnEV) sei das Planungsergebnis ohne Computerprogramme nicht mehr zu kontrollieren, auch nicht überschlägig. Und "je nachdem, welches Softwareprodukt ich verwende, komme ich zu anderen Rechenergebnissen".

Zur letzten EnEV-Novelle habe es eine Arbeitsgruppe des BFW mit der KfW gegeben, in der man gemeinsam mit den Softwareanbietern einen einheitlichen Rechenkern entwickelt habe. "Jetzt sind die Abweichungen nicht mehr ganz so groß." Eine Vereinfachung sei dennoch gefragt – und darüber wird laut Peter Rathert im Umweltministerium tatsächlich nachgedacht.

Auch die Primärenergiefaktoren, nach denen die verschiedenen Energieträger bewertet werden, prüft man. Doch es geht nach wie vor um Primärenergie, nicht um Klimagase. Das passt nicht zur Vision von Ministerialrat Rathert selbst, stärker als bisher CO2-freie oder doch zumindest CO2-arme Energieträger, die nicht unmittelbar am Gebäude erzeugt werden, einzusetzen, sofern es die Stromnetze erlauben – "also bildlich gesprochen die Nutzung von Strom, der in einer Windkraftanlage auf Borkum erzeugt wird, für eine elektrische Direktheizung meinetwegen hier in Berlin."

Umstellung des ganzen Systems auf CO2

Eine Ebene tiefer setzt die Prüfung einer Umstellung des ganzen Systems auf CO2 als Anforderungsgröße in einem zukünftigen Gebäudeenergiegesetz (GEG) an. Freilich ist da mit dem EU-Recht schon eine Klippe in Sicht, wie der Ministerialrat erläutert. "Die europäische Gebäuderichtlinie stellt Anforderungen an den Primärenergiebedarf der Gebäude, nicht an den Ausstoß von Treibhausgasen." Die Anforderungsgröße CO2 könne vor diesem Hintergrund "nur als so eine Art Abfallprodukt angesehen werden."

BFW-Justiziar Höfling sieht eine gesetzliche Schieflage darin, dass energetische Maßnahmen zu Mieterhöhungen nach einer Modernisierung führten, dass sich aber häufig die errechneten Bedarfseinsparungen nicht in niedrigeren Verbräuchen widerspiegelten. Das führe zu Konflikten bei der erzielbaren respektive als angemessen empfundenen Miethöhe, denn "der Mieter goutiert bei der Anmietung das geflieste Bad, den neuen Fußbodenbelag; also diese ganzen Dinge, die er unmittelbar spürt im täglichen Leben. Aber er goutiert nicht in dem Umfang den hohen energetischen Standard."

Neben diesem ganz praktischen Problem sieht Höfling eine gesetzliche Schieflage darin, dass energetische Maßnahmen zu Mieterhöhungen nach einer Modernisierung führten, dass sich die errechneten Bedarfseinsparungen aber häufig nicht in eingesparten Verbräuchen widerspiegelten.

Daneben nennt Höfling das Problem, dass in der Energieeinsparverordnung auf über 100 Normen, auch DIN-Normen, verwiesen werde. DIN-Normen seien aber erst einmal nur Empfehlungen. "Wenn ich die jetzt in die Energieeinsparverordnung reinpacke und habe eine statische Regelverweisung – also ab einem bestimmten Stichtag verweist man auf die DIN-Norm –, dann mache ich diese DIN-Normen, die möglicherweise nie Aussicht haben, allgemein anerkannte Regeln der Technik zu werden, sozusagen de facto zu einer verbindlichen Regelung."

Seine Aufforderung an den Gesetzgeber sei, nicht nur über die Zusammenführung der heute noch getrennten Regelungen in einem GEG zu sprechen, sondern sich im Hinblick auf die DIN-Normen auch die Frage zu stellen: "Haben wir das mal evaluiert? Haben wir mal geprüft, ob das ohne die Verweisungen überhaupt allgemein anerkannte Regeln der Technik wären?" Wenn das nicht so sei, dann erlasse man eine Energieeinsparverordnung, und am Ende "findet quasi die Gesetzgebung im DIN statt. Das kann es eigentlich meines Erachtens nicht sein", sagt Höfling. von Alexander Morhart

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Powerpakete heizen Einfamilienhaus

21. März 2018 - 7:00

Die Brennstoffzellentechnologie wird derzeit für Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern interessant. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin. Die Anlagen eignen sich besonders für Haushalte ab vier Personen. "Mit der staatlichen Förderung sind die Effizienzpakete unter dem Strich nur noch geringfügig teurer als normale Heizungen", sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau.

Als Ansprechpartner für Hauseigentümer eignen sich qualifizierte Gebäudeenergieberater und Heizungsbauer. Mehr Informationen zu den neuen Brennstoffzellen-BHKW bietet eine kostenlose Broschüre von Zukunft Altbau.

Brennstoffzellen-BHKW nutzen das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK): Sie erzeugen Strom und heizen mit der dabei entstehenden Wärme. Für Privatleute mit einem Ein- oder Zweifamilienhaus waren sie bislang kaum geeignet, denn die Leistung der Anlagen war in der Regel zu hoch.

Mittlerweile haben die Hersteller das Angebotsspektrum mit der Brennstoffzelle jedoch nach unten erweitert. "Die kleineren BHKW-Varianten, auch Nano-BHKW genannt, haben eine elektrische Leistung von rund einem Kilowatt und mit dem eingebauten Zusatzbrenner eine Heizleistung von bis zu 20 Kilowatt", erklärt Gerhard Freier von der Ingenieurkammer Baden-Württemberg. "Damit sind die Anlagen ideal für Vier- bis Sechspersonenhaushalte oder für Gewerbebetriebe." Für den Strom- und Wärmebedarf eines Zwei- bis Dreipersonenhaushalts sind sie dagegen meist zu groß.

Da Brennstoffzellen Wasserstoff in Strom und Wärme umwandeln und den Wasserstoff aus Erdgas gewinnen, muss ein Gasanschluss im Haus vorhanden sein. Für eine effiziente Nutzung der Wärme empfiehlt Gerhard Freier, einen hydraulischen Abgleich des Rohrverteilsystems durchzuführen.

Die Powerpakete im Heizungskeller eignen sich für Neu- und Altbauten und erfüllen alle gesetzlichen Anforderungen, was die Nutzung erneuerbarer Energien angeht. Wer in einem Neubau ein Brennstoffzellen-BHKW installiert, setzt damit die Anforderungen des bundesweiten Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) um. Und wer bei einem Altbau eine derartige Anlage einbaut, erfüllt das in Baden-Württemberg gültige Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG). Dabei sind Brennstoffzellen ja nur eine besonders effiziente Form der Energieumwandlung, werden aber vom Gesetzgeber erneuerbaren Energien gleichgestellt.

Auf dem Markt gibt es zwei verschiedene Arten von Brennstoffzellen-Heizungen für die Hausenergieversorgung. Die Polymerelektrolyt-Brennstoffzelle (PEMFC) und die Festoxid-Brennstoffzelle (SOFC). Die SOFC-Brennstoffzelle hat mit bis zu 60 Prozent einen exzellenten elektrischen Wirkungsgrad. Als langlebiger haben sich die mit bis zu 40 Prozent elektrischem Wirkungsgrad weniger effizienten PEMFC-Brennstoffzellen erwiesen, da sie öfter an- und ausgeschaltet werden können. Sie besitzen eine Lebenserwartung von mindestens zehn Jahren, Tendenz steigend. Hauseigentümer sollten daher auf die Garantie achten: Zehn Jahre sollten es auf jeden Fall sein.

Ein Knackpunkt für die Kaufzurückhaltung waren bislang vor allem die Kosten: bis zu 50.000 Euro musste man für eine Brennstoffzellenheizung hinlegen. Entsprechend gering war der Absatz. Diese kleinen Stückzahlen wiederum ermöglichten es den deutschen Herstellern nicht, die Preise zu senken.

Inzwischen hat sich das geändert: Die Massenproduktion in Japan senkt die Kosten gewaltig. Mittlerweile gibt es bereits Brennstoffzellen-Heizungen für Einfamilienhäuser mit einer elektrischen Leistung von 0,75 Kilowatt elektrischer Leistung für 20.000 bis 25.000 Euro, wobei noch Ausgaben für Montage und Wartung sowie für die Regelung hinzukommen.

Dank der neuen Förderung gehen die Kosten für den deutschen Verbraucher runter: Seit August 2016 fördert die KfW die Effizienzwunder mit einem Zuschuss über das Programm 433. Die Förderung beträgt 40 Prozent der Kosten. Die von der elektrischen Leistung abhängige Zuschusshöhe liegt zwischen 7.050 und 28.200 Euro.

Die Stromkosten sinken mit einer Brennstoffzellen-Heizung drastisch um rund die Hälfte. Der Strom aus der Heizung ist, wenn er selbst verbraucht wird, aktuell mit fünf bis sieben Cent pro Kilowattstunde deutlich günstiger als der Strom vom Energieversorger, der bei netto 25 Cent pro Kilowattstunde liegt. In der Regel werden rund 60 Prozent des Strombedarfs durch das BHKW selbst gedeckt. Hinzu kommen KWK-Zuschläge von vier Cent pro Kilowattstunde für den selbst verbrauchten Strom. Und für die Einspeisung von Überschüssen gibt es acht Cent pro Kilowattstunde. Bei einem Jahresverbrauch des Haushalts von rund 3.500 Kilowattstunden sind das insgesamt rund 300 bis 400 Euro pro Jahr, die sich durch die Einsparungen und Vergütungen ergeben.

Zwei Pferdefüße gibt es freilich noch: Die Anmeldung beim Netzbetreiber erledigt zwar meist der Installateur. Die Meldung an die Bundesnetzagentur und vor allem die Versteuerung der Einnahmen aus dem Stromverkauf gegenüber dem Finanzamt muss jedoch der Hauseigentümer übernehmen. Hier ist es sinnvoll, einen Steuerberater um Hilfe zu bitten. Für die Zukunft räumt Frank Hettler von Zukunft Altbau der Technologie sehr gute Chancen ein. "Bei weiter steigenden Strompreisen, sinkenden Kosten und technischen Fortschritten wird sich die Technik schnell durchsetzen." Quelle: Zukunft Altbau / sue

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Photovoltaik ist am billigsten

21. März 2018 - 7:00

Aktuell erzielen neue PV-Anlagen je nach Anlagentyp und Sonneneinstrahlung Stromgestehungskosten zwischen 3,71 und 11,54 Cent pro Kilowattstunde (Cent/kWh). Beim Windstrom führten sinkende Anlagekosten und steigende Volllaststunden zu Gestehungskosten von 3,99 bis 8,23 Cent/kWh, heißt es in der Studie. Gestehungskosten sind vereinfacht gesagt die Herstellungskosten.

Erst danach kommen fossile Kraftwerke. Abhängig von den angenommenen Volllaststunden und CO2-Zertifikatspreisen liegen die Stromgestehungskosten von neu errichteten Braunkohlekraftwerken bei 4,59 bis 7,98 Cent/kWh, von Steinkohlekraftwerken bei 6,27 bis 9,86 Cent/kWh und von Gaskraftwerken bei 7,78 bis 9,96 Cent/kWh.

"Die Kostenprognosen der Vorgängerstudien haben sich bestätigt. Die Gestehungskosten für Strom aus erneuerbaren Energien sinken kontinuierlich und sind kein Hindernis für eine CO₂-freie Stromerzeugung mehr. Neu errichtete Photovoltaik-Anlagen und Onshore-Windenergieanlagen an günstigen Standorten sind bereits heute günstiger als fossile Kraftwerke, und dieser Trend wird sich bis 2035 deutlich verstärken", sagt Projektleiter Christoph Kost.

Die immer bessere Wettbewerbsposition der erneuerbaren Energien führe zu neuen Anwendungen und stark wachsenden Märkten, die nicht mehr auf Förderung angewiesen sind. Die Volllaststunden konventionellen Kraftwerke dagegen sinken durch einen höheren Anteil der Erneuerbaren weiter, was ihre Kosten in die Höhe treibt. Hinzu kommen steigende Brennstoff- und CO2-Zertifikatspreise. "Es ist davon auszugehen, dass nicht unbedingt die günstigste konventionelle Erzeugungsform am Markt bestehen wird, um die fluktuierenden Erneuerbaren zu ergänzen, sondern diejenige, die eine hohe Flexibilität in Bezug auf Anfahr- und Abfahrvariabilität aufweisen kann, also vorzugsweise Kraftwerke basierend auf Erdgas", sagt Christoph Kost.

Bis 2035, so die Prognose, werden PV-Freiflächenanlagen in Süddeutschland und Onshore-Windenergieanlagen an windreichen Standorten die durchschnittlichen Stromgestehungskosten aller fossilen Kraftwerke deutlich unterbieten. Ab 2030 fallen die Stromgestehungskosten für PV-Anlagen unter 4,7 Cent/kWh für Aufdachanlagen bzw. 2,41 Cent/kWh für Freiflächenanlagen. Quelle: Fraunhofer ISE / sue

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Photovoltaik auf Augenhöhe mit dem Ziegel

20. März 2018 - 7:00

Der Hersteller Braas bietet dachintegrierte Photovoltaikmodule in zwei Ausführungen an: Das rechteckige Standardmodul passt auch mit Ziegeln von der Konkurrenz zusammen und wird in einen von Braas gelieferten Rahmen eingefügt. Die hauseigene Lösung besteht aus flachen, langen Modulen, die in Reihen wie Ziegel übereinandergehängt werden.

Wer aufgeständerte Module bevorzugt, bekommt bei Braas aber auch Metallpfannen in mehreren Farben, die mit Haken für die Module ausgerüstet sind. Letzter Baustein im Braas-Sortiment für Photovoltaik sind die Stromspeicher für die PV-Anlage auf dem Dach und die Berechnungen für die richtige Größe des Systems. Dachdecker und Zimmerleute bekommen außerdem einen Vorortberater für die richtige Installation. Wegen der geringeren Stückzahlen sind Indachmodule bisher noch teurer als aufgeständerte. Trotzdem gibt es sie jetzt sogar auch für Schieferdächer, wie der Hersteller Rathscheck kürzlich mitteilte.

Besonders gefragt sind zurzeit anthrazitfarbene Dächer im Ton des edlen Schiefers, berichtet Abraham Balendran, Produktmanager Energietechnik bei Braas. Die schwarzen dachintegrierten Photovoltaikmodule passen im Ton dazu. "Wenn Sie von unten aufs Dach schauen, müssen Sie zweimal hinsehen, um die Module zu unterscheiden", sagt er.

Indirekt habe Tesla mit seinem in Deutschland noch nicht erhältlichen Angebot zum Interesse an dachintegrierter Photovoltaik beigetragen, glaubt Balendran. "Viele Kunden haben Abbildungen gesehen und wissen jetzt, dass es das gibt. Tesla hat gezeigt, was möglich ist und dass es schöne Photovoltaikanlagen gibt."

Solteq ist der deutsche Tesla

Hier meldet sich der Hersteller Solteq mit einem Einspruch und weist darauf hin, dass er schon seit Jahren Solardächer liefere, die ähnlich wie bei der Eindeckung von Tesla die gesamte Fläche bedecken. Die Basismodelle gibt es als Quadrate in blauen und schwarzen Farbtönen. Inzwischen bietet Solteq aber auch Biberschwänze an, die zum Teil mit Solarzellen bedeckt sind. Hier gibt es neben dem klassischen Ziegelrot auch ein poppiges Lila im Angebot. Jede einzelne Schindel ist hinterlüftet, berichtet Solteq.

Das hat mit der geringeren Energieausbeute zu tun, die mit dem Aufheizen der dachintegrierten Module zusammenhängt. "Es wird immer erzählt, dass sie weniger effizient sind", weiß Balendran. Tatsächlich waren früher bei einigen Systemen keine Belüftungsschlitze vorgesehen, sodass sie sich mehr aufheizten als aufgeständerte Anlagen. Dann sinkt die Effizienz. "Unsere Module sind aber mit Lüftungsschlitzen versehen, dann ist die Ausbeute vergleichbar oder manchmal auch besser als die von aufgeständerten Systemen", sagt Balendran.

Mehr Sicherheit bei Regen und Sturm

Der Mittelständler Nelskamp aus Westfalen, im Kerngeschäft ein Ziegelhersteller wie Braas, bietet dachintegrierte Photovoltaikmodule als schmale, zwei Meter lange Elemente in der Höhe eines Dachziegels an. Sie werden dann in Reihen übereinander verlegt. In den Produktbeschreibungen wirbt Nelskamp wie Braas damit, dass sich die Module harmonisch ins Dachbild einfügen. Das bringe außerdem Sicherheit bei Regen und Sturm, weil sie weniger angreifen können als bei aufgeständerten Modulen.

Zur Messe Intersolar im Juni soll auch ein Hybridmodul, das Photovoltaik und Solarthermie kombiniert, in der angesagten glatten Optik herauskommen. Bisher bietet Nelskamp diese sogenannten PVT-Module mit einer gewellten Oberfläche an. Bei den PVT-Modulen sind Photovoltaik- und Solarthermie-Einheit in einen großformatigen Dachziegel eingearbeitet. Zwei gewellte Einheiten umfassen die Solarthermie, in der Mitte liegt ein PV-Modul.

"Das Dach bietet so viel Potenzial, das noch nicht richtig genutzt wird", bedauert Christian Bremer, Leiter der Solarabteilung. Das habe auch mit den politischen Rahmenbedingungen zu tun. Die Anfangsinvestitionen für ein Energiedach seien höher als bei einer Standard-Gas- oder Ölheizung. "Dafür hat dann man dann einen konstanten Energiepreis", sagt er.

Die Module sind das Dach

Radikal wurde dieser Gedanke vom Architekturbüro Klärle aus Bad Mergentheim umgesetzt. Hier sind die Module nicht in das Dach integriert – sie sind das Dach. Bei der Sanierung eines Bauernhofs in Weikersheim-Schäftersheim wurden alle großen Dachflächen von Scheune, Remise und Bauernhaus vollflächig mit 550 Quadratmetern PV-Modulen bedeckt. Dafür bekam das Projekt den mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreis Gebäudeintegrierte Solartechnik 2017, der vom Solarenergieförderverein Bayern verliehen wird. Auch die Umwelt Arena im schweizerischen Kanton Aargau mit ihrem weit ausgreifenden, kuppelförmigen Dach ist so ein Vorzeigeprojekt. von Susanne Ehlerding

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"Deutschland braucht Kraft-Wärme-Kopplung"

20. März 2018 - 7:00

Das eine Szenario geht von einer weitgehenden Ablösung von Heizkesseln durch Elektro-Wärmepumpen aus, das andere von einem verstärkten Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Die Kurzstudie bezieht sich auf ein fortgeschrittenes Stadium der Energiewende im Jahr 2050. Verwendet wurden stundenscharfe Zeitreihen für Strom und Wärme aus erneuerbarer und konventioneller Erzeugung, Stromspeicherung und Lastmanagement. Dadurch konnte das Zusammenspiel der beiden jeweils dominanten Wärmeversorgungs-Systeme in hoher zeitlicher Auflösung beurteilt werden.

Das Ergebnis der Studie belegt, dass eine nur auf Wärmepumpen setzende Strategie den Anspruch einer weitgehenden Dekarbonisierung des Wärmebereichs kaum einlösen kann, teilt der BKWK mit. Ein Ausbau von gasbasierten KWK-Systemen mit Wärmespeichern, die als ergänzende Komponenten Elektrokessel und Großwärmepumpen als Power-to-Heat-Technologien enthalten, würde hingegen zum Ausbau der Stromerzeugung aus fluktuierenden erneuerbaren Energien passen.

Die KWK-Anlagen könnten vorteilhaft die Residuallast decken, wenn der Strom aus Wind und Sonne nicht ausreicht. Die Zahl der Vollaststunden der KWK-Anlagen würde zwar im Vergleich zu heute deutlich sinken, aber sie würden dann auch besonders wertvollen Strom liefern. In Überschusszeiten kann mit Strom aus Erneuerbaren zum einen Wärme mittels der Power-to-Heat-Komponenten der KWK-Systeme bereitgestellt werden, zum anderen können die Stromüberschüsse mit Power-to-Gas-Technologien genutzt werden, um Brennstoff für die zuvor mit Erdgas betriebenen KWK-Anlagen regenerativ zu erzeugen.

"Damit bekommt die KWK eine dauerhafte Perspektive in einem vollständig dekarbonisierten Energiesystem. Die vorhandene Gas-Infrastruktur und die daran gekoppelten Speicherkapazitäten, die auch einen saisonalen Ausgleich zulassen, werden Bestandteil dieses künftigen Energiesystems sein", schlussfolgert der BKWK. Dessen Vizepräsident Heinz Ullrich Brosziewski betonte: "Die Ergebnisse der Studie belegen, dass ein intensiver Ausbau gasbasierter KWK mit Wärmenetzen für den Klimaschutz mittel- und langfristig eine zielführende Strategie ist. Die KWK-Anlagen können sowohl im kommunalen als auch im gewerblichen Bereich eine zentrale Rolle in der Wärmewende spielen und damit zur Entlastung und Stützung der Netze beitragen. Wir im B.KWK sind überzeugt, dass diese Perspektive Grundlage für die im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD angekündigte Weiterentwicklung und umfassende Modernisierung der KWK-Politik sein kann und sein sollte."

Thomas Griese, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz, führte weiter aus: "Durch den zunehmenden Einsatz regenerativer Brennstoffe, wie Biogas oder Methan aus Power-to-Gas-Anlagen, wird die KWK zukünftig in steigendem Umfang zur notwendigen Dekarbonisierung unserer Energieversorgung beitragen, damit die internationalen, europäischen und nationalen Klimaschutzziele erreicht werden können. Die KWK ist somit ein wichtiger Partner der Energiewende in Deutschland." Quelle: BKWK / sue

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Einspeisevergütungs-Stopp gilt nicht immer

20. März 2018 - 7:00

Werden diese hingegen anders gefördert, zum Beispiel aus anderen KfW-Programmen, spreche nichts gegen die EEG-Vergütung. Bauherren sollten ihre Investitionen deshalb splitten, rät die Verbraucherzentrale NRW. Bei der KfW regt sie eine Überarbeitung der Produktmerkblätter an. Ziel sollten klarere Informationen und deutliche Hinweise auf mögliche Förderkombinationen sein.

Sinnvoll sei zum Beispiel die Kombination des KfW-Förderprogramms 153 ("Energieeffizient Bauen") mit den beiden anderen KfW-Produkten 270 ("Erneuerbare Energien - Standard") und 275 (Speicher). Denn der maximale Tilgungszuschuss aus dem Bauprogramm 153 steigt von 10.000 auf 15.000 Euro pro Wohneinheit, wenn dank Solaranlage und Speicher der KfW-40-Plus-Standard erreicht wird.

Wer die Photovoltaik-Komponenten separat über die anderen Programme finanziert, darf ihren Effekt für das Erreichen des Standards anrechnen, ohne dass die Klausel aus dem Bauprogramm greift. Sprich: Die Voraussetzungen für den größtmöglichen Zuschuss sind erfüllt, ohne dass die Einspeisevergütung verloren geht.

Wer eine Solaranlage allerdings über das Bau-Programm 153 finanziert hat und trotzdem Vergütung kassiert, handelt rechtswidrig, warnt die Verbraucherzentrale. In diesem Fall muss mit dem Netzbetreiber ausdrücklich der Verzicht auf die Vergütung vereinbart werden. Die Verbraucherzentrale NRW rät Betroffenen, dies schnellstmöglich zu tun. Quelle: Verbraucherzentrale NRW / sue

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EnOcean Alliance zeigt autarke Funksensoren

19. März 2018 - 7:00

"Vernetzt – Sicher – Komfortabel" ist das Leitthema der Light + Building. Passend dazu präsentiert die EnOcean Alliance auf ihrem Gemeinschaftsstand batterielose Funklösungen für die Gebäudeautomation und das Smart Home. Außerdem zeigt die EnOcean Alliance, welche Kombinationen mit Plattformen wie IBM Watson IoT oder Apple HomeKit möglich sind.  

Der Erfinder der Technologie ist die 2001 gegründete EnOcean GmbH, eine Ausgründung von Siemens. Zur Weiterentwicklung der Technologie wurde 2008 die Non-Profit-Organisation Enocean Alliance gegründet.

Durch das Sammeln von Raumklimadaten wie Temperatur, CO2, Feuchtigkeit sowie Daten zur Erfassung von Anwesenheit liefern EnOcean-Sensoren Informationen darüber, wie Gebäudeflächen und Räume tatsächlich genutzt werden und ermöglichen eine kostenoptimierte Raumplanung. Sensoren und Aktoren (sie setzen elektrische Signale in mechanische Bewegung um) lassen sich flexibel positionieren und brauchen keine Wartung. Die batterielosen Systeme basieren auf der Energy Harvesting-Technologie. Sie brauchen keine Batterien oder eine andere externe Stromzufuhr, sondern beziehen ihre Energie aus den Temperaturunterschieden der Umgebung.

Durch Kooperationen mit der Open Connectivity Foundation und IBM erweitert die EnOcean Alliance ihr Programm für die Gebäudeautomation und das Internet der Dinge. Gemeinsam arbeiten sie daran energieautarke Lösungen als offenen Standard für wartungsfreie Funklösungen für den Einsatz in kognitiven Gebäuden zu entwickeln und ein interoperables Netzwerk über die Grenzen des eigenen Ökosystems hinaus aufzubauen.

Am Gemeinschaftsstand der EnOcean Alliance stellen folgende 15 Unternehmen aus: Afriso, Becker-Antriebe, BSC Computer, Decelect, Digital Concepts, Dolphin by EnOcean, Micropelt, GRE Alpha, Helvar, Jäger Direkt, NodOn, Omnio, PM DM, Thermokon Sensortechnik und Vicos. Insgesamt zeigen auf der Messe mehr als 60 Aussteller EnOcean-basierte Lösungen.

Mit dem Omnio-Funkbussystem von Awag Elektrotechnik lassen sich Beleuchtung, Beschattung und Heizung im gesamten Gebäude steuern. Das System benötigt keine zentrale Steuereinheit und ist deshalb nach Angaben des Unternehmens sehr robust.

Thermokon, Hersteller von Sensorsystemen für die Gebäudeautomation und Heizung, Lüftung und Klimatechnik, präsentiert unter anderem das kabel- und batterielose Funksystem EasySens für die Gebäudeautomation. Seine "Tool Box" umfasst ein Feldstärke-Messsystem zur Planung und Realisierung von Funkprojekten.

Afriso stellt seinen Produktbereich Afriso Smart Home für Sicherheit, Komfort und Raumklima vor. Er umfasst Sensoren wie einen Wasserleckage- und Temperatursensor sowie und Aktoren und das multiprotokollfähige Gateway HG 01. Es vernetzt batterielose Funklösungen mit anderen Funkstandards für die Gebäudetechnik. Über die kostenlose App Afrisohome lassen sich Sensordaten anzeigen, Aktoren schalten und Funktionen individuell automatisieren.

BSC Computer präsentiert sein Portfolio für die Vernetzung im Smart Home, der Gebäudeautomation und in Industrieanwendungen. Dazu gehören individuell skalierbare Gateways auf Basis der Schnittstelle BSC-API. Sie vernetzen batterielose Funksensoren und -aktoren mit dem Internet. Über die BSC-API können Hersteller individuelle Apps entwickeln, über die sich Funktionen per Smartphone und Tablet bedienen lassen. Als Platin-Mitglied der Open Connectivity Foundation ist BSC Computer nach eigenen Angaben federführend bei den Bemühungen, das standardübergreifende interoperable Ökosystem für IoT-Anwendungen wie Smart Homes aufzubauen.

NodOn präsentiert einen neuen 1-Kanal-Relaisschalter, ein ultrakleines Gerät, das Licht, Heizung und Garagentor intelligent und fernsteuerbar macht. Der Schalter kann ohne Bauarbeiten montiert werden und arbeitet autonom mit anderen batterielosen EnOcean-Controllern zusammen. Ein weiteres neues Produkt ist das NodOn-Rollladenmodul. Der EnOcean-Funkaktor ermöglicht es, jeden Verschluss (Rollladen, Jalousie, Garagentore) intelligent zu schalten. Das NodOn Smart-Home-Zubehörprogramm umfasst auch solarbetriebene Sensoren (Tür/Fenster, Temperatur und Luftfeuchtigkeit), intelligente Stecker, batterielose Wandschalter und Fernbedienungen.

Becker Antriebe ist nach eigenen Angaben der erste Anbieter, der die EnOcean-Technologie direkt in einem Rohrantrieb verbaut und so noch einfacher nutzbar macht. Durch die im Antrieb selbst verbaute Funkaktorik lassen sich Absolutwerte übermitteln und somit genaue Positionswerte angeben, was eine exakte Steuerung der Antriebe ermöglicht. Durch die bidirektionale Rückmeldung von Position und Status ist der Antrieb zudem in die zentrale Hausautomatisierung integrierbar. Darüber hinaus bietet der Becker-Rohrantrieb eine Hinderniserkennung, Festfrierschutz und ein intelligentes Installationsmanagement. Quelle: EnOcean Alliance / sue

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Nachfrage nach Speichern wächst rasant

19. März 2018 - 7:00

"Wir gehen davon aus, dass der Markt für Solarstromspeicher auch dieses Jahr im zweistelligen Bereich wachsen wird", sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). Der BSW zeigt sich zuversichtlich, dass die neue Bundesregierung Speicher als ein unverzichtbares Element der Energiewende weiter unterstützen wird.

Die Kosten für Solarstromspeicher haben sich in den vergangenen vier Jahren halbiert. Inzwischen wird jede zweite neue Solarstromanlage im Eigenheimbereich mit einem Speicher kombiniert. Körnig erwartet, dass die Nachfrage weiter steigen wird: "Um den preiswerten Solarstrom für möglichst viele Anwendungen nutzen zu können, werden immer mehr Verbraucher und Gewerbebetriebe Solaranlagen, Speicher und Ladestation für Elektromobile miteinander verknüpfen. Die Technologien ergänzen und beflügeln einander ideal."

Beflügelt wird der Ausbau auch durch staatliche Förderung. Kürzlich hat das Land Baden-Württemberg ein eigenes Förderprogramm für Solarstromspeicher aufgelegt. Die Mittel stehen zusätzlich zum KfW-Förderprogramm "Erneuerbare Energien – Speicher (275)" zur Verfügung. Quelle: BSW / sue

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DESAX-Wert für Fenster steigt wieder

18. März 2018 - 8:00

Der DESAX spiegelt wider, wie viele Angebotsanfragen online bei der Deutschen Auftragsagentur in den Segmenten Fenster, Dach und Dämmung sowie Heizung eingehen. Im Segment Dach & Dämmung fiel der Index im Februar im Vergleich zum Januar von 190 auf 165 Punkte. Im Bereich Fenster dagegen stieg der Wert schon wieder an und zwar von 132 auf 173 Punkte.

Dagegen informierten sich im Februar wesentlich weniger potenzielle Kunden über neue Heizungen als im Januar; der DESAX sank in diesem Bereich von 283 auf 231 Punkte. Das ist allerdings immer noch mehr doppelt so viel wie beim Start des Index im Jahr 2012, als der Basiswert von 100 Punkten erhoben wurde.

Wer sich über die neuesten Technologien im Heizungssektor informieren möchte, kann das mit dem gerade erschienenen "Ratgeber Heizung. Wärme und Warmwasser für mein Haus" der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen tun. Der Autor Johannes Spruth geht von unterschiedlichen Ansprüchen der Hausbesitzer aus: Soll es eine möglichst preisgünstige Lösung sein? Wollen sie Teil der Energiewende werden und einen möglichst geringen Kohlendioxidausstoß verursachen? Oder wollen sie möglichst unabhängig von Energieversorgern sein?

Das Buch informiert über Vor- und Nachteile einzelner Techniken, rechnet die Varianten vom Brennwertkessel über die Solarwärmeanlage bis zur Wärmepumpe durch und zeigt an Beispielgebäuden deren Wirtschaftlichkeit. Quelle: DESAX / Verbraucherzentrale NRW / sue

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Nachhaltig leben im Kiez

16. März 2018 - 8:00

Mit dem Städtebauförderprogramm "Aktive Zentren" möchte Berlin neun ausgewählte Kieze wirtschaftlich und strukturell stärken – und das unter Einbindung der Anwohner sowie der Geschäftsleute vor Ort. Neben der Optimierung der Energie- und Wärmeversorgung sind die Revitalisierung der Geschäftsstraße, die bessere Vernetzung mit der Wissenschaftsstadt Adlershof und die Neuregelung des Straßenraums die zentralen Entwicklungsziele.

Für das historisch gewachsene Geschäfts- und Wohnviertel haben die Partner nun eine Analyse vorgelegt. "Nach umfassender Begutachtung des Ist-Zustandes und des Potentials des Viertels entwickeln wir konkrete Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Energie- und Wärmeerzeugung sowie des Energie- und Wärmeverbrauchs", erklärt Manfred Rauschen, Geschäftsführer des Öko-Zentrums NRW. "Unsere Zielsetzung dabei: Alle vorgeschlagenen Maßnahmen sollen einfach umsetzbar und wirtschaftlich sinnvoll sein."

In ihrer Analyse haben die drei Partner insbesondere die Wärmeerzeugung und den Wärmeverbrauch des Quartiers unter die Lupe genommen. "Die Optimierung der vorhandenen Heiztechnik kann ein erster Schritt sein, um den Wärmeverbrauch in dem Kiez zu senken", sagt Thilo Jungkunz, Geschäftsbereichsleiter Dezentrale Energieversorgung bei Naturstrom. "Außerdem sehen wir in den Bereichen Nahwärme und Solarthermie großes Potenzial für die nachhaltige Wärmebelieferung des Kiezes. Im kommenden Projektbaustein werden wir untersuchen, inwiefern sich der Anschluss eines Quartiersnahwärmenetzes an das bestehende Fernwärmenetz oder eine autarke Lösung wirtschaftlich lohnt. Auf zahlreichen geeigneten Dachflächen rund um die Dörpfeldstraße könnten zudem Solarthermieanlagen entstehen, die emissionsfreie Wärme liefern."

Auch in puncto Stromerzeugung gibt es Optimierungsmöglichkeiten: "Unsere Analyse hat aufgezeigt, dass in dem Quartier noch großes Potential für Dach-Photovoltaikanlagen besteht", berichtet Naturstrom-Vorstand Tim Meyer. Mit weiteren Solarmodulen könnte klimafreundlicher und kostengünstiger Strom direkt vor Ort erzeugt und verbraucht werden – entweder direkt vom Eigentümer des Gebäudes, oder aber als Mieterstrom. Quelle: Naturstrom / sue

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Degewo arbeitet am Internet of Things

16. März 2018 - 8:00

Die Zusammenarbeit beinhaltet zum einen die gemeinsame Entwicklung einer Infrastruktur für das Internet of Things (IoT) für Mietwohnhäuser. Das Internet of Things wird von Geräten mit einer eigenen Internetadresse gebildet, die dann übers Netz ansteuerbar sind. Die neue Infratstruktur soll Wohnungsbaugesellschaften in die Lage versetzen, hersteller- und spartenübergreifend zu arbeiten. Damit wollen die Partner das Problem der fehlenden IoT-Infrastruktur in Gebäuden lösen. Zum anderen werden drei Applikationen aus dem Bereich Smart Building entwickelt mit einer Fernauslese der Verbräuche von Wärme und Wasser als erste Anwendung.

"Für Wohnhäuser konzipierte universelle Kommunikationsstrukturen für das Internet der Dinge stellen ein großes Bedürfnis und gleichzeitig eine enorme Herausforderung in der Wohnungswirtschaft dar. Als führendes Wohnungsbauunternehmen übernehmen wir gern die Vorreiterrolle bei innovativen Ansätzen. Die Entwicklungspartnerschaft soll nicht nur einen Nutzen für Degewo bringen, sondern wir wollen damit einen Beitrag für die gesamte Branche leisten", sagt Degewo-Vorstand Christoph Beck.

Ulrich Jursch, Geschäftsführer der Degewo Netzwerk GmbH, äußert seine Erwartungen für die kommenden zwei Jahre der Zusammenarbeit mit Metr: "Diverse IoT-Anwendungen werden in die Liegenschaften von Wohnungsunternehmen Einzug halten, beziehungsweise tun es schon heute: Überwachung von Energieerzeugungsanlagen, Messgeräte, Aufzugsüberwachung, funkferngewartete oder -vernetzte Rauchmelder, Sensorik verschiedenster Art. Damit nicht für jede Anwendung ein eigenes Kommunikationssystem verbaut werden muss, ist es sinnvoll, eine universelle Kommunikationsstruktur, wie sie Metr konzipiert, zu verwenden."

Anwendungen solcher Art stecken nach Angaben von Jursch aber oft noch in den Kinderschuhen oder lassen nur Applikationen einzelner Hersteller zu. "Die Entwicklungspartnerschaft mit Metr ermöglicht uns, die eigenen Anwendungsbedürfnisse bereits in die Entwicklung mit einzubringen und auch für andere Wohnungsunternehmen nutzbar zu machen. Zum anderen soll der Wettbewerb im Bereich IoT beflügelt werden, was sich zugunsten niedrigerer Nebenkosten für unsere Mieter auswirken könnte", sagt er.

Franka Birke, Geschäftsführerin der Metr, zu der Partnerschaft: "Im Bereich der Gebäudeautomation ist das hersteller- und spartenübergreifende Arbeiten noch immer nicht möglich. Mit unserer IoT-Infrastruktur und dadurch möglichen neuen Applikationen ändert sich das. Unsere Kunden können die Bewirtschaftung von Wohnraum in Zukunft viel effizienter gestalten. Die Partnerschaft mit der Degewo Netzwerk GmbH hilft uns zu verstehen, wo und wie wir mit IoT-Lösungen die Prozesse von Wohnungsbaugesellschaften optimieren können.”

Metr entwickelt ein multifunktionales Gateway, das unterschiedliche Kommunikationsstandards verarbeitet und neue digitale Applikationen im Bereich des Smart Buildings und Smart Homes ermöglicht. Metr agiert als Plattformanbieter, da auch Lösungen von Drittanbietern eingebunden werden. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung eines App-Stores für die Wohnungswirtschaft. Das Berliner Unternehmen ist eines der ersten Startups der Next Big Thing AG. Quelle: Degewo / sue

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Praktiker suchen Balance für Förderung

15. März 2018 - 7:00

Der Architekt und technische Vorstand der Berliner Wohnungsgenossenschaft "Märkische Scholle" hat bei Sanierungen seines Wohnungsbestands den Eindruck gewonnen, dass die Fördermethodik der staatlichen Förderbank KfW übertriebene Dämmmaßnahmen begünstigt – obwohl Energieeinsparung und Klimaschutz stattdessen oft vernünftiger mit Wärmepumpen, Solarenergie und dergleichen erreichbar wären, vor allem in Mehrfamilienhäusern.

Augenfällig wird das vor allem bei Ickens aktuellem Sanierungsprojekt, einer 30er-Jahre-Siedlung im Stadtteil Lichterfelde Süd. Hier setzt die Genossenschaft eine Planung von Taco Holthuizen um. Der Geschäftsführer von Ezeit Ingenieure entwirft schon seit gut 20 Jahren energetisch optimierte Gebäude. Aber in Lichterfelde ist ihm mit einer über die Siedlung hinweg vernetzten Kombination von Erdwärmegewinnung über Wärmepumpen, von Solarthermie, Abluftwärmerückgewinnung, Photovoltaik sowie einem hocheffizienten Erdwärmespeicher ein System gelungen, das sowohl nach der Simulation als auch nach den ersten Messergebnissen den Primärenergiebedarf unterschreitet, den der Klimaschutzplan der Bundesregierung erst für das Jahr 2050 anstrebt.

Mehr Dämmen bringt mehr Förderung

Dafür reichten in diesem Fall 14 Zentimeter Dämmung (KfW-85-Standard) aus. Im Hinblick auf eine behagliche Temperatur der Zimmerinnenwände hätten sogar acht Zentimeter ausgereicht – bauphysikalisch, nicht aber fördertechnisch. "Im ersten Bauabschnitt haben wir Kreide gefressen, wobei es energetisch und wirtschaftlich Blödsinn ist. Aber wir wollten ins KfW-85 rein, weil wir Geld kriegen – viel Geld", sagt Holthuizen. Die Genossenschaft konnte nur dann einen KfW-Teilschulderlass von 11.500 Euro pro Wohneinheit erreichen, wenn 14 Zentimeter Dämmung aufgebracht wurden.

Hätte Taco Holthuizen noch zehn Zentimeter mehr vorgesehen, dann wäre fürs Herstellen des zusätzlichen Dämmstoffs so viel Primärenergie ("graue Energie") nötig gewesen, dass diese erst nach mindestens 45 Jahren wieder eingespart worden wäre, sagt der Planer.

Noch weniger sinnvoll, aber fördertechnisch noch lukrativer wäre übrigens ein Hochgehen auf den KfW-55-Standard gewesen. Da stünden pro Wohneinheit 17.500 Euro Teilschulderlass zur Verfügung, fürs ganze Gebäude damit mehr als 320.000 Euro. Holthuizen: "So viel haben wir niemals ausgegeben für die gesamte Anlagentechnik."

Allgemeiner formuliert es Genossenschaftsvorstand Icken so: "Es gibt Projekte wie unseres, und das ist nicht das einzige Projekt in der Form, wo ich weniger dämmen könnte, ich aber schlichtweg nur mehr gedämmt habe, weil ich zugegebenermaßen die Fördermittel der KfW auch brauchte, um es zu finanzieren."

Der Fehler liegt in der Fördermethodik

Bei vielen Mehrfamilienhäusern jedenfalls klaffen nach dieser Lesart Vernunft und Förderung auseinander. Der Grund ist nach Jochen Icken die Fördermethodik. Eigentlich könne man desto weniger dämmen, je eher die Energie regenerativ bereitgestellt werde. Dem stehe die "relativ einseitige Konzentration auf den Transmissionswärmeverlust" bei der Förderung entgegen.

Icken schlägt einen Ausweg vor, den man aus der Wohnungswirtschaft schon öfter gehört hat: Es solle ein Primärenergiefaktor angegeben werden, der erreicht werden muss, um eine bestimmte Art der Förderung zu bekommen. "Und ob ich den mit viel Dämmung und einer Gasanlage erreiche, oder mit wenig Dämmung und Regenerativen, ist doch dabei eigentlich egal." Beim fürs laufende Jahr geplanten Gebäudeenergiegesetz (GEG) wird laut Frank Heidrich vom Bundeswirtschaftsministerium eine grundsätzlich andere Fördersystematik "untersucht".

Fördern nur fürs Ergebnis

Jochen Icken sieht allerdings noch ein weiteres grundsätzliches Problem, nämlich "dass nach den Zahlen, die ich aus eigenen Projekten kenne, häufig hinten nicht das rauskommt, was vorne versprochen wurde." Dafür schlägt Bernhard Jurisch, Geschäftsführer von Parabel Energiesysteme in Potsdam und ebenfalls am Lichterfelde-Projekt beteiligt, eine radikale Lösung vor: "Dass man Förderung für das Ergebnis zahlt und nicht Förderung für In-Aussicht-Stellung." Das energetische Ergebnis kann nämlich in einer Bestandsaufnahme nach VDI 6041 dokumentiert werden.

Dokumentiert wird auch das Projekt in Lichterfelde selbst: Zwar läuft das Austesten und Messen verschiedener Gebäudetechnikvarianten und Dämmstoffe (Polystyrol, mineralisch, Holzwolle und Hanf) über drei Jahre, doch einen ersten Zwischenbericht plant Taco Holthuizen schon für April. von Alexander Morhart

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Passivhaustagung zieht nach China

15. März 2018 - 7:00

"Uns ist bewusst, dass diese Entscheidung überraschen mag. Doch China ist das Land, in dem aktuell und auch in den kommenden Dekaden die größten Neubauaktivitäten stattfinden. Jedes neue Gebäude bringt einen zusätzlichen Bedarf an Energie für Heizung und Kühlung mit sich. Daher ist es sehr erfreulich, dass es in China ernsthafte Anstrengungen für eine radikale Verbesserung der Energieeffizienz bei Gebäuden gibt", erklärte Feist.

Die 23. Internationale Passivhaustagungwird am 21. und 22. September 2019 stattfinden. Die Stadt Gaobeidian liegt rund 100 Kilometer südlich von der chinesischen Hauptstadt Peking in der Provinz Hebei. In Gaobeidian entsteht derzeit unter anderem eine Passivhaus-Siedlung, die nach ihrer Fertigstellung mit rund einer Million Quadratmeter Wohnfläche die größte energieeffiziente Siedlung weltweit sein wird, informiert Feist. Auch in Tianjin, Peking und Qingdao entstünden zahlreiche Passivhaus-Projekte.

Zum Zeitpunkt der Tagung wird die erste Bauphase der Siedlung abgeschlossen sein. Die Wohnungen sind dann bewohnt und können zur Passivhaustagung auch besichtigt werden. Zudem gibt es vor Ort ein Gästehaus sowie ein Museum im Passivhaus-Standard. Um die Energieeffizienz in der Bauwirtschaft zu fördern, entstand in Gaobeidian zudem ein Technologiepark als Basis für die Entwicklung und Produktion von Bauteilen sowie die berufliche und wissenschaftliche Ausbildung.

Zusätzlich zur Tagung in China findet im nächsten Jahr in Heidelberg die Konferenz "Besser bauen" statt. Dabei bietet das Passivhaus Institut am 3. und 4. Mai 2019 zahlreiche Workshops und Vorträge zum energieeffizienten Bauen und Sanieren an.

Ein Passivhaus ist ein Gebäude, das dank seiner sehr guten Wärmedämmung ohne klassische Gebäudeheizung auskommt. "Passiv" werden die Häuser genannt, da der größte Teil des Wärmebedarfs aus Quellen wie Sonneneinstrahlung sowie Abwärme von Personen und technischen Geräten gedeckt wird. Ein Passivhaus verbraucht somit rund 90 Prozent weniger Heizwärme als ein bestehendes Gebäude und 75 Prozent weniger als ein durchschnittlicher Neubau. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen benennt im "Emissions Gap Report 2016" ausdrücklich Passivhäuser als eine der wesentlichen Möglichkeiten, die Energieeffizienz von Gebäuden zu erhöhen und dadurch die Erderwärmung zu vermindern.

Das erste Passivhaus weltweit errichteten vier private Bauherren – einer von ihnen war Wolfgang Feist – vor über 25 Jahren in Darmstadt-Kranichstein. Die Reihenhäuser gelten seit dem Einzug der Familien 1991 als Pionierprojekt für den Passivhaus-Standard. Auch dieses Gebäudeensemble nutzt neuerdings eine Photovoltaikanlage und erhielt dafür das Zertifikat "Passivhaus Plus". Seit 2015 gibt es für ein Versorgungskonzept mit erneuerbaren Energien die neuen Gebäudeklassen "Passivhaus Plus" und "Passivhaus Premium". Quelle: Passivhaus / sue

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35 Prozent Erneuerbare bis 2030 möglich

15. März 2018 - 7:00

Die Europäische Union strebt an, bis 2030 einen Anteil von 27 Prozent erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch zu erreichen. Das Europäische Parlament hatte kürzlich eine Erhöhung auf 35 Prozent beschlossen, hat in dieser Frage aber nicht das letzte Wort, sondern muss die Ziele mit Europäischem Rat und EU-Kommission aushandeln. Im Jahr 2016 betrug der Anteil der Erneuerbaren am Gesamtenergieverbrauch rund 17 Prozent.

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI hat für die Studie "Renewable Energy Directive Target" zusammen mit Enerdata und SQ Consult untersucht, welche Auswirkungen ein höherer Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Endenergieverbrauch auf Wirtschaft und Gesellschaft hätte. Um die Möglichkeiten für einen EE-Anteil von 30 bis 35 Prozent zu prüfen, haben die Wissenschaftler mehr als 30 Studien ausgewertet.

Die wichtigsten Faktoren für die Berechnungen sind die Technologiekosten, die Brennstoffpreise und die Kosten für Kapital:

Im Hinblick auf Technologiekosten halten die Autorinnen und Autoren der Studie fest, dass die Kosten für erneuerbare Energietechnologien heutzutage geringer sind als noch vor einigen Jahren angenommen. Daraus schließen sie, dass erneuerbare Energieträger, vor allem Windenergie, eine wichtige Rolle im zukünftigen Energiesystem spielen werden, da geringere Technologiekosten generell zu einer schnellen und weiten Verbreitung führen.

Niedrige Brennstoffpreise führen zu einem geringeren Anteil erneuerbarer Energien. Erhöhen sich die Brennstoffpreise, erhöht sich auch der EE-Anteil. Da es aktuell starke Schwankungen bei den Brennstoffpreisen gibt, ist die Voraussage für diesen Aspekt mit großen Unsicherheiten behaftet.

Die Höhe der Kosten für Kapital hat Einfluss auf die Erzeugungskosten und damit auf die Auswahl der Investitionen: Hohe Abzinsungssätze begünstigen in der Regel Investitionen in Anlagen, die eher niedrige Anfangsinvestitionen haben, beispielsweise Gaskraftwerke. Bei niedrigen Sätzen werden laufende Betriebskosten stärker gewichtet und somit Anlagen mit geringen Betriebskosten wie Solar- und Windanlagen begünstigt.

Nach der Auswertung aller Faktoren kommen die Autorinnen und Autoren der Studie zu dem Schluss, dass ein Anteil erneuerbarer Energien zwischen 30 und 35 Prozent am gesamten Energieverbrauch bis 2030 ökonomisch realisierbar ist. Die Auswirkungen auf Bruttoinlandsprodukt, Beschäftigung und Gesundheit wären insgesamt gering, aber zumeist positiv. Auch im Hinblick auf Brennstoffimporte und Treibhausgasemissionen wären positive Effekte zu erwarten.

Bei einem EE-Anteil von 30 bis 35 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch steigt laut den ausgewerteten Studien der Anteil erneuerbarer Energien im Stromsektor auf über 50 Prozent. Für die Integration steigender Anteile erneuerbarer Energien in das Stromsystem muss dieses hinreichend flexibel sein, beispielsweise durch flexible Nachfrage sowie flexible Erzeugungsanlagen und Speicher. Quelle: ISE / sue

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Nähmaschinenwerk soll Leuchtturm werden

14. März 2018 - 7:00

EnStadt:Pfaff ist eines von sechs Leuchtturmprojekten, das Wirtschafts- und Forschungsministerium in der Initiative "Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt" fördern. Das Projekt ist als Reallabor konzipiert. Technische und sozialwissenschaftliche Fragen sollen gemeinsam mit Investoren, Planungsbüros, Arbeitnehmern und Bewohnern beantwortet werden. Untersucht wird auch, wie man sie besser in die Bauleit- und Erschließungsplanung integrieren könnte.

Außerdem will das Projekt neue Technologien in den Sektoren Energieversorgung, Gebäude, Elektromobilität und Digitalisierung entwickeln, demonstrieren und optimieren. Die Zusammenführung der Aufgaben in einem Leuchtturmprojekt ermöglicht es, aufeinander abgestimmte Lösungen zu entwickeln, die durch das Reallabor-Konzept auch auf ihre Praxistauglichkeit hin geprüft werden, teilt das beteiligte Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE mit.

Digitale Quartiersplattform

Die Digitalisierung spiele dabei eine zentrale Rolle, denn in der geplanten digitalen Quartiersplattform sollen die Daten aus allen Sektoren zusammengeführt und unter anderem für ein intelligentes Energiemanagement genutzt werden. Neue digitale Dienstleistungen sollen entwickelt und auf ihre Praxistauglichkeit und ihren Mehrwert für die verschiedenen Zielgruppen hin geprüft werden. EnStadt:Pfaff ist dabei auch verknüpft mit der Initiative Digitale Stadt in Kaiserslautern.

Die Energieversorgung des Pfaff-Quartiers erfolgt mit einem Smart Grid, in dem alle Erzeuger, Wandler, Speicher und Verbraucher mit Sensoren und Smart Metern ausgestattet werden. Die Daten werden zur intelligenten und effizienten Steuerung der Strom- und Wärmenetze genutzt. Durch die Installation eines zentralen elektrischen Speichers (gegebenenfalls wird es auch dezentrale Speicher geben) soll der Stromeigenverbrauch im Quartier maximiert werden. Beabsichtigt ist auch, Energiedienstleistungen für andere Quartiere bereitzustellen.

Ziel ist, im Pfaff-Quartier einen möglichst hohen Anteil an selbst erzeugter erneuerbarer Energie zu erreichen, weshalb Konzepte zur optimalen Nutzung der vorhandenen Solarflächen auf den Gebäuden erarbeitet werden. Das Wärmenetz ist als Niedertemperaturnetz geplant, das einen Austausch von Energiemengen zwischen Netz und Gebäuden ermöglicht. Dies wird auch erreicht durch ein agentenbasiertes Energiemanagementsystem, das die Gebäude und deren Leittechnik in die Steuerung der Strom- und Wärmeversorgung im Quartier aktiv einbezieht. Durch den Einsatz von Blockchain-Technologien werden zusätzlich die Möglichkeiten des Energiehandels zwischen Gebäuden und Prosumern im Quartier untersucht.

Im Reallaborzentrum kann alles ausprobiert werden

In und an den Gebäuden werden unter anderem innovative Solarfassaden, elektrochrom schaltbare Fenster und neue Lüftungskonzepte erprobt und demonstriert. Auch die Verknüpfung von Smart Home-Technologien mit dem Quartiers-Energiemanagementsystem wird untersucht. Eine optimale Integration von Elektrofahrzeugen und deren Ladeinfrastruktur in das Energiesystem ist ein wichtiges Projektziel, wobei insbesondere das bidirektionale Laden weiterentwickelt wird, bei der die Batterien der E-Fahrzeuge als zusätzliche Stromspeicher dem Stromnetz zur Verfügung gestellt werden.

Mit dem Reallaborzentrum wird ein Ort geschaffen, in dem alle Technologien vorgestellt und mit Virtual Reality-Techniken interaktiv begreifbar gemacht werden. In einer Quartierswerkstatt können Angebote wie Planungswerkzeuge und Dienstleistungs-Apps erprobt und gemeinsam weiterentwickelt werden. Workshopräume bieten Raum für Austausch und Zusammenarbeit.

Auch an die Nutzer von morgen ist gedacht

Das Ziel von EnStadt:Pfaff ist die Entwicklung einer zukunftsfähigen, effizienten, flexiblen und von den Nutzern akzeptierten Quartiersinfrastruktur. EnStadt:Pfaff untersucht dabei auch, wie sich die Arbeits-, Wohn- und Freizeitwelten der Bevölkerung künftig verändern werden, weil die entwickelten Lösungen auch in den kommenden Jahrzehnten attraktiv sein sollen. Dafür werden im Rahmen von EnStadt:Pfaff Planungs- und Monitoringwerkzeuge weiterentwickelt.

Das Projekt wird im Verbund von neun Partnern umgesetzt. Koordinator ist die Stadt Kaiserslautern, die wissenschaftliche Leitung hat das Fraunhofer-Institut ISE aus Freiburg inne. Weitere Projektpartner sind die Pfaff-Areal-Entwicklungsgesellschaft, die Stadtwerke Kaiserslautern, das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering aus Kaiserslautern, die Hochschule Trier mit ihrem Umwelt-Campus Birkenfeld, die Hochschule Kaiserslautern, die Hochschule Fresenius in Idstein sowie die Palatina Wohnbau. Quelle: Fraunhofer ISE / sue

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Schüco gewinnt iF Design Award

14. März 2018 - 7:00

"Die wahrhaft spektakuläre Funktion dieser Fenster bietet ein in den Rahmen integriertes, automatisches Filter- und Lüftungssystem, das schädliche Bestandteile aus der Luft herausfiltert. Die hochwertige Verarbeitung und auch die sorgfältige Materialwahl sieht und fühlt man", schreibt die Jury des Industrie Forum Design zur Begründung. Das mache die Fenster,  in die das Display ebenfalls harmonisch integriert sei, zu einem ausgesprochenen Qualitätsmerkmal moderner Architektur. Das System kann metallbaugerecht in Schüco Fassadensysteme integriert werden und auch bei Modernisierungen eingesetzt werden.

Mit VentoLife hat Schüco eine vom TÜV geprüfte Lüftungslösung im Programm, die unauffälligen eingebaut werden kann. Die wahlweise horizontale oder vertikale Integration in Schüco Fenster- oder Fassadensysteme passt sich der Architektur des Wohn- oder Objektgebäudes an.

Ein mehrstufiger, hochleistungsfähiger Filter entfernt knapp 100 Prozent der kleinsten Feinstaubpartikel, Pollen und gesundheitlich bedenklichen Bestandteile und sorgt für eine optimale Luftqualität im Gebäude. Eine sensorgesteuerte Klappe dosiert Außenluft nach Bedarf hinzu und ein hochwertiges Display mit LED-Gap-Light informiert über den aktuellen Betriebs- und Raumluftzustand. Quelle: Schüco / sue

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E-Auto-Käufer planen meist auch PV-Anlagen

13. März 2018 - 7:00

"Wenngleich sich die Elektromobilität in Deutschland noch auf niedrigem Niveau befindet, zeigt sich dennoch ein deutlicher Wachstumstrend", teilt EuPD Research mit. Besondere Attraktivität besitze die Elektromobilität für Nutzer, die ihr Elektromobil mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage laden können. "Mit einer neu installierten Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach lässt sich Strom mittlerweile je nach Standort zu Kosten von etwa zehn bis elf Cent je Kilowattstunde günstig erzeugen und macht die Elektromobilität kostenseitig erst richtig interessant", schreiben die Experten.

Die Ergebnisse einer aktuellen Befragung unter Besitzern von Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland beleuchten den Zusammenhang zwischen Photovoltaik und Elektromobilität. Neun Prozent der gut 500 befragten deutschen Hausbesitzer geben an, sich kurzfristig, das heißt noch im Jahr 2018, mit der Kaufabsicht für ein Elektromobil zu befassen. Insgesamt 91 Prozent dieser Hausbesitzer planen parallel die Anschaffung einer Photovoltaikanlage. Der Großteil der Hausbesitzer (54 Prozent) beabsichtigt, die Anlage noch 2018 anzuschaffen. Für 2019 und darüber hinaus planen weitere 37 Prozent der aktuellen Interessenten für ein Elektromobil, auch in eine Photovoltaikanlage zu investieren.

Die Befragung ist Teil der Recherchen für die "Energiewende Awards", mit denen EuPD Research, das Deutsche Cleantech Institut und der Messen "The smarter E Europe" jedes Jahr die besten deutschen Energieversorger auszeichnen. Erstmals analysiert EuPD Research dafür auch Unternehmen aus Österreich und der Schweiz. Die Vorstellung der Ergebnisse und die Auszeichnung der Sieger finden am 21. Juni bei der "The smarter E Europe" in München statt. Sie vereint neben den bekannten Messen "Intersolar Europe" und "ees Europe" auch die neuen Messen "Power2Drive Europe" und "EM-Power". Quelle: EuPD / sue

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Digitalisierung am Bau beginnt im Kopf

13. März 2018 - 7:00

Um diese Fragen zu beantworten, veranstaltet die Redaktion des Onlinemagazins Meistertipp unter der Schirmherrschaft der SHK Innung wieder ein Handwerkscamp. Es findet am kommenden Wochenende in Berlin statt und ist für alle Baupraktiker kostenlos. Die Idee dahinter: Wer sich mit Gleichgesinnten austauscht, kann nicht nur mehr, sondern auch schneller lernen. Das Teilen von persönlichen Erfahrungen bringt am Ende das gesamte Netzwerk weiter.

"So wie einst die Industrialisierung ist heute die Digitalisierung die einzige Möglichkeit zur Effizienzsteigerung", schreibt Meistertopp in der Ankündigung des Handwerkscamps. Bisher jedenfalls hätten sich noch nicht viele Betriebsinhaber mit dem Thema beschäftigt. Keine Zeit, mangelndes Know-how, fehlendes Verständnis und die Angst zu scheitern seien die größten Hindernisse.

Persönliche Erfahrungen helfen bei der Transformation

Tatsächlich gebe es für Digitalisierung und Transformation kein Allheilmittel. Prozesse, Technologien und Werte müssten individuell auf den einzelnen Betrieb abgestimmt und feinjustiert werden. "Dies hat viel mit Tests und gesammelten Erfahrungen zu tun. Man kann sogar sagen, dass Digitalisierung am Bau im Kopf beginnt. Denn es ist die Einstellung, die der Chef und die Mitarbeiter vertreten, die erst eine Basis für die digitale Zukunft des Betriebs schaffen", schreibt Meistertipp.

Wer dies erkannt habe, stoße jedoch auch oft schnell an Grenzen. Denn die Möglichkeiten der Digitalisierung seien zu vielfältig, um alles in die Praxis umzusetzen und auszutesten. Einsatz von Tablets, Nutzung von BIM, Social Media zur Fachkräfterekrutierung – eigentlich müsste man alles austesten, um die Wirkung auf den eigenen Betrieb beurteilen zu können. Doch wer hat dazu genügend Zeit?

Aus diesem Grund bieten sich Netzwerktreffen an, um Wissen und Erfahrungen mit Gleichgesinnten auszutauschen. Ein Veranstaltungsformat dafür ist das sogenannte Barcamp. Im Gegensatz zu einer Konferenz werden die Teilnehmer nicht mit Infos "berieselt", sondern bringen ihre eigenen Themen mit und berichten aus der Praxis. Beim Handwerkscamp sollen sich die sich die Handwerker auf Augenhöhe begegnen, um ihr Wissen zu teilen und von anderen zu profitieren. Das nächste Handwerkscamp () richtet sich wieder explizit an Fachleute aus dem Bauhandwerk und bietet eine Bühne zum Erfahrungsaustausch. Quelle: Meistertipp / sue

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