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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 51 Minuten 21 Sekunden

Kommunen testen Klimaschutz durch Gebäudeautomation

19. Juli 2018 - 8:09

Durch intelligente Regelung von Heizung, Beleuchtung, Lüftung oder Kühlung - zum Beispiel von Serverräumen - lässt sich der Energiebedarf von Gebäuden deutlich senken. Darüber hinaus kann ein systematisches Zählerkonzept mit einer darauf aufbauenden Analyse dazu beitragen, "Energiefresser" zu lokalisieren und zu beseitigen. Dies will die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit ihrem Projekt SmartRathaus in den kommenden drei Jahren zeigen.

In den fünf ausgewählten Städten und Gemeinden entstehen zusammen mit den Kommunalverwaltungen Modellprojekte, die aufzeigen, welche Einsparungen sich mit der automatisierten Steuerung und Regelung, inklusive des darauf aufbauenden Energiemanagements, von kommunalen Liegenschaften realisieren lassen - sowohl beim Energieverbrauch als auch beim Arbeitsaufwand im Gebäudemanagement. In der Gebäudeautomation sind oft insbesondere die Bestandsliegenschaften von kleineren und mittleren Kommunen nicht auf dem neusten Stand der Technik.

"Ein besonderes Augenmerk bei der Auswahl haben wir auf das Engagement in der Gemeindeverwaltung für Klimaschutz und neue Technologien und die große Bandbreite von Themen und Problemstellungen in den Modellprojekten gelegt", erläutert Steffen Holzmann, Projektleiter Digitalisierung bei der DUH. "Mit den ausgewählten Modellprojekten decken wir ein breites Spektrum von häufigen Aufgabenstellungen in der kommunalen Liegenschaftsverwaltung ab." Dadurch sollen die Erfahrungen und Ergebnisse auf möglichst viele Kommunen in Deutschland übertragbar sein - die engagierten Modellkommunen haben damit Leuchtturmfunktion für mehr als 10.000 kleine und mittlere Kommunen deutschlandweit.

Um den unterschiedlichen Stand der Kommunen in diesem Bereich abzubilden, bringen die Modellkommunen ganz unterschiedliche Voraussetzungen in das Projekt ein. In Böblingen, der größten Modellkommune, ist das Thema Gebäudeautomation beispielsweise kein neues. Die Liegenschaften dort sind jedoch auf sehr unterschiedlichem technischem Stand. Verschiedene Lösungen wurden schon umgesetzt, in anderen Liegenschaften muss man von Grund auf neu anfangen.

Ganz anders die Modellkommune Flecken Steyerberg, die zwar in den letzten Jahren ihre eigene IT energetisch optimiert hat, doch im Gebäudebereich noch kaum Erfahrung mitbringt. Dafür bringen die Niedersachsen ein spannendes Projekt in die Modellprojekte-Landschaft mit ein. Im Flecken Steyerberg sollen künftig mit einem neuen Fernwärmenetz bis zu 400 Gebäude, darunter 24 kommunale Liegenschaften, miteinander verbunden werden. "Dies bietet die Möglichkeit, neue Konzepte für alte Bestandsgebäude zu entwickeln. In Verbindung mit dem geplanten Fernwärmenetz erwarten wir hier ein großes Klimaschutzpotenzial", so Bürgermeister Heinz-Jürgen Weber. Der Flecken Steyerberg verfolgt engagierte Klimaschutzziele und kann mit SmartRathaus ein gutes Vorbild für kleine Kommunen deutschlandweit werden.

Auch auf Borkum, ganz im Norden der Republik, beginnt SmartRathaus sprichwörtlich auf der grünen Wiese" - Gebäudeautomation ist bei den Liegenschaften der Stadtverwaltung auf der Insel bislang noch kein Thema gewesen. Mit der stark touristischen Ausrichtung gibt es auf Borkum viele Gebäude, die nur saisonal genutzt werden. Auch in Birkenwerder bei Berlin ist die Gebäudeautomation noch am Anfang. Wie in vielen Kommunen stehen hier jedoch Sanierungen an verschiedenen Gebäuden an, die großes Potenzial für die Automatisierung bieten.

Wörth am Rhein dagegen ist bereits recht weit auf dem Weg der Gebäudeautomatisierung. "Die moderne Architektur in Wörth bietet Potenzial, intelligente Steuerungs- und Regelungsalgorithmen direkt auszuprobieren und im Bereich der Analyse von Energiemessdaten Erkenntnisse zu gewinnen", freut sich Martin Becker, Professor am Institut für Gebäude- und Energiesysteme (IGE) der Hochschule Biberach, die das Projekt wissenschaftlich begleitet. "Wörth rundet die breite Auswahl an Modellprojekten ab. Die Vielfalt wird auch uns neue Erkenntnisse aus der Praxis bringen."

Für jede der Modellkommunen entwickelt die DUH zusammen mit dem Fachbereich Gebäudeautomation der Hochschule Biberach im Laufe des Projekts maßgeschneiderte Ansätze zur Energieeinsparung in bis zu drei kommunalen Liegenschaften. Die Vielfalt der Teilprojekte garantiert dabei eine großflächige Übertragbarkeit der entwickelten Lösungen. Quelle: DUH / pgl

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Lüftungselement kommt mit besserem Schallschutz

18. Juli 2018 - 8:11

Die Schallschutzwerte des Elements wurden von 62 dB auf 70 dB verbessert. "Unser technisches Team hat nach zahlreichen Versuchsreihen einen Schaumstoff mit noch besseren Schallabsorptionseigenschaften entwickelt", so Michael Merscher aus der Geschäftsleitung des Unternehmens.

Das neue flexible Material auf Granulatbasis ist eine Zusammenstellung von technischen Schäumen, die aufgrund des Herstellungsprozesses ein hohes spezifisches Gewicht erzielen, während gleichzeitig die große Flexibilität erhalten bleibt. "Ein ALD-S mit 500 mm Länge, kombiniert mit der Innenblende 9/IBE und dem neuen Lunotherm S erreicht auf diese Weise eine Normschallpegeldifferenz von 70 dB", so Merscher weiter.

Das ALD-S dient als passive Nachströmung für Wohn- und Schlafräume. Es wird vor allem in Kombination mit Abluftgeräten der Baureihe Silvento genutzt. Durch den Grundlastbetrieb der Ablüfter in den Funktionsräumen wie Bad und Küche wird ein stetiger Unterdruck gebildet und auf diese Weise über die ALD-S Frischluft in das Haus transportiert. Dadurch wird eine nutzerunabhängige Lüftung bei normgerechter Planung nach DIN1946-6 sichergestellt. Quelle: Lunos / pgl

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Verbraucherschützer kritisieren Vielfalt an Bau-Siegeln

17. Juli 2018 - 8:18

"Eine gesetzliche Pflicht zur Volldeklaration halten wir im Sinne des Umwelt- und Gesundheitsschutzes und der Kreislauffähigkeit für erforderlich", sagt Kerstin Etzenbach-Effers vom Arbeitsbereich Umwelt und Gesundheitsschutz der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die Vielfalt der Label im Baubereich überfordere Verbraucher, die Unterschiede der einzelnen Vergabegrundlagen seien selbst für Fachleute aufwendig zu recherchieren.

"Die Ursache für den Siegelwirrwarr sehen wir darin, dass die gesetzlichen Regelungen für Bauprodukte im Bereich Umwelt und Gesundheitsschutz nicht ausreichen: Die harmonisierten EU-Normen berücksichtigen den Umwelt und Gesundheitsschutz (noch) nicht, staatliche Zusatzanforderungen wurden nach dem EuGH-Urteil eingestellt. Eine Volldeklaration wird nicht verlangt."

Schutz vor Bauschadstoffen ist wichtig

Die Verbraucherzentrale NRW begrüßt deshalb Maßnahmen, die vor schadstoffemittierenden Bauprodukten schützen. "Der Handel sollte aus unserer Sicht seiner Verantwortung nachkommen und ausschließlich Produkte für den Innenraum anbieten, die nachweislich sowohl Emissionsprüfungen als auch Stoffverbots- und Beschränkungslisten erfüllen, die beide ein hohes Gesundheits- und Umweltschutzniveau nach dem Vorsorgeprinzip sicherstellen müssen", so Etzenbach-Effers.

Produkte ohne diese Nachweise sollten nur angeboten werden, wenn anhand einer Offenlegung aller Inhaltsstoffe auszuschließen sei, dass sie Schadstoffe enthalten oder an die Innenraumluft abgeben.

Die Baubranche entdeckt das gesunde Bauen zunehmend als Marketinginstrument. Bei den Hagebaumärkten gibt es "Das grüne Regal", bei der Baywa das neue "Baywa BauGesund-Siegel". "Das wäre bei einer solchen verantwortungsvollen Sortimentsauswahl nicht erforderlich", argumentiert Etzenbach-Effers und lehnt die Schaffung firmeneigener, nicht unabhängiger Label unter anderem wegen einer wachsenden Siegelflut ab.

Datenbank berücksichtigt verschiedene Siegel

In der Datenbank der Baywa sind Produkte mit unterschiedlichen Siegeln abgelegt. Herangezogen werden unter anderem das eco-Institut-Label, das Emicode EC1 Plus Zeichen, das Natureplus-Label, das Indoor Air Comfort von Eurofins und das Prüfzeichen des TÜV Rheinland.

Es würden unterschiedliche Prüfsiegel heranzogen, da die Siegel meist nicht alle Kategorien von Bauprodukten abdeckten, erklärt Georg Polz, Referent Strategische Geschäftsentwicklung der Baywa gegenüber EnBauSa.de Auch Environmental Product Declarations, standardisierte Angaben zu Umwelteigenschaften, die bei Nachhaltigkeitszertifikaten heranzogen werden, fließen bei der Bewertung ein, wenn ein Prüfbericht über das Emissionsverhalten des Bauprodukts nach den Baywa-eigenen Kriterien vorliegt.

Auch Produkte ohne Siegel können emissionsarm sein

Es können auch Produkte zum Zuge kommen, für die kein Siegel, sondern ein unabhängiger Prüfbericht vorliegt. "Manche Hersteller haben Produkte, die die Kriterien erfüllen. Der Prozess, dafür ein Siegel zu erstellen, ist ihnen aber zu teuer", so Polz weiter. Das Baugesund-Siegel ziele zudem ausschließlich auf die Emissionen des fertigen Bauprodukts ab. Die bewerteten Produkte können außerdem ökologisch und nachhaltig sein, dies wird aber mit dem Siegel nicht explizit gefordert.

Kritik kommt aber nicht nur von Verbraucherschützern, sondern auch von Akteuren, die das Feld Wohngesundheit schon länger beackern. "Im Sinne einer grundsätzlichen Verbreitung einheitlicher Standards zum gesünderen Bauen und Wohnen sind übergeordnete, anbieterunabhängige Label besser als Insellösungen", meint etwa Peter Bachmann, Geschäftsführer des Sentinel Haus Institut. Die auf der Internetseite der Baywa genannten Prüfsiegel seien aber als Qualitätsmaßstab sinnvoll, da sie sich nach den Vorgaben des Ausschusses für die gesundheitliche Bewertung von Baustoffen (AgBB) richten. "Diese offizielle Grundlage nutzt auch das Sentinel Haus Institut", so Bachmann weiter. von Pia Grund-Ludwig

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Zahl der genehmigten neuen Wohnungen wächst

17. Juli 2018 - 7:23

Dazu zählen alle Genehmigungen für Baumaßnahmen von neu errichteten sowie an bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden. Ohne Berücksichtigung der Wohnungen in Wohnheimen, die hauptsächlich für Flüchtlinge errichtet wurden, stieg die Zahl der Baugenehmigungen um 3,8 Prozent. Die Bauunternehmen haben gut zu tun. Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes sei die Lage im Wohnungsbau hervorragend.

Die Zunahme geht hauptsächlich auf ein Plus bei Mehrfamilienhäusern zurück. In diesem Segment steig die Zahl der Genehmigungen um 8,3  Prozent. Dagegen ist die Zahl der Baugenehmigungen für neue Einfamilienhäuser um 2,1 Prozent und für neue Zweifamilienhäuser um 2,3 Prozent zurückgegangen.

Die Zahl der Neubaugenehmigungen für Wohnungen in Wohnheimen ist stark gesunken (- 30,4 Prozent). Das hängt mit den sinkenden Flüchtlingszahlen zusammen. Die Zahl der Wohnungen, die durch genehmigte Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen sollen, sank in den ersten fünf Monaten 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent.

Der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude erhöhte sich von Januar bis Mai 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,1 Millionen Kubikmeter auf 90,1 Millionen Kubikmeter. Dabei ist der Anstieg sowohl auf die öffentlichen Bauherren (+ 2,0 Millionen Kubikmeter beziehungsweise + 31,9 %) als auch auf die nichtöffentlichen Bauherren (+ 7,0 Millionen Kubikmeter beziehungsweise + 9,4 %) zurückzuführen.

Vertreter der Immobilienwirtschaft wiesen darauf hin, dass die wachsende Zahl der Genehmigungen zwar gut, aber nicht ausreichend sei. "Der Flaschenhals ist die und bleibt die zu geringe Bautätigkeit", kritisiert der Immobiliendachverband IVD. Er fordert unter anderem vereinfachte Bauvorschriften und Baukostensenkung. pgl

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Umweltanwaltschaft fordert Bauten ohne Biozide

16. Juli 2018 - 8:16

Um Schimmel zu vermeiden, wird Dünnputz mit sogenannten Bioziden ausgestattet. Das sind Wirkstoffe, die lebende Zellen abtöten und die Bildung von Pilzen und Algen für einige Jahre verhindern. Bei Starkregen werden die Wirkstoffe jedoch ausgewaschen und gelangen in Boden und Gewässer. Seit längerem gibt es jedoch auch biozidfreie Putze oder solche, in denen Biozide verkapselt sind.

Die WUA ist eine weisungsfreie und unabhängige Einrichtung des Landes Wien, die für den Umweltschutz zuständig ist. Die Ergebnisse über die aktuelle Praxis seien Besorgnis erregend, so die Behörde. Insgesamt wurden drei Algizide und fünf Fungizide erfasst, die den mitteleuropäischen Markt für Fassadenschutzmittel dominieren. Dabei zeigte sich folgendes Bild: Das Biozid Carbendazim ist nachgewiesenermaßen mutagen und gefährdet die Fortpflanzung, bei zwei weiteren Bioziden (Isoproturon, Diuron) wird eine krebserregende Wirkung vermutet. Vier Biozide mit den Kurznamen OIT, IPBC, DCOIT und Terbutryn sind hautsensibilisierend, können also auch Allergien auslösen. Alle acht Biozide sind als langfristig gewässergefährdend eingestuft, wobei die Wirkstoffe mit den Kurznamen OIT und DCOIT eine extrem hohe Giftigkeit gegenüber Wasserlebewesen zeigen. Keines der acht Biozide ist als leicht biologisch abbaubar ausgewiesen.

Keines der den Markt dominierenden Biozide könne empfohlen werden, so die Studie. Auf jeden Fall sollte der Einsatz von Diuron, Isoproturon, Terbutryn und Carbendazim auf Grund ihrer erbgutverändernden und fortpflanzungsgefährdenden Eigenschaften vermieden oder zumindest verringert werden. Auch OIT und DCOIT sind aufgrund ihrer hohen Umweltgiftigkeit problematisch.

Maßnahmen bauseitig, konstruktiv oder Biozide verkapseln

Die WUA empfiehlt aufgrund der vorliegenden Studienergebnisse die ausschließliche Verwendung verkapselter Biozide. Bei der Verwendung verkapselter Biozide ist der Austrag in die Umwelt vermindert. Bauherren sollten von den jeweiligen Herstellern eine entsprechende Produktspezifikation verlangen. Im Rahmen der geplanten EU-Neuzulassung von marktgängigen Biozid-Produkten sollte der Einsatz von nicht verkapselten Bioziden gänzlich verboten werden, fordert die WUA.

Sie schlägt außerdem konstruktive Maßnahmen in der Planungsphase vor. Bei der Verwendung eines mineralischen Dämmsystems statt Styropor sei ein biozider Fassadenschutz in der Regel nicht erforderlich. Außerdem könne durch entsprechende bauliche Maßnahmen (Gebäudestruktur bzw. -ausrichtung) ein Befall vorbeugend vermieden werden. Wärmedämmverbundsysteme ohne biozide Ausrüstung für den Fassadenschutz werden im Rahmen des Umweltzeichens Blauer Engel (RAL-UZ 140) von Herstellern als Gesamtpakete angeboten. Die Dämmstoffe sind dabei mineralisch-pflanzlicher Herkunft (Mineralwolle, -schaum, Holzweichfaser, Hanf). Dazu angebotene Putze und Farben kämen ohne biozide Ausrüstung aus. Quelle: WUA / pgl

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Sanierungsindex Desax knickt bei Fenstern ein

16. Juli 2018 - 8:02

Besonders auffällig ist der Einbruch der Fensteranfragen. Seit Auswertung der DESAX-Gewerke im Jahre 2012 wurde bislang kein vergleichbar geringer Nachfragewert beobachtet. In aller Regel waren die DESAX-Werte der vergangenen Jahren im Juni niedriger als in den Vormonaten, aber noch nie auf diesem Niveau. im Mai 2018 waren es 95. Basisjahr ist 2012 mit dem Wert 100, in den Vorjahren lagen die Werte im Juni zwischen bei 133 und 211. Im Juni 2018 lag der Wert bei 57, also deutlich unter dem Wert des Referenzjahrs.

Auch bei Heizung und Dach gab es im Vergleich zum Vormonat nochmal ein Minus. Im Segment Heizung fiel der DESAX auf 122 (Mai: 145), bei Dach und Dämmung auf 115 (Mai: 138).

Der Sanierungsindex DESAX zeigt, wie hoch das Interesse der Online-Community an Sanierungsprojekten ist. Er basiert auf einer Auswertung von Anfragen, die bei der DAA eingehen. Basisjahr ist 2012. Der DESAX wird gemeinsam von EnBauSa.de und Dämmen und Sanieren herausgegeben. pgl

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Österreich startet Programm zur Gebäudesanierung

16. Juli 2018 - 7:58

Zu den bisher geförderten Maßnahmen kommen auch neue hinzu. Förderbar sind unter anderem die energetische Sanierung der Gebäudehülle sowie der obersten oder untersten Geschossdecke, Sanierung oder Austausch der Fenster und Außentüren.

Neu ist die Förderung der  Umstellung von Heizungsanlagen auf klimafreundliche Heizsysteme wie Solaranlage, Holzzentralheizung, Wärmepumpe oder Nah-/Fernwärmeanschluss durch einen Bonus von bis zu 5.000 Euro in thermisch hochwertigen Gebäuden oder in Kombination mit einer thermischen Sanierung. Neu in der Förderung ist unter anderem auch der Einsatz gebäudeintegrierter PV-Anlagen im Rahmen der thermischen Sanierung der Gebäudehülle sowie hinterlüftete Fassadensysteme/-schalungen.

Der Investor hat freie Hand, ob er Teil- oder Komplettsanierungen angeht beziehungsweise ob er eine Komplettsanierung auf einmal oder etappenweise realisieren will. Die Förderhöhen können - abhängig von der Qualität der Sanierung - bis zu 12.000 Euro betragen. Die Förderungsaktion ist für Betriebe und Haushalte zugänglich. Für Haushalte endet die Förderaktion Ende Februar 2019. Damit wird der Kritik der WKÖ an kurzen Laufzeiten Rechnung getragen. Bei Erschöpfung des Volumens ist die Aktion allerdings auch beendet.

Leistungen zu den förderungsrelevanten Sanierungsmaßnahmen im Privatbereich werden ab 1. Januar 2018 rückwirkend anerkannt, das heißt, es kann auch für in diesem Jahr bereits begonnene Sanierungsprojekte um Förderung angesucht werden.

Im betrieblichen Bereich konnten Förderungen ohne Unterbrechung eingereicht werden, weshalb hier keine rückwirkende Anerkennung vorgesehen ist. Betriebe können den Bonus für die Heizungsumstellung im Rahmen einer umfassenden Sanierung erhalten. Die Antragstellung von Betrieben muss bei umfassenden Sanierungen jedenfalls vor Durchführung der Maßnahme erfolgen, das heißt vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Leistungen, ausgenommen sind Planungsleistungen. Andernfalls ist eine Förderung ausgeschlossen.

Bei Einzelmaßnahmen ist der Antrag nach Projektumsetzung, aber spätestens sechs Monate nach Rechnungslegung, einzubringen.

Während die Laufzeiten bereits über das Kalenderjahr hinaus verlängert wurden, ist die Vorlaufzeit der Förderprogramme noch zu verbessern. "Die Richtlinien sollten schon zu Beginn des 4. Quartals des Vorjahres bekannt sein, damit die kalte Jahreszeit zur Planung der Projekte genutzt werden kann", sagt Schwarzer. Quelle: WKO / pgl

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Verbraucherzentrale rät zu Energieberatung

15. Juli 2018 - 8:09

Verschiedene Bereiche des Hauses oder der Wohnung können energetisch modernisiert werden: Wärmedämmung von Wänden und/oder dem Dach, Austausch von Fenstern, Optimierung der Heizung sowie Einbau von Lüftungstechnik. Dabei kann sich die energetische Modernisierung auf das ganze Haus oder nur einzelne Eigentumswohnungen beziehen. In beiden Fällen profitiert der Wohnungseigentümer von den Förderprogrammen der KfW. Zusätzlich stehen in einzelnen Bundesländern Landesförderprogramme zur Verfügung.

Die Verbraucherschützer raten dazu, einen unabhängigen Energieberater zu Rate zu ziehen. Damit meinen sie die eigenen Beratungsangebote, die durch Fördermittel vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bezuschusst werden. Eine Beratung zu Fördermitteln kostet dort 5 Euro. 

Alle baulichen Maßnahmen bei Wohnungseigentum müssen in der Wohnungs-Eigentümergemeinschaft (WEG) abgestimmt werden. Auch bei Maßnahmen, die nur eine Wohnung betreffen, kann Gemeinschaftseigentum berührt sein wie zum Beispiel bei einer Etagenheizung, die an einen gemeinsamen Schornstein angeschlossen ist.

Zur Beantragung der KfW-Förderungen ist ein Sachverständiger notwendig. Dieser übernimmt die energetische Fachplanung und Baubegleitung sowie die Bestätigung der Einhaltung der Förderbedingungen.

Zuschüsse beantragen Bauherren und Modernisierer online im KfW-Zuschussportal. Falls sich Modernisierungen auf das Gemeinschaftseigentum beziehen, kann die Hausverwaltung stellvertretend für alle Eigentümer den Antrag stellen.

Kredite werden bei Banken und Sparkassen beantragt. Bei Krediten kann die Eigentümergemeinschaft den Antrag als Verband stellen. In den Bundesländern Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Hessen, Saarland und Schleswig-Holstein werden Kredite für WEG durch Landesbürgschaften abgesichert. Dadurch wird der Zugang zu KfW-Krediten erheblich erleichtert.

Das Bafa fördert mit einem Zuschuss Maßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlage. Dazu gehören der Austausch stromfressender Pumpen, der so genannte hydraulische Abgleich sowie zahlreiche weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Die Höhe des Zuschusses beträgt 30 Prozent der Nettoinvestition. Quelle: VZBV / pgl

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Bafa erhält mehr Anträge für Zuschüsse auf Erneuerbare

13. Juli 2018 - 7:51

Beim für die Förderung zuständigen Bafa gingen in den ersten sechs Monaten des Jahres 49.393 Anträge zur Förderung neuer Heizungen ein. Im ersten Halbjahr des Vorjahrs waren es 33.074.

Direkte Vergleiche sind aber nicht möglich, weil zum Januar 2018 auf ein zweistufiges Verfahren umgestellt wurde. Die Anträge werden vor Beginn der Maßnahme gestellt, um später Anlagen zu installieren. Nicht alle beantragten Vorhaben werden auch realisiert. Zudem wird die Statistik anscheinend nicht um doppelte Anträge bereinigt; einmal gestellte Anträge können nicht geändert werden können, bei fehlerhaften Anträgen wird ein neuer Antrag gestellt.

Interessant ist aber, welche Verschiebungen sich durch das neue Verfahren innerhalb der drei Segmente Wärmepumpen, Solarthermie und Biomasse ergeben. Besonders auffällig sind die höheren Zahlen für Heizungen auf Basis von Biomasse, also Pellet- oder Holzheizungen mit einem Plus von fast 50 Prozent. Der Deutsche Industrieholz- und Pelletverband (DEPV) geht davon aus, dass es ein leichtes Plus von 33.900 Anlagen Anlagen gibt, aber keinen Boom in dem Maße wie es die hohen Antragszahlen suggerieren. Auch bei Solarthermie sind die Zahlen gestiegen, allerdings hat Solarthermie in den Jahren davor stark Federn lassen müssen. Immer noch zulegen konnte auch der Bereich Wärmepumpen. Er lag im Vorjahr noch auf Platz eins, musste diesen nun an die Biomasseheizungen abgeben.

Wer der Förderstelle derzeit per Telefon Fragen stellen will, muss sich gedulden. Die hohe Nachfrage führt dazu, dass die Hotline schwer oder gar nicht zu erreichen ist. Man sei dabei, das Problem zu lösen, so das Amt. Verzögerungen sorgen auch bei den Heizungsbauern und Modernisierungswilligen für Verwirrung. Antragsteller erhalten zunächst eine Bestätigung, dass der Förderantrag gestellt wurde, die Bewilligung kann jedoch einige Monate dauern. Nach der Bestätigung könne aber mit dem Heizungstausch begonnen werden, so der DEPV. pgl

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Baden-Württemberg fördert Solarnutzung stärker

12. Juli 2018 - 8:08

Kernstück der Offensive sind drei Förderprogramme: Der Förderwettbewerb "Regionale Photovoltaiknetzwerke", das Förderprogramm "Netzdienliche PV-Batteriespeicher" und das Programm  "Energieeffiziente Wärmenetze".

Beim Förderwettbewerb geht es primär um Information, Beratung und Vernetzung in den 12 Regionen des Landes. Das Förderprogramm bezuschusst die Investition in einen Solarspeicher, vorausgesetzt er erfolgt zusammen mit dem Bau einer neuen Photovoltaik-Anlage.

Das Förderprogramm "Energieeffiziente Wärmenetze" hat bereits landesweit 36 Projekte gefördert, insgesamt sieben Millionen Euro an Zuschüssen wurden bewilligt. Auch das Programm "Netzdienliche PV-Batteriespeicher" sei ausgesprochen erfolgreich. "In den ersten drei Monaten seit März haben wir 422 Anträge bewilligt, die wir mit mehr als 1 Million Euro fördern. Insgesamt stellen wir in diesem und im nächsten Jahr gut 3 Millionen Euro zur Verfügung", so der Minister.

Weitere Bausteine der Solaroffensive seien die Etablierung von Mieterstrommodellen sowie der Ausbau der PV auf landeseigenen Dächern und Flächen. Im Beratungs- und Informationsbereich solle unter anderem der Energieatlas weiterentwickelt werden. Gegenüber der Bundesregierung werde die Landesregierung weiter darauf dringen, dass das EEG rasch weiterentwickelt wird. Insbesondere im Hinblick auf die Ausbaupfade für Solarstrom, die Regelungen zum Eigenverbrauch und die zu komplizierten Regelungen zu Mieterstrom bestehe Änderungsbedarf. Quelle: Umweltministerium Baden-Württtemberg / pgl

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Dämmung aus Lignin soll zur Marktreife kommen

12. Juli 2018 - 7:40

Im April hatte die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe Fortschritte bei der Forschung zu Aerogelen vermeldet, die Ausgründung ist der nächste Schritt, um die Ergebnisse zur Marktreife zu bringen. Als Aerogele bezeichnet man feste, hochporöse Materialien mit geringer Dichte und geringer Wärmeleitfähigkeit. Noch ist die Herstellung reiner Lignin-Aerogele nicht möglich. Ein Team um die Professorin Irina Smirnova von der TU HH ist diesem Ziel jedoch ein großes Stück nähergekommen.

Die Wissenschaftler nutzten das Lignin aus Buchenrestholz und Weizenstroh, das im Konsortium mit Hilfe zweier umweltfreundlicher Aufschlussverfahren - dem Organosolv- und dem Aquasolv-Verfahren - gewonnen wurde. Mittels fünf unterschiedlicher Gelierungsstrategien wandelten sie die Lignine dann in Aerogele um.

Einer der erfolgreichsten Ansätze führte zu hybriden Lignin-Polyurethan-Aerogelen mit einer einstellbaren Dichte zwischen 50 und 250 kg/m3. Der massebezogene Ligningehalt liegt bei 78 Prozent, das Verfahren wurde bis in den Technikumsmaßstab skaliert. Dämmplatten aus diesem Aerogeltyp erreichen eine Wärmeleitfähigkeit von 24 mW/m·K. Aussichtsreich sind auch ligninbasierte Resorcin-Formaldehyd-Aerogele mit Oberflächen von 500 m2/g und einem sehr breiten Spektrum einstellbarer Eigenschaften. Sie sind bis zu 70 Prozent ligninbasiert.

Zwei Ausgründungen widmen sich künftig dem Thema ligninbasierter Aerogele: BioMP bündelt Kompetenzen im Bereich der Heißwasserhydrolyse und Herstellung von Lignin zur Bemusterung und Weiterverarbeitung. Aerogelex  stellt verschiedene Arten organischer Aerogele her und bietet unter anderem Lignin-PU-Aerogelplatten für industrielle Tests an. Quelle: FNR / pgl

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Strom für Warmwasser soll Mieterstrom rentabel machen

11. Juli 2018 - 8:00

Die Sektorkopplung mache Mieterstrom für kleinere Wohngebäude mit weniger als 20 Wohneinheiten attraktiv. Um einen möglichst hohen Direktverbrauch zu erzielen, sei die Nutzung des erzeugten Stroms nicht nur in der Strom-, sondern auch in der Wärmeversorgung von Vorteil, argumentiert der Anbieter. Die Rentabilität von Mieterstrom sei damit nicht mehr allein vom Stromverbrauchsprofil der Bewohner und der Anpassung an die Stromerzeugung sowie der Teilnahmequote abhängig. Vielmehr sorgt die integrierte Wärmeversorgung für eine gewisse Grundlast und damit den nötigen Direktverbrauch, den es im jeweiligen Mieterstromprojekt braucht. Gerade in Gebäuden mit Zentralheizung ist die Wärmeversorgung der Mieter Sache der Immobilienbesitzer und Vermieter. Sie können den in PV-Anlagen oder BHKWs erzeugten Strom direkt einsetzen. Das sei ein wichtiges Argument für die Finanzierung solcher Mieterstromprojekte.

Am Rande der Schwäbischen Alb entsteht derzeit ein Mehrfamilienhaus mit sieben Wohnungen, die mit Mieterstrom versorgt werden. Der erzeugte Strom wird zur Stromversorgung der Bewohner und zum Betrieb von zwei Wärmepumpen für die Erzeugung von Brauchwasser (10 Kilowatt) und zum Heizen (22 Kilowatt) genutzt. Damit erzielt die PV-Anlage mit einer Leistung von 30 Kilowatt Peak einen Direktverbrauch in Höhe von rund 49 Prozent. Gleichzeitig sinken die Strom- und die Wärmekosten der Mieter. Die Stromkosten liegen voraussichtlich rund 13 Prozent unter dem lokalen Grundversorgertarif. Ein zusätzlicher Speicher erhöht den Direktverbrauch um 11 Prozent auf dann 60 Prozent und hebt die Autarkie auf 49 Prozent.

Die Umsetzung eines Mieterstromprojekts mit kombinierter Anlagentechnik erfordert stets ein gesondertes Messkonzept. Dieses ist mit dem jeweiligen Verteilnetzbetreiber individuell abzustimmen. Auch müssen bei der Abrechnung die verschiedenen Vergütungsformen berücksichtigt werden, was vergleichsweise komplex ist.

Bei der Mieterstromversorgung arbeitet der Immobilienbesitzer deshalb im genannten Projekt mit Polarstern als Mieterstromdienstleister zusammen. "Wir realisieren das Mieterstromprojekt im Rahmen unseres Enabling-Modells. Das bedeutet, der Immobilienbesitzer ist Anlagenbesitzer und -betreiber, während wir ihm seitens Polarstern den Strom zur Mieterstromversorgung abkaufen und als Energieversorger an die Mieter weiterreichen. Der Immobilienbesitzer vermeidet so, gewerbesteuerpflichtig zu werden und erzielt eine Rendite, die über der EEG-Einspeisevergütung liegt. Für PV-Anlagen sind dies aktuell rund 15 Prozent inklusive der Förderung nach dem Mieterstromgesetz, bei BHKWs sind es mindestens 20 Prozent", bilanziert Florian Henle. Quelle: Polarstern / pgl

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GetAir macht seine Lüftungen leiser

11. Juli 2018 - 7:27

Das Schalldämmelement 3K besteht aus einem Ring mit drei Kammern, die sich separat öffnen lassen, um so flexibel auf Volumenstrom- und Schallanforderung zu reagieren. Für bessere akustische Werte kann die Anzahl der Schalldämmringe je nach Wandstärke beliebig erweitert werden.

Die Schalldämmelemente bestehen aus Basotect G+, einem Melaminharzschaumstoff, welcher zusätzlich Wärme dämmt sowie schwer entflammbar, hautverträglich und ökologisch unbedenklich ist. Der hellgraue Werkstoff  ist unempfindlich gegen tiefe und hohe Temperaturen. Er erfüllt auch die Brandschutz-Vorgaben nach DIN 4102 B1 und ist daher schwer entflammbar.

Das Schalldämmelement besteht aus einem 80 mm dicken Ring mit drei vorgestanzten Kammern. Jede Kammer lässt sich separat öffnen, um auf Volumenstrom- und Schallanforderung des Wohnraums zu reagieren. Die Elemente lassen sich in das Montagerohr schieben und werden zwischen Lüfter und Innenblende positioniert. Das Schalldämmelement  ist für alle GetAir Systeme geeignet. Quelle: GetAir / pgl

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Tool zur Messung der Luftvolumenströme verbessert

10. Juli 2018 - 8:00

Dabei orientierten sich die Verbände an der Überarbeitung der DIN 1946-6, Lüftung im Wohnungsbau. Das Infiltrationstool ermöglicht Fachplanern die Berechnung von Luftvolumenströmen in einem Wohngebäude und gibt Hilfestellung für eine energetisch sinnvolle Planung.

Die Berechnung umfasst, unter Berücksichtigung der Einflussfaktoren Winddruck, thermischer Auftrieb und vorhandene raumlufttechnische Anlagen, sowohl die Luftvolumenströme zwischen den Räumen als die Luftvolumenströme nach außen. Um ein möglichst realistisches Ergebnis zu erhalten, berücksichtigt das EVIA-Tool die individuellen Randbedingungen (unter anderem Dichtigkeit und Öffnungen) des jeweiligen Gebäudes. Quelle: FGK / pgl

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PV-Speicherhersteller setzen auf die Cloud

10. Juli 2018 - 7:59

Der Markt ist immer noch in Bewegung, Übernahmen, Neuorientierungen, das Engagement neuer Player und Insolvenzen prägen ihn. In Deutschland zeichnet sich unter den stärksten Anbietern Konstanz ab, sie bleiben aktiv und können ihre Position behaupten.

Für das laufende Jahr geht die Branche hierzulande von einem deutlichen Absatzplus aus. 35.000 bis 40.000 neue Systeme sollen 2018 in Deutschland an den Start gehen, erklärte Carsten Körnig, Geschäftsführer des Branchenverbands Bundesverbands Solarwirtschaft auf der Intersolar. Die Hersteller bestätigen das. Philipp Schröder, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei Sonnen, sieht für 2018 eine steigende Nachfrage. "Dabei spielt die digitale Vernetzung der Speicher eine zentrale Rolle. Mit der Teilnahme an Netzdienstleistungen können zusätzlich zur Einspeisevergütung weitere Einnahmen generiert werden. Die Amortisationszeit für einen Batteriespeichern ist dadurch noch kürzer", erklärte er gegenüber EnBauSa.de.

Förderung ist nicht mehr wichtig

Entsprechend spielt die Bündelung von Batteriespeichern und die Kooperation mit Stromnetzanbietern für die Anbieter eine zentrale Rolle. Die Förderung verliert an Relevanz. Sie sinkt, außerdem ist die Einspeisung auf 50 Prozent begrenzt.

Für den Leipziger Batteriespezialisten Senec war es die erste Intersolar seit der Übernahme durch den baden-württembergischen Netzbetreiber EnBW. Das Unternehmen zeigte den optimierten Stromspeicher Senec.Home mit Kapazitätsmanagementsystem. Die Batteriemodule für die Speicher hat das Unternehmen gemeinsam mit der BMZ Group entwickelt, die Zellen kommen von Samsung. Senec gibt auf seine Speicher eine 100-Prozent-Kapazitätsgarantie in den ersten zehn Jahren. Ermöglicht wird das durch eine speziell auf die Zellen zugeschnittene Software-Aussteuerung, neue Zelltechnologie und eine Sicherheitsreserve innerhalb der Zellen. Dadurch könne die Nennkapazität über den Zeitraum von zehn Jahren konstant gehalten werden, verspricht das Unternehmen. Außerdem gingen die Preise nach unten, die Installation ist nutzerfreundlicher.

Auf Kooperation mit Energieversorgern setzt auch Varta Storage und hat gemeinsam mit der EWE das Angebot myEnergyCloud entwickelt. In der Stromgemeinschaft können private Solaranlagenbesitzer ihren Strom wie ein Guthaben ansparen und abrufen. Zur Intersolar stellte das Unternehmen außerdem eine Kooperation mit Innogy vor. Der Energieversorger hat ein Komplettpaket aufgelegt, das aus zwölf PV-Modulen, Wechselrichter und einem Varta-Energiespeicher mit 3,3 Kilowattstunden Kapazität besteht. Damit lässt sich der größte Teil des eigenen Solarstroms im Haus nutzen. Enthalten ist auch die Option einer Solar-Cloud.

15 Anbieter haben Clouds im Gepäck

Cloud-Angebote gewinnen insgesamt an Relevanz. Insgesamt haben, so eine neue Untersuchung von EUPD Research, alleine auf dem deutschen Markt schon 15 Anbieter Cloud-Lösungen zur Nutzung von Solarstrom im Programm.

Daneben ist die Optimierung des Eigenverbrauchs ein wichtiges Thema. Solarwatt hat zwei Varianten seines neuen Energy Managers gezeigt. Er wird nicht in den Schaltschrank integriert, sondern kann an einem beliebigen Ort im Haus untergebracht werden. Das System erkennt alle Komponenten wie Wechselrichter, Stromspeicher oder smarte Steckdosen. Schaltbare Geräte ohne eigenen Netzwerkzugang - zum Beispiel eine Wärmepumpe - werden ohne zusätzliche Verkabelung ins Energienetzwerk des Hauses eingebunden. Die neue Variante ist zum Jahresende 2018 verfügbar.

Der ostdeutsche Energiedienstleister Enviam hat ein Energie-Management-System für Ein- und Zweifamilienhäuser entwickelt. Es wurde speziell für Kunden mit Photovoltaikanlagen entwickelt, die ihre Energieflüsse visualisieren und kontrolliert steuern möchten.

Im Mittelpunkt steht im Moment auch die Anbindung der Elektromobilität. Senec bietet zusätzlich zu seiner Cloud eine App. Damit können die elektrisch mobilen Speicherbesitzer auf einer interaktiven Karte sehen, wo sich die nächste nutzbare Ladesäule befindet. Solarwatt stattet seinen EnergyManager mit Schnittstellen aus, die für die große Mehrheit aller in Deutschland verbauten Ladeboxen für Elektro-Autos passen. Neben der direkten Anbindung zu Herstellern wie Meneckes oder Keba wird auch das typenoffene Open Charge Point Protocol (OCPP) unterstützt. EON kalkuliert neben dem aktuellen Energiebedarf im Haushalt auf Wunsch bei der Auslegung den zusätzlich anfallenden Verbrauch eines Elektroautos mit ein und verlegt den passenden Anschluss.

Tools errechnen Rentabilität

Ob sich PV rechnet, können die Nutzer mit einem Web-basierten und kostenlosen Rechentool des Landesverbands Franken der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS Franken) herausfinden, mit dem sich Autarkiegrad und Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage ermitteln lassen. Auf der Website www.pv-now-easy.de müssen die Nutzer lediglich den Gesamtstrombedarf, die Anlagennennleistung und die Speicherkapazität eingeben. Das Tool errechnet den Autarkiegrad, ermittelt die Rendite und die Stromkosten, die sich während eines 20-jährigen Betriebs ergeben. Mit Eingaben zur Investitionssumme und zur Entwicklung der Strompreise lassen sich die Berechnungen individuell anpassen. Solarteure, Handwerker und Fachplaner können das neue Rechentool für ihre Kundenberatung nutzen, um erste Aussagen zur wirtschaftlichen Auslegung einer geplanten Photovoltaikanlage mit oder ohne Speicher treffen zu können.

Speicher-Anbieter Sonnen hat sich zum Ziel gesetzt, die zeitversetzte Nutzung zu optimieren und nutzt dazu Blockchain-Technologie. Die Idee des Herstellers ist, dass die für die regionalen Stromnetze zuständigen Verteilnetzbetreiber überschüssigen Strom gezielt und eindeutig nachweisbar auf viele, einzelne Batterien in der jeweiligen Region verteilen und speichern. Basis für die neu vorgestellte Flex-Plattform ist eine Software, die es erlaubt, Sonnen-Batterien so zu steuern, dass sie erst dann laden, wenn die Energieproduktion der Photovoltaik-Anlage so hoch ist, dass sie gesetzlich abgeregelt werden müssten. So kann der Haushalt Solarstrom nutzen, der ohne intelligente Speicherung verloren wäre. Bei Vernetzung lässt sich das auf einen Batteriepool übertragen, der so auch die überschüssige Energie im größeren Stil, wie etwa von Windkraftanlagen, speichern soll. Um die Speichervorgänge zwischen Windkraftanlagen und jeder einzelnen Batterie nachzuweisen und fälschungssicher zu dokumentieren, nutzt die Plattform die Blockchain-Technologie. Jede Kilowattstunde erhält einen digitalen Fingerabdruck. Von Pia Grund-Ludwig

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Unternehmen propagiert Heizen mit Farbe

9. Juli 2018 - 8:17

Dazu hat das Unternehmen besonderen Eigenschaften von Carbon in wasserbasierte Beschichtungsmaterialien überführt und Heizschichten entwickelt, die hauchdünn und hochleitfähig sind.

Das Ergebnis sind vier neue Heizsysteme: die Heizfarbe e-Paint, die elektrisch beheizbare Trockenbauplatte e‑Wall, die Fußbodenfolie e‑Foil und das Glaspanel e‑Glass. Sie alle wandeln Strom in Infrarotwärme um. Fast alle Produkte der Serie werden zudem mit Niedervolttechnik (24 V) betrieben. Die Spannung, die an die Heizflächen angelegt wird, sei so niedrig und sicher, dass sie damit sogar die europäische Spielzeugrichtlinie erfülle, so der Hersteller.

"Neben dem Neubau sehen wir für das Heizsystem vor allem im Sanierungsbereich großes Potenzial", betont Geschäftsführer Walter Schütz. Für die Hightech-Farbe e‑Paint hat der Hersteller bereits ein Patent beantragt. Die schwarze, überstreichbare Dispersion ist so einfach aufzutragen wie eine herkömmliche Wandfarbe.

Und was für Sanierer noch wichtiger ist: Um die 80 x 150 cm großen Heizflächen in Betrieb zu nehmen, brauchen sie nur einen Stromanschluss. Dadurch ist die Heizfarbe schnell auch in Räumen installiert, die nicht ans bestehende Heizsystem angeschlossen sind, zum Beispiel in Hausanbauten, sanierten Kellern oder ausgebauten Dächern. Quelle: FutureCarbon / pgl

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Panasonic erlaubt Wärmepumpen-Wartung per Cloud

9. Juli 2018 - 8:00

Der Fachbetrieb kann bereits im Büro mit einem Blick auf die Startseite seiner Cloud sehen, ob und welche Probleme es mit einem Gerät gibt. Alle Installationen, auf die der Fachhandwerker Zugriff hat, sind auf der Startseite aufgelistet. Durch einen Klick – oder einen Fingertab auf dem Tablet – zeigt das System auf einer Landkarte an, wo die Anlage steht und gibt eine klare Erklärung des Fehlercodes aus. Mit einem weiteren Klick gelangt der Handwerker zu den wichtigsten Daten der Installation und sieht zudem die Service-Historie.

Bis zu 28 verschiedene Parameter, wie die Vor- und Rücklauftemperaturen oder ob die Wärmepumpe gerade bivalent arbeitet, kann er online ablesen. Auch wichtige Daten zum Verdichterbetrieb und zur aktuellen Außentemperatur findet er auf der Seite. Ein Kurven-Diagramm eröffnet dem Handwerker die Möglichkeit, den Verlauf von 73 verschiedenen Parametern des Heizsystems in einer 7-Tage-Historie zu analysieren. Dazu werden einfach auf einer Übersichtsseite die gewünschten Details ausgewählt.

Natürlich kann der Fachhandwerker nach der Auswertung der Daten alle Einstellungen des Reglers bearbeiten, als stünde er direkt vor dem Gerät. Er hat aber dank des größeren Bildschirms einen besseren Überblick. Auf diese Weise reduzieren Handwerks- und Service-Betriebe die Vor-Ort-Einsätze und sparen Fahrtkosten und Manpower ein. Vor Ort hat der Handwerker die detaillierte Fehleranalyse aus der Service Cloud zur Hand. Zudem weiß er bereits beim ersten Termin, welche Ersatzteile er mitbringen muss. Das bedeutet: weniger Zeitaufwand für den Handwerker, weniger Unannehmlichkeiten für den Endkunden und geringere Kosten für beide.

Der Aktivierungsprozess wird entweder vom Endverbraucher oder vom Installateur initiiert. Der Endkunde muss lediglich das Online-Formular für die Cloud ausfüllen. Dabei kann er auch festlegen, wie tief der Fachhandwerker in seine Wärmepumpenanlage eingreifen darf. Der Installateur bekommt dann eine E-Mail mit einem Link, über den er den Auftrag annehmen kann. Umgekehrt hat auch der Installateur die Möglichkeit, einen ähnlichen Prozess anzustoßen. Als Hardwarevoraussetzung wird lediglich das Zusatzmodul CZ-TAW1 für den LAN beziehungsweise WLAN-Anschluss der Aquarea-Wärmepumpe benötigt. Quelle: Panasonic / pgl

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Velux startet mit Smart-Home-App

6. Juli 2018 - 8:06

Das Interesse an Smart-Home-Lösungen nimmt zu und voraussichtlich werden sie in den nächsten vier Jahren immer mehr zum Standard von Wohngebäuden gehören. Diese Verbrauchernachfrage zu bedienen, ist für viele Handwerker nicht das Kerngeschäft. "Velux war es darum wichtig, seinen Partnern aus dem Dachhandwerk eine möglichst einfach zu nutzende Lösung an die Hand zu geben, mit der sie sich zukunftsfähig aufstellen können und so langfristig keine Kundenaufträge verlieren oder andere Gewerke einbeziehen müssen", erläutert Oliver Steinfatt, Leitung Produktmanagement bei der Velux Deutschland.

Das System wurde so konzipiert, dass Hausbesitzer es selbst installieren können. Der Handwerker muss selbst kein Elektrik- oder Smart-Home-Spezialwissen erwerben. Damit steht eine Lösung zur Verfügung, die Hausbesitzern mehr als einfache Komfortfunktionen wie die Bedienung per Fernsteuerung bietet. Sie sorgt als intelligentes und automatisch gesteuertes System für ein besseres und gesünderes Raumklima in Häusern.

Alle elektrisch betriebenen Produkte der Kategorie Velux Integra lassen sich damit ansteuern. Alle Kunden mit nur manuell bedienbaren Produkten können diese mit einem Solar-Nachrüst-Set automatisieren.

Sensoren überwachen Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2-Konzentration im Haus und aktivieren das System. Es ist das erste Smart-Home-System im globalen Fenstergeschäft, das Smartphone-Applikation, Raumklima-Sensor, Schalter für Abwesenheit und Internet Gateway mit fortschrittlichen Algorithmen kombiniert, die Dachfenster, Sonnenschutz und Rollläden zur Verbesserung des Raumklimas und Verhinderung von Überhitzung vollautomatisch steuern.

Das System ist mit einer eigenen App ausgestattet, die es dem Nutzer ermöglicht, sein gesamtes Raumklimasystem nach persönlichen Bedürfnissen und externen Wetterdaten mit wenigen Handgriffen am Smartphone zu verwalten. Für Kunden mit einem iPhone und iPad verbindet sich das Smart-Home-System auch mit dem Apple HomeKit und ermöglicht es Hausbesitzern, ihre Dachfenster, Rollos und Rollläden über den Sprachsteuerungsassistenten Siri zu bedienen.

"Dies ist die erste Version unseres Smart-Home-Systems, die wir auf Basis des Feedbacks der Anwender weiterentwickeln werden. Aufgrund seiner digitalen Natur sind wir in der Lage, es ständig zu verbessern. Das bedeutet, dass Benutzer als Add-On automatisch die neuesten Upgrades und zusätzlichen Funktionen erhalten, wenn wir die Software weiterentwickeln", erläutert Peter Bang, CFO der Velux Gruppe. Quelle: Velux / pgl

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Projekt zeigt Integration von Solarfassade

6. Juli 2018 - 8:02

Im Rahmen des von der EU geförderten Projekts PVme hat ein Konsortium von zehn Unternehmen und Forschungszentren gemeinsam an Lösungen für eine nachhaltige Gebäudefassade gearbeitet. PVme steht für "organic PhotoVoltaic systems integrated in manufactured building elements". Jetzt wurde eine Fassade mit gebäudeintegrierter organischer Photovoltaik (OPV) fertiggestellt.

Ziel des Projektes war es, Photovoltaik-Elemente in zwei bestehende Fassadenelemente zu integrieren, die ineinandergreifende Produktion zu entwickeln und schließlich die technische Machbarkeit mittels einer Anlage nachzuweisen. Rund 20 Quadratmeter der vorhandenen Glasfassade wurden mit OPV-Glaslaminaten in der ursprünglichen Gebäudeoptik nachgerüstet und 30 PV-Stahlelemente in das Firmengebäude der Engie Group integriert und installiert.

Die größten Herausforderungen waren die präzise Herstellung der OPV-Folie von Heliatek, ihre Integration in ein Glas-Glas-BIPV-Modul von AGC Europe und die Herstellung einer dauerhaften Verbindung zwischen der Folie und der Stahlkassette. Dabei werden Folien auf ein Hoesch-Metallsubstrat aufgebracht und anschließend zu Fassadenelementen geformt. Projektkoordinator Sjoerd Veenstra: "Bei den CO2-Reduktionszielen im Gebäudesektor spielt die gebäudeintegrierte Photovoltaik eine immer wichtigere Rolle. BIPV-Fassaden wie die in Antwerpen könnten ein wichtiger Baustein zur Erreichung dieser Ziele werden." Quelle: Heliatek / pgl

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Wärmewende bei Gebäuden kommt nicht schnell genug

5. Juli 2018 - 8:00

Der Monitoringbericht zieht sowohl Bilanz im Vergleich zum Vorjahr als auch zum Referenzjahr der Energiewendeziele, dem Jahr 2008. Dabei spielen im Jahresvergleich natürlich Faktoren wie warme oder kalte Witterung eine Rolle. So stieg der Endenergieverbrauch in Deutschland 2016 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 2,8 Prozent, bei privaten Haushalten jedoch überdurchschnittlich um 4 Prozent. Im kompletten Beobachtungszeitraum von 2008 bis 2016 kam es temperaturbereinigt zu einer Reduktion des Energieverbrauchs, die zum großen Teil auf höhere Effizienz zurückzuführen ist.

Hier werden jedoch die Sektoren Industrie/Dienstleistungen, Verkehr und Gebäude gemeinsam betrachtet. Als Ziel wurde bekräftigt, dass die Endenergieproduktivität um 2,1 Prozent pro Jahr steigen soll, im Betrachtungszeitraum konnten nur 1,1 Prozent erreicht werden.

Gestartet wurde im Berichtsjahr der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (APEE). An erster Stelle steht für die Bundesregierung die Effizienz, auch im Gebäudebereich. Das ist nicht einfach, denn Einsparungen durch Effizienzmaßnahmen, beispielsweise durch Beratung, seien teilweise nicht einfach zu quantifizieren, so der Bericht. Dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm werden CO2-Einsparungen in Höhe von 8149 kt CO2-Äquivalenten zugerechnet, das ist der weitaus größte Brocken. Das Anreizprogramm Energieeffizienz zu Heizungstausch und -ergänzung mit Erneuerbaren hat Einsparungen von 142 kt CO2-Äquivalenten gebracht, das Marktanreizprogramm zur Nutzung Erneuerbarer Energien 792 kt CO2-Äquivalente. Als besondere neue Maßnahmen zur Energieeffizienz sind im APEE das Heizungs- und Lüftungspaket und das Paket zur Heizungsoptimierung verankert.

Angeschoben wurde im Berichtsjahr zudem der individuelle Sanierungsfahrplan als Beratungsinstrument, der seit Mai 2017 angeboten wird. Er ist jedoch bislang nur in Baden-Württemberg auch in die Förderlandschaft integriert. "Erfolgt eine energetische Maßnahme auf Basis eines durchgeführten Sanierungsfahrplan, sollte es einen KfW-Bonus dafür geben", fordert Benjamin Weismann, Geschäftsführer des Energieberaterverbands GIH im Gespräch mit EnBauSa.de. Der GIH setzt sich außerdem dafür ein, dass bei bestimmten Anlässen wie einer Eigentumsübertragung verbindlich eine Energieberatung erfolgen soll. 

Im Plan sieht sich die Bundesregierung beim Einsatz Erneuerbarer bei der Wärmeerzeugung. Der Anteil lag 2016 bei 13,2 Prozent, bis 2020 sollen es 14 Prozent sein. Den größten Anteil hat Biomasse, meist Holz und Pellets, mit über 87 Prozent, gefolgt von Wärmepumpen mit einem Anteil von 7,6 Prozent und Solarthermie mit 4,8 Prozent. Aus Sicht des Bundesverband Erneuerbare Energien ist das Stagnation. Der Verband erwartet, dass im Jahr 2020 der Anteil Erneuerbarer Energien am Wärmeverbrauch auf dem  Niveau von 12,9 Prozent aus dem Jahr 2017 verbleibt, sollten sich die politischen Rahmenbedingungen nicht rasch verbessern.

Spannend sind die Zahlen zur Förderung. 2016 wurde jede zweite genehmigte neue Wohneinheit im Rahmen des CO2-Gebäudeprogramms unterstützt und auf einen höheren Effizienzstandard gebracht als die Energieeinsparverordnung ihn vorschreibt. Im Marktanreizprogramm wurde 2016 der Einbau von 67.800 Heizungen gefördert, die Fördersumme hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 182,3 Millionen Euro verdoppelt. Schwieriger ist dennoch die Entwicklung des Wärmebedarfs.

Ein eigenes Kapitel des Berichts befasst sich mit dem Primärenergiebedarf von Gebäuden. Gegenüber dem Basisjahr ist dieser um 18,3 Prozent gesunken. Bis zum Jahr 2050 sollen es 80 Prozent weniger sein. Dieser Zielkorridor sei zu lang um abzuschätzen, ob es reicht. Das Referenzszenario der Energieffizienzsstrategie Gebäude geht aber eher von 60 Prozent aus. Der Endenergieverbrauch sank nur um 6,3 Prozent. Zum Primärenergiebedarf zählen neben dem Energieträger selbst alle Prozesse, die dem Verbrauch vorgelagert sind, die also zur Gewinnung und Verbreitung eines Energieträgers notwendig sind. Endenergie ist das, was nach Wandlungs- und Übertragungsverlusten dem Verbraucher zur Verfügung gestellt wird. Im Gebäudebereich wird der Endenergieverbrauch dem Wärmebedarf gleichgesetzt.

Nach Plan soll der gebäudebezogene Endenergieverbrauch von 2008 bis 2020 um 20 Prozent sinken. Zwar wird die Energie effizienter genutzt, aber der Bedarf steigt trotzdem an. Steigende Wohnfläche pro Einwohner, auch aufgrund des demographischen Wandels, machen die Effekte zunichte. Bislang sinkt der Wärmebedarf nur um jährlich 0,8 Prozent und seit 2008 um insgesamt 6,3 Prozent. In den verbleibenden Jahren müsste sich das Tempo verfünffachen. "Eine solch starke Minderung zu erreichen ist unwahrscheinlich" räumt der Bericht ein. Die Studie geht davon aus, dass sich die Reduktion zwischen 2008 und 2020 auf 12,5 Prozent einpendeln wird.

Eigentlich wäre also eine vermehrte Anstrengung im Gebäudebereich notwendig, um sich den auch auf europäischer Ebene vereinbarten Zielen anzunähern. Der Koalitionsvertrag schreibt jedoch fest, dass es keine Verschärfung der Standards geben soll. Hält man an den Zielen fest, bleibt also als Mittel eigentlich nur eine Erhöhung der Sanierungsraten im Bestand. Die werden im Bericht aber gar nicht erfasst, kritisiert die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff) in einem Tweet. Wirkliche Impulse in diese Richtung sind nicht absehbar. Vor allem Steueranreize fehlen nach wie vor. So ist bei einem Hauserwerb die sofortige steuerliche Abschreibung gedeckelt. Auch das macht Sanierungen wenig attraktiv.

Die Mittel für Energieeffizienz und energetische Gebäudesanierung müssen erheblich aufgestockt werden, fordert der Verband der Wohnungswirtschaft, der GdW. Das gelte nicht nur für Raumheizung, sondern speziell auch für Warmwasser. "Eine steuerliche Förderung und Zuschüsse sind nicht nur, wie im Koalitionsvertrag vorgesehen, mit einer Milliarde Euro über vier Jahre notwendig, sondern eher mit vier Milliarden Euro pro Jahr - also insgesamt 16 Milliarden Euro in dieser Legislaturperiode. Im Rahmen von Wirtschaftlichkeitsberechnungen sollte auch der Benchmark "Euro je vermieteter Tonne CO2" berücksichtigt werden", erklärt Ingrid Vogler gegenüber EnBauSa.de. Der GdW schlägt für die erwähnten Zuschüsse eine Investitionszulage vor, die von Privatleuten und Wohnungsunternehmen in Anspruch genommen werden kann. Von Pia Grund-Ludwig

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