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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 51 Minuten 53 Sekunden

Holzbaukasten verbindet sich mit Design

6. März 2018 - 23:06

Die Zusammenarbeit beginnt im Frühjahr 2018 und umfasst auch einen Designvorschlag für ein mehrstöckiges Wohngebäude, für das Holzelemente aus der Open Source Wood-Webbibliothek als Hauptbaumaterial verwendet werden.

"Wir beschäftigen uns mit eigenen Forschungsprojekten zur Vorfertigung und Modularität in der Gebäudegestaltung und hier insbesondere im Bereich der Verwendung von Holz. Wir glauben an einen gemeinsamen, multidisziplinären Ansatz zur Lösung von Problemen und begrüßen die kollaborativen Möglichkeiten der Open Source Wood-Initiative", sagt Henry Louth von Zaha Hadid Architects.

Open Source Wood ist die Fortsetzung eines Projekts des Herstellers von Schnittholz und Sperrholz, Metsä Woods. Das Unternehmen startete 2015 "Plan B", um die Verwendungsmöglichkeiten von Holz im Städtebau zu untersuchen. 2017 dann wurde Open Source Wood gegründet.

"Wir sind begeistert über die Teilnahme eines so renommierten Architekturbüros wie Zaha Hadid Architects an Open Source Wood. Sie bringen mit ihrer Teilnahme einzigartige Design-Exzellenz und Wissen in das Projekt ein und wir schätzen ihre inspirierte Sicht auf die Möglichkeiten des modularen Holzbaus. Wir freuen uns auf die Ergebnisse ihrer Designarbeit", sagt Mikko Saavalainen von Metsä Wood. Quelle: Metsä Woods / sue

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Rockwool fördert Gebäudeausrüster

6. März 2018 - 7:00

"Viele Themen, die der BTGA in seinen technischen Fachbereichen Sanitärtechnik, Heizungstechnik und Kältetechnik aktiv begleitet, passen zu den von uns angebotenen Lösungen", sagte Martin Schwark, Manager Segment Cold Piping der Deutsche Rockwool. "Hier wollen wir mitwirken und unseren Sachverstand einbringen."

Der Hauptgeschäftsführer des BTGA, Günther Mertz, überreichte am Unternehmenssitz in Gladbeck die Mitgliedsurkunde. Er sagte: "BTGA und Deutsche Rockwool teilen die Überzeugung, dass das Gebäude als Gesamtsystem im Fokus der Energiewende stehen muss und nicht Einzelsegmente wie die Fassade oder die Anlagentechnik. Das Gebäude muss als Ganzes gesehen werden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und heißen die Deutsche Rockwool GmbH & Co. KG in der BTGA-Organisation herzlich willkommen."

Der BTGA ist der Dachverband von industriell ausgerichteten, Anlagen bauenden Unternehmen der Gebäudetechnik mit eigenen Ingenieurkapazitäten. Seine Organisation besteht aus acht Landesverbänden sowie Direkt- und Fördermitgliedern und umfasst rund 500 Groß- und mittelständische Betriebe mit rund 45.000 Beschäftigten.

Kürzlich hatte sich mit dem Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) ein weiterer Verband im Bereich energetisches Bauen gegründet. Der VDPM kooperiert auch mit dem 2016 gegründeten Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG). Dieser vertritt als Dachverband die Unternehmen der gesamten Gebäudehülle mit Wänden, Dach, Türen und Fenstern. Der BuVEG ersetzte den 2015 aufgelösten Gesamtverband Dämmstoffindustrie. Dieser hatte nach massiver öffentlicher Kritik an industriellen Dämmstoffen die Notwendigkeit eines Neuanfangs gesehen. Quelle: BTGA / sue

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Neue Version von EnerCalC verfügbar

6. März 2018 - 7:00

Die energetische Bilanzierung von Gebäuden nach DIN V 18599 wurde von Anfang an wegen ihrer Komplexität und dem damit verbundenen Zeitaufwand kritisiert. Deshalb hat der Ingenieur Markus Lichtmeß im Rahmen seiner Dissertation "Vereinfachungen für die energetische Bewertung von Gebäuden" an der Bergischen Universität Wuppertal 2010 das Excel-basierte Werkzeug EnerCalC entwickelt.

Das Programm eignet sich nach Angaben der Forschungsinitiative Energiewendebauen besonders gut zur Charakterisierung eines Gebäudes in der frühen Planungsphase. Einen Link zum Download erhält man mit einer Mail an die Redaktion von Energiewendebauen. Tutorials findet man auf der Projektseite für EnerCalC.

"Mit relativ geringem Eingabeaufwand kann das Programm den Nutzenergiebedarf für ein Gebäude differenziert bilanzieren, denn es erlaubt neben der Eingabe der gebäudebezogenen Daten die Definition von bis zu elf unterschiedlichen Zonen", teilt die Forschungsinitiative Energiewendebauen mit. Außerdem ermögliche das Programm eine vereinfachte Primärenergiebilanz und eine Aussage zur Auslegung des betrachteten Gebäudes als "Netto-Nullenergie-Gebäude".

Der Vereinfachungsansatz basiert auf der Zuweisung der Hüllfläche zu den einzelnen Gebäudezonen auf der Basis der anteiligen Zonenfläche. In einem weiteren Schritt ist eine präzisere Zuteilung möglich. Die Ergebnisgenauigkeit lässt sich noch steigern, indem den einzelnen Zonen Haupthimmelsrichtungen zugeordnet werden. Weitere Tabellenblätter ermöglichen bei Bedarf eine Steigerung des Detaillierungsgrades.

In der Umsetzung als Tabellenkalkulation werden die energetischen Zielwerte eines Gebäudes unmittelbar nach Eingabe oder Änderung der Daten grafisch veranschaulicht. Als Beispielgebäude gibt es ein Referenzgebäude nach EnEV sowie ein energetisch vorbildliches Gebäude. Die Eingabe geht vergleichsweise zügig und die grafische Ergebnisausgabe erfolgt direkt mit der Dateneingabe neben Eingabefeldern und Tabellenkalkulation. 

EnerCalC führt nach Angaben von Energiewendebauen zu einer wesentlichen Verkürzung und Flexibilisierung der Eingabe. Damit motiviere es zu einer frühen Nutzung in der Entwurfs- oder Konzeptfindungsphase, um die grundlegenden energetischen Eigenschaften eines Gebäudes abzuklären. Es eignet sich ebenso zur groben energetischen Charakterisierung von bestehenden Gebäuden, wenn viele Detailangaben fehlen.

EnerCalC ist kostenfrei. Die Software darf aber aus gewährleistungs- und haftungsrechtlichen Gründen nur zu nicht-kommerziellen Zwecken genutzt werden. Ein regulärer Anwender-Support durch die Bergische Universität Wuppertal ist aus Ressourcengründen nicht möglich. Hinweise auf Probleme oder Anregungen und Feedback können aber an redaktion@projektinfos.energiewendebauen.info gesendet werden. So weit möglich vermitteln die Mitarbeiter Tipps oder Hilfestellungen. Die Software wird weiterhin kontinuierlich optimiert – auch auf Basis der Anregungen durch die Nutzer aus Forschung und Planungspraxis.

Weitere Programme zur Berechnung des Energiebedarfs von Gebäuden sind Caala mit Schwerpunkt auf  Nachhaltigkeit, die Gebäudesoftware WUFI, ein Berechnungstool des Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung für die Sanierung oder GaBi, eine Software für die Ökobilanzierung. Quelle: Energiewendebauen / sue

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Mehr Mieter bekommen Sonnenstrom vom Dach

5. März 2018 - 7:00

Am Rande der Tübinger Innenstadt wächst ein neues Wohnquartier, aufgeteilt in mehrere sogenannte Höfe, heran. In zweien von ihnen können die Mieter schon bald Mieterstrom von Naturstrom beziehen. "Insgesamt werden auf den Dächern PV-Module mit einer Gesamtleistung von rund 230 Kilowatt peak installiert. Ein Teil davon wurde bereits fertiggestellt und ans Netz gebracht. Zum Frühsommer hin werden wir mit dem Alten Güterbahnhof unser bislang größtes Mieterstromprojekt, gemessen an der installierten Solar-Leistung verwirklicht haben", berichtet Tim Meyer, Vorstand von Naturstrom und Leiter des Bereiches Dezentrale Energieversorgung.

Errichtet werden die Wohnungen und Gewerbeflächen von der Güterbahnhof Wohnungsbau, einer Tochterfirma des Projektentwicklers pro.b. "Mit diesem Projekt reagieren wir auf den enormen Bedarf an preiswerten Mietwohnungen in Tübingen. Dass der Strom zu einem Teil auf dem eigenen Dach produziert wird und die Bewohner ihn über das Mieterstrommodell zu einem vergünstigten Tarif beziehen können, ist dabei ein wichtiger Baustein", sagt Geschäftsführer Andreas Stahl.

Schon diesen Montag werden die ersten Mieter einziehen und von den energiesparenden Standards profitieren. Denn alle Gebäude werden nach dem Energiestandard KfW-40 umgesetzt. Das bedeutet, dass sie nur 40 Prozent der Energie eines vergleichbaren Referenzgebäudes benötigen. Darüber hinaus werden sämtliche Wohnungen mit einer Lüftung mit Wärmerückgewinnung ausgestattet.

Auch in sozialer Hinsicht setzen die Höfe 1 und 6 des Alten Güterbahnhofs Maßstäbe. 60 Prozent der Wohneinheiten sind Sozialwohnungen und stehen nur Menschen mit Wohnberechtigungsschein zur Verfügung. Auch in die Gewerbeeinheiten ziehen viele Mieter mit sozialem Schwerpunkt ein. So wird der Hof 6 neben der Tübinger Tafel auch den gemeinnützigen Verein "Freundeskreis Mensch" beherbergen.

Bereits im vergangenen Jahr hatten Naturstrom und pro.b zwei gemeinsame Projekte in Berlin umgesetzt: Eines davon, das Mieterstromprojekt in der Berliner Haasestraße, hat Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries besichtigt. Insgesamt hat Naturstrom schon mehr als 20 Projekte in ganz Deutschland umgesetzt. Quelle: Naturstrom / sue

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Dämmstoff-Ausdünstungen werden sichtbar

5. März 2018 - 7:00

Vorausgegangen war ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Darin wurde die deutsche Praxis, Baustoffe mit dem sogenannten Ü-Zeichen zuzulassen, als wettbewerbswidrig eingestuft. Nun müssen alle europaweit gehandelten Bauprodukte eine CE-Kennzeichnung haben. Nach den Dämmstoffen werden auch Gips und Vollholz von der Neuregelung betroffen sein.

 

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP hatte bereits 2011 die Emissionen von VOC und VVOV (very volatile organic compounds) aus konventionellen Dämmstoffen und solchen aus nachwachsenden Rohstoffen untersucht. Laut der Studie sind konventionelle Dämmstoffe inzwischen weitgehend emissionsoptimiert. Dämmstoffe aus Mineralfasern zeigen in erster Linie VVOC-Emissionen in Form von Formaldehyd, die aber das Kriterium von weniger als 0,1 Teilchen pro einer Million einhalten. Polystyrol-basierte Dämmstoffe weisen Emissionen im VVOC-Bereich auf, die vom eingesetzten Treibmittel Pentan stammen. Außerdem konnten Styrol, Ethylbenzol und Acetophenon gefunden werden.

"Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sind von ihrer Zusammensetzung her variabler. Das heißt, Wachstums-, Ernte- und Trocknungsbedingungen können das Ausmaß und die Zusammensetzung der Emissionen deutlich beeinflussen", schreibt das IBP. Bei Dämmstoffen aus recycelter Zellulose hat die Zusammensetzung des verwendeten Ausgangsmaterials einen deutlichen Einfluss auf das Ausmaß der VOC-Emissionen. Die Streubreite der Emissionsraten sei bei Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen höher.

Zur Deklarationspflicht nach DIN 16516 hat das Sentinel Haus Institut ein Hintergrundpapier erstellt, das kostenpflichtig zu beziehen ist bei bauer@sentinel-haus.eu. Es umfasst drei Seiten und kostet 85 Euro plus Mehrwertsteuer. Das Umweltbundesamt hat mehrere Themenseiten zu Prüfverfahren für Emissionen aus Bauprodukten zusammengestellt. Quelle: Sentinel Haus Institut / /UBA / Fraunhofer IBP / sue

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Hydraulischer Abgleich lohnt sich

4. März 2018 - 7:00

Um es den Lesern leichter zu machen, hat co2online vor die Faktensammlung einen kleinen Fragebogen gestellt, mit dem die Nutzer in wenigen Minuten überprüfen können, ob der hydraulische Abgleich ihrer Heizanlage wirtschaftlich sinnvoll ist und wie viel Heizkosten sie dadurch einsparen können.

Dann kommt die Liste der Irrtümer:

1. "Der hydraulische Abgleich ist doch bei den meisten Heizungen bereits gemacht."

Das stimmt leider nicht. Über 80 Prozent der Heizungsanlagen in Wohngebäuden sind nicht hydraulisch abgeglichen. Die Folgen: Teure Energie geht verloren und weit vom Heizkessel entfernte Heizkörper werden nicht richtig warm. Außerdem können Fließgeräusche in den Rohren auftreten. Bei Neubauten und der Erneuerung der Heizanlage wird der Abgleich zwar gesetzlich verlangt, aber nicht immer gemacht.

2. "Der hydraulische Abgleich ist bei einer Fußbodenheizung oder Einrohrheizung gar nicht möglich."

Stimmt nicht. Auch Fußbodenheizungen und andere Flächenheizungen sowie Einrohrheizungen können in den meisten Fällen hydraulisch abgeglichen werden. Bei Fußbodenheizungen ist wegen des Mehraufwands bei der Datenaufnahme mit etwas höheren Kosten zu rechnen. Bei Einrohrheizungen kommen statt der voreinstellbaren Thermostatventile Volumenstromregler zum Einsatz. 

3. "Der hydraulische Abgleich lohnt sich bei Einfamilienhaus oder Eigentumswohnung nicht."

Ein hydraulischer Abgleich ist nicht nur etwas für Mehrfamilienhäuser oder andere Großanlagen. Auch bei kleineren Heizanlagen rechnet sich die Maßnahme. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus entstehen Kosten zwischen 650 und 1250 Euro. Diese können durch die Inanspruchnahme von Fördermitteln und Zuschüssen für den hydraulischen Abgleich weiter gesenkt werden. Durch die Ersparnis von im Schnitt jährlich 90 Euro macht sich der hydraulische Abgleich innerhalb von rund acht Jahren bezahlt. Dazu kommt eine gleichmäßigere Wärmeverteilung und damit ein deutliches Plus beim Komfort.

4. "Für den hydraulischen Abgleich findet man gar keinen Handwerker."

"Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie nicht gleich beim ersten Versuch den passenden Handwerker finden", raten die Experten von co2online. "Mit 'Rat und Tat', unserem Branchenbuch für Modernisierer, sollten Sie auch in Ihrer Umgebung einen qualifizierten Fachmann finden." Immer mehr Fachleute entdecken den hydraulischen Abgleich als zusätzliches Geschäftsfeld. In Frage kommen in erster Linie Handwerker, Energieberater und Schornsteinfeger. Fehlen Komponenten für einen hydraulischen Abgleich muss für den Einbau in jedem Fall ein Heizungsmonteur ran. Bei größeren Anlagen sollte ein Ingenieur die nötigen Berechnungen übernehmen.

5. "Den hydraulischen Abgleich kann jeder Heimwerker selbst erledigen."

Davon raten Experten ab. Denn beim hydraulischen Abgleich geht es um eine möglichst exakte Optimierung der Heizanlage. Mit einfachen Mitteln ist das so gut wie unmöglich. Ein Beispiel: Für die Heizlastberechnung und das Ermitteln der Pumpenleistung sollte ein spezielles Computerprogramm zum Einsatz kommen. Besonders bei großen Gebäuden empfehlen Fachleute dies. Mit den oft kostenlosen Datenschiebern ist dagegen nur eine Schätzung möglich. Damit lässt sich das Sparpotenzial des hydraulischen Abgleichs nicht voll erschließen, zweistellige Fehler müssen in Kauf genommen werden. Und: Materialkosten für den hydraulischen Abgleich fallen so oder so an, falls beispielsweise voreinstellbare Thermostate fehlen.

6. "Ein hydraulischer Abgleich ist gar nicht nötig, wenn man einen Brennwertkessel hat."

Im Gegenteil: Erst nach einem hydraulischen Abgleich zeigt der Brennwertkessel, was er wirklich kann. Denn bei einer zu hohen Rücklauftemperatur werden die eigentlich möglichen Nutzungsgrade gar nicht erreicht. Der hydraulische Abgleich sorgt für möglichst niedrige Rücklauftemperaturen und so für mehr Effizienz. 

7. "Der hydraulische Abgleich kann nur im Sommer gemacht werden."

Viele Verbraucher fürchten, dass für einen hydraulischen Abgleich die Heizanlage abgeschaltet und das Heizwasser abgelassen werden muss. Das ist jedoch längst nicht bei jeder Heizung nötig. Sind alle nötigen Komponenten vorhanden, muss nichts eingebaut und deswegen auch nichts abgestellt werden. Fehlen nur voreinstellbare Thermostate, können zum Beispiel Montageschleusen zum Einsatz kommen. So können auch Komponenten eingebaut werden, ohne das Wasser abzulassen. Allerdings geht das nur, wenn die Ventileinsätze austauschbar sind. "Am besten sprechen Sie mit Ihrem Fachmann vor Ort, was bei Ihrer Heizanlage möglich ist", rät der Autor des Irrtümer-Checks, Andreas Braun.

Wer sich aufgrund der Argumente zu einem hydraulischen Abgleich durchringen kann, bekommt dann auch 30 Prozent Zuschuss vom Staat. Quelle: co2online / sue

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Bundesamt fördert Wärmerückgewinnung

2. März 2018 - 7:00

Förderfähig sind fünf Technologien, die im Rahmen eines Ideenwettbewerbs ausgewählt wurden. Zwei Fördermodule stammen aus dem Gebäudebereich. Es sind: dezentrale Einheiten zur Wärmerückgewinnung aus Abwasser in Gebäuden und Bohrgeräte für innovative Erdwärmespeichersonden. Die drei anderen Module sind Kleinstwasserkraftanlagen in technischen Installationen bis 30 Kilowatt elektrisch, Anlagen zur lokalen Sauerstoffproduktion und elektrisch unterstützte Lastenfahrräder und Lastenanhänger.

Die Förderhöchstgrenze liegt je nach Fördermodul zwischen 20 Prozent und 40 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Antragsberechtigt sind private und kommunale Unternehmen sowie Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise), Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Krankenhäuser. Das Fördermodul zur Wärmerückgewinnung aus Abwasser richtet sich auch an Privatpersonen.

Förderfähig sind Vorhaben, mit denen erst nach Bewilligung des Antrags durch das Bafa begonnen wird. Als Vorhabenbeginn gilt der rechtsgültige Abschluss eines Lieferungs- und Leistungsvertrags. Ausgenommen hiervon sind Vorhaben aus dem Bereich Lastenfahrräder, die schon seit dem 29. November 2017 begonnen haben dürfen. Anträge können über das Online-Formular auf der Bafa-Internetseite gestellt werden.

Die Richtlinie zur Förderung von innovativen marktreifen Klimaschutzprodukten im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (Kleinserien-Richtlinie) trat am 1.März in Kraft und endet am 28. Februar 2021. Eine aktualisierte Richtlinie vom 2. Februar 2018, die auch das Fördermodul 5 umfasst, wird in den kommenden Tagen im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Weitere Informationen zum Förderprogramm Kleinserien Klimaschutzprodukte und zur Antragstellung sind auf der Internetseite des Bafa unter www.bafa.de/kkp veröffentlicht. Quelle: Bafa / sue

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Solardachbahn von Alwitra vor Einführung

2. März 2018 - 7:00

Eine Evalon Solar cSi-Dachbahn mit einem patentierten, glasfaserverstärkten Duromer-Kern ist 1,55 m breit und 3,49 m lang. Die PV-Module aus Silizium-Solarzellen bieten pro Bahn eine Leistung von 450 Watt peak. Pro installiertem Kilowatt peak benötigt das System Alwitra zufolge weniger als 10 Quadratmeter Dachfläche. Das Eigengewicht beträgt nur etwa 3,3 kg pro Quadratmeter, so dass sich die Solardachbahn auch für Dächer mit geringer Traglast eignet.

Dem Hersteller zufolge lässt sich die Multifunktionsbahn einfach verlegen; sie wird wie eine normale Dachbahn verschweißt. Für eine sichere und schnelle Installation der dachintegrierten PV-Anlage sorgen Anschlusskabel an der Oberseite. Die Solardachbahn ist in gewissem Umfang flexibel und passt sich der vorhandenen Dachgeometrie an. Dank schmutzabweisender Oberfläche, hochwertiger Materialien und bewährter Verbindung zwischen PV-Modulen und Dachabdichtungsbahn biete Evalon Solar cSi Flexibilität, Festigkeit und Langlebigkeit.

Ab wann genau die Dachbahn zu kaufen ist, teilte Alwitra nicht mit. Auf der DACH + HOLZ hieß es lediglich, die neue Solardachbahn-Generation stehe vor der Markteinführung. Quelle: Alwitra / sth

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Baden-Württemberg fördert Stromspeicher

1. März 2018 - 7:00

Die Förderhöhe für Heimspeicher an kleineren und mittleren Photovoltaikanlagen beträgt 300 Euro pro Kilowattstunde (kWh) nutzbarer Batteriekapazität. "Pro Vorhaben sind 7500 Euro Förderung möglich, mindestens jedoch 600 Euro", sagt Franz Pöter, Geschäftsführer des Solar Clusters. Landesweit stehen rund zwei Millionen Euro zur Verfügung. Das Programm in Anspruch nehmen können sowohl Privatpersonen als auch Kommunen und Unternehmen – für Gewerbespeicher an Großanlagen gibt es einen Zuschlag. Der ab 2019 sinkende Landeszuschuss kann mit der Bundesförderung kumuliert werden – eine höhere Förderung ist damit möglich.

Das Land will mit der finanziellen Unterstützung Solarstromspeicher wirtschaftlicher machen, den Bau von Photovoltaikanlagen vorantreiben und die Belastung der Verteilnetze reduzieren. Bei einer typischen Hausdach-Photovoltaikanlage mit einer installierten Leistung von zehn Kilowatt gibt es vom Land nun einen Investitionszuschuss für einen Solarstromspeicher mit einer nutzbaren Kapazität von bis zu 8,3 kWh. Der Zuschuss beträgt hier 2500 Euro für die Solarbatterien.

Das Verhältnis von Solaranlage zu Solarspeicher muss laut Verwaltungsvorschrift mindestens 1,2:1 betragen. Das verhindert zu große und daher unwirtschaftliche Speicher und passt zu den Empfehlungen von Experten, dass die installierte Leistung der Solaranlage (kWp) zwischen 20 und 50 Prozent größer sein sollte als die Speicherkapazität (kWh).

Zu beachten ist, dass der Landeszuschuss mit der bundesweiten KfW-Förderung kompatibel ist. Prinzipiell gibt es daher für die Speicherkäufer neben dem Landesgeld noch einen Kredit-Tilgungszuschuss von bis zu 2000 Euro für die Solarbatterie hinzu. Da jedoch bei der Kumulierung die Landesförderung nicht höher liegen darf als die Bundesförderung, lohnt sich das nicht in allen Fällen. "Es kann attraktiver sein, nur die Landesförderung in Anspruch zu nehmen. Käufer von Solarstromspeichern sollten eine mögliche Kumulierung daher genau prüfen", gibt Pöter zu bedenken.

Wichtig ist auch: Es stehen bei beiden Programmen, der Landes- und Bundesförderung, nur begrenzt Mittel zur Verfügung. Das KfW-Programm des Bundes endet zudem Ende 2018. "Interessenten sollten sich daher beeilen, wenn sie Geld aus den Fördertöpfen erhalten wollen", so Pöter.

Auch bei Batteriespeichern an neuen großen Photovoltaikanlagen geht die Landesförderung über die Bundesförderung hinaus: Batteriesysteme in Verbindung mit Photovoltaikanlagen über 30 Kilowatt installierter Leistung sind auf Bundesebene nicht förderfähig. Im neuen Landesförderprogramm sind die Nutzer, meist gewerbliche oder kommunale Akteure, dagegen antragsberechtigt. Sie erhalten sogar höhere Zuschüsse als Heimspeicher, da Sinn und Zweck der Förderung mehr und größere Anlagen sind. Für netzdienliche Speicher an größeren Photovoltaik-Anlagen gibt es 100 Euro pro kWh nutzbarer Batteriekapazität hinzu.

Das Förderprogramm läuft bis Ende 2019. Ab 1. Januar 2019 wird die Förderung für Speicher an Photovoltaikanlagen mit weniger als 30 Kilowatt installierter Leitung um ein Drittel sinken, für Gewerbespeicher an größeren Solaranlagen sinkt sie nur um 25 Prozent.

Nutzer sollten die Förderbedingungen beachten. Wer die Förderung erhalten möchte, muss den Antrag vor dem Kauf des Solarspeichers stellen. Für die Batterien des Speichersystems muss außerdem eine Zeitwertersatzgarantie des Händlers oder Herstellers für einen Zeitraum von zehn Jahren vorliegen. Mit dieser Regelung sollen nur qualitativ hochwertige Systeme gefördert werden. Bei einer Zeitwertersatzgarantie wird im Fall eines Defekts der Wert des Stromspeichers zum Zeitpunkt des Ausfalls ersetzt.

Das Land Baden-Württemberg fördert Solarbatteriesysteme mit einem Zuschuss von bis zu 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten. Das Programm endet am 31. Dezember 2019. Die Antragstellung erfolgt bei der L-Bank. Eine Kumulierung mit anderen Förderprogrammen des Landes ist nicht zulässig, wohl aber mit der Bundesförderung., und zwar dem KfW-Programm "Erneuerbare Energien – Speicher (275)". Quelle: Solar Cluster Baden-Württemberg / sue

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Armstrong Fluid Technology zeigt Pumpen

1. März 2018 - 7:00

Von der Zirkulationspumpe für Privathaushalte bis zum gewerblichen Flüssigkeitsmanagement-System führt Armstrong Fluid Technology bei der Mostra Convegno Expocomfort vom 13. bis 18. März erstmals die Produktpaletten von Armstrong und Halm Motors + Systems zusammen. Anfang des Jahres hatte Armstrong Fluid Technology die Übernahme der Pumpensparte des deutschen Unternehmens abgeschlossen.

Die Zirkulationspumpen von Halm werden im Heizungs- und Solarbereich, bei der Geothermie und der häuslichen Warmwasserversorgung eingesetzt. Diese Produkte wurden inzwischen in das  Sortiment Armstrong Fluid Technology überführt. Dazu gehören zum Beispiel die Baureihe der Compass-Zirkulationspumpen sowie die Tango-DE-Lösung für den Pumpenparallelbetrieb.

Live-Vorführungen der Armstrong Performance Manager zum Schwerpunkt Systemüberwachung runden den Messeauftritt ab. Mithilfe eines hochsicheren, cloudbasierten Reportings in Echtzeit trägt die Technologie dazu bei, die Energieeffizienz der Produkte zu maximieren und deren Prozesssicherheit zu erhöhen.

Mit mehr als 1100 Mitarbeitern an sieben Produktionsstätten auf drei Kontinenten ist Armstrong Fluid Technology weltweit als Vorreiter und Innovator in der Entwicklung, Konstruktion und Herstellung intelligenter Strömungsanlagen für Flüssigkeiten bekannt. Durch seine Expertise in den Bereichen Flüssigkeitsdynamik, Wärmeübertragung, Drehzahlregelung und bedarfsgerechte Steuerung zählt das Unternehmen zu den Branchenführern. Die dazugehörenden Sparten Heizung, Lüftung und Klimatechnik sowie Brandschutz bieten Lösungen für Baufachleute und Bauträger auf der ganzen Welt. Quelle: Armstrong Fluid Technology / sue

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Bautec zeigte Neuheiten

1. März 2018 - 7:00

Unter den Neuheiten sind auch solche fürs energetische Bauen. Zum Beispiel zeigte Lunos Lüftungstechnik, die von Berlin-Spandau aus den Weltmarkt mit dezentralen Wohnraumlüftungsgeräten beliefert, erstmals öffentlich ihre Gestensteuerung. Statt mit Tasten können künftig alle Geräte von Lunos berührungslos mit Wischbewegungen gesteuert werden.

Ein unscheinbarer, flacher Sensor an der Wand reagiert auf einen erfolgreichen Befehl jeweils mit einem bestimmten Farbsignal. Schick also zum Vorführen, wenn die Nachbarn zu Besuch kommen – aber "man hat auch wesentlich mehr Steuerungsmöglichkeiten als vorher", versicherte am Stand Stephan Haubold,  Vertriebsingenieur für Berlin und Brandenburg.

Wischen statt drücken, dafür muss der Verbraucher etwa 200 Euro mehr bezahlen – verglichen mit insgesamt etwa 3000 und 5000 Euro für eine dezentrale Anlage mit regenerativer Wärmerückgewinnung ("Push-and-pull") in einer Standardwohnung. "Regenerativ" bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Lüftungsgerät Abluft aus dem Raum herauszieht und deren Wärme in einem Keramikstein speichert. Nach einiger Zeit läuft der Lüfter andersherum; die Keramik gibt die Wärme an die kalte Zuluft von draußen ab, und es kommt somit vorgewärmte Luft in den Raum.

Haubold verwies darauf, dass die dezentrale Technik von vornherein preislich attraktiver sei als eine zentrale kontrollierte Wohnraumlüftung: "Ich habe keine abgehängten Decken und keine Rohrleitungen durch die ganze Wohnung, sondern ich habe dezentral in jedem Raum eine Bohrung nach draußen."

Milde Zuluft bei minus zwölf Grad Außentemperatur

Trotzdem schaffe die dezentrale Variante einen mittleren Wärmerückgewinnungsgrad von 91 Prozent. Das hat das Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) bescheinigt. Was das praktisch bedeutet, beschrieb der Vertriebsingenieur anschaulich anhand von Messergebnissen: "Bei zwölf Grad minus Außentemperatur und 22 Grad Raumtemperatur kommt ungefähr 18 Grad warme Luft in die Wohnung rein." Wer statt der Gesten lieber mit seinem Lüftungsgerät spricht, kann das übrigens bei einer Lunos-Anlage über eine neue Smartphone-Anbindung und eine Spracherkennung wie zum Beispiel Siri machen.

Für die beiden kommenden Jahre erwartet Haubold eine weitere Verringerung der Durchlässigkeit für Außenlärm. "Es geht ganz klar bei uns in Richtung Schallschutz", sagte der Lunos-Mann. Und damit meinte er nicht, das Lüftergeräusch noch mehr zu verringern: "Die Geräte sind schon extrem leise." Sondern den Schutz gegen Lärm aus der Umgebung. "Es ist heute einfach so: Die Baufelder, die vor zehn Jahren keiner haben wollte, müssen heute genommen werden. Und die sind nun mal an der Autobahn, an der Bahn, am Flughafen."

Flachdachfenster mit effektivem Hitzeschutz

Wärmerückgewinnung beim Lüften funktioniert auch andersherum, nämlich um die Sommerhitze draußen zu halten. Das würde allerdings dann wenig nützen, wenn die Sonne beispielsweise ungehindert durchs Flachdachfenster hereinstrahlt. Ein Mittel dagegen zeigte Velux für sein neues Flachdachfenster: Im Zwischenraum zwischen dem Dachfenster und einer Haube darüber kann motorisch eine Hitzeschutzmarkise eingefahren werden. Durch die Position oberhalb der Fensterscheibe bleibt einerseits die Hitze außerhalb des Raumes – im Gegensatz zu Verschattungen unterhalb der Scheibe, bei denen am Ende rund drei Viertel der Wärme doch ins Zimmer gelangen würden. Andererseits ist die Markise durch die schützende Haube darüber nicht der Witterung ausgesetzt.

Die Innovation besteht bei diesem Flachdachfenster freilich nicht in der bauphysikalisch sinnvollen Position der Markise, sondern in der konvexen, also nach außen gewölbten Verglasung der Haube. Sie erlaubt es, das Fenster in ein völlig ebenes Dach einzubauen, ohne dass bei Niederschlag Wasser zurückbleibt: Es läuft nach links und rechts weg und schließlich über eine randlose Kante ab. Am Messestand zierte man sich zunächst, konkrete Preise zu nennen, aber für eine 60 mal 60 Zentimeter große Festverglasung dieser Konstruktion mit Sonnenschutzmarkise müssen Endverbraucher laut Firmenunterlagen mit rund 1100 Euro plus Einbaukosten rechnen.

Neue Flüster-Wärmepumpe nur inoffiziell gezeigt

Noch stärker bedeckt mussten sich die Betreuer am Stand von Vaillant Deutschland halten. Dort war der Prototyp eines neuen Drei-Kilowatt-Modells der Luftwärmepumpe Arotherm Split aufgebaut. Offiziell soll das Gerät erst bei der Fachmesse für Sanitär, Heizung, Klima und erneuerbare Energien (SHK) in Essen präsentiert werden, so dass am Stand Fotografieren nicht erlaubt und nähere Informationen nicht zu haben waren – eine Taktik, die ein bisschen an die "Erlkönige" in der Autobranche erinnert und die bei Ausstellern gängige Vorgehensweise zeitlich herumdreht: Neuheiten erst bei den großen Messen vorzustellen und später bei kleineren Regionalmessen in die Fläche zu tragen.

Eine förmliche Anfrage bei der Vaillant-Zentrale in Remscheid erbrachte dann immerhin den Hinweis von Oliver Gremm, Leiter Produktvermarktung, das neue Modell sei "das leiseste Gerät seiner Klasse auf dem Markt". Die Entwickler haben damit offenbar darauf reagiert, dass in einigen Fällen Baubehörden das Aufstellen von Split-Luftwärmepumpen wegen möglicher Lärmbelastung generell untersagt hatten.

Nicht brennbarer Wärmedämmstoff aus Glas

Nicht zum ersten Mal, weil schon auf der Bau München 2017 vorgestellt, dafür aber mit komplettem Datenblatt und Materialmuster zum Anfassen zeigte die Deutsche Foamglas das Produkt "T3+". Laut Anbieter ist es das erste Schaumglas weltweit mit einer Wärmeleitfähigkeit von nur 0,037 Watt pro Meter und Kelvin. Das hört sich nicht mehr ganz so beeindruckend an, wenn man weiß, dass das Forschungsinstitut für Wärmeschutz (FIW) München schon 2013 als marktgängigen Wert für Schaumglas 0,040 Watt pro Meter und Kelvin angegeben hatte, und dass manche Polystyrolsorten weniger als 0,033 schaffen.

Standbetreuer Andreas Prüfer, Verkaufsgebietsleiter für Sachsen und Sachsen-Anhalt, nannte als wesentlichen Vorteil von Schaumglas jedoch die Langlebigkeit und lange Nutzbarkeit des Produktes: "Es gibt für Flachdächer mit einer definierten Auflast als bekiestes Dach, als begrüntes Dach, aber auch als Terrasse eine verlängerte Bauherrengarantie bis zu 25 Jahren."

Schaumglas habe darüber hinaus als geschlossenzelliger Wärmedämmstoff bautechnische Eigenschaften, die einzigartig seien. Unter anderem sei es beständig gegen kapillares Wasser, hoch druckfest und nicht brennbar. Als Kubikmeterpreis müsse man etwa mit 420 Euro kalkulieren; im Vergleich zu extrudierten Polystyrolen oder Mineralfaserdämmstoff sei das Preisverhältnis ungefähr eins zu eins zu zwei.

Foamglas war – wie unter anderem auch Lunos und Velux – eine Station der von einem externen Dienstleister gut organisierten Rundgänge, welche die Bautec-Messeleitung in diesem Jahr zum ersten Mal anbot. von Alexander Morhart

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Aktive Fassaden verbessern die Luft

28. Februar 2018 - 7:00

Entstanden ist die Fraunhofer-Studie "Potentiale von Gebäudehüllen zur Reduzierung der Hitzeentwicklung und Verbesserung der Luftqualität im urbanen Kontext" bereits Ende 2017. Für bessere Luft könnten demnach aktive Fassaden und Straßenbeläge sowie Moose und Gräser sorgen. Eingesetzt würden diese Techniken aber noch zu selten, kritisiert der Buveg. Das liege auch an einer zu starren Gesetzgebung und einem zu geringen Wissen in deutschen Bauämtern um die Techniken.

Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Buveg: "Um die Potentiale der zur Verfügung stehenden Technologien nutzen zu können, brauchen wir drei Dinge: Bessere Stadtplanung, flexiblere Gesetze und bessere Förderung. Nur mit einem geplanten und flächendeckenden Einsatz der Technologien können Städte widerstandsfähig werden und lebenswert bleiben."

Um die Überhitzung von Städten zu vermeiden, gibt es laut Studie insbesondere zwei Methoden: Reflektierende Farben, sogenannte Cool Colours, und die Verdunstung von Wasser – in der Stadtplanung unter dem Stichwort "Schwammstadt" bekannt.

Cool Colours werfen ankommende Sonnenenergie zurück, damit sie nicht Gebäude und Straßen aufheizt. Blenden tun die so beschichteten Oberflächen nicht. Reflektierende Oberflächen für Dächer sind bereits in einigen Bundesstaaten der USA für bestimmte Gebäude vorgeschrieben.

Kühlung entsteht auch durch die Verdunstung von Wasser. Damit man diese Verdunstungskühlung auch in Städten nutzen kann, muss Niederschlagswasser von den Gebäuden aufgenommen und gespeichert werden. Bei Sonneneinstrahlung geben die Gebäude das Wasser in Form von Dampf wieder ab. Dies kann zum einen auf Dächern geschehen, die in ihrer obersten Schicht Wasser speichern.

Auch wasserspeichernde Fassadensysteme können einen Beitrag leisten. So wird die Temperatur von Fassaden aus wasseraufnahmefähigen Vormauersteinen bei starker Schlagregenbeanspruchung um rund fünf Prozent vermindert. Die Verdunstung des aufgenommenen Regenwassers kompensiert damit zu einem großen Teil die Erwärmung des Mauerwerks durch die Sonneneinstrahlung.

Wirkungsvoll sind auch Moose und Gräser, um die Luftbelastung zu reduzieren. In Modellierungen einer Studie aus dem Jahr 2012 konnten durch großflächig begrünte Wände in Straßenschluchten bis 15 Prozent der Stickoxide gefiltert werden. Bei geringen Windgeschwindigkeiten sind sogar Minderungen von bis zu 40 Prozent nachgewiesen.

Der Buveg repräsentiert alle an der Gebäudehülle beteiligten Gewerke. Dazu gehören Hersteller von Steinen, Fenstern, Türen, Fassaden, Putzsystemen und Dämmstoffen. Der Verband sieht seine Aufgabe darin, neue und innovative Ideen zu entwickeln, wie Wohn-, Arbeits- und Lebensräume in Deutschland gestaltet werden können. Mitglieder sind BASF, FMI Fachverband Mineralwolleindustrie, Industrieverband Hartschaum (IVH), IVPU - Industrieverband Polyurethan-Hartschaum, Knauf Insulation, Deutsche Rockwool, Saint Gobain Isover, Schüco, Sto, Schlagmann Poroton, URSA und Velux. Quelle: Buveg / sue

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Inverter macht Wärmepumpen effizienter

28. Februar 2018 - 7:00

Inverter sorgen dafür, dass die Leistung einer Wärmepumpe dem Heizbedarf im Haus angepasst wird. So kann die Wärmepumpe die Vorlauftemperatur, mit der das Wasser in den Heizkreislauf strömt, konstant halten. Wärmepumpen ohne Inverter hingegen haben schwankende Vorlauftemperaturen. Das liegt daran, dass die Regelung der Temperatur nur durch An- und Abschalten erfolgt. Durch Inverter arbeiten die Geräte dagegen immer am optimalen Betriebspunkt und produzieren nur so viel Wärme, wie benötigt wird.

Zur V-line zählen die Alira LWCV und ihr Schwestermodell Alira LWV. Sie haben ein einfach installierbares Luftkanalsystem und ein modular aufgebautes Transportkonzept. Das erleichtert das Einbringen der Geräte selbst bei engen Treppen und Türen. Die beiden Geräte eignen sich für die Installation im Neubau ebenso wie für den Austausch bestehender Wärmepumpen. Die Luft/Wasser-Wärmepumpen zur Innenaufstellung heizen und bereiten Brauchwarmwasser fast geräuschlos und lassen sich bei Bedarf auch zum Kühlen einsetzen.

Drittes Produkt der V-line ist die Alira LWDV. Sie ist vor allem für extrem hohe oder niedrige Außentemperaturen geeignet und arbeitet mit dem natürlichen Kältemittel Propan. Die Alira LWDV ist nach Angaben von Alpha Innotec sehr leise und mit Vorlauftemperaturen von bis zu 70 Grad Celsius nicht nur in Neubauten, sondern vor allem auch in Bestandsgebäuden einsetzbar.

Vierte Wärmepumpe in der Produktgruppe ist die Alira LWAV zur Außenaufstellung. Durch ihr neuartiges Luftführungskonzept über Lamellengitter auf beiden Seiten arbeitet sie besonders leise und effizient. Für spezielle Anforderungen können zusätzliche Hutzen zur Schallreduktion eingesetzt werden.

Um die Fördermittel für die Installation einer Wärmepumpe optimal auszuschöpfen, bietet Alpha Innotec seinen Fachpartnern einen speziellen Förderservice. Dessen Experten kennen alle aktuellen Förderprogramme und gleichen deren Rahmenbedingungen mit dem jeweiligen Angebot des Installateurs ab. Damit erreicht er für seine Kunden höchstmögliche Fördersummen – und das mit minimalem Aufwand. Quelle: Alpha Innotec / sue

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XXL-Dämmplatten sparen Zeit und Geld

27. Februar 2018 - 8:57

Die Digitalisierung macht auch vor Dämmstoffen nicht Halt: Isobouw, auf die Herstellung von Dämmstoffen aus expandiertem Polystyrol-Hartschaum spezialisiert, hat in Köln eine Dämmplatte mit einem integrierten Feuchtigkeitssensor vorgestellt. Die dem Anbieter zufolge weltweit erste intelligente Flachdach-Dämmplatte ist durch diesen Sensor in der Lage, Nässe und stehendes Wasser anzuzeigen, ohne dass der Dachaufbau geöffnet werden muss. "Damit ist sie die Basis für eine neue Flachdach-Generation und bietet größere Sicherheit auf dem Dach", so Isobouw.

Isobouw integriert Sensor Humid-ID

Wirklich neu ist das System allerdings nicht. Der Hersteller Humid-ID bietet seinen gleichnamigen Sensor und den dazugehörigen Scanner bereits seit mehreren Jahren an, seit 2015 auch für kleinere Dächer. Die Daten des Sensors werden mittels RFID-Technik batterie- und kabellos übertragen. Zur Ortung von Leckagen muss das Dach lediglich mit dem Sanner abgegangen werden, der in Verbindung mit einer Smartphone-App die Sensordaten ausliest. Auf größeren Dächern reicht ein Sensor alle zwei Meter für die Leckageortung aus, so Humid-ID.

Neu ist, dass Isobouw seine ILOS-Flachdachdämmplatten ab Werk mit den Sensoren ausstattet. Für den Dachhandwerker biete das System den Vorteil, dass die Dichtigkeit einer Flachdach-Abdichtung schon vor der Bauabnahme kontrolliert und dokumentiert werden kann, so der Hersteller. Eventuell später an der Abdichtung durch nachfolgende Gewerke entstandene Schäden, etwa durch die Installation von Solaranlagen oder eine nachträgliche Montage von Klima- oder Lüftungskanälen, ließen sich dann durch eine erneute Kontrolle einfach nachweisen.  Die ILOS Flachdach-Dämmplatte mit integriertenm HUM-ID-Sensor wird im Format 1.000 x 1.000 Millimeter in Schichtdicken von 40 bis 200 Millimeter geliefert.

Neue Lösungen für die Gefälledämmung

Um stehendes Wasser auf einem Flachdach zu vermeiden, das in Verbidung mit wechselnden Temperaturen langfristig zu Undichtigkeiten und Feuchteschäden führen kann, sollten Flachdächer mit einem Gefälle versehen werden. Für die einfache, objektbezogene Gefälledachplanung hat Isobouw das Programm "CAD to go" entwickelt. Damit kann der Verarbeiter auf der Isobouw-Webseite durch die Eingabe objektspezifischer Parameter und Abmessungen einen Gefälledachplan mit Zeichnung und Stückliste erstellen und herunterladen. Das reduziere den Zeitaufwand, so Isobouw.

Eine schnellere Verlegung von Gefälledämmungen hatte auch Bauder bei der Entwicklung der Gefälledämmung "BauderPIR FA Gefälle" vor Augen. Bisher hatte der Hersteller für Gefälledächer lediglich die objekt- und auftragsbezogene Gefälledämmung "BauderPIR T" aus Polyurethan-Hartschaum in verschiedenen Dicken im Angbot. Die allerdings benötigt eine gewisse Planungs- und Lieferzeit. Die neue Gefälledämmung dagegen besteht aus acht standardisierten Gefälleplatten mit zwei Prozent Gefälle. In einlagiger Ausführung ergeben sie eine mögliche Länge von 9,60 Metern. Durch die mehrlagige Verlegung in Verbindung mit den gefällelosen Grundplatten kann diese Länge auf ein Vielfaches ausgedehnt werden.

Besonders zeitsparend am Bauder-System ist, dass die Gefälledämmplatten bis in den Kehl- beziehungsweise Gratbereich verlegt werden können. Für den dort entstehenden Versatz bietet der Hersteller spezielle, patentierte Füllstücke an. Damit entfällt das Sortieren auf der Baustelle, Abfälle und Restplatten werden minimiert.

Große Dämmelemente sparen Zeit

Riesige Dämmplatten zwischen sechs und zwölf Metern Länge sind die Antwort des Dämmstoffherstellers Linzmeier auf die Marktanforderungen nach wirtschaftlichen Dämmlösungen. Die einzelnen Aufsparren-Dämmplatten mit einer Normbreite von 1180 Millimetern werden für jedes Bauvorhaben in der Länge maßgefertigt. Das Satteldach eines Einfamilienhauses wurde mit 9,77 Zentimeter langen Dämmplatten in nur 90 Minuten gedämmt, berichtet der Hersteller. Lediglich vier Platten pro Dachseite mussten mit dem Kran zwischen die Giebelseiten gehievt werden. Für das Hochheben hat das Unternehmen spezielle Vorrichtungen entwickelt, die es dem Verleger leicht machen, die Platten an Ort und Stelle zu bringen.

Laut Linzmeier sind die Dämmplatten ideal für ruhige Dachflächen ohne große Durchdringungen und bei Dachneigungen ab zwölf Grad. Die XXL-Dämmplatten sind mit einem Dämmkern aus PU-Hartschaum ausgestattet und beidseitig mit Alufolie kaschiert. Sie sind in den Dicken von 120 (U-Wert 0,18 W/(m²K))  und 160 Millimeter (U-Wert 0,14 W/(m²K)) lieferbar. Da die Dämmelemente maßgefertigt werden, ist mit etwas längeren Lieferzeiten zu rechnen.

Dämmplatten im XXL-Format präsentierte auch der Spezialist für Holzfaserdämmstoffe und Konstruktionsholz Steico. Für die im Trockenverfahren hergestellten Holzfaser-Dämmplatten stehen zwei Formatvarianten zur Verfügung: 3 x 2,5 und 6 x 2,5 Meter. Diese eignen sich Steico zufolge optimal für die Vorfertigung im Holzbau. Mit der Breite von 2,5 Metern sind sie auf das gängige Holzbauraster angepasst und erlauben die komplette Beplankung von Wand- oder Dachelementen ohne horizontale Plattenstöße. Auf diese Weise ließen sich Arbeitszeiten und Verschnitt deutlich reduzieren, so der Hersteller. von Silke Thole

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Photovoltaik im Schieferdach versteckt

27. Februar 2018 - 7:00

Die Module können laut Rathscheck in wenigen Minuten befestigt und mit einfachen Steckverbindungen angeschlossen werden. Durch ihr Rastermaß lassen sie sich unauffällig in die Schieferdachfläche integrieren. Statt traditionell auf einer Unterkonstruktion aus Holz einzeln mit Nägeln oder Schrauben befestigt werden die Schiefersteine gemeinsam mit den Solarzellen in einem patentierten Schienensystem aus Tragprofilen und Verbindern wind- und wetterfest fixiert.

Gegenüber einer klassischen Deckung verringert sich die Montagezeit um bis zu 70 Prozent, teilt der Hersteller mit. "Statt 25 bis 30 Minuten benötigt ein geschickter Handwerker nur noch acht bis neun Minuten reine Eindeckzeit pro Quadratmeter Dachfläche", sagt Jens Lehmann von Rathscheck Schiefer. Weitere Vorteile: "Bei der neuen Schiefer-Systemdeckung werden nahezu 50 Prozent Material eingespart – und spezielle Vorkenntnisse in der Schieferverlegung sind nicht notwendig."

Die Kombination aus Schiefer und Solar eigne sich für Neubau und Sanierung. Zur Versorgung eines durchschnittlichen Einfamilienhauses werden rund 80 Solarpaneele, die zusammen etwa vier Kilowatt Strom erzeugen, in die Dachfläche eingebaut. Das System wird in Deutschland exklusiv von Rathscheck Schiefer angeboten.

Bauherren haben die Wahl zwischen drei Design-Varianten in den Schieferformaten 40 mal 25 Zentimeter, 40 mal 30 Zentimeter und 40 mal 40 Zentimeter. Die Solar-Einsätze sind 120 Zentimeter breit, 40 Zentimeter hoch, fünf Millimeter dick und 4,5 Kilogramm schwer. Sie können an beliebigen Stellen integriert werden.

Die viele Millionen Jahre alten Schiefersteine werden heute mit moderner Technik auf vier bis sechs Millimeter gespalten und auf passgenaue Rechteckformate zugerichtet. Sie gelten als die langlebigste Dacheindeckung überhaupt. Die Systemschieferdeckung von Rathscheck ist für Dächer ab 25 Grad Dachneigung geeignet. Sie wird als Komplettbaukasten mit den Schiefersteinen, Tragprofilen, wasserführenden Verbindungselementen und Edelstahlfederclips geliefert. Quelle: Rathscheck / sue

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Jalousiekasten schließt mit Dämmung ab

27. Februar 2018 - 7:00

In Memmingen errichtet die Josef Hebel Bauunternehmung zurzeit einen Wohn- und Bürokomplex samt Tiefgarage. Das Wohngebäude umfasst 17 Eigentumswohnungen. Daneben entsteht ein vierstöckiger Bürokomplex. Hier kommen die Joma-Lösungen zum Einsatz. Das Bauprojekt soll im Laufe des Jahres 2018 abgeschlossen werden.

"Das Thema Energieeffizienz hatte bei der Planung und Ausführung des Bürogebäudes einen hohen Stellenwert. Konkret bedeutete das, eine effiziente Haustechnik und regenerative Energien einzusetzen. Zugleich sollte die Technik für die Verschattung der Fenster nicht sichtbar sein. Mit den Joma-Jalousiekästen konnten wir diese Ansprüche einwandfrei erfüllen", erklärt Guido Wilde, Bauleiter bei Josef Hebel.

Für eine optimale Verschattung wurden 170 Joma-Jalousiekästen installiert. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,031 W/m2K erreichen die Jalousiekästen die Wärmeleitfähigkeitsstufe WLS 032. Das ist nach Angaben von Joma der beste Wert aller derzeit am Markt befindlichen Systeme.

In den Jalousiekästen sind Joma-Dämmstoffplatten aus dem neuen Material AirPor verbaut. AirPor ist eine innovative Weiterentwicklung des Dämmklassikers Styropor, besteht zu 98 Prozent aus Luft und ist zu 100 Prozent recyclingfähig. AirPor ist wasserabweisend, alterungsbeständig sowie standfest und maßstabil.

Auch im Wärmedämmverbundsystem kommt AirPor als Dämmstoff zum Einsatz. Das WDVS stammt vom Baustoffhersteller Baumit, der von der Josef Hebel Bauunternehmung als Systemlieferant für die gesamte Fassade beauftragt wurde und zum Beispiel auch den Oberputz lieferte. "Weil die Systeme von Baumit und Joma sehr gut zusammen passen und dasselbe Material als Dämmstoff haben, konnten wir das Risiko der Rissbildung deutlich senken", sagt Walter Bader, Objektberater der Baumit.

Weiterer Pluspunkt auf der Baustelle: Dank der Joma-Lösung müssen nicht mehr zwei Handwerker, einer für die Anbringung des WDVS und einer für den Einbau des Jalousiekastens, anrücken. Denn dadurch, dass bei Joma der Jalousiekasten direkt in die Dämmebene installiert wird und beides aus dem gleichen Material besteht, gehen die Fassadenarbeiten flott von der Hand. Derselbe Handwerker, der das WDVS anbringt, baut auch den Jalousiekasten ein. Das spart Zeit und Geld.

Der Jalousiekasten des Allgäuer Herstellers wurde speziell für die Integration in Wärmedämmverbundsysteme entwickelt. Weil sich das Element immer in der Dämmebene befindet, werden Wärmebrücken auf ein Minimum reduziert. Quelle: Joma / sue

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Betonbauteile speichern solare Wärme

26. Februar 2018 - 7:00

Die zwei durch Gitterträger verbundenen Betonschalen mit der Dämmung und den Kunststoffrohren werden auf der Baustelle mit Beton ausgegossen.
 Nach der Fertigstellung des Gebäudes zirkuliert in den Rohren ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel. Als Teil der Fassade funktionieren die Rohrleitungen als Absorber für solare Wärme. Werden die Thermowände im Bereich der Frostschürze, also in der Erde verbaut, lässt sich die Erdwärme nutzen. Das Verfahren läuft unter dem Oberbegriff Bauteilaktivierung.

Eine Wärmepumpe entzieht dem Flüssigkeitskreislauf in den Kunststoffrohren dann kontinuierlich Wärmeenergie, um sie zur Gebäudeklimatisierung zu nutzen. Dadurch sinkt die Temperatur der Absorberfläche unter die Temperatur der Umgebungsluft beziehungsweise des Erdreiches, sodass sie wieder neue Energie aus der Umgebung aufnehmen kann. "Bei einer Kombination dieses Heiz- und Kühlsystems mit einer Photovoltaikanlage ist sogar der Strombedarf zum Betrieb der Wärmepumpe weitgehend gedeckt, so dass ein energetisch autarkes Gebäude realisierbar ist", schreibt die Ingenieurin Alexandra Busch in einem Beitrag für die Syspro-Gruppe Betonbauteile. In dem Verein haben sich Unternehmen der Fertigteilindustrie zusammengeschlossen.

Beton speichert Wärme gut

Ein wesentlicher Unterschied zu üblichen Röhrenabsorbern oder Erdsonden liegt im erheblichen Wärmespeichervermögen der Betonkonstruktion. Stahlbeton erreicht mit einer Wärmekapazität von 2400 Kilojoule pro Kubikmeter etwa 60 Prozent der Wärmekapazität von Wasser. Ein Kubikmeter Beton speichert bei einer Temperaturerhöhung um 1 Kelvin 2400 Kilojoule oder rund 0,7 Kilowattstunden.

Diese günstigen Eigenschaften kann im Massivabsorber dazu genutzt werden, die Leistungsfähigkeit des Heizsystems zu verbessern. Das führt zu einem gleichmäßigen Betrieb der Wärmepumpe und zu einer günstigeren Leistungszahl. Idealerweise sind die Kunststoffrohrleitungen zudem in ohnehin vorhandene Bauteile wie Fassaden, Kelleraußenwände, Balkonbrüstungen oder Umfriedungs- und Abfangmauern eingegossen, was das System kostengünstig und bautechnisch einfach macht.

Da die Rohrleitungen des Massivabsorber-Heizsystems in gebäudeumschließende Bauteile integriert sind, müssen sie aber die gleiche Lebenserwartung haben wie die konstruktiven Bauteile selbst. Daraus ergeben sich wichtige Konsequenzen für die Materialwahl und die Herstellung. Es können nur Rohrmaterialien verwendet werden, die unter Betriebsbedingungen eine Lebenserwartung von wenigstens 50 Jahren haben.

Ein besonderes Augenmerk gilt dem Beton: Durch den Absorberbetrieb wird der Beton durch rasche Temperaturveränderungen, durch stärkere Feuchtebelastung und durch eine Vielzahl von Frost-Tauwechseln mehr beansprucht als bei einer üblichen Verwendung. Daher werden auch an die Betonherstellung weit höhere Anforderungen gestellt als üblich. Nach dem heutigen Wissensstand können daher Massivabsorber-Bauteile nur unter sorgfältig kontrollierten Bedingungen in einem Betonfertigteilwerk hergestellt werden.

Wirtschaftlichkeit hängt von Planung ab

Bei laufender Wärmepumpe kühlt sich die Außenschale um etwa 3 bis 5 Kelvin unter die Temperatur der Außenluft ab. Unter durchschnittlichen Bedingungen nimmt die Absorberfläche einen Energiestrom von etwa 90 Watt je Quadratmeter aus der Umwelt auf. Bei Sonneneinstrahlung erhöht sich dieser Energiestrom um ein Vielfaches.

"Die Wirtschaftlichkeit des Systems wird entscheidend durch eine sorgfältige Abstimmung von Gebäudewärmeschutz, Größe, Lage und Ausbildung der Absorberflächen, Gebäudeheizung und der technischen Ausstattung bestimmt", schreibt Busch. Wichtige Einflüsse sind außerdem die Ausrichtung (Nord-Süd), die Farbe der Betonoberfläche und das Strahlungsangebot. 


Im Rahmen eines Projekts der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen werden derzeit verschiedene Ausbaustufen des Energiekonzeptes im Hinblick auf die Energieeinsparverordnung und KfW-Standards untersucht. Darin soll auch die Wirtschaftlichkeit detailliert bewertet werden. Jüngste Erkenntnisse zu Vorteilen beim Bau von Kellergeschossen nach EnEV 2016 sollen dabei einfließen, berichtet Busch. Quelle: Syspro / sue

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Dachfenster werden immer digitaler

26. Februar 2018 - 6:51

Die Integration von Roto-Produkten mit Sensoren, die Feuchtigkeit oder Niederschlag messen, in die Hausautomation ist schon lange möglich. Neu ist dem Hersteller zufolge jedoch, dass diese Lösungen nun auch Smarthome ready sind. Das heißt, sie können wie bisher per Funksender bedient werden oder nun auch via Tablet und Smartphone. Wer zu Hause die WLAN-/Funk-Box von Becker verwendet, könnte seine Fenster darüber sogar mittels Sprache steuern. Dabei setzt Roto auf das Zusammenspiel mit dem Amazon Echo, das heißt der Sprachbefehl wird an Alexa gerichtet. Das Velux-System dagegen ist kompatibel mit dem Apple Home Kit, die Sprachbefehle richten sich also an Siri. 

Wichtig ist Roto ein ganzheitliches Konzept, damit alle Komponenten eines Hauses sinnvoll vernetzt werden. Daher bietet der Dachfensterhersteller nach eigenen Angaben die Möglichkeit, seine Lösungen einfach in jegliche Smarthome-Systeme zu integrieren. 

Mit Sensordaten zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2-Gehalt im Raum sowie externen Wetterdaten berechnet das Velux Active die für gute Luftqualität und angenehme Temperatur notwendigen Aktionen und steuert Dachfenster, Rollläden und Sonnenschutzprodukte dementsprechend. Dabei bezieht das System auch Wetterdaten ein und reguliert das Raumklima so vorausschauend. Wenn die Wettervorhersage kombiniert mit den Raumfaktoren zeigt, dass sich Wärme im Raum aufstauen wird, schließt das System den Hitzeschutz schon, bevor die Sonne den Raum aufheizt.

Auch beim Lüften kombiniert das System die Raumqualität mit den Wetterdaten: So öffnet sich an heißen Tagen das Dachfenster zum Lüften abends erst dann, wenn der Wohnraum durch die Außenluft wieder abgekühlt werden kann. Auch der Öffnungswinkel des Dachfensters passt sich den Außentemperaturen und dem Wind an. Bei niedrigen Außentemperaturen bleibt das Fenster nur so lange offen wie nötig, um eine zu niedrige Innentemperatur oder Wärmeverluste zu vermeiden.

Velux Active wurde in Zusammenarbeit mit Netatmo entwickelt, einem internationalen Smart-Home-Spezialisten. Die Anwendung nutzt nicht nur eine Netatmo-Sensorstation im Raum, sondern auch die detaillierten Wetterdaten der zahlreichen Netatmo-Wetterstationen, die im ganzen Land betrieben werden.

Velux Active kann über Smartphones mit Android- und iOS Betriebssystem – auch per Sprachsteuerung mit Siri – bedient werden und ist mit dem Apple HomeKit kompatibel. Die App bietet zu Hause und unterwegs einen schnellen Überblick über das Raumklima und zeigt, ob Dachfenster und Hitzeschutz gerade geöffnet oder geschlossen sind. Zudem kann der Nutzer jedes Produkt per Smartphone fernsteuern und Wohlfühltemperatur, Luftfeuchtigkeit sowie den zulässigen CO2-Gehalt nach eigenen Vorlieben festlegen.

Neben der App besteht das System aus drei Teilen: Dem Raumklima-Sensor, dem Internet Gateway als zentrales, verbindendes Element und Zugangspunkt zum Internet sowie einem Außer-Haus-Schalter. Er kann die automatischen Funktionen deaktivieren – damit die Fenster geschlossen bleiben, wenn niemand zu Hause ist. Mit Velux Active lassen sich alle elektrisch betriebenen Dachfenster- und Sonnenschutz-Produkte der Kategorie Velux Integra ansteuern. Alle Besitzer von nur manuell bedienbaren Produkten können diese mit einem Solar-Nachrüst-Set automatisieren. Quelle: Velux / Roto / sth / sue

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Solarwatt-Speicher fasst mehr Energie

25. Februar 2018 - 7:00

Grund für die höhere Leistung des Speichers von Solarwatt sind noch bessere Zellen. Die bisherige Speicherkapazität einer einzelnen Batterie erhöht sich damit von 2,2 Kilowattstunden (kWh) auf 2,4 kWh. Fünf maximal kombinierbare Speicher plus Steuerungseinheit erreichen damit eine Kapazität von zwölf statt bisher elf kWh. Die MyReserve Packs mit den neuen Batteriezellen sind vollständig abwärtskompatibel mit allen Vorgängerversionen des Speichers.

Weitere Neuerung: die Batteriezellen schaffen mehr als doppelt so viele Lade- und Entladezyklen. "Die Zyklenfestigkeit der Zellen ist so hoch, dass die absolvierte Zyklenzahl für die Lebensdauer der Batterie keine Rolle mehr spielt", sagt Olaf Wollersheim, Geschäftsführer des Forschungs- und Entwicklungszentrums Solarwatt Innovation.

Schon mit dem Lieferstart des MyReserve Matrix im Sommer 2017 wurde die maximale Zyklenzahl aus den Garantiebedingungen der MyReserve Matrix-Speicher gestrichen. "Die Frage, wie viele Zyklen ein Batteriespeicher schafft, ist aus unserer Sicht ein Thema von gestern. Eine passend ausgelegte Batterie erreicht ihr Lebensende durch ein hohes kalendarisches Alter und nicht durch das Überschreiten einer Höchstzahl an Zyklen", sagt Wollersheim. Die kalendarische Alterung schiebt Solarwatt nach eigenen Angaben mit einem intelligenten Batteriemanagement-System auf.

Laden so schnell wie möglich oder smart

Der Batteriehersteller Sonnen hat ebenfalls ein neues Produkt vorgestellt. Der "Sonnen-Charger" ist ein Wandgerät für Zuhause. Die Nutzer können zwischen dem "power"-Modus, in dem ein Auto mit 22 Kilowatt Ladeleistung so schnell wie möglich lädt, und dem "smart"-Modus wählen. Im "smart"-Modus berücksichtigt das Ladegerät Wetterprognosen und verteilt die Ladeleistung so, dass möglichst viel selbst erzeugter Solarstrom genutzt wird. Die Charger sind mit der Sonnen-Leitzentrale vernetzt. Sie kann im "smart"-Modus mitsteuern, um Netzengpässe durch die Beladung mit Elektroautos und bei Bedarf mithilfe der Autobatterien das Stromnetz zu stabilisieren.

Mit dem Produkt will das Allgäuer Unternehmen künftig tausende Elektroautos zu einem Großspeicher vernetzen und gleichzeitig ein attraktives Angebot für Kunden schaffen. Denn der Charger ist verbunden mit einer Flatrate von 8000 kWh im Jahr. Zu diesen Tarif kann man wechseln, wenn man einen zwölf Kilowattstunden Sonnen-Batteriespeicher zu einer mindestens 9,5 Kilowattpeak großen Photovoltaik-Anlage installiert. Gegen eine monatliche Grundgebühr sind dann 8000 Kilowattstunden Strom gratis.

Wer neu in den Tarif wechselt, bekommt den Sonnen-Charger umsonst. Bestandskunden können ihn für 1399 Euro kaufen. Prinzipiell kann den Charger jeder benutzen, der in die Sonnen-Community eintritt, weil in ihr alle Geräte vernetzt sind. Sie werden mit dem Strommix der Sonnen-Community versorgt, der vor allem aus Photovoltaik-Anlagen stammt. Wenn sie zum Beispiel nachts keinen Strom liefern und die Speicher leer sind, werden Biogasanlagen hochgefahren. Quelle: Solarwatt / Sonnen / sue

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Mineralisches System sorgt für gutes Klima

23. Februar 2018 - 7:00

Gute Energiekennwerte und gesundes Wohnklima im Einklang mit dem Denkmalschutz – diese Anforderungen wollte Malermeister Claus Schmid bei der Sanierung eines Fachwerkhauses in seiner Heimatstadt vereinen. Deshalb dämmte er von innen mit dem mineralischen System "StoTherm In Comfort" in Verbindung mit silikatischen und Kalk-Schlussbeschichtungen. Dieser Aufbau reguliert den Feuchtehaushalt im Gebäude. Feuchtespitzen in der Raumluft, auch im Bad, werden durch die Materialien gepuffert. Zugleich sinkt der Heizenergiebedarf auf ein modernes Niveau – und die schöne Fachwerkfassade bleibt erhalten.

Der Handwerker und seine Mitarbeiter verklebten die diffusionsoffenen Perlite-Dämmplatten mit dem Klebemörtel StoLevell In Mineral, um einen komplett mineralischen Aufbau zu erzielen. Die Innenwände verspachtelten sie mit StoLevell Calce RP und StoLevell Calce FS. Die auf Kalk basierenden Produkte dienen als Funktionsspachtelmasse oder Unterputz. Als Schlussbeschichtung kamen silikatische Innenfarben zum Einsatz.

Neben diesen Materialien gibt es auch spezielle Holzfaserplatten für die Innendämmung. Im Zusammenhang mit einem Lehmputz hat der Berliner Architekt Eike Roswag sie für die Sanierung eines Renaissancegebäudes in Wismar eingesetzt. Dabei wurde ein KfW-85-Standard erreicht. Durch die gute Feuchtepufferung der Materialien konnte auf eine Lüftung verzichtet werden, obwohl das Gebäude entsprechend dem KfW-Standard absolut dicht ist.

In dem Fachwerkhaus in Gärtringen ist heute eine pflegegerechte Wohngemeinschaft untergebracht. Das Haus bietet sechs Wohnplätze, dazu kommen ein gemeinsames Wohnzimmer und eine Wohnküche. Quelle: Sto / sue

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