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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 13 Minuten 36 Sekunden

Niedersachsen startet Solarberatung für Kommunen

31. August 2018 - 7:21

Die effiziente Verwendung von Energie sowie die verstärkte Versorgung mit erneuerbaren Energien können die Energiekosten einer Kommune deutlich senken und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die neue kostenfreie Solarberatung für Kommunen der KEAN ist zunächst bis zum 31.12.2019 befristet.

Nach den guten Erfahrungen mit dem Angebot für kleine und mittlere Unternehmen in Niedersachsen können nun auch Kommunen die Beratung in Anspruch nehmen. Bei der Impulsberatung Solar für Kommunen kommt ein von der KEAN anerkannter Solarfachberater in die Kommune und stellt in einem etwa zweistündigen Gespräch mit Gebäuderundgang fest, wie gut das ausgewählte Gebäude für den Einsatz von Sonnenenergie geeignet ist und an welcher Stelle die Gemeinden die Sonnenenergie optimal nutzen können.

Die Analyse umfasst den Einsatz von Photovoltaik die Speicherung der elektrischen Energie, den Einsatz von Solarthermie, die jeweils zu installierende Leistung und den Deckungsanteil. Die Gemeinden werden über wirtschaftlich umsetzbare Maßnahmen, dazugehörige Förderprogramme und die nächsten Schritte zur Konkretisierung informiert. Im Nachgang gibt es einen Kurzbericht.

Das Angebot ist begrenzt und begründet keinen Rechtsanspruch. Kostenfreie Beratungen werden entsprechend der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel beauftragt. Das für die Beratung ausgewählte Gebäude muss jährliche Energiekosten von mehr als 5.000 Euro haben und sich im Eigentum der Kommune befinden. Quelle: KEAN / pgl

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Österreich schreibt Klimapreis für Hotels und Gaststätten aus

30. August 2018 - 8:20

Mit dem erstmals durchgeführten alpenweiten Wettbewerb ClimaHost soll besonderes Engagement zum Schutz des Klimas im Alpenraum ausgezeichnet und über die Alpen hinaus bekannt gemacht werden. Mitmachen können alle Gastgeberinnen und Gastgeber auf dem Gebiet der Alpenkonvention: von Berghütte über Pension, Restaurant und Gasthof bis hin zum 5-Sterne Hotel – im Tal oder auf dem Gipfel. Einzige Voraussetzung ist ein besonderes Interesse an Klimaschutz und Nachhaltigkeit und die nachweisliche Einbindung in den Betrieb.

Für jeden der sechs Finalisten aus den zwei Kategorien Beherbergung und Gastronomie wird ein professionelles Imagevideo gedreht, das für eigene Marketingzwecke verwendet werden kann. Die Bekanntgabe der Sieger und Auszeichnung der Preisträger wird im feierlichen Rahmen der XV. Alpenkonferenz im April 2019 in Innsbruck stattfinden. "Für viele Betriebe herrscht im Sommer Hochsaison. Die Konzentration auf das Kerngeschäft hat für Hoteliers und Gastronomen in dieser Zeit höchste Priorität. Daher bieten wir den Betrieben auch noch im September 2018 die Möglichkeit, ihre vorbildlichen Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen einzureichen", erläutert Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, den Grund für die Verlängerung der Einreichfrist.

"Zahlreiche Betriebe haben bereits Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz umgesetzt und damit aktiv zum Schutz der Alpenregion beigetragen. Es ist wichtig, diese engagierten Betriebe auszuzeichnen und ihnen eine Bühne zu bieten. Denn sie sind die Vorbilder, die andere Mitglieder der Branche zum Nachahmen motivieren sollen." Quelle: AEA / pgl

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Wissensportal informiert zu Nahwärme-Solarnetzen

30. August 2018 - 7:46

"Wir machen hier geballtes Wissen und zahlreiche Veröffentlichungen zu solaren Wärmenetzen zugänglich, die wir zusammen mit nationalen und internationalen Partnern in über zwei Jahrzehnten erarbeitet haben", sagt Thomas Pauschinger von der Solites-Geschäftsleitung.

Das Spektrum des Wissensportals reicht von Informationsbroschüren und wissenschaftlichen Publikationen über das kostenfreie ScenoCalc-Auslegungstool für große Solarthermiefelder bis hin zu Technikfakten für Profis. Alle Inhalte sind nicht nur über die Volltextsuche erreichbar, sondern wurden auch gründlich verschlagwortet und kategorisiert.

Die neu gestaltete Internetseite ist ein internationales und mehrsprachiges Projekt, an dem unter Federführung von Solites rund 25 Partner aus 13 verschiedenen Ländern beteiligt waren. Hervorgegangen ist sie aus dem Portal www.solar-district-heating.eu, das sich seit zehn Jahren für Wissenschaft, Fernwärme- und Solarbranche zur zentralen Anlaufstelle zum Thema solare Wärmenetze entwickelt hat. Weil es sich mit Hilfe von diversen Förderungen über 10 Jahre kontinuierlich entwickeln konnte, ist es eine Fundgrube nicht nur für Doktoranden und Masteranden, sondern beispielsweise auch für Stadtwerke, Wohnungswirtschaft, Kommunalvertreter und Bürgerenergiegenossenschaften.  Quelle: Solites / pgl

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Remmers zeigt innovative Beschichtung für Holz und Alu

29. August 2018 - 8:07

Das Beschichtungsmaterial verleiht Holz-Alu-Fenstern eine Möbeloptik und -haptik. Während innen der Werkstoff Holz eine behagliche Atmosphäre erzeugt, schützt die Aluminium-Komponente gegen äußere Witterungseinflüsse.

Das Produkt lässt sich im Ein- und Mehrschichtverfahren verarbeiten und macht die Fenster praktisch wartungsfrei. Die wasserbasierte, transparente Beschichtung verfügt über einen guten Verlauf und ist UV- und farbtonbeständig. Sie vermindere die Anfeuerung und Vergilbung des Holzuntergrunds, verspricht der Hersteller. Die Beschichtung basiert auf einem biomassebilanzierten Bindemittel, für dessen Produktion fossile Rohstoffe wie Erdöl vollständig durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt und Treibhausgasemissionen reduziert wurden.

Die Zertifizierung nach RAL ZU 12a „Blauer Engel“ ist beantragt. Daher stehe auch einer Verwendung im Rahmen nachhaltigen Bauens, beispielsweise in Gebäuden, die von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zertifiziert werden sollen, nichts im Wege, so Remmers weiter. pgl

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Nur noch wenig Mittel für Ofentausch in Rheinland-Pfalz

29. August 2018 - 7:26

Nach einem Jahr sind die Gelder des Förderprogramms "1.000 effiziente Öfen für Rheinland-Pfalz", das auch Teil des Wärmekonzepts für Rheinland-Pfalz ist, fast ausgeschöpft. "Mit Unterstützung der Fördermittel konnten bereits 966 alte Öfen gegen neue hocheffiziente Anlagen ausgetauscht werden. Das ist ein Erfolg", sagte Umwelt- und Forstministerin Ulrike Höfken.

Die geförderten Anlagen weisen im Durchschnitt einen Wirkungsgrad von mehr als 85 Prozent auf. Mit den neuen Öfen würden jährlich rund 440.000 Kilogramm klimaschädliches CO2 eingespart, führte Höfken an. Am 28. August 2018 standen noch rund 70.000 Euro Fördermittel zur Umrüstung alter, ineffizienter Öfen zur Verfügung. Wann diese aufgebraucht sind und das Programm damit ausgelaufen ist, kann nicht tagesgenau angegeben werden. "Zurzeit erreichen uns durchschnittlich zehn Anträge pro Tag. Die Fördermittel könnten also schon in drei bis vier Wochen ausgeschöpft sein", erläuterte Höfken.

In Rheinland-Pfalz werden rund 605.000 Einzelraumfeuerungsanlagen betrieben. Mehr als 40 Prozent davon wurden vor dem Jahr 2000 installiert. Das Programm, das den Austausch ineffizienter Einzelraumfeuerungsanlagen fördert, setzt Anreize für den Einbau energieeffizienter Öfen und liefert Informationen zum Thema.

In Abhängigkeit des verwendeten biogenen Brennstoffes und des Wirkungsgrades der neu installierten Feuerstätte bewegt sich die finanzielle Unterstützung des Landes zwischen 300 und 800 Euro pro selbstgenutzter Wohneinheit.

Die Bewilligung verläuft nach dem "Windhund-Prinzip", also chronologisch nach dem Datum der vollständig beim Ministerium eingereichten Unterlagen. Unvollständige Anträge werden zurück geschickt und müssen vom Antragsteller überarbeitet werden. Die Formulare und weitere Informationen können auf der Homepage der Energieagentur Rheinland-Pfalz heruntergeladen werden unter: www.energieagentur.rlp.de/1000oefen

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Im Neubau setzt sich Contracting durch

28. August 2018 - 7:46

Der VfW vertritt zirka 60 Prozent der Marktteilnehmer. Bei den Vertragszahlen verzeichnen seine Mitglieder eine Steigerung um 4 Prozent auf 57.500 abgeschlossene Verträge. Der Jahresumsatz stieg von 2,77 Milliarden im Jahr 2016 auf 3,1 Milliarden Jahr 2017.

Die Abfrage nach der Häufigkeit der realisierten Varianten ergab, dass 85 Prozent der Projekte Energieliefer-Contracting, 8 Prozent Einspar-Contracting, 2 Prozent technischem Anlagenmanagement und 1 Prozent dem Finanzierungs-Contracting zuzuordnen sind. Die CO2-Entlastung wird mit über 5 Millionen Tonnen prognostiziert.

2017 stellt der Neubau fast 50 Prozent der umgesetzten Contractingprojekte in der Wohnungswirtschaft. 2015 lag der Wert im Neubau noch bei rund 20 Prozent. Die starke Steigerung der Neubauzahlen schlägt sich auch im Contracting nieder.

Im Wohngebäudebestand ist eher ein Rückgang der Zahlen zu beobachten. Laut der aktuellen Umfrage ist dies insbesondere auf folgende Hemmnisse zurückzuführen: Unsicherheit und Einschränkungen durch die oft wechselnde Rechtslage, Wärmelieferverordnung beziehungsweise Kostenneutralität, geringe Bekanntheit, Wahrnehmung der Kunden  und Vorurteile sowie Umgang mit Netzbetreibern in Kundenanlagen.

VfW-Geschäftsführer Tobias Dworschak kommentiert die Zahlen: "Erstmals haben wir in diesem Jahr auch nach den wesentlichen Hemmnissen gefragt. Im Bereich der Wärmelieferverordnung spielen hier das aktuelle Zinsniveau und die aktuellen Energiepreise eine wesentliche Rolle. Es ist kaum einzusehen, dass der Erfolg der Wärmewende dauerhaft von derlei Faktoren abhängen soll." Dworschak sieht auch die Politik in der Verantwortung und verweist auf den Maßnahmenkatalog des VfW, mit dem zentrale Forderungen für eine Verbesserung des Marktes vorliegen. Auch die anstehende Anpassung des Mietrechts biete die Chance, die Bedingungen für Energiedienstleistungen im Wohngebäudebestand weiter zu verbessern, so der Verband.

Mit einem Wert von 4,6 (Skala 1-10) fällt die geschäftliche Erwartung der befragten Unternehmen deutlich geringer aus als im Vorjahr (5,9). Als Grund hierfür sieht Dworschak vor allem die weitere Zunahme der Unsicherheit in den Rahmenbedingungen (wie zuletzt in Sachen EEG-Umlage bei der Eigenstormerzeugung) und dem Ausbleiben politischer Impulse. "Klimaschutz scheint im Moment nicht die höchste Priorität zu genießen." Quelle: VfW / pgl

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Sanierung ohne Dämmung geht nur bei höheren Kosten

28. August 2018 - 7:22

Die zehn Gebäude in schlichtem Jugendstil in der Emmendinger Straße 16 bis 34, einen Steinwurf vom Freiburger Friedhof entfernt, sind vierstöckig und erinnern im Grundriss an eine Blockrandbebauung, wobei aber nur die Südostkante an der Straße liegt; die drei anderen Seiten grenzen an einen großen Hof mit Kleingärten.

Im Jahr 1903/1904 hat die Wohnungsgenossenschaft "Bauverein Breisgau" die Häusergruppe gebaut; sie ist auch nach wie vor der Eigentümer. 4770 Quadratmeter behergen 92 Wohnungen und 2 Gewerbeeinheiten. Die Ausgangssituation zu Beginn der Sanierungsplanung im Jahr 2013: Erdgas-Etagenheizungen oder Einzelöfen; ungedämmte Außenwände mit einem U-Wert von 2,0;  Fenster mit einem Uw-Wert von 3,5.

Das heißt: Bei minus 10 Grad draußen entweicht allein durch die sechs Fenster einer Wohnung ständig gut 1 Kilowatt Heizwärme. Zum Vergleich: Passivhaus-Standard für die Fenster wäre U = 0,8. An diesem Zustand der Außenhülle - Kellerdecke und Dach sind immerhin gedämmt - wurde nichts geändert.

Gegen eine Außendämmung sprach nach Angabe des Bauvereins der Denkmalschutz, und von innen zu dämmen wollte man den Genossen im Haus nicht zumuten. Auch an den vorhandene Heizkörpern wollte man nichts ändern. Es blieb damit bei einem Bedarf von 624.000 Kilowattstunden pro Jahr für Heizung und Warmwasser.

Konzentration auf die Energiegewinnung

Man konzentrierte sich bei der Sanierung also auf die Energiegewinnung. Die Wärme sollte nach den Vorstellungen der Genossenschaft zentral erzeugt und über ein Wärmenetz verteilt werden. Das Umweltschutzamt der Stadtverwaltung Freiburg wiederum war auf der Suche nach einem Demonstrationsprojekt mit Solarthermie und Mieterstrom-Blockheizkraftwerk (BHKW). Beide fanden sich und dazu - neben der BAFA-Förderung für die Solarthermie - auch einen Sponsor: Der örtliche Energieversorger Badenova gab einen Zuschuss.

Die Bandbreite von möglichen Varianten für das Energiesystem wurde durch das in Baden-Württemberg geltende Erneuerbare-Wärme-Gesetz dahingehend eingeschränkt, dass nach dem Austauschen einer Heizungsanlage 15 Prozent der Jahreswärmemenge erneuerbar erzeugt werden müssen.

Das Konzept, erstellt von der Freiburger TGA-Planungsgruppe und dem Fraunhofer ISE, sah 76 Flachkollektoren auf südwestlich und südöstlich geneigten Dachflächen mit einer Fläche von zusammen 191 Quadratmeter und einer Nennleistung von etwa 150 Kilowatt vor. Mehr erlaubte der Denkmalschutz nicht. Die Solarthermie konnte damit im Laufe des Jahres rund 63.000 Kilowattstunden Wärme liefern, also etwa 10 Prozent des Bedarfs - und eben nicht die geforderten 15 Prozent.

Doch das Gesetz sieht - gewollt - "Schlupflöcher" vor, und eines davon ist die Regelung, dass die 15-Prozent-erneuerbar-Vorschrift dann entfällt, wenn ein BHKW im Haus jährlich mindestens 15 Kilowattstunden Strom pro Quadratmeter Wohnfläche bereitstellt. Das BHKW in der Emmendinger Straße gibt pro Jahr etwa 75.000 Kilowattstunden elektrische Energie ab, mithin 15,7 pro Quadratmeter - dem Gesetz wird also Genüge getan.

Mikronahwärmenetz und Wärmeübergabestationen

Relativ aufwendig sind beim Freiburger Projekt die Wärmespeicherung und -verteilung gestaltet. Jedes Gebäude erhielt einen Pufferspeicher mit je 1200 bis 1700 Liter Volumen, der seine Wärme je nach Standort von Solarkollektoren, vom BHKW (46,7 Kilowatt thermische Nennleistung) oder von einem Erdgas-Brennwertkessel (450 Kilowatt) bekommt. Die Speicher sind mit einer Ringleitung ("Mikronahwärmenetz") verbunden; diese mit einer Wärmeübergabestation bei jeder Wohnung.

Bei den Wärmeübergabestationen wurde in den Rücklauf des Trinkwasser-Wärmetauschers ein Thermostatventil mit Fernfühler im Warmwasseraustritt eingebaut. Das Ventil regelt den Volumenstrom so weit ab, dass das womöglich zu heiße Heizungswasser aus dem Ausgang des Wärmetauschers durch eine ausreichend große Menge kühleren Rücklauf-Heizungswassers aus den Heizkörpern "verdünnt" wird. So wird erreicht, dass die Rücklauftemperatur normalerweise nicht höher als 40 Grad ist, was die Effizienz der Solaranlage erhöht.

Den BHKW-Strom verkauft der Bauverein über den Umweg einer Tochtergesellschaft an die 75 Prozent der Mieter, die sich dafür entschieden haben. Er ist etwas billiger als der Ökostrom-Tarif der Badenova.

Fehlende Wärmedämmung hat ihren Preis

Für die Wärme dagegen müssen die Bewohner tief in die Tasche greifen: Das Umweltschutzamt Freiburg gibt einen Bruttopreis von 12,75 Euro pro Quadratmeter und Jahr an. Pro Monat sind das 1,06 Euro. Im Berliner Sanierungsprojekt Märkische Scholle sind es zum Beispiel nur 0,31 Euro. Dort stammt die Energie aus Solarthermie, Fernwärme, einer Photovoltaikanlage und einer Wärmerückgewinnung mit einer Wärmepumpe aus der Abluft; ein BHKW gibt es nicht. Den Ausschlag dürften aber der KfW-85-Dämmstandard und die modernen Fenster geben, die das Berliner Projekt von dem in Freiburg unterscheiden.

Damit kann die Sanierung in der Emmendinger Straße als plastisches Beispiel dafür gelten, dass ein Gebäude selbst mit einem ausgefeilten Heizungssystem nur begrenzt effizient sein kann, wenn der Denkmalschutz einer energetischen Ertüchtigung der Außenhaut in die Quere kommt.

Das zeigt sich auch beim Klimaschutz. Im Durchschnitt der beiden Messjahre 2016 und 2017 kam die Wärme in Freiburg zu 46 Prozent vom BHKW, zu 43 Prozent vom Erdgaskessel und zu 11 Prozent von den Solarkollektoren. Die Kollektorfläche war wie erwähnt durch den Denkmalschutz beschränkt, und hätte man das BHKW wesentlich größer ausgelegt, wäre die Zahl der Betriebsstunden (in der realisierten Anlage rund 6100) unter die Wirtschaftlichkeitsschwelle gesunken. Der Anteil für Heizung und Warmwasser von gut 268.000 Kilowattstunden aus dem Erdgaskessel trägt zum Zustandekommen der CO₂-Emissionen nach der Sanierung von immer noch 250.000 Kilogramm jährlich bei.

amit entfällt auf die Wärme- und Stromversorgung in Freiburg noch ein spezifischer jährlicher CO₂-Ausstoß von 52 Kilogramm pro Quadratmeter Nutzfläche. Das sind 20 Prozent weniger als im ursprünglichen Zustand, aber der absolute Wert ist wesentlich höher als zum Beispiel im Berliner Sanierungsprojekt. Von Alexander Morhart

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Haushalte auf dem Land tragen mehr zur Energiewende bei

27. August 2018 - 7:58

4000 Haushalte wurden in der Erhebung befragt, 23 Prozent nutzen bereits Energiewendetechnologien, in Großstädten weniger als auf dem Land. Das liege nicht am größeren Anteil an Mehrfamilienhäusern in Städten und nicht an Unterschieden im Haushaltseinkommen, so die Analysten. "Hier bedarf es zielgruppenspezifischer Förderung, die das private Kapital der Städter für die Energiewende mobilisiert", sagt Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW-Bankengruppe.

So genannte Smart Home-Systeme ermöglichen eine effiziente Energienutzung auf Basis vernetzter und fernsteuerbarer Geräte und Installationen sowie automatisierbarer Abläufe. Diese intelligente Steuerung des Energieverbrauchs kann einen wichtigen Beitrag zum Energiesparen und zur optimalen Einbindung von erneuerbaren Energien leisten und hierdurch die Energiewende unterstützen.

Die Bekanntheit des Themas hat inzwischen deutlich zugenommen. Der Durchbruch lässt aber noch auf sich warten: Nur 11 Prozent der Haushalte nutzen mindestens eine Smart Home Anwendung in den Bereichen Wärme, Beleuchtung oder Strom. Mehr als die Hälfte aller Haushalte kann sich jedoch eine zukünftige Nutzung vorstellen. "Um dieses enorme Marktpotenzial auszuschöpfen, müssen vor allem die Bedenken der Haushalte in den Bereichen Datensicherheit und Fehleranfälligkeit ausgeräumt werden", erklärt Zeuner.

Knapp 40 Prozent der deutschen Haushalte leben in einem Gebäude, das in den letzten 15 Jahren keine energetischen Sanierungsmaßnahmen erfahren hat. Hier belegen die Befragungsergebnisse den substanziellen Sanierungsbedarf quer durch den Gebäudebestand. Gegenüber bekannten Szenarien zur Erreichung eines CO2-neutralen Gebäudebestands bis 2050 ist eine Verdopplung der Sanierungsrate erforderlich. "Daher sollten die Bestrebungen der Bundesregierung auf diesem Gebiet ausgebaut werden", sagt Zeuner. Quelle: KfW / pgl

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Beseitigung von Baumängeln ist nicht steuerlich absetzbar

27. August 2018 - 7:54

Der Fall: Ein Eigentümer sah sich gezwungen, Schäden in seiner selbstgenutzten Wohnung zu beseitigen, die aus Baumängeln resultierten. Ersatzansprüche gegenüber Dritten konnte er nicht mehr geltend machen, weil bereits die Verjährung eingetreten war. Gegenüber dem Fiskus machte er eine außergewöhnliche Belastung geltend, weil sein existenznotwendiger Grundbedarf – das Wohnen – betroffen sei und es auch keine Anhaltspunkte für eigenes Verschulden gebe. Somit erfülle er die gesetzlichen Voraussetzungen für eine steuerliche Anerkennung dieser Ausgaben.

Der Bundesfinanzhof (Bundesfinanzhof, Aktenzeichen VI B 106/17) argumentierte, dass eine außergewöhnliche Belastung in dieser Fallkonstellation "grundsätzlich" nicht möglich sei, so der Infodienst Recht und Steuern der LBS.

Eine Ausnahme komme allenfalls dann in Frage, wenn Aufwendungen getroffen werden müssen, um konkrete Gesundheitsgefährdungen von Wohnungseigentümern abzuwenden. Das habe aber in der Regel nichts mit den üblichen Baumängeln zu tun. Auch sei hier angesichts der vorhandenen Schäden die Nutzung des Gebäudes zu Wohnzwecken gar nicht elementar in Frage gestellt gewesen. Quelle: LBS / pgl

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Bund verpasst Klimaziele für 2020 bei seinen Immobilien

26. August 2018 - 8:00

In der Antwort (19/3841) auf eine Kleine Anfrage (19/3602) der FDP-Fraktion skizziert die Bundesregierung eingeleitete Maßnahmen zu Sanierungsprojekten im Aufgabenbereich der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und bei Liegenschaften der Bundeswehr.

Konkrete Zahlen und Bilanzen fehlen weitgehend, unter anderem deshalb, weil der Energetische Sanierungsfahrplan Bundesliegenschaften (ESB) noch nicht beschlossen ist. Er wäre eine Basis für die Aktivitäten des Bundes in diesem Bereich.

Liegenschaftsenergiekonzepte (LEK) sind die Grundlage für die Sanierung. Deren Erstellung benötige mehr Zeit, räumt der Bund ein. "Es konnten bisher noch keine Sanierungsmaßnahme im Rahmen des Entwurfs des Energetischen Sanierungsfahrplans Bundesliegenschaften abgeschlossen werden", muss die Bundesregierung in ihrer Antwort zugeben. Für die im Rahmen des Entwurfs des ESB erfolgte Erstellung der LEKs sowie erste begonnene Baumaßnahmen im Zuständigkeitsbereich der BImA sind bis April 2018 insgesamt Mittel in Höhe von rund 21 Millionen Euro abgeflossen.

Im Bereich des Verteidigungsministeriums  wurden 2017 insgesamt 88 Baumaßnahmen fertiggestellt, mit denen 196 470 Quadratemter beheizte Fläche energetisch ertüchtigt wurden. In zivilen Liegenschaften wurde im Rahmen des Energieeinsparprogramms Bundesliegenschaften (EEP) der Wärmebedarf seit 2010 um rund 90 Millionen kWh und der Primärenergiebedarf um rund 120 Millionen kWh reduziert pro Jahr. Den Prozentsatz gegenüber dem vorherigen Bedarf oder den jetzigen Wärmebedarf gibt die Antwort nicht an.

Die EU-Gebäuderichtlinie gibt vor, dass ab 1. Januar 2019 alle neuen Nichtwohngebäude der öffentlichen Hand, die von Behörden als Eigentümer genutzt werden und ab dem 1. Januar 2021 alle neuen Gebäude als Niedrigstenergiegebäude auszuführen sind. Die Definition, was ein Niedrigstenergiegebäude ist, soll im Gebäudeenergiegesetz erfolgen. Ein Referentenentwurf wird noch im Herbst 2018 erwartet.

Das bisherige Ziel einer Reduzierung des Wärmebedarfs der BImA-Gebäude bis 2020 um 20 Prozent ist nicht mehr zu erreichen. Die anderen Einsparziele des ESB bestünden fort, sie beziehen sich zum Teil auf Klimaziele für das Jahr 2050, so die Regierung weiter. Bis zum Jahr 2050 solle der Primärenergiebedarf der Bundesliegenschaften um 80 Prozent verringert werden.Wie viel Prozent welcher Gebäudearten wie saniert werden müssen, um die Klimaziele zu erreichen soll der ESB-Bericht definieren. von Pia Grund-Ludwig

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Gewerbliche Bauherren müssen Material schnell prüfen

24. August 2018 - 7:34

§ 377 HGB verlangt vom Käufer im kaufmännischen Verkehr, die Ware unverzüglich nach Anlieferung durch den Verkäufer auf Mängel zu untersuchen und diese anzuzeigen. Die korrekte Wareneingangskontrolle obliegt also in der Regel dem Bauunternehmer. Der Bauherr selbst ist grundsätzlich nicht verpflichtet, die von seinem Bauunternehmen bestellten und verbauten Materialien in regelmäßigen Abständen zu untersuchen. Wenn der Bauherr allerdings selbst der Besteller ist, dann trägt der Architekt die Untersuchungs- und Rügepflicht, wenn er sowohl für die Bauüberwachung und die Vergabeleistung beauftragt wurde.

Grundsätzlich muss der Käufer die Ware einer genauen Untersuchung unterziehen und gegebenenfalls sogar besondere betriebliche Einrichtungen oder Fachkenntnisse zur Prüfung vorhalten. Wie umfangreich und detailgenau der Wareneingang untersucht wird, hängt jeweils vom Einzelfall ab und wird durch die Branche und den Handelsbrauch bestimmt. So muss beispielsweise Zement, selbst wenn er direkt auf der Baustelle verbaut wird, umgehend auf Abbindezeit und Raumbeständigkeit geprüft werden. Die Betonfestigkeitsprüfung ist wiederum bei erprobten Mischverhältnissen nicht notwendig. Bei regelmäßigen sogenannten Sukzessivlieferungen, wie Kies, muss der Käufer zumindest stichprobenhafte Untersuchungen durchführen.

"Die Auswirkungen einer unterlassenen Untersuchung sind enorm", erläutert Florian Herbst, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht und Mitglied der ARGE Baurecht im Deutschen Anwaltverein. "Werden Mängel nicht rechtzeitig angezeigt, dann gilt die Ware als genehmigt und auch die Folgeschäden des Mangels sind nicht mehr regressfähig." In der Regel müssen Mängelanzeigen innerhalb von ein bis zwei Tagen nach Lieferung erfolgen.

Dies gilt allerdings nur für die "offenkundigen Mängel". Andere sogenannte "erkennbare Mängel", die der Käufer nur aufgrund von komplizierten Untersuchungen erkennt, kann er noch innerhalb einer Woche anzeigen. Mängel, die bei diesen Untersuchungen nicht festgestellt, aber später entdeckt werden, sollte der Käufer dem Lieferanten umgehend anzeigen. Für diese "verdeckten Mängel" gilt eine Frist von ein bis zwei Tagen nach Entdeckung. Quelle: ARGE Baurecht / pgl

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Quartier im Denkmalschutz-Bestand erhält Nahwärmenetz

24. August 2018 - 7:22

Das Vorhaben wird vom Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf unterstützt. Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger (Bündnis 90/Die Grünen) hat einen KfW-Förderantrag für das Sanierungsmanagement in den beiden Quartieren unterzeichnet. Mit den beantragten Fördergeldern wird ein unabhängiger Sanierungsmanager finanziert, der das Projekt begleitet und die Bewohner zu Maßnahmen an den Gebäuden und dem Anschluss an das geplante Nahwärmenetz berät.

Sobald der Antrag genehmigt ist, geht das in mehreren Ausbauschritten geplante Vorhaben in die erste Phase. Begleitet wird die Umsetzung durch ein gemeinsames Forschungsprojekt zwischen Vattenfall und der TU Berlin.

Uta Bauer und Ulrich Bogner, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Energie beider Siedlervereine, erklären: "Bereits im Jahr 2016 haben wir, die Siedlervereine Eichkamp und Heerstraße, ein Energiekonzept für die beiden Siedlungen erstellen lassen. Vattenfall hat sich nach mehreren Gesprächen als Wunschpartner zur klimafreundlichen Umgestaltung des Gebiets erwiesen."

Die Quartiere zeichnen sich neben den knapp 1000 Haushalten durch große Wärmekunden wie Schulen und Sportanlagen aus. Als erster Schritt ist geplant, in diesem Umfeld möglichst viele Haushalte über ein lokales Wärmenetz zu versorgen. In weiteren Schritten wird das Netz verdichtet und ausgebaut sowie um weitere dezentral einspeisende regenerative Energiequellen wie beispielsweise Solarthermie ergänzt.

In Zusammenarbeit mit dem Hermann-Rietschel-Institut der TU Berlin wird das Netz simuliert und die notwendige Digitalisierung für dezentrale Einspeiser ausgelegt.

Die letzte Ausbaustufe sieht ein Heizwerk vor, das mit regionaler Biomasse aus Holzhackschnitzeln betrieben wird. Bei vollständiger Umsetzung des geplanten Vorhabens liegt die CO2-Einsparung bei bis zu 80 Prozent gegenüber der heutigen Wärmeversorgung. Die Projektlaufzeit beträgt insgesamt acht bis zehn Jahre. Quelle: Vattenfall / pgl

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Forscher wollen Solarzellen billiger drucken

23. August 2018 - 7:30

Solarzellen, LEDs und Detektoren aus organischen und hybriden Halbleitern lassen sich einfach drucken und dabei sogar mit winzigen Nanostrukturen versehen, die ihre Funktionen verbessern. Die Entwicklung von preiswerten Druckverfahren für elektronische und optoelektronische Bauteile steht im Mittelpunkt der neuen gemeinsamen Forschergruppe und des gemeinsamen Labors des Helmholtz-Zentrums Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin.

In der neuen Forschergruppe kooperieren die HU-Arbeitsgruppe "Hybride Devices" unter der Leitung von Professor Emil List-Kratochvil, die HZB-Nachwuchsgruppe von Eva Unger, das Helmholtz Innovation Lab HySPRINT und das von Professor Rutger Schlatmann geleitete Kompetenzzentrum Photovoltaik Berlin (PVcomB) miteinander. Die Partner bauen ein Joint Lab an der Humboldt-Universität zu Berlin auf, das den Forschenden die Anschaffung und Nutzung komplementärer Laborinfrastrukturen für verschiedene Beschichtungsverfahren ermöglicht.

Professor Emil List-Kratochvil ist Leiter der HU-Arbeitsgruppe "Hybrid Devices" am IRIS Adlershof und beschäftigt sich seit 15 Jahren mit der Entwicklung von elektronischen und optoelektronischen Hybridbauteilen, ressourceneffizienten Abscheidungstechniken (Inkjetdruck) und in-situ Nanostrukturierungs- und Syntheseverfahren. Diese Expertise ergänzt die Zielsetzungen der HZB-Nachwuchsgruppe um  Eva Unger. Sie will lösungsbasierte Herstellungsverfahren entwickeln, um Perowskit-Halbleiterschichten für Solarzellen auf größeren Flächen abzuscheiden. "Die neue Forschergruppe mit Herrn List-Kratochvil ist für uns ein großer Gewinn. Durch seine Erfahrungen in gedruckten elektronischen Bauteilen ist er für uns ein idealer Kooperationspartner", sagt Unger.

Ihrem Ziel, im Rahmen des Helmholtz Innovation Lab HySPRINT großflächige hybride Tandem-Solarmodule zu entwickeln, ist die Forscherin mit ihrem Team in den letzten Monaten schon näher gekommen. "Wir sind momentan dabei, Perowskitsolarzellen per Inkjetdruck herzustellen und haben erste funktionierende Solarzellen auf kleiner Fläche. Wir sind optimistisch, dass wir schon bald höhere Werte erreichen werden", so Unger gegenüber EnBauSa.de. Nun ist das Upscaling der Prozesse der nächste notwendige Schritt, um die Marktreife der neuartigen Solarzellen voranzutreiben.

Für die Entwicklung industriell relevanter Herstellungsverfahren ist das Kompetenzzentrum für Photovoltaik (PVcomB) der geeignete Partner. Die gemeinsame Forschergruppe strebt den Aufbau einer Pilotlinie an, um Prototypen von hybriden Bauelementen zu entwickeln. Quelle: Helmholtz / pgl

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GIH und Deneff arbeiten künftig zusammen

23. August 2018 - 7:26

"GIH und Deneff, das passt sehr gut zusammen, denn eine hohe Qualität beim energetischen Bauen und Sanieren ist grundlegend, wenn wir die Energie- und Klimaziele erreichen wollen", erläutert Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der Deneff. GIH-Bundesgeschäftsführer Benjamin Weismann ergänzt: "Zudem ist uns beiden ein ganzheitlicher und zukunftsweisender Ansatz wichtig – sowohl bei Gebäudestandards, Förderprogrammen als auch Beratungsansätzen – Stichwort individueller Sanierungsfahrplan."

Während der GIH unabhängige und branchenübergreifend tätige Energieberater vertritt, ist die Deneff ein breites Netzwerk von Vorreiterunternehmen im Bereich Energieeffizienz. Die Überschneidung an Interessen und Kompetenzen ist hoch. Darum versprechen sich Weismann und Noll von gemeinsamen Positionen noch mehr Widerhall bei der Politik.

Erste gemeinsame Schritte wurden bereits kürzlich in Sachen Gebäudeenergiegesetz unternommen: Gemeinsam mit weiteren Verbänden haben sich die Deneff und der GIH in einem Schreiben an die zuständigen Bundesminister Peter Altmaier und Horst Seehofer gewandt und im Sinne des Prinzips "Efficiency First" gegen ein Aufweichen des Anforderungsniveaus für Gebäude ausgesprochen. Daneben hat sich der GIH an einer gemeinsamen Stellungnahme mit der Deneff und dem Verband für Wärmelieferung zum Mietrechtsanpassungsgesetz beteiligt.

In den kommenden Monaten werde insbesondere der erwartete Entwurf für ein Gebäudeenergiegesetz ein intensives Zusammenwirken progressiver Akteure erfordern, so Weismann und Noll. Quelle: Deneff / pgl

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Neue Siedlung setzt komplett auf Brennstoffzellen

22. August 2018 - 7:52

Der RWE gehören die Grundstücke. Käufer müssen sich verpflichten eine Brennstoffzelle zu installieren. Zuschüsse gibt es vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Zusätzlich unterstützt der Essener Energiekonzern die künftigen Eigentümer mit Energieberatern, die gemeinsam mit den Bauherren energieeffiziente Wohn- und Baukonzepte entwickeln. Insgesamt erhalten die Käufer maximal 14.250 Euro.

„Die Aufnahme der Brennstoffzellensiedlung Bedburg in die Landesschau der KlimaExpo.NRW zeigt, dass das Rheinische Revier sich zu einem Zentrum für innovative und alternative Energieformen entwickelt hat", resümiert Sascha Solbach, Bürgermeister der Stadt Bedburg. Bedburg liegt in der Nähe des Braunkohlereviers Garzweiler.

Eine Brennstoffzelle wandelt die chemische Energie eines Brennstoffs in Elektrizität um. Brennstoffzellen werden an das Erdgasnetz angeschlossen. Ein integriertes Gasbrennwertgerät schaltet sich automatisch zu, falls in Spitzenzeiten mehr Wärme benötigt wird. Neben Wärme erzeugt die Brennstoffzelle auch Strom, der entweder selbst genutzt oder bei Überschüssen in das öffentliche Netz eingespeist wird. So bieten die Brennstoffzellen eine Ergänzung zur überwiegend zentralen Stromversorgung.

Im Vergleich zu konventionellen Modellen hat die vor Ort eingesetzte Technologie einen besonders hohen Wirkungsgrad. Bei optimaler Ausnutzung des Systems soll die CO2-Belastung um rund 50 Prozent reduziert werden. Die Brennstoffzellen sind einfach zu installieren und beanspruchen mit nur 0,65 Quadratmeter wenig Platz in einem Einfamilienhaus. Die Apparate lassen sich einfach per Smartphone oder Tablet bedienen.

Eingesetzt werden in Bedburg Anlagen von Viessmann, der Hersteller ist an dem Projekt beteiligt. Das Unternehmen hatte im April zwei Geräte der neuesten Brennstoffzellen-Generation vorgestellt. Der Lobbyverband Zukunft Erdgas sieht eine goldene Zukunft für gasbetriebene Brennstoffzellen-Heizungen. Ab dem Jahr 2023 sollen jährlich rund 75.000 Geräte verbaut werden. Das entspräche einem Marktanteil von rund zehn Prozent. pgl

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Coneva entwickelt Energiemanagement-Plattform

21. August 2018 - 8:00

Mit der Lösung können Haushalte und gewerbliche Kunden ihren Strom selbst erzeugen, speichern und dessen Nutzung optimieren. Das softwarebasierte und modulare Energiemanagement-System auf Basis der von SMA entwickelten Internet-of-Things-Plattform für Energiemanagement ennexOS soll dabei in das Smart Meter Gateway integriert werden.

Durch die Verbindung des Energiemanagement-Systems mit dem Smart Meter Gateway kann das Gateway nicht nur zur Übertragung von Verbrauchsdaten genutzt werden. Auch die Ansteuerung von Erzeugungsanlagen, Energiespeichern und Verbrauchern, beispielsweise aus den Bereichen Photovoltaik, stationäre und mobile Speicher sowie Haushaltsgeräte kann über die Infrastruktur des Gateways erfolgen.

Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung: "Als grundzuständiger Messstellenbetreiber in München liegt es für uns natürlich nahe, die Nutzung der bereits vorhandenen, digitalen Smart Meter Infrastruktur weiter auszubauen. In engem Schulterschluss mit coneva wollen wir nun die Digitalisierung der Energiewende weiter vorantreiben und um den Funktionsumfang des Energiemanagements erweitern. Dabei sehen wir das gemeinsame Pilotprojekt als nächsten logischen Schritt, die Ausbauoffensive erneuerbarer Energien weiter voranzutreiben." Quelle: SMA / pgl

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Finanzminister stellt sich bei Steuerbonus für Sanierung quer

21. August 2018 - 7:45

In der Baubranche ist die Enttäuschung über die immer noch nicht im Bundeshaushalt eingestellte steuerliche Förderung für die energetische Gebäudesanierung groß. Im Haushalt für 2018 konnte man das Fehlen von Steueranreizen damit entschuldigen, dass dieser noch von der alten Bundesregierung aufgestellt worden war. Doch auch der Entwurf für 2019 enthält die Steuerentlastung nicht.

Dem Vernehmen nach stellt sich Finanzminister Olaf Scholz (SPD) quer. "Die Abstimmungen zur konkreten steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung sind noch nicht abgeschlossen", heißt es dazu aus dem Finanzministerium.

Timon Gremmels hingegen, der in der SPD-Bundestagsfraktion für das Thema Energieeffizienz zuständig ist, sagt zu Steuernachlässen für die energetische Sanierung: "Sie stehen im Koalitionsvertrag und sind Ziel. Da stehen wir im Wort." Allerdings enthält der Koalitionsvertrag, wenn man genau hinschaut, nur eine Kann-Bestimmung dazu. Dort heißt es: "Wir wollen die energetische Gebäudesanierung steuerlich fördern."

Jetzt rächt sich, dass im Koalitionsvertrag von Anfang an zu wenig Geld für den Gebäudebereich vorgesehen war. Zwei Milliarden Euro für das Baukindergeld, eine Sonderabschreibung für den Wohnungsbau und für die Steuerförderung der energetischen Sanierung reichen hinten und vorne nicht.

Zum Vergleich: In Frankreich kündigte Umweltminister Nicolas Hulot kürzlich an, neun Milliarden Euro für die energetische Gebäudesanierung bereitzustellen. Die Zahl der schlecht isolierten Gebäude - man nennt sie in Frankreich "Wärmesiebe" - soll so halbiert werden.

Genauso unverbindlich wie die Formulierung zur Steuerförderung für die energetische Sanierung ist auch der Passus zu einer Gebäudekommission. Union und SPD haben im Koalitionsvertrag nämlich nie eine solche Kommission vereinbart. Sondern nur, dass "zeitlich parallel" zur Kohlekommission etwas Ähnliches wie in dieser "erfolgen" soll. Nämlich der Beschluss eines Aktionsprogramms, das die Klimaschutzlücke bis 2020 schließt und Maßnahmen für das Klimaziel bis 2030 enthält.

Hinter den Kulissen scheint aber an einem Aktionsprogramm gearbeitet zu werden. Das Bauministerium unter der Leitung von Horst Seehofer (CSU) jedenfalls teilte auf Anfrage mit, das Projekt befinde sich "in der Ressortabstimmung" mit dem Wirtschaftsministerium. Der Sprecher scheint guten Muts, dass es bald voran gehen wird: "Nach Abschluss der Ressortabstimmung werden die Arbeiten zur Erstellung eines Aktionsprogramms für die Erreichung der 2020-/2030-Ziele schnellstmöglich aufgenommen und bis Ende 2018 zum Abschluss gebracht", verspricht er.

Das könnte auch für Finanzminister Olaf Scholz (SPD) interessieren. Denn im Gebäudesektor, der für rund ein Drittel der Emissionen hierzulande verantwortlich ist, wird Deutschland seine europäischen Verpflichtungen zur Emissionsreduktion nicht einhalten. Deshalb drohen Ausgleichszahlungen.

Ganz abgesehen davon hat die Bundesregierung im Koalitionsvertrag vereinbart, die Lücke zum 40 Prozent-Reduktionsziel bis 2020 so schnell wie möglich zu schließen. Doch bisher gibt es dazu keine Initiativen. Der Bauexperte der Grünen im Bundestag, Chris Kühn, beobachtet es mit Sorge: "Im Augenblick gibt es im Gebäudebereich Stillstand. Es passiert nichts, obwohl etwas passieren müsste", sagte er. Kühns Interpretation: "Seehofer ist am Baubereich nicht interessiert, zum Klimabereich kamen noch keine Anregungen von ihm."

Vielleicht liegt die große Zurückhaltung auch daran, dass die Bauabteilungen im Innenministerium erst zum Teil arbeitsfähig, seit sie aus dem Umweltministerium herausgelöst wurden. Das wurde durch die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen deutlich.

Politik und Branchenverbände reden schon seit Jahren miteinander, etwa in einem Bund-Länder-Dialog der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz. "Grundsätzlich braucht es keine neue Kommission, sondern endlich Umsetzung", sagte deshalb der Geschäftsführer des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle, Jan Peter Hinrichs. "Man fragt uns immer das Gleiche und nichts passiert", wurde ein anderer Branchenvertreter deutlicher.

Timon Gremmels sieht die Gebäudekommission auch unter dem Aspekt, dass seine Parteikollegin, Umweltministerin Svenja Schulze, das Gesetz zum Erreichen der Klimaziele bis 2030 verfassen muss und auf Input angewiesen ist: "Die beiden CDU-Ministerien Wirtschaft und Bau müssen liefern", sagte Gremmels.

Bleibt als dritte große Baustelle der Regierung das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Es soll Energieeinsparverordnung, Energieeinspargesetz und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz zusammenführen. Die Veröffentlichung des Referentenentwurfs steht kurz bevor. Verantwortlich ist das Wirtschaftsministerium unter der Leitung von Peter Altmaier (CDU). Wenige Monate vor der Bundestagswahl war der erste Anlauf für das Gesetz, damals verantwortet von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD), gescheitert.

Den Anstoß gab ein Brief von CDU/CSU-Abgeordneten an Altmaier, damals Chef des Kanzleramtes. Die Kritik der Abgeordneten: Der Aspekt der Wirtschaftlichkeit sei im Gesetzentwurf zu wenig berücksichtigt. Altmaier stoppte das Vorhaben daraufhin im Koalitionsausschuss. Ingrid Vogler vom Verband der Wohnungswirtschaft, dem GdW, geht davon aus, dass ein Entwurf für das Gebäudeenergiegesetz noch im Herbst kommt.  von Susanne Ehlerding

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Zusammenschluss bündelt Forschung zu Energiespeichern

20. August 2018 - 7:49

Die Kooperation bündelt das Know-How von 29 Instituten an den Partnereinrichtungen Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Universität Ulm sowie dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Ziel ist es, Forschung, Lehre, Entwicklung und den Technologietransfer dem Gebiet der Energiespeicherung zu beschleunigen.

"Als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen wir wesentliche Beiträge zum Klimaschutz und der Energiewende leisten", sagt Professor Oliver Kraft, Vizepräsident für Forschung des KIT, zum Start der Forschungsplattform. "Mit Celest haben wir nun die größte deutsche Forschungsplattform im Bereich der elektrochemischen Energiespeicherung geschaffen."

"Batterien und Brennstoffzellen sind Schlüsseltechnologien für eine stabile und sichere Stromversorgung und emissionsfreie Mobilität auf der Basis erneuerbarer Energien", erklärt Professor Werner Tillmetz, ZSW Vorstandsmitglied und Leiter des Geschäftsbereichs Elektrochemische Energietechnologien. "Die Rolle des ZSW in Ulm ist der Technologietransfer in die Wirtschaft zu allen Aspekten rund um Batterien, Brennstoffzellen und Wasserstoff."

Die Plattform soll die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verbessern und den Weg für interdisziplinäre Kooperationen ebnen. "Die wissenschaftlichen Expertisen an den beiden Standorten Karlsruhe und Ulm ergänzen sich und reichen von der experimentellen Grundlagenforschung an Elementarprozessen auf der atomaren Skala über Multiskalenmodellierung relevanter Prozesse und der Entwicklung neuer Speichermaterialien und Laborzellen bis zur größten Pilotanlage zur Batteriezellfertigung in Europa am ZSW", sagt Professor Maximilian Fichtner, Direktor des Helmholtz-Instituts Ulm, der wissenschaftlicher Sprecher von Celest ist.

Mit den drei Forschungsfeldern Lithium-Ionen-Technologie, Energiespeicherung jenseits Lithium und alternative Techniken zur elektrochemischen Energiespeicherung deckt das Konsortium viele Themen im Bereich der elektrochemischen Energiespeicher ab. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit Industriepartnern im Hinblick auf Technologietransfer, Innovation und Kommerzialisierung neuer Technologien. Quelle: KIT / pgl

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Gedämmte Dachtreppe minimiert Energieverlust

20. August 2018 - 7:27

"Der Ausgangspunkt für die neuen Produkte Flachdachausstieg Ecco und Scherentreppe Ecco war unsere Scherentreppe Mini", erklärt Emre Kurt, Marketingleitung bei Columbus Treppen. "Diese sollte gezielt so weiterentwickelt werden, dass sie modernsten Anforderungen an die Energieeffizienz entspricht sowie unsere Kunden beim Einbau unterstützt."

Möglich wird dies unter anderem durch die Trennung des Ausstiegs in die zwei Elemente Luke und Scherentreppe: Beide werden nacheinander montiert, sodass die Bauteile leicht und einfach handhabbar sind. Für das Anbringen der Treppe ist dabei nur eine Person notwendig: Mithilfe von Stahlwinkeln wird das Scherenpaket mit einem Handgriff in die Nut des geöffneten Lukendeckels eingehängt. "Anschließend ist keine Stabilisierung mehr nötig. Es genügen lediglich vier Holzschrauben zur endgültigen Fixierung", erläutert Kurt.

Der Dämm- und Dichtblock (WDL) am Lukenkasten von Ecco, serienmäßig im Lieferumfang der Scherentreppe enthalten und in der Version Dachausstieg als Zubehör bestellbar, macht beide Produkte besonders anwenderfreundlich: Durch ihn entfallen aufwändige Arbeiten wie Schäumen und Kleben.

Der Einbau kann standardmäßig mit Abdeckleisten erfolgen; bei Bedarf ist auch eine Bearbeitung mit Gipskarton möglich, um eine absatzlose Deckenoptik herzustellen. Zusammen mit dem ebenfalls flächenbündigen Verschluss ohne Zughaken entsteht so ein ruhiges Raumgefühl. Quelle: Columbus Treppen / pgl

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Erste Energieausweise laufen 2018 ab

19. August 2018 - 8:07

Auch Eigentümergemeinschaften brauchen einen aktuellen Energieausweis für das gesamte Gebäude, sobald eine Wohnung einen neuen Mieter oder Käufer erwartet.

Der Energieausweis ermöglicht es potentiellen Käufern oder Mietern die energetische Qualität eines Gebäudes zu bewerten. Er unterscheidet die Effizienzklassen A bis G, wobei Klasse "A" energetisch besonders gute Gebäude kennzeichnet, während Klasse "G" einem Gebäude eine schlechte energetische Wirksamkeit bescheinigt. Die konkreten Energiekosten sagt der Energieausweis jedoch nicht vorher, da er den individuellen Einfluss der Bewohner ausklammert.

Eigenheimbesitzer, die ihr Haus weder verkaufen noch vermieten wollen, benötigen keinen Energieausweis. Alle anderen begehen eine Ordnungswidrigkeit, für die ein Bußgeld verhängt werden kann. Tauschen Eigentümer den Heizkessel in ihrem Haus aus, modernisieren sie Fenster oder ergreifen andere Maßnahmen, um das Gebäude energieeffizienter zu gestalten, sollten sie in ihrem eigenen Interesse den Energieausweis erneuern. Nur so bildet er die verbesserten energetischen Eigenschaften des Hauses auch ab. Quelle: VZBV / pgl

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