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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 41 Minuten 21 Sekunden

So werden heiße Sommertage erträglich

6. August 2020 - 12:55

Eine gute Möglichkeit für die vier Wände und unklimatisierte Räume ist, die Hitze auszusperren. Um das Aufheizen der Räume durch die Fenster zu vermeiden, sollten tagsüber die Rollos oder Jalousien unten bleiben. Zumindest, wenn keine dichter Laubbaum vor dem Fenster steht. In den seltensten Fällen wird es eine Robinie sein, doch die meistert das zunehmend trockene Stadtklima und ist Baum des Jahres 2020.

Auf die richtige Lüftung kommt es zudem an. Nachts oder am frühen Morgen sorgt die abgekühlte Luft über offene Fenster für angenehme Frische. Tagsüber sollten die Fenster am besten ganz geschlossen und verschattet bleiben. Maximiert wird der Luftaustausch, wenn nachts über gegenüberliegende Fenster gelüftet wird.

Wasser kühlt bei Verdunstung und ist daher eine schnelle Alltagshilfe: Die Unterarme kurz unter laues Wasser halten und diese an der Luft trocknen lassen. Das gleiche Prinzip hilft auch im Raum. Wasserflächen, -wände und -speier kühlen die Luft der Umgebung um mehrere Grad herunter. Manche Landschaftsplanende setzen sogar auf künstlich erzeugte Nebelfelder für einen kühlen Stadtraum. Und natürlich gilt: Viel, aber nicht zu kalt trinken. Eiskalte Getränke und Wasserbäder verengen die Blutgefäße und regen die Wärmeproduktion im Körper an.

Doppelt geschützt ist das Eigenheim mit einer Außendämmung an Dach und Fassade. Während eine Dämmung, zum Beispiel aus Mineralwolle (Glaswolle oder Steinwolle), im Winter die Kälte aussperrt, reduziert sie im Sommer den Wärmeeintrag über das Dach oder das Mauerwerk ins Haus wirksam. „An den Außenbauteilen angebrachte Dämmstoffe, etwa aus Mineralwolle, reduzieren den Wärmetransport in den Innenraum und können selbst hohe Temperaturunterschiede ausgleichen. Massive Bauteile innerhalb der gedämmten Gebäudehülle helfen als thermischer Puffer, die Aufheizung der Räume zu verzögern“, erklärt FMI-Geschäftsführer Thomas Tenzler. Damit herrsche auch an heißen Tagen ein angenehmes Raumklima in den eigenen vier Wänden oder am Arbeitsplatz. Quelle: FMI / al

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Komfortabel und sicher im Bad entspannen

5. August 2020 - 10:47

Rund 40 Minuten täglich verbringen die Deutschen durchschnittlich im Badezimmer, das heutzutage im Schnitt 9,1 Quadratmeter groß ist, wie eine Umfrage der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) zeigt. „Das Badezimmer wird nicht mehr nur als reiner Waschraum genutzt“, erklärt Stefan Pirkl, Experte der Initiative Elektro Plus. „Es ist heute vielmehr ein wichtiger Rückzugsort, der Zeit zum Entspannen bietet und dank individueller Gestaltungsmöglichkeiten die eigene Persönlichkeit unterstreicht.“

Das Thema Elektroinstallation ist daher wichtig. Elektrische Geräte wie Zahnbürste, Rasierer, Föhn oder Radio bis hin zu der Beleuchtung oder dem beheizten Handtuchhalter erfordern für einen sicheren Betrieb ausreichend viele Anschlüsse und Steckdosen. „Um sicherzugehen, dass alle Wünsche professionell umgesetzt werden, sollten Bauherren sich unbedingt an einen Elektrofachmann wenden“, rät Pirkl. Der Fachmann kenne die gesetzlichen Vorschriften und Schutzbestimmungen und wisse worauf bei der Planung und Installation geachtet werden müsse.

Sicherheit steht bei der Planung im Vordergrund

Ihm dient die Richtlinie RAL-RG 678 als Orientierung bei der Badplanung. Sie gibt Aufschluss über die Mindestanforderungen an eine moderne und sichere Elektroinstallation und definiert Standards in drei Ausstattungsstufen. Drei sogenannte „plus“-Ausstattungsstufen ergänzen die jeweilige Basisausstattung. Sie legen die technischen Voraussetzungen fest, die gegeben sein müssen, um die einzelnen elektrischen Funktionen miteinander zu vernetzen. Damit wird es beispielsweise möglich, Heizung, Licht und Jalousien per Knopfdruck aufeinander abzustimmen. Um einen Stromschlag zu vermeiden, rät die Initiative zur Installation von Fehlerstromschutzschaltern (FI) sowie FI-Schutzsteckdosen, die über Klappdeckel verfügen.

Um ausreichend Licht, etwa zum Schminken oder Rasieren zu haben, empfiehlt die Initiative blendfreie Leuchten am Wandspiegel sowie Deckenstrahler, um bestimmte Bereiche punktuell auszuleuchten. Da 63 Prozent der Deutschen laut der Umfrage ein zu grelles Licht im Badezimmer vom Entspannen abhalte, sei außerdem der Einsatz von Dimmern ratsam. LED-Leuchten lassen sich etwa in ihrer Helligkeit regulieren und können das Bad in unterschiedlichen Farben beleuchten. Bei fensterlosen Bädern sind zudem Bewegungs- oder Präsenzmelder praktisch, da das Licht beim Betreten des Raumes automatisch angeht.

Die kleinen Extras, die für Komfort sorgen, können mit ihrer hohen Wattzahl den eigentlichen Badstromkreis auslasten. Dafür sollte laut Initiative ein eigener Stromkreis vorgesehen werden. Bei Infrarotkabine, Dampfdusche oder eine Badewanne mit Whirlfunktion und Unterwasserbeleuchtung können eigene Stromkreise ebenfalls nötig sein. Um das Badezimmer zu einem späteren Zeitpunkt unkompliziert nachrüsten oder Geräte auswechseln zu können, rät die Initiative dazu, von Anfang an Elektroinstallationsrohre einzuplanen. Quelle: Elektro Plus / al

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Bosch baut Versorgung mit regenerativen Energien aus

5. August 2020 - 10:14

Erneuerbare Energien sind eine der zentralen Stellschrauben auf dem Weg zur Klimaneutralität. Bosch baut deshalb die Eigenstromerzeugung an seinen Standorten aus und wird langfristiger Abnehmer von regenerativem Strom aus neu errichteten Wind-und Solarparks. Dazu schließt das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen drei exklusive Langzeitverträge für Photovoltaikstrom mit den Anbietern RWE, Statkraft und Vattenfall ab. Trotz der aktuell herausfordernden Situation aufgrund der Corona-Pandemie verfolgt Bosch damit weiterhin konsequent seine ehrgeizigen Klimaschutzpläne: „Der Klimawandel macht keine Pause – und wir auch nicht. Wir werden unser anspruchsvolles Ziel realisieren, bis Ende des Jahres keinen CO₂-Fußabdruck mehr zu hinterlassen“, sagte Volkmar Denner, CEO der Bosch-Gruppe. Alle 400 Bosch-Standorte weltweit werden dann klimaneutral sein – die deutschen Standorte sind es bereits seit Ende 2019. „Unsere Anstrengungen für die Energiewende werden auch nach 2020 fortgesetzt. Die Investition in regenerative Energien ist ein wichtiger Beleg dafür“, fügte Denner hinzu und erklärte, dass Klimaschutz zwar koste, Nichtstun jedoch teurer wäre – zumal die Investitionen in Energieeffizienz auch zu Kosteneinsparungen führen.

Bosch verbessert ökologische Qualität der CO₂-Neutralstellung weiter

Um die CO₂-Neutralität zu ermöglichen, investiert Bosch neben der regenerativen Energieversorgung vor allem in die Energieeffizienz der eigenen Standorte. Das Unternehmen will bis 2030 die ökologische Qualität der CO₂-Neutralstellung durch die Steigerung dieser beiden Maßnahmen weiter sukzessive verbessern. Als kurzfristige wirksame Hebel kauft Bosch zudem Ökostrom aus bestehenden Anlagen zu und kompensiert unvermeidbaren CO₂-Ausstoß durch ausgewählte Klimaschutzmaßnahmen in vollem Umfang. „Der Anteil der CO₂-Kompensationen wird 2020 deutlich niedriger sein als geplant. Wir kommen damit bei der weiteren Verbesserung der Qualität unserer Maßnahmen schneller voran als erwartet“, sagte Denner. Den Anteil an regenerativen Energien am Verbrauch will Bosch noch deutlich steigern. Die drei neuen Langzeitverträge für Photovoltaikstrom zahlen auf die Erreichung dieses Vorhabens ein und treiben die Energiewende voran. Insgesamt hat Bosch 2019 weltweit rund 1,94 Millionen Tonnen CO₂ ausgestoßen (Scope 1+2) – bereits rund ein Drittel weniger als im Jahr zuvor.

100 000 Megawattstunden aus neuen Photovoltaik-Parks

Aus neu errichteten Anlagen beliefern die Vertragspartner RWE, Statkraft und Vattenfall Bosch jeweils exklusiv. Der Strom aus den subventionsfreien Photovoltaik-Parks der drei Anbieter wird durch das öffentliche Stromnetz zu Bosch-Standorten in Deutschland transportiert und dort verbraucht. Insgesamt wird dies ab 2021 einen jährlichen Umfang von mehr als 100 000 Megawattstunden umfassen – das entspricht dem Jahresstromverbrauch von bis zu 30 000 privaten Haushalten oder 70 Prozent des Stromverbrauchs des Bosch-Standortes Feuerbach. Bei optimalen Photovoltaik-Bedingungen reicht die maximale Erzeugungsleistung aus, um zumindest stundenweise den gesamten Strombedarf der Werke Feuerbach, Homburg und Bamberg gleichzeitig zu decken. Die Langzeitverträge lösen einen Teil des Ökostrombezugs von Bosch aus bestehenden regenerativen Anlagen ab und haben eine Dauer zwischen zwölf und 16 Jahren. Mit der Belieferung durch Statkraft wurde bereits im Mai begonnen.

Die Bosch-Gruppe strebt solche Langzeitverträge auch über Deutschland hinaus an. In Mexiko deckt das Unternehmen beispielsweise mit „New Clean Power“ schon jetzt bis zu 80 Prozent seines Strombedarfs. Viele der dortigen Bosch Standorte erhalten Strom aus einem neu errichteten Windpark des Energiekonzerns Enel, der rund 105 000 Megawattstunden pro Jahr produziert. Die Kooperation mit Enel wurde für 15 Jahre abgeschlossen.

Energiebedarf mit Eigenstromerzeugung decken

Neben der exklusiven Abnahme von erneuerbaren Energiequellen erhöht Bosch auch die Eigenstromversorgung: Aus knapp 50 Photovoltaikanlagen an den eigenen Standorten gewinnt das Unternehmen derzeit rund 60 000 Megawattstunden pro Jahr. Am Bosch-Standort Nashik in Indien ist die größte Anlage dieser Art in der indischen Automobilindustrie entstanden. Insgesamt soll das Erzeugungsvolumen der regenerativen Eigenversorgung bis 2030 auf 400 000 Megawattstunden wachsen. Eine Photovoltaik-Anlage im thailändischen Bosch-Werk Hemaraj mit einer jährlichen Stromerzeugung von 1 300 Megawattstunden soll 2020 fertiggestellt werden.

Bosch betreibt außerdem Projekte zur Energieerzeugung im Bereich Wasserkraft und Biomasse. Auch neue Ansätze wie Wärme und Strom aus Wasserstoff sind Teil der Energieversorgung. So wurde im vergangenen Jahr an den Standorten Homburg und Bamberg der Prototyp einer von Bosch entwickelten stationären Brennstoffzelle in Betrieb genommen. Die Brennstoffzelle deckt nun Bedarfsspitzen an elektrischer Energie ab. In Salzgitter arbeitet Bosch gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut und weiteren ansässigen Unternehmen daran, ein von der Stadt und dem Land Niedersachsen gefördertes Zentrum für Wasserstoff zu errichten, den sogenannten Wasserstoff-Campus. Am Bosch-Trainingszentrum in Wernau wurde Ende Juni eine Brennstoffzellen-Pilotanlage auf SOFC-Basis (Solid Oxide Fuel Cell oder Festoxid-Brennstoffzelle) in Betrieb genommen. Ein Leuchtturmprojekt entsteht in Thüringen: Das Bosch-Werk in Eisenach will bis 2022 den Strombedarf über Eigenstromversorgung durch Photovoltaikanlagen und den Exklusivbezug von Strom aus Windkraft decken sowie durch ein ausgeklügeltes Energiemanagement basierend auf künstlicher Intelligenz minimieren.

Quelle: Bosch/wh

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CO2-Emissionen in Baden-Württemberg sanken stärker als deutschlandweit

5. August 2020 - 9:38

Baden-Württemberg hat seine CO2-Emissionen bei stationären Anlagen im Jahr 2019 um knapp 20 Prozent reduziert. Das geht aus dem aktuellen Bericht über die Treibhausgasemissionen der emissionshandelspflichtigen stationären Anlagen und im Luftverkehr für Deutschland im Jahr 2019 (VET-Bericht) hervor, den die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA) jährlich herausbringt. Die 150 im Europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS) erfassten stationären Anlagen in Baden-Württemberg haben 2019 etwa 20 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen. Seit dem Start der aktuellen Handelsperiode des EU-ETS im Jahr 2013 konnten die Gesamtemissionen somit um 29 Prozent gesenkt werden. 2013 stießen Anlagen in Baden-Württemberg noch knapp 29 Millionen Tonnen CO2 aus.

Reform des Emissionshandels zeigt Nutzen

Die rund 1.900 im Europäischen Emissionshandelssystem erfassten stationären Anlagen in Deutschland haben laut Angaben der DEHSt 2019 etwa 363 Millionen Tonnen CO2 emittiert. Das sind 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Anteil Baden-Württembergs an den deutschen Gesamtemissionen im Jahr 2019 betrug 5,6 Prozent.

Die Emissionen aller am EU-ETS teilnehmenden Anlagen in den 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) sowie Island, Liechtenstein und Norwegen sanken 2019 ebenfalls, jedoch in geringerem Maße als in Deutschland. Nach Angaben der Europäischen Kommission gingen sie um neun Prozent zurück und beliefen sich auf rund 1,53 Milliarden Tonnen CO2.

Der starke Rückgang der Emissionen in Deutschland und Europa ist auch auf die erfolgreiche Reform des europäischen Emissionshandels zurückzuführen. Diese zeigt jetzt Wirkung. Der stark gestiegene Preis für CO2-Zertifikate hat insbesondere in der Energiewirtschaft zu einem deutlichen Rückgang der Emissionen geführt.

Der Europäische Emissionshandel (EU ETS) ist das zentrale Klimaschutzinstrument zur Reduktion der CO2-Emissionen (genau genommen der CO2-Äquivalente) in der Europäischen Union. Der EU ETS wurde 2005 eingeführt und umfasst Energieanlagen, Anlagen in der energieintensiven Industrie sowie seit 2012 auch den innereuropäischen Luftverkehr.

Quelle: CO2-Online/wh

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Staat unterstützt beim Heizen und Kühlen

3. August 2020 - 14:42

Deckenstrahlplatten und Heiz- und Kühldecken können bei Sanierungsprojekten, die erneuerbare Energien als Energiequelle einsetzen, durch das seit Anfang 2020 geltende Programm "Heizen mit erneuerbaren Energien" gefördert werden. Hierbei werden bis zu 45 Prozent der Kosten für Investition, Montage und Installation vom Staat bezuschusst. Die förderfähigen Investitionskosten bei Nichtwohngebäuden sind auf 3,5 Millionen Euro (brutto) begrenzt.

Mit den Heiz- und Kühldecken-Systemen ist zudem eine Energieeinsparung von bis zu 40 Prozent im Vergleich zu gewöhnlichen Wärmeverteilsystemen möglich. Von warmem Wasser durchströmt, geben sie ihre Energie überwiegend in Form von Infrarotstrahlung ab, die sich erst beim Auftreffen auf den menschlichen Körper oder Gegenstände in behagliche Wärme umwandelt. Da für dieses Wärmegefühl nicht zuerst die gesamte Raumluft erwärmt werden muss, wird ein deutlich niedriger Energieeinsatz benötigt.

Deckenstrahlplatten erfüllen in zahlreichen Ausführungen die hohen Effizienzanforderungen des Programms "Energieeffizient Bauen und Sanieren" der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Dies qualifiziert die Deckenstrahlplatten von Zehnder und auch die optional verfügbaren LED-Einbauleuchten für die KfW-Förderung.

Bei der Beantragung der BAFA-Förderung müssen Bauherren darauf achten, dass der Antrag noch vor der Umsetzung der Baumaßnahmen beim Bundesamt eingereicht wird, um die Förderung zu erhalten. Quelle: Zehnder / al

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Einbau einer Ölheizung auch nach 2025 möglich

3. August 2020 - 14:19

Dazu zählt, dass bestehende Ölheizungen weiter betrieben und modernisiert werden dürfen. „Es gibt kein Ölheizungsverbot, lediglich eine Zusammenführung bestehender und neuer Auflagen, die Eigentümer zu berücksichtigen haben“, sagt IWO-Geschäftsführer Adrian Willig. Bis einschließlich 2025 könnten bestehende Heizkessel auch ohne weitere Maßnahmen gegen moderne Öl-Brennwertgeräte ausgetauscht werden. Lediglich für Hausbesitzer in Baden-Württemberg gelten andere Regeln. Dort seien bereits heute die Vorgaben des landesspezifischen Erneuerbare Wärme-Gesetzes (EWärmeG) zu beachten. In Hamburg ist die Gültigkeit landeseigener Bestimmungen derzeit noch unklar.

Somit dürfen nach dem Jahr 2025 Ölheizungen weiterhin eingebaut werden, vorausgesetzt sie binden erneuerbare Energien mit ein. Dabei könnte es sich etwa um Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen handeln. Der Einbau einer Ölheizung allein ist auch erlaubt, wenn kein Gas- oder Fernwärmenetz vorhanden ist und keine erneuerbaren Energien anteilig eingebunden werden können. Hat ein Eigentümer bereits eine Ölheizung mit einer solarthermischen Anlage kombiniert, so kann er jederzeit einen Kesseltausch durchführen, da das Gebäude bereits anteilig mit erneuerbaren Energien versorgt wird.

Regelung zur Austauschpflicht gilt weiterhin

Was die maximalen Betriebszeiten älterer Öl- und Gasheizungsanlagen angeht, gelten auch künftig die Bestimmungen der Energieeinsparverordnung (EnEV), also eine maximale Laufzeit von 30 Jahren. Die Ausnahmeregelungen bestehen weiterhin für Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung am 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat. In solchen Fällen greift die Austauschverpflichtung für 30 Jahre alte Heizkessel nur im Falle eines Eigentümerwechsels. Auch Heizgeräte mit Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik sind von der Pflicht ausgenommen.

Eigentümer, deren Heizung in die Jahre gekommen ist, sollten jedoch über eine Modernisierung nachdenken. „Für Gebäude mit einer Ölheizung ist dabei der Einbau eines Öl-Brennwertgeräts oftmals die günstigste Option“, so Willig. „Der Heizölbedarf kann so gegenüber einem alten Kessel deutlich reduziert werden.“ Die direkte Einbindung erneuerbarer Energien, etwa in Form einer Solaranlage, helfe dabei, die CO2-Emissionen des Eigenheims weiter zu verringern.

Förderung für Hybridanlagen

„Für den Einbau neuer Öl-Hybridanlagen gibt es weiterhin staatliche Fördergelder“, erklärt Willig. Finanziell unterstützt wird der Einbau der erneuerbaren Komponenten, wie zum Beispiel eine Solaranlage, mit 30 Prozent der Investitionskosten. Zusätzlich gibt es auch immer wieder nichtstaatliche Förderaktionen, zum Beispiel von Heizgeräteherstellern. Erneuerbare Energien, wie Solaranlagen, können auch unabhängig von der eigentlichen Heizungsmodernisierung in einem zweiten Schritt integriert werden.

Zudem wird an alternativen CO2-armen beziehungsweise CO2-neutralen flüssigen Brennstoffen gearbeitet. „Durch mehr Effizienz, Hybridtechnologie und solche neuen Future Fuels können auch Gebäude mit einer Ölheizung die Klimaziele erreichen“, unterstreicht Willig. Quelle: IWO / al

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Neu für WDVS-Verarbeiter: HECKcycle Rücknahmeservice

1. August 2020 - 5:00
Rund 10 Millionen Quadratmeter Steinwolle-Dämmstoffe werden allein in Deutschland pro Jahr verarbeitet.
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Smart Home unterstützt beim selbstbestimmten Wohnen

31. Juli 2020 - 15:57

Mithilfe unterschiedlicher – meist technischer – Systeme, Produkte oder Dienstleistungen soll das alltägliche Leben älterer oder kranker Personen oder Menschen mit Behinderung unterstützt werden. „Wer plant, in der aktuellen Wohnung oder dem eigenen Haus auch im Alter zu wohnen, dem bringen die Systeme für Sicherheit und Barrierefreiheit schon in jungen Jahren mehr Komfort“, so Andreas Habermehl vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). Dafür sollten sich frühzeitig über ein altersgerechtes Wohnkonzept, das die Barrierefreiheit mit einschließt, gemacht werden.

Neben rein baulichen Voraussetzungen kommen dabei maßgeblich auch elektronische Systeme und Anwendungen zum Tragen. Beleuchtete Steckdosen und Lichtschalter etwa sind im Dunkeln besonders leicht zu finden sind. Leuchten mit integrierten Bewegungs- und Präsenzmeldern machen Stolperfallen im Treppenhaus oder einem dunklen Flur deutlich, Bodenleuchten sorgen für zusätzliche Sicherheit und helfen bei der Orientierung. Für die Planung der altersgerechten Elektroinstallation sollte ein qualifizierter Elektrofachbetrieb hinzugezogen werden, der zu Maßnahmen berät, die den Komfort und die Sicherheit erhöhen.

Automatisierte Systeme für Komfort und Sicherheit nutzen

Automatisierte Systeme, die aufeinander abgestimmt sind, bieten für den ZVEH den höchsten Grad an Komfort und Sicherheit. Das schaffe ein Smart-Home-System, bei dem verschiedene Funktionen miteinander vernetzt werden. So fahren im Brandfall automatisch die Rollläden hoch und öffnen lebenswichtige Fluchtwege. Bei zu starker Sonneneinstrahlung fahren die Rollläden oder Jalousien automatisch herunter. Die Heizung regelt sich selbsttätig. Die Technologie kann per Fernbedienung, Wanddisplay, Tablet oder Smartphone, Sprach- oder Gestensteuerung gesteuert werden.

Statt Tonsignalen können bei Problemen mit dem Gehör Lichtsignale angewendet werden, um im Gefahrenfall zu warnen. Rauchwarnmelder können mit einem visuellen Alarmsystem verbunden werden, das intensive Lichtblitze abgibt, die selbst bei geschlossenen Augen wahrgenommen werden. Ist auch das Sehvermögen vermindert, machen spezielle Vibrationskissen auf Gefahrensituationen aufmerksam. Insbesondere bei allein lebenden Menschen ist ein umfassender Schutz vor Einbrechern wichtig. Eine elektronische Alarmanlage sorgt zusammen mit einer mechanischen Absicherung von Fenstern und Türen mit modernen elektronischen Zylindern für Sicherheit. Per PIN oder Fingerabdruck-Scan oder Gesichtserkennung kann die Tür nur personalisiert geöffnet werden. Eine Alarmzentrale mit extra großen Tasten erleichtert eine seniorengerechte Bedienung. Zum Einsatz kommen können auch Sensorfußböden und ein „Inaktivitätsmonitoring“ das einen Hilferuf sendet, wenn sich eine Person untypisch lange ohne Bewegung an einem Ort in der Wohnung aufhält.

KfW fördert Investitionen

Das Bundesbauministerium und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördern Investitionen in Einbruchsschutz und Barrierefreiheit in den eigenen vier Wänden. Über das Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“ unterstützt zum Beispiel die KfW sowohl Eigentümer als auch Mieter mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen. Der Elektroinnungsfachbetrieb berät zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten und hilft, eine individuelle Lösung für den jeweiligen Bedarf zu finden. Quelle: ZVEH / al

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Klimageräte unbesorgt betreiben

31. Juli 2020 - 14:46

Dezentrale Klimageräte, die nur einzelne Räume in einer Wohnung kühlen und entfeuchten, übertragen keine Viren von einem Raum in andere Bereiche des Gebäudes, gibt der Fachverband Gebäude-Klima die Einschätzung wieder. Auch eine Vermehrung von Coronaviren im Klimagerät schließt das UBA aus, da Viren zu ihrer Vermehrung Wirtszellen brauchen, beispielsweise menschliche Zellen. Betreiber könnten unbesorgt mithilfe der Raumklimageräte die Raumluft kühlen und entfeuchten, beruhigt der Fachverband.

Wichtig ist jedoch, gleichzeitig eine effektive Lüftung sicherzustellen, um die Virenlast im Raum möglichst gering zu halten. Hierzu bieten sich laut Verband idealerweise Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung an. Zugleich empfiehlt er, diese unbedingt mit einem hohen Außenluftanteil zu betreiben. Ist keine mechanische Lüftung vorhanden, sollte ausgiebig über die Fenster gelüftet werden. Quelle: FGK / al
 

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Anteil grüner Strom steigt um acht Prozent

30. Juli 2020 - 21:24

„Das ist eine gute Basis für die Energiewende durch emissionsfreie Stromerzeugung und den überfälligen Abschied von fossilen Energieträgern“, kommentiert Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) die Entwicklung. Es brauche klare politische Vorgaben für den weiteren Zubau und den Weiterbetrieb für Anlagen, die ab 2021 aus der EEG-Vergütung fallen, sagt sie weiter. 65 Prozent Ökostrom bis 2030 seien kein Selbstläufer.

Der Strommarkt zeichne mit höheren Erträgen aus Wind und Sonne und gleichzeitig zurückgehender Stromnachfrage in der Corona-Pandemie ein vorgezogenes Zukunftsbild, ist die Auffassung des BEE. Der Bundesverband bemerkt, dass der Entwurf der EEG-Novelle in der Sommerpause noch nicht vorliege und für die einzelnen Erneuerbaren Energien die konkreten Ausbaupfade im Stromsektor bis 2030 immer noch fehlten. „Entgegen allen Kassandra-Rufen hält die Infrastruktur einen höheren Anteil an Erneuerbaren Energien durchaus aus“, so Peter. Das System laufe stabil und liefere so den Beweis, dass auch ein von Hundert Prozent Erneuerbaren Energien getragenes Stromsystem in Verbindung mit Sektorkopplung, intelligenter Vernetzung und wachsenden Speichermöglichkeiten die Versorgung sicher und gut leiste.

Sie ist der Meinung, durch einen beschleunigten Zubau von Erneuerbaren Energien müsse jetzt auch politisch die Trendwende hin zu einem dekarbonisierten Strommarkt angestoßen werden. „Die erneuerbaren Technologien sind wettbewerbsfähig und bieten das Potenzial, die Energiewende zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern zu vollenden. Die lange angekündigte EEG-Novelle muss jetzt die dringend benötigten Antworten liefern, um diesen Weg zu beschreiten“, fordert Peter. Quelle: BEE / al

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Neue Plattform deckt Bandbreite ab

30. Juli 2020 - 12:31

Der Fernseher bleibt dunkel, das Licht geht nicht an und im Gefrierfach herrscht Tauwetter, nur einige wenige Auswirkungen eines Stromausfalls. In dieser Situation informiert das Portal Stromausfall.de schon heute fast in ganz Deutschland über Hintergründe und Ursachen der Versorgungsunterbrechung und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, dass Nutzer selbst Netzstörungen melden. Bislang. Denn stromausfall.de ist jetzt im weitaus umfangreicheren Portal Störungsauskunft.de aufgegangen.

Im April vor zwei Jahren von innogy ins Leben gerufen, lieferten eine Handvoll Unternehmen ihre Informationen für stromausfall.de, etwa die Dortmunder Westnetz, Syna aus Frankfurt am Main oder Mitnetz aus Chemnitz. Inzwischen beteiligen sich 54 Netzbetreiber an dem Gemeinschaftsportal für Störungen, darunter sämtliche Regionalversorgungsunternehmen des E.ON-Konzerns. Aber auch viele weitere überregionale Netzbetreiber wie Netze BW, Thüringer Energienetze, EAM Netz sowie zahlreiche Stadtwerke sind mit dabei. Zusammen umfasst das Netzgebiet der teilnehmenden Unternehmen 75 Prozent der Fläche in Deutschland. Und die Tendenz steigt weiter, die Teilnehmerzahl ist insbesondere im vergangenen Halbjahr stark angewachsen.

Gleichzeitig entwickelt sich Störungsauskunft.de – in komplett neuem Design und mit weitaus mehr technischen Möglichkeiten – zur Anlaufstelle für technische Versorgungsstörungen aller Art, der Namenswechsel steht für eine neue Zielrichtung: Im Laufe der nächsten Monate informiert die Plattform schrittweise auch über Störungen in den Bereichen Gas, Wasser, Straßenbeleuchtung und Internet. 2021 folgt eine Baustellenkarte.

„Als Energieversorger besitzen wir eine jahrelange Kompetenz in der Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und auch Breitbandinternet. Gerade im Fall einer Störung stehen die Menschen, die sich zurecht auf uns verlassen, im Mittelpunkt. Das Portal Störungsauskunft.de liefert ihnen wertvolle Informationen, beispielsweise zum Umfang oder zur Dauer einer Störung“, betont Daniel Felbier, der das Portal für innogy Westenergie seit dem Start verantwortet.

Störungsauskunft.de verzeichnet jeden Monat rund 150.000 Besucher, die über eine Million Klicks generieren. Aufgrund der heftigen Stürme im Februar gab es mit 230.000 Besuchern einen neuen Rekord.

Wie schon auf stromausfall.de kann der Besucher auf Störungsauskunft.de nachschauen, ob der Stromausfall dem zuständigen Netzbetreiber bereits bekannt ist und wie lange die Störung noch voraussichtlich dauert. Wird der Stromausfall nicht angezeigt, weil der Netzbetreiber vielleicht noch nicht informiert ist, kann ihn dafür der Nutzer mit Hilfe des Portals kontaktieren. Zudem kann er eine sogenannte Nutzermeldung auf der Karte eintragen, die für 24 Stunden sichtbar bleibt. Dabei prüft der Besucher anhand einer Checkliste, ob es sich tatsächlich um eine Netzstörung handelt oder ob die Ursache doch im eigenen Haushalt liegt.

Durch die Social Media-Funktion ergänzen sich die Meldungen der Netzbetreiber mit denen der Nutzer. Dadurch wird zum Beispiel sichtbar, welche Straßenzüge und Nachbarn ebenfalls vom Stromausfall betroffen sind.

Quelle: eon/wh

 

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Forstwirtschaft und Holznutzung sind Grundpfeiler für wirksamen Klimaschutz und Bioökonomie

29. Juli 2020 - 10:50

Die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung, der Artenschutz im Wald und der Beitrag der Holzenergie zum Klimaschutz werden von Kritikern zunehmend in Frage gestellt. Das will der Verband ändern. Durch Informationen. In einem neuen Faktencheck antwortet der Holzenergie-Fachverband Baden-Württemberg (HEF) nun auf gängige Kritikpunkte an der Nutzung von Holz. Damit will der Verband zur Versachlichung der Debatte beitragen. In seinem am 29. Juli 2020 veröffentlichten Faktencheck zeigt der HEF unter anderem, dass die Holzvorräte in Baden-Württembergs Wäldern bei der derzeitigen Bewirtschaftung jährlich um 13 Prozent wachsen, es keine Konkurrenz zwischen der stofflichen und der energetischen Nutzung gibt und durch den Ersatz fossiler Brennstoffe wie Erdgas und Erdöl große Mengen Treibhausgasemissionen eingespart werden. Für die anstehende Wärmewende ist Holzenergie nach Ansicht der Dachorganisation Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg (Plattform EE BW) daher eine tragende Säule und muss weiter auch für eine nachhaltige Energieerzeugung genutzt werden.

Der Wald und die Forstwirtschaft stehen seit geraumer Zeit im Fokus der öffentlichen Diskussion. Dabei prallt oft eine romantische, unberührte Waldidylle, wie man sie gern beim Sonntagsspaziergang wahrnimmt, auf Bilder von abgeholzten Wäldern. Beide Extreme gibt es im Südwesten jedoch nicht. „Die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffs Holz lässt sich mit Anforderungen an Natur- und Artenschutz in Einklang bringen. Studien zeigen sogar, dass eine nachhaltige Waldbewirtschaftung einen besseren Beitrag zum Klimaschutz leistet als Waldwildnis“, sagt Prof. Dr. Harald Thorwarth, Vorsitzender des Vorstandes des Holzenergie-Fachverbands. Die moderne deutsche Forstwirtschaft basiert auf Leitlinien der nachhaltigen Bewirtschaftung, der Holzvorrat in den heimischen Wäldern steigt kontinuierlich.

Holzressourcen nutzen 

Auch angesichts der derzeitigen Herausforderungen durch Klimawandel und Schädlingsbefall ist ein aktiver Waldumbau und eine damit einhergehende Nutzung der Holzressourcen geboten. Durch die Wiederverwendung von Rest- und Altholz in stofflichen Produkten und in Heizkraftwerken werden die Holzressourcen möglichst lange und effektiv genutzt. „Die allseits bemühte Nutzungskaskade wird hier schon lange gelebt und entspricht dem Ziel der Bioökonomie, den Einsatz fossiler Ressourcen durch verschiedene nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen“, ergänzt Thorwarth.

Holz trägt zur klimafreundlichen Energieversorgung bei

Der Faktencheck des HEF geht auch auf die meist von Seiten des Naturschutzes vorgebrachte „Kohlenstoffschuld“ ein, nach der die Verbrennung von Holz genauso klimaschädlich sei wie Kohle. Tatsächlich wird aber jedes Jahr nur ein kleiner Teil des Bestandes in den Wäldern geerntet, die verbleibenden Bäume binden weiterhin Kohlenstoff. Die Verbrennung von Holz ist bei der nachhaltigen Bewirtschaftung hierzulande klimaneutral, weil das Holz im Wald sonst verrotten und dabei die gleiche Menge CO2 freisetzen würde. Darüber hinaus trägt es dazu bei, fossile Energie zu ersetzen und senkt somit den Ausstoß von Treibhausgasen.

Wie eine im Mai dieses Jahres im Auftrag der Plattform EE BW veröffentlichte Studie zeigt, muss Baden-Württemberg beim Klimaschutz noch deutlich zulegen, um einen Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele zu leisten. Dies gilt insbesondere für den Wärmesektor, in dem im Jahr 2018 knapp die Hälfte der Treibhausgas-Emissionen Baden-Württembergs anfielen. „Holzenergie ist und bleibt eine tragende Säule für die Wende hin zu einer erneuerbaren Wärmeversorgung und sollte in größerem Ausmaß als bislang genutzt werden“,sagt Frank Scholl, Vorstand der Plattform EE BW.

Neben dem Einsatz in modernen Einzelraum- und Holzzentralheizungen können Holzheizwerke auf besonders effiziente Weise Wärme bereitstellen. „Voraussetzung für eine erfolgreiche Wärmewende ist der Bau weiterer Nah- und Fernwärmenetze, in denen verschiedene erneuerbare Technologien wie Holzenergie, Solarthermie und Geothermie eingesetzt und kombiniert werden“, so Scholl weiter und fügt hinzu: „Auch wenn die Holznutzung für solche Zwecke gesteigert wird, bleiben ausreichend Lebend- und Totholz und sonstiges Material für nachhaltige Lebensräume in den Wäldern.“

Quelle: Erneuerbare Energien Baden-Württemberg/wh 

 

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Ehrgeizigeres Zwischenziel für reduzierte Treibhausgase erwartet

28. Juli 2020 - 17:08

„Der Gesetzesvorschlag enthält gute und wichtige Ansätze für mehr Klimaschutz in Baden-Württemberg. Die verpflichtende kommunale Wärmeplanung für die größeren Städte und Gemeinden und die solare Überdachung von neuen Parkplätzen sind Meilensteine“, sagt Dürr-Pucher. Insgesamt sei die vorgesehene Reduzierung der Treibhausgase deutlich zu gering ausgefallen. Laut Dürr-Pucher müsse das baden-württembergische Zwischenziel für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen auf mindestens 50 Prozent gegenüber 1990 festgelegt werden. Dann würde das Land den Anforderungen der Pariser Klimaschutzvereinbarung halbwegs gerecht werden. Zudem sollten verbindliche Ausbaumengen für alle erneuerbare Energien in das Gesetz aufgenommen werden, fordert Dürr-Pucher.

IEKK ist das Arbeitsprogramm für kommende Jahre

Um die Ziele des Klimaschutzgesetzes zu erreichen, komme dem Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept des Landes (IEKK) eine besondere Bedeutung zu. Es bildet für die Plattform, die Dachorganisation der Verbände, Unternehmen und Forschungsinstitute aus der Erneuerbaren-Energien-Branche in Baden-Württemberg ist, das Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre. Auch hier bestehe noch Handlungsbedarf, ergänzt Franz Pöter, Geschäftsführer der Plattform EE BW. „Vor über einem Jahr wurden in einem breit angelegten Beteiligungsprozess über 400 konkrete Vorschläge für das IEKK gesammelt und bewertet. Es ist höchste Zeit, dass daraus direkt nach der Sommerpause ein verbindliches Maßnahmenpaket geschnürt und mit dem Gesetz in Kraft gesetzt wird.“

Die Plattform ist der Auffassung, dass es auch unterhalb der Landesebene verantwortliche Akteure brauche, die den Klimaschutz voranbringen, weshalb sie froh ist über die vorgesehene generelle Verfahrensbeteiligung der Regierungspräsidien als Klimaschutzverwaltung. Gleichzeitig müssten auch innerhalb der Landratsämter Strukturen aufgebaut werden, die mit eigenem Personal das Thema Klimaschutz besetzen und den Ausbau erneuerbarer Energien in den jeweiligen Planungsverfahren vorantreiben. „Wir erleben, dass einige Behördenvertreter durch kurzsichtiges Verwaltungshandeln Investitionen in Erneuerbare Energien verhindern und dem Klimaschutz damit einen Bärendienst erweisen“, sagt Pöter. „Der Aufbau einer echten Klimaschutzverwaltung auf diesen Ebenen wäre ein echter Fortschritt.“ Quelle: EE BW / al

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Klimaschutz und Fördermittel motivieren Verbraucher

28. Juli 2020 - 16:34

Rund 88 Prozent der Befragten gaben an, dass die Corona-Krise ihre Entscheidung für eine Sanierung nicht beeinflusst hat. Eine neue Heizanlage ist die mit Abstand häufigste Maßnahme, die die befragten Verbraucher aktuell planen (43 Prozent), gefolgt vom hydraulischen Abgleich und einer Photovoltaikanlage (jeweils 27 Prozent). Die Sanierung des Bades steht bei etwa 24 Prozent der Befragten an.

Neben ohnehin fälliger Maßnahmen (74 Prozent) steht der Beitrag zum Klimaschutz (73 Prozent) ganz oben auf der Motivationsliste der Hauseigentümer. Besonderen Anschub leisten für die Verbraucher außerdem vorhandene Fördermittel (70 Prozent), Wirtschaftlichkeit (65 Prozent) und Wertsteigerung der Immobilie (62 Prozent).

So zeigt sich auch, dass sich trotz der Corona-Krise die große Mehrheit der Befragten für mehr Klimaschutz ausspricht (80 Prozent). Für sehr sinnvoll in Sachen Klimaschutz halten die Hauseigentümer eine kostenlose Energieberatung (57 Prozent) und eine erfolgsorientierte Förderung (49 Prozent). Quelle: co2online / al

 

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Heizungsindustrie „Made in Germany“ droht gegen China zu verlieren

28. Juli 2020 - 9:28

Der schnelle Niedergang der deutschen Solarindustrie führte vor gut zehn Jahren drastisch vor Augen, wie schnell eine solide Wettbewerbsposition verloren gehen kann. Der deutsche Marktanteil von weltweit rund 20 Prozent stürzte 2008 ab – staatlich subventionierte Firmen aus China machten das Rennen und Bosch löste seine Solarsparte am Ende vollständig auf.

Deutschland bremst Umwelt-Technologie

Aktuell bremsen die hohen Strompreise im Heimatmarkt die Zukunftstechnologie der deutschen Heizungshersteller: Die mit Strom betriebenen Wärmepumpen sind Öl- und Gasheizungen in der CO2-Bilanz weit überlegen, können aber ihren umweltfreundlichen Vorsprung nicht volll ausspielen. Der Grund: Die Kosten der Emissionen von Erdöl und Gas werden im Vergleich zum Strom bei den Preisen nicht fair berücksichtigt - deutsche Verbraucher zahlen im europäischen Vergleich die höchsten Preise. Heute lasten hierzulande auf jeder Kilowattstunde Strom 17 Eurocent zusätzliche Abgaben - auf einer Kilowattstunde Erdgas dagegen nur 3 Eurocent.

„Wärmepumpen sind dank der viel besseren Effizienz gegenüber traditionellen Heizsystemen in der Lage, den unfairen Strompreisnachteil in Deutschland teilweise auszugleichen“, sagt Kai Schiefelbein, Geschäftsführer bei Stiebel-Eltron. „Würden die Kostennachteile von Strom gegenüber Erdöl und Gas aber aufgehoben, könnte sich die umweltfreundliche Wärmepumpe deutlich schneller gegen die fossilen Heizsysteme durchsetzen“, sagt Schiefelbein. 

Ausland macht den Fehler nicht

Dieser Fehler wird im Ausland nicht gemacht. In China, Japan und den USA treten die mit günstigem Strom angetriebenen Wärmepumpen den Siegeszug an. Die Hersteller dieser Länder bauen große Stückzahlen auf und können damit immer kostengünstiger produzieren.

Fatale Folgen für den Standort Deutschland

Die Folgen für den Standort Deutschland könnten fatal sein. In der jüngst veröffentlichten Studie „Chancen und Risiken für die deutsche Heizungsindustrie im globalen Wettbewerb“, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), stellen die Experten fest: „Globale Wettbewerber im Wärmepumpenmarkt werden den Vorteil großer Stückzahlen mit geringen Stückkosten nutzen“, sagt Dr. Volker Breisig von PwC. „Die Hersteller aus den asiatischen Ländern profitieren davon, dass das Funktionsprinzip der dort weit verbreiteten Klimaanlagen mit den luft- und wassergeführten Wärmepumpen vergleichbar ist. Das macht den Markteintritt in Europa relativ einfach möglich. Schon jetzt drängen Hersteller aus dem asiatischen Raum auf den europäischen Markt. Wir müssen uns auf einen international umkämpften Markt einstellen“, sagt Breisig.

Skandinavien bei der Energiewende erfolgreich

In Europa werden die meisten Wärmepumpen derzeit in den skandinavischen Ländern installiert – auch hier sind die für den Betrieb wichtigen Strompreise niedrig: In Norwegen, Schweden und Finland sind es mehr als 20 Wärmepumpen pro 1.000 Haushalte – in Deutschland bisher nur gut 2. Für die Zukunft schlagen die PwC-Experten vor, die regulatorischen Rahmenbedingungen anzugleichen und Deutschland für den internationalen Wettbewerb fit zu machen. Der von der Bundesregierung im Rahmen des Klimapakets für das kommende Jahr eingeführte CO2-Preis sowie der nationale Emissionshandel seien ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Chance für deutsche Heizungsindustrie

„Deutschland hat jetzt noch die Chance, als technologischer Marktführer im Heimatmarkt sowie im internationalen Wettbewerb sehr erfolgreich zu sein“, sagt Stiebel-Eltron-Geschäftsführer Kai Schiefelbein. „Das Potential für Arbeitsplätze bei den Herstellern von Wärempumpen und beim Einbau im Heizungshandwerk sind enorm. Wie die Experten von PwC in der Wettbewergsanalyse festgestellt haben, sollte die Politik in Deutschland die staatlichen Rahmenbedingungen aber schnell korrigieren, damit sich ein Szenario wie bei der Solarindustrie nicht wiederholen kann“, sagt Kai Schiefelbein. Ein Hinweis, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern.

Quelle: Stiebel-Eltron/wh

 

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337 Mieter beziehen grünen Strom vom Dach

27. Juli 2020 - 19:22

Die Wohnungsbaugenossenschaft Schwarzheide ist eine der ersten Genossenschaften in Brandenburg, die Anfang 2018 ein Mieterstromprojekt umsetzt. Trotz der Covid-19-Krise hält die WBG Schwarzheide an den den Klimaschutzzielen ihres Solarkonzeptes fest. Der Vorstand der Genossenschaft hatmit dem Dienstleister Solarimo neue Verträge abgeschlossen. Das Mieterstromprojekt ist für zehn weitere Gebäude an drei unterschiedlichen Standorten geplant. Bei einer dann installierten Leistung von 476 Kilowatt Peak erzeugen die Solaranlagen der WBG künftig im Jahr rund 500 Megawattstunden Strom. Die eingesparten Tonnen CO2 entsprechen rund 1600 Flüge von Berlin nach Paris. Reicht der erzeugte Strom der Solaranlagen nicht aus, werden die Mieter mit Strom aus hundert Prozent Wasserkraft beliefert.

20 Prozent Stromkosten sparen

Von diesem Vorhaben profitiert die Umwelt, aber auch für die Mieter hat es einen messbaren Vorteil. Bei dem Mieterstromprojekt werden die Kosten nicht auf die Bewohner umgelegt. Stattdessen sparen die Mieter in Schwarzheide 20 Prozent der Stromkosten im Vergleich zum lokalen Grundversorgertarif. Das sind laut WBG rund 156 Euro innerhalb eines Jahres bei einem Verbrauch von 2500 Kilowattstunde im Jahr. Da der Strom direkt vom Dach des Hauses genutzt, wird entfallen Netzentgelten und Stromsteuern. Das macht den Mieterstrom mindestens zehn Prozent günstiger.

Mit dem Anbieter Solarimo hat sich die WBG Schwarzheide für das Contracting-Modell entschieden. Der Dienstleister plant, finanziert, baut und betreibt die PV-Anlagen auf den Dächern der Genossenschaft und kümmert sich zudem um den Stromverkauf an die Mieter. Das gesamte wirtschaftliche Risiko liegt somit beim Dienstleister. „Zunächst waren wir skeptisch wegen der steuerlichen Risiken und dem ganzen Aufwand, aber das Angebot von Solarimo hat uns überzeugt“, sagt WBG Vorstand Thomas Gehre. “Im Endeffekt mussten wir nur den Vertrag unterschreiben und uns um nichts weiter kümmern. Dass das Projekt auch bei den Mietern so gut ankommt, zeigt, dass dies der richtige Weg für uns als Genossenschaft ist.” Für den Vorstand ist die Weiterführung der Mieterstromprojekte ein großer Schritt in Richtung eines modernen Gesamtkonzepts für attraktives, genossenschaftliches Wohnen. Quelle: Solarimo / al

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Cybersicherheit für den operativen Anlagenbereich beginnt auf der Steuerungsebene

27. Juli 2020 - 0:00
Wie sich die zunehmend digital vernetzte Energieproduktion und Energieverteilung vor Cyberangriffen schützen lässt
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Garage per Fingertipp öffnen

24. Juli 2020 - 16:20

Wer den Bau einer Garage plant oder die bereits bestehende modernisieren möchten, muss sich zunächst für ein Garagentor entscheiden. Neben dem klassischen Schwingtor gibt es zum Beispiel platzsparende Alternativen. So schwingt etwa das Deckenlauftor nicht nach vorne aus. Da sein stabiler Torpanzer, der aus einzelnen horizontalen Elementen besteht, im rechten Winkel flach unter die Decke gelenkt wird, benötigt es auch in der Garage nur sehr wenig Raum. Eine maximale Durchfahrtshöhe bleibt bestehen.

"Nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren Seitenlauftore, deren vertikal angeordnete Profile senkrecht um die Ecke und flächig an eine Wandseite laufen", erklärt Marcus Baumeister vom BVRS. Rolltore würden ebenfalls nach oben gefahren. Der Rollpanzer würde wie bei einem Fensterrollladen hinter dem Sturz zu einem Paket zusammengerollt. So bleibe die gesamte Decke frei, erklärt er.

Nachrüsten ist möglich

Für mehr Komfort statten Fachleute das gewählte Modell auf Wunsch zusätzlich mit einem Motor aus. Durch eine entsprechende Steuerung lässt es sich vom Fahrzeug aus per Fernbedienung, durch tippen auf das Smartphone oder Sprachbefehl bedienen. "Auch bei bereits vorhandenen Toren ist das Nachrüsten von Motoren möglich – unabhängig davon, ob sie schwingen, sich aufrollen, hoch oder zur Seite laufen", sagt Baumeister.

Bei Haustüren sorgen smarte Türschlösser für die nötige Sicherheit. Diese kann über eine App gesteuert werden und etwa dem Nachbarn fürs Blumengießen während dem Urlaub geöffnet werden. Von unterwegs kann der Nutzer nachsehen, ob sie verschlossen ist. Eingebunden in ein Smart-Home-System lässt sich ebenso der Status des Garagentors aus der Ferne überprüfen. Zusätzliche Sicherheit kann eine elektronische Hinderniserkennung bieten: Sie stoppt die Torbewegung, wenn das Tor auf ein Hindernis trifft. Sie kann außerdem um eine entsprechende Ausstattung zum Einbruchschutz ergänzt werden. Quelle: BVSR / IVRSA / al

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DBU fördert weitere Start-ups

24. Juli 2020 - 12:49

Damit soll eine Energiewende realistisch sein. Das meint die Deutsche Bundesstifung Umwelt (DBU). „Mit dem Umbau unseres Energiesystems auf dezentrale Erneuerbare Energien wie Solar- oder Windkraft geht ein grundlegender Wandel der Energieversorgung einher“, sagt Christina Vogel, Geschäftsführerin von elena international. „Die bisherigen Methoden, die zum Berechnen der Stabilität der Netze genutzt wurden, können viele der neuen Fragestellungen nicht abbilden.“ Sie seien auf ein System ausgerichtet, in dem zentrale Großkraftwerke den Strom weitestgehend alleine produzieren. Das mache besonders den kleinen und mittleren Stadtwerken bei ihren Planungen zu schaffen. Dabei gebe es für viele Probleme bereits gute Antworten aus der Energieforschung, die aber den Weg in die Praxis noch nicht gefunden hätten. Die Gründerinnen Christina Vogel und Dr. Sabine Auer bieten mit ihrem Start-up genau die Analysen und Methoden an, die es ermöglichen, Erneuerbare Energieanlagen realitätsnah zu simulieren und digital abzubilden. Auer: „Mit unserer Innovationsplattform geben wir unseren Kunden wie Stadtwerken, Energieversorgern und Netzbetreibern ein Werkzeug an die Hand, um die technischen Herausforderungen der Energiewende zu meistern.“

Optimales Wachstum durch optimale Beleuchtung

„In Gewächshäusern werden Pflanzen mit Kunstlicht bestrahlt, damit sie besser wachsen“, sagt Timo Hoffmann vom Start-up Hortiya. Doch wie viel Licht eine Pflanze genau benötige, sei nicht festzustellen - bis jetzt: „Wir verwenden einen neuartigen Sensor, der Rückschlüsse auf die Photosyntheseleistung der Pflanzen ermöglicht. Mit dem so ermittelten Messwert kann das Licht, das auf die Blätter fällt, optimal an die aktuellen Bedürfnisse der Pflanzen angepasst werden“, so Hoffmann. Diese neue, durch künstliche Intelligenz gesteuerte Methode, ermögliche ein pflanzenspezifisches Beleuchten und eine Energieeinsparung in Gewächshäusern. So könne die Qualität und der Ertrag der Produkte gesteigert und gleichzeitig das Versorgen mit Lebensmitteln in Ballungsgebieten umweltfreundlicher gestaltet werden.

Strenge Auswahlkriterien

Die zwei neu geförderten Start-ups wurden im Vorfeld aus einer großen Gruppe von Bewerbern ausgesucht. Die eingegangenen Anträge wurden von internen und externen Experten verschiedener Fachrichtungen auf Kriterien wie Innovationshöhe, Marktpotenzial, Umsetzungsfähigkeit und Nachhaltigkeitsherausforderung geprüft, bevor ausgewählte Antragsteller zur Präsentation eingeladen wurden. „Wir haben viele qualifizierte Bewerbungen erhalten, und die jungen Gründer und Gründerinnen von elena international und Hortiya konnten uns mit ihren grünen Ideen und ihren Geschäftsmodellen am meisten überzeugen“, sagt Grade. Ein tolles Resultat neuer Unternehmer.

Quelle: DBU/wh

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Energieberater sehen großes Sanierungspotenzial dank attraktiver Förderung

24. Juli 2020 - 12:31

Die seit Anfang des Jahres deutlich verbesserten Förderkonditionen in den Energieberatungs- sowie KfW- und BAFA-Programmen führten laut den Verbandsvertretern zu deutlich erhöhter Nachfrage bei Beratungen und Umsetzungen in energieeffiziente Maßnahmen. Der stellvertretende GIH-Vorsitzender Dieter Bindel mahnte jedoch an, dass Energieberater sich nicht nur von den Förderhöhen leiten lassen, sondern sinnvoll, ganzheitlich und individuell beraten sollen. „Wir müssen betrachten: wie leben die Leute und wie gehen wir mit den Ressourcen um“, sagt Bindel. Eine zehn Jahre alte Heizung nur wegen der Förderung auszutauschen, mache daher meist keinen Sinn. Zudem sieht GIH-Vorsitzender Jürgen Leppig den Flaschenhals bei den umsetzenden Handwerkern. Deshalb verwies er auch auf Möglichkeiten der seriellen Sanierung, bei der industriell vorgefertigte Bauteile montiert werden.

Wichtig sei laut Energieberater Leppig die in der ab 2021 geplanten Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) vorgesehene engere Verzahnung zwischen Energieberatung und investiven Fördermaßnahmen. Werde zum Beispiel ein individueller Sanierungsfahrplan vor einer Sanierung durchgeführt, fänden viel mehr und sinnvollere Umsetzungen statt. Davon profitiere auch die Wirtschaft. Er untermauerte dies durch die jüngste Analyse des Förderprogramms Energieberatung für Wohngebäude. „Ein Fördereuro löst 41 Euro an Investitionen aus“, sagt Leppig.

Weniger Lob gab es von Leppig für das jüngst verabschiedete Gebäudeenergiegesetz. „Das GEG ist nicht der große Wurf“. Jedoch fand er positiv, dass „die anlassbezogene Energieberatung Einlass gefunden“ habe und so der neue Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhauses „Kontakt mit einem Energieberater aufnehmen“ müsse. Allerdings sei ein Wehrmutstropfen, dass diese kostenlos anzubieten sei, da dies wieder die für die Verbraucherzentrale (VZ) tätigen Energieberater gegenüber den freien Energieberatern bevorzuge. Er forderte, dass letztere für die gleiche Beratungstätigkeit ebenso eine staatliche Förderung bekommen sollten. Grundsätzlich finde er jedoch wichtig, dass die VZ „niederschwellige Energieberatungen“ anbiete.

Eine andere Diskriminierung habe das GEG jedoch aufgehoben: „Was wir gut finden, ist, dass die Handwerksmeister zugelassen sind.“ Leppig spielte darauf an, dass Energieberater mit der Grundausbildung Handwerksmeister nun bei entsprechender Weiterbildung endlich auch im Nichtwohngebäudesektor tätig sein dürfen. Hier zeigte sich - bei sonst ziemlich übereinstimmenden Ansichten - der Unterschied zwischen GIH und dem ebenfalls teilnehmenden Deutschen Energieberater Netzwerk (DEN). Der GIH trete seit jeher, so Bindel, für die „vorhabensbezogene Unabhängigkeit“ ein, die auch in der neuen Förderung BEG vorgesehen ist. Der Handwerksmeister und Energieberater berichtete davon, dass er keine Baubegleitung durchführe, wo er auch handwerkliche Leistungen erbringe. Auch Leppig konnte nicht nachvollziehen, warum Energieberater mit Handwerksbetrieb per se die schlechteren Experten seien. Dies habe für ihn sogar den „Hauch von Diskriminierung“. Das DEN sieht diese schon lange funktionierende Praxis bei GIH-Energieberatern mit parallelem Unternehmen aus „Haftungsfragen“ laut Vorsitzende Marita Klempnow anders. Somit sieht der GIH das GEG gespalten, aber zeigt sich zuversichtlich.

Quelle: GIH/wh

 

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