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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 58 Minuten 20 Sekunden

Wasserstoff für die Stromwende einsetzen

22. Juni 2020 - 7:07

Wasserstoff aus regenerativem Strom ist ein vielversprechender Weg zu mehr Klimaschutz, zunächst besonders in Stahl-, Zement- und Chemiewerken, aber auch anderen Sektoren, so der BKWK. Mit wachsendem Anteil ins Erdgasnetz eingespeist, kann Wasserstoff langfristig fossiles Erdgas ersetzen. Heizungen, Kraftwerke und Wärmenetze werden damit klimafreundlicher.

Jedoch ist Wasserstoff Energieträger und keine Energiequelle. Grüner Wasserstoff soll in großen PV-Farmen in Nordafrika gewonnen und über Hochdruck-Tankschiff-Infrastruktur nach Deutschland kommen. Die gebe es bisher noch nicht mal auf dem Reißbrett, bemängelt der BKWK. Zu lange würde es dauern, bis die Technologie das Klima wirksam entlaste.

Schnellere Optionen, die zum Gelingen der Wasserstoffstrategie beitragen, würden im eignene Land liegen, sagt der BKWK. Der Ausbau der erneuerbaren Energien müsse drastisch beschleunigt werden, um auch eine heimischen Produktion aufzubauen. Das sei zu günstigen Kosten möglich, da Wind- und PV-Anlagen noch nie so billig und die Zinsen historisch niedrig gewesen seien.

Ausbeute bei Netzengpässen steigern

Die nutzbare Ausbeute aus Windenergie könnte auch bei Netzengpässen noch deutlich gesteigert werden. Dazu müssten die vorhandenen regelbare Erzeuger immer dann ruhen, wenn das Netz ausgelastet ist. Dafür müssen laut Bundesverband dezentrale Erzeuger mit höherer Leistung und mit Wärmepufferspeichern ausgestattet werden. Als Praxisbeispiel nennt er etwa die ersten regenerativen Speicherkraftwerke. Die Kraft-Wärme-Kopplungen können die Stromversorgung sichern und Wärme liefern. Genau diese Strukturen würden auch zum Absatzmarkt für den Wasserstoff der Zukunft.

In den Speicherkraftwerken könne die Effizienz der inländischen Wasserstofferzeugung gesteigert werden. Deren Elektrolyseure erzeugen Abwärme-Verluste von bis zu 30 Prozent die nicht weggekühlt, sondern in den Speicherkraftwerken zur dezentralen Wärmeversorgung genutzt werden, sagt der BKWK.

Dieser sieht auch Biogas  als möglichen Partner. Die Biogas-Aufbereitungsanlagen gewinnen konzentriertes CO2. Damit kann grüner Wasserstoff sogar mit biologischen Verfahren zu regenerativem Methan veredelt werden. Durch Methanisierung würde Wasserstoff in beliebiger Menge kompatibel mit dem heutigen Erdgasnetz.

Darin zeigen sich viele synergetische Effekte zwischen der Wasserstoffstrategie, KWK- und Biogasanlagen. Es sei wichtig, so der BKWK, dass die Bundesregierung die Förderung dieser Technologien mit dem gleichen Nachdruck weiter entwickele und das EEG reformiere. Quelle: BKWK / al

 

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BSW legt Sieben-Punkte-Fahrplan vor

22. Juni 2020 - 7:04

Um beim Ausbau weiter voran zu kommen müssen weitere Marktbarrieren noch in diesem Jahr abgebaut werden, empfiehlt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW). „Die Solar- und Speicherbranche könnte damit deutlich kraftvoller dazu beitragen, dass die Klimaziele im Stromsektor erreicht werden und die Versorgungssicherheit kosteneffizient gewährleistet wird“, erklärte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW, hinsichtlich des Fahrplans. Zugleich werde damit die Schaffung von mindestens 50.000 neuen Vollzeitjobs in der Energiebranche möglich.

An erster Stelle der Empfehlungen stehen eine Verdoppelung des Photovoltaik-Ausbautempos im Jahr 2021 und eine Verdreifachung der jährlich installierten PV-Leistung ab dem Jahr 2022. Die im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung für das Jahr 2030 vorgesehenen solaren Kraftwerkskapazitäten müssten bereits Mitte der 20‘er Jahre errichtet sein. Nach einem mit Bonner Forschern vorgelegten Gutachten sei nur so eine Stromerzeugungslücke vermeidbar, die andernfalls infolge des Atom- und Kohleausstiegs bereits in drei Jahren aufreiße.

Damit Batteriespeicher ihre kurzfristige Pufferfunktion für die Energiewende im erforderlichen Umfang erfüllen können, müsse ihre Kapazität in den kommenden zehn Jahren gegenüber 2019 verzehnfacht werden, mahnt der BSW. Hinzu komme, dass die von der Bundesregierung jüngst vorgelegte Wasserstoffstrategie zwar einige gute Ansätze umfasse, bis 2030 aber nur einen Bruchteil der darüber hinaus notwendigen saisonalen Speicherkapazität schaffen könne. Gegen Ende des Jahrzehnts müsse bereits die vierfache Leistung an Wasserstoff-Elektrolyseuren vorliegen, um die Versorgungssicherheit sicherzustellen, berechneten die Gutachter von EuPD Research.

Als vorrangige Marktbarrieren führte die Solarwirtschaft unter anderem die Belastung solarer Eigen- und Direktversorger mit der EEG-Umlage an, ungeeignete Rahmenbedingungen für die Errichtung von Solardächern der Megawattklasse auf großen Industriehallen und eine viel zu restriktive Standortkulisse für ebenerdig errichtete Solarparks.

Im Falle der Einführung angemessener CO2-Mindestpreise könne die Förderabhängigkeit der Photovoltaik in den kommenden Jahren beschleunigt werden. Der europäische Emissionshandel böte zu wenig Investitionsimpulse und bilde nur einen Bruchteil der Gesundheits- und Klimafolgenkosten fossiler Energieträger ab.

Weiterer gesetzlicher Reformbedarf besteht für den BSW, um den Weiterbetrieb tausender Solarstromanlagen zu ermöglichen, die bereits ab kommendem Jahr nach 20 Jahren Anlagenbetrieb aus der EEG-Förderung fallen. Dafür bedürfe es nach Auffassung des BSW keiner Anschlussförderung mehr, wohl aber die „Ermöglichung eines barriere- und diskriminierungsfreien Weiterbetriebs“. Quelle: BSW / al

 

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Warum jetzt der ideale Zeitpunkt für die Gebäudesanierung ist

22. Juni 2020 - 6:55

Bis 2030 will die Bundesregierung den CO2-Ausstoß deutlich reduzieren. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Gebäudesektor: Rund 35 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland gehen auf das Konto von öffentlichen oder privaten Gebäuden. Mit dem CO2- Gebäudesanierungsprogramm sollen Hausbesitzer und Wohnungseigentümer dazu motiviert werden, eine energetische Sanierung in Angriff zu nehmen. „Nun hat die Koalition im Rahmen des Corona- Konjunkturpakets das CO2-Gebäudesanierungsprogramm um eine Milliarde aufgestockt“, sagt Kerstin Vogt, Geschäftsführerin der VdZ, Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik. „Das sind tolle Nachrichten für Hausbesitzer und Wohnungseigentümer, denn das bedeutet, dass jetzt noch mehr Anträge als bislang bewilligt werden. Außerdem profitieren Modernisierer von der Absenkung der Mehrwertsteuer bis Dezember 2020. Auch ein paar Prozentpunkte machen für Investitionen in eine Heizungsanlage eine Menge aus.“

Jetzt in die energetische Sanierung investieren

Mit dem Konjunkturprogramm setzt die Bundesregierung klare Impulse: Der Gebäudesektor als Konjunkturmotor der Wirtschaft wird gestärkt und der Kurs Richtung Klimaschutz fortgesetzt. Wer seine Heizung erneuern möchte und sich für erneuerbare Energien entscheidet, kann die Förderungen durch das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nutzen: Seit Januar 2020 erhalten Sanierungswillige einen höheren BAFAZuschuss für die neue Heizung und auch die KfW hat ihre Angebote zur energetischen Sanierung deutlich aufgestockt. „Noch nie gab es so viele attraktive Angebote, um in Energieeffizienz zu investieren, wie jetzt“, betont VdZ-Geschäftsführerin Vogt. „Und dank der um drei Prozent reduzierten Mehrwertsteuer profitieren Hausbesitzer und Wohnungseigentümer von den Investitionszuschüssen gleich doppelt. Modernisieren lohnt sich also richtig. Diese Chance sollte sich keiner entgehen lassen“. Einen großen Gewinn bietet auch die Heizungsoptimierung, die noch mindestens bis Ende des Jahres von der BAFA gefördert wird und oft den Einbau einer modernen Heizungspumpe beinhaltet, die bis zu 80 Prozent weniger Energie verbraucht als ein altes Modell. Weiterführende Informationen zur energetischen Gebäudesanierung stehen auf dem Serviceportal www.intelligent-heizen.info zur Verfügung.

Quelle: VDZ/wh

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Wenn beim Brandtest Sicherheit besteht

18. Juni 2020 - 10:13

Können eine Schachtel Pralinen und ein 100-Euro-Schein im Feuer Temperaturen von annähernd 1000 Grad Celsius überstehen – nur von Steinwolle geschützt und das eine Viertelstunde lang? Das klingt wie ein Fall für "Wetten, dass?" Und Heiko Faltenbacher, Marketingleiter bei Heck Wall Systems in Marktredwitz, würde keine Sekunde zögern, da anzutreten. Den Beweis liefert er mit einem Video: In ihm halten Pralinen, nur von Wärmedämm-Verbundplatten aus Steinwolle ummantelt, Hitze und Flammen stand, ohne auch nur ansatzweise zu zerlaufen. Wohlgemerkt: Der Schmelzpunkt von Schokolade beträgt 38 Grad Celsius.

Zugegeben: So etwas funktioniert nicht mit allen Dämmstoffen. Gemäß der Euroklassen, die das Brandverhalten von Baustoffen beschreiben, wurde das Wärmedämm-Verbundsystem MW A1 von Heck als erstes seiner Art mit der Bestnote bewertet. A1 gilt nur für Materialien, die nicht-brennbar sind und einen Schmelzpunkt von mehr als 1000 Grad Celsius haben. Solche Baustoffe leisten auch keinen Beitrag zum sogenannten Flashover, den Feuerwehrleute so fürchten. Dabei geht der Brandherd blitzschnell in einen Vollbrand über und die Flammen breiten sich mit rasanter Geschwindigkeit aus.

Heck verwendet als Material für sein Dämmsystem Steinwolle. Hergestellt wird sie aus Gesteinsarten vulkanischen Ursprungs wie Basalt – und die waren im Erdinneren extrem hohe Temperaturen gewohnt. Im Schmelzofen wird das Gestein verflüssigt und anschließend zu Fasern versponnen. Eine sehr ergiebige Angelegenheit: Nur ein Kubikmeter des Ausgangsmaterials ergeben 100 Kubikmeter Steinwolle. „Das sind Ressourcen, die reichlich vorhanden sind“, sagt Heiko Faltenbacher. Zudem lassen sich die Dämmplatten später nahezu komplett recyceln. Selbst für den Bauverschnitt auf Baustellen hat Heck Wall Systems ein eigenes bundesweites Recyclingkonzept entwickelt.

Als Naturmaterial verfügt Steinwolle bauphysikalisch noch über weitere Vorteile: Sie verbessert Steinwolle den Schallschutz und ist hoch diffusionsoffen.

"Unser Wärmedämm-Verbundsystem aus Steinwolle liefert dem Feuer keinerlei Nahrung und bietet Bewohnern Sicherheit. Wir sind froh, Bauherren damit eine ebenso ökologische wie brandsichere Lösung anbieten zu können“, so Faltenbacher. Er ist es auch, der in dem Youtube-Video nach dem Löschen des Holzfeuers die Pralinenschachtel öffnet und ein Stück genüsslich verspeist. „Wette gewonnen“, lautet die Zusammenfassung. Das Material überzeugt.

Quelle: Heck Wall/wh

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BVG fordert bessere Bedingungen für Geothermie

18. Juni 2020 - 7:39

Diese Ergebnisse stammen aus dem European Geothermal Market Report 2019, der vom European Geothermal Energy Council (EGEC) veröffentlicht wurde. Mit diesen wird vorausgesagt, dass sich die Zahl der in Betrieb befindlichen grundlastfähigen Kraftwerke in den nächsten fünf bis acht Jahren verdoppeln könnte.

Im Jahr 2019 gab es 5,5 GWth installierter Kapazität in 25 europäischen Ländern, wobei im Vergleich zu 2018 viele neue Projekte in ganz Europa geplant sind. Somit sei Europa ein führender Markt für geothermische Fernwärme- und Kühlsysteme, stellt der Bundesverband Geothermie in seiner Mitteilung fest. Der Status der geothermischen Fernwärme und Fernkühlung spiegele ein starkes Interesse an dieser erneuerbaren Ressource und die Möglichkeit wider, sie fast überall in Europa einzusetzen. Der Trend der laufenden Projekte lasse eine rasche Beschleunigung und eine Diversifizierung auf den führenden Märkten erwarten.

Wirksame Kohlenstoffbepreisung fehlt

Im Jahr 2019 wurden auf dem europäischen Markt für geothermische Wärmepumpen zwei Millionen Wärmepumpen installiert. "Der EGEC-Bericht zeigt, dass die Nutzung geothermischer Energie mit den richtigen politischen Maßnahmen und Marktbedingungen sehr schnell ausgebaut werden kann", sagt Erwin Knapek, Präsident des Bundesverbands Geothermie. Dafür brauche es einen stabilen politischen Rahmen, angemessene Versicherungssysteme, solide Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationspolitik, eine wirksame Kohlenstoffbepreisung und die Einstellung der Förderung fossiler Brennstoffe, einschließlich Erdgas. Deutschland hinke hier hinter anderen EU-Ländern deutlich zurück. "Die Bedingungen hier stellen eine enorme Behinderung geothermischer Technologien dar, erschweren den Marktzugang und verlangsamen letztlich die Akzeptanz dringend benötigter Lösungen zur Dekarbonisierung der deutschen und der europäischen Volkswirtschaften", so Knapek weiter.

Philippe Dumas, EGEC-Generalsekretär bezeichnet die kommenden zehn Jahre als "Geothermische Dekade". Mit der Gewinnung von nachhaltigem geothermischem Lithium made in Europe würden sich neue Möglichkeiten ergeben. Mit so vielen verschiedenen Anwendungen, einem riesigen ungenutzten Potenzial und den hohen Wachstumsraten der letzten Jahre werde die Geothermie zwangsläufig zum Fundament des Energiewandels werden. Dumas: "Geeignete europäische und nationale politische Rahmenbedingungen könnten und sollten diesen Trend fördern, wenn es den europäischen Ländern ernst damit ist, bis 2050 kohlenstofffrei zu werden." Quelle: BVG / EGEC / al

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Sanierungsindex DESAX zeigt gute Nachfrage bei Gebäudesanierung

17. Juni 2020 - 13:16

Enormes Interesse belegen die Zahlen des Deutschen Sanierungsindex DESAX aus dem April und Mai. Sie zeigen, wie viele Interessenten sich bei der Deutschen Auftragsagentur in den jeweiligen Monaten Angebote in unterschiedlichen Segmente eingeholt haben. Die Zahlen sind im April und Mai in allen abgefragten Bereichen deutlich gestiegen.

Derzeit profitiert vor allem der Heizungsbereich. Der DESAX-Wert lag im April bei Heizung 292, im Mai bei 383. Referenzwert ist das Jahr 2012. Für dieses Jahr wurde der Wert 100 definiert. Auch bei Dach und Dämmung gab es mehr Anfragen als im Vormonat. Der DESAX-Wert lag im April bei 137, im Mai bei 161. Bei Fenstern waren es 115 im April und 133 im Mai.

Wichtig zu wissen ist dabei, dass der Wert das Interesse anhand von Online-Anfragen abbildet. Das erklärt neben den verbesserten Förderbedingungen die höheren Werte, da viele Leute während des Lockdown mehr Zeit zu Hause und im Internet verbracht haben. Einen weiteren Schub könnte die Steuerförderung gebracht haben, die es seit Anfang des Jahres gibt. Auch das Corona-Konjunkturpaket wird sich auswirken.Ende des Jahres wird sich zeigen, wo sich das Interesse in Umsatz niederschlägt. pgl

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TU forscht an Silizium-Solarzelle ohne Wirkungsgradverlust

17. Juni 2020 - 9:56

Die Nutzung des Sonnenlichts durch Photovoltaik-Solarmodule spielt eine bedeutende Rolle unter den Erneuerbaren Energien und im Energiemix. Hierbei besitzt die kristalline Silizium-Technologie einen Anteil von zirka 95 Prozent am Photovoltaik-Weltmarkt. Mit der Entwicklung der sogenannten PERC (Passivated Emitter and Rear Contact)-Solarzelle konnten in den vergangenen Jahren die Wirkungsgrade nochmal einmal deutlich angehoben werden. Sie liegen laut TU Bergakademie Freiberg derzeit bei über 22 Prozent für einkristallines und bei rund 20 Prozent für multikristallines Silizium-Basismaterial.

Im Zorro-Verbundvorhaben wird nun an einem Zero-Degradationskonzept für die industrielle Produktionstechnologie von multi- und monokristallinen PERC-Solarmodulen gearbeitet. Denn die PERC-Solarzellen sind sehr anfällig für Degradation: Der Wirkungsgrad der Solarzelle kann im Betrieb um mehrere Prozentpunkte absinken. Eine der Ursachen für diesen Wirkungsgradverlust ist die Beleuchtung bei erhöhter Temperatur, das so genannte LeTID (Light and elevated Temperature Induced Degradation)-Phänomen. Selbst wenn dieser Degradationsmechanismus in einigen Fällen ausgeschaltet werden kann, sind der Wirkmechanismus und die Ursache des LeTID-Phänomens materialseitig noch nicht grundlegend verstanden.

Ursachen der Defekte werden analysiert

Die notwendige Grundlagenforschung erfolgt unter anderem im Reinraumlabor des Instituts für Angewandte Physik an der TU Bergakademie Freiberg. Dort werden unter anderem die Ursachen der Defekte analysiert und deren Auswirkungen auf die Solarzelleffizienz und den Modulenergieertrag simuliert. Im Fokus steht das Zusammenspiel aus unterschiedlichsten Verunreinigungselementen im Wafergrundmaterial mit Wasserstoff, der während der Herstellung der Solarzelle eingebracht wird.

Das Zorro-Projektkonsortium besteht aus einem Zusammenschluss von vier Forschungseinrichtungen sowie zwei assoziierten Industriepartnern. Das Fraunhofer IISB aus Erlangen, das das Vorhaben koordiniert, bringt seine Expertise im Bereich der Kristallzüchtung ein und übernimmt die Herstellung von gezielt verunreinigtem Silizium-Grundmaterial. Das International Solar Energy Research Center Konstanz (ISC) ist für die Herstellung von PERC-Solarzellen zuständig. Die Defekt- und Degradationsuntersuchungen werden von der Universität Konstanz (UKN) sowie dem Institut für angewandte Physik (IAP) der Technischen Universität Bergakademie Freiberg (Sachsen) durchgeführt. Als assoziierte Industriepartner sind die Wacker Chemie AG und die Centrotherm International AG beteiligt. Quelle: TU Bergakademie Freiberg / al

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Fenster für den Umweltschutz recyclen

16. Juni 2020 - 10:35

Da Kunststoffabfälle Jahr für Jahr zunehmen – laut Plastikatlas 2019 waren es rund 38 Kilogramm pro Kopf in Deutschland – ist es umso wichtiger, durch Recycling wertvolle Ressourcen zu schonen und die CO2-Belastung effektiv zu reduzieren. Somit können Kunststoff, Holz, Metall, Stahl, Aluminium, Gummi der ausgedienten Fenster und Türen nach der Modernisierung weiter genutzt werden. Um beispielsweise die einzelnen Bestandteile eines PVC-Fensters trennen und weiterverarbeiten zu können, müssen die Fenster zunächst in kleine Teile geschreddert werden. Durch Zentrifuge, Druckluft- und Rüttelsieb werden die Wertstoffe dann voneinander getrennt und sortiert. „Den Kunststoff zerkleinern wir anschließend in mehreren Arbeitsschritten auf Millimetergröße, sortieren und reinigen ihn, bevor wir ihn wieder einschmelzen. Das Ergebnis ist ein hochwertiges Kunststoff-Granulat, das annähernd die gleichen technischen Eigenschaften wie Neumaterial aufweist“, erklärt Frank Lange, Geschäftsführer des Verbandes Fenster und Fassade (VFF).

Bei alten Holz- und Metallfenstern geht das Hauptmaterial einen anderen Recyclingweg. Laut dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist Holz ein CO2-neutraler Energieträger, weshalb er in Biomasse-Heizkraftwerken zur effizienten Energieerzeugung eingesetzt wird. Das Naturmaterial macht etwa zwei Drittel eines Fensters aus und gelangt durch spezialisierte Altholz-Verwertungsunternehmen in den Wertstoffkreislauf. „In den meisten Fällen wird das Holz alter Fenster, deren Lebenszyklus überschritten ist, der Verbrennung mit Energierückgewinnung zugeführt. Die Metallteile der Rahmen und Beschläge werden wie auch der Kunststoff zerkleinert, sortiert und eingeschmolzen“, erklärt Lange. Aus den so wiedergewonnenen Rohstoffen würden neue Fenster- und Türenbestandteile sowie Bauprofile produziert. Das Gleiche geschieht mit dem Aluminium alter Fenster und Türen: Nach dem Schreddern und der Trennung von anderen Materialien wird es zu Pressbolzen mit stofflicher Qualität geschmolzen.

Aus ausgedientem Fensterglas entsteht nach dem Einschmelzen entweder wieder Fensterglas oder wird zu anderen Glasprodukten verarbeitet. „Da der recycelte Kunststoff neues Granulat liefert, das Holz alter Fenster zur Energiegewinnung genutzt wird und auch die anderen Materialien wiederverwertet werden, ist das Recycling von Fenstern und Türen in nahezu geschlossenen Kreisläufen ein aktiver Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz“, sagt Lange abschließend. Quelle: VFF/ FS / al

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Kombiheizungen können sich Förderung sichern

16. Juni 2020 - 8:04

Zusätzlich zu der bisher vorherrschenden Kombination mit einer Wärmepumpe oder einem Biomassekessel setzen die Anbieter derzeit auch wieder auf das Duo Erdgas/Solarthermie. Viessmann zum Beispiel schickt sein neues Kompaktgerät Vitodens 242-F ins Rennen. Obwohl ein 170 Liter großer emaillierter Solarspeicher integriert sei, finde das Gerät auf nur 0,4 Quadratmeter Grundfläche Platz, sagt Fachpresseleiter Wolfgang Rogatty. Und wenngleich Solarthermie auf Wunsch erst später ergänzt werden könne, sei auch das Regelungsmodul zur Ansteuerung der Solaranlage bereits eingebaut. „Mehr als 50 Prozent der für die Trinkwassererwärmung notwendigen Energie können mit diesem Gerät durch kostenlose Solarthermie eingespart werden.“ Heizungsunterstützung leistet das Produkt zusätzlich. Auf den Wärmetauscher aus Edelstahl gibt das Unternehmen zehn Jahre Garantie, auf das Gesamtsystem fünf Jahre. Wer nicht gern in den Heizungskeller geht, kann alles über ein beliebig platzierbares Wandkästchen oder eine Smartphone-App fernsteuern und auch direkt durch den Installateur fernwarten lassen.

Viessmann bietet daneben auch Kombinationen mit Wärmepumpe oder einem Biomassekessel an. Die Wärmepumpe muss dabei nicht zwangsläufig zum Heizen dienen: Das Modell Vitocal 262-A stellt ausschließlich Warmwasser zur Verfügung. Gerade damit könne „eine bestehende Heizungsanlage schnell, einfach und preisattraktiv zu einem Hybridsystem modernisiert werden“, sagt Rogatty. Er weist außerdem auf das klimaschonende Kältemittel R1234ze hin, das bei diesem Gerät eingesetzt werde. Die Klimawirkung sei „mit dem eines natürlichen Kältemittels annähernd vergleichbar“ – ein wichtiges Argument in der sich derzeit entwickelnden Diskussion.

EE-Hybride werden mit bis zu 45 Prozent gefördert

Sogar Wärmepumpe, Biomasse und Solaranlage sei machbar, sagt Wolfgang Rogatty, und solche sogenannten EE-Hybride „werden sogar mit bis zu 35 Prozent, beziehungsweise bis zu 45 Prozent bei Austausch des alten Ölkessels, finanziell gefördert.“ Das ist noch einmal eine Steigerung gegenüber den BAFA-Fördersätzen von 30 beziehungsweise 40 Prozent für die Kombination Gas/Solar, die seit Jahresbeginn gelten. Rogatty: „Es ist zu erwarten, dass solche Kombinationen sich aufgrund der hohen Förderung am Markt durchsetzen werden.“ Der Fachpresseleiter empfiehlt dafür die neue Generation von Gas-Wand- und Kompaktgeräten der Vitodens-200er-Reihe.

Bosch Thermotechnik hatte für ihren Messeauftritt eine kleine Variante des Gas-Brennwertmoduls Condens fürs Einfamilienhaus vorgesehen: Condens 5300i WM Solar. Die Nennwärmeleistung von 24 Kilowatt wird von der Steuerung je nach Bedarf stufenlos auf bis zu 2,4 Kilowatt heruntergeregelt. Der Solarspeicher ist mit 210 Liter etwas größer als bei Viessmann, und ebenso das ganze Gerät: Hier muss man 67 mal 60 cm Grundfläche einplanen. Für Fernbedienungs- und andere Funktionen muss ein WLAN-Regler dazugekauft werden; dann aber ist das Gerät mit Hilfe von Bewegungsmeldern sogar zur Anwesenheitserkennung fähig, was bekanntlich in Verbindung mit einer Einzelraum-Temperaturregelung bis zu 25 Prozent Heizenergie einsparen kann.

Sieben Jahre Garantie auf das Gesamtsystem

Bosch bietet auf das Gesamtsystem sieben Jahre Garantie an. Typisch für Bosch, dessen Marke Buderus seit langem fossile Heizkessel anbietet, ist eine Kombination von Erdgaskessel und Luftwärmepumpe. Neu ist das Gas-Brennwert-Hybridsystem Logano plus KBH192i. Es kommt im Juli 2020 in zwei Versionen auf den Markt: Der Gas-Brennwertkessel leistet wahlweise 15 kW oder 22 kW, die Luft-Wasser-Wärmepumpe erreicht 6,5 kW (A2/W35) beziehungsweise 5,4 kW (A-10/W35).

Eine Hybridheizung im weiteren Sinn bietet Bosch als Komplettlieferant zusammen mit einem österreichischen Unternehmen an: Strom von einer Photovoltaikanlage – der Wechselrichter kommt von Fronius – wird von einem Energiemanager „MyEnergyMaster“ bevorzugt zu einer Wärmepumpe der Baureihe Logatherm WLW196i dirigiert. Das geschieht nicht mit „an/aus“, sondern je nach momentaner Solarstromlieferung wird die Wärmepumpenleistung stufenlos angepasst. Das Ganze kann so eingestellt werden, dass Solarstrom thermisch gepuffert wird, um den Eigenstromanteil zu erhöhen. Zum einen kann dazu der Energiemanager das Wasser im Puffer- und Warmwasserspeicher über den Sollwert hinaus erhitzen lassen; zum anderen kann er das auch mit bestimmten Räumen machen. Die Wärme wird so zum Beispiel in Estrich und Raumluft des Wohnzimmers gespeichert, das tagsüber vorgeheizt wird. Abends, wenn kein eigener Strom vom Dach mehr zur Verfügung stehen würde, kann dann im besten Fall die Wärmepumpe ausgeschaltet bleiben.

Kombinieren mit Solarthermie oder Brennwertkessel

Flexible Kombinationen hat auch Weishaupt vorgesehen. Die neue Luftwärmepumpe Biblock WWP LB liefert modulierend 5,6 bis 16,6 Kilowatt Wärme auf einem Niveau bis zu 65 Grad. Dass das Splitgerät das auch bei einer Außentemperatur von minus 22 Grad noch hinbekommt, liegt laut Hersteller an einer Dampfeinspritzung und einem Zusatz-Wärmetauscher mit elektronischem Expansionsventil. Das Gerät ist serienmäßig komplett für den Kühlbetrieb ausgestattet und kann, so Peter Bolkart von Weishaupt, sowohl mit dem Solarthermie-Flachkollektorsystem Thermo Solar WTS-F als auch mit den fossilen Brennwertkesseln Thermo Condens WTC kombiniert werden. Nicht nur das Außengerät sei mit 35 dB(A) sehr leise, sondern dank einer „hochwirksamen Komposit-Schallisolierung“ auch das Innengerät.

Vaillant geht mit seiner neuen Luftwärmepumpe Arotherm plus sozusagen in die entgegengesetzte Richtung: Das Monoblockgerät ist das erste, das das Unternehmen als alleinige Wärmequelle für Heizungsmodernisierungen im Altbau empfiehlt. Eine Vorlauftemperatur bis zu 75 Grad erlaubt es, bei den vorhandenen normalen Heizkörpern zu bleiben – ohne den fossilen Kessel weiterzubetreiben oder einen nachzukaufen. Und mit 29 dB(A) Betriebsgeräusch unterbietet das Gerät die meisten Konkurrenzmodelle. Von Alexander Morhart

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Corona belastet Bau mit Zeitverzug

15. Juni 2020 - 14:41

Für Energie und Klimaschutz stehen mit dem Klimaschutzprogramm gut 50 Milliarden, aus dem Konjunkturprogramm etwa 40 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Politik hat damit Maßnahmen im Umfang von fast 100 Milliarden Euro auf den Weg gebracht, die auch im Gebäudebereich Wirkung entfalten können. Insgesamt kommt es nun darauf an, den Bausektor in den kommenden Monaten zu stabilisieren und gleichzeitig die richtigen Impulse für mittelfristig wirkende Klimaschutz- und Konjunkturmaßnahmen zu setzen. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) bietet mit dem dena-MARKTMONITOR Gebäudesektor "Perspektiven des Gebäudesektors in der Corona-Krise" einen differenzierten Einblick in die Branchen und zeigt Lösungsoptionen für nachhaltiges Wachstum.

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, kommentiert: "Viele Unternehmen sind mit vollen Auftragsbüchern in die Krise gestartet. Aber dieser Puffer schmilzt bei Bauunternehmen, Herstellern, Handwerk und Planern dahin. Wichtig sind daher Maßnahmen, die sowohl die Nachfrage als auch die Klimaschutzziele stärken. Das aktuelle Konjunkturprogramm der Bundesregierung spiegelt das in weiten Teilen wider. Es gibt durchaus Gründe für Zuversicht. Die dynamischen Entwicklungen bedürfen allerdings eines genauen Monitorings. Dazu möchten wir mit diesem dena-Marktmonitor einen Beitrag leisten." Die Branche beschäftigt insgesamt 4,2 Millionen Mitarbeiter und setzte im vergangenen Jahr ein Bauvolumen von rund 430 Milliarden um. Der Sektor ist aus klimapolitischer Sicht relevant, da die Emissionen im Gebäudebereich bis 2030 von heute rund 120 Millionen Tonnen auf 70 Millionen Tonnen sinken müssen.

Die im Januar 2020 im Rahmen des Klimaschutzprogramms stark verbesserten Förderprogramme bieten Unternehmen und privaten Immobilienbesitzern attraktive Anreize für energieeffizientes Bauen und Sanieren. Auch die Beschlüsse zum Konjunkturpaket der Bundesregierung bauen darauf auf, indem das CO2-Sanierungsprogramm für die Jahre 2020 und 2021 jeweils um eine Milliarde auf 2,5 Milliarden aufgestockt wird. Die Nachfrage nach den Förderprogrammen ist im ersten Quartal 2020 deutlich gestiegen. Vonzentraler Bedeutung ist nun ein monatliches engmaschiges Monitoring der Förderabrufe, um bei Bedarf frühzeitig nachsteuern zu können. Der kontinuierliche Mittelfluss ist wichtig für eine konstante Nachfrage, die auch Planungssicherheit schafft.

Unternehmen benötigen vor allem verlässlich Aufträge. Vorliegende Bau- und Sanierungsanträge müssen daher seitens der Verwaltungen zügig bearbeitet werden. Wichtig ist auch, dass Kommunen die energetische Sanierung von Schulen, Verwaltungsgebäuden oder Krankenhäusern vorantreiben und zusätzlichen Wohnraum schaffen. Denn dies dient der Konjunkturbelebung und dem Klimaschutz gleichermaßen. Ergänzend sollten zur Unterstützung von Kommunen und Kreisen auf Landes- oder regionaler Ebene Kompetenzzentren geschaffen werden, die flächendeckend Unterstützungsdienstleistungen für die Bauverwaltungen anbieten. Um privaten Bauherren sinnvolle Investitionsmöglichkeiten aufzuzeigen, sollte eine kostenfreie, vom Bund getragene Beratungsoffensive mit individuellen Sanierungsfahrplänen (iSFP) ins Leben gerufen werden.

Durch die Corona-Pandemie wird deutlich, in welchen Bereichen längerfristige Transformationsansätze notwendig sind und wie Wirtschaftswachstum und Klimaschutz gleichermaßen gestärkt werden können. Digitale Antrags- und Genehmigungsprozesse gehören ebenso dazu wie Ausbildungs- und Qualifizierungsprogramme, um den seit Jahren bestehenden Fachkräftemangel aufzulösen. Quelle: Dena / pgl

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Abschaltung von Anlagen wird unnötig

15. Juni 2020 - 11:08

Die einzelnen Energieformen und -netze sind über Erzeugungsanlagen und Verbraucher eng miteinander gekoppelt. Das führt zu einer Abhängigkeit der Teilsysteme untereinander. So wirkt sich eine Veränderung in einer Komponente oftmals auch auf andere Teilsysteme aus. Für eine ganzheitliche Optimierung muss deshalb stets das vollständige System betrachtet werden, was eine hohe Komplexität mit sich bringt. Eine weitere Schwierigkeit stellen die verschiedenen Optimierungsziele dar, die sich gegenseitig auch im Weg stehen können.

Mit Hilfe der Plattform TotalSystemControl (ToSyCo) zur Gesamtsystemsteuerung werden Zusammenhänge zwischen den (Teil-)Systemen identifiziert, intelligente Betriebsstrategien entwickelt und Optimierungsmaßnahmen validiert. Als Framework für ToSyCo wird ein Energiemonitoringsystem genutzt, in welchem alle energierelevanten Daten zusammenlaufen. Es wurden verschiedene Anlagen aus dem Reallabor für dezentrale Energiesysteme am Fraunhofer IISB in ToSyCo integriert: Ein Batteriespeichersystem mit einer Kapazität von 60 kWh (aktuell Ausbau auf 100 kWh), ein Großkältespeicher mit einem Volumen von 80 m³, ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer elektrischen Leistung von 150 kW und einer Wärmeleistung von 210 kW, zwei Wärmespeicher mit jeweils 12 m³ Volumen sowie eine Wärmepumpe mit einer Wärmeleistung von 50 kW. Die zukünftige Integration weiterer Anlagen, wie eine Redox-Flow-Batterie, ist bereits geplant und vorbereitet. Für das Reallabor IISB konnten durch die Betriebsstrategien aus ToSyCo Einsparpotentiale in Höhe von 25 % bezüglich des Leistungspreises und 6,5 Prozent hinsichtlich des Arbeitspreises nachgewiesen werden.

Lastspitzen sektorenübergeifend reduzieren

Um eine möglichst hohe und damit wirtschaftliche Lastspitzenreduktion zu erreichen, wurden im Rahmen von ToSyCo intelligente Algorithmen entwickelt, mit welchen auf eine Abschaltung von Produktionsanlagen vollständig verzichtet werden kann. Stattdessen werden die Infrastrukturanlagen, wie Batterie, BHKW und Kältespeicher zusätzlich zur Reduktion von Lastspitzen eingesetzt. Die nötigen Betriebsstrategien lassen sich auch in Bestandssysteme integrieren, wenn eine gewisse Flexibilität durch Energiespeicher gesichert ist. Es wird dabei unterschieden zwischen Lastspitzenreduktion durch Speicher, Erzeuger und Verbraucher. Mittels elektrischer Speicher ist eine direkte Lastspitzenreduktion möglich: Bei zu hohen Lasten werden Batterien durch optimierte Algorithmen entladen und in Niedriglastzeiten wieder beladen. Zusätzlich können Erzeuger zugeschaltet werden. Zuletzt können Verbraucher der Versorgungsinfrastruktur abgeschaltet werden, um die elektrische Leistungsaufnahme zu reduzieren.

Mit Hilfe eines Kältespeichers wird die Abschaltung der Kältemaschine und des Rückkühlwerks während einer Entladung ermöglicht, auch hierfür werden die nötigen Randbedingungen innerhalb von ToSyCo berechnet und berücksichtigt. Mit Hilfe der vorgestellten Anlagen kann die Lastspitze des Fraunhofer IISB um etwa 25 % reduziert werden. Bei einer Lastspitze von einem Megawatt und einem angenommenen Leistungspreis von 100 Euro pro Kilowatt würde das einer Einsparung von 25.000 Euro pro Jahr entsprechen.

Aufbauend auf den Erkenntnissen aus ToSyCo unterstützt das Fraunhofer IISB seine Partner bei der Planung und Umsetzung von klimaneutralen intelligenten dezentralen Energiesystemen. Es bearbeitet Projekte zudem in den Bereichen Entwicklung von Komponentenmodellen für energietechnische Anlagen, Lastprognosen, Entwicklung von intelligenten Betriebsstrategien und Steuerung-/Regelungsalgorithmen sowie Auslegung von Anlagen und Speichern für ein optimiertes Energiemanagement mittels prognosebasierter Simulation. Quelle: Fraunhofer IISB / al

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Rhomberg Bau vergleicht Kerndaten von Holz- und Massivbau

15. Juni 2020 - 7:35

Valide Befunde zu den Unterschieden bei der Baudauer, der Baustellenlogistik, der Lärm- und Staubentwicklung oder auch der Energieeffizienz waren das erklärte Ziel des Bauprojekts von Rhomberg Bau, der Wohnbauselbsthilfe sowie dem Vorarlberger Energieinstitut. "Die Erkenntnisse aus dem Vergleich sollen entscheidend dazu beitragen, zukünftig die besten Materialien und Bauweisen für qualitativ hochwertigen, ökologischen und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum zu wählen", erklärte Christian Jauk von Rhomberg Bau beim Spatenstich im April 2018.

Die jetzigen Daten zeigten, dass die Bauwirtschaft noch großes Potenzial habe - unabhängig vom eingesetzten Baustoff, stellt Jauk zwei Jahre später fest. Die Untersuchungen des Energieinstituts zum tatsächlichen Energieverbrauch und dem Wohngefühl der Mieter und Eigentümer laufen jetzt erst an. Holz hat bislang über alle Untersuchungen hinweg die Nase leicht vorne.

So zeigen sich beispielsweise im Ergebnis zwar höhere Kosten für die Holzvariante – 0,6 Prozent bei zweigeschossigen Bauten, bis zu gut drei Prozent bei sieben Geschossen – diese Mehrkosten lassen sich aber relativieren: „Die Zahlen sind teilweise bereits drei Jahre alt, hier hat sich viel entwickelt. Außerdem haben wir weder mögliche Förderungen noch Einsparungen wie beispielsweise durch die verkürzte Bauzeit berücksichtigt“, erläutert Jauk. "Heute können wir Holzbaugebäude bereits kostenneutral und im Optimalfall sogar preisoptimiert errichten." Weitere Punkte sammelt der Holzbau bei der Ausführungsqualität, beim Bauablauf sowie in der Ökobilanz.

Potenzial zeigte aber auch die mineralische Bauweise: „Vor allem bei der Bauzeit lassen sich mit etwa Vorfertigung schnellere Bauzeiten und auch eine höhere Qualität realisieren“, ist sich Jauk sicher. Eine Überraschung schließlich brachte die Antwort auf die Frage, welcher Bauart Kunden den Vorzug geben: „Hier waren die Lage, die Geschossigkeit und die Aussicht sehr viel entscheidender“, berichtet Jauk.

Es gelte nun, die neuen Wege, Lösungen und Ansätze intensiv auszubauen. Ziel müsse es sein, die Qualität auf dem aktuellen, sehr hohen Niveau zu halten und die technische Ausführung, die Vorfertigung die Bauzeit und die Kosten weiter zu optimieren. Gleichzeitig gelte es, Gebäude zu schaffen, in denen die Menschen gerne leben und eine gewisse Lebensqualität möglich ist. Jauk: „Die Ansätze in der Lerchenstraße zeigen hier sehr gut, wie und was da möglich ist.” Quelle: Rhomberg / al 

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Heiße Sommer senken die Leistung von Solarmodulen

13. Juni 2020 - 7:48

Dieser erfasst den Zusammenhang zwischen der Temperatur und der Leistung von PV-Modulen und beziffert, wie stark sich die Leistung eines Moduls verringert, wenn die Umgebungstemperatur um ein Grad Celsius erhöht wird. Je niedriger der Temperaturkoeffizient ist, desto besser. Der Wert gewinnt nun bei der Kaufentscheidung an Bedeutung, da die Sommer immer wärmer werden, stellt Panasonic Solar fest. So warne die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) vor einem erneuten Hitzesommer auf der Nordhalbkugel. Obwohl viel Sonne für einen hohen Ertrag von Solarstromanlagen sorgt, sinkt bei langen Hitzeperioden die Leistung der Solarmodule.

So liegt der Temperaturkoeffizient der Hochleistungsmodule HIT® bei -0,258 Prozent je Grad Celsius C. Steigt die Modultemperatur an einem heißen Sommertag auf 60 Grad, entsteht eine Differenz von 35 Grad und entspricht damit einem Verlust von 29,78 Watt. Die Modulleistung beträgt dann noch 300 Watt Leistung. Bei kristallinen PV-Modulen liegt der Temperaturkoeffizient üblicherweise zwischen -0,4 und -0,5 Prozent je Grad Celsius. Erwärmt sich ein 330 W-Modul mit einem Temperaturkoeffizienten von -0,5% auf 60 Grad liegt die Modulleistung nur noch bei 272 Watt.

Die Differenz von 28 Watt macht bei einem 330 Watt-Modul rund 8,5 Prozent aus und macht sich für den Anlagenbetreiber finanziell bemerkbar, rechnet Panasonic Solar vor. Eine Photovoltaik-Anlage erzeugt bei der Solarstrahlung in Süddeutschland im Schnitt circa 1.000 kWh/kW und Jahr. Das bedeutet, eine PV-Anlage mit 10 kW Leistung produziert 10.000 kWh Solarstrom pro Jahr. Je niedriger der Temperaturkoeffizienten ist, umso weniger verliert der Betreiber von der Einspeisevergütung. Ein weiterer Tipp: Eine gute Belüftung der Module ist förderlich für den Solarertrag. Quelle: Panasonic Solar / al

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Deutschland hat Nachholbedarf bei Wärmepumpen

10. Juni 2020 - 16:08

China, Japan und die USA sind die Länder, die den Wärmepumpen-Absatz maßgeblich vorantreiben. Mehr als 80 Prozent der neuen Wärmepumpen wurden 2017 in diesen Ländern installiert. Gefördert wurde dies mit Steuernachlässen und staatlichen Kaufanreizen. Demgegenüber ist die Verbreitung in Europa gering: Lediglich 1,1 Millionen Geräte wurden 2017 installiert, die meisten davon in den skandinavischen Ländern.

Der europäische Wärmepumpenverband (EHPA) schätzt das potenzielle Absatzvolumen in Europa auf jährlich etwa 6,8 Millionen Geräte. Ausgehend vom Bestand im Vorreiterland Norwegen errechnet der Verband einen möglichen Bestand von 89,9 Millionen Geräten. Volker Breisig, Partner im Bereich Utilities & Regulation bei PwC Deutschland, sagt: „Selbst für die vergleichsweise schwachen europäischen Verhältnisse ist die Entwicklung in Deutschland sehr dürftig. Auf 1.000 Haushalte kamen 2017 erst 2,3 installierte Geräte.“ In Norwegen lag der Anteil bei 34,3, in Schweden bei 22,7 Geräten.

Wärmebedingte Emissionen könnten reduziert werden

Zwar finden die Wärmepumpen auch hierzulande immer stärkere Verbreitung, vor allem in Wohnungsneubauten: Dort liegt der Anteil der Wärmepumpen aktuell bei 45 Prozent. Der Großteil neuer Heizungen wird allerdings beim Austausch alter Geräte in Bestandsgebäuden installiert. Dort beträgt der Anteil von Wärmepumpen derzeit nur sechs Prozent. Ein verstärkter Austausch von Öl- und Gaskesseln gegen Wärmepumpen könnte folglich einen deutlich größeren Beitrag zum Klimaschutz leisten. 

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des BWP, Kai Schiefelbein kommentiert: „Die Studie zeigt außerdem einen industriepolitischen Aspekt auf, der häufig übersehen wird:  Die deutsche Heizungsindustrie besteht aus mittelständischen Unternehmen mit Standorten in ländlichen und zum Teil strukturschwachen Regionen. Eine klare Ausrichtung des Heimatmarkts auf die Klimaschutztechnologie Wärmepumpe ist essenziell, damit unsere Unternehmen auch zukünftig im globalen Wettbewerb bestehen können.“

Der Studie zufolge wäre eine Verbreitung der Wärmepumpen-Technologie auf dem Niveau von Schweden zielführend, um den Klimaschutz bei Gebäuden zu erhöhen und zugleich die Technologieführerschaft der deutschen Heizungsbranche zu erhalten.

Konsequente Wärmepumpen-Strategie gegen den Sanierungsstau

Die Studienautoren erläutern darüber hinaus weitere Vorteile einer konsequenten Strategie hin zur Wärmepumpe: Die Technologie habe das Potenzial, den schon lange bestehenden Sanierungsstau bei Gebäuden zu beheben, den Anteil erneuerbarer Energien im Wärmemarkt zu erhöhen und Unternehmen und Gewerke rund um die Gebäudesanierung (ca. 540.000 Beschäftigte in Deutschland) zu unterstützen. Angesichts auslaufender EEG-Förderung könnten Besitzer dezentraler Photovoltaikanlagen den selbsterzeugten Strom nutzen, um eine Wärmepumpe zu betreiben.

„Wichtig ist auch, dass sich mit der klimafreundlichen Wärmepumpen-Technologie die angestrebte Sektorenkopplung und damit auch die Digitalisierung der Energiewende leichter verwirklichen lässt“, erläutert PwC-Experte Volker Breisig. Die Studie richtet sich zudem mit neun Handlungsempfehlungen an Entscheider. Vor allem sollte, so die Autoren, das Missverhältnis der Energiepreise korrigiert werden: „Der Strompreis für Wärmepumpen ist im Verhältnis zu Heizöl und Erdgas viel zu hoch und könnte etwa über eine deutliche Absenkung der EEG-Umlage spürbar gesenkt werden“, sagt Kai Schiefelbein vom BWP. Weitere Vorschläge der Autoren zielen  unter anderem auf regulatorische, steuerliche und finanzielle Rahmenbedingungen für die Wärmepumpenindustrie in Deutschland. Quelle:BWP / pgl

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Gebäudebereich braucht 14 Milliarden Euro pro Jahr für die Klimaziele

9. Juni 2020 - 10:40

Vorgelegt wurde die Studie von Professor Sven Bienert vom Institut für Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg (IRE|BS). Je nach Finanzierungsmodell bewegt sich die Lücke im höheren einstelligen oder niedrigeren zweistelligen Milliardenbereich. Berücksichtigt man die aktuell verfügbare KfW-Förderung, liegt der Fehlbetrag immer noch zwischen 5,3 und 13,2 Milliarden Euro.

Wenn der Staat diese notwendigen Mittel für die energetische Gebäudesanierung nicht zur Verfügung stellt, können die Klimaziele nicht warmmietenneutral erreicht werden. Das bedeutet, dass Vermieter angesichts des ambitionierten Klimaziels, den CO2-Ausstoß bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 zu senken, enorm hohe Summen in die Effizienzsteigerung ihrer Gebäude stecken müssen – die dadurch bedingten Mietsteigerungen aber höher ausfallen als die Einsparungen auf Mieterseite. Auf dieses Dilemma und das massive Finanzierungsloch hatten die drei Verbände GdW, DMB und DV bereits im Herbst 2019 in einer gemeinsamen Initiative aufmerksam gemacht. Ihre Berechnungen, damals auf Basis der dena-Leitstudie, werden mit der neuen Studie nun wissenschaftlich belegt.

Günstiger ließen sich die Klimaschutzziele erreichen, wenn für die geförderten Sanierungen etwas weniger hohe Wärmeschutzstandards verlangt würden und für die notwendige CO2-Einsparung alternativ mehr „grüne“ Versorgungslösungen zum Einsatz kommen. Das können zum Beispiel CO2-freie Wärmenetze, lokale Solarenergienutzung  oder Wärmepumpen sein. In den Berechnungen der Studie wurde angesichts des großen vom Gebäudebereich geforderten Beitrags eine hohe Sanierungsrate von 2 Prozent auf KfW-55-Effizienzhausniveau gewählt, die im Einklang mit der Zielstellung des Bundes steht. Dies bewirke dann eine Absenkung der CO2-Emissionen von 13,5 Millionen Tonnen pro Jahr in diesem Bereich. Dieses Einsparungsniveau im Mietwohnungssektor würde ausreichen, um die Klimaziele 2030 zu erreichen. Es macht aber auch ein extrem hohes Förderniveau notwendig.

Mit Blick auf die konkreten Förderinstrumente zeigt die Studie, dass statt der bisherigen pauschalen Fördersätze vielmehr differenzierte und verstärkte Förderungen von Maßnahmen an der Gebäudehülle sinnvoll sind. Das würde die Anreize zur Sanierung von weniger häufig modernisierten Gebäudeteilen gezielt erhöhen und so die durchschnittlichen Sanierungsraten effektiv steigern. Um die große Bandbreite der in der Studie errechneten, notwendigen Förderungen zukünftig auf eine genauere Einzelsumme herunterbrechen zu können, sind ergänzende Forschungen unter anderem zu den spezifischen Sanierungskosten in unterschiedlichen Segmenten notwendig.

Angesichts der aktuellen Corona-Krise und der damit verbundenen wirtschaftlichen Rezession erscheinen dem Studienautor öffentliche Förderprogramme gerade zum Erreichen der Klimaziele notwendig, aber auch zur Stimulierung der Wirtschaft insgesamt.

Ordnungsrechtliche Maßnahmen sind unter aktuellen Bedingungen keine Lösung

Klarstellen möchten die Verbände GdW, DV und DMB, dass der Studienautor die ordnungsrechtliche Maßnahme „zusätzliche energetische Mindestanforderungen und deren Pönalisierung durch Vermietungsverbote“ als Lösung des Dilemmas nur unter Einschränkungen ins Spiel gebracht hat: massive Aufstockung der Fördermittel, lange Übergangsfristen, soziale Komponenten und Ausnahmeregelungen. Unter den derzeit geltenden Rahmenbedingungen halten die Verbände und der Studienautor derartige Ideen für keine sinnvolle Lösung. Quelle: GdW / pgl

 

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EU-Corona-Paket soll Gebäudesanierung voranbringen

9. Juni 2020 - 10:28

„Besonders der im Recovery Plan berücksichtigte Gebäudebereich und hier die Investitionen in höhere Effizienz und erneuerbare Energien bieten optimale Voraussetzungen dafür, Millionen Arbeitsplätze in der EU abzusichern und zugleich den Klimaschutz im größten Energieverbrauchssektor Europas nach vorne zu bringen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des BDH, Andreas Lücke. Gut 70 Millionen der 125 Millionen europäischen Heizungen verbrauchten zu viel Energie und emittierten zu hohe CO2-Mengen. Die europäische und deutsche Heizungsindustrie fordern daher im Rahmen des Recovery Plans ein „scrappage scheme for old and inefficient heating systems“.

Mit dem zielorientierten Einsatz von Mitteln des Recovery Plans Richtung energetische Gebäudesanierung und beschleunigtem Heizungsaustausch könnten hohe CO2-Minderungsziele erschlossen werden. Zugleich könnte ein dringend erforderlicher Neustart der durch die Corona-Pandemie kollabierten Heizungsmärkte Italiens, Frankreichs, Spaniens und Belgiens erreicht werden. Dies läge nicht nur im Interesse der dortigen Arbeitsmärkte, sondern würde auch der deutschen Heizungsindustrie helfen, diese für sie wichtigen Märkte auch in Zukunft bedienen zu können.

ZVSHK für steuerlichen Corona-Bonus

Den Vorschlägen, die bestehende Förderkulisse für energetische Sanierungsmaßnahmen von Gebäuden zu verstetigen schließt sich der Zentralverbandes Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK) an. „Das von der Bundesregierung geschnürte Klimapaket zeigt auch in Corona-Zeiten Wirkung, etwa bei der Heizungsmodernisierung“, sagte ZVSHK-Präsident Michael Hilpert. Die Finanzierung der entsprechenden Förderprogramme sollte daher aus Sicht des ZVSHK sichergestellt werden. Darüber hinaus plädiert das Heizungsbauerhandwerk für die Anhebung der steuerlichen Förderung für energetische Modernisierungsmaßnahmen sowie die befristete Einführung eines steuerlichen Corona-Bonus auf entsprechende Handwerkerleistungen. Denkbar wäre auch die Auflegung eines CO2-Bürgerfonds zur Aktivierung von Privatkapital und zusätzlicher Alterssicherung.

Mit Blick auf die durch das Corona Virus ausgelösten Belastungen für das Gesundheitssystem empfiehlt der ZVSHK der Bundesregierung, den präventiven Umbau privater Bäder zu Gesundheitsstandorten voranzutreiben. „Ohne Ausbau der ambulanten Pflege in den eigenen vier Wänden, wird die stetig steigende Anzahl an Pflegebedürftigen nicht mehr zu bewältigen sein“, sagte Hilpert Die Erhöhung des Fördervolumens für entsprechende Badumbauten sei dafür ein geeigneter erster Schritt, der gleichzeitig erhebliche Investitionen aus privatem Kapital auszulösen verspricht. Quelle: ZVSHK / BDH / al

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Fenstermarkt rutscht erstmals seit zehn Jahren ins Minus

9. Juni 2020 - 8:31

„Deutlicher als im Wohnbau gehen 2020 die Zahlen im Nichtwohnbau zurück“, erklärte Holger Lipp, Obmann des Statistischen Ausschusses des VFF, nach der Veranstaltung. „Dies wird natürlich auch Auswirkungen auf den Fenstermarkt haben, die wir allerdings noch nicht beziffern können.“ Er hob die massiven Einflüsse der Corona-Pandemie hervor, die den Bausektor bei „eigentlich besten Voraussetzungen“ wie hohe Wohnungsnachfrage und gute Förderbedingungen getroffen haben.

Bis Februar gab es noch ein deutliches Plus bei den Baugenehmigungen von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, dann kam der Einbruch durch die Corona-Krise. Die werde den Neubau  wahrscheinlich stärker treffen als die Modernisierung, "Leute beschäftigen sich in der Krise mit ihrem Zuhause", erklärte Lipp. Wobei der Bausektor weniger stark getroffen wurde als andere gesellschaftliche Bereiche. Momentan sieht es so aus, als sei der Nichtwohnbau von der Krise deutlich stärker als der Wohnbau betroffen. Doch auch im Wohnbau sprach er von einem Rückgang um 6,5 Prozent. Im NIchtwohnbau sei der erwartete Einbruch mit einem Minus von 20 Prozent aber deutlich gravierender. Man habe ohnhin mit einem Einbruch gerechnet, der komme nun noch stärker.

Im zweiten Teil der Veranstaltung präsentierte Christian Blanke von der Heinze GmbH die aktuellen deutschen Fenster- und Außentürenmarktzahlen, die von den gleichen Unsicherheiten im Blick auf die Corona-Pandemie geprägt sind. Nach einer Dekade stetigen Wachstums betrug 2019 der Absatz 14,8 Millionen Fenstereinheiten. Eine Fenstereinheit entspricht 1,69m2. Das war ein Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der erwartete Rückgang für 2020 beträgt 5,5 Prozent auf dann 13,9 Millionen FE. Das wäre de deutlichste Einbruch seit 2007 und ein Rückgang auf das Niveau von 2016.

Entscheidend für den Rückgang ist das Minus von 10 Prozent beim Fensterabsatz im Neubau, während der Absatzrückgang in der Sanierung lediglich circa zwei Prozent beträgt. „Auch beim Fensterabsatz ist der Nichtwohnbau vom Rückgang stärker als der Wohnbau betroffen“, erklärte Christian Blanke. Das hat auch Auswirkungen auf die verbauten Materialien. Das Rahmenmaterial Metall werde den stärksten Rückgang aller Rahmenmaterialien verzeichnen, es wird vorwiegend im Nichtwohnungsbau eingesetzt. Auch Fenster aus Kunststoff verlieren absolut deutlich, machen aber Marktanteile gut.

Für den Außentürenmarkt gelten dieselben Rahmenbedingungen wie für den Fenstermarkt. Die Studie rechnet hier mit einem Rückgang um vier Prozent des Absatzes: von 1,46 Millionen Stück im Jahr 2019 auf 1,4 Millionen Stück im Jahr 2020.

Schwierig sei, so Lipp, dass sich auf dem Bau fehlende Umsätze in späteren Quartalen kaum aufholen lassen. Dafür gebe es zu viele Flaschenhälse. Einer seien dies Fachkräfte. Viele seien in der Vergangenheit aus Osteuropa auf den deutschen Arbeitsmarkt gekommen. Durch die Corona-bedingten Sperren hätten sie sich möglicherweise neu orientiert und stünden dann nicht mehr zur Verfügung. Ein weiterer sind  Baugenehmigungen. Die Kapazitäten in den Ämtern reichten nicht aus, um bei steigender Nachfrage durch Investoren reagieren zu können. Als weiteren Punkt nannte er die Entwicklung der Schlüsselindustrien wie die Automobilbranche. Auch deren Erholung habe, vermittelt über die Kaufkraft, Auswirkungen auf die Baubranche.

Fragen nach einer mittelfristigen Entwicklung der Baubranche seien derzeit kaum zu beantworten, betonte Blanke. Am wahrscheinlichsten seien Entwicklungen wie nach der Finanzkrise. von Pia Grund-Ludwig

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Baden-Württemberg führt Solarpflicht bei Gebäuden ein

8. Juni 2020 - 9:07

Zwar wird Baden-Württemberg eine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz zugeschrieben. Was die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien angeht, steht es nur unterdurchschnittlich da. Dabei ist das Potenzial vor allem für die Photovoltaik riesig. Die Koalitionspartner Grüne und CDU haben sich nun auf einen ersten Schritt in dieser Richtung geeinigt. In der Novelle des baden-württembergischen Klimaschutzgesetzes ist eine Solarpflicht für Neubauten von Nicht-Wohngebäuden ab 2022 enthalten.

Das Deutsche Energieberater Netzwerk (DEN) begrüßt den Beschluss der baden- württembergischen Landesregierung. "Solaranlagen bieten ein ausgesprochen hohes Potential, sowohl was die Förderung von elektrischer Energie als auch von thermischer angeht", sagt DEN-Vorstizender Hermann Dannecker. Mit Blick auf die Einsparungen von CO2 und damit auf den Klimaschutz sollten große Flächen, wie sie etwa Nichtwohngebäude auf ihren Dächern bieten, nicht ungenutzt bleiben. Bei der Novelle seines Klimaschutzgesetzes bewege sich Baden-Württemberg insofern in die richtige Richtung.

Der Beschluss zu einer Solarpflicht ist ein zentraler Bestandteil der Novelle des baden-württembergischen Klimaschutzgesetzes, das noch vor der Sommerpause vom Landtag beschlossen werden soll. Es löst das Klimaschutzgesetz aus dem Jahr 2013 ab. Gerade in den südlichen Bundesländern Deutschlands, also in Bayern und Baden- Württemberg, sind Solaranlagen bereits überdurchschnittlich häufig anzutreffen. Dannecker fordert daher, angesichts der hohen Anzahl an Sonnenstunden im deutschen Süden den Schatz an erneuerbaren Energien weiter zu heben und konsequent Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auszubauen. Seiner Meinung nach biete sich ein erhebliches Potential an ungenutzten Flächen etwa in Rohstoffgewinnungsstätten. Besonders vorteilhaft seien schwimmende Anlagen auf Baggerseen.

Ein sehr gutes Beispiel dafür biete der Maiwaldsee bei Renchen am Oberrhein. Dort produziere seit dem vergangenen Jahr die größte schwimmende Solaranlage in Deutschland umweltfreundliche Energie, die das Kieswerk zu 70 Prozent mit klimaneutralem Strom versorge. "Nach einer ersten Bilanz der Betreiber übertrifft dieses Solarkraftwerk sogar ihre Berechnungen und Erwartungen, weil das Wasser des Sees kühlend wirkt und die Effizienz der Anlage erhöht", so Dannecker. Eine Flächenkonkurrenz mit der Landwirtschaft oder dem Naturschutz gebe es nicht. Dieses Beispiel ließe sich anderenorts leicht kopieren.

Der DEN-Vorsitzende begrüßt zudem die Absicht der Landesregierung, im neuen Klimaschutzgesetz 100 Städte und Kommunen in Baden-Württemberg zu verpflichten, eine umfassende Wärmeplanung vorzulegen. "Damit bieten sich neue Möglichkeiten, ganze Stadtquartiere umweltfreundlich mit Wärmenetzen zu versorgen. Die Planungskosten, die das Land Baden-Württemberg übernehmen will, sind insofern gut angelegtes Geld."

Die Grünen wollen in naher Zukunft auch Wohngebäude in die allgemeine PV-Pflicht aufnehmen, wie sie in den Städten Waiblingen und Tübingen auf Neubauten besteht. Wenn die die Stadt Eigentümer von Grundstücken ist, sind die dortigen Erbauer verpflichtet Solaranlagen auf die Dächer zu setzen.

In Hamburg legten Grüne und SPD im Senat im Jahr 2019 eine Änderung des Klimaschutzgesetzes vor, die eine Solarpflicht im Neubau ab 2023 vorsieht. Diese wird sowohl für Gewerbe als auch Wohngebäude gelten. Ab 2025 soll die Solarpflicht auch bei Dachsanierungen gelten, wenn eine vollständige Erneuerung der Dachhaut ansteht. Der Berliner Senat strebt ebenfalls eine Solarpflicht an. Quelle: DEN / energiezukunft / al

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Konjunkturprogramm bringt Milliarden für Gebäudesanierung

8. Juni 2020 - 8:11

Der GdW freut sich über die Aufstockung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms. Sie müsse aber weiter erhöht werden. Außerdem müsstendie KfW-Fördermittel als Investitionszulage an Eigentümer und Vermieter gehen. Beschlossen wurden auch Maßnahmen zum Ausbau der Elektromobilität. "Wer die E-Mobilität stärken will, muss allerdings unbedingt auch die Errichtung von Ladeinfrastruktur im Wohnumfeld stärken", so der GdW-Chef Axel Gedaschko. Der Einbau müsse wirtschaftlich sein, ansonsten unterbleibe er.

Die Wohnungswirtschaft begrüßt auch die von Wirtschaftsminister Peter Altmaier angekündigte die Abschaffung des Deckels für Photovoltaik. "Damit der Ausbau der erneuerbaren Energien so richtig in Gang kommt, muss aber außerdem Mieterstrom endlich ermöglicht werden", forderte Gedaschko. Der Bundesverband Solarwirtschaft warnt aber derzeit noch vor zu viel Optimismus, schließlich stehen die Beschlüsse dazu in Bundestag und Bundesrat noch aus. Der Bundestag tagt zum Solardeckel am 19. Juni, die Bundesratssitzung auf der es Thema sein könnte wäre am 3. Juli. Das wäre gleichzeitig auch der letztmögliche Termin vor der Sommerpause.

Auch der Eigentümerverband Haus und Grund bewertet das Konjunkturpaket positiv. „Insbesondere die spürbare Aufstockung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms als auch die Senkung der Ökostromumlage sind wichtige Weichenstellungen nicht nur für die Konjunktur, sondern auch für den Klimaschutz“, kommentierte Verbandspräsident Kai Warnecke. Nun müssten die Maßnahmen für die kommenden Jahre verstetigt werden: „Private Eigentümer benötigen langfristig verlässliche Bedingungen, um große Investitionen wagen zu können. Deshalb muss die energetische Gebäudemodernisierung weiter auf diesem Niveau gefördert werden. Und die Ökostromumlage muss in verlässlichen Schritten auf null sinken.“

Nicht ganz so euphorisch ist der Energieberaterverband GIH: „Mehr Mittel für die Sanierung im Gebäudebereich ist ein zögerlicher Schritt in die richtige Richtung. Für das Ziel bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen ist dies jedoch viel zu wenig“, so dessen Vorsitzender Jürgen Leppig.

Deutliche Kritik kommt von der Deutschen Umwelthilfe (DUH). "Die Aufstockung der Gebäudesanierung ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Um das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050 zu erreichen, wäre dagegen eine Förderung von bis zu 25 Milliarden Euro im Jahr notwendig. Dies würde auch zahlreiche neue und sichere Jobs im ganzen Land bedeuten“, sagt Barbara Metz, die stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH.  

Bereits das Gebäudeenergiegesetz zeige die Mutlosigkeit der Großen Koalition. „Die Effizienzstandards für Neu- und Altbau werden nicht erhöht, längst überholte Standards werden lediglich eingefroren. Die sogenannte Innovationsklausel, die die Betrachtung eines gesamten Quartiers ermöglicht, lässt sogar eine Abschwächung der geltenden Effizienzstandards zu. Zu wenig Förderung und eine Verschlechterung der Vorgaben für Effizienz: Bei der Gebäudesanierung legt die Große Koalition sogar den Rückwärtsgang ein“, so Metz.

Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff) begrüßt das Paket, fordern aber Nachbesserungen. In einer Ende Mai unter Unternehmen der Energieeffizienzbranche durchgeführten Befragung hatten sich zwei Drittel einen Modernisierungsschub für Gebäude gewünscht. Es sei notwendig, die Maßnahmen nachzuschärfen, weiterzuentwickeln und gezielt nachzusteuern, damit Klimaschutz und wirtschaftliche Wiederbelebung optimal miteinander verzahnt werden. Mit einem sogenannten Recoverthon wolle die Deneff gemeinsam mit Akteuren aus Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Medien und Politik politische Lösungsvorschläge entwickeln, wie sich Klimaschutz- und Konjunkturmaßnahmen intelligent miteinander verbinden lassen. „Die Maßnahmen sind der erste Schritt eines Marathons – einer enormen gesellschaftlichen Anstrengung hin zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Erholung. Besonders im Bereich Energieeffizienz sind aber weitere Anstrengungen nötig“, mahnt Deneff-Geschäftsführer Christian Noll.

Der Naturschutzverband BUND sieht unter anderem die Senkung der EEG-Umlage kritisch. „Dies ist ein besonders teures Instrument mit fragwürdiger Wirkung auf den Ausbau erneuerbarer Energien und Anreize zum Energiesparen“, so dessen Vorsitzender Olaf Bandt.

Damit das Konkunktur- auch ein wirkliches Klimaprogramm wird, ist ohnehin viel mehr notwendig als mehr Geld.Notwendige Maßnahmen wären unter anderem ein Ausbau der Beratung vor Maßnahmen, um eine sinnvolle und dem Gebäude angepasste Reihenfolge und Ausführung zu indetifizieren sowie Messungen und Kontrollen nach Ausführung. von Pia Grund-Ludwig

 

 

 

 

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Fenster lässt mehr Licht durch bei mehr Wärmeschutz

5. Juni 2020 - 8:44

Das Fenstersystem ist ein 76mm-Mitteldichtungssystem mit erhöhter Wärme- und Schalldämmung. Es basiert auf einer Mehrkammer-Konstruktion mit jeweils fünf Kammern im Flügel und im Rahmen für Langlebigkeit und Stabilität. Bei dreifachverglastem Isolierglas beträgt der verbesserte Wärmedurchgangskoeffizient Uw lediglich 0,78 W/m²K. Dies liegt an der Bautiefe von 80 Millimeter im Flügel und der schlankeren Ansichtsbreite, wodurch die Glasfläche des Fensters vergrößert wird. Wärmebrücken verhindert der Kunststoff-Glasverbund des Herstellers. Die dritte Dichtungsebene des Profilsystems soll vor Feuchtigkeit, Kälte, Lärm und Zugluft schützen. Das Schalldämmmaß liegt bei 34 dB.

Das System steht ausschließlich Oknoplast Fachhandelspartnern zur Verfügung, sagt Jens Eberhard, Geschäftsführer von Oknoplast Deutschland. Die schlankeren Ansichtsbreiten würden helfen, die Räume mit natürlichem Sonnenlicht zu beheizen und zu beleuchten. Dadurch ließen sich Heiz- und Stromkosten sowie CO2-Emissionen reduzieren. Da durch die größere Glasfläche mehr Licht in die Räume gelangt, wirkten diese freundlicher. „Ecofusion ist ein sehr ökologisches Fenstersystem und unterstützt die Bewohner dabei, in ihrem Haus oder ihrer Wohnung gestalterische Akzente zu setzen, die einen modernen und stilvollen Raum erschaffen, an dem sie lange ihre Freude haben“, sagt Eberhard.

Im Gegensatz zu Konzept Evo ist Ecofusion vom ift Rosenheim für die Einbruchhemmungsklassen RC 2 und RC 2N zertifiziert. Im Standard sind zwei Sicherheitsschließteile und eine Pilzkopfzapfenverriegelung gegen das Aufhebeln des Fensters enthalten. Dazu kommen in der Basisausstattung eine Zuschlagsicherung in Kippstellung, damit das Fenster bei Zugluft nicht zuschlägt, eine Fehlbedienungssperre mit Flügelheber und eine Spaltlüftungsfunktion. Das Fenster ist in mehr als 50 verschiedenen Farbfolierungen, darunter in Holz- und Betonoptiken erhältlich. Die Rahmen von Konstruktionen mit Dekorfolien werden mit einer speziellen Technologie verschweißt, sodass die Schweißnaht fast auf 0 mm reduziert wird. Auf das Fenstersystem werden zehn Jahre Garantie gewährt. Quelle: Oknoplast / al

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