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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 26 Minuten 26 Sekunden

Doktorand für Konzentrator-Modul ausgezeichnet

10. Mai 2018 - 7:00

Gemessen wurde der Spitzenwert von 36,8 Prozent auf dem Dach des Fraunhofer ISE, dort arbeiten die Forscher bereits an weiteren Wirkungsgradsteigerungen. "Wir freuen uns über diese Auszeichnung", sagt Dr. Frank Dimroth, Abteilungsleiter für III-V Photovoltaik und Konzentratortechnologie. "Das EyeCon Modul bietet die Chance unsere höchsteffiziente Konzentratortechnologie auch in Ländern einzusetzen, in welchen die Sonne nicht immer direkt vom Himmel scheint. Damit erweitert sich der Markt für solche PV Systeme, welche den höchsten Energieertrag pro Fläche liefern."

Die Konzentrator-Photovoltaik wird seit mehr als 20 Jahren am Fraunhofer ISE entwickelt. Sie nutzt Linsen oder Spiegel, um das direkte Sonnenlicht um einen Faktor 200-1000 auf besonders effiziente III-V-Halbleiter- Solarzellen zu lenken, welche entsprechend nur einen kleinen Teil der Modulfläche bedecken. Die Module werden auf Nachführeinheiten gebaut, um den Fokus der Optik immer genau auf der Solarzelle zu halten.

Bisher war ein Einsatz nur in Ländern mit hohem Direktstrahlungsanteil, wie Chile oder Süd-Afrika, wirtschaftlich interessant. Die neue Modultechnologie erweitert den Einsatzbereich auch auf Länder beispielsweise in Europa, in welchen gestreutes Licht zwischen 20 und 30 Prozent der eingestrahlten Leistung ausmacht. Dieses Licht wird von einer Silicium-Solarzelle in elektrischen Strom gewandelt, welche gleichzeitig als Kühlkörper für die III-V-Konzentratorzellen dient, berichtet das ISE. Diese Kombination aus Si- und III-V Technologie erlaube es, die höchsten Umwandlungseffizienzen auf Modulebene zu erreichen.

Bevor das Modul kommerziell erhältlich ist, müssen allerdings noch viele technologische Herausforderungen gemeistert und die Kosten weiter gesenkt werden. Auch müssen solche Systeme weiterhin sehr genau dem Sonnenstand nachgeführt werden. Damit eignen sich die Module nicht für die Montage auf Hausdächern, sondern sind primär für Freiflächenanlagen interessan. Quelle: Fraunhofer ISE / sth

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EEG-Umlage für KWK bleibt meist reduziert

9. Mai 2018 - 7:00

Neuanlagen mit einer Leistung unter einem Megawatt und über zehn Megawatt zahlen auch künftig nur 40 Prozent der EEG-Umlage auf den selbst erzeugten Strom, ergab die Einigung. Als Neuanlagen gelten KWK-Anlagen, die ab 2014 in Betrieb gingen. Vorher fiel gar keine Umlage an.

Für Anlagen mit einer Leistung zwischen einem und zehn Megawatt fällt die Befreiung jetzt weg. Neuanlagen in der stromintensiven Industrie aber werden weiter nur 40 Prozent der EEG-Umlage zahlen. Für die übrigen KWK-Neuanlagen bleibt es ebenfalls bei 40 Prozent EEG-Umlage, wenn sie weniger als 3500 Vollbenutzungsstunden im Jahr laufen.

Bei Anlagen mit höherer Auslastung steigt die Umlage kontinuierlich an. Betrachtet man den gesamten Eigenverbrauch, gelten bei mehr als 7000 Vollbenutzungsstunden 100 Prozent. Es soll dazu eine abgestufte Übergangsregelung bis 2019 beziehungsweise 2020 geben, zu der das Wirtschaftsministerium aber keine genaueren Angaben machte. Die Einigung gilt rückwirkend zum 1. Januar 2018.

Mit dem Auslaufen der beihilferechtlichen Regelung der EU zu Kraft-Wärme-Kopplungen bestand seit Anfang des Jahres die Gefahr, dass die volle EEG-Umlage fällig würde. Sie beträgt zurzeit 6,79 Cent pro Kilowattstunde.

Die Regelung sei ein wichtiges Ergebnis für die deutschen Unternehmen, sagte Altmaier. Die Vereinbarungen gelten vorbehaltlich einer abschließenden Prüfung und Entscheidung durch die EU-Kommission. Quelle: BMWi / sue

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Union stellt Energieeinsparverordnung in Frage

9. Mai 2018 - 7:00

Mit dieser Darstellung lenke man vom eigentlichen Problem, nämlich der Explosion der Grundstückspreise ab, teilt die Deneff mit. Sie appellierte an die Parteien, jetzt ihre Klimaschutzversprechen aus dem Koalitionsvertrag einzulösen, etwa die steuerliche Förderung für energetische Sanierungen. Der Posten fehlt wie berichtet im Haushaltsentwurf der Bundesregierung.

Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der Deneff, sagte: "Nichtstun ist angesichts der bislang verfehlten Klimaziele keine Option. Statt weitere Verunsicherung bei Hausbesitzern zu streuen, sollte die Bundesregierung diese lieber mit dem versprochenen Steuerbonus für energetische Sanierungen unterstützen."

Bezüglich der Kostenwirkung der Energieeinsparverordnung stellte die Deneff fest, dass die Preissteigerungen im Neubau nur im geringeren Maß auf energetische Anforderungen zurückzuführen seien. Damit bezieht sie sich auf eine Studie von FIW München und ARGE Kiel für den Zeitraum von 2000 bis 2014. Massiv verteuert hätten sich hingegen die Kaufwerte für baureifes Land. Die Deneff teilt die Auffassung, eine Fortschreibung der Vorgaben müsse dem Wirtschaftlichkeitsgebot folgen, dies sei aber ohnehin gesetzlich verankert und stünde auch nicht zur Debatte. Die derzeit geltende EnEV wurde unter dieser Prämisse 2013 durch CDU, CSU und FDP beschlossen. Von ständigen Verschärfungen könne nicht die Rede sein.

Zur derzeit zwischen EU-Rat, Parlament und Kommission verhandelten EU-Energieeffizienzrichtlinie wünscht sich Noll: "Deutschland muss in Europa wieder zum Vorreiter werden und sich im Sinne seines Energiekonzepts für ein Energieeffizienzziel für 2030 von mindestens 35 Prozent einsetzen. Davon profitieren neben dem Klima auch heimische Wirtschaft und Verbraucher. Tritt Deutschland in Brüssel auf die Bremse kommt das der Aufgabe der eigenen 2030-Ziele gleich." Quelle: Deneff / sue

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Niederlande verbieten neue Gasheizungen

8. Mai 2018 - 7:00

In den Niederlanden ist es ab 1. Juli verboten, neue Häuser mit Erdgas zu heizen. Der Gesetzesentwurf stammt von der linksliberalen D66, einer von vier Parteien in der Regierungskoalition von Ministerpräsident Mark Rutte. Nachdem das Parlament schon Anfang des Jahres zugestimmt hatte, gab kürzlich auch der Senat sein Einverständnis. Basis des Beschlusses ist die Energieagenda der Regierung, die bis 2030 eine CO2-Minderung von 49 Prozent vorsieht.

"Die Debatte um den Ausstieg aus der Nutzung von Gas dauerte schon einige Jahre", berichtet Rob Jetten, Abgeordneter von D66. Dann gab es am 8. Januar im Raum Groningen ein Erdbeben der Stärke 3,4, das auf die dortige Gasförderung zurückgeführt wird. Groningen ist die Region, wo das niederländische Erdgas gefördert wird. Das Land versorgt sich weitgehend selbst und 95 Prozent der Haushalte sind an das Gasnetz angeschlossen.

Umso radikaler wirkt die Entscheidung gegen eine weitere Nutzung von Erdgas. "Das Erdbeben in Groningen war ein Weckruf. Jeder versteht, dass wir vor großen Veränderungen stehen und die Zeit reif, war eine starke Entscheidung zu treffen", begründet Jetten, wie die politische Mehrheit für das Gesetz zustande kam. Casper Tigchelaar vom Energieforschungszentrum ECN beschreibt die Stimmung im Lande ähnlich: "Es ist ein sehr ambitionierter Plan und ein totaler Wandel in der Energiepolitik." Er habe sehr viel positive Energie in die Klimadebatte gebracht. "In den nächsten Jahren werden in den Niederlanden eine Million neue Häuser gebaut", fährt der Abgeordnete Rob Jetten fort. "Wir müssen jetzt handeln, um so klimaneutral wie möglich zu werden. Sonst bekommen wir ein großes Problem."

Wärmepumpen, Abwärme und Geothermie als Alternative

Als Alternative sieht die Regierung vor, dass die Hälfte der Neubauten künftig mit Wärmepumpen geheizt werden, die mit möglichst viel Strom von Solarpanelen auf dem Dach versorgt werden. 30 Prozent der Neubauten könnten an Wärmenetze angeschlossen werden. "In manchen Regionen wie um den Hafen von Rotterdam gibt es viel Industrie, deren Abwärme man nutzen könnte", sagt Jetten.

In anderen Regionen werde keine der beiden Möglichkeiten greifen. Dort könne grünes Gas eine Lösung sein, sagt er. Für schwierige Fälle wird zurzeit noch an Ausnahmeregelungen gearbeitet. Sie sollen aber nur sehr begrenzt sein. Die wirkliche Herausforderung sei ohnehin, im Gebäudebestand ohne Gasheizungen auszukommen, räumt Jetten ein. Hier werden Städte und Gemeinden entscheiden, welches die beste alternative Heizung für Quartiere oder einzelne Gebäude ist.

Gemischte Reaktionen in Deutschland

In Deutschland stößt das Gesetz auf ein geteiltes Echo. Christian Noll von der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz wertet es positiv: "Es gilt immer nationale Besonderheiten und individuelle Härten zu berücksichtigen. Dennoch ist bemerkenswert: Unsere Nachbarstaaten wie die Niederlande und Dänemark machen konsequente Klimaschutzpolitik, während die Bundesregierung immer noch auf der Stelle tritt."

Timm Kehler, Geschäftsführer der Initiative "Zukunft Erdgas", sieht das naturgemäß anders: "Der sehr überwiegende Teil der niederländischen Häuser wird heute und in Zukunft mit Erdgas warm. Das niederländische Verbot von Gasheizungen, das sich nur auf Neubauten bezieht, gehört daher in die Kategorie Symbolpolitik." Für Deutschland sei das Gesetz kein Vorbild. Nur eine technologieoffene Strategie im Gebäudesektor liefere den höchsten Klimaschutz zu niedrigsten Kosten, meint Kehler.

Die Niederlande aber wollen den Ausstieg aus dem Gas weiter vorantreiben. Die Felder in Groningen sollen in fünf Jahren nur noch halb so viel Gas produzieren. In zehn Jahren soll die Förderung dann ganz enden. Die Konsequenz: "Wir werden Gas aus anderen Ländern brauchen", sagt Jetten. Allerdings nur übergangsweise, bis der Gasverbrauch reduziert ist. Was Alternativen angeht, müsse die Regierung entscheiden, ob sie beispielsweise Subventionen für die Erschließung neuer Wärmequellen aus der Geothermie verteile. "Auf jeden Fall wollen wir die Gastransformation nutzen, um eine grüne Transformation zu schaffen", sagt Jetten.

In Deutschland lagen Wärmepumpen als Heizungsanlagen in neuen Wohngebäuden 2017 erstmals leicht vor Erdgasheizungen, berichtet kürzlich der Bundesverband Wärmepumpe auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes. Hier ist der breite Einsatz von Gas in Nicht-Wohngebäuden aber nicht enthalten. Der Einsatz von Wärmepumpen in schlecht gedämmten Bestandsbauten gilt außerdem als schwierig, weil die Geräte hier an ihre Leistungsgrenze stoßen. Allerdings steigt ihre Effizienz, wie Untersuchungen desFraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE zeigen.

Darüber hinaus kämpfen Interessenverbände in Deutschland mit dem Argument, staatliche Regulierung müsse technologieneutral sein, für einen Weiterbestand von Öl- und Gasheizungen. Die Deutsche Energie-Agentur zeigte außerdem in einer breit angelegten Studie, dass der Einsatz von synthetischen Brennstoffen die Energiewende bis 2050 billiger machen könnte, als wenn nur mit Strom geheizt würde. von Susanne Ehlerding

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TGA-Fachverbände bewerten neue EU-Richtlinie positiv

8. Mai 2018 - 7:00

Im April hat das Europäische Parlament der Novellierung der Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD: Energy Performance of Buildings Directive) zugestimmt. Die führenden deutschen TGA-Verbände, Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA), der Fachverband Gebäude-Klima (FGK) und der Herstellerverband Raumlufttechnische Geräte (RLT-Herstellerverband) begrüßen die Neuerungen.

Ziel der neuen Vorgaben ist es, die Energieeffizienz von Gebäuden zu verbessern und den Komfort und die Luftqualität in Gebäuden sicherzustellen. "Die maßgeblichen Anregungen der Branche wurden in der Novelle umgesetzt und sind ein weiterer Schritt in Richtung Energieeffizienz und mehr Innenraumluftqualität", sagt Günther Mertz, Geschäftsführer der drei Verbände.

Für die Fachverbände sind besonders die Bestimmungen zur energetischen Inspektion von Klimaanlagen bedeutsam. Die Richtlinie legt dazu in Artikel 15, Absatz 1 fest:

"Die Mitgliedstaaten ergreifen die erforderlichen Maßnahmen, um regelmäßige Inspektionen der zugänglichen Teile von Klimaanlagen oder von kombinierten Klima- und Lüftungsanlagen mit einer Nennleistung von mehr als 70 Kilowatt zu gewährleisten. Die Inspektion umfasst auch die Prüfung des Wirkungsgrads und der Dimensionierung der Klimaanlage im Verhältnis zum Kühlbedarf des Gebäudes und gegebenenfalls die Berücksichtigung der Fähigkeit der Klimaanlage oder der kombinierten Klima- und Lüftungsanlage, ihre Leistung unter typischen oder durchschnittlichen Betriebsbedingungen zu optimieren."

In Absatz 4 steht außerdem:

"Die Mitgliedstaaten legen Anforderungen fest, um sicherzustellen, dass Nichtwohngebäude mit einer Nennleistung für eine Klimaanlage oder eine kombinierte Klima- und Lüftungsanlage von mehr als 290 Kilowatt, sofern technisch und wirtschaftlich realisierbar, bis zum Jahr 2025 mit Systemen für die Gebäudeautomatisierung und -steuerung ausgerüstet werden."

Weggefallen ist die ursprünglich vorgesehene Inspektion von reinen Lüftungsanlagen. Das Parlament hat sie in einen neuen Artikel 19a ausgelagert und will die Wirksamkeit von energetischen Inspektionen erst einmal mit einer Studie prüfen. Der Text dazu lautet:

"Die Kommission fertigt bis 2020 eine Machbarkeitsstudie an, in der sie die Möglichkeiten und den Zeitplan für die Einführung einer Inspektion von eigenständigen Lüftungsanlagen und eines optionalen Gebäuderenovierungspasses als Ergänzung zum Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz erläutert, sodass ein langfristiger Fahrplan für die schrittweise Renovierung eines bestimmten Gebäudes auf Grundlage von Qualitätskriterien und im Anschluss an ein Energieaudit erstellt werden kann, in dem relevante Maßnahmen und Renovierungen zur etwaigen Verbesserung der Energieeffizienz beschrieben werden".

Über die Aspekte der technischen Gebäudeausstattung hinaus halten die TGA-Verbände die Bestimmungen zur Energieffizienz und zur Förderung von energetischen Sanierungen positiv. Auch die Einführung eines so genannten Intelligenzfaktors für Gebäude findet ihre Zustimmung. Er soll unter anderem die Netzdienlichkeit von Gebäuden bewerten, also wie sie in der Lage sind, Strom bei hohem Verbrauch zur Verfügung zu stellen und bei hoher Erzeugung zu speichern. Der Faktor selbst ist noch nicht definiert. Am 28. Mai findet dazu in Brüssel das dritte und letzte Treffen von Interessenvertretern statt.

Der weitere Verlauf der europäischen Rechtsetzung sieht vor, dass der Ministerrat noch seine Zustimmung zu den beschlossenen Neuerungen der EPBD geben muss, bevor die Richtlinie 20 Tage nach Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft tritt. Im Anschluss haben die Mitgliedstaaten 20 Monate Zeit, um die Richtlinie in nationales Recht zu überführen.

Die EPBD ist Teil des Gestzespakets "Clean Energy for all Europeans" aus dem Jahr 2016, mit dem die EU-Kommission Energieeffizienz und erneuerbare Energien voranbringen sowie die Rolle der Verbraucher stärken möchte. Die EPBD wäre das erste Gesetz von insgesamt acht Richtlinien und Verordnungen, das in Kraft tritt. Die TGA-Verbände wollen auch die weiteren Verhandlungen intensiv begleiten und fordern die Bundesregierung auf, die Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden zügig in nationales Recht umzusetzen. Quelle: TGA-Verbände / sue

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Gebäudesanierung fehlt im Haushaltsentwurf

8. Mai 2018 - 7:00

Wie der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland erfuhr, haben sich die Spitzen der großen Koalition am Montag auf die Vereinfachung von kleineren Modernisierungsmaßnahmen geeinigt. CDU/CSU und SPD hätten eine ausgewogene Regelung beschlossen, die es gerade privaten Einzelvermietern ermögliche, ihre Mietwohnungen zu modernisieren, ohne ihre Mieter zu überfordern, kommentierte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke.

Gleichzeitig befürwortet Haus & Grund, dass den Praktiken von Finanzinvestoren, Mieter durch unangemessen teure Modernisierungen aus ihren Wohnungen zu vertreiben, ein Riegel vorgeschoben werden soll. "Unter diesem Gebaren hat in den vergangenen Jahren auch das Image der soliden privaten Einzelvermieter gelitten. Gut, dass das jetzt ein Ende haben wird", unterstrich Warnecke. Die Regelung muss nun aber noch durch die gesetzgeberischen Instanzen.

"Klimapolitische Versprechen schon vergessen"

Deutsche Umwelthilfe (DUH) dagegen kritisierte den von Bundesfinanzminister Olaf Scholz am 2. Mai vorgelegten Haushaltsentwurf. Darin taucht – entgegen der Vereinbarungen im Koalitionsvertrag – keine steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung auf. Die DUH bewertet dies als besorgniserregenden Offenbarungseid. Die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation fordert die Bundesregierung auf, umgehend ein Programm zur steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung auf den Weg zu bringen und die Sanierungsrate im Bestand von derzeit 0,8 Prozent auf mindestens zwei Prozent jährlich zu erhöhen.

"Wenn der Bundesfinanzminister diese im Koalitionsvertrag vereinbarte und für den Klimaschutz zentrale Maßnahme nicht in seinem Haushaltsentwurf verankert, dann zeigt er, dass er die klimapolitischen Versprechen der neuen Regierung schon nach wenigen Wochen im Amt entweder vergessen oder schon aufgegeben hat", sagt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Die energetische Gebäudesanierung ist ein zentrales Element für die Energiewende und den Klimaschutz. Doch nur wenn die Sanierungsrate im Gebäudebestand von momentan 0,8 Prozent auf über zwei Prozent jährlich ansteigt, wird der Klimaschutz im Gebäudebereich erfolgreich sein.

"Bereits die beiden Vorgängerregierungen sind daran gescheitert, rechtzeitig die Weichen für die steuerliche Förderung zu stellen und damit einen entscheidenden Beitrag zum Erreichen des Klimaschutzziels 2020 zu stellen", so Müller-Kraenner weiter. "Die Vorbehalte der Länder, die steuerliche Förderung würde bei ihnen ein Haushaltsloch entstehen lassen, sind lange bekannt. Es ist an der Zeit, akzeptable Lösungen zur Gegenfinanzierung auf den Tisch zu bringen."

Schließlich sei die steuerliche Förderung der Sanierungskosten nicht nur für große Wohnungsbaugesellschaften, sondern auch für private Eigenheimbesitzer ein wichtiger Anreiz, um eigene Investitionsmittel in die Hand zu nehmen. Der Startschuss dafür müsse nun dringend fallen. Quelle: Haus & Grund / DUH / sue

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Effizienz von Wärmepumpen und KWK ermitteln

7. Mai 2018 - 7:00

Hardware-in-the-Loop bezeichnet ein Verfahren, bei dem ein reales Gerät über seine Ein- und Ausgänge an einen Simulator angeschlossen wird, der die Systemumgebung darstellt. Dagegen basieren energetische Bewertungsverfahren für Wärmepumpen und Mikro-KWK-Geräte bisher meist auf statischen Verfahren und vereinfachten dynamischen Messungen, teilt das Forschungsprogramm Energiewendebauen mit.

Ziel des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekts war, einen objektiven energetischen, ökologischen und wirtschaftlichen Vergleich konkurrierender anlagentechnischer Systeme zu ermöglichen. Beteiligt waren die TU Dresden, die RWTH Aachen und die Universität Stuttgart.

In einem Kurzbericht stellen die Hochschulen die wichtigsten Ergebnisse des Vorhabens dar. Diese sind: Für eine realistische Berechnung der Effizienzwerte ist die Wahl der Bilanzzeiträume entscheidend. Eine Anzahl von vier repräsentativen Wettertagen verspricht eine gute Vorhersagegenauigkeit bei gleichzeitig vertretbarem Prüfaufwand, ergab das Projekt. Außerdem ist die Wahl der Systemgrenze von hoher Bedeutung. So sollte immer auch der Warmwasserspeicher in die Berechnungen einbezogen werden, um zu realistischen Effizienzwerten zu gelangen. Quelle. Energiewendebauen / sue

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Consolar geht mit neuartigem Hybridmodul in Serie

7. Mai 2018 - 7:00

Nach einer vierjährigen Entwicklungs- und Erprobungsphase bringt Consolar mit dem Modell Solink eine neue, speziell für Wärmepumpen entwickelte Energiequelle auf den Markt. Der Kollektor weist mehrere Besonderheiten auf. So kommt ein Solink-System ganz ohne die bei Luft-Wärmepumpen üblichen Ventilatoren sowie ohne ein Außengerät aus, weil die vom Dach gelieferte Energiemenge wegen des großen Wärmetauschers bereits ausreicht. Berechnungen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben gezeigt, dass bei ähnlichen Investitionskosten sogar eine bessere Wirtschaftlichkeit als bei den besonders effizienten Erdsonden-Wärmepumpen gegeben sei, berichtet Consolar.

Mit dem Modul lasse sich der komplette Wärmebedarf eines Gebäudes und bilanziell über das Jahr meist auch der Strombedarf decken, teilt Consolar mit. Wegen der Kühlung durch den Luftwärmetauscher produziere Solink etwa sieben bis zehn Prozent mehr Strom als vergleichbare PV-Module ohne Wärmetauscher, denn kühlere PV-Module haben eine größere Leistungsfähigkeit.

Das Konzept baut auf einer Kooperation mit einem holländischen Entwicklungspartner sowie Voruntersuchungen auf, die Umwelt- und Wirtschaftsministerium und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert haben. 2016 wurde die zum Patent angemeldete Neuentwicklung als Vorserie realisiert. Feldtest- und Vorserien-Anlagen wurden in Lörrach, Amsterdam, Lüttich, Stuttgart und Freiburg realisiert. Der Prototyp des neuen Moduls wurde 2017 mit dem ersten Platz des Umwelttechnik-Preis des Landes Baden-Württemberg für Energieeffizienz ausgezeichnet.

Consolar Solare Energiesysteme ist ein 1994 gegründetes inhabergeführtes Unternehmen. In den vergangenen Jahren hat es sein Angebot auf die Bedürfnisse von Stadtwerken, Bauträgern, Energieversorgern, Kommunen, Planungsbüros und damit auf größere Projekte auch im Bereich Mehrfamilienhäuser und Gewerbegebäude ausgeweitet. Ein neuer Röhrenkollektor für Flachdach- und Fassadenanwendungen sowie ein modularer Pufferspeicher zählen zu weiteren Angeboten. Quelle: Consolar / sue

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Buderus bietet neues Lüftungsgerät an

6. Mai 2018 - 7:00

Fachhandwerker können die kompakten Geräte schnell installieren, Endkunden profitieren von einer Energieersparnis beim Lüften, wirbt Buderus: Über den integrierten Wärmetauscher aus Keramik lassen sich bis zu 90 Prozent der Wärme aus der verbrauchten Raumluft zurückgewinnen. Vier Stufen ermöglichen einen normgerechten Luftwechsel mit einem Volumenstrom zwischen 16 und 43 Kubikmetern pro Stunde.

Die dezentralen Lüftungsgeräte Logavent HRV126 D arbeiten immer paarweise, um einen balancierten Lüftungsbetrieb zu gewährleisten. Der Einbau des kompakten Systems erfordert wenig Aufwand. Dafür sind eine 162-Millimeter-Kernbohrung in der Außenwand, ein Stromanschluss sowie die Verdrahtung zur zentralen Bedieneinheit nötig. In reinen Ablufträumen wie Bad und Küche werden feuchtegesteuerte Abluftventilatoren eingesetzt. Der Wartungsaufwand ist überschaubar, weil sich die einzelnen Bestandteile des Logavent HRV126 D bequem und ohne Werkzeug herausnehmen lassen und auch der Filter dank guter Zugänglichkeit schnell ersetzt ist.

Um die Lüftungsgeräte optisch optimal in die Fassade zu integrieren, sind die Außenblenden aus unterschiedlichen Materialien und in verschiedenen Farben erhältlich: Kunststoff (weiß), pulverbeschichtetes Metall (weiß oder anthrazit) sowie gebürsteter Edelstahl. Soll die Außen- und Fortluftöffnung fast vollständig verborgen bleiben, lässt sie sich auch in die Fensterlaibung einbauen. Diese Installation ist nicht nur optisch unauffällig, sondern ermöglicht auch eine hohe Außenschall-Absorption. Das kann insbesondere in Wohngebieten mit hohem Lärmaufkommen sinnvoll sein, beispielsweise in der Nähe von Einflugschneisen oder an vielbefahrenen Straßen.

Als gutes Argument in der Endkundenberatung können Fachhandwerker zusätzlich zum gesunden Raumklima die hohe Wärmerückgewinnung anführen: Die Lüftungsgeräte leiten die verbrauchte Raumluft nach außen und geben dabei die Wärme an den hochwertigen Wärmespeicher aus Keramik ab. In der anschließenden Zuluftphase nach rund 60 Sekunden kehrt sich die Laufrichtung des Ventilators um, sodass nun die kalte Außenluft über den erwärmten Wärmespeicher geführt und als warme Frischluft in die Wohnung geleitet wird. Die strömungsoptimierte Bauweise der Innen- und Außenblenden unterstützt diesen Ablauf.

Regeln können Bewohner das Lüftungssystem mit der Bedieneinheit VC40H im flachen Design. Damit lassen sich die vier Lüfterstufen, Abluft- oder Schlafmodus einstellen. Die Bedieneinheit enthält zudem einen integrierten Feuchtefühler, sodass eine feuchtegeführte Lüftung automatisch ein behagliches Raumklima sicherstellt. Quelle: Buderus / sue

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Historisches Gebäude bekommt Klimahülle

4. Mai 2018 - 7:00

Im Rahmen des Forschungsprojektes "Dammerstock 2020" haben das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und seine Partner die kaum für möglich gehaltene Sanierung eines Wohngebäudes aus dem Jahre 1946 in der überregional bekannten Siedlung untersucht. Das Vorhaben wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Ziel ist, die kosten- und materialeffiziente Bauweise der Nachkriegszeit an die aktuellen Anforderungen anzupassen, die charakteristische Architektur zu erhalten und wieder zu ihrem Ursprungsentwurf zurückzuführen.

Eine Voruntersuchung ergab, dass eine Sanierung wirtschaftlich und technisch schwierig ist. Herkömmliche Sanierungsmethoden erwiesen sich als ungeeignet. Auch der aktuelle Zuschnitt der Wohnungen ist nicht zukunftsfähig. Zwar besteht für das untersuchte Gebäude kein Denkmalschutz, es hat jedoch aufgrund seiner Entstehungsgeschichte einen wissenschaftlichen und kulturhistorischen Wert. Hinzu kommt, dass aus baurechtlichen Gründen zwar ein Abriss, aber kein Neubau möglich ist.

Eine interdisziplinäre Gruppe aus Architekten, Ingenieuren, Bauphysikern und Gebäudetechnikern entwickelte deshalb eine neue Klimahülle, die dem Bestand übergestülpt werden soll. Hierdurch wird das Gebäude innerhalb der transparenten Hülle weitgehend in seiner Struktur und Materialität seinem historischen Erscheinungsbild entsprechend erhalten bleiben. Gleichzeitig kann modernsten Anforderungen an Gebäudehüllen entsprochen werden.

Dadurch werden zeitgemäße Wohnungen entstehen, die mit ihren verglasten Vorbereichen funktionell und atmosphärisch eine sinnvolle Erweiterung finden. "Die Forschungsgruppe hat hier ein Konzept entwickelt, das nicht nur eine denkmalgerechte Sanierung ermöglicht und innovative Antworten hinsichtlich Tragwerk, Gebäudetechnik und Energie bietet", sagte Thomas Haug, Sprecher der Forschungsgruppe aus dem KIT. "Es entsteht vielmehr im ganzheitlichen Sinne etwas Neues, das die überlieferte Substanz erhält, ja geradezu in Szene setzt." Quelle: KIT / sue

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Industrieverband Hartschaum stellt sich neu auf

4. Mai 2018 - 7:00

André Mallon ist diplomierter Bauingenieur und war unter anderem Technischer Leiter bei Siemens, bevor er geschäftsführender Gesellschafter bei WwD Wohnungswirtschaftliche Dienstleistungen in Berlin wurde. Darüber hinaus war er Inhaber eines Berliner Bauingenieurbüros.

In seiner neuen Position will Mallon den IVH zum Kompetenzzentrum Styropor weiterentwickeln. "Über Styropor als Wärmedämmmaterial existieren leider zahlreiche Halbwahrheiten in der Öffentlichkeit und damit verbunden auch eine große Unsicherheit sowie Attentismus bei sanierungswilligen Hausbesitzern. Es ist entscheidend, hier mittels Fachwissen aufzuklären. Die Branche hat ihre Hausaufgaben gemacht – die zahlreichen guten Materialeigenschaften von Styropor wurden in den vergangenen Jahren weiter verbessert. Es gibt wahrscheinlich derzeit kaum ein unkomplizierteres Baumaterial am Markt als Styropor", sagte Mallon. "Mit unserem Kompetenzzentrum IVH wollen wir beim Einsatz von Styropor nicht nur den Planer, den Baustoffhändler und den Verarbeiter direkt unterstützen, sondern auch den Bauherren."

In seiner Arbeit unterstützt wird Mallon durch Serena Klein (42). Seit März ist sie in der neu geschaffenen Position der Pressesprecherin tätig. Die Journalistin, die zuletzt als Pressereferentin beim Verband der Automobilindustrie arbeitete, kehrt beim IVH thematisch in bekanntes Terrain zurück. Vor ihrer Tätigkeit beim VDA war Klein Pressereferentin beim ehemaligen Gesamtverband Dämmstoffindustrie.

Ulrich Meier (54), seit über zehn Jahren im IVH zuständig für die Themen Technik und Umwelt, bleibt seiner Position als Geschäftsführer Technik treu. Meier ist diplomierter Bauingenieur und Fachmann rund um das Thema Styropor.

Neben den personellen Veränderungen gibt es auch eine örtliche: Der IVH, der seinen Geschäftssitz derzeit noch in Heidelberg hat, zieht momentan in neue Geschäftsräume in Berlin-Mitte. Vor Ort in Berlin – am Puls politischer Entscheidungsfindungen – will der IVH seine guten Beziehungen zu Partnern und Einflussträgern der Branche weiter intensivieren.

Die Bundesfachabteilung Qualitätssicherung EPS-Hartschaum bleibt in Heidelberg bestehen. Diese Abteilung des IVH wird weiterhin von Hartmut Schönell geleitet. Quelle: IVH / sue

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Ideen für Zukunftsquartiere gesucht

3. Mai 2018 - 7:00

Mit dem Neo werden seit 2010 Innovationen für die Welt von morgen ausgezeichnet. Jedes Jahr steht unter einem anderen Zukunftsthema, seit diesem Jahr werden bundesweit Bewerbungen angenommen. Teilnahmeberechtigt für den Neo 2018 sind alle Personen, Wissenschaftseinrichtungen sowie Institutionen, Unternehmen und Vereine aus Deutschland. Einsendeschluss für die Kurzbewerbung ist der 3. Juni.

Den Neo 2018 lobt die TRK zum Thema Zukunftsquartiere aus. Das Aktionsbündnis aus Unternehmen, Kammern, Wissenschaftseinrichtungen und Kommunen möchte damit Beispiele für modernes Wohnen, Arbeiten und Produzieren finden, präsentieren und auszeichnen. Die Leitfragen sind: Welche baulichen und technologischen Voraussetzungen sind notwendig und förderlich? Wie kann ein solches Zukunftsquartier energieautark oder CO2-frei sein? Welche Vernetzung ist heute sinnvoll, wie hilft sie Bewohnern und Nutzern, nicht zuletzt in finanzieller Hinsicht?

Beim Neo 2018 geht es nicht nur um das Quatier insgesamt. Beim Neo können sich alle marktfähigen Produkte und Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette für Zukunftsquartiere bewerben, von der Planung über bauliche Komponenten bis hin zum Betrieb. Die kompletten Ausschreibungsunterlagen mit Hintergründen gibt es unter www.trk.de/Neo2018. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Quelle: TRK / sue

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Wärmepumpen-Puffermodul schafft Ordnung

3. Mai 2018 - 7:00

Das Puffermodul integriert vier Module in einem System: Wärmepumpen-Inneneinheit, Pumpen, Hydraulik und Pufferspeicher. Das Gerät soll ab dem 3. Quartal 2018 erhältlich sein. In Kombination mit einem Warmwasserspeicher und der Wärmepumpen-Außeneinheit kann das Modul die gesamte Installation im Heizungsraum platzsparend und optisch aufgeräumt abbilden.

Besonders Installateure und Heizungsbauer können bei Einbau und Montage profitieren, wirbt Junkers Bosch: Alle Komponenten seien vorkonfiguriert und im Modul anschlussfertig eingebaut. Der Fachpartner müsse die Anlage nur noch anhand vorgefertigter Installations-Kits an die Heizkreise, die Wasserinfrastruktur im Gebäude und gegebenenfalls an die Außeneinheit der Wärmepumpe anschließen.

Standardmäßig ist das Puffermodul von Junkers Bosch für einen ungemischten Heizkreis ausgelegt. Mit zwei als Zubehör verfügbaren Erweiterungssets lässt sich die Anlage für einen gemischten Heizkreis oder für zwei Heizkreise – einen ungemischten und einen gemischten – aufrüsten. Quelle: Junkers Bosch / sue

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"Gebäudeenergiegesetz kommt Ende dieses Jahres"

2. Mai 2018 - 7:00

Der GIH-Bundesvorsitzende Jürgen Leppig konnte den Leiter der Abteilung "Energiepolitik – Wärme und Effizienz" im BMWi ausführlich befragen, weil die ebenfalls eingeladenen Bundestagsabgeordneten wegen einer unerwartet langen Plenarsitzung nicht erschienen waren. Herdan hatte zunächst versichert, nach der Sommerpause werde das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ins Kabinett gebracht. Das Gesetz werde dann bis zum Ende dieses Jahres kommen – allein schon deshalb, weil spätestens dann die EU die Definition eines Niedrigstenergiegebäudes einfordern würde, die im GEG vorgenommen werden soll. Ob dann auch Handwerker, die 50 Prozent der GIH-Verbandsmitglieder stellen und sich darüber "wahnsinnig freuen" würden, für weitere Beratungsfelder zugelassen würden, fragte Leppig. Herdan wich zunächst aus.

Keinen, der Ahnung hat, ausklammern

Als Leppig nachhakte und die rhetorische Frage stellte, ob eine Zulassung "nicht besser am Thema 'Können' festzumachen" sei als an einer "vermeintlichen Ausbildung", ließ BMWi-Abteilungsleiter Herdan allerdings keinen Zweifel an seiner eigenen Einstellung dazu. Die bereits erfolgte Marktöffnung für Handwerker sei auf seine Initiative zurückgegangen: "Ich kann all die Menschen, die Ahnung haben, aber die – aus welchen Gründen auch immer – ein Interesse auch am Geschäft haben, nicht ausklammern."

Wer "keinen Kumpel hat, keinen Verwandten oder nicht Beziehungen zu dem einen oder anderen Hersteller", sei letztlich zwar unabhängig, aber auch ein "Unwissender". Er setze auf die Eigenverantwortung. "Ich glaube nicht, dass auf Dauer jemand, der sich nur in die eigene Tasche berät, in diesem Geschäft Erfolg haben wird", sagte Herdan.

Der ausgebildete Maschinenbauer führte als Vorbild die CE-Herstellerselbstzertifizierung der Europäischen Union an, an deren Einführung er beteiligt gewesen sei: "Da hoffe ich einfach mal darauf, dass das bei der Berater-Erweiterung um Handwerk, um Schornsteinfeger, genau denselben Weg nimmt, und dass sich die schwarzen Schafe – die wird’s geben am Anfang – ein Stück weit rausfiltern."

Beratung von Hausbesitzern vorschreiben

Breiten Raum nahm die Diskussion um die Frage ein, ob eine Beratung von Hausbesitzern, zum Beispiel über einen individuellen Sanierungsfahrplan, vorgeschrieben werden solle. Die Wortmeldungen im Saal der niedersächsischen Landesvertretung waren mehrheitlich zustimmend, und auch Thorsten Herdan sprach sich dafür aus. Er habe das im Rahmen der Koalitionsverhandlungen eingebracht. "Es ist jetzt ein bisschen verklausuliert da drin über ‚Beratung verstärken’ und so weiter."

Bei einem Schaden an der Heizungsanlage werde der Berater nicht gerufen, "weil dann eben die Not besteht, jetzt einen Schaden zu beheben oder es wieder warm zu machen. Und schwupp! ist der Anlass auch vorbei, und dann kommst du wieder nicht rein". Der Hausbesitzer könne sich ja selbst entscheiden, ob er etwas tue oder nicht. "Aber wenn er es nicht weiß, dann tut er’s definitiv nicht."

Eine Beratung vorzuschreiben, etwa bei Verkauf oder Sanierung eines Hauses, sei legitim – wie beispielweise auch das Messen von Abgasgrenzwerten. Allerdings könne man, wenn etwas gesetzlich vorgeschrieben sei, es eigentlich nicht fördern. Wie eine Förderung dennoch ermöglicht werden könne, "müssen wir uns genau überlegen", sagte Herdan.

Nichts hält er dagegen von einer staatliche Prüfung für Energieberater, wie sie Jürgen Leppig unter Berufung auf viele Anfragen von GIH-Mitgliedern forderte. Der Grund, so Herdan, sei allerdings nicht, dass die EU etwas dagegen hätte. Vielmehr seien die Qualifikationen angesichts der Heterogenität der verschiedenen Beratertypen nicht vergleichbar: "Derjenige, der sich spezialisiert hat auf Ein-, Zweifamilienhäuser, der kann nicht zu BASF gehen und den Standort Hoechst beraten."

Harmonisierung der Förderung bis Ende 2019

Mehr Gehör fand Leppig bei einem anderen Anliegen: einer "wirklichen Harmonisierung" der Förderung. Im Moment, stellte der GIH-Vorsitzende fest, gebe es lediglich eine Zusammenfassung aller Förderprogramme. Bedingungen und Definitionen seien jedoch je nach Träger unterschiedlich, wie Leppig an mehreren Beispielen zeigte. So sei der Baubeginn bei der KfW die Aufnahme der Arbeiten vor Ort. Beim Bafa sei der Beginn definiert als der Zeitpunkt der Unterschrift des Vertrages beim Handwerker. Bei der KfW sei ein "Neubau" dann gegeben, wenn man in der Sanierung bis zur Bodenplatte heruntergehe. "Beim Bafa, wenn ich die Grundstruktur des Gebäudes verändere. Wie soll das ein Kunde verstehen?"

Herdan stimmte in der Sache zu. Es brauche allerdings einen "langen Atem". Eine neue Förderstrategie solle "bis Ende 2019 peu à peu" umgesetzt werden. Zum einen würde es zu Verwirrung führen, wenn man Programme "abschaltet und dann wieder vielleicht in einem halben Jahr erst neue schafft." Genau diese Gefahr sieht Thorsten Herdan jedoch angesichts der großen Aufgabe einer Vereinheitlichung. Schließlich habe man "über Jahrzehnte hinweg Förderprogramme kreiert, wo jedes Ministerium in seinem schönen Kästchendenken für sich alleine beansprucht hat, das Ei des Kolumbus zu erfinden."

Ein Beispiel für eine solche Verwirrung lieferte gleich einer der anwesenden Energieberater für den Bereich Industrie und Gewerbe: Zum Ende des vergangenen Jahres sei "sang- und klanglos die Förderung der Einführung von Energie-Managementsystemen ausgelaufen" – ohne, dass gesagt worden sei, ob es ein Folgeprogramm gebe. Herdan gab zu, das sei "unschön gewesen". Eine neue Förderung dauere "aus verschiedensten Gründen" länger als gedacht. "Das wird in einem Komplettaufschlag im Herbst kommen." von Jörg Bleyhl

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Ein Wechsel der Heizungspumpe zahlt sich aus

2. Mai 2018 - 7:00

Heizungspumpen pumpen das heiße Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern und das abgekühlte Wasser wieder zurück. Standardpumpen aus den 90er Jahren drücken das Wasser dabei meist mit voller Kraft durch die Rohre und sind daher wahre Stromfresser. Moderne Hocheffizienzpumpen passen sich dem Bedarf an und benötigen nur einen Bruchteil der Energie.

Bei den Effizienzsiegern im Test fallen in einem typischen Einfamilienhaus nur noch 8 bis 9 Euro Stromkosten im Jahr an. Eine Standardpumpe aus dem Jahr 2007 benötigt mit 49 Euro pro Jahr etwa das Fünffache, Standardpumpen aus den 90ern sogar noch mehr. "Nach weniger als zehn Jahren sind dann die Kosten für die neue Pumpe wieder drin – und die Umwelt profitiert sofort", sagt Testleiter Dr. Peter Schick. Oft gehe es sogar schneller, weil viele alte, ungeregelte Modelle rund um die Uhr laufen, selbst im Sommer.

Der Test Heizungspumpen findet sich in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift „test“ und ist online unter www.test.de/heizungspumpen abrufbar. Neben den klassischen Modellen sind auch Pumpen für Solaranlagen und Erdwärme im Test. Außerdem macht test den großen Heizungsvergleich: Gas, Wärmepumpe oder Holzpellets, mit Solaranlagen im System – wie hoch sind Kosten und Umweltbelastung? Quelle: Stiftung Warentest / sue

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Tiefste kommerzielle Geothermiebohrung abgeschlossen

2. Mai 2018 - 7:00

Die Endteufe der ersten geothermischen Bohrung in Otaniemi, einem Stadtteil von Espoo, Finnland ist erreicht und der Auftraggeber, das finnische Energieunternehmen St1, ist zufrieden. Der CEO des Unternehmens, Mika Wiljanen, gab den Erfolg über sein Profil des Netzwerks Linkedin bekannt und gratulierte dem Bohrteam. Erstmals wurden für ein kommerzielles Projekt 6400 Meter tief gebohrt. Weltweit gibt es nur drei tiefere Bohrungen. Alle wurden zu Forschungszwecken ausgeführt, eine davon im bayerischen Windischeschenbach.

Der Bundesverband Geothermie sieht die Leistung des hessischen Unternehmens als einen Beweis für die hohe Kompetenz der deutschen Bohrbranche. "H. Angers Söhne hat in dem Projekt in Espoo in vielerlei Hinsicht Neuland beschritten. Es freut mich, dass sie es geschafft haben mit innovativer Technologie diese Bohrtiefe zu erreichen", sagt Erwin Knapek, Präsident des Bundesverbandes Geothermie. "Von den Erkenntnissen können wir auch in Deutschland sehr profitieren, wenn es darum geht mit Tiefen von mehr als 5000 Metern noch höhere Temperaturen nutzen zu können."

Bisher wurde kein ähnliches Projekt auf so hartem Boden, wie dem finnischen Granit und auf diese Tiefe umgesetzt. Mit einer speziellen Bohrausrüstung konnte das deutsche Bohrunternehmen H. Angers Söhne in das Festgestein vordringen und somit diesen Weltrekord erzielen. Neben vielen weiteren Ländern kann das Unternehmen nun auch eine erfolgreiche Tiefbohrung in Finnland vorweisen und trägt zum geothermischen Ausbau des Landes bei.

Ziel des Pilotprojektes ist es mit 40 Megawatt Leistung etwa 10 Prozent der nachgefragten Fernwärme in Espoo mit seinen rund 275.000 Einwohnern zu erzeugen. Ein wichtiger Meilenstein, um wie geplant bis 2030 auf CO2-neutrale Fernwärme umzustellen. "Projekte wie diese sind der richtige Weg die Klimaschutzziele zu erreichen und Städte mit CO2-neutraler Wärme zu versorgen. Nur mit Geothermie ist die Wärmewende in Deutschland und auch international zu erreichen", betonte Knapek. Quelle: Bundesverband Geothermie / sue

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Einfamilienhäuser sind Ressourcenverschwender

1. Mai 2018 - 7:00

Das Forschungsteam setzte sich zusammen aus dem Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Universität Münster, der volkskundlichen Kommission für Westfalen, dem Freilichtmuseum Cloppenburg und dem Institut für Infrastruktur - Wasser - Ressourcen - Umwelt (Iwaru) der Fachhochschule Münster. Ihre Ergebnisse präsentierten sie jetzt bei einem Workshop und diskutierten sie mit Experten aus dem In- und Ausland.

"Die Erkenntnisse lassen das Einfamilienhaus als vielfach glorifizierte Wohnform in einem völlig anderen Licht erscheinen", sagte Professor Sabine Flamme, Leiterin der Arbeitsgruppe Ressourcen am IWARU. Denn für die Herstellung der verbauten Materialien in einem Einfamilienhaus werde genauso viel Energie benötigt, wie für den Heizbedarf eines Vier-Personen-Haushaltes in 20 Jahren. Jeder Bewohner eines Einfamilienhauses verbrauche für seinen Wohnraum rund 60 Prozent mehr Material als der durchschnittliche Bundesbürger. Diese Ergebnisse seien eine wichtige Basis für weitere Vorhaben im Hinblick auf die Nutzung der in Gebäuden und Infrastruktur eingelagerten Ressourcen, sagte Flamme.

Wer mehr über die Ergebnisse des Projektes erfahren möchten, hat noch bis Ende des Jahres Gelegenheit, die Ausstellung "4Wände. Von Familien, ihren Häusern und den Dingen drumherum" des Freilichtmuseums in Cloppenburg zu besuchen. Quelle: FH Münster / sue

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Marienhof erhält German Design Award

30. April 2018 - 7:00

Über diese Auszeichnung freut sich auch der Ökohaus-Hersteller Baufritz: Die ökologische und ganzheitlich gesunde Holzbauweise des Marienhof Ensembles wurde größtenteils von einem der Vorreiter für Biohäuser umgesetzt. Unter anderem sorgen die ökologisch nachhaltigen Voll-Werte-Wände und die patentierte Bio-Dämmung aus der eigenen Forschung für ein wohngesundes Raumklima und einen andauernden Klimaschutz. „So ist das Ensemble nicht nur optisch ansprechend, sondern auch gesundheitlich betrachtet wertvoll“, teilt Baufritz mit.

Der German Design Award zeichnet innovative Produkte und Projekte sowie ihre Hersteller und Gestalter aus, die in der deutschen und internationalen Designlandschaft wegweisend sind. Nach den Auszeichnungen der Architektenkammer Baden-Württemberg für beispielhaftes Bauen 2016 und beim HolzbauPlus Wettbewerb des Bundeslandwirtschaftsministeriums 2017 wurde das Wohnprojekt jetzt zum dritten Mal prämiert.

Nach dem Vorbild der Natur plant und realisiert Baufritz seit über 120 Jahren ökologisch nachhaltige Gebäude. Aus hochwertigen, schadstoffgeprüften Bau- und Dämmstoffen entstehen individuelle Architektenhäuser, die Mensch und Umwelt schützen. Geplant und realisiert werden Design- und Ökohäuser, Bungalows, Doppel- und Reihenhäuser sowie Mehrfamilien- und Mehrgenerationenhäuser. Für sein Engagement rund um ein nachhaltiges, wohngesundes Leben hat Baufritz bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, unter anderem den deutschen Nachhaltigkeitspreis 2009 und den B.A.U.M Umweltpreis 2013. Quelle: Baufritz / sue

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Baubereich bekommt eigenen Bundestagsausschuss

30. April 2018 - 7:00

Damit hat der Bundestag auf Antrag aller Fraktionen außer der FDP einen ständigen Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen mit 24 Mitgliedern eingesetzt. Der Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit wurde in Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit umbenannt.

Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich. "Damit werden die gesellschaftlich so wichtigen Themen rund ums Bauen und Wohnen sinnvoll mit den Bereichen Stadt- und Regionalentwicklung verknüpft", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.

"Es gibt viel zu tun auf dem deutschen Wohnungsmarkt. Neben der Wohnungsknappheit in den Ballungsräumen müssen auch die ländlichen Regionen stärker in den Fokus rücken. Wir begrüßen es sehr, dass nicht nur mit Gunther Adler ein bekannter und bewährter Wohnungspolitiker das Thema im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat übernimmt, sondern auch mit dem neuen Bundestagsausschuss die Grundlage für zügiges und effektives Handeln gelegt werden soll", so der GdW-Chef weiter. Die Wohnungswirtschaft erhoffe sich dadurch starke Impulse für einen funktionierenden Wohnungsmarkt in Stadt und Land und stehe als Partner für die Politik bereit.

Auch der Verband Wohneigentum begrüßt den Beschluss des Bundestages und erwartet damit eine ambitionierte politische Gestaltung des weiten Themas Wohnen. "Nachdem der Bereich Bauen und Wohnen in das Bundesministerium des Innern eingegliedert und kein eigenes Ministerium für dieses wichtige Thema eingerichtet wurde, freuen wir uns, dass jetzt immerhin ein spezieller Bundestagsausschuss dieses Politikfeld abdeckt", sagte Manfred Jost, Präsident des Verbands Wohneigentum.

Die Koppelung von Bau und Wohnen mit Stadtentwicklung und Kommunen versteht der Verband Wohneigentum als eine dringend notwendige Verknüpfung mit dem Thema Entwicklung ländlicher Räume. Das Ziel, gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen, muss immer wieder neu angepackt werden.

 

"Um zielführend zu arbeiten, ist jedoch aufgrund des inhaltlichen Zuschnitts eine enge Zusammenarbeit mit anderen Ausschüssen notwendig", gab Florian Becker, Geschäftsführer des Bauherren-Schutzbund zu bedenken. Für Querschnittsthemen, wie das energieeffiziente Bauen, müssten künftig die Zuständigkeiten klar geregelt werden. Denn Klima- und Umweltthemen, zu denen auch die Energieeffizienz von Gebäuden zählte, wurden bisher im Umweltausschuss behandelt. Quelle: Bundestag / GdW / Verband Wohneigentum / sue

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Anwendertag zeigt Trends von BIM

29. April 2018 - 7:00

Christoph Gröner, dessen CG Gruppe jährlich mehr als 1000 Wohnungen in Deutschland baut, ermunterte die Teilnehmer zu Beginn des Anwendertages, die enormen Chancen digitaler Techniken und Methoden für die Bauwirtschaft zu nutzen. "Wenn wir es nicht tun, und zwar jetzt, tun es andere."

Er warnte die Bau- und Immobilienbranche davor, sich in Sicherheit zu wähnen und zu glauben, Bauwerke würden nicht per Schiff nach Deutschland und Europa kommen. „Die Schiffe sind schon unterwegs", sagte Gröner und verwies auf ganz neue Techniken, etwa modularer und vorgefertigter Bauteile oder auch der Übernahme heimischer Unternehmen durch ausländische Investoren. Gröner zeichnete ein durchaus optimistisches Zukunftsbild für die Bauwirtschaft, wenn diese bereit sei, die technologischen Chancen und die Digitalisierung konsequent und angstfrei zu nutzen. "Es geht auch darum, wieder Begeisterung bei den jungen Menschen für unsere Branche zu wecken."

In seiner Eröffnungsrede konnte der Vorstandsvorsitzende von Buildingsmart-Deutschland, Professor Rasso Steinmann, den Roll-out des Buildingsmart-Weiterbildungszertifikats "BIM Basis" verkünden, das auf der Richtlinie VDI/Buildingsmart 2552-8.1 basiert. Fort- und Weiterbildungsinstitutionen können sich somit in Kürze listen lassen und noch in diesem Sommer können erste Kurse und Absolventen erwartet werden.

Steinmann erläuterte zudem die Möglichkeiten des herstellerneutralen und offenen Buildingsmart-Datenformats IFC sowie weiterer Buildingsmart-Standards, die zum Gelingen der Digitalisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft unabdingbar seien. Er machte deutlich, dass die Erwartungen des Marktes an Buildingsmart stark gewachsen seien und die Aufgaben, die es zu meistern gelte, vielfältig und umfangreich seien. Diese gelte es nun anzupacken.

Genau dies geschah bereits am Tag vor dem Anwendertag, an dem sich die verschiedenen Buildingsmart-Arbeits- und Fachgruppen trafen. Auch hier war die Beteiligung mit über 180 Teilnehmern groß. Zu gleich drei neuen Themen – Brandschutz, Nachhaltigkeit sowie Verkehrswegebau – bildeten sich Round-Tables, die einen ersten Schritt zur Etablierung neuer Fach- und Arbeitsgruppen waren.

Ganz neu im Programm des Vortags war der "Buildingsmart-Branchendialog" mit einer Podiumsdiskussion zum Thema modulares Bauen als Chance für den Wohnungsbau, an der Ralf Schekira von der Wohnungsbaugenossenschaft Nürnberg, Günther Jösch vom Bundesverband Bausysteme, Marcus Schreyer von Max Bögl sowie Rasso Steinmann teilnahmen.

Seit mehr als 22 Jahren ist Buildingsmart Deutschland das Kompetenznetzwerk für die Digitalisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft. 350 Unternehmen, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen, Vertreter der öffentlichen Hand und Privatpersonen sind Mitglied. Sie engagieren sich ehrenamtlich bei der Ausarbeitung von offenen und herstellerneutralen Standards für digitale Methoden und Werkzeuge und bringen die Ergebnisse über Buildingsmart International auch im weltweit ein. Quelle: Buildingsmart / sue

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