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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 12 Minuten 10 Sekunden

Falsches Lüften begünstigt Schimmel in kühlen Räumen

15. August 2018 - 7:40

Außerdem bringe Lüften bei hohen Außentemperaturen keinen Kühleffekt. Lüften wenn es draußen kühl ist Der richtige Zeitpunkt des Lüftens ist daher essentiell: So eignen sich die frühen Morgenstunden ebenso wie der späte Abend und die Nacht perfekt zum ausgiebigen Lüften.

Anders als im Winter, wenn eher kurz gelüftet werden sollte, um Energieverluste zu vermeiden, dürfen es in kühlen Sommernächten gerne 20 Minuten sein. Die Außentemperaturen sind dann zumeist niedriger als in der Wohnung und durch das Öffnen der Fenster kann die gespeicherte Wärme in Wand, Boden und Decke "weggelüftet" werden.

Wer Hitze schon im Vorhinein vermeidet, muss sie später nicht wieder mühevoll loswerden. Jalousien, Fensterläden und Rollos sollten von außen am Fenster angebracht sein und tagsüber geschlossen werden. Auch sollten Türen und Fenster tagsüber geschlossen bleiben, damit die stickige Luft die Räume nicht zusätzlich aufheizt. Ein Ventilator bringt stehende Luft in Bewegung und kurbelt den Luftaustausch zwischen den Räumen an, was auch für einen Kühleffekt sorgt.

Aufgrund der kühlen Temperaturen ist der Keller am stärksten von zu hoher Luftfeuchtigkeit betroffen: Beim Abkühlen der warmen Außenluft im Untergeschoss verringert sich deren Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen. Diese kann dann an den kühlen Kellerwänden kondensieren und zu Schimmel führen. Hier ist es daher besonders wichtig, nur zu lüften, wenn die Frischluft trockener und merklich kühler ist als die Kellerluft. Insbesondere im Keller sollten die Fenster tagsüber geschlossen bleiben und bevorzugt früh morgens gelüftet werden. Je kühler es draußen ist, desto weniger Feuchtigkeit kommt beim Lüften ins Haus. Quelle: Techem / pgl

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Fachkräftemangel behindert den Wohnungsneubau

14. August 2018 - 8:17

Die Zahl der neu gebauten Wohnungen sei so hoch wie seit der Jahrtausendwende nicht, so die Analysten. Aber sie bleibt nach wie vor weit hinter dem Bedarf zurück. Um Wohnungsengpässe zu beheben, wären bis 2020 jährlich 350.000 bis 400.000 Baufertigstellungen nötig.

Die wichtigste Ursache für die zu geringe Anzahl neuer Wohnungen liegt nicht an zu wenigen Bauwilligen oder an zu langsamen Genehmigungsprozessen der Kommunen. Im Gegenteil: Die Zahl der Baugenehmigungen steigt angesichts des günstigen Finanzierungsumfelds weiter und dürfte bis Jahresende die Marke von 350.000 erreichen. Vielmehr hapert es an der Umsetzung bewilligter Bauvorhaben.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Schere zwischen Baugenehmigungen und Baufertigstellungen im Wohnungssektor immer weiter geöffnet. Aktuell warten in Deutschland 653.000 genehmigte Wohnungsneubauten auf Umsetzung. "Ich erwarte, dass die Zahl bis Jahresende weiter steigt", sagt Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

Die Gründe für den hohen Bauüberhang sind vielschichtig: Gerade im Mietswohnungsbau dauert etwa die Fertigstellung oftmals länger als zwei bis drei Jahre. Auch ist davon auszugehen, dass einige Bauherren den Baubeginn nach Genehmigung verzögern, weil sie auf steigende Mieten und Immobilienpreise in der Zukunft oder auf künftig wieder niedrige Baukosten setzen.

Eine ganz zentrale Rolle spielen aber Kapazitätsengpässe in der Bauwirtschaft – und zwar zunehmend ausgelöst durch Fachkräftemangel. Das Bauhauptgewerbe konnte die Baunachfrage bisher aufgrund der Zuwanderung ausländischer Fachkräfte befriedigen. Jeder sechste Mitarbeiter in diesem Wirtschaftszweig stammt mittlerweile aus dem Ausland.

Im Ausbaugewerbe bestehen jedoch Engpässe hinsichtlich qualifizierter Mitarbeiter. "Im Klempner-, Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk hat sich das Fachkräfteangebot im vergangenen Jahr weiter verknappt, wie die hohe Zahl und die lange Dauer offen gemeldeter Stellen bei der Bundesarbeitsagentur zeigt. Vor allem Meister sind schwer zu bekommen, aber zunehmend auch andere Fachkräfte des Bauhandwerks", sagt. Zeuner. "Der Fachkräftemangel wird allmählich zum größten Risiko für eine Ausweitung der Bautätigkeit in Deutschland." Quelle: KfW / pgl

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Preise für Lithium-Batterien könnten 2018 steigen

14. August 2018 - 7:43

Die Preise für Kobalt haben aufgrund der erwarteten Nachfrage für E-Autos in China im ersten Quartal einen Rekordwert erreicht, das wirkt sich auch auf Lithium-Ionen-Batterien aus, die als Speicher für Sonnenstrom eingesetzt werden.

Trendforce geht ebenfalls davon aus, dass sich der Trend im Herbst fortsetzt. Bereits für das zweite Quartal hatte EUPD Research einen Preisanstieg vorhergesagt. Konkrete Zahlen für das dritte Quartal gibt es dort noch nicht. "Aufgrund der hohen Nachfrage aus der Elektromobilität und aus Großspeicherprojekten dürfte sich die Lage noch nicht entspannt haben, so dass auch ich zumindest stagnierende wenn nicht sogar leicht steigende Preise im dritten Quartal sehe", schätzt Martin Ammon, Leiter Energiewirtschaft beim EUPD. Danach werde es aber nach derzeit vorliegenden Informationen zu keinen weiteren Steigerungen kommen, sagt Trendforce.

Duff Lu, Forscher bei EnergyTrend, erklärte, dass das Preisplus im Jahr 2018 bislang moderater als erwartet ausgefallen sei, da sich die großen Hersteller vorab mit dem Rohstoff eingedeckt hätten. Für das dritte Quartal geht er aber definitiv von Preiserhöhungen aus.

Es gebe einen deutlichen Preisanstieg bei den Batteriezellen, teilweise auch Produktionsengpässe, da vermehrt auch für die Automobilbranche produziert werde. Auch der Umstieg auf alternative Materialien wie eine Erhöhung des Anteils von Nickel sei keine Lösung, sondern bringe neue Probleme bei der Stabilität des Materials und in den Produktionsprozessen, so Trendforce.

Die Preise für Kobalt seien 6,6 Prozent gestiegen, die für Lithium aber eher gefallen, so Petra Richter vom Batterieproduzenten E3/DC. Preiserhöhungen seien es bis Ende 2018 nicht geplant. Der Hersteller Sonnen auf die Lithium-Eisenphosphat-Technologie gesetzt und damit auf die Verwendung von Schwermetallen wie Kobalt verzichtet. "Die steigenden Rohstoffpreise von Kobalt und dessen Knappheit haben somit keine Auswirkungen", so der Hersteller auf Anfrage von EnBauSa.de.

In den vergangenen fünf Jahren sind die Preise für Batterien stetig gefallen, laut aktuellem Bericht Speichermonitoriing der Bundesregierung seit 2013 um 50 Prozent. Ende 2017 lagen sie durchschnittlich bei 1300 Euro pro kWh inklusive Leistungselektronik und Mehrwertsteuer, bei 800 Euro für größere Anlagen.  Die Kaufpreise für Speicher lag seit 2013 in Deuttschland bei konstant 10.000 Euro. Die Verbraucher haben die sinkenden Preise genutzt, um mehr Kapazität zu installieren. Mittlerweile liegt die nutzbare Kapazität der Systeme bei 8 kWh.

Parallel zu den den tendenziell höheren Preisen läuft Ende des Jahres die Förderung für Batteriespeicher durch die KfW aus. Sie war degressiv, nun soll sie ganz wegfallen. Der Verband Wohnungseigentum hält das für einen Fehler. Die Unterstützung bei der Anschaffung der Speicher müsse weitergeführt und verstetigt werden. Die Förderung habe für Deutschland aber keine entscheidende Rolle gespielt, so Ammon. Für 2017 nimmt der Bericht des EUPD aber an, dass nur jedes fünfte Speichersystem durch die KfW-Bank gefördert wurde. Einer der Hinderungsgründe könnte die mit der Installation eines geförderten Speichers verbundene Reduzierung der Einspeiseleistung auf 50 Prozent der installierten PV-Nennleistung sein. pgl

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EU stimmt reduzierter EEG-Umlage für KWK zu

13. August 2018 - 7:26

Im Mai gab es ein Übereinkommen zwischen der  EU-Wettbewerbskommissarin und Wirtschaftsminister Peter Altdermaier. Entwarnung für die Betreiber von KWK-Anlagen gibt es aber nicht, die Regelung ist auf Ende 2018 begrenzt. Bis dahin muss die Bundesregierung erneut verhandeln.

Relevant ist die Regelung für alle Betreiber von Anlagen mit einer Inbetriebnahme ab dem 1. August 2014. Sie können aufgrund deutschen Rechts 40 Prozent weniger EEG-Umlage auf selbst verbrauchten Strom abführen. Das stand auf der Kippe. 

Ab 2019 muss, so die EU-Kommission, "die Umlage bei Eigenversorgungsanlagen nach dem gleichen System wie bei allen anderen Anlagen erhoben" werden. Genaueres soll im Volltext des Beschlusses stehen, der aber noch nicht vorliegt. pgl

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Anmeldung für Herbstforum Altbau läuft

13. August 2018 - 7:25

Referenten aus Forschung, Politik und Wirtschaft geben Denkanstöße zur Erneuerung von Heizungsanlagen, der Effizienz von Wärmepumpen, energiepolitischen Entwicklungen und dem Wandel in Wohn- und Baukultur. Erwartet werden mehr als 450 Gebäudeenergieberater, Handwerker, Architekten und Ingenieure.

Nach der Begrüßung durch Frank Hettler, Leiter von Zukunft Altbau, träg Markus Müller, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg, seine Einschätzung zu "Bestand, Identität und Potenzial" im Gebäudebereich vor. Im Anschluss spricht der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller über die aktuelle Energie- und Klimapolitik im Land.

Welche Folgen globale Beschlüsse, aber auch Untätigkeit, in der Klimapolitik für lokales Handeln haben, beleuchtet Camilla Bausch. Sie ist Direktorin des Ecologic Instituts in Berlin und forscht seit vielen Jahren im Bereich Energie-, Umwelt- und Klimapolitik. Danny Günther vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE stellt aktuelle Effizienzmessungen von Luft- und Erdreich-Wärmepumpen sowie eine ökologische Einordnung der Ergebnisse vor.

Über die Kombination einer Wärmepumpe mit einem Wärmeerzeuger spricht Jörg Knapp. Er ist Berater beim Fachverband Sanitär-Heizung-Klima Baden-Württemberg und kennt die Knackpunkte von Hybridwärmepumpen in der Praxis. Volker Kienzlen, Geschäftsführer der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg, erklärt im Anschluss, wie Energiebedarf und Temperaturbedarf einer Heizung durch Modernisierungsmaßnahmen gesenkt werden können und spricht allgemeine Empfehlungen für die Sanierung von Heizungsanlagen aus.

Über die Notwendigkeit eines Wandels der Wohn- und Baukultur in Anbetracht ausbleibender Erfolge zur Eindämmung des Klimawandels spricht Professor Henning Austmann von der Hochschule Hannover. Anschließend erklärt Professor Michael Flach von der Universität Innsbruck, wie ein neues Fassadensystem ökologische Sanierungen optimiert. Kurze Bauzeiten durch serielles Sanieren, gesicherte Qualitätsstandards, ein ambitioniertes Energiekonzept und die Verwendung ökologischer Baustoffe kennzeichnen den Ansatz aus Österreich.

Den letzten Tagungsvortrag hält Frank Junker, Geschäftsführer der ABG Frankfurt Holding. Er spricht über das Geschäft mit Passivhäusern sowie über Entwicklungen und Projekte rund um Passivhaussanierungen. Diskussions- und Austauschmöglichkeiten haben die Teilnehmer der Tagung im Anschluss an die Impulsvorträge. Das Herbstforum Altbau wird von einer ganztägigen Fachausstellung zur energieeffizienten Gebäudesanierung flankiert.

Für Fachleute besteht die Möglichkeit, sich die Tagung als Fortbildungsveranstaltung anrechnen zu lassen: Die Deutsche Energie-Agentur dena, die Architektenkammer Baden-Württemberg und die Ingenieurkammer des Landes gewähren Fortbildungspunkte. Eine Anmeldung ist bis zum 9. November 2018 auf www.zukunftaltbau.de, Rubrik "Für Experten", möglich. Quelle: Zukunft Altbau / pgl

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Sonnenschutz ist sinnvoller als zu kleine Fenster

12. August 2018 - 8:06

Große Fensterflächen machen in vielerlei Hinsicht Sinn: Zum einen ist Tageslicht gesundheitsfördernd. "Das gilt nicht nur für Aktivitäten in der freien Natur, sondern auch für den Aufenthalt im Inneren von Gebäuden. Große Glasflächen lassen Tageslicht ins Haus und fördern sowohl in Wohn- als auch in Objektbauten das Wohlbefinden und die Konzentrationsfähigkeit des Menschen", erklärt BF-Hauptgeschäftsführer Jochen Grönegräs.

Das gelte einmal mehr für den Nachwuchs: "Viele Kinder leiden heute bereits in jungen Jahren an einer ausgeprägten Kurzsichtigkeit. Nach aktuellen Erkenntnissen liegt dies unter anderem an einer nicht ausreichenden Versorgung mit Tageslicht während der Wachstumsphase", so Grönegräs.

Quasi ganz nebenbei sparen große Fensterflächen Energie. "Morgens und abends können die ersten und letzten Sonnenstrahlen noch genutzt und tagsüber teures Kunstlicht vermieden werden. Dadurch sinken die Nebenkosten. Und in drei von vier Jahreszeiten ist in unseren Breiten die Unterstützung der Sonne gewünscht, um Heizkosten zu reduzieren", ergänzt VFF-Geschäftsführer Ulrich Tschorn.

Auch der Klimawandel und die damit einhergehenden hohen Temperaturen im Sommer sind nach Überzeugung der Verbandsgeschäftsführer kein Argument für eine Verkleinerung der Fensterflächen im  Städtebau. Es gibt eine große Auswahl an Verschattung und speziellen Gläsern. Bei der Auswahl des richtigen Produktes gilt es also, die konkreten Bedürfnisse des Nutzers, die Ausrichtung der zu beschattenden Fläche sowie auch die individuellen Anforderungen an die Gestaltung und das Design zu berücksichtigen. "Mit entsprechender fachlicher Beratung ist es immer möglich, den optimalen Hitzeschutz zu gewährleisten. Nicht kleine Fenster sind die Lösung, sondern große mit Sonnenschutz. Wir hoffen sehr, dass die im Moment populäre Stimmungsmache gegen lichtdurchflutete Fenster und Fassaden bald ein Ende findet", so die Geschäftsführer der drei Branchenverbände abschließend. Quelle: VFF / BF / BVRS / pgl

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Thermostat legt Kühlen und Heizen auf ein Display

10. August 2018 - 7:11

Es verfügt über zwei potenzialfreie Relaisausgänge, denen über ein Volltextmenü flexibel Funktionen wie Thermostat, Entfeuchter oder Saisonschalter zugeordnet werden können - beispielsweise eine Wärme- und Kälteanforderung einer Wärmepumpe über Relais 1, die Umschaltung zwischen Heizen und Kühlen über Relais 2, das der Endkunde bisher oft am Wärmepumpenregler selbst betätigen musste.

"Somit sind diverse Anwendungsfälle mit nur einem Gerät abgedeckt, das sich zugleich durch klare Bedienung und ansprechende Optik auszeichnet", erklärt Sorel-Geschäftsführer Jonas Bicher. Hierbei setzt das Unternehmen auf ein TFT-Farbtouch-Display mit Frontglasplatte und weißem Designergehäuse.

Optional verfügen die Caleon Clima Thermostate über einen Z-Wave-Funkchip oder als "Smart"-Variante über ein WiFi-Modul mit passender Smartphone App. Speziell für Hersteller, die ein ganzheitliches Paket für Flächenheiz- und kühlsysteme schnüren möchten, lässt sich Caleon Clima in ein System zur Einzelraumregelung einbinden. Die Caleonbox übernimmt hierbei die Zonensteuerung und verfügt über weitere Schaltausgänge, mit denen beispielsweise ein witterungsgeführter Heizkreis oder eine drehzahlgeregelte Hocheffizienzpumpe zusätzlich geregelt werden kann. Maßgeschneiderte OEM-Anpassungen sind möglich. Quelle: Sorel / pgl

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Grundwasser sorgt in Hotel und Büros für kühle Köpfe

9. August 2018 - 8:00

In einem neuen Projekt evaluieren sie die Effektivität einer der größten aquifer-gebundenen Geothermieanlagen in Europa und der einzigen dieser Art in Deutschland. Seit 2009 versorgt ein unterirdischer Aquiferspeicher das Hotel Kameha Grand und zwei Bürokomplexe am "Bonner Bogen", einem neu entwickelten, gewerblich genutzten Areal am Rheinufer, mit Kälte im Sommer und Wärme im Winter.

"Die Anlage übernimmt bis zu 80 Prozent der Wärme- und Kälteversorgung der Gebäude mit einer Gesamtfläche von rund 60.000 Quadratmetern", berichtet Steffen Große von der verantwortlichen Betreibergesellschaft EcoVisio GmbH. Gegenüber einer konventionellen Energieversorgung spare diese Geothermieanlage jährlich rund 1.700 Megawattstunden Energie sowie 400 Tonnen CO2 ein.

"Die Anlage am Bonner Bogen ist für uns ein Glücksfall", sagt Professor Philipp Blum vom Institut für Angewandte Geowissenschaften (AGW) des KIT. "Wir können hier auf einen Datenschatz von fast zehn Jahren zugreifen und zahlreiche Aspekte von der Energieeffizienz bis hin zur Gebäudetechnik betrachten." Steffen Große und seine Kollegen erhoffen sich von der wissenschaftlichen Analyse eine Optimierung des Systems.

"Wir stellen fest, dass wir aufgrund des sich ändernden Klimas teilweise schon im März Räumlichkeiten kühlen statt heizen müssen", berichtet er. "Da passt es gut, dass im Projekt GeoSpeicher.bw sowohl Geologen als auch Experten für Energie- und Gebäudetechnik zusammen mit uns erarbeiten, wie wir die Anlage auch in Zukunft – unter geänderten Randbedingungen – bestmöglich fahren können."

Konventionelle Erdwärmepumpen erfreuen sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Rund 350.000 dieser Anlagen sind derzeit vor allem in Neubauten installiert. "Diese Erdwärmepumpen werden überwiegend zum Heizen im Winter eingesetzt", sagt Philipp Blum. "Aquiferspeicher hingegen leisten beides: Kühlen im Sommer und Heizen im Winter", betont er. Paul Fleuchaus, Doktorand am AGW, fügt an: "Bei Neubauten hat in Deutschland kaum jemand die vielseitigen Möglichkeiten der Energieversorgung durch Aquiferspeicher im Blick. In den Niederlanden ist das anders", sagt er. "Dort sind schon mehr als 2.800 dieser Anlagen erfolgreich in Betrieb."

Aufgrund der großen Kapazität eignen sich Aquiferspeicher nach Einschätzung der Forscher aus wirtschaftlicher Sicht vor allem für große Gebäude, wie Museen, Krankenhäuser, Büros oder Hotels. Auch für zusammenhängend geplante Wohnsiedlungen kommen Aquiferspeicher in Kombination mit Nahwärmenetzen in Frage. In den Niederlanden wird die Technik zudem beispielsweise für industrielle Komplexe wie Gewächshäuser oder Rechenzentren genutzt.

Die Berechnungen der Wissenschaftler zeigen: Ein "Return on Investment" wird bei Aquiferspeichern oftmals schon nach zwei bis zehn Jahren erreicht. Zahlreiche Regionen in Deutschland und Europa, aber auch weltweit eignen sich aufgrund der geologischen Bodenverhältnisse für eine Aquifer-basierte Geothermie, betonen die Wissenschaftler des Projekts GeoSpeicher.bw.

Die Experten des Karlsruher Instituts für Technologie, der Universitäten Heidelberg und Stuttgart sowie der Hochschulen Biberach und Offenburg untersuchen zudem die Möglichkeiten der Wärme- und Kältespeicherung mit Hilfe von Tunnelsystemen wie dem Rosensteintunnel in Stuttgart. "Wir gehen davon aus, dass der Energiebedarf für Klimaanlagen bis zum Jahr 2100 um das 33-fache ansteigt", rechnet Paul Fleuchaus vor. "Der aktuelle Zusammenbruch des Elektrizitätsnetzes in Teilen von Kalifornien zeigt, dass das weder mit den bestehenden Netzen noch mit den herkömmlichen Energieträgern zu stemmen ist", sagt er. Um Alternativen aufzuzeigen, werden die rein technischen Analysen im Projekt GeoSpeicher.bw von Studien zur öffentlichen Akzeptanz und der aktuellen Gesetzeslage begleitet. "Am Beispiel der Niederlande haben wir festgestellt, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden, Wissenschaftlern, der Öffentlichkeit sowie Anbietern zukunftsweisender Energietechnik enorm zielführend ist", so Fleuchaus. Quelle: KIT / pgl

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Energielabel dient als Richtschnur für Oberlichter

9. August 2018 - 7:32

Großflächige Tageslichtöffnungen können die Ausleuchtung der Arbeitsräume sicherstellen. Sie können auch dabei helfen, die Heizkosten im Winter zu senken, wenn verhindert wird, dass möglichst keine Wärme unnötig nach außen entweicht. Daher sollte bereits bei der Planung und Auswahl von Lichtkuppeln und Lichtbändern auf die Energieeffizienz, aber auch auf die Blendwirkung geachtet werden.

Um Planern bei der großen Auswahl an Dachoberlichtern einen Überblick zu verschaffen, hat das Fraunhofer Institut für Bauphysik (FHG-IBP) Stuttgart dafür im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Fachverband für Tageslicht und Rauchschutz (FVLR) ein Energielabel entwickelt. Dieses ähnelt mit seinen Abstufungen in Energieeffizienzklassen dem bekannten Label für Haushaltsgeräte.

Für die energetische Bewertung von Dachoberlichtern werden beim Berechnungsverfahren nach ISO 18292 "Energetische Bewertung von Fenstersystemen - Berechnungsverfahren" der Wärmeertrag (g) und Wärmedurchgang (U) berücksichtigt. Der U-Wert beschreibt, wie viel Wärme (in W) pro m² des Gebäudes beziehungsweise des Bauteils je Grad Temperaturdifferenz (in K) vom beheizten Innenraum nach außen fließt. Dies gilt für den Heizfall im Winter und andersherum für den Kühlfall im Sommer.

Der g-Wert gibt an, wie viel der Strahlungsenergie der Sonne nach innen gelangt und hier im Winter zur Entlastung der Heizung beiträgt. Er gibt auch ein Indiz, ob im Sommer eine Lüftung oder ergänzende Maßnahmen erforderlich sind, wenn keine Verschattung vorhanden ist.

Aufgrund der wechselnden klimatischen Verhältnisse im Jahresverlauf sieht die Berechnung für die Gesamt-Energieperformance (EP) der Produkte zwei Kennzahlen vor: EPH (Energy Performance Heating Period) und EPC (Energy Performance Cooling Period). Somit können die Produkte für den jeweiligen Einsatzzweck unter Berücksichtigung der jeweiligen Produktbesonderheiten für den Sommer- (EPC) wie auch Winterbetrieb (EPH) beurteilt und einer Energieeffizienz-Klasse zugeordnet werden. Da die Klimabedingungen (Temperatur, Sonnenstand und Sonnenintensität) in Deutschland stark variieren, wird das für solche Vergleichsrechnungen übliche EnEV-Referenzklima von Potsdam als Mittelwert für Deutschland genutzt. Mit diesem Verfahren kann der Architekt bereits in der Planungsphase die für sein Objekt jeweils günstigste Oberlichtversion auswählen.

Es kann für Mitarbeiter sehr störend sein, wenn die Sonnenstrahlen auf Displays oder Bildschirmen zu Blendung führen. Allein eine leichte Einfärbung der Lichtplatten reduziert die Blendwirkung erheblich. Ein grüner Button auf dem Energielabel steht für eine geringe Blendgefahr und ein roter dafür, dass eine Blendung nicht auszuschließen ist. Quelle: FVLR / pgl

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Heizungspumpen sind auch im Contracting förderfähig

8. August 2018 - 7:38

70 bis 80 Prozent der Heizungspumpen sind nach Ansicht von Experten falsch ausgelegt. Dennoch scheuen Unternehmen einen Austausch wegen der Umrüstungskosten. Dabei fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) seit zwei Jahren die Optimierung bestehender Heizungsanlagen und damit auch den Austausch von Pumpen.

Die PesContracting unterstützt Pumpenbetreiber bei der Antragstellung und der gesamten Projektabwicklung. Der Technologiedienstleister bietet verschiedene Finanzierungsmodelle. Die Kosten richten sich nach der nachweisbaren Senkung des Verbrauchs, so dass keine Investitionen beim Kunden anfallen und er trotzdem von der Förderung profitiert. Das Ziel ist eine reibungslose Abwicklung mit möglichst geringem Aufwand für Betreiber.

"Von der kostenlosen Bestandsaufnahme zur Umrüstung im laufenden Betrieb bis hin zur Wartung - wir unterstützen Unternehmen in jedem Segment der Projektabwicklung. Dazu zählt auch, dass wir die Beantragung der Förderung beim BAFA übernehmen", erklärt das Unternehmen die umfassenden Leistungen. Geeignet seien sie ab einem Bestand von 5 bis 10 Pumpen, etwa in größeren Immobilienbeständen, aber auch in Hotels, Krankenhäusern oder Gewerbeimmobilien.

"Aus Sicht des BAFA ist es sehr zu begrüßen, wenn Fach- und Beratungsunternehmen das Förderprogramm des Bundes zur Heizungsoptimierung in ihr Geschäftsmodell integrieren, dem Kunden eine Förderberatung anbieten und diesen bei der Antragstellung unterstützen", sagt Ralph Baller, Referatsleiter für die Förderung der Heizungsoptimierung. Das BAFA zieht nach zwei Jahren Förderung eine positive Bilanz: "Die Zahlen belegen, dass es gelungen ist, das Thema Heizungsoptimierung in den Fokus von Heizungsfachunternehmen und Hausbesitzern zu rücken", resümiert Baller. Quelle: PesContracting / pgl

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Wärmepumpen knacken Millionen-Marke

8. August 2018 - 7:02

Auch wenn Wärmepumpen damit auf nur 5 Prozent des knapp 21 Millionen betragenden Gesamtbestands zentraler Wärmeerzeuger kamen, so erfreut die Verbände das überproportionale Wachstum in 2017 mit einem Plus von 17 Prozent an neuen Wärmepumpen. "Wärmepumpen nutzen einen hohen Anteil an erneuerbaren Energien für die Wärmeerzeugung im Gebäude und leisten damit einen zentralen, wichtigen Beitrag für die Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt", so Manfred Greis, Präsident des BDH.

Drei Jahre in Folge wächst der Absatz von Wärmepumpen nunmehr überproportional. "Mit einer Million Anlagen im Bestand sehen wir den Marktdurchbruch dieser Effizienztechnologie gegeben", so Greis weiter.

Mit 7,5 Millionen  Stück übersteigt der veraltete Bestand an Gaskesseln immer noch bei weitem den Bestand an den effizienten Gas-Brennwertkesseln von 5,8 Millionen. Noch gravierender ist die nach wie vor viel zu hohe Diskrepanz zwischen veralteten Öl-Heizwertkesseln mit 5 Millionen gegenüber nur 0,7 Millionen effizienten Öl-Brennwertkesseln. "13,5 Millionen der zirka 21 Millionen Heizkessel in Deutschland sind nach wie vor veraltet und entsprechen nicht dem Stand der Technik", so Oswald Wilhelm, Präsident des ZIV.

"Der Modernisierungsmarkt stagniert. Damit können die enormen CO2-Minderungspotenziale im Gebäudebestand nicht schnell genug gehoben werden." ZIV und BDH fordern die Politik dazu auf, die energetische Modernisierung des veralteten Heizungsanlagenbestands anzureizen. "Es gibt genug privates Kapital für die energetische Sanierung, allerdings muss dieses durch entsprechende staatliche Anreize mobilisiert werden", so Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH.

Als kontraproduktiv würde sich das in einigen politischen Kreisen angedachte Auslaufen der Förderung der preisgünstigen und hocheffizienten Brennwerttechnik erweisen. "Solche Signale zu setzen, blockiert die energetische Modernisierung. Die ambitionierten Klimaschutzziele der Bundesregierung rücken damit in immer weitere Ferne", ergänzt Lücke. Quelle: BDH / pgl

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Wärmepumpen eignen sich auf für Altbauten

7. August 2018 - 8:00

Wärmepumpen entziehen der Umgebung Energie und nutzen sie zum Heizen. Werden die Anlagen mit erneuerbarem Strom betrieben, können sie klimaneutrale Wärme produzieren. Diese Position vertreten Marek Miara und Hans-Martin Henning vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme und stützten sich dabei auf Studien der Deutschen Energie-Agentur (Dena), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie und von Agora Energiewende.

Die genannten Studien liegen nah beieinander: Zwischen 16 und 17 Millionen Wärmepumpen müssten im Jahr 2050 in Deutschland in Betrieb sein, um die Dekarbonisierung des Gebäudesektors zu schaffen. Heute sind in Deutschland gerade mal 800.000 Wärmepumpen installiert. Aber es geht aufwärts: Die jährlichen Verkaufszahlen steigen, 2017 wurden für neue Wohngebäude erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft.

Aber kann die Wärmepumpe die in sie gesteckten Erwartungen überhaupt erfüllen? Schließlich hieß es bisher immer, sie sei nur für den Neubau geeignet. Die Begründung: Eine Wärmepumpe arbeite effektiv nur im niedrigen Temperaturbereich. Alte Heizsysteme brauchen um die 60 Grad, für Fußbodenheizungen reichen rund 30 Grad, damit es die Bewohner mollig haben. Diese höheren Temperaturen könnten Wärmepumpen vor Probleme stellen.

In langjährigen Messreihen konnten Miara und sein Team nun bestätigen, dass Wärmepumpen auch in Altbauten auf anständige Jahresarbeitszahlen (JAZ) kommen. Die JAZ beschreibt das Verhältnis zwischen eingesetzter und produzierter Energie. Untersucht wurden insgesamt 300 Bestands- und Neubauten mit Sole/Wasser-Wärmepumpen, die Erdwärme anzapfen, und Luft/Wasser-Wärmepumpen, die Umgebungswärme nutzen.

Gemessen wurde in vier Perioden, die bis zum Jahr 2007 zurückreichen. Das Ergebnis: Die Arbeitszahlen liegen heute im Altbau bei 3,1 für Luft/Wasser-Wärmepumpen und 3,7 für Sole/Wasser-Wärmepumpen. Gemessen wurde in den Jahren 2016 und 2017. Die jüngsten Ergebnisse des ISE für Neubauten stammen aus den Jahren 2012 und 2013. Damals erreichten Wärmepumpen im Schnitt eine JAZ von 3,2 (Luft/Wasser) und 4,3 (Sole/Wasser).

Zwar gab es seitdem technologische Fortschritte, die für neue Wärmepumpen im Neubau sicher etwas bessere Werte bringen würden. Miara nennt flexible Expansionsventile, leistungsgeregelte Verdichter und bessere Verdampfer als wichtige Weiterentwicklungen. "Entscheidend für eine gute Arbeitszahl aber ist eine korrekte Installation. Die beste Effizienz erreichen einfache und robuste Anlagen mit gut abgestimmten Komponenten", sagte er.

Das zeigte sich beim Vergleich von zwei baugleichen Wärmepumpen in unterschiedlichen Systemen: Die eine war an getrennte Speicher für Heizwasser und Trinkwarmwasser angeschlossen und erreichte eine JAZ von 4,4. Die andere beschickte einen Kombispeicher für beide Warmwasserkreisläufe, mit dem die Kommunikation falsch lief. Der Speicher forderte ständig Trinkwarmwasser an, obwohl er nur Heizungswasser brauchte. Die JAZ lag hier bei 3,1.

Und warum konnten Altbauten entgegen der landläufigen Meinung gut mit Wärmepumpen geheizt werden? Fußbodenheizungen könnten ein Grund sein, da sie mit niedrigen Teperaturen auskommen. Nur in drei Prozent der untersuchten Objekte gab es aber Fußbodenheizungen. Miara hat eine scheinbar paradoxe Ursache herausgefunden: "Ein Grund liegt darin, dass alte Heizungsanlagen oft überdimensioniert sind." Die zu großen Heizkörper kommen auch mit niedrigen Vorlauftemperaturen zurecht, und die wiederum kann eine Wärmepumpe liefern. Wenn nicht, gebe es die Möglichkeit, sogenannte Niedertemperaturradiatoren nachzurüsten. Außerdem treten sehr kalte Tage, bei denen die Effizienz von Wärmepumpen in den Keller geht, nur sehr selten auf, so dass sie die JAZ kaum beeinflussen.

Für einen Durchbruch der Technologie müsste sich allerdings am Preisgefüge zwischen Strom und fossilen Brennstoffen etwas ändern, sagte Henning und erneuerte seine Forderung nach einem CO2-Preis oder zumindest der Abschaffung der Stromsteuer. von Susanne Ehlerding

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Passivhäuser halten Sommerhitze gut stand

7. August 2018 - 8:00

Ein angenehmes Sommerklima nachzuweisen ist auch eine der Anforderungen bei der Qualitätsprüfung zum zertifizierten Passivhaus. "Zahlreiche Beispiele aus der Praxis zeigen sehr deutlich, dass Passivhäuser auch in Hitzeperioden ein gutes und kühles Innenklima aufweisen. Allerdings ist dazu eine fachgerechte Planung unverzichtbar", erklärt Zeno Bastian vom Passivhaus Institut.

Überhitzung in Gebäuden ist im Sommer ein allgemeines Problem, gerade bei konventionellen Gebäuden. Mit Blick auf den Klimawandel wird sich das Problem häufen. Verbreitet wird teilweise die Meinung, dass gerade gut gedämmte Gebäude von Überhitzung betroffen seien. "Es gibt bestimmt auch vereinzelt gut gedämmte Gebäude, die im Sommer überhitzen. Durch eine sorgfältige Planung insbesondere mit dem Planungstool PHPP kann das Problem jedoch schon im Vorfeld vermieden werden. Definitiv überhitzen Gebäude mit keiner oder mit wenig Dämmung. Diese Gebäude sind nicht nur im Sommer zu warm, sondern auch im Winter zu kalt", so Zeno Bastian, Leiter des Bereichs Gebäudezertifizierung beim Passivhaus Institut.

Ist das Wetter strand-und badetauglich, dann überhitzen vor allem Häuser konventioneller Bauweise. Passivhäuser zeichnen sich unter anderem durch eine hochwertige Wärmedämmung, Fenster mit Dreifach-Verglasung sowie eine luftdichte Gebäudehülle aus. Im Winter sorgt die Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlage dafür, dass die Luft vorgewärmt ins Haus kommt. Was bei Kälte die Wärme im Haus hält, hilft gleichzeitig im Sommer: Die Hitze kommt langsamer ins Haus.

Damit sich ein Passivhaus während einer sommerlichen Hitzeperiode möglichst gar nicht oder nur langsam aufheizt, gibt es so genannte "passive Kühlmaßnahmen". Die können auch in konventionellen Gebäuden helfen, den sommerlichen Komfort ohne zusätzliche aktive Kühlung weitgehend zu erhalten.

Eine außenliegende Verschattung ist die erste und wichtigste Maßnahme gegen eine Aufheizung der Innenräume. Außenliegende Jalousien oder Rollos sollten daher an heißen Tagen möglichst ganz geschlossen bleiben. Diese Option ist auch im Altbau gegeben, dort ist jedoch der Wärmeeintrag über Wände und Dach deutlich höher.

Im Laufe des Sommertages wird es auch im Passivhaus ein wenig wärmer. Daher ist es wichtig, die Wärme nachts, wenn es kühler ist, am besten über offene Fenster wieder abzulüften. Dadurch kühlen die Innenräume des Gebäudes ab. Die Wände und Decken speichern dann diese Kühle für den nächsten Sommertag. Diese Option ist auch im Altbau gegeben. Im Passivhaus hält der kühle Zustand jedoch deutlich länger.

Wenn es, etwa aufgrund der Lage an viel befahrenen Straßen, nicht möglich ist, Fenster zu öffnen, dann kann nachts kühle Außenluft auch über die Lüftungsanlage (Sommerbypass)in die Wohnung gesaugt werden. Da die Lüftungsanlage jedoch kleinere Luftmengen ins Haus bringt als geöffnete Fenster, ist die nächtliche Fensterlüftung effektiver.

Ist es am Vormittag nach der nächtlichen Abkühlung drinnen kühler als draußen, dann sorgt die Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlage im Passivhaus dafür, dass die frische Luft schon vorgekühlt ins Haus kommt: Die Lüftungsanlage gibt die Wärme der Außenluft an die Abluft ab, bevor sie ins Gebäudeinnere kommt. Die Abluft wird nach außen abgeführt. Nach innen gelangt nur die vorgekühlte Luft. Diese Option gibt es nur bei einem Passivhaus mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Wenn ein Passivhaus-Zertifizierer damit beauftragt wird, die Qualität der Planung zu prüfen, untersucht er auch das sommerliche Verhalten des Gebäudes. Werden die Kriterien für die sommerliche Behaglichkeit nicht eingehalten, wird er eine Änderung der Planung veranlassen.

In besonderen Fällen können zusätzliche Maßnahmen oder auch eine aktive Kühlung eine zweckmäßige Ergänzung sein. Zum Beispiel dann, wenn sommerliche Lüftungsstrategien in Innenstädten wegen Verkehrslärm oder wegen Einbruchschutz nicht umsetzbar sind, wenn extreme klimatische Bedingungen herrschen oder wenn ein geänderter oder erhöhter Komfortanspruch besteht.

Zu den besonderen Fällen zählen in Deutschland derzeit vor allem Bürogebäude mit erhöhten internen Wärmelasten. Außerdem kann es in besonders stark verdichteten Innenstadtlagen einen längeren Zeitraum geben, in dem die nächtliche Abkühlung nicht weit genug geht. Dann kann es notwendig werden, auch in Wohngebäuden eine kleine aktive Kühlung vorzusehen.

Wegen der geringen Wärmelasten reicht im Passivhaus in jedem Fall ein kleines Kühlgerät mit geringer Leistung und damit geringem Stromverbrauch aus. "Eine Photovoltaik-Anlage produziert gerade an heißen Sommertagen besonders viel Strom. Wer diese auf dem Dach installiert, kann mit selbst erzeugter erneuerbarer Energie direkt das Kühlgerät seines Passivhauses versorgen", so Zeno Bastian. Quelle: Passivhaus Institut / pgl

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Verband zertifiziert Servicepersonal für Lüftung und Heizung

7. August 2018 - 7:25

In Kooperation mit dem Erfurt Bildungszentrum bietet der BTGA seinen Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, Mitarbeiter zum "Servicemonteur BTGA" schulen und zertifizieren zu lassen. Das Zertifikat bietet einem Auftraggeber die Sicherheit, dass die Monteure fachlich und persönlich gut qualifiziert sind, um die Anforderungen des Services im Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung zu erfüllen.

Das Schulungskonzept zum "Servicemonteur BTGA" startet mit fünf Modulen. In Modul 1 geht es um die Erweiterung der technischen Kenntnisse,  Modul 2 vermittelt fachspezifische Kenntnisse der Heizungstechnik.  Modul 3 befasst sich mit raumlufttechnischen Systemen, Modul 4 deckt das Thema Mess-, Steuer-, Regeltechnik mit Schwerpunkt in der Heizungstechnik ab. In Modul 5 geht um betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Kundenorientierung. Ab 2019 soll das Schulungskonzept noch um je ein Modul zur Trinkwasser-Installation und zu Erneuerbaren Energien ergänzt werden.

Um den Abschluss "Servicemonteur BTGA" zu erlangen, müssen die Prüfungen in mindestens fünf Modulen bestanden werden. Modul 1 und Modul 5 sind Pflichtmodule. Das Seminar richtet sich an Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung im Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung und einer etwa dreijährigen Praxiserfahrung nach Abschluss der Ausbildung. Das Seminar kann ohne Zugangsvoraussetzungen besucht werden. Für die Zulassung zur Prüfung ist der Abschluss einer einschlägigen Fachausbildung nachzuweisen. Quelle: BTGA / pgl

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Enocean findet Anschluss an Apples Homekit

6. August 2018 - 8:08

Über das Gateway lässt sich das umfassende Angebot an Greennet-Sensoren und -Aktoren via Siri und iPod kontrollieren. Dank der Technologie zur Energiegewinnung arbeiten die EnOcean-Funksensoren komplett batterielos und können bestehende Gebäude mit intelligenter Gebäudetechnik in ein Smart Home verwandeln.

Jäger Direkt baut auf die Software und Hardware von Digital Concepts. Das Unternehmen hat ein Zertifikat von Apple. Die EnOcean-Technologie verbindet eine energiesparende 868,3-MHz-Funktechnik mit Energy Harvesting. In den Geräten wird die für die Funkverbindung erforderliche Energie aus Licht, Wärme oder Erschütterungen in der Umgebung generiert. Statusänderungen als Input für die Haustechnikregler werden bis zu 30 Meter weit auch durch Wände hindurch übertragen.

Digital Concepts hat dazu eine Gateway-Software entwickelt, die das Funkprotokoll ins Internetprotokoll übersetzt und verbindet damit zirka 2 000 Geräte mit den unterschiedlichsten Lösungen des Internet of Things wie IBM Watson, Microsoft Azure und einige davon nun auch mit Homekit. pgl

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Bayern verlängert Frist für 10.000-Häuser-Programm

6. August 2018 - 8:00

Die neuen Konditionen gelten für alle neuen Anträge. Anträge sind weiterhin nur im Programmteil Energiesystemhaus möglich. Das Antragskontingent wurde aufgestockt und beträgt 2018 insgesamt 3700 Förderfälle, 2900 waren Ende Juli noch offen.

Die Vorgaben für einzelne Bereiche wie Vorgaben zu Wärmezählern und Beschaffenheit von Wärmespeichern wurden geändert.  Beim Technikbonus ist weiterhin die Förderung von "Gemeinschaftslösungen" möglich (gemeinschaftliche Nutzung eines Heiz-/Speicher-Systems durch mehrere Ein- oder Zweifamilienhäuser).

Für Wärmepumpensysteme mit Wärmespeicher und Energiemanagementsystem gibt es zwischen 2000 - 2500 Euro Förderung. Bei Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), Eigenstromerzeugung mit KWK, Wärmespeicher und Energiemanagementsystem sind 1500 - 4500 Euro Zuschuss möglich. Für netzdienliche Photovoltaik, Einspeisekappung mit Energiemanagementsystem und Energiespeicherung gibt es vom bayrischen Staat 1300 bis 3300 Euro. Solarthermieanlagen mit großem Wärmespeicher werden mit 1000 bis 9000 Euro belohnt. Bei Holzheizungen gibt es einen Zuschuss von 1500 Euro für Anlagen mit Brennwerttechnik oder Partikelabscheider (in Verbindung mit Wärmespeicher). Voraussetzung ist, dass das Wohngebäude nach Abschluss der Maßnahmen beim Neubau mindestens das Niveaus eines KfW-Effizienzhauses 55 und bei einer Modernisierung eines KfW-Effizienzhauses 115 erreicht.

In der Sanierung sind die Zuschüsse gestaffelt nach dem erreichten energetischen Niveau. Bei der Sanierung eines bestehenden Gebäudes zum 8-Liter-Haus (Heizwärmebedarf ≤ 80,0 kWh/m²a) gibt es je Wohneinheit 3.000 Euro, beim 5-Liter-Haus 6000  Euro und beim 3-Liter-Haus 9000 Euro. Im Neubau sind das 2-Liter-Haus mit 3000  Euro und das 1-Liter-Haus mit 9000 Euro je Wohneinheit förderfähig.

Anträge im Programmteil "Heizungstausch-Plus" sind seit Ende letzten Jahres nicht mehr möglich. pgl

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ZUB Argos optimiert Wärmebrückenberechnung

5. August 2018 - 8:00

Dank der neu organisierten Wärmebrückenverwaltung nach KfW und EnEV behält der Nutzer immer den aktuellen Projektstand im Auge und kann alternative Lösungsmöglichkeiten miteinander vergleichen. So können die Informationen für jede Wärmebrücke hinterlegt werden, zum Beispiel Gleichwertigkeitsnachweise oder detaillierte Nachweise. Dabei helfen auch die integrierten Wärmebrückenkataloge, zum Beispiel Beiblatt 2 der DIN 4108.

Darüber hinaus werden am Fuß der Seite jeweils die EnEV-Summe und die KfW-Summe ausgewiesen. "Der User behält so immer den Überblick, ob seine Planung in die richtige Richtung geht oder noch etwas nachgebessert werden muss", erläutert ZUB-Geschäftsführer Raimund Käser.

Bei der Berechnung der Wärmebrücken gibt es eine neue adaptive Netzverfeinerung des FEM-Gitters der Finite-Elemente-Methode (FEM). Das Programm erkennt automatisch, bei welchen Baudetails das Gitter verfeinert werden muss oder bei welchen es problemlos vergrößert werden kann. Das heißt: Die Komplexität der Aufgabe bestimmt automatisch die Dichte der Netzknoten. Damit erzielt der Planer den bestmöglichen Kompromiss zwischen der größtmöglichen Genauigkeit und der Anzahl der Netzknoten.

Präzise Berechnungen sind das eine, das andere ist die Darstellung der Nachweisführung für den Kunden. Das aktualisierte ZUB Argos hat dazu einen neuen Report-Designer. Damit kann der Planer einfach eigene Reportvorlagen erstellen oder bestehende ändern. Zahlreiche Vorlagen, unter anderem die KfW-Formblätter A - C, sind bereits hinterlegt. Zudem lassen sich per per Drag and Drop einfach Inhaltsverzeichnisse anlegen, die den Report übersichtlich strukturieren.

Zu den Basisfunktionen des Programms gehört, dass die ermittelten Ψ-Werte (Psi-Werte) zur detaillierten Erfassung des Wärmebrücken-Korrekturwerts per Mausklick an die Energieberatersoftware des Softwarehauses übergeben werden können. Wichtig für den Gebäudebestand, um Schimmelschäden nach einer Sanierung zu vermeiden: Die Software ermittelt auch den f-Wert für den Nachweis des Mindestwärmeschutzes nach DIN 4108-2.

Das Programm bietet eine Gesamtlösung für den Nachweis und die Berechnung von 2D-Wärmebrücken sowie von Bauteiltemperaturen für Feuchteschutzanalysen. Geeignet ist es für EnEV-Nachweise und für die gutachterliche Untersuchung von Tauwasserbildung und Schimmelgefahr. Das Programm ist in zwei Ausführungen erhältlich: eine Version ist für Planer geeignet, die Ψ-Werte für den EnEV-Nachweis generieren wollen, das umfangreichere Produkt berechnet außerdem die f-Werte. Für beide Programme bietet der Hersteller eine vierwöchige kostenlose Testlizenz an. Quelle: ZUB Argos / pgl

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Bafa hat 170.000 Heizungspumpen gefördert

3. August 2018 - 8:36

Seit dem Programmstart im August 2016 wurden zirka 170.000 hocheffiziente Pumpen und 90.000 Maßnahmen rund um den hydraulischen Abgleich mit einem Volumen von zirka 50 Millionen Euro gefördert. Für Andreas Obersteller, Präsident des BAFA, ist dies ein gelungener Start. "Die Zahlen belegen, dass das Thema Heizungsoptimierung zunehmend in den Fokus von Heizungsfachunternehmen und Hausbesitzern rückt. Neue Heizungspumpen benötigen bis zu 80 Prozent weniger Strom. Der Austausch lohnt sich nicht nur wirtschaftlich, jeder Einzelne kann so auch zu einer klimaschonenden Wärmeversorgung beitragen."

Das BAFA geht aufgrund zahlreicher Anfragen von gewerblichen Immobilienbesitzern, Wohnungsbaugesellschaften sowie von Heizungsbauern von einer weiteren Steigerung der Nachfrage aus. Schließlich wird das Förderprogramm zunehmend in die Kundenakquise integriert und ist Bestandteil des Geschäftsmodells.

In Deutschland sind noch immer Millionen von alten Heizungsumwälzpumpen im Einsatz. Diese Pumpen haben einen sehr hohen Stromverbrauch. Durch den Austausch gegen hocheffiziente Pumpen können ohne großen Aufwand erhebliche Effizienzgewinne erzielt werden. Darüber hinaus können durch einen sogenannten hydraulischen Abgleich des bestehenden Heizungssystems Energie und Brennstoff eingespart werden. Aus diesem Grund fördert das BAFA den Austausch von Umwälzpumpen und Warmwasserzirkulationspumpen sowie die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs inklusive begleitender Maßnahmen (z.B. Thermostatventile, Einzelraumtemperaturregler, Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Pufferspeicher, Einstellung der Heizkurve). Der Zuschuss beträgt 30 Prozent des Nettorechnungsbetrages. Quelle: Bafa / pgl

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IFT erforscht optimierte Befestigungen in Ziegelwänden

3. August 2018 - 8:28

Um weiterhin monolithisch mit Ziegelmauerwerk bauen zu können und trotzdem die Anforderungen der EnEV zu erfüllen, wurden die Steine in den letzten Jahren wärmetechnisch optimiert. Dies hatte jedoch gleichzeitig eine Reduzierung der mechanischen Festigkeit zur Folge. Die Befestigung von Fenstern wird mit herkömmlichen Methoden deshalb immer schwieriger. Ziel des nun abgeschlossenen Forschungsprojekts "Fenstermontage in hochwärmedämmendem Ziegelmauerwerk" war die Erarbeitung von konkreten Handlungsempfehlungen.

Allgemein anerkannte Befestigungslösungen mit Berücksichtigung weiterer Bauteile (zum Beispiel Rollladenkästen) funktionieren mit gedämmten Ziegeln nicht mehr richtig. Ebenso sind absturzsichernde Verglasungen ein Thema; auch hier mangelt es derzeit an allgemeinen Empfehlungen für geeignete Verankerungssysteme.

Dadurch besteht die Gefahr, dass hochwärmedämmendes Mauerwerk von Architekten, Planern und Bauherren weniger genutzt wird. Daher hat das IFT Rosenheim das Forschungsvorhaben "Fenstermontage in hochwärmedämmendem Ziegelmauerwerk" durchgeführt. Ziel des Projekts war die Erarbeitung von gesamtheitlichen und praxistauglichen Lösungen. Es sollten nicht nur die Tragfähigkeiten von Befestigungsmitteln in verschiedenen Ziegeln betrachtet, sondern auch handwerkergerechte Vorschläge für die Bauelementebefestigung erarbeitet werden.

EDV-gestützte Hilfswerkzeuge werden zukünftig die Ausführenden bei der Planung und Bemessung der Montage und Befestigung von Fenstern unterstützen. Hierzu hat das ift Rosenheim ein Online-Tool entwickelt, in das auch die Erkenntnisse des Forschungsvorhabens eingeflossen sind. Unter www.ift-montageplaner.de steht es kostenlos zur Verfügung. Quelle: IFT Rosenheim / pgl

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Boom in Geschosswohnungsbau hält an

2. August 2018 - 8:36

So geht die aktuelle BauInfoConsult Neubauprognose bereits für das Jahr 2018 von einem merklichen Fertigstellungsplus in diesem Segment aus, das sich bis ins Jahr 2019 fortsetzen dürfte. Den Prognoseszenarien nach dürfte der Mehrgeschossbau dabei insbesondere im Norden und Osten Deutschlands weiterhin im Aufwind bleiben.

Durch die zu erwartenden Fertigstellungen der seit 2016 noch unbearbeiteten Projekte ist im Eigenheimsegment bis Ende 2018 mit einem Fertigstellungsplus von 0,6 Prozent auf circa 96.810 Ein- und Zweifamilienhäuser zu rechnen. Auch wenn die bisherige Genehmigungsentwicklung für 2018 wieder geringfügig mehr genehmigte Eigenheime in Aussicht zu stellen scheint, dürfte sich die Schrumpfung der fertiggestellten Projekte 2019 zunächst fortsetzen: um -1,1 Prozent auf rund 95.750 Ein- und Zweifamilienhäuser.

Im Segment der Drei- und Mehrfamilienhäuser ist die Ausgangslage ungleich günstiger – nicht zuletzt durch die angespannte Marktsituation auf zahlreichen Wohnungs- und Mietmärkten. Im Gesamtjahr 2018 ist daher aufgrund der ungebrochenen Genehmigungsnachfrage eine deutliche Steigerung der Fertigstellungen zu erwarten, die sich 2019 in etwas gemäßigteren Ausmaßen (+2,4 Prozent auf etwa 15.410 Geschossbauten) fortsetzen dürfte. Selbst danach dürfte sich der Fertigstellungsanstieg weiter fortsetzen, denn von einer Sättigung der derzeit schon überdeutlichen Bedarfslücke kann im Zeitraum von zwei Jahren nicht annähernd die Rede sein.

Vor allem im gesamten Norden dürfte das Mehrfamilienhaussegment im Aufwind sein. So sollten die Fertigstellungen in 2018 um fast ein Drittel ansteigen und diesen Vorsprung 2019 nochmals ausbauen. Auch für den Osten der Republik sind die Erwartung bis 2020 in diesem Segment ungebrochen aufwärtsgerichtet.

Für die Zeit ab 2020 zeichnet sich jedoch eine gemäßigtere Genehmigungsentwicklung ab, sodass der ostdeutsche Wohnungsneubaumarkt keine weiteren Wachstumssprünge mehr machen dürfte. Für den Westen und Süden Deutschlands deutet die Fertigstellungsprognose schon für 2019 auf eine eher gemütlichere Gangart hin – wobei in einigen Regionen, wie etwa dem Landkreis Heilbronn, Dachau oder Neuwied, auch zukünftig mit einer regen Bautätigkeit zu rechnen ist. Quelle: Bauinfoconsult / pgl

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