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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 42 Minuten 5 Sekunden

Klimaschutzpotenzial der Fernwärme ausschöpfen

25. August 2020 - 10:18

Die Studie basiert auf den Ergebnissen der EU-geförderten Forschungsprojektreihe Heat Roadmap Europe (HRE). Deren zweiter Zwischenbericht (HRE2) im Jahr 2013 zeigte, dass die EU-Klimaziele im Wärmesektor erreicht werden können, wenn der Fernwärmeanteil an der Wärmeversorgung innerhalb der EU bis 2050 von derzeit zwölf auf 50 Prozent gesteigert wird. Die Aalborger Studie untersucht, wie dieses Ziel auf technische und wirtschaftliche Weise erreicht werden kann. Zu den wichtigsten Ergebnissen zählt für Danfoss eine Quantifizierung der erforderlichen Maßnahmen: Soll der angestrebte Fernwärmeanteil bis 2050 erreicht werden, müssen der Studie zufolge EU-weit 21.500 neue Fernwärmesysteme errichtet werden, 16.500 davon bereits bis zum Jahr 2035.

Der Umstieg auf Fernwärme ist mit hohen Kosten verbunden. Mit der Nutzung bestehender Möglichkeiten der Fernwärmesystemoptimierung und verbraucherseitigen Heizungssanierung könnten sie kompensiert werden. Mit dem Einsatz neuer Systemlösungen und Komponenten, begleitet von gezielten Anreizen zur privaten Sanierung, bleibe der Umstieg für Energieversorger und Verbraucher wirtschaftlich tragfähig, sagt das Unternehmen.

Laut Studie würde die bestmögliche Ausschöpfung aller vorhandenen Energiequellen durch Einbindung der Fernwärme in intelligente integrierte Energiesysteme erreicht. Die benötigte Primärenergie würde im Vergleich zu herkömmlichen Szenarien um 13 Prozent sinken. Die jährlichen Energiekosten ließen sich deutschlandweit um 18 Milliarden Euro und EU-weit um 70 Milliarden Euro reduzieren. Für die Kommunen böte sich die Chance, ganze Städte konsequent zu dekarbonisieren und gleichzeitig den kommunalen Versorgungsunternehmen neue Absatzchancen zu erschließen. Fünf Aspekte seien laut der Studie entscheidend.

Durch Niedrigtemperaturnetze mit Vorlauftemperaturen von 50 Grad Celsius ließen sich jährlich etwa 120 Terawattstunden Primärenergie einsparen, was dem Primärenergieaufwand der heutigen Fernwärmeversorgung in Deutschland und Dänemark zusammen entspreche. Die Energiekosten würden jährlich um bis zu 6 Milliarden Euro sinken. Zudem wäre es möglich weitere Energiequellen wie Abwärme und Geothermie zu integrieren.

Fände sich eine Balance zwischen Energiesparanreizen und Investitionen in eine CO2-arme Energieversorgung, lasse sich der Raumwärmebedarf um 30 Prozent senken und eine kostenoptimierte Treibhausgasreduktion erreichen.

Ein Übergang zu streng bedarfsorientierten Fernwärmesystemen mit automatischer Steuerung würde weitere Einsparungen ermöglichen. Eine intelligente Steuerung von Druck, Temperatur und Durchfluss minimiere Wärmeverluste und optimiere insgesamt den Netzbetrieb.

Schließlich müsse die Politik die Rahmenbedingungen für den Umbau der Wärmeversorgung setzen. Es sollten etwa im Zusammenhang mit der Zahlung von Abwrackprämien für Ölheizungen keine Potentiale hinsichtlich des Fernwärmeausbau verschenkt werden. Zudem sollten weiterhin umfassende Forschungsdaten zur Wärmenutzung gesammelt und als Basis von Konzepten für eine systematische Treibhausgasreduktion genutzt werden. Quelle: Danfoss / al

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KI übernimmt wirtschaftliche Steuerung der KWK-Anlage

24. August 2020 - 7:26

Die Gemeinde Berkheim ist der erste Kunde, der die BHKW-Betriebsoptimierung von Erdgas Südwest nutzen wird. Es sollen elf kommunale BHKWs mit insgesamt 2,4 Megawatt elektrisch, Wärme- und Gasspeicher gesamtwirtschaftlich optimiert gesteuert werden. Das Ziel der Gemeinde ist ein regionales Stromangebot für Berkheim und das Umland.

"Betreiber von KWK-Anlagen steuern ihre Anlage oftmals noch wärmegeführt in Abhängigkeit des aktuellen Wärmebedarfs oder Pufferspeicherstands, also ohne Kenntnis von Strompreisen, Wärme- und Strombedarf in den nächsten Stunden. So werden zwar die Versorgungsaufgaben bewältigt, das wirtschaftliche Potenzial wird aber nicht vollständig genutzt", sagt Julian Stengel, Manager Virtuelles Kraftwerk bei Erdgas Südwest. Zwei Voraussetzungen müssen für diese Lösung erfüllt werden: Das Blockheizkraftwerk weist eine Leistung von mindestens 350 Kilowatt elektrisch auf und verfügt über Flexibilität durch einen geeigneten Speicher.

Anlage wird mit Steuerbox verbunden

Die KWK-Anlage wird für die Optimierung mit einer individuell konfigurierten Steuerbox verbunden. Dafür schätzt Erdgas Südwest zunächst das Potenzial für die KWK-Anlage ab. Die künstliche Intelligenz erstellt automatisiert individuelle Bedarfsprognosen, empfängt Preisprognosen des Energieversorgers und optimiert den Anlagenfahrplan sowie die Speichernutzung wirtschaftlich.

Steigt der Marktpreis für Strom, nimmt die Anlage ihre Arbeit auf. Erreicht der gehandelte Preis ein Tal, wird die Leistung reduziert. Damit werden Speicherkapazitäten für die Stromproduktion bei hohen Preisen frei. Erdgas Südwest übernimmt in dem Prozess die Direktvermarktung des Stroms. Wird der Strom der KWK-Anlage teilweise selbstgenutzt, kann die Eigenstromnutzung erhöht werden. Anlagenbetreibern können zudem mit der Orientierung am Strompreis ihre KWK-Anlage dann laufen lassen, wenn im Energiesystem nicht ausreichend Strom aus Sonne und Wind zur Verfügung steht. Die Technologie könne zudem Klarheit schaffen, unter welchen Bedingungen auch nach Auslaufen der EEG- oder KWKG-Förderung ein Weiterbetrieb der KWK-Anlage möglich sei, sagt Stengel. Quelle: Erdgas Südwest / al

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IWO startet Kampagne für moderne Ölheizungstechnik

21. August 2020 - 14:00

„Um die CO2-Emissionen im Gebäudebereich zu senken, benötigen wir vielfältige Lösungsansätze. Nicht jedes Haus lässt sich sofort auf eine rein erneuerbare Versorgung umstellen“, erklärt IWO-Geschäftsführer Adrian Willig. „Doch auch Gebäude mit einer Ölheizung können schrittweise die Klimaziele erreichen: durch mehr Effizienz, Hybridtechnik und den künftigen Einsatz CO2-neutraler Future Fuels. Dafür werben wir.“

Die Kampagne nutzt dafür drei Werbeträger, die stellvertretend für die Endverbraucher stehen. Sie wohnen in ölbeheizten Häusern und haben sich aus unterschiedlichen Gründen für das Heizen mit Heizöl entschieden. Sie haben für sich passende Lösungen gefunden, mit denen sie ein modernes Heizsystem mit flüssiger Energie nutzen und zugleich CO2-Emissionen reduzieren. 

Für die Kampagne hat das IWO Werbemittel entwickelt, mit denen Handel und Handwerk Kunden an sich binden können. Neben vier verschiedenen Anzeigenmotiven hat das IWO einen Flyer zur Kampagne entwickelt und stellt einen Online-Baustein für Internetseiten bereit. Zusätzlich stehen Videos mit den drei Werbeträgern zur Verfügung. Quelle: IWO / al

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Das schlaue Heim braucht Vertrauen

20. August 2020 - 12:08

Technik für das Smart Home erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Intelligente Heizkörperthermostate oder digitale Sicherheitssysteme können dem Anwender viel Nutzen bieten. Sie helfen beim Einsparen von Kosten oder schützen das Haus, wenn der Eigentümer auf Reisen ist. Doch wenn durch die Geräte ein Schaden verursacht wird, steht der Verbraucher damit möglicherweise alleine da. Das Problem: Derzeit ist unklar, ob bei Fehlern in der Software, mit denen die Geräte arbeiten, die sonst übliche Produkthaftung greift. „Die Produkthaftungsrichtlinie ist 30 Jahre alte. Und das merkt man“, sagt Florian Stößel, Referent für die Themen Recht und Handel beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Denn rein rechtlich zählt Software nicht als ein Produkt. Somit sei es derzeit umstritten, ob die Richtlinie auf Software-Fehler anzuwenden ist. Hinzu kommt, dass ein Verbraucher gar nicht erkennen kann, ob ein Smart-Home-Gerät fehlerhaft ist. „Der Verbraucher kann ja nicht in den Code schauen“, so Stößel. „Selbst mit dem entsprechenden Expertenwissen lässt sich die Funktionsfähigkeit nicht nachvollziehen.“

Das bedeutet: Wenn es zu einem Ausfall des Geräts kommt, kann der Nutzer nicht nachweisen, dass der Schaden aufgrund eines Software-Fehlers entstanden ist. Und er bleibt möglicherweise auf seinen Kosten sitzen. Der vzbv fordert daher bei Smart-Home-Technik eine Beweislastumkehr. Will heißen: Nicht der Verbraucher muss beweisen, dass ein Produkt fehlerhaft war, sondern der Hersteller muss widerlegen, dass ein Software-Fehler den Schaden verursacht hat. „Hersteller sollten für Schäden immer dann haften, wenn beim bestimmungsgemäßen Gebrauch ein Schaden durch das Produkt verursacht wird“, sagt Stößel. Dem Verbraucher dürfe kein Nachteil dadurch entstehen, dass das System so undurchsichtig ist. Auch Alexander Matheus sieht es kritisch, dass die Beweislast beim Verbraucher liegt, wenn es um Software-Fehler in Smart-Home-Geräten geht. Doch das Gleiche gilt seiner Meinung nach auch für den Hersteller. Auch für diesen sei es im Nachhinein schwierig zu erkennen, ob der Fehler in der Software schon bei der Auslieferung vorgelegen hat oder nicht. „Die Komplexität von Fehlern in der Software ist um einiges höher als dies bei Hardware der Fall ist“, sagt Matheus, Experte für smarte Technologien und Informationssicherheit beim VDE-Institut.

Grundsätzlich kann ein Fehler in einem Smart-Home-Gerät auch dazu führen, dass dieses gehackt werden kann. Ein Gerät, das sich mit dem Internet verbindet, ist immer auch ein potenzielles Ziel für Cyber-Kriminelle. Doch auch in diesen Fällen hinkt der Gesetzgeber laut Stößel der technischen Entwicklung hinterher. In der aktuell gültigen Produkthaftungsrichtlinie gebe es nur bei der Verletzung von Leib, Leben und körperlichem Eigentum einen Anspruch auf Schadensersatz. Für den Verlust von Daten gelte dies nicht. „Wir würden uns wünschen, dass diese Lücke geschlossen wird“, so Stößel. Dass die Gefahr real ist, zeigt der Fall eines Ehepaars aus Göttingen, über den die Hannoversche Allgemeine berichtet hat. Über die Internetverbindung der Eheleute war Geld von einem gehackten Konto abgebucht worden. Zugang hatten sich die Cyberkriminellen über ein Smart-Home-System verschafft. Dank einer Sicherheitslücke in der Software konnten sie die private IP-Adresse ausspähen und für ihren Betrug nutzen. Immerhin gibt es Sicherheitsprüfungen für Smart-Home-Geräte, welche die Hersteller für ihre Produkte in Anspruch nehmen können. Anbieter sind Dienstleister wie etwa der VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik). In diesen wird zum Beispiel geprüft, ob die persönlichen Daten geschützt sind oder ein Gerät zu leicht gehackt werden kann „Das senkt die Gefahr nicht auf null“, sagt Matheus, „aber es reduziert das Risiko eines erfolgreichen Angriffs deutlich.“ In diesen Prüfungen wird laut Matheus auch gefordert, dass ein Gerät eine gewisse Resilienz gegenüber Ausfällen besitzt – also zum Beispiel auch nach einem Stromausfall wieder automatisch funktioniert. Verbrauchern, die sich Smart-Home-Technik zulegen möchten, bietet dies zumindest eine gewisse Orientierung. Und die Entwicklung geht weiter. Laut Matheus hat das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) im Juni dieses Jahres eine Norm für IoT-Geräte verabschiedet – also für Geräte im Internet der Dinge, zu denen auch Smart-Home-Technik zählt. Dort werden grundlegende Anforderungen aus Sicht der Informationssicherheit für die Geräte definiert. Dazu zählt etwa, dass Passwörter vom Verbraucher selbst vergeben werden müssen. In der Norm ist auch festgelegt, dass Hersteller dem Nutzer darlegen müssen, wie lange die Software gewartet wird. Updates sorgen schließlich dafür, eine Software auf dem aktuellen Sicherheitsstand zu halten. Doch bisher ist diese Norm für die Hersteller noch nicht bindend . Das Gleiche gilt für die Sicherheitsprüfungen. Anders als bei Hardware mit CE-Kennzeichnung sind diese bei Software bisher nicht verpflichtend.  Bliebe noch die Möglichkeit, selbst für die Sicherheit eines Smart-Home-Geräts zu sorgen – so wie man dies als Nutzer etwa auch beim eigenen Smartphone oder Laptop macht. Doch das ist nach Meinung von Matheus schwierig. Die Geräte haben häufig weder Monitor noch Tastatur, mit denen der Anwender sie konfigurieren könnten. „Somit bleibt dem Nutzer häufig nichts anderes übrig, als dem Hersteller zu vertrauen“, sagt Matheus.

Markus Strehlitz 

 

 

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Heizfläche in der Wand spart Platz im Tiny House

20. August 2020 - 9:41

Die beheizbare Trockenbauwand wird beim Innenausbau mit den anderen Gipskartonplatten an der Wand oder Decke verschraubt. Über hauchdünne Kupferbänder und ein Netzteil wird sie ans Stromnetz angeschlossen. Sie gibt über die Heizfläche Infrarotwärme ab, die sich flexibel steuern lässt. Das System ist in bis zu vier Segmente teilbar. Mit circa 42 Grad Celsius liegt die Temperatur, die die Heizflächen abgeben, nahe an der Körpertemperatur. Die e-Wall wird mit 24 Volt mit Niedervolttechnik betrieben. Dadurch sind die Heizflächen laut Hersteller berührungssicher.

Die kohlenstoffbasierte Heizung erfordert weder Wartung noch Inspektionen und hat eine Betriebsdauer von mehr als 20 Jahren, gibt der Hersteller an. Grund sei die Kohlenstofftechnologie, auf der das Heizsystem basiert. Auf der elektrisch beheizbaren Trockenbauplatte ist eine Kohlenstoff-Beschichtung aufgebracht, die Future Carbon entwickelt hat. Die Leitfähigkeit der Karbonschicht lasse auch nach Jahren nicht nach. Das Heizsystem bringe kaum Verschleißteile mit. In besonders kleinen Räumen kann die 300 Watt starke Trockenbauplatte in bis zu vier Teile zerlegt werden, ohne das Leistung verloren geht. Wird das Tiny House ausgebaut, kann das modulare System erweitert werden. Quelle: Future Carbon / al

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Mieter können Klima mit Sonnenstrom vom Balkon entlasten

20. August 2020 - 8:45

Die kleinen Geräte, die ihren Strom über Außensteckdosen direkt in die Wohnungsnetze leiten, könnten zusammen durchaus die Leistung eines Kohlekraftwerks ans Netz bringen, ohne Abgase oder aufwändigen Leitungsbau, ist die Verbraucherzentrale NRW überzeugt. Wie sich das entstehende Potenzial von mehr als 290 Gigawattstunden dezentraler Stromerzeugung pro Jahr ausschöpfen lässt, haben die Verbraucherschützer mit NRW-Umwelt- und Verbraucherschutzministerin Ursula Heinen-Esser am Aktionsstand „Steck die Sonne ein!“ auf der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort besprochen.

Im Fokus stand die Aufklärung und Entbürokratisierung auf Seiten der Netzbetreiber. "Gerade für die vielen Mieterinnen und Mieter in Nordrhein-Westfalen ist die Stecker-Photovoltaik eine tolle Möglichkeit, die eigene Stromrechnung zu senken und gleichzeitig das Klima zu entlasten", sagte Heinen-Esser. Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, betonte: "Die Stecker-Photovoltaik räumt auf mit dem Klischee, dass nur Hauseigentümer von der Energiewende profitieren können. Auch Mieter können das – und zwar ganz direkt mit dem Solarstromgerät am eigenen Balkon."

Investition rechnet sich nach sechs Jahren

Für die Investition von 350 bis 500 Euro liefert ein Stecker-Photovoltaikmodul Strom im Wert von aktuell rund 54 Euro pro Jahr – unter optimalen Bedingungen an einer Südfassade. So kann sich die Anlage nach sechs bis neun Jahren bezahlt machen und danach kleine Gewinne einbringen. Vorausgesetzt, der Strom wird komplett selbst genutzt.

Damit sich die Technik weiterverbreite, seien allerdings noch bürokratische Erleichterungen entscheidend, sagte Schuldzinski. Dazu hatte die Verbraucherzentrale NRW im Rahmen ihrer Aktion "Steck die Sonne ein!" eine Umfrage unter örtlichen Verteilnetzbetreibern durchgeführt. "Wir beobachten bei den Netzbetreibern insgesamt eine wachsende Aufgeschlossenheit für das Thema", berichtete Schuldzinksi. Doch würden einige der Unternehmen für die vorgeschriebene Anmeldung der Stecker-Solargeräte immer noch sehr komplexe Unterlagen einfordern. Die seien eigentlich für große Dachanlagen gedacht. Zudem würden sie versuchen, Gebühren für einen Zählertausch zu erheben. "Das läuft natürlich dem Gedanken des einfachen Solarstroms für alle zuwider", sagte Schuldzinski. Hier poche die Verbraucherzentrale darauf, dass zügig flächendeckend für Verbraucher gerechtere Abläufe etabliert würden. Quelle: Verbraucherzentrale NRW / al

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ZSW untersucht Wiederaufbereitung von Kobalt, Lithium und Naturgrafit für neue Zellen

19. August 2020 - 13:09

Das baden-württembergische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert die Studie über zwei Jahre. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut übergab dem ZSW am 19. August 2020 den Förderbescheid über 870 000 Euro. „Hochwertiges Recycling ist eine Schlüsselkompetenz für den Industriestandort Baden-Württemberg. Nachhaltige und wettbewerbsfähige Wertschöpfungsketten müssen in Zukunft auch eine optimale Verwertung von Produkten am Ende der Nutzungsphase berücksichtigen“, sagte Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut. Beim Recycling von Batterien würde mit dem Projekt RecycleMat ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung geplant.  

„Der künftige Bedarf an Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge und zur kurzzeitigen Ökostromspeicherung wird enorm sein“, sagt Dr. Margret Wohlfahrt-Mehrens, kommissarische Leiterin der Batterieforschung am ZSW in Ulm. „Die Entwicklung eines Recyclingkonzepts, mit dem Rohstoffe in ausgedienten Batterien möglichst vollständig rückgewonnen werden, kann entscheidend zu einer nachhaltigen Rohstoffversorgung führen und den Material- und Energiebedarf für neue Zellen erheblich reduzieren.“

Batterie-Rohstoffe recyceln reduziert Abhängigkeiten

Als Kathodenmaterial werden derzeit Übergangsmetall-Schichtoxide eingesetzt, die mehr als 10 Prozent Kobalt enthalten. Kobalt wird in vielen Fällen unter nicht optimalen Arbeits- und Umweltbedingungen abgebaut. Etwa im Kongo, wo sich rund die Hälfte der weltweiten Vorräte befinden. Große Teile der Lithiumvorkommen, rund 75 Prozent, liegen in Südamerika. Diese Stoffe sowie Naturgrafit für die Anoden der Zellen werden in Deutschland als kritische Rohstoffe mit hohen Liefer- und Preisrisiken eingestuft. Durch die Wiedergewinnung der Elektrodenmaterialien aus ausgedienten Batterien, sogenannten End-of-Life-Zellen, können Abhängigkeiten heimischer Zellhersteller von internationalen Rohstoffketten verringert werden.

Für das Recycling von Wertstoffen aus Lithiumbatterien gibt es unterschiedliche Prozesse und Anlagenkonzepte. Stand der Technik für großtechnische Verfahren ist das Einschmelzen kompletter Batterien oder Zellen mit nachfolgender aufwändiger Aufbereitung der Schmelz- und Schlackenprodukte. Recyclingunternehmen nutzen diese Verfahren kommerziell. Die Hochtemperaturprozesse führen jedoch durch die Schlackenbildung zu Verlusten an Wertmetallen wie Kobalt, Nickel und Kupfer. Ebenso werden Komponenten wie Lithium, Mangan oder Aluminium nicht zurückgewonnen. Auch eine Reihe alternativer Verfahren, die über mehrere Hochtemperaturprozesse laufen oder mit hydrometallurgischen Prozessen gekoppelt sind, liefern nur eine relativ geringe Ausbeute an Wertstoffen.

Auch Lithium wiederaufbereiten

Die geplante Machbarkeitsstudie „Kathoden- und Anodenmaterialien aus recycelten Lithium-Ionen-Batterien (RecycleMat)“ soll einen effizienteren Recyclingprozess beschreiben, der unter anderem auch Lithium, Nickel, Kobalt und Naturgrafit aus ausgemusterten Batterieelektroden wiederaufbereitet. Mit dem Projekt untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ZSW in Ulm, wie Komponenten aus Altbatterien herausgelöst und das Elektrodenmaterial so aufbereitet werden kann, dass es direkt in neuen Lithium-Ionen-Batterien oder als Zwischenprodukt für die Batteriematerialsynthese wiederverwendet werden kann. Hierzu sollen die Komponenten mit geringem Energieaufwand aus gebrauchten Batterien oder aus Produktionsabfällen bei der Zellherstellung mechanisch separiert, gereinigt und die Aktivmaterialien thermochemisch nachbehandelt werden.

Mit den gewonnenen Material- und Prozessdaten soll eine belastbare Grundlage für Re-Synthesen der Materialien geschaffen werden. Entstehende Produkte sollen direkt mit Industriepartnern evaluiert werden. Aufgrund der beim ZSW vorhandenen Expertise sowohl in der Batteriematerialentwicklung als auch in der Fertigung von Lithium-Ionen-Zellen vom Pilot- bis zum seriennahen Maßstab sind die Spezifikationsprofile sowie Anforderungen an Material und Verarbeitung bekannt.

Quelle: ZSW / wh

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Holzpellets sind auch im August günstig

19. August 2020 - 7:26

Dementsprechend liegt der Kilopreis bei 22,37 Cent und sowie pro Kilowattstunde Wärme bei 4,47 Cent. Da Heizöl ebenfalls weiter im Preis gesunken ist, besteht ein Preisnachteil von 11,4 Prozent. Der Preisvorteil zu Erdgas von knapp 29 Prozent bleibt stabil.

"Im Sommer sind Pellets am günstigsten", erklärt DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. Er empfiehlt, das Lager in dieser Zeit für den Winter zu befüllen. Im Herbst werde der Preis für die kleinen Presslinge wieder etwas anziehen, wie im Jahreszeitenverlauf üblich, erklärt er weiter. Erste Anzeichen dafür sieht er im Süden, wo der Preis für einige Abnahmemengen bereits leicht gestiegen sei. Zudem solle der Verbraucher beim Kauf der Pellets auf das ENplus-Siegel achten, da es für höchste Qualität stehe, sagte Bentele.

Beim Preis für Holzpellets haben sich im August 2020 laut der Erhebung des DEPV folgende regionale Unterschiede ergeben: Gerechnet auf eine Abnahmemenge von sechs Tonnen sind in Mitteldeutschland Pellets mit 222,11 Euro pro Tonne am günstigsten, gefolgt von Nord-/ Ostdeutschland mit 222,25 Euro die Tonne. Der Tonnenpreis in Süddeutschland ist bereits auf durchschnittlich 224,45 Euro gestiegen. Quelle: DEPV / al

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Energiesparen durch dreifach-Verglasung

18. August 2020 - 12:39

Fenster sind Anschaffungen von bleibendem Wert und erhöhen die Wohnqualität über Jahre hinaus. Europas führende Fenstermarke Internorm bietet Produktqualität zu „100 % Made in Austria“ und die Sicherheit einer starken Marke – denn nur Markenfenster halten langfristig was sie versprechen. Zudem kann im Winter der Heizwärmebedarf durch moderne Fenster entscheidend verringert werden. Doch auch im Sommer schützen diese vor Überhitzung und können somit eine Klimaanlage überflüssig machen. Wer sich bis 16. Oktober 2020 für Fenster von Internorm entscheidet, erhält bei ausgewählten Fenstern einen Abschlag auf die Dreifach-Verglasung und zahlt nur den Preis der Zweifach-Verglasung. Das dritte Glas gibt es somit gratis.

Fenster sind thermische Schwachstellen

Alte Fenster sind die größten thermischen Schwachstellen eines Hauses. Denn rund 25 bis 30 Prozent der Wärme eines Hauses entweichen über die Fenster. Betroffen sind insbesondere Gebäude, in denen vorrangig Fenster mit unbeschichteter Zwei-Scheiben-Isolierverglasung oder gar nur Ein-Scheiben-Verglasung mit entsprechend schlechten U-Werten verbaut sind. Laut einer Studie des Verbands Fenster und Fassade würden bei einem Austausch der Fenster mit Einfachglas im Jahr rund 491 kWh pro Fenstereinheit eingespart werden. Dies schont die Umwelt und den Geldbeutel gleichermaßen.

Neues Design-Fenster KF 520

Das KF 520 von Internorm ist das neue Glanzlicht im Fenster-Sortiment! Die innovativen Entwicklungsspezialisten des europäischen Markenführers im Fensterbereich beweisen mit der neuen Fenstergeneration, dass sie der klare Taktgeber im Bereich Innnovation und Design sind. Der maximale Glasanteil der neuen Fenstergeneration wird durch die bis zu einem Drittel schmaleren Ansichtshöhen von Rahmen und Flügel ermöglicht und bietet somit größtmöglichen Lichteinfall. Das KF 520 vereint so Design, Ästhetik und Komfort in einer neuen Dimension. Von innen gibt es weder eine sichtbare Glasleiste noch Beschlag und die Außenansicht gleicht einer Fixverglasung. Darüber hinaus wird das innovative und puristische Fenster-Design durch eine einzigartige Verriegelung unterstrichen: Anstelle von vorstehenden Verriegelungszapfen nutzt Internorm integrierte Verriegelungsklappen. Somit bietet Internorm mit dem KF 520 das eleganteste Kunststoff-Fenster im Internorm-Sortiment und setzt europaweit neue Maßstäbe in der Branche. Bis zum 16. Oktober 2020 bietet Europas führende Fenstermarke auch beim KF 520 die 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung zum Preis der Zweifach-Verglasung.

Quelle: Internorm / wh

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TGA-Verbände aktualisieren Empfehlung zum Betrieb von Lüftungs- und Klimaanlagen während der Covid-19-Pandemie

18. August 2020 - 12:34

Der BTGA – Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e. V., der FGK – Fachverband Gebäude-Klima e. V. und der RLT-Herstellerverband – Herstellerverband Raumlufttechnische Geräte e. V. haben jetzt ihre gemeinsame Empfehlung „Betrieb Raumlufttechnischer Anlagen unter den Randbedingungen der aktuellen Covid-19-Pandemie“ dem derzeitigen Kenntnisstand angepasst. Ergänzend wurden Informationen zur Ultraviolettbestrahlung der Zuluft und Hinweise zum Betrieb von Raumklimageräten aufgenommen.

Eine Übertragung von Corona-Viren über Klima- und Lüftungsanlagen (RLT-Anlagen) kann nach aktuellem Kenntnisstand ausgeschlossen werden, wenn die dem Raum zugeführte Luft normgerecht gefiltert wird. Über die Außen- und Zuluftleitungen können auch aufgrund der Filtrierung keine Tröpfchen, die das Corona-Virus enthalten könnten, in die Räume eingetragen werden. Abluftleitungen, die möglicherweise mit Tröpfchen belastete Abluft aus den Räumen aufnehmen, transportieren diese nicht in andere Bereiche, da die Systeme im Unterdruck betrieben werden und dadurch auch bei Leckagen der Leitungen keine Abluft entweichen kann.

Da Corona-Viren durch Tröpfcheninfektion und über Aerosole übertragen werden, empfehlen die drei TGA-Verbände grundsätzlich eine gute Lüftung der Räume mit möglichst hohem Außenluftanteil. Damit wird eine eventuelle Virenlast im Raum durch die Zufuhr von gefilterter und aufbereiteter Außenluft und durch den Abtransport der Raumluft verringert.

Quelle: FGK / wh

 

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Panasonic Module liegen im Vergleich vorne

17. August 2020 - 12:28

Module unterschiedlicher Hersteller wurden dafür ausgewertet. Die Untersuchung basiert auf der Performance Ratio, dem Verhältnis zwischen dem Ist-Ertrag und dem Soll-Ertrag der PV-Anlagen. Für den tatsächlichen Ertrag nutzte das Portal die Erzeugungsdaten, die von der für die Solarstrom-Förderung zuständigen Behörde Gestore dei Servizi Energetici (GSE) zur Verfügung gestellt werden. Der theoretisch mögliche Ertrag basiert auf den von den Herstellern bereitgestellten Daten.

Auf dem Internet-Portal sind rund 70.000 Photovoltaikanlagen erfasst, von denen viele seit mehr als zehn Jahren in Betrieb sind. Ende 2019 analysierte und verglich Sunreport 28.000 festinstallierte Anlagen mit unterschiedlichen Modulen und einer Leistung bis maximal 500 Kilowatt. Die Module waren jeweils in mindestens 500 auf dem Portal erfassten Anlagen installiert. Das Ergebnis des Vergleichs zeigte, dass die Anlagen mit Panasonic-Modulen HIT® mit dem Wert 0,707 die höchste Systemeffizienz erzielten.

„Die Sunreport-Daten sind nicht nur ein wichtiges Zeugnis für die Performance Ratio, sondern auch ein hervorragendes Werkzeug zur Analyse des Leistungsabfalls der Module im Laufe der Jahre: Einige der überwachten Systeme sind seit 2007 in Betrieb“, sagt Fabrizio Limani, Senior Manager der Solar-Abteilung von Panasonic Solar. Quelle: Panasonic / al

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Energiewende-Kooperation zwischen Dena und Québec

17. August 2020 - 12:20

Im Fokus stehen der Einsatz von Wasserstoff und Innovationen im Bereich der Energieeffizienz, wie zum Beispiel serielles Sanieren. „Nach öffentlichen Konsultationen hat die Regierung von Quebec ihre Energiepolitik auf Energieeffizienz, Innovation und erneuerbare Energien ausgerichtet. Auch der Übergang zu einer klimafreundlichen Wirtschaft ist Teil des Wandels“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. Großer Handlungsbedarf bestehe aber noch im Verkehrssektor, 40 Prozent der CO2-Emissionen Quebecs gehen auf den Verkehr zurück, Tendenz steigend. „Wasserstoff kann als zusätzliche Antriebsoption diesen Trend umkehren – insbesondere im Schwerlastverkehr“, sagt  Kuhlmann. „Gleichzeitig erzeugt Quebec mehr als 99 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen, hauptsächlich aus Wasserkraft, der zunehmend durch Wind ergänzt wird. Das sind optimale Voraussetzungen, um in der Region einen Sektor für grünen Wasserstoff zu entwickeln. In Deutschland stehen wir vor ähnlichen Herausforderungen, sodass wir hier unsere Kräfte bündeln wollen.“

 „Die Energiewende ist – hier wie anderswo auf der Welt – ein ambitioniertes gesellschaftliches Projekt, für das Landesgrenzen keine Rolle spielen. Die Ziele sind dabei überall die gleichen“, sagt Johanne Gélinas, Geschäftsführerin von Transition énergétique Québec. Deshalb freuen sie sich darauf, zusammenzuarbeiten und Erfahrungen auszutauschen. „Damit die Energiewende gelingt, brauchen wir gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten“, sagt Gélinas. Eine Kooperation, welche eine Energiewende beschleunigen kann.

Quelle: Dena / wh

 

 

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Hauskraftwerk deckt Großteil des Energiebedarfs

17. August 2020 - 11:23

Rund 200.000 Heimspeicher sind in Deutschland installiert, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft vor kurzem mit. Wärmepumpen sind in Neubauten mittlerweile die erste Wahl. Gerhard Popp hat diese Entwicklung vom Heizen mit Öl und Gas hin zu Photovoltaik und Wärmepumpe über die Jahre mitverfolgt. Als der Wirtschaftsingenieur für den Ruhestand ein neues Haus bauen wollte, war für ihn klar, dass er diese Kombination nutzen will. „Ich wollte Ressourcen sparen und das kann man mit Photovoltaik und Speicher sehr gut“, begründet er seine Entscheidung. 5.200 Kilowattstunden Strom verbraucht die Wärmepumpe im Jahr, das entspricht 520 Litern Heizöl. Für sein altes, etwas kleineres Haus brauchte er mehr als 5.000 Liter Heizöl. Mit dem Hauskraftwerk des Herstellers E3/DC kann er mehr als die Hälfte des Strombedarfs für die Wärmepumpe, den Haushalt und das Elektroauto solar decken. Diesen Anteil will er noch weiter ausbauen.

Entscheidung für Sole-Wasser-Wärmepumpe

Für die Heizung und Erwärmung des Dusch- und Trinkwassers entschied er sich für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit vier bis zu 100 Meter tief reichenden Erdsonden. Die Wärme wird in einem 1.000 Liter-Pufferspeicher zwischengespeichert. Außerdem gibt es eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die ganzjährig in Betrieb ist. Für die Stromversorgung wurde eine Photovoltaik-Anlage mit 9,86 Kilowatt peak Spitzenleistung installiert. Für die Stromspeicherung hat Popp das dreiphasige Hauskraftwerk S10 E. Als er die Photovoltaikanlage im August 2018 in Betrieb nahm, betrug die Netto-Speicherkapazität der Akkus 10,56 Kilowattstunden. Schnell bemerkte er, dass er von der tagsüber erzeugten überschüssigen Energie nachts noch mehr gebrauchen könnte. Deshalb erweiterte er sein Hauskraftwerk im Juni 2019 mit einem weiteren Batteriemodul auf 15,84 Kilowattstunde Nettokapazität.

Der Verbauch in Zahlen

Rund 13.000 Kilowattstunden Strom benötigt die Familie in einem Jahr. Davon verbraucht der Haushalt inklusive einer Sauna 55 Prozent, die Wärmepumpe 40 Prozent und das Elektroauto bisher fünf Prozent. 53 Prozent des Strombedarfs deckt die PV-Anlage ab, die sich zu 32 Prozent aus direkter und zu 21 Prozent aus indirekter (Speicherentladung) Deckung zusammensetzen. 47 Prozent kommen aus dem Stromnetz.

Über den betrachteten Zeitraum hinweg erzeugte die Photovoltaikanlage mit knapp 10 Kilowatt peak Spitzenleistung rund 11.850 Kilowattstunden im Jahr, das entspricht 1.200 Kilowattstunde/Kilowatt peak. „Der Ernteertrag von der PV-Anlage war sicher begünstigt durch den sonnigen Herbst 2018 und den ertragreichen Sommer 2019“, sagt Popp zufrieden. 36 Prozent des Solarstroms konnte die Familie direkt verbrauchen, 26 Prozent gingen in den Speicher. 38 Prozent speiste Popp zum EEG-Tarif in das Stromnetz ein.

Solarstrom fürs Auto nutzen

Das E-Auto der Familie hat einen 17,5 kWh-Akku. Dieser wird ausschließlich zuhause geladen. Aktuell zeigt der Tacho 7.500 Kilometer an. „2019 und 2020 habe ich für die 7.500 Kilometer insgesamt rund 1.050 Kilowattstunde geladen, davon rund 705 Kilowattstunde direkt von der PV-Anlage, das sind 67 Prozent“, berichtet Popp im Juni 2020. Wie seine Auswertung zeigt, konnte er die Eigenversorgung mit Solarstrom schon von 53 Prozent (vom 1. August bis 31. Dezember 2018) auf 58 Prozent im Jahr 2019 auf 64 Prozent in der ersten Jahreshälfte 2020 steigern. Quelle: E3/DC / al

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Titanweiß wird Sondermüll

14. August 2020 - 11:11

Beim niedersächsischen Öko-Farbenhersteller Kreidezeit sieht man dem gelassen entgegen. Dort wurde von Anfang an auf Titanweiß verzichtet. Ende der 80er-Jahre stellte Unternehmensgründer Gert Ziesemann auf einem Wochenmarkt in Hildesheim seine Wandfarbe aus Magerquark, Kreide und Borax vor, die noch heute im Programm ist. Heute vertreibt das Unternehmen mit seinen gut 30 Mitarbeitern mehr als 100 Produkte weltweit.

Die Herstellung von Titanweiß ist unter Umwelt-Gesichtspunkten heute unbedenklich, da durch spezielle Recycling-Prozesse keine Dünnsäure - damals ein Abfallprodukt bei der Herstellung von Titanweiß - mehr entsorgt werden muss. Trotzdem verzichtet Kreidezeit aus Klimaschutzgründen weiterhin konsequent auf Titandioxidpulver, so Michael Meißner, technischer Berater bei Kreidezeit. „Die Herstellung von Titanweiß verbraucht enorm viel Energie, entsprechend entsteht auch CO2 in großen Mengen“, sagt Michael Meißner.

Titanweiß ist hierzulande das am häufigsten verwendete Weißpigment. Es kommt in fast allen weißen Materialien vor – ob in Kunststoffen, Papier oder Zahnpasta. „Farben mit Titanweiß sind tatsächlich sehr strahlend und können mit synthetischem Aufhellen noch grell-weißer gemacht werden“, beschreibt Meißner die Eigenschaften. Solche Wandfarben lassen eine makellos einheitliche, aber starre weiße Fläche entstehen, die bei allen Lichtverhältnissen gleich aussieht.

Farben aus Kalk und Marmormehlen haben eine ganz andere Optik. Mit ihnen lassen sich Weißtöne erzielen, die zwar hell, aber nicht grell sind und die das Licht verschiedener Tageszeiten lebendig aufnehmen und widerspiegeln. Dadurch wirken die Wände fürs Auge wohltuend und fügen sich harmonisch in die Wohnungsumgebung ein.

Die Entscheidung der EU-Kommission, Titanweiß als "potenziell krebserregend durch Einatmen" zu klassifizieren hat für die Industrie weitreichende Folgen: Denn der Rohstoff ist in vielen Produkten kaum zu ersetzen. Ab Mitte nächsten Jahres müssen viele Erzeugnisse deswegen als Sondermüll entsorgt werden. Auch in dieser Hinsicht macht sich der konsequente Verzicht auf Titanweiß für den niedersächsischen Ökofarben-Pionier jetzt bezahlt. Denn die Entsorgung der eigenen Farben und Putze ist kein Problem, sagt Meißner. Denn die Produkte lassen sich sogar kompostieren. Klarer Gewinn auch für Anwender, denn zusammen mit Wohngesundheit lassen sich Produkte besser nutzen.

Quelle: Kreidezeit / wh

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Fünf Wohnprojekte sind unter den besten Acht

13. August 2020 - 16:22

Die Auszeichnung wird in diesem Jahr zum achten Mal gemeinsam von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis und der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) vergeben. „Auch in diesem Jahr decken wir mit den Nominierten für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur wieder eine spannende Bandbreite an architektonischen Lösungen ab“, sagt DGNB-Präsidiumsmitglied Amandus Samsøe Sattler, unter dessen Vorsitz die Jury stand. „Sie alle erzählen für sich genommen eine überzeugende, vorbildliche Geschichte im Umgang mit ihren konkreten Bauaufgaben.“ Von den acht Projekten kommen vier aus Baden-Württemberg, zwei aus Berlin und jeweils eines aus Bayern und dem Saarland. Eine große Anzahl an Projekten verwendet den Werkstoff Holz verwenden.

Stark vertreten unter den Nominierten sind in diesem Jahr Wohngebäude. Hierzu zählt das inklusive Projekt Manara in Ludwigsburg, das Wohngemeinschaften für geflüchtete Jugendliche und Studierende schafft. Es zeigt beispielhaft, wie sich Bezahlbarkeit, eine nachhaltige Bauweise, eine schnelle Umsetzung durch Vorfertigung, sozialer Anspruch und Wohnqualität miteinander verbinden lassen. In Stuttgart steht das Projekt MaxAcht einer privaten Baugemeinschaft, das partizipative Planung, klimagerechte Bauweise und städtebauliche Einbindung verbindet.

Urbaner Holzbau

Das im Rahmen der Bundesgartenschau 2019 entstandene SKAIO in Heilbronn war zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung Deutschlands höchstes Holzhochhaus. Als Modellprojekt steht es für die Jury beispielhaft für die Leistungsfähigkeit des urbanen Holzbaus. Ähnlich das Wohnhaus Walden 48 in Berlin: Maßstäbe setzt das Projekt in Sachen Brandschutz, mit seinen sichtbaren Holzkonstruktionen und dem Verzicht auf Gipsbekleidungen, was zugleich zu einer Vereinfachung und Vergünstigung führt. Zudem stellt es der Jury nach ein Beispiel einer innenstädtischen Nachverdichtung an einem lärmbelasteten Ort dar, das mit seiner architektonischen Qualität überzeuge.

Die Themen Umnutzung und Sanierung von Bestandsgebäuden finden sich in der Liste der Nominierten bei zwei Projekten wieder. Zum einen bei UNIQUE³ in Saarbrücken, das als energetisch nicht sanierbar galt und lange leer stand. Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex der ehemaligen Siemens-Niederlassung wurde zu einem Wohnquartier revitalisiert. Durch eine weitgehende Entsiegelung und eine extensive Dachbegrünung erreicht es zudem lokale klimatische Verbesserungen. Ein Beispiel für einen wertvollen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit dem baulichen Erbe der industriellen Entwicklung bildet das Kraftwerk in München, urteilt die Jury. Dem monofunktional mit viel Ressourcenaufwand erstellten Gebäude sei mit kraftvollen gestalterischen Gesten eine Vielzahl neuer Nutzungen zugeführt worden.

Dem in Holz-Hybrid-Bauweise erstellten Null-Energie-Fachklassentrakt in Aalen sei es gelungen, architektonisch das umzusetzen, was sinnvoll und notwendig erscheint. Der freistehende Erweiterungsbau des Schubart-Gymnasiums überzeuge in der Vorauswahl als Lowtech-Lösung mit einem kleinen CO2-Fußabdruck. Ebenfalls überzeugt hat das temporäre Gebäude B-Part, das Teil des künftigen Stadtquartiers „Urbane Mitte am Gleisdreieck“ in Berlin ist. Es besitze eine identitätsstiftende und kommunikative Wirkung. Zudem verfüge es über eine große Nutzungsflexibilität und sei für Folgenutzungen an anderen Standorten geeignet.

Preisverleihung im Dezember

Die Sieger und Finalisten werden beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur in einem zweistufigen Juryprozess ausgewählt, an dem sich Experten aus den Bereichen Architektur und Bauen sowie aus Kommunen, Forschung, Zivilgesellschaft und Politik beteiligen. Die Vorauswahl der Nominierten wurde durch die DGNB Jury, bestehend aus zehn Architekten und Planern in Deutschland, vorgenommen. Am 15. September 2020 entscheidet in der zweiten Auswahlrunde die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises über die Finalisten sowie den Gewinner.Die Preisverleihung findet am 4. Dezember 2020 während des Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf statt. Quelle: DGNB / al

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Tipps zur Modernisierung von bestehenden Fußbodenheizungen in älteren Gebäuden

13. August 2020 - 10:17

Es gibt Fragen, die stellen Investoren oder Bauherren immer wieder an den Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e.V.(BVF) und seine Mitglieder. Der BVF ergänzt daher seine Richtlinien und Broschüren mit Infoblättern, die kompakt die wichtigsten Informationen für die Bewertung der Situation und sinnvolle Maßnahmen an die Hand geben

Nun haben die Gremien sich der folgenden Fragestellung angenommen: „Sie sind Besitzer eines 20-30 Jahre alten Ein- oder Mehrfamilienhauses und wissen nicht, ob sie ihre alte Fußbodenheizung weiter und wenn ja, wie lange noch verwenden können?“ Auf 3 DIN A4-Seiten beantworten die Experten die Thematik und geben Tipps zu Bestandsaufnahme, Praxistest und darüber hinaus Hinweise zum Betrieb und zur Förderung.

Oft wird die Lebensdauer von Kunststoffrohren von Seiten der Bauherren hinterfragt. Hier kann gesagt werden, dass die verbauten Kunststoffrohre nach DIN 4726 eine enorme Lebensdauer haben durch eine hohe Zeitstandfestigkeit sowie eine zusätzliche Sicherheitsreserve.

In die Zukunft schauen

Die Rohre der Fußbodenheizung sind für einen langfristigen Betrieb ausgelegt. Wenn die Heizkreise durchströmt werden, kann mit neuer Regelungstechnik, Spülung und fachgerechter Befüllung nach VDI 2035 und einem hydraulischen Abgleich die optimale Funktion der Fußbodenheizung für die nächsten Jahrzehnte gesichert werden. Dies wird durch verschiedene Förderprogramme vom Staat auch finanziell gefördert.

Die Infoblätter des BVF werden sukzessiv ergänzt und flankieren die umfangreichen Veröffentlichungen des BVF eV als kompaktes Hilfsmittel zur ersten Bewertung einer Situation. Zur detaillierten Bewertung empfiehlt der Verband die Einschaltung eines Fachbetriebs und Nutzung der Richtlinien und Regelwerke, die hier zum Download bereitstehen. Dazu gibt es weitere Informationen.

Quelle: BVF / wh

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Solarstrom effektiv nutzen

12. August 2020 - 10:47

Der Eigenverbrauch selbsterzeugten Solarstroms gewinnt für Solaranlagenbetreiber kontinuierlich an Bedeutung. Die Gründe dafür sind einfach: Die staatliche Einspeisevergütung sinkt immer weiter, während zeitgleich die Strompreise steigen. Moderne Energiespeichersysteme (ESS) sorgen jedoch dafür, dass Solarstrom immer dann zur Verfügung steht, wenn er benötigt wird, auch, wenn die Sonne gerade nicht scheint. LG Solar setzt auf die dritte Generation seiner Energiespeichersysteme, die LG ESS Home Reihe und bietet Eigenheimbesitzern damit eine effiziente Möglichkeit, die Eigenverbrauchsquote ihrer Photovoltaik-Anlagen zu verbessern.

Überzeugend in zahlreichen Bereichen

Das DC-gekoppelte LG ESS Home ist in zwei Konfigurationsmöglichkeiten erhältlich. Als Home 8 und Home 10. Die Systeme beinhalten Akkumulatoren mit 7,0 kWh und 9,8 kWh und sind auch bei größeren Solaranlagen einsetzbar. Zudem kann die Serie, durch den Einsatz einer weiteren Batterie, den Bedarf nach höheren Speicherkapazitäten decken. Die Lithium-Polymer-Akkumulatoren der LG ESS Home Systeme erlauben dank der drei MPP-Tracker eine flexible Modulbelegung. So lassen sich zwei Akkumulatoren kaskadieren und ermöglichen flexible Speicherkapazitäten von 14 kWh über 16,8 kWh bis hin zu 19,6 kWh. Praktischer Pluspunkt bei Stromausfall: Die optionale Back-up-Funktion des LG ESS Home 8 und 10 ermöglicht durch eine Umschalteinrichtung eine Versorgung aus den Solarspeichern. So bleiben Nutzer eines ESS am Netz, während andere im Dunkeln sitzen. Mit dem neu entwickelten Energiemanagement können Anwender außerdem ihre gesamte PV-Anlage digital überwachen. Der Eigenverbrauch lässt sich optimieren und der Grad der Autarkie steigern. Neben der Energieüberwachung ist die neueste Generation des LG Stromspeichersystems auch mit den LG Luft-Wasser-Wärmepumpen der Mono-Block- und Therma V-Serie kompatibel. Doch nicht nur die Technik, auch die Optik der Speichersysteme stimmt: Hochwertige Materialien und das zeitlos-moderne Hochglanz-Design des Edelstahlgehäuses sorgen dafür, dass die LG ESS Home in jedes Haus passen. Durch die kombinierte Bauweise des Hybrid-Wechselrichters ist der Speicher zudem schmal gestaltet und kann besonders platzsparend eingebaut werden.

Verbessertes Solarmodul für noch mehr Effizienz

Für alle Eigenheimbesitzer, die noch nicht auf Solarenergie setzen, sich aber von den zahlreichen Vorteilen überzeugen lassen, hat LG ebenfalls eine gute Nachricht. Das Solarmodul NeON 2 (LG370N1C-N5) hat eine Auffrischung erhalten. Es erreicht nun eine Leistung von 370 kWp und hält einem Druck von 6000 Pascal stand. Mit seiner erweiterten Leistungs- und Produktgarantie von 25 Jahren bildet das LG NeON 2 ein zukunftsfähiges Paket für Planungssicherheit in der umweltfreundlichen Energieerzeugung. Damit ist es die optimale Grundlage zur eigenen Stromerzeugung und macht Eigenheimbesitzer in Verbindung mit einem Energiespeicher zu Selbstversorgern.

„Solarstrom wird immer mehr zum entscheidenden Faktor in fortschrittlichen Energiekonzepten für Haushalte und Firmen“, sagt Michael Harre, Vice President EU Solar Group bei LG Electronics. Als Systemanbieter würde LG auch künftig alles daran setzen, die komplette Bandbreite an leistungsfähiger Solartechnologie bereitzustellen, die Autarkie mit Energie- und Kosteneffizienz verbindet. Damit sollen Effizienz und Umweltschutz zusammen arbeiten.

Quelle: LG / wh

 

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Solarbranche ist im Aufschwung

12. August 2020 - 10:04

Die verbesserten Förderkonditionen für Solarwärme-Anlagen im Rahmen des neu aufgelegten Marktanreizprogramms (MAP) zeigen ihre Wirkung. Die veröffentlichten Zahlen des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zeigen, dass im ersten Halbjahr 2020 rund 200 Prozent mehr Solarthermie-Förderanträge gestellt worden sind als im Vorjahr. Konkret sind das 26.991 Anträge gegenüber 8700 Anträgen im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Solarheizungen werden seit Jahresbeginn im Förderprogramm „Heizen mit Erneuerbaren Energien" mit bis zu 35 Prozent bezuschusst. Wird eine Ölheizung ausgetauscht, beträgt die Förderung bis zu 45 Prozent. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) nutzen 2,5 Millionen Haushalte in Deutschland Solarthermie-Anlagen für die Erzeugung von Raumwärme oder zur Brauchwasser-Erwärmung.

Elf Prozent mehr Solarkollektoren abgesetzt

Ebenso positiv entwickeln sich die Zahlen bei den Solarkollektor-Herstellern. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres setzten sie in Deutschland rund elf Prozent mehr Solarkollektoren ab als im Vorjahreszeitraum, wie die monatlich erstellte Marktbefragung des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) zeigt. Im Juni wurde ein Absatzplus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat erzielt.

Die gute Geschäftslage zeigt sich zudem im Geschäftsklimaindex, der vom BSW seit 2005 vierteljährlich erhoben wird. Dieser kletterte auf den höchsten Stand seit mehr als zehn Jahren. „Statt einer Corona-Delle erleben wir eine Investitionswelle“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW. Die verstärkte Klimadebatte der vergangenen Jahre, deutlich verbesserte Fördersätze und die im kommenden Jahr erwartete Einführung eines jährlich steigenden CO2-Preises auf fossile Brennstoffe würden Wirkung zeigen.

Zudem rechnet der BSW weiterhin mit einer guten Auslastung der Mitgliedsunternehmen. Einer aktuellen Umfrage der Beratungsgesellschaft co2online zufolge beabsichtigen 43 Prozent der Befragten bei einer geplanten Gebäudeinvestition eine Heizungsmodernisierung. Im Juni erst hat sich der Bundesverband mit Erfolg dafür eingesetzt, dass die Haushaltsmittel für das MAP-Förderprogramm im Rahmen des zweiten Nachtragshaushalts um weitere 300 Millionen aufgestockt wurden. Quelle: BSW / al

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Urbanes Wohnen bergwärts

12. August 2020 - 8:54

In Innsbruck-Kranebitten, einem Stadtteil nur wenige Kilometer vom Zentrum entfernt, entstand auf ca. 3.800 m² eine neue Wohnanlage mit 32 Wohnungen, aufgeteilt auf drei Mehrfamilienhäuser. Die Architekten der scharmer – wurnig – architekten ZT gmbh entwarfen ein Gebäudeensemble, das im Sinne einer ehemaligen Waldsiedlung von einer kleingliedrigen Struktur geprägt ist und sich zurückhaltend in die Landschaft einfügt. Die Anordnung der drei Baukörper schuf parkähnliche Freiräume, die den Anwohnern zur Verfügung stehen. Mit der Verteilung der Gebäude auf verschiedenen Ebenen geht das Konzept auf die Hanglage des Baugrundes ein und ermöglicht so von den Wohnungen aus gesehen freie Blicke in die Umgebung.  Entsprechend orientieren sich die offenen Grundrisse der Innenräume zu den Außenbereichen. Die Loggien sind dank einer vorgehängten Ganzglas-Balkonverglasung auch bei Wind und Wetter nutzbar.

Konzept von städtebaulicher Qualität

Nach Vorgabe des Bauträgers, der Panorama Bauobjekt GmbH,  sollten 32 hochwertige Wohnungen mit Terrassen oder Loggien entstehen und ein Lebensmittelhändler in die Wohnanlage integriert werden. Die Stadt Innsbruck setzte per ausgelobten Architekturwettbewerb einen Entwurf voraus, der auch der Allgemeinheit einen Mehrwert bietet.

Das Konzept der scharmer – wurnig – architekten überzeugte den Bauträger und die Stadt Innsbruck gleichermaßen: Es besticht durch seine städtebauliche Qualität. Die geforderte Anzahl der Wohnungen teilten die Architekten auf drei Baukörper auf. Die Positionierung des Nahversorgers an einer Straße und die Anordnung der Wohnblöcke schaffen trotz der erreichten baulichen Dichte luftige Freiflächen. Zugleich bietet die Wohnanlage ausreichend Privatsphäre. Fußläufig können die Bewohner das großzügig begrünte Areal von der südlich gelegenen Straße über einen Weg durchqueren, der sich entlang des Lebensmittelhandels in Richtung Norden über den neu entstandenen zentralen Platz erstreckt. So erlaubt die Anlage urbanes Wohnen in der Natur und mit wenig Verkehr.

Öffentlichen Mehrwert schafft zum einen die Unterbringung des Nahversorgers an der Straße. Ein weiteres Ziel des Entwurfes: „Da der ursprüngliche Baumbestand im Zuge der Bebauung nicht erhalten werden konnte, wurde nach Fertigstellung des Projektes aufgeforstet, sodass der Wald wieder spürbar wird“, sagt Florian Schedle, Architekt und Geschäftsführer.

Herausforderung Hangbebauung 

Die unterschiedlichen Höhen des Grundstücks stellten für die Architekten eine große Herausforderung dar. Diese nutzten die Hanglage jedoch so geschickt aus, dass die Stadt Innsbruck den Entwurf als gelungenen neuen Typus einer Hangbebauung hervorhob. Sofort ins Auge fällt der Rücksprung der Erdgeschoßzonen. Durch diese wird optisch eine besondere Leichtigkeit der Baukörper erreicht. Die Tiefgarage wurde entsprechend der Topographie auf zwei Ebenen angeordnet und eine unscheinbare Einfahrt in den südöstlichen Bereich des Grundstückes angelegt. Vor allem mit der Staffelung der niedriggeschossigen Baukörper wurde das Gelände in das Konzept miteinbezogen, sodass die Wohnungen jeweils auf eine weitestgehend freie Aussicht auf das Inntal ausgerichtet werden konnten.

Der Bauträger wünschte sich für die Wohneinheiten Terrassen oder Loggien. Doch es galt, die klimatischen Bedingungen zu berücksichtigen: Innsbruck-Kranebitten liegt am Fuß der Nordkette, auf Höhen um 600–750 Meter über dem Meeresspiegel. Die Stadt hat ein gemäßigtes Klima mit teils alpinem Charakter. Starke Winde mit bis zu 120 km/h können in allen Jahreszeiten auftreten. Daher entschied sich der Bauträger gemeinsam mit den ausführenden Architekten für Loggien mit integrierter Balkonverglasung. Die besonderen Ansprüche an den Wetterschutz bei höchstmöglicher Transparenz und Flexibilität erfüllte das Ganzglas-Schiebe-Dreh-System SL 25 XXL von Solarlux.

Maximale Transparenz und hohe Flexibilität

Insgesamt 29 Loggien nach Süden und Osten wurden mit senkrecht rahmenlosen, raumhohen Elementen ausgestattet. Vorgelagerte Stabgeländer dienen als Absturzsicherung. Im geschlossenen Zustand schützt die Verglasung die Loggien vor Wind und Regen. Gleichzeitig bleibt der luftige und sonnige Charakter eines offenen Balkons erhalten. Geöffnet parken die Elemente als unauffällige, durchsichtige Glaspakete an der Seite. Im Winter wie im Sommer bildet die Verglasung zugleich eine thermische Pufferzone. Verschiedene Grundrisse konnten realisiert werden, da die Laufwagen des Systems über jeden Winkel von 90° bis 180° fahrbar sind. Dem exponierten Standort wird das Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) mit einer Stärke von 10 mm gerecht, das Widerstandsfähigkeit auch bei großen Windlasten garantiert. Trotz hoher Schlagregendichtigkeit ist durch einen Lüftungsspalt der Elemente von 3 mm in geschlossenem Zustand zugleich eine permanente Belüftung gegeben. Die einfach zu bedienenden Schiebe-Dreh-Elemente  lassen sich flexibel öffnen oder schließen. Kugelgelagerte 2-fach Horizontallaufwerke mit 65 kg Traglast sorgen für ein extrem leichtes, leises Gleiten. Von der Loggia aus sind die wartungsfreien Elemente mühelos zu reinigen.

Service aus einer Hand

Zum Leistungsspektrum des Systementwicklers und -herstellers gehört es, Bauherren und Architekten bei der Bauplanung und Projektabwicklung zu unterstützen. Die umfangreiche Planung,  Koordinierung und Durchführung in der Hand nur noch eines kompetenten Ansprechpartners zu wissen, ist für viele Auftraggeber ein ausschlaggebender wirtschaftlicher und zugleich entlastender Faktor. „Hervorzuheben ist die gute Projekt-Betreuung, Produktinformation und eine professionelle Abwicklung der Planungsphase sowie der Montage“, lobt Florian Schedle die Zusammenarbeit rückblickend.

Mit ihrer Wohnsiedlung zu Füßen der Berge schufen die Architekten somit ein Ensemble, dass naturnahes Wohnen mit einer durchdachten, modernen und dabei funktionalen Architektur gekonnt miteinander verbindet. Die SL 25 XXL hat dazu maßgeblich beigetragen. Sie sorgt für zusätzlichen Raum im Wohnraum und ermöglicht den Bewohnern witterungsunabhängiges Freiluftvergnügen in ihren Loggien.

Quelle: Solarlux/wh

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Vielfältige Flora und Fauna mit Energiegewinnung verbinden

12. August 2020 - 8:33

Solarthermische Freiflächenanlagen können neben der Energiegewinnung zugleich als hochwertige Habitate im Sinne des Naturschutzes dienen, beschreibt eine Broschüre des Projekts Solnet 4.0, in dem das Steinbeis Forschungsinstitut Solites, der Fernwärmeverband AGFW, das Hamburg Institut und die Zeitschrift Energiekommune zusammenarbeiten. Positive Effekte ergeben sich, weil die Flächen während der Energiegewinnung beispielsweise nicht intensiv landwirtschaftlich genutzt wird. Häufig lassen sich auf derselben Fläche, auf der Energie gewonnen wird, Ausgleichsmaßnahmen für den technischen Eingriff in das Landschaftsbild sowie eine enorme Artenvielfalt erzielen, schreiben die Autoren. Aus ökonomischer Sicht helfen den Betreibern dabei Ökopunkte oder perspektivisch auch Zertifizierungssysteme, wie sie derzeit mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt für den Photovoltaikbereich entwickelt werden.

Bislang tragen Solarthermieanlagen mit einer Leistung von rund 70 Megawatt zur Wärmeversorgung in Deutschland bei. Freiflächenanlagen sind dabei die wirtschaftlich attraktivste Form, große Mengen Solarenergie für die Wärmenetze zur Verfügung zu stellen. Zugleich liegt die Solarthermie mit einem Energieertrag von rund 2000 Megawattstunden Wärme pro Hektar Landfläche in punkto Flächeneffizienz mit Abstand an der Spitze der erneuerbaren Energien. Neben landwirtschaftlich genutzten Flächen kommen für die Solarthermie auch Konversionsflächen wie ehemalige Deponien in Frage. Auch die bislang größte deutsche Solarthermieanlage in Ludwigsburg/Kornwestheim ist auf einer solchen Deponiefläche errichtet worden.

„Die Flächensuche ist für die verstärkte Solarthermie-Nutzung eine wesentliche Herausforderung“, sagt Matthias Sandrock vom Hamburg Institut. „Wenn der Naturschutz bei der Planung von vornherein adressiert wird, kann sich dies doppelt lohnen: für den Klimaschutz und die Artenvielfalt, deren Bedeutung für eine nachhaltige Zukunft noch zu oft unterschätzt wird.” Quelle: Solites / al

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