Enbausa

Enbausa

Energetisch Bauen und Sanieren

Newsfeed

Enbausa Feed abonnieren
Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 18 Minuten 51 Sekunden

Emissionsfreie Asbestsanierung und Entsorgungskonzept aus einer Hand

7. Juli 2020 - 9:39

Zentral war es die Herausforderungen annehmen zu können. „Der Sanierungsbereich umfasste 3.000 Quadratmeter mit 150 Quadratmetern Wänden, 550 Quadratmetern Trockenbaudecken und 95 Säulen“, sagt Polier Rainer Claasen. „Wegen der Asbestbelastung mussten wir im Schwarzbereich arbeiten“, sagt Claasen. Immer wieder hätten sie dazu einen Gebäudeteil hermetisch mit Folien und Vierkammer-Schleusensystem abgeriegelt. „Allein dafür wurden rund 1.200 Quadratmeter Abschottungswände gebaut“, sagt Claasen.  Im Inneren des Schwarzbereichs herrschte Unterdruck. Eventuelle Fasern wurden so aus der Luft gesogen und in einem Filter aufgefangen. An jeder Fräse und jedem Schleifgerät, mit denen die Arbeiter in speziellen Schutzanzügen Wände, Decken und Säulen bearbeiteten, befand sich ein leistungsstarker Sauger, der alles entstehende Material sofort einsaugte. Asbestbelastete Bauabfälle sowie die Rückstände in den Filtern, die regelmäßig in einem geschlossenen System entleert wurden, wurden anschließend fachgerecht abtransportiert und entsorgt. Nach Abschluss der Fräsarbeiten reinigten die Sanierungsspezialisten alle Flächen noch einmal, bevor sie die Abschottungswände entfernten. Durch dieses von Hagedorn mehrfach reibungslos und hochprofessionell erprobte System erzielten die Abbruch-Experten eine hundertprozentige Emissionsfreiheit. Zudem galt es die strengen logistischen Vorschriften auf der Insel zu berücksichtigen. So durfte der Hagedorn-40-Tonner zwar mit Sondergenehmigung im Hafengebiet parken, von dort aber musste sämtliches Sanierungszubehör auf Caddys zur Baustelle transportiert werden. Umgekehrt mussten alle (Sonder-)Abfälle zunächst in kleinen Containern von der Baustelle zum Hafen gebracht werden und konnten erst dort auf den LKW geladen werden. Das ausgeklügelte Entsorgungskonzept dafür erstellte das Gütersloher Wertstoffzentrum (GMG), ebenfalls ein Teil der Hagedorn Unternehmensgruppe.

Vernichtung eines schwierigen Materials

Jahrelang wurde Asbest in der Baubranche gepriesen – als Baustoff der nicht verfault und gleichzeitig flexibel, reißfest, hitzebeständig und vor allem günstig ist. Erst Jahre später stellten Medizin und Wissenschaft fest: Asbest kann Krebs auslösen. Forscher schätzen, dass dadurch deutschlandweit jährlich rund 1.500 Menschen sterben. Und noch immer könnten rund 20 Prozent der Gebäude in Deutschland Asbest enthalten.

Quelle: Hagedorn/wh

 

Kategorien: Feeds from Partners

Balkonverglasung schützt vor Lärm und Hitze

3. Juli 2020 - 15:41

Die Wohnungen, die derzeit im Frankfurter Hafenpark Quartier entstehen, liegen zentral in der Nähe des neuen Sitzes der Europäischen Zentralbank mit Blick auf den Main. Lumon setzt in der belebten Umgebung auf grün getönte Glasscheiben. An mehr als 200 Balkonen und Loggien wurden diese speziellen Balkonverglasungen und Glasgeländer installiert. Die Balkonverglasung verfügt über einen hohen Schallschutz von 24 Dezibel und schützt vor starker Sonneneinstrahlung, sodass die Balkone so gut wie das ganze Jahr über genutzt werden können. Gleichzeitig ist auch für die Frischluftzufuhr gesorgt.

"Schallschutz und Belüftung einer Balkonanlage sind normalerweise ein Widerspruch in sich. Um die Anforderungen zu erfüllen, muss die Verglasung dicht sein – das erschwert aber die Luftzufuhr", erklärt Andreas Karst, Vertriebsleiter der Lumon Deutschland GmbH. Die Firma habe die Anlagen so verkapselt, dass sie einen hohen Schallschutz bieten und zugleich die Be- und Entlüftung der Balkonanlage sichergestellt sei. Für die Bewohner im Hafenpark Quartier vergrößert sich durch die Verglasung der Wohnraum und sparen langfristig Kosten, da sich die Intervalle zwischen möglichen Balkonsanierungen verlängern. Quelle: Lumon / al

Kategorien: Feeds from Partners

Kommunen bei der Wärmeplanung unterstützen

2. Juli 2020 - 15:28

In dem Zentrum fasst die Landesenergieagentur die bisherigen Kompetenzzentren Wärmenetze und Kraft-Wärme-Kopplung zusammen. Hinzu kommt die Beratung zur Kommunalen Wärmeplanung. Die KEA-BW unterstützt kommunale Akteure, Verwaltungen, öffentliche Träger, Planer, Berater, Verbände, Ministerien sowie Bürger bei der Umsetzung der Wärmewende.

„Mit dem neuen Kompetenzzentrum Wärmewende verstärken wir unser Angebot. So können wir neben der Beratung zur Kommunalen Wärmeplanung die stetig steigenden Anfragen von Kommunen und Stadtwerken zur Verknüpfung von Wärme und Strom und zu Wärmenetzen umfassend bedienen“, erklärt Max Peters das Beratungsangebot. Das Zentrum solle Anlaufstelle für die zur Wärmeplanung verpflichteten Kommunen in Baden-Württemberg sein und darüber hinaus für Kommunen, die Wärmeplanung freiwillig betreiben wollen.

Der bisherige Leiter des Kompetenzzentrums Kraft-Wärme-Kopplung, Florian Anders, wird Peters‘ Stellvertreter. Helmut Böhnisch, der zwölf Jahre lang als Leiter des Kompetenzzentrums Wärmenetze agierte, geht in den Ruhestand.

Bis zum Herbst 2020 planen Peters und sein Team, einen Leitfaden für die Kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Im Oktober wird voraussichtlich die Novellierung des baden-württembergischen Klimaschutzgesetzes verabschiedet. Die verpflichtende Kommunale Wärmeplanung ist einer von acht Eckpunkten darin. Mit der Novelle des Klimaschutzgesetzes werden die 103 größten Kommunen im Land zur Wärmeleitplanung verpflichtet. Alle anderen der insgesamt 1.100 Städte und Gemeinden sollen Fördermittel für eine Kommunale Wärmeleitplanung beantragen können. Quelle: KEA BW / al

Kategorien: Feeds from Partners

Neues Mieterstromprojekt startet

2. Juli 2020 - 10:39

Auf dem ehemaligen Areal der Kinderklinik in Gelsenkirchen-Buer entstehen zwei neue, bezogen auf den Wärmeverbrauch klimaneutrale Wohngebäude, mit zwei solaren Mieterstromanlagen, die knapp 25 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen werden. Der Neubau mit 40 Wohneinheiten wird je zur Hälfte von der ggw und dem BWV betrieben. Die Planung, den Bau und die Installation der Solaranlage übernimmt der Mieterstromdienstleister Solarimo.

Knapp 25 Tonnen CO2 Einsparung und 10 Prozent Ersparnis beim Strompreis

Der Neubau „Im Waldquartier“, der sich momentan noch im Bau befindet, wird mit einer solaren Mieterstromanlage ausgestattet, die pro Jahr 23,4 Tonnen CO2 einsparen wird. Umgerechnet entspricht das 1.900 Bäumen, die die gleiche Menge Emissionen einsparen können. Den Strom von der Solaranlage können die Mieter ab ihrem Einzug im Frühjahr 2021 direkt in ihren Wohnungen nutzen. Dadurch werden Stromsteuer und Netzentgelte gespart und der Preis für den Strom vom Dach liegt mindestens 10 Prozent unter dem des lokalen Grundversorgers. Dies ist zudem gesetzlich garantiert durch das Mieterstromgesetz. Wenn die Sonne nicht scheint, wird automatisch Ökostrom aus deutschen Wasserkraftwerken vom Mieterstromanbieter nachgeliefert. Die Mieterstromanlage ist also nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch die Mieter profitieren durch einen günstigen Strompreis und eine natürlich Strompreisbremse.

Pilotprojekt für Klimaschutz

Der Neubau „Im Waldquartier“ ist Bestandteil der Siedlung „Am Buerschen Waldbogen“. Die Siedlung ist ein energetisch durchdachtes Wohnquartier und basiert auf einem kommunalen Energiekonzept: Eine Null-Emissionen-Siedlung bezogen auf den Wärmeverbrauch soll erreicht werden. Daher sollen alle Gebäude mindestens den Energiestandard kfw55 aufweisen. Außerdem sind auf den Dächern Solaranlagen vorgesehen. Die ggw und der BWV haben sich daher dazu entschieden, innovative Technik zu nutzen und eine Mieterstromanlage errichten zu lassen. Planung, Bau und Installation der Solaranlage übernimmt der Mieterstromanbieter Solarimo GmbH. Dieser kümmert sich auch um Wartung und Betrieb der Anlage sowie den Stromverkauf an die Bewohner. Für die ggw gilt das Bauvorhaben des Mieterstromprojekts als Pilotprojekt. In Zukunft plant sie jedoch, weitere Objekte mit Solaranlagen auszustatten.

Quelle: Solarimo/wh

Kategorien: Feeds from Partners

BDH erweitert Fachabteilung Abgastechnik

2. Juli 2020 - 10:25

Der BDH begrüßt mit Wirkung zum 1. Juli zwölf neue Mitgliedsunternehmen in seinen Reihen. Zuvor hatte sich die Mitgliederversammlung des BDH im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung für die Aufnahme ausgesprochen. Die neuen Mitglieder produzieren Keramikschornsteine oder Elemente für solche Systeme. Damit erweitert der BDH die Fachabteilung Abgastechnik, in der bisher ausschließlich die Hersteller von Edelstahlabgassystemen vertreten waren.

Die Geschäftsführung zeigte sich begeistert.  „Es ist zielführend, die Interessen der Produzenten von Abgassystemen in einer Organisation zu bündeln. Insbesondere im politischen Raum gibt es viele Schnittmengen, die beide Werkstoffe in derselben Weise betreffen. Durch die Zusammenführung profitieren die Hersteller beider Technologien gleichermaßen“, sagt Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH.

Insbesondere die saubere und sichere thermische Verwertung von Holz zur Erreichung der Klimaziele bildet künftig einen Schwerpunkt in der politischen Verbandsarbeit. Daneben wird der BDH die PR- und Marketingaktivitäten für die Abgastechnik beider Werkstoffe intensivieren.

Bislang waren die zwölf Unternehmen in der Initiative pro Schornstein (IPS ) organisiert. Der Verband stellt nach dem Willen seiner Mitglieder zum 30.06.2020 seine Tätigkeit ein und befindet sich nun in Auflösung.

Neu im BGH sind, Angerer Baustoffwerk GmbH, Frey & Sohn Kaminwerk GmbH, Hart-Keramik AG , Karl-Heinz Schreyer GmbH , KLB Klimaleichtblock GmbH, Plewa Wärme und Energie GmbH, Raab Schornsteintechnik GmbH, Tona Tonwerke Schmitz GmbH, Tonwerk Venus GmbH & Co KG, Westerwälder Elektro Osmose Müller GmbH & Co.KG, Wienerberger GmbH und Wolfshöher Tonwerke GmbH & Co.KG.  Auf den internationalen Märkten nehmen die BDH-Mitgliedsunternehmen eine Spitzenposition ein und sind technologisch führend.

Quelle: BDH/wh

Kategorien: Feeds from Partners

Auswirkungen der Pandemie auf die weltweite Energiepolitik

1. Juli 2020 - 17:59

Die Auswirkungen der Coronakrise auf die Energiemärkte ähneln sich zwar einerseits, andererseits sind unterschiedliche nationale politische Reaktionen zu erwarten, so das Autorenteam. Ihre Begründung: Bei den analysierten Ländern liegen sowohl unterschiedliche Industriestrukturen als auch verschiedene politische und soziale Gegebenheiten vor. In den USA wie auch in Deutschland hat sich die Rolle der Kohleindustrie verringert und der Anteil erneuerbarer Energien ist gewachsen. Die Bedeutung von Öl und Gas in den USA sowie die aktuelle politische Lage dort könnten es jedoch erschweren, den fossilen Energieträgern den Rücken zu kehren, während in Deutschland ein prinzipieller Konsens über den Ausstieg aus der Kohleförderung besteht. Ebenso wird sich Argentinien schwer tun: Ein dominanter Öl- und Gassektor gilt in dem südamerikanischen Land als Schlüssel für die Landesentwicklung, während der Sektor mit erneuerbaren Energien noch relativ klein ist. Dies mache einen Übergang in Krisenzeiten weniger wahrscheinlich, so das Fazit der Autoren.

China und Indien hätten vom Ausbau erneuerbarer Energien profitiert, aber beide Länder erwarteten langfristig eine steigende Energienachfrage, weshalb dort möglicherweise ein Zögern vorherrsche, von fossilen Energieträgern ganz Abstand zu nehmen. Auch die USA, China, Israel und Indien würden der Energiesicherheit eine hohe Bedeutung beimessen, so argumentieren die Autoren. Und obgleich dies mit erneuerbaren Energien erreicht werden könne, sehen Länder mit lokalen Reserven an fossilen Brennstoffen diese immer noch als ein Sicherheitsplus an.

Umweltfreundliche Konjunkturpakete

Covid-19 und die daraus resultierende Wirtschaftskrise könnten die Energiewende in bestimmten Ländern verlangsamen. Es werden Konjunkturpakete zur Wiederbelebung der angeschlagenen Volkswirtschaften im Gefolge der globalen Pandemie notwendig sein, und einige Länder werden ihre einheimischen fossilen Brennstoffsektoren zu stärken versuchen. Dies, obwohl die Preissenkungen der OPEC+ diese Strategie riskant mache, schreiben die Autoren der IASS-Studie. Damit steige das Risiko eines global ungleichmäßigen Übergangs zu erneuerbaren Energien, was zusätzliche finanzielle und politische Risiken insbesondere für die späten Dekarbonisierer, aber ebenso für die Weltgemeinschaft insgesamt mit sich bringe.

Die Konzentration auf umweltfreundlichere Konjunkturpakete, ist eine der Empfehlungen der Forschergruppe. Denn erneuerbare Energien könnten die lokale Wertschöpfung fördern und würden nicht zu den gleichen Abhängigkeiten beitragen, die auf dem globalen Energiemarkt zu sehen sind. Die Bemühungen Indiens, Israels, Deutschlands und Chinas seien zwar ein Anfang, notwendig sei aber ein noch konzertierteren Vorgehen, um fossile durch erneuerbare Energieträger zu ersetzen.

Quelle: IASS/wh

 

Kategorien: Feeds from Partners

Deutschland will führender Technologiestandort werden

1. Juli 2020 - 9:47

„Das Ziel muss es sein, erneuerbar erzeugten Wasserstoff für Anwendungen in der Mobilität sowie als Grundstoff der chemischen Industrie zur Verfügung zu stellen“, sagt Karsten Pinkwart vom Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT und Professor im Fachgebiet Elektrochemische Energiespeicher an der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft.

Batterien, Brennstoffzellen, elektrochemische Sensoren und Analysesysteme sind die Arbeitsschwerpunkte des Fachgebietes. So ist das Fraunhofer ICT an der Optimierung der Elektroden und Elektrokatalysatoren beteiligt und forscht an dünnen Membranen zur Steigerung der Stromdichte. Das Ziel ist, den Wasserstoff bezahlbar zu machen. Für die mobile Nutzung von Wasserstoff benötigt es langlebige und robuste Brennstoffzellenstapel. Daher überprüft das Institut die Degradationsstabilität der dabei verwendeten Elektrokatalysatoren. Auch die Nutzung von Wasserstoff als zusätzlicher elektrischer Energielieferant an Bord von Flugzeugen oder für Einsatzfahrzeuge deutscher und europäischer Streitkräfte unterstützt das Institut durch Entwicklung von dafür geeigneten Brennstoffzellensystemen.

Unfälle werden rekonstruiert und analysiet

Für die Ursachen- und Fehleranalyse werden kritische Zustände, Unfälle und Schadenfälle von Systemen und Anlagen rekonstruiert und chemisch analysiert. Die berührungslose Visualisierung von Druckwellen beziehungsweise Dichtegradienten ist eine wichtige Methode, um Explosions- oder Druckausbreitungsversuche zu begleiten. In begleitenden, sicherheitsanalytischen Studien werden Risikobewertungen, Szenarienanalysen von Betriebszuständen, Fehlern und Störfällen sowie so genannte worst-case-Szenarien betrachtet und mit Experimenten verifiziert.

Energiesysteme im besonders sensiblen urbanen Umfeld, in denen Wasserstoff genutzt wird, werden hinsichtlich der Kosten sowie bestehender Randbedingungen am Fraunhofer ICT simuliert und optimiert. Die technische Sicherheit von Energieanlagen wird durch physikalische Modellbildung und Simulation erhöht. Beispielsweise wird hierzu die Ausbreitung von Wasserstoff aus Leckagen in Rohrleitungssystemen in geschlossenen Räumen zur sicherheitstechnischen Bewertung simuliert.

„Wasserstofftechnologien haben ein enormes Potenzial sowohl zu den Klimazielen beizutragen als auch eine große wirtschaftliche Bedeutung für die deutsche Industrie zu erlangen. Dafür setze ich mich als Mitglied des Nationalen Wasserstoffrates ein“, sagt Karsten Pinkwart. Quelle: Fraunhofer ICT / al

Kategorien: Feeds from Partners

Bis zu 40 000 Euro für Fenstertausch

30. Juni 2020 - 12:44

Voraussetzung für die Förderung beim Tausch sind Fenster mit einem Uw-Wert von maximal 1,0 W/(m²K), heißt es in einer Mitteilung von Velux. Durch einer Erneuerung des Einkommenssteuergesetzes (EstG) lassen sich Dachsanierungen seit diesen Jahres mit Hilfe von Steuerermäßigungen fördern. Insgesamt unterstützt der Staat Bauherren mit 20 Prozent der Kosten für Produkte und Handwerkerleistungen bis maximal 40.000 Euro. Die Summe wird in der Steuererklärung über drei Jahre Laufzeit geltend gemacht. Um die Förderung nutzen zu können, müssen die Fachunternehmen den Endkunden eine Fachunternehmererklärung ausstellen.

Alternativ können Bauherren die Förderungen der KfW für Sanierungsarbeiten am Dach in Anspruch nehmen. Energetische Sanierungen unterstützt die KfW etwa mit einem Zuschuss bis zu 48.000 Euro für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder mit bis zu 10.000 Euro für Einzelmaßnahmen. Über das Programm 152 vergibt sie außerdem Darlehen von bis zu 50.000 Euro zu einem jährlichen Zinssatz von 0,75 Prozent. Zum Kredit gibt die KfW einen Tilgungszuschuss von 20 Prozent der Gesamtsumme. Ergänzen lässt sich die KfW-Förderung durch regionale Maßnahmen.

Förderprogramme als Chance für Handwerker

Für Handwerksunternehmen lohne es sich, die Enkunden über die Förderprogramme zu informieren, da sie vom höherwertigen Verkauf profitieren, zu dem es aufgrund des durch die Förderung höheren Baubudgets häufig komme, so Velux. Mit einer bundesweiten Online- und Radio-Kampagne werden Endkunden über die Fördermöglichkeiten informiert. Handwerks-Unternehmen können kostenfrei Info-Flyer, Online-Banner und Anzeigenvorlagen nutzen. „Wir wollen unseren Partnern im Handwerk zusätzliche Argumente in der Kundenansprache liefern und dabei unterstützen, dass tolle Projekte umgesetzt werden, die ohne die Fördergelder nicht realistisch wären“, erläutert Klaus Gollwitzer, Marketingleiter von Velux Deutschland. Auch eine vereinfachte Vorlage der bei der steuerlichen Förderung notwendigen Fachunternehmererklärung werden den Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen des Partnerprogramms „Velux Experten“ können die Teilnehmer über ein Marketing-Portal individualisierbare Werbemittel nutzen, produzieren und über das Portal schalten. Dazu zählen unter anderem Großflächenplakate, Google Ads-Kampagne, Social Media Posts, Flyer und Anzeigen. Zusätzlich können sie neue und optimierte Services nutzen, etwa die Einbindung eines Dachfenster-Konfigurators auf der eigenen Website, die exklusive Teilnahme an Veranstaltungen oder Preisvorteile bei Fachseminaren. Quelle: Velux / al

Kategorien: Feeds from Partners

Störungsfreie Brandschutzsysteme in der vernetzten Gebäudetechnik

30. Juni 2020 - 12:27

Die zunehmend vernetzte Gebäudetechnik macht es notwendig, dass Brandschutzanlagen mit weiteren Komponenten verknüpft sind, und dass diese Verbindungen reibungslos funktionieren. Menschenleben und Sachwerte hängen davon ab, dass die Schnittstellen einen störungsfreien integrierten Betrieb der Brandschutzsysteme gewährleisten. Die Beschaffenheit der Schnittstellen von Brandfallsteuerungen ist bisher nur unzulänglich beschrieben. Die neue Richtlinie VDI 6010 Blatt 2 schließt nun diese Lücke.

Die Richtlinie bietet eine klare Orientierung bei der Planung und Ausführung von Brandfallsteuerungsanlagen und deren Integration in gebäudetechnische Sicherheitskonzepte. VDI 6010 Blatt 2 richtet sich an Planer und Betreiber von sicherheitstechnischen Anlagen, an ausführende Firmen, Bauherren und prüfende Institute und Behörden. Die Richtlinie soll die genannten Berufsgruppen bei der anspruchsvollen Aufgabe unterstützen, komplexe Projekte auszulegen, zu koordinieren und sicher zu betreiben, und dabei die notwendigen Normen und Bestimmungen einzuhalten.

Die Richtlinie legt die Anforderungen an Schnittstellen der Brandschutzsteuerung mit anderen Anlagenkomponenten fest. Sie bietet auch Informationen und Hinweise für sicherheitstechnische Anlagen und Einrichtungen, die von außen angesteuert werden. Sie definiert Schutzziele von Sicherheitskonzepten und deren interne Schnittstellen.

Außerdem werden die Systemgrenzen aufgezeigt, an denen sich die jeweiligen Schnittstellen zu befinden haben, und wie diese beschaffen sein müssen. Herausgeber der Richtlinie VDI 6010 Blatt 2 „Sicherheitstechnische Anlagen und Einrichtungen für Gebäude - Schnittstellen in Brandfallsteuerungen“ ist die VDI Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (GBG).  Eine wichtige Maßnahme für Planung.

Quelle: VDI/wh

Kategorien: Feeds from Partners

Solarspeicher kommen mit höherer Leistungsfähigkeit

30. Juni 2020 - 8:05

Das zu Jahresbeginn in einer IHS-Marit-Studie geschätzte Wachstum von 14 Prozent bei der weltweiten Photovoltaikproduktion ist von der Corona-Pandemie eingeholt worden. Dennoch erweisen sich die erneuerbaren Energien in der Krise als erstaunlich robust. So meldet die Internationale Energieagentur IEA in ihrem Bericht zum ersten Quartal 2020 eine eine globale Zunahme der Nutzung aller erneuerbaren Energien um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Erzeugung von erneuerbarem Strom habe sogar um 3,0 Prozent zugenommen. Die IEA führt diese Entwicklung in erster Linie auf die Wind- und Solarstromanlagen zurück, die im vergangenen Jahr errichtet wurden, sowie auf die vorrangige Einleitung von Ökostrom gegenüber konventionellen Quellen. Ausgehend von der Situation Ende April prognostiziert die IEA für das Jahr 2020 einen Anstieg der weltweiten Nutzung von erneuerbaren Energien um 1,0 Prozent, bei der Stromerzeugung durch Wind, Wasser und Sonne sogar ein Wachstum von knapp 5 Prozent.

Vor diesem Hintergrund präsentieren die Hersteller von Batteriespeichern und Energiemanagement-Systemen Innovationen, die sie für die abgesagten Münchner Solarmessen vorbereitet hatten. Dabei zeichnen sich mehrere Trends ab. Die Speicher selbst werden in ihrer Leistungsfähigkeit optimiert hinsichtlich Lade- und Entladezyklen sowie Energiemanagement. Die Integration in Gebäudeautomationen wird ebenso vorangetrieben wie die Einbindung von Elektrofahrzeugen ins Energiesystem und die Ermöglichung eines Notstrombetriebs bei Ausfall des Stromnetzes. Vermehrt bieten die Hersteller Batteriespeicher als „Hauskraftwerk“ an, mit integriertem Wechselrichter und Energiemanagement. Schließlich fokussieren sich die Hersteller auch verstärkt auf die Netzstabilisierung durch PV-Speicher und sind teilweise bestrebt, PV-Anlagen- und -Speicherbetreiber zu dezentralen Netzwerken zusammenzubinden.

Die stärkere Einbindung der E-Mobilität scheint durchaus sinnvoll zu sein, denn die Nachfrage nach E-Autos ist trotz Coronakrise hoch. So hat sich die Zahl der Elektrofahrzeuge in Deutschland in den ersten vier Monaten 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 63.000 verdoppelt, wie aus einer Untersuchung des Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach hervorgeht.

Die Allgäuer Firma Sonnen, 2019 von Shell vollständig übernommen, stellt die „sonnenBatterie 10 performance“ vor. Das Gehäuse beinhaltet Batterie (Lithium-Eisenphosphat-Technik), Wechselrichter und Energiemanagement. Das System verfügt über eine Lade- und Entladeleistung von bis zu 8kW. Sie ist modular erweiterbar und in verschiedenen Größen von 11 kWh bis 55 kWh erhältlich. Damit könnten auch größere Verbraucher wie Elektroautos oder eine Wärmepumpe eingebunden und über einen längeren Zeitrahmen versorgt werden. Die Batterie eignet sich auch zur Notstromversorgung – entweder AC-gekoppelt mit externem Wechselrichter oder DC-gekoppelt mit dem sonnenDC-Modul liefert sie dreiphasigen Inselnotstrom. Darüber hinaus ist das Aggregat schwarzstartfähig, kann also nach einem Blackout selbstständig hochgefahren werden. Um einen noch höhere Energieeffizienz zu erzielen, bereitet Sonnen eine Anbindung des Speichersystems an Hausautomationen auf KNX-Basis vor.

Bereits im April hatten die Allgäuer die Software „sonnenVPP“ vorgestellt. Diese basiert auf den kürzlich geänderten IT-Mindestanforderungen der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB). Sonnen ist damit in der Lage, sein virtuelles Kraftwerk, das aus Tausenden Heimspeichern in ganz Deutschland besteht, um bis zu 90 Prozent kosteneffizienter zu betreiben. Die neuen IT-Mindestanforderungen ermöglichen laut Hersteller erstmals, Kleinstanlagen bis 25 kW – zu denen Heimspeicher, aber auch Wärmepumpen oder Ladegeräte für Elektroautos gehören – über das öffentliche Internet miteinander zu vernetzen.

Hersteller E3/DC, ein Nachfolgeunternehmen des Autoherstellers Karmann, stattet die Hauskraftwerke „S10 MINI“ und „S10 E“ künftig auch mit LFP-Batteriemodulen (Lithium-Eisenphosphat-Technologie) aus, um die Anwendung für die Aufladung von Autobatterien zu ermöglichen. Die Batterien sollen in Zukunft über mehr PV-Kapazität, höhere Ladeleistung und größere Speicherkapazität verfügen. Außerdem soll künftig eine unbefristete Nachrüstung mit Batteriemodulen möglich sein, wenn der Strombedarf des Kunden wächst. Ein besonderes Augenmerk legt E3/DC auf bidirektionales Laden. „Wir gehen davon aus, dass wir unseren Kunden in zwei Jahren ausgereifte Lösungen für das bidirektionale Laden anbieten können – also das DC-Laden des Autos mit Solarstrom und umgekehrt die Einspeisung von Energie aus der Autobatterie ins Hausnetz“, sagt Geschäftsführer Andreas Piepenbrink.

Darüber hinaus präsentiert E3/DC Speicher für die Anwendung in Industrie und Gewerbe. Die modular aufgebaute „Quattroporte“-Serie ist bereits im Handel und kann mit Kapazitäten von 6,5 bis 200 kWh ausgestattet werden. In der Entwicklung befindet sich der Hybridspeicher „E30“, der für Gewerbekunden mit PV-Anlagen von 30 bis 100 kWp gedacht ist. Ebenfalls in der Entwicklung ist ein Höchstvolt-Leistungsspeicher mit dem Fokus auf sehr hohen Entladeleistungen bzw. kurzen Entladezeiten (C-Rate 1 oder höher).

Die ASD Automatic Storage Device GmbH arbeitet eng mit der Hochschule Offenburg zusammen, um herauszufinden, wie Zellen in Stromspeichern altern und wie sie gesteuert werden müssen, damit sie ihre Leistungsfähigkeit über möglichst viele Vollladezyklen erhalten können. ASD stellt hierfür seine mit der „Pacadu“-Technologie gesteuerten Stromspeicher für Langzeit-Tests zur Verfügung. Außerdem demonstriert ASD in einem weiteren Projekt mit der Hochschule Offenburg, wie ein sogenanntes Tiny House mit einer PV-Anlage (1,2 kWp) und einem Inselspeicher energieautark bewohnt werden kann.

Seit Anfang dieses Jahres kooperiert Senertec, Hersteller von Blockheizkraftwerken (BHKW) mit dem Münchener Technologieunternehmen The Mobility House. Ergebnis dieser Zusammenarbeit bislang ist die Verbindung der Senertec-BHKW der „Dachs“-Reihe mit Batteriespeichern von Sonnen und Elektroauto-Ladesäulen von Keba. In einem nächsten Schritt soll nun das Energiemanagement zwischen diesen Komponenten optimiert werden. Dazu sollen das Senertec-System mit dem Charge Pilot von The Mobility House zusammengeführt werden.

Eine Weiterentwicklung des Speichers „Pulse“ hat Hersteller Varta präsentiert, den „Pulse Neo“. Das kompakte Gerät, in den Leistungsklassen 3,3 und 6,5 kWh erhältlich, ist in der Lage, direkt mit Wechselrichtern zu kommunizieren. Dadurch könnten „Verbrauchs- und Produktionsdaten einfach visualisiert und die dynamische Wirkleistungsbegrenzung gewährleistet werden“. Die Berücksichtigung von Wetterprognosen dient der Ertragsoptimierung. Die Batterie lässt sich mit bis zu sechs weiteren Energiespeichern kaskadieren, sodass sich die Leistung je nach Bedarf aufgestockt werden kann.

Auch bei der „Battery-Box Premium“ (Lithium-Eisen-Phosphat-Technologie) von BYD handelt es sich um die Weiterentwicklung eines bisherigen Modells. Bei Bedarf lassen sich weitere Batteriemodule nachrüsten. Dank des patentierten modularen Stecksystems wird keine interne Verkabelung benötigt. Die Modelle, die es in Hoch- und Niedervoltausführungen mit variablem Leistungsspektrum gibt (5,1-66,3 kWh bzw. 3,8 bis 983 kWh), ermöglichen auch eine Notstromversorgung. Sie lassen sich sowohl im On- als auch Off-Grid-Betrieb einsetzen. von Joachim Hoffmann

Kategorien: Feeds from Partners

Sparen mit Niedertemperatur-Heizkörpern

30. Juni 2020 - 8:04

Private Bauherren können bis zu 45 Prozent der Investitionskosten im Rahmen des Programms „Heizen mit erneuerbaren Energien“ des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zurückholen. Außerdem können mit den KfW-Programmen 430 und 152 „Energieeffizient sanieren“ oder der Einkommenssteuerermäßigung (§ 53 c EStG) weitere Förderungen beansprucht werden, teilt das Unternehmen Zehnder mit.

Zehnder etwa bietet Niedertemperatur-Heizkörper an, die für den Niedertemperatur-Bereich entwickelt wurden. Im Vergleich zu einer Fußbodenheizung hat der Niedertemperatur-Heizkörper eine deutlich kürzere Aufheizphase bei gleicher Systemtemperatur. Durch Gebläseunterstützung sorgt das Modell Nova Neo mit einer bis zu fünfmal höheren Leistung als bei herkömmlichen Heizkörpern in ähnlichen Abmessungen, für noch schnellere Behaglichkeit. Daher eignet er sich in Verbindung mit einer Wärmepumpe. Auch der Röhren-Heizkörper Charleston ist für Niedertemperatursysteme geeignet. Der Design-Heizkörper in Element-Bauweise hat einen hohen Strahlungswärmeanteil.

Ein Heizkörperaustausch kann darüber hinaus zu einer altersgerechten Gestaltung beitragen. Spezielle barrierefreie Heizkörper bieten dank seitlichem Anschluss mit Thermostat-Position in bequemer Griffhöhe auch körperlich eingeschränkten Menschen eine komfortable Temperaturregelung. Quelle: Zehnder /al

Kategorien: Feeds from Partners

Mehr Flexibilität und Klimaschutz beim Bauen

26. Juni 2020 - 10:11

Die Umnutzung von Bestandsbauten und der Ausbau von Bestandsflächen werden in Zeiten knappen Wohnraums immer wichtiger und sind heute schon Hauptaufgabe der hiesigen Planenden. Gleichzeitig gelten so hohe Anforderungen wie nie zuvor bezüglich Energiebilanz, Brandschutz, Denkmalschutz und CO2-Bilanz.

Zudem steigen die Anforderungen an die flexible Nutzung und den Lebenszyklus von Gebäuden. Natürlich gelten die hohen bauphysikalischen und nutzerspezifischen Anforderungen auch für jeden Neubau. Auch hier zeigen sich die Architektinnen und Architekten äußerst flexibel, immer mehr Planende setzen auf neue Bauprozesse und Produktionsverfahren und prägen die Industrialisierung des Bauens mit hochwertigen Modulbauten, genauer gesagt mit Holzmodulbauten.

Nachhaltiger, schneller und kostengünstiger bauen

Der Holzmodulbau boomt. Auch hier gab die Forderung nach Nachhaltigkeit und Flexibilität den entsprechenden Impuls. Denn die Vorfertigung von Holzmodulen bietet gleich mehrere Vorteile, sie ermöglicht viel Gestaltungsfreiheit bei einem gleichzeitig hohen Vorfertigungsgrad. Der Holzmodulbau beschleunigt außerdem den Bauprozess, macht ihn wetterunabhängig, planungs- und kostensicher. Und er knüpft an alte Bautraditionen in Deutschland an, schafft aber genauso mühelos den Sprung in die zeitgenössische Architektur. 

Vor allem aber ermöglicht Holz, besonders in Kombination mit Mineralwolle, Glaswolle und Steinwolle, nachhaltige und energiesparende Konstruktionen. „Mineralwolle ist, was den flexiblen Einsatz, den multiplen Nutzen und die Dämmwirkung angeht, ein verlässlicher Partner für Holzkonstruktionen. Der Dämmstoff passt zu jeder Konstruktionsweise, überzeugt durch seine gute Ökobilanz, hervorragenden Schallschutz sowie höchsten Brandschutz“, sagt Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI). Quelle: Fachverband Mineralwolleindustrie / wh

Kategorien: Feeds from Partners

BlueSky Energy startet Zellenfertigung ab Herbst in Oberösterreich

25. Juni 2020 - 12:47

Die starke Nachfrage nach umweltfreundlichen Speicherlösungen sowie die Verkürzung der Transportwege waren ausschlaggebend, die Kerntechnologie komplett nach Österreich zu verlegen. Zur Finanzierung der Wachstumsschritte hat das Unternehmen Genussrechte begeben. Die Zeichnungsfrist läuft bis 30. September 2020. „Nicht nur reden – sondern machen“, ist das Motto von Firmengründer Hansjörg Weisskopf und Gesellschafter Horst Wolf, die Produktion nach Österreich zu verlagern. „Ganz nach dem Credo von Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Margarete Schramböck, die nicht zuletzt aufgrund der Corona-Krise forderte, Kerntechnologien zurück nach Österreich zu holen“, sagt Wolf.

Investitionen von 5 Millionen Euro

Die Standortverlagerung ist mit fünf Millionen Euro budgetiert. Investiert wird dabei in qualifizierte Mitarbeiter, den Aufbau einer Fertigungsstraße sowie in moderne Messtechnik. „Die Fertigungsmaschinen sind bereits bestellt. Noch heuer werden die ersten Zellen in Oberösterreich gefertigt und mit 2021 kann die Serienproduktion starten“ sagt Thomas Krausse, der Geschäftsführer welcher den Aufbau der regionalen Fertigung verantwortet.

Grüne Batterie

Für die Produktion des Salzwasserspeichers Greenrock wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt. „Unsere Salzwasserbatterien sind nicht nur wegen ihrer Sicherheit und umweltfreundlichen Inhaltsstoffen eine grüne Batterie. Auch die Herstellungsprozesse und Transportwege sind ausschlaggebend für eine grüne Batterie, in der nachhaltige Energie aus Sonne und Wind gespeichert wird“, sagt Krausse.

Wettbewerbsvorteil durch regionale Fertigung

Durch die Verlagerung nach Österreich werden die Lieferzeiten um acht Wochen verkürzt, da der aufwändige Schiffstransport von Asien nach Europa entfällt. „Wir erreichen eine hundertprozentige Wertschöpfung im eigenen Land“, sagt Krausse. BlueSky Energy exportiert seine Produkte aktuell in 22 Länder weltweit. Da die Nachfrage nach Salzwasserspeicher deutlich gestiegen ist, werden die Kapazitäten in der Fertigung ausgebaut und verzehnfacht. „So kann langfristig der gesteigerten Nachfrage gerecht produziert werden“, sagt Krausse. BlueSky Energy zeigt sich als starkes Unternehmen. Und bestätigt dass es richtig ist daheim zu produzieren.

Quelle: Greenrock/wh

Kategorien: Feeds from Partners

Batteriemarkt wächst stark

25. Juni 2020 - 12:19

Beim offiziellen Statement vom Batteriemarkt konnten sich deren Vertreter glücklich zeigen. „Der deutsche Batteriemarkt hat 2019 insgesamt weiter deutlich zugelegt. Die Volumina der Märkte zeigen, welch hohe Bedeutung die verschiedenen Batteriesysteme für viele Anwendungen haben“, sagte Christian Eckert, Fachverbandsgeschäftsführer Batterien im ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Trotz einem schwachen Automobilmarkt steht die Branche daher gut da. Der deutsche Batteriemarkt ist im vergangenen Jahr insgesamt um 17 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro gestiegen und hat damit sein Wachstum im Vergleich zu 2018 beschleunigt. Lithium-Ionen-Batterien hatten mit 1,6 Milliarden Euro den größten Anteil am Markt. Das Segment wuchs um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Elektromobilität und der Ausbau erneuerbarer Energien sind zentrale Möglichkeiten.

Verschiedene Batterietypen zielgerichtet verwenden

Daher soll zwischen den Batterietypen unterschieden werden. Dies zeigte Christian Rosenkranz, Vice President der Advanced Power Solutions GmbH, für verschiedene Module. Finden kleinere Module ihre Verwendung in Hörsystemen, Smartphones oder in der Automobilbranche, findet eine stationäre Industriebatterie ihre Aufgabe in der Wohnbranche. Für eine Energiewende können Batterien zu einem Gelingen beitragen. Denn mit einer zunehmenden Bedeutung erneuerbarer Energien nimmt der Bedarf an Speichern und insbesondere an Stromspeichern zu. Energie, die nicht am selben Ort oder zur selben Zeit benötigt wird, kann gespeichert werden und steht dann zum Abruf bereit. Strom aus erneuerbaren Energien kann nur dann gewonnen werden, wenn Sonne scheint oder Wind zur Verfügung steht. Die Gewinnung erneuerbarer Energien kann also nur bedingt geplant werden. Eine Herausforderung für die Netze weil zentrale Erzeugung und Energieverbrauch in Einklang gebracht werden müssen. Diese Schwankungen können durch Batterien ausgeglichen werden. Unterschieden werden kann zwischen den verschiedenen Möglichkeiten von Energie. Dezentrale oder lokale Energie kann in Privathäusern durch Photovoltaik erzeugt werden. Regionale Energie auf kommunaler Ebene zur Strompufferung ganzer Quartiersspeicher oder von gewerblichen Gebäuden. Zentrale Energieerzeugung kann in Verbindungen mit Windenergieanlagen produziert sein. Eine Option seien auch virtuelle Speicher bei denen verschiedene Speicher über ein zentrales System gesteuert werden.

Zweckgerichtet verwenden

Batterien könnten ein entscheidendes Element sein um zu erreichen, dass dezentral erzeugter Strom so weit wie möglich auch dezentral genutzt werden kann. Dies geht einher mit einer Erhöhung des Eigenverbrauchs. Für die Netzseite bedeutet eine Speicherung am Erzeugungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe eine Entlastung des Verteilnetzes von einem großen Teil der dezentral erzeugten Strommengen. Hieraus ergeben sich positive Effekte bis hin zu einer Reduzierung des Netzausbaubedarfs im Übertragungsnetz. Diese Ergebnisse sind bereits ohne externe Betriebsführung des Stromnetzes erreichbar. Weiter verbessern lassen sich die Potenziale dezentraler Speicherung in intelligenten Netzen. Durch den Einsatz moderner Informationstechnologie wie Vernetzung, Sensoren, automatischer Steuerungen oder digitaler Stromzähler lassen sich Energiebedarf und -erzeugung noch besser aufeinander abstimmen.

Verwendung sollte definiert sein

Dazu muss aber eine Nutzung definiert sein. In der Energieerzeugung helfen Sie bei einer Anpassung fluktuierender Energieerzeugung an den aktuellen Bedarf, bei einer Abmilderung intermittierender Erzeugungsschwankungen und steiler Rampenverläufe. Sie garantieren eine stabile Strombereitstellung denn die Gewinnung erneuerbarer Energien kann nur bedingt geplant werden. Bei Energieübertragung dienen sie als sofort verfügbare synchronisierte Reserve ohne externe Energiezufuhr und bei einer Frequenz- und Spannungsstabilisierung im Verteilnetzbereich. Energieverteilung kann durch eine  Abfederung der Schwankungen der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und einer Reduktion von Überschussszenarien dienen und zur Unterstützung von Mikronetzen und einer zeitweiligen Speicherung großer Strommengen. Zugute kommen sie dem Energieverbrauch durch eine  Maximierung des Eigenverbrauchs von PV-Strom und zeitliche Verschiebung der Energiebereitstellung nach Markterfordernissen. Batterien sind praktisch verwendbar. Und garantiert ein Beitrag zu der Energiewende. Wolfram Hülscher

Kategorien: Feeds from Partners

Abschlussbericht legt valide CO2-Einsparquotienten vor

24. Juni 2020 - 10:52

Kernthema des Projekts war die Heizwärme. Der Fokus lag darauf, wie sich Einsparpotenziale mit geringen Investitionen identifizieren und umsetzen lassen. Um diese Potenziale zu ermitteln und auszuschöpfen, haben die beteiligten Wohnungs- und Immobilienunternehmen aus Berlin, Lübben und der Lutherstadt Eisleben ein digital gestütztes Einsparmanagement auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) für datensichere und mietergesteuerte Einzelraumregelungen, autarker Monitoring-Gateways, Smart-Meter- Gateways und einer Heizwärme-App für die Verbrauchs-transparenz für Mieter ausprobiert.

Die Mieter waren laut Bericht anfangs skeptisch, weil Digitalisierung nicht als greifbare Größe erschien. Die eingesparten Heizkosten überzeugten sie allerdings von den Vorteilen des Projekts. Klar fällt auch das Urteil der gewerblichen Vermieter aus kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen sowie dem Inhaber eines großer Gewerbe- Campus aus: „Wir erkennen hier, wie die Digitalisierung uns zu Mittlern großer Energieeffizienz-Prozesse machen kann und unsere aktive Rolle stärkt“, wird er zitiert. Endlich könnten sie mit gering investiven Maßnahmen deutlich energiesparendere Prozesse im Bestand umsetzen, ohne ein Vermieter-Mieter-Dilemma fürchten zu müssen.

Vier unterschiedliche Wohnungs- und Immobilienunternehmen hatten disruptive Ideen eingesammelt, daraus in ihrer Beschaffenheit repräsentative Pilotprojekt- Baukörper samt Referenzbaukörpern an unterschiedlichen Standorten zusammengefügt und die digitale Zukunft in Quartieren durch konkrete Umsetzungen vorweggenommen. So wurden neue digital gestützte Geschäftsmodelle mit Zukunftspotenzial erstmals ausprobiert, konkrete Fragestellungen aufgelistet und Kenngrößen zur Beantwortung der Frage nach erzielbaren Einsparwerten evaluiert.

Es wurden wärmeenergiebezogene, digital gestützte Prozesse getestet, deren Erfolgskennzahlen ermittelt und die Reaktionen der Mieter erfasst. Wichtig war dabei auch die Einordnung der Evaluation zu den aktuellen Fragestellungen. Etwa, wie sich die Ergebnisse auf Energiebilanzen in Quartieren, Städten, Klimabilanzen auswirken und welche Handlungsoptionen Immobilienunternehmen haben. Sie fragten, ob die Mieterbindung mit klaren Erfolgsmeldungen verbessert werden kann und ob sich  Handlungs- und Investitionsrahmen erkennen lassen. Schlißelich wollten sie wissen, elche Effekte autarke Prozesse haben, speziell der neuen Gateways.

Dass noch nicht zertifizierten Smart-Meter-Gateways zu Projektbeginn im Jahr 2016 genutzt wurden, erwies sich laut der Studie als weitreichende Handlungsoption. Die gleich zu Beginn adressierte digitale Autarkie der Immobilienunternehmen zeigte sich ebenfalls als zielführender Projektfokus. Entsprechend der Ambition des Projekts wurden erstmals im Feldversuch auch Zukunftstechnologien der telemetrischen Sammel-Technologien (sogenannte Business-Power- Line (BPL)) sowie „programmiertes Wasser“ eingesetzt. Letzteres dient dazu, Anlagenverluste durch Verkalkung vorzubeugen. Das Projekt wurde von der Wohnungswirtschaft mit dem BBU-ZukunftsAward 2019 ausgezeichnet. Quelle: Green with IT / al

 

Kategorien: Feeds from Partners

Nachfrage bei Lüftungskanälen wächst weiter

24. Juni 2020 - 8:21

Der Grund für den Anschub geht vom Nicht-Wohnbau aus. So wuchs der Markt  für Lüftungskanäle nach DIN 4102 (korrosionsbeständig und nicht brennbar) beständig weiter. Laut der Studie „Lüftungskanäle in Österreich 2020“ erhöhten sich die Herstellererlöse um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 28,1 Millionen Euro. Die Wachstumsbeiträge kamen jedoch nahezu vollständig von Produkten aus Aluminium. Im Vergleich zu 2018 stieg der Umsatz um fast 13 Prozent auf knapp 5,8 Millionen Euro. Lüftungskanäle aus Stahlblech, Edelstahl und Kunststoff entwickelten sich indessen mehr oder weniger nur seitwärts.

 

Im laufenden Jahr ist allerdings infolge des zwischenzeitlichen Baustopps auf vielen Großbaustellen und der anhaltenden Restriktionen am Bau mit einer Umsatzdelle zu rechnen. Daher geht der Branchenradar von einem Rückgang von rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Im kommenden Jahr könnte sich der Markt dann knapp unter dem Niveau von 2019 konsolidieren. Quelle: Branchenradar / al

 

Kategorien: Feeds from Partners

Mehr Flexibilität und Klimaschutz beim Bauen

23. Juni 2020 - 9:46

Die Umnutzung von Bestandsbauten und der Ausbau von Bestandsflächen werden in Zeiten knappen Wohnraums immer wichtiger und sind heute schon Hauptaufgabe der hiesigen Planenden. Gleichzeitig gelten so hohe Anforderungen wie nie zuvor bezüglich Energiebilanz, Brandschutz, Denkmalschutz und CO2-Bilanz.

Zudem steigen die Anforderungen an die flexible Nutzung und den Lebenszyklus von Gebäuden. Natürlich gelten die hohen bauphysikalischen und nutzerspezifischen Anforderungen auch für jeden Neubau. Auch hier zeigen sich die Architektinnen und Architekten äußerst flexibel, immer mehr Planende setzen auf neue Bauprozesse und Produktionsverfahren und prägen die Industrialisierung des Bauens mit hochwertigen Modulbauten, genauer gesagt mit Holzmodulbauten.

Nachhaltiger, schneller und kostengünstiger bauen

Der Holzmodulbau boomt. Auch hier gab die Forderung nach Nachhaltigkeit und Flexibilität den entsprechenden Impuls. Denn die Vorfertigung von Holzmodulen bietet gleich mehrere Vorteile, sie ermöglicht viel Gestaltungsfreiheit bei einem gleichzeitig hohen Vorfertigungsgrad. Der Holzmodulbau beschleunigt außerdem den Bauprozess, macht ihn wetterunabhängig, planungs- und kostensicher. Und er knüpft an alte Bautraditionen in Deutschland an, schafft aber genauso mühelos den Sprung in die zeitgenössische Architektur. 

Vor allem aber ermöglicht Holz, besonders in Kombination mit Mineralwolle, Glaswolle und Steinwolle, nachhaltige und energiesparende Konstruktionen. „Mineralwolle ist, was den flexiblen Einsatz, den multiplen Nutzen und die Dämmwirkung angeht, ein verlässlicher Partner für Holzkonstruktionen. Der Dämmstoff passt zu jeder Konstruktionsweise, überzeugt durch seine gute Ökobilanz, hervorragenden Schallschutz sowie höchsten Brandschutz“, sagt Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI). Quelle: Fachverband Mineralwolleindustrie / wh

 

Kategorien: Feeds from Partners

Contracting bringt Schub für Energieeffizienz

23. Juni 2020 - 7:36

Die Corona-Krise wird vielleicht nicht nur die Digitalisierung hierzulande vorantreiben. Auch das Contracting-Modell im Energiesektor könnte einen Schub erleben. Das glaubt jedenfalls Volker Kienzlen, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW). Das Auslagern der Energieversorgung an einen Dienstleister könne besonders Kommunen, das Gewerbe sowie Sozial- und Pflegeeinrichtungen dabei unterstützen, Energieeffizienz in ihren Liegenschaften zu steigern und dadurch viel Geld zu sparen, sagte Kienzlen auf dem Contracting-Kongress der KEA-BW, der am 28. Mai rein virtuell stattfand.

Ähnlich sieht es Helmfried Meinel, Ministerialdirektor im Ministerium für Umwelt, Energie und Klima Baden-Württemberg. Er hob den finanziellen Nutzen des Contracting-Modells hervor. „Contracting ermöglicht Investitionen im Bereich der Erneuerbaren oder der Energieeffizienz auch in Zeiten knapper Kassen – denn über die Laufzeit der Verträge hinweg wird ein energieeffizienter Betrieb der fachlich hochwertig geplanten und ausgeführten Anlage garantiert“, so Meinel in seinem Grußwort zur Eröffnung des Kongresses.

Contracting sorgt für Knowhow-Transfer

Contracting ergibt aber nicht nur aus finanziellen Gründen Sinn, lautet eine der Botschaften der Veranstaltung. Nicht immer ist bei Neubau oder Sanierung das nötige Knowhow vorhanden, um etwa ökologische Maßnahmen umzusetzen. Ein Dienstleister kann diese Lücke schließen.

Das Contracting stelle den Immobilieneigentümern quasi „einen Kümmerer zur Seite, der Fachwissen sowie Erfahrung besitzt und der auch eine Effizienzgarantie übernimmt“, sagt Konstanze Stein vom Kompetenzzentrum Contracting der KEA-BW. Auf dem Weg zur Energiewende gebe es häufig Unsicherheit. „Dann tauchen viele Fragen auf“, so Stein. „Was sind zukunftsorientierte Lösungen? Investiere ich in eine PV-Anlage? Oder dämme ich lieber?“

Expertise in komplexen Konzepten

Auch das Unternehmen Koch Wohnbau setzt auf das Knowhow eines Dienstleisters. Für sein Projekt „Wohnen im Winzergarten“ holte es den Contracting-Partner Energiedienst AG mit ins Boot. In dem Projekt ging es um den Bau von mehreren Mehrfamilienhäuser auf einem Hanggründstück im Markgräflerland. Ursprünglich sei dabei die Nutzung einer klassischen Heizanlage geplant gewesen, berichtet Philipp Grützner, einer der Geschäftsführer von Koch Wohnbau. In jedem Haus sollte standardmäßig eine Pelletheizung installiert werden. Doch Energiedienst habe ein Konzept vorgestellt, um „etwas Nachhaltigeres umsetzen zu können“, so Grützner.

Das Ergebnis: Im größten Haus ist nun ein Blockheizkraftwerk (BHKW) installiert, das über ein Nahwärmenetz alle übrigen Gebäude versorgt. Ein Gasbrennwertkessel unterstützt bei Spitzenlast oder wenn das BHKW ausfallen sollte. In jedem Gebäude gibt es eine Übergabestation mit Frischwasserladestation, um die Rundlauftemperaturen niedrig zu halten. „So lassen sich BHKW sowie Spitzenlastkessel optimal nutzen“, erklärt Klaus Nerz, Leiter Wärme- und Energielösungen bei Energiedienst.

Der Primärenergiefaktor liegt zwischen 0,3 und 0,4. Zusätzlichen Strom liefert eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines der Häuser. Sie ist gemeinsam mit dem BHKW auch die Basis für ein Mieterstrommodell. Insgesamt werden auf diese Weise jährlich 235.000 Kilowattstunden Strom produziert. Der Bedarf liegt aber nur bei etwa 140.000 Kilowattstunden.

Das BHKW wird klassisch mit Erdgas betrieben. Energiedienst habe sich aber entschieden, dieses Jahr komplett klimaneutral zu werden, berichtet Nerz. „Da wir noch Erdgas nutzen, kompensieren wir das anfallende CO2 mit anderen Projekten.“ So sei die gesamte Wohnanlage klimaneutral, erklärt Nerz.

Grützner betont, dass das Konzept ohne einen Contracting-Partner nicht umsetzbar gewesen sei. „Das Knowhow und die Erfahrung von Energiedienst war entscheidend. Die machen solche Projekte schließlich tagtäglich“, so der Geschäftsführer. „Wir wären sicher viel vorsichtiger an das Projekt herangegangen.“

Wärmepreis ist entscheidende Kenngröße

Er sieht Contracting ebenfalls als gutes Instrument, um energieeffizientes Bauen erfolgreich umsetzen zu können. Sein Unternehmen hat daher schon neue Projekte im Visier, die es gemeinsam mit Energiedienst angehen möchte.

Er mahnt jedoch, bei einem Contracting-Projekt besonders auf den Wärmepreis zu achten. Denn der könne beim Contracting „leicht aus dem Ruder laufen“. Für die Endabnehmer im Winzergarten liegt der Netto-Wärmepreis bei 9,8 Cent pro Kilowattstunde. Dieser wurde vorab vertraglich an den Erdgaspreis gekoppelt.

Wie energieeffizientes Bauen durch Contracting unterstützt werden kann, zeigte auf dem Kongress auch das Beispiel der integrierten Quartierentwicklung am Südbahnhof Heilbronn. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs wurden und werden Gewerbe- sowie Wohngebäude errichtet. Insgesamt umfasst das Areal eine Fläche von 70.000 Quadratmetern mit 47.000 Wohnfläche.

Contracting-Dienstleister ist ZEAG Energie, das auch der Bauherr für zwei Baufelder ist. Das Unternehmen liefert aber nicht nur Wärme und Strom, sondern ist auch für die Beleuchtung im Außenbereich sowie die Glasfaserleitungen und somit die Kommunikationstechnik verantwortlich. Integriert sind außerdem – wie auch beim Projekt Winzergarten – Ladesäulen für E-Fahrzeuge.

Bauen im KfW-55-Standard

„Auf dem Gelände sind flächendeckend KfW-55-Standards zum Einsatz gekommen“, berichtet Stefan Bärwald, Leiter Quartiere bei ZEAG. Zwei BHKW und ein Spitzenlastkessel mit einer thermischen Gesamtleistung von 2500 kW stellen die Wärmeversorgung sicher. Der Primärenergiefaktor für das gesamte Wärmenetz beträgt 0,52.

Beim Wärmepreis sieht Bärwald das Projekt marktfähig, nachdem zu Beginn ein Vergleich mit anderen Versorgungstechnologien durchgeführt worden sei. Dieser liegt laut Bärwald in einer Größenordnung von 12 Cent pro Kilowattstunde.

Doch trotz der positiven Beispiele für den Nutzen ist Contracting noch nicht so verbreitet, wie sich das viele Experten des Kongresses wünschten. „Contracting ist wie ein Marathonlauf und braucht Zeit“, sagte zum Beispiel Paul Nemeth, Sprecher für Energie und Klimaschutz der CDU-Fraktion im Landtag Baden-Württemberg. Er nahm mit Kollegen von SPD, FDP und den Grünen an einer politischen Diskussionsrunde im Rahmen der Veranstaltung teil. In dieser herrschte Einigkeit darüber, dass das Land noch weitere Anreize schaffen müsse, damit das Dienstleistungskonzept stärker genutzt wird. Unter anderem sollten vorhandene Förderprogramme für das Contracting geöffnet werden.

Häufig stellt aber auch einfach das mangelnde Wissen eine Hürde dar. Die KEA will das ändern - unter anderem mithilfe von Beratungen zu den Möglichkeiten durch Contracting sowie mit Schulungen für Energieberater. So könnte Contracting auch unabhängig von Corona den notwendigen Schub erhalten. von Markus Strehlitz

 

Kategorien: Feeds from Partners

Baubranche diskutiert neue Fördermöglichkeiten

22. Juni 2020 - 14:17

Mit dem neuen Gesetz führt der Bund bereits bestehende Vorgaben wie das der Energieeinsparverordnung (EnEV), des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) und des Energieeinspargesetzes (EnEG) zusammen. Reaktionen erfolgten wie vermutet unterschiedlich. Dass freie Berater doch noch für die zu bestimmten Anlässen vorgesehenen Pflichtberatungen zugelassen wurden, freute den GIH. „Zuallererst sind wir erleichtert, dass der viele Jahre währende Gesetzgebungsprozess ein Ende gefunden hat und der bisherige Wust an Vorschriften für den Gebäudeenergiebereich in einem Gesetz zusammengeführt wurde“, sagt der GIH-Bundesvorsitzende Jürgen Leppig. Weniger gelungen sie es, dass viele von seinem Verband vorgebrachten Argumente, die zum größten Teil auch vom Bundesrat geteilt wurden, kein Gehör fanden. Aus seiner Sicht sei so ein Gesetz entstanden, mit dem sich die angestrebten klimapolitischen Ziele wohl nicht erreichen lassen. Er könne nicht vorstellen, dass der im Gesetz verankerte Niedrighausstandard den von der Europäischen Union geforderten Vorgaben genüge. Eine verpasste Gelegenheit empfindet der GIH bei den Energieausweisen. Im Sinne des Verbraucherschutzes wäre es entscheidend, dass Energieausweise aussagekräftig und vergleichbar sind. 

Entbürokratisierung reicht nicht

Für das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau sind die Vorgaben des neuen Gesetzes zu wenig ambitioniert. Das Gebäudeenergiegesetz führt die bisher uneinheitlichen Vorgaben für die energetischen Anforderungen an Bestandsgebäude und Neubauten sowie den Einsatz von erneuerbaren Energien zusammen. „Die Chance zur Vereinfachung, Entbürokratisierung und zur Berücksichtigung von klimapolitischen Notwendigkeiten wird leider nicht genutzt“, kritisiert Frank Hettler. Mit dem GEG ändere sich für Gebäudeeigentümer fast nichts. Das sei ein Problem, denn die klimapolitischen Ziele von Bund und EU, wie auch das Pariser Klimaabkommen der UN, können so nicht erreicht werden: „Die von der Bundesregierung im Klimaschutzplan 2050 definierten Ziele für den Gebäudesektor werden mit den gesetzlichen Vorgaben verfehlt, wenn sich Sanierungswillige daran orientieren“, sagt Hettler.

Stärkere Förderung für die Zukunft

Die Initiative fordert daher, sich nicht nur an GEG-Vorhaben zu halten, sondern Neubau und Sanierung anzupacken. Fördermöglichkeiten liefere die KfW. Kompensieren soll sie die entstehenden Mehrkosten bei Maßnahmen in der Gebäudehülle. Für den Heizungsaustausch vergibt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle finanzielle Förderungen, wenn erneuerbare Energie verwendet wird und Standards übertroffen werden.

Stärkere Förderung neuer Technologie

Gerade im Bereich Erdgas hat sich der Bundestag zu einem zielsicheren Schritt begeistern lassen. „Mit dem Gebäudeenergiegesetz hat die Bundesregierung einen wichtigen Schritt in Richtung Technologieoffenheit gemacht und sich zu wirksamem Klimaschutz im Gebäude bekannt. Denn eines wird deutlich: Die nennenswerte Einsparung von CO2-Emissionen ist endlich in den Fokus gerückt“, sagt Timm Kehler vom Vorstand der Brancheninitiative Zukunft Erdgas. Besonders erfreulich sei die Anerkennung grüner Gase. „So wird zum Beispiel Biomethan, also Biogas aus dem Gasnetz, nicht mehr nur in der KWK-Anlage, sondern auch in der Brennwerttherme als Erfüllungsoption berücksichtigt“ sagt Kehler. Darüber hinaus hätte die Bundesregierung auch bei der Innovationsklausel Weitblick bewiesen und gezeigt dass Energiewende gelingen kann. Mit der Innovationsklausel wäre auch der Weg für synthetisches Erdgas frei gemacht, das mithilfe von erneuerbarem Strom erzeugt wird und nachhaltig zur Emissionsreduktion im Gebäudebereich beiträgt.

Kostenbewusstes Bauen und Klimaschutz kombinieren

Wichtig war auch weniger Bürokratie. So wollte die Regierung zeigen, dass sich kostenbewusstes Bauen und Klimaschutz nicht ausschließen. Mit nachhaltiger Haustechnik und Nutzung nachhaltiger Technik gibt es noch Potenzial, welches mit den Vorgaben kombiniert werden soll. Auch der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) äußerte sich dazu. „Eine wichtige Wegmarke zur Vereinheitlichung des Energieeinsparrechts für Gebäude ist erreicht. Das GEG und der von der Koalition verabschiedete Änderungsantrag greifen viele Vorschläge des ZIA auf“, sagte Maria Hill, Vorsitzende des Ausschusses Energie und Gebäudetechnik. Dazu gehöre der Quartiersansatz, der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit, die Aufnahme der Definition von Umweltwärme und deren Gleichstellung mit erneuerbaren Energien, die Berücksichtigung synthetisch erzeugter Energieträger und die Grundlage für eine Abschaffung eines PV-Deckels. „Allerdings bietet die Ausweitung der Möglichkeiten zur gebäudenahen Erzeugung von erneuerbarer Energie aus Photovoltaik noch weiteren Spielraum“ sagt Hill. Dass ein GEG zu kontroversen Debatten führt ist logisch. Ein wichtiger Beitrag ist es aber zweifelsohne. Wolfram Hülscher

Kategorien: Feeds from Partners

Solarpflaster für die Garagen-Zufahrt nutzen

22. Juni 2020 - 9:16

Das Unternehmen will mit dieser Entwicklung eine neue, saubere Energiequelle für Städte, Unternehmen und Häuser lieferen. Im Gegensatz zu normalen Dach-PV-Anlagen sind die Platio-Fliesen dazu gedacht, in verschiedene Flächen integriert zu werden, ohne das bestehende Erscheinungsbild zu beeinträchtigen. "Wir haben ein Maß an Flexibilität von Photovoltaik-Anlagen erreicht, dass früher undenkbar war. Auch wenn das Dach eines Gebäudes nicht dafür geeignet ist, eine Photovoltaik-Anlage zu installieren, lassen sich unsere modularen Solarzellen auf Ersatzflächen, wie zum Beispiel auf Garagen-Zufahrten installieren, oder sogar in eine smarte, sogenannte i-Bank einbauen", sagt Miklós Ilyés, Mitbegründer des Technologieunternehmens und Landschaftsarchitekt.

Die Platio-Fliesen sind ästhetisch und effizient. Die Solartechnik wird zu einem Bestandteil von Gebäuden, ohne wertvollen Raum in Anspruch zu nehmen. Der jährliche durchschnittliche Energieertrag von 20 Quadratmetern Solarfliesen deckt den Energieverbrauch eines durchschnittlichen Haushaltes. Die Module sind aus begehbaren Solarplatten gemacht, die auf Gehwegplatten aus recyceltem Kunststoff befestigt sind. So entspricht ein Quadratmeter Platio Solarpflaster aus recyceltem Kunststoff 400 PET-Flaschen.

2017 wurde Platio in das Agile-Accelerator-Programm von E.On aufgenommen, und begann anschließend mit dem Verkauf seiner Module in ganz Europa. Genutz werden die Platio-Fliesen beispielsweise für smarte, sogenannte i-Bänke, um mobile Ladestationen mit Sonnenenergie zu versorgen. Sie werden in Garagenzufahrten und Gärten installiert, um E-Autos aufzuladen, um einen Pool zu beheizen, oder um die Gartenbeleuchtung mit Strom zu versorgen. Darüber hinaus gibt es Anwendungen im Bereich der Schifffahrt, um Strom für Schiffe und Hafenanlagen zu erzeugen. Quelle: Platio / al

Kategorien: Feeds from Partners

Seiten