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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 1 Stunde 15 Minuten

Service-Komplettpaket für Photovoltaiksysteme

12. Mai 2021 - 10:03

„Indem wir unser fachliches Know-how und unsere jahrzehntelange Expertise mit dem technischen Können unserer Partner verbinden, bieten wir unseren Kunden die bestmöglichen Photovoltaiklösungen. Dabei bleiben wir zentraler Ansprechpartner für alle Fragen und Garantiefälle. Unsere Kunden gewinnen so ein echtes Plus an Zeitersparnis und Komfort“, betont Zouhair Kefi, Director Division Energy & Home Automation bei Kopp. Die Experten für Elektrotechnik setzen im Rahmen ihrer Photovoltaiklösungen jedoch nicht nur auf innovative Produktneuheiten aus dem eigenen Hause, sondern auch auf Systemkomponenten renommierter Hersteller und ausgewählter Partner. Die 2020 neu gegründete Sparte „Energy & Home Automation“ entwickelt gegenwärtig mehrere eigene Produkte wie etwa Solarmodule, die in Kürze verfügbar sein werden und bereits vorbestellt werden können. Dank der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen der internationalen Solarwirtschaft sind zudem schon jetzt alle Komponenten, die es für die Installation einer vollfunktionsfähigen Photovoltaikanlage auf Flach- und Schrägdächern braucht, erhältlich und können künftig in das Smart-Home-System Blue-control von Kopp integriert werden.

Namhafte und erfahrene Partner wie JA-Solar, Huawei, Fronius, Kostal und K2 Systems, die zu den jeweils Besten ihrer Branche gehören, liefern Solarmodule, Wechselrichter, Batterien und Montagesysteme von ausgezeichneter Wertigkeit. So werden beispielsweise ausschließlich besonders effiziente Solarzellen mit einem äußerst hohen Wirkungsgrad von mehr als 20 Prozent in das Kopp Sortiment aufgenommen. Um zudem eine reibungslose Funktion des Systems sicherzustellen, prüft Kopp jede Komponente auf ihre optimale Kompatibilität und Zuverlässigkeit und gewährt darüber hinaus eine umfangreiche Garantie auf sämtliche Produkte, welche die der Produzenten sogar übertrifft. Auf diese Weise können Kunden einerseits von den vielfältigen Vorteilen der unterschiedlichen Hersteller profitieren, andererseits den Komfort und die Sicherheit genießen, bei allen Fragen einen kompetenten Ansprechpartner zu haben. Zouhair Kefi erklärt: „Bei der Auswahl der geeigneten Partner legen wir höchsten Wert auf Qualität. Denn unsere Systeme sollen sicher und zuverlässig funktionieren. Die ersten Lieferungen haben wir bereits versendet und das Feedback ist schon jetzt überaus positiv.“

Eigenes Konfigurationstool für die beste Beratung

Für ein effektives Energiemanagement werden individuelle Lösungen benötigt, die auf den persönlichen Bedarf und die Bedingungen vor Ort perfekt abgestimmt sind. Kopp bietet deshalb nicht nur alle notwendigen Bauteile für hochwertige Photovoltaiksysteme, sondern begleitet seine Kunden von der Planung über die Bestellung, Lieferung und Montage bis zum After-Sales-Service. Um die Auswahl der passenden Komponenten zu erleichtern, stellt Kopp ein eigens entwickeltes Konfigurationstool zu Verfügung. Zudem beraten erfahrene Ingenieure beim Kauf und in Schulungen lernen Elektriker und Solarteure, wie sie das Tool von der Planung bis hin zur Bestellung einsetzen können. Damit ermöglicht ihnen die Konfigurationssoftware eine schnelle und einfache Angebotserstellung für den Endkunden, inklusive technischer Details und Visualisierung.

Sämtliche Komponenten können „just in time“ auf die Baustelle geliefert und bei Bedarf über mehrere Tage in einem Container sicher zwischengelagert werden. Auch nach der Installation bleibt Kopp über Jahre hinweg ein verlässlicher Ansprechpartner bei Fragen und Garantiefällen. „Wir wollen das Vertrauen unserer Kunden gewinnen, indem wir ihnen bestmögliche Photovoltaiklösungen zu fairen Preisen bieten. Unser bedarfsorientierter und kostenfreier Service soll dabei über den Kauf hinaus eine hohe Zufriedenheit garantieren“, erklärt Zouhair Kefi.

Unter www.kopp.eu finden Sie weitere Informationen zum neuen Produktsortiment.

Quelle: Heinrich Kopp GmbH / Delia Roscher

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Studie offenbart: GEG-Vorgaben könnten ambitionierter sein

12. Mai 2021 - 8:36

Das am 1. November 2020 in Kraft getretene Gebäudeenergiegesetz führte die Vorgaben verschiedener bis dahin geltender Gesetze zusammen. Die bisherigen Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz bleiben praktisch unverändert bestehen, sowohl bei bestehenden Gebäuden als auch bei Neubauten. Nur wenige Änderungen, wie ein Verbot für den Einbau von reinen Ölheizungen in bestehenden Gebäuden ab 2026, wird allerdings durch sehr weitreichende Ausnahmen ausgehöhlt. Zudem werden Sanierungen auf Quartiersebene erleichtert.

Problematisch ist: Wenn sich Sanierungswillige an den GEG-Vorgaben orientieren, wird die von der Bundesregierung angestrebte Klimaneutralität für den Gebäudesektor mit Sicherheit verfehlt. Daher braucht es eine baldige Überarbeitung des erst sechs Monate alten Gesetzes, deutlich vor der regulären Überprüfung 2023. Länger damit zu warten, empfiehlt sich nicht, denn Häuser, die jetzt gebaut oder saniert werden, sollte man beim Wärmeschutz aus wirtschaftlichen Gründen die nächsten 30 Jahre nicht mehr anfassen müssen.

Experten empfehlen seit langem ein ambitionierteres Vorgehen. Laut Frank Hettler von Zukunft Altbau ist es möglich, durch Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle einen deutlich verminderten Heizwärmebedarf zu erreichen, der dann durch erneuerbare Energien klimaneutral gedeckt wird: „Aktuell werden nicht nur für das Klima wichtige, sondern auch wirtschaftlich sinnvolle Einsparpotenziale verschenkt. Deutschland sollte bei der energetischen Sanierung vorangehen, die nötige Expertise dazu ist vorhanden“, ist Hettler überzeugt. Flankiert werden sollte dies mit guten Beratungsangeboten, einer umfassenden Förderung sowie steigenden Kosten für den klimaschädlichen CO2-Ausstoß.

Besser bauen und sanieren

In diese Richtung zielen auch die Vorschläge der neuen Studie. Das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), das Energie Effizienz Institut (EEI) und das Architekturbüro Schulze Darup haben die Untersuchung auf Initiative und im Auftrag des Umweltministeriums Baden-Württemberg erarbeitet. Die Empfehlungen sollen das Gesetz auf die richtige Spur bringen. Die wichtigsten Forderungen: Das GEG muss zuerst das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands gesetzlich verankern. Um diesem Ziel optimal entsprechen zu können, ist eine grundlegende Überarbeitung der Gesetzessystematik erforderlich. Treibhausgasemissionen und Heizwärmebedarf sollten künftig die zentralen Anforderungsgrößen sein, anstatt Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust. Anstelle der Effizienzklassen A bis H kämen dann die Klimaklassen A+++ bis H. Mit ihnen ist der Treibhausgasausstoß von Gebäuden direkt ablesbar.

Um die Emissionen auf das notwendige Maß zu senken, braucht es anspruchsvollere, aber erreichbare energetische Standards für den Neubau, die deutlich über das aktuelle Niveau hinausgehen. Hinzu kommen adäquate Standards für Bestandsgebäude mit vorgegebenen Klimaklassen, die stufenweise verpflichtend erreicht werden müssen. Ab 2025 müsse im gesamten Gebäudebestand mindestens die Klimaklasse F und damit ein Wert von unter 50 Kilogramm CO2 pro Quadratmeter und Jahr erreicht werden. Bei einer Wohnfläche von 100 Quadratmetern sind das fünf Tonnen CO2. Alternativ können zwei Erfüllungsmaßnahmen, wie beispielsweise Dachdämmung, Fenstertausch oder Umstellung auf eine erneuerbare Heizungsanlage durchgeführt werden. Ab 2032 sind die Klimaklasse D oder vier Erfüllungsmaßnahmen Pflicht, 2039 dann mindestens die Klimaklasse B oder sechs Erfüllungsmaßnahmen. Solche Gebäude stoßen nur noch rund zehn Kilogramm CO2 pro Quadratmeter und Jahr aus. Heute sind es oft 65 Kilogramm und mehr. Einige Jahre später lautet das Ziel dann A+ und null CO2-Emissionen im Durchschnitt für den gesamten Gebäudebestand. Dafür ist, neben den Verbesserungen an der Gebäudehülle, die Umstellung auf eine Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien nötig.

Ein Schlüsselbegriff auf dem Weg dahin ist „EE fit“: Damit werden Maßnahmen am und im Gebäude bezeichnet, die die Häuser gezielt auf die Nutzung erneuerbarer Energien vorbereiten. Für Erneuerbare-Heizungen wie Wärmepumpen ist das entscheidend, denn sie arbeiten bei einem niedrigen Temperaturniveau wesentlich effizienter. In der Regel muss dazu die Vorlauftemperatur des Heizsystems auf maximal 55 Grad Celsius ausgelegt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt: Durch steigende Treibhausgas-Anforderungen werden fossile Energieträger stufenweise unattraktiver, da der Heizwärmebedarf mittelfristig ausschließlich mit erneuerbaren Energien gedeckt werden soll. Unterstützt werden müsse das Ganze durch die ab 2025 deutlich steigende CO2-Bepreisung sowie eine gute finanzielle Förderung. Bei der Förderung solle künftig gelten: Was gesetzlich gefordert wird, darf dennoch durch Fördermittel finanziell unterstützt werden.

Energieverbrauch für Wärme derzeit doppelt so hoch wie für Strom

Die Zeit für einen Systemwechsel drängt: Deutschland verbraucht deutlich mehr als doppelt so viel Energie für Wärme wie für Strom. Doch während der Strom zunehmend aus erneuerbaren Energien stammt, sinken die CO2-Emissionen im Gebäudebereich seit zehn Jahren praktisch nicht mehr. So können die Klimaschutzziele nicht erreicht werden. Mit den neuen Vorschlägen soll die Entwicklung umgekehrt werden. Die Studie soll im Sommer 2021 erscheinen und könnte als Blaupause für ein reformiertes GEG dienen.

Aktuelle Informationen zur energetischen Sanierung von Wohnhäusern gibt es auch auf www.zukunftaltbau.de oder www.facebook.com/ZukunftAltbau.

Quelle: Zukunft Altbau / Delia Roscher

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Gebrüder Weiss setzt an vier Standorten auf Solarenergie

11. Mai 2021 - 7:45

Diese sind auf den Logistikterminals in Nürnberg, Esslingen, Aldingen und Lauterach (Vorarlberg) installiert und erzeugen zusammen rund 1.540 Megawattstunden (MWh) Solarstrom im Jahr. Das entspricht dem durchschnittlichen Verbrauch von 385 Drei-Personen-Haushalten in Österreich im gleichen Zeitraum.

„Gebrüder Weiss hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 CO2-neutral zu sein. Die Ausstattung unserer Standorte mit Photovoltaikanlagen zur Erzeugung von Solarstrom ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung“, sagt Wolfram Senger-Weiss, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Gebrüder Weiss. In der zweiten Jahreshälfte werden in Österreich noch fünf weitere Gebrüder Weiss-Niederlassungen mit Solaranlagen ausgerüstet. Damit wird das Logistikunternehmen bis Ende 2021 an insgesamt 13 Standorten eine Gesamtenergie von 8,4 Gigawattstunden Strom (GWh) produzieren und jährlich rund 1.050 Tonnen CO2 einsparen.

Der Logistiker unterhält zudem einen eigenen Windpark und treibt die Erprobung alternativer Antriebstechnologien für seinen Fuhrpark voran. Seit Anfang des Jahres ergänzt der erste Wasserstoff-Lkw die Fahrzeugflotte von Gebrüder Weiss, zu der bereits mehrere Gas-Lkw sowie vollelektrisch angetriebene Motorwagen gehören.

Mit über 7.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, 170 firmeneigenen Standorten zählt Gebrüder Weiss zu den führenden Transport- und Logistikunternehmen Europas. Unter dem Dach der Gebrüder Weiss Holding AG mit Sitz in Lauterach (Österreich) fasst das Unternehmen neben seinen Hauptgeschäftsbereichen Landtransporte, Luft- und Seefracht sowie Logistik zusammen.

Quelle: Gebrüder Weiss / Delia Roscher

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Unerwünschte Zuschläge vermeiden

11. Mai 2021 - 6:55

ZUB-Argos bietet eine Gesamtlösung für den Nachweis und die Berechnung von 2D-Wärmebrücken sowie von Bauteiltemperaturen für Feuchteschutzanalysen. Geeignet ist es für GEG- bzw. KfW-Nachweise und für Gutachten zur Tauwasserbildung und Schimmelgefahr. Unerwünschte Zuschläge durch die Verwendung von Fensterersatzsystemen entfallen so. „Im Zweifel heißt das, dass ein Gebäude die Förderung für KfW-Effizienzhäuser im ersten Anlauf erreicht, ohne besondere Maßnahmen einplanen zu müssen“, erläutert Wolfgang Hege, Geschäftsführer der ZUB Systems GmbH.

Wer bei dem vereinfachten Verfahren des Fensterersatzsystems bleiben möchte, kann mit den Psi-Wert-Zuschlägen gemäß Beiblatt 2 arbeiten. Um die Suche danach zu erleichtern, wartet die Version 8 von ZUB Argos mit einer erweiterten Datenbank auf. Zudem haben die Macher die hinterlegten Wärmebrückenkataloge erweitert. Damit stehen über 500 Details für Berechnungen zur Verfügung.

Zusätzlich dazu bietet die Programmversion ZUB Argos Pro die Möglichkeit, den fRsi-Wert für den Mindestwärmeschutz zu berechnen. Hierbei gibt es die Möglichkeit, die Temperaturkorrekturen für Fensterersatzsysteme nach dem neuen Beiblatt 2 DIN 4108 für den fRsi-Wert zu berücksichtigen. Die Report-Vorlagen sind deutlich erweitert und lassen sich auch individuell anpassen.

Das Programm ist in zwei Ausführungen erhältlich. ZUB Argos Plus ist für Planer*innen geeignet, die Psi-Werte für die GEG- und KfW-Nachweise brauchen. Die große Schwester ZUB Argos Pro berechnet außerdem die f-Werte für den Mindestwärmeschutz und enthält die Beiblattkataloge und -verfahren. Für beide Programme bietet der Hersteller eine vierwöchige kostenlose Testlizenz an.

Weitere Informationen gibt es auf www.zub-systems.de.

Quelle: ZUB Systems / Delia Roscher

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Mit dem Flächenheizungsfinder das richtige System finden

10. Mai 2021 - 7:50

Unter www.flaechenheizungsfinder.de stellen sich ca. 50 spezialisierte Unternehmen mit ihren Kompetenzen vor. Damit werden an einer Stelle für alle denkbaren Anforderungen und Anwendungen passende Anbieter aufgezeigt. Über eine Filterfunktion hat der oder die Nutzer die Möglichkeit, für das spezielles Projekt schnell und einfach passende Unternehmen mit Kontaktdaten und weiterführenden Informationen zu finden. Ganz gleich, ob Neubau oder Modernisierung, elektrisch oder wasserbasiert, die Suche lässt sich passgenau gestalten. Die Systeme der Flächenheizung und -kühlung decken ein vielfältiges Anwendungsspektrum ab und können bei entsprechender konstruktiver Ausgestaltung auch in der Altbausanierung eingesetzt werden. Daher ist der Punkt Modernisierung ein elementares Kriterium bei Boden, Wand und Decke.

Abgefragt werden beispielsweise die Höhe des Fußbodenaufbaus und ob ein Nass- oder ein Trockenaufbau gewünscht wird. Spezielle Anwendungen wie Bäder, Freiflächen oder Kühldecken finden genauso Erwähnung wie Komponenten für Steuerung, Verrohrung oder unterschiedliche Materialien für Systemplatten. Auch Planungs- und Montageservice sind aufgeführt. So lässt sich die Lösung für die Flächenheizung schnell, individuell und objektbezogen mit einem kompetenten Partner planen.

Nachdem der Flächenheizungsfinder in den vergangenen zwei Jahren bereits intensiv genutzt wurde, hat der BVF e.V. nun eine überarbeitete Version des Finders vorgestellt. Neuheiten sind unter anderem:

  • Vier unterschiedliche Finder für Boden, Wand, Decke und Außenfläche

Es besteht die Möglichkeit zu selektieren, für welche Fläche ein Heiz- und/oder Kühlsystem sucht. Hier werden Boden, Wand, Decke sowie Außenflächen als Auswahlmöglichkeiten angeboten.

  • Spezifische Kriterien und Kategorien in jedem Bereich

Je nach selektiertem Bereich werden in der neuen Version die Kriterien angepasst. D.h. beispielsweise, dass die verschiedenen Arten der Decklage nur bei den Deckensystemen auswählbar sind oder die Aufbauhöhe beim Boden anders dimensioniert ist.

  • Übersichtlicher Aufbau mit Abfrage der Kriterien oberhalb der Ergebnisliste

Nach Auswahl jedes Kriteriums wird die Ergebnisliste angepasst und eine Auswahl steht sofort zur Verfügung.

Auf der Website des BVF e.V. finden sich umfangreiche Fachinformationen. Steht bereits der Entschluss fest, eine Flächenheizung einzubauen, gibt es dank des Flächenheizungsfinders zahlreiche Möglichkeiten das passende Unternehmen für das Projekt zu finden. Neben bewährten Standardsystemen bietet der Flächenheizungsfinder auch die Möglichkeit für Sonderfälle mit speziellen Anforderungen das kompetente Fachunternehmen aus dem Kreis der BVF-Mitglieder*innen zu finden.

Quelle: Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e.V. / Delia Roscher

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Modernes Kloster mit Panoramablick

10. Mai 2021 - 6:57

Vom mit Weinreben bedeckten Hang blickt man direkt auf den nahegelegenen Lago Maggiore. Die kleine Gemeinde mit knapp 3.000 Einwohnern im Kreis Locarno ist ein beliebtes Urlaubsziel. Für die Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Schwestern von Ingenbohl wurde hier innerhalb zwei Jahren der Neubau errichtet, ein Ort der Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit, an dem sie ihren Lebensabend verbringen können. Geplant wurde das Kloster St. Agnes von der Schweizer Architektin Cristina Guerra.

Auftakt für den Klosterbau bilden die Eingangshalle und die Kapelle mit Glockenturm. Der rückwärtige Teil des Gebäudes mit den gemeinschaftlichen Nutzungen wie Refektorium und Bibliothek ist als zweigeschossiger langer Riegel in den Hang gebaut. Ein u-förmiger Gebäudekörper, der unter anderem die zwanzig Zimmer der Schwestern nebst Aufenthaltsbereichen aufnimmt, schließt südlich daran an. Der vordere Teil ragt zweigeschossig über einem gemauerten Sockelgeschoss aus. Durch die Gebäudeanordnung entsteht ein Innenhof, der den Bewohnerinnen als Nutzgarten dient. Die Fassade des Klosters wird insbesondere von Sichtbeton geprägt. Im Inneren wird der moderne Baustoff mit Holz auf Böden sowie weiße Flächen an Decken und Wänden kombiniert. Die Kapelle ist innen komplett mit Holz verkleidet. Durch Öffnungen entsteht in dem Raum tagsüber ein wechselvolles Spiel aus Licht und Schatten.

Mit extensiv begrünten Flachdächern fügt sich der Neubau harmonisch in die Umgebung ein. Die Dachkonstruktion wurde als Foamglas Kompaktdach 25 – bestehend aus dem Dämmstoff Foamglas T3+ der Pittsburgh Corning Schweiz AG und entsprechenden hochwertigen Abdichtungen und Schutzschichten – realisiert. Das Besondere hierbei: Das Dach ist eines der ersten Dächer in der Schweiz mit 25 Jahren Bauherren-Garantie durch die Pittsburgh Corning Europe NV. Der homogene Dachaufbau zeichnet sich insbesondere durch seine lange Lebensdauer und Funktionsfähigkeit aus. Das begrünte Flachdach schafft zusätzlichen Lebensraum für Flora und Fauna und hat damit auch einen ökologischen Nutzen. Ferner bietet die Begrünung aus energetischer Sicht Vorteile. So wirkt sie sich im Sommer kühlend auf das Dach aus, im Winter bietet sie – in Verbindung mit dem eingesetzten Dämmstoff – einen effizienten Wärmeschutz. Dies sorgt für angenehme Temperaturen innerhalb der Klostermauern.

Quelle: Deutsche FOAMGLAS® GmbH / Delia Roscher

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Schutzrohrsystem RAUGARD HV setzt neue Maßstäbe

7. Mai 2021 - 11:51

Die Hoch- und Höchstspannungsnetze können entweder als Freileitung oder unterirdisch durch Erdkabel verlegt werden. Wird eine Stromtrasse teilweise oder über die gesamte Länge mit Erdkabeln realisiert, werden diese in der Regel in Schutzrohren verlegt, um einen schnelleren Baufortschritt (nur begrenzte offene Grabenhaltung), einen zusätzlichen Schutz der Kabel und deren Austauschbarkeit ohne Erdarbeiten zu gewährleisten. Dabei benötigen die teuren und sensiblen Höchstspannungskabel besonderen Schutz.

Für diese hohen Anforderungen – wie die Temperaturentwicklung, das Kabelgewicht und die Einzugslängen – wurde das Schutzrohr-System RAUGARD HV entwickelt. Durch das mechanisch und thermisch hoch belastbare PP-HM Material erhält man sehr robuste, langlebige und sichere Rohrsysteme. Da die benötigte Ringsteifigkeit bereits mit geringeren Wandstärken erreicht wird, verbessert sich die Wärmeableitung an den umgebenden Boden.

Die Verlegung der RAUGUARD HV Rohre kann sowohl im offenen Graben als auch grabenlos, wie z. B. im HDD Spülbohrverfahren erfolgen. Bei der offenen Grabenverlegung sorgen Doppelsteckmuffen mit Safety-Lock-Dichtung für eine schnelle und dauerhaft dichte Bindung. Die Doppelsteckmuffen sind so ausgeführt, dass ein Kabeleinzug von beiden Seiten möglich ist.

Für die grabenlose Verlegung (HDD Spülbohrverfahren) werden RAUGUARD HV Rohre mit größeren Wandstärken in glattendiger Ausführung zum Stumpfschweißen empfohlen. Diese bieten eine optimierte Zug- und Beulfestigkeit und sind im Vergleich zu Rohren aus PE mit reduziertem Zeitaufwand stumpfschweißbar. Die Wandstärkenbemessung erfolgt jeweils projektbezogen. Die speziell für diese Anwendung entwickelte reibungsarme und abriebfeste Innenschicht („Teflon-Effekt“) gewährleistet einen problemlosen und schonenden Kabeleinzug bei großen Einzugslängen und Trassen mit vielen Richtungsänderungen. Dies ist insbesondere bei den anstehenden HGÜ-Trassen quer durch Deutschland von großer Bedeutung. Da durch die größeren Einzugslängen die Anzahl der Muffenstellen reduziert und somit die Ausfallwahrscheinlichkeit der HGÜ-Verbindung erheblich reduziert werden kann.

RAUGUARD HV Schutzrohre sind Vollwandrohre aus 100 Prozent Neumaterial ohne Füllstoffe und deshalb vollständig recycelbar. Durch die Lebensdauer von mehr als 100 Jahren kann eine mit RAUGUARD HV erstellte Stromtrasse auch mehrmals mit neuen Kabeln belegt werden und stellt somit ein werthaltiges Asset der Netzbetreiber dar. Zudem vermeidet sie erneute Tiefbauarbeiten für den zukünftigen Kabelaustausch, was wiederum Energie- und Ressourcen schont.

Weitere Informationen zum Schutzrohrprogramm RAUGUARD HV finden Sie hier.

Quelle: REHAU / Delia Roscher

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Rauchfrei und intelligent belüftet

6. Mai 2021 - 15:36

Öffnungen zur Rauchableitung oder natürliche Rauch- und Wärmeabzugsanlagen sind essenzieller Bestandteil des Brandschutzkonzeptes. Intelligent gesteuert können sie jedoch auch zu einem angenehmen Raumklima beitragen. Das zeigt WindowMaster jetzt mit der Integration der Steuerungseinheit NV Embedded in das CompactSmoke-System: Vorhandene Öffnungen, die zur Rauch- und Wärmefreihaltung geplant sind, werden einem neuen Zweck zugeführt und dienen im Gebäudebetrieb der natürlichen Komfortlüftung. So lassen sich die motorisch betriebenen Fenster mithilfe ausgefeilter Sensortechnik kontrolliert und automatisiert – in Abhängigkeit von verschiedenen Umweltbedingungen – öffnen und schließen.

Ein händisches Bedienen der Fenster ist dann nicht mehr nötig. Ermöglicht wird dies über die cloudbasierte Steuerungslösung NV Embedded von WindowMaster. Mithilfe von Bussystemen kann das System in die bestehende Gebäudeautomation integriert werden und ist auf sämtliche Gebäudegrößen und -typen skalierbar. Die Datenspeicherung erfolgt in einer Cloud. Eine speziell entwickelte Technik berücksichtigt zahlreiche Faktoren wie die Windstärke und -richtung, die Außen- und Raumtemperatur sowie die Luftfeuchtigkeit und die CO2-Konzentration. Das System steuert auf Grundlage dessen das Öffnen und Schließen der Fenster. Durch den automatisierten, regelmäßigen Luftaustausch wird ein angenehmes und gesundes Raumklima geschaffen. Autorisierte Benutzer – wie zum Beispiel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gebäudemanagements – haben zudem die Möglichkeit, per App Anpassungen am System vorzunehmen.

Mit dem Update durch NV Embedded können Antriebe und Bedienfelder, die für die RWA-Anwendung CompactSmoke getestet und spezifiziert wurden, somit auch für die intelligente natürliche Lüftung verwendet werden. Je nach bereits installiertem CompactSmoke-System ist ein Nach- beziehungsweise Aufrüsten mit NV Embedded problemlos möglich.

Interessierte erhalten hierzu weitere Informationen unter: https://www.windowmaster.de/steuerungssysteme/naturliche-und-hybride-luftung/nv-embedded/

Quelle: WindowMaster / Delia Roscher

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Sanieren und Profitieren mit förderfähigen Wärmepumpen

6. Mai 2021 - 8:40

„Eines unserer wichtigsten Ziele ist es, energieeffiziente Lösungen zu entwickeln, die den ökologischen Fußabdruck minimieren. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass sämtliche unserer Produkte im Bereich Wärmepumpen von der BAFA als förderfähig eingestuft worden sind“, sagt Andreas Gelbke, Director LG Air Solution. Die aufgelisteten Wärmepumpen erfüllen die technischen Mindestanforderungen (TMA) für die geltende Richtlinie der Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) vom 17. Dezember 2020. Alle 34 THERMA-V-Wärmepumpen aus dem Hause LG erfüllen die Effizienzvoraussetzungen.

Bereits seit dem 2. Januar 2021 können Einzelmaßnahmen mit einer Förderung von bis zu 50 Prozent beantragt werden. Diese Einzelmaßnahmen umfassen die Sanierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden durch den Austausch der Technik. Ab 1. Juli 2021 tritt dann die Förderung von Maßnahmen-Kombinationen in Kraft. Das bedeutet, dass auch der Neubau von energieeffizienten Gebäuden gefördert wird. In beiden Fällen wird nicht nur das Gerät selbst gefördert, sondern auch die Fachplanung, Baubegleitung, Montage und Nebenarbeiten wie Ausbau und Entsorgung.

Die Liste der förderfähigen Wärmepumpen kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) heruntergeladen werden.

Quelle: LG / BAFA / Delia Roscher

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„HARP“ Online-Tool checkt Ihren Energieverbrauch

6. Mai 2021 - 6:55

Europaweit sind schätzungsweise 60 Prozent aller Heizungsanlagen alt und ineffizient, ihr Anteil am Ausstoß von Treibhausgasen erheblich. Allein in Deutschland kommt in gut einem Fünftel aller Gebäude Öl zum Einsatz, nach Erhebung der Schornsteinfeger sind dies rund 5,4 Millionen Ölheizungen. Zudem wissen viele Deutsche nicht, wie viel Energie ihre Heizung verbraucht. Das EU-Projekt „HARP“ (Heating Appliances Retrofit Planning) will das ändern und informiert über die Nachteile ineffizienter Heizsysteme sowie Alternativen. Ziel ist es, Heizungssanierungen anzustoßen und den Nutzen moderner energieeffizienter Anlagen aufzuzeigen.

Mit dem kostenfreien HARP Online-Tool lässt sich der Energieverbrauch der Heizung einfach und problemlos feststellen. Der Check ist in zwei Versionen – sowohl für Privatpersonen als auch für Fachleute – möglich. In nur wenigen Schritten lassen sich die Effizienzklasse des vorhandenen Heizsystems feststellen sowie Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs und damit des CO2-Austoßes ermitteln. Darüber hinaus informiert das Tool über bundesweite Förderprogramme für Heizungssanierungen. Allein durch den Einbau eines neuen effizienteren Heizgerätes lassen sich im Durchschnitt 15 Prozent an Heizkosten und CO2-Emissionen einsparen. Fehlende Angaben ergänzt das Online-Tool mit Durchschnittswerten und kategorisiert das vorhandene Heizsystem in eine Effizienzklasse.

Neben der Aufklärung von Eigentümer*innen von Ein- und Zweifamilienhäusern steht die Unterstützung von Heizungs-Fachleuten im Fokus des HARP-Projekts. Hierzu steht auf der Webseite www.zukunft-haus.info/harp umfangreiches Informationsmaterial zur Verfügung. Das vom Online-Tool errechnete Effizienzlabel sowie aufgezeigte Alternativen können zur Beratung verwendet werden. HARP-Schulungsmaterial und -programme ergänzen das Angebot für Expert*innen.

Das EU-Horizon 2020-Projekt „Heating Appliances Retrofit Planning“, kurz HARP, betreibt Aufklärungsarbeit in Deutschland, Frankreich, Italien, Portugal und Spanien. Die Informationskampagne soll Hauseigentümer*innen für das Thema Heizungssanierung sensibilisieren und Fachleute in ihrer Arbeit unterstützen. In Deutschland ist die Deutsche Energie-Agentur (dena) als Umsetzungspartner damit beauftragt, Aufmerksamkeit für das Projekt zu erzeugen.

Quelle: Deutsche Energie-Agentur (dena) / Delia Roscher

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13. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz

5. Mai 2021 - 9:24

Thorsten Herdan vom Bundeswirtschaftsministerium sagte zunächst: „Wir werden keinerlei Akzeptanz in Deutschland bekommen, wenn wir Kernenergie-Wasserstoff einsetzen, sondern wir werden (...) auf ‚grünen’ Wasserstoff gehen wollen und auch müssen, weil nur dieser langfristig nachhaltig und eben dann auch klimaneutral ist.“ Mit „grün“ ist Wasserstoff gemeint, der mit Strom aus erneuerbaren Energien durch Elektrolyse von Wasser hergestellt wird. „Grauer“ Wasserstoff wird aus Erdgas bei großer Hitze mit Dampfreformierung erzeugt. Dieser Prozess dient auch zur Gewinnung von „blauem“ Wasserstoff, wobei hier aber das entstehende CO₂ abgeschieden und im Boden verpresst wird.

Nachdem Professor Robert Schlögl, Direktor des Fritz-Haber-Instituts der MPG in Berlin sowie mehrere russische Gesprächsteilnehmer die Bedeutung von Pyrolyse, also der Wasserstoffherstellung aus Erdgas oder aus Kunststoffabfällen, hervorgehoben hatten, schlug Herdan jedoch einen anderen Ton an: „Ich habe manchmal den Eindruck, dass wir (...) sehr viel kaputtmachen damit, dass wir glauben, es müsste grüner sein als grün und noch eine Schleife drumrum bekommen und noch ein Gänseblümchen obendrauf gepflanzt werden. (...) Es ist extrem wichtig, dass wir nicht bestimmte Technologien aus politischer Einsicht, die mit Praxis häufig nicht ganz fürchterlich viel zu tun haben kann, kaputtmachen – beispielsweise die Pyrolyse. Das würde ich für absolut katastrophal erachten.“

Schlögl: Nicht auf „grünen“ Wasserstoff warten

Robert Schlögl hatte zuvor gesagt: „‚Grüner’ Wasserstoff ist das Zentrum und das Ende der ganzen Entwicklung. Aber es wird nicht damit getan sein, nur auf den ‚grünen’ Wasserstoff zu warten, weil der Hochlauf des ‚grünen’ Wasserstoffs dann vergleichsweise langsamer als der Bedarf sein wird. Das Thema Methanpyrolyse halte ich für ein ganz wesentliches Thema.“

Pavel Sorokin, stellvertretender russischer Energieminister, forderte mit Verweis auf unterschiedliche Herstellungskosten „gewisse Zwischenschritte“. Ins Deutsche übersetzt sagte er, die „traditionelle Energie“ solle „maximal sauber“ parallel zur „neuen Energie“ bestehen bleiben. „Grüner“ Wasserstoff koste bis zu 6 Dollar pro Kilogramm, „grauer“ und „blauer“ dagegen nur etwa 1,5 Dollar.

Andreas Kuhlmann, Chef der Deutschen Energie-Agentur (dena), kommentierte das als Moderator mit den Worten: „Das hat mir jetzt super gefallen, was Sie gesagt haben.“ Alexander Ishkow von Gazprom bezeichnete die Methanpyrolyse als „nach allgemeiner Experteneinschätzung gegenwärtig preiswerteste“ und „zukunftsträchtigste“ Technologie zur Herstellung großer Mengen von Wasserstoff.

Siemens: „Grüner“ Wasserstoff ab 2025 für unter 2 US-Dollar

Armin Schnettler von Siemens Energy zeigte sich bei den Kosten für „grünen“ Wasserstoff sehr viel optimistischer: „Wir sind mittlerweile in Deutschland in der Lage, für (...) 4 Euro pro Kilogramm Wasserstoff herzustellen, und mir sind auch Länder bekannt und Applikationen, wo wir mittlerweile auf unter 2 US-Dollar pro Kilogramm kommen können. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir an günstigen Windstandorten mit Kosten von unter 1,5 bis 2 US-Dollar pro Kilogramm Wasserstoff bereits Mitte dieses Jahrzehnts hinkommen. Das wird nicht in Deutschland, das wird wahrscheinlich auch nicht in Europa sein, sondern eher in Südamerika, in Australien, im Nahen Osten – je nachdem, wo die Windbedingungen oder vielleicht auch kombiniert Wind- und Sonnenbedingungen hervorragend sind.“

Anton Moskvin von JSC Rusatom Overseas, einer Tochterfirma der russischen Atomenergiebehörde Rosatom und zuständig für die Koordinierung von Wasserstoffexportprojekten, nahm eher eine geographische Zweiteilung zwischen Ost und West vor: „Wir arbeiten an der Idee, eine groß angelegte Wasserstoffproduktion im Osten aufzubauen – dort geht es um die Konversion von Methan –, um dieses Produkt in die pazifischen Länder zu exportieren. Was die westliche Richtung betrifft, sehen wir die europäische Union, aber da möchten wir Wasserstoff über Elektrolyse herstellen.“

Rusatom: Pilotprojekte schon in drei Jahren

Als mögliche Stromquellen nannte Moskvin sowohl Atomkraftwerke als auch Windenergieanlagen. Und: Russland wolle nicht nur Wasserstoff exportieren, sondern auch „Ausrüstung“. Pilotprojekte könnten mit staatlicher Förderung schon in drei (Kernkraftwerke) bis vier Jahren (Windenergie) umgesetzt werden.

Robert Schlögl kritisierte die Farben, die man in Deutschland für die Bewertung von unterschiedlich hergestelltem Wasserstoff verwende, als „schlechte Metrik“. „Es wäre sehr viel sinnvoller, das Verhältnis zu wählen CO₂ zu Wasserstoff und es zu normieren auf die heutige Dampfreformierung – da hat man ein Verhältnis zehn Tonnen zu einer Tonne –, und zu sagen: Wieviel besser als das ist es.“ Zudem stellte Schlögl klar: „Es gibt keinen CO₂-freien Wasserstoff, sondern es gibt nur CO₂-armen Wasserstoff.“

Quelle: 13. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz / Alexander Morhart

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Heizkörper schaffen Verbindung zwischen Alt und Neu

4. Mai 2021 - 16:55

Die malerische Stegenmühle in Wetzikon, im Züricher Oberland, weist eine traditionsreiche Geschichte auf: Bereits 1378 wurde sie zum ersten Mal als „Mül ze Stegen“ in einer Urkunde erwähnt. Vermutlich zerstörte ein Brand das Bauwerk, sodass das heutige Haupthaus 1691 neu errichtet wurde. Durch den „Spinnerkönig“ Heinrich Kunz wurde die Stegenmühle 1815 dann zur Spinnerei. Erst seit 1857 wird die Stegenmühle als Wohnhaus genutzt, die Angestellten der nahegelegenen Spinnerei Schönau fanden dort ihr Zuhause. Als letzter noch erhaltener Zeitzeuge des ehemaligen Mühlenstandortes Stegen, ist das Gebäude daher von zentraler ortsgeschichtlicher Bedeutung. Im ISOS, dem „Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung“, ist die Stegenmühle außerdem als Einzelobjekt aufgelistet.

Die ehemalige Mühle wurde von Mai 2018 bis Juni 2019 durch den Eigentümer und Bauherren HIAG Immobilien Schweiz umfangreich saniert. Dabei konzentrierten sich die Sanierungsarbeiten darauf, möglichst wenig optische Eingriffe am Gebäude vorzunehmen, um den alten Charme der Stegenmühle nicht zu verlieren. Die Stegenmühle verfügt über insgesamt neun Maisonette-Wohnungen zwischen 45 und 120 m2 Wohnfläche.

Ein wichtiger Bestandteil der Sanierung war auch die Neuinstallation der Wärmeverteilung mit passenden Heizkörpern. Bei der Wahl der Heizkörper galt es nicht nur das Wohnraumkonzept, sondern auch die Ansprüche der Denkmalpflege zu berücksichtigen: Die Wahl der Sanierungsverantwortlichen fiel daher auf Design-Heizkörper nach Maß des Raumklimaspezialisten Zehnder. Dabei wurden in den Wohnräumen insgesamt etwa 50 Heizkörper verschiedener Größen in der Sonderfarbe Hellgrau (NCS S 1502-Y) installiert. Der Röhren-Heizkörper Zehnder Charleston, der in der gesamten Stegenmühle zum Einsatz kam, ist der Klassiker unter den Design-Heizkörpern. Seine hohe Wärmeleistung und der große Strahlungsanteil sorgen für angenehme Wärme und schnellen Klimakomfort.

Quelle: Zehnder Group Deutschland GmbH, Lahr / Delia Roscher

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Fassadenjalousien für moderne Bauweisen

4. Mai 2021 - 7:55

Hervorstechende Eigenschaft der neuen Fassadenjalousien sind die bis zu 90 Grad drehbaren Lamellen, die eine nuancierte Anpassung des Raumklimas ermöglichen und somit Wohn- und Arbeitskomfort erhöhen. Mit Smart-Home-Systemen gekoppelt, können sie auch per Tablet und Smartphone sowie automatisch von einer Wetterstation gesteuert werden. Zudem findet das neue Produkt sowohl bei Neubauten als auch an bestehenden Objekten Verwendung – nicht zuletzt, da eine breite Palette an Farben zur Auswahl steht.

„Die von uns eingeführten Jalousien entsprechen nicht nur den Erwartungen der Anwender“, sagt Marcin Kloska, Commercial Director bei DRUTEX S.A., „sie ergänzen auch das Angebot großer Fassadenverglasungen, die DRUTEX sowohl im In- als auch im Ausland verkauft. Die ersten Reaktionen aus dem Markt sind sehr ermutigend und bestätigen uns, dass wir mit moderner Technologie ein Produkt für höchste Qualitätsansprüche entwickelt haben.” DRUTEX entwickelt und produziert eigene Fensterprofile und stellt Fenster und Türen aus Holz und Aluminium sowie Brandschutztüren, Rollläden und eigenes Isolierglas her.

Diese neue Angebotserweiterung ist eine Folge der zahlreichen Investitionen, die DRUTEX in den letzten Jahren getätigt hat: Erst im letzten Jahr hat der Hersteller aus Bytow die modernste Lackieranlage Polens in Betrieb genommen sowie mit dem Bau eines neuen Hochregallagers und Bürogebäudes begonnen. Die Pläne für das aktuelle Jahr sehen unter anderem die Errichtung der mit etwa 7,5 Hektar bisher größten Produktionshalle des Unternehmens vor.

Quelle: DRUTEX / Delia Roscher

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Fachseminar: Gesundes Bauen und Sanieren in gute Architektur übersetzen

3. Mai 2021 - 8:38

Gesundheit ist DAS Bau-Thema der Gegenwart und Zukunft. Im Fachseminar des Sentinel Haus Instituts werden innenraumhygienische Aspekte, die bereits in der Planung, bei Ausschreibungen und bei der Bauüberwachung zu berücksichtigen sind, behandelt. Auf dieser Grundlage können Planer*innen und Architekt*innen Ausschreibungen und Planungen innenraumhygienisch optimieren und gestalten. Das Fachseminar wird von der Architektenkammer Bremen mit 8 Unterrichtseinheiten anerkannt.

Das Seminar beinhaltet:

  • Kompakte Unterlagen und Leitfäden für die Produktauswahl und die Qualitätssicherung am Bau
  • Eine freiwillige Zertifizierung
  • Rabatt zur Nutzung des Sentinel Portals (19 Euro netto monatlich im 1. Jahr statt 29 Euro netto auf den Basis Pro Zugang)
  • Mittagessen und Getränke

Das Fachseminar findet am Donnerstag, den 16. September 2021 im Maritim Hotel in Bremen statt und kostet 490 Euro netto pro Person. Anmelden können Sie sich bis zum 2. August 2021.

Mehr Infos finden Sie hier.

Quelle: Sentinel Haus Institut / Delia Roscher

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SMART-KLIMA: Wir haben das Sanieren saniert.

1. Mai 2021 - 0:00
Eine neue, innovative Methode der Gebäude-Optimierung mit verblüffenden Ergebnissen.
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Das gilt ab Mai 2021 für Bestandsgebäude

30. April 2021 - 11:41

Eigentümer von kleinen Wohnhäusern mit bis zu vier Wohneinheiten, für die der Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt wurde und welche danach auch nicht mehr energetisch modernisiert wurden, sind verpflichtet, den energetischen Bedarf und damit auch die gesamte Gebäudequalität mit dem sogenannten Energiebedarfsausweis nachzuweisen. Für alle anderen Wohngebäude genügt ein sogenannter Energieverbrauchsnachweis. Dieser ließ sich bisher einfach und kostengünstig aus den Verbrauchszahlen der vergangenen drei Jahre ermitteln. Weil aber die so ermittelten Energiedaten stark vom Nutzerverhalten abhängen und wenig über die energetische Qualität des Gebäudes verraten, hat der Gesetzgeber nachjustiert.

Der Energieverbrauchsausweis muss ab dem 1. Mai 2021 die Energiebilanz des Gebäudes detaillierter benennen. Dafür muss das Gebäude vor Ort begutachtet, mit Fotos dokumentiert und Modernisierungsmaßnahmen empfehlen werden. So ergibt sich eine gute Übersicht über die Mängel und möglichen Energieeinsparpotenziale eines Bestandsgebäudes.

Das neue GEG und die damit verbundenen neuen Energieausweise und Empfehlungen für Modernisierungen zeigen, dass viele Aspekte sinnvoll ineinandergreifen müssen, um einen langfristig nachhaltigen Einspareffekt von Energie und CO₂ bei Gebäuden zu erzielen. Hauseigentümer*innen, die ohnehin die Sanierung ihrer Wohnimmobilie beabsichtigen, profitieren jetzt doppelt, wenn sie ihren neuen Energieverbrauchsausweis gemeinsam mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lassen.

Für die iSFP-Erstellung durch eine*n Energieberater*in übernimmt der Staat bis zu 80 Prozent der Kosten. Gleichzeitig erhält man damit auch einen fundiert durchdachten, optionalen Handlungsplan für die wirtschaftliche energetische Sanierung des Gebäudes.

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. / Delia Roscher

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„Grüne“ Dämmstoffe aus natürlichen Abfällen

29. April 2021 - 9:48

Holz, Rinde, Stroh und andere natürliche Abfälle eignen sich als Basis für neuartige Materialien, die in der Baubranche Anwendung fänden. Das EU-Projekt REHAP hat in den vergangenen viereinhalb Jahren untersucht, wie es um das ökonomische und ökologische Potenzial solcher Produkte bestellt ist. 16 Partner aus 7 EU-Ländern waren beteiligt, darunter auch Forschende der Universität Augsburg.

„Wir haben unter anderem untersucht, wo in der EU derartige Reststoffe in welcher Menge anfallen und welche Konsequenzen ihre Nutzung hätte“, erklärt Lars Wietschel. Der Wirtschaftsingenieur promoviert an der Universität Augsburg am Lehrstuhl für Production & Supply Chain Management von Prof. Dr. Axel Tuma. Dabei beschäftigt er sich unter anderem mit der Ökobilanz von Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen. „Der Ersatz herkömmlicher Materialien durch grüne Alternativen hat Konsequenzen in unterschiedlichen ökologischen Bereichen - wir sprechen auch von Wirkungs- und Schadenskategorien“, sagt er. „Wenn man versucht, in einer dieser Kategorien ein optimales Ergebnis zu erzielen – etwa möglichst wenig Treibhausgase auszustoßen – dann läuft man Gefahr, sich an anderen Stellen unerwünschte Nebenwirkungen einzukaufen.“

Ein Beispiel sind Biotreibstoffe aus Energiepflanzen wie Raps: Ihr massenhafter Anbau hat zwar die Verbrennung klimaschädlicher Treibstoffe verringert. Gleichzeitig benötigte ihr Anbau aber Ackerland, das nicht mehr für die Agrarproduktion zur Verfügung stand. Als Folge stiegen die Agrar-Importe aus Ländern wie Brasilien, mit negativen Folgen für den Regenwald im Amazonasgebiet. „Reststoffe wie Stroh oder Holzabfälle konkurrieren nicht mit der Nahrungsmittelproduktion“, erklärt Wietschel. „Sie gelten daher als umweltverträgliche Ausgangsstoffe für Biotreibstoffe der zweiten Generation. Dennoch bringt auch ihre Nutzung Nachteile mit sich.“

Auf der Suche nach Sweet Spots

Denn dass der Bauer nach der Maisernte die Stoppeln stehen lässt und später unterpflügt, hat einen guten Grund: Die Maßnahme trägt dazu bei, die Nährstoff- und Humusbilanz im Boden aufrechtzuerhalten. Würden alle Pflanzenreste für Biokraftstoffe verwandt, würde die Bodenqualität abnehmen. Zudem müssten Landwirte mehr düngen. „Das ist nur eine von vielen Wirkbeziehungen, die zu bedenken sind“, erklärt Dr. Andrea Thorenz, die an der Universität Augsburg das „Resource Lab“ leitet. „Wir suchen nach Sweet Spots, an denen wir uns möglichst große Vorteile in einem Bereich durch möglichst geringe Nachteile in einem anderen Bereich erkaufen.“ Dazu nutzen die Forscher Computerprogramme, mit denen sie die Wechselbeziehungen algorithmisch abbilden können. Auf diese Weise lässt sich sichtbar machen, wie sich die Optimierung eines Parameters, zum Beispiel des Kohlendioxid-Ausstoß, auf einen anderen Parameter, beispielsweise die Landnutzung oder die Bodenqualität, auswirkt. Auf diese Weise lassen sich die Sweet Spots identifizieren. „Die Abwägung der Schadenskategorien gegeneinander kann die Software allerdings nicht übernehmen“, betont Thorenz. „Auf Basis der Informationen gegebenenfalls Prioritäten zu setzen, bleibt Aufgabe der Politik.“

Mit den Schadenskategorien zu arbeiten und ihre wechselseitige Beeinflussung sichtbar zu machen, erlaube informiertere Entscheidungen. Den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geht es dabei nicht so um das spezielle Problem der Biokraftstoffe. „Unsere Herangehensweise weist darüber hinaus“, betont Prof. Dr. Axel Tuma. „Sie lässt sich als eine Art Blaupause verstehen, wie man Entscheidungsprozesse transparenter machen kann, die eine Abwägung zwischen verschiedenen Zielen erfordern.“

Das Augsburger Wissenschaftsteam hat auch die ökonomischen Rahmenbedingungen untersucht, unter denen nachhaltige Materialien gegenüber ihren konventionellen Pendants konkurrenzfähig sind. Im Moment können sie in Punkto Preis nämlich meist nicht mit Produkten auf fossiler Rohstoffbasis mithalten. Durch Steuererleichterungen auf die umweltfreundlichen Alternativen oder eine CO2-Steuer ließe sich das aber ändern. Der technologische Fortschritt dürfte zudem dazu beitragen, dass die neuen Materialien künftig deutlich günstiger werden.

Quelle: Universität Augsburg / Delia Roscher

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„CS-Sonnenhaussiedlung“ in moderner Ziegelbauweise

28. April 2021 - 8:11

Das energetisch und nachhaltig optimierte Gesamtkonzept hat der ortsansässige Solaranlagenhersteller CitrinSolar hat mit seiner Bauträger-Gesellschaft CS Wohnbau realisiert. Unterstützt wurden sie vom Landshuter Ingenieurbüro BBI. „Darüber hinaus wollten wir den künftigen Gebäudenutzern ein dauerhaft komfortables und familiengerechtes Wohnen in einem attraktiven Wohnumfeld bieten. Die Basis für den Wohnungsbau der Zukunft sehen wir in einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung bei geringen Nebenkosten,“ betont CS-Geschäftsführer Hanns Koller.

Mit der Planung beauftragt wurde die heinz pflüger partner architekten GmbH, ein Architekturbüro aus Moosburg. Es entwarf den Wünschen des Bauträgers entsprechend ein Wohnquartier, das die Themen Energie und Nachhaltigkeit mit hoher Flexibilität in der Gebäudenutzung verknüpfte. So verteilen sich die geplanten 34 Wohneinheiten mit ihren rund 4.000 Quadratmetern Wohnfläche auf sechs Doppelhaushälften, 16 Reihenhäuser und 12 Wohnungen in zwei Mehrfamilienhäusern. Die verfügbaren Wohnflächen wurden mit diversen Wohnungsgrößen von 50 bis 160 Quadratmetern für Singles ebenso ausgelegt wie für Paare und Familien mit bis zu vier Kindern. Um zukünftiges Wohnen mit familiären Veränderungen zu ermöglichen, wurde in der Planung eine komfortable Umgestaltung der Wohnräume im Alter oder bei Krankheit berücksichtigt. So können bei den Doppel- und Reihenhäusern die Erd- und Obergeschosse jeweils problemlos in eigenständige Wohnungen umgewandelt werden.

Innovatives Energiekonzept

Neben dem hohen ökologischen Anspruch spielte der ökonomische Aspekt bei dem energetischen Gesamtkonzept eine wichtige Rolle. Statt einer möglichst großen Energieeinsparung war deshalb eine überwiegend autarke Energieversorgung mit geringen Nebenkosten gefordert (Autarkiegrad 70 Prozent). Eine zentral installierte Solarthermie-Anlage und eine Holzschnitzelheizung sorgen über ein Nahwärmenetz CO2-neutral und unabhängig von fossilen Brennstoffen für ausreichend Heizenergie. Ansonsten liefert die auf den Dächern installierte Photovoltaik-Anlage im Zusammenwirken mit Akkuspeicher und Wechseltrichter im Normalfall genügend elektrischen Strom für Beleuchtung und alle im Haushalt benötigten Elektrogeräte. Bei zu wenig Sonnenlicht ist die Versorgung mit Ökostrom über das örtliche Stromnetz gewährleistet, während überschüssiger Strom gegen Vergütung in das Stromnetz eingeleitet wird.

Eine Besonderheit stellt das umweltfreundliche Mobilitätskonzept der Siedlung dar: Den Bewohnerinnen und Bewohnern stehen mit einem quartierseigenen Elektrocar-Sharing-Fahrzeug und einem E-Lastenfahrrad flexibel nutzbare Transportmittel für Besorgungen zur Verfügung. Für ihren Betrieb wird in naher Zukunft noch eine von Sonnenenergie gespeiste E-Ladestation unter einem speziellen Carport errichtet. Darüber hinaus erhalten alle Garagen und PKW-Stellplätze die notwendigen Anschlüsse, um eine E-Ladestation für das eigene Fahrzeug zu installieren.

Umweltgerechte Gebäudehülle dank Ton und Holz

In Bezug auf den Energieverbrauch wurde bei den Doppel- und Reihenhäusern ein Energieeffizienzhausstandard von KFW 55 und bei den Mehrfamilienhäusern von KFW 40 Plus vorgegeben. Der niedrige Energiebedarf beinhaltete zwangsläufig eine zum hohen baulichen Wärmeschutz beitragende Gebäudehülle. Außerdem war dem Bauträger angesichts seiner umweltschonenden Prioritäten eine werterhaltende Bauweise mit einem ökologisch absolut unbedenklichen Außenwandbaustoff besonders wichtig. Der gemäß Zulassung Z-17.1-1162 gewählte Mauerziegel „Unipor W07 Silvacor“ von den Ziegelwerken Leipfinger-Bader (Vatersdorf) konnte dabei nicht nur mit seinen bauphysikalischen Topwerten, sondern auch mit seiner hervorragenden Ökobilanz überzeugen. Die Besonderheit des innovativen Ziegels ist seine Dämmstoff-Füllung aus nachwachsenden Nadelholzfasern. Entsprechend den bauphysikalischen Erfordernissen wurde bei den Mehrfamilienhäusern eine Mauerwerkstärke von 42,5 Zentimeter und bei den Doppel- und Reihenhäusern von 36,5 Zentimeter gewählt. Die gewährleisteten niedrigen Wärmedurchgangswerte von 0,16/m²K beziehungsweise 0,18 W/m²K leisten damit ihren Beitrag zum energiesparenden Wärmeschutz. Mit der Festigkeitsklasse 6 stellen die Silvacor-Ziegel die für Mehrfamilienhäuser benötigte Standfestigkeit problemlos sicher.

Ein weiterer Pluspunkt des Silvacor-Ziegels zeigte sich in seinen guten Verarbeitungseigenschaften. Die nach der Zulassung Z-17.1-1162 und der DIN EN 1996 für die Erstellung des Mauerwerks erforderliche deckelnde Dünnbettvermörtelung ließ sich von den Verarbeitern der Halbinger Wohnbau GmbH (Wang) mit dem Mörtelschlitten zügig durchführen. Eine Stoßfugenvermörtelung war aufgrund der Verzahnung der Steinstirnseiten nicht erforderlich.

Die Errichtung des Wohnquartiers erfolgte in drei Bauabschnitten. Der erste Bauabschnitt konnte bereits bezogen werden. Die Fertigstellung der beiden anderen Bauabschnitte soll im Frühjahr sowie im Sommer 2021 erfolgen.

Quelle: Ziegelwerke Leipfinger-Bader / Delia Roscher

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Im Neubau sind bis zu 40 Prozent Einsparung „digital" drin

27. April 2021 - 9:28

Laut Professor Hans-Martin Henning, Leiter des Fraunhofer ISE in Freiburg, ist der Gebäudesektor der einzige, der die deutschen Sektorminderungsziele für Treibhausgase im Jahr 2020 verfehlt hat – wenn auch nur knapp. Sein Anteil liege bei 16 Prozent der Emissionen, wobei diese aus dem dort eingesetzte Strom zum Beispiel für Wärmepumpen dem Sektor Energiewirtschaft zugerechnet würden. Auf Nachfrage schätzte Henning, dass der Gebäudesektor „grob geschätzt eher bei 30 Prozent“ liegen würde, wenn auch der Strom dort verbucht würde. Jedenfalls solle nach der Planung bei den Gebäuden bis 2030 in jedem Jahr 4,8 Millionen Tonnen CO₂ weniger anfallen. Das entspricht vier Prozent.

Die Verringerung bis 2040 könne man wohl nur zu 50 bis höchstens 65 Prozent durch Maßnahmen an der Gebäudehülle (Wärmedämmung) erreichen. Für den Rest müsse man den Anteil erneuerbarer Wärmequellen bei der Wärmebereitstellung auf rund 70 Prozent steigern. An den verfügbaren Flächen werde das nicht scheitern. Eine Hochrechnung auf der Basis der Randbedingungen in Dresden habe gezeigt, dass man deutschlandweit allein aus Photovoltaik auf Dächern und an Fassaden mehr als 740 Terrawattstunden pro Jahr gewinnen könne – also mehr als gebraucht werde.

Einen Schlüsselbereich, nämlich den Einsatz von Wärmepumpen in Altbau-Mehrfamilienhäusern, habe man zusammen mit Industrie und weiteren Instituten im Projektverbund „LowEx-Bestand“ untersucht. Zum Beispiel habe es in einem Fall gereicht, elf Prozent der Heizkörper auszutauschen, um die benötigte Vorlauftemperatur von 70 auf 55 Grad herunterzubringen. Entscheidend sei gewesen, genau die Heizkörper zu identifizieren, die den Flaschenhals gebildet hätten. Dadurch habe man die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe von 3,2 auf 3,8 steigern und damit den Strombezug für Heizung um 18,5 Prozent verringern können.

Digitale Diagnose bringt 40 Prozent

Dass eine Optimierung mit digitalen Mitteln den Wärmebedarf im Bestand zusätzlich zu Maßnahmen der Wärmebereitstellung und der Dämmung erheblich verringern kann, ist bekannt. Hans-Martin Henning nannte allerdings für Gebäude der Baujahre 2010 und 2011 einen noch weit höheren Einsparerfolg (rund 40 Prozent) als für solche, die vor 1979 gebaut wurden (rund 15 Prozent). Er verwies dabei vor allem auf die Möglichkeit, Fehler in der Anlage automatisch zu diagnostizieren und im besten Fall auch gleich zu beheben.

Oft sei es sinnvoll, statt einzelner Gebäude einen ganzen Stadtteil hochgradig erneuerbar mit Wärme zu versorgen; unter anderem deshalb, weil eine größere Anlage geringere spezifische Kosten aufweise und kosteneffizienter genutzt werden könne, wenn die Auslastung geringer sei. Mit Letzterem spielte Henning vermutlich auf den dann geringeren Gleichzeitigkeitsfaktor an, wenn nämlich ein Teil der Nutzer jeweils abwesend ist.

Gesetze zu kompliziert

Ein Projekt in Karlsruhe-Durlach mit Wärmepumpen, Photovoltaik-Solarthermie-Kollektoren und BHKW habe gezeigt, dass ein großes Hemmnis für solche Quartiersversorgungen in den „komplexen Randbedingungen“ liege. Die gesetzlichen Regelungen machten so etwas sehr kompliziert – hauptsächlich die Bestimmungen zum Mieterstrom, aber auch, dass „jede Komponente ihren eigenen Gesetzesrahmen“ habe. Außerdem setzten der niedrige Preis für CO₂ und der niedrige Gaspreis „noch keine ausreichenden Anreize“.

Harald Drück vom IGTE der Uni Stuttgart stellte das Projekt Sol4City vor. Dabei erforschen und vermessen das Institut zusammen mit dem österreichischen AEE Intec, Viessmann und weiteren Unternehmen Quartiersversorgungssysteme mit einem Anergienetz („kalte Nahwärme“), einem vakuumwärmegedämmten Saisonspeicher und Eisspeicher sowie Wärmepumpen. Ziel des Vorhabens, das bis 2023 läuft, soll ein System sein, das mit gebäudebezogener Solarenergie 85 Prozent des Heizbedarfs, 60 Prozent des Strombedarfs und 100 Prozent des Kühlungsbedarfs abdeckt.

Einen Schwerpunkt auf eine ungewöhnliche Wandkonstruktion und auf die Regelungstechnik legt das Projekt „Maggie“ unter Federführung der Ostbayerischen TH Regensburg. Bei der Regensburger Genossenschaftssiedlung Margaretenau mit 361 Wohnungen in meist dreistöckigen Zeilen- und Punkthäusern, gebaut im Jahr 1919, soll die Sonneneinstrahlung dann – und nur dann – genutzt werden, wenn sie einer angenehmen Innentemperatur nutzt.

Erreicht werden soll das unter anderem durch sechs Millimeter starke Bohrungen mit einem Winkel von 19 Grad in der Südfassade, die nach außen mit kleinen Glaskugeln abgeschlossen sind („Mikro-Hohlglaskugelputz“). Blöcke mit einer Größe von 30 mal 30 mal 8 cm werden dazu von außen mit Klebemörtel auf die vorhandene Wand angebracht. Im Winterhalbjahr konnte damit ein um fast zwölf Prozent verringerter Wärmebedarf erreicht werden.

Nicht nur ein großer Speicher

Ein zweiter Ansatz besteht in einer Kombination eines zentralen 2010-Liter-Wärmespeichers mit sechs dezentralen 560-Liter-Trinkwasser-Speichern. Das warme Trinkwasser wird bevorzugt aus diesen dezentralen Speichern bezogen, erst dann aus dem zentralen Speicher. Durch das Vermeiden von Zirkulationsverlusten sei es gelungen, bei sonst gleichen Bedingungen fast 15 Prozent Wärme im Trinkwasserbereich einzusparen, berichtete Professor Oliver Steffens.

Da im System ein vorhandener Erdgaskessel, eine Wärmepumpe, ein BHKW, eine Photovoltaikanlage, Radiatoren und Fußbodenheizungen unter einen Hut gebracht werden mussten, war das nur möglich, indem die Steuerung mit maschinellem Lernen optimiert wurde. Der Qualitätsunterschied bei einem solchen System sei besonders groß, wenn eine kleinere Anlage (40 Haushalte) damit optimiert werde. Bei einem großen System mit beispielsweise 350 Haushalten falle der Unterschied kaum noch ins Gewicht.

Quelle: Berliner Energietage / Alexander Morhart

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