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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 1 Stunde 7 Minuten

Studie: Powerfuels sparen 140 Gigatonnen CO2 ein

14. September 2020 - 11:27

Ein weiteres Ergebnis der Studie, das im Rahmen der Global Alliance Powerfuels-Conference diskutiert wird: Der globale Handel wird für Europa eine Kostenreduktion für Powerfuels von bis zu 30 Prozent ermöglichen. Powerfuels sind synthetische, gasförmige oder flüssige Kraft-, Brenn- und Rohstoffe, die mithilfe von erneuerbaren Energien erzeugt werden. Die Studie wird einen Transformationspfad des weltweiten Energiesystems auf Basis von erneuerbaren Energien, der mit dem Pariser Klimaabkommen kompatibel ist, beschreiben, heißt es in der Mitteilung der dena.

Die Konferenz in Kooperation mit dem Energy Cluster Denmark zeigt laut dena, dass der weltweite Aufbau von Powerfuels-Kapazitäten zunehme. Um die langfristigen Klimaziele zu erreichen, müsse jedoch das Investitionsumfeld verstetigt werden. Eine wesentliche Voraussetzung zur Entfaltung des vollen Klimaschutz-Potenzials sei die Weiterentwicklung von Direct-Air-Capture-Technologien, die die direkte Nutzbarmachung von CO2 als Rohstoff für Powerfuels aus der Luft ermöglichen.

Powerfuels verbinden Sektoren

„Die multinationalen und nationalen Wasserstoffstrategien, wie aktuell in Europa und Deutschland implementiert, werden wichtige Impulse für den Aufbau eines grenzüberschreitenden, zukunftsfähigen Energiesystems mit Powerfuels als Verbindungsglied zwischen den Sektoren liefern“, sagte Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der dena und Sprecher der Global Alliance Powerfuels. Es müsse der Markthochlauf erreicht werden. Er hänge vor allem davon ab, wie die Abnahme von Powerfuels-Produkten gesichert werde, um die Substitution von emissionsreichen gasförmigen und flüssigen Energieträgern zu ermöglichen. Langfristige Abnahmeverträge, sind für Kuhlmann ein guter Ansatz. „Sie machen erneuerbare Energien weltweit handelbar und tragen zur Dekarbonisierung vieler Anwendungen und Bereiche bei, die auf absehbare Zeit nicht wirtschaftlich mit erneuerbarem Strom betrieben werden können“, führte er aus.

Kooperation als Schlüssel für den Markthochlauf, sieht auch Glenda Napier, CEO des Konferenzpartners Energy Cluster Denmark. „Die kommenden fünf Jahre werden für die Industrialisierung und Skalierung der innovativen Projekte, die in den vergangenen Jahren begonnen wurden, entscheidend sein“, sagt Napier. Derzeit befinden sich rund 50 größere Projekte für Wasserstoff und Powerfuels in der Entwicklung mit geplanten Produktionskapazität von vier Millionen Tonnen pro Jahr. Quelle: dena / al

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Was man vor der Anschaffung beachten sollte

11. September 2020 - 10:00

Generell kann man sagen, dass der Preis für die Anschaffung einer Photovoltaikanlage je nach Größe der Anlage variiert. Der Preis beinhaltet zum Beispiel die Kosten für den Wechselrichter, die Verkabelung und das Montagesystem. Auch die Installationskosten, welche sich auf 200 Euro pro Kilowatt peak belaufen, sollten vor der Anschaffung berücksichtigt werden. Den größten Kostenanteil verursachen die Solarmodule. Hierfür zahlt man zwischen 0,45 Euro und 0,90 Euro pro Watt-Peak. Als Faustregel gelte nach Angaben der Profis von Hausfrage pro Kilowatt peak muss man circa 1.500 Euro bezahlen. Unter Kilowatt peak versteht man die Spitzenleistung der Photovoltaikanlage.

Nicht im Preis mit inbegriffen ist ein Solarspeicher in Form eines Akkus oder einer Batterie. Die Kosten für den Stromspeicher belaufen sich zwischen 6.000 und 15.000 Euro. Auch wenn die Summe der Kosten auf den ersten Blick sehr hoch erscheint, so sollte man doch im Hinterkopf behalten, dass sich die Anschaffungskosten bereits nach neun bis 15 Jahren amortisiert haben werden. Zudem beträgt die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage heutzutage bis zu 40 Jahre.

Im Durchschnitt kann man für die Betriebskosten circa 1–1,5 Prozent der Anschaffungskosten pro Jahr als Richtwert nehmen. Diese setzen sich aus den Kosten für die Wartung, den Wechselrichter, Stromverbrauch und die Reinigung zusammen. Auch für eine eventuell abgeschlossene Haftpflichtversicherung oder Photovoltaikversicherung werden jährlich Beiträge fällig. Des Weiteren sollte man berücksichtigen, dass der Wechselrichter ca. alle zehn Jahre ausgetauscht werden muss. Der Gesamtpreis beträgt hierfür etwa zehn Prozent der Investitionssumme. Generell ist es durchaus interessant zu wissen, dass Wartungs- und Reparaturkosten, sowie die Beiträge für Photovoltaik- und Haftpflichtversicherung steuerlich absetzbar sind.

Verschiedenen Solaranlagentypen

Wurde die Entscheidung getroffen, sich eine Solaranlage zuzulegen, muss noch geklärt werden, welche Anlagengröße für den individuellen Strombedarf am sinnvollsten ist. Auf dem Dach eines Einfamilienhauses eignet sich zum Beispiel eine Anlage mit einer Leistung von etwa drei bis fünf Kilowatt peak. Auch ein zusätzlicher Stromspeicher wäre zu empfehlen, wenn sich die Bewohner des Hauses vorwiegend abends in den eigenen vier Wänden aufhalten.

Für Eigentümer eines Mehrfamilienhauses eignet sich ebenfalls eine Komplettanlage inklusive Stromspeicher. Die zu empfehlende Leistung beträgt hier 15 bis 30 Kilowatt peak. Damit wird eine Energieversorgung zukunftsfähig.

Quelle: Hausfrage / wh

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Warme Räume in kürzester Zeit

9. September 2020 - 13:37

Infrarotheizungen übertragen Strahlungswärme auf feste Körper im Raum und wärmen diese auf – ähnlich, wie es Sonnenstrahlen tun. Im Vergleich zur klassischen Konvektionsheizung verursachen sie keine Warmluft-Umwälzung, was vor allem Allergikern nutzt. Die Strahlungswärme ist direkt auf der Haut spürbar, viele Menschen empfinden diese Wärme daher als angenehm. Die Temperatur lässt sich bei gleichem Wärmekomfort absenken, das spart Energie.

Es gibt sie als platzsparende, flache Paneele, die sowohl im oberen Wandbereich als auch an der Zimmerdecke angebracht werden können. Die Designvarianten sind vielfältig, es gibt zum Beispiel Modelle aus Naturstein oder Glas, oder die Heizung tarnt sich als Bild, Spiegel oder Magnetwand. Dadurch fügt sie sich nahezu unsichtbar in das Wohnumfeld ein.

Wärme individuell regeln

Die gewünschte Temperatur lässt sich für jeden Raum individuell über ein Funkthermostat mit Funkempfänger am Heizungspanel oder über einen kabelgebunden Raumthermostaten individuell regeln. Erweiterungsmodule erlauben auch die smarte Steuerung über eine App oder sind mit Sprachassistenten kompatibel.

Vor allem im Gebäudebestand sind Infrarotheizungen flexible Zusatzheizung. Sie schaffen als zusätzliche Wärmequelle schnell Wohlfühlwärme, wo nur temporär Wärme benötigt wird. „Bei Niedrigenergie- oder Passivhäusern, die aufgrund ihrer Bauweise gut gedämmt sind, kommen Infrarotheizungen sogar als Vollheizungssystem in Frage. Besonders energieeffizient sind sie, wenn eine Photovoltaikanlage und ein Stromspeicher vorhanden sind“, erklärt Hans-Jürgen Nowak von der Initiative Wärme Plus, der für die Anschaffung eine Beratung durch einen Fachhandwerker empfiehlt. Quelle: Wärme Plus / al

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Kita St. Konrad in Neuss in neuem Glanz

8. September 2020 - 13:36

In der Tat haben Bauherr, Architekt, die ausführenden Handwerker und die beteiligten Partner aus der Industrie eine Besonderheit geschaffen: Denn erstmals überhaupt wurde bei einem Hochbauprojekt das Konzept der gebundenen Systembauweise aus dem Garten- und Landschaftsbau angewandt. Allerdings nicht im Garten oder auf der Zuwegung, sondern ganz woanders – auf dem Dach. Dort sind keine Dachziegel verbaut, sondern klassische Klinkersteine, die im halben Steinformat als so genannte Sparverblender im Mörtelbett verlegt wurden. Die insgesamt sieben Gebäude wirken dadurch wie monolithische Baukörper, denn es gibt keine sichtbaren Dachrinnen und an der Fassade wurde derselbe Klinker wie auf dem Dach verwendet. Beides in Anlehnung an die Kirche St. Konrad, die vor über 70 Jahren von Gottfried Böhm, dem Vater von Paul Böhm, erbaut wurde, längst ein Denkmal ist und schon von weitem die Umgebung prägt.

Ein Dorf im Dorf

„Unser Ziel war es, direkt neben der Kirche ein kleines Dorf im Dorf entstehen zu lassen. Denn das Ensemble ist ja eingebettet in eine Einfamilienhaussiedlung. Die neuen Gebäude sollten sich nicht von der städtebaulichen Körnung her von der umliegenden Bebauung abheben und dennoch der Kirche zugehörig sein. Es sollte sichtbar werden, dass Kirche und Dorf nicht aus der gleichen Zeit stammen und trotzdem eine gewachsene Einheit ergeben“, sagt Paul Böhm. Mit dieser Idee hatte sich der Architekt aus Köln bereits 2012 in einem Architektenwettbewerb durchgesetzt.

Für die besondere architektonische Gestaltung mit Dach-und-Wand-Einheit standen Bauwerke Pate, die in ähnlicher Konstruktion bereits realisiert wurden, wie zum Beispiel der Speicherturm des Landesarchivs NRW in Duisburg. „Den haben wir uns gemeinsam angeschaut und diese harmonische Optik konnten wir uns durchaus auch für unser neues Kita- und Pfarrzentrum vorstellen“, erklärt stellvertretend für die Bauherrenseite Norbert Reuber, der geschäftsführende Vorsitzende des Kirchenvorstandes der katholischen Pfarrgemeinde St. Konrad.

Keine Fertigteile

Es gab verschiedene Gedankenansätze, um den monolithischen Gestaltungswunsch der Architekten und die Anforderung einer innenliegenden Entwässerung in die Praxis umzusetzen: „Ursprünglich hatten wir Betonfertigteile im Sinn, bei denen die Klinker bereits werksseitig eingegossen sind. Alternativ war auch eine Lösung mit Pflasterklinker aus dem Gala-Bau in Frage gekommen, die erste Variante war bei genauerer Betrachtung zu teuer. Am Schluss wurden die Dachflächen wie Platzflächen gesehen, vergleichbar mit dem Aufbau einer Tiefgarage“, erklärt Paul Böhm. Genauso wurde es dann auch umgesetzt: Mit herkömmlicher Stahlbetondecke plus EPS-Dämmung, Bitumenabdichtung – und eben mit Pflaster-Klinkersteinen, die auf einer hochbelastbaren Drainagematte in Systembauweise im Mörtelbett verlegt wurden.

Besondere Projekte benötigen besonders engagierte Partner. Diese fand das Architekturbüro Böhm in den Verarbeitern André Hamacher (Dachdecker), Jerzy Wagner und Michael Korczynski (Klinkerer Dach) sowie den Projektverantwortlichen von Wienerberger (Tonbaustoffe für die gesamte Gebäudehülle), tubag (Bettungs- und Fugenmörtel sowie Haftschlämme), Gutjahr (Drainagematte) und Jordahl (Befestigungstechnik).

Rezepturen angepasst

Speziell für das Neubauprojekt St. Konrad in Neuss änderte Wienerberger den Farbton des Dachklinkers KKF ½-DF im Werk Bramsche-Pente von rot auf „leicht bunt“, um ihn genau an die Farbe des Fassadenklinkers anzupassen. Und bei tubag in Kruft wurde die Rezeptur der Trass-Fugenmörtel TKF (Fassade) und TWM-s (für Lagerfugen, Gratfugen und Stoßfugen) exakt auf die Fugenfarbe der benachbarten Kirche eingestellt.  

„Für uns ist es natürlich toll, dass unser im Garten- und Landschaftsbau bewährtes System aus dem wasserdurchlässigen Trass-Drainagemörtel und Trass-Naturstein-Haftschlämme gemeinsam mit den Komponenten aus unserem Restaurationssortiment wie dem Trass-Werksteinmörtel Spezial und den diversen Fugenmörteln auch im Hochbau ein absolut stimmiges System abgegeben haben“, erklärt Christian Stoltze, der verantwortliche Projektleiter bei tubag, der Premiummarke der Sievert SE für den Garten-, Landschafts- und Straßenbau sowie die Restaurierung von historischen Gebäuden. Durch die Verlegung in Systembauweise und den Einsatz der Trass-Naturstein-Haftschlämme wird ein besonders starker Haftverbund erzeugt, der die Dachfläche auch bei starken Umwelt- und Witterungseinflüssen zuverlässig schützt. Der hohe Trassanteil der Tubag-Fugenmörtel schützt zudem nachhaltig vor Kalkausblühungen und hält sowohl die Wand- also auch die Dachflächen lange schön.

Zweite Entwässerungsebene

Zusätzlich zur innenliegenden Dachrinne wurde bei der besonderen Dachkonstruktion als zweite Entwässerungsebene die Drainagematte AquaDrain HU-EK von Gutjahr verwendet, eine 16 mm hohe hochbelastbare kapillarpassive Flächendrainage. „Die Matte lässt sich sehr gut schneiden und das kam den Handwerkern natürlich sehr entgegen. So konnte die Drainage exakt an die jeweiligen Dachformate angepasst werden“, erklärt Pier Petzinger, Leiter Anwendungstechnik von Gutjahr. In Kombination mit dem Trass-Drainagemörtel von tubag wurde hier ein bewährtes wasserdurchlässiges System aus dem Garten- und Landschaftsbau quasi zweckentfremdet. Als Dehnfugen fungieren jeweils die 14 Meter langen Gratfugen. Um die Sparverblender bei einer Dachneigung von 45 Grad im Mörtelbett verlegen zu können, wurden auf den Dächern Konsolen von Jordahl montiert.

„Alle Beteiligten haben sich wirklich hervorragend ins Zeug gelegt und wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, sagt Norbert Reuber. In der Kirchengemeinde gibt es viele positive Stimmen zum neuen Pfarrzentrum mit Kindertagesstätte. „Ein Mitglied hat es so passend formuliert: Die Kirche hat jetzt in den Nachbargebäuden ihre Entsprechung gefunden“‘.

Das findet auch Wilfried Dettmer, Key Account Manager von Wienerberger Project Sales. „Das Beispiel St. Konrad in Neuss zeigt, was möglich ist, wenn alle Beteiligten das Beste geben und über den Tellerrand hinausblicken. Klinker auf dem Dach – ab jetzt ist das ein Thema“.

Über das Neubauprojekt Kindertagesstätte und Pfarrzentrum St. Konrad in Neus

Im Jahr 2010 hatte die Pfarrgemeinde St. Konrad grob mit den Planungen begonnen. Ausschlaggebend war das Projekt „Zukunft jetzt“ des Erzbistums Köln gewesen. Ziel war es, die Räume der Gemeinden so zu gestalten, dass sie zum veränderten Gemeindeleben passen: Weniger Mitglieder brauchen weniger Platz, durch weniger Platz und gemeinsame Gebäudestrukturen sinken Heiz- und Stromkosten. So liegen Bücherei, Pfarrbüro und Gemeindesaal sowie die Kita in einem Gebäudekomplex. Dieser ist multifunktional ausgestaltet, so dass der große Multifunktionsraum für die Kita als Turn- und Bewegungsraum genutzt werden kann, aber auch für Veranstaltungen wie zum Beispiel den beliebten Karnevalssitzungen der Pfarrgemeinde oder auch für den jährlichen Trödelmarkt.Für den Neubau waren das alte Pfarrhaus, die alte Bücherei und Kaplanei abgerissen worden. „Wir haben es mit dem Neubau geschafft, uns auf der einen Seite zu reduzieren, und trotzdem alle Funktionalitäten wie bisher zu erhalten. An diesem Beispiel sieht man eindeutig, dass weniger wirklich mehr sein kann. Das ist uns gelungen“, sagt Norbert Reuber.

Auszeichnung mit dem KITA-Preis 2020

Die Jury des Kita-Preises 2020, den das Land Nordrhein-Westfalen und die Architektenkammer NRW gemeinsam ausgelobt haben, hat das Neubauprojekt St. Konrad in Neuss zu den zehn Preisträgern erkoren und begründet diese Auszeichnung so: Der Neubau der Kita und des Pfarrheims verfolgt ein eindeutiges städtebauliches Konzept. Durch seine klare Grundrissgeometrie und die ruhige Gestaltung des in einzelne Häuser aufgelösten Neubaus entsteht ein feinkörniger „Ortskern“, der eine kompositorische Einheit mit der vorhandenen Kirche aus den frühen sechziger Jahren eingeht und einen ruhigen, der Nutzung angemessenen Hof mit dem Kirchturm als Mittelpunkt schafft.

In der klaren innenräumlichen Orientierung des Neubaus wird das Entwurfskonzept konsequent fortgeführt. Die subtil umgesetzte Zonierung der Funktionsbereiche durch verschiedene Bodenbeläge und Wandmaterialien wird positiv gesehen. Mit wenigen elementaren Materialien und einer disziplinierten Entwurfshaltung sind hier ein überzeugendes städtebauliches Ensemble und ein Bauwerk von hochwertiger Anmutung entstanden.

Quelle: Sievert / wh

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Mit Geothermie Klimaziele sichern

8. September 2020 - 13:28

In dem Referentenentwurf wird die Degression für Geothermie in § 45 EEG 2021 angepasst. Auf der einen Seite beginnt die Degression erst 2022, auf der anderen Seite wird die Degression von fünf auf zwei Prozent gesenkt. Beide Regelungen führen auch aus Sicht des BVG zu einer leichten Verbesserung der Planungssicherheit.

Darüber hinaus erfolgt zukünftig die Finanzierung der EEG-Umlage teilweise aus dem Bundeshaushalt. Im Klimapaket wurde beschlossen, die Mehreinnahmen aus der ab 2021 für die Sektoren Wärme und Verkehr geltenden CO2-Bepreisung für die Entlastung der EEG-Umlage zu verwenden. Diese Zuschüsse zur EEG-Finanzierung in Höhe von 11 Mrd. Euro sollen die EEG-Umlage zunächst stabilisieren und in den nächsten Jahren senken. Der BVG erhofft sich davon ein wichtiges Preissignal für die Nutzung der Geothermie in Verbindung mit Wärmepumpen.

BVG-Präsident Dr. Erwin Knapek betont. „Das EEG ist ein wichtiges Instrument für den Ausbau Erneuerbarer Energien. Mit den nun vorgeschlagenen Anpassungen werden die Rahmenbedingungen für neue Geothermie-Projekte im Strom- und Wärmemarkt verbessert. Dies reicht aber noch nicht aus, das immense Potential der Geothermie auszuschöpfen: Unabhängig von Wetter- und Jahreszeiten können Strom, Wärme und Kälte produziert werden. Dennoch ist sie in Deutschland noch immer die bisher am wenigsten genutzte Erneuerbare Energie“, erläutert Dr. Knapek. Als einzige Erneuerbare Energie bietet Geothermie die Möglichkeit, Strom- und Wärmeproduktion sowie die im Rahmen der Klimaerwärmung immer wichtiger werdende Kälteproduktion zu koppeln. Eine vollständige Aussetzung der Degressionsregelung bis zu einem flächendeckenden Ausbau der Tiefen Geothermie sowie eine umfassende Befreiung des Pumpenstroms von der EEG-Umlage wären die richtigen Signale.

Bereits vorab erarbeitete die Branche im Rahmen des EEG-Erfahrungsberichts einen Maßnahmenkatalog, um einen umfassenden und nachhaltigen Ausbau der Geothermie voranzutreiben. Zentral dafür ist die Anpassung des Degressionsmechanismus, die Beibehaltung der aktuellen Höhe der Einspeisevergütung sowie die Befreiung des Pumpenstroms von der EEG-Umlage. Die Degression sollte zunächst ausgesetzt werden und dann an ein konkretes Ausbauziel gekoppelt sein. Derzeit ist die Geothermie die in absoluten Zahlen am wenigsten geförderte Nutzungsform der Erneuerbaren Energie mit dem größten Ausbaupotential. Eine Förderung von Projekten, die gleichzeitig Strom und Wärme oder Kälte produzieren, trägt zusätzlich zur Wärmewende bei.

Quelle: Bundesverband Geothermie / wh

 

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Kita wird als Passivhaus gebaut

8. September 2020 - 12:54

Tragende Brettsperrholzwände bilden die Außenwände des Gebäudes. Die Wandelemente werden mit integrierten Fenstern im Werk vorgefertigt und in einem Stück auf die Baustelle geliefert. Der Aufbau der insgesamt 49 Zentimeter dicken Außenwände besteht von innen nach außen aus einer GK-Beplankung, einer Installationsebene, einer Wärmedämmung, der Brettsperrholzwände, einer Ebene aus WLG 032 Dämmung und Fassadenriegeln sowie einer diffusionsoffenen Fassadenfolie. Eine Lattung nebst Konterlattung bildet die Unterkonstruktion für die Holzverschalung aus sibirischer Lärche.

Die Innenwände bestehen aus Kalksandstein sowie Ortbeton und sind mit Innenputz sowie Wandbelägen versehen. Die Geschossdecken werden in Ortbeton ausgeführt und unterseitig mit einer Abhangdecke versehen, die Teile der Haustechnik aufnimmt. Oberhalb wurden Estrich und ein Bodenbelag aus Linoleum auf Elastikmatte aufgebracht. Das Dach besteht aus einer monolithischen Stahlbetondecke nebst Gefälledämmung und extensiver Begrünung. Das Gebäude ist auf einer Zerrplatte gegründet, die unter- und oberseitig gedämmt ist.

88 PV-Module auf dem Dach

Für die Haustechnik wird eine dezentrale reine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung verbaut. Die Geräte sind in der Abhangdecke der jeweiligen Räume untergebracht. Sie gewährleisten einen Mindestluftwechsel, der ein gutes Raumklima in der Kita sicherstellt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Fensterflügel nachts zu öffnen und eine Querlüftung über vorgelagerte, einbruchgesicherte Lüftungsgitter in der Fassade zu gewährleisten. Somit kann die Raumtemperatur in den Sommermonaten heruntergekühlt werden. Mit einer Photovoltaikanlage wird zudem auf die Nutzung erneuerbarer Energien gesetzt. 88 Photovoltaik-Module auf dem Dach erzielen hier eine Leistung von 30 Kilowatt-Peak. Die Heizungsanlage konnte aufgrund der gedämmten und dichten Bauweise niedrig dimensioniert werden. Der Jahresheizenergiebedarf der Kita beläuft sich auf knapp 14 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.

Um dem Brandschutz gerecht zu werden, wurde ein dreiseitiger Laubengang als umlaufender zweiter Flucht- und Rettungsweg geplant. Die Fenster verfügen über bestimmte Sperreinrichtungen und hoch angesetzte Griffe. Die Türen und Fenster sind mit einem Fingerklemmschutz ausgestattet. Die Verglasung besteht aus bruchsicherem Verbundsicherheitsglas.

Stadt kauft Kita von Bauherr

Brüninghoff ist bei dem Projekt Bauherr und übernimmt die schnittstellenübergreifende Gesamtkoordination der einzelnen Gewerke. Die Landeshauptstadt ist der Auftraggeber, der den Passivhausstandard vorgegeben hat. Ist das Gebäude nach der geplanten Bauzeit von anderthalb Jahren fertig, wird die Stadt Hannover das Gebäude vom Bauherren kaufen, der für Planung, Bau und Finanzierung zuständig ist sowie für die Wartungsarbeiten im Zuge der verlängerten Gewährleistung. Quelle: Brüninghoff / al

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Mobil mit dem eigenen Solarstrom

8. September 2020 - 12:40

Die Cloud to go ist ein Zusatzpaket zur SENEC.Cloud. Dank dieser Stromlösung zur Eigenversorgung mit PV-Anlage und Stromspeicher können sich Hausbesitzer vollständig mit dem eigenen Solarstrom versorgen. Überschüssiger Solarstrom, der an sonnigen Tagen ins Netz eingespeist wird, wird über die Cloud virtuell gespeichert und dem Kunden im Rahmen eines Cloud-Pakets zurückgeliefert. Über die Cloud to go kann der eigene Strom dann auch genutzt werden, um das Elektroauto im öffentlichen Ladenetz aufzuladen.

Hypernetz der EnBW als Grundlage der SENEC.Cloud to go wächst weiter

Die SENEC-Kunden nutzen dafür das Ladenetz der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, zu der SENEC gehört. Dieses Hypernetz, das Ladepunkte der EnBW und vieler anderer Betreiber von Ladestationen umfasst, ist bereits seit Längerem das dichteste Netz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seit dem 01. September 2020 umfasst es auch Zehntausende von Ladepunkten in Frankreich, Italien und den Niederlanden und ist damit auf mehr als 100.000 Ladepunkte angewachsen. Besonders wichtig für die E-Auto-Fahrer: Sie müssen sich nicht mit dem Tarifwirrwarr auseinandersetzen, das im europäischen Maßstab noch unübersichtlicher wird. Sie können mit ihrer Cloud to go-Ladekarte an allen Ladepunkten zum einheitlichen, günstigen Preis laden, und die Abrechnung erfolgt über die Cloud.

„Wer unterwegs ist, möchte sich keine Gedanken machen über Preis und Herkunft des Stroms, mit dem er sein Elektroauto belädt“, so Jaron Schächter, Geschäftsführer von SENEC. Ziel ist mehr Zukunftsfähigkeit.    

Quelle: Senec / wh

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Vernetzte Heizung unterstützt Energiewende

7. September 2020 - 13:33

Eine digitale Schnittstelle, über die die Heizung mit anderen Geräten kommunizieren kann, ist bei neueren Geräten bereits fest integriert. Ansonsten kann die Verbindung mit dem Internetrouter auch über ein zusätzliches Modul hergestellt werden. Durch die Vernetzung der Heizung mit dem Smartphone, dem Tablet oder der Haussteuerung können Betriebseinstellungen bequem von überall her reguliert werden. Smart-Home-Lösungen bieten nicht nur mehr Komfort und bedeuten eine Kostenersparnis, sie spielen nach Ansicht des Portals auch im Rahmen der Energiewende eine wichtige Rolle. Wie die Vernetzung über Lösungen wie das Home Management System (HEMS) funktioniert, wird im Whitepaper anhand konkreter Anwendungsfälle erläutert.

Grundlage hierfür ist die Blogserie „Digitale Heizungswelt“ mit Beiträgen von Dieter Kehren, Abteilungsleiter Forum Digitale Heizung beim Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). „Mit dem Whitepaper, das auf der Blogserie basiert, wollen wir Fachleuten wie auch allen anderen Interessierten Orientierung geben und die vielfältigen Möglichkeiten aufzeigen, die die digitale Heizung bietet“, erläutert Kerstin Vogt, Geschäftsführerin der VdZ, Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik.

Der Smart Meter, der seit Beginn des Jahre eingebaut wird, ist ein Schritt im Rahmen der Energiewende. Die intelligenten elektronischen Zähler ermöglichen es, dass erneuerbare Energien besser in das Stromnetz integriert werden können. Das Zusammenspiel von heimischen Energiemanagementsystemen und dem Stromnetz soll künftig so gestaltet werden, dass die digitale Heizung reagieren kann, wenn gerade viel „grüner“ Strom im Netz zur Verfügung steht. Es wird also immer wichtiger werden, Gebäude mit intelligenten Energiemanagementsystemen auszustatten. Das Whitepaper zeigt die komplexen Abläufe auf, die notwendig sind, um die verschiedenen Energieflüsse zu steuern und gibt einen Ausblick, wie diese durch intelligente, lernfähige Energiemanagementsysteme automatisch optimiert werden können. Quelle: VdZ / al

 

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Tüv Süd zeigt Lösungen für Wasserstoffwirtschaft auf

3. September 2020 - 11:21

Die englischsprachige Seite gliedert sich in die Kapitel „Production of hydrogen“, „Transmission, distribution and storage of hydrogen“ und „Consumption or usage of hydrogen“. „Für die Umsetzung der Energiewende und die Erfüllung der Klimaziele wird Wasserstoff als Energieträger eine entscheidende Rolle spielen“, sagt Reiner Block, Leiter der Division Industry Service von TÜV SÜD.

Als Speichermedium ermöglicht Wasserstoff den Ausgleich der schwankenden Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien. Zudem schafft Wasserstoff eine Verbindung zwischen Strom-, Wärme- und Gasnetzen sowie dem Verkehrsbereich und der Industrie. „Mit unseren Aktivitäten begleiten wir die komplette Wertschöpfungskette – von der Erzeugung über die Speicherung und Verteilung bis zur Anwendung in verschiedensten Bereichen beispielsweise in der industriellen Produktion oder im Verkehrssektor“, erklärt Block. Die interdisziplinären Expertenteams von TÜV SÜD betrachten ganzheitlich komplexe Wasserstoffprojekte und bieten individuelle Lösungen für verschiedenste Aufgabenstellungen. Sie arbeiten daran die Zukunftschance Wasserstoff zu entwickeln, den Ausbau von Erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben und die angestrebte Dekarbonisierung zu fördern. Quelle: Tüv Süd / al

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L-Bank erhöht KfW-Förderung für energetische Gebäudesanierung

3. September 2020 - 10:02

So erhöht sie den Zuschuss für gute KfW-Effizienzhausstandards um weitere 2,5 Prozentpunkte auf bis zu 42,5 Prozent. Fast die Hälfte eines Sanierungskredites muss künftig in diesem Fall nicht mehr zurückgezahlt werden. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin.

Einzigartige Darlehenskonditionen für Haussanierer im Südwesten

Im Januar 2020 ist im Rahmen des Klimapakets der Bundesregierung der maximale Kreditbetrag der bundeseigenen Förderbank KfW für eine energetische Sanierung auf 120.000 Euro und der Tilgungszuschuss auf bis zu 48.000 Euro gestiegen. Baden-Württemberg vergünstigt nun die attraktiven KfW-Konditionen mit einem eigenen Tilgungszuschuss des Landes. „Wer ein Gebäude energetisch fit für die Zukunft macht, erhält künftig bis zu 3.000 Euro Tilgungszuschuss mehr. Insgesamt maximal 51.000 Euro pro Wohneinheit werden im Land nun gewährt“, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau. „Die einzigartigen Darlehenskonditionen erhöhen die finanzielle Attraktivität der Gebäudesanierung und auch die Wirtschaftlichkeit der energetischen Sanierungsmaßnahmen.“  Die verbesserten Konditionen gelten für ambitionierte Sanierungen auf die beiden KfW-Effizienzhausstandards KfW-Effizienzhaus 55 und KfW-Effizienzhaus 70. Im ersten Fall gibt es den Höchstbetrag von 51.000 Euro. Beim Effizienzhaus 70 steigt der Tilgungszuschuss von 42.000 auf immerhin 43.800 Euro. Das ist ein Anstieg von 35 auf 36,5 Prozent. Die Grundregel bei der KfW-Sanierungsförderung lautet: je effizienter die Sanierung, desto mehr Geld gibt es hinzu.  Die Gebäude müssen zumindest teilweise selbst bewohnt werden und dürfen nicht mehr als drei Wohnungen beinhalten. Der Bauantrag muss zudem vor dem 1. Februar 2002 gestellt worden sein. Sanierungswillige können die Anträge ausschließlich über Banken oder Sparkassen bei der L-Bank einreichen. Die Landesbank kombiniert dann die KfW-Förderung mit ihrer ergänzenden Förderung. Der höhere Tilgungszuschuss wird vom Land Baden-Württemberg finanziert und baut auf den bundesweiten KfW-Kredit „Energieeffizient sanieren – Kredit (151)“ auf. Die KfW fördert die Dämmung von Dach, Außenwänden und der Kellerdecke genauso wie neue Wärmeschutzfenster, die Heizungsoptimierung oder den Anschluss an Wärmenetze. Um mit einer Sanierung ein KfW-Effizienzhausstandard 70 oder 55 zu erreichen, muss in vielen Fällen auch ein Heizungstausch erfolgen. Umfangreiche Zuschüsse hierfür gibt es beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).  Zur Antragstellung bei der KfW muss eine qualifizierte Gebäudeenergieberaterin oder ein qualifizierter Gebäudeenergieberater eingebunden werden, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau. Eine individuelle Gebäudeenergieberatung vor Ort umfasst eine Prüfung des energetischen Gebäudezustandes, die Erstellung eines Sanierungskonzeptes samt Wirtschaftlichkeitsberechnung und eine Übersicht über Fördermöglichkeiten. Sie wird mit 80 Prozent der Kosten ebenfalls massiv gefördert. Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz im Gebäudesektor leisten einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Vor allem die Sanierung von Wohnimmobilien bietet ein hohes Potenzial. Ziel des Landes ist es, mit den verbesserten Konditionen einen noch stärkeren Anreiz für mehr Klimaschutz zu bieten.

Quelle: Zukunft Altbau / wh

 

 

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Mieter erhalten Pauschalmiete und Energieflat

2. September 2020 - 14:12

Die beiden Mehrfamilienhäuser in Lübben werden jeweils sieben Wohnungen auf 575 Quadratmeter Wohnfläche haben. Infrarotheizungen werden die Räume erwärmen. Wie schon bei den früheren energieautarken Mehrfamilienhäusern, die beispielsweise in Cottbus, Wilhelmshaven und Aalen gebaut wurden, wird auch in Lübben ein Großteil des Energiebedarfs für Wärme und Strom solar gedeckt.

Durch einen Vortrag des Energieexperten Professor Timo Leukefeld ist Frank Freyer, Geschäftsführer der LWG auf dessen Baukonzept der enttechnisierten, energieautarken Mehrfamilienhäuser aufmerksam geworden. Das Anliegen und die Vision von Leukefeld und seinem Autarkie-Team ist die radikale Vereinfachung der Haustechnik. „Es geht nicht nur um das Grundbedürfnis des Wohnens“, erklärt Leukefeld weiter. Eine regenerative Energieversorgung und Mobilität seien genauso zu berücksichtigen wie die Auswirkungen auf die Umwelt. Und nicht zuletzt müsse die Mietrendite attraktiv sein, damit Investoren sich zu innovativen Bauvorhaben entschließen. Die Lösung liegt laut Leukefeld in der „doppelten Disruption“, die bei energieautarken enttechnisierten Mehrfamilienhäusern zum Einsatz kommt. „Wir praktizieren die radikale Vereinfachung auf zwei Ebenen: bei der Technik einerseits und den Verträgen und Abrechnungen andererseits.“

Heizen mit Infrarot

„Wir brauchen eine einfache, solide und wartungsarme Technik, die den Bewohnern Kosten spart und CO2 auf ein Minimum reduziert“, fasst Leukefeld die Eckpunkte zusammen. „Der Schlüssel dazu ist eine hohe Autarkie durch Solarenergie für Wärme, Strom und Mobilität.“ Er setzt auf Photovoltaik und Infrarotheizung anstelle der herkömmlichen hydraulischen Heizung. „Wenn wir über die Hälfte des Strombedarfs mit Photovoltaik erzeugen, gehen die Energiekosten stark nach unten“, erklärt er die Kombination mit PV statt Solarthermie.

Infrarotheizungen haben eine Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren, sind wartungsfrei und reduzieren die Investitionskosten der Heizung drastisch. Zudem sorgen sie für eine angenehme Strahlungswärme. Und Solarstrom, der in dieser Anlagengröße für circa acht bis zehn Cent je Kilowattstunde erzeugt werden kann - mit Tendenz zu weiter sinkenden Erzeugungskosten -, macht die Pauschalmiete möglich. Dadurch können Vermieter ihre Mietrendite steigern und bis zu drei Euro je Quadratmeter mehr Mieteinnahme generieren. „Das ist ein Anreiz, konsequent energieautarke Häuser mit Pauschalmiete zu bauen“, ist Leukefeld überzeugt.

Solarstrom für Wärme, Strom und Elektromobilität

Die baugleichen Mehrfamilienhäuser in Lübben werden jeweils mit PV-Anlagen mit 37,7 Kilowatt PV-Leistung ausgestattet. Solarstrom, der gerade nicht im Gebäude verbraucht werden kann, wird in Photovoltaik-Akkus mit 73 kWh Speicherkapazität zwischengespeichert. Der PV-Strom wird für die Haushalte, die Infrarotheizung und Warmwasserbereitung genutzt. Der verbleibende Strombedarf wird mit Ökostrom von den Stadtwerken Lübben gedeckt. „Dadurch, dass wir die Energie für Wärme und Strom weitgehend selbst produzieren, sind wir kaum noch von anderen abhängig“, sagt Freyer zufrieden. „Und wir verursachen kein CO2 im Betrieb der Häuser, so wie es für den Klimaschutz sein sollte.“ Im Sinne der sogenannten Sektorenkopplung will die LWG den klimafreundlichen Solarstrom nicht nur für Wärme und Strom, sondern auch für die Mobilität nutzen. „Laut Berechnungen wird noch so viel Solarstrom übrig bleiben, dass 50.000 Kilometer elektrisch damit gefahren werden kann“, weiß Freyer aus dem Energetischen Kompass des Autarkie-Teams. Sein Unternehmen werde deshalb prüfen, ob sie Elektroautos zum Car Sharing anbieten oder eine öffentliche Ladesäule aufstellen.

Die künftigen Mieter erhalten eine Pauschalmiete inklusive Energieflat für Wärme und Strom, die zunächst für einen begrenzten Zeitraum festgesetzt wird. Die Pauschalmiete wird die Nettokaltmiete, Energie für Heizung und Warmwasser, den Haushaltsstrom und anteiligen Gemeinschaftsstrom beinhalten. Leukefeld geht es bei dem neuen Konzept mehr noch um die Kosten für die Wartung und Instandhaltung. Und die würden sich wegen des Handwerkermangels noch verschärfen, ist er überzeugt. Der Wartungsaufwand für die sonst übliche komplexe Heizungstechnik führe zu erheblichen zusätzlichen Kosten für Mieter und Vermieter. Auf die Erfahrungen mit dem neuen Baukonzept und vor allem der Pauschalmiete ist er schon jetzt gespannt. „Das könnte sich langfristig durchsetzen“, prognostiziert er. Quelle: LWG / al

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Algorithmen sorgen für wirtschaftliche CO2-Senkung

2. September 2020 - 9:16

Wirtschaftlichkeit und CO2-Reduzierung – das sind die beiden Kriterien, die im Projekt „Smartes Quartier Karlsruhe-Durlach“ die Richtung vorgeben. Ein innovative Energieversorgungskonzept für ein Mehrfamilien-Bestandsgebäude soll beides miteinander verbinden. Dabei wird die bisherige konventionelle Versorgung durch ein neues Energiesystem aus Wärmepumpen, Photovoltaik und Blockheizkraftwerken (BHKW) ersetzt.

Bauträger in dem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekt sind die Wohnungsbaugesellschaft Volkswohnung und die Stadtwerke Karlsruhe. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) und das Institut für Nachhaltige Technische Systeme INA-TECH der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg waren an der Konzeptentwicklung beteiligen und begleiten das Projekt wissenschaftlich.

Der Gebäudekomplex umfasst 175 Wohnungen und beherbergt rund 350 Menschen, die jährlich etwa 350 Megawattstunden Strom und 1.200 Megawattstunden Wärme verbrauchen. Zu dem neuen Energiekonzept zählen PV-Anlagen, die auf den Dächern aller Gebäude installiert werden. Drei der Häuser sind mit einer Nahwärmeleitung verbunden, in die zwei Erdgas-BHKW-Aggregate Wärme einspeisen. Zwei Gebäude werden durch dezentrale Wärmepumpenanlagen versorgt: eine Mehrquellen-Großwärmepumpe (Außenluft, Erdwärmesonden) und eine Wärmepumpenanlage mit photovoltaisch-thermischen Kollektoren.

Laut Fraunhofer ISE werden Wärmepumpen bisher in Bestands-Mehrfamilienhäusern nur selten verwendet. Die Integration in solche Gebäude sei technisch anspruchsvoll bezüglich Temperaturniveau, Verfügbarkeit von Wärmequellen und Versorgung mit erneuerbarem Strom.

Das Projekt trägt das Attribut „Smart“, weil die fünf Gebäude miteinander vernetzt sind und ein zentrales Energiemanagement die Wärmeerzeuger steuert – mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI). Diese kommt bei der Fehlerkennung zum Einsatz. Heißt konkret: Mithilfe entsprechender Algorithmen erkennt das System, wann es Abweichungen vom Normalbetrieb gibt und meldet dies. Als selbstlernendes System wird es im Laufe der Zeit immer besser in der Lage sein zu erkennen, wann etwas nicht nach Plan läuft.

Zudem unterstützt KI die Betriebsoptimierung. So lassen sich zum Beispiel auf der Basis von Wettervorhersagen und mithilfe von KI-Methoden die Energielasten prognostizieren. Mit diesem Wissen kann dann der Einsatz der BHKWs und der Wärmepumpen optimal gesteuert werden. „Die BHKWs sollen dann in Betrieb sein, wenn wir Strombedarf haben – beziehungsweise wenn die Einspeisebedingungen gut sind“, erläutert Manuel Lämmle, der als Experte für Gebäudesystemtechnik auf Seiten des Fraunhofer ISE in das Projekt involviert ist. Für die Wärmepumpe bedeutet ein optimierter Betrieb: Sie soll dann laufen, wenn die Photovoltaik-Anlage oder die BHKWs Strom produzieren.

Um das Konzept auf die vorhandenen Gegebenheiten zuzuschneiden, führte das Fraunhofer ISE Simulationen durch. „Die Simulationsergebnisse zeigen, dass die intelligente Integration aller drei Technologien eine CO₂-Einsparung von über 50 Prozent gegenüber dem jetzigen Stand und zugleich eine hohe Wirtschaftlichkeit für den Betreiber erwarten lassen“, sagt Lämmle. Die Einsparungen kommen vor allem aufgrund der Stromerzeugung durch die PV-Anlagen und die BHKWs zustande. „Wir werden circa zwei Drittel des benötigten Stroms im Quartier selbst produzieren“, so Lämmle. „Gleichzeitig wird auch Strom zurück ins Netz gespeist. So lässt sich dann auch die CO2-Bilanz verbessern.“

Eines der Ziele des Projekts ist es, die Erkenntnisse auch auf andere Komplexe von Mehrfamilienbestandsgebäuden  zu übertragen. „Wir wollen ein Energiekonzept mit smarter Integration von PV, Wärmepumpen und BHKWs erstellen, das sich auch skalieren und übertragen lässt“, sagt Lämmle.

„Für Wohnungsgesellschaften sei bei optimaler Auslegung ein wirtschaftlicher Betrieb im Rahmen eines Contracting-Modells möglich“, ergänzt Volkswohnung-Geschäftsführer Stefan Storz.

Olaf Heil, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe erhofft sich einen Dominoeffekt, der im Ganzen gesehen ein beträchtlicher Baustein zur Erreichung der Energiewende sein könne. „Unser Ziel ist es zu zeigen, dass ein solch komplexes dezentrales Energiesystem nicht nur technisch robust ist, sondern auch wirtschaftlich betrieben werden kann.“

Zur Wirtschaftlichkeit trägt auch bei, dass sich die baulichen Veränderungen in den Wohnungen in Grenzen halten. „Wir nehmen kaum Änderungen in den Gebäuden selbst vor, sondern gehen im Prinzip nur in den Keller hinein“, erklärt Lämmle. Zwar müssen einige Heizkörper ausgetauscht werden, die auf den Betrieb mit Wärmepumpen nicht ausgelegt sind. Das betrifft laut Lämmle aber nur 10 Prozent aller vorhandenen Heizkörper. Die geringen baulichen Veränderungen seien eine Anforderung der Wohnungsbaugesellschaften gewesen, berichtet Lämmle.

Die Gebäude im smarten Quartier Karlsruhe-Durlach wurden vor 25 Jahren bereits relativ gut gedämmt. „Dadurch haben sie einen spezifischen Wärmebedarf von 55 kWh/m² pro Jahr“, sagt Lämmle. „Der Wärmebedarf ungedämmter Gebäude liegt dagegen häufig über 100 kWh/m² pro Jahr.“

Die baulichen Maßnahmen sollen nach jetzigem Stand im März 2021 vollständig abgeschlossen sein. Bisher lägen die Sanierungskosten noch nicht endgültig fest, so Lämmle. Aber das gesamte Konzept sei so konzipiert, dass es über die Gesamtlebensdauer wirtschaftlich ist. „Es sollen keine Kosten via Mieterhöhungen an die Mieter weitergegeben werden“, sagt Lämmle. „Wir zielen darauf ab, dass sich die Wärmekosten nur geringfügig vom jetzigen Stand unterscheiden.“

Markus Strehlitz

 

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In Leimersheim entsteht eine schwimmende Solaranlage

1. September 2020 - 15:23

Durch die Anlage werden insgesamt 548.000 Kilogramm CO2 pro Jahr im Vergleich zum Energiemix 2019 eingespart. Betriebe, wie das energieintensive Kieswerk, eignen sich für die Umstellung auf PV-Strom, da die Stromerzeugung zu den Lastgängen passt. Zusätzlich zu CO2 spart die schwimmende Photovoltaik-Anlage Platz auf Freiflächen. „Die Anlage steht in keiner Konkurrenz zu anderen Bauvorhaben, der Landwirtschaft oder sonstigen Nutzungszwecken“, erläutert Projektleiter Peer Köster, der das Projekt seitens Erdgas Südwest gemeinsam mit seiner Kollegin Melanie Gimmy betreut. Um eventuell nachteilige Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierwelt im und um den See herum entgegenzuwirken, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen.

Insgesamt werden auf dem Baggersee in Leimersheim 3.744 Solar-Panele auf 6.500 Schwimmkörpern auf den See gebracht und mit einer Grundverankerung fixiert. Der See hat eine Fläche von 160.000 Quadratmeter, die Anlagen bedecken davon nur rund acht Prozent. Ab Inbetriebnahme im Spätherbst 2020 werden zunächst 739,44 kWp an Leistung genutzt und etwa 780.000 kWh Strom erzeugt. Dieser wird zu etwa 40 Prozent zur Versorgung des Kieswerks Pfadt genutzt. Der Rest wird ins öffentliche Netz eingespeist.

„Aufgrund der politischen Rahmenbedingungen müssen wir die PV-Anlagen einzeln betrachten, um eine Zusammenlegung der Anlagen im Sinne des EEG zu vermeiden. Deswegen müssen wir die Inbetriebnahme zweiteilen“, erklärt Melanie Gimmy, die dahingehend dringenden Handlungsbedarf der Politik sieht. Unter anderen Voraussetzungen könnten auf einmal 1.560.000 kWh Strom aus Sonnenenergie erzeugt werden, so Erdgas Südwest. Daher wird die zweite Anlage Ende 2021 dazu. „Ich bin stolz, dass ein derart fortschrittliches Vorhaben in unserer Region umgesetzt wird“, sagt Matthias Schardt, Ortsbürgermeister von Leimersheim und Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rülzheim. Er ist sicher, dass alle Beteiligten und auch die Gemeinde von der Anlage profitieren, da der Großteil der erzeugten Energie direkt in Leimersheim genutzt werde. Quelle: Erdgas Südwest / al

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Energiewende auf türkischem Energiemarkt

1. September 2020 - 11:57

Die Türkei ist weltweit einer der größten Produzenten von Energie aus Geothermieanlagen und baut ihren Anteil an der Energieversorgung stetig aus. Pure Energy und energy & meteo systems haben nun den Weg für die Integration der ersten Anlagen in das bestehende Virtuelle Kraftwerk geebnet.  Seit 2017 nutzt Pure Energy das Virtuelle Kraftwerk von energy & meteo systems, um Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen zu bündeln. Dieses erste und bislang einzige Virtuelle Kraftwerk in der Türkei ermöglicht es Pure Energy, die von den angeschlossenen Anlagen produzierte Energie zu überwachen, fernzusteuern und optimal zu vermarkten. Durch die Integration von Geothermieanlagen kann deren Produktion nun auch auf den dynamischen türkischen Day-Ahead- und Intraday-Märkten vermarktet werden. Dadurch wird das Portfoliomanagement von Pure Energy optimiert und gleichzeitig können die Anlagenbetreiber von niedrigeren Ausgleichsenergiekosten profitieren. „Wir glauben an eine regenerative Zukunft, erkennen aber auch die Herausforderung der Integration von volatilen Erzeugern in Märkte und Netze, insbesondere von Wind- und Solarenergie. Indem wir dezentrale Anlagen zu einem einzigen, fernsteuerbaren Energiepool zusammenfassen, gewährleisten wir ihren sicheren und wirtschaftlichen Betrieb“, sagt, Servet Akgün, Mitbegründer und Geschäftsführer von Pure Energy. Sie sind begeistert, dass energy & meteo systems ihre zukunftsweisende Technologie zur Verfügung stellt und die ersten fünf Geothermieanlagen reibungslos in das Portfolio integriert hat.

energy & meteo systems kümmert sich um den gesamten Aufbau und Betrieb des Virtuellen Kraftwerks, einschließlich der Anlagenanbindung, der Stammdatenorganisation, der Qualitätssicherung der Messungen und der Entwicklung der Betreiber-Kommunikation. „Wir freuen uns, zum ersten Mal Geothermieanlagen an ein Virtuelles Kraftwerk anzuschließen", sagt Dr. Ulrich Focken, Mitbegründer und Geschäftsführer von energy & meteo systems. „Unser Ziel ist es, mit unserem Virtuellen Kraftwerk und den Leistungsprognosen die Integration erneuerbarer Energien weltweit zu unterstützen“, sagt Focken. Die Aggregation dezentraler Anlagen und das proaktive Management ihrer Produktion wäre der Schlüssel zum Erreichen eines hohen Anteils sauberer Energie in Deutschland, in der Türkei und weltweit. Energieeffizienz und Einsparung könnten so vereint werden.

Quelle: Pure Energy / wh

 

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Energieeffizientes Sanieren kann CO2-Ausstoß weiter verringern

31. August 2020 - 13:58

Bis 2030 will die Bundesregierung die Treibhausgasemissionen in Deutschland auf 543 Millionen Tonnen reduzieren. Immobilien haben eine Schlüsselrolle, um dieses Ziel zu erreichen, sagt die LBS. Laut Umweltbundesamt war der Gebäudesektor 2019 für 122 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente verantwortlich. Damit entfallen etwa 15 Prozent der Gesamtemissionen in Deutschland auf private Haushalte und Gewerbeimmobilien.

Nachdem dieser Anteil in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken ist, sind die Emissionen im vergangenen Jahr erstmals seit 2015 wieder gestiegen. Ein Grund dafür ist die Witterung. 2019 waren die Temperaturen in vielen Teilen des Landes kühler als 2018, wodurch mehr geheizt wurde. 60 Prozent der Energie werden zum Heizen verwendet.

"Eine umfassende energetische Sanierung des Gebäudebestandes würde die CO2-Emissionen nachhaltig verringern", sagt Albrecht Luz von der LBS. So verbraucht ein unsaniertes Gebäude im Schnitt jährlich etwa 170 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Ist das Gebäude vollsaniert, sinkt der Energieverbrauch auf durchschnittlich 132 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr. Vor allem alte Heizungen, undichte Fenster und keine oder eine nur unzureichende Dämmung seien Energiefresser.

Als eine Maßnahme, damit bis 2050 der Gebäudebestand in Deutschland klimaneutral ist, wurden dieses Jahr die Zuschüsse und Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Kauf, Sanierung oder Bau von Effizienzhäusern erhöht. Hausbesitzer, die beispielsweise ihre alte Ölheizung austauschen, erhalten eine Prämie und wer selbstgenutztes Wohneigentum energetisch saniert, profitiert zudem von Steuervorteilen. Quelle: LBS /al

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Gute Gründe für elektrische Speicherheizungen

31. August 2020 - 10:03

Neben Öl-, Gas- und Pelletheizungen sind in zahlreichen deutschen Wohnungen und Häusern Elektro-Speicherheizungen zu finden, rund 1,2 Millionen Haushalte beziehen ihre Heizwärme aus gespeichertem Strom. „Viele Modelle dieser auch als Nachtspeicherheizung bekannten Heizkörper arbeiten ungeregelt und damit ineffizient“, sagt Werner Stapf, Initiative Wärme+ . Das bedeute nun aber nicht, dass ein älteres Gerät gleich komplett ausgetauscht werden müsse. Laut Stapf gibt es auch heute gute Argumente dafür, die Raumwärme mit einer elektrischen Speicherheizung zu erzeugen, nicht zuletzt die Tatsache, dass Strom durch die steigenden Anteile erneuerbarer Energien immer zukunftsfähiger wird. Zudem ist es in der Regel schwierig, die Heizungen gegen ein zentrales wassergeführtes System zu tauschen. „Für ungeregelte Speicherheizungen gibt es jedoch Abhilfe“, sagt Stapf. In den meisten Fällen könne diese durch den Einbau einer modernen, elektronischen Aufladesteuerung aufgerüstet und dann effizienter betrieben werden. Bis Ende 2021 wird diese Aufrüstung sogar gefördert. Welche Vorteile das Heizen mit einem Wärmespeicher bietet und warum Besitzer einer in die Jahre gekommenen Speicherheizung schnellstens aufrüsten sollten, erklärt die Initiative Wärme+. Denn der Anteil erneuerbarer Wärmeträger gewinnt.

Energiewende zu Hause

Der Anteil erneuerbarer Energien im Stromnetz wächst ständig, dadurch werden Speicherheizungen mit jedem Jahr klimafreundlicher. Die Erzeugung von Heizwärme ist der größte Energieverbraucher im Haushalt – mit Strom heizen Haushalte also zukunftssicher und unabhängig von fossilen Brennstoffen.

Hohe Effizienz

Der gelieferte Strom wird verlustfrei zu 100 Prozent in Wärme umgewandelt. Das ist ökonomisch und ökologisch zugleich. Die Heizung nimmt erneuerbare Energien dann auf, wenn sie erzeugt werden, dank des Speichers können Energieüberschüsse zeitversetzt genutzt werden. Die Systeme sind also der ideale Kombipartner für Strom aus Wind, Sonne oder Wasser, der nicht ständig zur Verfügung steht.

Sauber und ohne Folgekosten

Die modernen Elektroheizungen sind störungsarm, langlebig und wartungsfrei, der Installationsaufwand ist minimal. Es fallen keine jährlich wiederkehrenden Wartungs- und Servicekosten, wie zum Beispiel Schornsteinfegergebühren, an.

 Geringer Platzbedarf

Elektrische Speicherheizungen nehmen nur wenig Raum ein: Sie benötigen weder einen Tank, noch einen Brennstoff-Lagerraum, der Platz für den Heizungskeller kann also anderweitig genutzt werden.

 Smarte Raumwärme

In Verbindung mit einem Smart Grid sind elektrische Wärmespeicherheizungen ein effizienter Speicher für regenerativ erzeugte Energie aus Sonne, Wind oder Wasser. Die Ökobilanz verbessert sich, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sinkt.

 Clever nachrüsten für mehr Effizienz

Ältere Speicherheizungen lassen sich problemlos mit einer modernen Aufladesteuerung nachrüsten. In Kombination mit einem Witterungsfühler oder einer Schnittstelle zur Online-Wetterprognose erkennt das Steuerelement, wie viel Strom, zum Beispiel in der Nacht, die Heizung speichern muss, damit tagsüber ausreichend Heizenergie zur Verfügung steht. Nahezu alle Bestandsgeräte können nachgerüstet und so wesentlich effizienter betrieben werden. Einen qualifizierten Elektro-Innungsfachbetrieb, der sich mit dem Thema auskennt, finden Interessierte über die Fachhandwerkersuche des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) unter www.elektrobetrieb-finden.de.

Aufrüstung mit staatlichem Zuschuss

Die Gesellschaft für Energiedienstleistungen (GED) aus Berlin unterstützt Haushalte, die in eine Aufladesteuerung investieren, mit einem Zuschuss bis zu 300 Euro pro Maßnahme und Wohneinheit. Die Förderung ist Teil des Förderprogramms „STEP up! – Stromeffizienzpotentiale nutzen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Wer den Zuschuss erhalten möchte, registriert sich vorab auf der Website des Programms unter www.foerderung-waermespeicher.de

Vielfältiges Geräteangebot bei Modernisierung

Wer eine bestehende Speicherheizungsanlage nicht nachrüsten kann oder will, findet bei den Herstellern eine große Auswahl an Modellen. Ob kompakt oder besonders niedrig – für jede Wohnsituation gibt es passende Geräte.

Vorteile auch im Neubau

Ein modernes Gerätedesign und zeitgemäßes Energiemanagement machen Wärmespeicher-heizungen in Neubauten zu einer attraktiven Vollheizungsoption.Weitere Informationen zum effizienten Heizen bietet die Initiative Wärme+ auf ihrer Homepage unter: www.waerme-plus.de. Damit wollen sie zur Energiewende einen Beitrag leisten.

Quelle: Wärme plus / wh

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Strom und Wärme aus Wirtschaftsdünger erhalten

28. August 2020 - 14:05

Seit dem 1. Mai ist die neue Düngeverordnung in Kraft. Sie sieht längere Sperrfristen in den Herbst- und Wintermonaten vor, in denen bundesweit nicht gedüngt werden darf. Auch wenn die Ausweisung der sogenannten "roten Gebiete", in denen die Nitratbelastung des Grundwassers besonders hoch ist, erst zum 1. Januar 2021 wirksam wird, geraten Landwirte in den betroffenen Regionen zunehmend in Zugzwang, heißt es in der Mitteilung des Veranstalters Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Sie suchen nach Lösungen, um dem Überschuss an Gülle entgegenzuwirken, der erhöhte Lagerkapazitäten in geschlossenen oder offenen Silosystemen erfordert.

Rund 7.500 Biogasanlagen erzeugen in Deutschland derzeit erneuerbaren Strom und Wärme unter Einsatz von Gülle, so die DLG weiter. Der mittels Kraft-Wärme-Kopplung gewonnene Strom werde mehrheitlich in das Netz eingespeist. Hinzu kämen mehr als 580 Güllekleinanlagen bis 75 Kilowatt für den landwirtschaftlichen Betrieb. Die Anlagen, die auf der Energy Decentral im Fokus stehen, können nahezu jede organische Substanz vergären. Doch erst rund ein Viertel des hierzulande anfallenden Wirtschaftsdüngers werde in Biogasanlagen tatsächlich vergoren, was „allein durch die Vermeidung der Methanemissionen jährlich über zwei Millionen Tonnen CO2 einspart“, weiß Sandra Rostek. Die Leiterin des Hauptstadtbüros Bioenergie sieht beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) dringenden Handlungsbedarf, um für Neu- und Bestandsanlagen Planungssicherheit zu schaffen und den Anteil der Güllevergärung auf 60 Prozent zu steigern. Bei unveränderten förderrechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen könne es dagegen zu einem Rückgang der Vergärung von Gülle kommen. Hier müsse vor allem die Sondervergütungsklasse weiterentwickelt werden, über die neue Güllekleinanlagen eine Vergütung erhalten können.

Potenzial für Güllevergärung weiter ausbauen

Eine Gefahr, die auch Dr. Claudius da Costa Gomez sieht. „Wenn funktionstüchtige Biogasanlagen ab 2021 zurückgebaut werden, steht ein wesentlicher Teil der klimafreundlichen Energieversorgung nicht mehr zur Verfügung“, warnt der Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Biogas und fordert, das Potenzial von Biogas im Bereich Gülle- und Abfallvergärung weiter auszubauen.

Die Aussteller präsentieren in Hannover ein Portfolio für die gesamte Gärstrecke und bieten Hofbiogasanlagen in Modulbauweise zwischen 30 und 75 Kilowatt. Fermenter in dieser Größenklasse umfassen typischerweise zwischen 500 und 1.200 Kubikmeter Substrat. Rund ein Drittel der Wärme fließt zurück in die Biogasherstellung. Mit dem verbleibenden Überschuss lassen sich mit Nahwärmenetze die landwirtschaftlichen Gebäude und Stallungen heizen oder Produkte wie Getreide und Stroh trocknen.

Künftig sollen Hochlastreaktoren das Potenzial der flüssigen Phase separierter Gülle fast vollständig ausschöpfen. Wissenschaftler an der FH Münster kombinieren dafür im Projekt "BioSmart" verschiedene Substrate. So entstehen Synergieeffekte, die das Biogaspotenzial weiter wachsen lassen. Das Portfolio der Aussteller umfasst zudem optimierte Umkehrosmoseverfahren zur Steigerung der Trennleistung und innovative Komponenten für die thermische Veredelung. Quelle: DLG /al

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Vorteile lassen sich auch in Bestandsgebäuden nutzen

28. August 2020 - 12:59

Im vergangenen Jahr wurden laut ait-deutschland, das den Feldtest als Kooperationspartner unterstützt hat, 46 Prozent aller neuen Gebäude mit einer Wärmepumpe zum Heizen und zur Warmwasserbereitung ausgestattet. Dabei funktionieren Wärmepumpen auch in älteren Gebäuden zuverlässig, wie das Fraunhofer ISE jetzt festgestellt hat.

In dem Projekt "WPsmart im Bestand" untersuchten die Wissenschaftler 56 bestehende Gebäude mit Wärmepumpen. Das Ergebnis: "Die Wärmepumpen (…) liefern die gewünschte Wärme zuverlässig, es gab kaum Betriebsstörungen", so Marek Miara, Koordinator Wärmepumpen am Fraunhofer ISE. Hersteller und Installateure verfügten über das erforderliche Know-how, um die Geräte auch im Bestand richtig zu installieren und deren Regler korrekt zu parametrieren.

Der Feldtest bestätigte zudem: Die untersuchten Wärmepumpen heizen deutlich klimafreundlicher als fossile Heizsysteme. So verursachen sie laut Fraunhofer ISE um bis zu 57 Prozent weniger Kohlendioxid-Emissionen als dies bei Wärmeversorgung der gleichen Gebäude mit Gas-Brennwertheizungen der Fall wäre.

Das Alter des Gebäudes ist nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler nicht relevant. Auch ein Umstieg auf Flächenheizsysteme sei nicht zwangsläufig erforderlich. So gibt es heute auf dem Markt Heizkörper, die bei gleichem Platzbedarf wesentlich niedrigere Heizkreistemperaturen benötigen. Das passt zu den Gegebenheiten einer Wärmepumpe.

"Der Gesamterfolg hängt von einer guten Planung und sorgfältigen Installation ab", resümiert Miara. Heizungsinstallateuren und Planern komme daher eine zentrale Rolle zu. Quelle: ait-deutschland / al

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Eigenheimbesitzer streben nach Autarkie

28. August 2020 - 12:11

Eigenheimbesitzer in Deutschland möchten ihren produzierten Strom für den Eigenverbrauch verwenden. Ganze 37,51 Prozent sehen dabei komplett von einer netzgekoppelten Anlage ab. Während immerhin 58,89 Prozent der zukünftigen PV-Anlagen Besitzer, sich vorstellen können überschüssigen Strom einzuspeisen, planen lediglich 3,6 Prozent eine vollständige Netzeinspeisung. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Portals Hausfrage, bei der über 15.400 Anfragen für Photovoltaikanlagen ausgewertet und die Ergebnisse aus 2019 und 2020 zusammengetragen wurden.

Unabhängigkeit von Stromanbietern

Neben dem großen Interesse, den produzierten Strom auch selbst zu nutzen, sind 64,24 Prozent der Interessenten dazu geneigt, in einen zusätzlichen Stromspeicher zu investieren. Um in Zukunft die Unabhängigkeit von Stromanbietern zu erlangen, bevorzugen 87,92 Prozent der Interessenten den Kauf einer Anlage. Lediglich 5,48 Prozent tendieren zur Miete einer Photovoltaikanlage. Um das Klimaziel 2030 zu erreichen, ist der Ausbau erneuerbarer Energien unbedingt notwendig. Ein wichtiger Bestandteil sind hierbei auch die PV-Anlagen auf privaten Dächern. Dabei interessieren sich Eigenheimbesitzer hauptsächlich für größere Anlagen: 54,82 Prozent wünschen sich eine Anlage zwischen 30 und 100 Quadratmeter. Eine 35 Quadratmeter-Anlage versorgt einen Vier-Personen-Haushalt. Das zeigt das Interesse.

Quelle: hausfrage / wh

 

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Q CELLS erhält Zuschlag über 315 MW in Portugals erster Solar+Speicher-Auktion

28. August 2020 - 9:15

Q CELLS, ein weltweit erfolgreicher Komplettanbieter von sauberen Energielösungen in den Bereichen Solaranlagen, Solarkraftwerke, Energiespeicher und Stromverträge, hat sich in Portugals zweiter Solar-Auktion die Rechte über den Netzanschluss von rund 315 MW an neuen Solar- und Speicherkapazität in dem Land gesichert. In der Auktion am 24. und 25. August 2020 gewann Q CELLS sechs von insgesamt zwölf Losen. Die Auktion umfasste insgesamt 700 MW. Erstmals waren die Teilnehmer dabei aufgerufen auch Projekte einzureichen, die neben Solarkraftwerken auch eine Speicherkomponente beinhalten.

Jedes der sechs Projekte, die Q CELLS entwickeln, bauen und an das portugiesische Stromnetz anschließen wird, kombiniert ein Solarsystem mit einem Speichersystem. Die Projekte werden alle in der portugiesischen Region Alentejo entwickelt: zwei Anlagen in Ourique mit einer Kapazität von 109 MW bzw. 99 MW, ein 50-MW-Projekt in Ferreira do Alentejo und drei 19-MW-Projekte in Beja, Vale do Gaio und Porteirinhos.

Q CELLS wird die Projekte gemäß den von der portugiesischen Regierung festgelegten Terminen entwickeln, so dass der Netzanschluss aller sechs Projekte voraussichtlich im Juni 2024 erfolgen wird.

Große Solarambitionen

Q CELLS gewann alle sechs Projekte mit einer Kombination aus Solar und Speicher. Grundlage des Erfolges war die langjährigen Erfahrung und umfassende Expertise von Q CELLS nicht nur in der Entwicklung und dem Bau von Solarkraftwerken, sondern auch bei der Energiespeicherung. Q CELLS sicherte sich die Netzkapazität im Gegenzug für die Zahlung eines festen jährlichen Betrages pro Kapazität an den portugiesischen nationalen Netzbetreiber über einen Zeitraum von 15 Jahren. Die Flexibilität der Kopplung von Solaranlagen mit Speichern wird es Q CELLS ermöglichen, den von der Solaranlage erzeugten Strom an Händler zu verkaufen, von Arbitrage-Geschäften durch Zwischenspeicherung zu profitieren sowie Netzdienstleistungen zu erbringen. So wird Q CELLS die Projekte optimal nutzen und gleichzeitig zur lokalen Netzstabilität beitragen. Diese Strategie ermöglichte es Q CELLS, bei der Auktion sehr wettbewerbsfähig zu sein.

Mit diesen zusätzlichen 315 MW an neuer Solarkapazität verfügt Q CELLS nun über eine Entwicklungspipeline von fast 2 GW in Portugal. Im Norden des Landes hat Q CELLS bereits mit dem Bau eines 11,6-MW-Solarprojekts begonnen und wird im Laufe der nächsten Monate weitere Tranchen seiner umfassenden Solarpipeline realisieren.„Q CELLS ist hoch erfreut, dass wir uns in der jüngsten Auktion in Portugal die Rechte zur Entwicklung von 315 MW an Solar- und Speicherkapazität gesichert haben. Q CELLS verfügt über große Expertise in der Solarenergie in Portugal und eine Pipeline von fast 2 GW“, sagt Sang Chull Chung, Leiter des Downstream-Geschäfts von Q CELLS.  

Sie seien diese zweite Auktion mit großer Zuversicht angegangen, da Q CELLS ein globales, bankfähiges Unternehmen für saubere Energie ist, das über eine solare DNA und langjährige Expertise und Erfahrung auch im Bereich der Speicherung verfügt. Portugals große Ambitionen im Bereich der erneuerbaren Energien passen perfekt zu unseren eigenen. Daher freut sich Q CELLS darauf, die Solarenergielandschaft in Portugal sowie auf der gesamten iberischen Halbinsel mit zu prägen. Ein zukunftsfähiger Schritt für Portugal.

Quelle: Qcells/wh

 

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