Enbausa

Enbausa

Energetisch Bauen und Sanieren

Newsfeed

Enbausa Feed abonnieren
Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 53 Minuten 51 Sekunden

Abstimmung für Greentec Awards endet

8. Januar 2018 - 7:00

Proshape ermöglicht ein dezentrales Energiemanagement in Quartieren. Dafür wurden unter Koordination des Borderstep Instituts ein Steuerungsansatz und Geschäftsmodelle entwickelt. Zum Einsatz kommt Technik der Firma Dr. Riedel Automatisierungstechnik sowie ein von der Berliner Energieagentur betriebenes Blockheizkraftwerk.

Die Steuerung setzt auf drei Ebenen an: der Wohnung, dem Gebäude und dem Quartier. Sie erlaubt eine bedarfsgerechte Steuerung der Heizung und der Heizzentrale, die das Quartier mit Wärme und Strom (Mieterstrom) aus einem Blockheizkraftwerk (BHKW) versorgt.

Das Dezentrale Energiemanagement wurde in einem Quartier mit sechs Gebäuden und 224 Wohnungen der Wohnungsbaugenossenschaft Zentrum in Berlin im Prenzlauer Berg umgesetzt. Ziel war, die Mieter mit möglichst hohen Anteilen der im BHKW erzeugten Energie (Wärme und Strom) zu versorgen, die Nebenkosten zu senken und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Die Technik kann zukünftig auch eingesetzt werden, um Gebäude als dynamische (netzdienliche) Einheiten in der Energieversorgung zu nutzen. Das BHKW soll dann zusammen mit der Speichermasse der Gebäude und der Heizungssysteme auf schwankende Stromverfügbarkeit im Netz reagieren und diese ausgleichen.

Das dezentrale Energiemanagement im Quartier wurde im Oktober 2015 in Betrieb genommen. Folgende Ziele wurden seitdem erreicht:

  • Die Heizkosten der Mieter konnten um fast 20 Prozent gegenüber den durchschnittlichen Kosten der Berliner Wohnungsunternehmen gesenkt werden. Der Heizenergiebedarf der Wohnungen liegt nun bei 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr und erfüllt damit den Niedrigenergiehausstandard
  • Für die am Mieterstrommodell teilnehmenden Bewohner hat sich der Strompreis gegenüber dem Grundversorger um rund 15 Prozent reduziert
  • Die CO2-Emissionen des Quartiers konnten durch den Einsatz des BHKW um 160 t pro Jahr gesenkt werden. Weitere Emissionsminderungen von etwa 58,5 t pro Jahr resultieren aus dem Einsatz des Dezentralen Energiemanagements
  • Mit der intelligenten Gebäudeinfrastruktur ist das Wohnungsunternehmen einen Schritt in Richtung einer digitalen Gebäudebewirtschaftung gegangen. Die installierte Plattform kann zukünftig nach den Bedürfnissen der Mieter um weitere Dienste ergänzt werden. Die entwickelten Geschäftsmodelle ermöglichen eine Übertragung der Erkenntnisse

Die anderen neun zur Abstimmung stehenden Projekte im Rahmen der Greentec Awards sind: Eine strombasierte Flächenheizung von Aelectra, ein vernetztes Plusenergie Quartier mit E-Mobilität und Quartierstrom in Bad Kreuznach, das modulare System Craftwand, ein energieautarkes Mehrfamilienhaus in Brütten (Schweiz), nachhaltige Holzveredelungsprodukte auf Basis von Leindotter, CO2-Nutzung zur Einsparung von Erdöl in der Kunststoffproduktion, ein nachhaltiges Hotel in Irota (Ungarn), ein modulares Bausystem aus recyceltem PET und ein zum Wohnen umgebauter gebrauchter Seefrachtcontainer. Quelle: Borderstep Institut / sue

Kategorien: Feeds from Partners

DDIV und KfW legen Infobriefreihe auf

5. Januar 2018 - 7:00

Der erste "Infobrief Spezial für Wohnungseigentümergemeinschaften und Immobilienverwaltungen" von DDIV und KfW informiert kompakt darüber, wie energetische Sanierungen und altersgerechte Umbauten durch entsprechende Zuschüsse der Förderbank unterstützt werden können. "Vielen Wohnungseigentümergemeinschaften fällt es leichter Sanierungsmaßnahmen zu finanzieren, wenn alternativ zu einem Förderdarlehen ein Zuschuss beantragt werden kann. Allerdings sind häufig nicht alle Möglichkeiten bekannt, die wir als Bank anbieten. In anderen Fällen bestehen Unsicherheiten, wie solche Zuschüsse beantragt werden können", erläutert Burkhard Touché, Abteilungsdirektor der KfW, den Hintergrund der Infobriefreihe.

"Das Thema Fördermöglichkeiten bei energetischer Sanierung ist bei vielen Immobilienverwaltungen noch nicht ausreichend präsent", meint auch DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler. "Deswegen arbeiten wir seit Jahren eng mit der KfW zusammen und haben bereits einige Projekte erfolgreich umgesetzt, mit denen wir diese Informationslücken schließen."

Aktuelle Beispiele sind die Neuauflage des umfangreichen Kompendiums zu Energieeffizienzmaßnahmen in Wohnungseigentümergemeinschaften, gemeinsame Veranstaltungen zu energetischer und barrierereduzierender Sanierung sowie die Neuregelung der De-minimis-Beihilfen für Wohnungseigentümergemeinschaften. Sie erleichtert Immobilienverwaltungen das Beantragen von Fördermitteln für Wohnungseigentümergemeinschaften, da nun eine gesammelte De-minimis-Erklärung durch den Verwalter für alle vermietenden Wohnungseigentümer ausreicht.

Außerdem ist die KfW Kooperationspartner beim Zertifikatslehrgang KlimaVerwalter des DDIV. "Und gemeinsam haben wir den Weg dafür geebnet, dass die Verwalterleistung bei energetischen Sanierungen als Baunebenkosten ebenfalls förderfähig ist", unterstreicht Kaßler die Erfolge der Kooperation.

Die energieeffiziente Sanierung von Wohnimmobilien ist ein wesentliches Thema, um die ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Dementsprechend widmet sich der aktuelle Infobrief Spezial insbesondere diesem Bereich: Er stellt verschiedene Zuschussoptionen der KfW vor und erläutert die Schritte zu einem Investitionszuschuss. Zudem beleuchtet er das Thema altersgerechter Wohnungsumbauten samt Barriereabbau und Einbruchschutz. Quelle: DDIV / sue

Kategorien: Feeds from Partners

Förderung für Contracting verlängert

4. Januar 2018 - 7:00

Die bisherige Richtlinie wurde fortgeschrieben: Förderkonditionen und Verfahren gelten unverändert. Nach wie vor ist das Bafa für die Bearbeitung der Förderanträge zuständig. Das Förderprogramm "Beratungen zum Energiespar-Contracting" unterstützt Antragsteller dabei, eine unabhängige und qualifizierte Beratung zum  Contracting in Anspruch zu nehmen und dadurch Energieeinsparpotenziale in den eigenen Liegenschaften zu erschließen.

In einem ersten Arbeitsschritt überprüft ein vom Bafa zugelassener Experte (Projektentwickler) die Liegenschaften und Anlagen des Auftraggebers auf Eignung und gibt Empfehlungen zum potenziell besten Energiesparmodell ab (Orientierungsberatung).

Aufbauend auf dieser Analyse unterstützt der Experte in einem zweiten Schritt entweder die Umsetzung eines Energiespar-Contracting-Projekts (Umsetzungsberatung) oder, wenn es sich als nicht geeignet erweist, die Ausschreibung anderer Contracting-Modelle (Ausschreibungsberatung). Die Orientierungsberatung sowie entweder die Umsetzungs- oder die Ausschreibungsberatung werden gefördert. Quelle: Bafa / sue

Kategorien: Feeds from Partners

Heizungen bekommen neuen Grenzwert

3. Januar 2018 - 7:00

Antrag zuerst – so heißt es seit 1. Januar für alle, die sich beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) einen Förderzuschuss fürs Heizen mit erneuerbaren Energien sichern wollen. Bislang konnte der Förderantrag auch dann noch eingereicht werden, wenn Solar- oder Photovoltaikanlage, Wärmepumpe oder Pelletheizung bereits in Betrieb waren. Künftig muss der Antrag beim Bundesamt vorliegen, bevor der Auftrag erteilt wird. Andernfalls werden keine Fördergelder gezahlt. Zulässig ist es jedoch weiterhin, die Anlage zu planen, bevor der Antrag auf Zuschuss gestellt wird.

Für Anlagen, die noch 2017 beauftragt wurden, sind zwei Fälle zu unterscheiden:

  • Für solarthermische Anlagen, Wärmepumpen und Pelletheizungen, die bis 31. Dezember 2017 in Betrieb genommen wurden, gilt eine neunmonatige Frist. Das bedeutet, dass der Antrag spätestens neun Monate nach Inbetriebnahme beim BAFA vorliegen muss
  • Für Anlagen, die 2017 beauftragt wurden, aber erst 2018 in Betrieb genommen werden, gilt: Die Anlage muss bis spätestens zum 30. September 2018 in Betrieb genommen werden, und bis zu diesem Datum muss auch der Antrag gestellt werden. Zusätzlich ist ein Formular auszufüllen, mit dem die Übergangsregelung beansprucht wird
Lüftungsanlagen müssen sparsamer und leiser werden

Für Lüftungsgeräte in Wohnräumen gelten ab 1. Januar 2018 strengere Vorgaben für Effizienz und Schallschutz. Zulässig sind dann nur noch neue Geräte der Effizienzklassen A+ bis D. Die Klassen E bis G entfallen. Die Eingruppierung erfolgt nach der Menge an Energie, die eine Anlage theoretisch gegenüber einer Lüftung mit geöffneten Fenstern einspart. Um diese Menge zu ermitteln, wird der Wärmeverlust mit dem Stromverbrauch aufgerechnet. Erlaubt sind ab 1. Januar nur noch neue Anlagen, denen diese Rechnung eine Einsparung von mindestens 20 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter bescheinigt. Auch leiser müssen die Geräte werden: Statt maximal 45 Dezibel sind nur noch 40 Dezibel erlaubt. Von diesen Regelungen ausgenommen sind reine Abluftgeräte, die weniger als 30 Watt Leistung aufnehmen.

Mehr alte Heizungen bekommen Effizienzlabel

Alle Heizkessel, die bis einschließlich 1993 eingebaut wurden, bekommen bei der Feuerstättenschau des Schornsteinfegers ab dem 1. Januar 2018 ein Effizienzlabel. Damit werden gegenüber dem Vorjahr zwei weitere Baujahre einbezogen. Das Label dient nur zur Information. Konsequenzen drohen auch bei einer Einordnung in eine schlechte Effizienzklasse nicht.

Dunstabzugshauben-Label A++ bis E

Für Dunstabzugshauben ändert sich das Effizienzlabel: Die Klassen F und G entfallen; die neue Skala reicht von A++ bis E. Ist eine Dunstabzugshaube bereits so sparsam, dass sie in die Klasse A+++ eingruppiert werden kann, kann auf freiwilliger Basis ein anderes schon existierendes Label verwendet werden, das von A+++ bis D reicht.

Heizungen: Neue Vorgaben für Effizienz und Abgase

Vom 26. September 2018 an gilt für neue öl- und gasbetriebene Heizungen ein Höchstwert beim Ausstoß von Stickoxid. Die Grenzwerte unterscheiden sich je nach Bauart und Leistung der Geräte.

Sogenannte Einzelraumheizgeräte, also etwa elektrische Heizlüfter und -strahler oder kleine Öl- und Gasöfen, dürfen ab 1. Januar 2018 nur noch in den Handel gebracht werden, wenn sie Mindestanforderungen sowohl an die Effizienz als auch an den Stickoxid-Ausstoß erfüllen. Für Geräte die feste Brennstoffe wie Holz verwenden, gelten noch keine solchen Vorgaben. Unabhängig vom Brennstoff gibt es aber ein Effizienzlabel: Die schlechteste Klasse darauf ist "G", die beste "A++". Quelle: vzbv / sue

Kategorien: Feeds from Partners

Quartiere werden zu Laboren

2. Januar 2018 - 7:00

In den Quartieren liegt eine Chance für mehr Energieeffizienz, weil gemeinsame Anlagen besser ausgenutzt werden können und das ihre Wirtschaftlichkeit steigert. Die Forschung widmet sich nun mehr und mehr der Frage, wie dieses Potenzial gehoben werden kann. Das fügt sich zu dem Ansatz, die Bewohner bei der Entwicklung der Konzepte mit einzubeziehen. So betreibt es das KIT seit mehreren Jahren in der neben dem Institut gelegenen Karlsruher Oststadt.

Außerdem hat das KIT das Format "Reallabor" weiterentwickelt. Aufsätze dazu sind in einem Schwerpunktheft der "Zeitschrift für Technikfolgenabschätzung in Theorie und Praxis" nachzulesen. "In den Städten Europas", heißt es dort, "bedeutet nachhaltige Entwicklung eine Transformation im Bestand, sowohl auf räumlicher als auch auf sozialer Ebene – und nicht etwa den großflächigen Abriss und Neubau von Siedlungsstrukturen."

Konkret haben die Bürger der Oststadt Vorschläge zur nachhaltigen Gestaltung ihres Quartiers erarbeitet und sie in einem "BürgerProgramm" mit den Schwerpunkten Mobilität, Raum und Soziales, Energie und Konsum festgehalten.

Im Bereich Energie schlagen sie vor:

  • Eine Einsparung von rund zehn Prozent der Heizenergie durch Optimierung der Heizungssysteme (Pumpentausch, Optimierung der Heizungssteuerung, hydraulischer Abgleich). Ein Energieberater soll die Eigentümer dafür aktiv kontaktieren und einen Termin zur Beratung und Einstellungsoptimierung vereinbaren
  • Die Umsetzung eines beispielhaften Pilotprojekts: Autarke Versorgung eines Wohnblocks mit erneuerbarer Wärme und regenerativem Strom dank größerer Speicherkapazitäten
  • Erstellung eines Energiekonzepts: Welche Energieversorgungsmöglichkeiten bestehen (z.B. Fernwärme, Solarthermiekataster), welche Möglichkeiten bieten sich für welche Gebäudetypen an (z.B. Wärmepumpen für Flächenheizungen, BHKWs bei höherem Wärmebedarf), welche Fördergelder sind möglich?
  • Etablierung einer beratenden Expertengruppe, die das Energiekonzept erarbeitet und umsetzt, indem sie aktiv auf die Gebäudeeigentümer und -bewohner zugeht. Für jedes Gebäude wird ein detailliertes Versorgungskonzept auf Basis regenerativer Energien erarbeitet und den Eigentümern erläutert. Die Expertengruppe unterstützt während des Umsetzungsprozesses
  • Einrichtung eines Nachhaltigkeitsbüros zur Vermittlung und Bewerbung des Konzeptes. Hier werden regelmäßige Beratungstermine zur Erläuterung der Gebäudekonzepte angeboten

Die Erkenntnisse aus dem komplexen Beteiligungsprozess in der Oststadt fließen nun in ein "Transformationszentrum für nachhaltige Zukünfte und Kulturwandel" des KIT. Es wird in den kommenden zwei Jahren unter anderem die Energiewende in der Oststadt weiter begleiten. Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg fördert Konzeption und Entwicklung mit 480.000 Euro.

Innovationsnetzwerk soll Hürden beseitigen

Aber auch in Nordrhein-Westfalen werden solche Konzepte erprobt. Dort besteht das Regionale Innovationsnetzwerk Energieeffizienz Ruhr unter der Leitung des Instituts für Energiesysteme, Energieeffizienz und Energiewirtschaft der TU Dortmund. Ein Versuchslabor ist der Mülheimer Stadtteil Heißen. Nach dem Willen des fördernden nordrhein-westfälischen Kultusministeriums soll das Netzwerk drei Hürden auflösen, die Kooperationen im Quartier normalerweise unwahrscheinlich machen:

  • Dezentrale Kraftwerke als Lösung auf Quartiersebene setzen voraus, dass Mieter bereit sind, mehr Verantwortung zu übernehmen und Betreiber der Kraftwerke zu werden. Etablierte Versorger wie die Stadtwerke sehen in solchen Modellen oft Konkurrenz – und halten ihre Expertise zurück
  • Kooperation und Austausch beruhen auf Vertrauen. Bislang gibt es aber keine Institutionen, die auf Ebene der Quartiere den systematischen Austausch potenzieller Projektpartner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft fördern
  • Das Ziel steht noch nicht fest – die Projektpartner müssen es erst selbst entwickeln

Unter Federführung der TU Dortmund arbeitet außerdem noch bis Ende dieses Jahres eine Gruppe von zwölf Doktoranden in einem Fortschrittskolleg "Energieeffizienz im Quartier: clever versorgen.umbauen.aktivieren" zusammen. Ihre Leitfrage ist, welche Innovationen und Strukturen notwendig sind, um eine flächendeckende Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen in verschiedenen Quartieren zu erreichen.

Eine der bereits veröffentlichten Aufsätze beschäftigt sich am Beispiel Oberhausens mit den räumlichen Mustern von Energiearmut und zeigt Wege, die bedürftigsten Stadtteile zu finden. Dabei wird auch ein Bewusstsein für mögliche Konfikte zwischen sozialen und ökologischen Zielen geweckt. Die Abschlusskonferenz des Regionalen Innovationsnetzwerk Energieeffizienz Ruhr findet am 28. Februar im Dortmunder Kompetenzzentrum Elektromobilität statt.

Wirtschaftsministerium sucht Konzepte

Auch das Bundeswirtschaftsministerium hat die Reallabore entdeckt und im November die Gewinner des Ideenwettbewerbs EnEff.Gebäude.2050 im Rahmen der Forschungsinitiative Energiewendebauen prämiert. Gesucht waren Konzepte für einen künftigen internationalen Energiewettbewerb für Gebäude und Quartiere, die einen interessanten Austragungsort präsentieren und sie nachhaltig als Experimentierraum oder "Living-Lab" in das städtische Umfeld integrieren.

Gemeinsam im ersten Rang wurden die Bergische Universität Wuppertal mit der Stadt Wuppertal und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus mit der Stadt Cottbus für ihre Konzepte prämiert. Auf dem zweiten Platz folgten die Ideen der Beuth Hochschule für Technik Berlin mit der Stadt Berlin sowie die Technische Universität Darmstadt mit der Stadt Frankfurt am Main. Die TU Braunschweig erhält zusammen mit der Stadt Braunschweig einen Sonderpreis. Die ausgezeichneten Konzepte werden allerdings nicht direkt umgesetzt, sondern sollen als Vorbereitung für die mögliche Ausschreibung eines internationalen Energiewettbewerbs dienen. von Susanne Ehlerding

Kategorien: Feeds from Partners

Bauherren bekommen besseren Schutz

2. Januar 2018 - 7:00

Das neue Gesetz sieht erstmals einen eigenen Verbraucherbauvertrag vor. Das ist ein Vertrag, durch den ein Unternehmer von einem Verbraucher zum Bau eines neuen Gebäudes oder zu erheblichen Umbauten verpflichtet wird. In einem solchen Vertrag gelten zukünftig besondere Schutzvorschriften für Verbraucher.

Baubeschreibungen werden Pflicht

Baufirmen, die zum Bau eines neuen Hauses oder zu erheblichen Umbauten an einem bestehenden Gebäude beauftragt werden, sind ab dem Jahreswechsel verpflichtet, dem potenziellen Bauherrn vor Vertragsabschluss eine detaillierte Baubeschreibung in Textform auszuhändigen. Darin müssen die wesentlichen Eigenschaften des Bauvorhabens klar und unmissverständlich dargelegt sein. So sind Art und Umfang der angebotenen Leistungen in der Baubeschreibung genau festzuhalten, zum Beispiel die Größe und Zahl der Räume. Außerdem muss sie Ansichten des Hauses sowie Grundrisse und Schnitte beinhalten. Zusätzlich müssen verbindliche Angaben zum Zeitpunkt der Fertigstellung gemacht werden. Steht noch nicht fest, wann mit dem Bau begonnen werden soll, ist die Dauer der Bauarbeiten anzugeben.

Damit wurde vagen und wenig detaillierten Bauunterlagen von Unternehmen, die bei möglichem Streit über schlechte oder fehlende Ausstattung nur wenig Beweiskraft bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung hatten, ein Riegel vorgeschoben. Außerdem sollen Bauherren durch die genaue Beschreibung einzelne Angebote besser miteinander vergleichen können. Eine gesonderte Vergütung für die Baubeschreibung darf der Unternehmer nicht berechnen.

Ist nichts anderes vereinbart, wird die Baubeschreibung Inhalt des späteren Vertrags. Nachträgliche Abweichungen von der Baubeschreibung gelten dann grundsätzlich als Mangel.Herausgabe von Bauunterlagen

Der Bauunternehmer ist künftig verpflichtet, dem Bauherrn bestimmte Unterlagen auszuhändigen, die er zur Vorlage bei Behörden oder Banken benötigt. Diese Informationen sind zum Beispiel wichtig, um staatliche Förderungen für ein besonders energiesparendes Eigenheim zu beantragen. Nur anhand der Planungsunterlagen kann der Bauherr auch beweisen, dass Dämmung, mehrfach verglaste Fenster und Heizungsanlagen den Grenzwerten genügen.

Abschlagszahlungen werden begrenzt

Verlangt der Unternehmer Abschlagszahlungen, so sind diese zukünftig auf 90 Prozent der vereinbarten Gesamtvergütung begrenzt.

WiderrufsrechtAb dem 1. Januar 2018 abgeschlossene Verbraucherbauverträge können innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsabschluss ohne Angabe von Gründen widerrufen werden - es sei denn, der Vertrag wurde notariell beurkundet. Die Frist läuft jedoch nur dann, wenn der Unternehmer den Verbraucher ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht belehrt hat.

Nachträgliche Änderungen möglich

enn Bauherren nach Baubeginn noch Änderungswünsche haben, darf sich das beauftragte Unternehmen diesen nicht grundsätzlich verschließen. Sofern diese „zumutbar" sind, hat der Bauunternehmer ein Angebot über die erforderlichen zusätzlichen oder auch geringeren Arbeiten abzugeben. Als „nicht-zumutbar" gelten beispielsweise Änderungen, die der Bauunternehmer mit seinen technischen und personellen Möglichkeiten nicht erfüllen kann. Die vom Bauherren gewünschten Änderungen sollen nach den tatsächlichen Kosten vergütet und Zuschläge für allgemeine Geschäftskosten sowie für Wagnis und Gewinn eingerechnet werden. Bislang musste der Auftragnehmer nach der geltenden Rechtsprechung seine Vergütung auf Basis der hinterlegten oder erstellten Urkalkulation ermitteln.

Beschleunigte Bauprozesse

Mit der Einrichtung von speziellen Baukammern bei den Landgerichten soll das Tempo bei Bauprozessen beschleunigt werden. Quelle: vzbv / sue

Kategorien: Feeds from Partners

Bündnis reformiert Kesselberechnung

22. Dezember 2017 - 9:00

Die nahezu klimaneutrale Energieversorgung im Gebäudebestand bis 2050 ist ein zentrales Ziel der Energie- und Klimapolitik Deutschlands. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, werden Instrumente und Lösungen benötigt, die die Sanierungsrate im Gebäudebestand deutlich beschleunigen. Die Umstellung auf gewerbliche Wärmelieferung wie Fernwärme oder Contracting ist ein wichtiger Baustein in der Sanierung und Heizungsmodernisierung im Mietwohnbestand, meint der AGFW.

Ein Verbändebündnis aus AGFW, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), ESCO Forum im ZVEI (ESCO steht für Energy Service Company) und dem Verband für Wärmelieferung hat hier einen Impuls gegeben. Im vergangenen Jahr sei ein praxistaugliches Verfahren auf Basis einer Studie des Instituts "Energiefragen der Immobilienwirtschaft" der EBZ Business School in Bochum geschaffen worden. Das Verfahren liefere eine realistische Einschätzung des Altkessels und werde seitdem immer öfter in der Praxis von Contractoren und Fernwärmeversorgern verwendet.

Das zugrundeliegende Berechnungsverfahren wurde jetzt in das AGFW-Regelwerk mit dem Titel "FW314 - Berechnung des Jahresnutzungsgrades von Wärmeerzeugungsanlagen in der Wohnungswirtschaft" übernommen. "Damit wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein für die offizielle Anerkennung erreicht", teilt das Bündnis mit. Nicht nur wurden Berechnungsmethodik und Vorgehensweise in einem vom Gesetzgeber anerkannten Verfahren einer Prüfung unterzogen, sondern auch die Öffentlichkeit mit einbezogen und um Kommentierung gebeten. Diese Gelegenheit habe etwa der Deutsche Mieterbund genutzt und wichtige Anmerkungen zum Regelwerksbaustein hinzugefügt.

Der Regelwerksbaustein wird Anfang 2018 offiziell im Bundesanzeiger veröffentlicht, kann aber bereits heute von der AGFW-Internetseite kostenfrei heruntergeladen werden. Quelle: AGFW, BDEW, VfW und GdW / sue

Kategorien: Feeds from Partners

EU-Gebäuderichtlinie so gut wie beschlossen

21. Dezember 2017 - 7:00

Die Neuauflage der Energy Performance of Buildings Directive (EPBD) war bis Dienstagabend Gegenstand eines zähen Ringens im Vermittlungsausschuss gewesen. Am Ende war den Beteiligten die Erleichterung anzumerken, die Richtlinie beim sogenannten Trilog über die Bühne gebracht zu haben: "Glücklich, dass wir uns bei der EPBD endlich in der Mitte getroffen haben – mit einem ehrgeizigen und klaren Signal, dass wir die Gebäude in Europa verbessern wollen", twitterte der zuständige Abgeordnete für die Richtlinie, der Däne Bendt Bendtsen (Konservative Volkspartei).

Der für die Energieunion zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Maroš Šefčovič, sagte: "Der Kampf gegen den Klimawandel beginnt zu Hause. Mehr als ein Drittel der Emissionen in der EU wird in Gebäuden produziert. Indem wir sie renovieren und intelligent machen, schlagen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe: Die Energierrechnungen, die Gesundheit der Menschen und die Umwelt. Und da die Technologie die Grenzen zwischen den Sektoren verwischt hat, schaffen wir auch eine Verbindung zwischen den Gebäuden und der Elektromobilität und helfen, das Stromnetz zu stabilisieren."

Der Kommissar für Energie und Klima, Miguel Arias Cañete, ist weniger zufrieden. Diese erste Einigung auf einen Gesetzesvorschlag im Paket "Saubere Energie für alle Europäer" mit insgesamt acht Gesetzesvorhaben sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung. "Aber ich hätte es vorgezogen, wenn wir ehrgeizigere Verpflichtungen bei den Lademöglichkeiten für Elektroautos in Nicht-Wohngebäuden gesehen hätten. Das wäre mehr im Einklang mit den Verpflichtungen aus dem Abkommen von Paris gewesen. Aber die neue Richtlinie wird Jobs vor Ort schaffen, den Verbrauchern Geld sparen und ihre Lebensqualität erhöhen", sagte Cañete.

Nationalstaaten verwässern Kommissionsvorschlag

In einer Synopse stehen die unterschiedlichen Positionen, mit denen die Parteien in die Verhandlungen gingen. Schon zwei Runden waren ohne Ergebnis verlaufen. Am ehesten lässt sich aus der Pressemitteilung des Rates herauslesen, in welche Richtung es mit der Richtlinie nun geht:

  • Die Mitgliedstaaten sollen langfristige Renovierungsstrategien entwickeln, um bis 2050 einen hocheffizienten und dekarbonisierten Gebäudebestand zu schaffen. Streitpunkt waren die zeitlichen Abstände und die Detailliertheit gewesen. Dazu verlautete bisher noch nichts
  • Um die Investitionen richtig zu steuern, sollen besonders kleine und mittlere Unternehmen einbezogen werden und die Gebäude mit der schlechtesten Energieeffizienz als erste adressiert werden
  • Die finanziellen Risiken für Investitionen in Energieeffizienz sollen gemindert werden
  • In neuen und umfassend renovierten Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Parkplätzen soll mindestens eine Lademöglichkeit für Elektroautos geschaffen werden. Für mindestens einen von fünf Parkplätzen soll eine Vorverkabelung gezogen werden. Über Lademöglichkeiten in Wohngebäuden gibt es keine Aussage
  • Die Mitgliedsstaaten sollen bis 2025 eine Regelung treffen, wie viele Lademöglichkeiten es in Nicht-Wohngebäuden mit mehr als 20 Parkplätzen geben soll
  • Die Kommission wird einen sogenannten Intelligenzindikator entwickeln. Er soll anzeigen, wie stark ein Gebäude seinen Betrieb an die Erfordernisse der Bewohner und des Netzes anpassen kann. Die Einführung des Indikators wird freiwillig sein. Davon war im ursprünglichen Vorschlag der Kommission nicht die Rede
  • Freiwillig wird im Gegensatz zum Kommissionsvorschlag auch die Einführung von Datenbanken zur Gesamtenergieeffizienz von öffentlichen Gebäuden sein. Die Daten werden entgegen der Formulierung der Kommission nicht öffentlich einsehbar sein.
  • Die Mitgliedsstaaten können selbst entscheiden, wie und in welchem Rhythmus Heizungen und Klimaanlagen in Gebäuden inspiziert werden. Die Leistungsgrenze, ab der inspiziert werden muss, beträgt 70 Kilowatt. Automatisierungssysteme müssen ab 2025 nur dann eingebaut werden, wenn dies technisch und wirtschaftlich machbar ist. Es wird weiterhin erlaubt sein, Automatisierungssysteme durch Alternativen wie Beratungen zu ersetzen. Die Kommission wollte dies streichen

Beim letzten Punkt hatten elf technische Verbände kurz vorm Trilog noch versucht, das Ruder herumzureißen und Gebäudeautomation verpflichtend zu machen. Dafür hatten sie in einem offenen Brief an die drei Verhandlungsparteien appelliert. Vergeblich.

Berechnung des Primärenergiefaktors unklar

Noch gar keine Informationen gibt es über die Berechnung des Primärenergiefaktors. Auch dies war umstritten. Ein hoher Anteil von Grünstrom im Netz sollte nach Ansicht Deutschlands nicht dafür genutzt werden können, die Energiebilanz eines Gebäudes schönzurechnen.

Reaktionen gibt es bisher auf den Kompromiss nur wenige - wohl auch deshalb, weil noch kein Text vorliegt. Die Energieexpertin der Grünen im Bundestag, Julia Verlinden, sagte: "Die gestern vereinbarte Neufassung der EU-Gebäuderichtlinie ist ein starkes Signal, dass im Gebäudebereich viel mehr passieren muss. Das gilt insbesondere für Deutschland, wo die energetische Sanierung viel zu langsam vorankommt. Bisher konnte die Bundesregierung nicht mal eine Antwort darauf geben, wie sie die Sanierungsquote in Deutschland überhaupt definiert – geschweige denn, wie hoch sie liegt. Auch den von der EU längst geforderten Niedrigstenergie-Standard für Neubauten hat die Regierung noch immer nicht festgelegt. Dieser muss zukunftsorientiert sein und dem KfW Effizienzhaus 40 entsprechen", fordert Verlinden.

Nach Angaben der EU-Kommission verbrauchen Gebäude in Europa 40 Prozent der Endenergie. 75 Prozent der Gebäude seien nicht energieeffizient. Je nach Mitgliedsstaat werden pro Jahr nur 0,4 bis 1,2 Prozent der Gebäude renoviert. Die Bauindustrie trägt neun Prozent zum Bruttoinlandsprodukt der EU bei und hat 18 Millionen Beschäftigte.

18 Monate Zeit für die Umsetzung in nationales Recht

Nach der politischen Einigung wird am heutigen Donnerstag der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten über das Ergebnis informiert. Normalerweise ist hier kein Widerspruch zu erwarten, wobei es auch schon Ausnahmen gegeben hat. Etwa als 2013 neue Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von Pkw festzustehen schienen und dann im Ausschuss gekippt wurden.

Der provisorische Text der Richtlinie soll bis Januar feststehen und muss dann noch von Parlament und Rat abgesegnet werden. Nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der EU haben die Mitgliedsstaaten 18 Monate Zeit, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. von Susanne Ehlerding

Kategorien: Feeds from Partners

Installateure sehen KfW-Zuschuss kritisch

21. Dezember 2017 - 7:00

Die aktuellen Ergebnisse des "Global PV InstallerMonitor 2017/2018" zeigen, dass eine Mehrheit der deutschen PV-Installateure negativ gegenüber der KfW-Förderung eingestellt ist. So gaben 52 Prozent der befragten Installateure an, dass sie ihren Kunden das Förderprogramm 275 der Kreditanstalt für Wiederaufbau beim Speicherkauf nicht empfehlen. Lediglich etwas mehr als ein Viertel der Installateure, die Speicher im Portfolio haben, legen ihren Kunden nahe von dem Zuschuss zu profitieren.

Als häufigste Gründe gegen die Empfehlung nannten die Installateure die Verpflichtung zur 50-prozentigen Leistungsbegrenzung. Das bedeutet, dass die Anlage nur die Hälfte ihrer maximalen Leistung ins öffentliche Netz einspeisen darf. Auch den bürokratischen Aufwand, den Kunden beim Antrag durchlaufen müssen, kritisieren die Installateure. Zusätzlich gab ein Großteil von ihnen an, dass sie das Förderprogramm nicht für wirtschaftlich halten.

Im Rahmen des "Global PV InstallerMonitors 2017/2018" wurden Photovoltaik-Installateure in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz, den Niederlanden, Großbritannien und Australien befragt. Die Länderstudien behandeln die Themen Markenmanagement, Marktdurchdringung, Beschaffung und Zufriedenheit. Es werden die Bereiche Module, Wechselrichter, Großhändler und Speichersysteme analysiert. Viele Auswertungen werden auf Markenebene dargestellt. Quelle: EuPD Research / sue

Kategorien: Feeds from Partners

Planer spüren Bedarf für Nachhaltigkeit

20. Dezember 2017 - 7:00

Nachhaltigkeit wird insbesondere von Bauherren aus Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Deutschland gefordert. Dagegen ist die Nachfrage in Polen, Italien und Spanien am geringsten, wie die Studienergebnisse des aktuellen europäischen Architektenbarometers zeigen.

Mehr als die Hälfte der über 1400 europaweit befragten Architekten gibt an, dass sie 2017 von den Bauherren nach nachhaltigen Bauprodukten und Gebäuden befragt wurden. Darüber hinaus berichten 46 Prozent der Planer, dass ihre Auftraggeber sogar gewillt waren, mehr Geld für nachhaltige Lösungen auszugeben. Verglichen mit dem Jahr 2015 zeigen die Ergebnisse einen Anstieg der Nachfrage für Nachhaltigkeit.

Dabei ist das Thema in einigen europäischen Ländern besonders präsent: So ist in Großbritannien der Bedarf nach nachhaltigen Lösungen – bei zeitgleichem Willen mehr Geld in solche Systeme und Produkte zu investieren – zwischen den Jahren 2015 und 2017 von 45 Prozent auf 67 Prozent gestiegen. Damit scheint Großbritannien aktuell eine Speerspitze beim Thema Nachhaltigkeit zu sein, schlussfolgert Bauinfoconsult.

Dagegen geben 64 Prozent der italienischen Planer an, dass sie von ihren Auftraggebern gar nicht nach nachhaltigen Lösungen gefragt werden. 60 Prozent der polnischen Architekten und über die Hälfte der spanischen Planer haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Allerdings zeigen die Ergebnisse einen Hoffnungsschimmer, denn die Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen ist in diesen drei Ländern zwischen 2015 und 2017 zumindest leicht angestiegen, teilt das Marktforschungsunternehmen mit. Quelle: Bauinfoconsult / sue

Kategorien: Feeds from Partners

Der Ziegel hat ein Herz aus Holz

20. Dezember 2017 - 7:00

Am Richtfest für die Kita nahm neben Vertretern der Gemeinde Hainburg auch der für den Entwurf zuständige Architekt Michael Kopp teil. Anlässlich der Feier übergab Rudolf Bax, Geschäftsführer des Hainburger Klinker- und Ziegelwerkes Wenzel, eine kleine Baustoff-Spende: Mit Spielzeug-Mauerziegeln aus Schaumstoff können die Kinder ab sofort ihre eigenen kleinen Bauprojekte verwirklichen. Die kindgerechten Versionen des massiven Baustoffes sind dem Originalziegel "Unipor Silvacor" nachempfunden. "Das bauliche Umfeld in Kindergärten ist ein sensibler Bereich", sagte Rudolf Bax. "Ökologische Baustoffe sind die beste Basis für gesunde Spiel- und Lernräume."

Die integrierte Dämmstofffüllung des Unipor Silvacor besteht aus Holzfasern von Steico, einem führenden Hersteller von Holzfaser-Dämmstoffen. Die Füllung ist sorptionsfähig (feuchtigkeitspuffernd) und diffusionsoffen (wasserdampfdurchlässig). Der Ziegel biete einen guten Hitzeschutz im Sommer und eine gute Isolierung im Winter, wirbt Unipor.

Für seine Neuentwicklung wurde das Unternehmen gerade mit dem "Architects‘ Darling Award" für Bauprodukthersteller in der Kategorie "Beste Produkt-Innovation Rohbau" ausgezeichnet. Die Ziegel erreichen einen Wärmeleitwert von 0,07 W/(mK) und erfüllen die Anforderungen der Baustoffklasse AB, sind also in wesentlichen Teilen nicht brennbar. Quelle: Unipor / sue

Kategorien: Feeds from Partners

Hotel nutzt dezentrale Wärmeerzeugung

19. Dezember 2017 - 7:00

Das neue BINE-Projektinfo "Neues Haustechnikkonzept für Hotel erprobt" stellt das Technikkonzept sowie Ergebnisse des Monitorings und einer Gästebefragung vor. Der Auslöser, ein neues Gebäudetechnikkonzept zu entwickeln, war das Thema Legionellenschutz. Der Warmwasserbedarf in Hotelzimmern unterliegt großen Schwankungen. In der Nebensaison ist er manchmal sehr sporadisch und begünstigt dadurch Legionellen-wachstum. Dem wird in der Regel durch hohe Vorlauftemperaturen oder dezentrale Boiler begegnet.

Das neuartige Konzept will dieses Problem energieeffizienter lösen: Herzstück sind Klein-Wärmepumpe in jedem Zimmer, die die Wärme zur Raumheizung und Trinkwassererwärmung erzeugen, kombiniert mit einem 160-Liter-Pufferspeicher. Die Warmwasserbereitung erfolgt jeweils über eine Frischwasserstation. Die Wärme- und Kälteübergabe an die Räume übernehmen in erster Linie Klimadecken sowie das zentrale Lüftungssystem.

Bei einer Befragung bewerteten die Gäste den Komfort insgesamt als gut. Das neue Konzept hat sich bewährt, wie die hohen thermischen Arbeitszahlen zwischen Systemebene und Nutzenergie belegen. Um die Konkurrenzfähigkeit des Konzepts für künftige Anwendungen zu verbessern, müssen jedoch die Stromverbräuche für die Zirkulationspumpen und Lüftungsanlagen weiter reduziert werden.

Der Endenergiebedarf des Gebäudes ist aufgrund der gut gedämmten Gebäudehülle, die nahezu den Passivhausstandard erreicht, gering. Das Hotel befindet sich in einem 2011 sanierten Wohngebäude in der Münchner Innenstadt. Es bietet 43 Zimmer auf sechs Etagen verteilt. Die Projektleitung für das Monitoring und die Unterstützung der Betriebsoptimierung lag bei der Fachhochschule Rosenheim. Quelle: BINE / sue

Kategorien: Feeds from Partners

Die tiefe Geothermie ist zurück

19. Dezember 2017 - 7:00

Mit dem Explorationsrisiko, einem der schwierigen Punkte bei der tiefen Geothermie, beschäftigt sich derzeit ein Forschungsprojekt des Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik (LIAG). Erstmalig soll in dem Projekt eine Typisierung geothermischer Ressourcen nach dem Konzept "Fündigkeitstyp" (Play Type) erfolgen.

Das Vorhaben will geothermische Ressourcen am Beispiel von Oberrheingraben und Ostafrikanischem Graben, Norddeutschem Becken und Pariser Becken sowie Süddeutschem Molassebecken und amerikanischem Alberta Becken untersuchen und vergleichen.

"Der Begriff Play kommt eigentlich aus der Erdöl- und Erdgasindustrie und bezeichnet den Teil einer Lagerstätte, der mit einem konkreten Erkundungs- und Entwicklungsvorgang erschlossen wird", erklärt Franz Binot vom LIAG. "Zum Play gehören alle Informationen, die erforderlich sind, diesen Lagerstättenteil bis zur Förderung zu entwickeln. Dazu gehören auch Einschätzungen des Erfolgsrisikos."

"Nicht die Gewichtsklasse der Kohlenwasserstoff-Industrie"

Bei der tiefen und mitteltiefen Geothermie sei manches gut vergleichbar mit Prozessen in der Erdöl- und Erdgasindustrie, etwa die umfangreichen bergbaulichen Genehmigungsverfahren und die tiefen Bohrungen, fährt Binot fort.

Ein wesentlicher Unterschied liege in der Ökonomie: "Brutal vereinfacht kann man es am Energie-Inhalt der Produkte verständlich machen: Hat man einen Liter Öl gefördert und im Vergleich dazu einen Liter 100 Grad heißes Wasser, so hat die Öl-Seite des Vergleichs etwa zwölfmal mehr Energieinhalt als die Heißwasser-Seite. Die Kalkulationen der Geothermieseite müssen somit wesentlich knapper gehalten werden und schärfer sein als die der Kohlenwasserstoffseite", beschreibt Binot die Aufgabe.

Und es gebe noch einen anderen Unterschied: "Die Akteure in der Kohlenwasserstoff-Industrie sind richtig groß: Shell, Exxon, BP, Gasprom, Engie – dazu gehört unser Projektpartner Storengy – oder Wintershall, um mal eine deutsche Firma zu nennen, sind global aufgestellt. Die Akteure der Geothermie sind viele Nummern kleiner. Es sind Stadtwerke, Gemeinden vielleicht mal ein größerer Industriebetrieb. Keinesfalls die Gewichtsklasse der Kohlenwasserstoff-Industrie", sagt Binot.

Frühzeitig Fehlbeurteilungen erkennen

Das, was deren globale Firmen mit ihrer großen Power für ihre Lagerstätten längst gemacht hätten, stehe für Geothermie-Plays mangels großer Akteure noch aus. "Wenn es jetzt mit öffentlichen Mitteln angegangen wird, so in der Hoffnung, dass frühzeitig Fehlbeurteilungen von Einzel-Plays erkannt werden und angemessene Entwicklungsempfehlungen gegeben werden können. Somit reduziert man Fehlgriffe und lenkt die Kapazitäten auf die erfolgversprechenden Zugriffe. Die Chancen auf Fündigkeit steigen dadurch", sagt Binot.

Jede vermiedene Fehlentscheidung also bringt ein Projekt näher an einen wirtschaftlichen Erfolg, um den die tiefe Geothermie offenbar immer kämpfen muss. Jedenfalls unter den aktuellen Rahmenbedingungen mit einem niedrigen Öl- und Gaspreis. Um dem Klimaschutz auch ökonomisch aufzuhelfen, hatte die Stern-Stiglitz-Kommission der größten 20 Industrienationen im Mai einen langfristigen CO2-Preis von bis zu 100 Dollar pro Tonne empfohlen – rund zwölfmal mehr als der aktuelle Preis im EU-Emissionshandel.

Ein Fünftel der Fernwärme aus Geothermie

Ohne Subventionen wäre das Geothermievorhaben in Schwerin nicht zu stemmen, sagt denn auch René Tilsen vom Unternehmensverbund der Stadtwerke Schwerin. Rund ein Drittel der Kosten in Höhe von 14,8 Millionen Euro, die wie bei allen Geothermieprojekten hauptsächlich für die Bohrungen anfallen, schießt die EU zu, berichtet Tilsen.

Im Schweriner Ortsteil Lankow wird 53 Grad Celsius heißes Wasser aus einer Tiefe von 1200 Meter nach oben gepumpt. Der Standort wurde gewählt, weil er sich in der Nähe des Heizkraftwerks befindet. Dort gibt das Thermalwasser seine Energie an einen Wärmetauscher ab und wird dann über eine Injektionsbohrung wieder in die gleiche Gesteinsschicht zurückgeführt. 20 Prozent des Bedarfs für die Fernwärme will die Landeshauptstadt so mit Geothermie decken. Für Schwerin sei das Projekt ein bedeutsamer Meilenstein auf dem Weg zur angestrebten CO2-Neutralität bis 2050, teilen die Stadtwerke mit.

GeotIS feiert zehnjähriges Jubiläum

Damit diese und andere Projekte eine gute Informationsgrundlage haben, pflegen das LIAG und die Staatlichen Geologischen Dienste Deutschlands das Informationssystem GeotIS. Zum zehnjährigen Jubiläum bekam GeotIS ein neues Layout mit neuen Funktionalitäten für mobile Endgeräte sowie zusätzliche Inhalte. Die Datensammlung ist heute auf den Untergrund in Deutschland und Oberösterreich ausgerichtet, weitere europäische Kooperationen sind angedacht.

TRUDI: Tief-runter-unter-die-Ruhr

Während die Stadt München für ihre ehrgeizigen Geothermiepläne bekannt ist – bis 2030 soll die Hälfte der Fernwärme durch Geothermie erneuerbar werden – steht die Rhein-Ruhr-Region noch ganz am Anfang. Für eine Umstellung der Fernwärmesysteme in der Region setzt das Internationale Geothermiezentrum in Bochum ebenfalls auf Tiefengeothermie.

Unter den Kohleschichten des Ruhrgebiets vermuten die Forscher in ähnlicher Tiefe thermalwasserführendes Gestein. "Allerdings: Vor der Hacke ist es duster", zitierte Geologe Rolf Bracke eine alte Bergmannsweisheit und meinte damit, dass bislang noch niemand versucht hat, unten dem Ruhrgebiet tiefere Gesteinsschichten als die Kohle zu erforschen.

Das möchte das Geothermiezentrum ändern. Das Bund-Länder-Projekt TRUDI (Tief-runter-unter-die-Ruhr) soll erproben, ob und wie die Erschließung der Tiefengeothermie im Ruhrgebiet möglich ist. Dazu sollen Forschungsbohrungen zunächst bis 1500 Meter Tiefe in den Untergrund gehen. Von dort aus sollen tiefergehende geophysikalische Untersuchungen der Gesteine bis 5000 Meter vorgenommen werden. von Susanne Ehlerding

Kategorien: Feeds from Partners

Wärmepumpen müssten günstiger werden

18. Dezember 2017 - 7:00

Für fast 70 Prozent der befragten Haushalte wäre die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe das Hauptmotiv beim Kauf. Doch auch der ökologische Faktor (54 Prozent) und die Unabhängigkeit vom Energieversorger (44 Prozent) sind den Hausbesitzern wichtig.

Bisher ist nur jede zehnte Heizung in Deutschland eine Wärmepumpe. In fast jedem dritten Neubau wurde im Jahre 2016 eine Wärmepumpe installiert. Andreas Piepenbrink, CEO von E3/DC, ist trotzdem nicht zufrieden mit dem Fortschritt: "Wärmepumpen müssen in Deutschland größere Marktanteile haben, ebenso wie Elektroautos. Die Sektorenkopplung kann nur funktionieren, wenn alle drei Bereiche, Strom, Wärme und Elektromobilität, genutzt werden."

 

Piepenbrink sieht das Problem auch in einer gewissen Unwissenheit bedingt durch mangelnde Informationen: "Den Kunden ist teilweise nicht klar, dass Sie über Eigenstrom auch unabhängiger sind. Die Eigenstromnutzung sollte ein zentrales Kaufargument sein, wird aber nicht als solches kommuniziert", sagt Piepenbrink. Kürzlich hatte ein Monitoringbericht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt ergeben, dass Wärmepumpenstrom aus dem Netz in diesem Jahr rund 1,5 Prozent mehr kostete als 2016.

Außerdem wurden die Haushalte befragt, welche Szenarien eintreten müssten, um die Investition in eine Wärmepumpe attraktiver zu machen. Es forderten fast 96 Prozent der Befragten eine Senkung des Anschaffungspreises, 83 Prozent die Erhöhung der Fördergelder und fast 76 Prozent die Verbesserung der Technologie. Einem hohen Anschaffungspreis stehen bei der Nutzung von selbst erzeugtem und gespeichertem Photovoltaikstrom jedoch extrem niedrige Betriebskosten gegenüber, gibt E3/DC zu bedenken.

Im Rahmen der "Energie-Autark-Studie – Sektorenkopplung als Lösungsansatz" findet deutschlandweit eine Befragung unter 1021 Hausbesitzern statt. Dabei werden die Einstellungen zu den Themen erneuerbare Energien, Elektromobilität und Wärme untersucht. Die räumliche Verteilung von Ein- und Zweifamilienhäusern wurde bei der Auswahl der Stichprobe berücksichtigt, was Vergleiche auch auf Bundesländerebene erlaubt. Quelle: EuPD Research / sue

Kategorien: Feeds from Partners

Lexikon zum Contracting erschienen

18. Dezember 2017 - 7:00

Welche rechtlichen und wirtschaftlichen Bestimmungen müssen beim Abschluss eines Contractingvertrages eingehalten werden? Was ist eine Preisgleitklausel und wie erziele ich die nötige Rechtssicherheit? Was muss bei der Abrechnung beachtet werden? Welche Möglichkeiten gibt es, die Kostenneutralität nach Wärmelieferverordnung (WärmeLV) im Wohngebäudebestand zu erreichen? Diese Fragen müssen Contractoren in der Praxis beantworten. Dabei soll ihnen das Contractinglexikon helfen.

"Es ist untergliedert in Themen, die uns über die Jahre in der Geschäftsstelle als Fragen erreicht haben", erläutert Volker Schmees, Projektleiter des VfW. "Dadurch erscheint jährlich ein aktuelles Nachschlagewerk mit den wichtigsten Stichworten, die von unserem Justiziar aufgearbeitet werden." Das Contractinglexikon enthält jetzt unter anderem neue Einträge zu den Themen "Messstellenbetriebsgesetz", "Mieterstrom", "Primärenergiefaktor" und "Finanzierungsleasing".

Eins der vielen neuen Themen in der aktuellen Version 2017 ist der Beitrag zum Service-Contracting. Hierzu folgt ein Auszug aus dem Lexikon: "Eine Idee für eine abgewandelte Contracting-Form beim Einsatz von Kleinanlagen (Einfamilienhäuser) wird oftmals als Service-Contracting beschrieben. Bei dieser Form des Contractings bleibt der Bezug des Brennstoffs in Kundenhand. Der Kunde bekommt keinen Arbeitspreis in Rechnung gestellt. Er zahlt neben dem Grundpreis lediglich ein kalkulierbares monatliches Entgelt für Technik und Serviceleistungen."

Das Lexikon ist in elektronischer Form erhältlich und wird bei Bestellung auf einem USB-Stick geliefert. Quelle: VfW / sue

Kategorien: Feeds from Partners

Karlsruher bekommen Community-Strom

17. Dezember 2017 - 7:00

Das Projekt haben die Stadtwerke Karlsruhe (SWK) mit der Badische Energie Servicegesellschaft (BES) entwickelt. Es ist ein Joint Venture der SWK mit der Hoepfner Bräu, einem der ältesten Unternehmen in Karlsruhe. Zusammen entwickeln sie grüne, lokale Energieprojekte für Wohnviertel und gemischte Quartiere.

Erzeugt werden Strom und Wärme für die Strom-Communities größtenteils über KWK- und Photovoltaikanlagen. Die Energie stammt zum Teil auch aus industrieller Abwärme. In den Strom-Communities sollen sich die Energienutzer zusammenschließen und neue Lösungen ausprobieren können wie die gemeinsame Nutzung von Elektromobilen und deren Batterien.

"SWK betreibt seit 2015 erfolgreich Mieterstromprojekte in der Region Karlsruhe. Gemeinsam mit den Community-Fähigkeiten von Lumenaza können wir diese zu einer Quartiers- und Areal-Strom-Community weiterentwickeln", sagt der Leiter Anlagencontracting SWK und Geschäftsführer BES, Lars F. Ziegenbein.

Lumenaza stellt in dem Projekt die Software-Plattform bereit, auf der sich die Akteure vernetzen. Das Unternehmen kann erneuerbare Kraftwerke steuern, Strom von großen und kleinen Erzeugungsanlagen einbeziehen und in Echtzeit Energiemanagementdaten für alle Marktteilnehmer zugänglich machen. Quelle: Lumenaza / BES / sue

Kategorien: Feeds from Partners

Wirtschaftlichkeitstool geht online

15. Dezember 2017 - 8:00

Das Onlinetool soll Baufachleuten die Berechnung der Wirtschaftlichkeit einer Sanierung erleichtern und sie durch die übersichtliche Darstellung der Ergebnisse beim Kundengespräch unterstützen. Das Tool stellt sowohl die Ausgaben für die Instandsetzung als auch die energieeffizienzbedingten Mehrkosten einer Sanierung differenziert dar. Die energieeffizienzbedingten Mehrkosten werden dann mit der prognostizierten Energiekosteneinsparung verglichen. Das Tool berücksichtigt dabei auch Vorteile durch Fördermaßnahmen wie KfW-Kredite mit Tilgungszuschuss.

Mit der Online-Arbeitshilfe können sowohl verschiedene Einzelmaßnahmen als auch komplette Sanierungspakete berechnet werden. So lassen sich verschiedene Sanierungsvarianten miteinander vergleichen. Die Anwender können die Resultate als PDF-Datei ausdrucken oder online speichern.

Angelehnt an die Methodik des Sanierungsfahrplans

Wesentliche neue Elemente sind, dass Restwerte von Bauteilen und Ersatzbeschaffungsmaßnahmen innerhalb einer bestimmten Zeitspanne betrachtet werden können. Diese Anpassung erfolgte in Anlehnung an die Methodik des individuellen Sanierungsfahrplans für Wohngebäude, dessen Erstellung das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) im Rahmen der Vor-Ort-Beratung seit Juli 2017 fördert.

Zusätzlich wurde die Formularstrecke zur Eingabe aller Daten überarbeitet: Durch die übersichtliche und intuitive Gestaltung ist sie jetzt noch benutzerfreundlicher. Die zugrunde liegenden Kostendaten wurden entsprechend neuester Studien aktualisiert.

Um Architekten, Ingenieuren und Handwerkern den beruflichen Alltag zu erleichtern und gleichzeitig die Qualität des energetischen Bauens und Sanierens zu stärken, hat die Dena den Expertenservice ins Leben gerufen. Die Internetseite www.dena-expertenservice.de fasst detaillierte Fachinformationen, Arbeitshilfen und Tipps zur KunDenansprache übersichtlich zusammen. Fachleute haben zudem die Möglichkeit, ihre Fragen zu den Themen Energieausweis, Energieeinsparverordnung, Bilanzierung sowie zur Erstellung des individuellen Sanierungsfahrplans für Wohngebäude kostenfrei mit Experten der Dena zu klären – per E-Mail oder telefonisch. Quelle: dena / sue

Kategorien: Feeds from Partners

Gebäudeeffizienzrichtlinie steckt fest

14. Dezember 2017 - 7:00

Nachdem der EU-Ministerrat und das Parlament ihre Positionen zum Vorschlag der Kommission bestimmt hatten, tagte am 7. November und 8. Dezember der Trilog. Das Gremium besteht aus Vertretern des Parlaments, der Kommission und des EU-Ministerrats als Vertretung der Mitgliedsstaaten, kurz Rat genannt. Trilog-Verhandlungen dienen der Aushandlungen von Kompromissen.

"Ob es einen Kompromiss geben wird, hängt sehr von der Haltung des Rats ab. Er hat in mehreren Punkten wenig Flexibilität gezeigt", sagt Frances Bean, Projektmanagerin am Buildings Performance Institute Europe (BPIE) – einem unabhängigen Brüsseler Think Tank.

Zwischenschritte bis 2050

Weit auseinander liegen Rat und Parlament im Punkt der langfristigen Renovierungsstrategien (Artikel 2a der Richtlinie), berichtet Bean: "Das Parlament will, dass die Mitgliedsstaaten Renovierungsstrategien verabschieden, die auf hohe Energieeffizienz bis 2050 hinführen und zwar mit messbaren Indikatoren für die Zwischenziele 2030 und 2040."

Der einzige Punkt, auf den sich der Trilog einigen konnte, sei Paragraph 3 in Artikel 2a gewesen, berichtet Bean weiter. Die Mitgliedstaaten sollen demnach Mechanismen einführen, um Projekte zu bündeln und so Investoren die Finanzierung von Renovierungen zu erleichtern, um die Risiken für Investoren und den Privatsektor im Zusammenhang mit Energieeffizienzmaßnahmen zu mindern und öffentliche Mittel zu nutzen und um Anreize für zusätzliche Investitionen aus dem privaten Sektor zu schaffen oder auf Marktversagen zu reagieren.

Keine Einigung gab es zu folgenden Punkten der Richtlinie:

Die Ausstattung von Gebäuden mit der Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität. Der Rat forderte mehr Ausnahmen für den Fall, dass die Kosten eine bestimmte Grenze überschreiten.

Die Einführung des sogenannten Smart Readiness Indicators. Das Parlament möchte dafür einheitliche Regeln für alle Mitgliedsstaaten, der Rat nationale Berechnungsmethoden.

Die Datenbanken für den Energieverbrauch von öffentlichen Gebäuden. Der Entwurf der Richtlinie sieht vor, dass eine Datenbank für alle Stockwerke angelegt wird, die regelmäßig frequentiert werden und die größer als 250 Quadratmeter sind. Der Rat möchte nicht, dass die Daten veröffentlicht werden.

Den Inspektion von Anlagen der Gebäudeautomation. Das Parlament möchte solche Anlagen ab 2023 für Nicht-Wohngebäude verpflichtend machen. Inspektionen der Haustechnik will das Parlament nicht als Alternative zur Gebäudeautomatisierung sehen. Der Rat schon. Verpflichtungen zu ihrem Einbau lehnt er ab.

"Es gibt also noch viel auf das man sich einigen muss", sagt Bean.

Einigung bei den Primärenergiefaktoren

Eine Übereinstimmung soll es allerdings zu Anhang 1 der Richtlinie gegen haben, berichtet Sibyl Steuwer vom BPIE. Der Anhang behandelt die Berechnung der Primärenergiefaktoren. Das ist ein Knackpunkt, weil ein hoher Anteil von Grünstrom im Netz nicht dafür genutzt werden soll, die Energiebilanz eines Gebäudes schönzurechnen. Das ist jedenfalls die deutsche Position.

In Punkt 1b des Anhangs heißt es dazu: "Bei den Primärenergiefaktoren wird der Anteil erneuerbarer Energie je Energieträger abgezogen, sodass bei der Berechnung folgende Energiearten gleichberechtigt sind: a) standortnah erzeugte Energie aus erneuerbaren Energiequellen (d. h. hinter dem Zähler erzeugte Energie, die als nicht geliefert betrachtet wird) und b) über den Energieträger gelieferte Energie aus erneuerbaren Energiequellen."

Anscheinend hat sich der Trilog darauf geeinigt, dass zunächst der Energiebedarf eines Gebäudes berechnet werden soll und dann die Anrechnung der Erneuerbaren folgt, sagt Steuwer. "Parlament und Rat haben sich scheinbar irgendwo in der Mitte gefunden. Aber weil der Wortlaut uns nicht bekannt ist, haben wir dazu auch noch keine genaue Einschätzung", sagt sie. Das verweist auf ein grundsätzliches Problem des Trilogs: Im Gegensatz zu den sonst sehr transparenten Gesetzgebungsschritten der EU, in der alle Versionen dokumentiert werden, ist der Trilog eine informelle Instanz mit wenig Transparenz.

Wenn sich der Trilog in diesem Jahr doch noch einigt, könnte die Gebäuderichtlinie aus dem Winterpaket mit sieben weiteren Richtlinien und Verordnungen ausgeklammert und früher als das Gesamtpaket verabschiedet werden. Erste Anzeichen, ob ein Kompromiss möglich ist, zeichnen sich möglicherweise schon am morgigen Freitag ab, wenn der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten tagt. von Susanne Ehlerding

Kategorien: Feeds from Partners

Isolierprofil erhält Cradle to Cradle Zertifikat

14. Dezember 2017 - 7:00

Bei der Produktbewertung durch die EPEA wird entsprechend der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet. Die Nachhaltigkeit und die Ökobilanz des Produkts, die mit dem Cradle to Cradle Material Health Zertifikat und der Umweltdeklaration EPD nachgewiesen wurde, zahle sich dann auch bei der Gebäudezertifizierung aus, teilt Ensinger mit.

"Mit Insulbar RE bieten wir unseren Partnern im Fenster- Tür- und Fassadenbau ein starkes Differenzierungsmerkmal", sagt Jan Danger von Ensinger. "Der Herstellungsprozess ist sauber, die Lösung millionenfach erprobt und der Übergang ist einfach. Bestehende Werkzeuge können unverändert und ohne zusätzliche Kosten weiterverwendet werden."

Zur Herstellung des Insulbar RE wird sortenreines Polyamid-Recyclat aus sicheren Bezugsquellen in einem speziellen Upcycling-Prozess so aufgewertet, dass seine Eigenschaften direkt mit Neumaterial vergleichbar sind (eignungsgeprüft nach DIN EN 14024 durch das ift Rosenheim, zertifiziert durch das Centre scientifique et technique du bâtiment und das Würzburger Kunststoff-Zentrum). Die Nutzungsdauer des hochwertigen Werkstoffs wird somit um einen weiteren Produktlebenszyklus verlängert.

Durch die Verwendung von Recyclat bei der Herstellung von Insulbar RE sinkt der Verbrauch fossiler Energieträger um 89 Prozent im Vergleich zum konventionellen Polyamid-Profil, der CO2-Ausstoß ist 84 Prozent niedriger und man verbraucht 32 Prozent weniger Wasser. Die Materialeigenschaften werden in jeder Phase des Prozesses geprüft und nach DIN ISO 9001:2008 dokumentiert. Daher besitze Insulbar RE die gleiche hohe Qualität, Langlebigkeit und Funktionssicherheit, die man auch von klassischen Isolierprofilen kenne, teilt Ensinger mit. Quelle: Ensinger / sue

Kategorien: Feeds from Partners

Deutschland will Grenzen für Bürgerstrom

13. Dezember 2017 - 7:00

Als Beispiel nennt E3G ein Projekt aus Griechenland, über das im Magazins „Euractiv“ berichtet wurde. In Thessaloniki wird Strom auf dem Dach einer Schule erzeugt, der weiter entfernt von einem Frauenhaus verbraucht wird. Das könnte demnächst durch die Erneuerbare-Energien-Richtlinie verboten werden.

In deutschen EEG gilt der privilegierte Eigenverbrauch dann nicht mehr als gegeben, wenn die Stromleitung öffentliches Straßenand quer. Mit den Vorschlägen wolle Deutschland der EU ein typisches Element seiner Gesetzgebung aufdrücken, kritisiert Manon Dufour von E3G. "Die Verhandlungen laufen noch, aber es sieht so aus, als ob Deutschland die Unterstützung von Großbritannien hat", berichtet sie. Ungarn, Griechenland und Portugal würden sich dagegenstellen.

Die europäischen Energieminister kommen am 18. Dezember zusammen, um ihre Position für die Trilogverhandlungen zu vier Richtlinien und Verordnungen im Winterpaket abzustimmen. sue

Kategorien: Feeds from Partners

Seiten