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Energetisch Bauen und Sanieren

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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 5 Minuten 15 Sekunden

Natureplus zertifiziert komplette Bauteile

5. Juli 2018 - 8:00

Der Anbieter erhielt für seine Innen- und Außenwand, die Dachkonstruktion und das Decken-Bauteil eine komplette Bauteil-Zertifizierung. Damit sind auch sämtliche Baustoff-Komponenten in diesen Bauteilen von Natureplus überprüft und im Rahmen der Gesamtprüfung freigegeben.

Für die Zertifizierung der vier Komplett-Bauteile wurde ein neues Prüfverfahren aufgesetzt. Im Rahmen der Prüfung wurden die einzelnen Komponenten der Bauteile analysiert und einer Risikobewertung unterzogen. Erstmals flossen in die Betrachtung auch Kreislaufwirtschaftselemente ein, indem auch die Nachnutzungsphase adressiert wurde.

Während diese Komplett-Prüfung in der Baubranche zum ersten Mal angewendet wurde, ist sie in anderen Bereichen wie zum Beispiel in der Lebensmittel- und Kosmetikbranche längst gang und gäbe. "Für Unternehmen im Baubereich ist dies noch neu", bestätigt Thomas Schmitz von Natureplus. "Gut, dass es Pioniere wie Baufritz gibt, die sich schon jetzt der Herausforderung stellen, eine solch umfassende und tiefgreifende ökologische Qualitätskontrolle ihrer Produktion vornehmen zu lassen." Baufritz hofft, dass noch mehr Bauunternehmen komplette Bauteile zertifizieren lassen. Quelle: Baufritz /pgl

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Vaillant steuert Heizungen mit EEBus

4. Juli 2018 - 8:00

Bislang beteiligen sich rund 70 führende Unternehmen an dem europäischen Gemeinschaftsprojekt. Das Ziel ist, dass Energieversorger, Haushalte und energierelevante Gerätetechnik miteinander Daten austauschen können, um Nutzerkomfort und Energieeffizienz zu erhöhen.

Vaillant hat die zwei Anwendungen "EnergyOptimizer" und "EnergyMonitoring" entwickelt. Mit dem "EnergyOptimizer" wird das Zusammenspiel zwischen Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage so optimiert, dass der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms maximiert und die Energiekosten gesenkt werden.

Hierfür stehen in der App des Unternehmens drei verschiedene Strategien für Warmwasser und den Heizbetrieb zur Verfügung. Genutzt werden kann "EnergyOptimizer" mit Anlagenkomponenten von Vaillant und SMA.

Mit "EnergyMonitoring" werden zahlreiche Datenpunkte EEBUS-kompatibler Installationen von Photovoltaik-Anlagen in der App dargestellt, so unter anderem die aktuelle Stromerzeugung und Netzeinspeisung, der Eigenverbrauch und die Autarkiequote.

In einer Anlagenkombination aus Wärmepumpe, Pufferspeicher, Photovoltaik und Regelung von Vaillant sowie einem Wechselrichter und dem Energie-Manager SMA Sunny Home Manager 2.0 sind beispielsweise die Wetterdaten und die Sonneneinstrahlung der jeweils kommenden Stunden bekannt. Steht ausreichend selbst produzierter Strom zur Verfügung, wird die Wärmepumpe mit kostengünstigem Strom aus der Photovoltaik-Anlage betrieben.

Der Nutzer kann dabei eine der unterschiedlichen Strategien auswählen. So kann die Wärmepumpe den Warmwasserspeicher zum Beispiel auch außerhalb der festgelegten Zeitfenster mit einer höheren Temperatur aufladen, wenn ausreichend Strom aus der Photovoltaik zur Verfügung steht. Dabei hat das Energie-Management-System auch die typischen Stromverbrauchsspitzen im jeweiligen Haushalt automatisch gespeichert. So kann der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms zusätzlich erhöht werden, indem weitere EEBUS-fähige Geräte wie die Waschmaschine oder der Geschirrspüler außerhalb der Spitzenzeiten gestartet werden.

Im Ergebnis sollen sich der zugekaufte Strom und damit die Stromkosten spürbar reduzieren. Auch ein Elektrofahrzeug lässt sich auf diese Weise kostengünstig mit eigenem Solarstrom tanken. Quelle: Vaillant / pgl

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Bafa sieht Wärmenetzprogramm als Erfolgsmodell

4. Juli 2018 - 7:27

Modul 1 fördert die Erstellung einer Machbarkeitsstudie, Modul 2 den eigentlichen Netzaufbau. Die Machbarkeitsstudien können die Errichtung neuer Wärmenetze oder den Umbau bestehender Netze zu einem Wärmenetzsystem 4.0 untersuchen. In Modul 2 wird die Realisierung gefördert. Informationsmaßnahmen zur Erhöhung der Anschlussquote sind in Modul 3 und die wissenschaftliche Begleitung in Modul 4 ebenfalls förderfähig.

Für das erste Modul hatte das Bafa zum Start 12 Anträge erwartet. Mittlerweile sind 62 Anträge eingegangen. Von diesen wurden 39 positiv beschieden und Zuwendungen in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro erteilt.  Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 600.000 Euro. Die Förderquote beträgt für kleine und mittlere Unternehmen 60 Prozent und für andere Unternehmen 50 Prozent der angefallenen Ausgaben. Die Studie sollte innerhalb von 12 Monaten fertig sein, bei Begründung ist eine Verlängerung möglich.

Für Modul 2, die Realisierung von modernen Wärmenetzsystemen, sind bisher drei Anträge eingegangen. Das Bafa rechnet mit steigenden Antragszahlen. Die maximale Förderhöhe beträgt hier 15 Millionen Euro pro Vorhaben. Die Höhe der maximalen Förderquote ergibt sich aus einer Grundförderung von bis zu 30 Prozent, zuzüglich einer „gleitenden“ Nachhaltigkeitsprämie von bis zu 10 Prozent und einer Kosteneffizienzprämie von ebenfalls bis zu 10 Prozent, so dass in Summe bis zu 50 Prozent der Projektausgaben förderfähig sind. Für innovative Einzelkomponenten oder andere Prozess-Innovationen ist eine erhöhte Förderquote von bis zu 75 Prozent möglich.

Der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärme, die in das Wärmenetz geht, muss mindestens 50 Prozent betragen, davon kann maximal die Hälfte aus Biomasse kommen. Die zur Deckung der Spitzenlast erforderliche Restwärme darf zu maximal 10 Prozent aus fossilen Brennstoffen kommen, wenn diese nicht in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen effizient genutzt werden. Die den Endkunden bereitgestellte Wärme darf einen Bruttopreis von 12 Cent pro Kilowattstunde Wärme bei Grund- und Arbeitspreis nicht überschreiten. Die Mindestgröße sind 100 Abnahmestellen oder eine Wärmemenge von mindestens 3 Gigawattstunden.

Kleinere Systeme wie beispielsweise Quartierskonzepte sind auch unterhalb der genannten Schwelle ab 20 Wohneinheiten oder Abnahmestellen in mindestens zwei Gebäuden zulässig, sofern diese mindestens drei weitere besonders innovative Elemente beinhalten. Dazu zählen Komponenten oder Prozess-Innovationen, die zu Test-, Demonstrationszwecken, Erst- oder Kleinstserien-Zwecken der Erprobung vor einer Anwendung im größeren Maßstab zugeführt werden sollen. Quelle: Bafa / pgl

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Baywa legt Datenbank mit Öko-Produkten auf

3. Juli 2018 - 8:45

Früher bot das Ü-Zeichen Orientierung. Nur Bauprodukte, die vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) auf Gesundheits- und Umweltverträglichkeit getestet wurden, erhielten diese Kennzeichnung. Mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs im Oktober 2016 wurde das Ü-Zeichen durch das europäische CE-Zeichen ersetzt. Die Vereinheitlichung stellt den freien Handel von Bauprodukten innerhalb des europäischen Binnenmarkts sicher. CE-gekennzeichnete Produkte erfüllen jedoch nicht zwangsläufig auch die Anforderungen des Ü-Zeichens im Hinblick auf Gesundheits- oder Umweltschutzaspekte.

Vor diesem Hintergrund hat BayWa Baustoffe eine Orientierungshilfe eingeführt – das BayWa BauGesund-Siegel. Dieses erhalten nur nachweislich emissionsarme Bauprodukte. Grundlage der Klassifizierung als emissionsarmer Baustoff ist ein Kontroll- und Prüfungsprozess auf Basis unabhängiger und anerkannter Gütesiegel.

Herangezogen werden hierbei das eco-Institut-Label, das Emicode EC1 Plus Zeichen, das natureplus-Label, das Indoor Air Comfort von Eurofins und das Prüfzeichen des TÜV Rheinland.

Auch Produkte ohne eines dieser unabhängigen Gütesiegel können das BauGesund-Siegel tragen. Maßgeblich sind die Ergebnisse aus der Prüfung der Emissionsprüfberichte und Produktdatenblätter nach dem AgBB-Prüfschema.

Die Datenbank von BayWa Baustoffe gibt eine Übersicht über 6.000 auf Schadstoffe getestete Produkte unterschiedlichster Hersteller und Marken. Grundlage für die Datenbank sind fest definierte und öffentlich zugängliche Kriterien. Diese entscheiden über die Vergabe des BauGesund-Siegels. Quelle: Baywa / pgl

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Vakuumglas hält Wärme mit Nichts

3. Juli 2018 - 7:00

Beim Vakuumglas befindet sich anstatt der heute üblichen Edelgase einfach gar nichts im Zwischenraum der Scheiben. Damit kann eine gute Dämmwirkung erzielt werden. So liefert der Hersteller Pilkington Gläser, bei denen sich zwischen zwei Scheiben von drei Millimeter Dicke ein Vakuum von nur 0,2 Millimetern Durchmesser befindet. Damit sind die Scheiben also nur gut sechs Millimeter dick.

Zum Vergleich: Herkömmliche Zweifachisoliergläser haben in der Regel eine Gesamtdicke von rund 24 Millimetern. Dreifachisolierscheiben sind insgesamt rund 36 Millimeter dick. Gegenüber einer Dreifachverglasung bringt Isolierglas außerdem nur etwa halb so viel Gewicht auf die Waage.

Trotz seines schlanken Aufbaus dämmt ein Vakuumfenster aber so effizient, dass sich damit ein U-Wert von 1,1 Watt pro Quadratmeter und Kelvin Temperaturunterschied (W/m²K) erzielen lässt, berichtet Pilkington. Das ist etwas weniger als die Mindestanforderung von 1,3 W/m²K, die laut Energieeinsparverordnung mindestens erreicht werden muss.

Wärmeverluste durch Abstrahlung können zusätzlich verhindert werden, indem eine der Glasscheiben mit einer sogenannten Low-E-Beschichtung (die Abkürzung steht für „niedrige Emissivität“) versehen wird. So kann ein Vakuumglas auf einen U-Wert von 0,9 W/m²K kommen und damit auf eine Dämmwirkung, die an die Leistung von Dreifachisolierverglasungen heranreicht. Sie werden heute mit U-Werten von 0,6 bis 0,7 W/m²K ausgeliefert.

Auffälliger Verschlusspunkt

Verbaut wird Vakuumglas in Deutschland bisher aber nur in sehr geringen Mengen und vor allem in denkmalgeschützten Gebäuden. Denn die schlanken Profile machen es möglich, alte Fensterrahmen weiter zu nutzen. Vakuumglas muss allerdings aus Asien bestellt werden, weil es in Europa wegen der geringen verwendeten Mengen keine Produktion gibt.

Als ästhetisches Problem werden an Vakuumglas die Abstandhalter diskutiert. Sie verhindern, dass die Glasscheiben durch das Vakuum aneinandergezogen werden. Die Stützen sind meist aus Metall und werden rasterförmig auf den Scheiben verteilt. Sie sind so dünn, dass sie nur aus der Nähe erkennbar sind.

Auffälliger ist der Verschlusspunkt: Um die Luft zwischen den beiden Scheiben zu evakuieren, ist produktionsbedingt ein Loch in der inneren Scheibe nötig, das nach der Herstellung des Vakuums mit einem Ventil verschlossen wird. Der Randverbund der Vakuumverglasung wird gelötet. Nachteil von Vakuumglas ist, dass die Scheiben wegen des atmosphärischen Drucks, der auf ihnen lastet, nicht unbegrenzt groß werden können.

Außerdem sind Vakuumgläser in Deutschland auch noch keine geregelten Bauprodukte. Deshalb muss für den Einbau in denkmalgeschützten Gebäuden eine Zustimmung im Einzelfall eingeholt werden. An einer ISO-Norm, die dann weltweit gilt, wird aber gearbeitet.

Leichter und sicherer

Leichtere und schlankere Isolierfenster kann man auch aus Sicherheitsglas herstellen. Die Firma Energy Glas aus Wolfhagen bei Kassel, die kürzlich mit Schollglas fusionierte, hat so ein dreifachverglastes Fenster entwickelt. Außen- und Innenscheibe sind nicht, wie üblich, vier Millimeter dick, sondern nur drei Millimeter. Möglich ist das durch den Einsatz von Einscheibensicherheitsglas (ESG). Es erhält durch eine nachträgliche Erhitzung und Abkühlung der fertig zugeschnittenen Scheibe eine besondere Festigkeit. Die mittleren Scheibe des Fensters ist sogar nur zwei Millimeter dick und besteht aus Teilvorgespanntem Glas (TSG). Es wird ähnlich bearbeitet wie ESG, aber langsamer abgekühlt.

Das Gewicht eines dreifach verglasten Fensters sinkt durch den besonderen Aufbau von 30 auf 20 Kilogramm pro Quadratmeter. Durch die Verwendung des Sicherheitsglases hat das Fenster einen etwas besseren Gesamtenergiedurchlassgrad (G-Wert), es dringt etwa ein Prozent mehr Wärmestrahlung durch. Gleichzeitig lässt das Fenster in gleichem Maße mehr Licht durch.

"Außerdem spart man Wartungsaufwand dadurch, dass die Scharniere wegen des geringeren Gewichts nicht so häufig nachgestellt werden müssen", berichtet Hans Franke, der das Produkt entwickelt hat. Glasbruch ist wegen des Sicherheitsglases weniger gefährlich. Es zerkrümelt statt zu zerspringen. Diese Vorteile haben aber auch ihren Preis: Eine Scheibe kostet etwa sieben bis acht Prozent mehr als eine normale dreifachverglaste.

Eine Rückkehr zur Zweifachverglasung ist trotz der schwerer werdenden Fenster nicht zu erwarten, schätzen Experten. Im Gegenteil: Schon jetzt sind die ersten vierfach verglasten Fenster erhältlich. von Susanne Ehlerding

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Grüne kritisieren Subventionen für Heizungstausch

2. Juli 2018 - 8:47

Auch 2018 gibt es Subventionen für den Heizungstausch: In den ersten vier Monaten wurden fast 22.000 Heizungen mit 53 Millionen Euro bezuschusst und 290 Millionen an Krediten vergeben.

Gleichzeitig gehen jedoch die Förderungen für den Tausch von Gas- und Ölheizungen seit Jahren zurück, so die Antwort auf eine kleine Anfrage der Fraktion. 2013 wurde der Tausch von 2.488 Ölheizungen bezuschusst, 2017 waren es noch 908. Bei den Gasbrennwertkesseln waren es 2013 eine Stückzahl von 15.279 Anlagen, im vergangenen Jahr 3.425. Auch die Kreditvoumina sind deutlich zurückgegangen. Eine Steigerung gab es beim Heizungspaket, das neben dem Tausch auch eine Optimierung der Heizung fordert.

Die Grünen kritisieren, dass Union und SPD  fossile Heiztechnik für weitere Jahrzehnte zementierten und den Umstieg auf Erneuerbare Energien verhinderten. "Es ist absurd, wenn die Bundesregierung auf die Frage nach den richtigen Technologien für die Energiewende im Wärmebereich auf den Markt verweist, während sie gleichzeitig den Heizungsmarkt mit Millionen-Subventionen zugunsten von Öl- und Gasheizungen verzerrt", kritisiert Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik. Quelle: Bündnis 90 / Die Grünen / pgl

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Gebäudehülle des Büroturms ist ein Solarkraftwerk

1. Juli 2018 - 9:22

Die Solarzellen sind kaum sichtbar. Ziel der Basler Architekten Burckhardt+Partner AG war es, den häufig als technoid empfundenen Ausdruck der PV-Elemente zu einem gestalterischen, architektonischen Thema umzudeuten.

Der Grosspeter Tower erweitert die Stadtsilhouette an einer städtebaulich markanten Stelle entlang der Gleise des Bahnhofs SBB. Im sechsgeschossigen Sockel befinden sich das Hotel, Konferenzräume und Büroflächen; im fast quadratischen Turm werden weitere Büroflächen angeboten.

Die Gestaltung des Fassadenkonzepts resultierte aus der Auflage des Bauherrn, nur die Hälfte des Fassadenteils transparent auszuführen. Weniger Glasflächen bedeuten weniger Wärmeverlust und Wärmeeintrag, zusätzlich entsteht eine gute Balance zwischen Tageslichtnutzung und gutem Raumklima.

"Als wir den Entwurf für die Fassade starteten, kam uns eine wichtige Entwicklung auf dem Solarmarkt sehr entgegen" erinnert sich Andreas Kaufmann, Projektarchitekt bei Burckhardt+Partner AG. Die bis vor kurzem noch ausschließlich in Standardabmessungen erhältlichen Solarmodule können seit 2014 auch kunden- und projektspezifisch gefertigt werden.

Um die Anordnung der Büroeinheiten im Grundriss flexibel zu halten und auch das Zusammenlegen über mehrere Geschosse zu ermöglichen, werden sämtliche Büro-Mietflächen im Grundausbau angeboten.

Für seine energetisch vorbildlichen Maßnahmen und die zeitlose Architektursprache erhielt der Grosspeter Tower bereits mehrere Preise. Unter der Kategorie Neubauten wurde er als Beste Schweizer Solararchitektur 2017 ausgezeichnet. Neben dem 3. Preis des Prixforix 2018 gewann er vor kurzem den sun21 Faktor-5 Jury-Preis 2018. Quelle: Burckhardt+Partner / pgl

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Mieterstromgesetz nützt nur wenig

29. Juni 2018 - 8:03

Ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes ziehen beide Verbände eine ernüchternde Bilanz. Von Juli 2017 bis April 2018 sind 108 Mieterstromprojekte, die nach dem Mieterstromgesetz gefördert werden, bei der Bundesnetzagentur angemeldet worden. Die Gesamtleistung der dabei installierten Photovoltaikanlagen beträgt 2,8 Megawattpeak (MWp). Damit ist die jährliche Höchstgrenze von 500 MWp nicht im Ansatz ausgeschöpft. 

Nach Einschätzung von GdW und BSW wurden damit nicht einmal 1 Prozent des Solarpotenzials auf Mietshäusern gehoben, das die Bundesregierung in einer Studie ermittelt hat. Demnach könnten in Deutschland bis zu 3,8 Millionen Wohnungen mit Mieterstrom versorgt werden.

In einer Befragung von Akteuren der Immobilienbranche sowie der Solar- und Energiewirtschaft bestätigt sich das Bild, das die beiden Bundesverbände zeichnen: Die deutliche Mehrheit der Befragten ist eher unzufrieden (43 Prozent) oder gar sehr unzufrieden (28 Prozent) mit dem Mieterstromgesetz. Lediglich ein Drittel ist positiv gestimmt (28 Prozent eher zufrieden, 3 Prozent sehr zufrieden).

Abschreckend wirken in dem Mieterstromgesetz vor allem die Komplexität des Geschäftsmodells, die zu geringe Wirtschaftlichkeit sowie das komplizierte Zählerwesen und der komplizierte Netzanschluss. Die Befragten fordern neben der Beseitigung steuerlicher Nachteile vor allen Dingen eine Abschaffung der EEG-Umlage auf direkt gelieferten Solarstrom (74 Prozent), die Entbindung kleinerer Projekte von Energieversorgerpflichten (51 Prozent) sowie ein einfacheres Zähler- und Abrechnungswesen.

Carsten Körnig, Vorsitzender des Bundesverbands Solarwirtschaft, moniert die Kleinstaaterei: "Deutschland ist bei den Stromnetzen ein zersplittertes Land, in dem jeder der mehr als 850 Netzbetreiber in seinem Kleinstaat eigene Regeln verlangen kann. Mit klaren Vorgaben kann die Politik hier Mieterstromprojekte erheblich vereinfachen."

In einer gemeinsamen Analyse haben der Bundesverband Solarwirtschaft, der Bundesverband Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen sowie der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen festgestellt: Allein in den 20 größten Städten Deutschlands könnten 33.000 Photovoltaikanlagen auf großen Wohngebäuden entstehen und rund 1,4 Millionen Mieterinnen und Mieter mit preiswertem Solarstrom versorgen. Quelle: GdW /BSW / pgl

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DEN will Baukindergeld an Baustandards koppeln

29. Juni 2018 - 8:00

Die Regierungskoalition will wieder ein Baukindergeld einführen. Der DEN begrüßt das und bringt die Idee einer Koppelung an Baustandards ins Spiel. "Damit würde diese Förderung zu einem bewussten Umgang mit Ressourcen beitragen, welcher wirtschafts- und klimapolitisch von größter Bedeutung ist", argumentiert Hermann Dannecker, einer der beiden Vorsitzenden des Netzwerks.

Es mache mit Blick in die Zukunft nur Sinn, die Bemessungsgrundlage über die Energieeffizienz herbeizuführen. "So könnte eine Bemessungsgrundlage beispielsweise über den End- und Primärenergieverbrauch pro Quadratmeter erfolgen", so der Verband.

Das DEN schlägt außerdem vor, die Zuschüsse nach Stadt, Land und Region zu staffeln. Das Bauen sei in der Stadt erheblich teurer als auf dem Land. Deshalb sei es sinnvoll, hier differenziert vorzugehen. Außerdem müsse die Regierung beim geplanten Baukindergeld den Bedenken des Bundesrechnungshofes gerecht werden, der sowohl die soziale Gerechtigkeit der Förderung insgesamt als auch den Bund als alleinigen Fördergeber in Frage stellt.

Außerdem begrüßt dser Verband die Entscheidung, das Baukindergeld nicht wie geplant auf 120 m2 Wohnfläche für eine vierköpfige Familie zu begrenzen. Vielmehr soll es ohne Flächenbegrenzung bis zum 31.12.2020 beantragt und dann über zehn Jahre gezahlt werden. Damit will man den Wohnungsbau mit einem mehrere Milliarden Euro schweren Programm anschieben. "Es ist grundsätzlich richtig, keine Flächenbegrenzung zur Bedingung für das Baukindergeld zu machen", sagt der Ko-Vorsitzende des DEN, Hinderk Hillebrands.

"Vor allem für Familien, die ein Eigenheim in einer ländlichen Region suchen, wäre sonst die staatliche Förderung ausgeblieben. Für den gesamten ländlichen Raum hätte diese Förderung kaum einen Sinn gemacht, da nur sehr wenige Menschen unter 125 Quadratmeter bauen bzw. bauen lassen. Das ist die durchschnittliche Wohnfläche für eine vierköpfige Familie im Einfamilienhaus oder in einer Doppelhaushälfte mit drei Zimmern, Bad, Hauswirtschaftsraum, Anschlussraum, Ess-/Wohnzimmer und Küche."

Beide Ingenieure plädieren dafür, diese staatliche Förderung nicht vom Charakter der Immobilie abhängig zu machen. Im Hinblick auf die Entspannung des Wohnungsmarktes in Metropolregionen und auf die Veränderung des Wohnens im ländlichen Raum müsse ein Einfamilienhaus nicht die Wohnform der Zukunft sein. Quelle: DEN / pgl

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Projekt erhebt Daten zu Nichtwohngebäuden

28. Juni 2018 - 8:02

In einem schrittweisen Verfahren werden für die Modernisierung maßgebliche Daten wie Struktur und Zustand der Gebäude, energetische Qualität sowie Einflussfaktoren auf Entscheidungsprozesse erhoben. Jetzt startet die Hauptphase der Erhebung. Die Forscher hoffen auf eine möglichst breite Mitwirkung der Eigentümer von Nichtwohngebäuden.

In dem Projekt soll mit ENOB:dataNWG eine Datenbasis für Nichtwohnungsgebäude entstehen, um die Lücken in der Gebäudestatistik zu schließen. In dem Forschungsprojekt werden klassische Methoden der Stichprobenerhebung mit den neuen Möglichkeiten der Geoinformatik auf Basis georeferenzierter Hausumringe kombiniert. Durch diesen neuen Ansatz soll der gesamte Sektor der Nichtwohngebäude statistisch belastbar erfasst werden.

Vor etwa einem Jahr begann die Pilotphase in einem dreistufigen Erhebungsverfahren mit Screening, Breitenerhebung und Tiefenerhebung. In 20 Erhebungsbezirken in Nordrhein-Westfalen und Thüringen wurde das Erhebungsdesign getestet. Nicht alles hat sofort funktioniert, einige Hürden waren zu meistern. Dazu wurden das Design der Stichprobe optimiert, der Fragebogen für die Interviews präzisiert, Routinen zur Qualitätssicherung auf allen Stufen entwickelt und die Akquisition von Personal für das Screening verbessert. Die Tiefenerhebung als dritte Stufe mit einer Vor-Ort-Datenerhebung durch qualifizierte Energieberater wurde konzipiert und ebenfalls getestet.

Die Forscher sind nach Abschluss dieser Pilotphase überzeugt, dass die Erhebungsmethode und die Datenorganisation funktionieren. Jetzt geht es um den Kern des Projekts: Mit etwa 10.000 Interviews mit Eigentümern von Gebäuden soll die Erhebung auf ganz Deutschland ausgeweitet und so auf eine ausreichend breite Basis gestellt werden. Ziel der Interviews sind verfeinerte Strukturdaten sowie Informationen zum Wärmeschutz, zur Gebäudetechnik, zu den Eigentümerstrukturen und zum Bewirtschaftungsverhalten. Ziel 10.000 Interviews - mitmachen erwünscht. 

In den vergangenen Jahrzehnten wurde bereits mehrfach der Versuch unternommen, die Wissenslücken zum Umfang, zur Struktur und zum Energiebedarf von Nichtwohngebäuden zu schließen. Quantitative Angaben zum mengen- und flächenmäßigen Bestand wurden dabei jedoch überwiegend für Teilsektoren ermittelt, wobei sowohl sekundärstatistische Analysen als auch vereinzelte, nicht repräsentative Befragungen zum Einsatz kamen. Die methodische Qualität dieser Einzelerhebungen erlaubt jedoch keine erwartungstreue Hochrechnung auf die Gesamtheit aller Nichtwohngebäude in Deutschland. Mit den Fortschritten in der Geoinformatik konnte dieses Problem nun gelöst werden, sodass eine repräsentative Stichprobenerhebung möglich wird. Ziel ist eine Forschungsdatenbank Nichtwohngebäude, um mit den erhobenen Daten weiterführende Fragestellungen für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft untersuchen zu können. Quelle: IÖR / pgl

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Modernisierungsumlage bleibt umstritten

28. Juni 2018 - 7:32

Mit der vorgeschlagenen Absenkung der Modernisierungsumlage von 11 Prozent auf 8 Prozent sollen die Mieter entlastet werden. Die Maßnahme ist auf zunächst fünf Jahre beschränkt, um Erfahrungen zu sammeln. Die Modernisierungsumlage erlaubt es Vermietern, die Kosten für eine Sanierung der Wohnung auf die Monatsmiete umzulegen. Bislang können dauerhaft 11 Prozent der Kosten auf die Miete aufgeschlagen werden, künftig noch 8. Nicht nur die Umlage selbst, auch deren Höhe wird reduziert. Künftig gibt es eine Kappungsgrenze von drei Euro je Quadratmeter Wohnfläche.

Der Vorschlag der Ministerin enthält aber auch Verbesserungen für die Vermieter. Bislang mussten sie nachweisen, welche Kosten für die Instandhaltung und welche für eine Modernisierung entstanden sind. Das war häufig kompliziert. Nun denkt das Ministerium über die Möglichkeit nach, bis zu Investitionen von 10.000 Euro pauschal 30 Prozent als Erhaltungsmaßnahme zu betrachten und den Rest umlagefähig zu machen.

Auf einen Knackpunkt des bisherigen Systems weist das Institut der Deutschen Wirtschaft in einer neuen Studie hin. Das heutige System der Modernisierungsumlage weise einen wesentlichen Fehlanreiz auf, schreibt Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanzmärkte und Immobilienmärkte des Kölner Instituts.

Sofern die Renditen positiv seien, lohne es sich, die Kosten möglichst hoch anzusetzen. Dann verdienen die Vermieter an einer Sanierung. In ausgeglichenen Wohnungsmärkten könnten Mieter die überteuerten Wohnungen meiden, in angespannten Wohnungsmärkten fehle dieses Korrektiv jedoch.

Die Studien-Autoren schlagen vor, dass nicht die Kosten den Mietaufschlag bestimmen, sondern der Nutzen. Dieser Nutzen, so der Vorschlag, ließe sich auf Basis von Mietdatenbanken und den realisierten Zahlungsbereitschaften für bestimmte Ausstattungen bestimmen. So könne heute mit Hilfe empirischer Methoden bestimmt werden, welchen Mietaufschlag etwa ein saniertes Bad oder ein Balkon begründe. Ein ähnliches System werde bereits im niederländischen Mietwohnungsmarkt genutzt.

Denkbar ist aber auch eine Orientierung am Nutzen, die über die Vorschläge des IW hinausgeht. So wäre vorstellbar, eine Umlage an die realen Einsparungen zu knüpfen, die Mieter erzielen oder an die Qualität der Sanierung.

Widerspruch gegen eine Orientierung am Sanierungsnutzen kommt vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Dessen Präsident Kai Warnecke ist sicher, dass Mieter nicht bereit sind, für eine bessere energetische Ausstattung einer Wohnung auch mehr zu bezahlen: "Aktuelle Mietspiegel zeigen, dass energetische Ausstattungen oder barrierefreie Umbauten vom Markt nicht honoriert werden", berichtete er. Würde eine energetische Modernisierung oder ein barrierefreier Umbau mit keinen oder nur mit kleinen Mietaufschlägen honoriert, hätten Vermieter auch keinen Anreiz, entsprechende Modernisierungen durchzuführen", ist Warnecke sicher. von Pia Grund-Ludwig

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Mappe unterstützt Hausbauer

27. Juni 2018 - 8:11

Wird bei der Bauplanung etwas übersehen, können die Folgen gravierend sein. Die Mappe  erleichtert es Bauherren, die Kontrolle über Zeit und Kosten zu behalten.

Das Dokument hilft, die Leistungen aller Gewerke vom Rohbau bis zum Bodenbelag zu prüfen und abzunehmen, Kosten und Termine im Griff zu behalten, Abläufe zu verstehen und den Anspruch auf Gewährleistung durchzusetzen, falls doch etwas schiefgegangen ist.

Ausführliche Checklisten für alle Gewerke, Abnahmeprotokolle und Musterbriefe sind verständlich formuliert und können für den sofortigen Einsatz herausgetrennt werden. Dazu gibt es sechs lesenswerte Kapitel rund um die Baustelle: Von den Basics wie Grundsatzentscheidungen in Sachen Bau über die Vorbereitung und die Abläufe am Bau bis zur Fertigstellung. Quelle: Stiftung Warentest / pgl

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Modulare Häuser erleichtern mobiles Wohnen

27. Juni 2018 - 8:04

Die Cubes werden schlüsselfertig geliefert und sind in ein bis zwei Tagen bezugsfertig, sie sind mobil und können jederzeit an einem neuen Standort aufgebaut werden. Zudem lassen sich einzelne Module bei Bedarf ergänzen oder abdocken, etwa für den herannahenden oder ausziehenden Nachwuchs.

Anstelle eines Betonfundaments befestigt ein im Boden verankertes Schraubfundament den Cube. Neben Flachdachlösungen  gibt es auch Pult- und Satteldachkonstruktionen, die  architektonisch ansprechender sind.

Das Konzept arbeitet mit neuartigen Dämmstrukturen, deren Stärke individuell anpassbar ist. Die großen Fensterflächen sorgen für solare Wärmeerträge. Eine Photovoltaikanlage ist vollständig in die Architektur integriert.

Gemeinsam mit Kreisel Electric aus Österreich hat der Hersteller ein Strom-Speicher- und Sharingmodell umgesetzt. Dabei wird Strom kostenlos ausgetauscht und im Bedarfsfall werden günstige Stromüberschüsse aus Windparks eingespeist und gespeichert. Ein Musterhaus der neuen Linie soll ab dem Spätsommer in Ingolstadt zu sehen sein.

In Deutschland setzt das Baurecht allerdings dem mobilen Wohnen enge Grenzen. Nur in wenigen Gemeinden gibt es ausgewiesene Stellplätze für Bauwägen. In der Regel müssen die Grundstücke versorgungstechnisch erschlossen sein, auch wenn die Gebäude an sich autark sind. Da die Regelungen von Kommune zu Kommune unterschiedlich sind, sollte man sich vorab bei den Baubehörden informieren. Quelle: McCube / pgl

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Quickmix bietet WDVS mit Holzfaserdämmung

26. Juni 2018 - 8:00

Mit dem neuen System komplettiert der Hersteller sein Sortiment an Wärmedämm-Verbundsystemen und bietet neben Dämmplatten aus Mineralwolle, EPS und Polyurethan-Hartschaum nun erstmals auch Holzfaserdämmung an.

Zentraler Bestandteil des Systems sind die Holzfaser-Dämmplatten vom Typ "Protect L dry" von Steico, die in Dämmstoffdicken von 100 bis 200 mm erhältlich sind. Um den Fachhandwerkern wie Stuckateuren oder Malern die Handhabung auf der Baustelle zu erleichtern, bietet quick-mix die im Trockenverfahren hergestellten Dämmplatten nicht im herkömmlichen Raster von 400 x 1200 mm an, sondern im handlicheren Format von 400 x 800 mm.

Die Holzfaser-Dämmplatten unterstützten den Schutz vor Algen und Moosen, so der Hersteller. Die vergleichsweise hohe Rohdichte sorge für eine höhere Wärmespeicherfähigkeit, die Kondensation von Luftfeuchtigkeit auf der Fassadenoberfläche werde deutlich reduziert, die Oberfläche bleibe im Vergleich zu konventionellen WDV-Systemen deutlich trockener. Quelle: quick-mix / pgl

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Laibungselement vereinfacht Brandschutz

26. Juni 2018 - 7:36

Neben der Version mit einer hochdämmenden XPS-Platte gibt es jetzt auch eine nichtbrennbare Variante des Dämmelements mit Mineralwolle. So können nun auch Objekte effizient gedämmt werden, bei denen Nichtbrennbarkeit gefordert ist.

Zum System gehört auch das Putzabschlussprofil "Pronto S-100/S-300", das für den Übergang zur Flächenarmierung im Sturzbereich mit einer Tropfkante ausgestattet ist. Dadurch ist der Sturz sauber ausgebildet und Regenwasser läuft sicher ab. Mit dem weiteren Zubehör "StoElement Pronto K-100/K-300" entsteht an Brüstungen rationell eine zweite, sichere Dichtebene. Die Keilplatte mit wasserdichter Oberflächenbeschichtung ist mit 2,5 oder 5 Grad Neigung verfügbar. Gelangt Wasser (zum Beispiel durch eine undichte Fensterbank) auf die zweite Dichtebene, wird es so sicher nach außen abgeleitet.

Kommt die Dämmplatte nicht maßgefertigt auf die Baustelle, wird sie dort mit dem Cuttermesser zugeschnitten und anschließend in das Anschlussprofil eingeschoben und verklebt. Eine durchgehende Klebewulst  stellt die Dichtigkeit zwischen Anschlussprofil und Laibungslement her. Quelle: Sto / pgl

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Wohnungsverband will andere Gebäudewende

26. Juni 2018 - 7:00

Weniger dick dämmen, dafür mehr Haustechnik, die mit erneuerbar erzeugtem Strom arbeitet. In einem großen Projekt hat die Wohnungsbaugenossenschaft Märkische Scholle in Berlin-Lichterfelde gezeigt, wie Gebäudesanierungen effizienter als bisher ausfallen könnten. Die Vorteile sind in der Studie "Energiewende. Irrtümer aufbrechen, Wege aufzeigen" beschrieben. Sie wurde vergangene Woche in Berlin vorstellt

Treibende Kraft hinter der Studie ist der Architekt Taco Holthuizen. 450 Wohnungen sind nach seinen Plänen in Lichterfelde saniert worden, noch einmal so viele sollen folgen. Geheizt wird mit Wärmepumpen, die zum großen Teil mit erneuerbarem Strom vom eigenen Dach betrieben werden. Außerdem ziehen sie Wärme aus dem Erdreich. Das liefert 40 Prozent der Energie. Solarthermie auf dem Dach erzeugt ebenfalls Warmwasser und liefert 30 Prozent der Gesamtenergieverbrauchs. Lüftungsanlagen in den Wohnungen entziehen der Luft die Wärme und speisen sie in den Heizkreislauf zurück. Das bringt noch einmal 30 Prozent. Warmwasserspeicher in den Kellern und im Erdreich puffern die Energie.

Energieströme optimal gesteuert

Das Herzstück der Sanierung ist eine Steuerungsanlage, die für die optimale Regelung der Energieströme sorgt. Hier haben die Märkische Scholle und Holthuizen dazugelernt: Während sie anfangs in jeden Block eine Steuerung gebaut haben, versorgt in einem späteren Bauabschnitt eine Anlage fünf Blocks.

An den Verbrauchsdaten der schon fertiggestellten Wohnungen lässt sich zeigen: Ihr Energieverbrauch ist um 96 Prozent gesunken, berichtete Holthuizen bei der Vorstellung der Studie. Die kleine Siedlung erreicht Werte von 25 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Das ist heute schon besser als der Standard, der bis 2050 in jedem Gebäude erreicht werden soll, nämlich 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter, sagt Holthuizen.

Viel hilft nicht viel

Der Architekt ärgert sich besonders über die "Fehlanreize", die mit den Fördervorschriften der KfW gesetzt würden: Um die Förderung zu erhalten, müssten Dämmstärken eingehalten werden, die nur noch einen geringen Grenznutzen hätten. Der BBU kritisiert: "Ab einer Dämmdicke von acht Zentimetern führt jeder weitere Zentimeter Materialaufwand nur noch zu einer exponentiell abnehmenden Einsparung beim Heizwärmebedarf, während der Kosten-, Ressourcen- und Primärenergieaufwand des Materials linear zunimmt. Die Folge sind explodierende Baukosten bei allenfalls noch minimalen Einsparergebnissen",. Trotzdem sei die Dämmdicke nach wie vor die wesentliche Stellgröße innerhalb der deutschen Fördersystematik.

Um in den Genuss einer KfW-Förderung zu kommen, hat auch die Märkische Scholle stärker gedämmt, als sie es selbst für richtig hielt: Zehn Zentimeter hätten für die Behaglichkeit gereicht, 14 Zentimeter wurden aufgebracht, bis zu 24 Zentimeter verlangen KfW-Standards.

Annähernd warmmietenneutral

Die "graue" Energie in den Dämmungen, also der Energieaufwand bei der Herstellung, müsse in die Gesamtbilanz einbezogen werden, fordert BBU auf der Grundlage von Erfahrungen der Märkischen Scholle deshalb. Dem BBU geht es aber nicht nur um eine effiziente, sondern auch um eine bezahlbare Energiewende im Gebäudesektor. Ganz umsonst sind die Maßnahmen aber auch für die Mieter der Märkischen Scholle nicht. Nach der Sanierung – die Wohnungen wurden komplett mit neuen Bädern und Fenstern ausgestattet – zahlen die Mieter 1,90 Euro pro Quadratmeter mehr. Die Betriebskosten für Energie sanken dafür um rund einen Euro, so dass am Ende etwa ein Euro Mietsteigerung pro Quadratmeter übrigbleibt, berichtet Jochen Icken vom Vorstand der Märkischen Scholle. Die Sanierung war also nicht ganz warmmietenneutral.

Auf dem freien Wohnungsmarkt wäre die Umlage allerdings noch höher gewesen. Die Märkische Scholle legte nur ein Drittel der gesetzlich erlaubten elf Prozent um, weil es sich bei den Mietern ja auch um Miteigentümer handelt. Im Koalitionsvertrag ist geregelt, dass Mieten nach Modernisierungen sechs Jahre lang um nicht mehr als drei Euro pro Quadratmeter steigen dürfen.

SPD-Politiker nimmt Anregung auf

Der SPD-Experte für Wohnungspolitik im Bundestag, Klaus Mindrup, will die Ergebnisse der Studie mitnehmen in die Beratungen um das neue Klimaschutzgesetz. Es soll 2019 beschreiben, wie die einzelnen Sektoren ihre Klimaziele für 2030 erreichen. Der Gebäudesektor muss die Emissionen gegenüber 1990 um 66 bis 67 Prozent mindern, steht im Klimaschutzplan 2050. Das entspricht einer absoluten Menge von 209 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Davon waren 2014 rund 119 Millionen Tonnen geschafft. Auch das geplante Gebäudeenergiegesetz – ein erster Vorschlag soll im September herauskommen – müsse stärker auf die Effizienz von Sanierungen eingehen, sagte Mindrup. von Susanne Ehlerding

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Fußbodenheizuungen gewinnen Marktanteile

25. Juni 2018 - 8:32

In den sechs Märkten dominieren die Warmwasser-Heizungssysteme (Nass-, Trockensysteme) mit einem Anteil von 84,5 Prozent. Mit einem Anteil von 69,2 Prozent nehmen dabei die Nasssysteme ganz klar die Pole-Position ein. Nasssysteme finden vor allem im Neubau Einsatz und profitieren in den kommenden Jahren daher besonders von der steigenden Bauaktivität in den untersuchten Ländern. Bis 2020 wird mit einem jährlichen Wachstum von durchschnittlich 5 Prozent gerechnet.

Trockensysteme werden vor allem im Renovierungsbereich eingesetzt und kommen in den nächsten Jahren auf ein durchschnittliches Wachstum von 2,9 Prozent.

Elektrische Systeme sind mit 14,5 Prozent insgesamt stark in der Unterzahl. Jedoch gibt es dabei Unterschiede in der Durchdringung. Während in Italien, Polen, Spanien die elektrischen Systeme aufgrund der Energiekosten keine Rolle spielen, sind sie in Märkten wie Deutschland und vor allem Frankreich gut etabliert.

Der stärkste Konsumentenmarkt sind Einfamilienhäuser mit einem Anteil von 46,2 Prozent. Nur in den Ländern Italien und Spanien sind Einfamilienhäuser aufgrund der schwachen Nachfrage privater Haushalte nicht an der Spitze.

Das Nicht-Wohnsegment ist vor allem in Polen von großer Bedeutung für den Fußbodenheizungsmarkt mit einem Anteil von 34,4 Prozent. Auch in den anderen Ländern gewinnt dieses Segment immer mehr an Bedeutung.

Die Marktkonzentration steigt konstant, wie die Studie zeigt. Die Top-Ten-Unternehmen besitzen einen Anteil von 37,3 Prozent. Die Top-Drei-Unternehmen kommen auf einen Anteil von 19,5 Prozent. Quelle: Interconnection Consulting / pgl

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Heizungswasser will gepflegt werden

25. Juni 2018 - 7:00

Über die verschiedenen Möglichkeiten, das Heizungswasser zu optimieren, klärt das Serviceportal www.intelligent-heizen.info auf. Demnach steht das Füll- beziehungsweise Heizungswasser in Wechselwirkung mit wichtigen Bestandteilen der Heizungsanlage. Damit sie optimal arbeitet, muss das Wasser in seiner chemischen Zusammensetzung besondere Eigenschaften besitzen.

Überschreitet das Wasser bestimmte Grenzwerte für Härte, Leitfähigkeit, pH-Wert oder Sauerstoffgehalt, wirkt sich das negativ auf den Heizkreislauf aus. Zu salziges Wasser fördert die Korrosion, während zu hartes die Verkalkung beschleunigt. Ein falscher pH-Wert kann sich ungünstig auf das verbaute Material auswirken und zu einem schnelleren Verschleiß führen.

Die vorgeschriebenen Werte für Heizungswasser sind in der sogenannten VDI-Richtlinie 2035 festgelegt. Wenn es die geforderten Werte nicht erreicht, gibt es verschiedene Methoden, um es aufzubereiten, zum Beispiel mithilfe zwischengeschalteter technischer Geräte wie Enthärtungsanlagen oder durch die Zugabe chemischer Mittel. Es ist dann von der Konditionierung des Heizungswassers die Rede. Inwieweit diese notwendig ist, hängt auch von dem Zustand der Anlage ab und sollte von einem Fachhandwerker geklärt werden.

Stickstoff und Sauerstoff aus der Luft im Heizungswasser können die Leistung der Heizungsanlage erheblich beeinträchtigen, denn Anlagenkomponenten wie Wärme- und Kälteerzeuger oder Pumpen und Regelventile reagieren sehr empfindlich auf Gasbestandteile. Sauerstoff fördert die Korrosion von Metall, und Stickstoff kann sich in der Heizungsanlage anreichern und die Zirkulation des Wassers stören.

Die Gase können durch unterschiedliche Methoden aus dem Wasserkreislauf entfernt werden. Automatische Entlüfter führen überflüssige Gase nach außen ab. Um feine Gasbläschen, die sich im Wasser ansammeln, abzutransportieren, kommen sogenannte Mikroblasenabscheider zum Einsatz. Bei größeren Gasblasen haben sich Druckstufenentgaser bewährt.

Wer sein Heizungswasser entgast, kann die Effizienz des Heizsystems nachhaltig verbessern und in einem Einfamilienhaus eine Steigerung um bis zu 6,5 Prozent erzielen. Für das Optimieren des Heizungswassers und das Entgasen sind staatliche Zuschüsse möglich. Allerdings nur, wenn der Fachhandwerker gleichzeitig eine weitere Optimierungsmaßnahme, zum Beispiel einen hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage, durchführt. Quelle: Intelligent heizen / sue

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Index zur Gebäudesanierung bricht im Mai deutlich ein

22. Juni 2018 - 8:44

Gegenüber dem Vormonat ging das Interesse in allen drei Segmenten deutlich zurück. Am stabilsten blieb es bei Heizungen mit einem Wert von 145 (April 2018: 182). Bei Dach und Dämmung gab es deutichere Einbrüche mit Werten von 138 (Apri 2018: 247) und 95 für Fenster (April 2018: 206).

Im Vergleich zum Vorjahres-Mai sind die Daten aber nicht so alarmierend. Im Mai 2017 waren es nach einem schwachen Frühjahr bei Heizungen 118, bei Dämmung und Fassade ebenfalls 118, bei Fenstern bei 137.

Der Sanierungsindex DESAX zeigt, wie hoch das Interesse der Online-Community an Sanierungsprojekten ist. Er basiert auf einer Auswertung von Anfragen, die bei der DAA eingehen. Basisjahr ist 2012. Der DESAX wird gemeinsam von EnBauSa.de und Dämmen und Sanieren herausgegeben. pgl

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PV-Umsatz zieht in Deutschland 2018 deutlich an

22. Juni 2018 - 8:00

"Wir haben den Turnaround bei der Nachfrage geschafft", zog Körnig bereits zu Messebeginn eine positive Bilanz. Betrug das Plus 2017 bereits 13 Prozent, sollen es 2018 im Vergleich zum Vorjahr zwischen 30 und 50 Prozent mehr Kapazität werden. Über 67.000 neue Anlagen gingen 2017 in Betrieb. Die Bundesnetzagentur verzeichne ein gutes Wachstum in allen Bereichen, sowohl bei Kraftwerken als auch bei Anlagen auf Einfamilienhäusern, erklärte Körnig. Noch ist die Branche allerdings weit von ihren besten Zeiten entfernt. Aber immerhin es gelungen, nach zwei sehr schwachen Jahren 2015 und 2016 den Trend umzudrehen. Für den globalen PV-Markt gibt es ohnehin nur die Richtung aufwärts, 100 Gigawatt sollen 2018 neu dazukommen.

Die Kosten für Solarstrom bezifferte Körnig für Deutschland auf 10 Cent pro Kilowattstunde bei Aufdachanlagen und 5 Cent bei Solarkraftwerken. Damit sei man nicht nur auf Augenhöhe mit konventionellen Kraftwerken, sondern mittlerweile auch mit Onshore-Windkraft, vermeldete der Branchenchef stolz.

Nicht nur die Preise für die Module sind in den vergangenen Jahren stark gesunken, auch die Batteriepreise haben sich deutlich nach unten bewegt. Jede zweite neue Anlage geht mittlerweile direkt mit einem Speichersystem in Betrieb. 35.000 bis 40.000 Systeme sind für 2018 anvisiert. Insgesamt waren bis Ende 2017 über 80.000 Batteriespeicher installiert, knapp die Hälfte davon KfW-gefördert. Nachrüstpotenzial gibt es vor allem bei denjenigen Anlagen, die keine Vergütung mehr für eingepeisten Strom erhalten. Für diese Haushalte wird der Eigenverbrauch spannend, viele beschäftigen sich mit der Frage, ob sie einen Speicher installieren sollen.

Das gilt auch für die künftigen Nutzer von Elektromobilen. Der BSW hat eine Umfrage unter Autofahrern in Auftrag gegeben. 90 Prozent der Befragten erklärten, dass sie bei gleichen Preisen solar erzeugtem Strom den Vorzug bei der Betankung geben würden. Nur ein Prozent wollte Kohle- oder Atomstrom tanken. Auch die EU setzt mit dem jüngst veröffentlichten Entwurf zur Gebäudeeffizienzrichtlinie Signale in Richtung E-Mobilität und fordert die Verbesserung der Ladeinfrastrukturen im Gebäudebereich.

Solarthermie ist auf der Solarleitmesse nur noch ein Nischenthema. Man bilde damit die Realität ab, so Messeorganisator Markus Elsässer lapidar. Körnig, dessen Verband auch Unternehmen aus der Solarthermie vertritt, räumte ein, dass man eine Leitmesse an den Kundenwünschen ausrichten müsse. Dass die Solarthermie eine so untergeordnete Rolle spiele, liege aber auch daran, dass sie von der Politik steifmütterlich behandelt werde. Eine direkte Nutzung der solaren Wärme sei zur Energiewende notwendig. Er sehe Potential vor allem bei Nah- und Fernwärme, "die Stadtwerke interessieren sich dafür, die Potentiale zu erschließen." 2017 wurden 78.000 neue solarthermische Systeme in Betrieb genommen und 400 Megawatt neue thermische Leistung installiert. Insgesamt beträgt die Kapazität solarthermischer Systeme damit 14,4 Gigawatt.

Beim Ausbau der PV sei die Politik weiter gefordert, der Zubau-Deckel von 2,5 Gigawatt pro Jahr müsse fallen. Dafür gebe es aber auch positive Anzeichen. Ob die vom Verband geforderten 10 Gigawatt durchsetzbar seien sei aber noch offen. von Pia Grund-Ludwig

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