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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 41 Minuten 31 Sekunden

Wärmevergleich-Rechner hilft beim Wärmekonzept

23. Juli 2020 - 15:23

Der Wärmevergleich-Rechner hilft Verbrauchern und Fachleuten im konkreten Fall einfach und unkompliziert. Das kostenfreie Online-Tool vergleicht anonym und anschaulich, unabhängig davon, ob es sich um ein Ein- oder Mehrfamilienhaus, oder eine ganze Siedlung handelt. Zusätzlich zu Angaben zur Person, zum Versorgungsgebiet und zum energetischen Zustand des Gebäudes können weitere Aspekte wie die Gebäudeart und Größe mit der gewünschten Heizungstechnik ausgewählt werden. Nach Eingabe der notwendigen Informationen erhält der Nutzer übersichtliche Tabellen und Balkendiagramme als Ergebnis. "Wenn es um wirtschaftliche, bezahlbare und klimapolitisch hilfreiche Wärmelösungen für die Zukunft geht, sind pauschale Aussagen oder Trends nicht zielführend. Dafür sind die Wünsche, Möglichkeiten und Strukturen in den Kommunen zu unterschiedlich", erläutert Andreas Müller, Geschäftsführer Technik beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) in Sankt Augustin.

Zentrale, leitungsgebundene Wärmenetze wie etwa Nah- und Fernwärme, stellen in Wohngebieten mit zum Beispiel hoher Anschlussdichte eine Möglichkeit des Heizens dar, sind aber oft mit Anschluss-, Benutzungszwängen und Verbrennungsverboten belegt. Die meist hohen Investitions-, sowie Betriebs- und Wartungskosten werden auf die Wärmekunden umverteilt. Außerdem binden sie als monopolistisch geprägte Systeme ihre Wärmekunden mit monatlichen Grundkosten auf viele Jahre, in der Regel ohne Alternativen. In dezentrale, moderne, digital gesteuerte Heizungstechniken – basierend auf den Energieträgern Gas, Öl, Holz, Strom und Sonne – investiert der Hausbesitzer individuell nach Bedarf und seinen Möglichkeiten vor Ort. Er trägt die Wartungskosten alleine, heizt aber aufgrund der technischen Kombinationsmöglichkeiten mit Einbindung erneuerbarer Energien, Energiebeschaffung und -lagerung energieeffizient, flexibel und unabhängig.

Bevor sich Immobilienbesitzer und Bauherren hinsichtlich der Wärmelieferung für viele Jahre binden, sollten sie daher die Systeme eingehend vergleichen und dafür ausgewiesene Fachleute wie etwa Heizungsbauer, Schornsteinfeger oder Energieberater heranziehen. Sie kennen sowohl die unterschiedlichen Heizungssysteme, als auch die örtlichen Begebenheiten aufgrund unterschiedlicher Gebäude und Wohngebiete, und beziehen die individuellen Wünsche sowie finanziellen Möglichkeiten der Hausbesitzer mit ein.

Entwickelt wurde der Rechner vom VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik. Er basiert auf den Berechnungen im Rahmen der wissenschaftlichen Studie "Dezentrale vs. zentrale Wärmeversorgung im deutschen Wärmemarkt" aus dem Jahr 2016. Die Rechenergebnisse beruhen auf gängigen Berechnungsverfahren, öffentlich zugänglichen und normativen Werten. Die im Online-Rechner hinterlegten Energie- und Betriebskosten wurden mit Werten aus dem Jahr 2019 aktualisiert. Der Rechner kann unter www.freie-waerme.de genutzt werden. Quelle: Allianz Freie Wärme / al

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Wachstumsfonds Bayern beteiligt sich an VoltStorage

22. Juli 2020 - 13:46

Um unabhängiger vom Energiemarkt zu sein, setzen immer mehr private Betreiber von Photovoltaik-Anlagen auf Stromspeicher. Gängige Speichersysteme basieren meist auf ökologisch bedenklichen Lithium-Batterien. Die 2016 gegründete VoltStorage GmbH entwickelt und produziert deshalb Solarstromspeicher auf Basis der umwelt- und ressourcenschonenden Vanadium-Redox-Flow (VRF)-Technologie. Damit bietet das Unternehmen eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Energiespeicherlösungen. Das Speichermedium der VRF-Stromspeicher von VoltStorage besteht zu großen Teilen aus Wasser und dem darin gelösten Hauptenergieträger Vanadium. Vanadium ist ein häufig vorkommendes Metall, das bislang als Abfallprodukt bei der Gewinnung anderer Rohstoffe gilt und vor allem zur Stahlhärtung eingesetzt wird. Das junge Münchener Unternehmen hat für die bisher ausschließlich in Großspeichern von Wind- und Solarparks eingesetzten VRF-Stromspeicher einen eigenen, neuartigen Produktionsprozess entwickelt und patentiert. Dieser ermöglicht eine vollautomatisierte Fertigung von Redox-Flow-Batteriezellen in für Privathaushalte geeigneter Größe und hoher Stückzahl. Die VoltStorage-Stromspeicher sind frei von seltenen Rohstoffen, vollständig recycelbar, nicht entflammbar und können beliebig oft be- und entladen werden, ohne an Kapazität zu verlieren. Damit ist VoltStorage derzeit der weltweit einzige Anbieter am Markt, der eine ökologische Stromspeicheralternative auf Redox-Flow-Basis zu wettbewerbsfähigen Endkundenpreisen anbieten kann. Die erfolgreich abgeschlossene Serie-B-Finanzierungsrunde soll das Unternehmenswachstum von VoltStorage nun noch einmal beschleunigen: Um mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten, plant das Unternehmen, die neuen finanziellen Mittel vor allem in den Ausbau der Serienproduktion, die Entwicklung neuer Speicherlösungen sowie in die technologische Weiterentwicklung zu investieren.

Zusammen Leistung meistern

Dieses konnte nur durch Zusammenarbeit erfolgen. „Wir sind froh, im aktuellen Marktumfeld eine zukunftsgerichtete Finanzierung abschließen zu können. Mit Unterstützung der neuen Investoren können wir unsere langfristige Wachstumsstrategie mit mehr Nachdruck verfolgen“, sagt Jakob Bitner, VoltStorage-CEO. Sie seien überzeugt, die Stromspeicher sind für die Umstellung der Stromversorgung auf 100 Prozent erneuerbare Energien von essenzieller Bedeutung. „Die starke Nachfrage nach unseren ökologischen Stromspeichern bestärkt uns darin, mit Redox-Flow-basierten Produktinnovationen eine dringend notwendige technologische Markterweiterung zu realisieren – und in den kommenden zwei Jahren zum führenden Anbieter für lithium-freie Speichersysteme zu werden“, sagt Bitner. „VoltStorage bewegt sich mit seiner innovativen Stromspeicherlösung auf Basis der Vanadium-Redox-Flow-Technologie in einem der Kernfelder der Energiewende. Denn: Sichere, langlebige und umweltschonende Stromspeicher sind für die Umstellung auf erneuerbare Energien essentiell“, sagt Roman Huber, Geschäftsführer von Bayern Kapital. Sie sehen bei VoltStorage hohes Potential in einem schnell wachsenden Zukunftsmarkt. „Für einen langfristigen und nachhaltigen Wechsel zu erneuerbaren Energien brauchen wir skalierbare Technologien und wachstumsstarke Innovationstreiber. VoltStorage zählt für uns zu der Art hervorragend aufgestellter Hightech-Unternehmen im Freistaat, wie wir sie mit dem Wachstumsfonds Bayern bereits seit vielen Jahren unterstützen“, sagt Hubert Aiwanger, Bayerns Wirtschaftsminister. Sie sind überzeugt, gezielte Wachstumsfinanzierungen für Technologieführer wie VoltStorage kommen langfristig nicht nur der Umwelt, sondern auch dem gesamten Wirtschaftsstandort Bayern zugute. Und ist damit zugleich eine Gelegenheit zu einer starken Wirtschaft.

Quelle: Bayernkapital/wh

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Initiative „Wärmewende durch Geothermie“ geht in die Offensive

22. Juli 2020 - 13:42

Die Wärmewende gehört zu den Top-Themen in Deutschland und Europa – ökologisch, ökonomisch und sozial. Die Nutzung der Erdwärme hat das Potenzial, der Wärmewende einen nachhaltigen Schub zu geben und die Fernwärmeversorgung in städtischen Regionen zu dekarbonisieren. Wie dieses Potenzial der Geothermie wirtschaftlich genutzt werden kann, zeigen Geothermie-Versorgungsunternehmen in Deutschland seit vielen Jahren. Jetzt haben sie sich in der Initiative „Wärmewende durch Geothermie“ zusammengeschlossen, um dieses Potenzial der Geothermie auf die wirtschafts- und energiepolitische Agenda zu heben. Sie werden dabei unterstützt von Unternehmen der Bau- und Zulieferindustrie, Verbänden und Forschungsinstituten und sind offen für weitere Teilnehmer. Der Erstimpuls für diese deutschlandweite Initiative kam von den Geothermie-Unternehmen der drei Münchner Landkreise und Gemeinden Grünwald, Unterhaching und Pullach sowie dem größten kommunalen Energieversorger Deutschlands, den Stadtwerken München. Gemeinsam leben sie seit Jahren vor, dass die Geothermie in der Lage ist, die Wärmewende in großen Schritten nach vorn zu bringen. Der Weg dorthin geht über die Nutzung der erneuerbaren Energiequelle Erdwärme zur Wärmeversorgung, den Bau neuer sowie den Umbau und die Vernetzung bestehender Fernwärmenetze. Hierfür braucht es faire, nachhaltige Rahmenbedingungen, insbesondere auf Ebene der Förderung von Geothermieprojekten und Wärmenetzen, die Unterstützung durch Wissenschaft und Forschung und einen breiten gesellschaftlichen Diskurs zu den Chancen dieses ökologisch hochwertigen Bodenschatzes.

Eine in der Vielfalt ihrer Teilnehmer einzigartige Initiative

Heute gehören zur Initiative „Wärmewende durch Geothermie“ bereits zwölf kommunale und privatwirtschaftliche Geothermieversorgungsunternehmen aus Bayern und Baden-Württemberg mit einer Gesamtwärmeversorgung von über 760 GWh p.a. Ebenfalls Teil der Initiative sind der Bundesverband Geothermie, der AGFW e.V., der VKU, Landesgruppe Bayern, der Bayerische Bauindustrieverband e.V., das Fraunhofer-Institut für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG sowie die beiden Mittelständler Pfaffinger Unternehmensgruppe und Josef Weiß Elektrotechnik.

Starkes Gesamtpaket Geothermie

Gemeinsam treten Unternehmen, Verbände und das IEG an zu zeigen: Die Geothermie ist der Schlüssel für die Wärmewende. Als „grüne Fernwärme“ dekarbonisiert sie die Wärmeversorgung in städtischen Regionen, schafft Wertschöpfung in Deutschland, verringert Energieimporte und ist damit einer der vielversprechendsten Klimaschützer im Wärmemarkt. Geothermie ist unabhängig von Jahres- und Tageszeit sowie Wetterbedingungen und daher grundlastfähig. Sie ist die schnellstmögliche Lösung, um städtische Regionen CO2-neutral mit Wärme zu versorgen. Geothermie ist marktreif, und sie funktioniert mit den richtigen Rahmenbedingungen deutschlandweit. Weil Geothermie grundsätzlich allen Menschen in Deutschland zur Verfügung steht, gehen die Mitglieder der Initiative „Wärmewende durch Geothermie“ jetzt deutschlandweit in den Dialog: mit Städten, Landkreisen und Kommunen, mit Stadtwerken, Verantwortlichen in Landes- und Bundesministerien, Wirtschaftsforschungsinstituten, Multiplikatoren der Energiebranche sowie mit Unternehmen aus Industrie und Finanzbranche.

Quelle: Bundesverband Geothermie/wh

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Neues Wasserkraftwerk verbindet Klima- und Naturschutz

21. Juli 2020 - 9:32

Zugleich ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich sollte eine neue Anlage werden. Entwickelt wurde der neue Anlagentyp an der Technischen Universität München (TUM). Wasserkraftwerke tragen mit erneuerbarer Energie zum Klimaschutz bei, verursachen aber gleichzeitig ökologische Probleme: Bei herkömmlichen Flusskraftwerken wird das Wasser durch ein Maschinenhaus umgeleitet, um die Turbine anzutreiben. Von der Strömung können Fische zum Kraftwerk getrieben und an Turbine und Gittern tödlich verletzt werden. Natürliche Lebensräume, Fischwanderwege und Uferlandschaft werden geschädigt. Die ökologischen Vorgaben für neue Anlagen lassen sich in Deutschland so kaum mehr erfüllen. Ein Team am Lehrstuhl für Wasserbau und Wasserwirtschaft der TUM hat deshalb ein Wasserkraftwerk entwickelt, das die Natur deutlich stärker schont. Für den neuen Kraftwerkstyp muss der Flusslauf nicht umgeleitet werden. Stattdessen wird vor einem Wehr ein Schacht ins Flussbett gebaut, in dem Turbine und Generator untergebracht werden. Das Wasser fließt in den Schacht, treibt die Turbine an und wird unter dem Wehr in den Fluss zurückgeleitet. Ein kleinerer Teil fließt über den Schacht und das Wehr hinweg.

Natur nicht betroffen

Die Ingenieure haben es geschafft, die Strömung so zu steuern, dass das Kraftwerk effizient Strom erzeugt, aber gleichzeitig der Sog in den Schacht gering ist. Zahlreiche Untersuchungen an einem Prototypen haben gezeigt, dass die meisten Fische deshalb sicher über dem Schacht schwimmen. Mehr noch: Durch zwei Öffnungen im Wehr können sie gefahrlos flussabwärts wandern. Flussaufwärts gelangen sie über eine übliche Fischtreppe.

Bestehende Wehre werden durchgängiger

Das Schachtkraftwerk hat neben dem Fischschutz einen weiteren Vorteil für die Gewässerökologie: Es ist auch für Geröll und Treibholz, die der Fluss mit sich führt, durchlässig. Die Bewegung und Ablagerung dieses „Geschiebes“ ist beispielsweise für Laichplätze wichtig. Ein Gitter, der sogenannte Rechen, der auf dem Schacht liegt, hält es von der Turbine ab. Dann wird es von der Anlage regelmäßig flussabwärts geschoben. Dafür wird ein Verschluss im Wehr geöffnet. Auf diese Weise kann auch Hochwasser abgelassen werden. „Wenn wir sowohl das Klima als auch die Natur schützen wollen, müssen wir Technologien entwickeln, mit denen wir beide Ziele so gut wie möglich in Einklang bringen“, sagt Projektleiter Prof. Peter Rutschmann. „Dabei ist klar, dass es eine hundertprozentige Erhaltung des Naturzustands mit keinem Wasserkraftwerk geben kann“, sagt Rutschmann. Sehr kleine Fische können in das Schachtkraftwerk gesogen werden, wobei auch von ihnen ein Großteil das Kraftwerk unverletzt passiert. Das Schachtkraftwerk erfüllt so strenge ökologische Kriterien, dass die erste Anlage in einem Natura-2000-Gebiet genehmigt werden konnte. In der Loisach bei Großweil im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurden die Fischwanderwege durch den Bau sogar verbessert. Das Kraftwerk wurde von der Wasserkraft Großweil GmbH an einer bereits vorhandenen Rampe errichtet, die für Fische bislang nur schwer überwindbar war. Ein neues Wehr musste nicht gebaut werden. Die Anlage erzeugt Strom für rund 800 Haushalte und leistet so einen Beitrag für eine dezentrale Energieversorgung. Sie hat sich bereits mehrere Wochen am Netz bewährt, inklusive eines Hochwassers.

Weltweit wertvolle Lebensräume erhalten

Das Schachtkraftwerk eignet sich sowohl für unterschiedlich große Flüsse als auch für unterschiedliche Fallhöhen. Je nach Gewässergröße und Bedarf wird in mehreren Schächten nebeneinander Strom erzeugt, in der Loisach sind es zwei, die Fallhöhe beträgt 2,5 Meter. Die TUM hält mehrere Patente auf die Erfindung. Eine Ausgründung der TUM, die Hydroshaft GmbH um den Ideengeber des Konzepts Albert Sepp, hat Nutzungsrechte erworben und vergibt wiederum Lizenzen an Kraftwerksbetreiber. In Planung sind derzeit insgesamt zwölf Anlagen in der Iller, der Saalach, der Würm und im Neckar. „Weltweit sollen zahlreiche neue Wasserkraftwerke gebaut werden, oft in Regionen mit hoher Biodiversität“, sagt Rutschmann. „Das Schachtkraftwerk kann helfen, die ökologisch wertvollen Lebensräume in Flüssen zu bewahren“, sagt Rutschmann. Zeichen dafür, dass ökologische Nachhaltigkeit und ökonomische Planung zusammen taktbar werden.

Quelle: TUM/wh

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Heizungsindustrie sieht sich „Green Deal ready“

20. Juli 2020 - 17:55

"Der Schlüssel für den Erfolg des Green Deals liegt nicht zuletzt in der konsequenten Erschließung der hohen CO2-Minderungspotenziale im Wärmemarkt", sagt Uwe Glock, Präsident des BDH. Er ist sicher, dass auf der ISH 2021 die deutsche Heizungsindustrie technologische Innovationen und Lösungen für eine erfolgreiche Umsetzung des Green Deals zeige. "Die Messe kommt auf den Punkt genau in der heißen Phase des Green Deals und bietet die Chance, unsere Potenziale der internationalen Fachwelt vorzustellen", sagt er.

Zum breiten Technologiemix für die Umsetzung des Green Deals gehört laut BDH nicht nur effiziente Heizungstechnologie, die erneuerbare Energien einkoppelt, sondern auch ein zunehmend grüner Energiemix für den größten Energieverbrauchssektor Europas, den Wärmemarkt.

Die ISH Energy bindet laut Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH, so stark wie noch nie zuvor Strategien und technologische Konzepte für ein stetes Wachstum von "Green Gases", Green Electricity, Green Fuels und biogene Brennstoffe ein. "Nur ein konsequenter Ausbau CO2-armer und später CO2-neutraler Brennstoffe für den Wärmemarkt, wie zum Beispiel CO2-freier Wasserstoff bieten die Gewähr, die ambitionierten CO2-Minderungsziele des Green Deals tatsächlich zu erreichen." Quelle: BDH / al

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Nichtwohngebäude können Förderung erhalten

20. Juli 2020 - 17:27

Ziel des EU-Forschungsprojekts ist die Entwicklung eines Bewertungssystems für Qualitätsmanagement in Gebäuden. Im Rahmen des Projekts werden Mehrwerte wie zum Beispiel gesteigerte Energieeffizienz, besseres Raumklima und schnellere Inbetriebnahme und Einregulierung quantitativ erforscht und validiert. Bauherren, die in den vergangenen drei Jahren einen Neubau errichtet haben oder gerade ein Neubauprojekt planen, bietet Synavision deshalb die Untersuchung ihrer Gebäude durch ein technisches Monitoring einschließlich der COPILOT Zertifizierung mit einem Forschungsrabatt in Höhe von 30 Prozent an. Dabei sollte es sich um ein Nichtwohngebäude wie Büros oder Hotels handeln und die Größe mindestens 5.000 Quadratmeter betragen.

Teilnehmer erhalten ein technisches Monitorings mit einer Copilot-Zertifizierung der Betriebsqualität, ein Benchmarking der Performance-Qualität mit anderen Gebäuden sowie einen Ergebnisbericht mit Hinweisen zu einfachen und schnell zu realisierenden Optimierungsmöglichkeiten, die bis zu einem Drittel der Energiekosten einsparen können. Alle Ergebnisse werden anonymisiert behandelt. Die Fördermittel sind begrenzt auf 50 Gebäude. Die Teilnahme ist bis zum 30. September 2020 möglich. Quelle: Synavision / al

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Sonnenschutz smart steuern

16. Juli 2020 - 16:57

Bleiben Fenster und Balkontüren den Tag über geschlossen bleiben, kommt die Hitze gar nicht erst herein. Allerdings dringt durch große Fensterfronten viel Wärme ins Haus, selbst wenn sie geschlossen bleiben. Die Sonne strahlt durch die Scheiben und heizt die Räume rasch auf.

Rollläden und außenliegender Sonnenschutz wie Markisen und Außenjalousien verhindern in solchen Fällen, dass das Sonnenlicht und die Wärmestrahlung direkt durch die Scheibe in den Innenraum gelangen. "In Kombination mit maßgefertigten Rollos, Plissees und Co. für den Innenbereich bilden sich zusätzlich zwischen innenliegendem Sonnenschutz, Fenster und geschlossenem Rollladen isolierende Luftschichten. Diese tragen ebenfalls dazu bei, den Raum kühl zu halten", erklärt Björn Kuhnke vom Technischen Kompetenzzentrum des Bundesverbands Rollladen und Sonnenschutz (BVRS). Sobald spätabends die Außentemperatur gesunken ist, sollten alle Türen und Fenster geöffnet werden, um einen Luftaustausch zu ermöglichen. 

Einen großen Effekt erzielt der Sonnenschutz durch eine smarte Steuerung. "Über eine Smart-Home-Steuerung lässt sich das auch von unterwegs mit dem Smartphone erledigen oder ganz automatisch zu vorgegebenen Zeiten", sagt Wilhelm Hachtel, Vorstandsvorsitzender der Industrievereinigung Rollladen-Sonnenschutz-Automation (IVRSA). Wenn es am Abend draußen abgekühlt ist, fahren Rollläden oder der Sonnenschutz hoch, damit die Bewohner durchlüften können. Quelle: BVRS / IVRSA / al

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Heizung auf Sommermodus umstellen

16. Juli 2020 - 14:50

Dabei werden nicht mehr die Heizkörper, wohl aber das Wasser für Küche und Bad erwärmt. Je nach Modell wird der Sommerbetrieb direkt am Heizkessel eingestellt. Bei modernen Geräten übernimmt das Regelsystem diese Aufgabe, die sie ab einer bestimmten Außen- oder Raumtemperatur automatisch aufhören zu heizen. An kühlen Sommertagen springt die Heizung automatisch wieder an, sobald eine bestimmte Temperatur unterschritten wird. Bei Modellen, die sich nach der Außentemperatur richten, sind das in der Regel 17 Grad Celsius. In gut gedämmten Gebäuden muss die Heizung oft sogar bei 12 Grad Celsius noch nicht anspringen, da sich die Wärme in den Innenräumen länger hält. Das Portal „Intelligent heizen“ rät zudem, im Sommerbetrieb die Thermostatventile geöffnet zu lassen. Das senkt das Risiko, dass sich diese über den Sommer verklemmen und schlimmstenfalls zu Beginn der Heizsaison erneuert werden müssen.

Verfügt die Heizung über keine moderne Regelung, muss die Einstellung auf den Sommerbetrieb vom Fachhandwerker vorgenommen werden. Allerdings lohnt sich die Sommerzeit, die veraltete Anlage gegen ein modernes Gerät zu tauschen. Zumal die Fachhandwerker in der Zeit meist weniger ausgelastet sind. Der geringere Energieverbrauch spart eine Menge Heizkosten ein. Auch der CO2-Ausstoß sinkt, insbesondere dann, wenn die neue Anlage erneuerbare Energien nutzt. Die Fördermittel wurden in diesem Jahr noch einmal deutlich aufgestockt. Durch die reduzierte Mehrwertsteuer seit dem 1. Juli können Sanierer zudem profitieren. Quelle: Intelligent heizen / al

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Neubau nicht den Weg versperren

15. Juli 2020 - 10:10

Dass Baugenehmigungen wieder steigen wird positiv aufgenommen. „Diese Zahlen sind erfreulich. Aber damit wir hier nicht einen Einbruch erleben, brauchen wir ein Regulierungsmoratorium“, sagt  ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. Nur, wenn Planer, Entwickler und Investoren in Zukunft mit sicheren Rahmenbedingungen rechnen können, könnte dieser Weg weitergehen. „Diskussionen um Mietenstopps, Mietendeckel und Enteignungen sind angesichts der vielerorts noch immer angespannten Wohnungsmärkte nicht zielführend – insbesondere nicht für diejenigen, die eine Wohnung suchen“, sagt Mattner. Mehr Bauen und Zuschüsse wären ein Ziel.

Quelle: ZIA/wh

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Aerosole beeinflussen Luftströmungen

15. Juli 2020 - 9:38

Eine möglichst genaue Wettervorhersage hilft nicht nur, den Ausflug am Wochenende zu planen, sie ist auch für das Management der Stromnetze entscheidend. Denn auf die Vorhersage der Sonneneinstrahlung bauen Ertragsprognosen für Photovoltaikanlagen auf. Großflächige Waldbrände oder der episodenhafte Transport von Saharastaub nach Europa können jedoch an einzelnen Tagen zu deutlichen Fehlvorhersagen der solaren Einstrahlung führen. Mit Asche, Staub und Sandkörnern gelangen winzige Partikel in die Atmosphäre, die zur Wolkenbildung beitragen. Liegen die Photovoltaik-Ertragsprognosen falsch, muss die fehlende Energie kurzfristig anderweitig bereitgestellt werden. Wie sich atmosphärische Aerosolpartikel auf Wolken und die solare Einstrahlung auswirken, untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des KIT und des DWD zusammen mit dem Solarenergie-Dienstleister meteocontrol GmbH im Projekt „Photovoltaik-Ertragsprognose zum besseren Management des Einflusses des atmosphärischen Aerosols auf die Stromnetze in Deutschland und Europa“ (PermaStrom). Hauptziel des Projekts ist es, diese Effekte in der Wettervorhersage und der darauf aufbauenden Photovoltaik-Ertragsprognose besser zu berücksichtigen. Bislang ist das noch gar nicht oder nur unzureichend der Fall. „Für die Untersuchungen nutzen wir sowohl Messdaten von Wetterstationen als auch Satellitendaten“, sagt Bernhard Vogel, Leiter der Gruppe „Spurenstoffmodellierung und Klimaprozesse“ am Institut für Meteorologie und Klimaforschung – Troposphärenforschung des KIT. Diese Daten werden in einem erweiterten numerischen Wettervorhersagesystem verarbeitet, das speziell für diese Anwendung vom DWD betrieben wird. Im Vorgängerprojekt PerduS wurde bereits der Transport von Saharastaub nach Deutschland untersucht und die Vorhersagen diesbezüglich verbessert. Das, so die Experten, reiche jedoch noch nicht aus. Es sei sowohl notwendig, weitere Aerosolarten zu berücksichtigen, wie beispielsweise Ruß und Staub, der durch Waldbrände entsteht, als auch die Wirkung dieser Aerosolpartikel auf die Wolkenbildung zu modellieren und vorherzusagen. „Insbesondere Letzteres ist immer noch eine Herausforderung, da die Prozesse in Wolken und deren Wechselwirkung mit Aerosolpartikeln noch nicht vollständig verstanden sind“, sagt Axel Seifert vom DWD.

Zügige Forschung wegen System

Durch die Kombination von Beobachtungsdaten und einer verbesserten, physikalisch-basierten Modellierung mit dem Modellsystem ICON-ART, erhoffen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Fortschritte beim Verständnis dieser Zusammenhänge und eine konkrete Verbesserung der täglichen Wettervorhersagen. So könnte auch geklärt werden, ob Wolken während eines Saharastaub-Ereignisses tatsächlich anders sind und falls ja, ob dieser Unterschied auf die Aerosolpartikel selbst zurückgeführt werden kann.

Brücke zwischen Forschung und Anwendung im Stromnetz

Im Rahmen von PermaStrom entwickelt die meteocontrol GmbH das Vorhersagesystem unter Berücksichtigung der Netzbetreiber-Anforderungen weiter. „Damit können die Forschungsergebnisse in Form neuer Prognose-Modelle in Zukunft von den Stromnetzbetreibern eingesetzt werden“, sagt die meteocontrol GmbH. Der Solarenergie-Dienstleister ist Entwickler und Anbieter von professionellen Überwachungs- und Steuerungssystemen für PV-Anlagen und Portfolios. Zudem erstellt das Unternehmen Solarstromprognosen und Energie- und Wetterdatenanalysen. Um zu gewährleisten, dass die Nutzer der neuen, speziell auf die Energiemeteorologie optimierten Vorhersagen bereits frühzeitig in die Entwicklung eingebunden sind, wird das Projekt von den assoziierten Partnern Amprion, 50Hertz und EnBW begleitet und unterstützt.

Quelle: KIT/wh

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Förderung wird auf 3.500 Vbh pro Jahr begrenzt

14. Juli 2020 - 20:45

Mit der beschlossenen Gesetzesfassung bleibt die Gesamtförderung durch den KWK-Zuschlag unverändert, auch wenn die Zahl der förderfähigen Vollbenutzungsstunden (Vbh) im Jahr zukünftig begrenzt wird. Nur die kalendarische Zeit, in der der Zuschlag fließt, verändert sich. Durch die ab 2025 wirksame Begrenzung auf maximal 3.500 Vbh pro Jahr fließt die Gesamtförderung, sofern nicht weniger als 3.500 Vbh im Jahr gefahren werden, in 8,6 Jahren zu. Für die Mehrzahl der KWK-Anlagen über 50 kW elektrische Leistung bedeutet die neue Regelung eine Verlängerung der Zeit, in der die Förderung zufließt. Damit will der Gesetzgeber erreichen, dass mehr elektrische KWK-Kapazität errichtet wird als nach „klassischer“ thermischer Auslegung bisher. Die Begrenzung der förderfähigen Vbh im Jahr bedeutet nicht, dass das BHKW nicht mehr fahren darf. Es wird lediglich der Zuschlag nur bis zur Jahresbegrenzung ausgezahlt, erklärt der BKWK in einer Mitteilung.

Für KWK-Anlagen in der Objekt- und Arealversorgung ergeben sich neue Rahmenbedingungen für die Anlagenauslegung. Wenn in der Vergangenheit ein BHKW im Gebäudesektor in die Wärmegrundlast gelegt wurde, dann ist dem BKWK zufolge jetzt ein Aspekt in Richtung Flexibilisierung notwendig. Für die Arealversorgung werden rückwirkend ab dem 1. Januar 2020 Wärmenetzemit einem 75 prozentigen Anteil aus KWK oder mit anteiliger EE-Wärme unabhängig von der Leitungsnennweite mit 40 Prozent der förderfähigen Investitionskosten gefördert. Wärmenetze mit einem Anteil von 50 Prozent KWK-Wärme werden analog mit 30 Prozent bis zum 31.12.2022 gefördert.

Begrenzung ist keine Angabe zur notwendigen BHKW-Leistung

Trotz der Begrenzung auf 5.000 Förder-Vbh vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2023 können für Heizung und Warmwasser in Wohngebäuden auch 6.000 Stunden und mehr Wärme im Jahr mit dem BHKW erzeugt werden, die Begrenzung bedeutet keine Angabe zur notwendigen BHKW-Leistung. Für den BKWK ist der Nebeneffekt interessant, dass KWK-Anlagen in Objekten ohne zentrale Trinkwarmwasserbereitung oder in Objekten mit solarthermischen Anlagen zur Trinkwarmwasserbereitung nun annähernd die gleiche Wirtschaftlichkeit erzielen wir KWK-Anlagen, die den (zentralen) Trinkwarmwasser-Wärmebedarf in Vbh umwandeln können.

Für alle KWK-Anlagen werden ab dem 1. Januar 2025 die förderfähigen Jahresvollbenutzungsstunden nach dem KWKG auf 3.500 begrenzt. Dadurch soll die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung vorangebracht werden. Zur Begrenzung der Vollbenutzungsstunden kann laut BKWK ein zweites BHKW dazu gebaut werden, wenn das vorhandene BHKW auf 5.000 Vollbenutzungsstunden ausgelegt wurde und der Wärmbedarf gleichgeblieben ist.

Kritik übt der BKWK am Gesetzgeber, da er die Prozesswärmeerzeugung aus KWK in der nicht stromkostenintensiven Industrie nicht wieder in die Förderung aufgenommen hat. Die Möglichkeit, Anlagen so auszulegen, dass sie an wenigen Stunden im Jahr strommarktdienlich fahren und Strom in das Netz einspeisen, ist die durch Regeln zur Ausschreibung bei Anlagen über 1 MW ausgeschlossen. Daher werde die Industrie animiert, vorhandene CO2-Einsparpotentiale nur in geringem Maße durch KWK-Anlagen zu nutzen. Quelle: BKWK / al

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Enwicklung von Lithium-Ionen-Batterien vorantreiben

13. Juli 2020 - 15:09

"Leistungsfähige und sichere Batterietechnologien sind Grundvorraussetzung dafür, dass wir die Energiewende schaffen und unsere Mobilität nachhaltig gestalten können", sagt Professor Holger Hanselka, Präsident des KIT. "Die Cluster greifen die dafür ganz zentralen Aspekte – agile Produktionssysteme, Recycling, Nutzungskonzepte und Qualtitätssicherung – auf. Wir freuen uns sehr darauf, gemeinsam mit den Partnern in allen vier Clustern unsere Kompetenzen zu bündeln und die Batterieforschung voranzutreiben.“

Im Fokus des Kompetenzclusters „Intelligente Batteriezellproduktion“ (InZePro) stehen eine agile und flexible Anlagentechnik, die Digitalisierung einzelner Anlagen und des gesamten Produktionssystems sowie virtuelle Produktionssysteme und KI in der Produktion. „Ziel ist es, vielfältige Varianten von Batteriezellen in kleinen bis großen Stückzahlen für eine flexible, automatisierte und intelligente, durch Künstliche Intelligenz optimierte Fertigung herzustellen. So wollen wir dafür sorgen, dass produzierende Unternehmen, beispielsweise in der Automobilindustrie, ihre Produktivität selbst bei schwankender Auftragslage und hoher Produktvarianz steigern“, erläutert Professor Jürgen Fleischer, Leiter des wbk Instituts für Produktionstechnik, der für das KIT im Koordinationsteam von InZePro ist. Das Cluster wird insgesamt mit voraussichtlich rund 30 Millionen Euro gefördert.

Die Leistungsfähigkeit von Lithium-Ionen-Batterien zu verbessern und gleichzeitig eine lange Lebensdauer zu gewährleisten, ist Ziel des Kompetenzcluster Analytik/Qualitätssicherung (AQua). Als Grundlage für die Qualitätssicherung bei der Produktion entwickeln die Wissenschaftler Analysemethoden und -standards, die den komplexen Prozessen in der Batterie gerecht werden. „Wir wollen in AQua ein umfassendes und prozessübergreifendes Verständnis dafür erarbeiten, wie sich das Zusammenspiel von Materialien, Fertigungsschritten und elektrochemischen Besonderheiten auf Strukturen und Eigenschaften der Batterie auswirkt“, sagt Professor Helmut Ehrenberg vom KIT, der im Koordinationsteam ist. Dieses Cluster wird insgesamt mit voraussichtlich rund 20 Millionen Euro gefördert.

Bei den beiden Clustern InZePro und AQua ist das KIT jeweils im Koordinationsteam. Zusätzlich arbeiten Forscher des KIT in den beiden Clustern Recycling/Grüne Batterie (greenBatt) und Batterienutzungskonzepte (BattNutzung) mit. Starten sollen die neuen Cluster im Oktober 2020. Außerdem ist das KIT an dem bereits seit 2018 laufenden Kompetenzcluster FestBatt zur Entwicklung von Festkörper-Batterien und seit 2016 an ProZell zur Batteriezellproduktion beteiligt. Quelle: KIT / al

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Effiziente Lösungen gegen Sonne

13. Juli 2020 - 12:45

Erhältlich sind die Markisen als Set aus drei manuellen, einzeln bedienbaren Markisen. Sie werden von innen ohne Betreten des Daches montiert und sind daher auch unkompliziert nachrüstbar. Da die Markisen außen vor den Scheiben liegen, bieten sie hervorragenden Hitzeschutz. Dank des transparenten Stoffes lassen sie weiterhin Licht in den Raum und ermöglichen auch den Blick nach draußen. Die Kombination mit innen liegendem Sonnenschutz, etwa zum Verdunkeln des Raumes, ist möglich. Das Studio-Fenster „3 in 1“ ist seit Februar 2020 fester Bestandteil des Velux Standardsortiments. Der Einbau dieser Lichtlösung aus drei fest verbundenen Fensterelementen ist durch die Konstruktion mit einem einzigen Blendrahmen um den mittleren, schon vormontierten fest verglasten Flügel fast so einfach und schnell wie bei einem Einzelfenster.

Quelle: Velux/wh

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Nicht immer ist genug Platz für eine Solaranlage

13. Juli 2020 - 8:56

Wer auf seinem Dach Solarenergie ernten möchte, braucht dazu eine möglichst große Fläche, damit die Anlage rentabel arbeitet. Viele Eigentümer, die sich zur Nachrüstung ihres Dachs entschließen, planen deshalb die Solaranlagen gerne bis an den Rand der Dachfläche. Das ist aber nicht immer erlaubt, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB): Dann nämlich, wenn das Dach an einer Brandwand endet. Brandwände – und alle Wände, die statt Brandwänden nach der jeweiligen Landesbauordnung erlaubt sind – sollen die Ausbreitung von Feuer verhindern. Da Solar- und Photovoltaikanlagen aber auch aus brennbaren Materialien bestehen, müssen entweder die Brandmauern deutlich über die Dachfläche hinaus erhöht werden oder die Solaranlagen dürfen nicht bis an den Dachrand gebaut werden. Die Musterbauordnung, der die meisten Bundesländer in diesem Punkt folgen, sieht einen Mindestabstand für Solaranlagen von 1,25 Meter bis zur Brandwand vor. Da kann also einiges an solarer Nutzungsfläche verloren gehen. Wer ein freistehendes Einfamilienhaus besitzt, das die entsprechenden – in der Regel mindestens sechs Meter – Abstände zur Nachbarbebauung einhält, hat zur Verhinderung des Feuerübergangs auf ein weiteres Gebäude alles Nötige getan. Brandschutzrechtlich betrachtet kann die gesamte Dachfläche mit einer Solaranlage bebaut werden. Anders ist es bei Reihen- und Doppelhäusern. Es gibt auch Gestaltungssatzungen, die die Errichtung von Solaranlagen reglementieren. Gleiches gilt für den Denkmalschutz. Er kann die Installation einer Solaranlage sogar ganz oder teilweise unmöglich machen. Bevor Hauseigentümer also das ganze Dach beplanen, sollten sie sich bei den zuständigen Behörden erkundigen, was zulässig ist – und natürlich mit dem Sachverständigen Fragen beispielsweise der Statik oder Leitungsführung besprechen.

Quelle: VPB/wh

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Perlitdämmung verbessert Wärmeschutzdämmung

10. Juli 2020 - 8:56

Ziegel mit integrierter Perlitdämmung haben laut Hersteller der Vorteil, dass sie eine effektive Wärmedämmung mit einem geringen Volumen verbinden. Somit werde nach den Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) auch in monolithischer Bauweise ein U-Wert  der Außenwand von 0,17 W/(m2K) erreicht. Während der Sommermonate funktionieren die Ziegel mit ihrer eingebauten Dämmung und aufgrund ihrer hohen Speichermasse wie eine natürliche Klimaanlage. Die feinen Kapillaren im Mauerziegel regulieren zusätzlich die Feuchtigkeit und sorgen für eine gute Luftqualität. Zudem bieten sie einen hohen Schallschutz.

Grundlage der verbesserten Wärmedämmung des Ziegels ist die Verbesserung von Ziegelscherben und Dämmstoff. Der Hersteller hat die Naturprodukte Ton und Vulkangestein (Perlit) derart optimieren können, dass ein rein mineralischer Baustoff entstanden ist. Dieser bietet in seiner Kombination den verbesserten Wärmeschutz und deckt die restlichen bauphysikalischen Aspekte ab. Der plangeschliffene Hochlochziegel mit integrierter Perlitdämmung und einer Wärmeleitzahl von 0,065 ist in den Wandstärken 36,5 cm und 42,5 cm lieferbar. Quelle: Schlagmann Poroton / al 

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Herausforderungen müssen zusammen gemeistert werden

10. Juli 2020 - 8:49

Die Dächer in den Städten haben das Potenzial, die Energiewende voranzubringen. Diese Erkenntnis ist natürlich nicht neu. Die Bundesregierung fördert aus diesem Grund seit dem Jahr 2017 das Konzept des Mieterstroms aus PV-Anlagen. Die Mieter sollen auf diese Weise am Ausbau der Erneuerbaren Energien mitwirken können. Rund 3,8 Millionen Wohnungen wären damals laut einer Studie, die das Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegeben hatte, für das Mieterstrommodel geeignet. Das machte rund 18 Prozent aller Wohnungen in Deutschland aus. Pro Jahr kann der Solaranlagen-Ausbau gefördert werden, bis die Grenze von 500 Megawatt erreicht ist.

Soweit so gut. Doch dieser Ausbau-Deckel ist seither nicht im Ansatz erreicht worden. Das zeigen die regelmäßig veröffentlichten Zahlen der Bundesnetzagentur und noch deutlicher der Mieterstrombericht, der Ende 2019 der Bundesregierung vorgelegt wurde. Bis Mitte vergangenen Jahres sind bei der Bundesnetzagentur 677 PV-Mieterstromanlagen mit insgesamt rund 13,9 Megawatt im Register gemeldet worden. Das Urteil des Berichts: „Das Modell bleibt damit weit hinter den Erwartungen zurück. Vor diesem Hintergrund ist der 500 MW-Deckel bisher bei weitem nicht zur Anwendung gekommen. Er wurde nur zu gut 1 % ausgenutzt.“ Bis Mai dieses Jahres waren es den Zahlen der Bundesnetzagentur zu Folge 1,813 Megawatt Mieterstrom im Mai gemeldet. Im laufenden Jahr sind das insgesamt 7,16 Megawatt. Insgesamt ist die Zahl der PV-Mieterstromanlagen auf mehr als 1000 Anlagen gewachsen. 

Doch warum läuft der Ausbau so schleppend, wenn das Modell des Mieterstroms für die Verbraucher im Grunde genommen nur Vorteile bietet? Sie erhalten grünen Strom vom eigenen Dach und zahlen dafür zehn Prozent weniger als für den den regulären Strom aus dem Netz. Das ist möglich, da Kosten wie Netzentgelte, Stromsteuer, Konzessionsabgaben und Umlagen, mit Ausnahme der EEG-Umlage entfallen. Noch attraktiver würde der Strompreis, wenn die EEG-Umlage auf null abgesenkt wird, wie es die Deutsche Energie-Agentur (dena), das Finanzwissenschaftliche Forschungsinstitut an der Universität zu Köln (FiFo) sowie die Stiftung Umweltenergierecht in einer im Juli erschienen Kurzstudie vorschlagen. Die Gegenfinanzierung würde teilweise über die Verdoppelung der Stromsteuer angesetzt, die im Mieterstrommodell nicht bezahlt werden muss. Die Krux liegt also im Betreiben der Anlage, worauf Verbände und Unternehmen immer wieder hinweisen. Dazu zählen komplizierte Prozesse, gesetzliche Regularien, Steuergesetze und technischen Möglichkeiten. Zudem sinkt der Mieterstromzuschlag zusehends, wie bereits der Mieterstrombericht zeigte.

Mehrere Mieterstromanbieter haben sich zu einer Initiative zusammengeschlossen und konkrete Forderungen gestellt, während sich im Mai der Bundestag zur Mini-EEG-Novelle beraten hat.

Sie wollen, dass Mieterstrom und Eigenversorgung gleichbehandelt werden. Dazu solle der Mieterstromzuschlag deutlich erhöht werden. Gewerbesteuerliche Barrieren für die Solarenergie gehörten beseitigt. Wohnungsunternehmen und Immobilienbesitzer würden Gefahr laufen, ihre Gewerbesteuerbefreiung zu verlieren. Zudem fordern sie flexible Umsetzungsmodelle für PV-Mieterstrom. Bislang fehle die rechtliche Klarstellung, dass das Lieferkettenmodell beim Mieterstromzuschlag keine Einschränkung darstelle. Das Lieferkettenmodell ermöglicht demVermieter, die PV-Anlage zu betreiben ohne dabei zum Stromversorger zu werden.

Ein weiterer Ansatz ist, Mieterstrom auf Gewerbedächern zu ermöglichen. Derzeit müssen mindestens 40 Prozent des Gebäudes dem Wohnen dienen. Diese Anforderung für den Mieterstromzuschlag soll laut Initiative ersatzlos gestrichen werden. Mit Blick auf Baden-Württemberg, wo im Mai eine Photovoltaik-Pflicht für Neubauten im Nicht-Wohnbereich beschlossen worden ist, wäre das ein riesiger Schritt. Zumal Umweltminister Franz Untersteller darin den Einstieg zu einer Pflicht für Photovoltaikanlagen auf allen Neubauten sieht. Hamburg ist einen Schritt weiter. Dort wird diese Pflicht zwar ein Jahr später, also 2023, kommen. Allerdings wird sie dort auch für Wohnbauten gelten. Bremen und Bremerhaven haben diese Pflicht im Juni dieses Jahres ebenfalls eingeführt. Auch in Berlin gibt es Bestrebungen für die PV-Pflicht. Zudem soll die Pflicht in Hamburg und Bremen im Laufe der Zeit auf Dachsanierungen ausgeweitet werden.

Schließlich wollen die Mieterstromanbieter, dass PV-Anlagen, die auf unterschiedlichen Gebäuden errichtet werden und technisch nicht zusammenhängen, in der gesetzlichen Sichtweise nicht zusammengefasst werden.

Unterstützt wird die Initiative vom Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) sowie der Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften (DGRV). Dazu sagte im Mai bne-Geschäftsführer Robert Busch: "Die Menschen wollen sich an der Energieversorgung beteiligen und helfen, diese dezentraler und digitaler und damit resilienter zu machen. Dafür ist Mieterstrom ein Musterbeispiel. Jetzt ist die letzte Chance, die Barrieren bei Mieterstrom abzubauen; Ansonsten platzt der Wunsch der Politik nach einer urbanen Energiewende wie eine Seifenblase." So betonte auch Daniel Fürstenwerth, Geschäftsführer von Solarimo und Mitglied der Initiative: „Seit dem vergangenen Sommer hat Bundesminister Altmaier angekündigt, die Barrieren für Mieterstrom endlich zu beseitigen. Die Vorschläge aus dem Ministerium liegen seit dem Herbst 2019 auf dem Tisch. Jetzt muss die Regierung handeln. Die Wohnungswirtschaft und die Mieter wollen loslegen.“ Fürstenwarth prognostizierte, dass mindestens fünf Millionen Mietern die Energiewende in die Wohnung bringen, würden die Barrieren fallen.

Die Barrieren sind jedoch geblieben. Und damit die von Fürstenwarth kritisierte soziale Ungerechtigkeit in der Energiewende, denn er sieht die wohlhabenden Hausbesitzer im Vorteil, die von der Eigennutzung profitieren „Hier muss die Politik die Ungerechtigkeiten endlich abräumen. Die Politik steht schon viel zu lange auf der Bremse. Die Gerechtigkeitslücke zwischen Mietern in Mehrfamilienhäusern und Eigenheimbesitzern muss geschlossen werden.“ Es bleibt abzuwarten, ob Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier seine seit Herbst 2019 versprochenen Änderungen doch noch vorlegt, die von den Vorschlägen des Evaluierungsberichts zum Mieterstrom geprägt und politisch unstrittig sind. Denn auch Altmaier sah in einem offenen Brief an die SPD-Fraktion im Bundestag, das der räumliche Zusammenhang, die Höhe der Vergütung, die Abschaffung der Anlagenzusammenfassung und das Lieferkettenmodell zu berücksichtigen sei.  Von Anne Leipold

 

 

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Breites Bündnis aus Verbänden und Energiepolitik fordert Stärkung der Bürgerenergie

7. Juli 2020 - 14:32

Der Appell fordert angesichts der notwendigen Umsetzung des Europäischen „Clean Energy Package“ umfassende gesetzliche Erleichterungen für die erneuerbare Eigenversorgung von Einzelpersonen, Unternehmen und Gemeinschaften. Das Papier fordert zudem die Ermöglichung von Energiespeicherung auf der Nieder- und Mittelspannungsebene, die Abschaffung von Ausschreibungen für die Bürgerenergie, umfangreiche Beteiligung von Kommunen und administrative Erleichterungen. „Obwohl die Mehrheit der Gesellschaft für den deutlichen Ausbau der Erneuerbaren Energien ist, hat dieser an Schwung verloren. Ohne einen beherzten Zubau in allen Sektoren wird Deutschland seine Klimaschutzziele nicht erfüllen können“, sagt Dr. Simone Peter. Die Bürgerinnen und Bürger wären die aktivsten Unterstützer der Energiewende. „Hier liegt das größte Potential für die dynamische Entwicklung und die Stärkung der Erneuerbaren“, sagt Peter.  „Wir brauchen eine breite gesellschaftliche Kraftanstrengung für den Klimaschutz von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Kommunen, Stadtwerken und Genossenschaften. Die europäischen Regeln sind vorbildlich und werden den notwendigen Boom beim Ausbau der Erneuerbaren ermöglichen. Damit werden die Kostenvorteile der Erneuerbaren endlich auch bei den Menschen ankommen", sagt Mit-Initiator Klaus Mindrup, MdB.

Klimaschutz zusammen meistern

Die Beteiligten möchten klar zeigen dass Klimaschutz nur gemeinsam möglich wäre. „Nur gemeinsam als Gesellschaft können wir Klimaschutz verwirklichen. Hindernisse für den Einsatz der Erneuerbaren Energien müssen beseitigt, der Zugang zur Nutzung der Erneuerbaren vereinfacht werden, um Bürgerinnen und Bürgern eine aktiven Partizipation an der Rettung unseres Klimas zu ermöglichen“, so René Mono, Vorstand des BBEn. Eine Wende solle zügig herbeigeführt werden.

Quelle: BBE/wh

 

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Contractingverband will Diskriminierung von Effizienzdienstleistungen beenden

7. Juli 2020 - 14:27

Daher sollte Deutschland die Ratspräsidentschaft nutzen, um bestehende Hemmnisse für klimafreundliche Effizienzdienstleistungen zu beseitigen, sagt der Verband für Wärmelieferung (VfW) über den Vorsitz. Eines der wesentlichen Hemmnisse bei der Umsetzung sei die Ungleichbehandlung von Energiedienstleistern und Eigenversorgern. Nach aktueller Rechtslage sei die Umlegung der Wärmelieferungskosten nur möglich, solange diese unterhalb oder gleichauf mit den bisherigen Kosten der Wärmeversorgung liegen. Bei einer Modernisierung durch den Vermieter mit Eigenversorgung können jedoch auch höhere Kosten umgelegt werden. Dies führt dazu, dass in vielen Fällen die Durchführung der Modernisierung durch einen Energiedienstleister nicht möglich ist. Es entsteht ein Modernisierungsstau, da die Sanierung oft gar nicht durchgeführt wird. Ähnlich ist es bei der EEG-Umlage: Energiedienstleister müssen die volle Umlage zahlen, während Eigenversorger nur 40 % zahlen müssen.

 „Wir fordern eine Anpassung der bestehenden Gesetzeslage. Die energetische Modernisierung der Wärmeversorgung durch einen Energiedienstleister muss umlegbar sein, solange die dabei entstehenden Kosten unterhalb der Kosten liegen, die bei einer Modernisierung durch den Vermieter zu erwarten wären“, sagt Tobias Dworschak, VfW Geschäftsführer. Außerdem sollten auch Energiedienstleister nur 40 % der EEG-Umlage zahlen müssen.

Die Ergebnisse des im Juni 2020 beendeten QualitEE-Projekts, welches durch die europäische Kommission im Rahmen des Horizon 2020-Programms finanziert wurde, untermauern diese Forderung sowohl für Deutschland als auch Europa insgesamt. Als wichtigste Hemmnisse für fortschrittliche Energiedienstleistungen wurden dabei in fast allen Mitgliedsstaaten -darunter eben auch Deutschland- die mangelnde Unterstützung durch die jeweiligen Regierungen identifiziert. Dies führt wiederum zu einem mangelnden Vertrauen potenzieller Investoren und Kunden in die Branche, was das Wachstum nachteilig beeinflusst. Zur Behebung dieser Missstände wurden 28 Pilotprojekte mit einem Volumen von 33 Mio. € angestoßen. Dies ist viel zu wenig für die Behebung der genannten Mängel und es bedarf sowohl auf EU-Ebene als auch nationaler Ebene weiterer Projekte dieser Art.

Quelle: VfW/wh

 

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Stromsteuer zur Gegenfinanzierung verdoppeln

7. Juli 2020 - 13:30

Innovationen fördern, Bürokratie abbauen und damit Kosten einsparen, die Endverbraucher auf lange Sicht entlasten und damit letztlich der Energiewende auf die Sprünge helfen, zählt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, die positiven Effekte auf, die sich in der Kurzstudie ergeben haben. Mit ihr soll Schwung in die Debatte um die Energiewende und die Abkehr von fossilen Energieträgern kommen. "Die EEG-Umlage ist eine Innovationsbremse und steht der Integrierten Energiewende mit ihren vielfältigen Geschäftsmodellen im Weg", sagte Kuhlmann. Das Startdatum sieht er als realistisch an. Zumal die Bundesregierung mit den Anpassungen des EEG-Gesetzes die Möglichkeit geschaffen hat, erklärte Thorsten Müller, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der Stiftung Umweltenergierecht. Innerhalb kurzer Zeit sei ein riesiges Konjunkturpaket auf den Weg gebracht wurde, das zeige die politische Machbarkeit, ergänzte Michael Thöne, Geschäftsführender Direktor des FiFo Köln.

In erster Linie sei die EEG-Umlage eine gigantische staatliche Subvention, die die Stromkonsumenten bezahlen, sagte Thöne. Dabei sei die Energiewende eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Aus diesem Grund schlagen die Autoren und Initiatoren vor, die EEG-Umlage unter anderem mit der Verdoppelung der Stromsteuer gegen zu finanzieren. Die Stromsteuer ist dabei eine Konstante, mit der im Bundeshaushalt kalkuliert werden kann. Zudem sollen die steigenden Einnahmen aus dem Brennstoffemissionshandelsgesetz vollständig für die Gegenfinanzierung eingesetzt werden. Für Unternehmen, die heute von Ausnahmen zur Zahlung der EEG-Umlage profitieren, sollen entsprechende Ausnahmetatbestände im Stromsteuergesetz geändert werden, um sicherzustellen, dass niemand durch die Veränderung schlechter gestellt wird als heute.

Das kürzlich verabschiedete Konjunkturprogramm sieht bereits vor, die EEG-Umlage durch Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt ab 2021 bei 6,5 Cent pro Kilowattstunde Strom zu stabilisieren. In Summe ergeben EEG-Umlage und Stromsteuer somit 8,55 Cent pro Kilowattstunde. Der Vorschlag der Kurzstudie setzt die Stromsteuer bis 2030 auf 4,1 Cent und führt aufgrund der Absenkung der EEG-Umlage auf null zu einer Strompreissenkung von bis zu 4,5 Cent pro Kilowattstunde. Die Berechnung des FiFo zeigt, dass zu Beginn zwar mit einem Defizit von 11,5 Milliarden Euro gestartet wird. Doch bereits 2026 liegt die Finanzierung im positiven Bereich. Die Zusatzeinnahmen liegen bei etwa drei Milliarden Euro. Ende des Jahrzehnts besteht laut Thöne eine Aufkommensneutralität. Die ursprünglichen Mindereinnahmen sind komplett ausfinanziert. "Spätestens von da an kann man die Stromsteuer senken", sagte Thöne.

Der grundlegende Umbau von EEG-Umlage und Stromsteuer ermöglicht es, das Energierecht deutlich zu vereinfachen sowie Unternehmen und Behörden vom Vollzugs- und Abwicklungsaufwand zu entlasten. Der niedrigere Strompreis entlastet die Verbraucher und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit ebenso wie die Integration der Sektoren Strom, Wärme, Mobilität und Industrie. Davon bleibt der aktuelle Finanzierungsmechanismus für die mit der Abwicklung der EEG-Zahlungen an die Anlagenbetreiber durch die Netzbetreiber unberührt.

"Die Absenkung der EEG-Umlage auf null würde erhebliche Vereinfachungen mit sich bringen: für Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber, Stromlieferanten, Eigenversorger und stromintensive Unternehmen sowie für das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). 26 Paragrafen im aktuellen EEG 2017 könnten entfallen, weitere vereinfacht werden", führte Thorsten Müller aus.

Die Autoren und Initaitoren der Kurzstudie weisen aber auch darauf hin, dass nicht alle Tiefen und Dimensionen abgerufen wurden. Neben dem EEG müsse mindestens auch das Stromsteuergesetz angepasst werden, um eine faire Entlastung der verschiedenen Wirtschaftszweige sicher zu stellen. Beihilferechtliche Überlegungen wurden in der Studie einbezogen, müssten in der weiteren Ausgestaltung jedoch mitbedacht und vertieft werden. Quelle: dena / al

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Deutscher Ziegelpreis 2021 ausgelobt

7. Juli 2020 - 10:06

Besondere Schwerpunkte des Preises sind der bezahlbare Wohnungsbau sowie die Nachwuchsförderung. Innerhalb des Wettbewerbs werden insbesondere der gekonnte, kreative Umgang mit monolithischen Außenwandkonstruktionen aus modernen hochwärmedämmenden Ziegeln sowie herausragende Architektur mit mehrschaligen Ziegelaußenwandkonstruktionen bewertet. Prämiert werden konzeptionell, konstruktiv und gestalterisch überzeugend realisierte Bauwerke, in deren Wandkonstruktion der Baustoff Ziegel verwendet wurde. Die Preise sind mit einer Gesamtsumme von 20.000 Euro dotiert.

Unterstützung zahlreicher Länder 

Zentrales Anliegen ist es, umweltfreundlichkeit stärker in den Mittelpunkt zu stellen. „Es ist richtig und wichtig, nachhaltiges Bauen im Bereich Hoch- und Massivbau stärker in den Fokus zu rücken. Wir freuen uns, auch in diesem Jahr den Deutschen Ziegelpreis unterstützen zu können“, sagt Thomas Sander, Vorsitzender des Fachverbands Hoch- und Massivbau im Zentralverband Deutsches Baugewerbe. Damit zeigen sie, dass klimagerechtes Bauen keine Frage des Baustoffes sein müsse. Der Deutsche Ziegelpreis 2021 wird darüber hinaus unterstützt durch die Bayerische Architektenkammer als Kooperationspartner sowie die ideellen Partner Bundesarchitektenkammer, Bundesingenieurkammer, Landesverbände BDA Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Quelle: ZDB/wh

 

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