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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 20 Minuten 30 Sekunden

"Neue Grundsteuer muss bodenbezogen sein"

11. April 2018 - 7:00

Der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, begrüßte das Urteil und erneuerte die Forderung des BUND, die Grundsteuer zu einer bodenbezogenen Steuer weiterzuentwickeln. Also nur noch das Grundstück, aber nicht mehr die Bebauung zu besteuern. Bei gleichem Aufkommen würde die Steuer auf unbebaute Grundstücke dann viel höher. "Der Gesetzgeber muss den jetzt erteilten Handlungsauftrag im Sinne der Nachhaltigkeit nutzen", sagte Weiger dazu.

Die Steuer müsse den Umgang mit der begrenzten Ressource Boden in Richtung nachhaltiger Nutzung lenken. Bodenspekulationen und flächenfressende Bebauung dürften nicht noch steuerlich begünstigt werden. Die bisherige Besteuerung von Grundbesitz sei zudem intransparent und mit einem immensen Verwaltungsaufwand verbunden. "Die Neuregelung muss einfacher zu administrieren und leichter nachvollziehbar sein", so Weiger.

Viele Kommunen kämpfen mit Leerständen und fehlender Innenentwicklung. Gesucht werden Wege, die Baubedarf und städtisches Grün in Einklang bringen. "Durch eine bodenbezogene Grundsteuer kann der Flächenverbrauch gestoppt und die Siedlungsentwicklung nach innen perspektivisch wieder attraktiver werden. Neubaugebiete auf der grünen Wiese, die Naturräume weiter einschränken, müssen der Vergangenheit angehören. Geeignete Freiflächen, Industriebrachen und Gebäude müssen nachhaltig für neuen Wohnraum genutzt werden", sagt Hubert Weiger. Für lebenswerte Städte gelte es zudem städtische Grünflächen zu erhalten und zu vernetzen.

Der Umweltverband weist im Zusammenhang mit einer Neuregelung auf die Berücksichtigung der aus Klimaschutzgründen dringend notwendigen Sanierung im Gebäudebestand hin. Eine am Immobilienwert ausgerichtete Grundsteuer würde die für den Klimaschutz notwendigen Investitionen in die thermische Sanierung des Gebäudebestands erschweren.

Hubert Weiger betont: "Zukünftig dürfen klimaschützende Investitionen nicht mehr zu höheren Belastungen der Eigentümer und Mieter führen." Mit Blick auf die Grundsteuer als wichtigste Einnahmequelle für Städte und Gemeinden, hob der BUND-Vorsitzende hervor, dass eine neue Bundesregierung die verlangte Reform nicht auf die lange Bank schieben dürfe. "Der Gesetzgeber muss die Reform zügig auf den Weg bringen. Die vom Verfassungsgericht gesetzte Frist darf nicht bis auf den letzten Tag ausschöpfen werden." Quelle: BUND / sue

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Urteil zur Grundsteuerreform erwartet

10. April 2018 - 7:00

Anlass für die Urteile sind Bürgerbeschwerden. Außerdem hat der Bundesfinanzhof den Karlsruher Richtern das Thema zur Kontrolle auf den Tisch gelegt. Denn Grundstücke werden im Wesentlichen nach den Wertverhältnissen des Jahres 1964 in den alten Bundesländern und 1935 in den neuen Bundesländern bewertet. Das ist ungerecht, weil Wertveränderungen nicht berücksichtigt werden, und deshalb wahrscheinlich verfassungswidrig.

Kommt das Bundesverfassungsgericht in dem Verfahren zu dem Ergebnis, dass ein Verstoß gegen das Grundgesetz vorliegt, muss der Gesetzgeber aktiv werden. Zwar hatten einige Bundesländer bereits 2016 einen Reformvorschlag vorgelegt, doch fand dieser keine Mehrheit. Denn in manchen Orten wäre die Grundsteuer durch den Vorschlag deutlich gestiegen. Außerdem wurde das Modell für zu kompliziert gehalten. Der Bund der Steuerzahler fordert dementsprechend eine Reform, die Eigentümer und Mieter nicht zusätzlich finanziell belastet und keine zusätzliche Bürokratie produziert.

Das Urteil könnte eine wichtige Weichenstellung für eine einfache und gerechte Reform der Grundsteuer sein, glaubt die Initiative "Grundsteuer: Zeitgemäß!", die unter anderem von Naturschützern und Bürgermeistern unterzeichnet wurde. Sie schlagen die Umwandlung der Grundsteuer in eine reine Bodenwertsteuer vor. Zurzeit werden zusätzlich auch die auf den Grundstücken stehenden Gebäude besteuert.

Durch eine Bodensteuer würden ungenutzte, aber für die Bebauung vorgesehene Grundstücke deutlich höher belastet. Die angesichts der hohen Wohnungsnachfrage so wichtigen Potenziale in den Innenstädten würden mit einer Bodensteuer aktiviert bzw. besser genutzt. "Indem innerörtliche Brachen und Baulücken besser genutzt werden, ist weniger Neubau auf der grünen Wiese erforderlich. Durch eine Bodensteuer würden zudem alle Eigentümer einen gerechten Anteil der Bodenwertschöpfung zurück an die öffentliche Hand geben", sagt der Bundesgeschäftsführer des Naturschutzbundes Deutschland, Leif Miller.

Auch Klimaschützer plädieren für eine reine Bodensteuer: "Wenn wir Klimapolitik betreiben wollen, werden wir Verkehrsemissionen in den Städten senken müssen. Daher werden wir in den Städten verdichteter bauen und städtischen Boden effizienter nutzen müssen", sagt der Klimaökonom Ottmar Edenhofer vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung.

"Sinkende Verkehrsemissionen, weniger Staus und besserer Nahverkehr machen die Innenstädte attraktiver und lassen die Bodenwerte steigen. Diese Wertsteigerungen können abgeschöpft werden, um damit Steuersenkungen in anderen Bereichen zu finanzieren", argumentiert Edenhofer. Das seien keine akademischen Träumereien. Hongkong zum Beispiel habe den öffentlichen Nahverkehr im Wesentlichen durch das Abschöpfen der Bodenwertsteigerungen finanziert. Quelle: Bund der Steuerzahler / Grundsteuer: Zeitgemäß! / sue

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Holzbauforscher legen Ergebnisse vor

10. April 2018 - 7:00

Für die 19 Verbünde mit deutscher Beteiligung hatte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Gelder aus dem Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe bewilligt. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe stellt die Ergebnisse ausgewählter Projekte mit dem Schwerpunkt auf deutsche Verbundpartner vor:

Aerogele aus Hemicellulosen

Das Zellgerüst verholzter Pflanzen besteht aus Cellulosen, Hemicellulosen und Lignin. Ziel im Projekt Aerowood war es, aus den Hemicellulosen sogenannte Aerogele herzustellen – sehr leichte, hochporöse Materialien mit hervorragenden wärmeisolierenden Eigenschaften bei gleichzeitig hoher mechanischer Stabilität. Die Vorteile des Rohstoffs Hemicellulosen: Er ist in großen Mengen vorhanden, steht nicht in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion und wird bisher wenig genutzt.

Der Universität Hamburg kam im Projekt die Aufgabe zu, die Hemicellulosen – chemisch gesehen sind es sogenannte Xylane – zu isolieren und zu modifizieren. Dafür setzten die Forscher erfolgreich Propylencarbonat sowie für die Gelbildung Vinylethylencarbonat ein. Die Ergebnisse lassen sich grundsätzlich auch für die Synthesen anderer Biopolymere wie Polysaccharide, Lignin und Tannin zur Gewinnung einer Vielzahl an Produkten nutzen.

"Im Projekt gelang es erstmals, Aerogele auf Holzbasis herzustellen: Aero-, Cryo- und Xerogele wurden aus Pappelholz erzeugt und untersucht. Die Ergebnisse sind noch nicht marktreif, aber sehr vielversprechend. Wir verfolgen das Thema intensiv weiter. Durch die gute Umweltverträglichkeit und den geringen Sicherheitsaufwand bei dieser Synthesestrategie ist es denkbar, dass auch kleinere Firmen kleinere Volumina produzieren können. Marktpotenziale bestehen bei Dämmstoffen, Filtermaterialien oder Carbogelen", schätzt Professor Bodo Saake vom Zentrum Holzwirtschaft der Universität Hamburg.

Kleinste Fasern: Nanozellulose

Nanozellulosefasern (NFC) aus Holz haben Durchmesser im Nanometer-Bereich und außergewöhnliche mechanische Werte, die sie für Verbundwerkstoffe interessant machen. Die homogene Verteilung der Fasern in einem Polymersystem ist jedoch komplex und bislang noch nicht ausreichend gelöst. Hier setzte das Projekt Pronanocell an. Das Forscherteam entwickelte neue Verfahren, um Leichtbau-Verbundwerkstoffe aus nanofibrillierter Zellulose und Polyolefinen wie PE und PP für den Automotiv- und Bausektor herzustellen.

Das Fraunhofer ICT kümmerte sich innerhalb des Verbundes um die Herstellung eines NFC-PP-Granulates mittels Doppelschneckenextrusionsprozessen und dessen Weiterverarbeitung im Spritzgieß- und Schaumspritzgießprozess. Die Kooperation mit dem Kunststoff-Unternehmen A. Schulman stellte die industrielle Skalierbarkeit sicher.

Die Forscher erarbeiteten einen Führer für die prozesstechnische Verarbeitung mit allen relevanten Verarbeitungsparametern. Es zeigte sich, dass eine möglichst niedrige Schmelztemperatur bis maximal 200 Grad und eine kurze Verweilzeit der Schmelze im Zylinder entscheidend sind, um eine thermische Schädigung der Fasern zu minimieren. Hohe Scherraten durch hohe Schneckendrehzahlen und Einspritzgeschwindigkeiten führen ebenfalls zur Faserschädigung bis hin zum Faserbruch und können deutlich verringerte Schlagzähigkeitskennwerte zur Folge haben. Beim Schäumen der PP-NFC-Kompositen mit chemischen Treibmitteln ließen sich Gewichtsreduktionen bis 5,8 Prozent erzielen.

Kunststoffe auf Basis von Holz

Ein Konzept für eine ressourceneffiziente Bioraffinerie zur Umwandlung von Holz-Hemicellulosen in 2,3-Butandiol (BDO), Furfural und Maleinsäure hat das Thünen-Institut für Agrartechnologie (TI) mit Partnern im Projekt Cosepa entwickelt. BDO beziehungsweise ein Produkt daraus kann fossile Lösemittel zur Herstellung von Farben und Beschichtungen ersetzen. Aus Furfural und Maleinsäure lassen sich Kunststoffe synthetisieren.

Die biotechnologische Herstellung von 2,3-BDO aus Glucose ist Stand der Technik. Die Forscher haben nun verschiedene vielversprechende neue Bakterienstämme identifiziert, die 2,3-BDO auch aus Hemicellulose erzeugen können. Insbesondere B. vallismortis erscheint aussichtsreich für eine industrielle Umsetzung.

Schlanke Holzrippenplatten

Holzrippenplatten sind ein ressourcenschonender Holzwerkstoff, der klassisches Brettsperrholz mit gezielt angeordneten, schlanken Voll- und Brettschichtholzrippen kombiniert. Die Platten haben ein robustes Tragverhalten bei vergleichsweise geringem Materialeinsatz, sind aufgrund ihrer aufwändigen Herstellung aber noch relativ teuer und daher – vor allem für Konfigurationen mit sehr schlanken Rippen – nur wenig verbreitet.

Im Projekt HCLTP (Hybrid Cross Laminated Timber Plates) wurden nun die Grundzüge eines neuen effizienteren Herstellungsverfahrens entwickelt. Bislang klebt man die Rippen in einem separaten Herstellungsschritt auf vorproduzierte Brettsperrholzplatten auf. Nach dem neuen Ansatz werden die Rippen in einem Zug mit der Brettsperrholzherstellung durch Seitenverklebung in die oberste Brettsperrholzschicht integriert. Auf diese Weise ist es möglich, die Rippen besonders schlank zu dimensionieren. Entsprechende Platten wären für die Fassadendämmung zur Vermeidung von Wärmebrücken höchst interessant. Marktpotenziale bestehen außerdem im Bereich mittelgroßer Gebäude mit weiter gespannten Decken, zumal für einige Lastfälle Tragfähigkeitserhöhungen zwischen 20 und 40 Prozent nachgewiesen werden konnten.

Das Maschinenbauunternehmen Ledinek aus Slowenien stellte den Prototyp einer für eine industrielle Umsetzung grundsätzlich geeigneten Produktionspresse her. Darauf im Praxismaßstab gefertigte Versuchsplatten wurden von der Universität Stuttgart geprüft. Diese führte parallel zu den experimentellen Untersuchungen auch umfangreiche Finite-Element-Simulationen zum Tragverhalten der Rippenplatten durch, wobei insbesondere die Lastumlagerung bei Schädigung einzelner Rippen im Vordergrund stand.

Last not least wiesen die Forscher nach, dass der Rippenplattenaufbau mit speziellen formaldehyd-freien 1K-PUR-Klebstoffen möglich ist: Das macht die neuen Platten auch unter gesundheitlichen und ökologischen Aspekten interessant. Insgesamt gelang es den Forschern, alle Voraussetzungen für eine auch baurechtlich abgesicherte Markteinführung zu schaffen.

Schall- und Schwingungsschutz neu berechnet

Im Bereich von Beton- und Stahlkonstruktionen erhältliche Berechnungstools für das Schall- und Schwingungsverhalten fehlen im Holzbau derzeit noch. Gleichzeitig sind die Massen von Holzbauteilen geringer als im Massivbau, was höhere Trittschallpegel und Schwingungsamplituden zur Folge haben kann. Daraus ergibt sich vor allem im mehrgeschossigen Wohnungsbau ein Markthemmnis für den Rohstoff Holz.

Forscher des Fraunhofer Institutes für Bauphysik (IBP) und 13 weitere Partner arbeiteten im Projekt Silent Timber Build daran, dieses Hemmnis zu beseitigen. Sie entwickelten und validierten Berechnungsmodelle, gruppierten verschiedene europäische Deckenkonstruktionen bezüglich ihrer akustischer Eigenschaften und erweiterten die Datenbank www.lignumdata.ch um den Trittschallschutz von Holzdeckenkonstruktionen. Die Mitarbeiter des Fraunhofer IBP stellten umfangreiche Messdaten von sechs in Deutschland üblichen und optimierten Deckenkonstruktionen für die Validierung bereit. Außerdem entwickelten sie eine Auralisationsfunktion, mit der sich Trittschallwerte über das Internet anhören lassen.

Die Ergebnisse der Arbeiten deuten darauf hin, dass es aus akustischer Sicht deutlich effizienter ist, Holzbalkenkonstruktionen anstelle von Vollholzkonstruktionen zu verwenden, Decken können so leichter sein und dennoch bessere akustische Eigenschaften haben.

Holzschutzmittel ohne Gesundheitsgefahren

Kreosot ist ein hochwirksames Holzschutzmittel für Anwendungen mit Erdkontakt wie Bahnschwellen, Holzbrücken oder Holzfreileitungsmasten. Aufgrund karzinogener Inhaltsstoffe wird seine Verwendung jedoch durch europäische Gesetze zunehmend eingeschränkt. Das Forscherteam im Projekt CreoSub suchte nach Alternativen. Die Universität Göttingen widmete sich dabei dem Produkt Bahnschwellen. Industrieunternehmen stellten für diese Anwendung entwickelte, innovative, ölige Holzschutzmittelsysteme zur Verfügung, die in Labor und Freilandversuchen untersucht wurden und sich als geeignet erwiesen. Sie beeinflussten die Biegefestigkeit, das Biege-Elastizitätsmodul sowie die Bruchschlagarbeit nicht negativ und erfüllten die Grenzwerte für den elektrischen Widerstand.

Bahnschwellen werden seit Jahrzehnten mit Kreosot behandelt, sodass die momentan industriell umgesetzten Imprägnierprozesse auf dieses Schutzmittel abgestimmt sind. Neue Schutzmittelsysteme erfordern deshalb auch angepasste Imprägnierprozesse. Auch dieser Aufgabe widmeten sich die Forscher, außerdem untersuchten sie die Materialeigenschaften des imprägnierten Holzes. Die für Bahnschwellen aus Buchen- und Kiefernholz entwickelten Imprägnierprozesse sollen künftig industriell umgesetzt werden.

Hybrides Laubholz-Nadelholz-Brettsperrholz

Durch den Waldumbau steht zukünftig vermehrt Laubholz zur Verfügung, das bislang jedoch als Bauholz nur unwesentlich nachgefragt wird. Leistungsfähige, innovative, verklebte Laubholzprodukte oder kombinierte Laub-Nadelholzprodukte sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich stellen vielversprechende Lösungen für dieses Problem dar.

Im Projekt European Hardwoods entwickelte die Universität Stuttgart ein innovatives, nicht-lineares Modell zur Simulation des Biegetragverhaltens von Laubholz-Brettschichtholz. Der Vergleich mit Bauteilversuchen an Eiche-Brettschichtholz zeigte, dass das Modell die Bauteiltragfähigkeiten und die Skaleneffekte bei der Vergrößerung von Bauteilen sehr gut abbildet. Voraussetzung ist, dass die Zugfestigkeiten der Lamellen und der Keilzinkenverbindungen bekannt sind. Mit dem Simulationsmodell ist nun eine kostengünstigere und schnellere Alternative für die Markteinführung von lamellenbasierten, stabförmigen Laubholzprodukten verfügbar. Sie könnte die bislang üblichen umfangreichen experimentellen Prüfserien auf weniger aufwändige Verifizierungsversuche reduzieren. "Auch für die Aufnahme dieser Produkte in die bislang ausschließlich auf Nadelholz beschränkte europäische Brettschichtholznorm EN 14080 kann das Modell gute Dienste leisten", ist sich Projektleiter Simon Aicher sicher.

Während Brettschichtholz in der Regel stabförmig als Binder oder Träger verbaut wird, fertigt man aus Brettsperrholz vor allem plattenförmige Bauteile. Buchenholz ist für die Querlagen von Brettsperrholz prädestiniert, weil es im Vergleich zu Nadelholz wesentlich höhere Rollschubsteifigkeiten und -festigkeiten aufweist. Materialversuche der Universität Stuttgart wiesen drei- bis siebenfach höhere Werte nach. Zudem hatten beim Projektpartner Decker Holzindustrie hergestellte hybride Brettsperrholzplatten aus Fichten- und Buchenholz deutlich höhere Steifigkeiten und bei Scheibenbeanspruchung deutlich höhere Tragfähigkeiten als reine Nadelholz-Platten.

"Im Brettsperrholz-Standard-Leistungsspektrum bis hin zum Top-Leistungssegment tun sich damit absehbar große neue Absatzmärkte für Buchenholz minderer bis guter Qualitäten auf", so Aicher.

Parallel ermittelte die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg über die nationalen Waldinventuren der Partnerländer von EU Hardwoods – Deutschland, Frankreich, Österreich und Slowenien – die aktuellen Laubholzpotenziale in diesen Ländern. Über Prognosemodelle schätzte sie außerdem das künftige Ressourcenaufkommen ab und charakterisierte verschiedene Laubhölzer technisch.

Schlanke Planungsprozesse

Der moderne Holzbau zeichnet sich durch die standardisierte Produktion von Bauelementen in der Werkstatt mit einem hohen Vorfertigungsgrad und hoher Qualität aus. Dem gegenüber steht der heute übliche Ablauf von Bauprojekten mit den separierten Einzelschritten Planung, Ausschreibung, Vergabe und Ausführung vor Ort. Dieser Ablauf stellt ein großes Hemmnis für den vorgefertigten Holzbau dar, da die Kompetenz holzbaugerechter Planung in frühen Prozessphasen meist fehlt und es somit häufig zu zeitaufwendigen Umplanungen kommt.

Idealerweise würde heute ein Holzbauprojekt produktionsgerecht von einem Team aus Architekten, Ingenieuren und Holzbauplanern von Anfang an gemeinsam geplant. Hier setzte das Vorhaben leanWOOD an. Das Hauptziel war die Entwicklung neuer Organisations- und Prozessmodelle für den vorgefertigten Holzbau vor dem Hintergrund innovativer Vergabe- und Kooperationsmodelle basierend auf den existierenden nationalen gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Zudem sollten Schnittstellen und Verantwortlichkeiten zwischen den am Planungsprozess beteiligten Fachleuten geklärt werden. "lean" zielt dabei auf die "schlanke" Abwicklung von Prozessen und die effiziente, effektive Koordination von Akteuren ab. In leanWOOD entwickelten die Forscher außerdem Lösungen, um das Leistungsbild der Planer aufgrund der Anforderungen der Vorfertigung im Rahmen der gültigen nationalen Honorar- und Vergabeordnung anzupassen. Sie prüften das Berufsbild des Schweizer Holzbauingenieurs als Lösungsansatz für die frühe Integration in den Planungsprozess und gaben entsprechende Empfehlungen für eine zielgerechte Ausbildung. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse aus deutscher Sicht bietet die Broschüre "leanWOOD – Optimierte Planungsprozesse für Gebäude in vorgefertigter Holzbauweise" der TU München. Quelle: FNR / sue

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Definition von Niedrigstenergiegebäuden umstritten

10. April 2018 - 6:26

"Niedrigstenergiegebäude", manchmal auch "Niedrigstenergiehaus" und im Ministeriumssprachgebrauch mit "NEH" abgekürzt, ist eine Übertragung von "Nearly Zero-energy Building" ins Deutsche. Es ist schon eine Weile her, dass die EU-Richtlinie 2010/31/EU über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) das ziemlich schwammig umschrieb als "ein Gebäude, das eine sehr hohe (...) Gesamtenergieeffizienz aufweist. Der fast bei Null liegende oder sehr geringe Energiebedarf sollte zu einem ganz wesentlichen Teil durch Energie aus erneuerbaren Quellen – einschließlich Energie aus erneuerbaren Quellen, die am Standort oder in der Nähe erzeugt wird – gedeckt werden".

Noch in einem Bericht der EU-Kommission vom Juni 2013 hieß es, die endgültige detaillierte Umsetzung dieser Definition in der Praxis werde den Mitgliedstaaten überlassen. Später hat die Kommission aber den Entwurf einer Leitlinie ("Guidance Note") nachgeschoben. Sibyl Steuwer, bis vor kurzem Forscherin an der TU Berlin und mittlerweile beim Berliner Buildings Performance Institute Europe (BPIE) aktiv, hat sich mit dieser Leitlinie im Detail befasst.

Die EU-Kommission stellt sich ungefähr ein KfW-40-Haus vor

Kurz gesagt hat die Kommission Europa in vier Klimazonen aufgeschlüsselt, und Deutschland fällt in den "kontinentalen Raum". Es gibt außerdem eine Unterscheidung zwischen Bürogebäude und Wohnhaus. "Es wird eine Spanne für den Heizenergieverbrauch angegeben und wieviel Energie durch erneuerbare Quellen gedeckt werden soll in dem Haus", berichtet Steuwer. Für ein Wohnhaus in Deutschland seien es beispielsweise 30 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr; das entspricht ungefähr dem KfW-40-Haus.

Die zeitlichen Vorgaben für das In-Kraft-Treten lassen sich mit zwei Terminen fassen. Steuwer: "Bis zum 31. Dezember 2018 sollen alle neuen Gebäude, die von Behörden als Eigentümer genutzt werden, Niedrigstenergiegebäude sein; und bis zum 31. Dezember 2020 sind es dann alle neuen Gebäude." Ein vorgelagerter Termin wäre das Festlegen der Niedrigstenergiegebäude-Definition für Deutschland bis Ende 2017 durch die Regierung gewesen, die diesen aber verstreichen ließ.

Was also will die deutsche Bundesregierung? Auch die Grünen im Bundestag wollten das wissen und hatten eine kleine Anfrage gestellt. Die zu dieser Zeit geschäftsführende Regierung verwies die Abgeordneten Ende Februar auf die "Novelle des Energieeinsparrechts für Gebäude in dieser Legislaturperiode". Die "europarechtlichen Vorgaben" würden "berücksichtigt".

Umweltministerium plant KfW-75-Standard

Eine Woche zuvor hatte sich Peter Rathert, Ministerialrat im Bundesumweltministerium, bei der Bautec-Messe in Berlin schon in bemerkenswerter Klarheit ausgedrückt: "Dann werden wir eben im Energieeinsparrecht – ob nun in einem GEG, also Gebäudeenergiegesetz, oder möglicherweise nochmal in einer kleinen EnEV-Novelle – den Standard, den wir jetzt haben als Niedrigstenergiegebäude-Standard festschreiben; und dann mal abwarten, was passiert in Brüssel: ob die dann aufschreien; ob die sagen, das dürft ihr alles nicht; ob es zur Androhung eines Vertragsverletzungsverfahrens kommt, ja oder nein."

Mit dem "Standard, den wir jetzt haben", meinte Rathert hauptsächlich den gültigen Dämmstandard der Energieeinsparverordnung (EnEV), der für ein schlichtes, freistehendes Einfamilienhaus "Effizienzhaus 75" heißt, was einem Förderungsstandard KfW-75 entsprechen würde. Rathert schob gleich hinterher: "Das wird möglicherweise nicht bis in alle Ewigkeit so bleiben, dass man nicht verschärfen will. Irgendwann müssen wir halt dann doch wieder an unseren Klimaschutzplan denken."

Steuwer: KfW-40-Standard wäre besser

Sibyl Steuwer denkt schon jetzt an den Klimaschutzplan. Selbst wenn man bei einem schwachen Erst-Definitionswert des Niedrigstenergiegebäudes anfange, müsse man "relativ schnell eine Novellierung auf die Beine stellen, weil man sonst einfach die Klimaziele für den Gebäudesektor in Deutschland nicht erreicht." Besser sei es, sich an die Empfehlung der EU-Kommission in der Leitlinie anzulehnen – also etwa den Standard eines Effizienzhauses 40 zu übernehmen. In der Praxis unterschieden sich schon jetzt sich immer mehr Bauherren dafür, auf dem Niveau von KfW-40 zu bauen.

Steuwer sagt auch: "Wir müssen irgendwann da hinkommen, dass wir einen Effizienzhaus-Plus-Gebäudestandard für Neubauten haben." Also ein Gebäude, das übers Jahr mehr Energie abgibt als aufnimmt. "Sonst wird das Ziel eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestandes nicht erreicht werden können, denn nicht alle Bestandsgebäude können netto Nullenergiehäuser werden."

Umweltbundesamt geht mit Passivhausstandard voran

Für den Neubau seines Dienstgebäudes in Dessau will das Umweltbundesamt (UBA) den Null-Energie-Standard, also Energieaufnahme gleich -abgabe übers Jahr, erreichen. In einer Broschüre vom August 2017 war noch die Rede von einem "Plus-Energie-Gebäude"; inzwischen wird nur noch "mindestens Null-Energie-Standard" angestrebt, und der vierstöckige Bürobau soll zugleich ein "Niedrigstenergiegebäude" gemäß EPBD werden – was man als Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Ministerien interpretieren könnte.

Um mindestens den Primärenergiebedarf des UBA-Domizils zu decken, sind vor allem Solarmodule auf dem Dach und an der Fassade vorgesehen. Der Bau soll Passivhausstandard erreichen und dereinst bei 32,8 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr liegen, was durch dicke Dämmung und Dreischeibenverglasung der Fenster erreicht werden soll.

Laut Broschüre sollten die Mitarbeiter eigentlich im März 2018 einziehen; inzwischen ist auf der Website des UBA die Rede von "Mai 2018". Aber auch das ist mehr Hoffnung als Gewissheit, denn seit rund drei Wochen stehen die Bauarbeiten still, und Wolfgang Schöning von Anderhalten Architekten, der das Gebäude entworfen hat, hält auch ein halbes Jahr Verzögerung für möglich. Die Behörde hat wegen einer unvollständig ausgeführten Dämmung an den Fenstern der zum Teil gekrümmten Fassade einen Baustopp verfügt.

Die ausführende Firma habe trotz eindeutiger Dokumentation im Leistungsverzeichnis und in der Detailplanung nicht bedacht, "dass man da nicht die Dämmung orthogonal schneiden kann, sondern dass man dazwischen einen Luftraum hat. Da ist eine Spalte. Und die Spalte ist so elf Zentimeter." Dazwischen müsse gedämmt werden, "da hätten wir sonst eine super Wärmebrücke in dem Bereich". Die Firma müsste Mineralwolle nachstopfen. Doch sie weigert sich. "Die hat am Montag ihren Kran abgeholt."

Dieses Problem hängt direkt mit dem Passivhaus-Standard zusammen. Wolfgang Schöning: "Der Anspruch an ein Passivhaus ist so hoch, dass jede Lücke geschlossen werden muss. Wenn wir diesen Anspruch nicht hätten – auf einer normalen Baustelle würde man sagen, lassen wir es so, das interessiert keinen." Wollte man es positiv sehen, könnte man sagen: Das Umweltbundesamt sammelt Erfahrungen, die die Bauherren der späteren Niedrigstenergiegebäude nicht mehr machen müssen. von Alexander Morhart

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Contracting verbindet Berlin mit Nepal

9. April 2018 - 7:00

Die Berliner Energieagentur (BEA) erhielt nach einer Ausschreibung den Zuschlag, die Wärme- und Stromversorgung von 460 Haushalten und 22 Gewerbebetrieben in dem Quartier für 15 Jahre fortzusetzen. Dazu werden in den kommenden Monaten die drei bestehenden Dach-Heizzentralen modernisiert und mit neuen Blockheizkraftwerken und Spitzenlastkesseln ausgestattet. Alle Bewohner der Genossenschaft haben weiterhin die Möglichkeit, den von der BEA angebotenen Mieterstrom zu beziehen.

Die Energieerzeugung vor Ort führt nach angaben der BEA zu einer CO2-Einsparung von 233 Tonnen pro Jahr im Vergleich zum Status quo. Durch die Kooperation mit Atmosfair werden die restlichen Emissionen komepensiert, denn durch die Nutzung von Erdgas entsteht ja weiterhin CO2 vor Ort CO2. Diese Emissionen werden kompensiert, indem Bauern in Nepal die gesundheits- und umweltschädliche Verbrennung von Holz auf selbstbetriebene Kleinbiogasanlagen umstellen können. In diesen sehr einfachen Anlagen wird Kuhdung mit Wasser vermischt und in einem Faulbehälter zu klimaneutralem Biogas vergoren.

Insgesamt will Atmosfair in Nepal mit seinem "Biogas Support Programme" die Anschaffung von rund 20.000 Kleinbiogasanlagen mit 80 Prozent der Investitionskosten über Zuschüsse und Mikrokredite fördern und damit einen Beitrag gegen die Abholzung von Wäldern und für eine umweltschonende Energieversorgung leisten. Das Programm ist vom internationalen Clean Development Mechanism der Vereinten Nationen und nach dem internationalen Goldstandard zertifiziert. Die CO2-Emissionsminderung wird bei der Deutschen Emissionshandelsstelle hinterlegt und nachgewiesen.

Der Vertrag mit der "Bremer Höhe" ist Anfang März in Kraft getreten. Die BEA will in den kommenden Monaten die drei Heizzentralen komplett modernisieren und dazu die neuen BHKW über Schwerlastkräne in die Dachheizzentralen einbringen. Die Inbetriebnahme ist vor Beginn der kommenden Heizperiode geplant. Insgesamt betreibt die BEA in Berlin und Brandenburg 84 Blockheizkraftwerke sowie 60 Photovoltaikanlagen zur Wärme- und Stromerzeugung. Sie beliefert rund 4100 Privathaushalte und Gewerbebetriebe mit Mieterstrom

Die Berliner Energieagentur ist ein Energiedienstleistungsunternehmen, das 1992 auf Initiative des Berliner Abgeordentenhauses gegründet wurde. Gesellschafter sind zu gleichen Teilen das Land Berlin, die Vattenfall Wärme Berlin, die Gasag und die KfW Bankengruppe. Quelle: BEA / sue

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Energieeffizienz bekommt Zinsnachlass

9. April 2018 - 7:00

Der Nachlass beträgt 0,1 Prozent auf den Zinssatz, den Barclays für einen Kredit mit zwei oder fünf Jahre festem Zinssatz erhebt. Es gilt jeweils für Verträge mit einem Eigenkapital von zehn und 25 Prozent. Bei einer typischen Kredithöhe von 150.000 Pfund bedeute der Nachlass eine Ersparnis von 750 Pfund – zusätzlich zu der Ersparnis, die die niedrigen Energiekosten bedeuten, teilt Barclays mit.

Hannah Bernard, Leiterin der Hypotheken-Abteilung bei Barclays, sagt dazu: "Wir haben immer öfter von unseren Kunden gehört, die sich ein energieeffizientes Haus kaufen möchten. Angesichts von Barclays Engagement, seine Kunden bei einem nachhaltigen Lebensstil zu unterstützen, haben wir überzeugende Gründe, dieses Pionierprodukt zu lancieren."

"Gerade für die Kunden, die nur zehn Prozent Eigenkapital haben, ist es ein erfreuliches Angebot, denn sie haben es besonders schwer, die nötigen Mittel zusammenzukratzen", kommentiert Rachel Springall, Finanzexpertin bei Moneyfacts, die Initiative.

Die Vertragspartner von Barclays sind Barratt Homes, Berkeley Group, Countryside Properties, Crest Nicholson and Redrow Homes. Bis zum Ende des Jahres sollen weitere Unternehmen dazukommen.

Das Angebot von Barclays reiht sich ein Maßnahmen der Regierung zur Stärkung eines grünen Finanzsystems. Außerdem trat Anfang April ein Gesetz in Kraft, laut dem Vermieter ihre Gebäude mindestens auf den Standard E im Energieeffizienzindex sanieren müssen.

 

Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff) begrüßt es, wenn Banken für energetisches Bauen werben. "Das Angebot selbst ist jedoch nicht wirklich revolutionär", sagte Deneff-Vorstand Christian Noll auf Nachfrage von EnBauSa: "Zum einen ist der Zinsnachlass von 0,1 Prozent gering. Zum anderen müssen neue Gebäude ohnehin den Energieeffizienzklassen A oder B entsprechen."

Auch Andrew Warren, langjähriger Präsident der Deneff-Partnerorganisation UK-Ace (Association for the Conservation of Energy) und Vorsitzender der British Energy Efficiency Federation urteilt: "I am underwhelmed." ("Ich bin unterwältigt").

Spannender ist aus Sicht der Deneff die Finanzierung von Sanierungen, um die es auch bei der Energy Efficient Mortgage Initiative auf EU-Ebene geht. In diesem Zusammenhang findet Noll die Regulierung in Großbritannien sehr interessant, nach der gestaffelt nichts Schlechteres als Energieklasse F mehr vermietet werden darf. "Man diskutiert dort jetzt darüber, wie man Vermietern die nötigen Investitionen mit Sonderabschreibungen oder ähnlichen Instrumenten erleichtert", berichtet er. Außerdem würden die Briten debattieren , wie man Planungssicherheit herstellt und tiefere Sanierungen anreizt, indem man bereits frühzeitig kommuniziert, ab welchem Jahr der Mindeststandard möglicherweise angezogen wird. Quelle: Barclays / Deneff / sue

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BIM steht bei Baustoffindustrie nicht im Fokus

8. April 2018 - 6:54

BauInfoConsult-Institut hat unter anderem 51 Marketing- und Vertriebsverantwortliche bei Herstellern von Baustoff- und Installationsmaterial online danach befragt, auf welche drei Trends sich ihre Unternehmen bis zum Jahr 2023 fokussieren werden. Dabei zeigt sich, dass für fast drei Viertel der Befragten die Entwicklung von Gesamtlösungskonzepten einen Schwerpunkt darstellen wird. Darüber hinaus fokussieren sich 61 Prozent der Hersteller auch im Jahr 2023 auf die Entwicklung neuer Produkte.

Somit scheint der größere Teil der Baustoffindustrie in ihrer strategischen Ausrichtung mittelfristig eher auf Kontinuität zu setzen - zumindest was den Fokus auf bestimmte Trends angeht. Doch abseits der produktbezogenen strategischen Zielsetzung haben die Hersteller natürlich auch andere Trendthemen ins Auge gefasst, die in den kommenden fünf Jahren Beachtung finden sollen. So setzen 47 Prozent auf feste Partnerschaften, für 39 Prozent bleibt die Expansion in neue Märkte für das Jahr 2023 ein Ziel.

Etwas überraschend sind zwei Trendthemen, die aktuell sehr oft in der Fachpresse Erwähnung finden, weniger stark im Kanon der Hersteller vertreten: Nachhaltigkeit und BIM. So bettet lediglich jeder vierte Befragte das Thema Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie bis 2032 ein - und Building Information Modeling steht nur bei jedem fünften Hersteller ganz oben auf dem zukünftigen Trendchart. Quelle: BauInfoConsult / sth

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VDI legt Schulungskonzept zu Wärmepumpen vor

6. April 2018 - 7:07

Ziel der Schulungen ist die Vermeidung von Fehlfunktionen, Betriebsstörungen oder Schäden sowie die Optimierung von Wärmepumpenanlagen. Um bei Wärmepumpen eine hohe Energieeffizienz zu erreichen, sind eine korrekte Planung, die sorgfältige Installation und der optimale Betrieb von enormer Bedeutung. Die Bewertung der Qualität von Heizungsanlagen mit Wärmepumpen setzt eine entsprechende Qualifikation und Berufserfahrung von Planern und Ausführenden voraus.

Die Richtlinie VDI 4645 Blatt 1 "Heizungsanlagen mit elektrisch angetriebenen Wärmepumpen in Ein- und Mehrfamilienhäusern - Planung, Errichtung, Betrieb - Schulungen, Prüfungen, Qualifizierungsnachweise" befasst sich ausschließlich mit Warmwasser-Heizungsanlagen in Ein- und Mehrfamilienhäusern, die mit Wärmepumpen betrieben werden. Inhalt sind außerdem die bei der Trinkwassererwärmung zu beachtenden Besonderheiten, auf die Tätigkeiten zur Wartung solcher Anlagen wird jedoch nicht eingegangen.

Schwerpunkt des Schulungskonzepts sind die Richtlinien VDI 4645 "Heizungsanlagen mit Wärmepumpen in Ein- und Mehrfamilienhäusern - Planung, Errichtung, Betrieb" sowie die VDI 4640 Blatt 2 "Thermische Nutzung des Untergrunds - Erdgekoppelte Wärmepumpenanlagen" und die VDI 4650 Blatt 1 "Berechnung der Jahresarbeitszahl von Wärmepumpenanlagen - Elektrowärmepumpen zur Raumheizung und Trinkwassererwärmung". Quelle: VDI / sth

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Isover-Holzfaserdämmplatte besteht Hageltest

6. April 2018 - 6:17

Extreme Wetterereignisse nehmen in Deutschland seit Jahren zu. Insbesondere Hagelschäden sind bei Autobesitzern und Versicherungen gefürchtet. Doch auch auf dem Dach können ein kräftiger Schauer mit Hagelkörnern in Tischtennisball-Dimensionen und der häufig im Anschluss fallende Regen verheerende Auswirkungen haben. Das gilt in besonderem Maße während der Bauphase, wenn noch keine Dacheindeckung die Konstruktion schützt.

Das Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung Linz und die Holzforschung Austria haben die Holzfaser-Dämmplatte von Isover einer umfangreichen Hagel- sowie Schlagregenprüfung unterzogen. Untersucht wurde dabei die Regensicherheit der Platten nach einer intensiven Vorbelastung durch simulierten Hagelschlag gemäß Prüfmodus des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks(ZVDH). Bereits in ihrer schlanksten Ausführung mit einer Stärke von 35 mm erfüllt die Platte die Kriterien der bestmöglichen Hagelwiderstandsklasse 5.

Im Zuge der Prüfung wurde die in einer Dachneigung von 14 Grad aufgestellte Aufsparren-Dämmplatte hierfür mit Hagelkörnern mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern und einer Geschwindigkeit von 30 Metern pro Sekunde beschossen. Anschließend erfolgte in mehreren Zyklen die Prüfung der Platte auf ihre uneingeschränkt intakt gebliebene Regensicherheit. Integra AP HWF Top gilt danach als UDP-A geprüft für Dachneigungen ≥ 14 Grad und ohne weitere Naht- und Perforationssicherung als regensichere Unterdeckung Klasse 3 nach ZVDH. Quelle: Isover / sth

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Leitfaden informiert über Smart Meter Rollout

5. April 2018 - 7:05

Der Leitfaden zum Smart Meter Rollout beantwortet die wichtigsten Fragen und soll den Betreibern von PV-Anlagen verschiedene Optionen aufzeigen. Beispielsweise müssen Anlagenbetreiber, die bereits vor dem offiziellen Rollout ein Gerät einbauen, es beim Rollout nicht gegen das vom Netzbetreiber vorgegebene Gerät austauschen.

Conexio, ein Tochterunternehmen des Intersolar-Veranstalters Solar Promotion, veranstaltet Mitte des Monats in Bremen eine Betreiberkonferenz, auf der neben dem Thema Smart Meter weitere finanzielle Themen unter die Lupe genommen werden sollen. So werden die Effizienz, das Monitoring und die Qualität der verwendeten Komponenten im Fokus stehen. Das Programm der Konferenz bezieht sich dabei vor allem auf mittlere und große Anlagen. Ziel ist es, Betreibern Möglichkeiten zur Kostensenkung aufzuzeigen und den Erfahrungsaustausch über bestehende und zukünftige Geschäftsmodelle zu fördern.

Parallel zur Konferenz können die Teilnehmer nicht nur die Testanlagen des Gastgebers Adler Solar besichtigen, sondern auf verschiedenen Stationen ihre eigenen mitgebrachten Solarmodule auf Funktionsfähigkeit testen. Quelle: Conexio / sth

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DEN fordert erneut unabhängige Energieberatung

5. April 2018 - 5:56

Das DEN hat die neuen Richtlinien, die staatlich geförderte Energieberatungen auch für Handwerker und Mitarbeiter von Energieversorgungsunternehmen öffnen, wiederholt kritisiert. Auf dem Energieberatertag widmete sich eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Energieberatung reloaded - gewappnet für die Zukunft?" erneut der Richtlinienänderung. Neben Dannecker bestand die Diskussionsrunde aus Vertretern des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, des zweiten Energieberaterverbandes GIH (Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker), der Bundesarchitektenkammer, der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung im Verband kommunaler Unternehmen sowie der Ingenieurkammer Hessen. Einig waren sich alle Podiumsteilnehmer, dass die Qualität der Energieberatung durch die Neuregelungen nicht gemindert werden dürfe. Auch dürfe die Neutralität der Beratung nicht leiden.

Dannecker betonte die Bedeutung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit von Energieberaterinnen und Energieberatern: "Sie sind Berater, keine Inhaber von Handwerksbetrieben oder Angestellte von EVU. Es reicht eben nicht, 'vorhabensbezogen' unabhängig zu beraten. Das ist eine Hintertür, welche für die Öffentlichkeit im Verborgenen liegt, die aber auf ein gefährliches Terrain führt." Damit stieß der DEN-Vorsitzende auf die Zustimmung von Seiten der Ingenieurs- und der Architekten-Vertreter.

Außerdem, so Dannecker, sei es wichtig, energetische Analysen und Beratungen gewerkeübergreifend und ganzheitlich zu erstellen. Das gelte für private Immobilien, besonders aber für Nichtwohngebäude oder Industriebauten. Kommunen sowie kleinere und mittlere Unternehmen müssten sich weiterhin auf eine neutrale und optimale Beratung durch kompetente und wirtschaftlich unabhängige Energieberater verlassen können, so Dannecker. Deshalb sei es eine zentrale Forderung des Deutschen Energieberater-Netzwerks, endlich ein eigenes Berufsbild für Energieberaterinnen und Energieberater zu schaffen. Nur so ließen sich Qualität und Verlässlichkeit der Beratungen gegenüber Bauherren und Sanierern glaubhaft verdeutlichen, erklärte der Ingenieur. Erstaunt zeigte sich der DEN-Vorsitzende, dass sich die Beratungszahlen beim BAFA seit der Öffnung der Beraterliste für Handwerker und Energieversorger nicht wie erhofft erhöht, sondern leicht verringert hätten.

Einig waren sich die Diskutanten, dass sich der Wert der Energieberatung auch in den Honoraren widerspiegeln müsse. Außerdem sollten Zuschüsse der öffentlichen Hand transparent dargestellt werden. Die Kunden müssten erkennen, dass eine Erstberatung eben nicht kostenlos sei, sondern dass sich dahinter erhebliche Förderungen verbergen.

Schließlich ging es auch um die Frage, wie Einstiegsberatungen verbessert werden könnten. Dannecker empfahl, die Eigentümer von Immobilien aufzufordern, die energetischen Ist-Werte ihrer Objekte ermitteln zu lassen. Dann sei in aller Regel die Motivation nicht mehr weit, energetische Verbesserungsmaßnahmen zu treffen. Auch diese Analyse sollte gefördert werden, aber so, dass transparent Zuschüsse und Eigenanteile erkennbar seien. Schnittstellen zu den jeweiligen Beraterprogrammen seien in diesem Zusammenhang sinnvoll und notwendig. Quelle: DEN / sth

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BDH legt Zukunftsmemorandum vor

4. April 2018 - 6:16

"Ein einzigartiges Dokument" nannte Andreas Lücke das Memorandum. Lücke ist Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). Er stellte bei einem Pressegespräch das dreieinhalbseitige Papier zusammen mit zwei Vorstandsmitgliedern der Industriegewerkschaft Metall (IG Metall), Michael Jung und Wolfgang Lemb, im Berliner Büro der Gewerkschaft vor. "Sie werden es nicht glauben: Schon seit zehn Jahren arbeiten wir eng zusammen", sagte Lücke. Bei den Interessen gebe es Schnittmengen. Lücke vertrat zugleich den nicht erschienenen BDH-Präsidenten Manfred Greis. Breiten Raum nahmen auch Lückes Ausführungen zu Nachfragen der anwesenden Journalisten ein, die sich auf ein wenige Tage zuvor erschienenes Kurzgutachten für den Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) über das Einsparpotenzial neuer Brennwertkessel bezogen.

Zweistufige Strategie für eine Wärmewende

Die zweistufige Strategie von Heizungsindustrie und Gewerkschaft umfasst vereinfacht gesagt eine kurz- bis mittelfristige Stufe bis zum Jahr 2030 und eine zweite, langfristige Stufe ab etwa 2040. Kurzfristig drängt man im Papier auf den Austausch ineffizienter Heizungsanlagen als "das am schnellsten wirksame Mittel". Eine grundlegende Gebäudesanierung dagegen "würde häufig an wirtschaftliche Grenzen der Besitzer und auch der Mieter stoßen."

An dieser Stelle brachte Andreas Lücke wie gewohnt den Brennwertkessel ins Spiel. Freilich: Nicht nur Brennwerttechnik, auch eine Wärmepumpe könne eingesetzt werden, oder auch ein hybrides System aus Brennwerttechnik und Solarthermie, "was natürlich noch besser ist." Aber Tatsache sei: "In vielen Fällen liegt das Budget des Einzelnen bei etwa 10.000 Euro." Bei einer Wärmepumpe im nicht gedämmten Bestand "reden wir von Investitionen von über 100.000 Euro pro Einfamilienhaus. Das ist nicht zu stemmen."

Ab sofort ausschließlich Wärmepumpen einzubauen, wie zum Beispiel in der Agora-Studie "Wärmemarkt 2030" empfohlen, sei "illusorisch". Lücke: "Wir haben nichts dagegen, wenn die Wärmepumpe an Bedeutung gewinnt. Wir sind die Wärmepumpenindustrie. Aber in den nächsten zehn Jahren, bis 2030, sollen ja auch Ziele erreicht werden." Im Memorandum werden als Alternative für schwach gedämmte Bestandsbauten "Brennstoffzellenheizgeräte und andere Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen" genannt.

Förderangebote sollen stark vereinfacht werden

Nirgends genannt werden in dem Papier Erdgas-Brennwertkessel, aber die sind für die erste Stufe hauptsächlich gemeint, wenn kurzfristig "modernere hocheffiziente Systeme" bei "Technologie- und Energieträgerneutralität" gefördert werden sollen. Konkret sollen die heutigen Förderprogramme (Marktanreizprogramm MAP, Programme der staatlichen Förderbank KfW) erhalten bleiben, jedoch "stark vereinfacht werden." Als zusätzliche Variante – unter Ausschluss einer Doppelförderung – soll ein Eigentümer, der für eine höhere Energieeffizienz in die Gebäudehülle oder -technik seiner selbst genutzten Wohnung investiert, 30 Prozent dieser Investition über drei Jahre hinweg von seiner Einkommensteuer abziehen dürfen. Das Memorandum verweist hier direkt auf ein entsprechendes Positionspapier vom Oktober 2017, hinter dem unter anderem die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (Geea) steht.

Erneuter Austausch der Anlagen in der zweiten Stufe

Etwa um das Jahr 2040 herum soll die Politik dann in der zweiten Stufe "weiteren Schub machen", wie es BDH-Hauptgeschäftsführer Lücke ausdrückte. Denn gemäß dem Memorandum ist  "ein erneuter Austausch der Anlagen nach weiteren etwa zwanzig Jahren erforderlich. Bis dahin wird häufig eine grundlegende Gebäudesanierung erfolgt sein, so dass die Voraussetzungen für den nächsten Technologiesprung gegeben sind."

Für einen solchen Sprung werden in dem Papier diverse Beispiele aufgezählt – von dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung als virtuelles Kraftwerk unter Nutzung von mit Photovoltaikstrom erzeugtem "Gas" – gemeint ist wohl Methan – über die Gaswärmepumpe bis hin zum regenerativ erzeugten flüssigen Brennstoff. "Wir, aber auch die Bundesregierung, gehen davon aus, dass diese gasförmigen und flüssigen Brennstoffe am Wärmemarkt zur Verfügung stehen werden." Lücke griff damit eine der Lieblingsideen beim BDH auf, nach der man im Idealfall sogar so manche Brennwertheizung einfach weiterbetreiben könnte: "Dann ist Brennwerttechnik nicht eine fossile Heizung, sondern ist eine Heizung, die genauso wie eine Wärmepumpe auch Erneuerbare einkoppelt."

Etliches ist bereits im Koalitionsvertrag gelandet

Obwohl das Papier "Zukunftsmemorandum" getauft worden sei, sei etliches von dem, was darin stehe,  tatsächlich bereits im Koalitionsvertrag gelandet, freute sich Andreas Lücke. "Das hat einfach damit tun, dass wir mit Abgeordneten des Deutschen Bundestags, die im Energie- und Klimaschutzbereich unterwegs sind, eine intensive Beziehung pflegen." Ähnlich selbstbewusst äußerte sich IG-Metall-Vorstand Michael Jung. Einige Themen habe man, teilweise sogar wortgleich, noch am Tag der Deutschen Wärmekonferenz in Arbeitsgruppen zum Koalitionsvertrag "kanalisieren" können. "Jetzt müssen wir halt kucken, dass wir in den verschiedenen Ministerien noch ein bisschen Nachdruck verleihen und in die Tiefe gehen."

Nötig ist das nach den Worten seines Vorstandskollegen Wolfgang Lemb zum Beispiel bei der Frage der Energieeffizienz. Die "ist meiner Einschätzung nach, aus IG-Metall-Sicht, im Koalitionsvertrag etwas unterbelichtet, um das freundlich auszudrücken." Mehr als nur ein bisschen Nachdruck braucht es möglicherweise, was die Forderung nach einer Erhöhung der sogenannten energetischen Sanierungsrate der Gebäudehülle im Memorandum angeht. Denn im Umwelt- wie im Wirtschaftsministerium hat man vor kurzem nicht nur das Ziel einer Verdopplung der Rate als unrealistisch verworfen, sondern sich überhaupt vom Begriff der "Sanierungsrate" verabschiedet, weil diese nicht vernünftig definiert werden könne.

"Peripherie verbessern ohne Kesselaustausch ist absurd"

Ausführlich widmete sich Andreas Lücke der Frage, wieviel Energie und damit CO2-Ausstoß mit dem Austauschen eines Brennwertkessels eingespart werden könne. Ein aktuelles Kurzgutachten für den BEE hatte das gewichtete Mittel dieser Maßnahme auf nur etwa zehn Prozent geschätzt. Lücke sagte, das gutachtende Beratungsunternehmen Econsult habe "so falsch gar nicht gerechnet", dass, wenn die Peripherie mit betrachtet werde, "diese Einsparungen zweistellig sind, und zwar in der Regel bei 19 bis 25 Prozent."

Die Aussage von Gutachter Klaus Lambrecht, dass die Einsparungen durch die Optimierung der Peripherie auch Unabhängig vom Kesseltausch gehoben werden können,  bezeichnete wiederum Lücke jedoch als "absurd" und "unseriös". "Bleibt der Kessel drin, wird an der Peripherie nicht gearbeitet. Das ist ganz klar die Markterkenntnis." Der Kesseltausch führe zu zwei Dingen: Erstens werde an der Peripherie gearbeitet, was dann auch zusätzliche Einsparpotenziale erschließe, und zweitens steige dadurch erheblich die Chance, dass erneuerbare Energien eingekoppelt würden. "Das passiert nämlich nicht ohne Kesseltausch."

Zu dem Problem, dass viele Handwerker den hydraulischen Abgleich fachlich gar nicht beherrschen oder aus diversen weiteren Gründen nicht vornehmen, sagte Lücke, die Voraussetzungen seien in den letzten Jahren deutlich besser geworden. "De facto schulen wir als Hersteller, also ich meine jetzt die Mitgliedsunternehmen des BDH, jedes Jahr über 100.000 Handwerker. In diesen Schulungen ist generell und grundsätzlich der hydraulische Abgleich mit angelegt." Es gebe mittlerweile auch einen halbautomatischen hydraulischen Abgleich. Michael Jung pflichtete ihm bei: "Ich besuche ja auch die Firmen, die Heizungstechnik herstellen, und ich sehe überall, wie die Handwerker geschult werden. Das ist schon massiv."

Eine Frage wird bei den umfangreichen Forderungen nach Förderungen im Memorandum allerdings nicht behandelt, nämlich was diese die Steuerzahler kosten würden. Beispielsweise wird ein sogenanntes "Transformations-Kurzarbeitergeld zur Gestaltung des Strukturwandels" verlangt. Auf Nachfrage sagte Wolfgang Lemb: "Da gibt's ein paar Schätzungen, aber die gehen sehr weit auseinander, das würde ich nicht als Basis für eine Kostenschätzung nehmen." von Alexander Morhart

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KWB bringt Pellet-Brennwertkessel auf den Markt

4. April 2018 - 6:11

Dafür wird an der Rückseite des Kessels ein Zusatzwärmetauscher eingesetzt, die dadurch gewonnene Energie wird wieder dem Heizsystem zugeführt. Der Wärmetauscher ist in hochwertigem Edelstahl und als Glattrohr‐Register ausgeführt, dadurch können Staubpartikel nicht am Wärmetauscher anhaften. Die Heizanlage ist mit der neuesten Comfort 4 Regelungsplattform ausgestattet, die durch intelligentes Energiemanagement den Betrieb hinsichtlich Effizienz weiter optimiert, so KWB weiter. Durch diese Effizienzsteigerungen könnten 10 Prozent der Brennstoffkosten eingespart werden.

Für den optimalen Heizbetrieb ist keine Reinigung der Anlage durch den Endkunden nötig, Reinigungswerkzeug wird noch nicht einmal mitgeliefert. Abhängig von der Anlagengröße bedeutet das ein Asche‐Entleerungs‐Intervall von bis zu 2 Jahren. Die Ascheförderung erfolgt automatisch in einen Aschebehälter, dieser ist in der Komfortausführung fahrbar und mit ausziehbarem Griff ausgestattet. Das Brennwertmodul wird vollautomatisch mit Wasser gereinigt, auch hier fällt kein Arbeitsaufwand an. Da aufgrund des separaten Moduls nicht der komplette Wärmetauscher mit Wasser durchgereinigt werden muss werden dafür rund drei Kubikmeter Wasser pro Jahr benötigt. Quelle: KWB /sth

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Mehrfachsolarzelle nutzt ein Drittel der Sonnenenergie

3. April 2018 - 9:21

Solarzellen aus Silicium dominieren heute den globalen Photovoltaikmarkt mit einem Anteil von rund 90 Prozent. Forschung und Industrie arbeiten sich mit neuen technologischen Entwicklungsschritten an die theoretische Wirkungsgradgrenze des Halbleitermaterials Silicium heran. Gleichzeitig gehen sie neue Wege, um eine neue Generation von noch effizienteren Solarzellen zu entwickeln.

Die jetzt erzielte hohe Umwandlungseffizienz einer Mehrfachsolarzelle auf Silicium erreichten die Forscher durch 0.002 mm dünne Halbleiterschichten – weniger als ein zwanzigstel der Dicke eines Haars – aus III-V-Verbindungshalbleitern, die auf eine Siliciumsolarzelle aufgebracht werden. Das sichtbare Licht wird effizient in einer ersten Solarzelle aus Gallium-Indium-Phosphid absorbiert, das nahe Infrarotlicht in Galliumarsenid und längerwelliges Licht schließlich in Silicium. So können die Wirkungsgrade heutiger Siliciumsolarzellen signifikant gesteigert werden.

Photovoltaik-Entwicklung ist noch lange nicht am Ende

"Die Photovoltaik ist eine der wichtigsten Säulen für die Energiewende", sagt Dr. Andreas Bett, Institutsleiter des Fraunhofer ISE. "Die Kosten sind inzwischen so weit gesunken, dass die Photovoltaik eine wirtschaftliche Alternative zu konventionellen Energien darstellt. Aber diese Entwicklung ist noch lange nicht am Ende, und das neue Ergebnis zeigt, wie wir durch höhere Wirkungsgrade den Materialverbrauch reduzieren und damit nicht nur die Kosten noch weiter optimieren, sondern Solarstrom auch ressourcenschonend herstellen können."

Bereits im November 2016 hatten die Freiburger Solarforscher mit ihrem Industriepartner EVG einen Wirkungsgrad von 30,2 Prozent demonstriert und diesen im März 2017 auf 31,3 Prozent erhöht. Nun konnten sie die Lichtabsorption und die Ladungstrennung im Silicium noch einmal deutlich verbessern und damit einen neuen Rekordwert von 33,3 Prozent erzielen.

Die Rekordzelle mit dem neuen Ansatz gleicht von außen einer herkömmlichen Solarzelle mit zwei Kontakten und kann somit leicht in Photovoltaikmodule integriert werden. Die Technologie hat auch die Jury der GreenTec Awards 2018 überzeugt, sie wählte diese Entwicklung unter die Top drei in der Kategorie Energie.

Beim Konzept der Mehrfachsolarzellen übertrugen die Forscher 1.9 µm Mikrometer dünne III-V-Halbleiter­schichten auf Silicium. Die Verbindung gelang ihnen mittels eines aus der Mikroelektronik bekannten Verfahrens, dem direkten Waferbonden. Die Oberflächen wurden in einer Vakuumkammer von EVG im Hochvakuum mit Hilfe eines Ionenstrahls deoxidiert und anschließend unter Druck miteinander verpresst. Es entsteht eine Einheit, indem die Atome der III-V Oberfläche Bindungen mit dem Silicium eingehen. Der Solarzelle sieht man die komplexe innere Struktur nicht an, sie besitzt wie herkömmliche Siliciumsolarzellen einen einfachen Vorder- und Rückseitenkontakt und kann wie diese in PV-Module integriert werden.

Auf dem Weg zu einer industriellen Fertigung der III-V/Si Mehrfachsolarzelle müssen die Kosten der III-V-Epitaxie und der Verbindungstechnologie mit Silicium weiter gesenkt werden. Hier liegen große Herausforderungen, die die Freiburger Fraunhofer-Forscher in zukünftigen Entwicklungsvorhaben in ihrem neu entstehenden Zentrum für höchsteffiziente Solarzellen lösen wollen. Dort sollen sowohl III-V- als auch Siliciumtechnologien der nächsten Generation entwickelt werden. Zielsetzung ist es, in Zukunft höchsteffiziente Solarmodule mit mehr als 30 Prozent Wirkungsgrad zu ermöglichen. Quelle: Fraunhofer ISE / sth

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CO2-Emissionen gehen leicht zurück

3. April 2018 - 7:08

Gegenüber 1990 hat Deutschland seine Emissionen bis zum Jahr 2017 um 27,7 Prozent gesenkt. Das für 2020 vereinbarte Klimaziel von 40 Prozent ist aus Sicht der Regierung nicht mehr zu erreichen und kommt daher auch nicht im aktuellen Koalitionsvertrag vor. Es solle aber soll schnell wie möglich erreicht werden. Bis 2030 müssen die Emissionen um mindestens 55 Prozent gesenkt werden, berichtet das Umweltbundesamt.

Bei den Zahlen des UBA handelt es sich um Modellrechnungen und eine Trendfortschreibung der Berechnungen für 2016. Die vollständigen Daten werden erst im Januar 2019 veröffentlicht.

Den deutlichsten Rückgang gab es in der Energiewirtschaft: Hier gingen die Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um 13,7 Millionen Tonnen zurück (minus 4,1 Prozent). Zentraler Grund dafür ist laut UBA, dass infolge der hohen Windkrafteinspeisung weniger Steinkohle verstromt wurde. Zudem wurden im Laufe des Jahres 2017 Steinkohlekraftwerke mit einer Kapazität von insgesamt mehr als 3 Gigawatt stillgelegt beziehungsweise in die Netzreserve überführt. Im vierten Quartal gingen noch zwei weitere Braunkohlekraftwerke in die Sicherheitsbereitschaft.

Im Verkehrssektor stiegen die Emissionen 2017 um 3,8 Millionen Tonnen auf 170,6 Millionen Tonnen (plus 2,3 Prozent) an. Ein Grund dafür ist, dass nach Daten des Kraftfahrtbundesamtes der Pkw-Bestand im Jahr 2017 um rund 1,5 Prozent anstieg. Mehr Autos auf der Straße lassen höhere Fahrleistungen und damit höhere Treibhausgasemissionen erwarten. Auch bei Lkw und Sattelzugmaschinen sind die Bestände 2017 deutlich gewachsen (+4,1 Prozent beziehungsweise +4,4 Prozent). In Kombination mit der guten Konjunktur führte das zu mehr Gütertransporten auf der Straße. Dagegen trägt der schrumpfende Anteil der vergleichsweise emmissionsarmen Diesel-Pkw und der wachsende Anteil von Benzin-Pkw bei den Neuzulassungen kaum zum Anstieg der Emissionen bei. Zusammen mit dem Trend zu stärker motorisierten Pkw verursacht dies nur ein Plus von maximal 0,2 Millionen Tonnen im Jahr 2017. Quelle: UBA/sth

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Smart Home gehört für Elektriker zum Alltag

3. April 2018 - 5:31

Im Rahmen einer Studie zu europäischen Trends bei Elektroinstallationsfirmen wurden Handwerker in Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien, den Beneluxstaaten und Polen in telefonischen Interviews zur Relevanz von smarten und interkonnektiven Produkten für ihren Alltag befragt. Dabei zeigte sich: Überall installiert eine klare Mehrheit der Elektrohandwerker bereits heute regelmäßig smarte Lösungen bei ihren Kunden.

Dennoch gibt es deutliche Unterschiede: In Deutschland und den Niederlanden etwa gilt dies bereits für mehr als drei Viertel der Elektroinstallateure. Polen, Großbritannien und Belgien liegen im Mittelfeld (mit im Schnitt etwa zwei Dritteln der Befragten). In Spanien und Frankreich gehören Smart Home-Anwendungen dagegen nur bei gut der Hälfte der Elektroinstallateure zum Arbeitsalltag.

Diese Unterschiede scheinen den Marktforschern zufolge auch mit der unterschiedlichen Nachfragesituation in den einzelnen Ländern zusammenzuhängen: So ist der Kundenbedarf in Spanien und Frankreich zwar ebenfalls schon beträchtlich, doch hat er noch nicht dieselben Ausmaße angenommen wie im übrigen Europa - zumindest laut Einschätzung der befragten spanischen und französischen Elektroinstallations-Fachbetriebe.

In Deutschland dagegen berichten die Elektriker von besonders starkem Kundenandrang bei smarten Lösungen. Die für Technik traditionell schnell zu begeisternden deutschen Verbraucher erwärmen sich laut den Befragten außerdem für die Zukunftsvision vom intelligenten Haus, berichtet BauInfoConsult. Außerdem seien smarte Anwendungen mittlerweile einfach zu bedienen und die Funktionen intuitiv leicht zu erfassen - auch das sei ein Plus bei den Verbrauchern hierzulande. Quelle: BauInfoConsult / sth

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Fensterbranche rechnet mit stabilem Wachstum

1. April 2018 - 6:39

57,1 Prozent aller produzierten Fenster werden 2018 voraussichtlich für die Renovierung beziehungsweise energetische Sanierung des Gebäudebestandes verwendet, das Marktvolumen steigert sich in diesem Bereich um rund 2,2 Prozent. Die Zahl der im Neubau eingesetzten Fenster steigt mit plus 3,6 Prozent merklich stärker an und erreicht damit einen Marktanteil von immerhin rund 42,9 Prozent.

Die Branchenstudie gibt zusätzlich zur Analyse der Bereiche Renovierung und Neubau auch Auskunft über die prozentuale Verteilung der Fenster im Wohn- und Nichtwohnbau. Für 2018 wird ein stabiler Anstieg der Wohnbauaktivitäten um 2,6 Prozent prognostiziert, aber auch im Nichtwohnbau wird im nächsten Jahr ein Wachstum in Höhe von 3,1 Prozent erwartet. Die Anteilsverlagerungen werden sich damit 2018 kaum verändern: 65,8 Prozent der verkauften Fenster werden im Wohnbau verbaut, nach 65,9 Prozent in 2017. Der Nichtwohnbau kommt 2018 auf 34,2 Prozent, nach 34,1 Prozent im Vorjahr.

Bei den Rahmenmaterialien liegt der Anteil der Holzfenster 2018 voraussichtlich bei recht konstanten 15,1 Prozent. "Die höchsten Zuwachsraten erwarten unsere Verbände mit 3,2 Prozent beim Absatz von Metall-Fenstern. Eine signifikante Verlagerung der Marktanteile im Bereich der einzelnen Rahmenmaterialien lässt sich aus der Studie auch diesmal nicht ableiten", so Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF). Der Marktanteil der Holz-Metall-Fenster wird 2018 mit 9 Prozent konstant bleiben. Kunststofffenster werden ihren hohen Marktanteil ebenfalls beibehalten. Mit einem zum Gesamtmarkt fast identischen Wachstum wird deren Anteil in 2018 bei voraussichtlich rund 57,6 Prozent liegen.

"Kunststofffenster sind sowohl bei der Sanierung des Gebäudebestandes als auch im Wohnungsneubau gefragt. Derzeit profitieren wir nur von der positiven Entwicklung im Mehrfamilienhausbau. Die so wichtige Energetische Sanierung bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück.", erklärt Ralf Olsen, Hauptgeschäftsführer des pro-K Industrieverbandes Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e. V. aus Frankfurt am Main.

Der Absatz von Außentüren entwickelt sich derzeit nahezu parallel zum Fenstermarkt: "2018 werden in Deutschland rund 1,454 Millionen Außentüren verkauft, 2017 waren es noch rund 1,417 Millionen Stück. Dies entspricht einer Steigerung um rund 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und spiegelt die geringeren Zuwächse im Ein- und Zweifamilienhausbau wider", sagt der stellvertretende Geschäftsführer des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie (Velbert), Holger Koch. Quelle: VFF/sth

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HDG optimiert Beschickung für Holzheizungen

30. März 2018 - 5:55

Einzigartig wird die HDG Vario-Beschickung durch die flexible Verbindung zum Kessel über ein Kugelkopf-Gelenk. So können besonders geringe Bauhöhen und Mindestabstände realisiert werden. Die Beschickung ist in zwei Baugrößen erhältlich – mit 160 mm beziehungsweise 200 mm Schneckentrog. Die kleinere Variante ist laut HDG die ideale Lösung für Hackschnitzelheizungen bis 240 kW und Pelletheizungen bis 400 kW. Die größere Vario-Beschickung kommt bei Hackschnitzelheizungen bis 400 kW zum Einsatz und bietet einen leistungsstarken separaten Antrieb für das Zellenrad und eine um 120 Prozent größere Übergabeöffnung der Cut-Connection.

Die neue Cut Connection dient derZerkleinerung von zu großem Brennmaterial. Ihre Besonderheit besteht in der riesigen, rechteckigen Öffnung im Übergang der Austragungsschnecke zur Zellenradschleuse – das optimiert den Materialfluss. Überlanges Material wird zusätzlich von den auswechselbaren Gegenschneiden gekürzt. Diese Klingen sind ziehend geschliffen. So werde das Brennmaterial mit minimalem Energieaufwand und materialschonend zerkleinert, so HDG. Durch den gekürzten Brennstoff werden Materialverstopfungen verhindert und ein zuverlässiger Betrieb bleibt dauerhaft gewährleistet.

Das bewährte 4-Kammern-Zellenrad kommt auch in der HDG Vario-Beschickung zum Einsatz. Dank der geringen Reibungsflächen wird die Bauteilbeanspruchung auf ein Minimum reduziert und die Lebensdauer nochmals deutlich gesteigert.

Statt wie üblich durch das Rührwerk, wird der Brennstoff bei der HDG Vario-Beschickung über die Stokerschnecke mit Zwischenbehälter dosiert. Eine Lichtschranke garantiert dabei eine gleichmäßige Materialzufuhr und eine konstante Leistung auch bei unterschiedlichen Füllständen im Lagerraum. Zudem kann das Brennstofflager durch den Zwischenbehälter als Puffer ohne Leistungsverluste restlos geleert werden.

Für den reibungslosen Transport des Materials zur Beschickung sorgt die konisch-progressiv ansteigende Konstruktion der Förderschnecke. Die Schneckenkupplung liegt außerhalb des Lagerraums und ist so konstruiert, dass sowohl axiale als auch radiale Kräfte aufgenommen werden. Das schont das Getriebe. Besonderes Augenmerk wurde auch auf die gute Zugänglichkeit gelegt. So ist der Schneckenkanal über einen geschraubten Deckel leicht zu erreichen. Der Schneckenkanal selbst wurde in Zusammenarbeit mit der TU München optimiert. Das Ergebnis ist ein höheres Füllvermögen und ein verbesserter Transport unterschiedlichster Brennstoffe.

Im Zuge der Entwicklung der HDG Vario-Beschickung wurden auch die Austragungs-Lösungen weiter optimiert, berichtet das Unternehmen weiter. So sei die neue HDG Vario-Federkern-Raumaustragung jetzt für Brennstofflager bis 5,5 Meter Durchmesser geeignet und ermögliche selbst in rechteckigen Lagerräumen das komplette Entleeren des Bunkers. Der spezielle Intervallbetrieb der Brennstoffdosierung reduziere die Anlaufphasen, wodurch die Antriebsbauteile zusätzlich geschont werden und wertvolle Energie gespart wird. Darüber hinaus arbeitet die HDG Vario-Federkern-Raumaustragung auf diese Weise besonders leise. Ein weiterer Vorteil: Obwohl sich ein Holzzwischenboden aufgrund der geringeren Reibungsverluste weiterhin lohnt, ist er für den Einsatz der HDG Vario-Raumaustragung nicht zwingend erforderlich. Alle Elemente der HDG Vario-Beschickung und -Austragung werden zur einfachen Einbringung geteilt geliefert. So sind die einzelnen Komponenten in kürzester Zeit montiert. Quelle: HDG Bavaria/sth

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getAir verbessert dezentrales Lüftungsgerät

29. März 2018 - 6:51

Das patentierte Wärmedämmmaterial Neopor ist eine mit Graphit versetzte Weiterentwicklung von Styropor. Durch den Anteil an gemahlenem Graphit wird mit Neopor eine um bis zu zwanzig Prozent höhere Dämmleistung erreicht, so getAir. Denn der Werkstoff Graphit absorbiert und reflektiert die Wärmestrahlung und reduziert so die Wärmeleitfähigkeit deutlich.

getAir Produkte mit einer Wärmedämmung aus Neopor schonen zudem wertvolle Ressourcen und entlasten die Umwelt, so getAir weiter: Dank des effizienten Dämmmaterials sei bei gleicher Dämmleistung nur bis zu 50 Prozent Rohstoffeinsatz notwendig. Neopor ist frei von FCKW, HFCKW, HFKW und anderen halogenierten Zellgasen. Der Dämmstoff enthält als Zellgas Luft, wodurch die Erhaltung der Wärmeleitfähigkeit über die ganze Lebensdauer des Bauwerks gewährleistet wird.

Die dezentralen Lüftungssysteme SmartFan L und SmartFan L Plus des Herstellers getAir sind für die unauffällige Integration in die Fensterlaibung entwickelt worden. Dadurch ist keine Außenblende erforderlich. Der einzige von außen sichtbare Bestandteil der Anlage ist ein Lüftungsgitter in der Fensterlaibung.

Die Produktserie SmartFan L als kompakte, effiziente Lüftungslösung kann zwischen 18 und 46 m³/h Luftvolumen fördern bei einer Wärmerückgewinnung von bis zu 91 Prozent. Der SmartFan L Plus ist die schalloptimierte Weiterentwicklung des SmartFan L. Mit seiner integrierten Schalldämm-Matte und doppelten Schallumlenkung erreicht er getAir zufolge exzellente akustische Werte, die ihn als leisestes Lüftungsgerät seiner Leistungsklasse auszeichnen. Dank der Normschallpegeldifferenz von bis zu 60 dB eignet er sich deshalb ideal für lärmintensive Wohngegenden. Quelle: getAir/sth

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Erster Gerd-Hauser-Preis geht an Simon Schmidt

29. März 2018 - 5:26

Mit dem Gerd-Hauser-Preis würdigt die Gesellschaft für Rationelle Energieversorgung e.V. (GRE) herausragende Dissertationen von überdurchschnittlicher Bedeutung in Theorie und Praxis. Gestiftet wurde die mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung, die jetzt zum ersten Mal verliehen worden ist, vom BuVEG Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle. Simon Schmidt forscht am Lehrstuhl für Bauphysik der Technischen Universität München. Der Titel seiner Dissertation aus dem Jahr 2016 lautet "Entwicklung einer neuen Methode zur thermisch-energetischen und ökonomischen Optimierung von Wohngebäuden".

Bauwerke vom Ergebnis her denken

Laudator Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des BuVEG: "Bessere Energieeffizienz im Gebäudebereich funktioniert nur unter zwei Voraussetzungen: Der Nutzen für die Bewohner muss klar und Sanierung oder Neubau müssen wirtschaftlich umsetzbar sein. Um all diese Ziele ganz praktisch zu erreichen, braucht es gute Planung und die entsprechenden Methoden. Genau hier bringt uns die Arbeit von Simon Schmidt einen großen Schritt weiter."

"Wir freuen uns mit dem Gerd-Hauser-Preis die Aufmerksamkeit von Fachleuten in Wissenschaft und Wirtschaft auf den Themenbereich der thermischen/energetischen Bauphysik zu lenken. Die eingereichten Arbeiten hatten ein sehr hohes Qualitätsniveau. Dr. Simon Schmidt hat mit seiner Arbeit die gesamte Jury überzeugt", sagte Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm, erster Vorsitzender der GRE, bei der Verleihung. Schmidts Optimierungsalgorithmen ermöglichen, dass aus den unzähligen möglichen Bau-Varianten effizient diejenigen gefunden werden, die hinsichtlich des gewünschten Ziels die bestmögliche Lösung darstellen.

Namensgeber des Preises ist der im Jahr 2015 verstorbene Prof. Dr.-Ing. Gerd Hauser. Der Vater des energieeffizienten Bauens in Deutschland agierte mit großem persönlichem Einsatz und Erfolg in den Bereichen Bauphysik, Energieeffizienz im Gebäudebereich sowie nachhaltiges Bauen. Prof. Hauser leitete das Fachgebiet Bauphysik an der Universität Kassel und war hier Mitbegründer des Zentrums für Umweltbewusstes Bauen. 2004 wechselte er nach München und übernahm als Ordinarius für Bauphysik an der TU München auch die Leitung des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik. Seine Impulse für die Themen der Gebäudesimulation, Wärmebrücken, Wärmeschutz, Gebäude-Energieeffizienz, Plusenergiehaus, Wärmewende und Innovationen am Bau sind für die Fachdiskussion und die Schwerpunkte der Politik entscheidend gewesen. Quelle: BuVEG/sth

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