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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 1 Woche 3 Tage

Agora zieht gemischte Energiewendebilanz

7. Januar 2020 - 7:00

"Die Energiewende kommt damit beim Zuwachs der erneuerbare Energien und beim Ausstieg aus der Atomenergie gut voran. Eine schlechte Bilanz war 2017 jedoch bei den Treibhausgasemissionen zu verzeichnen", teilt Agora Energiewende mit. Das dritte Jahr in Folge stagnierte der Ausstoß des klimaschädlichen CO2, statt wie geplant zu sinken. Denn während im Stromsektor die Emissionen infolge des Rückgangs der Steinkohleverstromung 2017 leicht zurückgingen, stiegen sie im Verkehrs-, Gebäude- und Industriesektor aufgrund des höheren Mineralöl- und Erdgasverbrauchs.

"Der gegenwärtige Trend läuft darauf hinaus, dass Deutschland im Jahr 2020 seine Emissionen nur um 30 Prozent statt wie geplant um 40 Prozent gegenüber 1990 vermindert", sagt Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. Die Studie "Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2017" beschreibt in zehn Kapiteln mit zahlreichen Abbildungen die wesentlichen Trends. Sie basiert auf aktuell verfügbaren Daten aus zahlreichen öffentlichen Quellen.

Wesentliche Ursache für diesen Trend ist die Entwicklung beim Energieverbrauch: Im vergangenen Jahr wurde 0,8 Prozent mehr Energie verbraucht als 2016 – Strom, Diesel und Erdgas legten zu. Es wird damit nahezu unmöglich, die von der Bundesregierung im Energiekonzept 2010 beschlossenen Energieeffizienzziele für 2020 (minus 20 Prozent Primärenergie- und minus 10 Prozent Stromverbrauch gegenüber 2008) zu erreichen. "Die Energieeffizienz-Fortschritte sind zu gering, um zusätzliche Verbräuche aus Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum auszugleichen oder sogar zu überkompensieren", sagt Graichen. Quelle: Agora Energiewende / sue

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Smarte Thermostate senken Heizkosten

12. August 2019 - 9:45

Unter die Lupe genommen hat die Stiftung Warentest unter anderem Systeme von Fritz, Magenta, Bosch und Devolo. Es gab im Test keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen Preis und Testurteil. Die günstigste Lösung erhielt die beste Testnote, die teuerste die schlechteste. Unterschiede gab es vor allem bei der Handhabung. Bei der Wärmeregulierung gab es vereinzelt auch die Note sehr gut.

Gute Heizungs­thermostate gibt es ab 40 Euro das Stück, wie der Thermostat-Test zeigt. Dazu kommen die Kosten für Smart-Home-Zentralen, die zwischen 48 und 230 Euro liegen. Die Systeme eignen sich für jede Wohn- und Lebens­situation, für Eigentümer wie Mieter, da sie statt des vorhandenen Thermostats aufgeschraubt und auch wieder entfernt werden können. Bis zu 8 Prozent Heiz­kosten­ersparnis lassen sich so erzielen, so die Tester.

Ist es über­haupt sinn­voll, die Raum­temperaturen über Heizkör­perventile zeitweilig abzu­senken? Rechnet sich das, obwohl fürs spätere Aufheizen wieder Energie aufgewendet werden muss? Die Tester kamen zu dem Ergebnis, dass das der Fall ist.

5 bis 8 Prozent Heiz­kosten­ersparnis

Rechnungen für unterschiedlich große und unterschiedlich gut gedämmte Beispiel­wohnungen zeigen, dass das Spar­potenzial in einer Größen­ordnung von 5 bis 8 Prozent liegt. Und zwar unter der Annahme, dass die Bewohner einen typischen 8-Stunden-Arbeits­tag haben und in ein warmes Zuhause zurück­kommen wollen. Liegen die jähr­lichen Heiz­energie­kosten einer 70-Quadrat­meter-Wohnung bei 1.000 Euro, lassen sich also 50 bis 80 Euro sparen. Die Umrüstung auf Systeme, mit denen sich Heizkörper aus der Ferne oder per WLAN steuern lassen, kostet meist mehrere Hundert Euro. Der Gesamt­preis für einen Modell­haushalt mit 6 Thermostaten, einer Zentrale und vier Fens­terkontakten lag im Test zwischen 425 und 820 Euro.

Spareffekt bei guter Dämmung geringer

Am wenigsten bringen Heiz­pausen bei gut gedämmten Häusern. Erstens weil ihre Bewohner ohnehin schon relativ wenig fürs Heizen zahlen. Zweitens weil die Raum­temperaturen hier nur lang­sam absinken. Der Spar­effekt, der durch geringere Temperatur­unterschiede zwischen drinnen und draußen entsteht, wirkt daher hier nur mäßig. Deshalb reichen in solchen Wohnungen oft güns­tige, einfache Thermostate. Programmieren lässt sich die Temperatur der Heizkörper auch mit diesen einfachen Modellen – und zwar indirekt mit Hilfe des Heizgerätes. Wer, etwa als Haus­besitzer, Zugriff auf den Heizkessel hat, kann Heiz­pausen oft ganz einfach an dessen Bedien­feld einstellen.

In schlecht gedämmten Häusern lohnt es sich am meisten, die Heizkörper bei Abwesenheit zu drosseln. Mitunter kann es recht lange dauern, einen abge­kühlten Raum wieder auf Kuschel­temperatur zu bringen. Programmier­bare Thermostate können dafür sorgen, dass die Heizkörper recht­zeitig wieder für Wärme sorgen. Wie viel Zeit dafür einzuplanen ist, muss jeder individuell ausprobieren. Dafür eignen sich sowohl smarte Thermostate als auch solche, die sich vor Ort programmieren lassen.

Keine Angst vor moderner Technik

Alle untersuchten Thermostate funk­tionierten zuver­lässig. Im Hinblick auf Batterie­verbrauch und Hand­habungs­details stießen die Tester auf deutliche Unterschiede. Meist erwiesen sich Inbetrieb­nahme und Bedienung als recht einfach. Auch Laien können dies meistern, so die Tester. pgl

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Festkörperbatterie überzeugt durch hohe Ionenleitfähigkeit

11. August 2019 - 7:07

Batterien mit festen Elektrolyten, in denen sich Lithium-Ionen zwischen den Elektroden bewegen, sind somit der „heilige Gral“ der Festkörperbatterieforschung. Die Vorteile von solchen Systemen gegenüber aktuellen Lithium-Ionenbatterien mit flüssigen Elektrolyten liegen auf der Hand: Sie haben eine höhere Energiedichte und sind aufgrund ihrer nicht entflammbaren Komponenten deutlich sicherer.

Was bislang jedoch fehlte, waren geeignete Materialien mit einer ähnlich hohen Ionenleitfähigkeit wie sie flüssige Elektrolyte besitzen. Der nun gezeigte Ionenleiter verfügt über eine bemerkenswert hohe Lithium-Ionenmobilität vor; die gemessenen Diffusionskoeffizienten übertreffen die aktuellen Spitzenkandidaten.

Ionen auf vergeblicher Platzsuche

Der neue Ionenleiter mit der Summenformel LiTi2(PS4)3 ist ein Lithium-Titanthiophosphat, daher die Abkürzung LTPS. LTPS zeigt eine ungewöhnliche Kristallstruktur, die sich durch sogenannte „geometrische Frustration“ auszeichnet. Im Gegensatz zu anderen Ionenleitern bietet die Kristallstruktur von LTPS keine energetisch stark begünstigten Verweilplätze für die Ionen. Sie sind daher nie mit ihrem aktuellen Platz zufrieden und unterliegen somit einer Frustration. Berechnungen der Gruppe um Geoffroy Hautier von der belgischen Université catholique de Louvain zeigen, dass diese Frustration der Ionen zu einer sehr hohen Lithium-Beweglichkeit führt.

„Die Lithium-Ionen suchen mehr oder weniger ‚verzweifelt‘ einen geeigneten Platz und bewegen sich dabei sehr rasch durch die kristallographische Struktur von LTPS. Genau diese hohe Ionenbeweglichkeit wollen wir in Elektrolytkörpern für Feststoffbatterien haben“, erklärt Martin Wilkening vom Institut für Chemische Technologie von Materialien der TU Graz und Leiter des ebendort angesiedelten Christian Doppler Labors für Lithium-Batterien.

Tempo auch bei Tiefsttemperaturen

Wilkenings Team konnte dieses errechnete hohe Beweglichkeitsmaß der Ionen mit Kernresonanzmethoden experimentell bestätigen. Martin Wilkening dazu: „Wir fanden deutliche Hinweise auf zwei Sprungprozesse, die die Ergebnisse der Rechnungen vollends unterstützen. In der Struktur von LTPS können die Lithium-Ionen auf ringförmigen Pfaden hin- und her-, sowie von einem Ring zum nächsten springen. Der letzte Schritt, der Inter-Ring-Prozess, ermöglicht den langreichweitigen Ionentransport.“

Selbst bei extrem niedrigen Temperaturen konnten die Intra-Ring-Hüpfprozesse der Lithium-Ionen noch nicht vollständig ausgeschaltet werden. Die Lithium-Ionen sind auch bei 20 Kelvin (minus 253 Grad Celsius) auf der Sensitivitätsskala der Kernresonanzspektroskopie noch mobil und suchen nach der passenden Potentialmulde in der sehr flachen Energielandschaft von LTPS. Ein derartiges Verhalten ist äußerst selten, so Wilkening: „Sinkt die Temperatur, wird den Ionen die thermische Energie genommen und ihre Mobilität nimmt deutlich ab. Es ist bemerkenswert, dass wir in LTPS aber sogar noch bei solch niedrigen Temperaturen Ionenmobilität feststellen. Das zeigt, wie stark der Bewegungsdrang der Ionen in LTPS ist.“  Die Betriebstemperatur einer Feststoffbatterie, beispielsweise im Elektrofahrzeug, wird selbstverständlich gar nie so niedrig sein.

Vertreter einer neuen Materialklasse

LTPS ist mit diesem superschnellen Diffusionsprozess, dessen Ursache energetische Frustration ist, ein Vertreter einer neuen Klasse von Festelektrolyten. Diese sind zwar kristallin, besitzen aber Bewegungseigenschaften, die eher jenen von Flüssigelektrolyten ähneln. Die Entdeckung und experimentelle Untersuchung von LTPS ist nun der Startpunkt für die Suche nach weiteren Verbindungen, in denen ein ähnlicher Leitungsmechanismus vorherrscht.

Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit Toyota erstellt. Die UCLouvain hat die Entdeckung von LTPS zum Patent eingereicht. Quelle: TU Graz / pgl

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Photovoltaik-Anlagen lohnen sich für Eigentümer

9. August 2019 - 7:32

Jede erzeugte Kilowattstunde (kWh) Strom setzt im Durchschnitt 474 Gramm CO2 frei. Anders ist es bei der Photovoltaik. Umweltfreundlicher Solarstrom ist fast CO2-frei. Für selbst erzeugten Photovoltaik-Strom, der im eigenen Haushalt verbraucht wird, spart der Verbraucher außerdem die Bezugskosten ein. Sie betragen aktuell etwa 30 Cent pro kWh. Der überschüssige Strom wird ins Stromnetz eingespeist und der Anlagenbetreiber bekommt dafür „nur“ etwa 10 Cent pro kWh. Maßgeblich für die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage ist deshalb ein möglichst hoher Eigenverbrauchsanteil. 

Mit einem Batteriespeicher kann der Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms erheblich erhöht werden. Dennoch wird die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaik-Anlagen oft schlechter, wenn ein Batteriespeicher eigesetzt wird. Gründe hierfür sind die Anschaffungskosten für Batteriespeicher sowie die begrenzte Lebensdauer der Batterien. Der Verbraucher, der sich dennoch einen Batteriespeicher anschaffen will, sollte darauf achten, dass dieser richtig dimensioniert wird. Maßstäbe für die Größe eines Batteriespeichers sind die Höhe des Strombedarfs sowie die Größe der Photovoltaik-Anlage. Bei zu großer Speicherdimensionierung entstehen unnötig hohe Kosten, denen ein bestenfalls geringer Nutzen gegenübersteht.

Verbraucher, die noch nach den aktuell geltenden Regeln eine Einspeisevergütung für Solarstrom erhalten wollen, sollten mit der Inbetriebnahme einer Photovoltaik-Anlage nicht zu lange warten. Nach Erreichen der Obergrenze sieht das Erneuerbaren-Energien-Gesetz keine Einspeisevergütung für Solarstrom mehr vor. Es soll zwar eine Anschlussreglung geben. Wie diese aussehen wird ist aber noch offen. Quelle: VZBV / pgl

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Smart Homes verwirren Verbraucher nach wie vor

8. August 2019 - 14:36

Die Aufrüstung von Häusern oder Wohnungen zum „Smart Home“, zum „Klugen Zuhause“, schreitet immer weiter voran. Ob Lampe, Rauchmelder oder Thermostat – mittlerweile gibt es kaum ein Gerät im Haushalt, das es nicht auch in einer smarten Variante gibt. Das Angebot reicht von der einfachen vernetzten Steckdose bis zum komplett vernetzten Haus. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz kam bei einem Marktcheck zum Ergebnis, dass der Markt nach wie vor sehr unübersichtlich ist. Es war nach 2015 bereits der zweite Marktcheck, die Ergebnisse haben sich nicht verbessert.

„Verbraucherinnen und Verbraucher sind neugierig auf die neuen Angebote für ein smartes, intelligentes Zuhause, häufig aber auch besorgt und überfordert. Besorgt, insbesondere über den Umgang mit ihren persönlichsten Daten und ob die Daten sicher sind. Und überfordert aufgrund der Vielzahl, häufig nicht kompatibler und nicht ausreichend vergleichbarer Angebote“, erklärt Verbraucherschutzministerin Anne Spiegel. „Diese Sorgen gilt es ernst zu nehmen. Daher ist mir wichtig, dass Verbraucherinnen und Verbraucher ausreichend Vergleichsmöglichkeiten haben und ihre Daten in ihrem Smart Home genauso sicher sind, wie in einem analogen Zuhause“, so Spiegel weiter.

Kompatibilität fehlt nach wie vor

„Die Komponenten der verschiedenen Anbieter sind nicht kompatibel. Kundinnen und Kunden sind daher an einen Anbieter gebunden“, kritisiert Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale. „Dadurch sind sie in ihrer Flexibilität eingeschränkt. Sollte ein Anbieter in der Zukunft seinen Dienst einstellen oder in Konkurs gehen, ist das für die Nutzer und Nutzerinnen problematisch. Denn sie können nicht ohne weiteres auf die Produkte anderer Anbieter wechseln.“ Komplizierte Produkt- und Preisgestaltungen machen es außerdem für Verbraucher schwierig, eine aufgeklärte Kaufentscheidung zu treffen, da sie die Produkte kaum vergleichen können.

Bei einigen Anbietern lauern Folgekosten in Form von regelmäßigen Abogebühren, die für die Nutzung von Plattformen oder Apps gezahlt werden müssen. Teilweise sind diese Kosten vor Vertragsschluss nur versteckt zu erkennen. Bei App-Anwendungen lassen sich Anbieter Berechtigungen einräumen, die deutlich über das hinausgehen, was zur Erbringung der Smart-Home-Anwendung erforderlich erscheint. Verbrauchern drohen hier erhebliche Beeinträchtigungen ihrer Datenschutzinteressen.

Für den Marktcheck hat die Verbraucherzentrale Smart-Home-Produkte von 20 Anbietern unter die Lupe genommen. Dabei hat sie sich die angebotenen Komponenten sowie die jeweiligen Vertragsmodelle und Kosten angeschaut. Außerdem hat sie die Berechtigungen der jeweiligen App geprüft, die eine Steuerung der eingebauten Produkte erst ermöglicht.

„Je nach Anbieter werden verschiedenste Komponenten, aber auch sogenannte Starterpakete angeboten, wie zum Beispiel das Sicherheitspaket, das Beleuchtungspaket oder das Energiepaket“, so Max Heitkämper, Fachbereichsleiter Digitales und Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale. „Diese Pakete weichen jedoch sowohl im Umfang als auch im Preis erheblich voneinander ab. Für Verbraucher ist ein Vergleich sehr schwierig. Außerdem ist oft nicht nachvollziehbar, ob ein Starterpaket, welches mit Kosten um die 300 Euro verbunden ist, tatsächlich „günstig“ ist – oder ob es sich nicht eher lohnt, die verschiedenen Komponenten einzeln zu erwerben.“

Auch bei den Apps, die zu den Smart-Home-Produkten dazu gehören, bleibt vieles im Unklaren: Zum Beispiel sind Informationen darüber, ob die App kostenpflichtig oder kostenfrei genutzt werden kann, nur mühsam oder gar nicht zu finden. Erstaunlich ist darüber hinaus, welche App-Berechtigungen sich die Anbieter teilweise einräumen lassen. Ein Anbieter verlangt beispielsweise zwölf Berechtigungen. Bei den Anbietern fehlen des Weiteren deutliche Hinweise zum Speicherort der Daten: Datenschutz sieht anders aus.

Tipps der Verbraucherzentrale zur Auswahl von Smart-Home-Produkten:

  • Wer sein Haus oder seine Wohnung zum Smart Home aufrüsten möchte, sollte zunächst genau überlegen, was wie vernetzt werden soll.
  • Welcher Anbieter deckt die eigenen Bedürfnisse ab und welche Erweiterungsmöglichkeiten bietet er an?
  • Besteht die Möglichkeit, das System gegebenenfalls mit einem anderen System zu kombinieren?
  • Welche Anschaffungskosten kommen insgesamt auf den Haushalt zu?
  • Ist die dazugehörige App kostenpflichtig und welche Berechtigungen verlangt sie?
  • Erfolgt eine geschützte Datenübertragung innerhalb des Systems?
  • Werden die Nutzerdaten extern gespeichert und wenn ja, wo?

Quelle: VZ Rheinland-Pfalz / pgl

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Anmeldung für das Herbstforum Altbau läuft an

8. August 2019 - 7:06

Veranstalter der Tagung ist Zukunft Altbau, das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm. Auch in diesem Jahr werden über 500 Vertreterinnen und Vertreter aus Gebäudeenergieberatung, Architektur, verschiedensten Baubereichen, Ingenieurwesen sowie Politik, Wirtschaft und Forschung erwartet. In Vorträgen und im direkten Austausch diskutieren die Teilnehmer energiepolitische Entwicklungen, gelungene Sanierungsbeispiele und künftige klimapolitische Herausforderungen. In diesem Jahr werden auch Jugendliche einbezogen und mit ihnen über ihre Vorstellungen von Nachhaltigkeit im Gebäudesektor gesprochen.

Die bundesweit bekannte Fachtagung für energetische Gebäudesanierung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien findet bereits zum 21. Mal statt. Austragungsort ist auch in diesem Jahr die zentral gelegene und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbare Sparkassenakademie am Stuttgarter Hauptbahnhof. Das Vortragsprogramm wird von einer Fachausstellung begleitet. Die Dena, die Architektenkammer Baden-Württemberg und die Ingenieurkammer des Landes rechnen Fachleuten die Teilnahme als Fortbildungsveranstaltung an.

Den inhaltlichen Auftakt macht Andre Baumann, Staatssekretär des baden-württembergischen Umweltministeriums, mit einem Einblick in die aktuelle Energie- und Klimapolitik des Landes. Danach diskutiert er mit Vertreterinnen und Vertretern des Jugendbeirates der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württembergs. Der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung von Klimaschutz und Energiewende widmet sich anschließend Profesor Harald Welzer von der FuturZwei Stiftung Zukunftsfähigkeit. Sein Thema: „Zu spät für Pessimismus. Leben vor, mit und nach dem Klimawandel.“

Wie die Energiewende im Gebäudebestand praktisch umsetzbar ist, zeigen die Architekten Jochen Schurr und Norman Räffle anhand zweier beispielhafter Sanierungsprojekte. Jochen Schurr stellt Projekte über Schulsanierungen im Allgäu vor, Norman Räffle präsentiert den aquaTurm in Radolfzell. Dieser gilt nach seinem Umbau vom Wasserturm zum Design-Hotel als weltweit erstes Plus-Energie-Hochhaus mit Passivhaustechnologie.

Der Vortragsblock nach der Mittagspause steht ganz im Zeichen der Solarenergie: Michael Vogtmann von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie widmet sich der Bedeutung von Photovoltaik und Sektorenkopplung in Wohngebäuden. Als praktisches Beispiel für den gelungenen Wechsel von fossilen Energien zu Photovoltaik stellt Thomas Hartmann von der Hartmann Energietechnik GmbH anschließend die Zukunft des Sonnenhaus-Konzepts vor. Damit sind Häuser gemeint, die einen guten Dämmstandard aufweisen und den Bedarf an Heizenergie und Warmwasser zu mindestens 50 Prozent aus Sonnenenergie stillen.

Am Nachmittag werfen zwei weitere Referenten einen Blick auf den Status Quo und die Zukunft der Energiewende im Hausbestand. Christian Stolte von der Deutschen Energie-Agentur (Dena) befasst sich in seinem Vortrag „Berlin muss liefern! Wärmewende im Spagat der Anforderungen“ mit den energiepolitischen Stellschrauben für einen klimaneutralen Gebäudesektor und bringt aktuelle Erkenntnisse des dena-Kongresses 2019 ein. Architekt Dr. Burkhardt Schulze Darup schließt den diesjährigen Kongress. Er spricht über Standards bei Neubauten als Impulse für Bestandsgebäude und widmet sich dabei auch der Frage, wie die Klimaziele im Gebäudesektor erreicht werden können. Quelle: Zukunft Altbau / pgl
 

 

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Länderförderung macht Batteriespeicher attraktiv

7. August 2019 - 11:50

Bayern hat vor kurzem im Rahmen seines 10.000-Speicher-Programms Batteriespeicher förderfähig gemacht. In Baden-Württemberg gab es Geld, die Mittel sind aber schon vergeben. Eine Neuauflage sei nicht geplant, so ein Sprecher des Umweltministeriums.

In Thüringen gibt es Geld sowohl für PV-Anlagen als auch für Batteriespeicher. Das Programm läuft derzeit noch bis Ende 2019. Für Photovoltaikanlagen ist ein Zuschuss von bis zu 30 Prozent möglich. Für Bürgerenergiegenossenschaften, Vereine, gemeinnützige Gesellschaften und gemeinnützige Stiftungen gibt es sogar einen Bonus von bis zu 40 Prozent für Photovoltaikanlagen und bis zu 50 Prozent für Photovoltaikanlagen in Kombination mit Energiespeichern.

Für reine Speicherlösungen beträgt der Zuschuss ebenfalls bis zu 30 Prozent, für Bürgerenergiegenossenschaften. Vereine, gemeinnützige Gesellschaften und gemeinnützige Stiftungen können sich bis zu 40 Prozent sichern. Besonders atraktiv ist die Förderung von Investitionen in Mieterstrom mit bis zu 80 Prozent. Allerdings sind die rechtlichen Hürden hier immer noch hoch. Der maximal mögliche Zuschuss je Vorhaben beträgt 100.000 Euro, wird weniger als 1.000 Euro investiert, gibt es kein Geld.

Thüringen fördert Eigenverbrauch von PV

Mit der Maßnahme darf erst nach Erhalt des Zuwendungsbescheides begonnen werden. Das Vorhaben muss in Thüringen durchgeführt werden. Geld für Batteriespeicher gibt es nur, wenn für die Batterien eine Zeitwertersatzgarantie für einen Zeitraum von mindestens acht Jahren vorliegt. PV wird nur gefördert, wenn die Energie zu 100 Prozent selbst zverbraucht wird. Bei alleiniger Förderung eines Energiespeichersystems sind mindestens 60 Prozent der erzeugten Energie aus der Photovoltaikanlage selbst zu verbrauchen. Bei Mieterstrommodellen sollte der Mieterstrompreis den günstigsten Strompreis des örtlichen Grundversorgers um mindestens 1 Cent je Kilowattstunde (brutto) unterschreiten.

In Nordrhein-Westfalen gibt es Zuschüsse zu Batteriespeichern für Privatpersonen, Unternehmen, Kommunen. Gefördert werden Stromspeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden Photovoltaik-Anlage. Bedingungen ist eine Einspeisebegrenzung von 50 Prozent am Netzeinspeisepunkt, es darf keine Finanzierung aus anderen Förderprogrammen des Landes Nordrhein-Westfalen erfolgen. Die Förderhöhe für einen Speicher in Verbindung mit PV-Anlage mit bis zu 30 kWp liegt bei einer Summe von  10 Prozent der Investitonen, bei einem Speicher in Verbindung mit PV-Anlage mit mehr als 30 kWp gibt es maximal 50 Prozent Förderung. Insgesamt darf die Fördersumme 75.000 Euro nicht überschreiten. Anträge müssen bis 22. November 2019 vorliegen.

In Sachsen gibt es Geld für Ladesäulen

Das Land Sachsen fördert Batteriespeicher für Eigentümer, Pächter, Mieter, Privathaushalte und Unternehmen. Förderfähig sind Stromspeicher, Nachrüstungen zusätzlicher Speicherkapazität zu bereits existierenden Stromspeichern und Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Die Förderhöhe liegt bei einem Sockelbetrag von 1000 Euro plus 200 Euro je kWh nutzbarer Kapazität bis maximal 40.000 Euro. 400 Euro gibt es pro AC Ladepunkt für ein E-Fahrzeug, 1500 Euro pro DC Ladepunkt für ein E-Fahrzeug. Es darf keine keine Finanzierung aus anderen Förderprogrammen erfolgen. Notwendig ist eine Einspeisebegrenzung von 50 Prozent am Netzeinspeisepunkt und eine Speicherkapazität von mindestens 2kWh. Die Ladestationen (AC) E-Fahrzeug benötigen mindestens 4kW Leistung, Ladestationen (DC) E-Fahrzeug mindestens 10kW Leistung. pgl

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Schlechte Pellets können Heizungen schaden

7. August 2019 - 11:28

Für den reibungslosen Betrieb der Heizanlagen ist die Qualität der Holzpellets entscheidend. Entsprechen die Pellets nicht der internationalen Norm ISO 17225-2:2014-09, besteht die Gefahr, dass die Heizleistung sinkt und im schlimmsten Fall die Heizung Schäden davonträgt. „Verbraucher sollten ihre Pellets keinesfalls aus anonymen Quellen kaufen. Gerade bei Online-Schnäppchen unbekannter Herkunft besteht die Gefahr, dass die Ware die Heizung schädigt und dann nicht mehr reklamiert werden kann“, sagt Fanny Saß, Expertin für die Zertifizierung von Holzpellets bei DIN Certco, einem Tochterunternehmen von TÜV Rheinland. Der Name des Herstellers und das Produktionsjahr sollten in jedem Fall bekannt sein. Ist das Produkt zusätzlich nach DINplus oder ENplus zertifiziert, richten die Pellets keine Schäden in der Heizung an. Während DIN Certco die Herstellung überwacht, zertifiziert ENPlus die komplette Logistikkette bis zur Anlieferung beim Endverbraucher. Auch bei der Zwischenlagerung und beim Transport wird eine schonende Behandlung der Presslinge sichergestellt.

Größe der Pellets ist wichtig für den Betrieb

Holzpellets dürfen nur aus unbehandelten Holzresten wie Hackschnitzeln und Säge- oder Hobelspänen gepresst werden. Lediglich die Zugabe von maximal zwei Prozent Stärke oder Melasse als Presshilfsmittel sind zugelassen. „Bei der Zertifizierung der Ware prüfen wir, ob zum Beispiel Schadstoffe wie Blei oder Quecksilber enthalten sind und wie hoch der sogenannte Feinanteil ist“, erklärt die Expertin. „Ein zu hoher Feinanteil trägt zu einer stärkeren Verrußung des Ofens bei, wovon auch die Sichtscheibe betroffen sein kann.“ Für den reibungslosen Betrieb der Heizung ist außerdem die richtige Größe der Pellets von Bedeutung: Eine Länge von vier Millimetern ist das optimale Maß, damit die Pellets die Förderschnecken in den Öfen problemlos passieren.

Feuchtigkeit macht Pellets unbrauchbar

Auch die Verbraucher haben einen wichtigen Anteil am reibungslosen Betrieb ihrer Holzpellet-Heizung, beispielsweise hinsichtlich der richtigen Pellet-Lagerung. „Es ist wichtig, Feuchtigkeit komplett auszuschließen“, sagt Saß. Selbst bei kurzfristiger Befeuchtung quellen die Pellets auf und sind sofort unbrauchbar. Auch die Größe des Lagers kann von Bedeutung sein. Da die Lieferkosten relativ hoch sind, empfehlen sich größere Bestellungen, um Kosten zu sparen. Alternativ kann es sich rechnen, beispielsweise mit den Nachbarn gemeinsame Bestellungen aufzugeben.

Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband  (DEPV) rät, sich bereits im Sommer mit Pellets einzudecken. In den Somemrmonaten sind die Preise niedriger. Der Verband nennt für den Juni 2019  einen durchschnittlichen Tonnenpreis von 240,99 Euro bei einer Abnahmemenge von sechs Tonnen. Wie in den beiden Vormonaten sind Pellets mit 237,58 Euro pro Tonne in Süddeutschland am günstigsten. In Nord- und Ostdeutschland liegt der Tonnenpreis durchschnittlich bei 240,86 Euro, in der Mitte der Republik bei 243,02 Euro. pgl

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Interesse an Wärmekatastern steigt

6. August 2019 - 6:57

Weltweit schätzen Experten, dass ein Drittel bis die Hälfte der industriell eingesetzten Energie ungenutzt als Abwärme verloren gehen. Aus Gründen des Klima- und Ressourcenschutzes sowie der Wirtschaftlichkeit sollte diese Abwärme möglichst vollständig genutzt werden, sofern ihre Entstehung nicht vermeidbar ist. Allein aus Prozessen der Eisen- und Stahlerzeugung in integrierten Hüttenwerken ließen sich jährlich in Deutschland mehr als 2,6 Milliarden Kilowattstunden Wärme zusätzlich nutzen, hat ein Gutachten im Auftrag des Umweltbundesamtes ergeben.

Kein Wunder, dass das Interesse an der systematischen Erhebung der Potenziale auf kommunaler Ebene steigt. "Die Nutzung industrieller Abwärme ist ein Punkt, den Kommunen mitbetrachten müssen, wollen sie im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative  – Masterplan 100 % Klimaschutz"  gefördert werden", begründet Ludwig das steigende Interesse an den Leistungen von IP Syscon. Das Unternehmen ist auf Lösungen im Bereich Geoinformatik spezialisiert und hat seit 2015 mehrere Projekte mit verschiedenen Schwerpunkten zum Thema Abwärme und Wärmekataster bearbeitet. Eines davon war das Portal für industrielle Abwärme PINA des Landkreises Osnabrück.

Wärmekataster aus Datenschutzgründen nicht öffentlich zugänglich

Im Landkreis Osnabrück gehen rund zwanzig Prozent der industriell eingesetzten Energie als Abwärme verloren. Würde diese genutzt, könnten rein rechnerisch rund 23,3 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden, hieß es im Mai 2017 als das Portal an den Start ging. Das zeigt: Abwärmenutzung ist nicht nur klimatechnisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll. Im Portal PINA finden sich nicht nur die vorhandenen Quellen für industrielle Abwärme, sondern auch der industrielle Wärmebedarf sowie vorhandene Nah- und Fernwärmenetze und Wärmebedarfe etwa von Wohnsiedlungen. Diese Datenbasis sollte schnell und zuverlässig Kooperationsmöglichkeiten für neue Wärmeversorgungslösungen aufzeigen.

Allerdings ist das Portal, anders als entsprechende Projekte in Nordrhein-Westfalen und Hamburg, derzeit nicht für Jedermann zugänglich. "Aus datenschutzrechtlichen Gründen haben wir es für die Öffentlichkeit geschlossen", berichtet Andreas Witte von der Abteilung Klima und Energie des Landkreises Osnabrück. Zugang hätten derzeit nur die Bürgermeister der entsprechenden Kommunen. Die Chancen, die sich daraus ergeben, dass auch Unternehmen einen Überblick darüber erhalten, wo in ihrer Nachbarschaft Wärme benötigt wird oder wo Nah- und Fernwärmenetze verlaufen, in die ihre Prozesswärme eingespeist werden kann, bleiben damit für's erste ungenutzt.

Dabei zeigte sich gerade in Osnabrück schon während der PINA-Analyse, wie Wärmegeber und Wärmenehmer zusammenfinden können, so dass beide Seiten profitieren. In Ostercappeln wurde 2014 das Abwärmenutzungsprojekt "Nahwärmenetz Venne" realisiert: Im Ortsteil Venne gründete sich eine Energiegenossenschaft, die der Waffelfabrik Meyer zu Venne die Abwärme abkauft und in ein neu errichtetes Nahwärmenetz einspeist. Seit Oktober 2015 ist das Netz in Betrieb. Sowohl für das Unternehmen als auch für die Abnehmer der Wärme ist es ein lohnendes Geschäft. Inzwischen sind mehrere hundert Gebäude angeschlossen, auch die kommunalen Gebäude werden mit der Nahwärme versorgt.

"Der Prozess von der Bestandsaufnahme von Abwärmequellen und Bedarfen bis hin zur Umsetzung konkreter Wärmenetze ist lang. Bis zur Realisierung können mehrere Jahre vergehen", berichtet Dorothea Ludwig. Sie wisse, dass sich aus der PINA-Analyse Interesse an entsprechenden Kooperationen ergeben habe. "Unser Ansatz dient dazu, die Grundlagen sichtbar zu machen: Gibt es Abwärme? Wird im lokalen Umfeld der Quelle Wärme gebraucht? Und wo ist es sinnvoll konkret mit Unternehmen zu sprechen, um ein Projekt anzuschieben?", so Ludwig weiter.

Im Falle PINA weist sie darauf hin, dass die gebäudescharfen Wärmebedarfsinformationen zu keiner Zeit öffentlich einsehbar waren. Dies sei eine interne Anwendung, auf die nur bestimmte Mitarbeiter des Landkreises Zugang haben. Darüber hinaus existiere eine öffentliche Darstellung der PINA-Ergebnisse (Kartenanwendung), die den Wärmebedarf nur in einer Rasterung visualisiert, so dass keine gebäudescharfe Zuordnung mehr möglich ist. "Wir erstellen im Rahmen dieser Analysen grundsätzlich zwei Anwendungsvarianten: Eine ist die interne Datenbank und Kartenanwendung, die sensible Daten vorhält und visualisiert und nur für einen eingeschränkten, berechtigten Nutzerkreis einsehbar und nutzbar ist. Zudem wird eine weitere öffentliche Kartenanwendung erzeugt, die die erfassten Daten in einer generalisierten, datenschutzkonformen Darstellung zeigt und das Thema für die Öffentlichkeit sichtbar macht. Die Unternehmen entscheiden selbst, welche Daten aus der Unternehmensbefragung öffentlich dargestellt werden", sagt sie. Die öffentliche Kartenanwendung des PINA-Projekts werde aktuell vom Landkreis überarbeitet und in Kürze neu eigebunden.

Systematische Vorgehensweise zur Bestandsaufnahme

Für diese Bestandaufnahme hat IP Syscon in Zusammenarbeit mit dem Institut für innovative Energiesysteme und dem Kompetenzzentrum Energie der Hochschule Osnabrück mit dem Wärmekompass eine systematische Vorgehensweise entwickelt.

Am Anfang stehen die statistische Erstanalyse gewerblicher Abwärmepotenziale und die Erhebung und die Wärmebedarfsermittlung auf Gemeinde und Stadtteilebene. Als Grundlage dienen dabei Brancheninformationen und statistische- und Katasterinformationen zur jeweiligen Gebäudesituation. "Die Branchenzugehörigkeit gibt uns grobe Anhaltspunkte, in welchen Unternehmen Abwärme zu erwarten ist", erläutert Ludwig. Der Wärmebedarf der Gebäude werde abhängig von der Gebäudenutzung, des Baualters und der beheizten Wohnfläche errechnet.

Der ersten groben Bestandsaufnahme, deren Ergebnis lediglich die große Bezifferung des vorhandenen Potenzials ist, folgt dann eine Erstanalyse mit lokaler Auflösung. Hier gehen dann auch unternehmensspezifische Daten wie Größe, Mitarbeiterzahlen und Branchenspezifikation ein. "Ohne direkte Ansprache der Unternehmen können wir einzelne Standorte und Regionen bewerten, zum Beispiel um geeignete Situationen für eine Abwärmekooperation zu erkennen – sogenannte Hot Spots."  Bei der detaillierten Betrachtung kommen dann individuell erhobene Unternehmensdaten hinzu und es werden reale, bisher ungenutzte Abwärmepotenziale einzelner Standorte errechnet. Auf der Bedarfsseite erfolgt eine gebäudescharfe Berechnung des Heizwärmebedarfs über Normvorschriften für alle Wohn- und Nicht-Wohngebäude. Am Ende des modularen Prozesse steht schließlich das Matching von Potenzial und Bedarf sowie die Visualisierung in einem Wärmeportal.

Neben IP Syscon bieten auch andere Unternehmen die Erstellung von Wärmekatastern an. So erstellte das Institut für Zukunftsenergie- und Stoffstromsysteme (IZES gGmbH) ein digital zugängliches Wärmekataster für das Saarland. EnBauSa.de hat einige Wärmekataster in Deutschland zusammengetragen, die online zugänglich sind. Über Leserhinweise zur Ergänzung dieser Liste freuen wir uns. Bitte schreiben Sie an baumedien@maurer-fachmedien.de. von Silke Thole

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Jedes zweite Bauunternehmen hat Erfahrung mit digitalem Bauen

5. August 2019 - 9:28

Mehr als die Hälfte der deutschen Bauunternehmen (52 Prozent) hat bereits Erfahrungen mit Building Information Modeling (BIM) gesammelt. Mit dieser als „digitales Planen und Bauen“ bezeichneten Methode werden Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mit Hilfe von digitalen Lösungen optimiert. In den nächsten Jahren wollen fast 80 Prozent der Unternehmen mit BIM arbeiten. Allerdings verfügt bislang weniger als jede fünfte Firma über eine ausgereifte Strategie für das digitale Bauen. Immerhin 39 Prozent sind dabei, eine solche Strategie zu erarbeiten.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Digitalisierung der deutschen Bauindustrie“, für die PwC 100 Unternehmen aus den Bereichen Planung & Design, Bau und Anlagenbau befragt hat.

„Mit dem digitalen Bauen rückt das integrierte und kontinuierliche Arbeiten an einem 3D-Gebäudemodell in den Mittelpunkt. Dieser Ansatz fördert die lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten, bringt aber auch einige Hürden mit sich“, kommentiert Rebekka Berbner, Partnerin bei PwC und BIM-Expertin.

Laut der Befragten ist das digitale Bauen vor allem aus technischer Sicht anspruchsvoll. Das bestätigen fast zwei Drittel der Experten (63 Prozent). Gut die Hälfte (52 Prozent) hält BIM für aufwändig in der Umsetzung. Die größten Hürden für das digitale Bauen sind nach Einschätzung der Unternehmen fehlende Fachkräfte (52 Prozent) und hohe Investitionen (48 Prozent). Außerdem können mehr als drei Viertel die Kosten der technischen Implementierung von BIM nicht einschätzen.

Der Aufwand lohnt sich jedoch: Fast jeder Zweite bezeichnet BIM als positive Erfahrung (46 Prozent) und Arbeitserleichterung (44 Prozent). Das digitale Bauen führe auf jeden Fall zu effizienteren Arbeitsabläufen, finden 39 Prozent der Befragten. Je 36 Prozent nennen die kürzeren Planungs- und Bauzeiten sowie eine bessere Zusammenarbeit mit allen Akteuren als zentrale Vorteile. 

Immer mehr Ausschreibungen sehen digitales Bauen vor

„Fest steht: In Zukunft werden Unternehmen aus der Baubranche am digitalen Bauen kaum mehr vorbeikommen. Ab 2020 wird BIM bei allen neuen öffentlichen Infrastrukturprojekten in Deutschland verbindlich. Schon heute fordern viele Ausschreibungen den Einsatz von BIM“, ergänzt Christian Elsholz, Director bei PwC im Bereich Capital Projects & Infrastructure.

Das deckt sich mit den Erfahrungen der Umfrageteilnehmer: Rund 60 Prozent geben an, dass BIM in den vergangenen zwölf Monaten in Ausschreibungen gefordert war und zwar im Durchschnitt bei 10 Prozent der Projekte. In acht von zehn Ausschreibungen waren darüber hinaus weitere Technologien gefragt, vor allem 3D-Druck (40 Prozent), Cloud-Technologie und 3D-Laserscanning (jeweils 34 Prozent). 

Forderung nach Ausbau der digitalen Infrastruktur

Um die Einsatzmöglichkeiten von BIM in Deutschland zu verbessern, fordern die Befragten den schnelleren Ausbau der digitalen Infrastruktur (61 Prozent). Aber auch die finanzielle Förderung durch den Bund und mehr Anreize seitens der Auftraggeber für eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit sehen mehr als die Hälfte der Befragten als sehr wichtig an. Knapp jeder Zweite hält mehr Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für unersetzlich, um den Einsatz von BIM in Deutschland zu verbessern. 

„Um das digitale Bauen professionell abzuwickeln, braucht es vor allem gut ausgebildete Experten. Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen, die bereits digital bauen, beschäftigen hierfür eigene BIM-Modellierer und BIM-Koordinatoren – genau die sind aber Mangelware. Umso wichtiger ist es, die Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich zu stärken“, fordert Christian Elsholz. 

BIM wird die Branche stark verändern

Einig sind sich die Befragten, dass das digitale Bauen die Branche künftig prägen wird: Sechs von zehn Entscheidern gehen davon aus, dass sich die Baubranche durch den Einsatz von BIM in den kommenden fünf Jahren grundlegend verändern wird. Jeder Zweite rechnet damit, dass sich das Geschäftsmodell seines Unternehmens durch BIM stark wandeln wird. Derziet berichten Fachleute aber auch, dass fehlende Standards im Bereich der technischen Anlagen die Durchdringung mit BIM behindern. Quelle: PWC / pgl

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Wärmepumpe integriert Energiemanagementsystem

4. August 2019 - 7:31

Die modular erweiterbaren Pumpen für Haushalte und Gewerbebetriebe leisten zwischen 2 und 67 Kilowatt. Für bereits installierte Wärmepumpen bietet M-TEC ein Modul für die Nachrüstung an.

Als zentrale Schnittstelle steuert das intelligente Energiemanagementsystem die Produktion und den Verbrauch der Energie. Ziel ist eine Maximierung des Eigenverbrauchs und damit der Rendite. Überschüssiger Solarstrom wird dabei zur Wärmepumpe, zu einem Batteriespeicher oder einer Ladestation für Elektroautos geführt. Zusätzlich benötigter Strom wird eingekauft, wenn er am preiswertesten ist.

Plug and Play

Ob Einspeisezähler, Heizstab, Ladestation, Speicher, Wechselrichter oder Wärmepumpe – alle Komponenten sind vorkonfiguriert und müssen nur noch mit dem mitgelieferten Router verbunden werden. Dabei lässt sich E-Smart über das integrierte Touchpad per Smartphone, Tablet oder PC konfigurieren. Die Software stellt sämtliche Energieverläufe als Tages-, Monats-, Jahres- oder Gesamtwerte dar.

„Mit E-SMART machen wir Installateure, Hausbesitzer und Gewerbetreibende fit für die Zukunft und schaffen ein Maximum an Autarkie“, erklärt Geschäftsführer Peter Huemer. Eine zweite, zusätzliche Steuerungseinheit ist in den neuen Pumpen bereits integriert. Dadurch lassen sich weitere Verbraucher und Erzeuger auch zu einem späteren Zeitpunkt miteinander vernetzen. Quelle: M-Tec/wh

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Broschüre informiert Fachplaner zu Wärmepumpen

3. August 2019 - 8:05

 „Mit Wärmepumpen nachhaltig planen“ – mit diesem Titel hat Mitsubishi Electric eine neue Broschüre speziell für Fachplaner, Gebäudeenergieberater und die Wohnungswirtschaft aufgelegt. Auf über 30 Seiten werden die Möglichkeiten der Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energieträgern im Wohnungs-, Gewerbe- und Industriebau dargestellt. Der Hintergrund: Nach der aktuellen Energieeinsparverordnung wird auch die Kombination aus einem Brennwertkessel und einer thermischen Solaranlage nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen gerecht.

Energieeinsparverordnung umsetzen

Die aktuelle Unterlage soll Denkanstöße bieten und Lösungskonzepte aufzeigen. „Der Klimaschutz setzt uns allen ehrgeizige Ziele: Bis 2030 soll in Deutschland mindestens 55 Prozent weniger Kohlendioxid ausgestoßen werden, als 1990“, so Dror Peled, General Manager Marketing bei Mitsubishi Electric, Living Environment Systems. „Bis 2020 werden es laut des aktuellen Klimaschutzberichtes nur zirka 32 Prozent sein. Die Anforderungen an Gebäude wachsen deshalb immer weiter. Die Verbrennung fossiler Energieträger bei über 1.000 °C kann keine Lösung mehr dafür sein, Räume auf 20 bis 25 °C aufzuheizen.“ In der neuen Unterlage werden deshalb insbesondere für den Wohnungs-, Gewerbe- und Industriebau die Möglichkeiten zur Wärmeversorgung auf der Basis erneuerbarer Energieträger dargestellt. Wo liegen die Vor- und Nachteile? Was gilt es, in der Planung zu berücksichtigen? Wie kann bei unterschiedlichen Anforderungen die Trinkwarmwasserversorgung effizient abgebildet werden? Diese und weitere Fragen werden in der Broschüre beantwortet. Dabei spielt die Technologie der Wärmepumpe die entscheidende Rolle. „In Zukunft wird strombasierte Wärmeerzeugung und Trinkwarmwasserbereitung der neue Standard in der technischen Gebäudeausrüstung“, so Peled dazu. „Nur so können die von Politik und Gesellschaft definierten Ziele des Klimaschutzes noch erreicht werden.“ Dieser Trend lässt sich auch an klaren Zahlen und Fakten ablesen. 2017 wurden in neu beantragten Wohngebäuden erstmals mehrheitlich Wärmepumpenanlagen statt Heizkessel auf der Basis fossiler Energieträger geplant. 2018 setzte sich diese Entwicklung fort. Doch gerade in der Planung von Groß-Wärmepumpenanlagen macht Expertenwissen oft den entscheidenden Unterschied aus. Quelle: Mitsubishi/wh

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Energiespeicher bringen griechischer Insel stabileres Netz

2. August 2019 - 10:16

Das Rathaus von Kythnos, das Gemeindezentrum, ein Ärztezentrum und die Hafenbüros in zwei Yachthäfen wurden ausgerüstet – gleichzeitig die erste Installation von Varta  Energiespeichern in Griechenland überhaupt. 

Schwankungen reduzieren 

Eine Aufgabe der Speicher ist es, diese Schwankungen zu reduzieren. Im ersten Schritt musste das Unternehmen die Energiespeicher für die speziellen Anforderungen auf der kleinen Insel konfigurieren, damit sie dort überhaupt eingesetzt werden können. Sie erhielten eine zusätzliche Kommunikationssoftware, die die Kommunikation zu einem zentralen Steuerungssystem (StaaS-VPP) herstellt, das ebenfalls im Rahmen des Projektes von Varta und weiteren Projektpartnern implementiert wurde. „Gemeinsam haben wir eine Konfiguration gefunden, mit der die Speicher stabil funktionieren. Man könnte diese als 'Inselnetz-Konfiguration mit erweiterter Frequenztoleranz' bezeichnen“, sagt Bengt Stahlschmidt.

Verbesserungen schaffen 


Das Projekt Wisegrid zielt darauf, neue Mehrwertdienste und verbraucherorientierte Dienste für intelligente Netze in Europa zu entwickeln, den Gesamtanteil erneuerbarer Energien am europäischen Strom-Mix zu erhöhen und den Einsatz von Elektromobilität in Europa zu beschleunigen. Das soll mit vier Pilotprojekten in Spanien, Italien, Belgien und Griechenland demonstriert werden. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizont 2020“ der Europäischen Union. Für das Erreichen dieser Ziele sind der Einsatz von Energiespeichern, ein höherer Anteil grüner Energiequellen und das Bereitstellen einer Lade-Infrastruktur notwendig. „Eine der größten Herausforderungen beim Zusammenschluss von dezentralen Erzeugern und Speichern zu einem virtuellen Kraftwerk ist vor allem die Software. Diese muss durch intelligente Prognose- und Steueralgorithmen einen optimalen Betrieb der dezentral verteilten Energiespeicher gewährleisten“, betont Bengt Stahlschmidt. Die Speicherspezialisten bringen nicht nur ihre Expertise hinsichtlich der optimalen Betriebsweise von Energiespeichern ein, sondern übernehmen auch die Koordination der am Projekt beteiligten Partner. Um die entwickelten Werkzeuge auch unter realitätsnahen Bedingungen prüfen zu können, werden Energiespeicher in verschiedenen Gebieten, wie beispielsweise auf Kythnos, eingesetzt und im Rahmen des VPP betreiben.

Erfahrung mit Speichern 


Eine vergleichbare Installation wie auf Kythnos hat Varta in Belgien im Rahmen von Wisegrid vorgenommen, um das dortige Stromverteilnetz zu stabilisieren. WiseGRID ist 2016 gestartet und gilt als europäische Leitinitiative im Bereich Smart Grids, erneuerbare Energien und Elektromobilität. Das von Grupoetra koordinierte Projekt wurde von 21 Partnern in Spanien, Belgien, Frankreich, Italien, Deutschland, Griechenland, Rumänien und dem Vereinigten Königreich entwickelt. Quelle: Varta/wh

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Bipolymer wandelt Industrie- und Sonnenwärme in Strom um

2. August 2019 - 8:55

Um den Klimawandel bekämpfen zu können, muss grüne Energie für die Verbraucher und die Industrie deutlich günstiger werden. Eine Option bietet der Wirtschaftschemiker Martin Huber mit einem neuen Bipolymer. Dieses Material kann die Umwandlung von Sonnen- und Industriewärme in Strom laut Experten revolutionieren. Um seine Technologie zur Marktreife zu bringen, hat sich Huber mit dem Unternehmer Artur Steffen zusammengetan und das Startup Poligy gegründet.

Günstiger Strom aus Sonnenwärme und industrieller Abwärme

Die Bipolymere wandeln Wärme preisgünstig in Strom um, sowohl die Sonnenwärme auf Hausdächern als auch die Abwärme von Kraftwerken, Fabrikanlagen oder Rechenzentren. Laut Bundesumweltamt bleiben zirka 45 Prozent der industriellen Abwärme, die bei Produktionsprozessen anfällt, bisher ungenutzt  Hubers Ziel ist es, dass die Industrie ihre Abwärme dank der Bipolymere profitabel in Strom umwandeln kann.

Die Bipolymere sind zweilagige Kunststoffstreifen. Sie bilden bei Wärmekraftmaschinen und Solarmodulen ein Rad oder Band. Durch Temperatureinflüsse verformen sich die Kunststoffstreifen, das Rad bzw. Band kommt in Schwung und erzeugt mittels eines Generators Strom. „Bisher gibt es keine so preisgünstige Technologie, die bei Temperaturen von 50° Celsius bis 200° Celsius aus Abwärme grünen Strom produzieren kann. Zudem lassen sich die Wärmekraftmaschinen und die Bipolymere in großen Mengen und preiswert herstellen“, erklärt Huber. Beispielsweise entstehen kaum Kosten bei der Produktion der Bipolymere, da die Produktionsanlagen zum einen bereits bestehen und zum anderen kaum Energie zur Produktion aufgewandt werden muss.

Forschungsziel: Günstige Anschaffungskosten

So sollen außerdem die Anschaffungskosten einer Bipolymer-Wärmekraftmaschine niedriger als die von Photovoltaik-Anlagen werden. Dazu forschen Huber und sein Team daran, dass die Bipolymer-Module in einem Strom, Warmwasser sowie Wärme produzieren und die produzierte Energie speichern können. Bei Photovoltaikanlagen hingegen müssen Verbraucher hierzu oft teure Zusatzsysteme wie spezielle Energiespeicher und Solarthermen zur Trinkwassererwärmung kaufen. Huber erklärt weiter: „Zum anderen kann man die Bipolymere günstiger recyceln als Solarzellen, da die Bipolymer-Systeme im Gegensatz zu Photovoltaik-Anlagen beispielsweise keine Spuren giftiger Schwermetalle enthalten. Auch das schont die Umwelt.“

Milliardenschwere Schlüsseltechnologie für industrielle Abwärme

Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur könnte die Industrie alleine in Deutschland durch die Vermeidung und Nutzung der industriellen Abwärme jährlich rund 37 Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 sowie fünf Milliarden Euro einsparen und ein Potenzial von 125 Terawattstunden Wärme erschließen. Laut einer Studie von Global Market Insights Inc. von Anfang 2019 wird der weltweite Abwärmmarkt von 40 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr 2018 auf mehr als 80 Milliarden Dollar Umsatz im 2025 Jahr wachsen. Für Deutschland rechnen die Marktforscher im Jahr 2025 mit einem Marktumsatz von fünf Milliarden Dollar.

Erste Auszeichnungen für die Idee

Poligy gewann mit seiner Erfindung unter anderem den „Future Materials“-Award vom Handelsblatt. Im Rahmen der StartupCon 2018, Deutschlands größter Gründermesse, erhielt poligy den international ausgerichteten Chem Startup Award in der Kategorie „New Materials“. Darüber hinaus wurde Poligy als eines der weltweit wichtigsten Energie-Startups in die Top 100 Liste von „Start Up Energy Transition (SET)“ aufgenommen.

Seit dem 1. Juli 2019 gibt poligy digitale Wertpapiere auf Basis der Blockchain-Technologie aus, um die Weiterentwicklung der Bipolymer-Systeme zur Marktreife finanzieren zu können. In die digitalen Wertpapiere, oder auch Security Tokens genannt, können qualifizierte Investoren und insbesondere Partner aus der Industrie – wie Energieerzeuger und Tech-Konzerne – investieren. „Die Investments sind wichtig. Doch mindestens genauso wichtig sind das Knowhow und Engagement unserer Investoren, um unsere Produkte schnell zur Marktreife bringen zu können. Daher haben wir uns zur Entwicklung des Produktes unter anderem mit internationalen Energie- und Chemiekonzernen zusammengetan“, so Steffen, Mitgründer und CEO von poligy. Die beiden Gründen blicken optimistisch in die Zukunft. Quelle: Poligy/wh

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Bayern legt Förderprogramm für Solarstromspeicher auf

1. August 2019 - 7:44

Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Kapazität der Solarbatterie. Für die minimale Speicherkapazität von 3 Kilowattstunden soll es den Basiszuschuss von 500 Euro geben. Jede weitere volle Kilowattstunde Speicherkapazität soll mit weiteren 100 Euro gefördert werden. Die Höchstförderung für den Solarstromspeicher liegt bei 3.200 Euro für Batterien mit 30 Kilowatt nutzbarer Kapazität. Wer zuhause außerdem einen Ladepunkt für ein Elektroauto installiert, erhält weitere 200 Euro. Das Programm ist Teil des 10.000-Häuser-Programms.

„Wir begrüßen das bayerische Programm für Solarstromspeicher, weil damit ein wichtiger Baustein der Energiewende gefördert wird. Es ist wissenschaftlich belegt, dass damit teurer Netzausbau reduziert wird. Solaranlage auf dem Dach, Batteriespeicher im Keller und Solartankstelle für das E-Auto vor dem Haus bilden ein Dreamteam für den Klimaschutz“, sagt Jörg Ebel, Sprecher der Bayerischen Sektion im Bundesverband Solarwirtschaft (BSW).

Erst Ende letzter Woche hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nach Angaben der Süddeutschen Zeitung den Freistaat zum „Sonnenland“ erklärt. „Damit liegt er richtig. Bayern verfügt über ausgezeichnete Strahlungsbedingungen. Die Solarbranche steht bereit, deutlich mehr Verantwortung für das künftige Energiesystem zu übernehmen. Neben dem Freistaat ist nun die Bundesregierung am Zug, bestehende Marktbarrieren wie den Förderdeckel im EEG zu beseitigen. Von der bayerischen Landesregierung erhoffen wir uns hier tatkräftige Unterstützung“, so Ebel.

Da Solarenergie inzwischen sehr preiswert geworden sei und höchste Akzeptanzwerte bei der Bevölkerung genießt, zählt die Photovoltaik nach BSW-Auffassung inzwischen zu den niedrigst hängenden Früchten des Klimaschutzes. Ihr Ausbau müsse deutlich beschleunigt werden. Nach einer aktuellen repräsentativen Befragung von Eigenheimbesitzern wünscht sich jeder Zweite eine eigene Photovoltaikanlage und jeder Vierte eine Lademöglichkeit für Elektroautos. Quelle: BSW / pgl

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Neue Baustoffe sind nicht immer besser

31. Juli 2019 - 12:14

Sie können funktionieren – oder eben auch nicht. Manche Bauherren stört das nicht, sie sind gerne Pioniere. Dann allerdings sollten sie zumindest bei der Auswahl der verarbeitenden Firma auf Qualität achten, rät der VPB.

Zunächst einmal sollten sie sich einen Eindruck von dem Unternehmen verschaffen: Ist die Firma schon lange am Markt und beschäftigt sie qualifizierte Handwerker? Bietet sie auch Alternativen zum neuen Produkt an, vor allem bewährte Baustoffe? Oder ist es vielleicht eine Firma, die eigens zur Vermarktung des neuen Produkts gegründet wurde und dieses jetzt mit Sonderaktionen schnell unters Volk bringen will?

Wer nicht auf windige Geschäftemacher hereinfallen möchte, kann sich schützen: Zum einen sollten sich Bauherren und Sanierer immer Referenzen nennen lassen und mit den anderen Bauherren dann auch tatsächlich über deren Erfahrungen sprechen. Zum anderen sollten sie sich vom unabhängigen Sachverständigen über die Vorzüge und Nachteile einzelner Baustoffe Information und Rat holen. Quelle: VPB / pgl

 

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Contracting profitiert vom Bauboom

31. Juli 2019 - 7:35

Die jährliche Erhebung des VfW unter den Mitgliedsunternehmen hat ein weiteres Wachstum der Branche für das Jahr 2018 gezeigt. Umsatz und die Anzahl der abgeschlossenen Verträge sind gestiegen, allerdings bei den abgeschlossenen Verträgen mit einer geringfügig niedrigeren Steigerungsrate als noch im Vorjahr. Mit einem Wert von 6,2 (Skala 1-10) fällt die geschäftliche Erwartung der befragten Unternehmen deutlich besser aus als im Vorjahr (4,6). Einer der wesentlichen Gründe dafür ist das gestiegenen öffentlichen Interesse am Klimaschutz.

Allerdings gibt es auch noch erhebliche Hemmnisse für den Contractingmarkt. Vor allem die Wärmelieferverordnung und die Kostenneutralität schränken die Möglichkeiten von Contracting im Gebäudebestand sehr ein. Neben dem aktuellen Zinsniveau und den derzeitigen Energiepreisen wird auch die unklare Gesetzeslage als hinderlich angesehen. Unterstützend für das Geschäftsmodell Contracting waren hingegen der fortlaufende Bauboom, sowie die beihilferechtliche Genehmigung der EU für die reduzierte EEG-Umlage bei Eigenversorgungsmodellen.

„Erstmals haben wir in diesem Jahr auch nach den betriebseigenen Digitalisierungsgraden gefragt. Grundsätzlich sind die Contractoren dabei auf einem guten Weg, sehen aber noch viel Nachholbedarf. Besonders die schnelleren Handlungsmöglichkeiten und die einfachere Überwachung der Anlagen werden als Positiv empfunden", so Geschäftsführer Tobias Dworschak.
 
Contractoren setzten bereits heute vor allem Gebäudeleit-, Energiemanagement-, Funkmesstechnik ein, welche durch Fernüberwachung aus der Firmenzentrale aus gesteuert wird. Dabei werden die immer noch sehr hohen Einführungskosten dieser Technologien, sowie eine mögliche disruptive Wirkung auf die eigenen Geschäftsmodelle als Nachteil der Digitalisierung gesehen. Quelle: VfW / pgl

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Energieberater warnen vor Qualitätsverlust

30. Juli 2019 - 7:38

Der Energieberaterverband GIH befürchtet deutliche Qualitätsverluste am Bau. „Das bislang bestehende Vier-Augen-Prinzip, nach dem ein ganzheitlich geschulter Fachmann geförderte handwerkliche Sanierungsmaßnahmen überprüfen muss, hat seine guten Gründe”, so der GIH-Bundesvorsitzende Jürgen Leppig.

„Wir sind der Überzeugung, dass einer zielgerichteten Sanierung eine fachmännische und gewerkeübergreifende Gesamtschau vorausgehen muss. Erst aus diesem neutralen Blick aufs Ganze lassen sich die Sanierungsschritte ableiten, deren Umsetzung im Gesamtsystem einer Immobilie sinnvoll und zielführend ist. Dies ist auch der Grund, warum wir uns schon seit längerem für einen individuellen Sanierungsfahrplan, der ein Gebäude für die nächsten 30 Jahre betrachtet, einsetzen”, begründet Energieberater Leppig die Bestrebungen seines Verbands.

Während nach § 21 EnEV ausgebildete Energieberater – diese Weiterbildung ist aktuell Voraussetzung für die Zeichnung einschlägiger KfW-Bundesförderprogramme – gelernt haben, ganzheitlich und gewerkeübergreifend zu beraten, haben Handwerksmeister ohne diese Fortbildung meist nur ihr eigenes Metier im Auge. „Wechselwirkungen mit anderen Gewerken haben sie in der Regel nicht im Blick. Dies ist eine Problematik, die sich auch durch eine Schmalspurqualifizierung nicht beheben lässt”, so Leppig.

Zudem ist der GIH überzeugt, dass die Schaffung zusätzlicher Betätigungsfelder für Handwerker alles andere als geeignet ist, um den bereits jetzt bestehenden Sanierungsstau zu beheben: „Schon heute besteht ein großes Planungsproblem bei Sanierungen darin, beizeiten einen Handwerker an den Start zu bekommen. Ist ein solcher Handwerker künftig auch noch mit Förderanträgen beschäftigt, dürfte sich der Engpass eher verschlimmern”, prognostiziert Leppig.

„Will man die mühsam aufgebaute Qualität am Bau halten, muss weiterhin die Devise „Schuster bleib bei deinen Leisten” gelten. Sprich: Ein Energieberater berät und plant, ein Handwerker setzt um und der Energieberater wiederum kontrolliert und bestätigt. Und will der Schuster mehr, so muss er sich eben umfassend, ganzheitlich und gewerkeübergreifend zum „Gebäudeenergieberater im Handwerk” weiterbilden”, stellt der GIH-Vorsitzende klar.

Soll die Förder- und Sanierungsquote sinnvoll gesteigert werden, sei der Gesetzgeber weit besser beraten, die KfW-Förderung interessanter und lukrativer zu gestalten. “Unsere Vorschläge, wie ein individueller Sanierungsfahrplan fördertechnisch sinnvoll in bestehende KfW-Programme integriert werden kann, hat das Ministerium seit über zwei Jahren auf dem Tisch liegen”, so Leppig. Quelle: GIH / pgl

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Gebäudeenergiegesetz löst weiter Streit aus

29. Juli 2019 - 14:36

Über 150 Stellungnahmen sind im Rahmen der Anhörung eingegangen, nun geht es darum, in der Diskussion zwischen Umweltministerium einerseits und Innen- und Wirtschaftsministerium andererseits einen Kompromiss in den noch strittigen Punkten zu finden. Möglicherweise wird der Entwurf auch in einer nächsten Sitzungen des Klimakabinetts diskutiert.

Ziele des Entwurfs sind Bürokratieabbau, Verstetigung von Anforderungen und Kostensenkung durch Investitions- und Planungssicherheit für Planer, Berater, Bauherren und Wohnungswirtschaft. Außerdem muss die Bundesregierung darin gegenüber der EU definieren, wie ihr Niedrigstenergiestandard für Gebäude aussieht. Dabei steht die Quadratur des Kreises an: Definition des Niedrigstenergiestandards, Erfüllung der vereinbarten Klimaziele und Einhalten des Koalitionsvertrags, der eine Verschärfung der Gebäudestandards ausschließt.

Öffentliche Hand ist bislang kein Vorbild

Viele Verbände fordern zudem eine Vorbildfunktion der öffentlichen Hand bei den eigenen Bauvorhaben. Die ist weder konkret im Gesetz festgezurrt noch mit finanziellen Mitteln hinterlegt. So fehle im Bundeshaushalt 2020 (VfW) der "Sanierungsfahrplan Bundesliegenschaften". Der Bund werde seiner Vorbildfunktion nicht gerecht, kritisiert Tobias Dworschak, Geschäftsführer des Verbands für Wärmelieferung.

Der Energieberaterverband GIH fordert, dass neue Bundesgebäude nur noch klimaneutral zu errichten sind und die energetische Sanierungsrate von Bestandsgebäuden im Bundesbesitz auf 3 Prozent steigen soll. Ausnahmen solle es nur für Kommunen geben, die im Haushaltssicherungsverfahren sind und nicht für alle überschuldeten Kommunen.

Verbände fordern einheitlichen Energieausweis

Ein Punkt, in dem sich viele Verbände einig sind ist die Forderung nach einer Vereinheitlichung der Energieausweise bei einer Novelle der Energiegesetze. Sie fordern, dass nur noch der Bedarfsausweis zugelassen wird. Er bildet den rechnerischen Energiebedarf ab, nicht den realen der Vormieter. Der GIH schlägt außerdem vor, einen Energieausweis auch für Baudenkmäler einzuführen. Damit könne man der Meinung entgegenwirken, dass eine Sanierung von Denkmälern per se ausgeschlossen sei, so der Verband.

Zur Frage, ob eine weitere Verschärfung der Standards notwendig gewesen wären gibt es bei den Verbänden, die an der Anhörung zum Gebäudeenergiegesetz beteiligt waren unterschiedliche Positionen. Die Energieberaterverbände GIH und Deutsches Energieberaternetzwerk (DEN) sind für eine Verschärfung. Der GIH tritt außerdem dafür ein, dass statt der Verbrauchsausweise nur noch Bedarfsausweise ausgestellt werden sollen. Außerdem ist der GIH dafür, dass eine Vor-Ort-Anwesenheit notwendig ist, damit ein Energieausweis ausgestellt werden darf. Derzeit wählen viele Hausbesitzer den billigsten Weg und ordern einen Ausweis online.

Zur Erreichung der Klimaziele sind neue Maßnahmen notwendig

Die unter Federführung der Deutschen Energieagentgur (Dena) arbeitende Allianz für Gebäudeenergieeffizienz (geea) akzeptiert die derzeitigen Empfehlungen des Gesetzentwurfs, schlägt aber für die nahe Zukunft weitere Reformen vor, so dass dann nur noch zielkompatible Gebäude entstehen sollen. Christian Stolte, Bereichsleiter energieeffiziente Gebäude der Dena, sprach sich im Interview gegenüber EnBauSa dafür aus, sich auf die Bestandssanierung zu konzentrieren. Dafür könne man auf härtere Vorschriften im Neubau verzichten.

Ein Kernpunkt ist die Anrechnung von PV-Strom, der am oder in der Nähe des Gebäudes erzeugt wird. Vorgesehen ist im Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes, dass Strom aus PV-Anlagen auf die Gebäudeenergiebilanz angerechnet werden darf. Eine Koppelung an die Nutzung zur Wärmeerzeugung erfolgt aber nicht. Die eingezogene Deckelung der Anrechenbarkeit benachteilige zudem mit Wärmepumpen versorgte Gebäude, argumentiert der Bundesverband Wärmepumpe. Problematisch sei außerdem, wie die PV als Ersatzoption für erneuerbare Wärmeversorgung anerkannt werde. Der Ausbau von Dachflächen-PV müsse mit der tatsächlichen Nutzung des Stroms für die Gebäudetechnik einhergehen, so der Verband.

Für eine schärfere Austauschpflicht bei alten Heizungen setzt sich der Bundesverband Erneuerbare Energien ein. Sie müsse auch für die 12 Millionen nicht mehr dem Stand der Technik entsprechenden Niedrigtemperaturkessel gelten. Außerdem schlägt der Verband eine Austauschpflicht nach 25 Nutzungsjahren vor. Diese soll mit der Pflicht zu einem hyrdraulischen Abgleich verbunden werden. von Pia Grund-Ludwig

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Green Building Zertifikate: Mehrkosten lohnen sich

29. Juli 2019 - 9:36

„Es stimmt zwar, dass die Bundesrepublik schon relativ starke Vorgaben mit Blick auf die Nachhaltigkeit im Gebäudesektor wie etwa die EnEV hat. Sie behandelt aber hauptsächlich das Thema Energieeffizienz – und nicht ebenso wichtige Punkte einer ganzheitlichen Betrachtung. Dabei spielen die ‚graue Energie‘ in Gebäuden oder etwa Aspekte der Standortqualität eine genauso wichtige Rolle“, erklärt Michael Schwaiger, CEO der Schwaiger Group. Dem Experten zufolge zeichnen Green Building Zertifikate ein breiteres Bild in Bezug auf die Nachhaltigkeit von Immobilien.

Alle Zertifikakte wie die der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) oder auch Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) stoßen auf mehr Interesse bei Investoren. „LEED kostet Geld”, sagt Schwaiger. Nicht nur das Zertifikat sowie das Honorar der Berater und Prüfer, sondern auch Material und Technik kosten mehr als Standardausführungen. Die Materialkosten machen etwa 15 bis 20 Prozent mehr aus, wenn man nach LEED-Standards baut, so Schwaiger. „Betrachten wir etwa die Einzelraumregelung, dass jede Gewerbeeinheit einzeln, sprich autark, geregelt werden können muss. Auch der Einsatz von sogenannten Selbstschlussarmaturen zum Wassersparen kostet ein Vielfaches von gängigen Armaturen “, erklärt Schwaiger.

Interesse besteht vor allem bei Büroimmobilien. "Große Firmen haben immer häufiger die Vorgabe, nur noch in LEED zertifizierte Immobilien zu ziehen. Besonders internationale Unternehmen achten darauf. Deshalb gibt es die meisten LEED-Zertifikate in Frankfurt“, erklärt Patrick Mahler, Green Building Berater bei Alpha Immobilien Consulting.

Eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) kam zum Ergebnis, dass eine Zertifizierung nach ihrem Standard zu einer Wertsteigerung der Immobilien um durchschnittlich sieben Prozent führt. Im Rahmen einer Masterarbeit an der Universität Maastricht wurden jetzt die mit der Zertifizierung verbundenen Motivationen der Bauherren und die dabei erzielten Mehrwerte ermittelt. Etwa zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie die Zertifizierung als qualitätssicherndes Steuerungsinstrument nutzen. Ähnlich oft wurde die erhöhte Nachfrage von Investoren, Mietern und Kunden als Motivation genannt. pgl

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