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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 1 Stunde 4 Sekunden

Clever Wäschetrocknen an kalten Tagen spart Energie

29. November 2022 - 15:43

Das Trocknen im Freien hat zwei klare Vorteile: Es fallen keine Energiekosten an und die Feuchtigkeit der Wäsche bleibt außerhalb der eigenen vier Wände. Dadurch wird Schimmelbildung im Wohnraum vermieden. Doch wer seine Kleidung in der kalten Jahreszeit im Freien trocknen will benötigt einen geeigneten Platz für Wäscheständer oder -leine und viel Geduld. Aufgrund der niedrigen Temperaturen ist die Wäsche oft auch nach Tagen noch klamm.

Schneller geht das Wäschetrocknen im Winter im beheizten Wohnraum. Um die Gefahr der Schimmelbildung möglichst gering zu halten, ist in diesem Fall regelmäßiges Lüften besonders wichtig. „Durch die Fensterlüftung geht allerdings teure Heizwärme verloren“, erklärt Christine Maginot-Rohde von der Initiative HAUSGERÄTE+. „In der kalten Jahreszeit ist es daher effizienter einen Wäschetrockner zu benutzen.“ Besonders sparsam arbeiten Trockner mit Wärmepumpentechnologie, die auch mit der besten Energieeffizienzklasse A+++ ausgezeichnet sind. Diese Topgeräte verbrauchen im Vergleich zu herkömmlichen Kondensationstrocknern bis zu 70 Prozent weniger Energie. „Beim Gerätekauf lohnt es sich daher, die auf dem Energielabel angegebenen Verbrauchswerte miteinander zu vergleichen“, sagt Maginot-Rohde. „Zudem verfügen viele Wärmepumpentrockner über besondere Trockenprogramme, die speziell für Winterkleidung interessant sind, z. B. für Wolle, Daunen oder Outdoorkleidung.“

Hohe Schleuderzahl reduziert Stromverbrauch

Wie hoch der Energieverbrauch des Wäschetrockners ist, hängt letztlich auch von der Nutzung und dem Standort des Gerätes ab. Die Beladung spielt nur eine untergeordnete Rolle, da sich die Trockenzeiten an die Beladungsmenge anpassen. Eine hohe Schleuderzahl der Waschmaschine reduziert die Kosten für das Trocknen zusätzlich. Wird die Kleidung mit 1.400 Umdrehungen pro Minute statt mit 800 geschleudert, ist weniger Restfeuchte in der Kleidung und der Stromverbrauch des folgenden Trocknungsgangs sinkt um etwa 30 Prozent. Für einen energiesparenden Betrieb sollte außerdem das Flusensieb nach jedem Trockenvorgang gereinigt werden, damit die Luftzirkulation nicht beeinträchtigt und die Trocknungszeit unnötig verlängert wird. Auch der Kondensator (Wärmetauscher) sollte von Zeit zu Zeit gesäubert werden. Da dieser bei Wärmepumpentrocknern nicht herausnehmbar ist, gibt es zusätzliche oder mehrteilige Flusensiebe. Manche Modelle sind auch mit einer automatischen Flusenreinigung des Kondensators ausgestattet. Das normale Flusensieb muss bei diesen Geräten aber trotzdem manuell gereinigt werden.

Wäschetrockner erleichtern die Wäschepflege

Im Gegensatz zu luftgetrockneter Kleidung ist die Wäsche aus der Maschine weich und flauschig. Das ist gerade bei Frotteehandtüchern oder Bettwäsche sehr angenehm. Auf Weichspüler beim Waschen kann dadurch verzichtet werden, was nicht nur für die Umwelt

gut ist, sondern auch für empfindliche Menschen, die zu Allergien neigen. Ein weiterer Vorteil: Die Kleidung aus dem Trockner ist nahezu knitterfrei, unliebsames Bügeln ist oft nicht mehr nötig. Wärmepumpentrockner verfügen zudem über vielfältige Spezialprogramme (auch mit Dampf), da sie im Vergleich zu konventionellen Geräten mit geringerer Hitze arbeiten und somit besonders gewebeschonend sind. Selbst empfindliche Textilien wie Wolle, Kaschmir oder Seide werden durch die geringen Temperaturen, einer angepassten Trommelbewegung sowie einen ständigen Wechsel der Drehrichtung der Trommel gleichmäßig und sanft getrocknet.

Quelle: Initiative HAUSGERÄTE+ / Delia Roscher

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Deutschland ist nicht Wasserstoff-ready

28. November 2022 - 14:05

Das Ziel der H2-Bilanz-Analyse ist klar: In Zukunft den aktuellen Status Quo des Wasserstoffhochlaufs in Deutschland aufzuzeigen. In die Analyse fließen außerdem die konkreten Projektvorhaben bis 2030 und darüber hinaus ein. Indikatoren sind unter anderem die Erzeugungskapazität von grünem Wasserstoff, Importmengen, Infrastruktur und Kosten. Die Analyse der Daten ergibt: Deutschland ist nicht Wasserstoff-ready.

Unter Berücksichtigung aller bis zum Jahr 2030 geplanten Projekte zum Aufbau von Elektrolysekapazität ergibt sich eine Erzeugungsleistung von 5,6 Gigawatt – das ist nur etwas mehr als die Hälfte der nationalen Erzeugungskapazität, die laut Bundesregierung bis 2030 erreicht werden soll. Wenn der Aufbau von nationaler Wasserstoffproduktion nicht schneller voranschreitet, erhöht sich der vorhandene Importbedarf noch weiter. Auch hier zeigt die H2-Bilanz eine große Lücke: Ausgehend von der dena-Leitstudie, die einen Wasserstoffbedarf von 66 Terawattstunden bis 2030 zugrunde legt, beträgt die Importlücke Stand heute 50,5 Terawattstunden. Das entspricht etwa dem monatlichen Erdgasverbrauch in Deutschland im September 2022.

Infrastruktur muss ausgebaut werden

Darüber hinaus fehlt die Infrastruktur, um den Wasserstoff von den Grenzen des Landes – insbesondere den Häfen – bis zu den Kund*innen zu transportieren, die für ihre Umstellung auf grüne Technologien darauf angewiesen sind. Es gibt aktuell erst 417 Kilometer Wasserstoff-Netze – das sind weniger als 0,1 Prozent des deutschen Gasnetzes.

E.ON Vorstand Patrick Lammers: „Wir brauchen einen Markt für grünen Wasserstoff – für eine nachhaltige Dekarbonisierung, aber auch für die Diversifizierung von Energiequellen. Der globale Wettbewerb um Investitionen in die Wasserstoffindustrie hat nun begonnen. Wir stehen in Deutschland und Europa an einem Scheideweg: Jetzt wird sich zeigen, ob der Aufbau dieses neuen Marktes bis 2030 gelingt. Unsere Wettbewerbsfähigkeit und das Gelingen des Wasserstoff-Hochlaufs sind davon abhängig, ob nun zügig die richtigen Weichen in Politik und Regulierung gestellt werden.“

So weist E.ON darauf hin, dass es auf EU-Ebene immer noch keine Definition von grünem Wasserstoff gibt. Das hemmt Investitionsentscheidungen, weil Anlagenbetreiber nicht wissen, ob ihre heutige Planung die Kriterien erfüllen wird.

Unsicherheit bremst auch den Aufbau eines Wasserstoff-Netzes. Der Vorschlag der EU-Kommission zur Entflechtung, das sogenannte Unbundling, würde es langfristig nicht erlauben, Erdgas- und Wasserstoff-Netze innerhalb eines Unternehmens zu führen. Damit würde den Gasnetzbetreibern der Anreiz fehlen, ihre Netze auf H2 umzurüsten.

Wasserstoff muss zu öffentlichem Interesse werden

Darüber hinaus ist das Förderumfeld in Deutschland noch nicht ausgereift genug, damit bis zum Jahr 2030 eine vollständig neue Industrie entstehen kann. Der Markthochlauf erfordert einen pragmatischen Finanzierungsrahmen für Investitionen in Wasserstoffprojekte. Um Unternehmen zur Umstellung auf grüne Alternativen zu bewegen, bedarf es einer Unterstützung bei den Betriebskosten.

Die Genehmigungsverfahren für Produktion und Import von Wasserstoff benötigen eine massive Beschleunigung. Die für Windenergie und Photovoltaik geplante gesetzliche Einstufung als „von überragendem öffentlichem Interesse” muss auch für Wasserstoffprojekte gelten. Für den Bau neuer Wasserstoffleitungen ist diese Regelung in der aktuellen Gesetzgebung bereits aufgenommen worden, allerdings nur befristet bis Ende 2025. Die große Investitionsphase wird wahrscheinlich aber erst danach eintreten. Nur, wenn diese Befristung aufgehoben wird, gibt es langfristige Planungssicherheit.

Die H2-Bilanz wird von sofort an alle sechs Monate veröffentlicht. Die wissenschaftliche, datenbasierte Herangehensweise soll einen Beitrag dazu leisten, dass an den richtigen Stellschrauben für einen erfolgreichen Wasserstoff-Hochlauf gedreht wird.

Quelle: E.ON / Delia Roscher

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Wie im Bad Energie gespart werden kann

24. November 2022 - 13:51

Elektronische Durchlauferhitzer erwärmen das Wasser unmittelbar dann, wenn es durch das Gerät strömt. Wird die zugehörige Armatur geschlossen, schaltet sich das Gerät aus. Es geht also keine Energie durch Zirkulation, Verteilung und Speichern des Wassers verloren. Bei modernen vollelektronischen Durchlauferhitzern erfassen Sensoren die Zu- und die Auslauftemperatur sowie die Durchflussmenge.

„Elektronische Durchlauferhitzer modulieren ihre Leistungsaufnahme“, erläutert Adeline Wagner von der Initiative Wärme+. „Das heißt, sie berechnen anhand der Einlauftemperatur und der Durchflussmenge, wie viel Leistung benötigt wird, um die gewünschte Auslauftemperatur zu erreichen. So müssen für eine Dusche bei 38°C zum Beispiel nur 16 kW aufgenommen werden, statt der maximalen Leistung von 24 kW.“ Das Wasser wird so immer gradgenau auf die gewünschte Wassertemperatur erwärmt – vom ersten Tropfen an und ohne unangenehme Temperaturschwankungen. Weitere Vorteile von elektronischen Durchlauferhitzern: Sie benötigen wenig Platz, und smarte Modelle bieten komfortable Steuerungsmöglichkeiten.

Großes Sparpotenzial durch kurze Leitungswege

Durchlauferhitzer sind meist in der Nähe der Verbrauchsstelle angebracht, damit muss das Wasser nicht über weite Wege verteilt werden. Schon indem die Geräte das Wasser dort erwärmen, wo es gebraucht wird, ergibt sich ein beträchtliches Sparpotenzial im Vergleich zu einer zentralen Warmwasserversorgung.

Um energieeffizient zu sein, muss die Größe des Durchlauferhitzers zum individuellen Bedarf passen. Für das Badezimmer ist ein sogenannter Komfort-Durchlauferhitzer (18 bis 27 kW) geeignet. Er ist für die Versorgung mehrerer Zapfstellen gedacht, an denen häufig größere Mengen Warmwasser gebraucht werden, beispielsweise für Dusche, Badewanne und Handwaschbecken. In kleinen Wohnungen kann er sogar die gesamte Warmwasserversorgung übernehmen, wenn Küche und Bad nebeneinander liegen. Für Zapfstellen, an denen hohe Temperaturen gewünscht sind, der Wasserbedarf aber gering ist, eignen sich Kompakt-Durchlauferhitzer (13,5 kW) – wie bei der Küchenspüle. Mit ihrer kleinen Bauform finden sie dort im Unterschrank ihren Platz. Wo nur punktuell warmes Wasser benötigt wird, etwa am Handwaschbecken des Gäste-WCs oder im Keller, reicht ein Klein-Durchlauferhitzer (3,5 kW) aus.

Smarte Bedienung bei vollelektronischen Modellen

Noch größeren Komfort als elektronische Durchlauferhitzer bieten vollelektronische Modelle. Bei diesen Geräten reguliert ein Motorventil die Durchflussmenge. Dadurch können auch hohe Temperaturen sicher erreicht werden und eine Badewanne lässt sich automatisch befüllen. Über ein Display am Gerät oder eine App ist es zudem möglich, den individuellen Wasser- und Energieverbrauch im Blick zu behalten. Mit diesem Monitoring können Nutzerinnen und Nutzer auf ihren Verbrauch direkt reagieren und Duschzeiten oder die Wassertemperatur regulieren.

Die Initiative Wärme+ hat eine Broschüre zum Thema „Elektronische Durchlauferhitzer“ herausgebracht. Diese steht zum kostenlosen Download bereit.

Quelle: Initiative Wärme+ / Delia Roscher

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Grundwasserspeicher für Wärme- und Kälteversorgung

22. November 2022 - 11:14

Mehr als 30 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland entfallen derzeit auf das Heizen und Kühlen von Gebäuden. Die Dekarbonisierung dieses Sektors kann daher einiges an Treibhausgasemissionen einsparen und wesentlich zum Klimaschutz beitragen. Zur saisonalen Speicherung und flexiblen Nutzung von Wärme und Kälte eignen sich Aquiferspeicher, also wasserführende Schichten im Untergrund. Wasser besitzt eine hohe Fähigkeit, thermische Energie zu speichern, und das umgebende Gestein wirkt isolierend. Aquiferspeicher werden durch Bohrungen erschlossen, um beispielsweise Wärme aus Solarthermieanlagen oder Abwärme aus Industrieanlagen unter der Erde zu speichern und bei Bedarf heraufzupumpen. Sie lassen sich ideal mit Wärmenetzen und Wärmepumpen kombinieren. Als besonders effizient haben sich oberflächennahe Niedertemperatur-Aquiferspeicher (engl. Low-Temperature Aquifer Thermal Energy Storage – LT-ATES) erwiesen: Da die Temperatur des Wassers nicht viel höher ist als die der Umgebung, geht während der Speicherung wenig Wärme verloren. 

Mehr als die Hälfte der Fläche in Deutschland ist sehr gut oder gut geeignet 

Welche Regionen in Deutschland sich für Niedertemperatur-Aquiferspeicher eignen haben Forschende am Institut für Angewandte Geowissenschaften (AGW) und in der Nachwuchsgruppe Nachhaltige Geoenergie des KIT untersucht. „Zu den Kriterien für einen effizienten LT-ATES-Betrieb gehören geeignete hydrogeologische Gegebenheiten wie die Produktivität der Grundwasserressourcen und die Grundwasserströmungsgeschwindigkeit“, erklärt Ruben Stemmle, Mitglied der Forschungsgruppe Ingenieurgeologie am AGW und Erstautor der Studie. „Wichtig ist auch ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Heiz- und Kühlenergiebedarf. Dieses lässt sich annäherungsweise über das Verhältnis von Heiz- und Kühlgradtagen ermitteln.“ 

Die Forschenden haben die hydrogeologischen und klimatischen Kriterien in einer räumlichen Analyse kombiniert. Dabei zeigte sich, dass 54 Prozent der Fläche in Deutschland in den kommenden Jahrzehnten bis 2050 sehr gut oder gut für LT-ATES geeignet sind. Die Potenziale konzentrieren sich im Wesentlichen auf das Norddeutsche Becken, den Oberrheingraben und das Süddeutsche Molassebecken. Visualisiert sind sie detailliert auf einer Karte, welche die Forschenden mit einem Geoinformationssystem (GIS) anhand einer multikriteriellen Entscheidungsanalyse erstellt haben.

Klimawandel wird Potenzial für Aquiferspeicher vergrößern 

Wie die Studie weiter ergeben hat, werden die für LT-ATES sehr gut oder gut geeigneten Flächen für den Zeitraum 2071 bis 2100 voraussichtlich um 13 Prozent wachsen. Dies ist vor allem durch einen relativ starken Zuwachs bei den sehr gut geeigneten Flächen bedingt und zurückzuführen auf einen steigenden Kühlbedarf, also auf den Klimawandel. In Wasserschutzgebieten sind Aquiferspeicher nur eingeschränkt und in Einzelfällen zulässig. Dadurch fallen elf Prozent der technisch sehr gut oder gut geeigneten Flächen weg. „Alles in allem zeigt unsere Studie jedoch, dass Deutschland ein großes Potenzial für die saisonale Wärme- und Kältespeicherung in Aquiferen besitzt“, sagt Stemmle.

Quelle: KIT / Delia Roscher

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Drei Maßnahmen, mit denen Eigentümer*innen Energie sparen können

21. November 2022 - 15:07

Sanierungen können bis zu 20 Prozent Energie einsparen. Daher wollen viele Eigentümer*innen zeitnah sanieren. Viele Maßnahmen können Heimwerker*innen selbst übernehmen: Fenster abdichten, Kellerdecke dämmen und die Vorlauftemperatur der Heizung niedriger einstellen. Kompliziertere Sanierungsmaßnahmen wie die Dämmung der Fassade oder der Fenstertausch sollte man Fachleuten überlassen – ihnen aber möglichst alle verfügbaren Informationen zum energetischen Zustand des Hauses zusammenstellen.

Maßnahme 1: Alte Fenster abdichten, Kellerdecke und Rohre selbst dämmen

Um Heizkosten zu sparen, kann man kleinere Maßnahmen selbst durchführen. Beispielsweise alte, zugige Fenster an Schwachstellen durch Kunststoff-Profile, Dichtbänder oder selbstklebende Schaumstoffbänder abdichten, undichte Rollladenkästen nach Möglichkeit von innen mit einer Dämmung versehen und hinter den Heizkörpern Reflexionsfolien – besser noch in Kombination mit Dämmplatten – anbringen, um die Strahlungswärme zurück in den Raum zu lenken. Auch die Spalte unter der Haus- oder Wohnungstüre mit einer Bürsten- oder Falldichtung zu verbessern, reduziert den Wärmeverlust.

Eine besonders effiziente Maßnahme, um die Heizrechnung zu senken, ist die nachträgliche Dämmung der Kellerdecke. „Sie ist eine der wenigen Sanierungsmaßnahmen, die man häufig selbst und ohne professionelle Unterstützung umsetzen kann“, erklärt Frank Hettler von Zukunft Altbau. „Als Dämmstoff eignen sich unter anderem Hartschaumplatten aus Polystyrol oder Polyurethan, Mineralwolleplatten sowie Naturdämmstoffe, beispielsweise Holzfaserplatten oder Zelluloseplatten.“ Die Dämmplatten werden an die Kellerdecke geklebt, gedübelt oder mit einem Schienensystem befestigt. Gänzlich ungedämmte oder nur dünn gedämmte Heizleitungen an der Kellerdecke sollten gut mit vorgefertigten runden Dämmschalen eingepackt werden, und zwar deutlich dicker als der Rohrdurchmesser. Heizkosteneinsparungen von bis zu zehn Prozent sind dadurch möglich.

Die oft gesetzlich verpflichtende Dämmung der Decke zum Dachboden ist bauphysikalisch etwas komplizierter und erfordert manchmal eine fachliche Beratung, kann dann aber in vielen Fällen ebenfalls in Eigenregie erfolgen.

Maßnahme 2: Vorlauftemperatur absenken und hydraulischen Abgleich durchführen lassen

Sind die kleineren Maßnahmen erledigt, spart man schon einiges an Energie und kann so die Vorlauftemperatur der Heizung absenken. „Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, die das Wasser hat, wenn es den Heizkessel verlässt und zu den Heizkörpern gepumpt wird“, erklärt Jörg Knapp vom Fachverband Sanitär-Heizung-Klima Baden-Württemberg. „Je niedriger die Vorlauftemperatur ist, desto geringer sind die Heizkosten – denn die Heizungsanlage muss das Wasser weniger stark aufheizen.“

Die Einregulierung der Vorlauftemperatur, auch Parametrierung der Heizkurve genannt, sollte man Fachleuten überlassen. „In alten, ungedämmten Gebäuden mit kleinen Heizkörpern sind im Winter je nach Gebäudestandard oft 70 Grad Celsius bei der Vorlauftemperatur üblich“, sagt Knapp. Energetisch sanierte und neue Häuser werden hingegen auch an kalten Wintertagen mit einem Vorlauf von unter 50 Grad Celsius innen 20 Grad warm, da bei geringeren Energieverlusten weniger Heizleistung im Raum zur selben Raumtemperatur führt. Mit den kleineren energetischen Sanierungsmaßnahmen in Eigenregie kann die Vorlauftemperatur in den unsanierten Häusern oft um 10 Grad, etwa von 70 auf 60 Grad, abgesenkt werden.

Übrigens: Häufig ist die Vorlauftemperatur der Heizung von der Inbetriebnahme der Anlage an eher zu hoch eingestellt. Die optimale Vorlauftemperatur zu finden, erfordert meistens mehrere Kontrollschleifen. Im Zweifelsfall wird daher oft eher eine zu hohe als eine zu niedrige Temperatur eingestellt. Das fällt in der Nutzung nicht auf, macht sie sich aber energetisch negativ bemerkbar.

Ein hydraulischer Abgleich trägt auch dazu bei, dass die Vorlauftemperatur der Heizung etwas niedriger eingestellt werden kann. Dieser sollte ebenfalls von Fachleuten durchgeführt werden. Bei einem hydraulischen Abgleich ermitteln sie mit einer Heizlastberechnung, wie viel Heizwasser jeder einzelne Heizkörper braucht, wie hoch der Druck der Heizpumpe sein muss und welche Einstellung das Unterteil des Ventils am Heizkörper benötigt, damit sich die Wärme effizient und sparsam im Haus verteilt.

Maßnahme 3: Schwachstellen dokumentieren und weitere Sanierung planen

Die Maßnahmen in Eigenregie und die kleineren Optimierungen durch Fachleute sparen Energie und Geld. Zugleich bereiten sie das Haus auf das Heizen mit erneuerbaren Energien vor. Denn insbesondere Wärmepumpen arbeiten umso effizienter und stromsparender, je niedriger die Vorlauftemperatur ist. „Komplett ausreichend sind diese ersten Maßnahmen aber nicht, um das Eigenheim zukunftsfähig zu machen“, sagt Frank Hettler. „Die Umsetzung weiterer Sanierungsmaßnahmen durch Fachleute, etwa eine Fassaden- oder Dachdämmung, sind daher in den meisten Fällen nötig.“ Sie senken die Vorlauftemperatur weiter ab auf ein erforderliches Niveau von maximal 55 Grad. Ist die Fassade bereits gut gedämmt oder existieren neue Wärmeschutzfenster, kann das Niveau auch bereits durch die Einstellungsoptimierung erreicht werden, so dass keine weiteren Sanierungsschritte notwendig sind.

Wer dagegen noch Sanierungsbedarf am Haus hat, sollte die Bausubstanz und verbliebenen Schwachstellen soweit es geht gut dokumentieren und bei einem Termin an die jeweilige Fachperson übergeben. Dann ist es für die Fachleute einfacher, den energetischen Zustand des Hauses zu ermitteln. Hauseigentümer*innen können vor einem solchen Termin zunächst einmal prüfen, ob und wo es durch einzelne Fenster zieht, die Terassentür undicht ist oder Wände im Winter kalt sind. Der Wärmeverbrauch in Kilowattstunden, am besten über mehrere Jahre erfasst, ist ebenfalls eine wichtige Information. Wurden alle Räume durchgehend beheizt und liegt der Wert pro Quadratmeter und Jahr über 80 Kilowattstunden, besteht meist energetischer Verbesserungsbedarf. Zudem hilft es für die Expert*inneneinschätzung, wenn möglichst präzise Informationen zu den verbauten Materialien, der Beschaffenheit der Außenbauteile – allem voran der Dämmstärken und -materialien vorhanden sind. Ebenfalls sinnvoll sind Informationen zu vorangegangenen Sanierungen, sowie eine fachliche Einschätzung zur Traglast des Dachs. Letztere wird benötigt, um herauszufinden, ob die Installation einer Photovoltaikanlage möglich ist.

Übrigens: Die finanzielle Unterstützung ist nach wie vor gut. Der Staat fördert die energetische Sanierung mit bis zu 45 Prozent, die Energieberatung mit 80 Prozent. Kommunale Programme ermöglichen weitere Hilfen. Diese können mit der Bundesförderung kombiniert werden.

Quelle: Zukunft Altbau / Delia Roscher

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Der Weg in die Versorgungssicherheit

21. November 2022 - 10:48

Zum Start des 22. Fachkongresses für Holzenergie hob Bernd Heinrich, Vorstand im Fachverband Holzenergie (FVH) im Bundesverband Bioenergie e. V. in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung der Holzenergie hervor: „Holz ist unsere größte heimische erneuerbare Energiequelle und gerade mit Blick auf eine von fossilen Energieimporten unabhängige Wärmeversorgung unverzichtbar. Nicht nur der Klimaschutz, sondern auch die Souveränität Deutschlands erfordern es, dass wir uns dringend von fossilen Energieträgern lösen und alle nachhaltig zur Verfügung stehenden Optionen nutzen. Jede energetisch genutzte Tonne Holz – sei es Altholz, Waldrestholz oder Reste aus der Holzindustrie – schützt das Klima und sorgt für ein Stück Energieunabhängigkeit.“ In 12 Fachforen präsentierten und diskutierten mehr als 60 Expert*innen aus der Wissenschaft, Politik und Praxis aktuelle Themen rund um die moderne Holzenergie.

Heinrich wies zum Start des Kongresses auf die aktuellen Herausforderungen der Branche hin und kritisiert eine mangelnde Unterstützung durch die Politik: „Die Liste der politischen Baustellen für die Holzenergiebranche ist lang und reicht von geplanten Einschränkungen der Waldnutzung, kaum zu erfüllenden Anforderungen in Förderprogrammen bis hin zur geplanten Abschöpfung bei Stromerlösen – um nur einige Themen zu nennen. Wir beobachten mit zunehmendem Unverständnis, dass inmitten der größten Energiekrise die Politik der modernen Holzenergie vielfach Steine in den Weg legt, anstatt diese freizuschaufeln. Die Holzenergiebranche steht bereit, ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Energie- und Wärmewende zu leisten, wenn die Politik sie denn lässt.“ Er verwies darauf, dass die Bundesregierung eine knappe Verdreifachung des Anteils erneuerbarer Wärme von aktuell 16,5 Prozent auf 50 Prozent in 2030 anstrebt, wozu massive Umrüstungen auf erneuerbare Energien in Privathaushalten, Gewerbe und Industrie oder bei Wärmenetzen gehören.

Der FVH-Vorstand betonte, dass die Nachhaltigkeit der Holzenergie durch umfangreiches Fachrecht gesichert sei. „Wir nutzen in Deutschland weniger Holz, als jedes Jahr im Wald nachwächst und nutzen die Holzsortimente energetisch, für die es keine sinnvolle stoffliche Verwertungsmöglichkeit gibt, wie z. B. Althölzer. Umfangreiche rechtliche Regelungen stellen die Nachhaltigkeit – und damit auch die Klimaneutralität – der Holzenergie sicher. Uns besorgt, dass Teile der Politik dies offensichtlich ignorieren und die heimischen Ressourcennutzung aufgrund falscher Annahmen einschränken möchten.“ Heinrich verwies darauf, dass erst vor knapp zwei Wochen rund 550 Wissenschaftler*innen in einem Schreiben an die Spitzen der EU klargestellt haben, dass in der Forstwirtschaft stofflich nicht verwertbare Holzsortimente anfallen und die nachhaltige energetische Nutzung klimaneutral sei. Dies sei wichtiger Rückenwind für die Branche und eine faktenbasierte Energie- und Forstpolitik, so der FVH-Vorstand.

Quelle: Fachverband Holzenergie (FVH) / Delia Roscher

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Hochleistungs-Lüftungsgerät mit platzsparender Deckeninstallation

17. November 2022 - 12:57

Bei hohen Corona-Inzidenzen soll zugunsten frischer Luft auf Wärme verzichtet werden – das heißt regelmäßig Fenster auf und Energie raus. Durch die hohen Heizkosten soll nun die Raumluftqualität das Nachsehen haben: Fenster bleiben zu, der CO2-Gehalt und die Virenlast steigen.

Dazu kam bislang das Problem der Installation. Selbst wenn ein Schulträger sich für ein modernes, energiesparendes Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung entscheiden wollte, scheiterte diese Vorhaben an mangelnden Platz für den nachträglichen Einbau eines zentralen Gerätes mit aufwendigem Rohrnetz.

Nachträglicher Einbau und platzsparende Deckeninstallation

„Mit unserem neuen Deckengerät airDIRECT 1000 D füllen wir eine Lücke im Markt und Lösen das Lüftungs-, Energie- und Platz-Dilemma an Schulen, Kitas oder Behörden“, sagt Malte Knief, Geschäftsführer der VALLOX GmbH in Dießen am Ammersee. „Dieses neue Lüftungsgerät mit einer hohen Wärmerückgewinnung von bis zu 93 Prozent spart enorm Energie. Es wird einfach unter der Decke aufgehängt und macht den nachträglichen Einbau so leicht wie noch nie. Mit seiner hohen Luftleistung von bis zu 1.000 m3/h fällt es von der Kapazität her eigentlich in die Kategorie zentraler Lüftungsgeräte. Eine aufwendige Peripherieverlegung in Boden oder Decke ist aber nicht erforderlich. Man benötigt lediglich zwei Mauerdurchführungen und keine weitere Verrohrung, da die Zuluftverteilung direkt am Gerät erfolgt,“ erläutert der Lüftungsexperte.

Trotz der hohen Luftleistung arbeitet das Gerät äußerst leise. Je weniger nah das Gerät an seiner Kapazitätsgrenze betrieben wird, desto leiser arbeiten die Ventilatoren. Selbst bei voller Auslastung bleibt die Geräuschlast bei unter 35 dB. „Das ist sehr leise und stört keinesfalls den Unterricht“, ergänzt Knief.

Einfache Wartung

Die leicht zu öffnende Gerätetür mit Wartungsschalter, herausnehmbare Wärmetauscher, Filter und Ventilatoren machen die Wartung kinderleicht. Ausgestattet mit CO2-Sensor für den automatisierten Betrieb und effizientem Filter für Pollen, Keime, Staub und Schmutz ist es ein ideales Gerät zum Nachrüsten für Räume, in denen kein Platz für ein Standgerät wie das im Sommer 2021 von VALLOX auf den Markt gebrachte airDIRECT 750 CC.

„Bei den hohen Energiekosten derzeit hat sich solch ein Gerät schnell amortisiert“, erklärt Geschäftsführer Knief. „Aber noch viel wichtiger sollte uns sein, dass wir mit dieser Technologie zukunftsweisend sind. Die Gesundheit in Räumen ist genauso wichtig wie das Energiesparen. Die Ressourcen werden immer knapper, gleichzeitig wächst die Belastung unsere Umwelt und Luft durch Abgase, Pollen, Keime und Viren. An der Technologie zur Lösung dieser Probleme mangelt es nicht. Es kommt nur noch darauf an, dass wir diese auch flächendeckend einsetzen.“

Quelle: VALLOX / Delia Roscher

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Deutsches Energieberater-Netzwerk (DEN) startet „Aktuelles Energiestudio“

17. November 2022 - 12:33

„Ein neues, frisches Medium, in dem es uns vor allem, aber eben nicht nur um Information geht, sondern in dem es auch menscheln darf.“ Mit diesen Worten beschreibt Dipl.-Ing. Stefanie Koepsell den Zugang des DEN in den jetzt gestarteten Audiomitschnitten. In der Tat können die Hörer*innen des Podcasts neben interessanten Einblicken in die Arbeit von Energieberater*innen auch prägende Akteure des DEN im Gespräch mit der Vorstandssprecherin kennenlernen.

Die Geschichte des DEN

So schildert etwa Martin Kutschka die Entstehungsgeschichte des DEN. Der Diplom-Ingenieur gehört zu den Gründungsvätern des Netzwerks neben dem heutigen Vorsitzenden Dipl.-Ing. Hermann Dannecker. Kutschka macht klar, was sich im Vergleich zur Situation vor 20 Jahren geändert hat: Heute sei bei den Kund*innen durchaus das Bewusstsein für Energieeffizienz und Klimaschutz vorhanden – im Gegensatz zu früher. Deshalb hätten Energieberater*innen heute kein Problem mehr, Aufträge zu bekommen. Andererseits seien sie – genauso wie das Handwerk – dadurch personell ausgelastet und arbeiteten am Rande ihrer Kapazitäten, so Kutschka. Außerdem seien die Anlagen- und die Baupreise exorbitant gestiegen, was trotz hoher Förderungen zu Problemen führen könne. Heute wie damals jedoch sei es außerordentlich wichtig, Energieberatungen unabhängig von Produktempfehlungen sowie technologieoffen anzubieten, so der DEN-Gründer, der heute die Förderdatenbank febis betreibt.

Klimawandel und Weiterbildung

Unabhängigkeit und Technologieoffenheit sind auch zentrale Punkte für Dipl.-Ing. Marita Klempnow, neben Dannecker heutige Vorständin des Netzwerks. „Wir sind die Pioniere, auch in Sachen Klimaschutz“, stellt sie fest. Es gelte jetzt angesichts der enormen Herausforderungen des Klimawandels sowie der Bedeutung von energieeffizienten Bestands- und Neubauten, Nachwuchs für die Energieberatung zu finden. „Das DEN ist für junge und umweltbewegte Leute die richtige Adresse“, sagt die Ingenieurin. Mit seiner Akademie biete das Netzwerk Aus- und Weiterbildungen für bereits erfahrene Energieberater*innen an, halte aber auch interessante Möglichkeiten für Studierende bereit. Das DEN unterstütze junge Menschen konkret bei ihren Abschlussarbeiten vom Bachelor über den Master bis hin zur Dissertation. Zudem biete es die Möglichkeit, von den Erfahrungen der Älteren zu profitieren.

Um langfristig angesichts der enormen aktuellen Herausforderungen für qualifizierten Nachwuchs zu sorgen, sei die Entwicklung eines Berufsbildes unverzichtbar, präzisiert Marita Klempnow. Entsprechende Forderungen und Initiativen prägten die politische Arbeit des DEN: „Heute wird es jungen Menschen nicht leicht gemacht, in den immer wichtiger werdenden Beruf einer Energieberaterin oder eines Energieberaters hineinzuwachsen. Das muss sich unbedingt ändern!“

Tipps und Erfahrungen

Vorstandssprecherin Stefanie Koepsell: „In lockerer Folge wollen wir unsere Hörerinnen und Hörer mit unseren Podcasts über alle Facetten der Energieberatung informieren und sie unterhaltsam motivieren, etwas zu tun für mehr Energieeffizienz und damit für mehr Klimaschutz. Auch erfahrende Energieberater*innen sollen praxisrelevante Tipps und Erfahrungen zu spezifischen Themen erhalten, in den nächsten Folgen widmet sich der Podcast beispielsweise konkreten Themen wie Mieterstrom oder der Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden. Hier finden Sie die erste Folge „Gemüse statt Schokolade“.

Quelle: DEN / Delia Roscher

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Die Luft-Luft-Wärmepumpe

16. November 2022 - 9:16
Effizient heizen mit Luft-Luft-Wärmepumpen

Luft-Luft-Wärmepumpen sind wahre Allround-Talente, die effizient heizen, kühlen und die Luft reinigen können. Die Anlagen bestehen aus einem Innen- und einem Außengerät. Bei Multi-Splitsystemen können bis zu fünf Innengeräte installiert werden. Im Heizbetrieb wird der Außenluft Wärmeenergie entzogen und über die Wärmetauscher an die Innenräume abgegeben. Sämtliche Daikin Split-Klimageräte besitzen seit 2006 neben der Kühl- auch eine Heizfunktion. Dabei ist der Heizbetrieb von Luft-Luft-Wärmepumpen in den Übergangszeiten Herbst und Frühling am effizientesten.

An sehr kalten Wintertagen ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe eine effiziente Zusatzlösung zu bestehenden Gas- und Ölheizungen, vor allem in Kombination mit modernen Heizsystemen. Besonders in Räumen, in welchen viel Zeit verbracht wird, können Luft-Luft-Wärmepumpen flexibel, punktuell und zeitgenau Wärme erzeugen.

Jede Kilowattstunde zählt

Privatpersonen als auch die Industrie und das Gewerbe werden derzeit aufgerufen, überall dort Energie einzusparen, wo es möglich ist. Laut Gas-Notfallplan der EU von August 2022 soll der Verbrauch von Erdgas in jedem EU-Staat von Anfang August bis März nächsten Jahres um 15 Prozent reduziert werden, gemessen am Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Nach ersten Einschätzungen von Daikin können die in Wohn- und Nichtwohngebäuden bereits installierten Raumklimageräte eine Heizleistung von rund 18 GW zur Verfügung stellen. Damit lassen sich allein rund 2,75 Milliarden Kubikmeter Erdgas und gleichzeitig rund 2,6 Millionen Tonnen CO2 einsparen – eine Win-Win Situation. Denn Luft-Luft-Wärmepumpen sind nachhaltige Heizungslösungen, die zu drei Viertel Energie aus der Luft und zu einem Viertel Strom als Antriebsenergie nutzen. Luft-Luft-Wärmepumpen können aus 1 kWh Strom bis zu 6 kWh Wärme generieren. Der Primärenergieeinsatz für eine kWh ist damit erheblich geringer im Vergleich zu fossilen Energieträgern, wie Öl oder Gas.

Kostenersparnis mit Luft-Luft-Wärmepumpen

Daikin zeigt anhand einer Beispielrechnung, wie hoch das Einsparungspotenzial durch den zusätzlichen Einsatz einer Luft-Luft-Wärmepumpe zu einer bestehenden Heizungsanlage ist. Als Basis der Rechnung dient ein Einfamilienhaus mit einer zu beheizenden Fläche von 140 m2. In Szenario 1 wird das Einfamilienhaus allein mit einer Gasheizung beheizt. Demnach ergeben sich Gesamtkosten für Strom und Gas von 5.403 Euro. In Szenario 2 wird das Haus zu 50 Prozent mit einer Gasheizung und zu 50 Prozent mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe beheizt. In diesem Szenario fallen Kosten für Strom und Gas von 4.486 Euro an. Die Berechnungen in Szenario 1 und Szenario 2 wurden auf Basis der Gas- und Strompreise von September 2022 durchgeführt (Stand 7. September 2022).

Die Beispielrechnung zeigt, dass durch den zusätzlichen Einsatz einer Luft-Luft-Wärmepumpe als Heizsystem

  • der Gasbedarf halbiert werden kann
  • die Energiekosten um ca. 17 Prozent reduziert werden können
  • die Treibhausgas-Emissionen um 22 Prozent gesenkt werden können
Einfache Nachrüstung in Bestandsgebäuden

Neben der Nutzung bereits installierter Geräte können Multi- oder Singlesplitsysteme in Einfamilienhäusern und in mittleren bis großen Wohngebäuden sowie Sky Air und VRV Luft-Luft-Wärmepumpen in Nichtwohngebäuden ohne kompliziertes Hydrauliksystem nachgerüstet werden. Auch die Lieferfähigkeit von Luft-Luft-Wärmepumpen ist aktuell gegeben.

Quelle: Daikin / Delia Roscher

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Solare Energiewende im Südwesten geht voran, ist aber ungleich verteilt

14. November 2022 - 14:58

Auffällig ist der ungleichmäßige Pro-Kopf-Zubau im Bundesland. In dicht besiedelten Gebieten ist er niedriger, im Süd-Osten und Nord-Osten des Landes höher. Insgesamt gilt aber auch: Der Photovoltaikausbau muss noch deutlich beschleunigt werden, um den wachsenden Strombedarf sicher und klimafreundlich decken zu können. „Beim Photovoltaik-Ausbau im Land haben wir noch viel zu tun. Auch in den Regionen auf den vorderen Plätzen gibt es einen großen Anteil nicht genutzter Dachflächen und Flächen für Solarparks“, sagt Tina Schmidt vom Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg.

Gefälle von West nach Süd-Ost bei Dachanlagen

Während im Süd-Osten des Landes erfreuliche Zubauraten bei Dachanlagen vorherrschen, kommen viele Regionen auf deutlich geringere Werte. Heilbronn-Franken ist die einzige Region, die einen größeren Wert als 30 Watt pro Kopf hat (32 Watt pro Kopf). Die Regionen mit den meisten Einwohnern pro Fläche, etwa Stuttgart, Rhein-Neckar und Südlicher Oberrhein, liegen deutlich darunter. Der Südliche Oberrhein kommt auf 26 Watt pro Kopf, Rhein-Neckar auf 25 Watt pro Kopf und Stuttgart auf 18 Watt pro Kopf. Die Region Stuttgart ist mit diesem Wert Schlusslicht in ganz Baden-Württemberg. Sie schafft nur 40 Prozent dessen, was Donau-Iller vorweisen kann.

Ein wichtiger Grund für die schlechteren Plätze der Metropolregionen ist die höhere Bevölkerungsdichte. Auf Dächern von Einfamilienhäusern und Bauernhöfen auf dem Land ist mehr Platz für Photovoltaik pro Einwohner*in als auf Mehrfamilienhäusern. Außerdem ist die Entscheidung über den Bau einer Solaranlage hier einfacher. Bei den in den Städten öfter zu findenden Mehrfamilienhäusern ist das schon schwieriger. Im Fall von Wohneigentümergemeinschaften müssen sich die Parteien einigen, im Fall von Mietbauten sind Mieterstrommodelle immer noch recht kompliziert. Das große Potenzial auf Mehrfamilienhäusern ist daher noch längst nicht ausgeschöpft. Das gilt auch für Verwaltungsgebäude, Gewerbegebäude und Industriebauten.

Freiflächensolaranlagen: Region Heilbronn-Franken hat den auf die Gesamtfläche bezogenen größten Zubau

Beim zweiten, kleineren Segment Freiflächenanlagen – aktuell entfallen nur knapp 20 Prozent des Zubaus im Land auf Freiflächen – hat mit der Region Heilbronn-Franken der Nord-Osten die Nase vorn. Bezugsgröße ist hier die Fläche der Region. Heilbronn-Franken kommt auf einen Zubau-Wert von 55 Watt pro Hektar im ersten Halbjahr 2022. Platz zwei geht an den Hochrhein-Bodensee (47 Watt pro Hektar). Platz drei teilen sich der Mittlere Oberrhein und Schwarzwald-Baar-Heuberg (jeweils 29 Watt pro Hektar).

Mit weitem Abstand folgt die Region Bodensee-Oberschwaben, die bei den neu errichteten Dachanlagen auf Platz zwei liegt. Hier gab es einen Zubau von 12 Watt pro Hektar. Platz eins bei den Dachanlagen, Donau-Iller, kommt auf nur 8 Watt pro Hektar. Schlusslicht sind die Regionen Rhein-Neckar, Neckar-Alb und Stuttgart. Im ersten Halbjahr 2022 wurden hier überhaupt keine Solarparks neu errichtet. Insgesamt ist die Verfügbarkeit von Flächen für Solarparks in diesen Regionen aufgrund von Ballungsräumen oder der bergigen Topografie eingeschränkt. Mögliche Flächen gibt es dennoch.

Rangliste Photovoltaik-Liga macht Regionen miteinander vergleichbar

Die Photovoltaik-Liga Baden-Württemberg ist eine Rangliste der beim Solarstromausbau erfolgreichsten Regionen und Landkreise im Südwesten. Erstellt wird die regelmäßig aktualisierte Liste, indem die neu zugebaute Leistung auf Dächern in Watt pro Einwohner*in und auf Freiflächen in Watt pro Hektar umgerechnet wird. Das macht Regionen mit unterschiedlicher Bevölkerungsdichte und Größe miteinander vergleichbar. Die Daten basieren auf dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, aufbereitet vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg fördert das Photovoltaik-Netzwerk im Rahmen der Solaroffensive.

Quelle: Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg / Delia Roscher

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Mehr Sichtbarkeit für Frauen in der Branche

11. November 2022 - 16:38

Im Rahmen eines „Women’s Meetup Dinners“ parallel zur bauma, der Weltleitmesse für Baumaschinen, hatte Klickrent Frauen aus allen Bereichen, ob Produkthersteller, Dienstleister, Verband oder Fachmagazin, eingeladen, um mit ihnen gemeinsam das neue Netzwerk mit Leben zu füllen. Sie alle sind von der Idee begeistert, weiteren Frauen als Vorbild zu dienen, um sie für die Baubranche zu gewinnen. Zentrale Plattform der Community ist die LinkedIn-Gruppe „Frauen in der Baubranche“.

Frauen-Community soll Baubranche für Frauen attraktiver machen

Die Klickrent GmbH ist digitaler, assetfreier Vermieter von Baumaschinen und Bautechnik. Die Frauenquote im Unternehmen liegt bei vorbildlichen 45 Prozent und sogar im Management-Team ist das Männer-Frauen-Verhältnis mit 4 zu 3 nahezu ausgeglichen. Geschäftsführer Tobias Sudbrock erklärt: „Unser gesamtes Geschäftsmodell basiert darauf, die traditionellen Werte und Güter der Baubranche mit modernen, innovativen Prozessen zu verbinden und sie damit vertraut zu machen. Wir verstehen uns als modernen Arbeitgeber. Deshalb ist es für uns nur logische Konsequenz auch Themen wie Gleichberechtigung und Diversität aufzugreifen.“

Sein Co-Geschäftsführer Tim Hinrichsen ergänzt: „Um weiter zu wachsen und erfolgreich zu arbeiten, sind wir auf talentierte und engagierte Fachkräfte angewiesen. Entscheidende Kriterien sind für uns Qualifikation und Persönlichkeit, nicht das Geschlecht. Dennoch überwiegt häufig der Anteil männlicher Bewerber, was es schwieriger macht, ein vielfältiges Team aufzubauen. Wir hoffen, dass die Frauen-Community dazu beiträgt, die Baubranche als attraktiven und spannenden Arbeitgeber bei mehr Frauen ins Spiel zu bringen.“

Auftakt-Dinner: „Wir wollen Vorbild sein“

Die Initiative liegt bei Klickrent in den Händen von Marketingleiterin Anne-Laure de Noblet und ihrem Team. Sie ist bereits seit sieben Jahren in industriellen Branchen tätig und liebt die Themen, die diese Branchen bewegen. Doch immer noch trifft sie auf überraschte Gesichter, wenn sie von ihrem Job berichtet. Das will sie ändern. Beim Auftakt-Dinner in München erzählte sie, warum ihr die Community wichtig ist: „Wir sind Frauen, die die Baubranche mitgestalten, und wir wollen dazu beitragen, dass wir Frauen in der Branche sichtbarer werden. Wir wollen ein Vorbild sein und anderen weiblichen Talenten signalisieren, dass sie in dieser Branche willkommen sind.“

Die zwölf Teilnehmerinnen diskutierten beim Dinner intensiv miteinander und tauschten ihre persönlichen Erfahrungen aus. Ihnen allen mache es unglaublich Spaß in der Branche zu arbeiten, jedoch fehle es an weiblichen Vorbildern, die nach außen sichtbar sind. Zum Abschluss des Abends stellte Klickrent die LinkedIn-Gruppe „Frauen in der Baubranche“ vor, die der Community als Plattform und virtueller Treffpunkt dienen soll: „In der Gruppe haben wir die Möglichkeit, uns weiter auszutauschen, interessante Informationen und Events zu teilen und in die Diskussion zu gehen“, erklärt de Noblet. Außerdem soll es dort weiterhin Angebote für persönliche Treffen geben. Für das weibliche Klickrent-Team und die Marketingleiterin war der Abend ein voller Erfolg: „Es war ein gelungener Auftakt für die neue Community, die wir aufbauen wollen. Die Resonanz war durchweg positiv und das Interesse an einem regelmäßigen Austausch – in der LinkedIn-Gruppe sowie bei weiteren Events – groß. Wir freuen uns darauf, dieses Thema weiter voranzutreiben.“

Quelle: Klickrent / Delia Roscher

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Wer Gewohnheiten ändert, kann auch Energie sparen!

10. November 2022 - 13:48

Andrea Blömer, Bauherrenberaterin im Verband Privater Bauherren in Iserlohn erklärt: „Wer Zimmertüren schließt, kann einiges sparen. So können etwa Wohn- und Schlafzimmer unterschiedlich temperiert werden. Auch sollte man die Heizkörper freiräumen, damit die Luft gut zirkulieren kann. Prüfen sollte man auch, ob man mit ein, zwei Grad weniger Wärme und etwas mehr an gemütlicher Kleidung leben kann. Es bringt erstaunliche Ersparnisse, wenn man die Raumtemperatur senkt.“

Regelmäßig Lüften für gute Luftfeuchtigkeit

 Auch das richtige Lüften sei eine wichtige Maßnahme, um ein gesundes und angenehmes Wohnklima zu erzeugen, sagt die Expertin. „Morgens und abends sollten die Thermostatventile einmal ganz abgedreht werden und alle Fenster für fünf bis zehn Minuten weit geöffnet werden. Stoßlüften bedeutet, einmal richtig Durchzug zu erzeugen, um frische Luft hineinzulassen. Danach wieder Rundgang, um alle Fenster zu schließen. Dann die Heizungen wieder aufdrehen – wer zuhause bleibt, sollte die handelsüblichen Thermostatventile in den tagsüber benutzten Räumen auf Stellung drei drehen, bei den restlichen kann man auf zwei bis eins einstellen. Nachts kann in diesen Räumen das Ventil auch heruntergedreht werden, um zu sparen.“ Die Luftfeuchtigkeit muss ebenfalls im Auge behalten werden: „Ideal sind Werte zwischen 40 und 60 Prozent. Um sie zu messen, sollten sich Sparfüchse ein gutes Hygrometer kaufen.“

Heizungen regelmäßig warten

Nur eine intakte Heizung leistet ihr Bestes. Daher sollte sie zu Beginn der Heizperiode überprüft werden. „Oft wird das Entlüften der Heizkörper vergessen – und, Achtung, das Wiederauffüllen der Heizanlage mit Wasser. Wer das nicht selbst erledigen kann, sollte seine Heizungsbauer anrufen und zu Hilfe holen.“

Einsparpotentiale beim Warmwasser

„Kürzer duschen, weniger Wasser verbrauchen, sparsame Armaturen einbauen lassen – all dies hilft enorm, um Kosten für Wärmeerzeugung einzusparen!“ Auch die Fenster rät Blömer untersuchen zu lassen. „Wir Bauherrenberater sehen immer wieder schlecht und nicht fachgerecht eingebaute oder in Bestandsbauten völlig veraltete Fenster. Diese sind sehr häufig große Schwachstellen, die, wenn sie einmal behoben sind, nicht nur sparen helfen, sondern auch für mehr Wohnkomfort sorgen. Hier sollten Immobilienbesitzer aber den Rat von unabhängigen Experten einholen, um teure Fehlentscheidungen zu vermeiden. Das gilt auch für den Einbau von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Dazu muss das komplette Haus eingehend untersucht und dann auch baulich vorbereitet werden. Hier ist eine ganzheitliche Betrachtung der Bausubstanz ratsam.“

Quelle: VPB / Delia Roscher

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Industrieverbände fordern Steuersenkung auf Dämmstoffe

9. November 2022 - 15:55

„Steigenden Energiekosten kann durch eine effiziente Gebäudedämmung entgegengewirkt werden. Für die Menschen im Land ist die Senkung der Mehrwertsteuer auf Dämmstoffe deshalb auch Hilfe zur Selbsthilfe“, sagt Michael Küblbeck, Vorstandsvorsitzender des IVH.

„Es ist auch aus Sicht der Wirtschaft nicht zeitgemäß, wenn fossile Brennstoffe subventioniert werden, wie das von Herr Günther gefordert würde. Wir müssen heute das Richtige tun“, ergänzt Serena Klein, Geschäftsführerin des IVH. Norbert Buddendick, Geschäftsführer der Fachvereinigung Extruderschaumstoff (FPX), betont: „Dämmstoffe haben das Potenzial Energieeffizienz zu heben und hier müssen wir verstärkter wirksam werden, um unsere Energiesouveränität zurückzugewinnen.“

Dies zeige beispielsweise die Studie des Forschungsinstitutes für Wärmeschutz (FIW) im Auftrag des Bundesverbandes energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG). Die Ursachen für die hohen Gaskosten liegen auch darin, dass in Deutschland zu viel Energie verbraucht wird. Die Reduzierung des Verbrauches im Gebäudebestand sei zudem langfristig von Nutzen, heißt es in der Studie. Darüber hinaus sei eine solche Maßnahme passgenau. Die Studie zeige, dass 30 Prozent aller Gebäude erheblichen Sanierungsbedarf hätten und hier könne angesetzt werden, um das große Einsparpotential zu heben.

Quelle: IVH/FPX / Delia Roscher

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Energiewende in Gebäuden nicht ausbremsen

8. November 2022 - 9:07

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) war in den letzten beiden Jahren eine Erfolgsgeschichte. Innovative und klimafreundliche Wärmelösungen haben sich zunehmend am Markt durchgesetzt. Dieser Entwicklung droht ein abruptes Ende. Nachdem die Bundesregierung im Sommer bereits die Mittel für die BEG stark gekürzt hat, sollen nun durch überzogene technische Anforderungen und eine verbindliche Solarpflicht moderne Feuerungen auf Holz- und Pelletbasis komplett von der Förderung ausgenommen werden. Hausbesitzer könnten beim Heizungstausch nicht mehr unter allen für sie geeigneten Lösungen frei wählen, wenn sie eine Förderung für die Investition benötigen.

Dazu die Verbände Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e. V. (BDH), Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e. V. (DEPV), Fachverband Holzenergie im Bundesverband Bioenergie e. V. (FvH), Initiative Holzwärme (IH) und Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e. V. (HKI):

„Das Vorgehen der Bundesregierung bei der Begrenzung der Förderung von Holz- und Pelletfeuerungen durch verschärfte technische Anforderungen in der BEG ist kontraproduktiv für den Klimaschutz und eine sozialverträgliche Wärmewende. Diese Anlagen machen bislang den Großteil der durch die Förderung angereizten CO2-Einsparungen aus und das mit vergleichbar geringem Fördermitteleinsatz. Es ist auch finanzpolitisch unverständlich, denn dem Bund drohen aktuell weitere Strafzahlungen an die EU, wenn die Klimaziele im Gebäudesektor auch in den nächsten Jahren verfehlt werden.

Unter der geplanten Änderung werden vor allem sozial schwächer gestellte Hausbesitzer leiden, deren Gebäude häufig in einem schlechten energetischen Zustand sind und einen hohen Wärmebedarf aufweisen. Diese Gebäude sind zur Umrüstung auf moderne Holzenergie prädestiniert, da das meist mit wenig Aufwand und ohne teure Begleitinvestitionen möglich ist. Mit dem geplanten Kahlschlag bei der Förderung schließt der Bund viele dieser Gebäudebesitzer von der Energiewende aus.

In den letzten Jahren wurden viele alte Ölheizungen durch hochmoderne Holzfeuerungen heimischer Herstellung ausgetauscht. Dieser Entwicklung droht mit den geplanten neuen Förderbestimmungen beendet zu werden. Die Wahl der Hausbesitzer würde, für den Fall, dass sie sich für Holz- und Pellet-kessel entscheiden, vor allem auf technisch rudimentäre Feuerungen fallen, die bei gesetzlichen Vorgaben in Sachen Effizienz und Luftreinhaltung allenfalls den gesetzlichen Mindeststandard einhalten.

Die unterzeichnenden Verbände fordern die Bundesregierung auf, im Sinne der Energiewende im Gebäudebereich und vor allem auch zur sozialen Ausgewogenheit dieses Vorhabens, die zum 1. Januar 2023 geplante Änderung bei den Anforderungen an die Förderfähigkeit von Holzfeuerungen umgehend anzupassen.“

Quelle: DEPV / Delia Roscher

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Warum sich eine energetische Dachsanierung jetzt lohnt

8. November 2022 - 8:49

Eines der größten Potenziale im privaten Gebäudebestand, um den Energieverbrauch zu senken, ist die energetische Dachsanierung. Der Dachfensterhersteller Velux zeigt mit sechs Maßnahmen, wie man insbesondere im Dachgeschoss Energie einsparen kann.

1. Wärmedämmung des Daches ist das A und O

Die Energie und Heizkosten eines Hauses lassen sich durch eine gute Wärmedämmung deutlich senken. Ein ungedämmtes Dach ist für rund 20 Prozent der Wärmeverluste verantwortlich. Denn Wärme steigt bekanntlich nach oben und kann bei einem veralteten Dach ungehindert entweichen. Zudem ist die Dachdämmung weniger aufwändig und kostspielig als eine komplette Außendämmung des Hauses, sorgt aber für spürbare Energieeinsparungen. Je älter und unsanierter ein Haus, desto größer sind die Effekte und desto schneller amortisiert sich die Investition.

2. Kraft der Sonne nutzen durch Solarthermie oder Photovoltaik

Wer sein Dach ohnehin energetisch saniert, kann auch darüber nachdenken, die Dachfläche gleich für Photovoltaik (PV) oder Solarthermie zu nutzen. So ist man in der Folge unabhängiger von den Energiepreisen oder der Verfügbarkeit. Zudem kann der Strom aus PV für das Betreiben einer Wärmepumpe genutzt werden, die Öl- oder Gasheizung ersetzt. Trotz optimaler Ausnutzung der Dachfläche gilt es, eine ausreichende Tageslicht-Versorgung der Innenräume sicherzustellen. Einerseits entstehen sonst unnötige Aufwände für die elektrische Beleuchtung der Innenräume, andererseits trägt der Verzicht auf Tageslicht und Ausblick nicht zum Wohlbefinden bei. Für die Kombination von PV-Systemen und Dachfenstern hat beispielsweise Velux spezielle Eindeckrahmen entwickelt, mit denen sich Dachfenster und Solarmodule problemlos kombinieren lassen.

3. Austausch alter Dachfenster für mehr Energieeffizienz

Der Austausch von alten Dachfenstern gegen neuere Modelle sorgt für geringere Wärmeverluste. So sind Energieeinsparungen von rund sieben Prozent möglich. Um die Kosten für den Fenstertausch über die Steuererklärung geltend machen zu können, muss das Gebäude mindestens zehn Jahre alt sein und die Dachfenster einen Wärmedämmwert von Uw = 1,0 W/(m²K) oder niedriger haben. Wer die Zuschüsse aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) nutzt, kann sogar Dachfenster mit einer energieeffizienteren Verglasung für einen geringeren Preis erhalten als Modelle mit Standardverglasung.

4. Fördermaßnahmen ausschöpfen und Investitionskosten senken

Der Staat fördert sowohl einzelne Maßnahmen wie den Dachfenstertausch als auch die komplette Sanierung eines Hauses, wenn sie zu einer höheren Energieeffizienz führen. Ganze 20 Prozent der Kosten für Produkt- und Handwerkerleistung erhält man über die Steuererklärung zurück. Hinzu kommen Zuschüsse und zinsgünstige Kredite inkl. Tilgungszuschuss. Bei einigen Fördermaßnahmen muss ein*e Energieberater*in hinzugezogen werden. Diese*r erstellt ein Gutachten und bescheinigt die Energieeffizienz der Maßnahme für den Förderantrag. Speziell für die Kombination aus Dacherneuerung und energetischer Sanierung mit einer PV-Anlage gibt es eine zusätzliche KfW-Förderung sowie eine Vielzahl regionaler Förderprogramme.

5. Mit Sonnenschutz die Energiebilanz eines Dachfensters im Winter verbessern

Mit dem richtigen Zubehör lässt sich die Energiebilanz eines Dachfensters weiter optimieren. Im Winter können ein innenliegendes Rollo oder ein heruntergefahrener Rollladen die Wärmeverluste durch ein Dachfenster reduzieren. Doch nicht zu jeder Tageszeit ist es sinnvoll, den Sonnenschutz zu schließen. Gerade in der kalten Jahreszeit kann man von solaren Energiegewinnen durch die Fenster profitieren – quasi eine kostenlose Heizungsunterstützung. Wenn die Sonne scheint, sollten Rollo oder Plissee demzufolge eingefahren sein. Im Dachgeschoss ist der solare Energieeintrag besonders hoch: Im Vergleich zu Fassadenfenstern oder den senkrechten Fenstern in Gauben oder Giebelwänden leiten Dachfenster aufgrund ihrer Ausrichtung zum Himmel das Licht direkt in die Räume und sorgen so für einen bis zu dreimal höheren solaren Energiegewinn.

6. Smart-Home-Lösungen übernehmen Optimierung der Energieeffizienz

Von solaren Energiegewinnen durch die Dachfenster profitieren oder deren Wärmedämmung verbessern? Je nach Wettersituation oder Tageszeit kann das ein häufiges Öffnen und Schließen des Rollladens erfordern. Dabei können Smart-Home-Lösungen wie Velux Active unterstützen. Sie übernehmen die Steuerung auf Basis von Temperatur- und Wetterdaten und sorgen so für einen möglichst energieeffizienten Einsatz des Rollladens.

Sensorbasiert kann das System auch die Steuerung der Dachfenster übernehmen und diese zum Lüften öffnen. Das erfolgt dann nur so lange wie notwendig, indem die Luftfeuchtigkeit und CO2-Konzentration im Innenraum gemessen werden. Sind diese Werte durch die Frischluftzufuhr wieder auf einem guten Niveau, schließen sich die Fenster automatisch und unnötige Wärmeverluste beim Lüften werden vermieden.

Quelle: Velux / Delia Roscher

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Nachhaltige Investition für Wohnanlagen

4. November 2022 - 15:53

Im Rahmen der Modernisierung und Sanierung von bestehenden Wohnanlagen bedeutet dies eine nachhaltige Investition in eine Heiztechnik, die sich auszahlt. Die WeiPowerDuo ist auch mit Solar und Photovoltaik kombinierbar. Die Hochtemperatur-Wärmepumpen kommen bei erhöhtem Brauchwasserbedarf – etwa bei Wohnanlagen – zum Einsatz und können modular mit einer Niedertemperatur-Wärmepumpe für den Heizbetrieb kombiniert werden.

Einer der wesentlichen Vorteile des Weider Wärmepumpensystems ist die modulare Bauweise, die in Österreich in handwerklicher Qualität angefertigt wird. Dank einzigartiger modularer Bauweise lassen sich einzelne Elemente schnell und einfach auswechseln. Die Wärmepumpe WeiPowerDuo stellt eine Kombination von Wärmepumpenmodulen der Weider HT-Baureihe (Hochtemperatur) und SW-Baureihe (Niedertemperatur) dar. Die Hochtemperaturmodule sind für den Sole/Wasserbetrieb mit Heizleistungen von 5 bis 28 Kilowatt und für den Grundwasserbetrieb mit Leistungen von 9 bis 40 Kilowatt erhältlich.

Die Vorteile:
  • höhere Effizienzwerte im Heizbetrieb mit Niedertemperatur-Modul (SW-Baureihe)
  • höhere Schüttleistungen im Warmwasserbetrieb mit Hochtemperatur-Modul (HT-Baureihe)
  • Legionellenschutz im Warmwasserbetrieb durch Vorlauftemperaturen bis zu 70 °C
Effizient über Generationen

Weider Wärmepumpen sind eine nachhaltige Investition und leisten einen Beitrag zur Verringerung des CO2 Ausstoßes. Hohe Qualitätsstandards in der hauseigenen Fertigung garantieren Ihnen zuverlässig arbeitende Wärmepumpen von langer Lebensdauer sowie einen erstklassigen Kundenservice. Dafür wurde das Unternehmen mehrfach mit Innovationspreisen ausgezeichnet.

Quelle: Weider Wärmepumpen GmbH / Delia Roscher

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Innovative Ideen ausgezeichnet

28. Oktober 2022 - 13:43

Im Rahmen der Light + Building Autumn Edition im Oktober vergab der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) in Kooperation mit der Wirtschaftsinitiative Smart Living e. V. (WI SL) den diesjährigen Preis, der alle zwei Jahre vergeben wird.

Gewinner in der Kategorie „Wohnbau“ ist das im fränkischen Eckental ansässige, auf BUS-Systeme spezialisierte Familienunternehmen Klaus Geyer Elektrotechnik. Ausgezeichnet wurde ein Projekt, bei dem ein selbstlernendes Gebäudesystem installiert wurde, das alle in die Villa integrierten Technologien und Medien über eine einzige Oberfläche bedien-, steuer- und überwachbar macht und zudem ganz auf die Anforderungen der Villenbewohner zuschneidbar ist.

Den Award in der Kategorie „Zweckbau“ holte sich die Volz E.K.T. GmbH aus Mannheim. Das Unternehmen setzte bei seinem Firmen-Neubau vor zwei Jahren ganz auf Energieautarkie und -effizienz. Zum Einsatz kommen hier unter anderem eine Wasser-Wärmepumpe, eine Aufdach-Photovoltaik-Anlage und ein Lademanagement für die Elektroflotte. Auch alle anderen Gebäudekomponenten – von der Beleuchtung über Verschattung, Heizung und Lüftung bis hin zur Klimatisierung – sind smart und miteinander vernetzt.

In der Kategorie „Anwendung im eigenen Unternehmen“ wurde die Anton Hieber GmbH ausgezeichnet. Das Unternehmen zeigt am Firmenstandort in Schwabmünchen, wie Erneuerbare Energien nachhaltig genutzt werden können. Photovoltaik-Anlage, ein integriertes Verschattungssystem, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Batteriespeicher und Elektromobilität sowie ein gebäudeübergreifendes Energiemanagementsystem machen es von fossilen Energieträgern unabhängig. Dabei können die Mitarbeitenden mithilfe vernetzter Technologien ihr Arbeitsumfeld ergonomisch und an individuelle Bedürfnisse anpassen.

Quelle: ZVEH / Delia Roscher

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Ästhetik statt Maschinen-Charme

27. Oktober 2022 - 11:53

Besitzer*innen einer Luft/Wasser-Wärmepumpe oder einer Split-Klimaanlage kennen das Problem: Ihr Außengerät befindet sich oft unübersehbar im Erholungsbereich auf der Terrasse, im Vorgarten oder an der Hauswand – notwendig und zweckmäßig, aber im Gesamtbild ein echter Störfaktor.

Um das Gerät zu verstecken, bastelt sich der eine oder die andere dafür einen Sichtschutz oder pflanzt eine Hecke davor. Einfacher geht es mit einer professionellen Verkleidung. In Frankreich sind diese schon seit Jahren üblich. In Deutschland gibt es sie seit Kurzem ebenfalls. Die Produkte des französischen Marktführers Devaux lassen sich jetzt auch hierzulande bestellen.

Abdeckung dient als Sicht- und Wetterschutz

„Eine dekorative Verkleidung bringt die Ästhetik zurück in den Außenbereich“, sagt Jean-Christophe Laporte. Der Geschäftsführer von Devaux versteht seine Abdeckungen als Designprodukte, die das Wohlfühlambiente fördern. Das Unternehmen hat sich als Vorreiter seit vielen Jahren auf die Gestaltung und Fertigung von Verkleidungen für Wärmepumpen und Klimaanlagen spezialisiert. „Die Abdeckhauben sind aber nicht nur ein stilvoller Sichtschutz, sondern je nach Modell zusätzlich auch ein hilfreicher Vandalismus- und Wetterschutz für die Klimaanlage oder die Wärmepumpe“, erklärt Laporte.

Selbstverständlich gewährleisten die Abdeckungen eine optimale Luftzirkulation und Funktionsweise der Geräte: „Die Luftzufuhr und -abfuhr jedes unserer Modelle wurde von unseren Entwicklern ausgiebig in einem Labor getestet“. Wichtig ist nur, den Mindestabstand zwischen Verkleidung und Gerät einzuhalten.

Die Produkte von Devaux sind mit den großen Marken bei den Wärmepumpen und Klimaanlagen kompatibel. Auch Maß- und Sonderanfertigungen sind möglich. Somit lässt sich jetzt fast jedes Gerät auf einfachem Wege geschmackvoll aufwerten und ins Gesamtbild integrieren.

Quelle: Devaux / Delia Roscher

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Gewährleistungen bei Immobilien auf dem Schirm haben

27. Oktober 2022 - 11:28

Plötzlich entdeckte Mängel erinnern sie unsanft an ihr Recht auf Gewährleistung. Doch bleiben Mängel erst einmal aus oder unentdeckt, gerät die Gewährleistungsfrist schnell in Vergessenheit. „Auf die Fristen sollte man unbedingt achten“, rät der Bamberger VPB-Experte Michael Fritsche, „denn häufig werden Schäden erst offenbar, wenn die Frist abgelaufen ist. Dann aber muss sie der Hausbesitzer in der Regel auf eigene Kosten reparieren lassen.“

Mängel in und am Haus

Klassische Mängel, die meist nicht auf Anhieb auffallen, sondern mitunter erst später Ärger machen, sind beispielsweise die schlechte Abdichtung des Kellers gegen Feuchtigkeit. Auch Risse im innenliegenden Mauerwerk, in Innenputzen und Fliesenspiegeln tauchen erst im Laufe der Zeit auf, ebenso wie Putzabplatzungen durch nicht fachgerecht eingeputzte Dampfbremsfolien. Risse und Schmutzfahnen, Feuchtigkeitsschäden an Fensterleibungen von bodentiefen Fensterelementen, Algenbildung und Vermoosungen in und auf Wärmedämmverbundsystemen sind ebenfalls Schäden, die erst nach einiger Zeit erkennbar sind.

Zugerscheinungen an Fenstern bemerken viele Bewohner*innen auch erst nach Längerem und oft durch Zufall, wenn sie einmal in der Nähe des Fensters sitzen. Auch nicht ausreichendes und falsch verlegtes Gefälle bei Flachdächern sowie fehlende Notüberläufe und Traufbleche bei geneigten Dächern fallen nicht immer schon bei der Abnahme auf, sondern oft erst nach Jahren. Riss- und Blasenbildung in Sockelputzen kommen ebenfalls erst mit der Zeit ans Tageslicht.

Auch eine schlechte Energiebilanz, die auf fehlerhaft ausgeführter Dämmung beruht, hohe Heizkosten infolge falsch dimensionierter Wärmepumpen oder die schlechte Erwärmung von Räumen mit Fußbodenheizungen – verursacht durch eine falsche oder gar fehlende Heizlastberechnung – werden erst im Laufe der Zeit offenbar, wenn etwa die Räume nicht richtig warm werden oder der Energieverbrauch der neuen Immobilie über den Erwartungen liegt. Werden solche Mängel aber nicht innerhalb der Gewährleistungsfrist erkannt und die Beseitigung beim zuständigen Bauunternehmen angemahnt, bleiben Hausbesitzer*innen auf seinen Schäden sitzen.

Gewährleistungsfrist bei Immobilien

Die Gewährleistungsfrist beträgt bei Verbraucher*innen – und das sind vor allem private Bauleute – fünf Jahre nach BGB und beginnt mit der Bauabnahme. Wird innerhalb dieser Zeit ein Mangel am Haus festgestellt, muss ihn der dafür zuständige Bauunternehmer in Ordnung bringen. Zwei Dinge sollte Bauleute dabei beachten: Sie müssen den Mangel schriftlich rügen und der Firma eine angemessene Frist zur Beseitigung setzen. Zudem muss der Mangel bei der richtigen Firma gerügt werden. Fordert man nämlich irrtümlich das falsche Unternehmen auf, den Schaden zu beseitigen, weil man beispielsweise nicht erkennt, woher ein Schaden rührt, dann kann die Firma den Hausbesitzer*innen ihre An- und Abfahrt und die Arbeitszeit in Rechnung stellen. Nur wer den Schaden zu verantworten hat, der muss ihn auch kostenlos beseitigen.

Viele Hausbesitzer*innen denken auch nicht daran, dass die Verjährungsfrist, auch nachdem der Schaden gemeldet wurde, einfach weiterläuft. Nur bei bestimmten nach VOB/B geschlossenen Verträgen verlängert sich durch die Zustellung der schriftlichen Mängelrüge die Verjährungsfrist. „Für den normalen Bauherrn kann die Zeit knapp werden“, erläutert Bauherrenberater Fritsche. „Vor allem, wenn sich der Bauunternehmer nicht rührt. Dann muss der Hausbesitzer rechtliche Schritte erwägen wie etwa ein selbstständiges Beweisverfahren oder eine Klage.“ Meldet sich Unternehmen und vereinbaren einen Besichtigungstermin, dann deuten Jurist*innen dies als Aufnahme von Verhandlungen, was die Verjährungsfrist unterbricht. Schlafen die Verhandlungen danach wieder ein, läuft die Frist weiter.

„Private Bauherren müssen ihre Interessen wahren“, betont Fritsche. „Das tun sie am besten, indem sie spätestens ein halbes Jahr vor Ablauf der Gewährleistungsfrist den unabhängigen Bausachverständigen mit der sogenannten Schlussbegehung des Hauses beauftragen. Viele Mängel sind für den erfahrenen Bausachverständigen nämlich früh absehbar, oft lange, bevor sie der Laie erkennt und sie echte Schäden nach sich ziehen.“

Tipp von Expert*innen

Mängel müssen richtig reklamiert werden. Jurist*innen sprechen von einer sogenannten Mängelrüge. Sofern eine „Mangelerscheinung“ festgestellt wird, muss dies dem Unternehmen angezeigt werden und ihm eine angemessene Frist zur Nachbesserung gesetzt werden. Wie das geht, hat der VPB in seinem Ratgeber „Gutachter hilft bei Mängeln!“ zusammengestellt. Der Ratgeber kann kostenlos heruntergeladen werden.

Quelle: VPB / Delia Roscher

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alpha innotec nimmt alte Wärmepumpen zurück

27. Oktober 2022 - 11:07

Elektrogeräte, die mit einer durchgestrichenen Mülltonne gekennzeichnet sind, dürfen nicht über den normalen Restmüll entsorgt werden. Sie müssen getrennt gesammelt und anschließend fachgerecht entsorgt werden. Nur so können die in den Geräten enthaltenen wertvollen Rohstoffe recycelt werden.

Der Gesetzgeber hat das im Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) klar geregelt. Wärmepumpen, vor allem aber deren Zubehör und Speicher fallen allerdings nicht unter das ElektroG. Das macht Endverbraucher*innen die Entsorgung schwer und nicht selten teuer.

Kund*innen, die ihr alpha innotec Altgerät entsorgen lassen wollen, können den alpha innotec Entsorgungspartner Zentek damit beauftragen. Zentek lässt ihr Altgerät abholen, entsorgt es fachgerecht und sorgt dafür, dass die in den Geräten enthaltenen Rohstoffe wieder dem Nutzungskreislauf zugeführt werden.

Quelle: alpha innotec / Delia Roscher

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