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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 50 Minuten 29 Sekunden

Bundesregierung tatenlos bei Energieeffizienz

17. August 2022 - 15:06

Benjamin Weismann, Geschäftsführer des Energieberaterverbands GIH: „Mit Blick auf die teilweise drastisch gestiegenen Lebens-, Zins- und Energiekosten benötigen Verbraucherinnen und Verbraucher Investitionssicherheit. Die plötzliche, harte Konditionsverschlechterung bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und vorausgegangene Förderstopps beim Neubau haben die Akzeptanz für energetisches Bauen und Sanierung am Markt stark geschwächt. Es braucht eine eindeutige Zusage der Bundesregierung in Sachen Energieeffizienz und langfristig ausgelegte Förderung.“ Der GIH kritisiert zudem, dass die Bestimmungen zum Wärmeschutz bei Neubauten in der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) aufgeweicht wurden.

Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der DENEFF: „Das Thema Energieeffizienz war nie wichtiger als heute. Aber die Bundesregierung ist tatenlos. Wir haben uns als DENEFF der Energiesparkampagne der Bundesregierung angeschlossen, erleben jedoch sogar das Gegenteil von dessen, was politisch notwendig wäre. Statt das bereits im Februar angekündigte Energieeffizienzgesetz auf den Weg zu bringen, wurden nun die Fördermittel für die Gebäudesanierung drastisch gekürzt. Im Industriebereich stockt die Förderung bereits seit Monaten. Dabei ist es wichtig, Investitionen in Maßnahmen anzustoßen, die Haushalte und Unternehmen dauerhaft aus der Energiekostenfalle befreien – und zwar ohne Frieren und Produktionseinschränkungen. Energieeffizienz muss ebenso wie der Ausbau der Erneuerbaren als übergeordnetes öffentliches Interesse vorangebracht werden“. Vorschläge für ein Energiesparpaket hatte die DENEFF bereits im März gemacht.

Im Juni hatte das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in einem breiten Verbändebündnis die Kampagne „80 Millionen gemeinsam für den Energiewechsel“ ins Leben gerufen. Dr. Thomas Engelke, Teamleiter Energie und Bauen beim Verbraucherzentrale Bundesverband reicht das nicht: „Energiesparen muss gemeinschaftlich erfolgen: Industrie, Handel und Gewerbe, der öffentliche Sektor und die privaten Haushalte müssen jetzt alles tun, um Energie, insbesondere Gas zu sparen. Energiesparappelle allein reichen aber nicht aus, um private Haushalte mittel- und langfristig von hohen Gas- und Energiepreisen zu entlasten, denn sie führen nicht zu den notwendigen strukturellen Investitionen in mehr Energieeffizienz bei der Gebäudehülle und in den schnellen Austausch von fossilen Heizungen. Daher muss die Gebäudehülle der schlechtesten Gebäude jetzt angefasst und energetisch saniert werden. Die Bundesregierung darf nicht auf Brüssel warten, hier entsprechende Standards zu setzen. Es sind über 20 Mrd. Euro erforderlich, um eine ambitionierte Gebäudesanierung in Ein- und Mehrfamilienhäusern umzusetzen.“

„Die Energiewende ist durch Putins Angriff auf die Ukraine und auf Europas Energieversorgung umso wichtiger geworden. Von Anfang an fußt die Energiewende auf drei Säulen aus: Mehr Erneuerbare, mehr Einsparung, mehr Effizienz. Doch statt die Energiewende als Ganzes anzugehen, lässt auch die Ampel die Einsparungen und die Effizienz stiefmütterlich links liegen. Doch hier entscheidet sich die Versorgungssicherheit – und nicht an der Frage, ob einzelne Atomkraftwerke länger laufen sollten. Genau deshalb ist es mehr als fahrlässig, wenn einzelne Regierungsvertreter eine rechtlich absolut unsichere Laufzeitverlängerung ins Gespräch bringen, statt die wirklichen Probleme anzugehen. Wir brauchen endlich mehr Mut zum Ordnungsrecht. Vor allem dort, wo sich Maßnahmen ohnehin lohnen: Heizungsoptimierungen, Sanierung der schlechtesten Gebäude, Umsetzung von wirtschaftlichen Maßnahmen in der Industrie“, bekräftigt Prof. Dr. Kai Niebert, Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR). „Je länger die Bundesregierung jetzt zögert, desto höhere Kosten kommen auf uns zu: auf jeden einzelnen und auf die Gesellschaft.“

Nach Schätzungen einer Studie des Exzellenzclusters ECONtribute muss Deutschland 20 bis 25 Prozent Erdgas in dieser Heizperiode einsparen.

Quelle: GIH / Delia Roscher

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Wärmepumpen-Offensive unterstützt Fassadendämmung

17. August 2022 - 14:35

Um hier sachgerecht argumentieren zu können ist es wichtig, den wechselseitigen Zusammenhang zwischen dem Einsatz einer Wärmepumpe und der Notwendigkeit einer Gebäudedämmung zu kennen, erklärt der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM). Dies gelte erst recht, nachdem gerade jetzt die geänderten Maßnahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) veröffentlicht wurden und der bisherige Fördersatz für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle von 20 Prozent auf 15 Prozent sinkt. Immerhin wurde die Möglichkeit einer fünfprozentigen Erhöhung beibehalten, wenn die Maßnahme im Zuge eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) durchgeführt wird. Die BEG-Änderungen werfen bei Investoren und Hausbesitzer*innen neue Fragen auf und darauf sollten Planer*innen, Architekt*innen und Fachhandwerk mit den richtigen Antworten reagieren. Es muss vermieden werden, so der Verband, dass energetische Modernisierungsmaßnahmen auf die lange Bank geschoben oder ganz fallengelassen werden. Mit dem Blick auf Wärmepumpen als einzige Lösung sei es aber nicht getan.

Generell kann der Einsatz von Wärmepumpen eine sinnvolle Maßnahme sein – im Neubau sowieso, aber auch bei Modernisierungen. Hier ist der tatsächliche Nutzen allerdings von zuvor erfüllten Voraussetzungen abhängig. Die Formel „Alte Ölheizung ‘raus + neue Wärmepumpe ‘rein = klimaneutral“ funktioniert in ungedämmten Bestandsbauten nicht.

Wann ist der Wärmepumpeneinsatz sinnvoll?

Wichtigste Voraussetzung: Gebäude müssen mindestens „Niedertemperatur-ready“ sein. Das ifeu-Institut hat das in einer Studie so definiert: Niedertemperatur-ready ist ein Gebäude dann, wenn es am kältesten Tag des Jahres mit einer Vorlauftemperatur der Heizung von 55°C auskommt. Diese maximale Messgröße bedeutet, dass man an den anderen Tagen, an denen es nicht so kalt ist, mit deutlich niedrigeren Vorlauftemperaturen auskommt bzw. auskommen muss. Und dann kann eine Wärmepumpe effizient arbeiten.

In ungedämmten Häusern aber muss das Heizungswasser aufgrund der hohen Wärmeverluste über die Gebäudehülle sehr hoch erwärmt werden, um die gewünschten Raumtemperaturen zu erreichen. Dazu brauchen Wärmepumpen sehr viel Strom. Das ist nicht nur teuer, sondern es stellt sich auch die Frage, wo der Strom herkommen soll. Klimaneutral ist eine Wärmepumpe schließlich nur dann, wenn sie mit sogenanntem „grünen Strom“ betrieben wird.

Die meiste Heizleistung wird im Winter benötigt und zu Tageszeiten, an denen keine Sonne scheint. Dann kommt der Strom aus dem Netz. Und zwar nicht nur für das eine Gebäude, sondern für alle gleichzeitig. Daraus entstehen enorme Spitzen im Stromnetz –zu Tageszeiten, wo erneuerbare Energie in Form von grünem Strom nur eingeschränkt zur Verfügung steht. Stromversorger behalten sich deshalb vor, in solchen Situationen die Wärmepumpen per Fernabschaltung vom Netz zu nehmen. Das ist in Gebäuden mit einer ausreichenden Wärmedämmung kein Problem, da kann man ein paar Stunden überbrücken, ohne dass die Räume auskühlen. In ungedämmten Häusern hingegen kann es je nach Temperaturgefälle von außen nach innen schnell unangenehm werden.

Stromkosten niedrig halten

Der Umstieg auf eine Wärmepumpe bedeutet den Wechsel von Öl oder Gas zu Strom. Auf den ersten Blick klingt das bei den explodierenden Energiepreisen nicht nach Kostensenkung, argumentiert der Verband Die Wärmepumpe hat allerdings den Vorzug, dass sie Wärme aus der Umgebung gewinnt. Diese Umgebungswärme ist kostenlos. Man heizt sozusagen mit einem Mix aus kostenloser Umgebungswärme und teurem Strom. Hier schließt sich der Kreis: Niedrige Vorlauftemperaturen senken die Stromkosten, dafür müssen die Wärmeverluste über die Gebäudehülle (Fassade, Fenster, Dach) so gering wie möglich gehalten werden. Dazu gehört als eine entscheidende Grundvoraussetzung die Wärmedämmung der Außenwände.

Nach dem Willen der Politik in Deutschland und Europa müssen Gebäude klimaneutral werden. Wärmepumpen leisten dabei einen entscheidenden Beitrag; deshalb ist die der-zeitige Wärmepumpenoffensive grundsätzlich richtig, so der VDPM. Fachliche Ansprechpartner von Investoren und Hausbesitzer*innen müssten daher im Gespräch verdeutlichen, dass Gebäude zunächst Niedertemperatur-ready gemacht werden müssen, damit Wärmepumpen effizient arbeiten können. Hier liegt der argumentative Ansatz, warum die Wärmepumpenkampagne der ebenso notwendigen energetischen Ertüchtigung der Gebäudefassade nützen kann.

Quelle: VDPM / Delia Roscher

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Umwandeln statt einspeisen

16. August 2022 - 14:48

Liefert die Sonne mehr Strom als gerade im Haus verbraucht wird, entsteht ein Überschuss. Lagert man diesen für späteren Gebrauch in einer Batterie ein, lässt sich der Eigennutzungsanteil einer Fotovoltaikanlage um rund 30 Prozent erhöhen. Eine noch ökonomischere Alternative bietet jedoch die Technik „Power to Heat“. Hier wandelt eine Wärmepumpe oder ein E-Heizstab übrige Elektrizität in Wärmeenergie um. Sie wird im Heizungswasser gespeichert und bei Bedarf abgerufen. Diese Methode ist preiswert, wartungsarm und vermag den Eigennutzungsanteil enorm zu steigern – bei einem typischen Photovoltaik-System mit 5 kWp auf rund 80 Prozent.

Wann welches Modul die verfügbare Sonnenenergie abgreifen soll, wird von dem Elektro-Eigennutzungsregler EER gesteuert. Über eine Messeinheit am Stromzähler überwacht er Leistung und Verbrauch. Der Hutschienen-Regler enthält bereits optimierte Funktionsmodi für alle aktuellen Wärmepumpen von Brötje. Das Modell BLW NEO kann sogar via Modbus leistungsgeregelt betrieben werden. Auch die Einbindung von Bestandsanlagen ist möglich, außerdem der Anschluss des E-Heizstabs ZE-EER mit sieben Leistungsstufen zum Beladen eines gängigen Pufferspeichers.

Quelle: Brötje / Delia Roscher

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Danfoss Praxisschein zum hydraulischen Abgleich

16. August 2022 - 13:21

Der hydraulische Abgleich ist eine der effektivsten Maßnahmen zur Heizungssanierung und oft auch kurzfristig umsetzbar. Das nötige Wissen können SHK-Fachhandwerker*innen jetzt noch rechtzeitig zum Beginn der nächsten Heizperiode erwerben – nach Feierabend sowie einfach und bequem vom heimischen PC aus. Die vier kostenlosen Live-Online-Abendschulungen des Danfoss Praxisscheins zum hydraulischen Abgleich vermitteln in rascher Abfolge alle Kenntnisse, die zur Durchführung des Abgleichs erforderlich sind: von Grundlagenwissen zu Vorgehensweise und BEG-Förderung über die Nutzung moderner Berechnungssoftware bis zur Berechnung konkreter Anlagen.

Teilnehmer*innen erhalten nicht nur ein Zertifikat und ein Geschenk, sondern können auch Fortbildungspunkte im Umfang von bis zu 24 Unterrichtseinheiten (UE) für die Verlängerung des Eintrags auf der dena Energieeffizienz-Expertenliste erwerben. Die 90-minütigen Schulungen finden am 13., 15., 20. und 22. September statt und können wahlweise komplett oder auch einzeln besucht werden. Beginn ist jeweils um 17 Uhr. Zur Anmeldung geht es hier.

Rechtzeitig zur Heizperiode wertvolles Fachwissen erwerben

Die vierteilige Praxisschein-Schulungsreihe beginnt mit der Vermittlung der Grundbausteine einer effizienten Wärmeverteilung sowie der Leitlinien einer strukturierten Vorgehensweise beim Abgleich von Radiatoren- und Flächenheizungen. Ein zweiter Basiskurs informiert dann darüber, welche Sanierungsschritte und Komponenten im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst werden und welche Nachweisverfahren jeweils zur Förderung von Einzelmaßnahmen in Wohn- und Nichtwohngebäuden erforderlich sind.

Den Einstieg in die Umsetzung vollzieht Kurs 3, der zeigt, wie sich mithilfe der Softwarelösung DanBasic 7 ein förderfähiger Abgleich nach Verfahren B gemäß VdZ-Bestätigungsformular berechnen lässt und die Wärmeverteilung auf die Anforderungen eines Wärmeerzeugers abgestimmt werden kann. Im vierten und letzten Kurs wird schließlich anhand eines realen Gebäudes (Doppelhaushälfte; Baujahr 1979) die Optimierung verschiedener Musteranlagen demonstriert. Der Schwerpunkt liegt auf der Temperaturoptimierung einer Bestandsanlage mit Heizkörpern, mit dem Ziel einer optimalen Funktion eines neuen Wärmeerzeugers. Die Teilnehmer*innen werden damit nicht zuletzt auf die Nachplanung von Heizanlagen vorbereitet, bei denen Öl- oder Gaskessel durch Wärmepumpen oder Biomassekessel ersetzt werden.

Kursplan Danfoss Praxisschein zum hydraulischen Abgleich (Dauer 90 Minuten, Beginn jeweils 17 Uhr):

  • 13. September 2022, Kurs 1: Hydraulischer Abgleich – endlich verständlich!
  • 15. September 2022, Kurs 2: Grundlagen der BEG
  • 20. September 2022, Kurs 3: Die Software DanBasic 7
  • 22. September 2022, Kurs 4: Berechnungsbeispiel Musteranlage

Quelle: Danfoss / Delia Roscher

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Fördermittel zur Fernwärme-Solarisierung ab September

15. August 2022 - 11:44

In der für September angekündigten neuen Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) sieht die Solarwirtschaft einen lang ersehnten „Startschuss zur Solarisierung von Deutschlands Fernwärmenetzen“. Nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) ermöglicht das neue attraktive Förderangebot der Bundesregierung vielen Stadtwerken und Kommunen, solarthermische Heizkraftwerke künftig zu einem ausgesprochen günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis zu errichten und damit künftig einen relevanten Anteil ihres Wärmebedarfs klimafreundlich zu sichern. Der Branchenverband rechnet vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise mit einer sehr starken Nachfrage nach dem zuvor von der Branche seit Jahren politisch eingeforderten Förderangebot. Insgesamt umfasst der Fördertopf nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck 3 Milliarden Euro bis 2026, wobei das Programm danach weitergeführt werden soll.

Förderangebot sollte auch genutzt werden

„Solarwärme aus solarthermischen Kollektorfeldern kann in Deutschland nun bereits für unter fünf Cent je Kilowattstunde geerntet und in lokale Nah- und Fernwärmenetze eingespeist werden. Dies wird viele Stadtwerke und Kommunen hinter dem Ofen hervorlocken und zu einer positiven Neubewertung der Solarthermie führen“, zeigt sich Carsten Körnig, der Hauptgeschäftsführer des BSW, zuversichtlich. 3000 politische und unternehmerische Entscheider*innen hat der Bundesverband jüngst angeschrieben und auf die gewaltigen ungenutzten Solarwärmepotenziale und das neue Förderangebot hingewiesen.

Solarwärme auf dem Vormarsch

Ganz Deutschland sucht inzwischen händeringend nach Alternativen zu dem Import fossiler Energieträger. Die klimafreundliche Wärmequelle ist hierzulande seit Jahrzehnten vornehmlich im Eigenheimbereich mit über 2,5 Millionen Solaranlagen weitverbreitet. Die Solarwärme konnte jedoch in den letzten Jahren bereits in rund 50 über das gesamte Bundesgebiet verstreuten Solaranlagen auch im Kraftwerksmaßstab ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

„In den kommenden zehn Jahren wollen wir mit Hilfe von großen Solarkraftwerken und einer Vielzahl kleiner Solardächer rund zehn Prozent des heimischen Raumwärmebedarfs decken“, beziffert Körnig die mittelfristigen Branchenziele. Um dieses Ziel zu erreichen, bedürfe es weiterer flankierender Maßnahmen seitens der Bundesregierung. Dazu zähle eine jährlich aufwachsende, verbindliche Quote zur Nutzung Erneuerbarer Energien im Bereich der Fernwärme sowie die Initiierung von Maßnahmen zur beschleunigten Standorterschließung wie der Privilegierung nach § 35 Baugesetzbuch. Am Rande der Besichtigung eines Solar-Heizkraftwerks in Potsdam auf Einladung des BSW äußerte Bundesbauministerin Klara Geywitz am 21. Juli die Absicht, diese Maßnahme prüfen zu wollen. Noch liegt der Anteil solarer Heizkraftwerke an der Fernwärmeproduktion im Promillebereich. Die Solarthermie ist nicht mit der bereits im Kraftwerksmaßstab deutlich stärker verbreiteten Photovoltaik zu verwechseln, die zur Stromerzeugung genutzt wird.

Hintergrund zum neuen Förderangebot und Beispiele solarer Heizkraftwerke zur Fernwärmeerzeugung 

Rund 50 solare Heizkraftwerke zur Nah- und Fernwärmeversorgung der Megawattklasse sind nach BSW-Angaben in Deutschland bereits in Betrieb. 50 weitere Solarkraftwerke befinden sich in Planung oder im Bau. Vor dem Hintergrund explodierender Gaspreise ist das Interesse an den zumeist ebenerdig errichteten Solarthermie-Parks bei Energieversorgern und Stadtwerken nach BSW-Angaben zuletzt deutlich gestiegen. Die jetzt angekündigte BEW wird es Kommunen, Stadtwerken und Energieversorgern deutlich erleichtern, Solarwärme zu nutzen. Die BEW sieht neben einem Investitionszuschuss in Höhe von 40 Prozent einen Betriebskostenzuschuss für eine Laufzeit von 10 Jahren vor. Die Lebensdauer solarthermischer Kraftwerke beträgt nach Branchenangaben rund 25 bis 30 Jahre.

Als Hilfestellung für kommunale Entscheider*innen hat der Branchenverband jüngst eine neue Info-Broschüre herausgegeben, die anhand von fünf der rund 50 bereits realisierten Fernwärme-Solarkraftwerke aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg veranschaulicht, welche konkreten Wärmeerträge und CO2-Einsparungen bereits jetzt erzielt werden konnten. Die Broschüre vermittelt Kontakte zu deren Machern und unabhängigen Beratungseinrichtungen.

Heute bereits weitaus verbreiteter als in großen Solarkraftwerken sind solarthermische Kollektoren auf den Dächern privater Immobilien. Bereits über 2,5 Millionen Haushalte nutzen nach BSW-Angaben in Deutschland Solarwärme zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Die Nachfrage war zuletzt sprunghaft gestiegen. Nach einer Anfang Mai im BSW-Auftrag durchgeführten YouGov-Repräsentativbefragung unter Immobilienbesitzer*innen plant jede*r Zehnte von ihnen in den kommenden 12 Monaten die Installation einer Solarheizung. Diese Investition wird über das Bundesamt für Wirtschaft (BAFA) ebenfalls gefördert. Auf Basis der Bundesförderung für effiziente Gebäude beträgt der Fördersatz hier künftig 25 bis 40 Prozent.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft / Delia Roscher

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Gute Luft für gesundes Wohnen

15. August 2022 - 9:57

Warum ist eine Lüftungsanlage eigentlich notwendig beim energieeffizienten Bauen und Renovieren?

Energieeffiziente Gebäude sind durch geringe Gebäudewärmeverluste und eine effiziente Anlagentechnik gekennzeichnet. Die Gebäudewärmeverluste wiederum setzen sich aus den Transmissionswärmeverlusten (also dem Wärmestrom durch die Bauteile der Gebäudehülle) und den Lüftungswärmeverlusten (also dem Wärmestrom beim hygienisch notwendigen Austausch der Luft) zusammen. Nur mit Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und mit Sensoren zur Erfassung der Luftqualität können die Lüftungswärmeverluste wirksam reduziert werden. Also: Ohne Lüftungsanlage würde man einen entscheidenden Teil des Energiebedarfs von energieeffizienten Gebäuden einfach vernachlässigen.

Welchen Vorteil besitzen Wohnungslüftungsanlagen im Gegensatz zur manuellen Fensterlüftung? Und welchen Beitrag leistet eine solche Anlage zum Thema gesunde Luft?

Empfehlungen für richtiges Fensterlüften kennen alle, nämlich regelmäßig und mehrmals am Tag möglichst in allen Räumen stoßlüften, im Winter ca. 5-10 Minuten, in den wärmeren Monaten ca. 10-30 Minuten. Aber wird das auch wirklich gelebt oder verhindern der normale Tagesablauf, lauter Straßenlärm oder eine staubbelastete Umgebung zu oft die Umsetzung dieser Ratschläge? Genau hier sind die Vorteile von Wohnungslüftungsanlagen zu erkennen. Sie funktionieren ohne konkrete Bedienung – und das kontinuierlich – sowie hygienisch (mit Filtern), bieten Schutz vor störenden Außengeräuschen (keine offenen Fenster und mit Schalldämpfern) und sind nicht zuletzt energieeffizient (mit Wärmerückgewinnung). Und insbesondere das Thema Hygiene hat in Pandemiezeiten natürlich einen ganz anderen Stellenwert bekommen. Dass dabei Lüftungsanlagen einen Beitrag insbesondere zur Verhinderung der Ansteckung über Aerosole leisten können, ist inzwischen wissenschaftlich abgesichert durch eine Vielzahl an Studien und Untersuchungen.

Wie hoch ist die durchschnittliche Heizenergieeinsparung beim Einsatz einer Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung in Prozent?

Eine spannende Frage. Tatsächlich lässt sich feststellen, dass die durch Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung eingesparte Menge an Heizenergie (in kWh/a) fast unabhängig vom baulichen Zustand des Gebäudes ist. Damit gilt, dass je besser ein Gebäude wärmegedämmt ist, die relative Einsparung (in Prozent) umso größer wird. In modernen Gebäuden liegen die Transmissionswärme- und Lüftungswärmeverluste grundsätzlich einer ähnlichen Größenordnung (also je 50 Prozent der Gebäudewärmeverluste). Durch eine Wärmerückgewinnung lassen sich mindestens 80 Prozent der Lüftungswärmeverluste zurückgewinnen. Wenn Sie eine solche effiziente Lüftungsanlage in einem sehr dichten Gebäude betreiben und wegen der Lüftungsanlage weitgehend auf das manuelle Fensterlüften verzichten, können Sie tatsächlich bis zu 40 Prozent der Wärmeverluste vermeiden.

Sind Lüftungsanlagen nicht laut, unhygienisch und verbrauchen viel Strom?

Wie bei jedem technischen System, ist auch bei einer Lüftungsanlage auf eine fachgerechte Planung, Installation und Wartung zu achten. Dann sind die angesprochenen Themen Schallschutz (Schutz vor Gerätegeräuschen mit Schalldämpfern), Hygiene (mit hochwertigen Filtern) sowie Energieverbrauch (mit hocheffizienten Ventilatoren) sehr gut in den Griff zu bekommen. Um es konkret zu machen: Filter sollten regelmäßig inspiziert und bei Bedarf gereinigt bzw. getauscht werden, als Richtwert gilt ein halbes Jahr für den Filterwechsel. Und beim Einsatz einer Zu-/Abluftanlage in einem Einfamilienhaus können Sie bei aktuellen Strompreisen mit zusätzlichen Stromkosten von ca. 100 bis 150 Euro pro Jahr für die Lüftungsanlage rechnen.

Mit welchen Kosten hat man bei der Anschaffung einer kontrollierten Wohnungslüftung zu rechnen?

Das hängt natürlich von den Randbedingungen ab: Wie groß ist die Wohnung bzw. das Gebäude? Welches Lüftungssystem wird eingesetzt? Wie sind die Marktbedingungen (Auslastung von Herstellern, Planern und Installateuren)?

Für ein Einfamilienhaus kann man bei der Investition in eine Lüftungsanlage mit Kosten zwischen 7.000 bis 12.000 Euro inkl. Montage rechnen. Wichtig ist es, sich vor Baubeginn über Fördermöglichkeiten zu informieren. So wird bspw. mit dem BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude, siehe www.kfw.de und www.bafa.de) der Einbau von Lüftungsanlagen im Bestand und im Neubau gefördert.

Sind die Betriebskosten (Wartung, Filterwechsel, Strom) einer Wohnraumlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung im Dauerbetrieb nicht höher als die eingesparten Heizenergiekosten?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass auch bei ungünstigen Verhältnissen die Einsparungen an Heizkosten auf jeden Fall die Betriebskosten für Wartung, Filterwechsel und Ventilatorstrom übersteigen. Die mögliche Einsparung hängt jedoch von vielen Randbedingungen ab: Lüftungssystem, Heizungssystem (insbesondere Energieträger), Nutzungsgewohnheiten und Gebäudestandort. Ein einfaches Beispiel: An einer vielbefahrenen Straße mit hoher Staubbelastung müssen Sie die Filter eventuell sogar vierteljährlich tauschen, die laufenden Kosten sind entsprechend höher. Auf eine Lüftungsanlage würden Sie aus hygienischen und schalltechnischen Gründen trotzdem nicht verzichten wollen.

Unabhängig von den Betriebskosten liegen natürlich die grundlegenden Vorteile von Lüftungsanlagen auf der Hand:

  • Hoher Wohnkomfort in Verbindung mit guter Luftqualität und hoher thermischer Behaglichkeit (kein Zugluftrisiko)
  • Wesentlicher Baustein für moderne, nachhaltige und energieeffiziente Gebäude
  • Wertsteigerung der Immobilie und nachhaltiger Bautenschutz durch Vermeidung von Feuchteschäden

Quelle: Initiative „Gute Luft“ / Delia Roscher

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Eine kurze Einführung in KNX

15. August 2022 - 0:00
Der Bedarf an Komfort und Vielseitigkeit beim Management von Heizungs-, Beleuchtungs- und Zugangskontrollsystemen für Einfamilienhäuser und Bürokomplexe wächst. Gleichzeitig wird der effiziente Umgang mit Energie immer wichtiger. Die Menschen wollen einen komfortablen, nachhaltigen und sicheren Ort zum Leben und Arbeiten, und da kommt die Automatisierung ins Spiel.
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Stroh clever genutzt

12. August 2022 - 10:04

Seine ökologischen Qualitäten machen Stroh zu einem hervorragenden Grundwerkstoff für klimabewusste Bauprojekte. Zudem weisen die Systemelemente von tempusDRY NATURE ebenso gute Produkteigenschaften auf wie beispielsweise die der Holzfaser-Serie tempusGREEN. Dritter Pluspunkt: Die Montage ist denkbar leicht. Die Systemelemente von tempusDRY NATURE können bei Bedarf an örtliche Gegebenheiten angepasst werden. Durch die Omega-Form der Wärmeleitlamellen wird das Rohr sicher in der richtigen Position fixiert. Die patentierte, klebefreie Befestigungstechnik der Wärmeleitlamellen, eine sogenannte rein mechanische Verbindung ermöglicht bei einem Rückbau eine sortenreine Trennung.

Spätestens seitdem das „Qualitätssiegel Nachhaltige Gebäude“ (QNG) zur Pflicht für eine KfW-Förderung geworden ist, rückt der Fokus stark auf entsprechende Baumaterialien. Auch die Faktoren Recycling und Rückbaubarkeit von Gebäuden oder Elementen technischer Gebäudeausstattung werden immer wichtiger. Mit dem Trockenbausystem von herotec kann eine Flächenheizung der Bauart B nach DIN 18560 und DIN EN 1264 auf Massiv- oder Holzbalkendecken erstellt werden. tempusDRY NATURE bietet somit eine ideale Lösung für ein nachhaltiges Zuhause.

Quelle: herotec / Delia Roscher

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Der Traum vom energieautarken Haus

12. August 2022 - 9:53
Ein außergewöhnliches Haus

Man sieht sie auf dem Dach, aber auch an der Fassade sind zahlreiche Photovoltaikmodule angebracht. Fast jeder Fleck wird für die Solarstromerzeugung genutzt, was insgesamt eine Leistung von 32 Kilowatt-Peak (kWp) ergibt. Bei einem Haus dieser Größe sind sonst 9 kWp schon viel.

Rund 32.000 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr liefern die vielen Photovoltaik-Module, erklärt Andreas Schulz, Besitzer dieses deutschlandweit einzigartigen Gebäudes. Es handelt sich um eines der erste Bestandsgebäude hierzulande, das zum quasi energieautarken Gebäude umgebaut wurde. Dafür sorgen die vielen Photovoltaikmodule, aber auch zwei Brennstoffzellen und zwei Elektrolyseure, die mit Hilfe des Stroms von den PV-Modulen aus Wasser Wasserstoff erzeugen. Letzterer wird dann wiederum im Winter zur Erzeugung von Wärme und Strom genutzt.

Der Wasserstoff dient als Speichermedium für den Solarstrom. „Das Wichtigste ist aber die hochwärmegedämmte Gebäudehülle. Ohne die würde ein Wasserstoffhaus nicht funktionieren“, betont Andreas Schulz. „Denn der Wärmebedarf wäre sonst einfach viel zu hoch.“

Der Weg zum energieeffizienten Haus

Als der Pensionär das Elternhaus Baujahr 1967 von seiner Mutter erbte, stand er vor der Frage, was damit tun. „Es gab zahlreiche Interessenten. Ich hätte das Haus 20-mal verkaufen können“, erzählt Andreas Schulz im Garten. Aber ein Verkauf kam nicht in Frage. Genauso wenig, wie das Haus abzureißen und ein neues, größeres an selber Stelle zu bauen. „Da steckt doch so viel graue Energie drin“, meint der Ingenieur und ehemalige Abteilungsleiter bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, der in allen Lebensbereichen großen Wert auf Klimaschutz und eine nachhaltige Lebensweise legt.

Bei einem Vortrag im Rahmen des Isnyer Energiegipfels wurde Andreas Schulz auf Dieter Herz aufmerksam. Dieser betreibt im nahegelegenen Weitnau das Planungsbüro Herz & Lang, das sich auf energieeffizientes Bauen und Sanieren spezialisiert hat. Dieter Herz gilt als Passivhaus-Pionier und ist weit über die Grenzen des Allgäus als Experte auf diesem Gebiet bekannt.

Zunächst sah laut Dieter Herz alles danach aus, das Gebäude mit 210 Quadratmeter Wohnfläche auf Effizienzhaus-100-Niveau zu sanieren. „Aber dann sagte der Bauherr, das sei ihm zu wenig. Zudem kam das Thema Wasserstoff auf“, fügt Dieter Herz hinzu. Und so wurde in der Planung nachgebessert, um die Gebäudehülle noch energieeffizienter zu machen – indem zum Beispiel in verschiedenen Bereichen Passivhaus-Komponenten der Vorzug gegeben wurde. In der Planung als auch in der Ausführung wurde laut Dieter Herz auch sehr stark auf die Reduzierung von Wärmebrücken und eine besonders luftdichte Bauweise geachtet.

Viele Faktoren mussten beachtet werden

In energetischer Sicht der schlechteste Bereich war der Keller, der dank einer Hanglage für die Einliegerwohnung teilweise auch für die Hauptwohnung genutzt werden kann. Daher wurde auf die alte Bodenplatte Fensterstürze höher gesetzt. Die Dämmstärke im Dachbereich beträgt insgesamt 24 Zentimeter (18 Zentimeter Zellulosedämmung und sechs Zentimeter Holzweichfaserplatte). Die Putzfassade ist mit 20 Zentimeter Steinwolle gedämmt. Und die alten Fenster wurden durch dreifach-verglaste Passivhaus-Fester ersetzt. Für ein angenehmes Raumklima sorgt zudem eine zentrale Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. „Ein sehr wichtiger Aspekt“, betont Experte Dieter Herz. Denn durch die hohen Grad an Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlage können im Winter die Energieverluste bei der Frischluftzufuhr auf ein Minimum reduziert werden.

Auf der Grundlage einer intensiven Planung und einer konsequenten Bauleitung entstand dank der sehr guten Wärmedämmung und der hohen Luftdichtheit der Gebäudehülle sowie der Umstellung der Basistechnik von einem Ölkessel auf eine Erdwärmepumpe ein Effizienzhaus 70. Damit waren die baulichen Voraussetzungen für das Wasserstoffhaus geschaffen, erklärt Hausbesitzer Andreas Schulz, während er die Tür zum Technikraum im Keller öffnet. Dort steht das Herzstück der Haustechnik.

Wasserstofftechnik für sonnenarme Tage

Das Prinzip, das hinter der Wasserstofftechnik steckt, ist eigentlich recht simpel, sagt Andreas Schulz: Im Sommer liefern die Photovoltaikmodule Sonnenstrom im Überfluss. Ein kleiner Teil des überschüssigen Stroms wandert in einen Kurzzeitbatteriespeicher, um das Haus nach Sonnenuntergang mit Strom zu versorgen, oder wird zum Laden eines Elektroautos genutzt. Der restliche Sonnenstrom versorgt die beiden Elektrolyseure mit Strom, der aus Wasser Wasserstoff produziert. Dabei entsteht Abwärme, die für den Brauchwasserspeicher genutzt wird. Der Wasserstoff wiederum wird über eine Leitung in Stahlbehältern gesammelt, die in einem kleinen Häuschen im Garten stehen. Auf diese Weise lässt sich die Sonnenenergie über Monate hinweg speichern und auch im Winter einsetzen – dann eben, wenn die solaren Gewinne gering sind.

Reichen die solaren Erträge an Wintertagen nicht aus, um genügend Strom und Wärme zu produzieren, wird Wasserstoff aus dem Speicher den beiden Brennstoffzellen zugeführt. Diese wandeln den Wasserstoff in Strom um. Den Strom nutzt die Wärmepumpe, die entstehende Abwärme wird über die Lüftung fürs Heizen genutzt, erklärt Andreas Schulz.

Die Erfahrung aus dem ersten Winter zeigen, so der Hausbesitzer, dass die Anlage für die komplette Autarkie derzeit noch ein wenig unterdimensioniert ist. „Nur 500 Kilowattstunden haben gefehlt“, berichtet Andreas Schulz. Bevor der Wasserstoffspeicher vergrößert wird, will er aber noch den nächsten Winter abwarten, um weitere Erkenntnisse zu sammeln.

„Ich habe es noch keine Sekunde bereut, diesen Weg zu gehen“, betont Andreas Schulz. Gleichzeitig macht er keinen Hehl daraus, dass die Investitionskosten für die Wasserstoff-Technik sehr hoch waren und sich derzeit bei weitem nicht rechnen. „Kostendeckend arbeitet die Anlage grob geschätzt ab einem Strompreis von einem Euro für die Kilowattstunde“, erklärt Andreas Schulz. „Davon sind wir trotz aller Preissteigerungen immer noch ein gutes Stück entfernt. Aber wer weiß, wie sich die Energiekosten weiterentwickeln.“ Bis dahin darf sich Andreas Schulz als Idealist und Vorreiter fühlen, der mit seinem Haus zeigt, dass energieautarke Gebäude keine Utopie sind. Und seine Mieter im Wasserstoffhaus profitieren schon einmal von stabil bleibenden Nebenkosten. Davon können andere Mieter derzeit nur träumen.

Quelle: Roland Wiedemann / Delia Roscher

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Remko ergänzt Serie der Kaltwasser-Erzeuger mit KWP 600 Eco

11. August 2022 - 15:26

Das Grundmodell mit zwei Kits lassen sich zu einer leisen bzw. sehr leisten Variante ausbauen. Der Schalldruckpegel sinkt dann von 54,7 auf 50,9 oder auf 48,3 dB(A). Zu den weiteren optionalen Features zählen der Sanftanlauf, der Speicher von 200 l oder die Schaltschranklüftung.

Mit diesen Möglichkeiten kann der KWP 600 Eco exakt auf die Anwendung konfiguriert werden, bis hin zum Hydraulikkreis. Darüber hinaus ist er wahlweise mit Standard- oder Hochdruckpumpe erhältlich. Über das integrierte 4-Wege-Umschaltventil findet der Wechsel zwischen Kühlen und Heizen statt.

Für einen sicheren und konstanten Betrieb überwacht ein Strömungswächter den Medium-Volumenstrom. Ergänzt wird die Installation entweder mit 3-Wege-Ventilen inklusive Bypass, einer hydraulischen Weiche zum Aufbau eines Primär- und Sekundärkreises oder einem volumenstromabhängigen Bypass. Remko gibt den Nennvolumenstrom Kühlen für den KWP 600 Eco mit 10,4 m³/h an.

Alle Einstellungen erfolgen über den Regler. Hier lassen sich auch Gerätedaten auslesen. Für die Anbindung an die GLT sind potenzialfreie Schaltkontakte enthalten. Durch die Ergänzung mit einer Modbus-Schnittstelle kann das Modbus-Datenprotokoll zur Verfügung gestellt werden. Auch noch erwähnenswert: Durch die Konstruktion gemäß Ökodesign-Richtlinie ist das Gerät förderfähig.

Alle Kaltwassererzeuger der Serie KWP Eco können aufgrund der Wärmepumpenfunktion als primäre Heizquelle eingesetzt werden. Das funktioniert bis zu -10 °C Außentemperatur, dann werden mit einem zweiten Wärmeerzeuger die tieferen Außentemperaturen abgedeckt. Diese Kombination reduziert den Verbrauch fossiler Brennstoffe auf ein Minimum.

Quelle: Remko / Delia Roscher

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DEN und Sto bieten kostenlose Erstberatung für Fassadensanierung an

10. August 2022 - 10:24
So funktioniert es

Rufen Sie unter https://www.deutschesenergieberaternetzwerk.de/energieberatersuche/ die DEN-Expertensuche auf. Geben Sie dann Ihre Postleitzahl ein. Wählen Sie bei den Dienstleistungen „Sto-Aktion: Fassade sanieren“ aus. Klicken Sie auf den Button „Suche“. Anschließend nehmen Sie telefonisch Kontakt zu einem der angezeigten Energieeffizienz-Expert*innen in Ihrer Nähe auf. Nennen Sie bei der Kontaktaufnahme das Kennwort „Sto-Aktion“ – die 30-minütige telefonische Erstberatung ist dann für Sie kostenlos!

Über Energieberatung

Gebäude-Energieberater*innen sind in der Regel die erste Anlaufstelle, wenn ein Wohngebäude saniert werden soll. Denn Energieberater*innen erstellen vor der Sanierung eine individuelle Beratung für das Gebäude, die beispielsweise in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) stattfinden kann.

Eine professionelle Energieberatung vor Inanspruchnahme der Bundesförderung für effiziente Gebäude ist empfehlenswert und führt teilweise zu verbesserten Förderbedingungen. Bei Maßnahmen wie beispielsweise der Sanierung der Fassade ist die Hinzunahme von Energieberater*innen sogar verpflichtend, um eine Förderung zu erhalten.

Im Deutschen Energieberater-Netzwerk sind geprüfte Energieberater*innen aus unterschiedlichen Berufsgruppen zusammengeschlossen, beispielsweise Ingenieur*innen, Architekt*innen, Techniker*innen oder Planungsbüros. Sie bieten neutrale und wirtschaftlich unabhängige Beratungs- sowie Planungsleistungen zum energieeffizienten Bauen beziehungsweise Modernisieren an und haben sich hohen Qualitätsstandards durch regelmäßige Vor- und Weiterbildung verschrieben.

Quelle: DEN / Delia Roscher

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Was Arbeitgeber jetzt wissen sollten

10. August 2022 - 9:55
Wer ist anspruchsberechtigt?

„Unbeschränkt Steuerpflichtige mit Einkünften in 2022 aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbständiger Arbeit sowie nichtselbständiger Arbeit erhalten die EPP ab September dieses Jahres entweder über ihren Arbeitgeber oder über die Einkommensteuervorauszahlung des dritten Quartals beziehungsweise die Jahressteuererklärung für 2022“, erklärt Isabel Franzka, Geschäftsführerin und Steuerberaterin des Beratungsverbunds ABG-Partner.

Stichtag für die Beurteilung des Anspruchs ist der 1. September 2022. Auch beim Bezug von Lohnersatzleistungen wie Kranken-, Eltern- oder Kurzarbeitergeld ist die EPP vom Arbeitgeber zu gewähren. Ungekürzt wird sie denen zukommen, deren Einkommen nicht den Grundfreibetrag überschreitet, für alle anderen Erwerbstätigen ist die Pauschale steuerpflichtig.

Wann wird die Auszahlung der EPP durch Arbeitgeber*innen fällig?

Wann die EPP von Arbeitgeber*innen des ersten Dienstverhältnisses ausgezahlt wird, hängt vom Intervall der jeweiligen Lohnsteueranmeldung ab. Bei einer monatlichen Anmeldung werden Arbeitnehmer*innen die Pauschale in der Regel im September erhalten. Bei einer vierteljährlichen Lohnsteuer-Anmeldung kann sie von Arbeitgeber*innen im Oktober ausgezahlt werden. Sollte hingegen eine jährliche lohnsteuerliche Anmeldung Usus sein, können Arbeitnehmer*innen die EPP über die Einkommensteuererklärung bekommen.

Worauf Unternehmen jetzt achten sollten

„Arbeitgeber müssen die EPP nicht selbst tragen, sie können sich das Geld für die Auszahlung der Pauschalen zurückholen. Dazu ziehen sie deren Gesamtbetrag von der einzubehaltenden Lohnsteuer ab und machen die EPP bei der Lohnsteueranmeldung separat geltend“, sagt Isabel Franzka.

Bei einer monatlichen Anmeldung der Lohnsteuer ist der Betrag mit der Anmeldung für August bis zum 12. September 2022 abzusetzen, bei einer vierteljährlichen Anmeldung bis zum 10. Oktober 2022 und bei einer jährlichen bis zum 10. Januar 2023. Sollte der Betrag für die Pauschalen insgesamt über dem Betrag der abzuführenden Lohnsteuer liegen, gleicht das Finanzamt die Differenz aus. Die Kosten für den organisatorischen Aufwand der Auszahlungen bekommen Arbeitgeber*innen zwar nicht erstattet, sie können sich allerdings steuermindernd auswirken.

Die Gewährung der EPP ist darüber hinaus in der Lohnsteuerbescheinigung durch den Buchstaben „E“ kenntlich zu machen. „Sollten bei Arbeitgebern Unklarheiten über die korrekte Handhabung der Auszahlung der Energiepreispauschale bestehen, ist ein Hinzuziehen von Steuer- und Wirtschaftsexpert*innen ratsam. Sie wissen um Abläufe und Einzelheiten“, rät Isabel Franzka.

Quelle: ABG-Partner / Delia Roscher

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Stromerzeugendes Heizen mit der Brennstoffzelle von Brötje

9. August 2022 - 12:55

„Kalte Verbrennung“ und „Kraft-Wärme-Kopplung“ heißen die hochmodernen Technologien, die das Brennstoffzellen-Heizsystem BZS 24/700 so effizient und umweltschonend machen. Innerhalb des Gerätes spaltet ein sogenannter Reformer Erdgas in ein wasserstoffreiches Prozessgas auf. Eine elektrochemische Reaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff erzeugt anschließend Wärme (bis 22,8 kW Heizung / bis 29 kW Warmwasser) und elektrische Energie (0,705 kW). Verbrauchen Nutzer*innen diesen Eigenstrom vor Ort, anstatt Elektrizität aus dem Netz zu beziehen, sparen sie nicht nur kräftig am Preis. Er kann auch den CO2-Ausstoß für den Hausstrom um bis zu 50 Prozent senken.

Perfekt für Ein- und Zweifamilienhäuser

Zum Paket des BZS 24/700 von Brötje gehören ein 300 Liter fassender Pufferspeicher sowie ein Spitzenlast-Brennwertkessel. Letzterer steuert bei hohem Wärmebedarf zusätzliche Heizleistung bei und kann mit 20 Prozent Wasserstoffanteil im Erdgas betrieben werden. Über das Hydraulikmodul lässt sich ein zweiter gemischter Heizkreis einbinden. Eine integrierte Frischwasserstation garantiert beste Trinkwasserhygiene. Alle Komponenten finden auf einer Fläche von 208 x 178 cm Platz und passen mit 187 cm Höhe auch in niedrige Kellerräume.

Am sieben Zoll großen Touchscreen oder per Mobil-App lassen sich aktuelle Daten abrufen und modulspezifische Einstellungen vornehmen. Durch das präzise und bedarfsgerechte Zusammenspiel aller Elemente erreicht das Brennstoffzellen-System eine optimale Brennstoffverwertung mit einem Gesamtwirkungsgrad von 93,7 Prozent und eine Energieeffizienzklasse von A+++. Das KfW-Förderprogramm 433 leistet bis zu 40 Prozent Zuzahlung zu allen Anschaffungs- und installationsrelevanten Kosten. Vorab vereinbarte Wartungsverträge sichern einen langen und dauerhaft effizienten Betrieb des Systems und werden daher ebenfalls finanziell bezuschusst. Die Bearbeitung individueller Förderanträge übernimmt auf Wunsch der Brötje Förderservice.

Quelle: Brötje / Delia Roscher

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Bauexpertise trifft auf Klimapsychologie

9. August 2022 - 8:57

Angesichts steigender Energiepreise gewinnt die energieeffiziente Bauweise weiter an Bedeutung. Je weniger Energie wir für den Betrieb unserer Gebäude benötigen, desto leichter erreichen wir eine unabhängige, klimafreundliche und bezahlbare Strom- und Wärmeversorgung. Wie uns das gelingen kann, zeigen Bauschaffende und Wissenschaftler auf der 14. EffizienzTagung. Auf der begleitenden Fachausstellung können sich die Besucher*innen über einschlägige Produkte und Dienstleistungen informieren.

Das bundesweite Branchentreffen für Energieberater*innen, Architekt*innen, Bauingenieur*innen, Planer*innen und Handwerker*innen findet am 11. und 12. November 2022 in Hannover und online statt. Dabei kommen nicht nur Bauspezialisten zu Wort. Expert*innen aus der Klimapsychologie und Philosophie geben Impulse, wie wir mehr Menschen für eine nachhaltige Bauweise begeistern können. Gekoppelt mit Fachvorträgen und Praxisbeispielen hält die Veranstaltung vielfältige Ansätze für klimaneutrales, sozialverträgliches Bauen und Sanieren bereit. Organisiert wird das Branchentreffen vom Energie- und Umweltzentrum am Deister (e.u.[z.]) in Kooperation mit dem enercity-Fonds proKlima.

Eine Teilnahme via Live-Übertragung ist zum Preis von 224 Euro (zzgl. MwSt.) möglich. Studierende erhalten ein vergünstigtes Ticket. Weitere Infos hier.

Quelle: EffizienzTagung / Matthias Heilig

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Team RoofKIT gewinnt den „Solar Decathlon 21/22“

8. August 2022 - 14:40

Am Beispiel des Cafés Ada in Wuppertal zeigte das Team RoofKIT, wie bisher ungenutzte Flächenressourcen in der Stadt sinnvoll genutzt werden können; in diesem Fall die Dachflächen. Das zweistöckige Café Ada wurde exemplarisch mit drei weiteren Geschossen ergänzt. Den Übergang zwischen Bestand und Neubau bildet die sogenannte „Urban Gap“, einem multifunktional, öffentlich nutzbarem Tanzsaal, anschließend folgen zwei Wohngeschosse in modularer Leichtbauweise.

Zur Umsetzung des Konzeptes wurden ausschließlich nachhaltige Materialien eingesetzt, wie zum Beispiel die ökologischen Lehmbaustoffe von Claytec. Die Konstruktion ist sortenrein trennbar, sie ist über Schwalbenschwanzverbindungen miteinander verbunden bzw. gesteckt. Zentral gelegen befindet sich ein Versorgungskern, der Technik, Küche und Bad enthält und die notwendigen Leitungen bündelt. Dadurch wird der Raum drum herum frei bespielbar. Die Hauptwände bestehen aus Lehmbauwänden von Claytec, die Lehmbauplatten schwer (Lemix) sowie dem Lehm-Oberputz fein 06 und dem Yosima Lehm-Designputz in Weiß. Die Lehmbauplatten, die einfach in der Wand, und des Weiteren doppellagig im Boden eingesetzt wurden, dienen als thermische Speichermasse.

Die Lehmwände regulieren eindrucksvoll das Raumklima und stellen eine konstante und gesunde Luftfeuchtigkeit sicher. Im Falle des Rückbaus kann der Lehmputz ganz einfach mit Wasser gelöst und wiederverwendet werden. Der Ansatz der Sortenreinheit konnte die Jury überzeugen und verhalf dem Team zum Gesamtsieg in dem internationalen Innovationswettbewerb.

Quelle: Claytec / Matthias Heilig

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Das Who-is-who der Energiewende treffen

8. August 2022 - 13:50

Der hochkarätig besetzte Fachkongress bringt Architektinnen und Architekten, Handwerker*innen sowie Immobilienunternehmen und Genossenschaften mit renommierten Fachleuten zusammen. Das Vorhaben ist so ambitioniert wie kein anderes in der Europäischen Union: Mit der Renovation-Wave-Strategie will die EU-Kommission die Schlagzahl an energetischen Sanierungen in den nächsten Jahren verdoppeln – und gleichzeitig die Wohnqualität verbessern sowie neue Arbeitsplätze schaffen. Mit welchen Technologien ist das effizient und bezahlbar umsetzbar?

Diese drängende Frage will der Kongress beantworten. Die Rednerliste liest sich wie das Who-is-Who der Energiewende: Zu den Rednern gehören unter anderem Prof. Dr. Dr. Hans Joachim Schellnhuber (em. Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung), Prof. Dr. Michael Braungart (Nachhaltigkeitspionier, Miterfinder des Cradle-to-Cradle-Prinzips), Manfred Josef Hampel (Institut für Nachhaltigkeit Österreich), Franz Alt (Journalist, Buchautor), Prof. Uwe Meiendresch (Vorsitzender Richter am Landgericht Aachen, Experte im Bereich Bau- und Mietrecht) sowie weitere hochkarätige Fachleute aus der Baubranche.

Sie werden mit ihren Beiträgen die Ist-Situation beschreiben. „Dabei geht es uns nicht um das Abstrakte, sondern um das ganz Konkrete: Wie können wir es schaffen, die Pläne der EU umzusetzen? Schließlich stecken darin für alle Fachbesucherinnen und -besucher auch eine Menge Chancen“, bringt es Georg Meyer auf den Punkt. Der Geschäftsführer der Solinger Smart-Klima GmbH hat den Kongress ins Bergische Land geholt. Er ist überzeugt: „Ohne Innovationen bei energetischen Sanierungen werden wir die EU-Pläne nicht umsetzen können. Wenn wir den Klimawandel noch aufhalten wollen, müssen wir uns an die Ziele der EU halten und bis 2032 unseren CO2-Ausstoß reduzieren. Dafür brauchen wir ganz dringend neue Impulse.“

Begleitet wird der Kongress durch eine Fachausstellung, bei der die Teilnehmenden sich im Detail über die innovativen Technologien informieren und anmelden können. Tickets für die Veranstaltung gibt es hier.

Quelle: SMART-KLIMA / Matthias Heilig

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HEA und VfW erarbeiten Vorschläge für verbesserte Anrechenbarkeit im Ordnungs- und Förderrecht

5. August 2022 - 14:00

Eine konstant niedrige Sanierungsrate sowie unelastische, lange Investitionszyklen bremsen den Klimaschutz im Gebäudesektor. Um die Treibhausgaslast zu reduzieren, braucht es den Einsatz hocheffizienter Technologien. Ansonsten wird Deutschland die jährlichen CO2-Minderungsziele des Gebäudebereichs und das Ziel der Klimaneutralität wohl verfehlen.

Aus der Sicht der HEA und dem VfW stellt die ventilatorgestützte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (WRG) eine Schlüsseltechnologie auf dem Weg zur Wärmewende dar. Eine Studie des ITG (Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden) et al. für den VfW zeigt auf, wie hocheffizient diese Technologie ist. Um die 90 Prozent der Wärme aus der Abluft können dabei zurückgewonnen werden. Die Heizlast eines Gebäudes verringert sich dabei im Schnitt um 25 Prozent.

Dazu Christian Bolsmann, Vorstandsvorsitzender des VfW: „Als hervorragendes Komplementärsystem von Wärmepumpen kann die Lüftung mit Wärmerückgewinnung so vor allem den Strombedarf von Wärmepumpen an kalten Spitzenlasttagen glätten. Die Wärmerückgewinnung trägt damit zur Entlastung des Stromnetzes bei.“

„Insbesondere in diesen Zeiten einer drohenden Energiekrise gilt es, die durch die Anlagentechnik zurückgewonnene Wärme in Ordnungs- und Förderrecht mit Erneuerbaren Energien energetisch gleichzustellen.“, sagt Dr. Jan Witt, Geschäftsführer der HEA-Fachgemeinschaft. „Dafür entwickeln wir im Schulterschluss mit dem VfW und weiteren Fachverbänden Vorschläge für eine praktikable Umsetzung“, sagt Witt abschließend.

Quelle: HEA / VfW / Matthias Heilig

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Weltweit erste Klinik im Passivhaus-Standard

4. August 2022 - 13:55

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir übergab das Zertifikat zusammen mit dem Passivhaus Institut. Er lobte das Gebäude, dessen energetischer Standard weit über den gesetzlichen Anforderungen liege. Im Auftrag des Landes Hessen hatte das Passivhaus Institut für dieses Pilotprojekt eine Grundlagenstudie erstellt. Zudem begleitete das Forschungsinstitut den Neubau. „Dieser Krankenhausbau zeigt, wie Klimaschutz im Gebäudesektor gelingen kann. Genau das brauchen wir“, erklärte Al-Wazir bei der Übergabe des Zertifikats.

Quelle: Klinikum Frankfurt Höchst / Matthias Heilig

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Habeck kündigt kurzfristige Ausweitung von Biogasproduktion an

29. Juli 2022 - 12:55

Zur Sicherung der Gasversorgung im kommenden Winter sollen laut den Aussagen des Wirtschaftsministers per Verordnung Begrenzungen der jährlichen Maximalproduktion ausgesetzt werden.

Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüro Bioenergie kommentiert: „Es ist ein mutmachendes und erfreuliches Signal aus dem Bundeswirtschaftsministerium, die Biogasproduktion kurzfristig anheben zu wollen. Wie bereits in den vergangenen Wochen wiederholt betont, kann und will die Bioenergiebranche durch eine kurzfristige Ausweitung ihrer Produktion die Situation auf dem Gasmarkt bereits im kommenden Winter entschärfen. Hierfür gilt es, wie bereits im Statement angeklungen, Begrenzungen für die Gas- und Stromproduktion zu beseitigen. Um möglichst viele Fesseln der Branche zu lösen, also die angesprochene maximale Leistungsfähigkeit zu ermöglichen, bedarf es vor allem Erleichterungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie im Bau- und Genehmigungsrecht. Somit ließen sich kurzfristig etwa 20 Prozent Leistung im aktuellen Biogasanlagenbestand zusätzlich mobilisieren. Dies entspricht insgesamt 19 Milliarden Kilowattstunden Gas bzw. 7 Milliarden Kilowattstunden Strom zuzüglich Wärmeerzeugung. In unserem kürzlich erarbeiteten Positionspapier machen wir darauf aufmerksam, dass heimische und nachhaltige Bioenergie einen relevanten Beitrag zur Deckung der Energielücke bei Strom, Wärme und Gas im kommenden Winter leisten kann und welche Hürden nun ausgeräumt werden sollten.“

Quelle: Hauptstadtbüro Bioenergie / Delia Roscher

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Sparpotenziale von Nebenkosten bis Wohnungsmängel

29. Juli 2022 - 12:55

Bezahlbarer Wohnraum ist längst nicht mehr nur in Ballungsräumen knapp. Zur Kaltmiete sind zudem bis zu 2,88 Euro pro Quadratmeter monatlich für Betriebskosten zu zahlen – dabei sind in der Berechnung der sogenannten „zweiten Miete“ die exorbitanten Energiepreissteigerungen seit Ende 2021 noch nicht enthalten. Und wer eine Indexmiete vereinbart hat, fürchtet angesichts der galoppierenden Inflation bald einen drastischen Mietenanstieg. Der neue Ratgeber „Mietkosten im Griff“ – gemeinsam von der Verbraucherzentrale und dem Deutschen Mieterbund herausgegeben – zeigt anschaulich, wo und wie die Ausgaben fürs Wohnen gedeckelt werden können. Und das nicht nur mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen, sondern auch bei den alltäglichen Mietfragen von der Wohnungssuche über Schönheitsreparaturen bis hin zur Kündigung des Mietverhältnisses.

Wie hoch darf meine Miete sein? Welche Klauseln im Mietvertrag können teuer werden? Muss ich hinnehmen, dass die defekte Heizung wochenlang nicht repariert wird? Um wie viel darf die Miete bei einer energetischen Sanierung angehoben werden? Anhand zahlreicher Fallbeispiele wird die Rechtslage praktisch erläutert. Und Musterbriefe helfen, eigene Ansprüche zu formulieren, Fristen zu beachten und Rechte durchzusetzen. Außerdem bietet der Ratgeber aktuelle Informationen zur Mietpreisbremse, zur Kündigung bei der Umwandlung in Eigentumswohnungen sowie zu den Maßnahmen im Entlastungspaket der Bundesregierung, um die rasant gestiegenen Kosten fürs Heizen abzufedern.

Der Ratgeber „Mietkosten im Griff. Nebenkosten, Mieterhöhung, Wohnungsmängel“ hat 192 Seiten und kostet 16,90 Euro, als E-Book 12,99 Euro. Der Ratgeber ist auch in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale erhältlich.

Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz / Delia Roscher

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