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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 5 Minuten 27 Sekunden

Nachruf auf Dipl.-Ing Bernd Unger

vor 7 Stunden 51 Minuten

Schon als junger Mann machte sich Bernd Unger mit seinen wärmetechnischen und elektromechanischen Erfindungen einen Namen und gewann einige Forschungswettbewerbe. Nach seinem Studium der Elektrotechnik gründete Bernd Unger 1989 das Unternehmen Naturhaus Sachsen (später Unger Diffutherm) und schulte Architekt*innen, Verarbeiter*innen und Bauherren. Angetrieben von seiner Passion für wohngesundes Bauen startete er erste Testreihen mit Platten aus Holzfasern zum Verputzen.

Mit der ersten allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung in Europa für ein putzfähiges Dämmsystem aus Holzfasern schaffte er den Durchbruch in der Dämmstoffbranche. Daneben war er Gründungsmitglied des Verbandes Holzfaserdämmstoffe e. V. Mit über 70.000 Objekten, die mit der natürlichen Holzfaserplatte gedämmt wurden, und zahlreichen Geschäftspartnern in ganz Europa, entwickelte sich Unger Diffutherm zu einem erfolgreichen mittelständischen Unternehmen. Bernd Unger liebte und lebte seine Arbeit und wurde vom gesamten Team zu jeder Zeit sehr geschätzt

2017 übergab er die Geschäftsleitung seiner Tochter Anka Unger und widmete sich ganz der Forschung und Entwicklung neuer Produkte. Er stand dem Unternehmen und seiner Tochter, mit der ihn eine besonders innige Beziehung verband, weiterhin mit all seiner Erfahrung beratend zur Seite. Sein Pioniergeist und visionärer Ideenreichtum, seine leidenschaftliche Schaffenskraft und Herzlichkeit bleiben uns Vorbild und Inspiration.

Das Team von UdiDÄMMSYSTEME

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Digital und kostenfrei

vor 8 Stunden 23 Minuten

„Mit Technikausstellung, Führung durch die Anlagentechnik des UBA, im direkten Austausch an Expertentischen – in diesem attraktiven Rahmen wollten wir im Sommer gemeinsam mit dem UBA das 11. Forum Wohnungs-lüftung starten.“, sagt Dr. Jan Witt, Geschäftsführer der HEA-Fachgemeinschaft. „Der enge Austausch mit unseren Partnern aus Behörden, Kammern und Organisationen zeigt jedoch, dass der Wunsch nach einem digitalen Angebot derzeit noch überwiegt. Daher haben wir uns entschlossen, auf den Erfolg des 10. Forums mit über 300 Teilnehmenden aufzubauen und das 11. Forum in diesem Jahr nochmals digital und kostenfrei anzubieten“, Witt weiter.

Dr.-Ing. Heinz-Jörn Moriske, Leiter Beratung Umwelthygiene im Leitungsbereich des Umweltbundesamtes, sieht das digitale Angebot auch als Chance: „Seit Beginn der Pandemie erleben wir einen stark wachsenden Bedarf an praxisorientierten Informationen und lüftungstechnischen Lösungen. Mit dem digitalen Format ermöglichen wir eine noch größere Reichweite, auch für Interessierte, denen eine Teilnahme an einer Präsenzveranstaltung vor dem Hintergrund der noch nicht gänzlich erledigten Corona-Pandemie sonst nicht möglich gewesen wäre.“

Kostenfrei, digital und als Fortbildung anerkannt

Im Fokus des Programms stehen praktikable Lösungen für gute Raumluftqualität. Einen besonderen Schwerpunkt werden Schulen und die Bewältigung der Pandemie durch lüftungstechnische Lösungen darstellen, die auch auf andere Innenräume, z. B. das Eigenheim oder Büro, übertragbar sind. Beispiele aus der Praxis, Grundlagen und Lösungen geben den Marktpartnern konkrete Handlungsempfehlungen.

Energieeffizienz-Experten aufgepasst!

Fortbildungspunkte: Das Forum wird für die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes mit vier Unterrichtseinheiten (Wohngebäude), vier Unterrichtseinheiten (Energieberatung Nichtwohngebäude) und vier Unterrichtseinheiten (Energieaudit DIN 16247:4) angerechnet.

Quelle: HEA / Delia Roscher

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Solar auf Allzeithoch

17. Mai 2022 - 15:07

Fast jede*r sechste Hauseigentümer*in in Deutschland plant in den kommenden 12 Monaten die Errichtung einer Solaranlage zur Strom- und/oder Wärmeerzeugung. Das geht aus einer aktuellen YouGov-Repräsentativumfrage hervor, die im BSW-Auftrag Anfang Mai unter mehr als 1.000 Gebäudeeigentümer*innen durchgeführt wurde. Die wichtigsten der genannten Gründe für das sprunghaft gestiegene Interesse sind mit 55 Prozent die steigenden Energiepreise, der Wunsch nach mehr Versorgungsunabhängigkeit (52 Prozent) und die Klimakrise (44 Prozent).

Solarbranche investiert in den Ausbau

„Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um die von der Bundesregierung jüngst heraufgesetzten Solar- und Klimaschutzziele zu erreichen“, freut sich BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. „Die Solarbranche investiert derzeit massiv in den Ausbau neuer Fertigungskapazitäten und die Einstellung neuer Fachkräfte. Die Solarunternehmen tun dies im Vertrauen darauf, dass die Bundespolitik ihr Vorhaben umsetzen wird, verbliebene Investitionsbarrieren nunmehr schnell abzubauen.“

Die Bundesregierung möchte die installierte Photovoltaikkapazität von derzeit knapp über 60 Gigawatt (GW) bis zum Jahr 2030 auf mindestens 215 GW und bis 2040 auf mindestens 400 GW erhöhen. Ihr Anteil am Stromverbrauch soll allein in den kommenden acht Jahren von derzeit rund 10 Prozent auf über 25 Prozent wachsen. Klimaschutzminister Robert Habeck hatte dafür zu Jahresbeginn ein „Solarbeschleunigungspaket“ angekündigt.

Solartechnik-Interesse stieg auch bei Unternehmen

22 Prozent der Unternehmen planen in den kommenden drei Jahren die Errichtung einer PV-Anlage auf ihrem Firmendach. Das ergab eine YouGov-Repräsentativbefragung, die der BSW bereits im Januar unter mehr als 500 Entscheider*innen hat durchführen lassen. Besonders hoch ist das Interesse an einer eigenen Solarstromernte bei Landwirt*innen. Finden sich bundesweit inzwischen bereits auf jedem zehnten Firmendach Solarzellen, so verfügen bereits 60 Prozent der landwirtschaftlichen Vollerwerbsgehöfte über eine Solaranlage. Sechs weitere Prozent wollen nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes bereits in den kommenden sechs Monaten eine Solarstromanlage errichten.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft / Delia Roscher

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Sparsam und klimafreundlich heizen mit der Wärmepumpe

17. Mai 2022 - 11:25

Wärmepumpen sind eine klimafreundliche und zukunftssichere Alternative zur Öl- und Gasheizung. Sie nutzen Erdwärme, Grundwasser oder Umgebungsluft als Wärmequelle. Es gibt drei Arten von Wärmepumpen: Erd-, Grundwasser- und Luftwärmepumpen. Mit Hilfe von Strom heben die Geräte die Umweltenergie auf ein höheres Temperaturniveau und liefern so Wärme für Heizung und Warmwasser. Der aus dem Netz bezogene Strom stammt immer häufiger aus Windenergie- und Photovoltaikanlagen. Bis 2030 soll der Ökostromanteil bei 80 Prozent liegen. Das macht die Technologie Jahr für Jahr immer klimafreundlicher.

Energetisches Niveau des Hauses wichtig für sparsamen Betrieb

Passende Rahmenbedingungen sind für einen effizienten Betrieb von Wärmepumpen besonders wichtig. „Dazu zählt vor allem der energetische Zustand des Hauses“, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau. „Mit einer ausreichenden Dämmung der Außenbauteile sinken die Wärmeverluste des Gebäudes und damit das erforderliche Temperaturniveau der Heizung.“ Für Wärmepumpen ist das entscheidend: Damit stromsparend geheizt werden kann, sollte der Temperaturunterschied zwischen der Umweltenergiequelle und dem Heizsystem möglichst gering sein. Dann benötigen Wärmepumpen wenig Strom zum Heizen. Daher ist neben der Art der Wärmepumpe und dem energetischen Zustand des Hauses auch der Standort des Gebäudes wichtig. Wer im wärmeren Rheintal wohnt, kommt beispielsweise einfacher mit einer Luftwärmepumpe aus als jemand im Hochschwarzwald.

Besonders wichtig ist dabei die Vorlauftemperatur der Heizung. Diese entspricht der Temperatur des Heizungswassers beim Austritt aus der Wärmepumpe, bevor es zu den Heizkörpern gepumpt wird. Sie sollte maximal in einer Größenordnung von 55 Grad Celsius liegen, besser darunter. „Daher führt oft kein Weg an Sanierungsmaßnahmen einzelner schlecht gedämmter Bauteile des Gebäudes vorbei“, erklärt Dr. Martin Pehnt vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu). „Wer eine Wärmepumpe installieren lässt, sollte am besten neben einer verbesserten Gebäudehülle auch auf große Heizflächen setzen, etwa eine Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung.“ Diese Heizflächen kommen in der Regel mit Vorlauftemperaturen von unter 40 Grad Celsius aus. Möglich sind aber auch großflächige konventionelle Heizkörper.

Hydraulischer Abgleich trägt zum effizienten Heizen bei

Wichtig für einen effizienten Betrieb ist zudem eine sorgfältige Fachplanung inklusive einer guten Einbindung in das Heizsystem. Unter anderem ist ein hydraulischer Abgleich der Heizung erforderlich. Er sollte unbedingt nach dem Berechnungsverfahren B ermittelt werden. Mit dem Verfahren berechnen Fachleute die genaue Heizlast für jeden einzelnen Raum und jeden Heizkörper. Mit dem Ergebnis lässt sich das Heizsystem optimieren und die exakte Leistungsanforderung an die Wärmepumpe klären. Dies ermöglicht einen besonders effizienten und kostensparenden Betrieb.

Wer ein Haus besitzt, kann die tatsächliche Effizienz der Wärmepumpe an der Jahresarbeitszahl (JAZ) ablesen. Die JAZ beschreibt das Verhältnis zwischen erzeugter Wärmemenge und verbrauchtem Strom. Sie sollte einen bestimmten Wert nicht unterschreiten. Berechnen kann man die Zahl so: Zunächst misst man die von der Wärmepumpe abgegebene Wärmemenge mit einem Wärmemengenzähler. Ist in der Wärmepumpe kein Zähler vorhanden, sollte er bei der Installation angebracht werden. Bei staatlich geförderten Wärmepumpen ist ein Zähler ohnehin Pflicht.

Dann ermittelt man den Stromverbrauch der Wärmepumpe inklusive des Betriebsstroms und eines möglicherweise vorhandenen Direktheizstabs. Der Wert lässt sich am Stromzähler für die Wärmepumpe ablesen. Wurden Stromverbrauch und Wärmemenge erfasst, teilt man die erzeugten Kilowattstunden Wärme durch die verbrauchten Kilowattstunden Strom. Um einen aussagekräftigen Wert zu ermitteln, sollte man als Zeitraum ein gesamtes Jahr heranziehen. Bei einer guten Luftwärmepumpe sollte die JAZ einen Wert um 3,5 erreichen. Bei guten Grundwasserwärmepumpen und Erdwärmepumpen kann der Wert auch bei 4,5 und darüber liegen.

Hybrid-Wärmepumpen: Plan B für Häuser mit Nachholbedarf

Wer künftig mit Wärmepumpen klimafreundlicher heizen will, aber die Gebäudehülle seines Hauses noch nicht ausreichend gedämmt hat, kann die bestehende Öl- oder Gasheizung mit einer Wärmepumpe kombinieren. Fachleute sprechen hier von Hybrid-Wärmepumpen. Der Hauptanteil des Wärmebedarfs wird über die Wärmepumpe abgedeckt, der Spitzenlastanteil für besonders kalte Wintertage mit Öl oder Gas. Alternativ gibt es neue Hybrid-Systeme komplett ab Werk.

Werden später beispielweise Kellerdecke und Dach oder die Fassade gedämmt, erlauben die gesunkenen Vorlauftemperaturen des Heizungssystems dann den alleinigen Betrieb einer Wärmepumpe. Das ist klimafreundlich und macht vollständig unabhängig von fossilen Energieträgern.

Förderung für Wärmepumpen ist hoch

Die Anschaffung von Wärmepumpen ist nicht billig. Die staatliche Förderung verringert diese Kosten aber enorm: Wer beispielsweise bei einem Ölkesseltausch eine Wärmepumpe einbaut und dazu noch eine geförderte Gebäudeenergieberatung vorweist, bekommt vom Staat bis zu 50 Prozent der Investitionskosten erstattet.

Quelle: Zukunft Altbau / Delia Roscher

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Internationales Forschungsprojekt optimiert Energy Harvesting

16. Mai 2022 - 10:26

Beim Energy Harvesting werden Energiequellen wie Licht, Umgebungstemperatur oder Vibration mit Hilfe von geeigneten Wandlern in elektrische Energie umgesetzt. Die dafür notwendigen Materialien und Strukturen enthalten jedoch je nach Art des Wandlers seltene Rohstoffe wie Hafnium oder umweltkritische Substanzen wie Blei. „Es fehlen bisher effiziente Fertigungsprozesse, um für das Energy Harvesting zuverlässige Werkstoffe ohne seltene Elemente preiswert herzustellen“, erklärt Prof. Dr. Christoph Hartl vom Institut für Produktion der TH Köln. Zudem arbeiteten aktuelle Systeme aufgrund von Ausfällen, etwa durch Feuchtigkeit oder Korrosion, noch recht unzuverlässig und ineffizient.

In FAST-SMART arbeiten deshalb insgesamt 13 internationale Kooperationspartner an neuen Werkstoffen und Komponenten mit höherer Leistungsfähigkeit, für die keine seltenen Elemente benötigt werden und die zudem zuverlässig sowie wiederverwertbar sind. Darüber hinaus werden neue hocheffiziente Herstellungsverfahren erprobt und Energy Harvesting-Prototypen entwickelt.

Hybride Photovoltaiksysteme für mehr Effizienz

Das Projektteam der TH Köln ist für die Implementierung der neuen Materialien und Komponenten in konventionelle Photovoltaiktechnik zuständig. Die Schwerpunkte liegen hierbei auf der Gestaltung seriennaher Fertigungs- und Montagekonzepte. „Eine besondere Herausforderung ist es, kostengünstige, aber langlebige und effiziente Fertigungslösungen zu liefern“, sagt Hartl.

Photovoltaik alleine erlaube es nach neuesten Studien bereits heute, Strom zu Kosten von etwa 3,1 bis 11 Cent je Kilowattstunde zu erzeugen und zähle damit zu einer der günstigsten Energieerzeugungsformen, so Hartl. „Solarpanels erwärmen sich aber im Betrieb, wodurch deren Wirkungsgrad verringert wird. Diese Erwärmung wird durch die Integration der Energie Harvesting-Systeme abgebaut. Das führt zu einer Steigerung der Energieeffizienz des Gesamtsystems in der Größenordnung von voraussichtlich 20 bis 25 Prozent und gibt Spielraum für Investitionen in hybride Ergänzungen.“

Prototypentests verdeutlichen Potential der Technik

Erste Tests an Prototypen, die klassische Solarzellen mit Energy Harvesting-Komponenten zur Nutzung der Restwärme verbinden, verdeutlichen das Potential der hybriden Technik: „Wir konnten dabei bereits einen um etwa 20 Prozent gesteigerten Ertrag an elektrischer Energie nachweisen“, erläutert Hartl. Die Technologie soll nun in weiteren Schritten optimiert werden.

Zudem ist vorgesehen, dass IoT-Elemente (Internet of Things) mit Sensoren zur Überwachung von Photovoltaikanlagen und Elemente zur Datenübertragung integriert werden, die mit Hilfe des Energy Harvestings autonom versorgt werden können. „Das ist ein enormes Potential dieser Technologie: Durch die Möglichkeit, Anwendungen mit geringem Energiebedarf selbstständig mit Elektrizität aus dem Energy Harvesting und damit vollständig kabel- und batterielos zu betreiben, werden Systeme unkomplizierter und vor allem auch nachhaltiger“, sagt Hartl.

Das Vorhaben

Die Arbeiten zu dem hybriden Solarsystem werden im internationalen Forschungsprojekt „FAST and Nano-Enabled SMART Materials, Structures and Systems for Energy Harvesting“ (FAST-SMART) an der TH Köln von Prof. Dr. Christoph Hartl geleitet. Projektpartner sind die University of Strathclyde (Konsortialführer), die National Technical University of Athens, die University of Birmingham und die Université Savoie Mont Blanc sowie die Unternehmen Cedrat Technologies SA, Durante Space Tech s.l., GAE Engineering, Innovation in Research and Engineering Solutions (IRES), MBN Nanomaterialia S.p.A, Pascoe Engineering Ltd. und AVNIR Engineering und die Forschungseinrichtung National R&D Institute for Nonferrous and Rare metals. Das Vorhaben wird von der Europäischen Union im Rahmenprogramm Horizon 2020 mit etwa sieben Millionen Euro bis März 2024 gefördert. Die TH Köln erhält davon rund 250.000 Euro.

Quelle: TH-Köln / Delia Roscher

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Gesünder Heizen und Lüften

16. Mai 2022 - 9:43

„Sowohl die Schornsteinsysteme mit dem Edelkeramik®-Rohr als auch das Lüftungsnetzwerk Via Vento S geben nur minimale Mengen an Substanzen an die Raumluft ab und sind von daher bestens für Gebäude mit hohen Ansprüchen an die Gesundheit geeignet“, sagt Peter Bachmann, Geschäftsführer des Sentinel Haus Instituts. Insbesondere bei der Lüftung kommt es auf schadstoffarme und hygienische Leitungen an: „Luft ist unser wichtigstes Lebensmittel, Schadstoffe gelangen über die Lunge direkt in unseren Körper“, betont Bachmann. Die Grenzwerte des Instituts sind deshalb besonders umfassend und teilweise sogar strenger als die Vorgaben des Umweltbundesamtes.

Universallösung für Einfamilienhäuser

Diese Anforderungen erfüllt das Lüftungsnetzwerk Via Vento S als universelle Lösung für Einfamilienhäuser spielend. Die vertikalen, nur 17,5 cm schmalen Schachtelemente für Zuluft und Abluft aus schalldämmendem Beton gibt es einzeln oder fertig geschosshoch. Die Querverteilung in den Geschossen gehört zum Komplettsystem und wird passgenau montiert. Die glatte, hygienisch beschichtete Innenseite beugt der Ablagerung von Sporen, Staub und Algen vor. Über zahlreiche Reinigungsöffnungen sind zudem Inspektion und Reinigung schnell mit dem mitgelieferten Reinigungsset erledigt – das kann auch durch den Bewohner selbst mit einem einfachen Hausstaubsauger erfolgen.

Ein besonderer Vorteil für Heizungsbauer: Die Betonsteine für die vertikalen Schächte sowie die Querverteilung werden vom Bauunternehmen direkt beim Rohbau in Wand oder Decke eingebaut. Das spart Zeit und Aufwand im Bauablauf für alle Beteiligten. An das Via Vento S Lüftungsnetzwerk lassen sich vom Heizungs-/Lüftungsbauer alle handelsüblichen Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung anschließen. Ein eventuell nötiger Austausch ist später rasch erledigt. Zum System gehören alle notwendigen Bauteile bis hin zu den Luftauslässen.

Flexible Abgasführung mit Zusatzvorteil

Auch die gesundheitsgeprüften Schornsteinsysteme mit bis zu drei Zügen gibt es als Einzelelemente sowie als geschosshohes Komplettbauteil, das innerhalb von nur 60 Minuten verbaut ist. Das Herzstück aller ERLUS Schornsteinsysteme ist das patentierte Innenrohr aus Edelkeramik®, das für alle Brennstoffe geeignet ist. So lassen sich unterschiedliche Heizsysteme flexibel anschließen. Wahlweise ist ein Installationsschacht für die Haustechnik verfügbar, etwa für Leitungen einer thermischen Solaranlage oder die Kabel einer PV-Anlage. Diese Zusatzoption sichert zukünftige Investitionen in Solartechnik einfach und ohne aufwendige Installationsarbeiten ab. Gelistet sind das Lüftungs- und die Schornsteinsysteme von ERLUS im Sentinel Portal, der größten Datenbank gesundheitsgeprüfter Bau- und Ausstattungsprodukte sowie Reinigungsmittel auf www.sentinel-haus.de.

Quelle: Sentinel Haus Institut / Delia Roscher

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Neue gesetzliche Grundlage nötig

13. Mai 2022 - 14:41

„Bisher kommt der Einsatz von lokalen erneuerbaren Energien in den Wärmenetzen nicht voran, weil Kohle, Öl und Gas in den meisten Fällen billiger sind“, sagt Projektleiterin Dr. Sara Ortner vom ifeu, dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg. Gründe dafür sind unter anderem die fehlende Lenkungswirkung der heutigen CO2-Bepreisung und die weiter bestehende Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Bisher stammen immer noch etwa 20 Prozent der Wärme in Wärmenetzen aus der Verbrennung von Kohle. Unklar ist, welche Energieträger ihren Anteil bis 2030 (dem Datum des Kohleausstiegs) ersetzen können.

Strukturelle Bevorzugung der fossilen Energieträger überwinden

Die bei den Berliner Energietagen vorgestellten Eckpunkte für ein „Erneuerbare-Wärme-Infrastrukturgesetz“ sollen nun die Dekarbonisierung der Wärmenetze ermöglichen. Ein entsprechendes Gesetz soll auch helfen, die lokal verfügbaren erneuerbaren Energiequellen und Abwärmepotenziale zu erschließen. Das ist im derzeitigen Unterstützungsrahmen oft nicht wirtschaftlich möglich.

Der Vorschlag für die Verbesserung des gesetzlichen Rahmens wurde vom ifeu, dem Hamburg Institut und der GEF Ingenieur AG im Rahmen einer Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes entwickelt. Ziel des Erneuerbare-Wärme-Infrastrukturgesetzes ist es, die strukturelle Überlegenheit fossiler Fernwärme im aktuellen Unterstützungsrahmen zu überwinden und die Dekarbonisierung der Wärmenetze bis 2045 zu ermöglichen. Die Eckpunkte für das Infrastrukturgesetz für erneuerbare Wärme sehen vor:

  • Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) soll gesetzlich garantiert werden. Diese Förderung stellt die wichtigste Säule für die schnelle Dekarbonisierung der Fernwärme dar. Der Zuschlag auf fossilen KWK-Strom im KWK-Gesetz erschwert aktuell die wirtschaftliche Einbindung von erneuerbaren Energien. Die Wirtschaftlichkeit von erneuerbarer Wärme muss zeitnah verbessert werden.
  • Eine verpflichtende Einführung der kommunalen Wärmeplanung: Eine solche Planung stellt sicher, dass bei der dezentralen Erzeugung der lokale Flächenbedarf berücksichtigt und konkretisiert wird. Die räumliche und strategische Planung für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045 soll durch die Kommunen erstellt werden. So werden planerische Herausforderungen identifiziert und überwunden.
  • Verbindliche Zwischenschritte, mit denen die Wärmenetzbetreiber die Klimaneutralität ihrer Netze bis 2045 erreichen. Sie sollen als Fahrpläne zur Dekarbonisierung veröffentlicht werden. Bisher fehlende übergeordnete und verbindliche Ziele erschweren die Dekarbonisierung. Ein EWG steigert die Verbindlichkeit der Planungen.
  • Das enorme Potenzial zur Dekarbonisierung der Fernwärme schon heute anzuerkennen. Bislang erfolgt die Bewertung der Fernwärme auf Basis von Primärenergiefaktoren, die dieses Potenzial nicht abbilden. Hier können produktspezifische Kennzahlen helfen. Außerdem sind methodische Anpassungen nötig, die das Ungleichgewicht bei der energetischen Bewertung von fossiler KWK-Wärme und Wärmepumpen ausgleichen.
  • Neuen Techniken zum Durchbruch verhelfen. Dazu zählen etwa eine Planungsbeschleunigung für Großspeicher und Großwärmepumpen, eine Pflicht zur Nutzung von Abwärme und die Möglichkeit Umweltwärme etwa in Trinkwasser zu nutzen.

Die Studie „Dekarbonisierung von Energieinfrastrukturen – Entwicklung eines Unterstützungsrahmens am Beispiel von Wärmenetzen“ im Auftrag des Umweltbundesamtes wird unter der Leitung des ifeu – Institut für Umwelt- und Energieforschung Heidelberg mit dem Hamburg Institut, der GEF Ingenieur AG und dem AGFW erstellt und soll bis Ende des Jahres veröffentlicht werden.

Quelle: ifeu / Hamburg Institut / GEF Ingenieur AG / Delia Roscher

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Wärmepumpen und Photovoltaik bieten Einsparpotenzial

13. Mai 2022 - 14:19

Ein konsequenter Umstieg auf Wärmepumpen in der Gebäudeheizung, ein deutlicher Ausbau von Photovoltaik sowie bewussteres Heizen sind entscheidende Stellschrauben, mit denen Privathaushalte einen gewichtigen Beitrag für eine größere Unabhängigkeit von Gas-Importen aus Russland leisten könnten. Das geht aus einer Berechnung von E.ON Datenexpert*innen hervor, die kurzfristig und langfristig mögliche Maßnahmen kombiniert haben.

Unabhängigkeit von russischem Gas

 „Würden demnach rein rechnerisch zehn Prozent der Wohnhäuser in Deutschland mit PV-Anlagen ausgestattet, 20 Prozent der privaten Gasheizungen durch Wärmepumpen ersetzt und würde in allen übrigen Wohnungen bzw. Häusern mit Gasheizungen die Raumtemperatur beim Heizen um durchschnittlich 1 Grad Celsius abgesenkt, ergäben sich dadurch Einsparungen von insgesamt 103 Terawattstunden Erdgas pro Jahr“, erklärt Filip Thon, CEO der E.ON Energie Deutschland GmbH. Mit diesem Wert könnten rund 29 Prozent der russischen Gasmengen ersetzt werden, die Deutschland zum aktuellen Zeitpunkt importiert, bzw. 34 Prozent, sollte die Importmenge um weitere fünf Prozentpunkte bis Jahresende gesenkt werden.

Jährliche Einsparung von 18 Millionen Tonnen CO2

„Unsere Analyse zeigt, dass ein kluger Mix aus direkt möglichen Einsparungen sowie der längerfristige und aufwändigere Umstieg auf moderne Energielösungen wie Wärmepumpen und Photovoltaik in Privathäusern ein enormes Potenzial hat, wenngleich es sich zweifellos um einen Kraftakt über einen längeren Zeitraum hinweg handelt. Von den Maßnahmen würde auch das Klima profitieren, denn mit den genannten Schritten könnten jährlich mehr als 18 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden“, sagt Filip Thon, CEO der E.ON Energie Deutschland GmbH. Das Unternehmen treibt den Ausbau seines Energielösungsgeschäfts stark voran und ermöglicht Kund*innen, selbst aktiv zu werden: Unter anderem mit hochwertigen Photovoltaik-Anlagen, leistungsstarken Batteriespeichern sowie umfassenden Elektromobilitätsangeboten.

Quelle: E.ON / Delia Roscher

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Solargründächer bundesweit fördern

12. Mai 2022 - 12:55

Solargründächer schaffen einen Mehrfachnutzen für die Energiewende, die Klimaanpassung, die Ressourcenschonung und die Biodiversität. Die kommende PV-Pflicht ist ohne Frage notwendig, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen, die Dachbegrünung sollte dadurch aber nicht in Frage gestellt werden. Gleichzeitig gibt es eine unübersichtliche Zahl an unterschiedlichsten Förderprogrammen für Dachbegrünungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, welche die PV-Pflicht noch nicht adressieren.

Harald Uphoff, Geschäftsführender Vorstand der 100 prozent erneuerbar stiftung, erläutert: „Der Gesetzgeber muss sich des möglichen Zielkonflikts zwischen einer PV-Pflicht und Dachbegrünung bewusst sein und darf die Kommunen und Bauherren mit dem Problem nicht allein lassen."

Dr. Gunter Mann, Präsident des BuGG, führt weiter aus: „Die zahlreichen Vorteile und Synergieeffekte von Dachbegrünungen wie Wasserrückhalt, Hitzeschutz, Schutz vor Hochwasser bei Starkregenereignissen und Entlastung der öffentlichen Entwässerung sprechen für sich und müssen erhalten bleiben.“

„Deshalb sollte die kommende bundesweite PV-Pflicht um eine Solargründach-Förderung ergänzt werden, welche gebäude- und standortangepasste Lösungen zulässt. So würde auch der Förderdschungel deutlich gelichtet und die bundesweit tätigen Fachbetriebe entlastet werden“, fügt Dr. Robert Kloos, Hauptgeschäftsführer des BGL, hinzu.

„Neben dem flächensparenden Bauen sollten die versiegelten Flächen möglichst einen Mehrfachnutzen aufweisen. Solargründächer sind ein sehr gutes Beispiel, wie solche Synergien für Artenvielfalt, Energiewende, Klimaanpassung und Ressourcenschonung gehoben werden können“, schließt Sebastian Scholz, Leiter Energiepolitik und Klimaschutz des NABU, ab.

Ein Positionspapier wurde dazu am 5. Mai veröffentlicht.

Quelle: BuGG / Delia Roscher

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Vorkonfigurierte Sets für einfache und schnelle Installation

12. Mai 2022 - 7:58

Gleichzeitig können mit den sechs Systemlösungen rund 80 Prozent der Projekte problemlos umgesetzt werden, sodass nur noch sehr vereinzelt individualisierte Lösungen entworfen werden müssen – Angebotserstellung, Konzeption und Montage werden somit entscheidend erleichtert, und Fachhandwerker*innen können auch ein hohes Projektaufkommen schnell und sicher bewältigen.

All-in-One-Gerät für Neubauten

Ein attraktives Allround-Paket für die Installation im Neubau bietet das Lüftungs-Integralgerät LWZ 5 CS Premium. Außer der Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist hier auch bereits eine Luft-Wasser-Wärmepumpe integriert. Die Anlage übernimmt Wärmeversorgung und bedarfsweise auch Kühlung des Gebäudes sowie Be- und Entlüftung der Räume und Warmwasserbereitung – für letztere ist ein ausreichend großer Brauchwasser-Speicher integriert. Die kompakte Kombination aller haustechnischen Komponenten auf weniger als zwei Quadratmetern spart wertvolle Aufstellfläche und Installationszeit.

Der Sanierungsklassiker

Optimal für Altbauten geeignet ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe WPL 25 A, die im Set durch den Integralspeicher HSBC 300 cool ergänzt wird. Sie zeichnet sich durch hohe Effizienz sowie einen besonders geräuscharmen Betrieb aus. Auch bei einer Vorlauftemperatur von 55 Grad wird die Energieeffizienzklasse A++ erreicht. Selbst bei einer Außentemperatur von -20 Grad erreicht die Wärmepumpe noch eine Vorlauftemperatur von 65 Grad. Bestehende Heizkörper können dadurch in aller Regel weiter genutzt werden. Der Integralspeicher selbst besteht aus Trinkwasser- und Pufferspeicher, die platzsparend übereinander montiert sind.

Luft-Wasser-Wärmepumpe für den Neubau

Eine effektive Lösung für die platzsparende und schnelle Installation in Neubauten bietet das WPL 09 ACS Classic compact plus Set 1.1 – eine Kombination aus Luft-Wasser-Wärmepumpe und HSBC 180 Plus Integralspeicher. Brauchwasser- und Pufferspeicher, Wärmepumpenregelung sowie Umwälzpumpen sind hier bereits integriert, sodass besonders wenig Aufstellfläche benötigt wird und eine schnelle Montage möglich ist.

Installationsfreundliche Hybrid-Lösung für den Bestand

Soll eine Wärmepumpe mit einer Öl- oder Gasheizung kombiniert werden, empfiehlt sich das WPL 17 ACS classic Hybrid-Set: Es besteht aus einer Luft-Wasser-Wärmepumpe sowie einem HMH Hydraulik-Modul, über das eine bestehende Öl- oder Gasheizung ohne großen Installationsaufwand in das System integriert werden kann. Im Heizbetrieb fungiert dann die Wärmepumpe als Hauptenergielieferant, die fossile Heizung wird nur im Bedarfsfall unterstützend einbezogen. Alle hydraulisch notwendigen Komponenten für das Zusammenführen der Heizsysteme sind im Hydraulikmodul bereits integriert.

Erdwärme für den Neubau und für den Bestand

Kompakte Erdwärmepumpe für den Neubau, mit integriertem Warmwasserspeicher, geräuscharmem Betrieb und hoher Effizienz: Dafür steht die Sole-Wasser-Wärmepumpe WPE-I 06 HW 230 Premium. Sie bietet hohe Vorlauftemperaturen von bis zu 75 Grad und sorgt damit für einen sehr guten Heizwärme- und Warnwasserkomfort.

Wo für Bestandsgebäude eine Erdwärmepumpe gewünscht ist, stellt das WPE-I 15 HW 230 Premium compact duo Set 2 die passende Systemlösung dar. Es enthält eine kompakte Sole-Wasser-Wärmepumpe sowie einen separaten HSBC 300 cool Integralspeicher. Das Set ist für die Innenaufstellung in Neubauten und Bestandsbauten konzipiert und erreicht ebenfalls hohe Vorlauftemperaturen von bis zu 75 Grad.

Quelle: Stiebel Eltron / Delia Roscher

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Einhundert Energie bietet Mieterstrom-Contracting

11. Mai 2022 - 10:36

Mit dem neuen Komfort-Produkt der Dachpacht bietet die Einhundert Energie GmbH ab sofort ein Komplettpaket an: Das Unternehmen übernimmt nicht nur wie in anderen Produktmodellen die energiewirtschaftliche Abwicklung, digitale Zählertechnik, Betreuung und Abrechnung der Mieterstromkunden. Zusätzlich werden auch die technischen Prozesse rund um Installation und Anschluss sowie Bau und Wartung der Solaranlage übernommen. Einhundert pachtet dabei das Dach vom Eigentümer und finanziert die Anlage über eine eigens dafür vorgesehene Investmentgesellschaft. Für Eigentümer*innen fallen dabei in der Regel keine Investitionskosten und kein Planungsaufwand an.

Kostenlose Mieterstromanlagen für Wohnungswirtschaft und Projektentwickler

„Mieterstrom im Dachpachtmodell ist für uns die perfekte Lösung.“, freut sich Thomas Hummelsbeck, Geschäftsführer der Rheinwohnungsbau, die dieses Jahr mit Einhundert ihr erstes Mieterstromprojekt mit über 150 Gebäuden startet. „Wir haben keinen Aufwand, da Einhundert alles für uns übernimmt: von der Planung über Bau und Installation der PV-Anlage bis hin zur Mieterstromabwicklung mit unseren Mietern.“

Das Modell bietet eine skalierbare Mieterstromlösung für große Projektentwickler und Wohnungsunternehmen. Das Risiko der Investition sowie steigende Materialkosten, der die Baubranche momentan begegnet, liegen somit komplett beim Mieterstromanbieter Einhundert. „Mit dem Dachpachtmodell antworten wir auf die starke Anfrage nach einem Rundum-sorglos Paket. So können Projektentwickler und Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft unsere digitale Mieterstromlösung ohne Aufwand und Investitionskosten nutzen und sich selber auf ihr Kerngeschäft, das Bauen und Planen von Gebäuden fokussieren.“, erklärt Dr. Ernesto Garnier, CEO & Founder von Einhundert.

Unabhängigkeit durch lokal produzierten Strom

Insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Situation in der Ukraine dürfte Mieterstrom nochmals relevanter werden: Dadurch steigt die Autarkie des Gebäudes, Eigentümer*innen und Mieter*innen sind unabhängiger vom Netzstrom und damit von den äußerst volatilen Strompreisen. Solarer Mieterstrom wird dort genutzt, wo es auch produziert wird, und ist gleichzeitig günstiger als normaler Netzstrom.

Solarer Mieterstrom ist durch die Visualisierung von Energieflüssen in Neubau- und Sanierungsprojekten auf die Erfüllung der Energieeffizienzpflichten und Primärenergie anrechenbar. Nicht zuletzt wertet eine solare Mieterstromanlage die Immobilie nachhaltig auf und trägt maßgeblich zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks von Immobilienunternehmen bei.

Partnernetzwerk stärken auf der Intersolar 2022 in München

Auf der Fachmesse Intersolar vom 11. bis 13. Mai 2022 in München (Halle B5 Standnummer B5.160H) stellt Einhundert sein Produktportfolio inklusive neuem Dachpachtmodell vor.

Quelle: Einhundert Energie GmbH / Delia Roscher

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Ohne Energieberatung geht es nicht

10. Mai 2022 - 9:28

Auf dem Podium des Kongresses suchten Vertreter*innen aus Wirtschaft, Verbänden und Politik gemeinsam nach Lösungen. Sollen die Klimaziele im Bausektor trotz der widrigen Umstände erreicht werden, müssen – darin waren sich die Diskutanten einig – alle Beteiligten an einem Strang ziehen und ihren Beitrag leisten: Bauherren müssen höhere Kosten in Kauf nehmen, Bauunternehmen können Preissteigerungen nicht vollumfänglich weitergeben und die Politik muss lenkend eingreifen, hinreichend fördern und für optimale Rahmenbedingungen sorgen.

Energieberatung bietet Überblick

Ein komplexes und volatiles Gefüge, in dem der Energieberatung eine zunehmend tragende Rolle zukommt – schließlich ist es Hausbesitzer*innen kaum möglich, hier den Überblick zu behalten. Dass diese Rolle in Zeiten von Haushaltsbeschränkungen, Förderstopps und sich wandelnden politischen und ökonomischen Randbedingungen nicht leicht zu erfüllen ist, ist auch im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz kein Geheimnis: „All dies sind harte Bremsspuren und ich kann das Bedürfnis nach Stabilität gut verstehen. Gleichzeitig möchte ich aber an alle Energieberater appellieren, Verständnis und Geduld für die aktuelle Situation mit ihren nahezu unfassbaren Umbrüchen aufzubringen und weiterhin dafür zu werben, die nächsten Schritte in Richtung eines klimaneutralen Gebäudebestands zu gehen“, bat Christian Maaß, Abteilungsleiter „Energiepolitik – Wärme und Effizienz“ des Ministeriums.

Förderungen müssen planungssicher sein

„Wir Energieberater sind gerne bereit, unseren Anteil zur aktuellen gesellschaftlichen Aufbruchstimmung beizutragen“, sagt Bindel. Damit dies in der Praxis aber auch gelingt, müsse der Gesetzgeber dafür sorgen, dass die für Sommer geplante Reform der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) längerfristig Bestand habe: „Soll das derzeitige Momentum nicht ungenutzt verpuffen, müssen sich Bürger und Energieberater auf gesetzliche und förderrechtliche Rahmenbedingungen verlassen können. Weitere frustrierende Rückschläge wie bei den kürzlich erfolgten Förderstopps wird sich die Energiewende kaum leisten können.“

Quelle: GIH / Delia Roscher

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Funktionserhalt elektrischer Leitungen im Brandfall

9. Mai 2022 - 11:17
Kanäle für den Funktionserhalt (E30 – E90)

Der Funktionserhalt von bauordnungsrechtlichen Einrichtungen wie z. B. Brandmeldeanlagen, Sicherheitsbeleuchtungen oder Aufzugsanlagen muss auch im Brandfall gewährleistet sein. Die Einhausung von elektrischen Leitungen mit Aestuver® Brandschutzplatten kann der Funktionserhalt über 90 Minuten sichergestellt werden. Kabeltrassen und Befestigungsbügel innerhalb der Einhausung müssen keine Anforderungen an den Brandschutz erfüllen.

Installationskanäle (I30 bis I90)

Wenn brennbare Elektroinstallationen z. B. in Flucht –oder Rettungswegen installiert sind, ist es notwendig, diese von dem umgebenden Raum abzutrennen. Dies kann durch eine umlaufende Einhausung mit Aestuver® Brandschutzplatten geschehen. Die Einhausung mit Aestuver® Brandschutzplatten stellt eine Kapselung der Brandlast innerhalb des Kanals über 90 Minuten sicher (I30 bis I90).

Individuelle Größen möglich

Aestuver® Brandschutzplatten können individuell auf der Baustelle zugeschnitten und installiert werden. Dabei sind Kanalbreiten von bis zu 1000 mm in ein- oder zweilagiger Ausführung möglich. Zweilagige Kanäle können zwei- oder dreiseitig ausgeführt werden. Auch für vierseitige Ausführungen stehen Lösungen bereit. Die Befestigung erfolgt mit Schlaganker bzw. Stahlwinkel an Decke und Wand. Somit ist auch eine flexible und kostengünstige nachträgliche brandschutztechnische Ertüchtigung von Elektroinstallationen möglich. Revisionsklappen und Kabelausführungen sind Bestandteile der Zulassungen. Für alle Varianten liegt jeweils ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP) als bauaufsichtlicher Verwendbarkeitsnachweis vor.

Quelle: James Hardie Europe GmbH / Delia Roscher

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Mehr Komfort für das Bad

9. Mai 2022 - 10:53

Eine Heizung auf Basis von Pellets kann zahlreiche Vorteile bieten. Eine solche Wärmequelle gilt aufgrund der Befeuerung mit nachwachsenden Rohstoffen als umweltfreundlicher als andere Systeme. Der Aufwand für Wartung ist ähnlich wie bei klassischen Öl- und Gasheizungen. Wichtig ist aber gerade bei der Planung und Beschaffung eines solchen Wärmesystems, dass unterschiedliche Arten von Pelletöfen unterschieden werden. So kann eine Pelletheizung als zentrales Heizungssystem wirken und damit alleinig die Heizungsfunktion im Vollbetrieb übernehmen. Dazu bedarf es der Installation eines Wärmepuffers. Für die partielle Wohnraumbeheizung gibt es Pellet-Heizungssysteme, die auch in Wohnräumen installiert werden können. Ein kleiner Vorratsbehälter an der Heizungsanlage ermöglicht den Betrieb, der vollautomatisch, je nach Bedarf, den Ofen befüllt. Wichtig ist aber gerade wenn man auch Feuchträume wie Bäder mitversorgen will, die Option einer Pelletheizung als Unterstützung der bestehenden Heizungsanlage. Mit einer zusätzlichen Pelletheizung, welche einfach an der bestehenden Heizungsanlage angeschlossen werden kann, können Brennstoffe wie Gas und Öl dauerhaft eingespart werden. Und so kann der Pelletofen auch zur Erzeugung von Warmwasser beitragen.

Pelletöfen für eine ganzheitliche Wärmeplanung

Bei einem wasserführenden Pelletofen handelt es sich einen Ofen, der mit einem Wasserwärmetauscher, der sogenannten Wassertasche, ausgestattet ist. Damit unterscheidet er sich von einem klassischen Pelletofen dadurch, dass er nicht nur den Raum erwärmt, in welchem er aufgestellt ist, sondern einen Großteil seiner Wärme in eine zentrale Heizungsanlage abgeben kann. Auch wenn auch diese Pelletöfen Wärme an den Raum abgegeben, in welchem sie aufgestellt sind, geht der Löwenanteil der Wärme in den Heizkreislauf oder in einen Pufferspeicher über. Damit eignet sich ein Pelletofen auch perfekt für eine Beheizung von Bädern. Dieses Konzept wird auch als Hybridheizung beschrieben. Denn der wasserführende Pelletofen speist über einen Wärmetauscher einen Teil der Verbrennungswärme in den Pufferspeicher ein, so dass die Wärme im ganzen Heizungssystem zur Verfügung steht. Wer noch weitergehen will, kombiniert den Ofen mit einer Solarthermieanlage. Wird der Ofen im Sommer ausgeschaltet, wird das Warmwasser ausschließlich solar erwärmt. Mit einer geschickten Kopplung, kann bei zu geringer Leistung der Solaranlage der Pelletofen automatisch nachheizen.

Wachsendes Interesse an ganzheitlichen Konzepten

Dass Heizen mit Pellets keine kurzfristige Mode ist, sondern sich dauerhaft etablieren wird, zeigt der Deutsche Energieholz- und Pelletverband e.V. mit einer Studie, welche belegt, dass mit einer Produktion von 824.000 Tonnen Holzpellets im ersten Quartal dieses Jahres, eine Produktion stattfand, welche den Jahresbeginn des vergangenen Jahres übertrifft.

Eine Förderung ist möglich

Gebäudeeigentümer, welche sich für den Einbau einer Holzzentralheizung oder eines Pelletkaminofens mit Wassertasche in ein Bestandsgebäude entscheiden, können sich auf Unterstützung freuen. Denn die Bundesregierung fördert auch hier den Einsatz Erneuerbarer Wärme mit den BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM). Förderfähige Holzfeuerungen sind automatisch beschickte Pellet-, Hackschnitzel- oder Scheitholzvergaserkessel, Pelletkaminöfen mit Wassertasche sowie Kombikessel, die Pellets und Scheitholz oder Hackschnitzel und Scheitholz einsetzen können. Das gilt nicht für Neubauten, eine Förderung des Einbaus von Holzzentralheizungen wird dort nicht mit BEG Einzelmaßnahmen gefördert. Eine Förderung gibt es nur dann, wenn für das neu gebaute Haus eine Nachhaltigkeitszertifizierung durchgeführt wird. Bei Anträgen, die seit dem 21. Oktober 2021 gestellt werden, fördert die BEG auch die Errichtung oder Erweiterung von Wärmenetzen mit bis zu 16 angeschlossenen Gebäuden mit bis zu 100 Wohneinheiten. Voraussetzung ist, dass im Wärmenetz nach der Investitionsmaßnahme mindestens 55 Prozent Wärme aus Erneuerbaren Energien oder Abwärme genutzt wird. Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) bietet mit der Förderfibel einen kostenlosen Wegweiser durch den Förderdschungel.

Wolfram Hülscher

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Einsatz recycelter Materialien steigt

9. Mai 2022 - 10:46

Neben Maßnahmen zur Energieeinsparung setzen die Firmen zudem verstärkt auf die Kreislaufwirtschaft, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Für die Studie hat Aras mehr als 130 Top-Führungskräfte deutscher Unternehmen mit einem Umsatz von mindestens 100 Mio. Euro befragt.

„Die Unternehmen stehen von zwei Seiten unter Druck: Einerseits erleben wir einen gesellschaftlichen Bewusstseinswandel, weil immer mehr Kunden auf Nachhaltigkeit achten. Andererseits verschärft der Gesetzgeber die Auflagen, zum Beispiel über die geplante Nachhaltigkeitsberichterstattung oder das neue Lieferkettengesetz“, sagt Andreas Müller, Senior Vice President bei Aras. Dem Industrieexperten zufolge gehören deshalb die Vermeidung von Ausschuss, die Auswahl umweltfreundlicher oder recycelter Materialien sowie ein nach ökologischen Kriterien ausgerichtetes Produktdesign aktuell zu den wichtigsten Handlungsfeldern: „Unsere aktuelle Studie zeigt, dass sieben von zehn Unternehmen Nachhaltigkeit als Topthema bereits erkannt haben. Ihnen ist klar, dass sie in naher Zukunft in vielen Bereichen aktiv werden müssen.“

Zu den wichtigsten übergreifenden Nachhaltigkeitszielen gilt der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft. Aras-Manager Müller zufolge sollten dafür „bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich geteilt, geleast, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. Auf diese Weise verlängert sich der Lebenszyklus der Produkte.“ Die vollständige Integration einer Cradle-to-Cradle-Produktion erfordere jedoch innovative Produktdesigns und Möglichkeiten der digitalen Produkterfassung und -analyse.

PLM unterstützt Unternehmen auf dem Weg in die Kreislaufwirtschaft

Beim Einstieg in die Kreislaufwirtschaft kommt auf die Unternehmen eine enorme Datenfülle bei der Gestaltung, Fertigung und Entsorgung von nachhaltigen Produkten zu. Dies lässt sich Aras-Experte Müller zufolge mit einem herkömmlichen ERP-System (Enterprise Resource Planning-System) nicht bewältigen. Sein Rat: „Mit einem digitalen Zwilling und einer umfassenden Analyse über ein Product Lifecycle Management (PLM) behalten Unternehmen den Überblick. Denn ohne den Einsatz digitaler Werkzeuge ist der Einstieg in die Kreislaufwirtschaft nicht zu schaffen.“

Diesen Eindruck stützt auch Marcellus Menges, Director PLM Global bei der Grammer AG: „PLM ist ein wichtiger Grundbaustein, um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.“ Der Automobilzulieferer plant, seinen CO2-Fußabdruck bis 2030 zu halbieren und seine Produkte stärker an die Kreislaufwirtschaft heranzuführen. Der Weg dahin soll über ein PLM geebnet werden. Prozess- und Digitalisierungsexperte Menges sagt: „Das Ziel ist der Aufbau einer kompletten datentechnischen Kette von der Planung bis zum Schluss, in der der digitale Zwilling eines Produkts permanent Rückschlüsse sowohl für die Verbesserung des Produkts, die Verfeinerung der Produktionsalgorithmen als auch hinsichtlich Wartung, Reparatur und Wiederverwendbarkeit ermöglicht.“

Wie Unternehmen ihre Wertschöpfungskette mit digitalen Werkzeugen optimieren und nachhaltige Produktkreisläufe aufbauen können, erörtert Aras im studienbegleitenden Whitepaper „Zukunftsmodell Kreislaufwirtschaft: Weniger Ressourcenverbrauch mit Product Lifecycle Management“, das hier kostenfrei heruntergeladen werden kann.

Über die Studie „Challenges 2022“

Für die Studie „Von Nachhaltigkeit bis Digitalisierung: Challenges 2022" befragte die Produkt-Innovations-Plattform Aras mehr als 130 Eigentümer und Top-Manager deutscher Unternehmen mit einem Umsatz von mindestens 100 Mio. Euro. Die Teilnehmer kamen vor allem aus den Branchen Automotive-Industrie, Aviation, Maschinenbau, der Medizintechnik sowie dem Chemie- und Pharma-Sektor. Die Studie steht hier zum kostenlosen Download bereit.

Die Technologie von Aras ermöglicht die schnelle Bereitstellung flexibler, erweiterbarer Lösungen, die die Anpassungsfähigkeit von Unternehmen erhöhen. Die Low-Code-Plattform und die Anwendungen für das Product Lifecycle Management von Aras verbinden Anwender*innen aller Disziplinen und Funktionen mit kritischen Produktdaten und -prozessen über den ganzen Lebenszyklus und die erweiterte Lieferkette hinweg.

Quelle: Aras / Delia Roscher

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Schlüsselinstrument Kommunale Wärmeplanung

6. Mai 2022 - 15:15

Den ersten Impuls gab dabei Robert Riechel (Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH), der zunächst den wissenschaftlichen Diskussionsstand sowie weiteren Handlungs- und Forschungsbedarf aufzeigte. Er unterstrich zudem die Notwendigkeit, die Wärmeplanung im Zuge der wärmepolitischen Debatte stärker in den Fokus zu nehmen. Gleichzeitig wies er auf den weiteren Forschungsbedarf in Hinblick auf die Vielfalt möglicher Aufgaben, die konkrete Ausgestaltung in der Praxis sowie auch bei den erforderlichen Rahmenbedingungen hin.

Anschließend wurden ausgewählte Praxisbeispiele durch Vertreter der Stadtwerke München GmbH sowie der Stadt Heidelberg vorgestellt. Dabei wurden auf Basis der konkreten Erfahrungen vor Ort u. a. Herausforderungen bei der Durchführung der Wärmeplanung an- und Politik-Empfehlungen für eine flächendeckende Einführung ausgesprochen.

„Verbände-Talk“ über Rahmenbedingungen der Kommunalen Wärmeplanung

Im Zentrum der Veranstaltung stand der „Verbände-Talk“, an dem Christian Maaß, Leiter der Abteilung II (Wärme, Wasserstoff, Effizienz) im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Martin Bendig, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg, BEE-Geschäftsführer Wolfram Axthelm und VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing teilnahmen. In der Diskussion herrschte Einigkeit darüber, dass planerische Ansätze im Zuge der Wärmewende spürbar gestärkt werden sollten: „Die Wärmeplanung ist ein relativ neues politisches Instrument, für welches Akzeptanz geschaffen werden muss. Daher ist für eine flächendeckende Einführung entscheidend, dass die Rahmenbedingungen erheblich verbessert werden. Dazu gehört etwa eine umfassende Finanzierung und attraktive Beratungsangebote “, unterstrich VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing.

Neben der planerischen Tätigkeit müssten gleichzeitig die Investitionsbedingungen für den Umbau der unterschiedlichen Versorgungsinfrastrukturen vor Ort verbessert und die Technologieoffenheit vor Ort gewahrt werden. „Angesichts der globalen Preiskrise der fossilen Energiewirtschaft gilt es Tempo zu machen. Die zügige Dekarbonisierung im Bereich der Wärme ist heute auch eine soziale Aufgabe. Die Implementierung der Erneuerbaren Energien in vorhandene Infrastrukturen wird dafür entscheidend. Die Potenziale bei Solarenergie, erneuerbarer KWK und Geothermie im urbanen Raum sind hoch“, sagte Wolfram Axthelm, Geschäftsführer im Bundesverband Erneuerbare Energie.

Direkter Austausch auf der Präsenzveranstaltung

Abschließend hoben Liebing und Axthelm den Wert des direkten Austausches hervor: Erstmals seit 2019 fanden die Berliner Energietage zumindest in Teilen wieder als Präsenzveranstaltung statt. Der direkte Austausch sowie die persönlichen Diskussionen am Rande seien unverzichtbar. Beide sprachen ihre Hoffnung aus, dass der politische Diskurs nun wieder verstärkt in physischen Terminen erfolgen könnte.

Zum Thema

Die Bundesregierung plant die flächendeckende Einführung der Kommunalen Wärmeplanung. Hierzu soll gemeinsam mit den Bundesländern ein gesetzlicher Orientierungsrahmen geschaffen werden. Doch auch auf Ebene der Länder gibt es zahlreiche Initiativen – so etwa in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hessen.

Quelle: BEE / Delia Roscher

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Verbrauch von Gas und Öl beim Heizen reduzieren

6. Mai 2022 - 14:51

Die Preise für Gas und Öl sind bereits im vergangenen Jahr deutlich gestiegen: Laut Statistischem Bundesamt wurde im Zeitraum von Januar bis Dezember 2021 das Heizöl um 31 Prozent teurer, beim Gas waren es acht Prozent. Der Krieg in der Ukraine hat zu weiteren Preissteigerungen geführt. Und es ist damit zu rechnen, dass im Laufe des Jahres 2022 das Heizen mit Öl und Gas noch teurer wird. Energie sparen und so effizient wie möglich heizen, ist also angesagt.

Einfache Einspartipps beim Heizen mit Gas und Öl

Es gibt ein paar ganz einfache Verhaltensregeln im Umgang mit Gas oder Öl, die dazu beitragen, Energie einzusparen:

1. Bewusst heizen: Viel Heizenergie geht dadurch verloren, dass die Heizung ohne großes Nachdenken einfach aufgedreht wird. Doch jeder Grad Wärme zählt bei der Energiebilanz: sechs Prozent Energie können Sie allein dadurch einsparen, indem Sie die Raumtemperatur um ein Grad senken.

2. Raumtemperatur an Nutzung anpassen: Für den Wohnbereich empfiehlt das Umweltbundesamt eine Raumtemperatur von 20 Grad, das entspricht der Stufe 3 auf einem Standardthermostat. Für den Schlafbereich sind es 17 und die Küche 18 Grad.

3. Nicht ohne Deckel kochen: Beim Kochen auf einem Gasherd gehört immer ein Deckel auf den Topf. Ebenfalls energiesparend: die Töpfe konsequent der Größe entsprechend auf die Kochstellen platzieren, für kleinere Töpfe reicht eine kleinere Flamme aus. So stellen Sie sicher, dass keine Wärme verloren geht.

4. Entlüften und Lüften: Eine gute Zirkulation der Luft ist sowohl für die Heizung als auch für die Raumtemperatur wichtig. Luftprobleme in der Heizung führen dazu, dass die Anlage ineffizient läuft. Durch das Entlüften Ihrer Heizung schaffen Sie Abhilfe und sparen Heizkosten. Auch das korrekte Lüften der Räume stellt eine effektive Methode dar, um Energie zu sparen. Hierbei gilt: Stoßlüften statt Dauerlüften.

Mit der richtigen Technik beim Heizen mit Gas und Öl sparen

Mehr als 70 Prozent der Haushalte in Deutschland 2021 werden mit Gas oder Öl beheizt, etwa die Hälfte der Heizungen arbeiten mit einer veralteten Technik. Durch die richtige Pflege und Wartung sowie den Austausch von einzelnen Komponenten können Sie beim Heizen mit Öl oder Gas ebenfalls viel erreichen:

1. Heizkurve einstellen: Wichtig beim Heizen mit Gas und Öl ist, dass der Heizkessel die richtige Menge an Wärme abgibt. Neuere Anlagen verfügen über eine Regelungstechnik, die es ermöglicht, dass der Heizkessel in Abhängigkeit zur Außentemperatur Wärme erzeugt. Diese Funktion wird auch Heizkurve genannt und stellt sicher, dass der Kessel das Heizwasser auf eine bestimmte Temperatur bringt – je nachdem, wie kalt oder warm es draußen ist. Ist die Heizkurve gut eingestellt, gibt der Kessel immer die richtige Wärmemenge ab und verbraucht nie mehr als nötig. Ein Heizungsbauer kann die Heizkurve auf Ihren Bedarf einstellen.

2. Thermostatventile sparen Energie: Thermostate an den Heizkörpern regulieren den Durchfluss des warmen Wassers und halten die Raumtemperatur konstant auf dem eingestellten Wert. Mit programmierbaren Thermostatventilen sparen Sie wertvolle Energie: Bis zu zehn Prozent Ihrer Heizkosten können Sie damit einsparen.

3. Hydraulischer Abgleich: Große Wärmeverluste beim Heizen mit Öl oder Gas entstehen, wenn sich das Heizwasser nicht gleichmäßig im Haus verteilt. Hier gibt es ebenfalls eine einfache Maßnahme, mit der Sie viel bewirken können: den hydraulischen Abgleich. Dabei nimmt ein Fachmann die einzelnen Komponenten der Anlage – Heizkessel, Pumpe und Thermostatventile – unter die Lupe und berechnet, wie diese eingestellt werden müssen, damit sich das Heizwasser gleichmäßig verteilt. Der hydraulische Abgleich ist außerdem eine Voraussetzung, wenn Sie für die Sanierung Ihrer Heizung Fördermittel beim BAFA oder der KfW beantragen möchten. Bei einer Heizungsoptimierung erhalten Sie eine Kostenrückerstattung in Höhe von 20 Prozent der Nettokosten.

4. Heizungsrohre dämmen: Je besser Ihr Haus „verpackt“ ist, umso weniger Wärme geht ungenutzt nach außen: Große Wärmeverluste verursachen ungedämmte Heizungsrohre. Wenn Sie Ihre Heizungsrohre isolieren, können Sie im Jahresdurchschnitt fünf bis zehn Prozent an Heizenergie einsparen. Für die Rohrdämmung gibt es gesetzliche Vorgaben, diese sind im Gebäudeenergiegesetz (GEG) festgelegt.

5. Gas – und Ölheizungen brauchen Pflege: Die Öl- oder Gasheizung sollte regelmäßig gewartet werden: Es empfiehlt sich, den Heizkessel nach jeder Heizsaison reinigen zu lassen, da sich sonst eine Staubschicht bildet und das den Verbrennungsprozess beeinträchtigen kann. Durch die regemäßige Wartung stellen Sie sicher, dass die Heizung einwandfrei läuft. Sie können damit Energiekosten von bis zu zehn Prozent einsparen. Einen Fachhandwerker in Ihrer Nähe finden Sie in der Handwerkersuche.

Beim Austausch Ihrer alten Heizung gegen eine neue gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten. Besonders hoch fallen diese aus, wenn Sie erneuerbare Energien einbinden. Was Sie ein Austausch kosten und wie viel Sie durch die Förderung einsparen würden, können Sie ganz einfach mit Online-Tool für Fördermittel herausfinden.

Quelle: Intelligent heizen / Delia Roscher

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Gute Luft sorgt für mehr Wohngesundheit

6. Mai 2022 - 10:45

Wohl jeder Bauherr möchte ein Haus oder eine Wohnung, welche dicht ist, damit nur wenig Wärmeenenergie über die Außenhülle abgegeben wird. Doch das kann auch Nachteile haben. Gebäudehüllen sind bei heutiger Bauweise dermaßen undurchlässig, dass einfaches Lüften selten ausreicht. Feuchteschäden und Schimmelbefall können die Folgen sein – dem will die DIN 1946-6 entgegenwirken. Denn sie fordert die für moderne, luftdicht gebaute Gebäude die Sicherstellung des Luftwechsels, der Wohngesundheit garantieren soll. Konzepte für die Lüftung sind damit unerlässlich. Einerseits um die nötige Luft zu garantieren. Andererseits aber auch, um sich rechtlich abzusichern.

Wer sich als Planer nicht um Lüftung bemüht, dem drohen Haftungsrisiken. Daher stellt sich die Frage, welches Lüftungskonzept sich für ein Objekt eignet. Guten Rat gibt es unter tzwl.de, dem Internetportal des Europäischen Testzentrums für Wohnungslüftungsgeräte e.V. (TZWL). Dank der neu gestalteten Gerätesuche können Planer und Bauherren sich mit acht Fragen zu Gerätevarianten führen lassen, welche zu ihrem Objekt passen. Insgesamt 142 Lüftungsgeräte wurden überprüft. Zunächst stellt sich die  entscheidende Frage: zentral oder dezentral lüften.

Auf die Aufgabe kommt es an – dezentrale Lüftung

Dezentrale Lüftungen kommen häufig beim Altbau zum Einsatz. Meistens wird in jedem Raum in Fensternähe ein Lüftungselement integriert. In die Wand eingebaut, zählen dezentrale Lüftungen zu den ventilatorgestützen Lüftungen. Durch einen Zu- und Abluftmodus sorgen sie für einen kontinuierlichen Luftaustausch. Dezentrale Lüftungen werden individuell in Räumen eingesetzt. Ein Vorteil: Der Einbau ist unkompliziert, der Platzbedarf ist gering. Wie beispielsweise beim Iv-twin+ von Inventer, welcher  ab Herbst 2019 im Handel sein soll. Der Einzelraumlüfter vereint zwei Lüftungsgeräte, ein Ventilator führt frische Luft zu, ein anderer die verbrauchte Luft ab, aufgrund der getrennten Wärmespeicherhälften ergibt sich eine Rückgewinnung der Wärme von 94 Prozent. Auch die zügige Einbauzeit ist von Vorteil. "Im Bestandsbau reicht dafür eine Kernlochbohrung, im Neubau empfiehlt sich unser Wandeinbausystem Simplex, ein Montageblock mit vorinstallierter Wandeinbauhülse. Das reduziert den Montageaufwand erheblich", meint Geschäftsführerin Annett Wettig über die Lüftung. Dezentrale Lüftungen eignen sich auch für spezielle Projekte wie Kellerzimmer oder dünne Wände.

Alles in Einem – zentrale Lüftung

Bei Neubauten, besonders bei Niedrigenergiehäusern kommen bevorzugt zentrale Lüftungen zum Einsatz. Wer sein Haus neu plant, hat noch Möglichkeiten die Frischluftversorgung direkt mitzuplanen. Bei zentralen Lüftungssystemen werden alle Wohnräume durch ein Luftkanalsystem mit einem Lüftungsgerät verbunden. Das Kanalsystem kann in Decke oder Fußboden verlegt sein und versorgt die Räume mit Luft. Das Haus wird in Zu- und Ablufträume eingeteilt: Wohn- und Schlafbereiche sind Zulufträume, Küche und Bad Ablufträume. Das Lüftungsgerät wird meist in Keller oder Dachgeschoss gebaut.

Dank dem Lüftungssystem wird die verbrauchte Luft aus den Ablufträumen gezogen, frische Luft kommt in Zulufträume. Schlau gebaut, haben zentrale Anlagen den Vorteil der Wärmerückgewinnung. Die Außenluft kommt ins Haus, erwärmt durch Abluftenergie. Eine zentrale Lüftung ist eine gute Investition, doch bedarf sie genauer Planung. So stellt der Hersteller Blumartin für sein Lüftungssystem Freeair jetzt eine Visualisierung zur Verfügung. Dank Building Information Modeling (BIM) können Projekte auch für Fachfremde sichtbar gemacht werden. BIM ist eine effiziente Methode der Planung, der Ausführung und teils auch des Betriebs von Bauobjekten und dient einem optimalen Überblick über Bauabläufe. Doch nicht bloß beim Bau, auch beim Alltag hilft die Digitalisierung den Nutzern, wie bei der Wohnungslüftung Vent 4000 CC von Bosch. Neben der Hohen Effizienz dank Wärmerückgewinnung von bis zu 93 Prozent gemäß Angaben des Herstellers, kann die Lüftung einfach per Easyvent-App gesteuert werden. Die Wohnraumlüftung kann bis zu 90 Quadratmeter belüften.

Große Räume und große Ideen

Lüftung ist kein Randthema mehr, sondern wird immer wichtiger. Das beweist ein spannendes Projekt aus dem Bau der Schule „Sancta Maria“ in Gentbrugge, Belgien. Das Ziel – frische Luft für Schüler und Lehrer in neuen Klassenräumen, Speise- und Sportsaal. Licht und Luft sollten zu einem höheren Lernerfolg beitragen. Die Lösung – natürliche Fensterlüftung und mechanische Abfuhr von Raumluft. Renson löste die Aufgabe durch linienförmige Fensterlüftungen, welche fast unsichtbar über den Fenstern montiert sind. Dosiert wird die Lüftung durch Absaugventile, welche an das zentrale Lüftungsgerät angeschlossen sind und die CO2-Werte in der Rumluft messen. Sie steuern die zentrale Abluft. Wenn niemand im Raum ist, wird der Luftstrom reduziert, sodass keine unnötige Energie verloren geht. Auch preisgekrönte Konzepte gibt es bei der Lüftung. So ging der Clusterpreis Energie/Umwelt/Solarwirtschaft des 15. IQ Innovationspreises Mitteldeutschland an Ecosyst. War Wasser bei Lüftungsanlagen häufig eher gefürchtet, dient es hier der Kühlung. Das Konzept soll vor allem im arabischen und asiatischen Raum und in Südeuropa eingeführt werden.

Flexibel planen

Lüftung bleibt ein komplexes Thema – denn neben einer perfekten Planung muss die Anlage auch Effizienz garantieren. Wer energieautark leben will interessiert sich für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher, selbstversorgende Möglichkeiten. Doch die vielen Einzelkomponenten sind platzraubend, Kabelsalat droht. Vaillant bietet "All-in-One-Wärmepumpen" an. In einem gemeinsamen Gehäuse werden Wärmepumpe, Warmwasserspeicher, Lüftungsanlage und Hydraulik kombiniert – mit geringem Platzverbrauch. Die Pumpen lassen sich zudem individuellen Wünschen anpassen.

Zentral Lüften, dezentral Lüften, Wärmepumpe ja oder nein – eine Antwort auf diese Fragen kann es nur bei Betrachtung des individuellen Objektes geben. Eins bleibt aber sicher. Nur eine bewohnerfreundliche Belüftung garantiert Gesundheit für das Haus und die Bewohner. Das gut zu planen, lohnt sich ganz bestimmt. Von Wolfram Hülscher

 

 

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Hygiene bei Raumluft und im Sanitärbereich

6. Mai 2022 - 9:36

Die Luftqualität in Innenräumen und die damit verbundene Auswirkung auf das gesundheitliche Wohlbefinden wird kurzfristig sowie langfristig in der Gebäudeplanung immer wichtiger. Treiber sind die Pandemie, aber auch sich weiter verschärfende Effizienzanforderungen an Wohn- und Nichtwohngebäude.

Lüften reicht nicht

Es ist bekannt, dass die Haupt-Ansteckungsgefahr mit CoV-2-Viren, die die gegenwärtige Covid-19-Pandemie ausgelöst haben, nicht von den Schmierinfektionen ausgeht, sondern über Tröpfchen und Aerosole erfolgt. Damit rückt das Thema Luftreinigung verstärkt in den Blickpunkt.

Tröpfchen und Aerosole dienen Viren als Transportvehikel. Viren können sich bis zu drei Stunden auf diese Weise im Luftraum halten. Der Effekt des Lüftens ist, dass eine möglicherweise virenbelastete Aerosolkonzentration über den Luftaustausch verdünnt wird. Darüber kann die Virenkonzentration dauerhaft aber nicht so verringert werden, dass das Infektionsrisiko signifikant sinkt. Das, was Querlüften nicht schafft, können gemäß der Raumgröße und Personenzahl ausgelegte Luftreiniger erfüllen.

Entwicklungen am Markt

Einige Klimatechnik-Hersteller haben auf Covid-19-Pandemie reagiert und bieten Lösungen zur mobilen Luftreinigung an. Der Filtervorgang ist in mobilen Luftreinigern oft stufenweise untergliedert. Vorfilter halten Grobstoffe ab, um die nachgeschalteten Feinfilter nicht unnötig zu beladen. Der Einbau zentraler Lüftungsanlagen konnte in der augenblicklichen Situation häufig nicht schnell genug umgesetzt werden. Gerade darum gilt es, neue gebäudetechnische Standards zu definieren und zu etablieren, die die technische Luftreinhaltung zumindest in öffentlichen Gebäuden bei Neubau und der Sanierung verpflichtend macht. Je nach Situation kann dies eine Mischung aus mobilen und festinstallierten Lösungen sein.

Verschärfte Effizienzanforderungen

Ein zweiter Treiber für den Bedeutungszugewinn von Raumlufttechnik sind verschärfte Effizienzanforderungen an Wohn- und Nichtwohngebäude. Die neue Ampel-Regierung will schrittweise die Standards für wesentliche Ausbauten, Umbauten und Erweiterungen von Bestandsgebäuden im Gebäudeenergiegesetz (GEG) anpassen, so dass die auszutauschenden Teile dem EH 70 entsprechen. Zum 01. Januar 2025 soll außerdem der Neubau-Standard KfW-EH 40 gelten.

Lüftungsanlagen werden zum Standard

Die Gebäude werden immer dichter ausgeführt. Der Lüftungsbedarf der Menschen aber bleibt – nicht nur, um verbrauchte Luft auszutauschen, sondern auch, um zum Beispiel Luftfeuchte, Gerüche oder Schadstoffe aus der Raumluft zu entfernen. Damit entsteht ein neues Effizienz-Problem, denn wenn heute schon die Wärmeverluste eines Gebäudes zu 50 Prozent auf das Konto von manuellem Lüften geht, dann wird sich dieser Wärmeverlust-Anteil prozentual in Zukunft noch erhöhen. Im Neubau und bei umfassender Sanierung werden Wohnungslüftungsanlagen darum zum Standard.

Hygiene im Sanitärbereich

Im Bereich Sanitär spielt die Hygiene eine große Rolle, etwa bei der Trinkwasser-Bereitstellung. In Trinkwasserleitungen von Wohngebäuden ist der Zirkulationsbetrieb heute der dominierende Betriebszustand bzw. der technische System-Standard. Er dient beispielsweise dazu, die vorgeschriebenen Hygieneanforderungen in Deutschland umzusetzen und zu erfüllen: Wenn zwischen der Erzeugung warmen Wassers und der Entnahmestelle mehr als 3 l Inhalt liegen und Trinkwasseranlagen in Mehrfamilienhäusern mehr als 400 l warmes Wasser speichern, müssen die Systeme regelmäßig auf Legionellen beprobt werden (DVGW Arbeitsblatt W 551). Laut DIN 1988 sollten permanent hohe Temperaturen > 55 °C im System gehalten werden, um einer Legionellenbildung vorzubeugen. Andererseits dient der Zirkulationsbetrieb auch dazu, den Komfort an den Zapfstellen für den Verbraucher zu erhöhen, weil über die Zirkulation sehr schnell warmes Wasser zur Verfügung gestellt wird. Dann sind die Leitungen nicht mehr mit kaltem Wasser gefüllt, das sonst erst abfließen müsste.

Temperatur über Sollwert

Durch einen permanenten Zirkulationsbetrieb bei zugleich geringer Zapfentnahme können allerdings die Warmwassertemperaturen mitunter deutlich über den gewünschten Sollwert steigen, wenn sie mit zentralen Frischwassersystemen kombiniert werden, was mehr und mehr der Fall ist. Bisweilen sind Temperaturen >65 °C in solchen Systemen keine Seltenheit, wie Praxismessungen zeigen.

Leitungsverluste heute gering

Das Problem zu hoher Warmwasser-Temperaturen im Zirkulationsbetrieb ist ein inzwischen auch hausgemachtes. Die Primärtemperatur wird in Pufferspeichern u. a. zur Deckung des Spitzenbedarfs auf min. 70 °C gebracht. Die Wärmeverluste in den Leitungssystemen sind im Neubau heute aber längst nicht mehr so groß wie in alten Bestandsgebäuden – das ist zu begrüßen, schafft aber auch neue technische Herausforderungen, die auf der IFH/Intherm mit Experten beleuchtet, diskutiert und mit Lösungen versehen werden können.

Unerwünschte Effekte

Die Rücklauftemperatur ist in dem oben skizzierten Fall entsprechend hoch und sie stört nicht nur die Temperaturschichtung im Pufferspeicher empfindlich. In der Folge kann sie auch die Funktionalität des Wärmeerzeugers einschränken oder seine Effizienz mindern. Wärmepumpen bspw. schalten dann sogar oft auf Störung. Nebenbei steigt das Verkalkungsrisiko bei hohen Umlauftemperaturen deutlich an und der eigentlich gewünschte Warmwasserkomfort, den der Zirkulationsbetrieb bewirken soll, wird gleich wieder egalisiert, was konkret beim Duschen passiert: Der Nutzer muss zunächst während des Warmwasserbezugs wegen zu heißen Wassers kaltes Wasser zumischen, während das System parallel nachgeregelt, um den Sollwert zu erreichen, aber aufgrund der eingestellten Zumischung dann zu kalt ausfällt, so dass der Nutzer ein zweites Mal nachregeln muss, dieses Mal heiß. Das eigentliche Problem in diesen zirkulationsbasierten Systemen in Verbindung mit zentralen Frischwasserstationen liegt in der trägen Regelung. Sie reagiert nur, statt vorausschauend zu agieren.

Hygiene und Komfort im Badezimmer

Corona hat das Thema berührungslose Armaturen aktuell gemacht. Diese sind seit vielen Jahren z.B. in Hotels, in der Gastronomie, in Einkaufshäusern und in Firmenzentralen zu finden. Sie versprechen an diesen stark frequentierten Orten mehr Sauberkeit und Hygiene, da Kontakte an den Armaturen entfallen. In Corona-Zeiten wachsen hierfür nochmal das Bewusstsein und die Wahrnehmung. Darüber hinaus bieten berührungsfreie Armaturen auch starke Design- und Ausdrucksmöglichkeiten in Richtung Wertschätzung von Kunden, Mitarbeitern und Gästen. Im privaten Bereich mit wenigen Kontakten an einer Zapfstelle werden sie vermutlich weiter die Ausnahme bleiben, doch möglicherweise wächst auch hier im Zuge der Pandemie das Interesse.

mh

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Zwei Jahre fehlender Austausch nachgeholt

6. Mai 2022 - 8:51

Die Herausforderungen für die Gesellschaft und die SHK-Branche sind enorm. Die Corona-Krise hält an und zu den langfristigen Themen der Branche wie Fachkräftemangel und Energiewende kommen nun noch Gaskrise, Lieferengpässe und Inflation hinzu. „Wenn man den Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen Umbrüche richtet, wird klar, dass ein Umdenken stattfinden muss. Ein ›Weiter so wie bisher‹ ist für uns alle nicht mehr möglich. Direkte Gespräche auf Augenhöhe sind jetzt besonders wichtig, um gemeinsam neue Lösungsansätze zu finden und die Umsetzungsmöglichkeiten auszuloten“, sagt Dieter Dohr Geschäftsführer der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, der Veranstalterorganisation der IFH/Intherm. „Mit der Messe bieten wir das qualitative Netzwerk für die SHK-Branche in Präsenz, das mittlerweile weit in die virtuelle Welt hineinreicht und den Radius über das Messegelände in Nürnberg hinaus erweitert.“

Mit diesem verstärkten Netzwerkgedanken rückt die IFH/Intherm alle Marktpartner in den Fokus. Handwerk und Großhandel konnten sich direkt bei ihren Ansprechpartnern der Industrie über neue Produkte und Trends informieren und austauschen. 341 Aussteller haben die IFH/Intherm als Gelegenheit wahrgenommen, um ihre neuen Lösungen vorzustellen, Reaktionen einzufangen und Feedback zu bekommen.

Zum Glück wieder Messe

„Das Zufriedenheitsgefühl bei Herstellern und Handwerk auf der IFH/Intherm ist überwältigend“, meint Dr. Wolfgang Schwarz, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes SHK Bayern. „Das Konzept Messe begeistert wieder. Viele haben mit dem Erleben der IFH/Intherm erst begriffen, was sie so lange vermisst haben.“ Und Wolfgang Becker, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes in Baden-Württemberg ergänzt: „Die Stimmung war großartig und mit den Besucherzahlen sind wir ebenfalls mehr als glücklich. Wir hatten die Hoffnung, dass viele Menschen bei dieser Messe zusammenkommen. Alles über 20.000 Besucher hätte mich schon glücklich gemacht. Dass es nun 29.600 Besucher geworden sind, ist fantastisch. Noch glücklicher machen mich aber die positiven Rückmeldungen aller Beteiligten. Was wir hier erlebt haben, geht weit über reine Zahlen hinaus und wird Einfluss auf die gesamte SHK-Messebranche haben.“

Kommunikation und Wissensvermittlung sind entscheidend

Um neben den vielen Entscheidungsträgern vor Ort noch mehr Menschen zu erreichen, nutzte ein zunehmender Anteil an Ausstellern die IFH/Intherm für ihre Content-Produktion und erweiterte die Beteiligung weit über die Messelaufzeit hinaus virtuell. So hat sich Georg Fischer zum Beispiel zum ersten Mal mit einem neuen Messekonzept präsentiert. „Wir sind in diesem Jahr mit einem komplett neuen Netzwerkgedanken auf die Messe gekommen. Messe ist für uns heute Event und Community. Mit unserem Standkonzept haben wir unsere analoge Präsenz auf der IFH/Intherm mit der digitalen Welt verbunden und so ein neues Messeerlebnis geschaffen, von dem wir nachhaltig die nächsten Monate noch profitieren“, erklärt Marketingleiter René Habers. Produziert wurde live auf der Messe im Podcast und TV-Studio, teils in hybriden Veranstaltungen mit zugeschalteten Experten. Zu hören und zu sehen sind die Beiträge noch über die IFH/Intherm hinaus, individuell und rund um die Uhr abrufbar.

Das Fazit des Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie fällt positiv aus. Präsident Uwe Glock bringt es auf den Punkt: „Die IFH/Intherm war ein erfrischender Neuanfang der Präsenzmessen für die SHK-Branche. Viele Entscheider der deutschen Heizungshersteller zeigten durch ihre Teilnahme Interesse an der Top-Messe IFH/Intherm und nutzten sie erfolgreich für persönliche Kontakte mit dem Handwerk.“

mh

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