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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 41 Minuten 22 Sekunden

Agora zieht gemischte Energiewendebilanz

7. Januar 2020 - 7:00

"Die Energiewende kommt damit beim Zuwachs der erneuerbare Energien und beim Ausstieg aus der Atomenergie gut voran. Eine schlechte Bilanz war 2017 jedoch bei den Treibhausgasemissionen zu verzeichnen", teilt Agora Energiewende mit. Das dritte Jahr in Folge stagnierte der Ausstoß des klimaschädlichen CO2, statt wie geplant zu sinken. Denn während im Stromsektor die Emissionen infolge des Rückgangs der Steinkohleverstromung 2017 leicht zurückgingen, stiegen sie im Verkehrs-, Gebäude- und Industriesektor aufgrund des höheren Mineralöl- und Erdgasverbrauchs.

"Der gegenwärtige Trend läuft darauf hinaus, dass Deutschland im Jahr 2020 seine Emissionen nur um 30 Prozent statt wie geplant um 40 Prozent gegenüber 1990 vermindert", sagt Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. Die Studie "Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2017" beschreibt in zehn Kapiteln mit zahlreichen Abbildungen die wesentlichen Trends. Sie basiert auf aktuell verfügbaren Daten aus zahlreichen öffentlichen Quellen.

Wesentliche Ursache für diesen Trend ist die Entwicklung beim Energieverbrauch: Im vergangenen Jahr wurde 0,8 Prozent mehr Energie verbraucht als 2016 – Strom, Diesel und Erdgas legten zu. Es wird damit nahezu unmöglich, die von der Bundesregierung im Energiekonzept 2010 beschlossenen Energieeffizienzziele für 2020 (minus 20 Prozent Primärenergie- und minus 10 Prozent Stromverbrauch gegenüber 2008) zu erreichen. "Die Energieeffizienz-Fortschritte sind zu gering, um zusätzliche Verbräuche aus Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum auszugleichen oder sogar zu überkompensieren", sagt Graichen. Quelle: Agora Energiewende / sue

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Neue Rekorde bei Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen

16. November 2018 - 7:29

Tandemsolarzellen aus Silizium und Metall-Halid Perowskit-Verbindungen können einen besonders großen Anteil des Sonnenspektrums in elektrische Energie umwandeln. Allerdings wird normalerweise ein Teil des Lichts reflektiert und geht damit für die Energieumwandlung verloren. Nanostrukturen können dafür sorgen, dass die Solarzelle mehr Licht einfängt. So werden zum Beispiel pyramidenförmige Strukturen in Silizium eingeätzt. Solche strukturierten und damit rauen Silizium-Schichten sind allerdings nicht mehr als Unterlage für die hauchdünnen Perowskit-Schichten geeignet.

Ein Team um den HZB-Physiker Steve Albrecht hat unterschiedliche Designs von Tandemzellen mit lichteinfangenden Strukturen untersucht. Am besten funktionierten Tandemzellen, deren Silizium-Schicht von unten strukturiert war. Die Schicht aus dem Mineral Perowskit konnte damit auf die glatte Seite des Siliziums aufgebracht werden.

Auf die Perowskit-Schicht brachten sie zusätzlich eine Polymer-Folie auf, die ebenfalls strukturiert war, eine so genannte Lichtmanagement-Folie (LM-Folie). "Auf diese Weise gelang es uns, den Wirkungsgrad einer monolithischen Perowskit-Silizium-Tandemzelle von 23,4  auf 25,5 Prozent deutlich zu verbessern", sagt Marko Jošt, Postdoktorand im Team von Albrecht.

Modellierung zeigt: bis zu 32,5 Prozent möglich

Darüber hinaus haben Jošt und Kollegen ein ausgefeiltes numerisches Modell für solche komplexen 3D-Schichtstrukturen und ihre Wechselwirkung mit Licht entwickelt. Damit konnten sie berechnen, wie sich unterschiedliche Zell-Designs mit Texturen an verschiedenen Schnittstellen auf den Wirkungsgrad auswirken. "Aufgrund der komplexen Simulationen und empirischen Daten können wir abschätzen, dass sich sogar Wirkungsgrade von 32,5 Prozent erzielen lassen – sofern es uns gelingt, Perowskit mit einer Bandlücke von 1,66 Elektronenvolt einzubauen", erklärt Jošt.

Teamleiter Steve Albrecht ergänzt: "Wir haben auf der Basis von echten Wetterdaten den Energieertrag im Jahresverlauf berechnen können, und zwar für die verschiedenen Zelldesigns und für drei verschiedene Standorte." Die Simulationen zeigen, dass die LM-Folie auf der Oberseite der Zelle sich vor allem bei diffuser Beleuchtung, also nicht nur bei senkrechtem Lichteinfall, lohnt. Damit könnten Tandemzellen mit eingebauten LM-Folien sich auch für den Einsatz an Fassaden eignen: Mit der so genannten bauwerksintegrierten Photovoltaik (BIPV) werden aktuell riesige neue Flächen für die Energiegewinnung erschlossen. Quelle: HZB / sth

 

 

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Gerangel um ökologisch korrekte Heizung hält an

15. November 2018 - 7:47

Im Moment wird bei der Sanierung einer Heizung auch der Umstieg auf einen Öl- oder Gasbrennwertkessel gefördert. 2019 könnte diese Förderung auslaufen, deshalb bringt sich die Mineralöldustrie in Stellung. Sie setzt darauf, fossile Brennstoffe per Power-to-liquid-Technologie durch Flüssigbrennstoffe auf Basis erneuerbarer Rohstoffe zu ersetzen.

Bislang, so Arne Kuhrt, Geschäftsführer des Mineralölhändlerverbands Uniti, liege der Preis dafür noch bei zirka einem Euro pro Liter Heizöl. Bei derzeitigen Preisen für fossile Brennstoffe von um die 90 Cent ist der Unterschied also nicht mehr groß.

Dass die synthetische Herstellung flüssiger Brennstoffe zur Zeit ein spannendes Thema ist beweist auch die Vergabe des deutschen Gründerpreises an Ineratec for wenigen Wochen. Das Start-up hat eine kompakte Anlage entwickelt, die Überschussgase aus Biogas-, Klärgas-, und Deponiegasanlagen in stofflich weiterverwertbare synthetische Kohlenwasserstoffe umwandelt. Die Anlagen sind kompakt, passen in einen Container und können auch mobil da installiert werden, wo sie benötigt werden. Neun Anlagen seien bereits gebaut und verkauft, jetzt gehe es um die Skalierung, berichtete Gründer Tim Böltken. Fast 80 Prozent der Kunden kommen aus dem Bereich Power-to-liquid. Gelingt es, diese Prozesse zu etablieren könnte auch das Heizen mit Öl mit erneuerbaren Energien erfolgen.

Wärmepumper: Strom ist zu teuer

Wärmepumpen haben weniger mit einem Imageproblemen als mit nach wie vor hohen Strompreisen zu kämpfen. Klaus Ackermann, Geschäftsführer von Nibe betonte auf dem Forum Wärmepumpe, dass noch viel mehr Menschen Wärmepumpen kaufen würden, wenn Strom billiger wäre.  "Umweltschädliches Verhalten ist eingeübt", sagte er und verwies auf die unterschiedlichen CO2-Kosten pro Heizsystem.  Verschmutzung mit einer Tonne CO2 koste bei Strom 185 Euro und bei Öl 8 Euro.

Ein viel diskutiertes Thema um das auszugleichen ist eine CO2-Abgabe oder -Steuer. Die Umweltminister der Länder sprachen sich vor kurzem für eine CO2-Abgabe auf Benzin, Heizöl und Kohle aus. Thorsten Herdan, Staatssekretär für Energiepolitik im Segment Wärme und Effizienz im Bundeswirtschaftsministerium mahnte auf dem Forum Wärmepumpe an,  die Fragen wie CO2-Bepreisung im Kontext zu sehen. Man müsse die Bevölkerung mitnehmen. Die Forderung danach dürfe nicht nachlassen, aber es sei wichtig, sie in die politische Situation einzuordnen. Konkreter wurde Herdan allerdings an diesem wie an weiteren umstrittenen Punkten nicht.

Trotz des Handicaps hoher Strompreise setzen sich Wärmepumpen durch. Der Schwerpunkt der Installationen liegt dabei auf dem Neubau. Dort war die Wärmepumpe 2017 mit einem Anteil von 41 Prozent erstmals die beliebteste Heiztechnik. Derzeit sind gut eine Million Anlagen in Deutschland installiert.

Kombination aus Erneuerbaren und Effizienz ist notwendig

Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe, nannte in einer Podiumsdiskussion auf der HEAT ambitionierte Zahlen. Vier Millionen Wärmepumpen müssten bis 2030 mindestens installiert sein, um die Klimaziele zu erreichen. Martin Bentele vom Deutschen Energieholz- und Pelletverband rührte die Werbetrommel für Holzheizungen. Man müsse nichts importieren, 7 Millionen Tonnen Späne würden Stand heute noch nicht genutzt. Manfred Greis, Präsident des Bundesverbands Deutscher Heizungsunternehmen (BDH), brachte es auf den Punkt: Eigentlich stünden nicht die Heiztechnologien im Wettbewerb zueinander, es gehe darum, dass sich bei Heizungen überhaupt mehr bewegen müsse. Christian Stolte, Geschäftsbereichsleiter Energieeffizienz der Dena, betonte, man brauche eine Kombination von Maßnahmen zu Effizienz und Erneuerbaren plus der lange diskutierten Steuerförderung.

Die Steuerförderung scheint immer noch nicht völlig vom Tisch zu sein. Christian Stolte meinte im Interview mit EnBauSa.de, es gebe noch Hoffnung. Manfred Greis schlug vor, dass sich die Förderung an der CO2-Einsparung der Maßnahme orientieren müsse. Doch "die Bundesregierung habe keine Kraft mehr, etwas zu realisieren, das zeige sich an der Frage der Steuerförderung, bei der nichts vorangehe", kritisierte Julia Verlinden, energiepoltische Sprecherin von Bündnis 90 / Die Grünen auf dem Forum Wärmepumpe.

Beim Gebäudeenergiegesetz bewegt sich wenig

Stillstand herrscht im Moment wohl auch beim Gebäudenergiegesetz. Das muss eigentlich zum 1. Januar 2019 in Kraft treten und die Umsetzung des Nahezu-Nullenergie-Gebäudes aus deutscher Sicht definieren. Das Gesetz liege bei allen Ministern auf dem Tisch, so Herdan, werde aber nicht der große Wurf, "der von uns allen gewünscht wird, weil das der Koalitionsvertrag nicht hergibt." Es sei aber dennoch wichtig wegen der Zusammenführung der unterschiedlichen Rechtsrahmen und müsse den Grundstein legen für EEG 2.0, in dem "Erneuerbare und Effizienz nicht mehr gegeneinander ausgespielt werden".

Genannt wurde für eine Kabinettsvorlage im Berliner Flurfunk von einigen Seiten als möglicher Termin der 12. Dezember. Man werde das Gebäudeeenergiegesetz auf den Weg bringen, versprach Thorsten Herdan beim Forum Wärmepumpe, ohne terminlich konkret zu werden. Da die Definition des Nahezu-Null-Gebäudes eine Vorgabe der EU ist, könnte bei weiteren Verzögerungen ein Verfahren drohen. Noch mehr gilt das, wenn ab 2030 die auf EU-Ebene zugesagten Emissionseinsparungen nicht erfolgen. Dann muss Deutschland von anderen Ländern Zertifikate kaufen oder sich auf Strafzahlungen zwischen 30 und 60 Milliarden Euro einstellen, warnt Agora-Energiewende in einer aktuellen Studie. Von Pia Grund-Ludwig

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E-Learning-Plattform zu Staub und Asbest ausgezeichnet

15. November 2018 - 7:24

Der mit 2.000 Euro dotierte Preis wurde den Preisträgern am 13. November von Staatssekretärin Anette Kramme, Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), in Berlin verliehen. Der Gefahrstoffschutzpreis wird alle zwei Jahre vom BMAS ausgelobt und von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) organisiert.

Staub und Asbest sind die Ursachen erheblicher Gesundheitsgefährdungen in vielen Branchen, gerade auch in der Bauwirtschaft. Jedes Jahr verzeichnen die gewerblichen Berufsgenossenschaften mehrere Tausend Anzeigen auf Verdacht von staub- und asbestbedingten Berufskrankheiten, wie Asbestose oder Silikose. Fast 10.800 waren es im Jahr 2017. Allein in der Bauwirtschaft wurden 2017 386 Todesfälle registriert – mehr als durch Arbeitsunfälle. "Wirksame Präventionsmaßnahmen sind entscheidend. Doch die große Fülle an Informationen über die verschiedenen Stäube und Asbest macht es zeitaufwendig und kompliziert, das notwendige Wissen zu beschaffen", sagte Mathias Neuser, Vorsitzender des Vorstandes der BG BAU auf Versichertenseite.

Für die vielen Kleinbetriebe, die in der Bau- und Ausbauwirtschaft die Mehrzahl sind, sei das zumeist angesichts knapper Ressourcen wirtschaftlich nicht zu leisten. Durch die neu entwickelte E-Learning-Plattform von BG BAU und Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz können die Unternehmen das erforderliche Wissen nun auf einfache Art und Weise mittels Bewegtbild, Schaubildern und Texten erwerben und ihren Beschäftigten vermitteln. Neben allgemeinen Informationen zu den verschiedenen Stäuben enthält die Plattform auch zielgruppenspezifische Informationen zu den Themen Staub und Asbest – als Lernmodule für unterschiedliche Gewerke.

Mit dem Start der E-Learning-Plattform wird der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz das Konzept gleich auch praktisch einsetzen. Der Verband wird seinen 40.000 Mitgliedsunternehmen mit 200.000 Beschäftigten Lehrgänge anbieten, in die das E-Learning-Modul als Bestandteil künftiger Sachkundelehrgänge für Asbest integriert wird. "Durch eine Erfolgskontrolle im Rahmen des E-Learning wird dem Anwender signalisiert, wann er ausreichendes Wissen erworben hat, um die geforderten staatlichen Lehrgänge zu bestehen", erläutert Dirk Müller, Vorsitzender des Vorstandes der BG BAU auf Arbeitgeberseite.

Mithilfe der Plattform kann somit das notwendige Wissen zum Thema Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten von Asbest nach der Technischen Regel für Gefahrstoffe (TRGS 519) erworben werden. In diesem Zusammenhang erhält das Thema besondere Bedeutung, weil auch in Putzen, Spachtelmassen und Fliesenklebern häufig Asbestfasern vorhanden sind. Dazu Neuser: "Ohne fachkundiges Wissen über Baustoffe und Materialien sowie wirksame Schutzmaßnahmen können sich die Beschäftigten großen gesundheitlichen Gefährdungen aussetzen." Viele städtische Hochbauämter erwarten von Betrieben und ihren Beschäftigten beim Bauen im Bestand deshalb Sachkundenachweise für den Umgang mit Asbest. Dafür biete das E-Learning künftig einen passgenauen Service. Die E-Learning-Plattform "Staub und Asbest" lässt sich ohne weiteres auch auf andere Branchenzweige übertragen und ist zudem für die Berufsausbildung, innerbetriebliche Schulungen und Unterweisungen sowie zur Weiterbildung geeignet. Quelle: BG Bau / pgl

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Forscher wollen Energieberatung automatisieren

14. November 2018 - 8:00

Bilder und Infrarot-Aufnahmen werden in einem Modell übereinander gelegt. Grundlage sind Kameras, die einen Raum 360° im sichtbaren und infraroten Wellenlängenbereich fotografieren. Aus den Daten wird ein Modell des Zimmers erstellt.  Es bildet also Decke, Wände und Boden dreidimensional ab. Über das Modell legen die Kameras Infrarot-Aufnahmen des Raumes, welche die energetischen Informationen veranschaulichen. Auch Unerfahrene sollen das Messsystem bedienen und auswerten können, versprechen die Forscher.

Die Bilder geben Aufschluss darüber, wo Wärme verloren geht, weil etwa Wärmebrücken bestehen oder Bauteile wie Fenster nicht energieoptimiert sind. Diese Daten können dann von den Sanierern selbst, von Energieberatern oder Handwerkern verwendet werden. "Das Messsystem soll so günstig werden, dass man es sich selbst ausleihen kann, und so einfach zu bedienen sein, dass es auch Laien einsetzen können", sagt Siegrist.

Ihre Messdienstleistung wollen die  Forscher im Frühjahr 2019 auf den Markt bringen. Bis Ende 2019 erhalten sie im Rahmen des Förderprogramms "Helmholtz Enterprise" von der Helmholtz-Gemeinschaft und dem DLR-Technologiemarketing etwa 250.000 Euro.

Die Helmholtz Gemeinschaft fördert in diesem Programm jedes Jahr die vielversprechendsten Geschäftsideen aus ihren Instituten, um erfolgreiche Ausgründungen in die Selbstständigkeit zu ermöglichen und damit technischen Fortschritt schneller in den Alltag zu bringen. Zudem wurde das geplante DLR-Spinn-off im September 2018 für eine Förderung im Rahmen der Climate-KIC-Initiative (Knowledge and Innovation Community) des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie (EIT) ausgewählt. Die Unternehmen erhalten bis zu 95.000 Euro Förderung und zusätzlich viele Beratungsleistungen.

Auch eine Weiterentwicklung ihrer Ideen hat Neofizient vor: "Wir wollen die Software so verbessern, dass sie in Zukunft auch Empfehlungen für die energetische Sanierung geben kann", so Siegrist.

Dabei können sich die Aussagen aber nur auf die Gebäudehülle beziehen, die Anlagentechnik wird nicht betrachtet. Und Entscheidungen für eine Sanierung zu treffen, die nur oder hauptsächlich auf thermographischen Abbildungen basieren, dürfte bei Experten auf große Bedenken stoßen. Nicht zuletzt aufgrund der begrenzten Aussagefähigkeit von Thermographie: Die Termperaturdifferenz zwischen innen und außen muss groß genug sein, um Aussagen zu erlauben, sinnvolle Aufnahmen sind nur im Winter möglich. Auch die Kalibrierung der Geräte ist wichtig. Für Laien dürften sie kaum geeignet sein. pgl

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Transparenz bei Schadstoffen am Bau kommt nur langsam

13. November 2018 - 7:57

Herr Köttner, was regelt DIN EN 16516?

Köttner: Die Norm ist eine europaweit gültige Prüfnorm. Sie regelt einerseits die Untersuchungsmethode für den aktiven Einsatz von flüchtigen, organischen, krebserzeugenden, erbgutverändernden und fortpflanzungsgefährdenden Stoffen (KMR-Stoffe) in Produkten. Und andererseits gibt sie ein Verfahren vor, mit dem die Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen, kurz VOC, gemessen werden. Dazu gehören zum Beispiel Formaldehyd oder Benzol, aber auch mehrere hundert weitere Stoffe.

Welche Produkte betrifft die Norm?

Da muss man etwas ausholen: Die DIN EN 16516 ist keine Produktnorm, sondern eine Prüfnorm. Wenn sie allerdings in eine europäische Produktnorm für die Erlangung des CE-Zeichens integriert ist, können die Hersteller für die entsprechenden Produktgruppen VOC-Emissionen angeben, im Fachjargon heißt das deklarieren. Laut Umweltbundesamt ist das ab 2019 für Bodenbeläge, Sportböden und manche Dämmstoffe der Fall.

Wie wird die Prüfung nach EN 16516 dokumentiert?

Falls die Hersteller Angaben zu VOC machen wollen, müssen sie in der Regel ihre Produkte bei von der EU-notifizierten Prüfinstituten nach der Norm prüfen lassen. Bei einigen Produkten darf der Hersteller auch im eigenen Labor ohne Beteiligung eines fremden Labors prüfen. Eine Zusammenfassung der Prüfergebnisse muss dann in der sogenannten Leistungserklärung (Produktdeklaration für Bauprodukte mit CE-Kennzeichnung) veröffentlicht werden. Für innenraumrelevante Bauteile sind die VOC zu deklarieren oder der Hersteller muss mit den Buchstaben NPD (no performance determined) angeben, dass er keine VOC-Prüfung durchgeführt hat.

Wie muss eine VOC-Leistungserklärung aussehen?

Das ist aktuell auf EU-Ebene noch nicht entschieden. Zur Diskussion steht ein Klassensystem ähnlich wie in Frankreich (zum Beispiel ein Label mit den Klassen A - D nach dem Vorbild von Elektrogeräten), oder die Angabe nach den Vorgaben in der DIN EN 16516 selbst. Dann müssen die Werte direkt angegeben werden. Dabei können auch Gruppen von VOC zusammengefasst werden. Zum Beispiel die Summe aller VOC (TVOC) und einige mehr.

Was müssen Verarbeiter beachten? Dürfen sie vorher gekaufte Produkte weiterhin verkaufen?

Davon gehen wir aus, wer soll das auch kontrollieren? Aber: Macht ein Hersteller eines betroffenen Bauproduktes demnächst keine Angaben zu VOC Emissionen, muss laut Umweltbundesamt der Verwender wissen, dass er das Produkt nicht verwenden darf, sonst macht er sich haftbar. Das gilt nach unserer Einschätzung auch für Architekten, Bauunternehmen und den Handel.

Wann beginnt die CE-Kennzeichnung mit VOC-Angaben?

Als Anfangsfrist für die CE-Kennzeichnung mit Angaben zu VOC ist aktuell noch der 1. Februar 2019 vorgesehen. Jedoch ist dieses Datum voraussichtlich nicht mehr zu halten, haben wir vom Umweltbundesamt erfahren. Obwohl einige mit EN 16516 ergänzte Produktnormen (wie die DIN EN 14041 für Bodenbeläge vom Mai 2018) veröffentlicht vorliegen, hat die Europäische Kommission die Titel dieser Produktnormen noch nicht im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Daher dürfen die Hersteller noch nicht mit der CE-Kennzeichnung nach der neuen Produktnorm beginnen. Das Datum für die Veröffentlichung der Normtitel im Amtsblatt der EU ist derzeit nicht bekannt. Daher ist kein scharfes Datum für den Beginn der CE-Kennzeichnung mit Angaben zu VOC im Moment möglich.

Welche weiteren Produktgruppen werden betroffen sein?

Das wird über sogenannte Mandatsergänzungen für die jeweiligen EU-Normen geregelt. Laut Umweltbundesamt sind die Mandatsergänzungen für Wandbeläge, Holz, und Holzwerkstoffe bereits erteilt. Diese werden in den nächsten Jahren folgen. Die Mandatsergänzungen für Dichtstoffe und Klebstoffe sind in Vorbereitung. Allerdings dauert das Verfahren recht lange.

Wie weit sind die Hersteller mit der Umsetzung, gibt es konforme Produkte für alle Bereiche?

Das entzieht sich unserer Kenntnis. Es gibt aber eine Vielzahl von Herstellern, die ihre Produkte bereits auf anderem Weg haben prüfen lassen.

Auf was sollten Architekten, Verarbeiter und Verbraucher achten?

Wichtig ist, dass die DIN EN 16516 keine Grenzwerte enthält, sondern nur die Grundlage für die Deklaration darstellt. Als Architekt, Verarbeiter oder Kunde müsste man also selber schauen, ob das Produkt die jeweiligen Anforderungen erfüllt. Es kann ja auch sein, dass der Hersteller überhaupt keine VOC deklariert, zum Beispiel. Entsprechende Anforderungen können etwa in der Ausschreibung genannt sein oder notwendig sein, um einen Nachhaltigkeitszertifikat zu erreichen. Zusätzlich gibt es das neue Bauordnungsrecht, wo die Musterverwaltungsverordnung Technische Baubestimmungen (MVV TB) mittlerweile in alle Landesbauordnungen integriert ist. Diese enthält mit den Anforderungen an bauliche Anlagen hinsichtlich des Gesundheitsschutzen (ABG) ein Mindestniveau bei den Emissionsanforderungen für in Gebäuden verwendete Bauprodukte. Als Verarbeiter oder Planer sitzt man da zwischen allen Stühlen, auch weil es eine Dokumentationspflicht gibt. Aktuell der sicherere Weg ist aus unserer Sicht auf hochwertige Gesundheitslabel zu setzen.

Die Interviewfragen stellte Pia Grund-Ludwig

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Brandschutz steht bei Puren 2019 im Fokus

13. November 2018 - 7:48

Puren Secure heißt ein neues PU-Flachdach-Dämmelement. Es ist nach DIN EN 13501-1 mit der Brandverhaltensklasse B-s1, d0 klassifiziert und als schwerentflammbar eingestuft. Besonderheit der Dämmung ist die spezielle Oberfläche. Sie bildet nach Angaben des Herstellers im Brandfall eine Schutzschicht aus, die das Feuer hemmt.

Das Dämmelement Secure für Flach- und Gefälledachkonstruktionen gehört zum Anwendungstyp DAA ds (sehr hohe Druckbelastbarkeit) und erreicht je nach Dicke die WLS 026/027. Die Elemente mit umlaufendem Stufenfalz gibt es in den Außenmaßen 1200 x 600 mm sowie 2400 x 600 mm und in Dicken zwischen 80 und 180 mm. Die Kombination mit einer Gefälledämmschicht sowie eine 2-lagige Verlegung sind möglich. Damit sind bei geringer Aufbauhöhe sehr hohe Dämmleistungen bis hin zum Passivhausstandard realisierbar. Secure ist biologisch und bauökologisch unbedenklich und recycelbar.

Schwerentflammbare PU-Dämmstoffe für Flachdächer stehen bei puren 2019 im Fokus. Die an ihrer rötlichen Färbung erkennbaren Dämmplatten erfüllen die Anforderungen der Klasse C nach DIN EN 13501-1. Sie glimmen nicht, schmelzen nicht und brennen nicht tropfend ab. Damit sind sie geeignet für alle gedämmten Flachdächer mit erhöhten Anforderungen an den Brandschutz und erhöhten Anforderungen an die Festigkeit der Dämmstoffe. Leicht, druckfest und angenehm zu verarbeiten erfüllt dieser Dämmstoff mit einer Rohdichte von 30 kg/m³ viele Anforderungen an Flachdächer mit intensiver Nutzung bis hin zum Pkw-Stellplatz. Quelle: Puren / pgl

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Innovative Fassade kombiniert Komfort und Energiegewinn

12. November 2018 - 7:42

Ähnlich einem Schmetterlingsflügel schimmert die grün-blaue Fassade der NEST-Unit "SolAce" im Sonnenlicht. Es handelt sich um kombinierte Wohn- und Arbeitsräume auf knapp 100 Quadratmetern. "SolAce soll über die Fassade mehr Energie produzieren als die Unit im Jahresverlauf braucht und gleichzeitig optimalen Komfort zur Verfügung stellen", erklärt Jean-Louis Scartezzini die Zielvorgabe. Der EPFL-Forscher ist Direktor des Labors für Sonnenenergie und Bauphysik; von ihm stammt die Idee zur neusten NEST-Unit.

Zur Erreichung der genannten Ziele vereinen die Forschenden mehrere aktive und passive Fassadenelemente, deren zugrundeliegenden Technologien aus dem Labor in Lausanne hervorgegangen sind. Einige dieser Technologien sind mittlerweile über Start-ups und durch Kooperationen mit Wirtschaftspartnern kurz vor der Kommerzialisierung, bei anderen dauert der Weg noch etwas länger. "Im NEST haben wir die einzigartige Möglichkeit, die verschiedenen Technologien im Zusammenspiel und in einer realen Umgebung zu untersuchen", sagt Scartezzini.

Die positive Energiebilanz der Unit soll durch die Produktion von Solarstrom und Warmwasser direkt an der Fassade erreicht werden. Dazu kommen Photovoltaikmodule sowie solarthermische Kollektoren mit einer neuartigen farbigen Verglasung auf Basis von Nanotechnologie zum Einsatz. Mit dem Ziel, die Integration von Photovoltaikanlagen in die Gebäudehülle zu fördern, indem über verschiedene Farben eine grössere architektonische Freiheit geboten wird, forschte ein Team an der EPFL seit fast 20 Jahren an farbgebenden Beschichtungen.

Den Forschern unter der Leitung von Andreas Schüler war klar, dass eine Beschichtung möglichst geringe Energieverluste verursachen darf. Absorbierende Farbpigmente kamen nicht in Frage. Stattdessen rufen nun Nano-Dünnschichten mit einer Dicke von 5 bis 200 Nanometern auf der Innenseite der Verglasung so genannte Interferenz-Farbeffekte hervor, wie sie etwa auch auf einer Seifenblase oder eben auf den Flügeln eines Schmetterlings auftreten. "Da die Nano-Beschichtung sehr transparent ist, entstehen praktisch keine Absorptionseffekte und nur sehr geringe Energieeinbussen", erklärt Schüler. Diese inzwischen patentierte Technologie wird zurzeit vom Spin-off "SwissINSO" zur Marktreife gebracht und kommt im NEST in einer grün-blauen Variante zur Anwendung.

Neben Arbeitsplätzen für vier Personen bietet "SolAce" auch einen Wohnbereich mit Küche und Schlafmöglichkeiten für zwei Personen. Um das Versprechen von optimalem Komfort einzulösen, versuchen die Forschenden die individuelle Wahrnehmung der Nutzer mit Hilfe eines neuartigen Vision-Sensorsystem nachzuempfinden. Die prototypischen Sensoren messen aus der Sicht der Benutzer – zum Beispiel einer arbeitenden Person am Schreibtisch – die Beleuchtungsverhältnisse und die Blendeffekte. Die Echtzeit-Überwachung wird dazu genutzt, die Beleuchtungs- und Beschattungssysteme optimal zu steuern.

So genannte zirkadiane Beleuchtung, die sich am Tagesrhythmus orientiert, soll die Bewohner und Benutzer der Unit "SolAce" zudem in ihren Leistungs-, aber auch in ihren Erholungsphasen unterstützen. Diese Beleuchtung simuliert das Sonnenlicht im Tagesverlauf und fördert damit den natürlichen Wach-Schlaf-Rhythmus.

Innovative Fenstergläser sollen einen zusätzlichen Beitrag zu einem behaglichen Wohn- und Arbeitsklima leisten – vor allem aber dazu führen, dass der Energieverbrauch für die Heizung im Winter und für die Kühlung im Sommer geringer wird. Für das menschliche Auge unsichtbare Mikrospiegel in einem Polymer-Film im Innern der Gläser lenken im Winter das hochwillkommene Licht für eine gleichmässige Ausleuchtung an die Decke im Innern der Unit und sorgen damit auch für ein natürliches Aufwärmen der Räume. Im Sommer sorgen die gleichen Spiegel dafür, dass die Sonnenstrahlen von den Gläsern abgelenkt werden und sich die Räume nicht zusätzlich aufheizen. Die neuartige Verglasung wurde an der EPFL ebenfalls unter der Leitung von Andreas Schüler entwickelt. Für die Herstellung erster Prototypen nutzten die Forschenden einen Präzisionslaser der Empa in Thun.

Mittlerweile arbeitet das Team zusammen mit BASF Schweiz an einem industriellen Herstellungsprozess. Sobald erste Fenstergläser verfügbar sind, sollen diese in die "SolAce"-Fassade eingebaut werden. Der Sehkomfort der neuen Gläser wird dann von Forschenden des EPFL-Labors für Leistungsintegriertes Design vor Ort gemessen. Bis es soweit ist, kommen Referenzscheiben zum Einsatz, die Vergleichswerte liefern werden. Quelle: EPFL / pgl

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IFT gibt Empfehlungen zu barrierefreien Fenstern

12. November 2018 - 7:27

Im Neubau und bei genehmigungspflichtigen Sanierungen muss die baurechtlich eingeführte DIN 18040-2 eingehalten werden. Diese enthält für Türen konkrete Regelungen. Zu Fenstern gibt es hingegen nur rudimentäre Vorgaben und insgesamt wenig Hinweise zur praktischen Umsetzung. Diese Lücke schließt nun die ift-Fachinformation BA-02/1 "Empfehlungen zur Umsetzung der Barrierefreiheit im Wohnungsbau mit Fenstern und Türen", die auf den Ergebnissen des ift-Forschungsvorhabens "Barrierefreiheit von Bauelementen" aufbaut.

Gesetzlich ist der Abbau von Barrieren im Grundgesetz der BRD, im Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, in der EU-Bauproduktenverordnung und in den Bauordnungen (MBO/LBO) sowie in der baurechtlich eingeführten DIN 18040-2 enthalten. Planer und Fensterbauer müssen in der Praxis jedoch Kompromisse entwickeln und dabei unterschiedliche, mitunter gegenläufige Faktoren berücksichtigen.

Zielkonflikte ergeben sich beispielsweise zwischen den geforderten geringen Bedienkräften und Leistungseigenschaften wie Schallschutz, Schlagregendichtheit oder Einbruchhemmung. In ähnlicher Weise gilt dies für die Schwellenhöhe von Türen und Fenstertüren.

Die Richtlinie enthält konkrete Empfehlungen für die Ausführung von Bauelementen im Hinblick auf die tatsächlichen Nutzergruppen, beispielsweise zur Ausführung der Griffe, zu den Abmessungen, den Öffnungsarten oder der optischen Gestaltung für Sehbehinderte. Denn es ist ein großer Unterschied, ob Türen und Fenster in einer Wohngemeinschaft junger Rollstuhlfahrer, für Blinde oder in einer Pflegestation für Demenzkranke eingesetzt werden. Hier ist eine situative Ausstattung der Bauelemente sinnvoll, um das Optimum für die jeweilige Nutzergruppe zu erreichen, möglichst mit geringen Kosten.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Passierbarkeit und der Ausführung von Türschwellen. Gerade für Menschen, die einen Rollator nutzen, können schon geringe Schwellenhöhen eine Stolpergefahr bedeuten oder gar unüberwindbar sein. Außer der Schwellenhöhe hat auch die Schwellengeometrie Einfluss auf die Überrollbarkeit; beides fließt in die Bewertung und Klassifizierung der Überrollbarkeit ein, die als Kenngröße in der ift-Richtlinie BA-01/1 definiert wird.

Zusätzlich unterstützen Tabellen mit einem Vergleich der normativen Anforderungen (DIN 18040-2) und Empfehlungen des ift Rosenheim bei der Ausschreibung. Damit bietet die Fachinformation konkrete Empfehlungen und wertvolle Praxistipps für Bauherren, Planer, Hersteller und Händler von Bauelementen, um die Planung, Ausschreibung und Ausführung privater Wohngebäude, Seniorenheime und Pflegeeinrichtungen zu erleichtern. Quelle: IFT Rosenheim / pgl

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Schweizer Forscher zeigen nichtbrennbare Batterie

10. November 2018 - 7:50

Lithium-Akkus arbeiten mit flüssigen Elektrolyten. Damit sich in dieser Flüssigkeit keine Fäden bilden, so genannte Dendriten, die Kurzschlüsse auslösen, besteht die Anode meist aus Graphit. Das schränkt aber die Leistung der Akkus ein.

Bei Festkörperelektrolyten besteht die Gefahr der Dendriten nicht. Die Forscher haben deshalb einen festen Ionenleiter gesucht, der chemisch und thermisch stabil ist. Außerdem durfte er nicht giftig sein. So genannte close-Borate erfüllten die Bedingung. Die Herausforderung für die Forscher bestand darin, den engen Kontakt zwischen der Anode aus festem metallischem Natrium, der Kathode aus Natriumchromoxid und dem Elektrolyten herzustellen. Die Forscher haben das durch die Herstellung eines Pulvers aus Elektrolyten und Kathodenmaterial gelöst, das sie trocknen und pressen.

Die so erzeugte Batterie haben die Wissenschaftler getestet. Bislang hält sie einer Spannung von drei Volt stand. "Viele der früher untersuchten festen Elektrolyte werden bei diesem Wert bereits zersetzt" sagte Projektleiter Arndt Remhof. Nach 250 Ladezyklen sind noch 85 Prozent der Kapazität verfügbar. Für eine marktfähige Batterie müssten es 500 Zyklen sein. Hier werde noch optimiert. Wenn das gelänge, suche man Industriepartner, um das Produkt zur Marktreif zu bringen. pgl

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Bauschadenskosten steigen dramatisch an

9. November 2018 - 7:36

"Der Bauschadenbericht spiegelt wider, was unsere Bauherrenberater täglich auf der Baustelle erleben", sagt BSB-Geschäftsführer Florian Becker. Seit 2009 sei ein kontinuierlicher Anstieg der auftretenden Bauschäden zu beobachten.

Die Studie zeigt: Besonders mangelbehaftet sind Dächer, Decken, Fußböden und Wände sowie die Haustechnik. Eindringende Feuchtigkeit, eine nicht vorschriftsmäßige Ausführung, Maßfehler, Risse und falsche Abdichtung sind die vorherrschenden Schadensbilder.

Schuld an der aktuellen Situation sind laut Becker vor allem die hohe Marktauslastung und der Fachkräftemangel. "Bauen wird durch höhere gesetzliche Anforderungen und komplexere Bauteile immer komplizierter. Dadurch steigt auch die Fehleranfälligkeit bei der Planung und Bauausführung." Häufig seien die Unternehmen überlastet. Der Termindruck bei der Fertigstellung durch die hohe Auftragslage und fehlendes qualifiziertes Personal setzen ihnen zu.

Damit kleine Baufehler nicht folgeschwere Schäden nach sich ziehen, müssen Bauherren selbst aktiv werden: "Kurzfristig kann der Verbraucher teuren Bauschäden nur mit einer baubegleitenden Qualitätskontrolle vorbeugen", rät Becker. Der Bausachverständige kontrolliert die vertragsgerechte Bauausführung und erkennt Mängel, wenn sie entstehen. Langfristig nimmt Becker die Branche in die Pflicht: "Die Unternehmen müssen deutlich mehr in die Qualifikation ihrer Mitarbeiter investieren und Fachplaner hinzuziehen."

Die Analyse der Entwicklung der Bauschäden und der Bauschadenskosten 2018 wurde vom Institut für Bauforschung e.V., Hannover im Auftrag des Bauherren-Schutzbund e.V. erstellt. Hierbei wurden Versicherungsfälle der AIA AG ausgewertet. Die Datenbasis für diese Untersuchung bilden insgesamt 5.868 Berufshaftpflichtschäden von Architekten und Bauingenieuren aus dem Zeitraum 2002 bis 2016 bei einer über den Untersuchungszeitraum im Wesentlichen gleich bleibenden Anzahl von Versicherungsnehmern. Dabei handelt es sich im Einzelnen um 2.807 abgeschlossene Schäden und 3.061 noch in Bearbeitung befindliche Schäden, die in die Untersuchung einfließen. Quelle: BSB / pgl

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Fraunhofer-Forscher zeigen nachhaltige Dämmstoffe

9. November 2018 - 7:22

Außergewöhnliche Materialien wie zum Beispiel veganes Leder für Architekturanwendungen oder Akustikputz werden an den Fassaden des Kubus ebenso demonstriert, wie der Einsatz von Phasenwechselmaterialien als Energiespeicher oder ein Luftkollektor und Deckenpanele für eine intelligente Gebäudeklimatisierung. Ein Wandtrocknungssystem sowie eine Methode zur virtuellen Bemusterung ergänzen das vielseitige Gemeinschaftsexponat.

Bei der Augmented-Reality-Anwendung zur virtuellen Bemusterung von Räumen werden QR-Codes über eine App auf einem Tablet erfasst und die damit verknüpften virtuellen Bauprodukte an der Innenseite des Cubes dreidimensional eingeblendet. Mit dieser Technologie haben Architekten, Planer oder Hersteller die Möglichkeit, verschiedene System- oder Produktlösungen an virtuellen Modellen zu erproben und dadurch fundierte Entscheidungen bereits in einer frühen Planungsphase zu treffen.

Auf der Themeninsel Digitalisierung geht es unter anderem um Bauen und digitale Zwillinge. "Während in anderen Ländern bereits große Anstrengungen unternommen werden, um die Möglichkeiten der Digitalisierung zur Steigerung von Produktivität, Kosteneffizienz sowie Fehlerreduktion auszuschöpfen, steckt die Digitalisierung der deutschen Immobilienwelt noch in den Kinderschuhen", resümiert Thomas Kirmayr, Geschäftsführer der Fraunhofer-Allianz Bau. Etliche Mitgliedsinstitute der Fraunhofer-Allianz Bau forschen nicht zuletzt deshalb intensiv an den umfangreichen Möglichkeiten des Building Information Modeling (BIM).

Einen der Forschungsschwerpunkte stellt der "digitale Zwilling", also die digitale Repräsentation eines real existierenden Gebäudes, dar. Solche Bauwerkinformationsmodelle können Objekte nicht nur in ihrer räumlichen Lage und Ausdehnung, sondern auch in ihren technischen, physikalischen und funktionalen Eigenschaften beschreiben und mit Simulationswerkzeugen sowie Vorhersagemodellen verknüpfen.

Damit unterstützt der digitale Zwilling auch das virtuelle Planen und Bauen im Bestand - zum Beispiel beim Modernisieren und Sanieren von Wohngebäuden. Er ermöglicht eine schnelle Simulation von Nutzungsänderungen und kann die Auswirkung einzelner Maßnahmen, beispielsweise auf Energiebedarf, Nutzerkomfort und Umwelt vorwegnehmen. Die Auswertung der Daten durch Algorithmen ermöglicht eine vorausschauende Wartung, indem der Bedarf von Bestandshaltungsmaßnahmen automatisch angezeigt wird. Analog zur Modellierung der TGA können auch komplexe Fabrikprozesse simuliert werden, um Fabrikationsstätten zu planen. Der "BIMFab-Demonstrator" unterstützt die Prüfung unterschiedlicher Fabrikplanungsvarianten anhand von IFC-Modellen. An einem Fabrikmodell wird das auf der Sonderschau demonstriert. Quelle: Fraunhofger / pgl

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Fehlende Normen bremsen BIM in der TGA-Planung

9. November 2018 - 7:01

Eine feine Sache ist BIM auf jeden Fall für den Bauherrn. Er verlangt und bekommt vom Architekten nicht nur einen geometrischen Plan des zukünftigen Gebäudes, sondern am Ende eine Datei, die zusätzlich zur Geometrie (Längen, Breiten, Höhen...) auch alle wichtigen haustechnischen Informationen enthält: von Typen, Mengen und Einstellwerten der Thermostatventile bis hin zu den Filterwechsel-Intervallen der Lüftungsanlage.

Um eine solche Datei, einen solchen "virtuellen Zwilling" des Gebäudes, im Zuge einer Bauwerksdatenmodellierung (Building Information Modeling, BIM) hervorzubringen, muss der Architekt seine Geometriedaten mit dem Planer der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) austauschen. Der TGA-Planer wiederum braucht geometrische und technische Daten beispielsweise vom Hersteller einer einzubauenden Wärmepumpe. Manchmal erledigt auch der Hersteller selbst einen Teil der Planungsarbeit im Auftrag eines Fachhandwerkers oder TGA-Planers. Das alles geht – will man den Arbeitsaufwand in vertretbaren Grenzen halten – nur mit Normung; und die zu erreichen heißt "ein dickes Brett bohren".

Daten werden oft doppelt erhoben

Beispiel Lüftungsplanung: Frank Röder und seine Mitarbeiter bei Stiebel-Eltron bieten diese als Dienstleistung an. " Der Handwerker ist in solchen Fällen oft schon froh, wenn er einen zweidimensionalen Plan des Architekten zu uns schicken kann." Manchmal könne man diese 2-D-Planung in die Planungssoftware importieren. "Aber sehr oft müssen wir das Gebäude neu erfassen. Wir erstellen die Lüftungsplanung mit den Kanälen et cetera und schicken das Ergebnis wieder zurück. Im schlechtesten Fall zeichnet unser Kunde das dann wieder in seinen Plan."

Die Häufigkeit solcher Mehrfacharbeit kann mit der Wahl eines geeigneten Dateiformats verringert werden. Bei Stiebel-Eltron hält man das "Revit"-Format des CAD-Programm-Marktführers Autodesk für "führend und in der BIM-Welt zukunftsfähig". Im Moment seien rund 60 Prozent der eigenen Produkte mit Daten in diesem Format verfügbar. Die gesamte Wärmepumpen-Baureihe fällt bereits darunter; Pufferspeicher, Trinkwasserspeicher und Ähnliches werden derzeit eingepflegt.

Je nach Produktpalette eines Unternehmens kann die Situation eine andere sein und zu einer spezifischen anderen Strategie führen. Torsten Weinert von Viessmann: "Der Wärmeerzeuger als Kern einer Heizungsanlage wird im BIM-Prozess schon in einer frühen Phase relativ detailliert geplant, unter anderem wegen des je nach Typ sehr unterschiedlichen Platzbedarfs oder Gewichts." Um in Ausschreibungen zu kommen, ist es für einen Hersteller von Heizungsanlagen also wichtig, frühzeitig BIM-taugliche Daten zur Verfügung zu stellen. Es gebe jedoch "in Deutschland oder auch weltweit keine gültigen Normen".

Heizungsindustrie will VDI 3805 durchsetzen

Weinert, der für die Viessmann-Gruppe auch in mehreren Normungskreisen sitzt, favorisiert das standardisierte, offene VDI-3805-Format mit der Dateiendung "vdi" gemäß der gleichnamigen Richtlinie des Vereins Deutscher Ingenieure. "Seit einigen Jahren liefern wir Daten in diesem Format an unsere Kunden. Es ist erprobt – weltweit gibt es kein Format, in dem Daten in solch großem Umfang vorliegen; wir versuchen auch, die Bereiche Sanitär, Elektro und Lüftung dafür zu gewinnen."

Torsten Weinert verweist außerdem auf ein Positionspapier der Branche vom Januar dieses Jahres. Darin sprechen sich unter anderem der BDH, der BWP, der VDMA und der ZVSHK für das VDI-3805-Format aus; die Liste der unterstützenden Unternehmen liest sich wie ein " Who's Who" der deutschen Heizungsindustrie. Auch sind 21 Softwarehersteller dabei, darunter Autodesk. In dem Papier wird mit Blick auf den internationalen Normungsprozess (ISO 16757) die Hoffnung und Erwartung geäußert, die VDI-3805 werde "absehbar" und "möglichst 'eins zu eins' zur Grundlage des Building Information Modeling."

Allerdings sind am Normungsprozess zwei Dutzend Gremien beteiligt, und er zieht sich seit 2011 hin. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Anpassung an eine Norm großen Aufwand beim jeweiligen Softwarehersteller verursachen würde. Frank Röder von Stiebel-Eltron: "Das Vereinfachen, das durch das Format nach VDI 3805 möglich wäre, findet auch deshalb nicht statt, weil es die Softwarehäuser viel Geld kosten würde, ihre Systeme entsprechend umzustellen."

Anders als Heizungsanlagen seien Lüftungskanäle oder Rohre weitgehend austauschbar und müssten erst in einer späteren Planungsphase detailliert berücksichtigt werden, berichtet Weinert. Tatsächlich bestätigt ein Vertriebsingenieur eines großen Lüftungsherstellers, BIM sei derzeit kein Thema, da für Erfolg in Ausschreibungen nicht nötig.

So sehr ein Thema, dass er deutschlandweit BIM-Seminare für Installateure, Planer und Architekten veranstaltet, ist die Modellierung von Bauwerksdaten hingegen für Roland Kreutzmann vom Armaturenhersteller Oventrop. Er ist nebenher Mitglied im Arbeitskreis BIM der "ARGE Neue Medien" der SHK-Industrie und weist darauf hin, dass zum Beispiel die Durchflusswerte von Thermostat- und Strangregulierventilen für die korrekte Auslegung mit einer TGA-Software berechnet werden müssten. "Für Oventrop ist es also wichtig, mit unseren Produkten in den TGA-Programmen vertreten zu sein." Aktuell würden häufig zwei "BIM-Formate" angefragt, nämlich zum einen Revit und zum anderen IFC. IFC-Dateien sind wie jene nach VDI 3805 Textdateien, aus denen Programme technische und Geometriedaten auslesen können. Auch Kreutzmann hält die VDI-3805-Richtlinie für eine "gute Grundlage".

Einheitliche Bezeichnungen und Dateiformate fehlen

Nun könnte man denken, mit passenden Dateiformaten sei es getan. Aber es geht auch um Inhalte – zum Beispiel nicht genormte Produktbezeichnungen. Torsten Weinert kann davon ein Lied singen. Einen Speicher zur Trinkwarmwasserbereitung könne man "Trinkwarmwasser-Speicher", "Speicher-Wassererwärmer" oder "Warmwasserspeicher" nennen. Als Mensch verstehe man, was jeweils gemeint sei. Für die Software aber seien das drei verschiedene Produktarten.

Ein anderes Beispiel seien die für die Planung benötigten technischen Daten: Ein Programm verwende den Begriff "Höhe", das nächste "höhe", das nächste "H", wieder ein anderes "Hö". "In der VDI 3805 sind diese Merkmale standardisiert", sagt Weinert. Einheitliche Dateiformate und Bezeichnungen sind das eine; doch auch um den Transfer der Daten von den Herstellern zu den TGA-Planern und Handwerkern gibt es ein Tauziehen: direkt, über die Planungssoftware oder über Portale? Die Betreiber von mittlerweile rund 20 Datenportalen, die sich als Zwischenhändler auch von BIM-Daten andienen, rennen den Herstellern die Türen ein.

Ein weiteres mit dem Namen "Open Datapool" betreibt seit einem Jahr der Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK). Dort sind qualitätsgeprüfte Daten zu fast 1,2 Millionen Artikeln abrufbar, die meisten allerdings nicht BIM-fähig, sondern als pdf-Kataloge. Carsten Müller-Oehring vom Zentralverband nennt auf Anfrage keine Zugriffszahlen. Stand Mitte September seien 1043 Nutzer beim Portal angemeldet. Das sind ausweislich einer Übersicht des Verbands 125 mehr als Mitte des Vormonats. Handwerker, Architekten und Fachplaner können sich kostenlos anmelden. Wie sich also die hier Angemeldeten auf eifrige Nutzer und neugierige Einmal-Umschauer verteilen, ist offen. Als Hersteller zahlt man jährlich 2000 Euro plus X, um vertreten zu sein.

Weder auf Open Datapool noch auf eines der zahlreichen Konkurrenzportale dürften derzeit mehr als wenige Prozent des Datentransfers entfallen. Torsten Weinert schätzt: "Nach unserer Erfahrung suchen zur Zeit etwa 80 bis 90 Prozent der Kunden die benötigten Daten entweder beim Hersteller oder erwarten, dass diese von der Planungssoftware mitgeliefert werden." Ähnlich hat das Roland Kreutzmann beobachtet, und Frank Röder erklärt es so: "Ein Planer sucht sich ungern in Portalen irgendwelche Daten zusammen, sondern möchte das direkt in seiner Benutzeroberfläche haben, mit der er arbeitet." Nach seiner Ansicht muss die Datenbasis in dem jeweiligen Planungsprogramm vorhanden sein. von Alexander Morhart

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Erstes adaptives Hochhaus entsteht in Stuttgart

8. November 2018 - 7:57

Der Prototyp entsteht im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereichs 1244 "Adaptive Hüllen und Strukturen für die gebaute Umwelt von morgen" an der Universität Stuttgart, der von Professor Werner Sobek (Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren, ILEK) und Professor Oliver Sawodny (Institut für Systemdynamik, ISYS) geleitetet wird.

Das Demonstrator-Hochhaus umfasst zwölf Geschosse bei einer Höhe von etwa 36,50 Metern und einer Grundfläche von fünf Metern auf fünf Meter. Ein angrenzender Treppenturm beinhaltet sämtliche vertikalen Versorgungsleitungen sowie die vertikale Erschließung.

Das Einzigartige an diesem Hochhaus ist die Integration von aktiven Elementen in die Tragstruktur. Ein Zusammenspiel aus Sensorik und Aktorik ermöglicht es zum Beispiel, die durch Windkräfte auftretenden Schwingungen im Turm durch ein intelligentes Regelungskonzept auszugleichen. Sensoren erfassen dabei auftretende Verformungen, während Hydraulikaktoren im Tragwerk dafür sorgen, dass die Schwingungen durch Gegenkräfte gezielt gedämpft werden – so kann deutlich leichter gebaut werden, als dies ohne Adaptivität möglich wäre. Sonderforschungsbereichs-Sprecher Werner Sobek ist zuversichtlich: "Mit diesem Projekt werden wir unsere weltweite Spitzenposition im Leichtbau nicht nur halten, sondern weiter ausbauen."

Die Fassade des Gebäudes besteht zunächst aus einer einlagigen, rezyklierten Membrane, die nach und nach durch Hüllelemente, die den Licht- und Energieeintrag in das Gebäude, den Luftaustausch sowie den Wärmedurchgang aktiv beeinflussen können, ersetzt wird. Ziel ist die Realisierung eines maximalen Nutzerkomforts bei minimalem Energieaufwand.

Im Demonstrator sollen neben eigenen Entwicklungen aus dem Sonderforschungsbereich auch technische Lösungen externer Partner untersucht und getestet werden. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 2,0 Millionen Euro, von denen die Universität Stuttgart rund 1,3 Millionen Euro selbst trägt.

Der Sonderforschungsbereich 1244 an der Universität Stuttgart beschäftigt sich mit der Frage, wie angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung und schrumpfender Ressourcen künftig mehr Wohnraum mit weniger Material geschaffen werden kann. Vor dem Hintergrund einer maximalen Einsparung von Material- und Energieverbrauch bei gleichzeitiger Steigerung des Nutzerkomforts erforschen 14 universitäre Institute unterschiedlichster Fachbereiche das Potential und die Anwendbarkeit von adaptiven Gebäudehüllen und Strukturen im Bauwesen. Die Forschung umfasst sowohl die Entwicklung einzelner (Bau-)Komponenten als auch deren Einbindung in ein Gesamtsystem. Quelle: Universität Stuttgart / sth

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Energieverbrauch geht 2018 deutlich zurück

8. November 2018 - 7:40

Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen sank der Energieverbrauch in Deutschland in den ersten neun Monaten um 5,3 Prozent auf 9.423 Petajoule (PJ) beziehungsweise 321,6 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Zu dieser Entwicklung trugen alle fossilen Energien bei, während es bei den Erneuerbaren und der Kernenergie zu Zuwächsen kam. Für die ersten neun Monate errechnete die AG Energiebilanzen deshalb einen Rückgang der CO2-Emissionen um rund 7 Prozent.

Für den sinkenden Verbrauch verantwortlich waren vor allem die steigenden Preise, die milde Witterung sowie Verbesserungen bei der Energieeffizienz. Die verbrauchssteigernden Faktoren Konjunktur und Bevölkerungszuwachs traten dagegen zurück.

Der Verbrauch von Mineralöl verringerte sich in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres insgesamt um mehr als 7 Prozent. Verantwortlich für diese Entwicklung waren der sinkende Kraftstoffverbrauch, vor allem beim Dieselkraftstoff, sowie erhebliche Absatzrückgänge beim Heizöl. Der Erdgasverbrauch verminderte sich in ähnlicher Größenordnung. Nachdem die kalte Witterung im 1. Quartal für einen deutlichen Verbrauchsanstieg gesorgt hatte, kam es im Jahresverlauf durch höhere Temperaturen zu Verbrauchsrückgängen. Auch in der Stromerzeugung wurde weniger Erdgas eingesetzt.

Der Verbrauch an Steinkohle verzeichnete besonders starke Rückgänge und verminderte sich in den ersten neun Monaten insgesamt um beinahe 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insbesondere in der Strom- und Wärmeerzeugung kam es erneut zu deutlichen Rückgängen. Der Verbrauch von Braunkohle lag in den ersten neun Monaten ebenfalls im Minus und verringerte sich um knapp 2 Prozent, da weniger Strom aus Braunkohle erzeugt wurde.

Bei der Kernenergie kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einer Zunahme der Stromproduktion um knapp 5 Prozent, da im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum keine Revisionen anstanden. Die erneuerbaren Energien steigerten ihren Beitrag zum gesamten Energieverbrauch in den ersten neun Monaten des Jahres um rund 3 Prozent. Bei der Windkraft gab es ein Plus von 13 Prozent. Die Solarenergie verzeichnete ein Plus von 14 Prozent. Die Biomasse verharrte auf dem Vorjahresniveau und bei der Wasserkraft kam es zu einem Minus von 10 Prozent. Quelle: AG Energiebilanzen / sth

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Effizienz ist die Basis für Technologieoffenheit

7. November 2018 - 7:13

Der kostengünstigste und wahrscheinlichste Weg zu einem klimafreundlichen Wärme- und Heizsystem führe über größere Effizienzanstrengungen im Gebäudebereich und hier vor allem die Dämmung bestehender Gebäude, berichtet Agora Energiewende. Derzeit werde jährlich etwa eines von hundert Bestandsgebäuden gedämmt, nötig für das Gelingen der Wärmewende sei eine Verdopplung.

Die Alternative zu mehr Effizienz beim Energieeinsatz, der flächendeckende Einsatz von synthetischen Brennstoffen, die aus erneuerbarem Strom erzeugt werden, würde die deutschen Haushalte der Studie zufolge bis zu 8,2 Milliarden Euro im Jahr mehr kosten.

Die Studie "Wert der Effizienz im Gebäudesektor in Zeiten der Sektorenkopplung" untersucht, wie sich am kostengünstigsten das Ziel erreichen lässt, die Treibhausgasemissionen der Gebäude in Deutschland bis 2030 von derzeit jährlich 130 Millionen Tonnen CO2 auf 70 Millionen Tonnen CO2 zu vermindern. Sie identifiziert effiziente Gebäude als Grundlage für den Einsatz der gesamten Palette an Technologieoptionen in der Wärmeversorgung – von Wärmepumpen und Wärmenetzen über solarthermische Anlagen bis zum Einsatz von Power-to-Gas.

"Effizienz ist der Schlüssel, mit dem Deutschland seine verbindlichen Klimaschutzziele kostengünstig erreichen kann. Es bringt nichts, auf einzelne klimafreundliche Wärmetechnologien zu schielen, denn für ein Entweder-Oder ist es nach den Jahren des Zauderns im Gebäudeklimaschutz zu spät. Die Wärmewende gelingt nur, wenn alle Technologien flächendeckend zum Einsatz kommen und zwar in effizienten Gebäuden. Dafür ist eine ambitionierte Effizienzpolitik die Voraussetzung", sagt Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. Energieeffiziente Gebäude vermindern den Aufwand für Energieerzeugung und -verteilung. Der alleinige Einsatz von synthetischen Brennstoffen hingegen sei eiine klimapolitische Sackgasse. Denn dazu seien diese Brennstoffe zu knapp und zu teuer. Zudem dürften sie langfristig in erheblichen Mengen in der Industrie sowie im Güter- und Luftverkehr benötigt werden.

In der Studie wurden fünf verschiedene Szenarien betrachtet: Das "Effizienz2-Szenario", das die äußerst ambitionierte, allerdings nicht mit Maßnahmen unterlegte Effizienzstrategie des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) aus dem Jahr 2015 abbildet, drei "Effizienz-plus-X"-Szenarien, in denen ein realistisch-ambitioniertes Energieeffizienzniveau mit mehr erneuerbaren Energien, mehr Wärmepumpen beziehungsweise mehr synthetischen Brennstoffen kombiniert wird, und ein "Niedrig-Effizienz-Szenario", in dem die Klimaschutzdefizite mit sehr hohen Anteilen synthetischer Brennstoffe kompensiert werden.

Für jedes der Szenarien haben die Forscherinnen und Forscher die gesamtwirtschaftlichen Kosten ermittelt und diese mit dem BMWi-Szenario verglichen. Hierbei zeigte sich, dass die ersten vier Szenarien alle sehr ähnliche Kosten aufweisen, wohingegen das Szenario mit geringer Effizienz und viel synthetischen Brennstoffen zu deutlich höheren volkswirtschaftlichen Kosten führt.

Für die Bewertung der Szenarien ist neben ihren Kosten vor allem ihre Realisierbarkeit zentral. Daher beleuchtet die Studie auch die Robustheit von Entwicklungspfaden, um anspruchsvolle Klimaschutzziele zu erreichen. "Wenn wir die Einsparpotenziale nicht ernst nehmen, wird nicht nur das Heizen für jeden Einzelnen teurer werden. Wir machen uns auch abhängig von synthetischen Brennstoffen, die wir dauerhaft in großen Mengen importieren müssen. So sehr wir diese Brennstoffe in Zukunft brauchen werden, so klar ist doch auch, dass auch sie nicht im Überfluss verfügbar sein werden. Stattdessen sollten wir – wie schon die Niederlande und Großbritannien – jetzt Sanierungen in industriellem Maßstab angehen", sagt Graichen.

Agora Energiewende fordert als Konsequenz aus der Studie, dass die Politik mit höchster Priorität die Effizienzpotenziale durch Gebäudedämmung heben sollte. Ohne eine rasche und umfassende steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung, kombiniert mit Ordnungsrecht und klaren Anreizen für Hauseigentümer („Fördern und Fordern“), werde die Wärmewende nicht gelingen. "Sollte die Bundesregierung hier weiterhin inaktiv bleiben, ist ein Verfehlen der europarechtlichen Klimaschutzverpflichtungen Deutschlands unvermeidlich. Die Bundesregierung wird dann in den 2020er Jahren bis zu 60 Milliarden Euro an andere EU-Staaten zahlen müssen, um von dort Emissionsrechte zu beschaffen", mahnt Graichen. Quelle: Agora Energiewende / sth

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EU-Projekt erprobt modulare Nullenergie-Sanierung

6. November 2018 - 7:44

Die Reihenhäuser im niederländischen Woerden waren sichtlich in die Jahre gekommen: braune, ungedämmte Backstein-Riegelbauten mit alten Einscheiben-Fenstern, unisolierten Holzböden und alten Bädern. Doch inzwischen präsentieren sich die Gebäude mit neuer Fassade, dachfüllenden Photovoltaikanlagen und intelligenter Haustechnik. Die Sanitärräume erhielten neue Leitungen, moderne Milchglaswände und frisch beschichtete Böden. In die Kriechkeller wurden dämmende Polystyrol-Chips eingeblasen.

Die Verwandlung der einzelnen Hausteile vollzogen die Bauarbeiter innerhalb von acht Tagen. Denn die Siedlung ist eines der Modellvorhaben innerhalb des Projekts REnnovates.

In der ersten Phase des von der EU im Programm Horizon 2020 geförderten Projekts erarbeiteten die beteiligten Firmen unter Koordination des Bauunternehmens Royal BAM Group die vier Schritte, um dieses Vorgehen für Millionen Gebäude in Europa anwenden zu können. In der Analysephase werden die Daten der zu sanierenden Gebäude erfasst. In der Designphase entstehen am Computer die Pläne für die zu verbauenden Teile. In der Umsetzung wird aus einem alten Haus mit schlechtem Standard ein saniertes mit erhöhtem Wohnkomfort, zeitgemäßer Dämmung und eigener, intelligenter Energiezentrale. Und in der Nutzungsphase erhalten die Projektpartner die Rückmeldung, ob ihr Konzept aufgeht.

249 Häuser in den Niederlanden wurden so jeweils innerhalb einer Woche flott gemacht, wobei hinterher die Gesamtkosten für die Mieter gleich bleiben sollen. Die weiteren Modellprojekte liefen in Spanien und Polen. Im August 2018 endete die erste Projektphase von REnnovates, der nun eine zweite folgen soll.

Damit greift REnnovates ein Prinzip auf, auf das auch die Initiative Energiesprong in ähnlicher Form setzt, die bereits in Deutschland aktiv ist. Energiesprong hatte ein Konzept zur industriellen Gebäudesanierung entwickelt. Mittlerweile gibt es eine Kooperation mit der Deutschen Energieagentur.

Gebäude erhält neue Hülle

REnnovates fokussiert sich aber noch stärker auf standardisierte Komponenten. Im Vergleich zu anderen Sanierungslösungen setze man außerdem stärker auf Smart-Home-Technologie und vernetzte Nachbarschaften, erklärt Dennis van Goch, Manager und technischer Koordinator von REnnovates beim Baukonzern BAM.

Herzstück dieses Ansatzes ist ein Energiemodul von der Größe einer kleinen Gartenhütte, das neben jedes Haus gesetzt wird. Darin sind alle Elemente zur Versorgung des Gebäudes kombiniert: Wärmepumpe, (Heiß-)Wasserversorgung, Lüftung und gegebenenfalls Klimatisierung, Batteriespeicher und Wechselrichter der PV-Anlage. Auch die Wand- und Dachelemente mit Wärmedämmung kommen robotisch vorproduziert in Fertigteilen inklusive neuer Fenster.

Die Elemente bestehen aus einem Holzrahmen und können mit verschiedenen Fassadenelementen wie Backsteinen, Platten oder Glas bestückt werden. Innerhalb von drei Tagen setzen die Arbeiter sie einfach auf die bestehenden Wände und das Dach auf. Ein Element ist innerhalb von 15 Minuten installiert.

Das alte Dach decken die Arbeiter zuvor lediglich ab. Das neue wird komplett mit Photovoltaik-Paneelen bestückt, je nach Ausrichtung und Dachtyp 28 bis 36 Module mit 280 Wp pro Dach. Durch all diese Maßnahmen reduziert sich der Energiebedarf um mindestens 60 Prozent. Durch den selbsterzeugten Strom sinken die Energiekosten zusätzlich und die Gebäude werden zu einem Teil der Energieinfrastruktur.

Die alten Fliesen werden überdeckt

Dasselbe Schnellbau-Prinzip wenden die Handwerker auch in Bad und Küche an: Die neuen Glaswände werden auf die Fliesen aufgeklebt, anstatt diese mühsam herauszubrechen. Die Fliesenböden werden mit Kunstharz überzogen, was die Abbrucharbeiten weiter minimiert. Die Farben und die Gestaltung haben die Bewohner zuvor selbst ausgesucht. Sie erhalten auch einen detaillierten Plan, welche Möbel sie für die Blitzsanierung an welchem Tag wegräumen müssen.

Intelligent vernetzt werden alle Haustechnik-Komponenten über die ebenfalls standardisierte EEBUS-Kommunikation. Sie soll sicherstellen, dass die unterschiedlichen Geräte und Technologien zusammenwirken können. Denn Teil von REnnovates ist eine intelligente Steuerung sowohl individuell durch die Bewohner als auch im Verbund der jeweiligen Siedlung.

Dies ist nötig, um beispielsweise Überproduktionen der Photovoltaik-Module in der Siedlung verteilen zu können. Durch die Vernetzung lassen sich alle Häuser als Erzeuger und intelligente Stromspeicher einsetzen. Um Stromspitzen aufzufangen, gibt es zusätzliche Quartierspeicher. Der in der Pilotsiedlung in Woerden verbaute verfügt über eine Speicherkapazität von 200 Kilowattstunden.

Vernetzte Häuser als Alleinstellungsmerkmal

Bis auf den Einbau seien fast alle Prozesse standardisierbar, erklärt van Goch. "Wir entwickeln standardisierte Lösungen, die für 80 Prozent unseres Zielmarktes passen und etwa 20 Prozent Anpassung an das jeweilige Projekt erfordern." Mit dreidimensionalen Scans, Simulationen und Bauwerksdatenmodellierung könne man diese restlichen 20 Prozent der Anpassung aber automatisieren. Indem man die Maße der Gebäude mit hochpräzisen 3D-Scans erfasst, können die Module, Fensteröffnungen, Anker- und Anschlusspunkte millimetergenau geplant und vorgefertigt werden.

Obwohl verschiedene Märkte auch unterschiedliche Lösungen erforderten, habe man mit REnnovates gezeigt, dass standardisierte Modernisierungen inklusive smarter Steuerung in unterschiedlichen Märkten möglich seien. "Um Nachhaltigkeit und Komfort weiterzudenken, reicht es nicht mehr, nur das einzelne Haus bis zur Türschwelle zu betrachten. Wir müssen die Umgebung und die Wechselwirkungen mit dieser Umgebung berücksichtigen. Das ist Teil unseres Konzeptes von REnnovates", betont van Goch.

Zwar sinken mit der Methode die Kosten für die Konzeptentwicklung und die Technik, jedoch nicht unbedingt die Gesamtkosten der Sanierung. "Wir vergleichen es weniger mit einer Einzelsanierung sondern mit dem herkömmlichen Ansatz, in jedem neuen Projekt neue punktgenaue Lösungen zu entwickeln, weil wir uns auf den Markt mit Großvermietern und Eigentümern ganzer Siedlungen fokussieren", so van Goch. Nichtsdestotrotz verlange das Bemühen Komfort, Nachhaltigkeit und Gesundheit der Bewohner zu erhöhen ein beträchtliches Investment.

Vor allem diese Ziele für die Bewohner wolle man mit REnnovates erreichen. Schon alleine die kurze Phase der Bauarbeiten bedeutet für diese eine deutlich geringere Belastung im Vergleich zu einer herkömmlichen Sanierung von zum Teil mehreren Monaten. Erklärtes Ziel der REnnovates-Partner ist es nun, Gebäude in großem Stil nachhaltig umzubauen, vor allem im sozialen Wohnungsbau. Allein 1,1 Millionen Gebäude hat man in der ersten Initialphase in den Zielländern Belgien, Niederlande, Polen und Spanien ermittelt. 13 Millionen Sozialgebäude seien es in den sechs wichtigsten Zielländern.

"Derzeit schauen wir nach Möglichkeiten, in Deutschland anzufangen", kündigt van Goch an. "Durch die Energiewende und damit verbundene Herausforderungen wäre Deutschland ein exzellenter Markt." Zudem arbeite man hier bereits mit der EEBUS-Initiative zusammen, um intelligente Lösungen weiter zu standardisieren. Frühere Untersuchungen hierzulande hatten gezeigt, dass für derartige standardisierte Renovierungen ein Potenzial von rund einer Million kleinen Mehrfamilienhäusern gäbe. Daniel Völpel

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Merck offeriert schaltbares Glas mit Flüssigkristallen

6. November 2018 - 7:40

Gegenüber elektrochromem Glas hat das Produkt den Vorteil, dass es in Sekundenschnelle umschaltet. Außerdem lassen sich viele Farben realisieren. Die Kosten werden projektbezogen ermittelt und liegen derzeit zwischen 900 und 1500 Euro pro Quadratmeter.

Auf der Glasstec hatte Merck den Niemeyer XS-Pavillon ausgestellt, ein sechs Meter hohes Modell des Originalbauwerks "Niemeyer Sphere", das sich am Geschäftssitz des Kranherstellers Kirow in Leipzig befindet. Das architektonische Prestigeprojekt ist eines der letzten Werke des brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer.

In dem Design kommen dreieckige Ausführungen von Mercks Flüssigkristallfenstern zum Einsatz. Zusätzlich zur "Kirow Niemeyer Sphere" laufen weitere Bauvorhaben, darunter die erste Vollfassadeninstallation für den neuen Geschäftssitz der FC Gruppe in Karlsruhe. Die Eröffnung des Gebäudes ist für 2019 geplant und das Design stammt von den Architekten von 3deluxe.

Eine Herausforderung der modernen Architektur besteht in der Balance zwischen den ästhetischen Vorzügen von Glas und der Notwendigkeit funktioneller Verschattung. Die Flüssigkristallfenster bieten die Schaltung in weniger als einer Sekunde sowie eine große Bandbreite möglicher Formen und bisher nicht bedienter Größen von bis zu 1,6 x 3,5 Metern. Außerdem können sie auf spezifische Farbanforderungen abgestimmt werden.

Durch die Verschattung kann unerwünschtes Aufheizen oder Blenden durch einfallendes Sonnenlicht vermieden werden, ohne dabei den natürlichen Lichteinfall zu behindern. Die Fenster bleiben sowohl im abgedunkelten als auch im hellen Zustand transparent und farbneutral. So lässt sich die Sicht nach außen weiter ungestört genießen, und auch die natürlichen Farben der Innenausstattung bleiben erhalten. Damit werden Jalousien und zusätzliche Lichtquellen überflüssig.

Die Lichtdurchlässigkeit der Fenster ist individuell anpassbar und über Gebäudemanagementsysteme steuerbar. Die Durchlässigkeit kann hierbei bis auf 1 Prozent reduziert werden. Die Variante Privacy-Verglasung bietet zudem ein sofortiges Umschalten von transparent zu undurchsichtig: Das natürliche Licht kann weiter passieren und dennoch kann man von außen nicht mehr in den Raum blicken.

Merck sieht sich damit nicht im Wettbewerb mit Glas- und Fensterherstellern, sondern als deren Lieferant für Module, mit denen sie intelligente Glaselemente, Fenster und Fassaden herstellen können. Darüber hinaus steht das Unternehmen Architekten, Designern und Fenster- und Fassadenherstellern beratend zur Seite. Quelle: Merck / pgl

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Austrotherm bündelt Dämmung und Drainung

5. November 2018 - 7:42

Dank Längsrillen und einem Filtervlies führt die druckfeste Wärmedämmplatte aus Extruderschaum Oberflächen- sowie Sickerwasser entlang der Kelleraußenwand sicher zur Drainage unterhalb der Sohle.

Die Perimeterdämmplatte auf Basis der Austrotherm XPS Top 30 ist zum einen für die Außendämmung innerhalb des Erdreichs konzipiert. Ein aufkaschiertes Vlies filtert darüber hinaus das ankommende Wasser, und leitet es in die eingefrästen Längsrillen der druckfesten Platte. Von dort gelangt es von der Kelleraußenwand hin zur Drainage unterhalb der Sohle.

Mit einem Wasserdurchlaufwert von bis zu 2,19 l/(ms) schützt der  Dämmstoff Keller vor eindringender Nässe. Darüber hinaus ist ER für den geförderten Wohnbau geeignet und bietet sich damit auch bei Sanierungen an.

Austrotherm XPS TOP Drain wird auf die Abdichtung aufgeklebt und ist für die leichte Verarbeitung mit einer Stufenfalz sowie einer glatten Innenseite ausgestattet. Sie ist in Dicken von 50 bis 140 Millimetern erhältlich. Quelle: Austrotherm / pgl

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Bei Pfusch am Bau zeigt jeder auf den anderen

4. November 2018 - 7:24

31 Prozent der Bauunternehmen geben zu, dass sie auch ihre eigenen Fachkollegen für Fehlerkosten verantwortlich machen. Jeder vierte telefonisch befragte Bauprofi sieht darüber hinaus auch die Behörden (zu 25 Prozent) sowie die öffentlichen Bauherren (zu 23 Prozent) als ausschlaggebende Fehlerkostenquelle an. Die Handwerker kommen eher gut weg: nur jeder zehnte Bauunternehmer (11 Prozent) kann die Fachhandwerker als primäre Fehlerkostenverursacher identifizieren.

Das Ergebnis ist für die "Schwarze-Peter-Haltung" in der Branche bezeichnend: die Mehrheit der Architekten schiebt ihrerseits die Entstehung von Fehlerkosten den Bauunternehmen in die Schuhe. Die Maler und Trockenbauer sehen hingegen insbesondere die Architekten als Hauptverursacher von Fehlern, während viele SHK-Installateure mit dem Finger auf die Bauunternehmen zeigen. Hier entsteht der Eindruck, dass viele Bauakteure beim Thema Fehlerkosten die eigene Verantwortung gerne auf die anderen am Bau beteiligten Parteien schieben. Jedoch gibt es hier eine Ausnahme: Behörden und Aufsichtsorgane. Diese beiden Akteure schneiden bei keinem befragten Bauakteur positiv ab. Quelle: Bauinfoconsult / pgl

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