Sammlung von Newsfeeds

UBA-Studie: Optionen für Rotorblatt-Recycling noch immer begrenzt

SolarServer - 12. September 2022 - 14:29
In den nächsten beiden Jahrzehnten werden viele Windenergie-Anlagen das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. Eine Studie des Umweltbundesamtes stellt dar, wie die großen Mengen Faserverbundwerkstoffe aus den Rotorblättern demontiert und recycelt werden können. Foto: photobars /stock.adobe.com

Milan oder Krähe? Antikollissionssysteme für Windenergie-Anlagen verbessern Vogelschutz

SolarServer - 12. September 2022 - 13:30
Mit den „Detektionssystemen zur ereignisbezogenen Abschaltung von Windenergieanlagen“, kurz Antikollissionssystemen, lassen sich Windkraft und Vogelschutz besser verbinden. Eine aktuelle Synopse erklärt, welche Systeme bisher auf dem Markt sind. Foto: Manfred Stöber / stock.adobe.com

Infrarot-Heizung und Photovoltaik erreichen bis zu 75 Prozent Autarkiegrad

SolarServer - 12. September 2022 - 12:50
Beim Hochschulwettbewerb Solar Decathlon in Madrid erreichte das Ecolar-Solarhaus vor zehn Jahren den vierten Platz. Heute dient es auf dem Campus der Hochschule Konstanz als Forschungsobjekt – aktuell für die optimierte Kombination von Solarenergie und Infrarot-Heizungen. Foto: Kostal

Energiesparen im Eigenheim braucht gute Konzept

Enbausa - 12. September 2022 - 11:39

Ob der Einbau einer Wärmepumpe, die Ausrüstung mit Photovoltaik, die Nutzung von Erdwärme oder von Solarthermie — eine stärker unabhängige Energieerzeugung im eigenen Heim ist das Thema Nummer eins. Die Fachfirmen sind derzeit oft schon monatelang ausgebucht, die Geräte auf dem Markt nur mit erheblichen Wartezeiten zu bekommen. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät, die Zeit für eine bedürfnisgerechte Planung zu nutzen.

„Jedes Haus ist anders und benötigt für eine effiziente Energieversorgung ein passendes Konzept. Dafür braucht man die Unterstützung von unabhängigen Experten, die einem nicht nur Haustechnik verkaufen wollen“, sagt Corinna Merzyn, Hauptgeschäftsführerin des VPB. „Man darf nicht vergessen, dass diese Technik teuer ist, und, so die Erfahrung, meist nicht jahrzehntelang hält. Wer heute neu baut, sollte im Sinne der Suffizienz Flächen optimieren, kompakt bauen und Einsparmöglichkeiten bedenken. Immer mehr Technik macht Häuser anfällig und langfristig in der Wartung kostspielig. Deswegen ist es wichtig, sich von Experten beraten zu lassen. Suffizient bauen bedeutet keinesfalls billig zu bauen, sondern ganz bewusst zu planen und dabei Gewohnheiten zu hinterfragen, denn vieles, was Menschen kaufen und auch bauen, benötigen sie eigentlich nicht. Sie übernehmen es, weil andere es auch so machen.“

Klassisches Beispiel sind viele der heute angebotenen Schlüsselfertighäuser. 90 Prozent aller Bauleute entscheiden sich inzwischen für vorkonfektionierte Häuser, statt sich über ihre tatsächlichen Bedürfnisse Gedanken zu machen. Viele Häuser sind für drei- bis vierköpfige Musterfamilien konzipiert und ihre Grundrisse meist kaum flexibel.

Häufig verbrauchen Bauleute auch viel mehr Energie als anfangs prognostiziert. Das hat verschiedene Gründe: Sie kommen oft mit der komplexen Haustechnik nicht zurecht. Viele vernachlässigen auch die nötige Wartung der Anlagen. Die Energiebilanz wird auch beeinträchtigt, weil viele Dinge, die früher ohne Energie funktionierten, heute Strom benötigen. Immer wieder werden auch einfache Geräte, die bislang völlig ausreichten, durch größere und teurere ersetzt, die wiederum mehr Energie benötigen. So lässt sich vielfach schon durch kluge Planung und genaue Betrachtung der individuellen Bedürfnisse viel Energie sparen ohne dabei das Budget zu überschreiten.

Quelle: VPB / Delia Roscher

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Pestizidexportverbot## Rechtsgutachten zeigt Weg für umfassende Regulierung

epo - 12. September 2022 - 11:19

Berlin. - Ein Rechtsgutachten zeigt, wie ein von Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) angekündigtes Exportverbot für gefährliche Pestizide umfassend umgesetzt werden kann. Die Gutachter plädieren für eine Reform des Pflanzenschutzgesetzes, damit neben Pestizidprodukten auch der Export von reinen Pestizidwirkstoffen rechtssicher reguliert werden kann. Das Gutachten wurde von Mirka Fries und Ida Westphal im Auftrag des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), der Heinrich-Böll-Stiftung, des INKOTA-netzwerks, des Pestizid Aktions-Netzwerks (PAN Germany) und der Rosa-Luxemburg-Stiftung erstellt.

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Stiebel Eltron investiert 600 Millionen Euro in Wärmepumpen

Enbausa - 12. September 2022 - 10:58

Germany´ spezialisiert. Auch dank unserer Erfahrung von fast 50 Jahren Entwicklungsarbeit im eigenen Haus gehören wir zu den technischen Marktführern“, sagt Dr. Kai Schiefelbein, Geschäftsführer von Stiebel Eltron. „Die umweltfreundliche Heiztechnik benötigt kein Öl und Gas und hat damit sowohl für den Klimaschutz als auch für die Energie-Versorgungssicherheit Deutschlands einen herausragenden Stellenwert. In diesem Marktumfeld werden wir weiter expandieren.“

Wärmepumpenmarkt in Deutschland

Die Nachfrage nach Wärmepumpenheizungen ist auch in Deutschland enorm: 2021 wurden 154.000 Geräte in Deutschland installiert, 34.000 mehr als im Jahr zuvor. Für das laufende Jahr wird nun ein noch deutlich größerer Sprung auf 250.000 Heizungswärmepumpen erwartet, vielleicht könnte sogar die 300.000er-Marke erreicht werden. Das wirkt sich natürlich auch auf die Hersteller aus: Auch in diesem Jahr peilt Stiebel Eltron einen abermaligen Umsatzrekord an – eventuell sogar 1 Milliarde Euro.

Neue Arbeitsplätze

Die Ziele der Bundesregierung sind ehrgeizig gesteckt: Ab 2024 sollen in Deutschland 500.000 Heizungs-Wärmepumpen pro Jahr eingebaut werden. Zu diesem ambitionierten Ziel haben sich jüngst auch alle Teilnehmer des Wärmepumpengipfels mit dem Vizekanzler, Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck, und Bundesbauministerin, Klara Geywitz, bekannt. Mit dabei waren neben Vertreter*innen von Verbänden der Wärmewirtschaft, des Handwerks, der Gewerkschaften und der Verbraucherschutzverbände auch Wärmepumpen produzierende Unternehmen – so wie Stiebel Eltron, vertreten durch Geschäftsführer Dr. Kai Schiefelbein: „Gemeinsam werden wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die 500.000 Wärmepumpen ab 2024 neu installiert werden können.“

Um die eigenen Kapazitäten weiter auszubauen, setzt Stiebel auf Aus- und Weiterbildung und stellt neue Mitarbeiter*innen ein – 400 in Holzminden und insgesamt rund 600 weltweit: „Der Fachkräftemangel in der Green-Tech-Industrie bietet den Menschen ganz neue Chancen, beispielsweise wenn Jobs durch den technischen Wandel in der traditionellen Industrieproduktion bedroht sind“, sagt Dr. Schiefelbein. „Elektriker, Löter oder Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einer Heizungs- und Sanitärausbildung haben auf dem Arbeitsmarkt ausgezeichnete Chancen.“

Quelle: Stiebel Eltron / Delia Roscher

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Verbände: Deckelung der Strommarkt-Erlöse wäre Aus für viele Bioenergie-Anlagen

SolarServer - 12. September 2022 - 9:49
Die Europäische Kommission (KOM) hat vorgeschlagen, bei Erneuerbare-Energien-Anlagen die Erlöse abzuschöpfen, die die Anlage am Strommarkt über einen Wert von 20 ct/kWh hinaus erzielt. Die Bioenergie-Verbände halten dies für fatal. Foto: Stephan Leyk / www.stock.adobe.com

Immer weniger heizen mit Gas

Pelletshome - 12. September 2022 - 8:00

Heizen mit Gas wird unattraktiver Das Heizen mit Gas verliert in neuen Gebäuden an Bedeutung. Der Anteil von Gasheizungen ist im ersten Halbjahr um neun Prozentpunkte gesunken. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.

Heizen mit Gas wird unattraktiver

Im ersten Halbjahr 2022 sollen laut Destatis nur noch 16,1 Prozent der genehmigten rund 60.200 Wohngebäude primär mit Gas geheizt werden. 2021 sei im ersten Halbjahr noch rund in einem ein Viertel der 68.000 genehmigten Wohngebäude eine Gasheizung vorgesehen gewesen, 2019 sogar noch in 39,9 Prozent der insgesamt 58.000 genehmigten Wohngebäude. “Mit der Abkehr vom Gas setzt sich somit ein seit Längerem andauernder Trend fort”, kommentiert Destatis. Wobei sich der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehende Gasknappheit sich bis dato noch nicht eindeutig in der Entwicklung niedergeschlagen hätten. Vor allem Eigenheimbesitzer wenden sich vom Heizen mit Gas ab. Bei den genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern sank der Anteil der Gasheizungen laut Destatis im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zehn Prozentpunkte. In den ersten sechs Monaten 2022 wollten noch 15,3 Prozent auf den fossilen Energieträger setzen, 2021 waren es noch 24,8 Prozent, 2019 sogar 39,5 Prozent.

Interesse an Ökowärme wächst

Zugleich wird Destatis zufolge immer stärker auf die Nutzung erneuerbarer Energie gesetzt: In fast drei Viertel der im ersten Halbjahr 2022 genehmigten Wohngebäude soll primär mit Biomasseheizungen oder Wärmepumpen geheizt werden. Im ersten Halbjahr 2021 waren es 64,7 Prozent und im ersten Halbjahr 2019 erst knapp die Hälfte. Als einen Grund für den Trend hin zu Erneuerbaren gibt das Bundesamt gesetzliche Regelungen sein wie das Gebäudeenergiegesetz (GEG) an. Es schreibt vor, dass der Wärme- und Kältebedarf eines Neubaus zumindest anteilig aus erneuerbaren Energien gespeist wird. Auch staatliche Förderprogramme für Energieberatung, Zuschüsse zu entsprechenden Bauvorhaben oder Darlehen würden Anreize setzen.

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Photovoltaik führt in Frankreich Schattendasein

SolarServer - 9. September 2022 - 14:58
Frankreich hinkt beim Solarausbau Ländern wie Deutschland spürbar hinterher. Der Zuwachs im ersten Halbjahr brach im Vergleich zum Vorjahr ein. PV-Strom sorgte zudem für weniger als vier Prozent des Stroms. Foto: Oliver Ristau

DLR: Brennstoffzellen für Fähren zunehmend attraktiv

SolarServer - 9. September 2022 - 14:16
Brennstoffen, die grünen Wasserstoff einsetzen, sind potentiell eine ökologisch wertvolle Alternative zu heutigen fossilen Antrieben. Und auch die Kosten könnten, so eine DLR-Studie, durch den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft erheblich sinken. Grafik: ABL Group/Caledonian Maritime Assets Limited

GP Joule: Solarpark Klettwitz Nord geht an Clearvise

SolarServer - 9. September 2022 - 13:00
Der Energiepark Klettwitz ist eines der größten Energiewendeprojekte in den deutschen Braunkohleregionen. Entwickler JP Joule hat einen Teil des Parks jetzt an die Clearvise AG übergeben. Foto: GP Joule

GFATM## Deutschland erhöht Beitrag an den Globalen Fonds

epo - 9. September 2022 - 12:17

Berlin. - Die Bundesregierung erhöht den deutschen Kernbeitrag zum Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (GFATM) um 30 Prozent im Vergleich zur letzten Förderperiode auf 1,3 Milliarden Euro für die Jahre 2023-2025. Das hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bekannt gegeben.

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Solar Heat Europe: Solarthermie senkt Energiepreise

SolarServer - 9. September 2022 - 12:00
Die Solarthermie ist ein probates Mittel, hohe Energiekosten zu senken. Der Verband Solar Heat Europe weist zudem darauf hin, dass allein die Krise fossiler Energien für die derzeit hohen Preise verantwortlich ist. Foto: Guido Bröer

Neue Führungsspitze bei Solar-Log

SolarServer - 9. September 2022 - 10:50
Die Unternehmensleitung des solaren IT-Unternehmens Solar-Log stellt sich neu auf. Die bisherige Geschäftsführerin Brigitte Beck verlässt das Unternehmen und ein Vierer-Team übernimmt. Foto: Solar-Log GmbH

Lange Bearbeitungszeiten bei Förderprogrammen

Enbausa - 9. September 2022 - 9:52

„Für Sanierungsprojekte ist die Geschwindigkeit der Umsetzung ein wesentlicher Faktor – steigende Baukosten und Zinsen können, wenn sich ein Projekt in die Länge zieht, potenzielle Fördermittel auffressen. Leider gibt es aber weder vonseiten des verantwortlichen Bundeswirtschaftsministeriums noch des durchführenden BAFA Aussagen zur Bearbeitungsdauer. Wir befragen daher regelmäßig unsere Mitglieder und bereiten deren Datensätze so auf, dass eine Einschätzung möglich wird“, erklärt der GIH-Bundesvorsitzende Jürgen Leppig. Mittlerweile bildet der GIH-Fördermonitor schon über 700 eingereichte Datensätze ab.

Der Energieberaterverband nimmt dabei sowohl die Genehmigungsdauer als auch die Prüfungsdauer bei Einzelmaßnahmen in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) sowie bei der Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude (EBW) inklusive des individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) unter die Lupe. Mit leichter Verzögerung stellt der GIH-Fördermonitor die Erfahrungswerte seiner Beratenden über die drei letzten Monate hinweg dar und macht Angaben zu kürzesten, längsten und durchschnittlichen Bearbeitungszeiten. Um zu erkennen, wie sich die Zeiten mittelfristig entwickeln, ist auch der Blick auf den Jahresverlauf interessant. Vier zusätzliche Diagramme nehmen daher die Durchschnittswerte der letzten zwölf Monate in den Blick und errechnen den Trend.

Genehmigungs- und Prüfungsdauer bei BEG-Einzelmaßnahmen

BEG-Einzelmaßnahmen werden durchschnittlich erst nach 47 Tagen genehmigt (Dauer von der Antragsstellung bis zum Erhalt der Förderzusage), die Prüfungszeit beträgt 50 Tage (Dauer von der Einreichung des Verwendungsnachweises bis zum Erhalt des Auszahlungsbescheids). Jürgen Leppig hält diese Zeiten für untragbar: „Es ist nicht nachvollziehbar, dass man bei der KfW meist innerhalb von Sekunden eine Förderzusage er-hält, beim BAFA aber fast zwei Monate auf eine händische Prüfung warten muss. Wir fordern daher, dass das Bundesamt – trotz des scheinbar eingeschränkten Haushaltsrechts – die gleichen digitalen Möglichkeiten bekommt, um rasch und bürgerfreundlich zu agieren.“

Das BAFA solle daher das lang erprobte KfW-System übernehmen, das nach einer intelligenten Plausibilitätsprüfung die Anträge sofort freigibt. Denn für meist ähnlich lautende Standardanträge wie den Fensteraustausch oder den Einbau einer Wärmepumpe seien durch Stichproben unterstützte digitale Freigabeprozesse weitaus schneller und verlässlich genug. „Unsere Kunden müssen dann mit der die Beauftragung von Handwerkern nicht mehr zwei Monate warten, nur um sicher zu gehen, dass sie ihre Förderung auch erhalten“, sagt Leppig.

Genehmigungs- und Prüfungsdauer bei iSFP-Energieberatungen

Während iSFPs in akzeptablen zwei Wochen genehmigt wurden, betrug die durchschnittliche Prüfungsdauer in den letzten drei Monaten bei stark steigender Tendenz 111 Tage. Auch hier mahnt der GIH-Vorsitzende zu schnellerer Bearbeitung: „Wir freuen uns, dass die Nachfrage mit über 10.000 ganzheitlichen iSFP-Beratungen pro Monat die Erwartungen aller übererfüllt. Nun muss das BAFA aber schleunigst seine Prozesse verbessern, Personal aufbauen und die eingereichten iSFPs rasch prüfen.“

Es könne nicht sein, dass Energieberatende vier Monate nach Abgabe ihrer Unterlagen immer noch auf Förderauszahlungen warten und in wirtschaftliche Not kommen. Leppig fordert daher, dass Förderungen künftig über die Kunden abgewickelt werden, sodass sich bei Energieberaten-den kein Zahlungsverzug aufsummieren kann.

Wie eine Umfrage des Fachmagazins „Gebäude-Energieberater“ bestätigt, entstehen fast der Hälfte der befragten Energieberatenden allein durch iSFP-Beratungen Außenstände von über 15.000 Euro. Bei einem Fünftel der Beraterbüros summieren sich diese ausstehenden Zahlungen derzeit gar auf über 45.000 Euro.

Quelle: GIH / Delia Roscher

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WDVS stofflich und energetisch nutzen

Enbausa - 9. September 2022 - 9:14

Ein Hauptbestandteil des im Projekt betrachteten WDVS ist expandiertes Polystyrol (EPS), auch bekannt als Styropor, das aus Erdöl hergestellt wird. Hinzu kommen eine Putz- sowie eine Glasfaserschicht. Etablierte Verfahren zur stofflichen und energetischen Verwertung von WDVS gibt es bisher nicht. „Und die Entsorgung in der MVA stößt an ihre Grenzen. Die Anlagen sind weitgehend mit anderen Abfallströmen ausgelastet und das Material ist für die Verbrennung in der MVA technisch nicht besonders gut geeignet“, sagt Projektleiterin Prof. Dr. Sabine Flamme.

Ökologisch und ökonomisch sinnvoll

Einen wichtigen Beitrag im Projekt leistete Dr. Niklas Heller: Mit seiner Promotion am Fachbereich Bauingenieurwesen zeigte er, dass sich das über Klebungen oder Dübel verbundene Dämmsystem mit geeigneter Aufbereitungstechnik wieder in seine Einzelkomponenten auftrennen lässt. „Der hohe Energiegehalt von EPS wird im Zementwerk effizient genutzt, der Putz – also die Mineralik – verbrennt nicht und ersetzt Rohmehl, aus dem der Zementklinker entsteht“, erklärt die Professorin für Ressourcen-, Stoffstrom- und Infrastrukturmanagement. Bauingenieurin Jana Winkelkötter übernahm das Projekt von Heller mit dem Ziel, einen Großversuch im Zementwerk durchzuführen. „Frau Winkelkötter hat das Vorhaben zunächst in ihrer Masterarbeit durchgespielt und nun in der Praxis gezeigt, dass der Ansatz funktioniert. Das ist ein großer Meilenstein in unserem Projekt“, sagt Flamme. Zudem wurde in der Promotion und in der Masterarbeit nachgewiesen, dass dieser Entsorgungsweg auch ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist.

Großversuch liefert wichtige Erkenntnisse

Den Versuch hat das Team in einem Werk der PHOENIX Zementwerke Krogbeumker Holding GmbH & Co. KG in Beckum durchgeführt. Über 14 Stunden wurden 14 Tonnen zerkleinertes und gesiebtes WDVS-Material in der sogenannten Sekundärfeuerung verbrannt. Unterstützt wurde das Team hierbei von Gaarmann Overhaus Container GmbH und Co. KG, Doppstadt Umwelttechnik GmbH, ALLRECO GmbH, BASF SE und Sto SE & Co. KGaA. Die Versuchsmengen stammen aus zwei Rückbauvorhaben in Münster und Tübingen. „Das Material zu sammeln, war eine große Herausforderung“, erinnert sich Winkelkötter. „Vor allem das EPS ist leicht, aber voluminös. Und es gibt noch keine Infrastruktur in Deutschland für die Sammlung, Logistik und Aufbereitung von WDVS.“ Zudem mussten vorab Proben des eingesetzten WDVS nach den Vorgaben der Bezirksregierung untersucht werden, ob diese beispielsweise Chlor, Schwefel oder Schwermetalle enthalten. „Diese Qualitätskontrolle ist sehr wichtig, da man nicht weiß, was mit dem Gebäude über die Jahre passiert ist und welche Stoffe im WDVS konkret enthalten sind beziehungsweise sich im Laufe der Zeit dort angesammelt haben könnten.“

Doch der Aufwand habe sich gelohnt: Der Versuch zeigt, dass sich das EPS und die mineralischen Komponenten sinnvoll im Zementwerk einsetzen lassen. In einem nächsten Schritt ist ein weiterer Großversuch mit circa 100 Tonnen WDVS-Material über einen Zeitraum von einer Woche mit einer umfassenden Bilanzierung über die Klinkerqualität und die Emissionen geplant.

Zum Thema

Der Zementwerkversuch bildet den Abschluss für das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Forschungsprojekt „RESSOURCE.WDVS - Ressourceneffiziente Nutzung von qualitätsgesichertem Sekundär-EPS sowie der mineralischen Fraktionen aus WDVS“ unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Flamme vom Fachbereich Bauingenieurwesen und Prof. Dr. Hans-Arno Jantzen vom Fachbereich Maschinenbau.

Quelle: FH Münster / Delia Roscher

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LEE NRW: Noch keine Aufbruchstimmung in NRW

SolarServer - 9. September 2022 - 9:00
In Düsseldorf gibt es zwar eine neue Landesregierung, die die erneuerbaren Energien vorantreiben wollen. Noch ist davon in dem Bundesland nach Ansicht des LEE NRW allerdings wenig zu spüren. Foto: LEE NRW

Stadtwerke Trier kaufen Solarstrom bei WI Energy

SolarServer - 8. September 2022 - 14:30
Die Stadtwerke Trier planen, über die WI Energy künftig Solarstrom regional zu vermarkten. Dafür will sie auch grüne PPA mit dem Trierer Unternehmen abschließen. Anatolien Gleb / stock.adobe.com

Naturstrom: größter Solarpark mit 14 MW am Netz

SolarServer - 8. September 2022 - 13:15
Naturstrom setzt ihr bisher größtes Freiflächen-Solarprojekt um. Die Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern erzielt Erlöse per EEG und will sich auch als Miteigentümer beteiligen.

Fraunhofer nimmt grünen Ammoniak in PtX-Atlas auf

SolarServer - 8. September 2022 - 12:00
Grüner Ammoniak wird zunehmend eine Alternative zum Import von PtX-Produkten und Wasserstoff. Das Fraunhofer IEE hat mögliche Standorte und Kosten in einen PtX-Atlas aufgenommen. Grafik: Fraunhofer IEE

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