Sammlung von Newsfeeds

Weniger Arbeitsplätze in den erneuerbaren Energien

SolarServer - vor 29 Minuten 57 Sekunden

Gut 2,8 Millionen Menschen waren im Jahr 2017 in Deutschland im Umweltschutz tätig. Das zeigt der aktuelle Bericht „Beschäftigung und Umweltschutz“ des Umweltbundesamtes (UBA). Die Bedeutung des Umweltschutzes für den Arbeitsmarkt ist in den letzten Jahren weiter gestiegen: 2010 arbeiteten noch 5,9 Prozent aller Beschäftigten für den Umweltschutz, 2017 waren es bereits 6,4 Prozent (von insgesamt rund 44,3 Millionen Erwerbstätigen). UBA-Präsident Dirk Messner: „Der Umweltschutz darf uns in der Corona-Krise nicht unter die Räder geraten. Wichtig ist, bei allen Konjunkturpaketen auch auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu achten. Grüne Investitionen lohnen sich nämlich doppelt: Sie bauen die Wirtschaft wieder auf und tun gleichzeitig etwas für den Umweltschutz. Sinnvoll sind etwa Investitionen in den ÖPNV, die Elektrifizierung der Autos und die nachhaltige Sanierung von Gebäuden. So können nach der Corona-Krise neue Jobs mit Zukunft entstehen, die uns bei der Lösung der Klimakrise helfen.“

Die Bilanz des Beschäftigungswachstums im Umweltschutz fällt insgesamt positiv aus. Besonders dynamisch wuchsen die umweltorientierten Dienstleistungen: zwischen 2016 und 2017 um ganze 2,9 Prozent (zum Vergleich: Der allgemeine Zuwachs der Erwerbstätigkeit lag in diesem Zeitraum bei 1,3 Prozent). Mit 1,5 Millionen Beschäftigten bzw. 56 Prozent aller Arbeitsplätze im Umweltschutz entfiel auf die umweltorientierten Dienstleistungen 2017 der größte Teil der Umweltschutzbeschäftigung. In den Bereich gehören beispielsweise das Energie- und Gebäudemanagement, der Handel mit Ökoprodukten, die Vermarktung von Strom aus erneuerbaren Quellen, der ökologische Landbau oder auch umweltorientierte Finanzdienstleistungen wie die Finanzanlage unter ökologisch-ethischen Gesichtspunkten.

Ein wichtiger Faktor für Arbeitsplätze im Umweltschutz ist auch die energetische Sanierung des Gebäudebestandes. Sie führt schon jetzt zu mehr als einer halben Million Beschäftigten, rechnet man die indirekte Beschäftigung in den vorgelagerten Produktionsbereichen, beispielsweise für die Produktion von Dämmmaterial, mit ein. Auf die Bauwirtschaft entfallen rund 290.000 Beschäftigte, die für den Umweltschutz arbeiten. Das sind knapp 12 Prozent der dort arbeitenden Personen.

Erneuerbare Energien haben 30.000 Arbeitsplätze verloren

Mehr als 30.000 Arbeitsplätze in den erneuerbaren Energien gingen zwischen 2016 und 2017 verloren, davon allein 26.000 im Bereich der Windenergie. War der Beschäftigungsrückgang bei der Windenergie zwischen 2016 und 2017 vor allem auf gesunkene Exporte zurückzuführen, so drohen aktuell weitere Arbeitsplatzverluste aufgrund mangelnder Investitionen in die Windenergie an Land. Offizielle Zahlen für die Entwicklung der Beschäftigung nach 2017 liegen noch nicht vor, der Bundesverband Windenergie spricht aber von einem Wegfall von 40.000 Jobs in den vergangenen drei Jahren. Befürchtet wird ein Verlust von weiteren 25.000 Arbeitsplätzen, wenn der Markt weiter stagniert.

UBA -Präsident Dirk Messner: „Geht der schleppende Ausbau so weiter, werden wir nicht nur die Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien von 65 Prozent am Stromverbrauch im Jahr 2030 verfehlen, sondern auch viele weitere Arbeitsplätze verlieren. Statt der nötigen Anlagen in Höhe von 5 Gigawatt pro Jahr haben wir 2019 nur 0,96 Gigawatt gebaut. Deshalb brauchen wir spätestens bis zum Sommer eine Lösung.“

Der Bericht „Beschäftigung im Umweltschutz“ kann unter dem nebenstehenden Link heruntergeladen werden.

9.4.2020 | Quelle: UBA | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Sonneneinstrahlung in Deutschland im März 2020

SolarServer - vor 1 Stunde 12 Minuten

Fast überall in Deutschland war der März 2020 sonniger als im Vorjahr. Lag die mittlere Sonneneinstrahlung im März 2019 bei 75 Kilowattstunden pro Quadratmeter, waren es in diesem Jahr 95 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Damit bekam das Land im März 2020 auch deutlich mehr Sonnenenergie ab als im langjährigen Mittel. Denn dieses betrug im Zeitraum von 1981 bis 2010 gerade einmal Kilowattstunden pro Quadratmeter.

Besonders profitiert hat der Norden: Denn im Süden hat der März nur wenig mehr Sonnenschein gebracht hat als 2019. Dafür waren es in weiten Teilen des Nordens nahezu doppelt so viele Sonnenstunden als im im Vorjahr.

Hybridheizung mit Photovoltaik

SolarServer - vor 1 Stunde 44 Minuten

Immer mehr Haushalte in Deutschland setzen beim Heizen auf mehrere Energiequellen. So genannte Hybridsysteme verbinden zumeist eine erneuerbare Energie mit klassischen Brennstoffen wie Heizöl oder Gas. Dass sich der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen auf der Basis von Öl-Hybridsystemen mit vertretbarem Aufwand deutlich senken lassen, zeigt ein aktuelles Modellvorhaben einer Hybridheizung mit Photovoltaik.

Im mittelhessischen Alsfeld wurde Mitte 2018 in einem aus zwei 1956 und 1979 errichteten Gebäudeteilen bestehenden Zweifamilienhaus ein neuer, hybrider Wärmespeicher eingebaut. Dieser wird von einem Öl-Brennwertkessel und einer auf dem Wärmespeicher montierten Warmwasser-Wärmepumpe beheizt. Dazu kommt eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gebäudes. „Diese Hybrid-Variante ermöglicht den rein bedarfsbasierten Betrieb der Wärmepumpe mit ansonsten ins Netz eingespeistem Solarstrom aus der hauseigenen Photovoltaik-Anlage und damit eine effiziente und ökonomisch attraktive Trinkwassererwärmung“, erklärt Christian Halper, Projektleiter beim Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO), das das Modellvorhaben initiiert hat. Stehe nicht genug hauseigener Öko-Strom für die Warmwasserbereitung zur Verfügung, komme das Brennwertgerät zum Einsatz.

Hybridheizung mit Photovoltaik spart Heizkosten

Die Ergebnisse der Hybridheizung mit Photovoltaik können sich sehen lassen. Im Vergleich zum einfachen Betrieb mit einem Brennwertgerät und Strombezug komplett aus dem öffentlichen Netz sparte die Ergänzung um Photovoltaik-Anlage und solarstrombetriebene Warmwasser-Wärmepumpe bei der Energieversorgung des Gebäudes in den zwölf gemessenen Monaten 5,4 Tonnen Treibhausgasemissionen, das sind 43 Prozent, sowie 1.603 Euro bei den laufenden Energiekosten ein. Würde nicht nur die Warmwasserbereitung sondern auch die Heizung mit einem Anteil von erneuerbarer Energie gespeist, wären die Einsparungen noch höher.

„Ein Öl-PV-Hybridsystem lässt sich mit heute bereits bewährter, marktgängiger Technik umsetzen. Die Installation ist ebenso einfach wie bei jeder klassischen Ölheizung mit normalem Warmwasserspeicher“, berichtet Halper. Die Nutzung der hauseigenen PV-Anlage zur Warmwassergewinnung dürfte bei Hauseigentümern in Zukunft auf zunehmendes Interesse stoßen. Der Grund: Ab 2021 läuft für die ersten Solarstromanlagen die bisherige Förderung für den ins Netz eingespeisten Strom aus. Denn diese Förderung ist auf 20 Jahre ab Inbetriebnahme begrenzt. „Die Selbstnutzung wird dadurch finanziell noch attraktiver“, so Halper.

Wer sich von der alten Ölheizung trennt und eine Gas-Hybridheizung oder Erneuerbare Energien Hybridheizung installiert, kann zuden von der neuen lukrativen BAFA-Förderung profitieren.

Höhere Einsparung durch neuen Brennstoff

Durch den Einsatz innovativer treibhausgasreduzierter flüssiger Brennstoffe lassen sich die CO2-Emissionen ölbeheizter Gebäude künftig noch zusätzlich reduzieren. Um dies anschaulich zu machen und die Praxistauglichkeit solcher zukünftigen Brennstoffe aufzuzeigen, bringt das IWO diese bereits in zahlreichen Häusern testweise zum Einsatz – so auch im Alsfelder Gebäude. Der treibhausgasreduzierte Energieträger wurde dem klassischen Heizöl einfach beigemischt. Hergestellt wird er vorwiegend durch die Hydrierung von Reststoffen biogenen Ursprungs, wie etwa Altspeisefetten. Mit diesem neuen Mix im Tank reduziert das Alsfelder Gebäude seine CO2-Emissionen für die Strom- und Wärmeversorgung nun sogar um 60 Prozent beziehungsweise 7,3 Tonnen pro Jahr.

9.4.2020 | Quelle: IWO | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

USA: Photovoltaik-Projektentwickler Peak Clean Energy von hep übernommen

SolarServer - vor 2 Stunden 26 Minuten

Diese Woche hat hep den erfolgreichen Abschluss der Übernahme von Peak Clean Energy verkündet. Peak Clean Energy ist ein Projektentwicklungs-Unternehmen mit Sitz nahe Denver, Colorado. Mit zwanzigjähriger Erfahrung ist das Team im Bereich Entwicklung sogenannter „utility-scale“-Projekte im Süden der USA tätig. Hierbei handelt es sich um Photovoltaik-Anlagen mit einer installierten Leistung von mindestens zehn Megawatt.

Peak Clean Energy verfügt zum Zeitpunkt der Übernahme über eine Projektpipeline in Höhe von mehr als 4.000 Megawatt. Die Pipeline beinhaltet mit 400 Megawatt eine Reihe von „late-stage“-Projekten, die sich in der letzten Phase vor Erlangung der Baureife befinden.

Alexander Zhou, Senior PV North America bei hep, treibt mit der Entscheidung die nordamerikanische Strategie des Unternehmens voran. hep profitiert von der Expertise und dem bestehenden Netzwerk von Peak Clean Energy. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit einem Team, das wie wir hohe Erwartungen an die Qualität der Projektentwicklung sowie an die finanzielle Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung des Unternehmens und unserer Produkte hat“, so Zhou.

Aktuelle Investitionsmodelle

Zugriff auf die Projektentwicklung in den USA hat der aktuelle Projektentwicklungsfonds des baden-württembergischen Spezialisten für Solarparks und Solarinvestments. Zu dem Zeitpunkt, zu dem der Fonds einsteigt, liegt hep bereits eine positive Machbarkeitsstudie vor. Nach Erhalt aller Genehmigungen und nach der Regelung von Netzeinspeisung und Stromabnahme jedoch vor Beginn der Landaufbereitung und anschließendem Bau des Solarparks wird bereits verkauft. Baureife Projekte erwirbt ein länderspezifischer Spezial-AIF des Unternehmens, der sich aktuell noch im Vertrieb befindet.

Solarmarkt USA

Die USA befinden sich aktuell auf Platz 2 der Top-Solarmärkte weltweit. 29 der 50 Bundesstaaten haben sich freiwillig zu den sogenannten „Renewable Portfolio Standards“ verpflichtet. Sie haben sich ehrgeizige Zubauziele im Bereich Erneuerbarer Energien gesetzt. Seit 2016 liegt der jährliche Zubau von Solarenergie in den USA bei über 10 Gigawatt. Analysten der US-amerikanischen Forschungseinrichtung BloombergNEF gehen davon aus, dass der Anteil Erneuerbarer Energien am Energiemix 2050 bei 43 Prozent liegen wird.

9.4.2020 | Quelle: hep | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Roadmap für die Batterieforschung in Europa

SolarServer - vor 2 Stunden 53 Minuten

Um die Batterien der Zukunft zu entwickeln, haben Partner aus Wissenschaft und Industrie aus ganz Europa die Forschungsinitiative BATTERY 2030+ auf den Weg gebracht. Eine Roadmap präzisiert nun die Meilensteine: eine gemeinsame Plattform zur Materialentwicklung mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI), vernetzte Sensoren und Selbstheilungstechnologie für Batterien sowie nachhaltige Herstellungs- und Recyclingverfahren. Über die Forschungsplattform CELEST sind das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Ulm sowie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) an dem Konsortium beteiligt.

Die Roadmap für die Batterieforschung identifiziert drei Hauptforschungsrichtungen: „Wir wollen die Suche nach neuen Materialien und dem richtigen Materialmix beschleunigen, neuartige Funktionen auf den Weg bringen sowie Herstellungs- und Recyclingkonzepte etablieren“, sagt Maximilian Fichtner, Sprecher des Zentrums für Elektrochemische Energiespeicherung Ulm-Karlsruhe (CELEST). „Mit BATTERY 2030+ bringen wir nun die Expertise auf den jeweiligen Teilgebieten in ganz Europa zusammen und arbeiten koordiniert. So haben wir die Chance, in der Batterieentwicklung weltweit vorne mitzumischen, auch im Wettbewerb mit den USA und Asien.“

Beschleunigte Materialentwicklung mit Künstlicher Intelligenz

Um zu lernen, wie sich bestimmte Materialien verhalten und wie sie eingesetzt werden müssen, um bestimmte Eigenschaften hervorzurufen, soll zunächst eine weltweit einzigartige Hochdurchsatzanlage aufgebaut werden. Die Kombination von automatisierter Synthese, Charakterisierung und Materialmodellierung sowie Data-Mining-Techniken und KI in der Versuchsauswertung und -planung soll die Entwicklung von neuen Batteriematerialien entscheidend beschleunigen. Aufbauend auf dieser gemeinsamen Plattform wird sich BATTERY 2030+ an die Analyse der Eigenschaften von Materialschnittstellen machen, etwa der Schnittstelle zwischen Elektrode und Elektrolyt oder zwischen aktivem Material und unterschiedlichen Zusätzen.

Intelligente Funktionalitäten und Selbstheilungskräfte

Externe Faktoren wie extreme Temperaturen, mechanische Beanspruchung, übermäßige Leistung während des Betriebs oder einfach nur die Alterung im Laufe der Zeit wirken sich nachteilig auf die Leistung einer Batterie aus. Die Forscher haben sich deshalb vorgenommen, gemeinsam intelligente und vernetzte Sensorkonzepte zu entwickeln, die zukünftig chemische und elektrochemische Reaktionen direkt in der Batteriezelle beobachten sollen. Sie könnten frühe Stadien des Batterieversagens oder unerwünschte Nebenreaktionen entdecken, die zur Batteriealterung führen.

Außerdem sollen die Batterien der nächsten Generation mit „Selbstheilungskräften“ ausgestattet werden: Schäden im Inneren einer Batterie, die sonst zu einem Batterieversagen führen, können durch geschickten Materialeinsatz ausgeglichen werden. Durch Sensoren und Selbstheilung sollen die Batterien zukünftig noch zuverlässiger und ausdauernder werden. So werden auch gebrauchte Zellen von hoher Qualität für einen zweiten Einsatz attraktiv. Außerdem verfolgt das Projekt bereits bei der Entwicklung das Ziel einer möglichst großen Nachhaltigkeit. Parameter wie ressourcensparende Herstellbarkeit, die Recyclingfähigkeit, kritische Rohstoffe und Toxizität fließen direkt in die Algorithmen der MAP-basierten Entwicklung neuer Batteriekonzepte ein.

Die ersten Vorhaben aus der Roadmap für die Batterieforschung hat die EU bereits bewilligt und können nun starten.

Die Roadmap für BATTERY 2030+ kann unter dem nebenstehenden Link heruntergeladen werden.

9.4.2020 | Quelle: KIT | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Oxfam-Bericht## Corona-Pandemie könnte 500 Millionen Menschen in Armut stürzen

epo - vor 3 Stunden 8 Minuten

Berlin. - Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie könnten rund eine halbe Milliarde Menschen in Armut stürzen. Davor warnt die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam im Vorfeld der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank sowie des G20-Finanzministertreffens in einem neuen Bericht. Darin fordert Oxfam ein "Rettungspaket für alle", finanziert aus Schuldenerlassen, IWF-Sonderhilfen und zusätzlichen Mitteln für Entwicklungszusammenarbeit.

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Corona und die Folgen

Sonnenseite.com - vor 3 Stunden 53 Minuten
BUND-Diskussionspapier "Investitionen in eine zukunftsfähige Wirtschaft"
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Waldbrand in Tschernobyl-Sperrzone

Sonnenseite.com - vor 3 Stunden 53 Minuten
Seit dem letzten Wochenende sorgt ein Waldbrand in der radioaktiv kontaminierten Sperrzone rund um das Atomkraftwerk Tschernobyl für Probleme. Auch 34 Jahre nach der Reaktorkatastrophe können erhebliche Mengen an Radioaktivität durch Brände freigesetzt werden, wenn sie einen großen Teil der 2600 Quadratkilometer großen Sperrzone erfassen.
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Pelletsbranche und Conora: “Wir sind sehr zuversichtlich für das Gesamtjahr”

Pelletshome - vor 3 Stunden 59 Minuten

Stefan Ortner zur Conora-Krise COVID-19-Pandemie und die Folgen für die Pelletsbranche – dazu starten wir heute eine Gesprächsreihe. Im ersten Interview berichtet Stefan Ortner vom österreichischen Pelletskesselhersteller Ökofen.

Herr Ortner, wie wirkt ich die Pandemie auf den Kesselabsatz aus?
Die Nachfrage ist konstant hoch. Es gibt gute Gründe, trotz dieser schwierigen Situation optimistisch zu bleiben, da bisher so gut wie keine Aufträge storniert wurden. Wir haben lediglich Liefertermine verschoben. Die Auftragseingänge laufen je nach Markt unterschiedlich. Schön zu sehen ist, dass die Heizungsbauer in Deutschland, einem unserer wichtigsten Märkte, nach wie vor arbeiten, was sich in guten Bestell- und Auslieferungszahlen niederschlägt. Die Förderbedingungen sind in vielen Ländern sehr gut, weshalb sich die Kunden auch jetzt für eine Pelletsheizung entscheiden.

Produzieren Sie weiterhin Pelletskessel?
Ja, seit Ende März produzieren wir nach einem zweiwöchigen Betriebsurlaub mit Minimalbetrieb wieder. Den Urlaub haben wir genutzt, um Konzepte für die neue Situation zu entwickeln und die Arbeitsbereiche für eine kontaktlose Produktion umzugestalten. Zusätzlich haben wir die Kantine räumlich und organisatorisch angepasst, um größtmögliche Hygiene und Abstände zu gewährleisten. Büros wurden adaptiert und die Infrastruktur für die Arbeit im Homeoffice erweitert. Für Lieferanten haben wir Schleusen errichtet, Desinfektionsbereiche geschaffen und Hinweise zum richtigen Verhalten in allen Bereichen angebracht. Seit Ende März läuft die Produktion in zwei eigenständigen Teams, damit wir der nach wie vor hohen Nachfrage nach unseren Produkten gerecht werden können.

Gibt es Probleme mit der Rohstoffversorgung?
Ein Großteil unserer Arbeit konzentriert sich derzeit auf die Sicherstellung der Lieferkette, die bisher trotz einiger Herausforderungen noch immer gut funktioniert. Die Materialversorgung ist eine unablässige Voraussetzung. Nun macht es sich bezahlt, dass wir permanent fertige Kessel und Rohmaterial in unseren strategischen Sicherheitslagern haben, um auch in herausfordernden Zeiten wie diesen lieferfähig zu sein.

Ökofen bietet Webinare an Wie laufen Kunden- und Außendienst ab?
Der Außendienst hat auf kontaktlose Beratung über Telefon, Email und Videokonferenzen umgestellt. Wir haben in den vergangenen Jahren unsere Digitalisierungs-Hausaufgaben gemacht und unterstützen Heizungsinstallateure und Endverbraucher mit vielen hilfreichen Online-Angeboten. Für Endkunden gibt es die Möglichkeit, mit dem Onlineberater die passende Heizung inklusive Materialrichtpreis und der jeweiligen Förderung für ihr Bundesland zu finden. Das funktioniert für Neubau und Sanierung und auch für Systeme mit Solaranlagen. Eine eigene Website touchdemo.oekofen.info zeigt die moderne Bedienoberfläche für unsere Produkte mit all den innovativen Funktionen wie Online-Wetterdaten-Verarbeitung und der dazugehörigen Smartphone App. Neu ist für die Endkundenberatung ein Online-Erfassungsbogen, der zur vertiefende Vorqualifizierung von Anfragen dient und von Interessenten selbst ausgefüllt und mit Fotos, Skizzen und Plänen angereichert werden kann. Für Heizungsinstallateure bieten wir schon seit längerer Zeit das moderne Ökofen-Partnernet. Neben einem Dokumenten-Downloadbereich mit Volltextsuche und zahlreichen Filtermöglichkeiten findet der Fachmann einen Konfigurator für Hydraulikschemen und eine Berechnungsmöglichkeit für Systemlabels von Heizanlagen.

Welche Auswirkungen auf die Marktentwicklung erwarten Sie durch die Pandemie?
Wir erwarten für die nächsten Wochen eine leichte Eintrübung der Märkte. Aber wir sind sehr zuversichtlich für das Gesamtjahr. Ein großes Fragezeichen sind politische Maßnahmen und Entscheidungen nach der Krise. Für die erneuerbaren Energien könnte es sogar positiv sein, wenn Konjunktur- und Rettungspakete an ökologische Ziele geknüpft und Investitionen in das eigene Heim unterstützt werden. Gefahr droht, wenn das einzige Ziel darin besteht, schnell zur alten Normalität zurückzukehren und keine Investitionen in Zukunftsprojekte fließen. Wir können nur hoffen, dass unsere Politiker erkennen, dass sie es jetzt in der Hand haben, diese einmalige Chance für unsere Zukunft zu nützen.

Die Fragen wurden per Email gestellt.

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Berater (m/w/d) für Beschäftigung, Qualifizierung und Arbeitsmarkt des Vorhabens „Beschäftigungsförderung in ländlichen Regionen in Tunesien“ (Tunis) - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Green Jobs - vor 5 Stunden 3 Minuten
Stelle | Berater (m/w/d) für Beschäftigung, Qualifizierung und Arbeitsmarkt des Vorhabens „Beschäftigungsförderung in ländlichen Regionen in Tunesien“ Jetzt online bewerben : https://jobs.giz.de/index.php?ac=apply&q=6c06b5821bfccb5f6f8a52b25b5e65a83a7e4582 Berater (m/w/d) für Beschäftigung, Qualifizierung und Arbeitsmarkt des Vorhabens „Beschäftigungsförderung in ländlichen Regionen in Tunesien“ Als Bundesunternehmen unterstützt die GIZ die Bundesregierung [...]

Drei Viertel der neu installierten Stromleistung ist Erneuerbar

Sonnenseite.com - vor 5 Stunden 10 Minuten
2019 ist ein zwiespältiges Jahr. Insgesamt wurde global weniger regenerative Energie als 2018 zugebaut. Zugleich wuchs der Anteil Erneuerbarer Energie stärker als zuvor. Wind- und Solarenergie bestimmten den Markt. Wasserkraft erlebte einen Einbruch.
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Projektentwickler (m/w/d) Windenergie (Onshore-Wind) (Schwerin) - naturwind schwerin GmbH

Green Jobs - vor 6 Stunden 26 Minuten
Ihre Aufgaben: * Unterstützung eines Teams von Projektentwicklern bei der Entwicklung von Windparkprojekten von der Vorplanung bis zur schlüsselfertigen Umsetzung * Ermittlung und Bewertung von Standorten für Windenergieanlagen * Erstellen von Karten und Plänen für die einzelnen Planungsphasen * Naturschutzfachliche Begleitung der Projekte * Durchführung von Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz * Kommunikation mit Behörden, Kommunen, Grundeigentümern [...]

Bilanz 2019: CO2-Emissionen pro Kilowattstunde Strom sinken weiter

Sonnenseite.com - vor 10 Stunden 10 Minuten
Deutschland verkauft mehr Strom ins Ausland als es importiert
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Claudia Kemfert "Mondays for Future"

Sonnenseite.com - vor 10 Stunden 10 Minuten
Freitag demonstrieren, am Wochenende diskutieren und ab Montag anpacken und umsetzen "Mondays for Future" Erscheint am 21. April 2020
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Und nach der Corona-Krise? Was wird aus der Energiewende?

Sonnenseite.com - vor 10 Stunden 10 Minuten
"Das Geld muss in die Zukunftstechnologien - Die Corona-Krise kostet Arbeitsplätze, die Rezession ist da, die Wirtschaft liegt am Boden. Konjunkturprogramme müssen den Klimaschutz berücksichtigen", sagt Claudia Kemfert. Interview mit Claudia Kemfert | Erstveröffentlichung "chrismon" - 06.04.2020 von Nils Husmann 2020
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VEM-Solidaritätsaktion## 1 Million Euro für Corona-Hilfspaket

epo - vor 14 Stunden 44 Minuten

Wuppertal. - Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) hat einen Hilfsfonds in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung gestellt, um ihre Mitglieder in Afrika, Asien und Deutschland in ihrem Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen. Die Hilfsgelder sollen für die Unterstützung der ärmsten Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, für Aufklärungskampagnen, die Durchführung diagnostischer Tests und den Kauf medizinischer Hygieneartikel verwendet werden.

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Mitarbeiter (m/w/d) für das Projektmanagement Naturpädagogik & Umweltbildung (Baden-Baden / Steinbach) - Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Green Jobs - 8. April 2020 - 18:30
Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord ist einer der größten Naturparke in Deutschland. Sein wichtigstes Ziel ist die Erhaltung der Schwarzwälder Kulturlandschaft mit ihren charakteristischen Tier- und Pflanzenarten. Dazu führt er eine Reihe von Projekten in den Bereichen Naturschutz / Naturpädagogik und Nachhaltiger Tourismus durch. Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Mitarbeiter (m/w/d) für das Projektmanagement Naturpädagogik / Umweltbildung (100%). Sie [...]

Landschaftsarchitekt*in (m/w/d) (Backnang) - roosplan

Green Jobs - 8. April 2020 - 18:22
Das interdisziplinäre Planungsbüro roosplan sucht zum nächstmöglichen Einstellungstermin eine(n) LandschaftsarchitektIn (m/w/d) Aufgaben: Das Aufgabengebiet umfasst vielfältige Projekte aus dem Bereich der Freiraumplanung sowie der Stadt- und Landschaftsplanung. Unter anderem werden bearbeitet: Planung und Bauleitung von Spielplätzen, Friedhöfen, Ortskernneugestaltungen und anderen Freianlagen, von naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen und landschaftspflegerischen [...]

Referent*in Umweltpolitik (m/w/d) (Berlin) - Deutsche Naturschutzring (DNR) e.V.

Green Jobs - 8. April 2020 - 18:19
Der Deutsche Naturschutzring (DNR) e.V. vertritt als Dachverband mit aktuell knapp 100 Mitgliedsorganisationen die Interessen der im Natur-, Tier- und Umweltschutz tätigen Organisationen in Deutschland. Wir suchen zum 01. Juli 2020 eine/einen Referentin / Referenten Umweltpolitik (m/w/d) Sie sind mit den Herausforderungen des klimapolitischen Umbaus von Sektoren wie Industrie, Gebäude oder Mobilität und der dafür notwendigen politischen Rahmenbedingungen vertraut? [...]

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