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Verbände wollen mehr Klimaschutz

Enbausa - 2 uur 12 min geleden

In der politischen Debatte und in der medialen Berichterstattung werde unterstellt, dass sozialverträgliche Sanierungen durch die hohen Anforderungen der Energieeinsparverordnungen unmöglich gemacht werden, teilen DUH und DMB mit. Diese Diskussion sei gefährlich, denn energetische Sanierungsmaßnahmen am Gebäude seien notwendig, damit auch zukünftig Menschen aus allen Einkommensklassen in angemessenem Wohnbestand leben könnten. Ohne einen klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050 könnten zudem die Klimaschutzziele nicht erreicht werden.

Nicht die energetischen Anforderungen an den Neubau oder die Bestandssanierung seien die Kostentreiber. "Steigende Mieten, gerade in Städten und Ballungsräumen, sind vor allem auf das Missverhältnis von Angebot und Nachfrage zurückzuführen", sagt Barbara Metz, stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH. Der größte Preistreiber seien die zahlreichen Möglichkeiten von Mietanpassungen bei Wiedervermietungsverträgen. "Auch bei den steigenden Baupreisen spielen energetische Anforderungen eine untergeordnete Rolle. Andere Faktoren wie gestiegene Grunderwerbssteuern und höhere Grundstückspreise tragen in wesentlich größerem Umfang zu steigenden Baukosten bei." Eine Absenkung der Energieeffizienz-Anforderungen führe deshalb nicht zu mehr bezahlbarem Wohnraum.

Eine der zentralen Forderungen an die Politik in der kommenden Legislaturperiode ist, die Rahmenbedingungen für die energetische Gebäudesanierung insbesondere im Mietwohnungsbereich zu verbessern, um einen Interessenausgleich zwischen Mieter und Vermieter herbeizuführen. Gemeinsam setzen sich DMB und DUH dafür ein, die Rahmenbedingungen für energetische Sanierungsmaßnahmen sozialverträglicher zu gestalten, um damit die Akzeptanz zu verbessern.

"Die gesetzliche Regelung, dass elf Prozent der Modernisierungskosten zeitlich unbefristet auf die Jahresmiete aufgeschlagen werden dürfen, ist ein Fremdkörper im geltenden Mietpreisrecht, führt zu völlig überzogenen Mietpreissteigerungen, ist nicht mehr zeitgemäß und sollte entfallen. Als erster Schritt sollte die Modernisierungsumlage unserer Ansicht nach auf sechs Prozent reduziert werden", erklärt Ulrich Ropertz, Geschäftsführer des DMB.

Um Sanierungsanreize für den Vermieter zu schaffen, muss er direkt von öffentlicher Förderung profitieren. "Fördermittel müssen zielgruppenspezifisch angepasst und ausgerichtet werden, damit sie ihre Wirkung entfalten. Für den Vermieter kann damit ein Ausgleich für die reduzierte Modernisierungsumlage geschaffen werden", so Ropertz.

Eine dritte Kernforderung der beiden Verbände betrifft die steuerliche Absetzbarkeit von Kosten der energetischen Sanierung. "Um den Eigentümer zu energetischen Sanierungen zu motivieren, setzen wir außerdem auf die steuerliche Abschreibung. Ein Steuerbonus zur Absetzung der energetischen Sanierungskosten wäre ein wichtiger Anreiz für Hauseigentümer, die Gebäudesanierung voranzutreiben. Angesichts der großen Herausforderungen im Hinblick auf das Erreichen der Klimaschutzziele 2020 ist dies eine der ersten Maßnahmen nach Regierungsbildung, die auf den Weg gebracht werden muss", sagt Metz.

Der Deutsche Mieterbund und die Deutsche Umwelthilfe fordern von allen Parteien ein klares Bekenntnis zum sozialverträglichen Klimaschutz im Gebäude. In einem "6-Punkte-Sofortprogramm für sozialverträglichen Klimaschutz im Gebäude" fordern DMB und DUH:

  • Die bestehenden Energiesteuern müssen um eine CO2-Komponente erweitert werden, um die ökologischen Folgekosten einzupreisen und so die Wettbewerbsfähigkeit von Energieeffizienzmaßnahmen und erneuerbaren Strom-Wärme-Anwendungen zu erhöhen. Für den Mietwohnungsbereich ist eine Lösung zu finden, die verhindert, dass Mieter mit höheren Energiekosten belastet werden, obwohl sie keinen Einfluss auf den Energieträger oder Entscheidungen zu Modernisierungsinvestitionen haben.
  • Die Modernisierungsumlage muss von elf auf sechs Prozent herabgesetzt werden. Dadurch kann die finanzielle Last für Mieter gesenkt werden. Innerhalb eines Zeitraums von acht Jahren darf die Miete wegen energetischer Modernisierungen um nicht mehr als 1,50 Euro pro Quadratmeter steigen.
  • Fördermittel gezielt einsetzen und Anreize für Vermieter schaffen. Das gelingt nur, wenn der Vermieter direkt von öffentlicher Förderung profitieren kann und die Antragstellung weniger bürokratisch erfolgt. Deshalb dürfen öffentliche Fördermittel nicht länger auf die Modernisierungskosten angerechnet werden, sondern müssen dem Eigentümer direkt zugutekommen. Hierdurch würde der Vermieter auch gleichzeitig einen Ausgleich zu der deutlich reduzierten Modernisierungsumlage erhalten.
  • Steuerliche Anreize für energetische Sanierungen setzen. Die steuerliche Förderung für selbstgenutzten Wohnraum muss mindestens über zehn Jahre laufen, progressionsunabhängig durch Abzug von der Steuerschuld. Das Fördervolumen muss mindestens 1,5 Milliarden Euro pro Jahr betragen. Die Höhe und Voraussetzungen für den steuerlichen Abzug sollten am CO2-Gebäudesanierungsprogramm ausgerichtet werden.
  • Anpassung der Mietspiegelregelung vornehmen. Die energetische Beschaffenheit eines Gebäudes muss verbindlich in die Mietspiegel integriert und zu einem klaren Wettbewerbsfaktor werden. Es darf keinen Automatismus zwischen der Mieterhöhung bei energetischer Sanierung einiger Wohnungen und der Erhöhung der ortsüblichen Vergleichsmiete für alle Wohnungen geben.
  • Energetisch sanierten Wohnraum einkommensschwachen Haushalten zugänglich machen. Kommunen und Gemeinden müssen ihrer hohen sozialen Verantwortung gerecht werden. Wohnungsbestände müssen in kommunaler Hand bleiben. Es müssen sozialverträgliche energetische Sanierungsfahrpläne erstellt werden. Ein Klimawohngeld ist einzuführen. Quelle: DUH / sue
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Resort spart Diesel dank Solarenergie

Enbausa - 2 uur 12 min geleden

"In Deutschland beneiden wir Chile um das große Potenzial an Sonnen-, Wind-, und Wasserkraft, Erdwärme und Biomasse. Mit unseren Technologien und mit unserer Erfahrung unterstützen wir sehr gern solche Projekte, damit Chile und die gesamte Atacama-Region ihre Energiequellen optimal nutzen können", sagte der deutsche Botschafter in Chile, Rolf Schulze.

Die Betreiber des Tierra Atacama Hotel & Spa, das weitab vom öffentlichen Stromnetz gelegen ist, haben bereits 2013 eine erste kleine PV-Diesel-Hybridanlage installiert und wurden für diese und andere Maßnahmen als "nachhaltigstes Tourismusunternehmen in Chile" ausgezeichnet. Nun erweiterte Kraftwerk Renewable Power Solutions zusammen mit dem Batteriehersteller Qinous die bestehende Hybridanlage des Hotels um 133 Kilowatt peak PV-Leistung und einen Lithium-Ionen-Batteriespeicher mit einer Kapazität von 330 Kilowattstunden.

Das Herzstück des Projekts ist die Energiemanagement-Lösung, die das Zusammenspiel der beiden PV-Anlagen, des Speichers und der vorhandenen Dieselgeneratoren so steuert, dass das Hotel künftig seine Dieselaggregate für acht bis neun Stunden am Tag und für einige weitere Stunden in der Nacht vollständig abschalten kann. Den Gästen wird so ein geräusch- und emissionsarmes Urlaubsdomizil geboten. Das Hotelmanagement freut sich über 60 bis 65 Prozent Einsparungen beim Dieselverbrauch sowie über einen Imagegewinn.

Das Dena-RES-Programm wurde von der Dena ins Leben gerufen und bietet deutschen Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche die Gelegenheit, an repräsentativen Standorten im Ausland Referenzprojekte zu verwirklichen – und sich damit attraktive Zielmärkte zu erschließen. Gefördert wird es vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen der Exportinitiative Energie. Quelle: Dena / sue

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Meine Seele kriegt ihr nie

Sonnenseite.com - 3 uur 12 min geleden
„… der Raub der Freiheit meiner Seele“ – die Gefangenschaft und Zwangskonversion des Carl Campeau
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Wählerwille ist ein dehnbarer Begriff

Sonnenseite.com - 3 uur 12 min geleden
Nachdem die ersten Wogen der Bundestagswahl abgeebbt sind, sollten wir uns den bedeutenden Dingen zuwenden. Schließlich ist es weniger entscheidend, wer die Regierung bildet, als vielmehr was eine künftige Regierung tun wird. Ein Kommentar von Matthias Hüttmann
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Solardorf in Uganda vollständig mit Strom versorgt

Sonnenseite.com - 8 uur 12 min geleden
Dank der im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums der KOSTAL Solar Electric im vergangenen Jahr gespendeten Summe von beachtlichen 25.000 Euro an die Stiftung Solarenergie konnte hunderten Familien in Uganda eine neue Perspektive gegeben werden.
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Flüchtlinge in Bangladesch## CARE warnt vor Anstieg sexualisierter Gewalt

epo - 9 uur 12 min geleden

Bonn. - Die humanitäre Situation für Flüchtlinge aus Myanmar in Bangladesch ist weiter alarmierend. Die Hilfsorganisation CARE sorgt sich besonders um rund 440.000 Frauen und Mädchen, die sexualisierte Gewalt erlebt oder bezeugt haben.

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Solarwatt erhält Solar + Power Award 2017

SolarServer - 17. oktober 2017 - 15:06
Der neue Solarstromspeicher MyReserve Matrix wurde in der Kategorie „Smart Energy Storage Residential“ zum Gewinner gekürt, vor Speicher-Lösungen von ABB und LG Chem.

Neckar-Elektrizitätsverband kauft Anteile an EnBW-Solarpark

SolarServer - 17. oktober 2017 - 13:26
Der NEV erwirbt 44 % des Solarparks Berghülen, den die EnBW Ende Januar 2017 in Betrieb genommen hat. Neben dem NEV hält die EnBW 51 % der Anteile, die restlichen 5 % gehören der BEG Berghülen.

Greenpeace-Ranking: Fairphone und Apple führen Branche bei grüner Elektronik an

Sonnenseite.com - 17. oktober 2017 - 13:19
Smartphones, Laptops und Tablets von Samsung und Huawei landen darin auf den hinteren Plätzen. Für den neuen Elektronik-Ratgeber hat Greenpeace 17 Technologieunternehmen in drei Kategorien geprüft.
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Photovoltaik als erneuerbare Energie am häufigsten im Portfolio der Energieversorger

Sonnenseite.com - 17. oktober 2017 - 13:19
Eine aktuelle Studie von EuPD Research zeigt, dass deutsche Energieversorger Photovoltaik im Rahmen der Energiewende häufiger anbieten als andere Produkte.
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Photovoltaik meist offerierte erneuerbare Energie

SolarServer - 17. oktober 2017 - 12:48
Eine aktuelle Studie von EuPD Research zeigt, dass deutsche Energieversorger Photovoltaik (PV) im Rahmen der Energiewende häufiger anbieten als andere Produkte. 27% der Energieversorger in Nordrhein-Westfalen führen Photovoltaik im Portfolio, was bundesweit den höchsten Anteil ausmacht; in Bayern hingegen sind es nur 13%.

Bremsen für Solarenergie-Ausbau jetzt lösen!

Sonnenseite.com - 17. oktober 2017 - 12:00
Ergebnisse der jüngsten Auktionsrunde liegen bei unter 5 Cent/kWh für Solarstrom aus Photovoltaikanlagen im Kraftwerksmaßstab / Neue Bundesregierung muss Solar-Ausbauziele vervielfachen, um Klimaziele zu erreichen / Photovoltaikkraftwerke können sehr schnell errichtet werden.
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Greenpeace-Ranking ## Fairphone und Apple führen Branche bei grüner Elektronik an

epo - 17. oktober 2017 - 11:28

Hamburg. - Geräte von Fairphone und Apple erfüllen wesentliche Umweltstandards und führen das am Dienstag vorgestellte Greenpeace-Branchenranking zu grüner Elektronik an. Smartphones, Laptops und Tablets von Samsung und Huawei landen darin auf den hinteren Plätzen. Für den neuen Elektronik-Ratgeber hat Greenpeace 17 Technologieunternehmen in drei Kategorien geprüft: dem Einsatz von Erneuerbaren Energien und dem Einsatz von Chemikalien, sowie dem Recycling von Rohstoffen.

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Strompreise: Netzentgelte höher als EEG-Umlage

Sonnenseite.com - 17. oktober 2017 - 10:57
Die durchschnittlichen Netzentgelte bleiben auch 2018 der größte Kostenblock auf der Stromrechnung der Verbraucher.
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Luxushotel in Atacama-Wüste setzt auf PV und Speicher

SolarServer - 17. oktober 2017 - 10:47
Im Rahmen des Renewable-Energy-Solutions-Programms der Deutschen Energie-Agentur (Dena, dena-RES-Programm) wurde jetzt eine Photovoltaik-Anlage samt Batteriespeicher bei einem führenden Spa-Ressort im Norden Chiles eingeweiht.

Ecuador ## Entschädigungen für Opfer von Verletzungen der Menschenrechte

epo - 17. oktober 2017 - 10:04

Quito. - Präsident Lenín Moreno und Justizministerin Rosana Alvarado haben 24 Entschädigungsvereinbarungen für Opfer von Menschenrechtsverletzungen unterzeichnet. Bei dem Akt, der im Regierungspalast stattfand, waren auch die Opfer anwesend, die zwischen 1984 und 2008 in ihren Menschenrechten verletzt wurden, das hat amerika21 am Dienstag berichtet.

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70 Prozent der Deutschen offen für CO2-Abgabe

Sonnenseite.com - 17. oktober 2017 - 9:38
Umfrage Energie-Trendmonitor: Wer klimaschädliche CO2-Emissionen verursacht, sollte dafür zur Kasse gebeten werden: 70 Prozent der Deutschen stehen diesem Prinzip zur Finanzierung der Energiewende offen gegenüber.
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Powerhouse setzt radikales Konzept um

Enbausa - 17. oktober 2017 - 7:00

Mittlerweile ist das Konzept in einem 30 Jahre alten sanierten Bürogebäude in Kjørbo am Stadtrand von Oslo umgesetzt. 2015 zogen dort Mitarbeiter des Architekturbüros Asplan Viak ein. Gut gelaunt führt der Architekt Peter Bernhard durch das Gebäude und zeigt, mit welchen architektonischen Mitteln der Plusenergiestatus des Hauses erreicht wurde.

Da ist die über drei Etagen reichende Wendeltreppe, die inzwischen berühmt ist, weil sie für mehrere Filme als Drehort genutzt wurde. Sie hat die Funktion eines Lüftungskanals, in dem warme Luft aufsteigt, um oben eingesaugt und in einer Anlage zur Wärmerückgewinnung aufbereitet zu werden. „Mit der Treppe nutzen wir die natürliche Luftbewegung und brauchen dadurch weniger Rohrleitungen. So können wir unsere Ziele mit weniger Technologie erreichen. Das ist eines der Geheimnisse“, sagt Bernhard.

Überall im Haus hängen schaumstoffartige weiße Matten wie Fächer von den Decken oder sind von den Wänden abgespreizt. Sie sind aus alten PET-Flaschen recycelt und sorgen für eine gute Akustik. Gleichzeitig verdecken sie die nackten Betondecken, die vorher abgehängt waren. „Jetzt, wo sie frei liegen, können wir sie als Wärme- oder Kältespeicher nutzen“, erklärt Bernhard.

Die wenige Restwärme, die das Gebäude braucht, wird über eine Erdwärmepumpe gewonnen, die 200 Meter tief reicht. Fünf kleine Heizkörper auf jeder Etage sind genug, um zu heizen. Auf dem Dach und auf Nebengebäuden in der Umgebung sind Solarzellen montiert, die den Strombedarf des Gebäudes zu x Prozent decken. Sie sind in Ost-West-Richtung platziert, um den größtmöglichen Ertrag zu liefern.

Einen Stromspeicher hat das Gebäude nicht, weil das umweltfreundlicher sei, sagt der Architekt. Überschüssiger Strom wird an die Wasserstofftankstelle an der Ecke geliefert, wo er von einem Elektrolyseur genutzt wird.

Die Fassade ist verschalt mit Holz, das wenige Kilometer entfernt geschlagen wurde. Mit einer alten japanischen Technik sind die Bretter verkohlt worden, so dass sie der Witterung besser trotzen. Zu den materialsparenden Komponenten im Haus gehören die Türen, die aus den alten Glasfassadenelementen angefertigt wurden. „Weil es Glas war, das man nicht schneiden kann, haben wir die Türen an die Maße angepasst“, berichtet Bernhard.

Auf diese Weise zwingt das Konzept des Plusenergiehauses inklusive grauer Energie zum sparsamen Bauen. „Form follows environment“, nennt es Rune Stene. Er ist Angestellter beim Baukonzern Skanska und Leiter der Powerhouse-Kooperation. Sie besteht aus der Umweltorganisation Zero, den Architekturbüros Snøhetta und Asplan Viak, dem Immobilienunternehmen Entra und Skanska. Sie haben das Powerhouse in Kjørbo von Anfang an gemeinsam geplant.

Stene präzisiert, was ein Powerhouse ist: „Es produziert über seine gesamte Lebenszeit mehr Energie als es verbraucht. Diese Energie muss die Herstellung der Baumaterialien, den Bau und den Betrieb und am Ende den Abriss kompensieren.“

Um eine solche Rechnung aufzustellen, muss man natürlich einige Annahmen treffen. So sind die Planer  davon ausgegangen, dass das Gebäude 60 Jahre hält. Daraufhin wurde die Menge der Solarpanele ausgelegt, die neben der Wärmepumpe als Plus auf der Seite der Energieproduktion stehen. Auch der Energieverbrauch für die Panele selbst musste kalkuliert werden. Informationen darüber zu bekommen, war gar nicht so einfach, berichtet Bernhard – es ist in den Herstellerangaben einfach nicht vorgesehen. Am Ende stellte sich heraus, dass die PV-Panele rund ein Drittel aller im Gebäude verbauten Energie ausmachen. Danach folgen der verbrauchte Stahl und das Lüftungssystem, Beton und Teppiche, das verbaute Holz, die Isolierung und die Fassade sowie die Fensterrahmen aus Aluminium.

Drei weitere Powerhouses plant die Kooperation. Das älteste Projekt mit Namen Brattørkaia in Trondheim wurde aufgrund von Bauvorschriften verzögert. Die Architekten hatten ein großes, zur Sonne geneigtes Solardach geplant. Um darunter genug Nutzfläche unterzubringen, hatten sie das Gebäude höher geplant, als es in Trondheim erlaubt ist. Die Behörden wollten jedoch keinen Präzedenzfall schaffen und genehmigten die Höhe nicht. Inzwischen hat man sich auf einen Kompromiss geeinigt und der Bau konnte beginnen. „In den Grundstein wurde eine Kopie des Klimaabkommens von Paris gelegt“, berichtet Stene.

Er plädiert dafür, die Kommunikation rund ums Energieeffizienz anders auszurichten: „Es sind die CO2-Emissionen, die uns umbringen. Also müssen auch die Umweltziele rund um den Kohlenstoff ausgerichtet werden. Es geht auch um ein anderes Denken. Vielleicht sollten wir ein paar Kilowattstunden mehr Elektrizität verbrauchen, als Materialien zu nutzen, die eine Menge CO2-Emissionen verursachen.“ Von Susanne Ehlerding

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EU-Gebäuderichtlinie nimmt nächste Hürde

Enbausa - 17. oktober 2017 - 7:00

Der maßgebliche Ausschuss des Europäischen Parlaments hat sich in seinem Kompromisstext darauf geeinigt, die Themen Luftqualität und Lüftung stärker in den Fokus der europäischen Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) zu rücken. Der Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung, der Fachverband Gebäude-Klima und der Herstellerverband Raumlufttechnische Geräte begrüßen die Einigung. Sie sprechen sich für eine rasche Fortführung des Entscheidungsprozesses im bevorstehenden Trilog zwischen der EU-Kommission, dem Europäischen Rat und dem EU-Parlament aus.

"Das EU-Parlament hat maßgebliche Anregungen der TGA-Branche zur EPBD übernommen", sagt Günther Mertz, Geschäftsführer der drei TGA-Verbände. Die gesetzlich vorgeschriebene energetische Inspektion von Lüftungsanlagen sei ein effektiver Weg, um nicht nur die Energieeffizienz der Lüftungsanlagen wirtschaftlich zu verbessern, sondern auch um thermischen Komfort und Innenraumluftqualität im Gebäude sicherzustellen.

Als unzureichend bewertet dagegen der Norwegische Elektrofahrzeug-Verband die jüngste Version der Gebäuderichtlinie in Bezug auf die Ladeinfrastruktur von Elektroautos. Sie sieht vor, dass in neuen Gebäuden mit mindestens zehn Stellplätzen wenigstens einer mit einer Lademöglichkeit ausgestattet sein soll – so wie im Vorschlag der Kommission. Zuvor hatte der Umweltausschuss in seiner Stellungnahme gefordert, es müssten drei von zehn Stellplätzen sein.

Dazu sagte der Sprecher der Norwegian Electric Vehicle Association, Petter Haugneland: "Richtig wäre, wenn in neuen Gebäuden jeder Stellplatz eine Lademöglichkeit hätte." In Oslo müsse einer von zwei Stellplätze in neuen Gebäuden eine Lademöglichkeit haben und die Verkabelung müsse auf eine komplette Versorgung ausgerichtet sein. Dies sieht allerdings auch die EU-Richtlinie vor. Quelle: TGA-Verband / sue

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Europa im Vergleich: Car-, Bike- und Scooter-Sharing

Oekosmos - 17. oktober 2017 - 6:26
Es ist noch nicht lange her, da war das Wort „Sharing“ im Bezug auf Verkehrsmittel ein Fremdwort, mit dem die meisten Menschen nicht viel anfangen konnten. Heute hingegen ist es ein weltweiter Trend, der sich besonders in großen Städten, immer mehr ausbreitet.

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