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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Syötteen kokonainen osoite. 14 min 46 s sitten

Agora zieht gemischte Energiewendebilanz

7. tammikuu 2020 - 7:00

"Die Energiewende kommt damit beim Zuwachs der erneuerbare Energien und beim Ausstieg aus der Atomenergie gut voran. Eine schlechte Bilanz war 2017 jedoch bei den Treibhausgasemissionen zu verzeichnen", teilt Agora Energiewende mit. Das dritte Jahr in Folge stagnierte der Ausstoß des klimaschädlichen CO2, statt wie geplant zu sinken. Denn während im Stromsektor die Emissionen infolge des Rückgangs der Steinkohleverstromung 2017 leicht zurückgingen, stiegen sie im Verkehrs-, Gebäude- und Industriesektor aufgrund des höheren Mineralöl- und Erdgasverbrauchs.

"Der gegenwärtige Trend läuft darauf hinaus, dass Deutschland im Jahr 2020 seine Emissionen nur um 30 Prozent statt wie geplant um 40 Prozent gegenüber 1990 vermindert", sagt Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. Die Studie "Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2017" beschreibt in zehn Kapiteln mit zahlreichen Abbildungen die wesentlichen Trends. Sie basiert auf aktuell verfügbaren Daten aus zahlreichen öffentlichen Quellen.

Wesentliche Ursache für diesen Trend ist die Entwicklung beim Energieverbrauch: Im vergangenen Jahr wurde 0,8 Prozent mehr Energie verbraucht als 2016 – Strom, Diesel und Erdgas legten zu. Es wird damit nahezu unmöglich, die von der Bundesregierung im Energiekonzept 2010 beschlossenen Energieeffizienzziele für 2020 (minus 20 Prozent Primärenergie- und minus 10 Prozent Stromverbrauch gegenüber 2008) zu erreichen. "Die Energieeffizienz-Fortschritte sind zu gering, um zusätzliche Verbräuche aus Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum auszugleichen oder sogar zu überkompensieren", sagt Graichen. Quelle: Agora Energiewende / sue

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Heizungslabel A+ ab September nur noch für Erneuerbare

7 tuntia 25 min sitten

Das EU-Energielabel für neue Heizkessel gibt auf einer Skala von grün bis rot an, wie effizient diese sind. Aufgrund verschärfter Anforderungen ändert sich die Skala dieses Jahr: Ab 26. September 2019 wird die neue Effizienzklasse A+++ eingeführt, die Stufen E bis G entfallen. Darauf weist Zukunft Altbau hin, das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm rund um die energetische Sanierung.

Hauseigentümer, die in den ersten neun Monaten des Jahres ihre Heizung erneuern lassen, sollten die Neuerung beachten und konventionelle Öl- und Gasgeräte mit niedriger Effizienz meiden, rät Frank Hettler von Zukunft Altbau. Am besten sei es, gleich auf Heizungen mit A+ oder besser umzusteigen. Die Verbraucher sollten aber auch bedenken, dass das Label keinen Rückschluss auf die Betriebskosten erlaubt, da diese von weiteren Faktoren wie dem verwendeten Energieträger und dem energetischen Zustand des Gebäudes abhängen.

Das Label rückt die Effizienz der Heizkessel als wichtiges Kaufkriterium in den Vordergrund. „Da die Anforderungen regelmäßig verschärft werden, wird der Druck auf die Hersteller erhöht, effizientere Heizungsanlagen in den Handel zu bringen und ältere vom Markt zu nehmen“, erklärt Frank Hettler. Die aktuelle Verschärfung ermöglicht es den Heizungsfirmen nun, effiziente Geräte mit A+++ zu bewerben. 2021 oder 2022 soll die nächste Verschärfung kommen. Langfristiges Ziel ist, die Effizienz im Heizungsbereich sukzessive zu steigern sowie auf die Vorteile von Ökoheizungen hinzuweisen.

Ab September erhalten Heizungen ein A+++ bis A+, wenn sie regenerative Energien nutzen. Das ist bei Solarkollektoren als Ergänzung zur Wärmeerzeugung der Fall, bei den meisten Holzheizungen und bei effizienten Wärmepumpen. KWK-Anlagen können die Noten A+++ bis B erhalten. Die Bewertung von Gasheizungen und Ölheizungen mit Brennwerttechnik ändert sich von A+ auf A bis B – allerdings kann man die eine bessere Einstufung bekommen, wenn man sie mit erneuerbaren Energien kombiniert, etwa einer thermischen Solaranlage oder einer Wärmepumpe. Weniger effiziente Niedertemperaturgeräte, die die im Abgas enthaltene Energie nicht ausnutzen, erreichen die Effizienzkategorie C – sie dürfen nur noch in bestimmten Mehrfamilienhäusern eingesetzt werden. Geräte der Klasse D kommen in Deutschland bereits jetzt nicht mehr in den Handel; sie werden nur noch in manchen südeuropäischen Ländern mit niedrigem Heizenergiebedarf verkauft.

Für neue Heizgeräte und Warmwasserbereiter bis 70 Kilowatt Leistung ist das Etikett Pflicht, Warmwasserspeicher bis einschließlich 500 Liter Speichervolumen sowie Produktkombinationen benötigen das Label ebenfalls. Für diese sogenannten Verbundanlagen gilt das erweiterte Label bereits. Die erweiterte Skala gilt auch für neue Einzelraumheizgeräte bis 50 Kilowatt Leistung, etwa Pelletöfen und andere Holzheizungen.

Anders als bei Elektrogeräten gibt das Label keinen Aufschluss über die Betriebskosten: „Das Label vergleicht Anlagen mit unterschiedlich teuren Energieträgern, beispielsweise Öl- und Stromheizungen“, erklärt Jörg Knapp vom Fachverband Sanitär Heizung Klima Baden-Württemberg. „Außerdem wird der Energieverbrauch einer Heizung immer auch vom Energiestandard des jeweiligen Gebäudes mitbestimmt, also davon, ob Dach, Wand und Kellerdecke gedämmt sind, ob gute Fenster vorhanden sind und ob die Luftdichtigkeit stimmt.“ Darüber hinaus hängen Heizkosten maßgeblich von der Verteilung der Heizwärme, der Art der Heizkörper/Fußbodenheizung und dem jeweiligen Heizverhalten ab. „Eine professionelle Beratung durch einen Energieberater oder einen SHK-Fachhandwerker ist deshalb unbedingt nötig“, so Knapp weiter.

Wer eine Heizungsmodernisierung ins Auge fasst, sollte einen qualifizierten, unabhängigen Gebäudeenergieberater hinzuziehen, rät Frank Hettler von Zukunft Altbau. Sie haben das ganze Haus im Blick und machen erst nach einer Prüfung der Gebäudehülle und der Anlagentechnik Vorschläge zur passenden Heiztechnik. Die individuellen Rahmenbedingungen wie die Größe des Gebäudes, die Anzahl der Nutzer bei der Warmwasserbereitung und Wünsche des Eigentümers werden dabei ebenso berücksichtigt wie Fördergelder, die eine bessere Heiztechnik zu wirtschaftlichen Kosten ermöglichen sollen. Außerdem zeigen Energieberater auf, mit welchen zusätzlichen Sanierungsschritten weitere Energieeinsparpotenziale gehoben werden können.

Eigentümer von Häusern in Baden-Württemberg sollten beim Austausch des Heizkessels zusätzlich das  Erneuerbare-Wärme-Gesetz des Landes berücksichtigen. In diesem Bundesland dürfen bei einem Heizungsaustausch in Wohngebäuden nur noch Heizanlagen eingebaut werden, die durch mindestens 15 Prozent erneuerbare Energien unterstützt werden. Wer das nicht tut, muss alternative Erfüllungsoptionen wie Dämmmaßnahmen realisieren.

Das Energieeffizienzlabel der Europäischen Union für neue Heizkessel gilt seit September 2015. Hersteller sind verpflichtet, ihre Geräte energetisch zu klassifizieren. Das Label geht zurück auf die 2009 beschlossene Ökodesign-Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates. Ziel ist die Minderung des Treibhausgases CO2: Rund 80 Prozent der verbrauchten Energie in Privathaushalten gehen auf das Konto von Heizung und Warmwasserbereitung.

Altgeräte im Heizungskeller benötigen das EU-Label übrigens nicht. Für sie gibt es seit dem Jahr 2016 eine vergleichbare deutsche Kennzeichnung. Quelle: Zukunft Altbau / pgl

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Bund kippt geplante Gebäudekommission

17. helmikuu 2019 - 7:25

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA), Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, kritisiert die Überlegung scharf, die geplante Gebäudekommission nun doch nicht einzusetzen. „Wenn die Gebäudekommission nicht eingesetzt wird, würde komplett die Einbindung von Fachleuten und der Branche fehlen“, sagt  Andreas Mattner, Präsident des ZIA. „Nicht zuletzt sorgt dieses Vorhaben erneut für Unsicherheit bei allen beteiligten Akteuren. Wenn wir die Klimaschutzziele im Gebäudesektor erreichen wollen, brauchen wir sinnvolle und wirtschaftsverträgliche Maßnahmen. Dies kann nur auf Basis des Dialogs geschehen. Mit der Energie- und Verkehrsbranche wurde dieser geführt – die Immobilienwirtschaft bleibt hier außen vor. So sieht keine verantwortungsvolle Politik aus.“

„Jetzt erst recht braucht es die Einführung des Gebäudeenergiegesetzes und eine Fortführung der wichtigen Innovationspartnerschaft, in die die Vorschläge unserer Branche einfließen, um die ehrgeizigen CO2 - Einsparungsziele zu erreichen“, so Mattner. „Zudem fehlt noch vollständig die gemeinschaftliche Erarbeitung einer CO2-Bepreisung auf internationaler Ebene. Da stecken wir noch in den Anfängen, obwohl dies dringend erforderlich ist."

Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe mahnt die Einhaltung der Koalitionsvereinbarung an: Die Bundesregierung liege bei keinem ihrer selbst gesteckten Klimaziele auf Kurs und schiebe zentrale Vorhaben auf die lange Bank. "Ursprünglich sollte die Gebäudekommission laut Koalitionsvertrag bereits bis Ende 2018 Ergebnisse vorlegen. In der Zwischenzeit nimmt der Irrsinn seinen Lauf: Fortwährend werden neue Gebäude mit einem energetischen Standard errichtet, der nicht mit den Klimazielen 2050 kompatibel ist. Damit müssen die Neubauten von heute vor 2050 noch einmal energetisch saniert werden." Auch Christian Stolte, Bereichsleiter energieeffiziente Gebäude, hatte bereits im Oktober vergangenen Jahres im EnBauSa-Interview eine schnelle Einführung gefordert: "Es ist aber auch niemand geholfen mit einer Kommission, die irgendwann 2019 tagt und dann 2020 oder 2021 einen Bericht vorlegt. Das ist zu langsam."

Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensintiative Energieeffizienz (DENEFF) bemängelt gegenüber EnBauSa.de die Hängepartie beim Klimaschutz im Gebäudesektor gehe weiter: "Nach dem schwachen Entwurf für ein Gebäudeenergiegesetz werden mit der Absage der Gebäudekommission Klimaschutz und Energiewende mal wieder vertagt. Ohne konkrete Maßnahmen sind die Pariser Klimaziele nicht zu schaffen. Damit drohen eine weitere Blamage vor der Weltgemeinschaft und hohe Strafzahlungen aus Brüssel. Dabei stehen heimische Technologien und Lösungen längst bereit – Vorschläge für konkrete politische Maßnahmen ebenfalls – die Bundesregierung lässt also auch große wirtschaftliche Potenziale liegen.“

Benjamin Weismann, Geschäftsführer des Energieberaterverbands GIH, kann mittlerweile der Nichteinsetzung der Gebäudekommission auch positive Seiten abgewinnen. "So kommt es hoffentlich nicht zu weiteren Verzögerungen bei der Verabschiedung des Gebäudeenergiegesetzes," hofft er. Eine Kommission hält er aber in Zukunft für sinnvoll um zu bestimmen, wie die Verteilung der Minderung der Klimalasten auf unterschiedliche Bereiche gewährleistet werden kann. pgl

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Zusatz schützt Holzwerkstoff vor Flammen

15. helmikuu 2019 - 14:02

Aufgrund steigender Brandschutzanforderungen ist Holz in vielen Bauwerken nicht mehr einsetzbar sind und durch andere Produkte substituiert werden müssen. Ziel eines von der schweizer Kommission für Technologie und Innovation)# bezuschussten Forschungsprojekts war es, ein Flammschutzmittel zu entwickeln, welches den Brandwiderstand von solchen Materialien erhöht, ohne dabei die positiven Eigenschaften der Werkstoffe zu beeinträchtigen.

Das neue Flammschutzmittel mit dem Produktnamen AFA (Anti-Flame-Additive) erfüllt diese Vorgaben: Es ist farblos und lässt sich mit wasserbasierten Lacken oder UV-Schutzlacken mischen und ist nicht nur als Lackschicht, sondern auch als Additiv in Holzwerkstoffplatten einsetzbar. Zudem ist es frei von Brom und Bor, enthält keine halogenierten, organischen Verbindungen. Es erzeugt keine giftigen Ausdünstungen und entfaltet bereits ab einer Konzentration von zehn Prozent seine flammhemmende Wirkung.

AFA basiert auf der von der Empa entwickelten Substanz EDA-bis-TEPT einem Flammschutzmittel aus der Klasse der Organophosphonate. Es kombiniert Phosphor- und Stickstoffanteile in einem einzigen Molekül und hat flammhemmende Auswirkungen auf Cellulose. Das neue entwickelte Additiv hat in internen Tests bereits seine Wirksamkeit gezeigt und ist seit 2018 mit einer Patentanmeldung geschützt. Derzeit werden Anwendungstests durchgeführt, so wird zum Beispiel die Beimischung von AFA zu verschiedenen marktüblichen Baustoffen und Lacksystemen erprobt.

Erste Tests mit grossen Holzwerkstoff-Plattenherstellern sind positiv verlaufen. Ebenso mit dem weltweit drittgrössten  Hersteller von HPL (High Pressure Laminates). Nachdem das AFA bei der Herstellung in die Celluose eingebracht worden ist, wird ein Entflammen des Werkstoffs zuverlässig verhindert. In einem weiteren Schritt wird AFA die für eine Zulassung nötigen Brandschutz- und Zulassungstests durchlaufen.

Forschungspartner der Empa ist bei diesem Projekt die Bruag Fire Protection AG, eine Schwesterfirma der Bruag AG mit Sitz in Güttingen, TG. Als Produzent von glatten und perforierten witterungsbeständigen Fassadenplatten und Balkonbrüstungen sowie dekorativen Elementen wie etwa Raumteiler, Treppengeländer oder Akustiklösungen für den Innenbereich, welche hauptsächlich auf Holzwerkstoffen basieren, ist die international tätige Bruag AG direkt von verschärften Brandschutzrichtlinien betroffen. So wurde beispielsweise in der Schweiz Anfang 2015 eine neue Brandschutzvorschrift im Bauwesen eingeführt. Auch international steigen die Ansprüche an den Brandschutz stetig. Zugleich werden Umweltrichtlinien verschärft, was herkömmliche Brandschutzmittel nach und nach aus dem Markt drängt. Aufgrund dieser Entwicklungen ist die Bruag AG stetig auf der Suche nach geeigneten flammhemmenden Mitteln. Weil auf dem Markt jedoch kein passendes Produkt verfügbar war, hat Bruag entschieden, selbst die Initiative zu ergreifen. In der Empa fand das in Produkt- und Prozessinnovationen erfahrene Unternehmen die Forschungspartnerin. Quelle: EMPA  / pgl

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Monokristalline PV-Module gewinnen Relevanz

14. helmikuu 2019 - 8:12

Während besonders leistungsstarke Solarmodule mit monokristallinen Zellen bisher vor allem auf Hausdächern installiert wurden, werden sie nun auch zunehmend für Großanlagen verwendet. Analysten gehen davon aus, dass der Markanteil der monokristallinen Produkte weltweit mit dem der polykristallinen Zellen und Module gleichzieht.

Vor drei Jahren hatte die monokristalline Technik erst einen Anteil von etwa 30 Prozent. Laut IHS Markit sanken die Preise für monokristalline Wafer in der ersten Jahreshälfte 2018 auf 0,133 US-Dollar pro Watt und waren damit nur rund 10 Prozent teurer als polykristalline Wafer, was durch einen höheren Wirkungsgrad wettgemacht wird. Ermöglicht wurde die Kostensenkung unter anderem durch die effiziente Diamantdraht-Technologie beim Sägen der Wafer. Monokristalline Zellen profitieren hiervon laut Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau besonders. Ihr Wirkungsgrad kann auf diese Weise gegenüber der Standardtechnologie um 1,7 Prozent gesteigert werden, bei polykristallinen Zellen um rund 1 Prozent.

Auch Module mit Halbzellen sind im Kommen. Diese können den internen Strom im Modul halbieren und dadurch elektrische Verluste um bis zu 75 Prozent reduzieren. Hierdurch kann die Leistung um bis zu 3 Prozent gesteigert werden. Vorteile bietet auch der Umstieg auf die 6-Busbar- statt der 4-Busbar-Technologie. Busbars sind die Leiterbahnen. Der geringere Abstand zwischen den Busbars sowie zusätzliche Leiterbahnen ermöglichen eine um bis zu 0,5 Prozent erhöhte Leistung. Eine weitere Leistungssteigerung um bis zu 2 Prozent verspricht auch der Einsatz von Runddrähten statt flacher Lötbänder. Dies reduziert die Verschattung der Zellen und reflektiert das Licht zurück auf das Modul. Quelle: Intersolar / pgl

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Der Run auf das Baukindergeld ist enorm

13. helmikuu 2019 - 15:40

Der Schwerpunkt Energieeffizienz und Erneuerbare Energien erzielte mit dem Angebot für gewerbliche Kunden 7,4 Milliarden Euro (2017: 9,8 Milliarden Euro). Der Rückgang beruht auf der erwartet schwächeren Nachfrage im Bereich Erneuerbare Energien, die mit Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) einhergeht. Die Förderung der betrieblichen Energieeffizienz wurde mit dem Programm „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft“ zum Ende 2018 attraktiver gestaltet, sodass 2019 mit Geschäftszuwächsen zu rechnen sei, so die KfW.
 
Das Segment Private Kunden erreicht ein Fördervolumen von 19,1 Milliarden Euro (2017: 21,1 Milliarden Euro). Den Löwenanteil hat daran der Förderschwerpunkt Energieeffizienz und Erneuerbare Energien mit dem Kreditprogramm „Energieeffizient Bauen und Sanieren“. Während der Programmteil Energieeffizient Bauen mit 7,7 Milliarden Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau liegt, wurden vor allem die Programme zur energieeffizienten Sanierung von Bestandsimmobilien stärker nachgefragt.
 
Insgesamt 5,0 Milliarden Euro Fördervolumen  verzeichnet der Schwerpunkt Wohnen & Leben, zu dem auch das neu eingeführte Baukindergeld zählt. Seit September 2018 können Familien das Baukindergeld zur Wohneigentumsbildung und zur Altersvorsorge beantragen. Das Baukindergeld startete als eines der zentralen Anliegen der Bundesregierung in dieser Legislaturperiode. Bis zum Jahresende wurden über 56.000 Anträge mit einem Volumen von rund 1,2 Milliarden Euro zugesagt. Quelle: KfW / pgl

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Smart Home: Plattformen machen Solisten platt

12. helmikuu 2019 - 7:48

Noch vor wenigen Jahren lag die Zahl der Smart-Home-Systeme relativ nah bei der der Anbieter. Zwar gab es herstellerübergreifende Standards wie KNX (leitungsgebunden), Zigbee oder EnOcean (Funk). Doch viele Hersteller kochten ihr eigenes Süppchen, schotteten ihr System ab und hofften darauf, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Selbst innerhalb eines Unternehmens kamen und kommen verschiedene Standards zum Einsatz. Zum Beispiel bei Bosch, wo die Home Connect App für Haushaltsgeräte erst allmählich mit dem Bosch Smart-Home-System zusammengeführt wird.

Doch der Markt hat sich grundlegend gewandelt, Plattformen sind nun angesagt. (Fast) Alle wollen mit allen kompatibel sein. Jüngstes Beispiel ist der Fall der Systemanbieter eQ-3 und innogy. Anfang Januar 2019 verkündeten sie eine "nahtlose Zusammenarbeit der Funksysteme" innogy Smart Home und Homeatic IP nach mehr als neun Jahren Kooperation. Was beide Seiten verschweigen: eQ-3 hat schon vor Jahren das innogy-System - das damals noch RWE Smarthome hieß - entworfen, dabei aber peinlich darauf geachtet, dass trotz aller Ähnlichkeit keine Kompatibilität entsteht. Das gleiche gilt auch für Qivicon, Basis des Magenta Smart-Home-Systems der Telekom. Auf diesen Sachverhalt macht der Digital- und Plattformexperte Stefan Fritz auf seiner Website aufmerksam.

Kompatibilität ist Voraussetzung für mehr Nutzerakzeptanz

Dass Systeme kompatibel sein müssen, um am Markt eine Chance zu haben und um das Thema Smart Home einem breiteren Verbraucherkreis schmackhaft zu machen, diese Erkenntnis hat sich bei den meisten Playern inzwischen durchgesetzt. Und auch die Politik hat Handlungsbedarf erkannt. So wurde 2017 mit Unterstützung durch das Bundeswirtschaftsministerium die Initiative "Smart Living" ins Leben gerufen, die unter anderem Anstöße für interoperable Systeme geben soll.

"Wichtig ist, dass sich die Anbieter nicht im Wettbewerb abschotten, sondern dass sie versuchen, vorwettbewerblich gemeinsam intelligente Lösungen zu erarbeiten", sagte Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen und Leiterin des Strategiekreises der Wirtschaftsinitiative Smart Living, Mitte Januar auf einem Symposium. Esser plädierte für die verstärkte Einbindung von Start-ups in die Entwicklungsarbeit und regte einen Sprachassistenten an, "der europäische Dialekte besser erkennen kann als Siri und Alexa".

Offene Plattformen wachsen schnell

Einmal für andere Hersteller geöffnet, wachsen Smart-Home-Plattformen rasch. So lassen sich etwa in Qivicon von Telekom neben eigenen Magenta-Smart-Home-Produkten inzwischen auch Haushaltsgeräte von Bosch und Siemens einbinden. Ebenso Rauchmelder von Nest, Rollladenantriebe von Schellenberg und die Produkte weiterer Hersteller.

Auch Somfy, eigentlich Hersteller von Antriebs- und Steuerungstechnik für Rolladen, Tore und Sonnenschutzsysteme, hat seine Politik geändert und setzt nun auf die "So Open mit Somfy"-Strategie. Zunächst öffneten die Rottenburger ihr System Tahoma für die Sprachsteuerung mit Amazon Alexa und dann mit Apple Home Kit. Mittlerweile lassen sich nach Angaben von Somfy bis zu 200 Produkte von rund 20 Herstellern mit der Tahoma-Steuerzentrale verknüpfen. Doch das Unternehmen hat schon die nächsten Schritte eingeleitet. So macht Somfy sein System jetzt auch interessierten Entwicklern über Programmierschnittstellen zugänglich. Und zusammen mit Anbietern wie Google und Samsung entwickelt Somfy übergreifende Smart-Home-Lösungen, die auf den Funkstandards Zigbee und Thread basieren.

Plattformen sind nicht an gleiche Übertragungsmedien gebunden. Ein gutes Beispiel hierfür ist das System von Digitalstrom, das Daten und Informationen über die Stromleitung überträgt. Über Gateways, die im Schaltschrank verbaut werden, lässt sich das Powerline-System mit KNX-Komponenten oder mit Funkanwendungen auf Zigbee- oder Enocean-Standard verknüpfen.

Auch wenn sich Smart-Home-Plattformen nach und nach erweitern, gibt es weiterhin Hersteller, die den Anspruch haben, Komplettanbieter zu sein. So hat der österreichische Hersteller Loxone sämtliche Komponenten für die Bereiche Energie, Sicherheit und Komfort im Programm. Selbst das Home Entertainment kann über einen eigenen Musikserver ins Smart-Home-System integriert werden. Gleichzeitig ermöglicht Loxone aber auch das Andocken von Komponenten anderer Hersteller und Standards in das System, zum Beispiel auf KNX- oder Enocean-Basis.

Roma setzt auf Smart Home System von Somfy

Einen anderen Ansatz verfolgt die Firma Roma, Hersteller von Rollläden, Jaousien und Screens. Statt das Rad neu zu erfinden, kooperiert das Unternehmen mit Systemhersteller Somfy. Dessen Basissystem Somfy Connexoon vertreibt der Rollladenspezialist unter dem Namen Roma Connexoon. Wer bereits ein anderes Smart-Home-System besitzt oder installieren möchte, kann Roma-Produkte über entsprechende Hard- oder Softwareschnittstellen trotzdem einbinden. Unterstützt werden KNX, Loxone, Elero, Digitalstrom und Somfy Tahoma.

Neben allen Plattformen gibt es auch weiterhin proprietäre Systeme wie zum Beispiel LCN von Issendorff oder den Home Pilot von Rademacher. Inwieweit sich diese Strategie wird halten können, scheint jedoch fraglich. Denn der neueste Trend im Smart-Home-Markt geht bereits über den Plattformgedanken hinaus. Unternehmen wie i-Haus oder Conrad Connect haben sich darauf spezialisiert, mit Hilfe von Meta-Apps verschiedene Systeme und Plattformen zusammenzuführen. von Joachim Hoffmann

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Sustainability Challenge: DGNB sucht Innovationen

12. helmikuu 2019 - 6:23

Bestehendes hinterfragen, Neues anstoßen und Veränderung bewirken: Das ist der DGNB zufolge, was echte Innovationen ausmacht. Dabei hätten Innovation viele Gesichter. Das gelte auch im Hinblick auf die Bau- und Immobilienwirtschaft und ihren Umgang mit den Themen der Nachhaltigkeit. Solchen Innovationen eine Plattform zu bieten und die besten von ihnen auszuzeichnen, sei der Anspruch der DGNB Sustainability Challenge. "Im Sinne eines Innovationsradars wollen wir ambitionierte Unternehmen und engagierte Menschen mit wirklich neuartigen Lösungen aufspüren", sagt Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB. "Wir wollen ihnen eine Sichtbarkeit im großen Expertennetzwerk der DGNB geben und ein wichtiges Signal an die Bau- und Immobilienwirtschaft senden: Dass Innovation, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit unmittelbar zusammengehören."

Drei Kategorien: "Innovation", "Start-up" und "Forschung"

Für die DGNB Sustainability Challenge 2019 können sich bis Mitte April Innovatoren in drei Kategorien bewerben. Die Kategorie "Innovation" richtet sich an Unternehmen mit einer Produkt- oder Serviceinnovation, die sich von den am Markt existierenden Lösungen abhebt und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz oder zur Circular Economy leistet. In der Kategorie "Start-up" werden junge Unternehmen gesucht, die 2014 oder später gegründet wurden, mit ihrem innovativen Geschäftsmodell neue Wege beschreiten und die Ideen der Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienwirtschaft vorantreiben. Mit der dritten Kategorie "Forschung" sucht die DGNB Wissenschaftler mit laufenden oder abgeschlossenen Forschungsprojekten, die mit ihren Forschungsergebnissen einen wichtigen Beitrag zur Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit leisten.

Bei der Bewerbung müssen die Teilnehmer herausstellen, was wirklich neu ist an ihrem Produkt, ihrem Geschäftsmodell bzw. ihrem Forschungsprojekt und welchen Beitrag zur Nachhaltigkeit, dem Klimaschutz oder der Circular Economy sie dabei leisten. Die Bewerbung ist über die Website der DGNB möglich. Die Teilnahme ist bis zum 15. April 2019 geöffnet. Den Rahmen für die Endauswahl bildet der erstmals ausgerichtete DGNB-Tag der Nachhaltigkeit. Dieser findet am 25. Juni 2019 im FORUM Haus der Architekten in Stuttgart statt.

Bei der Veranstaltung haben die neun Finalisten die Möglichkeit, ihre Innovation den zahlreichen Experten aus dem Bereich des nachhaltigen Bauens zu präsentieren – in Impulsvorträgen und mit einem eigenen Stand in einer Networking-Zone. Das Publikum bestimmt im Laufe der Veranstaltung pro Kategorie jeweils einen Gewinner. Die Preisträger erhalten neben einer umfangreichen PR-Berichterstattung je nach Kategorie und Thema ein Coaching durch passende Experten aus dem DGNB Netzwerk sowie eine Präsenz im Living Showroom der DGNB in Stuttgart. Quelle: DBGN / sth

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Wärmewende in Bestandsgebäuden bleibt aus

11. helmikuu 2019 - 12:15

"Rund 600.000 Geräte gingen im letzten Jahr in die Bestandssanierung. Bei circa 12 Millionen veralteten Anlagen im Bestand ist die jetzige Modernisierungsquote zu gering. Hier muss die Politik endlich Anreize setzen, um das reichlich vorhandene private Kapital für den Klimaschutz zu mobilisieren", sagt BDH-Präsident Uwe Glock.

Erneut war die moderne Gas-Brennwerttechnik mit 492.500 abgesetzten Geräten und einem Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr die am meisten nachgefragte Technologie. Wie bereits im Vorjahr landeten Wärmepumpen auf Platz zwei der Absatzstatistik mit 84.000 verkauften Geräten und einem Plus von 8 Prozent. Danach folgt die Öl-Brennwerttechnik mit 58.500 Geräten und leicht rückläufiger Tendenz mit einem Minus von 3 Prozent. Nicht zufriedenstellend verlief die Entwicklung bei Systemen auf Basis von Biomasse mit 24.000 verkauften Geräten und einem Minus von 9 Prozent.

Neben den Marktzahlen veröffentlichte der BDH auch die Ergebnisse seiner jährlichen Multimomentaufnahme. Insgesamt erwirtschafteten die 104 im BDH organisierten Unternehmen mit rund 75.500 Beschäftigten einen weltweiten Umsatz von 15,1 Milliarden Euro. 680 Millionen Euro investierten die Hersteller in Forschung und Entwicklung, abermals ein Beleg für die hohe Innovationskraft der Heizungsindustrie. "Die Entwicklung hat vor allem im Bereich der Digitalisierung stattgefunden. Digitalisierte und vernetzte Heiztechnik wird eins der bestimmenden Themen der ISH 2019 werden", sagt BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke. Quelle: BDH / sth

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E3/DC präsentiert neues Hauskraftwerk

11. helmikuu 2019 - 12:05

Es handelt sich dabei um eine Systemlösung mit integriertem Solarwechselrichter und Energiemanagement. Bei einem Stromausfall baut das dreiphasige Gerät ein eigenes Netz auf: Es versorgt das Haus aus dem Speicher und – abhängig vom Wetter – auch aus der PV-Anlage weiter mit Energie. Weil das Hauskraftwerk nicht nur Elektrogeräte über das Hausnetz bedient, sondern auch Wärmepumpen und Wallboxen zum Laden des Elektroautos gezielt ansteuern kann, erlaubt es auch Sektorkoppelung.

Das Unternehmen hat dieses Produkt für Kunden entwickelt, die große Wärmepumpen und Elektroautos nicht nur direkt aus der PV-Anlage, sondern mit Blick auf optimale Autarkiewerte auch über den Stromspeicher bedienen wollen. Es kommen nach Angaben des Herstellers besonders leistungsfähige Akkus, die hohe Entladeleistungen unterstützen, und zwar ohne Zyklenbegrenzung während der zehnjährigen Garantiezeit. Das Hauskraftwerk S10 E PRO bietet eine Entladeleistung von bis zu 12 kW, die Basiskapazität beträgt 13 kWh. Die Kapazität ist nach Kundenwunsch auf 19,5 kWh und mit externen Batterieschränken schrittweise auf bis zu 39 kWh erweiterbar.

Für den Betrieb der Wärmepumpe aus der Batterie ist nach Berechnungen von E3/DC eine Entladeleistung von 6 bis 9 kW optimal, welche die neuen Hauskraftwerke der PRO-Serie konstant liefern können. Gerade in Übergangszeiten erhöht das bei elektrisch beheizten Häusern die Unabhängigkeit von externer Stromlieferung. Die Systemtechnik stellt zudem sicher, dass die Heizung auch bei einem Stromausfall weiter in Betrieb bleibt.

Die hohe Ladeleistung und die Kapazität des Speichers unterstützen aber auch die E-Mobilität wirksam: Wenn das Fahrzeug erst nach Sonnenuntergang zuhause eintrifft, lässt sich dessen Batterie aus dem Speicher noch mit „Kraftstoff“ für den nächsten Tag nachladen – je nach Speicherdimensionierung und Fahrzeugtyp für eine Fahrstrecke von 100 km und mehr.

Eine hohe Speicherkapazität sorgt für die nötigen Reserven, um die an sehr sonnigen Tagen verfügbare Energie bevorraten und in hohem Maße selbst nutzen zu können. Wärmepumpe und Elektroauto schaffen die gewünschte und in gewissem Maße auch steuerbare Nachfrage. Auf dieser Grundlage erreichen Kunden nach Angaben von E3/DC sehr hohe Autarkiewerte von 85 Prozent im Jahresdurchschnitt. Entsprechend muss nur ein kleiner Anteil des Energiebedarfs von rund 15 Prozent aus dem Netz bezogen werden.. Quelle: E3/DC / pgl

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BMWi fördert Prozesswärme aus Holz

11. helmikuu 2019 - 6:14

"Von der Beheizung von Trockenkammern im Sägewerk über Wäschereien, Gärtnereien bis hin zur Lebensmittelproduktion gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das neue Förderprogramm zu nutzen", sagt DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. Er begrüsst, dass das BMWi hat die Förderung deutlich verbessert hat. Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) werden nun mit Investitions- oder Tilgungszuschüssen in Höhe von 55 Prozent der förderfähigen Investitionskosten gefördert. Bei größeren Unternehmen sind es 45 Prozent. Beim Ersatz eines konventionellen oder der Ergänzung eines bestehenden Wärmeerzeugers, bei Solaranlagen und bei sogenannten De-minimis-Beihilfen (bis zu 200.000 EUR innerhalb von drei Jahren) sind die gesamten Investitionskosten förderfähig.

Bei allen anderen Vorhaben werden nur die Investitionsmehrkosten gefördert – das betrifft vor allem große Investitionen in völlig neu errichtete Prozesswärmeanlagen. Die Förderung beträgt maximal 10 Millionen Euro pro Vorhaben. Sie darf für die gleiche Maßnahme nicht mit anderen Förderungen – auch nicht mit Beihilfen nach KWKG und EEG – kumuliert werden.

Förderfähig sind sämtliche Holzkessel, die auch im Makrtanreizprogramm gefördert werden können. Bei Holzkesseln bis 100 kW muss die Möglichkeit der Nutzung des Brennwertes überprüft und vom durchführenden Unternehmen bestätigt werden. Holzkessel ab 100 kW müssen mit einem Abgaswärmetauscher ausgestattet werden.

Zu den förderfähigen Kosten gehören neben dem Wärmeerzeuger zugehörige Brennstofflager und Wärmespeicher und die für die Einbindung in den vorhandenen Prozess und zur Ertragsüberwachung und Fehlererkennung installierten Mess- und Datenerfassungseinrichtungen. Förderfähige Nebenkosten sind Machbarkeitsabschätzungen, Planungskosten, Installationskosten und notwendige Baumaßnahmen zur Aufstellung bzw. Einrichtung der Anlage. Nebenkosten sind nur bis zu einem Anteil von max. 30 Prozent an den gesamten Investitionskosten förderfähig.

Zu beachten ist, dass – anders als bei der MAP-Förderung – mit dem Vorhaben erst nach erfolgter Zusage (Zuwendungsbescheid) durch die KfW oder das BAFA begonnen werden darf. Von dieser Regelung kann in begründeten Fällen auf Antrag abgewichen werden. Beginn des Vorhabens ist der Abschluss eines Lieferungs- oder Leistungsvertrags. Beratungs- und Planungsleistungen gelten nicht als Vorhabensbeginn. Quelle: Depi / sth

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Forscher untersuchen Wiederverwertung von Kunststoffen

10. helmikuu 2019 - 6:52

Für einzelne Produkte bestehen am Lebensende bereits Rücknahme- und Recyclingsysteme. Das werkstoffliche Recycling, das heißt die mechanische Verwertung und Aufbereitung von Kunststoffabfällen, bei der die chemische Struktur des Kunststoffes erhalten bleibt, stößt jedoch häufig an technische oder ökonomische Grenzen. Daher könnte sich eine rohstoffliche Verwertung der kunststoffreichen Abfallströme aus dem Baubereich anbieten. Dabei werden die Kunststoffe in chemische Grundstoffe zerlegt. Dies kann zum Beispiel durch das sogenannte Pyrolyse-Verfahren geschehen, bei dem unter Ausschluss von Sauerstoff durch hohe Temperaturen die Moleküle im Kunststoff gespalten werden und die so zurück gewonnenen Rohstoffe anschließend zu neuen Produkten verarbeitet werden können.

Ziel des Pilotvorhabens "KUBA - Nachhaltige Kunststoffwertschöpfungskette: Pilotfall Kunststoffe in Bauwirtschaft und Gebäuden" ist es, ein Konzept für die nachhaltige Kreislaufführung von Kunststoffabfällen aus dem Baubereich zu entwickeln. Das Pilotvorhaben mit einer Laufzeit von 18 Monaten startete im Dezember 2018 und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Es wird von der Dechema Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. koordiniert. Verbundpartner sind die Fachhochschule Münster - Institut für Infrastruktur, Wasser, Ressourcen und Umwelt, das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) - Institut für Technische Chemie, die RWTH Aachen - Institut für Aufbereitung und Recycling und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie.

Darüber hinaus sind 11 Vertreter der Industrie und relevanter Verbände als assoziierte Partner am Pilotvorhaben beteiligt: Arbeitsgemeinschaft PVC und UMWELT e.V., BASF SE, BKV GmbH, Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., Covestro Deutschland AG, Deutsche Bauchemie e.V., INEOS Styrolution Group GmbH, PlasticsEurope Deutschland e.V., Sto SE & Co. KGaA, Tönsmeier Wertstoffe GmbH & Co. KG und Verband der Chemischen Industrie e.V.. Quelle: Dechema / sth

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Viele Heizkessel müssen nach 30 Jahren raus

8. helmikuu 2019 - 7:43

2019 etikettieren die Schornsteinfeger nur Wärmeerzeuger, deren Baujahr vor 1996 liegt. Die zuständigen Schornsteinfeger sind dazu angehalten, an alten Anlagen ein entsprechendes Etikett im Rahmen der regelmäßigen Kontrolle anzubringen. Danach werden jedes Jahr weitere Jahrgänge einbezogen: 2020 folgen die Baujahre 1996 bis 1997 und 2021 die Baujahre 1998 bis 2001. Ab 2024 werden die Geräte gekennzeichnet, die älter als 15 Jahre sind. Neue Heizungen brauchen mit dem EU-Energielabel seit September 2015 eine vergleichbare Kennzeichnung auf europäischer Ebene.

Angaben zu den Heizkosten macht das Label nicht, nur zur Effizienz des Gerätetyps. „Da die zu etikettierenden Anlagen 23 Jahre und älter und damit auch ausfallgefährdeter sind, sollten die Eigentümer unbedingt prüfen lassen, ob sich ein Tausch lohnt“, sagt Frank Hettler vom baden-württemberger Beratungsprogramm Zukunft Altbau. Eine Erneuerung ist bereits ab einem Alter von 20 Jahren in vielen Fällen wirtschaftlich. Vor allem wenn der Heizkessel zur Effizienzklasse C oder D gehört, ist er technisch veraltet und verbraucht zu viel Energie.

Ein Heizkessel muss nach 30 Jahren Betrieb in der Regel ersetzt werden. So sieht es die Energieeinsparverordnung EnEV vor. Viele Hauseigentümer mit einer vor dem Jahr 1989 eingebauten Heizungsanlage müssen den Heizkessel daher 2019 erneuern lassen. Die Zahlen sind beträchtlich: Für mehr als eine Million alte Öl- und Gasheizungen deutschlandweit gilt im Jahr 2019 die Austauschpflicht. Hauseigentümer können auf dem Typenschild, im Schornsteinfegerprotokoll oder in den Bauunterlagen prüfen, ob ihre Heizung eine Ü30-Heizung ist und somit die gesetzliche Frist überschreitet.

Die bundesweit rund 21 Millionen Heizkessel in Deutschland sind zu alt und ineffizient: Im Durchschnitt haben sie knapp 17 Jahre auf dem Buckel. Die Zahlen stammen aus einer Studie des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft von Mitte 2015. Seitdem hat sich nichts Wesentliches geändert. Rund 17 Prozent der Kessel, etwa 3,5 Millionen, sind momentan älter als 25 Jahre. Der Anteil der über 30 Jahre alten Heizkessel ist nicht ausgewiesen, Schätzungen von Fachleuten zufolge sind es aber deutlich mehr als eine Million.

Nicht für alle alten Heizungsanlagen ist nach 30 Jahren Betrieb Schluss: Niedertemperatur- und Brennwertkessel dürfen weiter betrieben werden. Konstanttemperaturkessel mit einer Nennleistung von vier bis 400 Kilowatt fallen dagegen unter die Austauschpflicht. Wer länger in seinem Haus wohnt, den betrifft die Pflicht nicht, egal, welche Heizung er nutzt: Wohngebäude mit weniger als drei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung zum Stichtag 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat, fallen unter die Ausnahme. Bei einem Eigentümerwechsel nach dem 1. Februar 2002 beträgt die Frist zur Erfüllung für den neuen Eigentümer zwei Jahre. Die Einhaltung dieser Frist überprüfen Schornsteinfeger.

Hauseigentümer haben mehrere Möglichkeiten, das Baujahr des Wärmeerzeugers zu ermitteln. Zuerst sollten sie auf dem Typenschild nachschauen, rät Hermann Dannecker vom Deutschen Energieberaternetzwerk (DEN). „Das Schild ist direkt auf dem Heizungskessel montiert oder aufgedruckt und verrät den Hersteller, die Leistung und das Baujahr“, so Dannecker. Das Typenschild ist aber nicht immer leicht zu finden, da der Kessel oft gedämmt ist, um Wärmeverluste zu vermeiden. Unter der Abdeckung befinden sich die entsprechenden Informationen beispielsweise auf einem Metallschild.

Weitere Optionen zur Altersbestimmung sind Protokolle des Schornsteinfegers, die  Rechnung der Anlage oder Datenblätter, erklärt Dannecker. Ist überhaupt keine Information mehr vorhanden, helfen Fachleute weiter. Bei der Schornsteinfegerkontrolle oder der Heizungswartung können Eigentümer klären lassen, ob ihre Heizung in den Ruhestand geschickt werden sollte. Ein Tausch lohnt sich meistens nicht erst nach 30 Jahren. Fachleute empfehlen, bereits nach 20 Jahren eine Prüfung des Zustandes vorzunehmen.

Wer die alte Heizung ersetzt, sollte am besten auf erneuerbare Energien umsteigen, rät Frank Hettler von Zukunft Altbau. Eine Ökoheizung schützt das Klima, da sie im Vergleich zu einer Öl- oder Erdgasheizung die Kohlendioxid-Emissionen drastisch senkt. Eine neue Heizung mit fossilen Energien dagegen würde zwischen 15 und 25 Jahren Dienst tun, also bis rund 2040 deutlich mehr vom schädlichen Klimagas ausstoßen – keine guten Aussichten für die kommenden Generationen. Ökoheizungen erhöhen darüber hinaus die Unabhängigkeit von den endlichen fossilen Energien und ihren Preisschwankungen. Die Kosten über die Lebensdauer sind häufig vergleichbar mit denen von Öl- und Erdgasheizungen, auch von einer möglichen CO2-Steuer sind regenerative Heizungen nicht betroffen. Erneuerbare Energien sind  auch deswegen nützlich, da das Geld nicht in die Öl- und Erdgas exportierende Staaten abfließt, sondern mehrheitlich im Land verbleibt.

Eine erneuerbare Heizungsoption sind Wärmepumpen:  Sie holen sich Wärme aus der direkten Umgebung und „pumpen“ diese kostenfreie Umweltwärme für Heizung und Warmwasser mit Strom auf ein höheres Temperaturniveau – die Technologie funktioniert wie ein umgekehrter Kühlschrank. Wärmepumpen lohnen sich auch wirtschaftlich, wenn die Häuser gut gedämmt sind und eine Niedertemperaturheizung eingebaut ist. Stückholz- oder Pelletkessel sind weitere Optionen. Die Zentralheizungen passen in jeden Heizungskeller, sind einfach zu bedienen und funktionieren weitgehend automatisch. Ein Pelletlager benötigt in etwa so viel Raum wie ein Öltank. Anschaffungs- und Betriebskosten sind in der Summe ähnlich hoch wie bei Heizungen mit fossilen Energieträgern.

Auch thermische Solaranlagen können sich lohnen. Anlagen zur Warmwasserbereitung erzeugen im Jahresdurchschnitt rund zwei Drittel der benötigten Wärme. Die Heizung kann dann im Sommer ganz abgeschaltet werden. Wer die Anlage auch zur Unterstützung der Heizung verwendet, spart weitere Brennstoffkosten. Eine heizungsunterstützende Solarwärmeanlage ist besonders dann sinnvoll, wenn das Heizsystem sowieso einen Pufferspeicher benötigt – etwa bei Holzheizungen.

Empfehlenswert ist aus Sicht von Zukunft Altbau auch der Anschluss an ein Wärmenetz. Liegt in der Straße ein Wärmenetz oder wird ein Wärmenetz geplant, ist der Anschluss meist eine sehr sinnvolle Option. Die Wärme stammt insbesondere bei neuen Wärmenetzen aus effizienten Blockheizkraftwerken und erneuerbaren Wärmequellen. Zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit wird der Wärmepreis des Wärmeversorgers mit den Anschaffungs-, Betriebs- und Wartungskosten der eigenen Heizungsanlage verglichen. Diese sogenannte Vollkostenrechnung ist wichtig, da ein reiner Vergleich der Energiekosten zu falschen Ergebnissen führt.

Ein finanziell geförderter Sanierungsfahrplan oder eine vor-Ort-Beratung durch einen qualifizierten Gebäudeenergieberater aus der Region zeigt, welche Heiztechnologie sich für welches Haus eignet, was zu tun ist und welche Förderprogramme Unterstützung bieten. Quelle: Zukunft Altbau / pgl

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Brandschutz: Besitzer gegen Rückbau von Dämmung

7. helmikuu 2019 - 7:28

Die Hausverwaltung liegt bei der Vonovia Treuhand Immobilien. Die hatte auch die Demontage der Dämmung veranlasst.  Die Gebäude waren mit zementgebundenen Holzfaserplatten mit Styroporkern gedämmt. Das sei aufgrund einer möglichen Brandgefahr eine "Gefahr für Leben und Gesundheit", so die Stadt Nürnberg. Sie hatte den Rückbau verlangt.

Die Besitzer wehren sich und bemängeln, dass sie von der Hausverwaltung nicht in die Entscheidungen eingebunden wurden. Sie haben mittlerweile ein eigenes Gutachten erstellen lassen, das besagt, dass die Fassade gar nicht hätte nicht abgerissen werden müssen. Sachverständige, Bauordnungsbehörde, Feuerwehr und Stadt Nürnberg seien sich nach einem Bericht des Bayrischen Rundfunks einig gewesen über die Notwendigkeit, die Dämmung zu entfernen.

Unklar ist noch, ob bei den knapp 400 Wohnungen bereits beim Bau im Jahr 1964 gegen geltendes Recht verstoßen wurde. Davon geht Daniel Ulrich, Planungs- und Baureferent der Stadt Nürnberg, aus. Das müssten aber Gerichte klären.

Wer für den Rückbau bezahlt ist derzeit noch offen. 46 Wohnungen gehören der Vonovia, die anderen sind zum größeren Teil in Privatbesitz. Auf die Besitzer sollen für Abriss und neue Dämmung Kosten von bis zu 50.000 Euro pro Wohnung zukommen. pgl

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Merkblatt hilft bei Beratung zu Dämmung

6. helmikuu 2019 - 7:35

Gut gedämmte Außenwände geben fünf bis fünfzehn Mal weniger Wärme ab als ungedämmte. Der U-Wert, das Maß für den Wärmedurchgang dieser Wände, liegt bei 0,1 bis 0,2 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Bis zu 80 Prozent ihres Heizenergiebedarfs können Gebäudeeigentümer einsparen, wenn sie neben der Fassade auch den Keller und das Dach dämmen sowie die Fenster erneuern. Zudem hilft eine Dämmung auch im Sommer: Sie sorgt dafür, dass die Hitze erst zeitverzögert im Gebäude ankommt und die Wohnräume länger kühl bleiben – dieser Aspekt gewinnt an Bedeutung, da Meteorologen künftig mit mehr Hitze im Sommer rechnen.

Ein guter Wärmeschutz verringert in der Regel die Entstehung von Schimmel. "Die meisten Schimmelfälle gibt es in schlecht gedämmten Altbauten", sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau. Trotzdem stehen Dämmungen immer wieder unter dem Verdacht, Schimmelbildung zu begünstigen. Das neue Merkblatt klärt den Irrtum auf: Gedämmte Wände kühlen weniger schnell aus als ungedämmte und verringern dadurch die Bildung von Feuchtigkeit und Schimmel an der Innenseite der Außenwand.

Gegen Schimmel helfen auch "atmende Wandaufbauten" nicht, denn: Keine Wand – ob gedämmt oder nicht – kann "atmen". Maximal zwei Prozent der Feuchte in Innenräumen können in Form von Wasserdampfmolekülen durch die Wände nach außen wandern. Für frische und gesunde Luft in der Wohnung hilft allein gezieltes und bedarfsgerechtes Lüften.

Das Merkblatt von Zukunft Altbau thematisiert auch andere Vorbehalte gegenüber Dämmmaterialien. Häufig werden diese als leicht entflammbar und gefährlich dargestellt. Fälschlicherweise, wie das Merkblatt erklärt: Kein zugelassener Dämmstoff führt zu erhöhter Brandgefahr. Viele werden sogar als „schwer entflammbar“ oder „nicht brennbar“ eingestuft. Bei Unsicherheiten bezüglich der Entflammbarkeit und des richtigen Materials für eine Dämmung geben qualifizierte Gebäudeenergieberater Auskunft.

Manche Hauseigentümer vermuten auch, dass Dämmmaterialien der Umwelt und Gesundheit schaden. Zusatzstoffe, Fasern und Stäube stellen aber kein Gesundheitsrisiko für die Hausbewohner dar: Sie sind fest in die Dämmmaterialien eingebunden und mit Gipsplatten oder anderen Materialien von den Wohnräumen getrennt, so dass sie nicht an die Raumluft abgegeben werden können. An der Fassade sind Dämmplatten zudem meist außen angebracht. Alle Dämmstoffe lassen sich außerdem zurückbauen und verwerten; kein Dämmstoff gilt als Sondermüll. Negative Umweltauswirkungen müssen daher nicht befürchtet werden. Der Energieaufwand zur Herstellung amortisiert sich durch die eingesparte Energie darüber hinaus spätestens nach zwei Jahren, meist sind es nur wenige Monate.

Welche Dämmung die richtige ist, lässt sich am besten mithilfe eines Gebäudeenergieberaters oder Fachunternehmers entscheiden. Auch hier gilt: Die Angst vor unwirtschaftlichen Investitionen ist bei einer professionell durchgeführten Wärmedämmung unbegründet. Wird alles gut gemacht, sparen Eigentümer unterm Strich mehr ein, als sie an Mehrkosten für die energetische Sanierung aufwenden müssen. Dies gilt vor allem, wenn eine Dämmung dann angebracht wird, wenn sowieso eine Sanierung ansteht. Zudem fördern Bund, Länder und Kommunen Sanierungen finanziell. Quelle: Zukunft Altbau / pgl

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HASIT Bauexperten Forum 2019

5. helmikuu 2019 - 17:48
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Zwickau sucht den Königsweg zur Energiewende

5. helmikuu 2019 - 6:44

Zu einer Anhöhe im Westen Zwickaus hin verteilen sich die Mehrfamilien-Häuser im Stadtteil Marienthal. Die typischen 60er-Jahre-Blocks, meist viergeschossig mit Schrägdach und kleinen Grünflächen dazwischen, rücken in den kommenden Jahren in den Mittelpunkt des Forschungsinteresses. Geht es nach der Stadt Zwickau, der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) sowie den weiteren Partnern aus Forschung und Wirtschaft, soll hier ab 2021 ein 22-Millionen-Euro Vorhaben umgesetzt werden, das aufzeigt, wie die Energiewende bei der Wärmeversorgung gelingen kann. Nach Angaben des Projektkoordinators bei der Stadtverwaltung, Sven Leonhardt, ist man bestrebt, mehr als 100 Wohneinheiten regenerativ und zumindest nahezu CO2-neutral zu versorgen. Insgesamt gibt es in Marienthal etwa 3000 Wohneinheiten, in denen rund 8000 Menschen leben. Welche Quartiere ins Projekt kommen, wägen die Beteiligten derzeit ab. Zu ihnen gehört auch die Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau (GGZ) als Eigentümerin. Die Stadt als Konsortialführer erhofft sich eine Vorbildrolle für den nachhaltigen Umbau von Städten und Quartieren in Ostdeutschland.

Forschungsvorhaben vergleicht verschiedene Wärmeerzeuger

Um Teile Marienthals zum Nullemissionsquartier zu machen, steht weniger die Strom- als die Wärmeversorgung der Gebäude im Mittelpunkt, erklärt der Projektleiter Tobias Teich, Professor für Vernetzte Systeme in der Betriebswirtschaft an der WHZ. Geplant sei, drei Quartiere miteinander zu vergleichen, die jeweils mehrere Wohnblocks enthalten. Da diese bereits gedämmt wurden, ist dieser Aspekt nicht Teil des Vorhabens. Im ersten Areal soll alles so bleiben, wie es ist. Es dient als Vergleichsquartier. Im zweiten Gebiet sollen dezentrale Wärmepumpen die Häuser beheizen. Im dritten wird voraussichtlich ein großes Solarthermiefeld über eine Heizzentrale die Wohnungen versorgen. Die Bundesministerien für Bildung und Forschung sowie für Wirtschaft fördern ZED mit mehr als 16 Millionen Euro. Damit ist es eines der größten Forschungsvorhaben in der Region.

Schon frühere Projekte in Marienthal hätten gezeigt, dass man mit dem dezentralen Ansatz mehr als 30 Prozent Primärenergie einsparen könne, berichtet Teich. Vor vier Jahren habe man dort vier Gebäude umgestellt, in denen zuvor zwei 360kW-Gaskessel Wärme erzeugten. Heute arbeiten dort drei 40kW-Wärmepumpen sowie ein Spitzenlast-Erzeuger mit 300kW, alle weiterhin auf Gasbasis. Aber der Gasverbrauch sei um ein Drittel zurückgegangen, so Teich. Als Hauptgründe dafür nennt er, dass jede der Wärmepumpen die anderen Gebäude mitversorgen könne, dass man alle Wohnungen mit intelligenter Heizungssteuerung ausstattete und dass die Vorlauftemperatur im gesamten System deutlich gesenkt wurde: "Bei der Heizkörpertemperatur hatten wir vorher einen Median von mehr als 50 Grad. Jetzt haben wir gerade mal noch einen Median von 30 Grad – ohne Komfortverlust. Das erreicht man nur, wenn die Solltemperaturen in den Gebäuden gleich bleiben. Das harte Absenken und wieder Aufheizen funktioniert nicht mehr."

Forscher nehmen auch das Nutzerverhalten unter die Lupe

Weil sich das Nutzerverhalten so deutlich auswirkt, ist auch dies Teil von ZED, an dem auch die Technische Universität Chemnitz und die Ludwig-Maximilians-Universität München mitwirken. Die Wissenschaftler wollen Strukturen, Dienstleistungen und Rahmenbedingungen rund um die Wärmeversorgung betrachten: Wie wirken sich die Veränderungen auf die Bürger aus? Was sind deren Bedenken? Wie gestaltet man die Energiewende sozial verträglich? Bei dem Vorläuferprojekt hätten sich die Mieter daran gewöhnt, die Regler an den Heizkörpern auch dann nicht mehr herunter zu drehen, wenn sie eine Woche in Urlaub fahren, so Teich. "Es geht darum, durch intelligente Steuerung in den Wohnungen eine andere Wärmeversorgung zu gewährleisten." Deshalb sei es auch so wichtig, dass mit der Brunata-Mitrona das Unternehmen Teil von ZED sei, das in den Gebäuden die Verbrauchsdaten erfasst und abrechnet. An den Zählern lässt sich schließlich klar ablesen, wie viel weniger Energie man verbraucht, nachdem das System umgestellt wurde. Das erleichtere die Argumentation gegenüber den Bewohnern. In das Projekt bringt das Unternehmen zudem die intelligente IT-Infrastruktur ein.

Bis die Bewohner allerdings profitieren könnten, wird es noch dauern. Im Moment erstellen die ZED-Partner ihre Konzepte und wägen ab, welche Technologien sie einsetzen wollen. Vorgesehen ist aber nach Angaben der Stadt, neben der Solar- und Geothermie auch den den Anteil Photovoltaik zu steigern und Speichertechniken zu erproben. Zudem sollen Ladestationen für Elektrofahrzeuge entstehen. Zur Halbzeit des Fünf-Jahres-Projekts im Februar 2021 ist laut Teich aber ein Abbruch-Meilenstein vorgesehen. Dann muss insbesondere die GGZ entscheiden, ob es für sie wirtschaftlich ist, die Wärmeversorgung umzustellen. Beantworten die Entscheider dieser Frage mit ja, wird erst dann der eigentliche Umbau beginnen. von Daniel Völpel

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Monitoring-Portal Suntrol wird weitergeführt

5. helmikuu 2019 - 6:36

Solytic gewährleistet damit in einem ersten Schritt ab dem 8. März den Service des Portals. Der Berliner PV-Monitoring-Anbieter, an dem der Energieversorger Vattenfall beteiligt ist, will Suntrol zudem künftig mit eigenen Funktionen und zusätzlichen Leistungen weiterentwickeln.

Nach der zweiten Insolvenz von Solarworld lief Suntrol bereits seit Dezember 2017 zur Sicherung aller Daten auf den Servern von Solytic. Aktuell bildet das Portal für über 23.000 Solaranlagen, mit einer Gesamtkapazität von knapp 330 Megawatt, alle wichtigen Leistungs- und Ertragsdaten ab. Neben allgemeinen Informationen zur Ertragshistorie zeigt es den Kunden an, wie viel CO2 sie dank ihrer Photovoltaikanlage einsparen und informiert sie über ihren Eigenverbrauch. Solytic war vor über einem Jahr mit der Solarworld in ein gemeinsames Projekt gestartet. Ziel war es, das Portal auf einen aktuellen technologischen Stand zu bringen und neue Funktionen für die Kunden zu entwickeln. Die Insolvenz von Solarworld hatte das Projekt gestoppt. Durch die Übernahme wird Solytic den alten Plan wieder aufnehmen.

"Wir freuen uns sehr, dass Solytic nun unsere gemeinsamen Pläne für eine kundenorientierte Zukunft des Portals umsetzen wird und das kostenfreie Kundenportal somit erhalten bleibt", erklärt Markus Hund, Director Product & Quality bei Solarworld. Solytic ist nach eigenen Angaben dank fortschrittlicher Analyse- und Automatisierungsfunktionen derzeit führend in der Entwicklung intelligenter Monitoringsysteme für Solaranlagen. "Unsere Kunden profitieren von einer automatisierten Wartung und einer intelligenten Fehleranalyse, wodurch sie die Wartung ihrer Anlage bedeutend optimieren", sagt Solytic-Geschäftsführer Johannes Burgard. Quelle: Solytic / sth

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Hochschule Karlsruhe zertifiziert BIM-Professionals

4. helmikuu 2019 - 11:13

"Das Studium mit den Schwerpunkten setzt in dieser Form in Deutschland neue Maßstäbe", erklärt Klaus Teizer von der Vollack Gruppe GmbH & Co. KG, die das Weiterbildungsangebot zusammen mit dem Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung (IWW), der Fakultät für Architektur und Bauwesen der Hochschule Karlsruhe und dem BIM-Lösungsanbieter Allplan ins Leben gerufen hat. Es vereine theoretische Basiskenntnisse der BIM-Methodik mit direkter praktischer Umsetzung in Form der Modellierung eines Bauprojekts innerhalb einer Weiterbildung.

Bewerben können sich Fachkräfte mit Berufserfahrung aus den Bereichen Bau, Architektur und Facility Management mit einem ersten akademischen Abschluss. Das Zertifikatsstudium ist von der Architektenkammer Baden-Württemberg im Umfang von 120 Stunden, beziehungsweise 16 Stunden für Architekten und Stadtplaner im Praktikum, als Fortbildungsveranstaltung aller Fachrichtungen anerkannt. Ein modern ausgestatteter Poolraum ermöglicht das Arbeiten mit aktueller Planungssoftware.

2019 wird mit einem weiteren Kooperationspartner ein neuer alternativ wählbarer Schwerpunkt zum Thema Infrastrukturbau/Tiefbau ins Studium eingebracht. Die neuen Module können den Kooperationspartnern zufolge voraussichtlich schon ab dem Sommersemester im März 2019 angeboten werden. Informationen gibt es unter https://www.hs-karlsruhe.de/weiterbildung/bim/. Quelle: Hochschule Karlsruhe / sth

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2018 gab es ein Umsatzplus bei Wärmepumpen

1. helmikuu 2019 - 7:43

Den größten Zuwachs verzeichnen die Luftwärmepumpen: 2018 wurden in diesem Segment insgesamt 60.500 Geräte abgesetzt, das entspricht einer Steigerung von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Splitgeräte konnten hierbei mit einem Plus von 15 Prozent (27.500 verkaufte Geräte) besonders zulegen. Bei den Monoblockgeräten fiel das Wachstum mit 6 Prozent geringer aus.

Erdgekoppelte Systeme (inklusive Grundwasser-Wärmepumpen) legten mit 23.500 Geräten gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent zu. Die Marktanteile zwischen erdgekoppelten Wärmepumpen und Luftwärmepumpen haben sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert: So machten Luftwärmepumpen mit rund 72 Prozent den Großteil des Wärmepumpen-Absatzes aus (Vorjahr: 71 Prozent). Erdwärmepumpen und sonstige liegen bei 28 Prozent (2017: 29 Prozent).

Anhand der gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie erhobenen Zahlen ist ersichtlich, dass auch der Absatz von Warmwasserwärmepumpen verglichen mit dem Vorjahr um 11 Prozent angestiegen ist: es wurden 15.000 Geräte verkauft. Im Jahr 2018 wurden somit insgesamt 99.000 Wärmepumpen auf dem deutschen Markt abgesetzt. Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit einer Fortsetzung des Wachstumstrends.

Stabilisierung für 2019 erwartet

Das Potenzial – insbesondere im Gebäudebestand – ist allerdings noch lange nicht ausgeschöpft. Heizkessel, die über 30 Jahre alt sind, müssen laut EnEV in der Regel ausgetauscht werden. Das wären allein in diesem Jahr etwa eine Million Geräte. "Der Trend geht aber nach wie vor zum Austausch des alten Ölkessels durch eine moderne Gas- oder Öl-Brennwertheizung. Das liegt insbesondere daran, dass es durch den hohen Strompreis nach wie vor wenig Anreize für den Abschied von fossilen Energieträgern im Wärmemarkt gibt", erläutert BWP-Geschäftsführer Martin Sabel.

Vor diesem Hintergrund mahnt der BWP-Geschäftsführer im Hinblick auf das in diesem Jahr zu erwartende Gebäudeenergiegesetz, das Klimaschutzgesetz und die nun einzusetzende Gebäudekommission, endlich konkrete und effektive Maßnahmen zu vereinbaren. "Teurer Strom und billige fossile Brennstoffe sind das größte Hindernis für den Erfolg der Wärmewende. Der Bericht der Kohlekommission verweist eindringlich auf die hohen Stromkosten für private Haushalte. In keinem anderen Land der EU kostet Strom so viel wie in Deutschland. Wird dieser Missstand nicht beseitigt, kann die Energiewende als Ganzes nicht erfolgreich sein. Die Wärmepumpenbranche und Heizungsindustrie haben Lösungsvorschläge geliefert."

Handwerk ist ein Nadelöhr

Auch für das Handwerk müssen Anreize geschaffen werden, um zukünftig mehr klimaschonende Systeme anzubieten und zu verbauen. "Vor allem darf der Fachkräftemangel im SHK-und Brunnenbausektor nicht zur Bremse für die Wärmewende werden", mahnt Sabel. Laut der Prognos-Studie "Fachkräftebedarf für die Energiewende in Gebäuden" vergrößert sich die SHK-Fachhandwerkerlücke aufgrund des gesteigerten Sanierungsbedarfs durch die Energiewende insgesamt um mindestens 50 Prozent. 40.000 SHK-Fachkräfte würden nach der Prognose bereits im Jahre 2025 fehlen.

Im Rahmen der VDI-Richtlinie 4645 "Heizungsanlagen mit Wärmepumpen in Ein- und Mehrfamilienhäusern – Planung, Errichtung, Betrieb" hat der VDI in Kooperation mit dem BWP im vergangenen Jahr deshalb ein Schulungskonzept zum "Sachkundigen für Wärmepumpensysteme" erarbeitet, um SHK-Fachbetrieben, Planern und Beratern die Möglichkeit zu geben, sich in Richtung erneuerbare Heizsysteme weiterzubilden. Derartige Maßnahmen sind entscheidend und müssen auch auf politischer Ebene zukünftig mehr Beachtung und Unterstützung finden, um der zu erwartenden wachsenden Nachfrage gerecht werden zu können. Quelle: BWP / pgl

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