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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Syötteen kokonainen osoite. 59 min 14 s sitten

Agora zieht gemischte Energiewendebilanz

7. tammikuu 2020 - 7:00

"Die Energiewende kommt damit beim Zuwachs der erneuerbare Energien und beim Ausstieg aus der Atomenergie gut voran. Eine schlechte Bilanz war 2017 jedoch bei den Treibhausgasemissionen zu verzeichnen", teilt Agora Energiewende mit. Das dritte Jahr in Folge stagnierte der Ausstoß des klimaschädlichen CO2, statt wie geplant zu sinken. Denn während im Stromsektor die Emissionen infolge des Rückgangs der Steinkohleverstromung 2017 leicht zurückgingen, stiegen sie im Verkehrs-, Gebäude- und Industriesektor aufgrund des höheren Mineralöl- und Erdgasverbrauchs.

"Der gegenwärtige Trend läuft darauf hinaus, dass Deutschland im Jahr 2020 seine Emissionen nur um 30 Prozent statt wie geplant um 40 Prozent gegenüber 1990 vermindert", sagt Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. Die Studie "Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2017" beschreibt in zehn Kapiteln mit zahlreichen Abbildungen die wesentlichen Trends. Sie basiert auf aktuell verfügbaren Daten aus zahlreichen öffentlichen Quellen.

Wesentliche Ursache für diesen Trend ist die Entwicklung beim Energieverbrauch: Im vergangenen Jahr wurde 0,8 Prozent mehr Energie verbraucht als 2016 – Strom, Diesel und Erdgas legten zu. Es wird damit nahezu unmöglich, die von der Bundesregierung im Energiekonzept 2010 beschlossenen Energieeffizienzziele für 2020 (minus 20 Prozent Primärenergie- und minus 10 Prozent Stromverbrauch gegenüber 2008) zu erreichen. "Die Energieeffizienz-Fortschritte sind zu gering, um zusätzliche Verbräuche aus Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum auszugleichen oder sogar zu überkompensieren", sagt Graichen. Quelle: Agora Energiewende / sue

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KIT erprobt Sektorenkopplung im Reallabor

21. huhtikuu 2019 - 7:04

Der klimafreundliche Umbau des Energiesystems ist eine der großen technologischen Herausforderungen: Das schwankende Energieangebot aus dezentralen Wind- oder Solaranlagen muss genauso beherrscht werden, wie plötzliche Verbrauchsspitzen, die etwa beim gleichzeitigen Beladen von Millionen von Elektrofahrzeugen zu erwarten sind. Helfen könnte hier das intelligente Verschränken von unterschiedlichen Sektoren wie Elektrizität, Wärme, Mobilität oder stofflichen Energieträgern. So könnte überschüssige Wärme aus Industrieprozessen in Strom für die Elektromobilität gewandelt werden oder ein Überschuss an Windenergie zur Produktion von Synthetic Natural Gas (SNG) genutzt werden, das dann für einen späteren Verbrauch ins Erdgasnetz eingespeist wird.

"Das Ziel von Sektorenkopplung ist es, Energie je nach Bedarf und Angebot möglichst effizient zwischen den unterschiedlichen Sektoren zu verschieben und dabei Treibhausemissionen und Kosten einzusparen“, erklärt Professor Joachim Knebel, der am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als Koordinator das neue Forschungsprojekt Sektorenkopplung (SEKO) leitet. "In den vergangenen Jahren haben wir am KIT eine ganze Reihe von Technologien zur Energiespeicherung und Energiekonversion sowie Strategien zur Steuerung solcher Prozesse entwickelt. Im Forschungsprojekt SEKO wollen wir diese nun praxisnah in einem großskaligen Reallabor erproben." Im Forschungsprojekt SEKO erproben die Wissenschaftler das Konzept der Sektorenkopplung sowie das Zusammenspiel unterschiedlicher Energietechnologien im MegawattMaßstab.

Technologieplattform wird errichtet

An SEKO beteiligen sich insgesamt sieben Institute des KIT, die innerhalb des Projektes in unterschiedlichen Konstellationen transdisziplinär zusammenarbeiten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert ihre Forschung für vier Jahre mit mehr als 6,5 Millionen Euro. Mit den beiden Forschungsinfrastrukturen Energy Lab 2.0 und dem Living Lab Energy Campus werde am Campus Nord des KIT im Rahmen der HelmholtzGemeinschaft bereits eine Technologieplattform errichtet, die Sektorenkopplung sowohl physisch als auch mithilfe der Informations- und Kommunikationstechnologie ermöglicht, sagt Projektmanagerin Isabelle Südmeyer. Bis Ende 2019 soll der Aufbau der wesentlichen Komponenten abgeschlossen sein. "Dadurch werden wir dann die Möglichkeit haben, die Systemintegration unterschiedlichster Technologien zu untersuchen und Methoden für die dynamische Kopplung der einzelnen Sektoren zu entwickeln und zu validieren", so Südmeyer.  

Das Forschungsprojekt SEKO besteht aus vier Teilprojekten. Im Teilprojekt Strom unter Leitung von Professor Mathias Noe vom Institut für Technische Physik (ITEP) steht die Kopplung von Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen mit Photovoltaikanlagen unter Einbindung von Stromspeichern im Fokus. Das Teilprojekt Gas unter Leitung von Professor Thomas Kolb vom Institut für Technische Chemie (ITC) erforscht das Zusammenspiel zwischen Gas- und Wärmenetz – dabei sollen auch ein energieintensiver Industrieprozess sowie die Dynamik von Power-to-Gas-Prozessen berücksichtigt werden.

Im Teilprojekt Wärme/Kälte unter Leitung von Professor Veit Hagenmeyer vom Institut für Automation und angewandte Informatik (IAI) werden Methoden zur automatischen Erzeugung von Wärmelastkurven für Gebäude entwickelt sowie die effiziente Umwandlung von Strom in Wärme (Power-to-Heat) für die häusliche Anwendung experimentell erforscht. In einem übergreifenden Teilprojekt zur Sektorenkopplung schließlich, ebenfalls von Hagenmeyer geleitet, wird die übergreifende Vernetzung der unterschiedlichen Anlagen auf der Ebene der Informations- und Kommunikationstechnik zur flexiblen Betriebsführung untersucht. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die IT-Sicherheit, um Störungen, Angriffe und Manipulationen zu vermeiden. 

Vor dem Hintergrund der Debatte um die Klimaziele habe SEKO auch einen globalen Signalcharakter: "Wir demonstrieren Handlungsfähigkeit. Indem wir Forschungsergebnisse zeitnah in einem Reallabor zur Anwendung bringen, können wir diese auch schneller in der Praxis umsetzen", sagt Projektkoordinator Knebel. Quelle: kit / al

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Umfrage: Automatisches Lüften ist kaum bekannt

19. huhtikuu 2019 - 7:01

Wer ein Wohnhaus sanieren oder bauen will und dabei nicht an eine automatische Lüftung denkt, der vertue die Chance auf weniger Energieverbrauch und CO2-Emissionen sowie mehr Komfort. Das ist zumindest das Ergebnis einer Umfrage und eines Praxistests der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft CO2online, die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert werden.

Demnach ist 70 Prozent der befragten Hauseigentümer die kontrollierte Wohnraumlüftung gar nicht bekannt. Fast 50 Prozent befürchten zu hohe Kosten. Rund 30 Prozent wissen nicht, wo sie verlässliche Informationen zum automatischen Lüften finden. An der bundesweiten Umfrage haben sich mehr als 500 Eigenheimbesitzer beteiligt.

Erfahrungsberichte aus dem Praxistest in Berlin, Bayern, Hessen, Niedersachen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bestätigen die Ergebnisse der Umfrage – und zeigen, worauf beim Planen, Einbauen und Nutzen zu achten ist. So verbessert eine kontrollierte Wohnraumlüftung die Luftqualität, weil so weniger Staub und Pollen in die Wohnräume gelangen als beim Lüften per Hand. Außerdem kann das automatische Lüften Schimmel verhindern. Mit einer Wärmerückgewinnung sorgt es zudem für einen geringeren Energieverbrauch und weniger CO2-Emissionen.

Sechs Haushalt werden im Praxistest begleitet

Um die Potenziale der kontrollierten Wohnraumlüftung besser zu nutzen, haben CO2online und DBU erste Empfehlungen für Politik, Wirtschaft und Verbände zusammengestellt. So fordern sie, für mehr neutrale und verlässliche Informationen zu sorgen, den Zugang zu unabhängiger Beratung zu erleichtern, tatsächliche Kosten und Fördermittel stärker zu kommunizieren und über Vorurteile zum automatischen Lüften aufzuklären.

Für den Praxistest Wohnraumlüftung hatten sich innerhalb von sechs Wochen fast 300 Haushalte beworben. Sechs davon werden ein Jahr lang beim Planen, Einbauen und Nutzen ihrer Lüftungsanlage begleitet. Dabei geht es vor allem um Komfort und Alltagstauglichkeit. Aus den Erfahrungen der Teilnehmer entwickelt CO2online einen Leitfaden mit Tipps zur automatischen Lüftung, der im Sommer erscheinen soll. 

Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert und von Blumartin, NIBE und Vaillant unterstützt. Fachlich wird der Praxistest von der HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung, dem Passivhaus Institut und der Verbraucherzentrale NRW begleitet. Quelle: CO2online / al

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Hannover bezuschusst Dach plus Solar

18. huhtikuu 2019 - 7:36

Die Stadt Hannover möchte gemeinsam mit dem Fonds Enercity Hemmnisse abbauen und motivieren, das Dach zukunftsfähig energetisch zu ertüchtigen und gleichzeitig eine erneuerbare Energieerzeugung vorzusehen. Das neue Förderprogramm "Dach plus Solar" für die Dachsanierung gilt für den gleichzeitigen Einbau von Solarstrom- und Solarwärmeanlagen und bezieht sich auf alle Gebäude in Hannover, die geheizt oder gekühlt werden, egal ob etwa Gewerbe-, Vereinsgebäude, Ein- oder Mehrfamilienhaus.

„Durch Erfahrung unserer langjährigen Klimaschutzaktivitäten wissen wir, dass im verdichteten Stadtraum die Solarenergie den besten Ansatz zum Ausbau der erneuerbaren Energien bietet. Durch die Kombination mit der Dachdämmung können wir hervorragende Synergien schaffen", erläutert Hannovers Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette. Bei Proklima wiederum hat man festgestellt, dass ein altes Hausdach oft einen Hinderungsgrund für die Installation einer Solaranlage darstellt.

Die Gelder für "Dach plus Solar" stammen aus dem Haushaltsbudget von Proklima, das Hannover in den Jahren 2019 und 2020 zusätzlich zur Stärkung des Fonds aufgestockt hat. Für das aktuelle Jahr sind zusätzlich 150.000 Euro Fördermittel vorgesehen. Für den Einbau einer  Dämmung und der Solaranlage gibt es von Proklima einen Zuschuss von 20 Euro pro Quadratmeter Dämmfläche bis maximal 40.000 Euro pro Gebäude. Quelle: Proklima / al

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Lebensdauer von Vakuumglas ist prüfbar

17. huhtikuu 2019 - 7:54

Zur Jahrtausendwende schien Vakuum-Isolierglas (VIG) zukunftsweisend zu sein. Allerdings scheiterte dies an der Verfügbarkeit, den begrenzt herstellbaren Abmessungen, der geringen Größenvielfalt sowie dem fehlenden Nachweis der Dauerhaftigkeit. Nach wie vor ist VIG in Europa ein ungeregeltes und nicht harmonisiertes Bauprodukt. Zwischenzeitlich wurde eine ISO-Normung erarbeitet. Währenddessen hat das ift Rosenheim ein Prüfverfahren zum praxisgerechten Nachweis der Dauerhaftigkeit von VIG entwickelt.

Bei Versuchen am  ift Rosenheim kam es zu großen Scheibendurchbiegungen und somit zu entsprechend großen Scherlasten im Randverbund. Daher entwickelte das ift Rosenheim ein Prüfverfahren, das auf der neuen ISO basiert und zusätzliche Einwirkungen zum praxisgerechten Nachweis der Dauerhaftigkeit berücksichtigt.

Das Interesse an VIG stoppte wegen des Wunschs nach unterschiedlichen Fenstergrößen sowie dem Fehlen entsprechender Regelwerke als Basis für notwendige Prüfnachweise. Deshalb ist VIG in Europa ein Nischenprodukt. Der Einsatz in Deutschland scheiterte daran, dass die Losgröße 1 im individuellen Fensterbau eine in der Technologie schwer umsetzbare Marktforderung ist. 

Die mittlerweile veröffentlichte ISO 19916-1:2018-10 "Glas im Bauwesen – Vakuumglas – Teil 1: Grundlegende Spezifizierung von Produkten und Evaluierungsmethoden für die thermische und die schallisolierende Leistung" bezieht sich laut den Forschern des ift nur auf klimatische Einwirkungen.Dabei wird die einseitig wirkende Klimalast, also Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenscheibe, nicht berücksichtigt. Zusätzlich überlagern noch Winddruck und Soglasten diese Last.

Eine CE-Kennzeichnung ist nach wie vor nicht möglich. Vielmehr ist eine vorhabenbezogene Bauartgenehmigung (früher: Zustimmung im Einzelfall) notwendig – einzig basierend auf Messungen des Ug-Werts im Neuzustand. Allerdings sagt dies nichts über die Dauerhaftigkeit des Produkts aus, die von Bauherren berechtigterweise gefordert wird.

Einbezogen sind bei dem Prüfverfahren daher die Ermittlung der Wärmedurchgangskoeffizienten Ug der Vakuum-Isoliergläser sowie klimatische und mechanische Belastungen in einer Musterfassade im Labor. Zusätzlich wird bei kleinformatigen Scheiben die Dauerbelastung durch Feuchte und UV-Strahlung geprüft. Abschließend findet ein Vergleich der Wärmedurchgangskoeffizienten der Gläser vor beziehingsweise nach den Belastungen statt. Auch die Schalldämmung kann optional geprüft und bewertet werden.

Zur Validierung des Prüfverfahrens erfolgt parallel zu den Laborprüfungen eine In-situ-Belastung der VIG in einer ift-Musterfassade. Nach ein, zwei und drei Jahren werden die Verglasungen ausgebaut, ihr Ug-Wert im Labor geprüft und die Veränderung gegenüber dem Anfangszustand beurteilt und mit den Ergebnissen der Kurzeitprüfungen verglichen.

Neue Produktionsstätten in Europa würden den Wissenschaftlern zu Folge die Lieferzeit verbessern. Vor allem im Bereich der Renovierung, bei Denkmalfenstern und bei großen Glasflächen biete VIG durch sein niedrigeres Gewicht und die geringere Bautiefe Vorteile. In einigen Bauvorhaben in Europa wurden bereits VIG eingebaut. Quelle: Informationen des ift Rosenheim / al

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Wärmedämmverbundsysteme legen 2018 zu

16. huhtikuu 2019 - 7:52

Nach einem Wachstum von 2,5 Prozent im Jahr 2017 setzte sich der positive Absatztrend bei Mörtelprodukten mit einem Wachstum von 0,9 Prozent im Jahr 2018 fort. Nach einem sehr schwachen ersten Quartal haben sich die Produktabsätze im weiteren Jahresverlauf wieder stabilisiert. Grund für die Absatzsteigerungen ist laut dem Unternehmen B+L Marktdaten, das die Zahlen für den Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel ermittelt hat, nach wie vor die positive Neubau-Entwicklung, insbesondere im Geschosswohnungsbau.

Bereits im Jahr 2017 konnte der negative Trend beim Absatz von Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) gestoppt werden. Diese positive Entwicklung hat sich auch im Jahr 2018 fortgesetzt mit einem Wachstum von 0,9 Prozent der erstellten WDVS-Flächen. Vor allem die Nachfrage aus Sanierungsprojekten hat sich stabilisiert. Den sehr schwachen ersten drei Monaten 2018 folgten drei Quartale mit Pluswerten von bis zu 5,8 Prozent im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahr, sodass insgesamt ein leicht positives Ergebnis zu verzeichnen bleibt. Bei den Dämmstoffen in WDVS hat expandiertes Poly­styrol (ohne Perimeterdämmplatten) bei leicht abnehmender Tendenz immer noch einen Absatzanteil von mehr als 50 Prozent. Steinwolleplatten und -lamellen kommen zusammen auf gut 28 Prozent. Dämmstoffdicken zwischen 120 Millimeter und 160 Millimeter werden im Markt am häufigsten - zirka 46 Prozent - zum Einsatz gebracht.

Obwohl sich die Genehmigungsaktivität im Wohnbau mit einem Plus von 0,9 Prozent im Jahr 2018 deutlich verlangsamt hat, lässt sich auch für das kommende Jahr von einem Absatzwachstum bei den Mörtelprodukten ausgehen. Die noch nicht fertiggestellten Projekte aus den Jahren 2017 und 2018 führen zu einer positiven Entwicklung der Fertigstellungen bis zum Jahr 2020. Gleichzeitig dürften Sanierung beziehungsweise Bestandsmaßnahmen wieder an Fahrt gewinnen. Beide Faktoren werden sich nach Einschätzung von B+L positiv auf den Absatz von Trockenmörtel und auf die Entwicklung bei WDVS auswirken. Quelle: VDPM / al

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Dämmendes Mauerwerk kann Einbruch standhalten

15. huhtikuu 2019 - 7:35

Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) an die Gebäudehülle und die damit einhergehende wärmeleittechnische Optimierung moderner Ziegelbaustoffe sind stetig gestiegen. Also wird Mauerwerk in niedrigen Rohdichte- und Druckfestigkeitsklassen hergestellt, die aktuell in der "Einbruchnorm" DIN EN 1627 (Prüfnorm für Fenster, Türen, Vorhangfassaden, Gitterelemente, Abschlüsse) nicht erfasst sind. Daher sind diese Ziegel mit Druckfestigkeiten der Klassen kleiner 12 derzeit als Befestigungsgrund für einbruchhemmende Bauelemente normativ nicht nachgewiesen. Bauherren fordern aber Sicherheit genauso wie Energieeinsparung. Das ift Rosenheim bearbeitete daher das Forschungsvorhaben "Einbruchhemmung mit hochwärmedämmendem Ziegelmauerwerk – Analyse des Ist-Zustandes, Erarbeitung von Konstruktions- sowie Nachweiskriterien", gefördert vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau.

Kernstück der praktischen Untersuchung war die Prüfung nach DIN EN 1627 von bereits klassifizierten einbruchhemmenden Bauelementen der Widerstandsklassen RC2 und RC3 in unterschiedlichen Wänden aus wärmedämmendem Ziegelmauerwerk. Die untersuchten Ziegel repräsentieren den Großteil der hochwärmedämmenden Ziegel auf dem deutschen Markt. Auf Grundlage der Prüfungen an 19 Wandaufbauten mit insgesamt 41 Fenstereinbauten ließen sich allgemeingültige Aussagen zur Befestigung einbruchhemmender Bauelemente in hochwärmedämmendem Ziegelmauerwerk ableiten. Es hat sich gezeigt, dass nicht nur die Ziegel und die Elemente selbst Einfluss auf die Einbruchhemmung haben, auch die Art der Montage und die verwendeten Befestigungsmittel spielen eine wichtige Rolle. Allerdings muss zum Beispiel, abhängig von der Widerstandsklasse des Bauelementes, noch ein entsprechender Standard-Außenputz ausgeführt werden. Dieser verlängert die Widerstandszeit gegen Angriffe auf die Befestigungsmittel und den Ziegel selbst.

Allgemein gilt, dass mit steigender Anzahl der Befestigungsmittel die Widerstandszeit beim Angriff auf die Befestigungsmittel zunimmt. Zudem hat sich unter anderem herausgestellt, dass es vorteilhaft ist, das Befestigungsmittel durch die druckfeste Hinterfütterung hindurchzuführen. So konnte ein Vorschlag für die Erweiterung der Tabelle NA.2 (Zuordnung der Widerstandsklassen von einbruchhemmenden Bauteilen zu Massivwänden) in den zuständigen Normausschuss eingebracht werden. Nach derzeitigem Diskussionsstand soll er bei der anstehenden Überarbeitung des nationalen Anhangs 2019 umgesetzt werden. Damit ist dann auch die Verwendung einbruchhemmender Bauelemente (RC2/RC3) in hochwärmedämmendem Ziegelmauerwerk normativ zulässig.

Der vollständige Bericht ist hier zu finden. Quelle: ift / al

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Allianz stärkt flüssige erneuerbare Energieträger

14. huhtikuu 2019 - 8:43

Erneuerbare Kraft- und Brennstoffe, die fossiles Gas und Öl ersetzen, werden eine Rolle spielen, wenn es darum geht, die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen, beispielsweise mit Power to X-Technologien. Mit der Power to X-Technologie ist es möglich, mit erneuerbarem Strom flüssige oder gasförmige Energieträger herzustellen. Diese erneuerbaren flüssigen Energieträger verfügen über eine mehr als 20-mal höhere Energiedichte als Lithium-Ionen-Batterien, lassen sich dementsprechend gut speichern und transportieren und könnten bestehende Infrastrukturen nutzen, so die Argumente der Öl-Lobby. "Bereits heute sind biomassebasierte Produkte auf dem Markt erhältlich, die Treibhausgasminderungen aufweisen. Längerfristig bietet Power to X das Potenzial, die Vorteile flüssiger, erneuerbarer Energieträger im großen Maßstab weiter nutzbar zu machen", erklärt Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO), das gemeinsam mit Verbänden und Unternehmen aus der Automobilindustrie, Luftfahrt, Anlagenbau sowie der Energiewirtschaft die Power to X-Allianz bildet.

Wie die Allianz betont, müsse die Erzeugung von Energieträgern mittels Power to X anderen Technologien zur CO2-Vermeidung gleichgestellt werden. Konkret sieht das Markteinführungsprogramm eine fünfjährige Laufzeit von 2021 bis 2025 vor. In diesem Zeitraum soll jährlich eine installierte elektrische Gesamtkapazität von jeweils einem Gigawatt gefördert werden, hälftig für flüssige und gasförmige Produkte. Ausschreibungsverfahren sollen den Wettbewerb erhöhen und damit die Kosten senken. Die Betreiber müssen nachweisen, dass der genutzte Strom aus erneuerbaren Energien stammt. Zur Unterstützung vorgesehen sind verschiedene Anlagentypen: mit Direktanbindung an erneuerbare Stromerzeugungsanlagen, mit Anbindung an das öffentliche Stromnetz sowie auf Betriebsgeländen wie zum Beispiel von Raffinerien, Industrieunternehmen, Kraftwerken oder Tankstellen. Gefördert werden soll dabei die erzielte CO2-Einsparung durch die hergestellten Produkte.

"Das Markteinführungsprogramm der Power to X-Allianz ermöglicht einen kosteneffizienten und zügigen Markthochlauf und bietet damit die Chance, Deutschland als einen weltweit führenden Anbieter für diese Technologien zu positionieren. Es verknüpft somit sinnvoll Klimaschutz und Industriepolitik", betont Simon Jastrzab, der beim IWO für die Allianz verantwortlich ist. Neben dem Markteinführungsprogramm bedürfe es jedoch auch der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen in den Zielsektoren für einen technologieoffenen Wettbewerb. Quelle: iwo / al

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Umbau zu emissionsfreiem Energiesystem ist möglich

13. huhtikuu 2019 - 11:56

Die wissenschaftliche Modellierungsstudie der Energy Watch Group (EWG) und LUT University simuliert eine vollständige weltweite Energiewende in den Bereichen Strom, Wärme, Verkehr und Meerwasserentsalzung bis 2050. Sie basiert auf viereinhalb Jahren Forschung und Analysen von Datenerfassungen und technischen und finanziellen Modellierungen durch 14 Wissenschaftler. Diese kamen zum Ergebnis, dass die Wende hin zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien mit dem heutigen, konventionellen fossil-nuklearen System wirtschaftlich konkurrenzfähig sei und die Treibhausgasemissionen im Energiesystem noch vor 2050 auf Null reduziert werden könne.

Einige Schlüsselerkenntnisse der Studie zeigen, dass die Umstellung auf 100 Prozent Erneuerbare Energien eine umfassende Elektrifizierung in allen Energiesektoren erfordet. Die gesamte Stromerzeugung wird das Vier- bis Fünffache der Stromerzeugung von 2015 ausmachen. Dadurch wird der Stromverbrauch im Jahr 2050 mehr als 90 Prozent des Primärenergiebedarfs betragen. Gleichzeitig wird der Verbrauch fossiler und nuklearer Energierohstoffe in allen Sektoren vollständig eingestellt. Die weltweite Primärenergiegewinnung im 100 Prozent Erneuerbare-Energien-System wird aus dem Mix an Solarenergie (69 Prozent), Windkraft (18 Prozent), Wasserkraft (drei Prozent), Bioenergie (sechs Prozent) und Geothermie (zwei Prozent) bestehen.

Die Studie zeigt auch, dass Wind- und Solarenergie bis 2050 96 Prozent der gesamten Stromversorgung aus erneuerbaren Energien ausmachen. Erneuerbare Energien stammen nahezu ausschließlich aus dezentraler lokaler und regionaler Erzeugung. 100 Prozent Erneuerbare Energien sind zudem günstiger. Die Energiekosten für ein vollständig nachhaltiges Energiesystem sinken von 54 Euro die Megawatttstunde 2015 auf 53 Euro pro Megawattstunde im Jahr 2050. Die jährlichen Treibhausgasemissionen im Energiesektor sinken durch die Umstellung in allen Sektoren kontinuierlich von rund 30 Gigatonne-CO2-Äquivalent im Jahr 2015 auf Null bis 2050. Und: Ein zu 100 Prozent erneuerbares Stromsystem wird weltweit 35 Millionen Menschen beschäftigen. Die rund neun Millionen Arbeitsplätze im weltweiten Kohlebergbau aus dem Jahr 2015 werden bis 2050 komplett eingestellt. Diese werden durch mehr als 15 Millionen neue Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbare-Energien-Branche überkompensiert.

"Der Bericht bestätigt, dass eine Wende hin zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien in allen Sektoren möglich und nicht teurer ist als das heutige Energiesystem", sagte Hans-Josef Fell, ehemaliger Abgeordneter des Deutschen Bundestages und Präsident der Energy Watch Group, im Vorfeld der Veröffentlichung. "Es wird gezeigt, dass die ganze Welt auf ein emissionsfreies Energiesystem umstellen kann. Deshalb können und sollten alle politischen Kräfte weltweit viel mehr für den Klimaschutz tun als derzeit anvisiert." Mit dem erarbeiteten Modell und der umfangreichen vorhandenen Datenbasis können EWG und LUT nun auch nationale Pläne für den Umstieg auf 100 Prozent Erneuerbare Energien entwickeln, die genau auf den jeweiligen Kontext der einzelnen Länder zugeschnitten sind, so Fell weiter.

"Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass in allen Ländern die aktuellen Ziele des Pariser Klimaabkommens beschleunigt werden können und sollten", sagte Christian Breyer, Professor für Solarwirtschaft an der finnischen Universität LUT. "Eine Wende hin zu 100 Prozent sauberen, erneuerbaren Energien ist sehr realistisch – schon jetzt, mit den heute verfügbaren Technologien." Professor Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hob die wirtschaftliche Rentabilität der Erneuerbaren Energien hervor: "Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass eine weltweite Umstellung auf erneuerbare Energien nicht nur machbar, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll ist." Auch David Wortmann, Initiator der Eco Innovation Alliance und Gründungsmitglied von Entrepreneurs For Future forderte von der Politik innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und betonte, dass "eine wirtschaftlich profitable Energiewende für uns schon längst kein Mythos mehr" ist. Schnellstmöglichen Handlungsbedarf von Seiten der Politik verlangte auch Franziska Wessel von Fridays For Future: "Diese Studie zeigt was möglich ist, wenn unsere Politiker zum Handeln bereit sind. Wir – Fridays For Future – fordern, dass bereits 2035 auf 100 Prozent Erneuerbare Energien umgestellt werden muss."

Die Studie, von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Stiftung Mercator mitfinanziert, schließt mit politischen Empfehlungen zur raschen Einführung Erneuerbarer Energien und emissionsfreier Technologien. Zu den wichtigsten in dem Bericht festgelegten Maßnahmen zählen die Förderung von Sektorenkopplung, privaten Investitionen, die am besten durch feste Einspeisevergütungen angereizt werden, Steuervergünstigungen und rechtlichen Privilegien bei gleichzeitiger Einstellung von Subventionen für Kohle und fossile Brennstoffe. Mit der Umsetzung starker politischer Rahmenbedingungen, so der Bericht, ist eine Wende hin zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien bereits vor 2050 möglich. Quelle: EWG / al

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Druck für Steuerförderung für Gebäudesanierung steigt

12. huhtikuu 2019 - 7:59

In einem offenen Brief appellieren 37 Verbände und Organisationen gemeinsam an die Politik, die steuerliche Fördermöglichkeit für energetische Gebäudesanierungen mit dem Bundeshaushalt 2020 endlich umzusetzen.

In dem Schreiben heißt es: "Ein wirksamer Steueranreiz ist ein wichtiger Treiber, um die Potenziale für die energetische Ertüchtigung der Bestandsgebäude in Deutschland zu heben. Diese Chance darf nicht vertan werden, denn im Bestand kann die größte Energie- und CO2-Einsparung erzielt werden mit einem hohen Anteil regionaler Wertschöpfung und neuen Chancen für Verbraucher, Hausbesitzer, Beschäftigte, Unternehmen, Planer und Handwerk in Deutschland."

Dr. Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), sagte: "Wir unterstützen diese Aktion mit vollem Nachdruck. Denn die Immobilienwirtschaft kann und will die Ökobilanz unseres Sektors weiter verbessern. Durch die steuerliche Förderung könnte die Politik neue Potenziale für die energetische Ertüchtigung der Bestandsgebäude schaffen. Die Chance sollte genutzt werden und dies bringen wir mit dem Brief zum Ausdruck." 

Die Maßnahme wird seit 2011 zwischen Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat diskutiert. Doch in den kürzlich im Bundeskabinett verabschiedeten Eckwerten für den Bundeshaushalt 2020 wurde das Instrument, das mit dem Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD in Aussicht gestellt wurde, zum wiederholten Male nicht berücksichtigt. Das haben bereits der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle sowie der Verband für Wärmelieferung kritisiert. Im Verbändebrief heißt es weiter: "Das absehbare Verfehlen der Energie- und Klimaziele für 2020 ist nicht verwunderlich, wenn angekündigte Vorhaben nicht umgesetzt werden. Eine Maßnahme, über die so breiter Konsens besteht wie die Steuerförderung für Gebäudesanierungen, duldet keinen weiteren Aufschub." Quelle: DENEFF / ZIA / al

 

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Baugewerbe startet stark ins Jahr

11. huhtikuu 2019 - 7:57

Im Januar wurden insgesamt 27.100 Wohnungen genehmigt, das waren 2.260 mehr als zu Beginn des vergangenen Jahres. Dabei legten gleichermaßen die Neubaumaßnahmen mit einem Plus von neun Prozent als auch die Umbaumaßnahmen mit einem Mehr an zehn Prozent deutlich zu. Diese Daten zu den Baugenehmigungen meldete nun das Statistische Bundesamt. "Die Nachfrage im Wohnungsbau zeigt sich weiter sehr dynamisch," kommentierte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, die Zahlen.

Den größten Anteil an den Baugenehmigungen stellen die Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit über 13.600 Wohneinheiten. Hiervon entfallen knapp 5.777 Einheiten auf Eigentumswohnungen mit einem Plus von 10,5 Prozent. Die gute Entwicklung hat aber nicht nur den Neubau von Mehrfamilien- sondern auch den von Ein- und Zweifamilienhäusern (plus 5,8 Prozent) betroffen.

"Zwar wurden damit wieder mehr Mietwohnungen (7.857 WE) genehmigt, allerdings fiel die Steigerung mit 3,5 Prozent hier deutlich verhaltener aus", sagte Pakleppa. Es brauche vor allen Dingen eine deutliche Forcierung preiswerter Baulandflächen durch die Kommunen, um mehr Fahrt in den preiswerten Mietwohnungsbau zu bekommen. "Wir drängen als Bauwirtschaft zudem darauf, Planungs- und Genehmigungsprozesse zu beschleunigen und zu vereinfachen. Darüber hinaus sollten bundesweit einheitliche Typengenehmigungen in die Landesbauordnungen aufgenommen werden. Damit können Kosten deutlich reduziert werden," sagte Pakleppa.

"Die Wohnungsbaugenehmigungen scheinen endlich aus dem Tritt zu kommen. Angesichts des unbefriedigenden Vorjahresergebnisses ist der starke Jahresstart ein positives Signal für das laufende Jahr," kommentierte Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Werte. Der deutliche Anstieg von 87,5 Prozent bei den Wohnheimen - zu denen auch Flüchtlingsunterkünfte zählten - sei allerdings überwiegend auf einen Basiseffekt zurückzuführen: Im Januar 2018 seien die Genehmigungen um 56,6 Prozent eingebrochen. 

„Wir hoffen, dass es sich bei den aktuellen Januardaten nicht nur um eine Eintagsfliege, sondern um einen nachhaltigen Turnaround handelt. Aufgrund der verhaltenen Genehmigungszahlen des vergangenen Jahres rechnen wir für 2019 aber weiterhin mit einer Fertigstellung von lediglich 315.000 Wohnungen, nach wie vor weit entfernt von der Zielmarke aus dem Koalitionsvertrag von 375.000. Solange die Personalprobleme in den kommunalen Bauämtern nicht endgültig gelöst sind, wird sich an den Zahlen auch nichts ändern“, sagt Babiel. Die Bauunternehmen hätten hingegen die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe innerhalb von zehn Jahren um 130.000 auf 837.000 im Jahr 2018 erhöht. Für das laufende Jahr erwartet der Hauptverband einen weiteren Beschäftigtenaufbau um 18.000 auf 855.000 Personen. Quelle: ZDB / HDB / al

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Projekt koppelt Ölheizung und Windstromnutzung

10. huhtikuu 2019 - 8:51

In der Gemeinde Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog im Kreis Nordfriesland ist eine bundesweit einmalige Wind-und-Wärme-Modellregion eingeweiht worden. Im Rahmen des Projektvorhabens wird Windenergie immer dann zur Wärmeversorgung vor Ort genutzt, wenn die überregionalen Stromnetze diesen nicht aufnehmen können. Dafür wurden in 13 Gebäuden Öl-Hybridheizungen mit einem virtuellen Kraftwerk verbunden. Ins Leben gerufen wurde die Wind-und-Wärme-Modellregion von der Arge Netz aus Husum, dem Bürger-Windpark Lübke-Koog Infrastruktur, der Gemeinde Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog und dem Hamburger Institut für Wärme und Oeltechnik (Iwo). Zudem wird das Projekt durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gefördert und von der Allianz Norddeutsche Energiewende – NEW 4.0 gefördert. 

"Um die Klimaziele zu erreichen, ist es wichtig, jede Kilowattstunde aus erneuerbarer Energie zu nutzen", erklärt Stephan Frense, Geschäftsführer Arge Netz. "Dafür ist es notwendig, die Sektoren Strom und Wärme intelligent miteinander zu verbinden." Die neue Modellregion im Norden Schleswig-Holsteins soll als Beispiel für diese Sektorenkopplung dienen. "Wir zeigen damit, wie technologieoffene Lösungen die Energiewende voranbringen", so Iwo-Geschäftsführer Adrian Willig. "Hybridheizungen, die verschiedene Energiequellen nutzen, können dabei wertvolle Beiträge leisten."

Windstrom nutzen statt abregeln

Die Wind-und-Wärme-Modellregion soll aufzeigen, wie ein Problem gelöst werden kann, das sich durch das schwankende Angebot von erneuerbaren Energien wie Wind- und Sonnenkraft ergibt. Wird deutlich mehr Strom produziert als verbraucht, können die überregionalen Übertragungsnetze diesen nicht immer aufnehmen. Die Folge sind so genannte Abregelungen: Dafür werden Windkraftanlagen aus dem Wind gedreht, obwohl sie erneuerbaren Strom produzieren könnten. Dies wird auch nach dem Stromnetzausbau eine Herausforderung bleiben, wenn zugleich der Anteil der erneuerbaren Stromproduktion wie vorgesehen steigt. In der Modellregion wird die ansonsten ungenutzte Energie gleich vor Ort zur Wärmeversorgung von Häusern genutzt. Dafür sorgen Hybridheizsysteme, die Wärme wahlweise mit Heizöl oder Windstrom erzeugen können. Dazu wurden in die Wärmespeicher der Heizungsanlagen elektrische Wärmeerzeuger eingebaut, die über ein virtuelles Kraftwerk, das Erneuerbare-Energien-Kraftwerk der Arge Netz, in Echtzeit ferngesteuert werden. "Durch die Einbindung des ansonsten abgeregelten Windstroms muss weniger Heizöl eingesetzt werden, um das Wasser im Heizsystem auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen", sagtt Hans-Detlef Feddersen vom Bürger-Windpark Lübke-Koog. 

Wie hoch die Einsparungen sind, wird nun in den kommenden zwölf Monaten gemessen. Durch den hybriden Aufbaus der Heizungen ist es möglich, gezielt ausschließlich ansonsten abgeregelten Windstrom zur Wärmeerzeugung zu nutzen. Ist dieser nicht verfügbar, übernimmt die Öl-Brennwertheizung. Um weitere Potenziale zur Einsparung von Treibhausgasemissionen zu überprüfen, hat das Iwo im Rahmen der Modellregion auch einen erneuerbaren Energieträger aus Reststoffen zum Einsatz gebracht, der dem klassischen Heizöl beigemischt wurde. Ein Prozess, von dem die Mineralölindustrie profitieren könnte, denn die arbeitet daran sich im Bereich der erneuerbaren Energien einen Platz zu sichern. Unter anderem will sie fossile Brennstoffe per Power-to-liquid-Technologie durch Flüssigbrennstoffe auf Basis erneuerbarer Rohstoffe ersetzen.

Der Lübke-Koog, direkt am Hindenburgdamm zur Insel Sylt gelegen, bietet als Standort für das Vorhaben beste Bedingungen. "Wir haben hier 30 Windenergieanlagen mit rund 70 Megawatt Leistung“, erklärt Bürgermeister Christian Nissen. Sollten sich die Vorteile des Konzepts der Modellregion bestätigen, könnte der Lübke-Koog zum Vorbild für weitere Gemeinden werden. Das Potenzial für eine großflächige Nutzung wäre gegeben. Allein in Schleswig-Holstein gibt es nicht nur viel Wind, sondern auch rund 200.000 Ölheizungen. Damit sich das Konzept durchsetzen kann, muss allerdings ein angemessener regulatorischer Rahmen geschaffen werden. Hierzu ist es nach Meinung der Projektpartner insbesondere notwendig, Anreize für eine flexible Stromnachfrage zu schaffen, zum Beispiel indem staatliche Abgaben und Umlagen auf ansonsten abgeregelten erneuerbaren Strom deutlich reduziert werden. Hier sei der Gesetzgeber gefragt. Quelle: / al

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Onlineportal für Kälteanlagen-Betreiber gestartet

10. huhtikuu 2019 - 7:00

Das Portal  "Klimafreundliche Kälte" des Bundesumweltministeriums soll Betreiber von Kälteanlagen zu den für sie relevanten Folgen der EU-F-Gas-Verordnung unterstützen. Es stellt umweltfreundliche Kältemittel-Alternativen mit ihren Eigenschaften und Einsatzgebieten vor. Interaktive Infografiken und Beispiele direkt aus der Praxis zeigen, wie bei der Modernisierung und beim Neubau von Kälte-, Klima- und Wärmepumpenanlagen Klimaschutz und Energieoptimierung gelingen. Nutzer haben außerdem die Möglichkeit, die Portalinhalte aktiv mitzugestalten. Sie können eigene Bilder, Artikel und Videos zur Veröffentlichung einreichen, um so eigene Erfahrungen mit anderen Lesern zu teilen.

Neben vielen Hintergrundinformationen bietet das Portal auch konkrete Unterstützung beim Umstieg auf klimafreundliche Kältemittel. Mit der Experten-Datenbank finden Betreiber Kälteanlagenplaner und -bauer in ihrer Region. Und der Förderrechner für Investitionen in Kälte- und Klimaanlagen hilft, das richtige Förderprogramm zu finden. Ergänzt wird das Angebot durch eine kostenlose, telefonische Beratungsstelle, die individuelle Fragen im persönlichen Gespräch beantwortet.

Verständliche Erklärungen gibt es auf dem Portal vor allem zur EU-F-Gas-Verordnung. F-Gase sind fluorierte Gase, die im erheblichen Maße zur Erwärmung der Atmosphäre beitragen. Sie werden in vielen Klima- und Kälteanlagen als Kältemittel verwendet. Mit der EU-F-Gas-Verordnung soll der Ausstoß dieser Treibhausgase bis zum Jahr 2030 um nahezu 80 Prozent verringert werden. Um das ambitionierte Ziel zu erreichen, wird die Verfügbarkeit von Kältemitteln mit einem hohen Treibhauspotenzial drastisch reduziert oder ihre Verwendung ganz verboten. 

Das Informationsportal „Klimafreundliche Kälte“ wird realisiert von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online und dem Umweltbundesamt im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Fachlich wird es durch das Umweltbundesamt und einen Fachbeirat begleitet. Quelle: BMU / al

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Umsatzsteuer für Einspeisung von PV-Strom kann sich lohnen

9. huhtikuu 2019 - 7:54

Rund 76.500 Photovoltaikanlagen wurden laut dem Bundesverband Solarwirtschaft im vergangenen Jahr installiert. Insgesamt sind inzwischen 1,7 Millionen Photovoltaikanlagen in Betrieb. Zwar erzielen die Betreiber mit der Anlage auf dem privaten Dach heutzutage so gut wie keinen Gewinn mehr mit der Einspeisung des produzierten Stroms ins Netz. Dafür lässt sich mit der Anlage bei den Stromkosten sparen, indem möglichst viel Sonnenstrom selbst verbraucht wird. Und auch die Einspeisung des Überschusses lohnt sich, um die Fixkosten zu decken. Einspeisen heißt aber auch unternehmerisch tätig zu sein und damit kommen die Umsatz- und Ertragssteuer ins Spiel.

Umsatzsteuer zahlen oder nicht zahlen, das ist eine der ersten Fragen, mit der sich der Betreiber einer Photovoltaikanlage auf dem privaten Dach auseinandersetzen muss. „Wenn jemand mit der Umsatzsteuer noch nie etwas zu tun hatte, ist es ein sperriges Thema“, weiß Dr. Andreas Horn, Vorsitzender des Vereins Sonnenkraft Freising. Die komfortable Lösung ohne viel Rechnerei und Kontakt mit dem Finanzamt sei, sich für die Kleinunternehmerregelung zu entscheiden. Bei dieser Option müssen keine Umsatzsteuern ans Finanzamt abgeführt werden.

Um diese Regelung nutzen zu können, dürfen die jährlichen Einnahmen nicht höher als 17.500 Euro sein. Zu beachten ist, dass sich der Betrag auf alle Einkünfte aus selbstständiger oder gewerblicher Tätigkeit bezieht. Von den Anschaffungskosten darf dann allerdings auch nicht die Mehrwertsteuer abgezogen werden. Mit dieser Entscheidung entgingen dem Betreiber je nach Anlage auf 20 Jahre gesehen etwa 1000 Euro. „Damit wird nicht viel Geld verschenkt und der Besitzer hat keine Arbeit mit der Umsatzsteuererklärung“, sagt Horn.

Anlage mit Speicher installieren

Wer jedoch ein wenig Rechnerei und Arbeit für die jährliche Umsatzsteuererklärung nicht scheut, sollte die Regelbesteuerung in Betracht ziehen, gerade wenn die Anlage zusammen mit einem Stromspeicher angeschafft wird. In diesem Fall wird der Speicher der gesamten Anlage zugeordnet, da es als einheitliches Zuordnungsobjekt gilt, wie es in der „Hilfe zu Photovoltaikanlagen“ des Bayrischen Landesamt sfür Steuern heißt. Aus diesem Grund kann die Mehrwertsteuer für die gesamte Anschaffung abgezogen werden. Das ist nicht möglich, wenn der Speicher nachträglich gekauft und installiert wird, denn dann handelt es sich aus Sicht des Finanzamtes um ein eigenes Zuordnungsobjekt. "Die Vorsteuer kann dann nur geltend gemacht werden, wenn der gespeicherte Strom zu mindestens zehn Prozent für unternehmerische Zwecke des Anlagenbetreibers verwendet wird", heißt es im Bayrischen Hilfsblatt weiter.

Aber auch ohne dazugehörigen Speicher sieht Andreas Horn für die Besitzer einen kleinen wirtschaftlichen Vorteil darin zunächst für die Regelbesteuerung zu optieren, da bei der Investition hohe Kosten entstehen. Der finanzielle Nutzen entsteht dadurch, dass sich der Betreiber die Mehrwertsteuer der Anschaffungskosten erstatten lassen kann. Zudem erhält er die Umsatzsteuer etwa für Stromzähler, Versicherung, Reparaturen und Wartung zurück. Die Regelbesteuerung ist für fünf Jahre bindend. In den ersten beiden Jahren muss zusätzlich jeden Monat die Umsatzsteuer-Voranmeldung beim Finanzamt abgegeben werden.

Aber: „Wenn man das dauerhaft tut, also über die gesamten 20 Jahre, kann das sehr schnell zum Bumerang werden, da man auch Umsatzsteuer auf den eigenverbrauchten Strom zahlt“, gibt Horn zu bedenken. Der Betreiber zahlt 19 Prozent Umsatzsteuer für den eingespeisten Strom, wobei diese sich an der Höhe der Einspeisevergütung – diese liegt bei 11,11 Cent pro Kilowattstunde für Anlagen bis zu zehn Kilowattstunde, die im April 2019 in Betrieb gehen – orientieren, und für den Strom, den er selber nutzt. Bemessungsgrundlage für den Eigenverbrauch ist hingegen der Strompreis, der beim Stromanbieter gilt, wie der Anwendungserlass des Bundesfinanzministeriums festlegt. Und dieser liegt je nach Region bei etwa 27 Cent. Das schlage gerade bei steigenden Stromkosten, etwa drei Prozent pro Jahr, zu Buche, sagt Horn. Er rät deshalb, nach sechs Jahren zur Kleinunternehmerregelung zu wechseln. Nach dieser Zeit kann die Vorsteuererstattung in Gänze behalten werden.

Ist die Höhe des selbst verbrauchten Solarstroms bei der Anschaffung abzusehen, besteht auch die Möglichkeit, diesen privaten Teil vom unternehmerischen Teil zu trennen, beispielsweise 20 Prozent Eigenbedarf und 80 Prozent Einspeisung. Damit werden 80 Prozent der Mehrwertsteuer von den Anschaffungskosten erstattet. Auf den selbst genutzten Strom wäre dann keine Umsatzsteuer zu zahlen, zumindest solange der angegebene Wert des Eigenverbrauchs nicht überschritten wird. Sonst wird dafür die Umsatzsteuer fällig.

Totalgewinn erzielen oder Liebhaberei

Eine weitere Steuer, mit der sich die Betreiber befassen müssen, ist die Ertragssteuer. Denn wer Strom ins Netz einspeist, erhält eine feste Einspeisevergütung, die sich am Zeitpunkt der Installation orientiert, und hat damit Einnahmen. An diesem Punkt hat der Betreiber die Möglichkeit, selber zu steuern, ob er die Ertragssteuer zahlen muss. Denn wer über die Betriebsdauer keinen Totalgewinn anstrebt, kann seine Photovoltaikanlage dem Finanzamt gegenüber als Liebhaberei angeben.

Diese hat das Finanzamt noch als gegeben vorausgesetzt, als die ersten Photovoltaikanlagen in den 90er Jahren auf die Dächer kamen. Deshalb haben die Betreiber lange dafür kämpfen müssen, dass die Anlagen als gewinnträchtig anerkannt werden, um die steuerlichen Vorteile nutzen zu können, erzählt Horn. Doch im Unterschied zu heute, hat sich die Anlage bis ins Jahr 2010 gerade der hohen Einspeisevergütung wegen rentiert und nicht wegen des Eigenverbrauchs.

Doch mit dem Erneuerbare Energiegesetz 2012 sinkt die Einspeisevergütung seither kontinuierlich. Einen Gewinn zu erzielen ist nicht mehr so leicht möglich, weshalb sich die Liebhaberei mitunter lohnt. Wer seine Anlage vom Finanzamt als Liebhaberei anerkennen lassen möchte, muss nachweisen, dass er über die Nutzungsdauer von 20 Jahren keinen Gewinn erwirtschaften wird, also keinen Totalgewinn macht. Um dies zu ermitteln, werden alle Kosten – bei der Kleinunternehmerregelung die Mehrwertsteuern mit eingerechnet – die im Laufe der 20 Jahre entstehen durch den Gesamtertrag der gleichen Zeit geteilt. Liegen die Stromgestehungskosten über der Einspeisevergütung ist kein Totalgewinn möglich, die Anlage macht stattdessen Verlust.

Aus diesem Grund ist es für einen Betreiber lohnend, wenn er für seine Anlage hochwertige Komponenten wählt, erklärt Horn, denn dadurch wird die anlage insgesamt teurer und die Stromgestehungskosten steigen. Die Qualität der Anlage hat damit einen Einfluss darauf, ob Gewinn oder Verlust gemacht wird. Da Umsatzsteuer und Ertragssteuer immer getrennt voneinander betrachtet werden, kann der Betreiber für die Regelbesteuerung optieren und dennoch die Anlage als Liebhaberei betreiben.

Um denjenigen, die eine Photovoltaikanlage auf ihrem Dach installieren möchten, die steuerlichen Möglichkeiten rechnerisch leichter darstellen zu können, hat Andreas Horn ein Excel-Tool entwickelt, das er dem Verein Sonnenkraft Freising überlassen hat. In dieses Tool, das die Stromgestehungskosten errechnet, werden alle relevanten Daten, wie Eigenverbrauchsquote, Strompreissteigerung, Investitionskosten, eingegeben. Anschließend kann der künftige Betreiber die unterschiedlichen Szenarien – Kleinunternehmerregelung, Regelbesteuerung und Wechsel nach sechs Jahren zur Kleinunternehmerregelung – durchrechnen lassen und so entscheiden, welche Variante für ihn die optimale ist. Mithilfe des Rechners kann außerdem für das Finanzamt ein Formular generiert werden, dass die Liebhaberei aufzeigt. Schlussendlich liegt die Entscheidung aber beim Finanzamt, ob es die Liebhaberei anerkennt.

Relevant ist der Autarkiegrad

Ganz aus dem Thema Steuern ist derjenige raus, der gar keinen Strom ins Netz einspeist. Diese Entscheidung ist für Andreas Horn jedoch fatal: „Die Nulleinspeisung funktioniert nur, wenn ich Solarstrom vernichte.“ Ein Irrtum ist laut Horn die gängige Empfehlung, die Photovoltaikanlage so zu dimensionieren, dass der Eigenverbrauch optimiert wird. „Die 200 Watt Grundverbrauch werden immer mit einem Modul abgedeckt“, sagt Horn. Stattdessen gehe es darum: „Die Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach ist eine gute Strompreisbremse.“ Aus diesem Grund sei der Autarkiegrad der Anlage relevant. „Wenn das Dach voll ist, ist der Autarkiegrad am höchsten, der Eigenverbrauch liegt bei 20 Prozent, die restlichen 80 Prozent decken die Fixkosten mit ab.“ Je stärker die Autarkie, desto stärker wirke die Strompreisbremse. Der eigene Strom wird etwa für 12 bis 15 Cent produziert. Diese Kosten ändern sich nicht mehr, denn die Anlage ist bezahlt. Der Strom des Anbieters kostet je nach Region bis zu 27 Cent pro Kilowattstunde – und steigt. Von Anne Leipold

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Das Interesse an Gebäudeenergieberatung wächst

9. huhtikuu 2019 - 7:11

Die Zahl der betrieblichen Energieberatungen hat sich 2018 mit rund 2500 auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten. Die Berater haben das Potenzial in diesem Bereich erkannt. Von den derzeit für das Förderprogramm zugelassenen 2.250 Energieberatern sind 174 in 2018 hinzugekommen. Davon hat vor allem die Energieversorgungsbranche profitiert mit 74 Neuzulassungen.

Eine hohe Zahl an Neuzulassungen gab es auch bei der energetischen Modernisierung des Wohngebäudebestands. In diesem Bereich hat das Bafa 2018 insgesamt 546 Experten für geförderte Energieberatungen neu zugelassen, davon 20 von Energieversorgern sowie 177 aus dem Bereich des Handwerks. Man habe sich mehr versprochen, so die Behörde. Die vollen Auftragsbücher führten wohl dazu, dass für Energieberatung zu wenig Zeit bleibe. 60 Prozent der Zulassungsanträge kommen von Schornsteinfegern. Den zeitlichen Aufwand für die Qualifizierung nennt das Bafa als mögliichen weiteren Grund für die Zurückhaltung bei den Neuanmeldungen. Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) konnte sich 2018 als Beratungsinstrument im Markt etablieren. In knapp 20 Prozent der Förderfälle nutzten Energieberater bereits den iSFP.

Mit 8.681 Förderanträgen gab es 2018 gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um etwa 6,5 Prrozent; die weitaus größte Anzahl der Anträge entfiel dabei mit knapp 3.800 Anträgen wiederum auf Baden-Württemberg. Besonders stark ist der Südweststaat vor allem bei den Mehrfamilienhäusern, dort kommt fast jeder zweite Antrag aus Baden-Württemberg. Insgesamt betrug der Zuschuss des Bafa in diesem Bereich rund 5,8 Millionen Euro.

Rund 8 Millionen Euro hat das Bafa 2018 in dem vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) und den Verbraucherzentralen der Bundesländer durchgeführten Projekt „Energie-Checks“ ausgezahlt, 21.050 Beratungen wurden durchgeführt.

Das Bafa fördert außerdem die Beratung privater Verbraucher über Möglichkeiten der Energieeinsparung und der Nutzung erneuerbarer Energien durch den VZBV. Dafür gab es 2018 6,9 Millionen Euro .

Das im Mai 2016 gestartete Pilotprogramm Einsparzähler läuft gut, die Antragszahlen haben sich im Vergleich zu den Prognosen fast verdreifacht. Gefördert werden hier Pilotprojekte, die Energieeinsparungen möglichst gerätespezifisch aufziegen, in der Regel IT-gestützt und visualisiert.

Im Rahmen des Förderprogramms Heizungsoptimierung stehen der Austausch veralteter Heizungs- und Warmwasserpumpen und die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs im Mittelpunkt. Das Bafa fördert Investitionen in effiziente Heizungs- und Warmwasserpumpen sowie in den hydraulischen Abgleich des Heizungssystems in Höhe von 30 Prozent des Netto-Rechnungsbetrages. Insgesamt wurden für zirka 90.000 Pumpen und 57.000 weitere Optimierungsmaßnahmen ein Fördervolumen von zirka 31,5 Millionen Euro ausgeschüttet. Das sind mehr als 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

Um den Austausch alter Heizkessel zu beschleunigen, müssen Bezirksschornsteinfeger im Rahmen der Feuerstättenschau ein „Effizienzlabel“ auf allen Heizungsanlagen anbringen, die älter als 15 Jahre sind. Dafür erhalten die Bezirksschornsteinfeger eine Aufwandsentschädigung. 2018 wurden Entschädigungen für zirka eine Million Heizungslabel bewilligt. von Pia Grund-Ludwig

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"Energetische Sanierung treibt Mietkosten nicht"

8. huhtikuu 2019 - 7:02

Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH fordert, bezahlbarer Wohnraum und Klimaschutz müssten zusammengedacht werden. "Steigende Mieten in den Städten sind das Ergebnis von angespannten Mietmärkten mit großer Nachfrage und sinkendem Angebot, und nicht Resultat von Energieeffizienzmaßnahmen", erklärte Metz weiter.

Durch Spekulationen und Veräußerung von städtischem Wohneigentum habe sich die Situation zusätzlich verschärft. In den vergangenen Jahren seien leere öffentliche Kassen auf Kosten der Bewohner konsolidiert worden. "Nicht der Klimaschutz ist hier also der Kostentreiber. Im Gegenteil: Energieeffizienz senkt langfristig die Heizkosten, entlastet die Bürger damit dauerhaft und ist somit ein Schlüssel für bezahlbares Wohnen. Die Kosten für die Maßnahmen gehen aktuell über die Modernisierungsumlage einseitig zu Lasten der Mieter und führen zu überzogenen Mietsteigerungen. Das ist enorm problematisch. Wir fordern daher eine Reform des Mietrechts."

Deshalb hat die DUH zusammen mit dem Deutschen Mieterbund (DMB) ein 6-Punkte-Sofortprogramm für eine sozialverträgliche Gestaltung von energetischen Sanierungen und mehr Klimaschutz im Gebäudebereich entwickelt. Darin setzen sich DUH und DMB für eine Gleichverteilung der Kosten zwischen Mieter, Vermieter und dem Staat ein.

Dazu Metz weiter: "Die Politik muss sich für die unterschiedlichen Interessen von Mietern, Vermietern und Eigentümern einsetzen. Auf der einen Seite müssen Mieter entlastet werden. Auf der anderen Seite brauchen Vermieter und Eigentümer trotz der verminderten Modernisierungsumlage ausreichend finanzielle Anreize, ihre Gebäude energetisch zu sanieren. Der Klimaschutz beim Bauen und Wohnen kommt nur voran, wenn alle an einem Strang ziehen." Quelle: DUH / pgl

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BASF und Aspen Aerogels bauen Partnerschaft aus

7. huhtikuu 2019 - 7:13

Mit der Unterzeichnung eines Nachtrags zu ihrem bestehenden Liefervertrag bauen BASF und Aspen Aerogels ihre Partnerschaft aus. Dieser Nachtrag beinhaltet die Produktion und Lieferung eines neuen, nicht brennbaren Produkts zur Wärmedämmung. 

Die heute verfügbare Wärmedämmtechnologie Slentex kombiniert thermische Leistung und Brandschutzklasse  nicht brennbar. Slentex wurde für Anwendungen im Hoch- und Tiefbau entwickelt, darunter Fassadensysteme, Wärmebrücken und Übergangsbereiche. Das neue Dämmprodukt wird jedoch auch breitere Anwendungen außerhalb der Bauindustrie abdecken und zeigt ergänzend zu Slentex in frühen Tests mit Kunden eine gute Leistung.

Im Rahmen der Vereinbarung erhält Aspen von der BASF eine zweite Tranche der Vorauszahlung, die zur Unterstützung der Produktoptimierung und der Entwicklung neuer Verfahren eingesetzt wird. Die BASF erhält die alleinigen Rechte zur Vermarktung des Produkts für die Bauindustrie und andere ausgewählte Märkte.

"Als wir 2016 unsere Entwicklungsvereinbarung mit der BASF ankündigten, hatten wir eine gemeinsame Vision, innovative und außergewöhnliche Produkte zu entwickeln", sagte Don Young, Präsident und CEO von Aspen. "Diese Vereinbarung bekräftigt das Versprechen unser Produkt gemeinsam zu entwickeln und die zusätzliche Vorauszahlung stärkt unsere Finanzlage."

"Die erfolgreiche Entwicklung des Produkts wird uns helfen, den schnell wachsenden Markt der Hochleistungsdämmstoffe besser zu bedienen", sagte Raimar Jahn, Präsident, Performance Materials, BASF. Quelle: aspen / al

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Schaltuhr umstellen und Heizkosten sparen

6. huhtikuu 2019 - 7:35

Ob die Uhr im Auto oder der Wecker im Regal: Wenn auf Sommer- oder Winterzeit umgestellt wird, muss die Zeit noch bei so mancher Uhr manuell angepasst werden. Dazu gehört auch die Zeitschaltuhr an der Heizung, wenn sie zu den älteren Modellen zählt und sich nicht automatischen der Witterung anpasst. Wird nicht an die Heizung gedacht, springt sie in der Sommerzeit eine Stunde später an als gewöhnlich und heizt am Abend eine Stunde länger. Somit wird Wärme produziert, wenn sie gar nicht gebraucht wird.

Aber auch bei modernen Anlagen sollte geprüft werden, ob es nicht an der Zeit ist, die Heizung in den Sommerbetrieb umzustellen. Da die Tage nicht nur länger, sondern Außentemperaturen nach der Umstellung auf die Sommerzeit in der Regel auch wärmer werden. Damit sinkt in den vier Wänden der Bedarf an zusätzlicher Wärme durch die Heizung. 

Allzu oft muss aber nicht mehr an die Umstellung der Heizanlage gedacht werden. Spätestens 2021 wird die Zeitumstellung abgeschafft, je nachdem ob sich Deutschland bis April 2020 für die Sommer- oder Winterzeit entscheidet, wird im März oder im Oktober 2021 Uhr ein letztes Mal umgestellt. al

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Vaillant zeigt auf Hannover Messe digitale Heiztechnik

5. huhtikuu 2019 - 7:25

Auf der Hannover Messe präsentiert Vaillant seine digitalen Produkte und Services für Immobilienbesitzer und Fachhandwerker auf dem Stand von Microsoft. Das Unternehmen für Heiztechnik hat sich vorgenommen, einerseits die Effizienz und den Komfort für den Heizungsbesitzer zu verbessern. Andererseits werden Installation und Wartung für den Fachhandwerker vereinfacht. Künftig setzt Vaillant dabei auch auf die Cloud-Plattform Microsoft Azure.

So ist das digital vernetzte System in der Lage, das Verhalten der Hausbewohner zu verstehen und die Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser daran anzupassen. Verbrauchswerte der Anlage sind für den Besitzer in der Vaillant App, die über eine digitale Schnittstelle mit der Heizung verbunden ist, einsehbar.

Fachhandwerker können mit einer speziellen App für Installateure ihre Kunden betreuen. Als lernendes Frühwarnsystem zeigt die App an, wenn beispielsweise der Wasserdruck über einen längeren Zeitraum sinkt oder ob ein anderer Betriebszustand von der Norm abweicht. Bevor es zu einem Geräteausfall kommt, erhält der Fachhandwerker online einen Hinweis, die Anlage zu überprüfen. Dies reduziert Wartungs- und Reparaturaufwände.

„Unseren Endkunden wollen wir maximale Transparenz über Energieverbrauch und einen optimalen Betrieb ihrer Heizungsanlage bieten; unseren Fachhandwerkern neue internet-basierte Lösungen zur Vereinfachung ihres Tagesgeschäfts“, erläutert Philipp Fudickar, Leiter des Internet of Things-Programm bei der Vaillant Group. Quelle: Vaillant / al

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Grüne: "Bundesregierung hält Klimastudien zurück"

4. huhtikuu 2019 - 7:31

Seit 2017 haben das Wirtschafts- und das Umweltministerium mehr als 200 Studien in Auftrag gegeben, die sich mit der Klimasschutz- und Energiepolitik befassen. Einige Studien, die wesentliche Ergebnisse für die Energie- und Klimaschutzpolitik enthalten, sind aber bisher nicht veröffentlicht. Darunter zum Beispiel die Studie mit dem Titel: „Weiterentwicklung der Energiewendeziele in Hinblick auf die Klimaschutzziele 2050“ im Auftrag des Bundesumweltministeriums. Daran beteiligt sind das Institut für Zukunftsenergie und Stoffstromsysteme (izes), Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft  (FÖS) und die  Energynautics GmbH. Aus Sicht der Grünen liefert die Regierung keine schlüssigen Gründe, weshalb die Studien noch nicht veröffentlich worden sind.

Lisa Badum, Sprecherin für Klimapolitik bei den Grünen erklärt, dass an Erkenntnissen kein Mangel bestehe. Die Regierung erhalte aus ihren eigenen Studien klare Aussagen, was zu tun ist, um Klimaschutzvereinbarungen zu erfüllen. Das geht beispielsweise aus der bereits veröffentlichten Studie „Langfristszenarien für die Transformation des Energiesystems in Deutschland Modul 10.a: Reduktion der Treibhausgasemissionen Deutschlands um 95 % bis 2050" im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hervor.  

Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik: „Es ist ein Unding, dass die Regierung unbequeme Wahrheiten offenbar in der Schublade verschwinden lassen will. Immerhin sind diese Studien steuerfinanziert, die Öffentlichkeit hat ein Recht auf diese Erkenntnisse. Mit jedem weiteren verschenkten Monat steigen die Folgekosten der Klimakrise und die fälligen Ausgleichszahlungen für verfehlte Klimaziele der Europäischen Union. Das wird am Ende richtig teuer für alle.“

Die Bundesregierung weiß laut den Grünen um die Notwendigkeit von weitreichenden Maßnahmen für die Erreichung eines 95-Prozent-Treibhausgas-Reduktionsszenarios. Das belegen Studien, die veröffentlicht wurden. Zu den dort beschriebenen Maßnahmen gehören unter anderem die Einführung eines verlässlichen und wirksamen CO2-Preises, die Beschleunigung des Ausbaus Erneuerbarer Energien, der Ausstieg von Autos mit Verbrennungsmotoren auf Basis fossiler Brennstoffe sowie eine schnelle und tiefe Sanierung der Gebäude. Quelle: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen / al

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