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Öko-Branchenbuch, Öko-News und Öko-Jobs - alle Öko Unternehmen auf einen Blick

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Agora zieht gemischte Energiewendebilanz

Enbausa - 7. January 2020 - 7:00

"Die Energiewende kommt damit beim Zuwachs der erneuerbare Energien und beim Ausstieg aus der Atomenergie gut voran. Eine schlechte Bilanz war 2017 jedoch bei den Treibhausgasemissionen zu verzeichnen", teilt Agora Energiewende mit. Das dritte Jahr in Folge stagnierte der Ausstoß des klimaschädlichen CO2, statt wie geplant zu sinken. Denn während im Stromsektor die Emissionen infolge des Rückgangs der Steinkohleverstromung 2017 leicht zurückgingen, stiegen sie im Verkehrs-, Gebäude- und Industriesektor aufgrund des höheren Mineralöl- und Erdgasverbrauchs.

"Der gegenwärtige Trend läuft darauf hinaus, dass Deutschland im Jahr 2020 seine Emissionen nur um 30 Prozent statt wie geplant um 40 Prozent gegenüber 1990 vermindert", sagt Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. Die Studie "Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2017" beschreibt in zehn Kapiteln mit zahlreichen Abbildungen die wesentlichen Trends. Sie basiert auf aktuell verfügbaren Daten aus zahlreichen öffentlichen Quellen.

Wesentliche Ursache für diesen Trend ist die Entwicklung beim Energieverbrauch: Im vergangenen Jahr wurde 0,8 Prozent mehr Energie verbraucht als 2016 – Strom, Diesel und Erdgas legten zu. Es wird damit nahezu unmöglich, die von der Bundesregierung im Energiekonzept 2010 beschlossenen Energieeffizienzziele für 2020 (minus 20 Prozent Primärenergie- und minus 10 Prozent Stromverbrauch gegenüber 2008) zu erreichen. "Die Energieeffizienz-Fortschritte sind zu gering, um zusätzliche Verbräuche aus Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum auszugleichen oder sogar zu überkompensieren", sagt Graichen. Quelle: Agora Energiewende / sue

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Thema Klimagerechtigkeit## 6. Stuttgarter Forum für Entwicklung am 19. Oktober

epo - 41 min 7 sec ago

Stuttgart. - Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) und die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global veranstalten am Freitag (19. Oktober) das sechste Stuttgarter Forum für Entwicklung. Es steht unter dem Titel "Für weltweit gute Aussichten: Klimagerechtigkeit für alle!"

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Energiewende mit Mensch und Natur

Sonnenseite.com - 16. October 2018 - 16:57
Das Stromsystem nach 2035: WWF legt umfassende Studien zum Erneuerbaren-Ausbau vor.
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Im Januar 2019 startet car2go in Paris mit 400 smart EQ fortwo Elektroautos

Grüne Autos - 16. October 2018 - 13:36
Im Januar 2019 wird car2go mit der französischen Hauptstadt der 26. Standort weltweit sowie der 15. in Europa eröffnet. Als Besonderheit wird es zudem der erst vierte Standort mit einer rein elektrischen car2go Flotte sein. Insgesamt wird das Unternehmen in Paris mit 400 smart EQ fortwo der neuesten Generation starten, die registrierten Kunden dann zur ...
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Reinert neuer Vorstandssprecher bei SMA

SolarServer - 16. October 2018 - 13:20
Der Aufsichtsrat der SMA Solar Technology AG verkleinert die Zahl der Vorstandsmitglieder. Dr.-Ing. Jürgen Reinert (50) wird mit sofortiger Wirkung Vorstandssprecher der SMA. Er folgt auf Pierre-Pascal Urbon (47), der das Unternehmen zum 31. Dezember 2018 auf eigenen Wunsch verlässt.

Meyer Burger verlagert nach China und baut Stellen ab

SolarServer - 16. October 2018 - 13:04
Die Meyer Burger Technology AG hat heute ein Transformationsprogramm veröffentlicht und strukturelle Änderungen angekündigt. Teil davon ist die Verlegung des Vertriebs nach China. Die Maßnahmen führen zu einem Abbau von 100 Arbeitsplätzen.

Online-Plattform Solarthermalworld: Jubiläum und Relaunch

SolarServer - 16. October 2018 - 12:08
Die Online-Plattform solarthermalworld.org feiert ihren 10. Geburtstag mit einem Relaunch. Die Website ist eine Fundgrube für Informationen über solarthermische Märkte und Technologien.

Trina Solar liefert Module für Ukraines größtes Solarkraftwerk

SolarServer - 16. October 2018 - 11:47
Trina Solar hat Photovoltaik-(PV-)Module mit einer Leistung von 123 MW für ein Solarkraftwerk in der Ukraine geliefert. Das fertige Projekt stellt das größte lokale PV-Kraftwerk und die größte PV-Einzelanlage in Europa dar.

Nahrungsmittelpreise## Konfliktländer erleben rasanten Anstieg

epo - 16. October 2018 - 11:13

Rom. - Am Welternährungstag (16. Oktober) hat das UN World Food Programme (WFP) eine neue Studie veröffentlicht. Sie zeigt: Nahrungsmittel in Konfliktgebieten oder politisch instabilen Ländern werden immer unerschwinglicher. Die anhaltend hohen Nahrungsmittelpreise zerstören in dutzenden weiteren Ländern die Hoffnung auf eine nahrhafte Mahlzeit für Millionen Menschen.

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Eurosolar unterstützt Rechtsweg gegen die Besondere Ausgleichsregelung

Sonnenseite.com - 16. October 2018 - 10:57
Der Verein Sonneninitiative e.V. wehrt sich vor Gericht dagegen, dass Industriebetriebe Rabatte bei der der EEG-Umlage bekommen. Nun kommt Unterstützung vom Branchenverband Eurosolar.
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SolarEdge vor Übernahme von Kokam

SolarServer - 16. October 2018 - 10:10
SolarEdge Technologies übernimmt 75 Prozent der Aktien des Batteriespezialisten Kokam. Kokam sitzt in Südkorea und bietet Lithium‐Ionen-Batteriezellen, Batterien und Energiespeicherlösungen an.

Verbraucherzentrale: Unfaire Verteilung der Stromkosten geht weiter

Sonnenseite.com - 16. October 2018 - 9:57
Regierungsgutachten schlägt höhere Grundpreise für Verbraucher vor. Private Verbraucher sollen bei den Stromkosten erneut für zusätzliche Privilegien der Industrie aufkommen.
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Pierre-Pascal Urbon verlässt SMA

SolarServer - 16. October 2018 - 9:55
Der Aufsichtsrat der SMA Solar Technology AG verkleinert die Zahl der Vorstandsmitglieder. Dr.-Ing. Jürgen Reinert (50) wird mit sofortiger Wirkung Vorstandssprecher der SMA. Er folgt auf Pierre-Pascal Urbon (47), der das Unternehmen zum 31. Dezember 2018 auf eigenen Wunsch verlässt.

Jacob Fahrenkrug: „Smart Home-Lösungen werden zum alltäglichen Bestandteil des Lebens“

Pelletshome - 16. October 2018 - 9:00

Jacob Fahrenkrug Im Mai hat Viessmann, weltweit agierender Hersteller von Energiesystemen, den Smart Home-Hersteller Wibutler übernommen. Inwieweit die Digitalisierung den Pelletsmarkt betrifft und welche Rolle Biomassekessel in einem Smart Home spielen, erklärt Jacob Fahrenkrug, der Technische Direktor der Viessmann Group VC/O GmbH.

Herr Fahrenkrug, was versteht Ihr Unternehmen unter einem Smart Home?
Viessmann versteht unter Smart Home ein im weitesten Sinne intelligentes Haus. Darin kommunizieren intelligente Komponenten untereinander, beispielsweise der Wärmeerzeuger mit den Raumthermostaten, der Lüftungsanlage oder auch mit der gegebenenfalls vorhandenen Photovoltaikanlage. Zugleich lassen sich diese Komponenten vom Nutzer mit internetfähigen Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Sprachassistenten kontrollieren und steuern.

Wie lassen sich Pelletsheizungen in ein Smart Home einbinden?
Mit Vitoconnect 100 bietet Viessmann eine Schnittstelle an, mit der nahezu alle unsere Heizkessel an das Internet und damit auch in moderne Smart Home-Lösungen eingebunden werden können. Das gilt übrigens nicht nur für Neuanlagen, sondern auch für bestehende Anlagen. Die kleine Vitoconnect 100-Box wird dazu einfach per Plug & Play mit der Regelung des Pelletskessels verbunden. Die Verbindung zum Internet über den DSL-Router im Haus ist so in wenigen Minuten hergestellt. Der Betreiber kann dann seine Heizung sehr komfortabel per ViCare-App und Smartphone bedienen. Auf seinen Wunsch hin kann über Vitoconnect 100 die Heizungsanlage von einem Fachbetrieb mit Hilfe des Servicetools Vitoguide für Fernwartung und Serviceeinsätze freigeschaltet werden. Der Heizungsfachmann kann beispielsweise Parameteränderungen zur Optimierung des Heizbetriebs von seinem Schreibtisch aus durchführen und mögliche Störungen frühzeitig erkennen – noch bevor der Anlagenbetreiber es merkt. Das verschafft dem Betreiber ein Höchstmaß an Sicherheit.

Welchen Nutzen haben die Kunden von der fortschreitenden Digitalisierung in der Heizungstechnik?
Wie bereits erwähnt, profitieren die Anlagenbetreiber von Energieeinsparungen, höherem Komfort und einem deutlichen Plus an Sicherheit. So können sie beispielsweise mit der ViCare-App mit wenigen Klicks für jeden Tag der Woche die Schaltzeiten ihrer Heizung individuell einstellen und die Raumtemperaturen an ihren Bedarf anpassen. Das sorgt für deutlich niedrigere Heizkosten bei zugleich höherem Komfort in den eigenen vier Wänden.

Welchen Aufwand betreibt ihr Unternehmen für Datenmanagement und -sicherheit?
Unsere Internet-Schnittstelle Vitoconnect 100 basiert auf einem umfassenden Sicherheitskonzept, das die VDE-Prüfung zu Smart Home-Informationssicherheit erfolgreich bestanden hat. Die Firmware von Vitoconnect 100 wird gemäß den Nutzungsbedingungen regelmäßig aktualisiert, selbstverständlich auch im Falle einer Sicherheitslücke. Das Update wird automatisch eingespielt.
Die Cloud-Server befinden sich bei großen europäischen Rechenzentren, die besonders stark abgesichert sind und deshalb höchste Sicherheitsanforderung erfüllen, zum Beispiel nach ISO 27001.

Inwieweit beeinflussen die Digitalisierung und der Trend zu Kombiheizungen aus Ihrer Sicht die Zukunft des Marktes für Pelletsheizungen?
Pelletsheizungen werden häufig von überzeugten Holzheizern angeschafft, für die eine andere Art der Wärmeerzeugung nicht in Frage kommt. Daher beeinflussen Digitalisierung und das Angebot an Kombi- oder Hybridheizungen den Pelletsmarkt kaum, zumal moderne Kessel problemlos mit dem Internet verbunden und in Smart Home-Systeme eingebunden werden können. Sehr viel stärker beeinflussen die Preisentwicklung bei den Brennstoffen sowie die Attraktivität der staatlichen Förderung den Markt.

Wie sieht ein Smart Home heute aus, wie in Zukunft?
Bereits heute sind viele Haushalte smart und mit einer Reihe von intelligenten Geräten ausgestattet. Im Fokus stehen dabei intelligente Assistenten mit Sprachsteuerung wie zum Beispiel Amazon Alexa und Apple Homekit. Die Möglichkeiten dieser Geräte gehen weit über einfache Funktionen wie etwa das Abspielen von Musik hinaus. Sie können mit einer Vielzahl von Geräten im Haus verbunden werden und diese steuern. In der Zukunft wird Hardware und intelligente Software noch nahtloser miteinander verschmelzen. Die Intelligenz wird nahezu unsichtbar in das Umfeld des Hausbesitzers integriert und Sprach- und Bewegungssteuerung werden physische Interaktionen vollständig ersetzen.

Inwieweit spielt die Verbindung von Strom- und Wärmeerzeugung eine Rolle in einem Smart Home?
Nach dem Willen der Politik muss die Welt bis 2050 ohne fossile Brennstoffe auskommen. Strom aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen wird zum dominierenden Energieträger. Das führt zu einem zunehmend schwankenden Angebot, an das sich der Energieverbrauch anpassen muss. Das kann nur gelingen, wenn die Energieeffizienz erhöht wird und die Verbrauchssektoren Strom, Wärme und Mobilität gekoppelt werden. Strom und Wärme wachsen daher immer mehr zusammen. Aus heutiger Sicht betrifft diese Entwicklung im Wärmesektor vor allem Gas- und Wärmepumpenheizungen. Stromüberschuss lässt sich in Power-to-Gasanlagen zur Erzeugung von Wasserstoff oder synthetischem Methan nutzbar machen, mit dem Gasheizungen betrieben werden. Kommunikationsfähige Wärmepumpen können einen Beitrag zur kurzfristigen Speicherung des Überschussstroms leisten, indem sie ihn in Wärme umwandeln, die in Pufferspeichern bevorratet wird. Aber auch Festbrennstoffkessel können in diesem Szenario eine wichtige Rolle spielen. Zur Wärmeerzeugung benötigen sie nur sehr wenig Strom. Ihr Einsatz kann in Zeiten, in denen der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, dazu beitragen, die Stromnetze zu entlasten.

Kann man den Bereich Smart Home bereits als Geschäftsfeld bezeichnen?
Innerhalb weniger Jahre wird der Smart Home-Markt ein Volumen von über 50 Milliarden US-Dollar erreichen und Wachstumsraten von 15 Prozent und mehr aufweisen. Es gibt viele Akteure in diesem Markt: von etablierten Branchengrößen wie Apple und Google bis hin zu einer Vielzahl von Start-ups, die versuchen, Nischenanwendungen zu besetzen. Smart Home kann deshalb schon jetzt als Geschäftsfeld bezeichnet werden. Wenn sich einzelne Smart Home-Lösungen erst einmal bei den Nutzern etabliert haben, werden wir erleben, dass sich digitale Ökosysteme bilden, die miteinander verbunden sind und zum alltäglichen Bestandteil des Lebens werden.

Die Fragen wurden per E-Mail gestellt.

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Eisspeicher gibt es nicht von der Stange

Enbausa - 16. October 2018 - 8:03

Knapp 500 Mieter in Hamburg-Wilstorf ernten seit einigen Jahren die Früchte einer mutigen Entscheidung des Eisenbahnbauverein Harburg e.G (EBV). Als eines der ersten Wohnungsbauunternehmen überhaupt entschied sich die EBV 2014 für den Einsatz eines Eisspeichers. Investitionskosten: rund acht Millionen Euro.

Zuvor wurden in den Wohnungen, die aus den 1950er Jahren stammen, alle bisherigen Elektrospeicheröfen aus- und dafür Gas-Zentralheizungen eingebaut. Der Betrieb der Gasbrenner ist jedoch nur für Übergangszeiten vorgesehen. Die größte Wärmelast trägt der 1.500 Kubikmeter große Eisspeicher.

"Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis", resümiert EBV-Vorstand Joachim Bode das Projekt in Hamburg-Wilstorf. "Die Mieter erhielten im ersten Jahr drei- bis vierstellige Beträge an Heizkostenvorauszahlungen zurück. Je nach persönlichem Bedarf an Heizungswärme und Warmwasser zahlen unsere Mieter nun entsprechend ihrer Wohnungsgröße zwischen 3,97 und 7,87 Euro pro Quadratmeter und Jahr. Damit ist das Ziel erreicht, die Kosten für Heizung und Warmwasser um durchschnittlich 50 Prozent zu senken."

Genehmigungsfrei, energie- und kosteneffizient

Eisspeicher sind große, ungedämmte Betonbehälter, die mit normalem Leitungswasser gefüllt und unter der Erde platziert werden. Sie nutzen die Energie, die frei wird, wenn Wasser gefriert und wieder auftaut und funktionieren als saisonale Speicher, also im jahreszeitlichen Wechsel von Wärmeentzug im Winter und Wärmezufuhr im Sommer. "Sie speichern Energie auf einem Temperaturniveau, bei dem es nicht zu den üblichen Transmissionswärmeverlusten durch die Behälterwand kommt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wärmepumpensystem sind sie genehmigungsfrei, in der Regel günstiger als Sondenbohrungen und lassen sich auch in Wasserschutzgebieten realisieren", beschreibt Bernd Schwarzfeld vom Ingenieurbüro BZE Ökoplan, der an dem Projekt in Hamburg beteiligt war und seither die meisten in Deutschland umgesetzten Eisspeicher-Einbauten betreut hat.

"Gerade wenn eine Wärmepumpen Heizung im Bestand nachgerüstet werden soll, sind Eisspeicher eine energie- und kosteneffiziente Lösung", so der Ingenieur. Bei einer Gebäudeheizung wirken in der Regel der Speicher, eine Wärmepumpe sowie Solarkollektoren oder -absorbern zusammen, die Wärme vom umgebenden Erdreich oder aus Abwärme von Gebäuden und Anlagen gewinnen und dem Speicher zuführen. "Die Wahl der spezifischen Anlagenkomponenten hängt entscheidend vom jeweiligen Energieversorgungskonzept ab", sagt Schwarzfeld.

Während der Heizperiode entzieht eine Wärmepumpe dem Eisspeicher dem Wasser so viel Energie, dass es auf 0 Grad abkühlt und zu vereisen beginnt. Die besonders hohe Effizienz und hohen Wärmespeicherkapazität des Eisspeichers rührt von der spezifischen Kristallisationsenergie des Wassers her: wenn Eis schmilzt werden dabei 335 Kilojoule je Liter Wasser frei. Das entspricht der Energiemenge, die benötigt wird, um Wasser von 0 auf 80 °C zu erwärmen. Im Sommer taut das Eis auf und kann als praktisch kostenlose Kältequelle zur Gebäudeklimatisierung oder für anderweitige Kühlung genutzt werden.

Abkoppelung von Preissteigerung

Eisspeicherheizung, Solarthermie und Wärmepumpe: Mit dieser Kombination hält die WIRO Wohnen Wohnungsgesellschaft mbH in ihrer 2015 neu gebauten Wohnanlage in Rostock mit 39 Wohnungen und einer Gewerbeeinheit die "zweite Miete" gering. Dafür wurde im Außenbereich der Häuser ein Betonspeicher in der Erde versenkt. "Unser Ziel war eine weitgehende Abkopplung von Energiepreissteigerungen", beschreibt Dagmar Horning die Beweggründe.

Die Erzeugung der Heizenergie ist im Rostocker Projekt mit diesem System völlig unabhängig von fossilen Brennstoffen. "Auf aufwendige Maßnahmen zur Dämmung und Energieeinsparung über die EnEV-Mindestanforderungen hinaus konnten wird verzichten - ein entscheidender Beitrag zu geringeren Baukosten und wettbewerbsfähigen Mieten", sagt Horning.

Die Mieter der beiden Neubauten zahlen nach Angaben der WIRO für die warmen Betriebskosten 44 Cent pro Quadratmeter und Monat. In einem vergleichbaren Haus mit einem Fernwärmeanschluss wäre es mindestens ein Drittel mehr gewesen, so die WIRO. Aktuell plant die Wohnungsbaugesellschaft die Bebauung des Rostocker Werftdreiecks. "Hier denken wir auf jeden Fall über den erneuten Ansatz eines Eisspeichers nach", sagt Horning.

Akzeptanzprobleme bei den Mietern

Anders in Köln. Dort wurde die Eispeichertechnik für ein Mehrgenerationen-Quartier der Vivawest Wohnen GmbH mit 112 Wohnungen eingesetzt. "Obwohl die Eisspeichertechnik durchaus einen vielversprechenden Lösungsansatz zur Vermeidung von CO2-Emissionen darstellt, hat unser Monitoring gezeigt, dass Investition, Aufwand und Nutzen des Technikeinsatzes gegenwärtig noch nicht in einem wirtschaftlich ausgeglichenen Verhältnis zueinander stehen", sagt Unternehmenssprecher Uwe Schäfer.

Ein Teil des Konzepts sind so genannte Teil-Inklusivmieten. Das bedeutet, dass die Nebenkosten der Wärmeversorgung bereits in die Miete integriert werden, um mögliche steigende Gas oder Ölpreise abzufedern. "Traditionelle Umgangsweisen mit der Haustechnik, insbesondere Erwartungshaltungen an die Wärmeversorgung, sind derart etabliert, dass kaum Verständnis für die Funktionsweise von Anlagen mit Niedertemperaturtechnik zu erlangen ist. Die meisten Menschen sind es einfach gewohnt, je nach individuellem Empfinden spontan die Heizung hochzudrehen nachdem die Fenster geöffnet waren, unabhängig davon, dass dies mit Mehrkosten für sie verbunden ist, " sagt Schäfer.

Vermeintliche Einschränkungen wie beispielsweise der Umstand, dass der Heizkörper nicht "heiß" wird, würden nach wie vor als Verlust an Wohnkomfort oder gar als Mangel wahrgenommen, so Schäfer.

Auch in Frankfurt äußert man sich kritisch. "Wir werden erstmal kein zweites Projekt dieser Art aufsetzen", sagt Jens Duffner, Leiter Kommunikation bei Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH. Das EnergiePlus-Haus mit dem Eisspeicher auf dem Frankfurter Riedberg sei ausdrücklich als Pilotprojekt geplant gewesen, um Erfahrungen zu sammeln wie sich ein technisch komplexes Gebilde und der Verbund unterschiedlicher Technologien wie Eisspeicher, Wärmepumpe und Energie-Speichermedien im normalen Vermietungsgeschäft handhaben lässt. "Dass die Erwartungen der Ingenieure sich im Alltagsbetrieb nicht eins zu eins erfüllt haben, hat uns nicht überrascht", sagt Duffner. Künftig wolle man auf bewährte und preiswertere Standardlösungen setzen.

Förderprogramme nicht auf Eisspeicher ausgelegt

Dass der Eisspeicher noch weit davon entfernt ist, eine Standardlösung zu sein, musste auch Sebastian Krug, Klimaschutzmanager des Kreises Rendsburg-Eckernförde, erfahren. In Rendsburg wird künftig der denkmalgeschützte Uhrenblock aus dem 19. Jahrhundert, ein ehemaligen Kasernengebäude, welches heute Privatwohnungen, Gewerbeeinheiten und ein kleines Schwimmbad beherbergt sowie des Kreishaus, Baujahr 1979, mit einem Eisspeicher beheizt.

Obwohl die Planungen für den Eisspeicher bereits 2014 anliefen, wird das neue Heizsystem erst diesen Winter in Betrieb genommen. Doch nicht die Technologie sei das Problem gewesen, sondern fehlende Fördermittel. "Praktisch alle bestehenden Nahwärme- oder Speicherförderungen sind einfach nicht auf kalte Systeme auslegt", sagt Krug. Das Vorzeigevorhaben konnte schlussendlich durch eine Förderzusage in Höhe von 200.000 Euro durch das Land Schleswig-Holstein realisiert werden.

"Bei dem Projekt steht ganz klar die CO2-Einsparung im Vordergrund. Das heißt, die Geldgeber waren bereit, Mehrkosten im Vergleich zu einem konventionellen Heizsystem von vier Prozent zu tragen", sagt Krug. "Dafür haben wir nun aber Planungssicherheit in Hinblick auf CO2-Steuern und steigende Heizkosten, die auf uns viel weniger Auswirkungen haben werden, als wenn wir uns für einen Gaskessel entschieden hätten", sagt Krug.

Die Besonderheit bei diesem Vorhaben: Auf Sanierungsmaßnahmen wurde weitgehend verzichtet, es wurde lediglich ein veraltetes BHKW abgebaut und alle Heizkörper ausgetauscht. Der Wärmebedarf liegt pro Gebäude bei rund einer Gigawattstunde.#

Die Stadtwerke versenken aktuell einen 560 Kubikmeter fassenden Speicher auf einer Wiese am Kreishaus. Eine ausgeklügelte Kaskadenschaltung bestehend aus einer Gasabsorptionswärmepumpe und drei Elektrowärmepumpen wird die notwendigen Vorlauftemperaturen für eine angenehme Raumtemperierung erzielen. An den in der Region nur sehr seltenen außergewöhnlich kalten Tagen sorgt ein Gas-Spitzenlastkessel für eine ausreichende Innentemperatur.

Ideal für Sektorkoppelung

Ermutigt von dem ersten Erfolg hat die EBV inzwischen ein weiteres Projekt in Angriff genommen. Am Reeseberg in Hamburg wird die Situation genutzt werden, dass zu bestimmten Zeiten Ökostrom in Norddeutschland im Überfluss vorhanden ist und deswegen Strom an der Börse besonders günstig erhältlich ist. Fällt der Preis dort unter einen bestimmten Wert, wird dieser genutzt, um über Heizstäbe die insgesamt zwei Millionen Liter umfassenden Eisspeichern zu erhitzen.

"Die Anlagen koppeln auf diese Weise die Segmente Strom und Wärme", sagt Bernd Schwarzfeld, der erneut in diesem Projekt involviert ist. Für diesen Beitrag die Stromnetze stabil zu halten, erhält die EBV einen Teil der Umlagen auf den bezogenen Überschussstrom zurückerstattet.

In den Wohnungen am Reeseberg werden die alten Stromspeicheröfen durch normale Heizwasser-Heizkörper ersetzt und eine Frischwasserstation mit elektrischer Nachheizung integriert. Ein Auszug der Mieter während der Maßnahme ist nicht nötig. Bei den insgesamt 19 Gebäuden, die aus den Baujahren 1963 bis 1966s stammen hätte eine klassische Sanierung mit hohen Dämmstärken Kosten von 400 bis 500 Euro pro Quadratmeter verursacht. Durch die Eisspeicherheizung liegen die Ausgaben nach Angaben der EBV inklusive Austausch der alten Elektroöfen in den Wohnungen bei nur rund 120 Euro pro Quadratmeter.

Insgesamt plant die Wohnungsbaugesellschaft für das neue Eisheizungsprojekt acht Millionen Euro zu investieren. Aus der ersten Anlage in Hamburg-Wilstorf haben die Techniker einiges gelernt. Anstatt einem einzigen großen Speicher werden diesmal Projekt vier kleinere verbaut. "Das senkt den Platzbedarf und damit den baulichen und organisatorischen Aufwand, da die Speicher jetzt besser zwischen die Häuserzeilen passen und die Erdarbeiten einfacher werden", sagt Bernd Schwarzfeld. Für die Mieter soll die Nettokaltmiete bei durchschnittlich 5,50 Euro bleiben. Das Klima profitiert von dem neuen Eisspeicher-Projekt des EBV erheblich: der CO2-Ausstoß soll um über die Hälfte gesenkt werden. Von Daniela Becker 

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Verband fordert höhere Sanierungsquote am Dach

Enbausa - 16. October 2018 - 7:52

"In der Dachsanierung schlummert ein enormes energetisches, wirtschafts- und beschäftigungspolitisches Potenzial, das wir heute schon nutzen müssen", sagt Matthias Frederichs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Ziegelindustrie. "Wer die Klimaschutzziele im Gebäudebereich erreichen will, kommt auch an der Dachsanierung im Bestand nicht vorbei", ist Professor Andreas Holm überzeugt.

Allerdings sei das Ziel der Bundesregierung, bis 2050 einen CO2-neutralen Gebäudebestand zu erreichen, mit der aktuellen Dachsanierungsquote nicht machbar, so Holm. Bei den Ein- und Zweifamilienhäusern, die knapp zwei Drittel der Wohngebäude abdecken, verfügen vier Millionen Dächer nur über den Mindestwärmeschutz oder sind gleich ganz ungedämmt, so die Studie des FIW. Das entspricht circa 600 Millionen Quadratmeter Dachfläche.

Weitere 6,5 Millionen Dächer genügen nur den energetischen Anforderungen der Wärmeschutz-verordnung von 1977 beziehungsweise 1984, was circa einer Milliarde Quadratmeter Dachfläche entspricht. Insgesamt weist jedes zweite Wohngebäude in Deutschland einen unzureichenden Wärmeschutz auf. Vor allem Steildächer müssten saniert werden: Neun von zehn Wohngebäuden in Deutschland haben ein geneigtes Dach, heißt es in der Studie.

Um das Tempo der Dachsanierung zu steigern, fordert der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie eine maßvolle Anhebung der Sanierungsquote auf zwei Prozent. Damit wären bereits vor 2045 die Sanierungspotenziale für Dachkonstruktionen entsprechend des Mindestwärmeschutzes und der Wärmeschutzverordnung von 1977 erschlossen. Außerdem könnten CO2-Emissionen und Primarenergiebedarf um 10 bis 15 Prozent gegenüber dem Status quo eingespart werden. Die dafür notwendigen Mehrkosten von 1,5 Prozent gegenüber den Kosten der derzeitigen Dachsanierungsquote seien vertretbar.

Allerdings reichten die bisherigen Förderinstrumente zur Finanzierung dieser Mehrkosten nicht aus. Bis Ende des Jahres will die Bundesregierung das erste Maßnahmenprogramm zum Klimaschutzplan 2050 vorlegen und damit zunächst die Ziele bis zum Jahr 2030 sicherstellen. "Die Bundesregierung muss die energetische Sanierung von Gebäuden jetzt im Rahmen der Fortschreibung des Klimaschutzplans angehen und die Weichen richtig stellen", so Frederichs. Dazu würden beispielsweise zusätzliche Fördermaßnahmen der bundeseigenen KfW-Bank, steuerliche Anreize, Investitionszuschüsse sowie verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten beitragen.

Wichtig sei auch, so Frederichs, eine bessere Koordinierung der verschiedenen Maßnahmen, um Synergien zu nutzen und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Als Beispiel führt der Hauptgeschäftsführer die Kombination aus Dachsanierung und Installation einer Aufdach-PV-Anlage an. Quelle: Bundesverband der Ziegelindustrie / pgl

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Sanierungsquote bei Eigentümergemeinschaften sinkt

Enbausa - 16. October 2018 - 7:26

Knapp 70 Prozent der geteilten Mehrfamilienhäuser wurde laut dem Branchenbarometer des DDIV vor 1979 errichtet und entsprechen in ihrem ursprünglichen Bauzustand überwiegend nicht den energetischen Standards der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977. Die nachträgliche Wärmedämmquote ist dabei insbesondere bei WEG noch zu gering ausgeprägt. Noch dazu ist die Sanierungsbereitschaft geringer als früher. 

2017 ließen 35,2 Prozent der Befragten energetische Sanierungsmaßnahmen in durchschnittlich 4,7 Objekten durchführen. Damit hat sich die Sanierungsquote seit 2015 deutlich reduziert. Vor zwei Jahren beantworteten 44,2 Prozent der Befragten die Frage mit "Ja".

Die Gründe für die verminderte Sanierungstätigkeit im Vergleich zu 2015 lassen sich nicht eindeutig bestimmen. "Eine mögliche Ursache könnten erhöhte Kosten durch den voll ausgelasteten Bausektor sein, die zu einer Verschiebung anstehender Sanierungsmaßnahmen beitragen könnten" so der Verband.  Hinzu käme fehlendes Fachpersonal in den Verwaltungen, zu geringe Vergütungsmöglichkeiten für die Immobilienverwaltung und die fehlende Überzeugung der Wohnungseigentümer, dass energetische Sanierungsmaßnahmen von Vorteil sind.

79,2 Prozent der Befragten haben im Jahr 2017 keine Mieterstromprojekte durch Photovoltaikanlagen umgesetzt. Auch für das laufende Jahr sind die Planungen sehr begrenzt: 77,5 Prozent der Befragten planen 2018 keine Mieterstromprojekte in ihren Objekten.

Mit dem seit Juli 2017 bestehenden Mieterstromgesetz wird der Ausbau der Solarenergie auf Mehrfamilienhäusern unterstützt und gefördert. Insgesamt führt es aber noch nicht zu einer höheren Akzeptanz. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass der Strom auf dem Dach erzeugt wird und an Endverbraucher im Gebäude selbst oder in Gebäuden in unmittelbarem räumlichen Zusammenhang geliefert wird. Dadurch können WEG-Mehrhausanlagen eigenen Strom produzieren und verbrauchen. Nicht verbrauchter Strom kann ins öffentliche Netz eingespeist oder zwischengespeichert werden. Mieterstrom ist nicht nur auf Solarenergie beschränkt, sondern kann auch im Rahmen von Contracting-Modellen auf Basis anderer Technologien wie Kraft-Wärme-Kopplung angeboten werden. Quelle: DDIV / pgl

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Naturdenkmal der Zeitgeschichte: Das „Grüne Band“

Goethe Institut - 16. October 2018 - 5:00
Für Menschen war der „Eiserne Vorhang“ eine verbotene Zone. Doch zwischen Stacheldraht und Mauern entstand ein Stück kostbare Wildnis. ...
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TV-TIPP: Strom des Lebens

Sonnenseite.com - 16. October 2018 - 3:57
2018 wird laut Prognosen das Jahr mit dem bisher höchsten Energieverbrauch aller Zeiten werden - und der Stromverbrauch wird Schätzungen zufolge weiter drastisch steigen. 3SAT | 17.10.2018 | Teil 1: 20:15 Uhr und Teil 2: 21:05 Uhr
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Mit dem organische Halbleitermaterial Pentacen die Effizienz von Solarzellen steigern

Sonnenseite.com - 16. October 2018 - 3:57
Chemiker der Saar-Uni forscht mit internationalen Kollegen an Verbesserung von Solarzellen.
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