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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Updated: 41 min 46 sec ago

Agora zieht gemischte Energiewendebilanz

7. January 2020 - 7:00

"Die Energiewende kommt damit beim Zuwachs der erneuerbare Energien und beim Ausstieg aus der Atomenergie gut voran. Eine schlechte Bilanz war 2017 jedoch bei den Treibhausgasemissionen zu verzeichnen", teilt Agora Energiewende mit. Das dritte Jahr in Folge stagnierte der Ausstoß des klimaschädlichen CO2, statt wie geplant zu sinken. Denn während im Stromsektor die Emissionen infolge des Rückgangs der Steinkohleverstromung 2017 leicht zurückgingen, stiegen sie im Verkehrs-, Gebäude- und Industriesektor aufgrund des höheren Mineralöl- und Erdgasverbrauchs.

"Der gegenwärtige Trend läuft darauf hinaus, dass Deutschland im Jahr 2020 seine Emissionen nur um 30 Prozent statt wie geplant um 40 Prozent gegenüber 1990 vermindert", sagt Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. Die Studie "Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2017" beschreibt in zehn Kapiteln mit zahlreichen Abbildungen die wesentlichen Trends. Sie basiert auf aktuell verfügbaren Daten aus zahlreichen öffentlichen Quellen.

Wesentliche Ursache für diesen Trend ist die Entwicklung beim Energieverbrauch: Im vergangenen Jahr wurde 0,8 Prozent mehr Energie verbraucht als 2016 – Strom, Diesel und Erdgas legten zu. Es wird damit nahezu unmöglich, die von der Bundesregierung im Energiekonzept 2010 beschlossenen Energieeffizienzziele für 2020 (minus 20 Prozent Primärenergie- und minus 10 Prozent Stromverbrauch gegenüber 2008) zu erreichen. "Die Energieeffizienz-Fortschritte sind zu gering, um zusätzliche Verbräuche aus Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum auszugleichen oder sogar zu überkompensieren", sagt Graichen. Quelle: Agora Energiewende / sue

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Handyaufsätze für Thermografie bringen nichts

18. January 2018 - 7:00

"Hauseigentümer erhalten einerseits Hinweise, ob eine energetische Sanierung nötig ist", sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau. "Andererseits geben die Spezialaufnahmen im Nachhinein Aufschluss über die Qualität der Arbeiten während der Sanierung und zeigen auf, ob nachgebessert werden muss." Das Erstellen der Bilder und die Interpretation sollte unbedingt Fachleuten überlassen werden. Billigangebote bringen meist nichts. Zudem muss es kalt, nicht sonnig und trocken sein und das Haus beheizt.

Thermografie-Experten empfehlen Hauseigentümern, vorher kräftig einzuheizen, am besten kontinuierlich auf 20 bis 22 Grad und das bereits 24 Stunden vorher. "Daher muss auch die Nachtabsenkung der Heizung am Abend vor der Thermografie-Untersuchung ausgeschaltet werden", rät Dannecker. Erforderlich ist auch, in den Stunden vor den Aufnahmen die Fenster und Außentüren geschlossen zu halten. Wer, wie empfohlen, tagsüber mehrmals mit offenen Fenstern und Balkontüren mehrere Minuten querlüftet, erwärmt die Fassade mit der herausströmenden Warmluft. "Das Foto zeigt in solch einem Fall überhöhte Wärmeverluste an", sagt Hermann Dannecker vom Deutschen Energieberaternetzwerk (DEN). Auch sollten Rollläden weder tagsüber noch nachts heruntergelassen werden, um die Werte bei den Fenstern nicht zu verfälschen.

Finger weg von Billigangeboten und Handyaufsätzen

Vor Billigangeboten aus Internet und Hauswurfsendungen raten Experten wie Dannecker generell ab. Die vermeintlichen Schnäppchen gibt es bereits für rund 100 Euro. "Solche Angebote sind in der Regel unseriös", sagt auch Frank Hettler. Bei einem solchen Preis kann keine Fachkraft die Kosten decken und gleichzeitig gute Arbeit abliefern. Die Vorbereitung, Prüfung der Bedingungen, Messung und Auswertung benötigt mehrere Stunden.

Regelmäßig kommt es vor, dass Billigthermografen die Farbwiedergabe falsch eingestellt haben. Dann wird beispielsweise aus einem Grün oder Blau ein Orange oder Rot, aus einer gut gedämmten Fassade eine schlecht gedämmte, auch Reflexionen von Gläsern können falsch interpretiert werden. Die Folge: Hauseigentümer werden bei dem Termin zu anschließenden Sanierungsmaßnahmen überredet, die wenig bringen oder im Extremfall sogar schaden. Seriöse Thermografen dagegen legen die Daten offen, dokumentieren die Untersuchungsergebnisse schriftlich und erläutern sie mündlich. Wichtig ist auch: eventuell folgende Sanierungsmaßnahmen werden von Thermografen empfohlen aber von qualifizierten Gebäudeenergieberatern mit den Sanierenden gemeinsam beschlossen. So wird Missbrauch verhindert.

Auch Handyaufsätze halten nicht das, was sie versprechen. Inzwischen gibt es Aufsätze für unter 250 Euro. Die Auflösung der Bilder ist jedoch meist viel zu gering, um für Gebäude belastbare Aussagen treffen zu können. Hinzu kommt: Professionell erstellen und interpretieren können Laien die Bilder sowieso nicht, geschweige denn entscheiden, welche Maßnahmen danach nötig sind. Das Geld sollte daher besser in qualifizierte Thermografen und eine Energieberatung investiert werden.

Thermografie mit dem eigenen Auge

Ist es im Winter kalt und fällt Schnee, werden die unsichtbaren Wärmeverluste am Dach sichtbar – zumindest indirekt. Bleibt der Schnee mehrere Tage auf den Ziegeln liegen, ist das Dach unter den Ziegeln gut gedämmt. Schmilzt der Schnee recht rasch oder nur an bestimmten Stellen, ist das Dach dort mangelhaft vor Wärmeverlust geschützt. Typische Schwachstellen sind die Stellen rund um Dachfenster, die Dachfenster selbst, Trennwände von Reihenhäusern unter dem Dach aber auch Sanitärentlüftungen oder Antennenmasten, bei denen die Dampfsperre nicht dicht angeklebt wurde.

Quelle: Zukunft Altbau / sue

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Beiträge für Bundespreis Ecodesign gesucht

18. January 2018 - 7:00

2017 hatte in der Kategorie "Konzept" der Entwurfsansatz Baubotanik von Ferdinand Ludwig (TU München) und Daniel Schönle gewonnen. Er verknüpft biologische und konstruktive Prinzipien zu einem architektonischen Konzept, das Potenziale zur nachhaltigen Nutzung von Pflanzen in Architektur und Stadtplanung aufzeigt.

"Für die ökologische Umgestaltung unserer Wirtschaftsweise und Lebensstile brauchen wir Alltagsprodukte oder Dienstleistungen, die gut für die Umwelt sind und gleichzeitig durch Design und Handhabbarkeit überzeugen", wirbt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) für die Teilnahme.

Die Qualität der Einreichungen wird in einem mehrstufigen Verfahren von Fachleuten aus dem Umweltbundesamt, dem Projektbeirat sowie der interdisziplinären Jury bewertet. Marktführer oder Start-ups, lokale Anbieter oder Global Player sind genauso angesprochen wie Designbüros und Marketingagenturen, Architektur- oder Ingenieurbüros. In der Kategorie Nachwuchs steht der Wettbewerb auch Studierenden offen.

"Glaubwürdigkeit ist ein hohes Gut. Wir suchen daher grüne Designs, die Wert auf Transparenz und Ehrlichkeit legen. In der neuen Wettbewerbsrunde des Bundespreis Ecodesign hoffe ich wieder auf Einreichungen, die einen hohen Anspruch auf ökologische Nachhaltigkeit nicht nur auf der Fassade sondern in allen Aspekten der Produktentwicklung unter Beweis stellen", erklärt Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes.

Ende November 2018 werden die Gewinner bei einer Preisverleihung im Bundesumweltministerium bekannt gegeben. Sie erhalten eine Auszeichnung in der jeweiligen Kategorie sowie das Recht, damit zu werben. Die Nachwuchsarbeiten werden mit einem Preisgeld in Höhe von jeweils 1000 Euro prämiert. Nach der Preisverleihung werden die prämierten Beiträge öffentlichkeitswirksam in verschiedenen Medien und in einer Online-Ausstellung auf der Internetseite des Bundespreises vorgestellt. Es ist geplant, alle nominierten und prämierten Einreichungen in einer Wanderausstellung zu präsentieren.

Die Ausstellung "Neu gedacht" mit den prämierten und nominierten Beiträgen aus dem Jahr 2017 eröffnete am 15. Januar 2018 in Ludwigsburg. Weitere Stationen bei den Coburger Designtagen und im Grassi Museum in Leipzig sind in Planung. Begleitend zur Ausstellung finden Workshops und Veranstaltungen zum Thema Ecodesign statt.

Der Wettbewerb wird seit 2012 jährlich vom Bundesumweltministerium (BMUB) und Umweltbundesamt (UBA) in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin (IDZ) ausgelobt. Quelle: BMUB / sue

 

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Stadtwerke forschen an Sektorkoppelung

17. January 2018 - 7:00

Mit einem Anteil von 36,1 Prozent am Bruttostromverbrauch haben die erneuerbaren Energien im Jahr 2017 einen neuen Rekordwert erreicht. Zum Heizen und für die Mobilität nutzen die Deutschen noch jede Menge fossile Brennstoffe. Auch die konstant hohe Braunkohleverstromung führt dazu, dass die Treibhausgasemissionen Deutschlands 2017 weiterhin auf hohem Niveau stagnieren.

Klimaschutzexperten fordern daher eine so genannte "Sektorenkopplung”. Dieser Begriff bezeichnet das Prinzip, auch in den Bereichen Verkehr und Wärme den Einsatz von fossilen Energien zu reduzieren und durch erneuerbareren Strom zu ersetzen. Er wäre dann die einzige Primärenergie.

Wie eine solche Verknüpfung von Strom aus erneuerbaren Energien und dem Wärmesektor funktionieren kann, wird aktuell bei den Stadtwerken München (SWM) erforscht. "Wenn Photovoltaik- oder Windkraftanlagen mehr Strom erzeugen, als gerade verbraucht wird, können diese Spitzen aufgefangen werden, indem man Elektrospeicherheizungen und Wärmepumpen auflädt", sagt Andreas Weigand, Leiter des Projekts "Intelligente Wärme" bei den SWM. Aus den Ergebnissen sollen Handlungsempfehlungen für eine  intelligent gesteuerte Wärmeversorgung in München entstehen. Das Projekt ist Teil des Verbundprojektes "C/sells" der SINTEG-Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums zur Digitalisierung der Energiewende.

Speicherheizungen - besser als ihr Ruf?

In einem ersten Schritt, so Weigand, wolle man das Potenzial zur Lastverschiebung bei elektrischen Speicherheizungen erforschen. Der Wärmespeicher der mit Strom betriebenen Heizungen wird in Schwachlastzeiten des Stromnetzes aufgeheizt. Die dazu genutzte elektrische Energie wird im Vergleich zum Normaltarif günstiger angeboten. Um diesen Niedertarifstrom zu nutzen, bedarf es spezieller Stromzähler mit zwei Zählwerken für Hochtarif und Niedertarif sowie einer Einrichtung zur Tarifumschaltung.

Die Umschaltung wird von den Energieversorgungsunternehmen (EVU) meist mit Tonfrequenz-Rundsteuertechnik oder über Funkrundsteuertechnik ferngesteuert durchgeführt. Die Aufladezeiten betragen in der Regel zwischen acht und zehn Stunden. Vom EVU wird die Freigabe zur Aufladung je nach Tarifvertrag und Versorgungsgebiet in einem Zeitbereich von etwa 20 Uhr abends bis 6 Uhr des folgenden Tages erteilt.

Die elektrische Speicherheizung galt lange als veraltete und besonders ineffiziente Technologie, weil sie sehr hohe CO2-Emissionen verursacht wenn der genutzte Strom aus fossilen Energieträgern stammt. Bei einem Strommix, der zunehmend aus erneuerbaren Energien stammt, ändert sich die Bilanz jedoch.

In ganz Deutschland wird die Zahl der noch verbliebenen Stromspeicherheizungen auf rund 1,8 Millionen geschätzt. Die Menge bei gleichzeitig bereits vorhandenen Speichereinheiten machen die Geräte für Forschungsvorhaben wie das in München attraktiv. Allerdings gibt es auch Herausforderungen: "Es gibt sehr viele unterschiedliche Typen Heizungen und jede einzelne muss auf Eignung geprüft werden. Das Ist eine sehr kleinteilige Aufgabe", sagt Projektleiter Andreas Weigand.

Erstes Versuchsobjekt in München-Pasing

Für das erste Pilotprojekt im Rahmen von "Intelligente Wärme" wurde in München-Pasing ein Mehrparteienhaus, dessen Bewohner mit Speicherheizungen heizen, mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. "In der ersten Stufe des Projekts wollen wir die Freigabezeiten der Nachtspeicherheizungen verändern", sagt Weigand. Das bedeutet, dass ein Teil der Wärmeeinspeicherung in die Zeit verschoben wird, in der die Photovoltaikanlage am meisten Strom produziert.

Bei der Freigabeverschiebung soll es langfristig nicht bleiben. "Wir wollen erforschen, wie man möglichst schonend in bestehende Schaltgeräte eingreifen kann, um zusätzliche Flexibilität zu generieren ohne dass das Ganze unverhältnismäßig teuer wird", sagt Weigand. Mit genug Forschungsdaten erhoffe man sich, typische Anwendungsfälle zu Clustern zusammenzufassen, um idealweise ganze Quartiere und Wohnviertel mit ähnlichen Voraussetzungen optimieren zu können. Die Geräte, die zur Flexibilisierung genutzt werden sollen, sind neben elektrische Speicherheizungen auch Wärmepumpen, KWK-Anlagen oder Fernwärmeübergabestationen. Bis 2020 sollen rund 1000 Münchner Haushalte mit intelligenter Mess- und Steuertechnik ausgestattet werden.

Die Versuchshaushalte werden über eine Zusammenarbeit mit der Münchner Wohnungswirtschaft ausgewählt. "Wir erleben diese Branche als sehr offen. Sie haben einen hohen Bestand an Speicherheizungen und fragen diesbezüglich nach energieeffizienten Lösungen", beschreibt Weigand die Zusammenarbeit. Die Stadtwerke München planen zudem auch in ihren eigenen Werkswohnungen, die aktuell gebaut werden, Flexibilisierungsmöglichkeiten zu erforschen.

Teilnahme am Regelenergiemarkt ist geplant

Alle erfassten Daten werden in ein so genanntes virtuelles Kraftwerk überführt. Falls sich der Versuchsaufbau bewährt und größere Lastmengen verschoben werden können, planen die SWM diese Strommengen am Regelenergiemarkt zu handeln. "Natürlich erhoffen wir uns langfristig ein Geschäftsmodell daraus zu entwickeln und einen monetären Vorteil zu verschaffen", sagt Weigand.

Neben den technischen Herausforderungen, bringt das Projekt auch administrative Aufgaben mit sich. "Wir greifen in bestehende Vertragsverhältnisse ein. Das bedeutet, der Stromliefervertag muss angepasst werden, damit wir rechtlich sauber arbeiten. Zudem müssen wir sicherstellen, dass die Strommengen, die wir in den Hochtarif ziehen würden, so abgegolten werden, als ob sie im Niedertarif verbraucht werden, so dass der Kunde keine finanziellen Einbußen erleidet, " sagt Weigand. Für ihre Teilnahme bekommen die Mieter außerdem eine kleine Aufwandsentschädigung.

Die Energiewende nach Hause bringen

Projektleiter Andreas Weigand betont den hohen Stellenwert der kommunikativen Komponente des Vorhabens. "Wir bringen die Energiewende nach Hause und es ist uns sehr wichtig, den Kunden zu erklären, warum genau wir was machen", sagt er. Zum einen werden die Projektteilnehmer fortlaufend über etwaige Komfortveränderung in ihrer Wohnung befragt. Zudem werden sie über Erkenntnisse aus dem Verbundprojekt C/sells informiert. Es ist als großflächiges Schaufensterprojekt mit 30 Einzelprojekten in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen angelegt und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Ziel ist es, über vier Jahre skalierbare Musterlösungen für eine umweltfreundliche, sichere und bezahlbare Energieversorgung bei hohen Anteilen erneuerbarer Energien zu entwickeln und zu demonstrieren. Hierfür haben sich mehr als 70 Partner aus Forschung, Energieversorgung, Netzbetrieb, Consulting & Technologie zusammengeschlossen. von Daniela Becker

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Projekt evaluiert Phasenwechselmaterialien

16. January 2018 - 7:00

Phasenwechselmaterialien (PCM) nehmen Wärme beim Schmelzen auf und geben sie beim Erstarren wieder frei. Im Alltag sind sie als Taschenwärmer bekannt. Sie werden schon seit vielen Jahren für den Einsatz in Gebäuden erforscht. PCM können helfen, den Raumkomfort oder die Effizienz von Lüftungs-, Klimatisierungs- oder Heizungssystemen zu verbessern. In einem ersten grundlegenden Projekt 2006 bis 2009 wurden im Programm "Forschung für energieoptimiertes Bauen" (EnOB) verschiedene Anwendungen getestet und evaluiert.

Seitdem sind im Bauwesen verschiedene Produkte und Systeme mit PCM marktverfügbar. Sie werden aber erst vereinzelt genutzt.

Mit dem Forschungsprojekt PCM-Demo II soll nun die Praxistauglichkeit der verfügbaren Produkte und Systeme getestet und wissenschaftlich evaluiert werden. Hierfür kooperieren mehrere Forschungsinstitute mit mittelständischen Unternehmen mit dem Ziel, die Anwendung der innovativen Materialien und Gebäudekomponenten im Neubausektor und in der Sanierung zu befördern.

Im Projekt "PCM in Flächenkühlsystemen für Nichtwohngebäude" wird der Einsatz von PCM in passiven und aktiven Lüftungsgeräten erforscht. In passiven Systemen kühlt PCM die durchströmende Zuluft – und lädt sich dadurch mit Wärme auf. Das Phasenwechselmaterial entlädt sich außerhalb der Nutzungszeit, in der Nacht, über durchströmende kühle Außenluft. Zur Entladung wird ein Ventilator benötigt.

Aktive Systeme werden zusätzlich von einem Kältefluid (meist: Kaltwassersatz) durchströmt und können aktiv und schneller entladen werden. Zudem kann die Kühlungswirkung der Systeme zu Zeiten mit hohem Wärmeeintrag kurzfristig gezielt erhöht werden.

Ziel des Projektes ist es, in einer Reihe von Referenzobjekten ein Langzeitmonitoring für PCM-Lüftungssysteme zu etablieren, um wissenschaftlich belastbare Messdaten auswerten zu können. Damit sollen die Voraussetzungen zur objektiven Bewertung der Systeme geschaffen und geeignete Anwendungsszenarien aufgezeigt werden.

Neben einer hinterlüfteten Kühldecke mit PCM in einem Besprechungsraum werden auch PCM-Lüftungskompaktspeichergeräte und PCM-Brüstungsmodule in Büroräumen untersucht. Die hinterlüftete Kühldecke mit PCM wurde bereits im Rahmen eines Vorgängerprojektes installiert. Hierbei konnten Kühlleistungen von 15 bis 30 Watt pro Quadratmeter bei Raumtemperaturen von 26 bis 28 Grad ermittelt werden. Jetzt soll die Regeneration des PCM mittels Nachtlüftung optimiert werden.

Nach Inbetriebnahme der Messtechnik folgt das Monitoring der PCM-Systeme über einen längeren Zeitraum. Es gliedert sich in zwei Abschnitte: Zum einen erfolgen die Messungen unter realen Nutzungsbedingungen. Ergänzend werden Messdaten unter definierten Bedingungen ohne Nutzereinfluss erhoben, als beispielsweise an den Wochenenden. Letzteres erlaubt die Bestimmung von Systemkenndaten, ersteres dient der Erfassung des Nutzerverhaltens, der Systemperformance und der Nutzerakzeptanz.

Weitere Teilprojekte sind "PCM in Lüftungssystemen für Nichtwohngebäude" und "PCM für Wärmespeicher für Heizung und Trinkwarmwasser". Quelle: Energiewendebauen / sue

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Karlsruhe verhandelt über Grundsteuer

16. January 2018 - 7:00

Die Grundsteuer ist die zweitwichtigste Kommunalsteuer und kann auf die Miete umgelegt werden. Sie wird in Deutschland nach einem jahrzehntealten Einheitswert erhoben. Im Westen hat man ihn zuletzt 1964 festgelegt, im Osten 1935. Wertsteigerungen von Immobilien wurden seitdem nicht mehr erfasst. Das ist ungerecht und deshalb wahrscheinlich sogar verfassungswidrig. Jedenfalls hat der Bundesfinanzhof dem Bundesverfassungsgericht das Thema zur Kontrolle vorgelegt. Es verhandelt nun über drei Vorlagen des Bundesfinanzhofs und über zwei Verfassungsbeschwerden zur Grundsteuer.

Die Grundsteuer wird auf den Boden und auf die Gebäude auf einem Grundstück erhoben. Sie nun als reine Bodensteuer auszugestalten, fordern das Bündnis "Grundsteuer: Zeitgemäß!" mit vielen Bürgermeistern als Mitglied, der Naturschutzbund Deutschland, der Mieterbund und das Deutsche Institut für Wirtschaft.

Ziel einer reinen Bodensteuer ist, das spekulative Zurückhalten von Grundstücken zu verteuern. Denn wenn Gebäude nicht besteuert würden, wäre eine Grundsteuer auf Boden bei einer aufkommensneutralen Gestaltung entsprechend höher. Das Bündnis rechnet mit einem vier- oder fünfmal höheren Satz für baureife Grundstücke in Innenstadtlagen.

Heute ist die Grundsteuer auf erschlossene, aber unbebaute Grundstücke extrem niedrig. "Es gibt keinen finanziellen Anreiz, sie zu bebauen. Dies befördert die Ausweisung neuer Baugrundstücke und die Bebauung am Ortsrand", argumentiert das Bündnis für eine zeitgemäße Grundsteuer. Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung ist, den Flächenverbrauch von aktuell knapp 70 Hektar am Tag bis 2020 auf 30 Hektar zu senken.

Demgegenüber hatten 14 Bundesländer 2016 im Bundesrat einen eigenen Reformvorschlag für die Berechnung vorgelegt, der allgemein als zu kompliziert kritisiert wird. Der Entwurf sah eine Besteuerung von Boden und Bebauung vor. Das Gesetz blieb aber im Bundestag hängen, weil sich die CSU dagegen stellte. Bayern und Hamburg waren die beiden einzigen Bundesländer, die sich dem Reformvorschlag nicht angeschlossen hatten. sue

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Holzhochhaus entsteht in Heilbronn

15. January 2018 - 7:00

Das Gebäude entsteht im Rahmen der Stadtausstellung zur Bundesgartenschau (Buga) 2019 in Heilbronn. Mit einer oberirdischen Bruttogeschossfläche von 5700 Quadratmetern bietet es Platz für 60 Mietwohnungen auf 3300 Quadratmetern Wohnfläche. Im Sockelgeschoss wird eine Bäckerei einziehen.

Für die Planung des Projekts mit Namen Skaio wurde das Architekturbüro Kaden+Lager gewählt, das seit Jahren auf den urbanen Holzbau spezialisiert ist und schon verschiedene Wohnungsbauten in Holz- oder Holz-Hybrid-Konstruktionen realisiert hat. Ein 2015 als höchstes Holzhaus Deutschlands angekündigtes Projekt in Flensburg wurde allerdings nicht umgesetzt.

Das Heilbronner Hochhaus wird in Holz-Hybrid-Bauweise von Züblin Timber errichtet: Wände und Decken sind aus Holz und machen den überwiegenden Teil der Konstruktion aus. Ganz ohne Beton kommt die neuartige Hybridkonstruktion aber nicht aus. Sockelgeschoss und Treppenhaus bestehen jeweils aus Stahlbeton und werden zuerst ausgeführt. Die Fassade wird außen mit Aluminiumplatten verkleidet.

Bauteile aus Fichtenholz mit Zertifikat

Ein großer Vorteil der Holzbauweise ist die vergleichsweise kurze Bauzeit; die Holzbauteile werden weitgehend vorgefertigt und vor Ort lediglich montiert. "Wir bauen ein Stockwerk pro Woche", sagt Markus Brandl, Projektleiter bei Züblin Timber. Die Stützen der beiden Neubauten bestehen aus Brettschichtholz. Für die Holzwände und -decken verwendet Züblin Timber ausschließlich Fichtenholz – überwiegend aus deutschen Wäldern und durchweg versehen mit PEFC-Zertifikat, dem Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft. Eine wichtige Voraussetzung für eine weitere angestrebte Auszeichnung: Die Stadtsiedlung Heilbronn bewirbt sich mit Skaio bei der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen um ein DGNB-Zertifikat in Gold.

Zum Auftrag der Stadtsiedlung Heilbronn GmbH noch ein zweiter Holzhybridbau mit fünf Stockwerken. Dieses, ebenfalls von Züblin zu errichtende Gebäude, hat eine Bruttogeschossfläche von 1572 Quadratmetern und bietet auf seinen fünf Etagen Raum für 13 Wohnungen. Beide Neubauten sind Teil der Stadtausstellung zur Buga 2019 und des neuen Stadtquartiers Neckarbogen.

Hochhäuser in Holzbauweise werden weltweit immer öfter realisiert. Das zurzeit höchste im Bau befindliche Gebäude ist das Projekt Mjøstårnet nördlich von Oslo. Es soll 81 Meter hoch werden und ist ganz aus Holz.In Wien ist das Holzhybridgebäude HoHo Wien mit einer Höhe von 84 Metern geplant.

2014 hat die Stadtsiedlung Heilbronn die Entsprechenserklärung des deutschen Nachhaltigkeitskodex unterzeichnet und sich damit zu einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung verpflichtet. Neben den Erfahrungen im Wohnungsbau verfügt die Gesellschaft auch über Erfahrungen im Gewerbebereich. So wurde das von der EU und dem Land Baden-Württemberg geförderte Wissenschafts- und Technologiezentrum WTZ III mit dem DGNB- Zertifikat in Gold ausgezeichnet.

Züblin Timber ist ein Tocherunternehmen der Ed. Züblin AG mit Sitz in Stuttgart (Ed. steht für den Gründer Eduard Züblin). Züblin Timber bietet die Entwicklung, Produktion, Lieferung und Ausführung von Holzbausystemen – von Tragwerken über den Ingenieurholzbau bis zur schlüsselfertigen Bauausführung. Quelle: Stadtsiedlung Heilbronn

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Holzprodukte einfacher zertifizieren

15. January 2018 - 7:00

Die öffentliche Hand fordert schon seit 2010 im "Beschaffungserlass für Holzprodukte" bei Staatsaufträgen ab einem Warenwert von 2000 Euro einen Nachweis, dass das verwendete Holz aus nachhaltiger und legaler Waldwirtschaft stammt. "Vor allem für kleinere Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe sowie Unternehmen, die nur selten Aufträge für die öffentliche Hand ausführen, ist der Einzelnachweis eine kostengünstige und effektive Alternative zur Chain-of-Custody-Zertifizierung", informiert das Institut für Fenstertechnik Rosenheim (ift).

Der Einzelnachweis ist ein Herkunftsnachweis von Holzprodukten, der in direktem Bezug zu einem bestimmten Auftrag steht. Um die Nachweispflicht gegenüber einem öffentlichen Auftraggeber zu erfüllen, kann nach Zuschlag und vor Einbau der Holzprodukte ein Einzelnachweis beim ift Rosenheim angefordert werden.. Danach erhält man die vorbereitenden Unterlagen zur Dokumentenprüfung. Nur bei komplexeren Einzelfällen ist eine Vor-Ort-Besichtigung durch einen Auditor notwendig.

Nach Prüfung der Daten durch einen ift-Experten gibt es eine Bestätigung, und die Prüfbescheinigung kann innerhalb von wenigen Tagen ausgestellt werden. Am 14. März findet dazu auch ein Webinar zur "Beschaffung von Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft" vom ift Rosenheim statt. Quelle: ift / sue

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Sondierer beschließen Steuerförderung

13. January 2018 - 7:00

Die Sondierer haben sich darauf geeinigt, dass die Modernierungsumlage nicht zu unverhältnismäßigen Mieterhöhungen führen soll. Im Ergebnispapier heißt es: "Wir werden die Modernisierungsumlage mit Blick auf die gesunkenen Zinsen absenken und an den Zinsverlauf anpassen." Allerdings stand schon im Koalitionsvertrag der letzten Bundesregierung eine Absenkung der Modernisierungsumlage: "Künftig sollen nur noch höchstens 10 Prozent – längstens bis zur Amortisation der Modernisierungskosten – einer Modernisierung auf die Miete umgelegt werden dürfen", heißt es dort. Umgesetzt wurde es nicht.

Immer wieder gescheitert war in den vergangenen Jahren auch eine steuerliche Förderung von energetischen Sanierungen. Nun soll sie wirklich kommen. Im Ergebnispapier steht sie zusammen mit einer Sonderabschreibung (Absetzung für Abnutzungen - AfA) für die Bildung von Wohneigentum und der Eigentumsförderung von Familien. Für alle drei Maßnahmen zusammen sollen in den kommenden vier Jahren zwei Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Weitere zwei Milliarden sollen in den sozialen Wohnungsbau fließen.

Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff) begrüßt die geplante Steuerförderung für Eigenheimsanierer. Die vorgesehenen Mittel seien jedoch unzureichend. Kritisch sieht die Deneff auch das geplante Stillstellen der Energieeinsparverordnung (EnEV). Im Ergebnispapier heißt es: "Im Bereich der energetischen Gebäudesanierung werden die Anforderungen der EnEV 2016 weiterhin maßgeblich sein, damit weiterer Kostenauftrieb für die Mietpreise vermieden wird." Bisher war die EnEV im Abstand von mehreren Jahren regelmäßig verschärft worden.

Komplett aussetzen kann die neue Bundesregierung die Energieeffizienzvorschriften für Gebäude aber schon aus euroaprechtlichen Gründen nicht. In der Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 muss Deutschland entscheiden, welchen Standard Null-Energie-Gebäude haben sollen. Bei den Anforderungen haben die nationalen Regierungen einen gewissen Spielraum. Dazu hatten sich Parteien und Verbände vor der Wahl positioniert. Ambitionierte Vorstellungen liegen bei einem Standard, der einem KfW-Haus 40 entspricht. Das Gebäude dürfte also nur 40-Prozent der Energie eines nach EnEV errichteten Hauses verbrauchen. Gemäßigte Forderungen sehen den KfW-55-Standard als angemessen. Ab 2021 sollen alle neuen Gebäude diesem Standard entsprechen. Schon ab 2019 sollen neue Gebäude, die von Behörden als Eigentümer genutzt werden, den Standard erfüllen.

Klimaziel soll so bald wie möglich erfüllt werden

Im Gegensatz zu Zwischenergebnissen der Verhandler wurde das Klimaziel von 40 Prozent Emissionsminderung gegenüber 2020 nicht ausdrücklich gekippt. Im Ergebnispapier steht: "Wir bekennen uns zu den Klimazielen 2020, 2030 und 2050. Die Handlungslücke zur Erreichung des Klimaziels 2020 wollen wir so schnell wie möglich schließen. Das Minderungsziel 2030 wollen wir auf jeden Fall erreichen." Eine Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" soll bis Ende des Jahres ein Aktionsprogramm mit Maßnahmen erarbeiten, um die Lücke so weit wie möglich zu reduzieren.

Diese Kommission wird sich vor allem mit dem Energiesektor beschäftigen. Parallel dazu soll es aber auch ein ähnliches Vorgehen im Bau- und Verkehrssektor geben, heißt es im Papier. Auf der Grundlage der Kommissionsergebnisse will die Koalition ein Gesetz verabschieden, dass die Einhaltung der Klimaschutzziele 2030 gewährleistet. Bis dahin sollen die Emissionen um 55 Prozent sinken. Das Gesetz soll schon 2019 rechtsverbindlich verabschiedet werden.

Im Bereich Energie wollen die Parteien die Sektorenkoppelung – also die Elektrifizierung von Wärme und Verkehr – in Verbindung mit Speichertechnologien voranbringen. Die Kraft-Wärme-Kopplung soll weiterentwickelt und umfassend modernisiert werden.

Insgesamt sieht die Deneff darin keine ausreichenden Maßnahmen zum Erreichen der Klima- und Energiewendeziele. Der Verband hofft, dass in den Koalitionsverhandlungen konkretere Vereinbarungen getroffen werden. Er verweist auf den Konsens zur zentralen Rolle der Energieeffizienz für das Gelingen der Energiewende. Die SPD habe in ihrem Wahlprogramm sogar in Aussicht gestellt, "Deutschland zur energieeffizientesten Volkswirtschaft der Welt" machen zu wollen. Das Wort Energieeffizienz tauche in dem 28-seitigen Papier aber nicht auf.

Damit es zu einer Neuauflage der Großen Koalition kommt, muss ein SPD-Sonderparteitag am 21. Januar das Sondierungsergebnis annehmen und der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zustimmen. von Susanne Ehlerding

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Passivhaus Kompendium 2018 erschienen

12. January 2018 - 7:00

Auch mit unbequemen Wahrheiten beschäftigt sich das Passivhaus Kompendium: Welche Effekte machen Einsparungen nach Sanierungen zunichte? Wieso sind viele Plusenergiehäuser schlechter als versprochen? Wie verlässlich sind Berechnungen zur energetischen Bewertung?

Die Luftdichtung für Passivhäuser wird genauso thematisiert wie Lüftung in Mehrfamilienhäusern oder Nichtwohngebäuden. Zwei Beiträge befassen sich mit der weltweiten Passivhausbewegung und der Umsetzung in den verschiedensten Klimazonen. Auch schnell erstellte Passivhäuser in Modulbauweise werden gezeigt. Alle Passivhauskriterien und -klassen sind in aktuellen Infografiken zusammengefasst.

Gehört die Tiefgarage in die thermische Hülle? Lässt sich Dämmung mit Wärmerückgewinnung kompensieren? Gibt es Innendämmung im Passivhaus? Was wird der Gesetzgeber künftig regeln? Wie funktioniert das kleinste Passivhaus der Welt? Solche Fragen werden ebenso beantwortet wie die, ob Ionisation ein Weg zur Luftverbesserung ist oder ob künftig raumweise dezentrale Kleinstwärmepumpen zum Einsatz kommen.

Das Passivhaus Kompendium versteht sich als Standardwerk für alle, die sich beruflich oder als Bauherr mit energieeffizientem Bauen beschäftigen. Die 176 Seiten starke Ausgabe 2018 kostet EUR 8,40 und ist im gut sortierten Zeitschriftenhandel erhältlich. Über den Buchhandel kann das Magazin unter ISBN 978-3-944549-17-0 bezogen werden. Leseproben und weitere Bestellmöglichkeiten sowie Links zu digitalen Ausgaben gibt es unter www.phk-verlag.de. Quelle: Laible Verlagprojekte / sue

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Deutscher Fassadenpreis ausgelobt

12. January 2018 - 7:00

Mit dem Deutschen Fassadenpreis 2018 für Vorhangfassaden würdigt der FVHF seit 1999 außergewöhnliche planerische Leistungen von Architekten und Ingenieuren im Auftrag ihrer Bauherren oder Investoren. Zur Teilnahme zugelassene Projekte müssen nach dem 1. Januar 2015 und vor dem 18. Mai 2018 in Deutschland fertiggestellt und mit vorgehängten hinterlüfteten Fassaden nach DIN 18516-1 ausgeführt worden sein. Die Auslobungsbedingungen stehen unter www.deutscherfassadenpreis.de zur Verfügung.

Bis zu drei Projekte können online unter www.wettbewerbe-aktuell.de/DeutscherFassadenpreis2018 eingereicht werden. Im Juni wählt die Fachjury einen Deutschen Fassadenpreis 2018 für VHF und prämiert ihn mit 5000 Euro. Weitere Anerkennungen werden zusätzlich mit insgesamt 5000 Euro dotiert.

Die Jury besteht aus Architektur- und Fassadenexperten, wie beispielsweise Reiner Nagel (Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, Potsdam), Till Schneider (schneider+schumacher, Frankfurt, Wien, Tianjin), Amber Sayah (Architekturjournalistin und -kritikerin Stuttgarter Zeitung, Stuttgart) und Rudi Scheuermann (Arup Fellow, Director, Global Building Envelope Design Leader, Berlin). Ebenfalls Jurymitglied ist Architekt Friedrich Tuczek, dessen Büro Raumzeit Architekten BDA für die außergewöhnliche Fassade des Hörsaal Campus Center der Universität Kassel den Fassadenpreis für VHF 2015 erhalten hat.

Zu den bereits mit dem traditionsreichen Preis prämierten Architekten zählen unter anderem Hild und K, München (1999), Sauerbruch Hutton, Berlin (2001), Volker Staab, Berlin (2005 & 2013), sowie Busmann + Haberer, Berlin (2009).

Am 13. September prämiert der FVHF die Projekte im Rahmen einer Festveranstaltung in Berlin. Quelle: FVHF / sue

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Solarfassade macht Kohlekraft überflüssig

11. January 2018 - 7:00

Erreicht wird dieses Ziel durch die fast vollflächige Belegung von Dach und Fassade mit Dünnschicht-Solarzellen. Unter dem Haus sind zwei Tanks verbaut – einer für Warmwasser und einer für Wasserstoff. In beiden wird die Solarenergie für den Winter gespeichert. Mit dem Wasserstoff ist die Stromversorgung auch in sonnenarmen Zeiten gesichert. Er wird in einem Blockheizkraftwerk rückverstromt. Dabei fällt gleichzeitig Wärme an.

Energieautarkie ist für den Bauherren, die Umwelt Arena aus Spreitenbach bei Zürich, kein Selbstzweck, erklärt Mitarbeiter Renato Nüesch von der Umwelt Arena. "Wir haben ja ein Netz, an das man das Haus anschließen könnte." Erneuerbar erzeugte Energie müsste aber gespeichert werden können. "Sonst laufen die fossilen Kraftwerke das ganze Jahr, weil sie im Winter gebraucht werden." Ziel des energieautarken Hauses ist also eigentlich, diese Kraftwerke überflüssig zu machen.

Solarzellen liefern großen Überschuss

"In Brütten hat man sich für Dünnschicht-Solarzellen an der Fassade entschieden, weil sie kostengünstig sind", erklärt Nüesch weiter. Sie haben ein gutes Diffus- und Schwachlichtverhalten, was beim Einsatz an einer Fassade entscheidend ist, da sie meist nur für kurze Zeit einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Das Haus in Brütten hat Module auch an der Nordseite. Dadurch wird der Ertrag regelmäßig auf den Tag verteilt. Insgesamt haben die Module eine Leistung von 127 Kilowatt peak. "Ab zehn Uhr beträgt der Ertrag bis zum Nachmittag rund 50 Kilowattstunden", sagt Nüesch. Im Sommer reicht eine Stunde Sonne, um den Energiebedarf der Bewohner einen Tag lang sicherzustellen.

Bei der Fassade waren auch architektonische Faktoren entscheidend. Zum Beispiel sollte sie nicht spiegeln. Die Module werden daher vor der Montage sandgestrahlt, um sie matter zu machen. Damit sollte sich das Haus auch äußerlich an die anderen Gebäude im kleinen Brütten anpassen. Die Fassade mit PV-Modulen ist mit einer Glasfassade gleichzusetzen. Die Umwelt Arena rechnet mit einer Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren. Damit seien die Kosten nicht höher als bei eiern Putzfassade, die über diesen Zeitraum öfter ausgebessert oder gestrichen werden muss.

Wasserstoffsystem für den Restbedarf

Insgesamt kommt vom Dach 20- bis 30mal mehr Energie, als die Bewohner direkt verbrauchen, sagt Nüesch. Mit dem Solarstrom wird deshalb eine Wärmepumpe angetrieben, die mit Außenluft und Erdwärme arbeitet. Sie wärmt das Wasser für den direkten Verbrauch und für die Speicherung in einem 250 Kubikmeter Warmwassertank. Er speichert 90 Prozent der im Haus benötigten Energie in Form von Wasser.Außerdem gibt es eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie, die den Strom direkt speichert. Und es gibt einen Elektrolyseur, der mit Strom Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff spaltet. Der Wasserstoff liefert im Winter die restlichen zehn Prozent Energie.

Dieses Wasserstoffsystem hat bei der Rückverstromung hat einen Wirkungsgrad von nur 20 Prozent. Da aber auch die Abwärme der elektrolytischen Reaktion genutzt wird, liegt der Wirkungsgrad insgesamt bei 80 Prozent.

Die Kostenrechnung sieht laut Nüesch folgendermaßen aus: Haustechnik, Speicher und Gebäudehülle einschließlich der Solarzellen verursachen gegenüber einem Haus, das nach den geltenden Energiestandards der Schweiz gebaut wird, Mehrkosten von 15 Prozent. Die sind auf die Miete umlegbar, weil keine weiteren Energiekosten anfallen. Die Kosten für das Wasserstoffsystem in Höhe von zwölf Prozent sind nicht amortisierbar. "Dafür ist das Objekt zu klein." Es sei eben ein Leuchtturmprojekt – so wie die Umwelt Arena zu einem Gutteil aus Idealismus geboren ist.

Ähnliches Projekt in Cottbus

Das Ausstellungszentrum für umweltfreundliche Technologien wurde vom Unternehmer Walter Schmid gegründet. Auf fünf Etagen informieren rund 140 Firmen und Organisationen über nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. 45 Einzelausstellungen sind das ganze Jahr hindurch geöffnet. Die Umwelt Arena bezieht keine Mittel der öffentlichen Hand, sondern finanziert sich aus Eintrittsgeldern, Mieteinnahmen für die Ausstellungsflächen, Einnahmen aus Veranstaltungen und Events und aus Sponsorengeldern.

Die Ausstellung "Energieautarkes Mehrfamilienhaus" stellt das Huas in Brütten in einem Grossmodell im Müstab 1:10 vor, zeigt den technischen Aufbau und aktuelle Energiedaten. Themenführungen sind buchbar für Gruppen über fuehrungen@umweltarena.ch, Tel. +41 56 418 13 10. Fans von Energieautrakie können demnächst aber auch nach Cottbus pilgern. Dort sind zwei energieautarke Mehrfamilienhäuser geplant. von Susanne Ehlerding

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KfW fördert Solarspeicher auch 2018

11. January 2018 - 7:00

Wer sich eine typische Photovoltaikanlage mit einer installierten Leistung von fünf Kilowatt zulegt, erhält einen maximalen Kreditbetrag von 10.000 Euro und einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 1000 Euro für die Solarbatterien. Interessenten sollten sich beeilen: Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums stehen nur begrenzt Fördermittel zur Verfügung. Das Förderprogramm endet am 31. Dezember 2018. Neutrale Informationen gibt es auch kostenfrei über das Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder unter www.zukunftaltbau.de.

Um in den Genuss der Förderung zu gelangen, sollten Haus- und Firmeneigentümer Folgendes beachten: Da die Mittel rasch erschöpft sein können, ist möglicherweise Eile geboten. 2017 hatte die KfW allein bis Ende Mai rund 3.200 Förderungen für Heimspeicher genehmigt. Nun sind für das gesamte Jahr 2018 nur Gelder für 5.000 Speicher vorhanden. Setzt sich der Trend des Vorjahres fort, wird es ab Mitte August keine Gelder mehr geben. Zuletzt hatte eine Befragung des Marktforschungsunternehmens EuPD Research ergeben, dass Solarteure zurückhaltend bei der Empfehlung für eine Antragstellung sind.

Förderbedingungen beachten

Nicht für alle Solarspeicher gibt es Geld vom Staat. "Der Staat fördert nur Speicher an kleinen und mittleren Solaranlagen", erklärt Jürgen Groß vom Deutschen Energieberater-Netzwerk (DEN). "Batteriesysteme in Verbindung mit Photovoltaikanlagen über 30 Kilowatt installierter Leistung sind nicht förderfähig." Die Eigentümer des stationären Batteriesystems erhalten außerdem nur dann eine finanzielle Unterstützung, wenn die dazugehörige Photovoltaikanlage nach dem 31. Dezember 2012 in Betrieb genommen wurde – das Programmunterstützt Solarbatterien sowohl bei Neuanlagen als auch bei bereits bestehenden.

Hinzu kommt eine weitere, wichtige Voraussetzung: Für die Batterien des Speichersystems muss eine Zeitwertersatzgarantie des Händlers oder Herstellers für einen Zeitraum von zehn Jahren vorliegen, sonst fließt kein Fördergeld. Bei einer solchen Garantie wird im Fall eines Defekts zumindest der Wert des Stromspeichers zum Zeitpunkt des Ausfalls ersetzt. Mit dieser Regelung sollen nur qualitativ hochwertige Systeme gefördert werden.

Tilgungszuschuss abgesenkt

Wer sich eine neue Photovoltaikanlage mit einem Solarstromspeicher zulegt, erhält für den Speicher einen Kredit in Höhe von maximal 2000 Euro pro Kilowatt installierter Solaranlagen-Leistung. Für eine Nachrüstung einer bereits bestehenden Solarstromanlage mit einem Batteriespeicher gibt es sogar 2200 Euro je Kilowatt, da die Kosten bei einer Nachrüstung etwas höher sind. Mit dem Kredit können Eigentümer die Anschaffung von Solarstromspeichern vollständig finanzieren.

Der Fördersatz beim Tilgungszuschuss gibt an, welchen Anteil der Nettoinvestitionskosten, die für den Kauf und Einbau eines Batteriespeichers anfallen, der Staat übernimmt. Bis zum Jahresende beträgt er noch zehn Prozent. Ursprünglich sollte die letzte Degressionsstufe erst am 1. Juli 2018 in Kraft treten. Da das Bundeswirtschaftsministerium den Zuschuss jedoch am 1. Oktober 2017 außerplanmäßig um drei Prozentpunkte auf 13 Prozent abgesenkt hatte, und zum Jahreswechsel eine weitere Absenkung vorgesehen war, wurde die letzte Förderstufe nun auf den 1. Januar vorgezogen. Der Grund für die vorgezogene Absenkung der Förderung seien stärker gesunkene Anschaffungskosten als prognostiziert, so das Ministerium.

Speicher erhöhen den Eigenverbrauch

Photovoltaikanlagen lohnen sich finanziell, teilt Zukunft Altbau mit. Zwar ist die Einspeisevergütung in den vergangenen Jahren gesunken, die Anschaffungskosten sind jedoch ebenfalls sehr deutlich zurückgegangen. Selbst die Einspeisung des Solarstroms in das öffentliche Stromnetz erzielt deshalb eine kleine, von den Kosten für die Anlage abhängige Rendite.

Die gesunkenen Kosten haben darüber hinaus dazu geführt, dass Solarstrom inzwischen deutlich günstiger ist als der Haushaltsstrompreis. Es lohnt sich daher, den Strom vom Dach selbst zu verbrauchen. Der finanzielle Ertrag der Photovoltaikanlage steigt so signifikant. Das bedeutet: Der Eigenverbrauch von Solarstrom trägt vielfach mehr zum Gewinn einer Photovoltaikanlage bei als die Einspeisung in das Netz.

Solarstromspeicher erhöhen den lukrativen Eigenverbrauch, sind jedoch noch zu teuer, um wirtschaftlich zu sein. Deshalb hat das Bundeswirtschaftsministerium das KfW-Förderprogramm ins Leben gerufen, um die Marktentwicklung der Speicher zu fördern und die Kosten zu senken. Quelle: Zukunft Altbau / sue 

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Projekt "BIM-basierter Bauantrag" gestartet

10. January 2018 - 7:23

Auch Wissenschaft und Verwaltung sind im Projekt "BIM-basierter Bauantrag" vertreten: Partner aus der Wissenschaft ist das Team um Prof. Markus König vom Lehrstuhl für Informatik im Bauwesen an der Ruhr-Universität Bochum. Aus der Verwaltung ist der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung der Stadt Hamburg beteiligt.

Ziel des Projekts ist es, ein Konzept vorzulegen, wie digitale Modelle aufzubereiten sind, damit diese im Rahmen eines Bauantragsverfahrens genutzt werden können. Das könnte dann eine Grundlage für ein bundesweit einheitliches BIM-basiertes Bauantragsverfahren sein.

"Die Genehmigung von Bauanträgen erfolgt heutzutage überwiegend konventionell anhand von Plänen, die manuell geprüft werden müssen", sagt Markus König, stellvertretender Leiter des Projekts. "Verzögerungen und individuelle Nachfragen sind da vorprogrammiert." Dies sei insbesondere ein Problem bei dem hohen Bedarf an Wohnungen in Ballungsräumen. "Mehr Wohnungen bedeuten auch mehr Bauanträge, die durch die Verwaltungen bearbeitet werden müssen", so König. "Hier brauchen wir neue Ansätze, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entlasten." Mithilfe des sogenannten Building Information Modeling, kurz BIM, ließen sich die Verfahren automatisieren und beschleunigen.

Erst virtuell bauen

Ziel von BIM ist es, Bauprojekte virtuell durchzuspielen, bevor sie in der Realität umgesetzt werden. Dabei geht es nicht nur um ein digitales Modell des entstehenden Bauwerks. Alle Informationen, die für dessen Lebenszyklus relevant sind, werden erfasst und transparent zwischen den am Bau Beteiligten ausgetauscht.

Auf Nachfrage öffentlicher und privater Bauherren wird BIM derzeit in Deutschland eingeführt. Das Forschungskonsortium will analysieren, wie sich BIM-Modelle in die behördlichen Antragsverfahren einbinden lassen, welche Mehrwerte und Herausforderungen dadurch für die Behörden entstehen und wie hoch der Effizienzgewinn wäre. In Zusammenarbeit mit allen relevanten Berufsverbänden der Bauantragsteller werden die Projektpartner außerdem Vorgaben für die digitalen Modelle erarbeiten und den Aufwand für das Erstellen bewerten.

"Wir denken, dass digitale Modelle die Bauämter leistungsfähiger machen können", gibt König einen Ausblick. "Sie würden vermeiden, dass Daten von verschiedenen Stellen mehrfach erfasst werden müssen, und der Datenaustausch würde leichter." Die vom Architekten oder Ingenieur erstellten digitalen Informationen könnten dann nach einer Qualitätsprüfung für Bauantrags- und Planfeststellungsverfahren direkt weiterverwendet werden.

Als positives Beispiel führt König Singapur an, wo es schon seit 2002 möglich ist, BIM-basierte Unterlagen einzureichen, um bestimmte Bauvorschriften zu überprüfen. In kürzester Zeit erhalten Antragsteller dort eine Rückmeldung, ob die entsprechenden Vorschriften eingehalten sind. Schon bei der Abgabe wird kontrolliert, ob die Informationen in der richtigen Qualität vorliegen. Quelle: Ruhr Universität Bochum / sth

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Bund fördert Klimaberatung

10. January 2018 - 7:00

Seit Anfang des Jahres fördert der Bund die Einstiegsberatung in den kommunalen Klimaschutz wieder mit bis zu 65 Prozent. Das lohnt sich, wie die Beispielkommunen Leingarten und Untereisesheim in Baden-Württemberg zeigen. Angefangen haben sie mit einer geförderten Einstiegsberatung. Diese gibt es übrigens auch für ein Energiespar-Contracting.

Dabei dient kommunaler Klimaschutznicht nur der Umwelt, teilt das KEA mit. Klimaschutzkommunen treiben die Erneuerung der Infrastruktur bei Stromversorgung, Gebäuden und Verkehr voran, senken ihre Energiekosten, machen sich unabhängiger von Energieimporten und halten Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region. In Baden-Württemberg engagieren sich bereits viele Städte, Gemeinden und Landkreise auf diesem Gebiet: Über 200 sind dem Klimaschutzpakt zwischen Land und kommunalen Landesverbänden beigetreten und möchten ihre Aktivitäten in diesem Bereich weiterentwickeln.

Oft fehlt es dabei aber an einer systematischen Herangehensweise, hat das KEA beobachtet. So würden viele Potenziale zur Verminderung der CO2-Emissionen ungenutzt bleiben.

Die regionalen Energieagenturen beraten

Wie Städte und Gemeinden Klimaschutz einfach und systematisch angehen können, zeigt das Programm "klimaimPuls BW". Es basiert auf der Förderung des Bundesumweltministeriums für Einstiegsberatungen und flankiert diese durch weitere Maßnahmen. So erhalten die Kommunen fundierte fachliche Unterstützung bei geringem finanziellem Aufwand. "Im Zentrum steht die Beratung der Verwaltung und auch des Gemeinderates", erklärt Harald Bieber, Leiter des KEA. "Ziel ist, dass die Kommunen jährliche Arbeitsprogramme für eine kontinuierliche Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen entwickeln."

Die Beratungsleistung erbringen meist die regionalen Energieagenturen, die dafür eine spezielle Weiterbildung bekommen. Um die maßgeblichen Akteure einzubinden, sind dann mindestens fünf Workshops vor Ort vorgesehen. Dabei werden Handlungsmöglichkeiten im Bereich kommunale Liegenschaften, Energieerzeugung, Verkehrsentwicklung, Stadtplanung und Siedlungsentwicklung, kommunale Beschaffung sowie Öffentlichkeitsarbeit aufgezeigt.

Nach den Workshops legen die Beteiligten mögliche Maßnahmen fest, die in den folgenden Jahren umgesetzt werden sollen. Ein wichtiger Bestandteil der Beratung ist auch, wie die Klimaschutzaktivitäten in der Kommune institutionell verankert werden können, welche organisatorischen Maßnahmen dafür nötig sind und welche Förderprogramme in Anspruch genommen werden können.

Eine Hürde, um in den gesamten Prozess einzusteigen, ist der Förderantrag beim Projektträger Jülich (PtJ). Nicht wenige Kommunen scheuen davor zurück. Deshalb bietet das KEA-Kompetenzzentrum Unterstützung an. Wichtig: Ein Berater darf erst beauftragt werden, wenn der Bewilligungsbescheid vorliegt, sonst ist der Anspruch auf Förderung verwirkt.

Kostenanteil von unter 4000 Euro für die Kommune

Die Einstiegsberatung wird vom Bundesumweltministerium mit bis zu 65 Prozent bezuschusst, der Aufwand eines externen Beraters darf bis zu 15 Arbeitstage betragen. Somit verbleibt nur ein überschaubarer Kostenanteil von meist unter 4000 Euro brutto bei der Kommune. Hinzu kommt der eigene Arbeitsaufwand der Verwaltung. Erfahrungsgemäß sollte für den gesamten Prozess eine Laufzeit von ungefähr einem Jahr veranschlagt werden.

Nach der Einstiegsberatung stehen der Kommune verschiedene Wege offen: So kann sie in eigener Regie die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen angehen und sich bei Bedarf externe Unterstützung dazu holen. Sie kann sich aber auch für die Erstellung eines umfassenden, integrierten Klimaschutzkonzepts entscheiden oder den European Energy Award als Klimaschutzmanagement-Werkzeug nutzen. Die Einstiegsberatung zeigt auch diese verschiedenen Möglichkeiten und Fördertöpfe auf.

Intensiv mit dem Energieverbrauch beschäftigt

Nach diesem Muster vorgegangen sind die Gemeinden Leingarten und Untereisesheim. Sie stehen für eine Reihe von Kommunen, die mit der Einstiegsberatung begonnen haben und nun erfolgreich Klimaschutz betreiben. "Die Einstiegsberatung war der Impuls, uns intensiv mit der Verbrauchsstruktur unserer Einrichtungen zu beschäftigen", sagt Ralf Steinbrenner, Bürgermeister der Gemeinde Leingarten. "Sowohl die gemeindeeigenen Liegenschaften als auch das Nutzerverhalten standen hierbei im Fokus. Betrachtet man zusätzlich die möglichen Einsparungen bei Gewerbe und Privathaushalten, ergibt sich hieraus ein gewaltiges Energie- und Kosteneinsparpotenzial im Ort. Es lohnt sich also auf jeden Fall, die Einstiegsberatung zu nutzen, und sei es nur, um eine höhere Sensibilität für die Thematik Energieverbrauch zu erzeugen."

Im Klimaschutzkonzept der Gemeinde stehen 34 Maßnahmen, die bereits angegangen wurden oder demnächst begonnen werden. Die Maßnahmen der Kommune betreffen die eigenen Liegenschaften aber auch unter anderem den privaten Gebäudebestand, den Verkehrssektor sowie die betriebliche Energieeffizienz.

Auch Bernd Bordon, Bürgermeister in Untereisesheim, sieht in der Einstiegberatung eine große Hilfe: "Klimaschutz fängt in erster Linie in den Kommunen an. Durch die Einstiegsberatung kommunaler Klimaschutz wurden zunächst unsere bisherigen einzelnen Klimaschutzmaßnahmen wie zum Beispiel die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED untersucht und in einen Gesamtkontext eingeordnet. Darüber hinaus haben wir weitere Maßnahmen wie zum Beispiel die Optimierung des Energiemanagements der kommunalen Liegenschaften herausgearbeitet sowie priorisiert. Diese Maßnahmen werden wir in Zukunft kontinuierlich umsetzen."

Auch die Schaffung einer Stelle wird gefördert

Das Bundesumweltministerium fördert die Einstiegsberatung mit der "Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen", kurz: Kommunalrichtlinie. Auch für Klimaschutzkonzepte, Klimaschutzteilkonzepte, Energiesparmodelle an Schulen und in Kitas, investive Maßnahmen sowie die Beschäftigung von Klimaschutzmanagern/innen gibt es Geld.

Anträge können von 1. Januar bis 31. März 2018 und von 1. Juli bis 30. September 2018 gestellt werden. Für einige Förderschwerpunkte, wie die Schaffung einer Stelle für Klimaschutzmanagement oder die Förderung von Energiesparmodellen an Schulen und Kindertagesstätten, ist die Antragstellung ganzjährig möglich.

Details zu den einzelnen Fördermöglichkeiten stehen auf der Seite www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie. Ein Merkblatt informiert über Inhalte und Bedingungen des Förderprogramms. Quelle: KEA / sue

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Dämmverband setzt auf Freiwilligkeit

9. January 2018 - 7:00

Die deutsche Verbändelandschaft ist vielfältig. Man könnte auch sagen: unübersichtlich. Im Bereich Wärmedämm-Verbundsysteme aber ist mit dem VDPM eine klarere Struktur geschaffen worden. "Vorher kam es immer wieder zu Überschneidungen und – bei zwei Verbänden liegt es ja in der Natur der Sache – häufig haben wir dann nicht mit einer Stimme gesprochen, obwohl wir praktisch die gleichen Unternehmen vertreten haben", blickt Riechers zurück. "Ich denke, mit der Fusion haben wir ein richtiges Zeichen gesetzt", meint er.

Riechers will mit guten Argumenten davon überzeugen, dass gedämmte Außenwände das "A und O" für ein energieeffizientes Gebäude mit gesundem Raumklima seien. Denn mit der Begründung "Klimaschutz!" würden gesetzliche Rahmenbedingungen gefordert, die überall dort greifen sollen, wo Bauherren und Hausbesitzer nicht anders zu überzeugen wären. "Von dieser Art Lobbyarbeit möchten wir uns bewusst absetzen. Unsere Mitgliedsunternehmen können zahlreiche intelligente Lösungen – für den Neubau genauso wie für die energetische Modernisierung – anbieten, die alle dafür sorgen, dass die Wärme im Gebäude bleibt und nicht sinnlos durch die Außenwände entweicht. Das ist unser Beitrag zum Klimaschutz", sagt er.

Für Riechers heißt das in der Konsequenz: "Wir wollen keine Verschärfung der Energieeinsparverordnung, auch nicht auf dem Umweg über das Gebäudeenergiegesetz. Aber wir sind sehr dafür, dass es steuerliche Anreize für die Wärmedämmung gibt, speziell für die energetische Modernisierung." Die Diskussion darüber werde schon viel zu lange geführt und habe bei Bauherren und Modernisierern zu einer abwartenden Haltung geführt.

Von der neuen Bundesregierung erwartet Riechers, dass sie das Thema "Bauen und Wohnen" stärker priorisiert. "Dazu gehört selbstverständlich auch ein eigenes Ministerium." Bei den energetischen Anforderungen an Gebäude müsse Ruhe einkehren. Der Status quo solle nicht schon wieder verändert werden – nicht in die eine und nicht in die andere Richtung.

Eine klare Abfuhr müsse allen Ansätzen erteilt werden, bei denen ein schlecht gedämmtes Gebäude "schön gerechnet" werden könne, indem man es mit vermeintlich "grüner" Energie beheize. Bestrebungen dazu gab es bei der Formulierung der neuen EU-Gebäudeeffizienzrichtlinie. "Energie, ob erneuerbar oder konventionell, wird immer ein kostbares Gut bleiben. Den effizientesten Beitrag zum Klimaschutz leistet immer noch die Energie, die erst gar nicht verbraucht wird", sagt Riechers.

Mitarbeit an der europäischen Normung

Der VDPM vertritt mehr als 100 Hersteller von Fassadendämmsystemen, Außen- und Innenputzen, Mauermörtel und Estrich. Auch die Zuliefererindustrie ist vertreten, unter anderem sind Anlagenhersteller, Bindemittel- und Rohstoffhersteller, Dämmstoffhersteller sowie Hersteller von Zubehör und Verpackungsmaterialien dabei.

Das gemeinsame Auftreten bringe nicht nur inhaltliche Synergien, sondern auch Sympathien bei den Zielgruppen und Branchenpartnern, berichtet Ralf Pasker, vormals Geschäftsführer des Fachverbandes Wärmedämm-Verbundsysteme, von seinen Erfahrungen seit der Fusion im Umgang mit Institutionen in Berlin und Brüssel. Dort hat er auch als Geschäftsführer der European Association for External Thermal Insulation Composite Systems zu tun.

Pasker ist nun als Geschäftsführer beim VDPM für den Arbeitskreis Fassadendämmung verantwortlich und damit für einen der Kernbereiche des Verbandes. Mit der konstituierenden Sitzung in Duisburg nahm der Arbeitskreis im Dezember seine Arbeit auf. Schwerpunkt war das Thema europäische Normung von Wärmedämmverbundsystemen. "Wir begleiten diesen Prozess sehr eng, nehmen zu allen Entwürfen Stellung, machen Formulierungsvorschläge und haben in einigen europäischen Gremien sogar die Federführung", sagt Arbeitskreisleiter Kay Beyen. Und Ralf Pasker ergänzt: "Am Ende werden die auf europäischer Ebene getroffenen Regelungen auch in Deutschland gelten und die Zulassungen ablösen. Der Einsatz ist also in jeder Hinsicht gerechtfertigt."

Kooperation mit Stuckateuren und dem Verband Gebäudehülle

Im Arbeitskreis Fassadendämmung sind auch Vertreter von außerordentlichen Mitgliedern aktiv. So entsteht gemeinsam mit den Handwerksverbänden der Stuckateure und Maler ein Flyer zum Entsorgen von Polystyrol, in dem die neue Rechtslage erläutert wird. Eine Broschüre zur Information von Hauseigentümern und Mietern steht ebenfalls kurz vor der Veröffentlichung.

Der VDPM kooperiert auch mit dem 2016 gegründeten Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG). Dieser vertritt als Dachverband Unternehmen der gesamten Gebäudehülle mit Wänden, Dach, Türen und Fenstern. Der BuVEG ersetzte den 2015 aufgelösten Gesamtverband Dämmstoffindustrie. Dieser hatte nach massiver öffentlicher Kritik an industriellen Dämmstoffen die Notwendigkeit eines Neuanfangs gesehen.

Das nächste Mal wird sich der Arbeitskreis Fassadendämmung dann am neuen Verbandssitz in Berlin treffen. "Der Standortwechsel von Duisburg und Baden-Baden in die Hauptstadt war unseren Mitgliedern wichtig, denn so haben wir zu allen technischen und politischen Institutionen kurze Wege und dort eine stärkere Wahrnehmung", sagt Riechers. Neue Büroräume in Berlin-Mitte habe man bereits gefunden. von Susanne Ehlerding

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Geotherm veröffentlicht Kongressprogramm

9. January 2018 - 7:00

An beiden Veranstaltungstagen finden zwei parallel laufende Kongresse zur oberflächennahen und tiefen Geothermie statt, die individuell miteinander kombiniert werden können. In über 40 Vorträgen berichten Fachleute über Praxiserfahrungen sowie neueste Entwicklungen. So wird im Bereich der tiefen Geothermie über das Erfolgsprojekt Thisted-5 in Dänemark referiert.

Ein Update gibt es zu den Geothermiekraftwerken in Bayern mit dem Fokus auf Holzkirchen sowie Gelting. In diesem Kontext wird außerdem ein Augenmerk auf Hybridkraftwerke gelegt, die tiefe Geothermie mit alternativen Energieträgern koppeln. Die Möglichkeiten zur Wärmebereitstellung aus tiefer Geothermie sowie der Schritt zum mitteltiefen Erdwärmesondenspeicher wird ebenfalls angesprochen.

Im Kongress der oberflächennahen Geothermie werden Empfehlungen zur Effizienzsteigerung durch die Minimierung und Vorabberechnung des effektiven thermischen Bohrlochwiderstands gegeben. Des Weiteren werden die überprüfbare Qualität der Ringraumverfüllung bei Erdwärmesonden sowie erste Erfahrungen aus der Betriebsphase von teilgedämmten Erdwärmesonden thematisiert.

Die Vorträge gehen auch der Frage nach, ob Erdwärmesonden vom Grundwasserfluss oder von anthropogener Erwärmung der Erdoberfläche profitieren. Oder ob die "Leitlinien Qualitätssicherung Erdwärmesonden" (LQS-EWS) im Erdwärme-Musterland Baden-Württemberg neue Maßstäbe gesetzt haben.

Schlaglichter legen die Vorträge auf die Messtechnik 4.0, die Auslegung geothermischer Anlagen aus Sicht der Haustechnik, die modellgestützte automatische Optimierung von Erdwärmesondenfeldern sowie die Auswirkungen geothermischer Wärmespeicher auf die Grundwasserqualität.

Den im EU-Forschungsprogramm Horizont 2020 geförderten Projekten wird am zweiten Veranstaltungstag eine eigene Session gewidmet, die innovative Entwicklungen präsentieren. Am ersten Kongresstag erhält die Gastregion Asien einen eigenen Kongressblock.

Im Vorverkauf bekommen Besucher bis zum 26. Januar das Kombiticket für Kongress und Fachmesse für 35 Euro bei einem Ein-Tages-Ticket und 55 Euro bei einem Zwei-Tages-Ticket. Zudem sind Tickets für den beliebten Abendempfang am 1. März unter www.Geotherm-offenburg.de buchbar.

Veranstalter ist die Messe Offenburg, Schutterwälder Straße 3, 77656 Offenburg. Das Team der Geotherm steht für Fragen und Anregungen unter Geotherm@messe-offenburg.de oder 0781 9226-254 zur Verfügung. Quelle: Geotherm / sue

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Hörmann entwickelt gedämmtes Garagentor

8. January 2018 - 7:00

In Zeiten von immer besser gedämmten Häusern und Garagen ist eine daran angepasste Wärmedämmung von Garagentoren besonders wichtig, wenn die Garage direkt an das Wohnhaus anschließt oder als beheizter Werk- oder Hobbyraum genutzt wird. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, weitet Hörmann, ein Hersteller von Türen und Toren, sein Programm mit dem LPU 67 Thermo aus.

Das 67 Millimeter starke und thermisch getrennte Stahl-Torblatt mit doppelter Bodendichtung erreicht je nach Ausführung einen U-Wert von bis zu 1,00 W/(m2·K) – im Vergleich zum Garagentor LPU 42 von Hörmann ist das eine Verbesserung um 30 Prozent. Aufgrund der doppelwandigen Lamellen wird zusätzlich eine hohe Stabilität und Laufruhe des Tores erreicht.

Das LPU 67 Thermo ist in Größen von bis zu fünf Metern Breite und drei Metern Höhe erhältlich. Auch Bestandstore können im Rahmen einer energetischen Sanierung gegen das besonders wärmegedämmte Tor ausgetauscht werden: Da es mit der LPU 42 Zarge aus dem bestehenden Hörmann Produktprogramm montiert wird, muss lediglich ein neues Torblatt in die vorhandene LPU 42 Zarge montiert werden.

Für eine besonders harmonische Innenansicht werden im Rahmen der Premium-Ausführung Scharniere, Laufschienen und Zarge in Grauweiß (RAL 9002) und damit in der gleichen Farbe wie die Innenseite des Tores geliefert. Darüber hinaus sorgen Tandemlaufrollen für eine nochmals verbesserte Laufruhe des Tores. Quelle: Hörmann / sue

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Abstimmung für Greentec Awards endet

8. January 2018 - 7:00

Proshape ermöglicht ein dezentrales Energiemanagement in Quartieren. Dafür wurden unter Koordination des Borderstep Instituts ein Steuerungsansatz und Geschäftsmodelle entwickelt. Zum Einsatz kommt Technik der Firma Dr. Riedel Automatisierungstechnik sowie ein von der Berliner Energieagentur betriebenes Blockheizkraftwerk.

Die Steuerung setzt auf drei Ebenen an: der Wohnung, dem Gebäude und dem Quartier. Sie erlaubt eine bedarfsgerechte Steuerung der Heizung und der Heizzentrale, die das Quartier mit Wärme und Strom (Mieterstrom) aus einem Blockheizkraftwerk (BHKW) versorgt.

Das Dezentrale Energiemanagement wurde in einem Quartier mit sechs Gebäuden und 224 Wohnungen der Wohnungsbaugenossenschaft Zentrum in Berlin im Prenzlauer Berg umgesetzt. Ziel war, die Mieter mit möglichst hohen Anteilen der im BHKW erzeugten Energie (Wärme und Strom) zu versorgen, die Nebenkosten zu senken und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Die Technik kann zukünftig auch eingesetzt werden, um Gebäude als dynamische (netzdienliche) Einheiten in der Energieversorgung zu nutzen. Das BHKW soll dann zusammen mit der Speichermasse der Gebäude und der Heizungssysteme auf schwankende Stromverfügbarkeit im Netz reagieren und diese ausgleichen.

Das dezentrale Energiemanagement im Quartier wurde im Oktober 2015 in Betrieb genommen. Folgende Ziele wurden seitdem erreicht:

  • Die Heizkosten der Mieter konnten um fast 20 Prozent gegenüber den durchschnittlichen Kosten der Berliner Wohnungsunternehmen gesenkt werden. Der Heizenergiebedarf der Wohnungen liegt nun bei 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr und erfüllt damit den Niedrigenergiehausstandard
  • Für die am Mieterstrommodell teilnehmenden Bewohner hat sich der Strompreis gegenüber dem Grundversorger um rund 15 Prozent reduziert
  • Die CO2-Emissionen des Quartiers konnten durch den Einsatz des BHKW um 160 t pro Jahr gesenkt werden. Weitere Emissionsminderungen von etwa 58,5 t pro Jahr resultieren aus dem Einsatz des Dezentralen Energiemanagements
  • Mit der intelligenten Gebäudeinfrastruktur ist das Wohnungsunternehmen einen Schritt in Richtung einer digitalen Gebäudebewirtschaftung gegangen. Die installierte Plattform kann zukünftig nach den Bedürfnissen der Mieter um weitere Dienste ergänzt werden. Die entwickelten Geschäftsmodelle ermöglichen eine Übertragung der Erkenntnisse

Die anderen neun zur Abstimmung stehenden Projekte im Rahmen der Greentec Awards sind: Eine strombasierte Flächenheizung von Aelectra, ein vernetztes Plusenergie Quartier mit E-Mobilität und Quartierstrom in Bad Kreuznach, das modulare System Craftwand, ein energieautarkes Mehrfamilienhaus in Brütten (Schweiz), nachhaltige Holzveredelungsprodukte auf Basis von Leindotter, CO2-Nutzung zur Einsparung von Erdöl in der Kunststoffproduktion, ein nachhaltiges Hotel in Irota (Ungarn), ein modulares Bausystem aus recyceltem PET und ein zum Wohnen umgebauter gebrauchter Seefrachtcontainer. Quelle: Borderstep Institut / sue

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DDIV und KfW legen Infobriefreihe auf

5. January 2018 - 7:00

Der erste "Infobrief Spezial für Wohnungseigentümergemeinschaften und Immobilienverwaltungen" von DDIV und KfW informiert kompakt darüber, wie energetische Sanierungen und altersgerechte Umbauten durch entsprechende Zuschüsse der Förderbank unterstützt werden können. "Vielen Wohnungseigentümergemeinschaften fällt es leichter Sanierungsmaßnahmen zu finanzieren, wenn alternativ zu einem Förderdarlehen ein Zuschuss beantragt werden kann. Allerdings sind häufig nicht alle Möglichkeiten bekannt, die wir als Bank anbieten. In anderen Fällen bestehen Unsicherheiten, wie solche Zuschüsse beantragt werden können", erläutert Burkhard Touché, Abteilungsdirektor der KfW, den Hintergrund der Infobriefreihe.

"Das Thema Fördermöglichkeiten bei energetischer Sanierung ist bei vielen Immobilienverwaltungen noch nicht ausreichend präsent", meint auch DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler. "Deswegen arbeiten wir seit Jahren eng mit der KfW zusammen und haben bereits einige Projekte erfolgreich umgesetzt, mit denen wir diese Informationslücken schließen."

Aktuelle Beispiele sind die Neuauflage des umfangreichen Kompendiums zu Energieeffizienzmaßnahmen in Wohnungseigentümergemeinschaften, gemeinsame Veranstaltungen zu energetischer und barrierereduzierender Sanierung sowie die Neuregelung der De-minimis-Beihilfen für Wohnungseigentümergemeinschaften. Sie erleichtert Immobilienverwaltungen das Beantragen von Fördermitteln für Wohnungseigentümergemeinschaften, da nun eine gesammelte De-minimis-Erklärung durch den Verwalter für alle vermietenden Wohnungseigentümer ausreicht.

Außerdem ist die KfW Kooperationspartner beim Zertifikatslehrgang KlimaVerwalter des DDIV. "Und gemeinsam haben wir den Weg dafür geebnet, dass die Verwalterleistung bei energetischen Sanierungen als Baunebenkosten ebenfalls förderfähig ist", unterstreicht Kaßler die Erfolge der Kooperation.

Die energieeffiziente Sanierung von Wohnimmobilien ist ein wesentliches Thema, um die ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Dementsprechend widmet sich der aktuelle Infobrief Spezial insbesondere diesem Bereich: Er stellt verschiedene Zuschussoptionen der KfW vor und erläutert die Schritte zu einem Investitionszuschuss. Zudem beleuchtet er das Thema altersgerechter Wohnungsumbauten samt Barriereabbau und Einbruchschutz. Quelle: DDIV / sue

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