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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 41 Minuten 59 Sekunden

Agora zieht gemischte Energiewendebilanz

7. Januar 2020 - 7:00

"Die Energiewende kommt damit beim Zuwachs der erneuerbare Energien und beim Ausstieg aus der Atomenergie gut voran. Eine schlechte Bilanz war 2017 jedoch bei den Treibhausgasemissionen zu verzeichnen", teilt Agora Energiewende mit. Das dritte Jahr in Folge stagnierte der Ausstoß des klimaschädlichen CO2, statt wie geplant zu sinken. Denn während im Stromsektor die Emissionen infolge des Rückgangs der Steinkohleverstromung 2017 leicht zurückgingen, stiegen sie im Verkehrs-, Gebäude- und Industriesektor aufgrund des höheren Mineralöl- und Erdgasverbrauchs.

"Der gegenwärtige Trend läuft darauf hinaus, dass Deutschland im Jahr 2020 seine Emissionen nur um 30 Prozent statt wie geplant um 40 Prozent gegenüber 1990 vermindert", sagt Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. Die Studie "Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2017" beschreibt in zehn Kapiteln mit zahlreichen Abbildungen die wesentlichen Trends. Sie basiert auf aktuell verfügbaren Daten aus zahlreichen öffentlichen Quellen.

Wesentliche Ursache für diesen Trend ist die Entwicklung beim Energieverbrauch: Im vergangenen Jahr wurde 0,8 Prozent mehr Energie verbraucht als 2016 – Strom, Diesel und Erdgas legten zu. Es wird damit nahezu unmöglich, die von der Bundesregierung im Energiekonzept 2010 beschlossenen Energieeffizienzziele für 2020 (minus 20 Prozent Primärenergie- und minus 10 Prozent Stromverbrauch gegenüber 2008) zu erreichen. "Die Energieeffizienz-Fortschritte sind zu gering, um zusätzliche Verbräuche aus Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum auszugleichen oder sogar zu überkompensieren", sagt Graichen. Quelle: Agora Energiewende / sue

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Pellets überzeugen in Projekten durch Brennstoffpreis

13. Dezember 2018 - 7:31

Bei einer Online-Umfrage unter Pellet-Heizern, die der Deutsche Energieholz- und Pelletverband (DEPV) kürzlich durchgeführt hat, gaben über 70 Prozent der Befragten an, niedrige Heizkosten seien für ihre Entscheidung für eine Pellet-Heizung besonders wichtig gewesen. Genauso viele nannten aber auch Klimaschutz als entscheidendes Motiv. Drei Beispiele aus der Praxis zeigen, was Hausbesitzer und Unternehmen von Pellets überzeugt.

"Wir wollten ein gutes Gewissen haben", sagt Günter Rose. Der ökologisch orientierte Architekt ist Miteigentümer eines Mehrfamilienhauses mit 17 Wohneinheiten in Berlin-Pankow. Vor fünf Jahren entschied sich die Hausgemeinschaft für eine Pellet-Heizung. Die Anlage, mit der 1.800 Quadratmeter beheizt werden, hat 80 kW. Sie wird ergänzt durch eine Solaranlage mit Vakuumröhrenkollektoren. Zusätzlich ist das Haus hochgedämmt und verfügt über Dreifachverglasung.

Die Kosten für Heizung und Warmwasser, sagt Rose, liegen so nur bei fünf Euro pro Quadratmeter. Pro Jahr muss das Pelletlager des Hauses zwei- bis dreimal mit 13 Tonnen Pellets befüllt werden. Eine Tonne kostet derzeit rund 250 Euro. Sie ersetzt 500 Liter Heizöl und senkt damit nach Angaben des des DEPV den Ausstoß von CO2 um ein Drittel.

Noch einen weiteren Grund nennt Günter Rose für die Entscheidung der Hausgemeinschaft für eine Pellet-Heizung. "Wir wollten nicht von russischem Gas abhängig sein", sagt er. Zudem achte man darauf, dass nur zertifizierte Pellets gekauft werden, um sich möglichst ökologisch zu verhalten. Die Verbrennung bei über 800 Grad sei sehr sauber und fast rückstandsfrei. Es entstehe zwar Staub, aber keine Rußemissionen, von daher sei auch dies ökologisch vertretbar. Laut DEPV können Pellet-Heizungen problemlos den Feinstaub-Grenzwert einhalten. 

Auch Jens Reule, der Besitzer der Musikbrauerei in Berlin-Prenzlauer Berg, hat sich aus Kostengründen für eine Pelletheizung entschieden. Das Gebäude, eine ehemalige Brauerei aus dem Jahr 1892, ist nun ein Veranstaltungsort. Auch Tonstudios und ein Museum sind dort untergebracht. Geheizt wurde zuvor mit Nachtspeicherheizungen, Holzöfen und Gasheizungen. "Ich habe die Preise verglichen", sagt Reule, "Pellets waren am günstigsten".

Die Anlage hat 100 kW und beheizt 1.500 Quadratmeter. Pro Jahr werden 30 bis 35 Tonnen Pellets verbraucht. Im Keller neben der Anlage ist ein Lager für 14 Tonnen untergebracht. "Fernwärme war zu teuer", hat Reule ausgerechnet, "und Gas hätte teure Umbauten an dem historischen Gebäude erfordert".

Wenn der Tankwagen mit den Pellets kommt, muss nun aber ein 40 Meter langer Schlauch eingesetzt werden, um die Pellets vom Tank in das Lager zu befördern. Das ist fast zu lang. Pellets werden bei langen Trasportstrecken leicht beschädigt, was für die Verbrennung ungünstig ist. Dabei hat die Musikbrauerei noch den Vorteil, dass sie über einen Hof verfügt, auf den der Tankwagen fahren kann und so möglichst nah an das Lager kommt.

"Die Anlieferung ist in Großstädten oft ein Problem", sagt der Pellethändler Frithjof Engelke. "Das stellt eine besondere Herausforderung dar." Bislang sind Pellet-Heizungen vor allem in Süddeutschland vertreten. Doch auch im Norden und Osten wird das Heizen mit Holz beliebter, so auch in Berlin. Allerdings, so Engelke, gebe es dort oft kaum ein Rankommen an die Lieferstellen, selbst wenn man sehr lange Schläuche einsetzt. Das Entladen dauere anderthalb Stunden, manchmal sogar bis zu drei Stunden, und dabei müsse der Tankwagen nun mal möglichst nah an dem Haus stehen, das beliefert werden soll.

Drittes Beispiuel: Die nach neun Monaten Bauzeit eröffnete Filiale des Einrichtungshauses Möbel Höffner in Berlin-Lichtenberg. Für die Deckung des Wärmebedarfs des fünfstöckigen und 200 Meter langen Gebäudes entschied sich das Unternehmen für eine Pellet-Heizung. Die Anlage hat 530 kW und beheizt 50.000 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Für die Büroräume der Verwaltung gibt es zusätzlich einen Gasbrennwertkessel mit 311 kW. Grund: "Holzheizungen sind dann besonders effizient, wenn sie durchgängig laufen", sagt Christian Heubeck, der Vertriebs- und Projektierungsingenieur von Viessmann, von der die Heizungsanlage stammt. "Für die Büros braucht man mehr Flexibilität, deshalb ist dort eine Gasheizung sinnvoll, die man nach Bedarf schnell hoch- und runterregeln kann."

Entscheidend für die Wahl des Heizungssystems waren aber vor allem die Kosten. Zwar sind Pellet-Heizungen in der Anschaffung teurer als Öl- und Gas-Heizungen. Man braucht für den Heizkessel eine aufwändigere Technik, muss die Pelletzufuhr regeln und benötigt ein Pelletlager. Bei Möbel Höffner beispielsweise fasst das Lager 150 Tonnen.

Kostentreibend sind auch die niedrigeren Stückzahlen der hergestellten Pelletkessel. Derzeit gibt es in Deutschland rund 440.000 Pellet-Heizungen, pro Jahr kommen rund 32.000 hinzu. Dazu kommen etwas höhere Kosten für Wartung und Instandhaltung. Zudem muss die Asche entsorgt werden. Trotzdem ergibt sich über die gesamte Betriebslaufzeit der Heizungsanlage eine Kostenersparnis, da Pellets ein recht günstiger Brennstoff sind. Besonders groß ist der Vorteil gegenüber Heizöl: die Differenz liegt bei 30 bis 40 Prozent. Derzeit muss man bei Holzpellets mit fünf Cent pro Kilowattstunde rechnen, bei Gas sind es rund sechs Cent, bei Heizöl rund acht Cent (Stand Oktober 2018). von Verena Kern

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Herbstforum bilanziert Wärme- und Effizienzwende

11. Dezember 2018 - 7:14

Helmfried Meinel, Ministerialdirektor im Umweltministerium Baden-Württemberg, fand deutliche Worte der Kritik an der Klimapolitik des Bundes. Der Klimaschutzplan von 2016 greife zu kurz, notwendige Entscheidungen würden immer weiter in die Zukunft verschoben. Sein Beispiel: "Wir warten immer noch auf das Gebäudeenergiegesetz." Die von der Großen Koalition versprochene Steuerförderung erwähnte Meinel nicht einmal. Er sprach sich dafür aus, die Kosten für CO2 transparenter zu machen, "dann sieht die Wirtschaftlichkeit von Gebäudesanierung anders aus", sagte er. Im Dreiklang fordern, fördern, informieren könne man das Ordnungsrecht durchaus stärken, so Meinel. Ein Erfolgsmodell aus Baden-Württemberg sei der Sanierungsfahrplan. Da stelle das Land zwar die Förderung ein, aber nur deshalb, weil es Fördermittel auf Bundesebene gebe. Bis Ende 2018 wird zudem im Land das Erneuerbare-Wärme-Gesetz evaluiert. Aufgebaut wird außerdem ein landesweites Portal zum nachhaltigen Bauen.

Eine aktuelle Effizienzanalyse von Wärmepumpen stellte Danny Günther vom Institut für Solare Energieerzeugung (ISE) in Freiburg vor. Das Institut überwacht seit einigen Jahren Anlagen im Betrieb, Günther stellte Zahlen für den Zeitraum von Oktober 2017 bis September 2018 vor. 22 Außenluft- und 12 Erdreichanlagen waren im Langzeittest, die Außenluftanlagen brachten es auf eine Jahresarbeitszahl zwischen 2,6 und 4 mit einem Mittelwert von 3, die Erdreichwärmepumpen schafften Werte zwischen 3,2 bis 4,6 mit einem Mittel von 3,7. Bei diesen Geräten gab es einem Ausreißer nach unten bei einer Anlage, die Heizkreistemperaturen bis 66 Grad liefern muss, aber den geringsten COP hat. 

Viel diskutiert wird beim derzeitigen Strommix die Ökobilanz der Wärmepumpen. Mit einem gängigen Vorurteil räumte Günther auf: "Wir sehen nicht, dass Wärmepumpen nur dann laufen wenn Kohlekraftwerke in Betrieb sind." Generell ergab die Auswertung, dass die beste Anlage in der Jahres-CO2-Bilanz 55 Prozent besser ist als ein Gaskessel und die schlechteste 15 Prozent schlechter. Auch eine wichtige Erkenntnis ist, dass die Effizienz nicht wesentlich vom Gebäude abhängt: "In jeder Baualtersklasse findet man alle Ergebnisse und Anlagen", so Günther.

Mit dem Aufbau von Wänden in der Sanierung befasste sich Thomas Sternagel. Eines war eine Immobilie mit 45 Wohneinheiten mit Außenwand- und Flachdachsanierung mit vielen Wärmebrückenfragen. Eine Halbierung des Wärmebedarfs erfolgte durch die Fassadensanierung mit vorgefertigten Holzbauteilen mit elektronischem Aufmaß. Kompressionbänder nehmen die Toleranzen auf, die eigentlichen Bauteile sind im Lot. Dazu war eine Entscheidung in Einzefall notwendig, da es durch die Berliner Bauordnung nicht gedeckt war. Balkone wurden durch die Fassadenelemente in die Wohnräume integriert. Innenputz ist die luftdichte Ebene. Den Bauherren hat die weitgehende Wartungsfreiheit der Fassade überzeugt. Von Pia Grund-Ludwig

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Forschungsgeld für BIM verdoppelt sich bis 2022

10. Dezember 2018 - 10:04

Bis Ende 2020 sollen alle neu zu planenden Projekte im Zuständigkeitsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) nach einem konkret definierten Leistungsniveau mit BIM geplant und gebaut werden. Das hat die Bundesregierung 2015 beschlossen. In der Anfrage der FDP geht es um die Umsetzung auch in anderen Ministerien.

Im Forschungsministerium (BMF) flossen zwischen 2015 und 2018 zirka 2 Millionen Euro in Projekte zum Thema BIM, 2019 bis 2022 sollen es 4 Millionen Euro sein. Es wurden beispielsweise Verfahren entwickelt, die die Anwendung digitaler Technologien in Bau und Erschließung durch neue Anwendungsgebiete und Qualifizierungsprojekte erlauben.

Im derzeit für das Bauwesen zuständigen Innenministerium (BMI) gibt es seit Herbst 2017 den Branchendialog "Digitaler Hochbau" als regelmäßiges Format. Gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und mit Beteiligung des BMVI sowie zentralen Verbänden und Kammern der Planer, der Bauwirtschaft und Bausoftwarebranche flankiere das BMI auf politischer Ebene den digitalen Transformationsprozess, so die Antwort der Regierung. Im Rahmen der Forschungsinitiative "Zukunft Bau" wurde der wissenschaftliche BIM-Dialog initiiert. Das Projekt läuft bis zum Jahr 2019.

Die Beauftragung zum Aufbau eines BIM-Kompetenzzentrums beim Amt für Bundesbau in Rheinland-Pfalz ist auf einen Zeitraum von 10 Jahren und für bis zu drei Personen angelegt. Die geplanten Ausgaben für den Zehn-Jahres-Zeitraum belaufen sich dabei auf rund fünf Millionen Euro. Das Kompetenzzentrum soll die Möglichkeit bieten, an einer zentralen Stelle die relevanten Informationen, Vorgaben, Anforderungen und Auswertungen von Pilotprojekten abgestimmt und koordiniert zu erarbeiten und den Marktteilnehmern zur Verfügung zu stellen.

Die Standardisierung und Normung im Bereich BIM nennt das BMI als entscheidenden Faktor. Auf Bundesebene solle eine Normungsstrategie auf nationaler und internationaler Ebene entwickelt werden. Das BMI beteilige sich gemeinsam mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) bereits aktiv an der Normungsarbeit.

In einigen Ministerien habe im Baubereich das Arbeiten mit BIM begonnen. So berichtet die Antwort von einer BIM-Pilotierung im Verteidigungsministerium mit der Landesbaudirektion Bayern im Rahmen einer kleinen Baumaßnahme im Fliegerhorst Neuburg/Donau. Es geht um einen Neu- und Erweiterungsbaumaßnahme mit einem Gesamtvolumen von etwa 1,5 Mio. Euro.

Im für das Bauwesen zuständigen BMI gab es seit Einführung der BIM-Prüfverpflichtung im Januar 2017 noch kein Projekt in der Bauausführungsphase. Die Methode solle beim Neubau des Walther-Meißner-Baus für die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Berlin, als Pilotprojekt bei der Deutschen Botschaft Wien sowie bei dem Erweiterungsbau Moabiter Werder angewendet werden. pgl

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Bundesregierung blamiert sich bei Gebäudesanierung

9. Dezember 2018 - 7:40

Die Bundesregierung habe hingenommen, dass energetische Modernisierungen für Vermieter unattraktiver werden, aber keinerlei Maßnahmen erwogen, die Senkung der Modernisierungsumlage durch bessere Anreize aufzufangen, so die Verbände. Als erstes Unternehmen hatte die Vonovia angekündigt, ihre Sanierungsqauote deutlich zu senken. Eine steuerliche Förderung für Gebäudesanierungen sei weiter nicht in Sicht, kritisieren die Verbände. Auch das Energiesammelgesetz werde der Energiewende im Gebäudebereich weiter schaden. Die Ziellücke zu den Pariser Klimazielen werde immer größer.

Christian Noll von der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff) kritisiert, die Bundesregierung nehme hin, dass die ohnehin viel zu niedrigen Sanierungsraten jetzt weiter sinken. "Das ist nicht nur peinlich, sondern auch wirtschaftsschädlich, denn deutsche Unternehmen sind weltweit Spitze in Energieeffizienzlösungen und stellen über 600.000 Arbeitsplätze", so Noll. Sascha Müller-Kraenner, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, mahnt die Bundesregierung, ihre Losung „Efficiency First“ aus dem Koalitionsvertrag ernst zunehmen und außerdem die Steuerförderung für Haussanierer umzusetzen. Die scheitert derzeit an der Blockade des Bundesfinanzministers. Im Haushalt 2019 sind dafür keine Mittel eingestellt.

"Neben sozialpolitischen Erwägungen hat die Bundesregierung schlicht unterlassen zu überlegen, wie sie die Förderung, steuerliche Anreize, Mietspiegel und andere Instrumente so gestalten kann, dass auch für die Vermieter ein Schuh daraus wird" ergänzt Benjamin Weismann, Bundesgeschäftsführer des GIH. Viele Vermieter sähen selbst von Maßnahmen ab, die sich für Mieter warmmietenneutral oder sogar direkt kostensenkend umsetzen lassen, etwa die Umstellung auf effiziente Wärmelieferung oder Mieterstrommodelle.

Die Ankündigungen aus der Wohnungswirtschaft verdeutlichen aus Sicht von Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle die Krux, dass das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestandes ist nur erreichbar ist, wenn anspruchsvolle Modernisierungen attraktiv und sozialverträglich seien. "Das gelingt nur mit einem Masterplan, bei dem sich auch die großen Wohnungsbaugesellschaften ihrer ökologischen Verantwortung stellen müssen. Zumal die energetische Sanierung nur eine geringe Prozentzahl der eigentlichen Investition ausmacht" so Hinrichs weiter. Quelle: Deneff / pgl

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Erstes energieautarkes Mehrfamilienhaus ist fertig

9. Dezember 2018 - 7:16

Energieautark ist das Haus gemäß der Definition des Sonnenhaus Instituts. Als autark gilt ein Gebäude danach, wenn es zu mehr als 50 Prozent seines Strom- und Wärmebedarfs erzeugt. Das Gebäude erreicht eine Quote von 70 Prozent.

In diesem Sinne energieautark werde das Mehrfamilienhaus sein, verspricht der Bauherr. Das Gebäude ist hoch gedämmt und verfügt über sechs 90 Quadratmeter große Wohneinheiten. Diese versorgen sich zu zwei Dritteln selbst mit Wärme und Strom. In der Miete sind nicht nur Betriebs- und Heizkosten, sondern auch der Strombedarf enthalten. Die Pauschalmiete liegt bei 10,50 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht kalkulatorisch einer Kaltmiete von 6,95 Euro. Das seien 1,30 Euro weniger als in einem vergleichbaren koventionellen Neubau, so die Wilhelmshavener Spar- und Baugesellschaft. Die Mieter können auch Elektroautos oder E-Bikes kostenlos mit Strom betanken. Strom- oder Wärmeüberschüsse gehen an die E-Ladesäulen und in benachbarte Mehrfamilienhäuser. 

Das Herzstück der Haustechnik ist ein 20.000 Liter fassender Langzeitwärmespeicher. Der Strom wird in Batterien gespeichert. Solarenergie deckt 13.000 Kilowattstunden des Jahresenergiebedarfs. Eventuell notwendige Restwärme liefert eine Gasheizung, Reststrom kommt aus dem Netz.  Das Gebäude erfüllt den Standard KfW40-Plus. Weitere energieautarke Mehrfamilienhäuser sind in Cottbus demnächst fertig, Projekte in Koblenz, Leipzig und Rostock geplant.

In der Schweiz gibt es seit knapp zwei Jahren ein energieautarkes Mehrfamilienhaus, das die für die neun Wohnungen verbrauchte Energie zu 100 Prozent selbst  erzeugt und  ohne Öl, Erdgas oder externe Energieanschlüsse auskommt. Dazu kommen eine PV-Anlage mit 126.5 kW Leistung und eine Wärmepumpe mit Erdsonde zum Einsatz. pgl

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Vonovia reduziert Quote energetischer Sanierung

7. Dezember 2018 - 7:26

Es werde keine umfassenden energetischen Modernisierungen mehr geben, die Mieter mit einer Umlage von mehr als 2 Euro pro Quadratmeter belasten. Das gab der Konzern bei der Vorstellung seiner Bilanz für die ersten drei Quartale bekannt. 

Das Investitionsvolumen in die energetische Sanierung soll um 40 Prozent sinken. Hintergrund sind auch niedrige Energiepreise, die eine für Mieter kostenneutrale Sanierung schwierig machen. Für das laufende Jahr weist das Unternehmen Mietpreissteigerungen von 4 Prozent aus. Die Sanierungsquote geht in den kommenden zwei Jahren von derzeit 5 auf 3 Prozent des Bestandes zurück. Man habe sich für die Mieter und gegen den Klimaschutz entschieden, so Vonovia-Geschäftsführer Rolf Buch. Es soll dennoch mehr investiert werden, aber eher in den Bau kleinerer und altengerechter Wohnungen.

Außerdem versichert das Unternehmen, dass kein Mieter aufgrund einer Modernisierung ausziehen müsse. Bei den laufenden Projekten gebe es bei allen Mietern, die soziale oder wirtschaftliche Härte anmelden, eine sorgfältige Prüfung und ein kulantes Vorgehen. Bis Jahresende sollen bundesweit 24 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden, die sich ausschließlich um das persönliche Härtefallmanagement vor Ort kümmern.

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Forschungsprojekt untersucht intelligente Nahwärme

6. Dezember 2018 - 7:37

Die Wärmeversorgung der Zukunft wird sich ebenso wie die Stromversorgung durch einen steigenden Anteil erneuerbarer Energien auszeichnen. Aufgrund der Fluktuation erneuerbarer Energien wegen wechselnder Wetterverhältnisse ist eine hohe Flexibilität gefragt. Diese Flexibilität wollen die Wissenschaftler um Professor Adam und die Stadtwerke Kempen im Forschungsprojekt BestHeatNet erproben.

Die Wärmeversorgung für das geplante Quartier "Auf dem Zanger" in Kempen mit rund 100 Wohneinheiten wird hierfür für fünf Jahre zum Reallabor. Solarthermie, Power-To-Heat mit Wärmepumpe und Elektroheizstab, Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK), ein Spitzenlastkessel und eine Photovoltaik-Anlage mit Batterie produzieren zukünftig benötigte Wärme und Strom aus unterschiedlichen Energiequellen. Der  Anteil erneuerbarer Energien aus lokaler Produktion soll rund 30 Prozent betragen und ließe sich durch Bezug von Biogas und Ökostrom weiter steigern.

Das Forschungsziel besteht in der Entwicklung eines intelligenten Optimierungs- und Regelungsverfahrens. Dieses schaltet, unter sich ständig ändernden Randbedingungen, zu jeder Zeit den passenden Wärmeerzeuger ein. Ändert sich das Wetter, der Strompreis oder der Wärmebedarf, muss das System geeignet reagieren. Dafür sind die Geräte untereinander vernetzt: Bei hohem Strompreis läuft beispielsweise die KWK-Anlage und deren Strom wird entweder ins Netz eingespeist oder zum Antrieb der Wärmepumpe verwendet. Bei niedrigen Strompreisen bezieht die Wärmepumpe Strom aus dem Netz und die KWK-Anlage steht still. Dies wirkt zudem stabilisierend auf das Stromnetz. "Der Clou ist die Nutzung neuronaler Netze, also künstlicher Intelligenz, in einem solchen System", erklärt Professor Adam. "Die Regelung ist selbstlernend und erkennt zum Beispiel Zeiten hohen und niedrigen Wärmeverbrauchs und sich änderndes Nutzerverhalten. Sie greift unter anderem auf Wetterprognosen zu und kann dadurch die solare Wärmeproduktion stundengenau voraussagen." So kann jederzeit die kosten- oder energieeffizienteste Betriebsstrategie gefahren werden.

Das intelligente Nahwärmenetz "Auf dem Zanger" ist Blaupause für bereits geplante, größere Wärmenetze in Kempen. Das Projekt BestHeatNet startet im Dezember 2018 und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Quelle: Hochschule Düsseldorf / sth

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Energiesammelgesetz bremst Mieterstrom aus

6. Dezember 2018 - 6:51

Ziel des EnsaG ist "die Förderung eines zielstrebigen, effizienten, netzsynchronen und marktorientierten Ausbaus der erneuerbaren Energien". Gleichzeitig enthält das Gesetz Änderungen, die der Bundesregierung zufolge durch das EU-Beihilferecht bedingt sind. Die Bundesregierung sieht eine Überförderung bei Solaranlagen auf den Dächern von Gebäuden ab 40 Kilowatt Peak Größe. Das EU-Beihilferecht gebiete, diese abzubauen, hieß es. Daher wird die Einspeisevergütung von Solardachanlagen mit einer Leistung von 40 bis 750 kWp drastisch gekürzt.

Ab April 2019 gibt es für Strom aus solchen Anlagen nur noch 8,9 Cent/kWh. Die Absenkung erfolgt aber bereits ab dem 1. Februar in drei Schritten: Im Februar 2019 sinkt sie auf 9,87 Cent, dann ab März auf 9,39 sowie schließlich ab April auf 8,90 Cent. Zum Vergleich: die von der Bundesnetzagentur für Januar ermittelte Vergütung für diese Anlagengruppe beträgt 10,36 Cent je Kiowattstunde. Es erfolgt also eine Kürzung um rund 14 Prozent. Der Regierungsentwurf sah ursprünglich sogar eine 20-prozentige Kürzung vor.

PV-Anlagen auf Einfamilienhäusern sind davon nicht betroffen, sie sind in der Regel kleiner: Ein Großteil der PV-Anlagen auf deutschen Dächern ist zwischen zwei und acht Kilowatt installierter Leistung (kWp) groß, das entspricht 20 bis 60 Quadratmetern Dachfläche. Sehr wohl betroffen sind dagegen zahlreiche Mieterstromanlagen, was auch Kritiker aus der Bauwirtschaft auf den Plan ruft. So sieht die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) das Mieterstrommodell entwertet.

Mieterstromgesetz wird konterkariert

Mitte 2017 hat der Bundestag das Gesetz zur Förderung von Mieterstrom beschlossen. Danach erhalten Anlagenbetreiber von Solarstromanlagen auf Mietshäusern einen Zuschlag für den Strom, den sie direkt an die Mieter verkaufen. Voraussetzungen: Die Anlage darf nicht größer sein als 100 Kilowatt peak (kWp) und der Strompreis für den Mieterstrom muss zehn Prozent unter dem örtlichen Grundversorgertarif liegen. Ziel des Gesetzes war, neben Hauseigentümern auch Mieter an den Vorteilen von PV-Dachanlagen zu beteiligen, die Bedingungen für die Nutzung von hauseigenem Solarstrom in Mehrfamilienhäusern zu verbessern und den Ausbau der Solarenergie auf Wohngebäuden voranzutreiben.

Der Mieterstromzuschlag errechnet sich aus der jeweils geltenden Einspeisevergütung, von der 8,5 Cent abgezogen werden. Damit liegt der Zuschlag aktuell zwischen 1,67 und knapp 3 Cent je Kilowattstunde. Dem gegenüber stehen ein erheblicher Bürokratieaufwand und die Kosten für die erforderliche Messtechnik. Durch die Senkung der Einspeisevergütung auf 8,9 Cent wäre der Mieterstromzuschlag nach den ursprünglichen Plänen der Bundesregierung auf 0,4 Cent gesunken. Nach heftiger Kritik wurde in der endgültigen Fassung des Energiesammelgesetzes jedoch nachgebessert. Statt 8,5 werden künftig nur noch 8 Cent vom Vergütungssatz abgezogen werden, so dass der Mieterstromzuschlag künftig 0,9 Cent beträgt.

Förderung bislang für 220 Projekte

Experten sehen in der Kürzung dennoch einen weiteren Bremsklotz für den Ausbau von Mieterstromanlagen, der ohnehin nicht recht in Gang kommt. Seit dem Inkrafttreten des Mieterstromgesetzes im Juli 2017 bis August 2018 wurde für 220 Projekte eine Förderung über das Mieterstromgesetz gewährt. Das Fördervolumen umfasst eine installierte PV-Leistung von inzwischen 5,1 Megawatt (MW). Damit liegt die Nachfrage nach Fördermitteln weit unter dem gesetzlichen Deckel von 500 MW pro Jahr. "Es gibt keine Überförderung für Solarstrom und Mieterstrom, weil die Solarvergütung durch den sogenannten atmenden Deckel im geltenden EEG 2017 schon jetzt in ausreichendem Maße sinkt. Das zeigt eine aktuelle Studie der HTW Berlin und bestätigt damit die Eurosolar-Resolution zum Beginn der Debatte um das Energiesammelgesetz", sagte Fabio Longo, Präsident der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien Eurosolar, schon zu Beginn der Diskussion. Solardachanlagen seien eine der wichtigsten Stützen der dezentralen Energiewende, denn sie erzeugen die Energie dort, wo sie auch gebraucht wird: in Wohnsiedlungen, Gewerbe- und Industriegebieten.

Auch der Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert die Kürzung. Trotz Nachbesserungen sende die Große Koalition das falsche Signal, zitiert das Branchenmagazin neue energie Thomas Engelke vom Verbraucherzentrale Bundesverband. „Die ohnehin schon unzureichenden Bedingungen für Mieterstrom sollen weiter verschlechtert werden. Die Teilhabe der Verbraucherinnen und Verbraucher an den Vorteilen der Energiewende bleibt auf der Strecke.“

Der Bundesverband Solarwirtschaft begrüßt, dass die Auktionsmenge für ebenerdig errichtete Solarparks durch das Energiesammelgesetz spürbar erhöht wird. Im Koalitionsvertrag hatten die Regierungsparteien sich darauf geeinigt, dass 2019 und 2020  jeweils 4 Gigawatt für Windenergie an Land und Solarenergieanlagen zusätzlich ausgeschrieben werden sollen. Nun wird diese Menge auf drei Jahre verteilt. Daneben sollen durch Innovationsausschreibungen neue Preisgestaltungsmechanismen und Ausschreibungsverfahren erprobt werden, die zu mehr Wettbewerb und mehr Netz- und Systemdienlichkeit führen. Daher wird die Verordnungsermächtigung für Innovationsausschreibungen im EEG 2017 angepasst.

Im Rahmen der Innovationsausschreibungen sollen nunmehr im Jahr 2019 250 Megawatt, in 2020 400 Megawatt und in 2021 500 Megawatt ausgeschrieben werden. Die Mengen werden von den regulären Ausschreibungsmengen für Windenergieanlagen an Land und Solaranlagen abgezogen. "Im Dunkeln bleibt, warum die Bundesregierung gleichzeitig den Ausbau von verbrauchsnahen größeren Solardachanalgen bremst", zeigt sich aber auch BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig ratlos über die Kürzung der Einspeisevergütung. von Silke Thole

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Baden-Württemberg will Holzbau fördern

5. Dezember 2018 - 7:06

Man müsse beim Bauen umdenken und Beton durch Holz ersetzen, wo immer es gehe, forderte Kretschmann, der erstmals persönlich bei der Holztagung sprach. Bauen mit Holz sei aktiver Klimaschutz, so der Ministerpräsident weiter. 

Die Holzbauinitiative des Landes wurde im November dem Kabinett vorgestellt und dort auch verabschiedet. "Wir wollen bis 2023 rund17 Millionen Euro investieren", sagte Kretschmann. Neu- und Umbauten von Landesgebäuden sollen soweit wie möglich in Holz- oder Holzhybridbauweise entstehen. Building Information Modeling für Holzbau sei zu nutzen, um  Gebäude schneller, reibungsloser und kostengünstiger zu erstellen. Außerdem kündigte der Ministerpräsident eine Überarbeitung der Förderprogramme an, um die klimaschonenende Wirkung des Holzbaus zu berücksichtigen. Das Land will eine Informationsoffensive starten und ein Schulungsprogramm auflegen. Der Baukostenindex soll Gebäude über den kompletten Lebenszylus erfassen, das soll helfen, den Kostenvergleich für Holzbauten zu verbessern.

Die Deutsche Gesellschaft für Mauwerwerksbau (DGfM) reagiert auf diese Initaitive mit offenen Briefen an den Regierungschef und die Landtagsabgeordneten von Baden-Württemberg. Sie sieht in der Initiative eine massive Verzerrung des Wettbewerbs. Außerdem sei das Land selbst als größter Waldbeistzer Begünstigter der eigenen Förderpolitik.

2017 seien 56 Prozent aller Einfamilienhäuser, 57 Prozent aller Mehrfamilienhäuser und rund 65 Prozent aller Doppel- und Reihenhäuser in Baden-Württemberg mit Mauerwerk errichtet worden, so der Verband. Diese seien etwa 10 Prozent kostengünstiger als Holzbauten. "Land und Kommunen geben Steuergelder für öffentliche Bauten aus und sind per Vergaberecht verpflichtet, wirtschaftlich zu bauen. Wenn eine andere Bauweise günstiger sei, könne schlecht begründet werden, warum trotzdem in Holz gebaut werden solle, so DGfM-Geschäftsführer Roland Rast. 

Der Verband verweist auch auf Arbeitsplätze. Allein in Baden-Württemberg arbeiteten knapp 45 000 Menschen direkt oder indirekt an der Errichtung von Wohnbauten aus Mauerwerk. Rast weiter: "Was wir brauchen, sind zum Beispiel entschlackte Planungs- und Genehmigungsverfahren, optimierte Baunutzungsverordnungen und eine optimale Infrastruktur für die Zukunft des Bauens. Was wir nicht brauchen, sind von der Politik gewollte Festlegungen auf bestimmte Bauweisen."

Er zitiert dazu auch ein Rechtsgutachten der Kanzlei SWKH In Berlin. Darin heißt es unter anderen: "Wenn eine andere Bauweise wirtschaftlicher ist, kann schlecht begründet werden, warum trotzdem in Holz gebaut werden soll. Und vor allem führt eine solche Vorabfestlegung zum Ausschluss ganzer Branchen, die mit dem Holzbau konkurrieren. Die öffentliche Hand ist an das strenge Vergaberecht gebunden. Eine Festlegung des Beschaffungsgegenstandes, hier also die Entscheidung nur noch Gebäude aus Holz in Auftrag zu geben, darf nicht auf sachfremden, willkürlichen oder diskriminierenden Erwägungen beruhen. Vielmehr müsste die öffentliche Hand die Zuschlagskriterien so festlegen, dass die Möglichkeit eines wirksamen Wettbewerbs gewährleistet ist." pgl

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Förderung für Batteriespeicher läuft aus

4. Dezember 2018 - 8:13

Seit März 2017 wurden Solarstromspeicher von der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW gefördert, Ende 2018 ist Schluss. Die Förderung kann von Betreibern einer PV-Anlage mit einer Leistung bis zu 30 kW, die nach dem 1.1.2013 errichtet wurde, beantragt werden. Förderfähig sind sowohl Batteriespeicher- als auch Energiemanagementsysteme zur Einhaltung der Einspeisebegrenzungen nach den Förderrichtlinien, die in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage genutzt werden sollen. Konkret heißt das, dass ein Speicher nur dann gefördert wird, wenn er sicherstellt, dass nie mehr als 50 Prozent des produzierten Solarstroms ins öffentliche Netz eingespeist werden.

Ausserdem muss die Solaranlage muss mit einem Wechselrichter ausgestattet sein, auf den der Netzbetreiber per Fernzugriff kann. Des Weiteren wird die Offenlegung der verwendeten Schnittstellen und Protokolle des Batteriemanagementsystems (BMS) gefordert. Und schließlich muss der Betreiber die fachgerechte Installation durch geschulte Fachkräfte nachweisen und eine Herstellererklärung zur Einhaltung aller geforderten Rahmenbedingungen vorlegen.

In einem offenen Brief haben sich die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie und die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) gewandt und verlangen eine Anschlussförderung. Künftig sollten Stromspeicher über das Bafa gefördert werden, so die Unterzeichner Jörg Sutter und Ralf Haselhuhn für die DGS und Volker Quaschning von der HTW Berlin.

Das BAFA sollte die Förderung für Stromspeicher in Wohngebäuden in einfacher Ausgestaltung fortsetzen. Zudem sollte es eine Basisförderung von 250 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität bis maximal 1500 Euro und eine Innovationsförderung von 1000 Euro pauschal bei einem netzdienlichen Speicherbetrieb geben.

In Baden-Württemberg  gibt es weiter Geld für PV-Speicher.  Förderfähig ist die Investition in einen stationären, netzdienlichen Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden, an das Verteilnetz angeschlossenen PV-Anlage. Es werden sowohl "Heimspeicher" in Verbindung mit einer PV-Anlage mit bis zu 30 Kilowatt Peak (kWp) Leistung als auch "Gewerbespeicher" in Verbindung mit einer PV-Anlage mit mehr als 30 kWp Leistung gefördert. Für jede PV-Anlage ist die Anzahl der förderfähigen Batteriespeicher auf ein System begrenzt. Es werden nur stationäre Batteriespeichersysteme in Baden-Württemberg gefördert. Sie sind mindestens fünf Jahre zweckentsprechend zu betreiben. Auch die PV-Anlage, die zusammen mit dem Batteriespeicher betrieben wird, muss in Baden-Württemberg errichtet werden. Die Höhe der Förderung sinkt.  2018 gibt es 300 Euro/kWh und mindestens 600 Euro, maximal 7.500 Euro. 2019 sind es 200 Euro/kWh, die minimale Förderhöhe liegt bei  400 Euro, die maximale  bei  5000 Euro.

Darüber hinaus kann ein Bonus in Höhe von 250 Euro je Batteriespeicher gewährt werden, sofern der Speicher beziehungsweise das Energiemanagementsystem über eine prognosebasierte Betriebsstrategie (Erzeugungs- und/oder Verbrauchsprognosen) verfügt. Die Anforderung der prognosebasierten Betriebsweise zur Inanspruchnahme des Bonus ist durch eine Händler- oder Herstellererklärung nachzuweisen. pgl

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Standard soll Energiemanagement vereinfachen

3. Dezember 2018 - 9:20

Die Verteilung erneuererbarer Energien ist oft noch sehr ineffizient. Obwohl die Technologien für Photovoltaik, Speichergeräte, Wärmepumpen und Ladesäulen ausgereift sind, scheitern viele Projekte in der Praxis daran, dass die verschiedenen Technologien immer noch weitestgehend isoliert voneinander arbeiten. Das will die OpenEMS Association ändern. Die Mitglieder bauen eine Plattform auf, die die Vernetzung unterschiedlichster Geräte beim Kunden möglich macht. Die Entwicklung erfolgt dabei als Open Source Software.

Es sollen offene und proprietäre „Apps“ entstehen, die die Plattform nutzen, um die verschiedenen Geräte logisch zusammenzuführen, um damit Energie effizienter zu verteilen, Kosten zu sparen und die Stromnetze zu stabilisieren. Der Zusammenschluss etabliert ein Netzwerk aus Unternehmen, Instituten und Universitäten, Studierenden und Privatpersonen, die sich mit dem Management von Erzeugung, Verteilung und Verbrauch von Strom und Wärme beschäftigen.

„Wir verfolgen die Vision, dass schon bald alle Energieerzeuger und -verbraucher im Haus dank einer Plug-and-Play-Kompatibilität miteinander sprechen und zentral gesteuert werden können“, erklärt Franz-Josef Feilmeier, Geschäftsführer der Fenecon GmbH. Er ist Initiator und Mitgründer der OpenEMS Association. Je mehr Geräte dafür auf der Basis eines etablierten Standards zur Verfügung stünden, desto leichter sei diese Vision zu erreichen. Herstellern von Wechselrichter, Wärmepumpen und Ladesäulen eröffnen sich neue Möglichkeiten: „Lassen sich Geräte aus anderen Branchen, beispielsweise eine Wärmepumpe mit einer Wallbox und einem Stromspeicher verbinden, steigt die Interoperabilität und dementsprechend nehmen auch die Möglichkeiten für den Einsatz der Geräte zu“, ergänzt Alexander Hirnet, tätig beim Batteriespezialisten Varta Storage. Quelle: OOpenEMS / pgl

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Ausfallquote am Bau höher als in anderen Branchen

1. Dezember 2018 - 7:41

Trotz der positiven Entwicklung sollten angehende Eigenheimbesitzer und Modernisierer ihre Baufirma weiterhin genau unter die Lupe nehmen. "Für private Bauherren ist die wirtschaftliche Solidität des Baupartners die Basis für eine risikoarme und erfolgreiche Investition", sagt BSB-Geschäftsführer Florian Becker. Neben der gesunkenen Insolvenzwahrscheinlichkeit spiele vor allem die Wirtschaftskraft der Unternehmen eine Rolle.

Der bei Creditreform Berlin Brandenburg Wolfram KG beauftragte Branchenreport zeigt: Bezieht man die Unternehmen mit schwacher und stark ausfallgefährdeter Bonität ein, so sind die Werte schlechter, als der bundesweite Unternehmensdurchschnitt. Bei insgesamt 3,8 Prozent der betrachteten Unternehmen erscheint die Fähigkeit, Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen, kaum befriedigend oder schlechter. "Auch wenn es nicht zu einer Insolvenz des Unternehmers kommt, steigt bei schwacher Bonität die Wahrscheinlichkeit für Zahlungsverzögerungen und somit das Risiko für den Bauherren", so Becker.

Eine verzögerte Zahlung, zum Beispiel an Lieferanten und Nachunternehmer, hat häufig Auswirkungen auf den Fertigstellungstermin und die Fertigungsqualität. Beim Bauträgergeschäft ist das wirtschaftliche Risiko für private Bauherren nochmals deutlich höher. Hier bauen Wohnungskäufer nicht auf eigenem Grund, bei einer Pleite stehen sie im schlimmsten Fall mit leeren Händen da.

Die im Gesetz vorgesehene Fertigstellungssicherheit in Höhe von 5 Prozent der Bau- bzw. Kaufsumme ist in den meisten Insolvenzfällen nur ein schwacher Trost. Becker nimmt den Gesetzgeber in die Pflicht: "Damit Verbraucher bei Bauträgergeschäften den Anbietern nicht schutzlos ausgeliefert sind, müssen dringend - wie im Koalitionsvertrag vorgesehen - die gesetzlichen Grundlagen verbessert werden." Bauherren und Immobilienerwerber können das wirtschaftliche Risiko beim Bauen deutlich reduzieren. Neben der rechtlichen und technischen Prüfung von Bauverträgen und Baubeschreibungen ist die Überprüfung der wirtschaftlichen Situation eines potenziellen Baupartners durch eine detaillierte Wirtschaftsauskunft ein entscheidendes Element der Risikovorsorge. Quelle: BSB / pgl

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Viele Energieausweise sind ab 2019 ungültig

30. November 2018 - 7:19

Beim Kauf von Kühlschrank, Staubsauger oder Waschmaschine können Verbraucher am Energielabel ablesen, wie energiesparend das Gerät ist. Auch wer eine Immobilie kaufen oder mieten möchte, kann sich vorab über die Energieeffizienz des Gebäudes informieren – mithilfe des Energieausweises. Dieses Dokument zeigt auf einer Skala von Grün nach Rot den energetischen Zustand des Hauses an. Damit können potenzielle Mieter oder Käufer die Energieeffizienz verschiedener Gebäude vergleichen.

Den Energieausweis stellen dazu berechtigte Personen, etwa Fachhandwerker oder Bauingenieure, aus. Meist können Eigentümer von Bestandsgebäuden dabei zwischen zwei Varianten wählen: dem Verbrauchs- oder dem Bedarfsausweis. Beim Verbrauchsausweis basiert das Ergebnis auf dem bisherigen Energieverbrauch der Bewohner. Bei der Erstellung eines Bedarfsausweises überprüft dagegen ein Experte Gebäude und Heizung und berechnet daraus den Energiebedarf. "Der Bedarfsausweis kostet mehr, ist aber objektiver und aussagekräftiger", erklärt Kerstin Vogt, Leiterin der Geschäftsstelle des Forums für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik VdZ.

Die Ausweispflicht für Gebäude, die neu vermietet, verpachtet oder verkauft werden sollen, besteht in Deutschland seit Januar 2009. Für Wohngebäude, die bis 1965 errichtet wurden, gilt diese Pflicht schon seit Juli 2008 und für Neubauten bereits seit 2002. Da Energieausweise zehn Jahre gültig sind, laufen 2018 und 2019 viele der Ausweise ab. Betroffene Eigentümer, die ihre Immobilie verkaufen oder neu vermieten wollen, müssen sich daher einen neuen Ausweis ausstellen lassen. Denn nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind sie verpflichtet, Miet- oder Kaufinteressenten einen aktuellen Ausweis spätestens bei der Besichtigung vorzulegen und bei Vertragsabschluss zu übergeben.

Auch in der Anzeige müssen schon energetische Kennwerte angegeben werden. Andernfalls drohen Bußgelder von bis zu 15.000 Euro. Quelle: VdZ / pgl

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Gebäudeenergiegesetz sorgt nicht für Effizienz am Bau

29. November 2018 - 7:02

Der GdW, der Lobbyverband der Wohnungswirtschaft, freut sich besonders über die Möglichkeit, dass "beim Neubau von Gebäuden optional die Vermeidung von Treibhausgasen betrachtet werden kann." Damit bezieht sich der Verband auf die Möglichkeit, nicht den Primärenergiebedarf, sondern den CO2-Ausstoß eines Gebäudes für die Erfüllung der Anforderungen zu betrachten. Wird die Energie mit geringer Belastung erzeugt, muss die Gebäudehülle nicht ganz so gut sein.

An diesem Ansatz gibt es Kritik. Zum einen steht C02-neutrale Energie nur begrenzt zur Verfügung. Zum anderen berücksichtigt dieser Ansatz die Kostenbelastung für die Mieter nicht. Deren Heizkosten können hoch sein, auch wenn die CO2-Bilanz gut ist, beispielsweise bei Strom. Die sogenannte Innovationsklausel, auf die sich die Wohnungswirtschaft stützt, konterkariere das im Koalitionsvertrag genannte "Efficiency First"-Prinzip, kritisiert Christian Noll, Geschäftsführer der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff). Die Deneff hat knapp 180 Mitglieder aus Industrie und Beratung. "Eine Klausel, die lediglich die Anforderungsgrößen ändert, ist keine Innovation, sondern produziert nur zusätzlichen Vollzugsaufwand und neue Schlupflöcher", erklärt Noll.

Baulicher Wärmeschutz verliert Relevanz

Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbands Gebäudehülle (BuVEG) begrüßt prinzipiell die geplante Zusammenführung der Gesetz im Gebäudeenergiegesetz, sieht aber Schwachpunkte im jetzigen Entwurf: "Insbesondere betrachten wir die schleichende Verschlechterung der bisher geltenden Anforderungen an den Primärenergiebedarf und den baulichen Wärmeschutz als sehr großes Manko."

Die Wohnungswirtschaft freut sich auch über Quartierslösungen: "Positiv ist außerdem, dass gemeinsame Nachweise für mehrere Gebäude in Wohnquartieren ermöglicht werden sollen", so der GdW. "Gerade im Bestand ist eine höhere Sanierungsquote dringend notwendig. Mit Schönrechnerei werden wir auch die Klimaschutzziele 2030 und 2050 reißen", wendet Jan Peter Hinrichs ein.

Zudem sollen die Effekte von Photovoltaik-Anlagen und Kraft-Wärme-Kopplung leichter in den Nachweisen angerechnet werden können. "Damit wird eine Reihe von Vorschlägen der Wohnungswirtschaft in dem Entwurf aufgegriffen", so die Wohnungswirtschaft. Aus Sicht der Deneff hat auch der an sich positive Punkt, dass gebäudenah erzeugte Energie bei der Bilanz berücksichtigt werden kann, einen Pferdefuß: "Der PV-Bonus spielt Erneuerbare und Effizienz gegeneinander aus, statt sie gemeinsam voranzubringen. De facto führt die Regelung sogar zu einer Abschwächung der Energieeffizienzanforderungen an Gebäude mit fossilen Heizungen." Die erweiterte Möglichkeit der Anrechnung von PV-Erträgen kann zu schlechteren Standards in anderen Bereichen führen. Das könnte zum Beispiel bedeuten, dass ein Bauherr, der ohnehin einen PV-Anlage wollte, deswegen schlechtere Fenster einbaut oder weniger dämmt.

Unverbindlichkeit könnte zu neuen Investitionen zwingen

"Leider versäumt die Bundesregierung die Möglichkeit, einen zukunftsfähigen Rahmen für klimafreundliche Gebäude zu schaffen", so Noll weiter. Er warnt auch vor der Schwammigkeit des jetzt vorliegenden Entwurfs: "Da unklar ist, ob die EU-Kommission den Ansatz des GEG als Nahe-Nullenergie-Gebäude akzeptiert, entsteht im Ergebnis mehr Rechtsunsicherheit für Bauherren und Investoren." Das gilt insbesondere deshalb, weil die Anforderungen an neu errichtete Gebäude nicht ambitionierter werden. Das verhindern auch Festlegungen im Koalitionsvertrag. Die Konsequenz könnte sein, dass Neubauten, die nach den Mindestanforderungen dieses Gesetzentwurfes errichtet werden, nicht die Standards für den benötigten klimaneutralen Gebäudebestand für 2050 erreichen und vor 2050 energetisch verbessert werden müssten. "Das ist eine Verschwendung von finanziellen, energetischen und stofflichen Ressourcen und bietet keine langfristige Strategie für eine Klimaneutralität des Gebäudebestands, die entscheidend für eine wesentliche Reduzierung der CO2-Emissionen ist", so Hinrichs.

Moderate Änderung bei Energieausweisen

Bei den Energieausweisen bleiben die Änderungen moderat, eine wirkliche Steigerung der Qualität ist nicht zu erwarten. "Der Aussteller hat ein bestehendes Gebäude, für das er einen Energieausweis erstellt, vor Ort zu begehen oder sich für eine Beurteilung der energetischen Eigenschaften geeignete Bildaufnahmen des Gebäudes zur Verfügung stellen zu lassen und im Energieausweis Empfehlungen für Maßnahmen zur kosteneffizienten Verbesserung der energetischen Eigenschaften des Gebäudes (Energieeffizienz) in Form von kurz gefassten fachlichen Hinweisen zu geben (Modernisierungsempfehlungen), es sei denn, die fachliche Beurteilung hat ergeben, dass solche Maßnahmen nicht möglich sind" heißt es dazu im Entwurf. Die Defizite, dass ein Ausweis ohne Kenntnis des Objekts erstellt werden kann wird benannt, aber nicht verbindlich beseitigt. Gut sei die Erweiterung der Energieausweis-Zulassung für den Bereich der Nichtwohngebäude, so der Energieberaterverband GIH. Auch die jetzt enthaltene Beschreibung des nationalen Prüfverfahrens zur Prüfung der Luftdichtheit im nationalen Anhang zur ISO-Norm 9972 durch Tabellen im Anhang begrüßt der GIH. von Pia Grund-Ludwig

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Somfy treibt Sonnenschutz mit Akkus an

28. November 2018 - 8:49

Die neuen Antriebe Somfy Roll Up und Somfy Sonesse eignen sich für alle Behangarten und Fenstergrößen. Dank der integrierten Akkus kann bei der Installation auf das mühsame und kostspielige Fräsen von Steuerleitungskanälen verzichtet werden. Auch die oberen und unteren Endlagen sind mittels Funkhandsender schnell eingestellt.

Die neuen Somfy-Antriebe laufen sehr ruhig und verfügen über intelligente Soft Start- und Soft Stop-Funktion in den Endlagen. So werden die Behänge bestmöglich geschont. Individuelle Lamellenwendungen lassen sich über den Funkhandsender Somfy Modulis RTS mit patentiertem Scrollrad ganz nach Wunsch justieren. Auch eine persönliche Lieblingsposition ist speicherbar. Die Akku halten lange, nach Angaben des Herstellers müsseb sie bei zwei Fahrzyklen pro Tag  nur einmal im Jahr aufgeladen werden. Eine Status-LED am Antriebskopf sowie reduzierte Fahrgeschwindigkeiten signalisieren den richtigen Zeitpunkt.

Immer mehr Verbraucher interessieren sich für die digitale Vernetzung ihrer Haustechnik. Das Zusammenspiel verschiedener Komponenten in zeit- und sensorbasierten Wohlfühlszenarien erleichtert den Alltag spürbar. Bei einer Einbindung von Somfy Roll Up und Somfy Sonesse in die Smart Home-Komplettsteuerung Somfy TaHoma Premium passen sich die Behänge mittels Sonnen- und Temperatursensoren automatisch an die jeweiligen Witterungsverhältnisse an. So werden die Wohnräume beispielsweise bei starker Sonneneinstrahlung auch dann beschattet, wenn niemand zu Hause ist. Quelle: Somfy / pgl

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Bewerbungen für den Holzbaupreis 2019 sind möglich

27. November 2018 - 8:47

Der Holzbaupreis zeichnet realisierte Gebäude und Gebäudekomponenten aus, die überwiegend aus Holz und Holzwerkstoffen sowie weiteren nachwachsenden Rohstoffen bestehen und vorbildlich das Anwendungsspektrum des Baustoffes Holz darstellen. Die einzureichenden Bauwerke sollen von hoher gestalterischer Qualität sein.

Die Auslobung erfolgt in den Kategorien Neubau, Gebäude im Bestand sowie innovative Planungs- und Baukonzepte. Abgabeschluss der digital einzureichenden Unterlagen ist der 31. Januar 2019. Das Preisgeld beträgt insgesamt 20.000 Euro. Teilnehmen können Architekten, Tragwerksplaner und Bauherren sowie Holzbauunternehmen, die Bauwerke beziehungsweise Bausysteme planen, entwickeln und/oder herstellen. Für die Kategorie "Komponenten / Konzepte" dürfen zudem Einzelpersonen, Arbeitsgruppen, Institutionen aus Forschung, Entwicklung und Lehre oder Betriebe und Unternehmen Projekte einreichen.

Der Deutsche Holzbaupreis wird alle zwei Jahre ausgelobt. Er gilt als die wichtigste Auszeichnung für Gebäude aus Holz in Deutschland. Im Jahr 2019 findet die Preisverleihung am 28. Mai 2019 auf der Fachmesse Ligna 2019 statt.  Die Preisträger 2019 werden auch wieder in einer von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt fachlich und finanziell geförderten Wanderausstellung HOLZ.BAU.ARCHITEKTUR - Entwerfen, Konstruieren und Bauen mit Holz" präsentiert, die nächstes Jahr auf die Reise durch Deutschland geht. Quelle: Holzbau Deutschland / pgl

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Gebäudeenergiegesetz bringt wenig für Klimaschutz

26. November 2018 - 7:57

Der Zeitplan ist eng: Bis Anfang 2019 muss die Bundesregierung definieren, was nach deutschem Recht ein Nahezu-Null-Emissions-Gebäude ist. In eigenen Nichtwohngebäuden muss sie den Standard realisieren. Das fordert die EU. Auch für Bauherren und Baugewerbe ist Klarheit über die weitere Strategie gefordert. Bis 2021 müssen alle neuen Gebäude Nahezu-Null-Emissions-Gebäude sein. Das Gebäudeenergiegesetz gibt dazu den Rahmen vor. Gleichzeitg schließt aber der Koalitionsvertrag Verschärfungen der Anforderungen aus.

In vielen Bereichen bleibt der Gesetzentwurf wenig verbindlich. So gibt es keine strengen Baustandards für öffentliche Gebäude, es blieb bei der vagen Aussage aus dem Koalitionsvertrag, dass die öffentliche Hand "eine Vorbildfunktion" hat. In früheren Entwürfen war vorgesehen, dass die öffentliche Hand nach dem Standard KfW 55 baut, also ambitionierter als der Mindest-Neubaustandard. Dagegen gab es Widerstand aus den Reihen der CDU. Das hatte die Verabschiedung in der vergangenen Legislaturperiode mit verhindert.

Mit Spannung erwartet wurde, ob es im Entwurf zu einer Umstellung der Berechnungsgrundlage für die Gebäudebilanz kommt. Diskutiert wird unter anderem, die CO2-Emissionsbilanz eines Gebäudes anstatt des Jahresprimärenergiebedarfs zur Grundlage zu machen.

Ein erster Versuch dazu wird mit einer Innovationsklausel gemacht. Die ermöglicht es zunächst bis Ende 2023, durch eine Befreiung der zuständigen Behörde die nach diesem Gesetz erforderlichen Anforderungen anstelle des Jahresprimärenergiebedarfs über ein auf die Begrenzung der Treibhausgasemissionen ausgerichtetes System nachzuweisen, wenn die Gleichwertigkeit der Anforderungen gegeben ist. In der Konsequenz könnte das heißen, dass in Gebäuden eine schlechte Gebäudehülle zulässig ist, wenn bei der Wärmeerzeugung wenig Treibhausgase entstehen.

Ein zweiter Teil der im neuen Gesetz eingeführten Innovationsklausel ist ebenfalls bis 2023 begrenzt. Er soll quartiersbezogene Ansätze der Energiebilanzierung erleichtern. Das war eine Forderung, die vor allem von der Wohnungswirtschaft erhoben wurde und auch nur ihr zugute kommen dürfte. Sie sieht vor, dass nicht einzelne Gebäude, sondern auch komplette Quartiere die Anforderung aus dem Gebäudeenergiegesetz erfüllen dürfen. Es ist also möglich, in einem Wohnquartier einzelne Gebäude auf einen sehr hohen Standard zu sanieren und andere gar nicht. Das kann sich gegenseitig ausgleichen.

Es kommt deshalb vor allem der Wohnungwirtschaft zugute, weil es in Quartieren mit gemischten Eigentumsverhältnissen kaum zu organisieren sein dürfte. Auch ist die Definition eines "Quartiers" unklar und erlaubt im Prinzip beliebige Grenzziehungen.

Neu ist im Gebäudeenergiegesetz gegenüber den EEWG die Option, dass gebäudenah erzeugter Strom zur Deckung des Wärme- und Kältebedarfs als erneuerbare Energie angerechnet werden darf. Das können Hausbeistzer nutzen, die PV auf dem Dach haben, um eine Wärmepumpe zu betreiben. Dies entspreche "dem Grundsatz "Efficiency First" bei der gebäudenahen Nutzung erneuerbarer Energien", wird im Gesetzentwurf argumentiert. "Zur Bereitstellung von Raumwärme existieren effizientere strombetriebene Techniken, die bevorzugt eingesetzt werden sollten", heißt es dazu im Entwurf. Ob mit gebäudenah allerdings auch Nachbarn gemeint sind und wie der Begriff überhaupt zu verstehen ist, wird wieder einmal die (juristische) Praxis zeigen müssen. Ausgeschlossen sind Stromdirektheizungen.

Es ist auch der einzige Absatz, in dem auf das im Koalitionsvertrag vereinbarte Prinzip Efficiency First Bezug genommen wird. Im Koalitioonsvertrag wurde noch ein starker Fokus auf eine Reduktion des Energieverbrauchs gelegt. Das findet sich im Gebäudeenergiegesetz in dieser Form nicht mehr. "Die sogenannte Innovationsklausel konterkariert das im Koalitionsvertrag genannte "Efficiency First"-Prinzip. Eine Klausel, die lediglich die Anforderungsgrößen ändert, ist keine Innovation, sondern produziert nur zusätzlichen Vollzugsaufwand und neue Schlupflöcher", kritisiert deshalb Christian Noll von der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz.

Bei der Ausstellung von Energieausweisen fordert das Gesetz "strengere Sorgfaltspflichten", bleibt aber auch da unkonkret. Eine Koppelung an einen Besuch vor Ort oder eine Umstellung auf einen einheitlichen Ausweis ist nicht vorgesehen. "Ohne einen Besuch vor Ort bleibt der Energieausweis ein zahnloser Tiger", kritisiert Benjamin Weismann vom Energieberaterverband GIH. von Pia Grund-Ludwig

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Effizienzunterschiede bei Solarspeichern sind hoch

26. November 2018 - 7:17

Der Grund hierfür: Hohe Umwandlungs- und Standby-Verluste von überdimensionierten Speichersystemen schmälern den eigentlichen Nutzen der Stromspeicherung. "Dagegen können kleine, effiziente Speichersysteme erstaunlicherweise sogar eine geringere Stromrechnung am Jahresende ermöglichen", erklärt Johannes Weniger, Initiator der Stromspeicher-Inspektion. Seine Empfehlung: Beim Speicherkauf sollte demzufolge die Systemeffizienz das wichtigere Auswahlkriterium sein.

Im Rahmen der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Studie wurde ein weiterer Aspekt erstmals bewertet: die unterschiedlichen Systemkonzepte zur elektrischen Einbindung der Batteriespeicher. Zehn Speicherhersteller und Systemanbieter haben die Untersuchungen mit Labormessdaten von unabhängigen Prüfinstituten unterstützt. Der Systemvergleich basiert auf dem an der HTW Berlin entwickelten System Performance Index (SPI), der alle relevanten Verlustursachen in einer Kennzahl zusammenfasst.

Drei besonders effiziente Photovoltaik-Speichersysteme konnten einen SPI von knapp über 90 Prozent erzielen. Die Effizienzunterschiede zwischen den Systemen sind jedoch größer als bislang vermutet. "Allein in den ersten zehn Jahren beträgt der finanzielle Vorteil eines hocheffizienten Speichersystems bis zu 1000 Euro", erklärt Professor Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin und Mitautor der Studie. Die Höhe der Speicherverluste wirkt sich somit direkt auf die Kosteneinsparungen aus.

Das Fazit der Studie: Die Mehrheit der untersuchten Solarspeichersysteme muss sich in Bezug auf die Effizienz nicht verstecken. "Um die Transparenz im Speichermarkt weiter zu erhöhen, sollten alle Hersteller die Karten offenlegen", ergänzt Quaschning. Gelegenheit dazu gibt es bei der nächsten Stromspeicher-Inspektion im Jahr 2019. Quelle: HTW Berlin / pgl

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Basiskurse für BIM erhalten Zertifikate

24. November 2018 - 7:41

Das Zertifikat auf der Grundlage der Richtlinie VDI/bS 2552 Blatt 8.1 sichert Qualität und Relevanz der von den Weiterbildungseinrichtungen angebotenen BIM-Basiskurse und ist damit ein Standard für die Qualifizierung im Bereich des digitalen Planens, Bauens und Betreibens mit BIM.

Weiterbildungseinrichtungen können sich mit ihrem BIM-Basis-Programm listen lassen und müssen dafür die festgeschriebenen Lernziele und Lehrinhalte beachten und gewisse Qualitätskriterien erfüllen. Außerdem verpflichten sich die Weiterbildungseinrichtungen, die Online-Prüfung von Buildingsmart International als Abschluss-Prüfung zu nutzen. So ist der BIM-Basis-Kurs faktisch weltweit standardisiert.

Nach erfolgreicher Konformitätsprüfung werden auf den Webseiten der zertifierenden Institutionen alle Weiterbildungsanbieter gelistet, die die geforderten Kriterien für das Weiterbildungszertifikat auf Grundlage der Richtlinie VDI/bS 2552 Blatt 8.1 und der international abgestimmten Rahmenlernziele erfüllen. Quelle: Buildingsmart / pgl

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