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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 8 Minuten 40 Sekunden

Digitalisierung als Chance

7. Oktober 2022 - 12:17

Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind für die Bau- und Immobilienbranche Chance und Herausforderung zugleich. Insbesondere bei der Projektentwicklung und Bestandshaltung werden ESG-Vorgaben künftig eine zunehmende Rolle spielen.

Doch wie lassen sich Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Praxis zusammendenken? Und welche digitalen Lösungen kommen schon heute zur Anwendung? Greifbare Antworten liefert das fünfte Online-Fachsymposium des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Planen und Bauen, welches am 14. Oktober 2022 von 09:00 bis 13:00 Uhr stattfinden wird. Das Programm ist in drei Themenblöcke eingeteilt:

Themenblock I: Nachhaltigkeit als Teil der Digitalisierungsstrategie (09:00 bis 09:45 Uhr)

  • Impulsvortrag: Digitalisierung und ESG in der Projektentwicklung Patrick Mahler und Sebastian Hein | Alpha IC GmbH
  • Digitale Projektentwicklung – Die Vorteile einer validen Datenbasis Lars Nixdorff | Drees & Sommer SE

 

Themenblock II: Digitale Klimawirkungsmessung von Gebäuden (09:45 bis 10:45 Uhr)

  • Das Paris-Ziel ist ein °C-Ziel Sebastian Müller | right.based on science GmbH
  • Digitalisierung in der Immobilienbestandshaltung – Best Practice Beispiele und innovative Instrumente für die Erfüllung der regulatorischen Vorgaben Giulia Peretti | Real I.S. AG

 

Pause (10:45 – 11:30 Uhr)

 

Themenblock III: Nachhaltige und digitale Quartiersentwicklung (11:30 bis 13:00 Uhr)

  • Quartier +: Klimagerechte und digitale Lösungen für Quartiere – Das Potential ganzheitlicher und integrierter Konzepte bei der Quartiersplanung Maximilian Schwalm | Dornieden Gruppe
  • Das energieeffiziente FlexQuartier Gießen: Potentiale von BIM und GIS in einem Quartiersinformationsmodell (QIM) – von der Konzeption bis zum Betrieb Moritz Hofmann | Technische Hochschule Mittelhessen (THM)
  • Das Nachbarschaftsquartier Helleheide – Partizipativ entwickelt von 2015 bis heute Sven Rosinger | OFFIS – Institut für Informatik

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur kostenfreien Anmeldung finden Sie hier.

Quelle: Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Planen und Bauen / Delia Roscher

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Serielle Sanierungen lösen Sanierungsstau

7. Oktober 2022 - 12:00

Viele Mehrfamilienhäuser der 50er bis 70er Jahre stecken im Sanierungsstau: Sie sind schlecht oder gar nicht gedämmt, werden mit fossiler Energie beheizt und verbrauchen bis zu fünfmal mehr Energie, als eigentlich technisch nötig wäre. Das trägt nicht nur zur Klimakrise bei, Mieter*innen leiden besonders unter steigenden Energiepreisen. Einen Ausweg bieten serielle Sanierungslösungen nach dem Energiesprong-Prinzip. Sie setzen auf digitalisierte Prozesse und Vorfertigung abseits der Baustelle und können so deutlich schneller und perspektivisch auch günstiger als konventionelle Sanierungen umgesetzt werden. Die neuesten Ansätze wurden am 30. September beim Jahresevent für serielle Sanierungslösungen „Net Zero Now! 2022“ der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Berlin vorgestellt.

„Mit seriellen Sanierungslösungen können wir den Sanierungsstau auflösen und zahlreiche der inzwischen 50 bis 70 Jahre alten Gebäude zügig auf die energetisch sichere Seite bringen – mit spürbaren Entlastungen für Mieterinnen und Mieter. Wie das geht, zeigen die wegweisenden Lösungen, die wir heute hier sehen und von denen viele aus den von der dena begleiteten Pilotsanierungen hervorgehen“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung der dena, in seiner Eröffnungsrede. „Um die seriellen Vorteile voll auszuspielen, vor allem auch auf der Kostenseite, heißt es jetzt: Anzahl und Tempo stark erhöhen. Dies wird gelingen, wenn wir weiterhin mit dem wachsenden Netzwerk aus Bau- und Wohnungswirtschaft und weiteren Unterstützenden an einem Strang ziehen und den Roll-out auch mit eindeutigen förderpolitischen Signalen, wie dem angekündigten Bonus für serielle Sanierungen, noch einmal deutlich beschleunigen.“

Serielles Sanieren setzt auf Digitalisierung und Vorfertigung

Beim Seriellen Sanieren nach dem Energiesprong-Prinzip werden vorgefertigte Fassaden-, (PV-)Dach- und Heizungsmodule eingesetzt, um Gebäudesanierung einfacher, schneller und kostengünstiger zu machen. Ein standardisierter, digitaler Planungs- und Bauprozess macht die Sanierung skalierbar, minimiert Umsetzungszeiten und setzt knappe Fachkräfte effizient ein. So erreichen Bestandsgebäude einen klimaneutralen Net Zero-Standard und erzeugen im Jahresdurchschnitt so viel regenerative Energie, wie die Bewohner für Heizung, Warmwasser und Strom benötigen.

Rolle der dena & Stand der Marktentwicklung

Die dena treibt die Entwicklung der seriellen Sanierung nach dem Energiesprong-Prinzip auf dem deutschen Markt aktiv voran, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und mit Unterstützung des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (GdW). Sie vernetzt Immobilienwirtschaft, Bauunternehmen und Hersteller, initiiert Pilotprojekte und sorgt an der Schnittstelle zur Politik für optimale Rahmenbedingungen.

Den Startschuss für die Entwicklung des seriellen Sanierungsmarkts in Deutschland gab der 2019 von der dena initiierte und zwischen innovativen Wohnungs- und Bauunternehmen geschlossene Volume Deal. Seitdem entwickelten Bauunternehmen sowie Planende Konzepte für Mehrfamilienhäuser und setzen diese gemeinsam mit Wohnungsunternehmen anhand von Pilotprojekten um. Die Essenz dieser Pilotphase fließt in die Optimierung der Prozesse und der Komponenten ein, so dass Schritt für Schritt ein Baukasten für serielle Lösungen entsteht, der auch in der Breite genutzt werden und sein volles Potenzial im Hinblick auf Geschwindigkeit und Kostensenkungen entfalten kann. Bisher wurden vier Pilotprojekte fertiggestellt, neun sind im Bau, rund 50 weitere befinden sich in Planung und Vorbereitung. Parallel dazu sind mehrere neue Anbieter in den seriellen Sanierungsmarkt eingestiegen, darunter traditionelle Bauunternehmen, große, internationale Player, Start-ups sowie zahlreiche Anbieter für serielle Sanierungskomponenten.

Neben der Pilotphase zeichnet sich jetzt der nächste große Meilenstein in der Marktentwicklung ab: Der Sprung zu ersten Serien und Portfolioansätzen, wie zum Beispiel bei der GEWOBAU Erlangen, die 6.000 Wohneinheiten vorwiegend seriell sanieren lassen will.

Quelle: dena / Delia Roscher

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Sentinel Haus Institut startet QNG ready

6. Oktober 2022 - 10:36
QNG ready Siegel

Die Bewertung nach Steckbrief 3.1.3 des QNG bezieht sich im Schwerpunkt auf Schadstoffemissionen des Produkts und erfolgt anhand von Messungen akkreditierter Prüfinstitute. Die Einhaltung der Grenzwerte müssen Bauunternehmen und Planer dem Auditor im Rahmen der QNG-Zertifizierung nachweisen.

Nur mit dem QNG-Zertifikat erhalten Bauherren und Investoren einen zinsgünstigen KfW-Kredit in den Kategorien Effizienzhaus 40 NH Plus und NH Premium. Dies gilt für den Neubau von Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden, etwa Schulen oder Kitas. Auch bei der Sanierung von Nichtwohngebäuden der NH Klasse ist das QNG Voraussetzung für einen KfW-Kredit.

Einfacher Nachweis für Bauunternehmen, Planer, Fertighausindustrie, Handwerk

Die mit QNG ready zertifizierten Produkte werden online in der frei zugänglichen Datenbank des Sentinel Portals gelistet. Hier sind sie für Investoren, Planende, Bauunternehmen und Verarbeiter einfach und schnell zu finden. Notwendige Unterlagen können heruntergeladen oder ausgedruckt werden.

Quelle: Sentinel Haus Institut / Delia Roscher

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Energieautarkie im Gewerbebereich kann entlasten

6. Oktober 2022 - 9:36

Der Gaspreis ist auf einem Rekordhoch, denn parallel zu einer schwierigen politischen Lage explodiert der Bedarf an Gas zur Stromerzeugung in Europa. Aufgrund des Dürre-Sommers waren in Deutschland die Wasserpegel zu niedrig, um Kohlevorräte entlang der üblichen Wasserwege zu transportieren. Entsprechend sind die deutschen Kohlekraftwerke nur zum Teil ausgelastet.

Auch Frankreich hat mit der Energieversorgung zu kämpfen: Viele der französischen Atomkraftwerke sind nicht in Betrieb, entweder aufgrund von Wartungsarbeiten oder da aufgrund der Trockenperiode nicht genug Kühlwasser vorhanden war. Eine solche Kulmination ungünstiger Umstände ist in der Geschichte der europäischen Energieversorgung einmalig. Entsprechend verzeichnet der europäische Strommarkt neue Preisrekorde: Wer sich am 28. August eine Stromlieferung für 2023 sichern wollte, musste 98 Cent pro Kilowattstunde zahlen.

Mit Microgrid in die Energieautarkie

Inzwischen gleichen sich auch die Gewerbestromtarife vieler Stromanbieter den Tarifen für Privatkund*innen an. In Summe kommen Eigentümer*innen von Gewerbeimmobilien nicht umhin, ihre bestehenden Stromlieferverträge genauestens zu prüfen und sich so schnell wie möglich mit Alternativen für eine wirtschaftliche Stromversorgung zu beschäftigen. Mehr denn je liegt es im Interesse gewerblicher Vermieter*innen, bei der Stromversorgung ihrer Areale autark zu werden. Nicht zuletzt aufgrund der PV-Pflicht, die in den ersten Bundesländern bereits in Kraft getreten ist, bietet sich ein Microgrid in Kombination mit einer PV-Dachanlage an. Denn wer selbst erzeugten Solarstrom vor Ort verbraucht, spart nicht nur Energiekosten, sondern im Fall von lokalem Eigenverbrauch aus Anlagen mit einer Kapazität von unter 2 MWp auch die Stromsteuer.

„Da die PV-Anlage nicht den gesamten Stromverbrauch eines Areals abdecken kann, empfehle ich dringend, für den Bezug des Reststroms rechtzeitig die Konditionen für den Reststromeinkauf zu vergleichen – auch für die Jahre 2024 und 2025“, sagt Frederik Pfisterer, Gründer der Solarize Energy Solutions GmbH aus Stuttgart. Aktuell sind Futures auf Stromlieferungen in den Jahren 2024 und 2025 wesentlich erschwinglicher als 2023. „Deshalb nicht erst kurz vor Weihnachten den Stromvertrag für das nächste Jahr abschließen, sondern frühzeitig beobachten und eine Einkaufsstrategie zurechtlegen“, bekräftigt Pfisterer.

Mieterstrom: Nachhaltige Rendite statt horrender Stromkosten

Für Vermieter*innen gewerblich genutzter Immobilien stellt das Mieterstrommodell eine attraktive Möglichkeit dar, Rendite aus überschüssigem PV-Strom zu generieren. Dabei stellen sie den im Areal erzeugten PV-Strom Mieter*innen vor Ort gegen ein Entgelt zur Verfügung. Die Direktlieferung von PV-Strom ist eine Win-Win-Situation für beide Parteien: Auf PV-Strom, der vor Ort verbraucht wird, werden keine Netzentgelte fällig; folglich ist der Strom aus dem lokalen Microgrid für die gewerblichen Mieter*innen deutlich günstiger als „eingekaufter“ Netzstrom. Vermieter*innen wiederum profitieren langfristig von einer planbaren Vergütung im Vergleich zur Einspeisung ins öffentliche Stromnetz.

Zur rechtskonformen Abrechnung des Stroms benötigen Betreiber von PV-Dachanlagen ein modernes Messkonzept, um Erzeugung und Verbrauch vorschriftsgemäß zu bilanzieren. Solarize bietet mit einem modularen Leistungspaket vom Finanzplan über die Projektierung der PV-Anlage bis hin zur revisionssicheren Abrechnung von Erzeugung und Verbrauch via Softwareplattform.

Microgrid in Berlin als Musterbeispiel

Wie die Verteilung an einzelne Verbrauchsstellen und die revisionssichere Abrechnung ganz einfach funktionieren, zeigt ein Microgrid-Projekt in Berlin-Mitte. Ein CD-Presswerk, diverse Büros, ein Restaurant – und eine PV-Dachanlage mit 160 kWp: Die Novalisstraße 11 in Berlin-Mitte ist ein hervorragendes Beispiel für eine moderne Multi-Tenant-Gewerbeimmobilie. Für die Verwaltung dieses Gebäudes ist die Berliner Häuser Verwaltungs-GmbH zuständig. Die Abrechnung des Verbrauchs und der Netzeinspeisung erfolgt auf der ISO-zertifizierten Cloud-Plattform von Solarize vollautomatisch, aufgeschlüsselt nach den einzelnen Mietern sowie den steuerbehafteten beziehungsweise steuerbefreiten Anteilen. Bereits seit März 2022 beziehen die Mieter*innen in der Novalisstraße den nachhaltigen PV-Strom und sind begeistert, wie unkompliziert alles vonstattengeht.

Quelle: Solarize / Delia Roscher

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Überprüfung von Gasheizungen ab 1. Oktober ist verpflichtend

5. Oktober 2022 - 8:36

„Falsch eingestellte oder ungenügend gewartete Heizanlagen vergeuden unnötig Energie. Dies sollten wir uns nicht nur in der aktuellen Krisensituation nicht leisten, sondern auch aus Klimaschutzgründen abstellen“, sagt der Vorsitzende des Deutschen Energieberater-Netzwerks, Dipl.-Ing. Hermann Dannecker.

Jetzt schnell Termine vereinbaren

Betroffen von der Regelung sind Eigentümer*innen von Gebäuden mit Gasheizungen. Sie müssen innerhalb der kommenden zwei Jahre einen Heizungs-Check durchführen. Ein hydraulischer Abgleich wird Pflicht für Eigentümer*innen von Wohngebäuden ab sechs Wohnungen, ebenso von Nichtwohngebäuden ab 1.000 m², sofern diese eine zentrale Wärmeversorgung auf Erdgasbasis aufweisen. In einer ersten Stufe der Energiesparverordnung hatte man auf eine Änderung des Verhaltens beim Gas- und Stromverbrauch abgezielt. So wurden in öffentlichen Nichtwohngebäuden die Temperaturen gesenkt sowie die Heizung privater Schwimm- und Badebecken mit Gas oder mit Strom aus dem Netz untersagt.

Allerdings, so ergänzt Dannecker, könnte die Umsetzung der zweiten Stufe der Energiesparverordnung auf praktische Schwierigkeiten stoßen: „Handwerksbetriebe und Energieberater haben schon jetzt übervolle Auftragsbücher und können der Nachfrage kaum nachkommen. Hier macht sich der allgemeine Fachkräftemangel unmittelbar bemerkbar.“

Trotzdem sollten Haus- und Wohnungseigentümer*innen so schnell wie möglich Kontakt mit SHK-Handwerker*innen oder Energieberater*innen aufnehmen, rät Dannecker. „Heizungsanlagen sind komplizierte technische Geräte, die selbstverständlich regelmäßig gewartet werden müssen. Ihre optimale Einstellung hilft, nicht nur Energie und damit viel Geld zu sparen, sondern eine Immobilie auch sinnvoll zu beheizen.“

Die richtige Temperatur

Dannecker empfiehlt, selektiv zu heizen und die Temperaturen in wenig genutzten Räumen auf ein Minimum abzusenken. Ein komplettes Abstellen der Heizungen sei jedoch nicht anzuraten, um einen Frostschutz zu gewährleisten und um Schimmelbildung sowie Bauschäden zu vermeiden. „Hier muss man sinnvolle Mittelwege finden und vor allem auf richtige Lüftung achten“, sagt der Ingenieur. In schlecht gedämmten Räumen sei eine Mindesttemperatur von ca. 18 Grad angebracht, in gedämmten Gebäuden ca. 16 Grad.

Der DEN-Vorsitzende weist in diesem Zusammenhang auf die Liste von Energiesparvorschlägen hin, welche Mitglieder des Netzwerks erarbeitet haben. Dannecker: „Diese Liste mit den unterschiedlichsten Einsparvorschlägen umfasst insgesamt 65 Punkte. Man sollte sie in weiten Teilen als ‚Erste-Hilfe-Maßnahmen‘ verstehen. Da sollte für jede und für jeden etwas dabei sein. Langfristig sinnvoll ist allerdings, eine qualifizierte Fachberatung durch eine Energieexpertin oder einen Energieexperten einzuholen und umzusetzen.“

Quelle: DEN / Delia Roscher

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Gas- und Stromabschläge immer überprüfen

30. September 2022 - 18:46

Die massiven Preiserhöhungen beim Gas und teilweise auch beim Strom schlagen sich auf den neuen Abschlagsrechnungen der Versorger nieder. Bei der Verbraucherzentrale mehren sich derzeit Hinweise auf überhöhte Abschlagsrechnungen. In manchen Fällen stellen die Versorger mehrere Hundert Euro mehr im Monat in Rechnung als ihnen zustehen würde. Laut Gesetz dürfen Versorger nur Abschläge verlangen, die sich an den tatsächlichen Umständen – also am durchschnittlichen Verbrauch des Haushalts und am aktuellen Preis – orientieren.

Fehler und zu hohe Abschläge reklamieren

Gasversorger müssen derzeit das Gas für den Winter zu hohen Preisen vorfinanzieren und rechnen offensichtlich mit großen Zahlungsausfällen im kommenden Winter. Allerdings könnte der eine oder andere Versorger bereits in ernster wirtschaftlicher Schieflage sein. Im Falle einer Insolvenz wäre das vorausgezahlte Geld verloren, ohne dass Gas fließt. Die Verbraucherzentrale rät daher, die Abschläge genau zu prüfen. Sind diese zu hoch, kann vom Versorger verlangt werden, dass er die Abschläge auf ein angemessenes Niveau senkt. Wird diesem Verlangen binnen vier Wochen nicht abgeholfen, kann ein Antrag auf Schlichtung bei der Schlichtungsstelle Energie in Berlin helfen.

Welches Niveau angemessen ist, kann aus dem Vorjahresverbrauch errechnet werden. Dazu werden die Kilowattstunden des Vorjahres mit dem aktuellen Strom- oder Gaspreis multipliziert und die Grundgebühr hinzugerechnet. Dieser Betrag wird dann durch elf Monate geteilt. Im zwölften Monat verlangen die meisten Anbieter keinen Abschlag, da dann die Rechnung erstellt wird.

Abschlagsrechner macht Überprüfung einfach

Der Abschlagsrechner der Verbraucherzentrale macht die Berechnung ganz einfach. Er ist auf der Website der Verbraucherzentrale zu finden.

Die Verbraucherzentrale rät, den Abschlagsbetrag keinesfalls eigenmächtig zu kürzen und nur einen Teil zu bezahlen, denn dann kann schnell eine Vertragskündigung drohen oder bei einem Rückstand in Höhe von zwei Monatsabschlägen bereits eine Versorgungssperre verhängt werden.

Weitere Informationen rund um das Thema Energiepreise bietet die Verbraucherzentrale hier.

Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz / Delia Roscher

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Best-Practice-Projekte zeigen Zukunft des klimaneutralen Bauens und Sanierens

30. September 2022 - 17:55

Fachakteur*innen des Gebäudebereichs sollen in ihrer Rolle als treibende Kraft für Klimaschutz und Energiewende unterstützt werden. Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der dena, sagt dazu: „Wir müssen beim Klimaschutz in Gebäuden schneller vorankommen. Dabei brauchen wir exemplarische Projekte, die zeigen, welche Möglichkeiten es beim klimafreundlichen Bauen und Sanieren gibt. Dies schafft Motivation und Engagement für die Umsetzung in der Breite. Das neue Portal bietet dafür beste Voraussetzungen.“

Die kontinuierlich wachsende Auswahl an Projekten im Portal umfasst Wohn- und- Nichtwohngebäude, die nach Kategorien wie Gebäudetechnik, Baustoffe oder Energieeffizienz sortiert sind. Interessierte erhalten zu jedem Projekt praxisrelevante Informationen u. a. zu verwendetem Material, Herausforderungen, Lösungen sowie dem Beitrag zur Klimaneutralität. Für spezifische Fragestellungen stehen projektbeteiligte Ansprechpartner zur Verfügung.

Das Schaufenster ist Teil des Gebäudeforums klimaneutral. Mit dem Gebäudeforum hat die dena eine zentrale Anlaufstelle zum klimaneutralen Bauen und Sanieren initiiert. Die Plattform stellt qualitätsgesichertes Fachwissen rund um klimaneutrale Gebäude und Quartiere bereit. Ein E-Mail-Service und eine Telefonhotline für spezifische Projektfragen von Fachakteur*innen ermöglichen ein passgenaues und individuelles Angebot. Gemeinsam mit dem wachsenden Netzwerk aus Partnern von Branchenverbänden, regionalen Energieagenturen und Wissenschaft werden inhaltliche Impulse gesetzt und Wissen multipliziert.

Quelle: dena / Delia Roscher

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Fachtagung Nahwärme Kompakt am 20. Oktober

29. September 2022 - 15:14

Wärmenetze in Städten und Gemeinden nutzen noch häufig fossile Energieträger, etwa Erdgas oder Kohle. In der Energiekrise steigt der Druck, die Wärmeerzeugungsstruktur umzubauen. Gründe sind der aktuelle Gasengpass, steigende Energiekosten der fossilen Energieträger sowie ambitionierte Klimaziele. Zusätzlich liegen gesetzliche Rahmenbedingungen vor, die der Transformation Nachdruck verleihen.

Kommunale Wärmeplanung bis 2023

Wärmenetze gespeist aus erneuerbaren Quellen und Abwärme sind auch aus einem anderen Grund wichtig: Bis Ende 2023 müssen alle 104 großen Kreisstädte und Stadtkreise Baden-Württembergs einen kommunalen Wärmeplan aufstellen. Kleinere Gemeinden werden bei der freiwilligen kommunale Wärmeplanung vom Land gefördert. Die dort entwickelten Maßnahmen soll dafür sorgen, dass die Wärmeversorgung im Gebäudebestand spätestens bis zum Jahr 2040 klimaneutral wird. Grüne Wärmenetze sind ein möglicher Baustein der kommunalen Wärmeplanung.

Tagung als Präsenzveranstaltung und als Live-Stream

Die diesjährige Fachtagung Nahwärme Kompakt steht ganz unter dem Motto: Wärmewende – Zeitenwende: Transformation von Wärmenetzen – Wo geht der Weg hin? Eingeladen sind insbesondere Wärmenetzbetreiber*innen, Vertreter*innen von Stadtwerken sowie aus den kommunalen Verwaltungen und Verbänden, außerdem Mitarbeitende der entsprechenden Planungsbüros, Energiedienstleistende und alle Interessierten. Veranstaltungsort ist das Design Offices Karlsruhe, direkt am Bahnhofsvorplatz. Hier ist viel Zeit für direkten Austauschs und Vernetzung während der Tagung. Eine Online-Teilnahme ist ebenfalls möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt 70 Euro. Die Anmeldung ist bis zum 13. Oktober auf der Website der KEA-BW möglich.

Quelle: KEA BW / Delia Roscher

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Nachhaltigkeit wird immer wichtiger

29. September 2022 - 9:52

Bei der telefonischen Befragung im Auftrag des Düsseldorfer Marktforschungsunternehmens BauInfoConsult stimmten zusammen 60 Prozent der befragten Personen aus Architekturbüros, Bauunternehmen und verschiedener Baugewerke der Aussage voll und ganz oder überwiegend zu, dass Nachhaltigkeit für sie vor bloßer Bekanntheit zählt. Dafür sind gleich mehrere Aspekte verantwortlich.

Nachhaltigkeit als Qualitätsmerkmal

Ohne das „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ ist derzeit praktisch keine Neubauförderung mehr möglich. Es ist daher klar, dass sowohl Bauleute als auch ihre Dienstleister aus der Bauwirtschaft auch bei der Produktwahl bestrebt sind, möglichst alles „richtig“ zu machen. Dabei dürfte klar sein, dass Bauprofis wie Endkund*innen Nachhaltigkeit neben Haltbarkeit, Stabilität usw. als einen weiteren selbstverständlichen Bestandteil von Qualitätsprodukten erwarten.

Denn man kann fast sicher voraussetzen, dass die interviewten Bauprofis bei der Frage größtenteils von einer gleichwertigen Qualität bei nachhaltigen versus konventionellen Bauprodukten ausgegangen sein dürften. Aus vielen anderen Untersuchungen ist bereits eindeutig hervorgegangen, dass die Produktqualität (neben dem Preis) den zentralen Faktor bei der Produktauswahl am Bau schlechthin darstellt und wird daher nicht einfach durch den Aspekt der Nachhaltigkeit außer Kraft gesetzt.

Greenwashing kommt nicht gut an

Gleichzeitig sollten die Hersteller von Bau- und Installationsprodukten der Versuchung widerstehen, ihren eigenen Produkten durch bloßes „Greenwashing“ einen nachhaltigen Touch verpassen zu wollen – auch, wenn es aufgrund dieser Ergebnisse verlockend erscheinen mag. Da Bauakteure genau wie Endkund*innen heutzutage in der Kommunikation immer stärker vernetzt sind, dürften sich gescheiterte „Greenwashing-Versuche“ sehr schnell in der Branche herumsprechen und der dadurch entstandene Imageschaden weit länger anhalten, als es den ertappten Herstellern lieb sein dürfte.

Dabei kann Nachhaltigkeit nicht länger als bloßes Sahnehäubchen im hochpreisigen Produktsegment gehandelt werden – eher wird aus dem alten nachhaltigen Nischenprodukt der neue Standard. „Mit der Nachhaltigkeit verhält es sich mittlerweile wie mit der Produktqualität“, erläutert Branchen-Consultant Henri Busker von USP Marketing Consultancy, einer der 28 für die Studie „Die grüne Bauindustrie“ von BauInfoConsult hinzugezogenen Experten.

„Ein schlechtes Produkt kauft in der Baubranche niemand mehr – und so ähnlich wird es auch bei Nachhaltigkeit aussehen: Ein nicht wirklich nachhaltiges Produkt kauft auch bald keiner mehr.“ Von Greenwashing sei daher schon im Zuge vorausschauender Imagepflege tunlichst abzuraten, mahnt Busker, der seit 20 Jahren als Marketing Consultant für die Baustoffindustrie tätig ist.

Der Markt in Deutschland wächst

Im Süden ist laut unserer Prognose dagegen schon ab 2022 wieder fast alles beim Alten und die Tendenz bis 2024 weiter auf einer soliden Wachstumsspur. Die Zuwachsraten in Bayern sind jeweils am stärksten. Auch der Westen kann in den nächsten Jahren wieder etwas an Boden gut machen, wenn auch mit weniger deutlichen Zuwächsen. Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland kommen etwas stärker in Gang als der größte westdeutsche Wachstumsmarkt Nordrhein-Westfalen.

Quelle: BauInfoConsult / Delia Roscher

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Neue Förderprämie für Bauen im Bestand

28. September 2022 - 15:28

Asbestfasern können Krankheiten wie Asbestose, Lungenkrebs oder Mesotheliom verursachen. Mit schwerwiegenden Folgen: Asbestbedingte Erkrankungen sind die häufigste Ursache für Todesfälle durch Berufskrankheiten im Bereich der BG BAU.

„Die Risiken von Asbest sind weithin bekannt, doch kaum im Bewusstsein ist, dass Asbest ein nach wie vor aktuelles Problem ist“, sagt Bernhard Arenz, Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG BAU. Denn Asbest ist nach wie vor in vielen Gebäuden enthalten. Solange der Stoff verbaut ist, besteht in der Regel keine Gefahr. Doch bei Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten können Asbeststäube aus Fliesenklebern, Spachtelmassen, Putzen, Estrich und vielem mehr eingeatmet werden.

„In Gebäuden, die bis Oktober 1993 errichtet wurden, müssen wir davon ausgehen, dass Asbest vorhanden sein kann. Deshalb ist vor Beginn der Arbeiten in Bestandsgebäuden eine genaue Recherche und gegebenenfalls eine Analyse durch Probenentnahme erforderlich“, sagt Arenz.

Online-Programm zu Asbest

Wie asbesthaltige Produkte erkannt werden, wo Asbest enthalten sein kann und wie sich Beschäftigte vor den damit zusammenhängenden Gesundheitsgefahren schützen können, vermittelt das neue E-Learning-Programm „Grundkenntnisse Asbest“ der BG BAU. Es richtet sich vor allem an Beschäftigte, die in Bestandsbauten arbeiten.

Wird der Verdacht auf Asbest bestätigt, sind besondere Anforderungen an die Qualifikation und die technische Ausrüstung der tätigen Unternehmen erforderlich. Insbesondere kommt es dann darauf an, möglichst staubarm zu arbeiten. Wo sich Staub nicht vermeiden lässt, muss er abgesaugt und gefiltert werden. „Asbestbelastete Arbeitsbereiche müssen durch Schleusen und Staubschutztüren isoliert werden, damit sich die Fasern nicht in andere Bereiche verteilen können. Und: Die Beschäftigten müssen staubdichte Schutzanzüge und Atemschutzmasken tragen, um keine Asbestfasern einzuatmen“, erklärt Arenz. Welche konkreten Schutzmaßnahmen erforderlich sind, wird in Unternehmen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festgelegt.

Finanzielle Förderung für Schutzmaßnahmen

Für den Schutz vor Staub, insbesondere Asbest, beim Bauen im Bestand bietet die BG BAU eine neue Arbeitsschutzprämie für ihre Mitgliedsunternehmen. Sie fasst Maßnahmen zusammen, die die Belastungen durch Staub, Faserstäube und luftgetragene Gefahrstoffe deutlich reduzieren. Das Schutzpaket umfasst Handmaschinen mit Absaugung, Bau-Entstauber der Staubklasse H, Luftreiniger oder Unterdruckhaltegräte der Staubklasse H, Staubschutztür in faltbarer Ausführung, Einkammer-Personenschleuse in faltbarer Ausführung, Einwegschutzanzüge Kategorie III Typ 5/6 und Atemschutz-Halbmasken mit Filter P3.

Unternehmen, die in diese kombinierten Schutzmaßnahmen investieren, bekommen von der BG BAU einen Kostenzuschuss von 50 Prozent, maximal 5.000 Euro. Nähere Informationen und Antrag: www.bgbau.de/schutzpaket-bauen-im-bestand.

Quelle: BG BAU / Delia Roscher

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Bundesweites Mittelstand-Digital Zentrum Klima.Neutral.Digital gestartet

28. September 2022 - 15:12

„Bei Klima.Neutral.Digital werden Digitalisierungsprojekte entstehen, die zeigen, wie Digitalisierung, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz zusammen funktionieren. Sie bieten den Unternehmen einen echten Mehrwert,“ sagt die Vertreterin des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, Dr. Christine Kahlen, bei der Auftaktveranstaltung in Böblingen.

Dr. Christine Neuy, Geschäftsführerin des Unternehmensverbunds microTEC Südwest und Leiterin des Förderprojekts, erwartet großes Interesse von Seiten der Wirtschaft: „Das Feedback von Unternehmer*innen, vor allem aus dem produzierenden Gewerbe, ist sehr positiv. Die Firmen starten jetzt beim Klimaschutz durch und brauchen jede helfende Hand.“

Die Partner bereiten wichtige Basisinformationen beispielsweise über Wege zum zertifizierten klimaneutralen Unternehmen auf und geben diese an die Unternehmen weiter. Mit ihrem technischen Know-how und selbst entwickelten Werkzeugen unterstützen sie die Unternehmen auch bei der Planung und Umsetzung von konkreten Projekten, insbesondere zu den Themenfeldern:

  • Sensorgestütztes Monitoring
  • Digitale Produktentstehung
  • Digitale Geschäftsmodelle
  • Energiemanagement für Klimaneutralität
  • Sektorkopplung und klimaneutrale Energieversorgung
  • KI & IT-Sicherheit

Den Unternehmen werden vor Ort Klima-Coaches und KI-Trainer*innen zur Seite stehen. Sie untersuchen zunächst die bestehende Infrastruktur und Prozesse des Unternehmens auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Anschließend werden gemeinsam ressourcenschonende Prozesse und Dienstleistungen entlang einer Roadmap entwickelt. Dabei untersuchen die Expert*innen auch, wie der Betrieb digitale Werkzeuge und KI-Methoden einsetzen kann.

Hans-Ulrich Schmid, Geschäftsführer des Softwarezentrum Böblingen/Sindelfingen e.V. und als Beteiligter im Mittelstand-Digital Zentrum Klima.Neutral.Digital Gastgeber der Eröffnungsveranstaltung am 26. September 2022 in Böblingen, sieht in Klima.Neutral.Digital einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft: „Kleine und mittlere Unternehmen müssen jetzt klimaneutral werden. Dann sind sie in Zukunft als Dienstleister oder Lieferant bei ihren Kunden gut positioniert.“

Quelle: Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) / Delia Roscher

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Wie Dämmung mehrere Vorteile bietet

27. September 2022 - 15:24
Einfache Dämmverfahren mit Mineralwolle

Es gibt mittlerweile bewährte Verfahren, mit denen sich Wohnhäuser binnen kurzer Zeit dämmen und die Energieverbräuche sofort reduzieren lassen. Auch eine Dämmung mit Mineralwolle, also Glaswolle und Steinwolle, ist leicht und zügig umgesetzt.

„Besonders einfach und effizient ist die Dämmung der obersten Geschossdecke. Der geübte Heimwerker kann diese mit Dämmstoffen aus Glas- oder Steinwolle selbst durchführen oder eine Fachfirma mit dem sogenannten Einblasverfahren beauftragen. Hier werden Flocken aus Mineralwolle mit einem Schlauch dicht in bestehende Hohlräume oder auf Geschossdecken geblasen. So lassen sich zum Beispiel ungenutzte Dachräume in nur wenigen Stunden dämmen“, sagt Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

Auch zwischen den Dachsparren und unter der Kellerdecke ist schnell gedämmt. Die einzelnen Maßnahmen können dabei unabhängig voneinander und teils in Eigenleistung realisiert werden. Entsprechende Anleitungen zum Einbau bieten etwa die Hersteller von Dämmstoffen aus Glas- und Steinwolle.

Einmal dämmen, vielfach und lange profitieren

Dämmen hat noch einen weiteren positiven Aspekt: den Klimaschutz. Eine Dämmung rechnet sich nicht nur hinsichtlich der Kosten in wenigen Monaten, sondern auch hinsichtlich der für die Produktion des Dämmstoffs aufgewendeten Energie. Die Lebensdauer der Dämmung entspricht dabei üblicherweise der Lebensdauer des Bauteils, das sind oft über 50 Jahre. Darüber hinaus erzielt eine Wärmedämmung aus nichtbrennbarer Mineralwolle weitere Synergieeffekte, da diese zusätzlich den Schall- und Brandschutz im Gebäude verbessert. Wer mit Mineralwolle dämmt, steigert daher auch die Ruhe, die Sicherheit und das Wohlbefinden im Raum. Den Werterhalt oder sogar, je nach Zustand, die Wertsteigerung der Immobilie gibt es obendrauf.

Gut beraten lassen und rasch handeln

Obwohl die aktuellen Energiepreissteigerungen zum raschen Handeln drängen, sollten sich Eigenheimbesitzende dennoch die Zeit für eine sorgsame Investitions- und Maßnahmenplanung und ein Gespräch mit Expert*innen nehmen. Das kann z. B. eine Erstberatung durch eine der Beratungsstellen der Verbraucherzentrale sein. Diese informiert nicht nur über geeignete Energieeffizienzmaßnahmen, sondern auch über entsprechende Fördermöglichkeiten.

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie / Delia Roscher

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Neue Montagerahmen für eine luftdichte Verbindung

26. September 2022 - 14:14
Luftdicht verbunden: starline Montagerahmen und profi-air Luftdurchlass

Der rechteckige starline Montagerahmen plus sowie der runde starline Montagerahmen COMPACT plus lassen sich ohne Werkzeug im Luftdurchlass installieren. „Die Rahmen schließen luftdicht mit den neuen profi-air Luftdurchlassboxen ab. Fehlluftströme werden nahezu verhindert“, erklärt Jürgen Rudolf, Produktmanager Kontrollierte Wohnraumlüftung im Geschäftsbereich Haustechnik bei FRÄNKISCHE.

Fest verbunden: starline Montagerahmen und starline Designgitter

Um allen Anforderungen bei der Montage gerecht zu werden, setzt FRÄNKI-SCHE bei den starline Montagerahmen plus und COMPACT plus auf eine neue Verbindungstechnologie. Durch die Kombination der Dichtfunktion mit innovativem Kunststoffmaterial ist es nun möglich, den starline Montagerahmen COMPACT plus auch in DN125 Metall-Luftauslässen zu installieren.

Auf den integrierten metallischen Auflageflächen der Montagerahmen haften die Lüftungsgitter magnetisch. So benötigen Installateure kein Werkzeug, um die Gitter auf dem Rahmen anzubringen. Die smarte Konstruktion ermöglicht, das starline Designgitter flexibel auszurichten. Außerdem ist es ohne Weiteres austauschbar, sodass Nutzer ihre KWL an neue Wohnideen anpassen können. Soll durch den Luftdurchlass Abluft strömen, wird ein Filterelement im Rahmen befestigt, das sich mühelos und schnell wechseln lässt – für hygienisch reine Luft.

Ebenerdige Montage mit starline Bodeneinbaurahmen

Während die beiden Kunststoff-Rahmen ideal für Luftauslässe an Wand und Decke sind, hat FRÄNKISCHE für die Montage auf dem Boden den starline Bodeneinbaurahmen aus Metall entwickelt. Der zweiteilige Rahmen lässt sich über vier Stellschrauben exakt auf die Höhe des Bodens anpassen, sodass die rechteckigen Lüftungsgitter aus Metall bündig mit dem Fußboden abschließen. „Der starline Bodeneinbaurahmen ermöglicht eine perfekte ebenerdige Installation unserer Metall-Designgitter. Wie die beiden Montagerahmen aus Kunststoff ist auch er eine Bereicherung für unser profi-air Portfolio“, sagt Jürgen Rudolf.

Quelle: FRÄNKISCHE / Delia Roscher

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Energieeffizienz wird immer wichtiger – aber auch Förderung

26. September 2022 - 13:57

Im Vergleich zur Vorperiode der halbjährlichen Erhebung ergibt sich fast eine Verdopplung der Unternehmen, die Energieeffizienz eine im Verhältnis zu anderen Faktoren große Bedeutung beimessen. Die DENEFF appelliert an die Bundesregierung, die Effizienz-Förderprogramme für Unternehmen zu stärken.

„Energieeffizienz wird durch die Energiepreise nicht zum Selbstläufer. Im Gegenteil können diese im Extremfall sogar ‚zu arm zum Sparen‘ machen. Es ist darum eine Farce, dass die Bundesregierung gerade jetzt die Förderung für anspruchsvolle Energieeffizienzprojekte zusammenstreicht“, sagt Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF). Im wichtigsten Energieeffizienz-Förderprogramm für Unternehmen „Energie- und Ressourceneffizienz für die Wirtschaft“ sollen komplexere Projekte ab Oktober 2022 völlig praxisferne neue Anforderungen erfüllen, bemängelt die DENEFF.

Ebenso wichtig seien bessere Rahmenbedingungen für marktliche Unterstützungsangebote wie Contracting. Die Marktentwicklung läge weit hinter den Potenzialen durch zahlreiche regulatorische Barrieren und Benachteiligungen in Förderprogrammen.

Die Untersuchung des Instituts für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) an der Uni Stuttgart zeigt auch: Bei Unternehmen, die aktiv in Klimaschutz investieren, gehen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz oft Hand in Hand. Ganzheitliche Dekarbonisierung ist also in der Praxis häufig schon weiter als in der Politik. Viele Unternehmen stellen sich auch komplexeren oder neueren Energieeffizienz- und Dekarbonisierungsthemen wie Flexibilisierung, Energiespeichern oder Wasserstoff. Insgesamt ist der Beratungs- und Informationsbedarf hoch. Dafür sei die Energieeffizienz- und Klimaschutzbranche aber gut gerüstet, so Noll.

Hintergrund

Das Institut für Energieeffizienz in der Produktion EEP der Universität Stuttgart erhebt seit 2013 halbjährlich aktuelle und geplante Aktivitäten der deutschen Industrie zur Energieeffizienz. Der Energieeffizienzindex (EEI) wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF), der Deutschen Energie-Agentur (dena), dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Fraunhofer IPA und dem TÜV Rheinland sowie weiteren Partnern erstellt. Insgesamt 913 Teilnehmer*innen haben sich im aktuellen Erhebungszeitraum vom 4. April bis zum 17. Mai 2022 zu den drei Teilindizes und insbesondere zu den Themen Krise, Dekarbonisierung und Unterstützungsbedarf im eigenen Unternehmen geäußert.

Quelle: DENEFF / Delia Roscher

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Erste und größte klimaneutrale Gebäudesanierung in Deutschland gestartet

26. September 2022 - 13:32

Das Wohnungsunternehmen in Erlangen saniert einen Großteil seiner 8.800 Wohneinheiten in den nächsten Jahren seriell und klimaneutral und wird dadurch zu einem Vorzeigemodell der neuen Technologie der automatisierten Planung und Vorfertigung. ecoworks hat die Technologie als Pionierunternehmen in Deutschland weiterentwickelt und die Innovationsführerschaft mit der ersten seriellen Sanierung in Hameln 2020 untermauert.

Serielle Sanierung von Wohnquartieren 

„Wir freuen uns sehr, den bislang größten Auftrag in der seriellen Sanierung mit einer seriellen Aufstockung zu verbinden”, kommentiert Emanuel Heisenberg, CEO der ecoworks GmbH das neue Projekt. ecoworks kann durch digitale 3D-Planung und Vorfertigung bis zu 80 Prozent der Tätigkeiten von der Baustelle in Fabriken verlagern. Das Unternehmen entwickelt und konstruiert Fassaden- und Dachelemente, die wie eine zweite Haut um das bestehende Gebäude gelegt werden. Innerhalb weniger Wochen Bauzeit kann das Unternehmen hochgradig ineffiziente Gebäude zu Plusenergiehäusern sanieren.

ecoworks bietet modulare, klimaneutrale Sanierungslösungen für die Wohnungswirtschaft. Das Unternehmen plant, konstruiert und installiert Fassaden- und Dachelemente, um Mehrfamilienhäuser innerhalb weniger Wochen auf einen Netto-Null-Standard umzurüsten.  Nach der Inbetriebnahme der ersten seriellen und klimaneutralen Sanierung in Deutschland skaliert das Unternehmen nun die Lösung und arbeitet an der weiteren Automatisierung der Planung sowie an einer neuen Produktversion zur Erhöhung des Vorfertigungsgrades.

„Mit der seriellen Sanierung und Einfachaufstockung der Wohnanlagen am Buckenhofer Weg/Elise-Spaeth-Straße sowie in der Heinrich-Hertz-Straße/Schwedlerstraße starten wir das nächste große Pilotprojekt zur seriellen Sanierung in unseren Beständen und bereiten die Skalierung der technologischen Verfahren vor”, sagt Gernot Küchler, Geschäftsführer der GEWOBAU Erlangen. „Das wichtigste Ziel aller Maßnahmen liegt für die GEWOBAU Erlangen neben der Klimaneutralität in dauerhaft niedrigen Nebenkosten für die Mieter*innen“, betont Gernot Küchler. „Die serielle Sanierung lässt eine Sanierung im bewohnten Zustand mit einer insgesamt ausgesprochen geringen Mieterbelastung zu.“

75 Prozent der Gebäude in Deutschland sind sanierungsbedürftig, alleine 3,4 Millionen Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern sind akut von EU-Regulierungen, der Mindeststandards für Energieeffizienz (MEPS), bedroht. Aufgrund verschärfter europäischer und deutscher Klimaregulierung ist absehbar, dass sich das Marktwachstum für klimaneutrale Sanierung weiter beschleunigen wird. Vor Kurzem kündigte die EU eine neue Verordnung an, die die Vermietung von Häusern mit den schlechtesten Energieeffizienzklassen G und H untersagen wird. Derzeit wird der Renovierungsmarkt in Europa auf ein jährliches Volumen von 770 Milliarden Euro geschätzt – 151 Milliarden Euro allein in Deutschland. Angesichts steigender Materialkosten, rückläufiger Produktivität und eines zunehmenden Fachkräftemangels benötigt die Baubranche dringend neue Technologien, um die Nachfrage zu bedienen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hatte sich mit anderen Bundesressorts jüngst auf deutliche Kürzungen bei der Sanierungsförderung verständigt. Von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wird es beispielsweise zukünftig keine Zuschüsse für umfassende energetische Sanierungen von Gebäuden mehr geben. Auch die Fördersätze für die Tilgungszuschüsse bei KfW-Krediten wurden deutlich gesenkt. Die Entscheidung des BMWK kommt überraschend und stößt auf heftige Kritik in der Wohnungs- und Baubranche. Die Förderung der seriellen Sanierung im Rahmen der Bundesförderung bleibt dagegen erhalten. Auch dieses Projekt wird in enger Abstimmung mit dem BMWK, dem Passivhausinstitut, der Deutschen Energieagentur (dena) und den beauftragten Energieberatern durchgeführt. Wie beim ersten Pilotprojekt in Erlangen-Süd, Sanierung von 475 Wohnungen und Aufstockung von 135 Wohnungen, finden in diesem Gremium mindestens monatliche Jour-Fixe statt.

Über GEWOBAU Erlangen 

Gegründet im Jahr 1950, ist die GEWOBAU Erlangen heute ein gewachsenes, zukunftsorientiertes Unternehmen mit über 120 Mitarbeiter*innen und zählt zu den großen Wohnungsbaugesellschaften Bayerns. Rund 8.800 Wohnungen gehören derzeit zum Bestand der GEWOBAU. Nach Abschluss der Initiative „Fair Wohnen 1.0“ mit dem Neubau von über 1.300 neuen, barrierefreien und bezahlbaren Wohnungen, legt die Wohnungsbaugesellschaft das Programm „Fair Wohnen 2.0“ auf, nach welchem mit ca. 6.000 Wohnungen ein Großteil des sanierungsbedürftigen Gebäudebestands aus den 1950er und 1960er Jahren nach energetischen Aspekten optimiert werden soll. Zur Erreichung des Unternehmensziels „Klimaneutralität bis 2026“ plant die GEWOBAU Erlangen, diese Wohnungen seriell zu sanieren.   Daneben möchte sie weitere rund 1.500 Wohnungen durch Aufstockung in Holzmodulbauweise zu errichten, um weiteren preiswerten Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Quelle: ecoworks / Delia Roscher

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Energiekrisen-Lotse weist Kommunen den Weg

22. September 2022 - 15:24

In den vergangenen zwölf Monaten sind die Strom- und Gaspreise bereits sehr deutlich gestiegen. Weitere erhebliche Preissteigerungen sind schon jetzt absehbar. Die Mehrkosten für Kommunen können sich je nach Größe auf jährlich zweistellige Millionenbeträge belaufen. Unter dem Druck der Energiekrise müssen Städte und Gemeinden daher rasch Energie einsparen. Rund 15 bis 20 Prozent Einsparungen sind kurz- bis mittelfristig erreichbar. Tipps hierfür bietet die neue Website der KEA-BW: Sie vereint das geballte Wissen aller Fachbereiche der KEA-BW sowie der regionalen Energie- und Klimaschutzagenturen und hilft Kommunen dabei, die passenden Maßnahmen und Mittel zu finden.

Heizenergie sparen

Unter diesem Punkt finden sich sowohl Tipps, die die Heizanlagen betreffen, als auch Verhaltensvorschläge für Nutzer*innen. Um weniger Heizenergie zu verbrauchen, ist etwa eine regelmäßige Verbrauchskontrolle wichtig. Auch die Regelung der Raumtemperatur und der Heizungsanlage, Kontrollmessungen und ein engagiertes Energiemanagement sind ausschlaggebend. Vor allem der Hausmeister spielt dabei eine zentrale Rolle.

Strom sparen

Beim Stromsparen spielt die Reduzierung der Beleuchtung eine wichtige Rolle dar. Hier sollte es kein Tabu geben, sei es bei der Außenbeleuchtung von Gebäuden, der Weihnachtsbeleuchtung, der Straßenbeleuchtung oder Flutlichter. Auch die Raum- und Hallenbelüftung sowie die Kühlung bieten Einsparpotenziale.

Gebäude nutzen

Wie sich öffentliche Gebäude sparsamer nutzen lassen, damit befasst sich dieser Teil. Nur die tatsächlich benötigten Räume zu beheizen oder nur an wirklich notwendigen Tagen zu heizen ist einer der Tipps, beispielsweise nicht außerhalb von Schulzeiten. Brückentage können für eine verlängerte Absenkzeit genutzt werden.

Nachhaltig mobil

Eine nachhaltig mobile Verwaltung verursacht nachhaltig weniger Kosten. Dazu gehört es, den Fuhrpark umzustellen und Carsharing zu nutzen. Grundlage dafür ist eine Analyse des Mobilitätsbedarfes. Ohne Investitionen können in jeder Kommune Fahrten vermieden oder Wege per Rad oder zu Fuß erledigt werden – wo sinnvoll möglich.

Tipps für Bürgerinnen und Bürger

Die Tipps wie etwa die Optimierung der Heizungsanlage, der Dämmung der Kellerdecke oder der energetischen Gesamtsanierung von Wohngebäuden können Kommunen ihren Bürgerinnen und Bürgern weiterleiten.

Organisieren, Priorisieren, kommunizieren

Die vielfältigen Energiesparmaßnahmen sollten sinnvoll organisiert, priorisiert und kommuniziert werden. Und jede Kommune muss sie an ihre spezielle Situation anpassen. Dabei helfen etwa die Auswertung von Verbrauchsdaten, Aktionspläne, zügige Umsetzung notwendiger Reparaturen, eine Abstimmung unter den Kreiskommunen und eine intensive interne Kommunikation.

Zusätzliches Personal gewinnen

Bund und Land fördern Fachpersonal, etwa für die Bereiche Energiemanagement, Mobilitätsmanagement oder Klimaschutzmanagement.

Langfristige Strategien

Der Energiekrisen-Lotse hat Tipps für Kommunen, die ein langfristiges Energiemanagementsystem einrichten wollen, ihre Verwaltung klimaneutral umgestalten wollen oder mittels Contracting finanziell schwierige Investitionen in eine energetische Sanierung angehen wollen.

Die genannten Vorschläge stellen nur einen kleinen Ausschnitt des Angebots dar. Die neue Website behandelt alle Themen ausführlich in zahlreichen Unterpunkten – neutral und unabhängig. Großstädte, Gemeinden, Landkreise und kleine Kommunen werden gleichermaßen fündig. Interessierte erfahren außerdem, an wen sie sich mit weiteren Fragen wenden können.

Quelle: KEA-BW / Delia Roscher

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Baugenehmigungen im Juli um 2,2 Prozent gesunken

21. September 2022 - 13:26

„Die Baugenehmigungen von Wohnungen sind im Juli im Vergleich zum Juli 2021 um 2,2 Prozent gesunken. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres erteilten die Behörden 216.425 Baugenehmigungen für Wohnungen, 2,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei ging die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 16,1 Prozent zurück. Auch wenn bei den Mehrfamilienhäusern (+ 7,1 Prozent) die Genehmigungen zulegten: Die Lage der Bauwirtschaft wird schwieriger.

Gerade der Mittelstand, der 85 Prozent aller Wohnungen in Deutschland baut, blicke mit Sorge auf diese Zahlen. Sie sind wichtige Frühindikatoren für die Bautätigkeit im kommenden Jahr, so Pakleppa. Die steigenden Energiepreise und Bauzinsen, die Inflation sowie teurer werdendes Baumaterial verunsicherten Bauherren und Investoren, die Bauprojekte verschieben oder gänzlich stornieren. Das diesjährige Förderchaos habe die Situation noch verschärft.

„Im letzten Jahr standen deutschen Bauherren insgesamt rund 10 Mrd. Euro an Förderung zur Verfügung. Im nächsten Jahr soll es für den Neubau nur noch 1 Mrd. geben. Zu welcher Unwucht im Wohnungsbau das führen wird, mag man sich nicht ausmalen“, Pakleppa weiter.

Mehr denn je komme es jetzt auf die Wahl der Mittel an, um das Bauen schneller und günstiger zu machen. Dafür dürfe die Politik sich nicht im Mikromanagement verlieren, sondern muss zuverlässige Rahmenbedingungen und schnelle Reformen angehen, erklärt der Präsident. Dazu gehöre, das Baurecht der 16 Bundesländer zu harmonisieren und einfachere Bauverordnungen zu schaffen, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und passgenaue Förderungen zu verankern. „Ohne diese Maßnahmen werden wir einen noch stärkeren Rückgang im Wohnungsbau sehen“, ist sich Pakleppa sicher.

Quelle: ZDB / Delia Roscher

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FH Münster bildet Netzingenieur*innen weiter

21. September 2022 - 10:42

„Wir machen die Teilnehmenden fit für die Zukunft, in der Wasserstoff möglicherweise eine größere Rolle spielen wird als bisher“, sagt Kursleiter Prof. Dr. Thomas Schmidt. „Wasserstoff hat einige stoffliche Besonderheiten, die wir im Kurs vermitteln. Anders als Erdgas muss dieser nämlich zunächst erzeugt werden, bevor er transportiert werden kann“, so der Professor weiter, der in einem weiteren Modul auch Netzingenieur*innen zum Thema Gas weiterbildet und darin etwa erklärt, wie Wasserstoff ins Erdgasnetz eingespeist werden kann.

Bildung soll Energiewende vorantreiben

Wasserstoff beispielsweise wird zum Transport unter Druck verdichtet und anschließend wieder entspannt. Die Weiterbildung vermittelt diese Kenntnisse innerhalb von zwei Wochen jeweils auf dem Steinfurter Campus der FH Münster und im Gas- und Wärme-Institut Essen und geht unter anderem auch auf verschiedene Verwendungsmethoden für Wasserstoff in der Industrie, beispielsweise im Wärmesektor, ein. „Wir müssen wegkommen von der Erdgasnutzung“, sagt Schmidt. „Mit der Weiterbildung helfen wir dabei, den Schalter umzulegen.“

Die Energiewende muss auch deshalb gelingen, weil durch den Klimawandel heute unter anderem die Wasserwirtschaft vor globalen Herausforderungen steht. In vielen Ländern der Erde stellen Wassermangel und hygienische Missstände ein ernstes Problem dar. Im Modul Wasser bildet Prof. Dr. Helmut Grüning daher Netzingenieur*innen zu diesem Thema weiter. „Solche Fachkräfte werden in Stadtwerken, Wasserverbänden oder in privatwirtschaftlichen Unternehmen dringend gebraucht“, sagt er. „Im Wasserkurs Netzingenieurwesen vermitteln wir deshalb nicht nur Systemkenntnisse, sondern auch ein tiefgehendes Prozessverständnis, um Wasserver- und Entsorgungssysteme planen und betreiben zu können.“

Der Kurs findet im Laufe von vier Wochen unter anderem in Grünings Technikum für Stadthydrologie und Wasserversorgung auf dem Steinfurter Campus statt. An der halbtechnischen Versuchsanlage wird das Verständnis komplexer hydraulischer Prozesse anschaulich vermittelt. Weitere Lehreinheiten folgen darauf in Münster sowie an der Jade Hochschule in Oldenburg.

Quelle: FH Münster / Delia Roscher

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Online-Infoabend: So werden Wohnhäuser fit für den Winter

20. September 2022 - 15:10

Das Onlineseminar gibt einen Überblick über die verschiedenen Energieeffizienz-Maßnahmen und zeigt, wie diese umgesetzt werden können. Anschließend sind Fragen an die Expert*innen möglich. Die Veranstaltung findet über Microsoft Teams statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Die Vorträge der Fachleute werden aufgezeichnet und im Anschluss über den YouTube-Kanal von Zukunft Altbau veröffentlicht.

Energiesparend heizen und lüften, alte Fenster abdichten

Beim Heizen gibt es viele Einsparmöglichkeiten: Wohldosiert heizen und richtig lüften ist besonders wichtig. Bis zu 20 Prozent Ersparnis bei den Heizkosten sind jährlich drin. Dreht man die Heizung um nur ein Grad herunter, können die Bewohner*innen bis zu sechs Prozent Heizkosten einsparen. Beim Lüften gilt, mehrmals am Tag wenige Minuten querlüften. Kipplüftung sollte man vermeiden. Durch ein gekipptes Fenster lässt sich zwar auch für frische Raumluft sorgen, jedoch verschwendet man teure Heizwärme.

Um Heizkosten zu sparen, kann man auch kleine Maßnahmen selbst durchführen. Beispielsweise alte, zugige Fenster durch Kunststoff-Profile, Dichtbänder oder selbstklebende Schaumstoffbänder abdichten, undichte Rollladenkästen ausdämmen, nachts speziell bei älteren Fenstern die Rollos herunterlassen und hinter den Heizkörpern Reflexionsfolien anbringen, um die Strahlungswärme in den Raum zu lenken.

Kellerdecke selbst dämmen, hydraulischer Abgleich der Heizung

Eine besonders effiziente Maßnahme, um die Heizrechnung zu senken, ist die nachträgliche Dämmung der Kellerdecke. Sie ist eine der wenigen Sanierungsmaßnahmen, die man selbst und ohne professionelle Unterstützung umsetzen kann. Heizkosteneinsparungen bis zu zehn Prozent sind möglich. Auch die – oft gesetzlich verpflichtende – Dämmung der Decke zum Dachboden kann in vielen Fällen in Eigenregie erfolgen.

Ein hydraulischer Abgleich der Heizung durch Fachleute lohnt sich ebenfalls. Ohne hydraulischen Abgleich werden von der Heizungspumpe weiter entfernt liegende Heizkörper nicht ausreichend mit Warmwasser versorgt. Bei einem hydraulischen Abgleich ermitteln Sachverständige mit einer Heizlastberechnung, wie viel Heizwasser jeder einzelne Heizkörper braucht, wie hoch der Druck der Heizpumpe sein muss und welche Einstellung das Thermostatventil benötigt, damit sich die Wärme effizient und sparsam im Haus verteilt.

Weitere Sanierung planen

Grundsätzlich gilt: Neben kurzfristigen Maßnahmen ist es auch wichtig, über den kommenden Winter hinaus zu denken. Den Energieverbrauch eines Gebäudes drastisch zu senken und weg von Öl und Gas zu kommen, geht nur über eine umfassende energetische Sanierung durch Fachleute. Die Dämmung der Fassade, neue Fenster, der Einbau einer Lüftungsanlage, eine Wärmepumpe oder der Anschluss an ein Wärmenetz senken den Energieverbrauch im Einzelfall um bis zu 90 Prozent. Der Staat fördert die Sanierung mit bis zu 45 Prozent.

Quelle: Zukunft Altbau / Delia Roscher

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Lüftungsanlagen müssen regelmäßig gereinigt werden

20. September 2022 - 14:54

Häuser brauchen Pflege. Das gilt besonders für moderne Haustechnik, wie zum Beispiel Lüftungsanlagen, die in immer mehr Häusern eingebaut wird. Sie müssen regelmäßig gewartet und gereinigt werden, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB).

Reicht bei den Rohren Check und Säuberung ein- bis zweimal im Jahr, so müssen die Filter alle meist deutlich öfter ausgetauscht werden. Alles andere ist ungesund, warnt der VPB. Schlecht gewartete Filter werden nämlich zur Keimschleuder. Sie sammeln Keime und Schadstoffe, die so immer wieder in die Innenräume zurückgelangen. Bei empfindlichen Menschen können solche Keime ernsthafte Erkrankungen auslösen. Der VPB rät deshalb: Hausbesitzer*innen sollten entweder regelmäßig selbst die Anlage warten und die Filter austauschen oder ein Unternehmen damit beauftragen. Dies lässt sich als haushaltsnahe Dienstleistung beziehungsweise Handwerkerleistung steuerlich absetzen.

Quelle: VPB / Delia Roscher

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