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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 1 Stunde 8 Minuten

Infoangebot der FEBS über gängige Fehler bei KfW-Förderung und Bilanzierung

12. April 2022 - 13:59

Die Übersicht geht auf spezifische Herausforderungen und Fehlerquellen bei der Bilanzierung von Nichtwohngebäuden nach DIN V 18599 sowie von Wohngebäuden nach DIN 4108 und DIN 4701-10 oder alternativ nach DIN V 18599 ein. In Bezug auf die Bilanzierung von Nichtwohngebäuden nach DIN V 18599 werden z. B. die Vereinfachungsregelungen für das Mehrzonenmodell erklärt, Hinweise zu U-Werten opaker und transparenter Bauteile gegeben, Anforderungen an Wärmebrücken und für die Luftdichtheit erläutert sowie auf die korrekte Anrechnung von Strom aus erneuerbaren Energien (Photovoltaik) eingegangen.

Auch für die Bilanzierung von Wohngebäuden nach DIN 4108 und DIN 4701-10 oder alternativ nach DIN V 1599, werden detaillierte Informationen bereitgestellt, u. a. zur Ermittlung der Systemgrenzen oder zu Wärmebrückenzuschlägen und Wärmebrückennachweisen. Es wird verdeutlicht, welche Wärmeleitfähigkeit beim Effizienzhaus-Nachweis anzusetzen ist, wie ein hydraulischer Abgleich korrekt durchgeführt wird und wie Deckungsanteile einer Solaranlage korrekt ermittelt werden.

Die Zusammenstellung basiert auf den Auswertungen von Vor-Ort-Kontrollen bei KfW-geförderten Bauvorhaben. Diese werden seit 2013 genutzt, um zu überprüfen, ob das errichtete oder sanierte Gebäude tatsächlich den gewünschten und beantragten KfW-Effizienzhaus-Standard erreicht. Die Objekte werden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und durch eine qualifizierte Fachkraft auf Einhaltung der technischen Mindestanforderungen der KfW geprüft.

Quelle: Fachportal Energieeffizientes Bauen und Sanieren (FEBS) / Delia Roscher

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Zehnder Deckensegel sorgen für behagliches Raumklima

18. Juni 2021 - 10:50

Die Bette GmbH & Co. KG gehört zu den führenden Badausstattern in Europa und setzt Maßstäbe durch klassisches Design, regionale Produktion und der Verwendung natürlicher Rohstoffe. Am Hauptstandort der Firma in Delbrück in Nordrhein-Westfalen wurden im Zuge einer Modernisierung der Verwaltungsbereiche bis zum Jahr 2017 umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt. In diesem Zusammenhang wurde ein Teil des Verwaltungsgebäudes abgerissen und anschließend wieder neu aufgebaut, während man die restliche Verwaltungsimmobilie umfassenden Sanierungsmaßnahmen unterzog, mit der konkreten Zielsetzung einer kontinuierlichen Steigerung von Komfort, Nachhaltigkeit und Effizienz.

Ein geeignetes System zum Beheizen und Kühlen bot der Raumklimaspezialist Zehnder aus Lahr im Schwarzwald. Die technologisch hochentwickelten Deckensegel mit Graphitaktivierung von Zehnder überzeugten dank ihrer enormen Leistungsfähigkeit, schnellen Reaktionszeit und ihrer integrativ dezenten Gestaltungskompetenz. „Die hohe Leistungsfähigkeit verdanken die Deckensegel Zehnder Carboline dem Material Naturgraphit, welches für das Deckenstrahlsystem zu Leichtbauplatten weiterverarbeitet wird. Das thermische Hochleistungselement im Deckensegel gewährleistet eine gleichmäßige Temperaturverteilung. Aufgrund der hohen und homogenen Oberflächentemperatur liegt der Strahlungsanteil damit deutlich über vergleichbaren Deckenstrahlsystemen. Ein weiterer Vorteil des Werkstoffs Naturgraphit ist die enorme Reaktionsgeschwindigkeit bei wechselnden Heiz- oder Kühllasten. Das System reagiert aufgrund der Kombination von guter Leitfähigkeit und geringer Masse wesentlich schneller als herkömmliche Heiz- und Kühldecken-Systeme“, erklärt Michael Himmelsbach, Vertriebsleiter Heiz- und Kühldecken-Systeme bei der Zehnder Group Deutschland GmbH.

Der größte Pluspunkt der Zehnder Heiz- und Kühldecken-Systeme besteht in ihrer enormen Energieeffizienz. Hauptverantwortlich hierfür ist das Strahlungsprinzip, nach welchem die Heiz- und Kühlleistung der Zehnder Deckensegel funktioniert: Von warmem Wasser durchströmt, geben sie ihre Energie überwiegend in Form von Infrarotstrahlung ab, die sich erst beim Auftreffen auf den menschlichen Körper oder Gegenstände in behagliche Wärme umwandelt. Da für dieses Wärmegefühl nicht zuerst die gesamte Raumluft erwärmt werden muss, wird hier ein deutlich niedriger Energieeinsatz benötigt. So kann die Raumlufttemperatur beim Heizen um bis zu drei Kelvin geringer und beim Kühlen entsprechend höher gehalten werden als bei gewöhnlichen Wärmeverteilsystemen. Dies ermöglicht eine Energieeinsparung von bis zu 40 Prozent. Die Systemtemperaturen wiederum dürfen, bei gleicher Solltemperatur, durch die großen Übertragungsflächen aufgrund des Flächenheizungs- bzw. -kühlungseffekts entsprechend geringer ausfallen.

Die besonders kurze Reaktionszeit der Zehnder Deckensegel sorgt zudem dafür, dass die gewünschte Energie stets bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt werden kann. Im Gegensatz zur Luftklimatisierung findet der Wärmetransport innerhalb des Deckensystems via Wasser statt, was dank dessen hoher Wärmekapazität einen geringeren und ressourcenschonenderen Rohrdurchmesser erlaubt. Außerdem sind die Zehnder Deckensegel mit allen erdenklichen Technologien zur Wärme- und Kältebereitstellung kombinierbar, benötigen – im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen Systemen – keinerlei Wartung und verfügen über eine besonders lange Lebensdauer. Das Strahlungsprinzip liefert neben seinem hohen Energieeinsparungspotential auch vielfältige Vorteile für Gesundheit und Wohlbefinden. So herrscht aufgrund des geringen Konvektionsanteils im Prinzip keinerlei Zugluft und es kommt zu keinen Staubaufwirbelungen. Somit wird die Klimatisierung durch Deckensegel auch als besonders behaglich wahrgenommen.

Versorgt werden die Zehnder Deckensegel mit Wärme aus der hauseigenen Energiezentrale. Dort stehen neben zwei großen Gaskesselanlagen mit einer Heizleistung von jeweils 1,2 Megawatt und zwei Blockheizkraftwerken mit je 207 Kilowatt Leistung auch drei Druckluftkompressoren, welche insgesamt zusätzlich noch einmal 300 Kilowatt Heizleistung in Form von Abwärme liefern. Auch die Kälte für die Kühlfunktion der Zehnder Deckensegel wird seit den Sanierungsmaßnahmen vor Ort erzeugt, wie Thomas Berkemeier, verantwortlich für Investitionen und Prozessoptimierung bei Bette, erläutert: „Wir haben hier am Standort Delbrück seit 2017 eine Eigenbrunnenanlage, die über einen Plattenwärmeübertrager den Kühlanteil deckt. Die Kühlleistung liegt bei 117 kW“. Zur Verteilung ist ein Heizkreisverteiler im Einsatz, die Temperaturregelung der Heizkreise erfolgt über die Gebäudeleittechnik.

Auch die Temperaturregelung der einzelnen Räume läuft über die Gebäudeleittechnik. Jeder Büroraum verfügt über ein eigenes Regelventil sowie einen Temperaturfühler und Taupunktwächter. Die Deckensegel von Zehnder wurden in Delbrück mit 33 °C Vorlauf- und 30 °C Rücklauftemperatur für die Heiz- und 16 °C / 19 °C für die Kühlfunktion ausgelegt. Dabei wird von einer Raumtemperatur von 20 °C beim Heizfall und 26 °C im Kühlfall ausgegangen. Angebracht wurden die Zehnder Deckensegel in den 16 Büroräumen auf drei Etagen in einer Höhe von 2,83 bis 2,87 m und auf einer Deckenfläche von insgesamt 344 m². Verbaut wurden 214 Deckensegel mit der Abmessung 1250 mm x 625 mm und 201 Segel in den Maßen 1406 mm x 625 mm.

Die Montage der Zehnder Deckensegel verlief unkompliziert und dauerte nur wenige Wochen, wobei stets zwei bis vier Monteure vor Ort waren. „Die Aufhängung der Zehnder Deckensegel geschieht normalerweise an Stahlseilen. Um eine optimale Erreichbarkeit der hinter den Segeln angebrachten Installationen wie beispielsweise der Beleuchtung zu garantieren, kam bei Bette ein spezielles Schienensystem zum Einsatz. Dieses lässt sich einfach nach unten klappen, wodurch alle Einbauten in der Zimmerdecke stets erreichbar bleiben“, führt Zehnder Projektleiter Jörg Binninger aus. Für die Firma Bette war das Ergebnis äußerst zufriedenstellend: Das Heiz- und Kühlsystem von Raumklimaspezialist Zehnder entsprach exakt den Erwartungen und überzeugt zudem durch Langlebigkeit, Energieeffizienz und umfänglicher Wartungsfreiheit.  Speziell die Mitarbeitenden profitieren in den Neubautrakten des Verwaltungsgebäudes nun von einem angenehmen Raumklima ohne Zugerscheinungen und stets arbeitsfreundlichen Temperaturen.

Quelle: Zehnder / Delia Roscher

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Deutschlands klimafreundlichste Städte

16. Juni 2021 - 16:49

Im Rahmen des Projektes „Die klimafreundlichsten Städte in Deutschland“ hat heizung.de eine Auswertung aktueller Daten aus dem Bereich Mobilität (in Bezug auf CO2-arme Fortbewegung) und verschiedenen Umweltfaktoren zusammengestellt. Untersucht wurden 77 der größten Städte Deutschlands im Hinblick auf Fahrradfreundlichkeit, E-Ladepunkte für Elektroautos, Grünflächen und Luftverhältnisse.

Darmstadt, Karlsruhe und Heidelberg sind die drei bestplatzierten Städte beim Blick auf eine klimafreundliche Infrastruktur. Danach folgen weitere mittel- und süddeutsche Städte: Auf dem vierten Platz liegt Ulm, danach folgen Stuttgart, München und Freiburg. Erst auf dem 21. Rang findet sich mit Leipzig eine Stadt aus dem Osten, zuvor tauchen keine Gemeinden aus Norden und Osten im Ranking auf. Die Bundehauptstadt Berlin belegt lediglich den 46. Platz. Siegen, Göttingen und Bergisch Gladbach haben die meisten Grünflächen Deutschlands.

Wie smart die Deutschen heizen, zeigt eine YouGov-Umfrage über die Nutzung smarter Thermostate: Vor allem Immobilienbesitzer*innen neigen eher dazu, die Technologie zu nutzen bzw. sich dafür zu interessieren. Auch die Haushaltsgröße ist ein relevanter Faktor: Je größer der Haushalt desto höher ist das Interesse. Smarte Heizthermostate bieten eine gute Übersicht und Kontrolle über den Verbrauch. So lassen sich beispielsweise bestimmte Heizzeiten direkt am Heizkörper festlegen.

Den vollständigen Datensatz zu „Die klimafreundlichsten Städte in Deutschland“ finden Sie hier.

Quelle: heizung.de / Delia Roscher

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Integralspeicher von tecalor: Ideal für Einfamilienhäuser

16. Juni 2021 - 15:21

Durch den geringen Platzbedarf und integriertem 100-Liter-Pufferspeicher kann das Gerät optimal in der Sanierung und im gehobenen Neubau eingesetzt werden. Jedes Heizsystem lässt sich damit versorgen, sogar über einen zweiten Heizkreis. Für eine noch schnellere und problemlosere Installation sind neben dem Trinkwasser- und dem Pufferspeicher alle hydraulischen Komponenten sowie der Wärmepumpen-Manager bereits enthalten.

Der Integralspeicher TSBC 300 plus wurde für den Wärmepumpenbetrieb entwickelt. Er wird zur Trinkwasser-Erwärmung und bei der gleichzeitigen Einbindung in Heizungsanlagen für den hydraulischen Anschluss genutzt, sowie zur Förderung und Entkopplung der Volumenströme von Wärmepumpe und Heizkreis. Der Integralspeicher ist für den Einsatz im Einfamilienhaus zum Heizen und Kühlen ausgelegt. Die Kühlung kann sowohl über Flächenheizungen als auch Gebläsekonvektoren erfolgen. Als 200-Liter-Trinkwarmwasserspeicher dient ein direktumschäumter emaillierter Stahlbehälter mit innenliegendem Wärmeübertrager und einer Magnesium-Signalanode für den zusätzlichen Korrosionsschutz. Auch der 100 Liter fassende Pufferspeicher ist ein direktumschäumter Stahlbehälter. Beide Speicher wurden übereinander angeordnet und lassen sich dank integrierter Griffschalen leicht für den Transport demontieren, falls es einmal eng werden sollte.

Der integrierte Wärmepumpen-Manager WPM unterstützt die Regelung eines direkten und zwei gemischter Heizkreise. Der TSBC 300 plus ist bereits für die optionale Erweiterung mit einem gemischten Heizkreis vorbereitet. Außerdem verfügt er über eine Speicherladepumpe, eine Heizkreispumpe und ein 3-2-Wege-Umschaltventil.

Quelle: tecalor / Delia Roscher

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Solargeeigneter AEG Durchlauferhitzer

16. Juni 2021 - 15:07

Elektronische Durchlauferhitzer von AEG Haustechnik bereiten Warmwasser energieeffizient in unmittelbarer Nähe der Verbrauchsstelle(n). Sie nutzen Strom – idealerweise Ökostrom – effektiv und sparsam. Was jedoch bislang wenig bekannt ist: Die Solaranlage auf dem Hausdach und Durchlauferhitzer lassen sich hervorragend miteinander kombinieren. Dafür ist beispielsweise der elektronische Durchlauferhitzer „DDLE ÖKO ThermoDrive“ von AEG geeignet.

Das größte Einsparpotenzial von elektronischen Durchlauferhitzern – auch in Verbindung mit einem Solarsystem – liegt jedoch in der Möglichkeit, die Heizungsanlage im Sommer vollständig abschalten zu können. Am meisten spart, wer das Hochfahren der Zentralheizung weit bis in den Herbst hinein hinauszögern und sie im Frühjahr zeitig abschalten kann. Als Premium-Durchlauferhitzer von AEG Haustechnik bietet der solargeeignete „DDLE ÖKO ThermoDrive“ jedoch weitaus mehr, und zwar im Hinblick auf den Nutzungskomfort: So kann ein Gerät mehrere Entnahmestellen in Haus und Wohnung versorgen. Der Warmwasserkomfort hält an, auch wenn Familienmitglieder beispielsweise am Waschtisch und in der Dusche zeitgleich Wasser entnehmen. Weiterhin ermöglicht der DDLE ÖKO ThermoDrive die gradgenaue Temperaturwahl von 30 bis 60 °C in 0,5 °C-Schritten, wobei er die voreingestellte Wassertemperatur ab der ersten Sekunde konstant hält. Zusatz-Funktionen wie ECO-Taste (vollautomatische Steuerung der Wassermenge während eines Duschvorgangs ohne unangenehme Heiß-/Kaltwasserdifferenzen bei Druckschwankungen), dynamischer Verbrühschutz, Kindersicherung, Wellnessfunktion und Wassermengenautomatik sind integriert. Am hinterleuchteten Multifunktions-Display lassen sich weiterhin die Uhrzeit und Informationen zu Durchflussmenge und Energieverbrauch anzeigen. Das Display bietet zudem einen optischen Schutz vor Verbrühung: Bis zur Einstelltemperatur von 41,5 °C leuchtet es Blau, ab 42 °C wechselt die Farbe auf Rot und signalisiert Verbrühungsgefahr.

Weitere Informationen zu den AEG Durchlauferhitzern: www.aeg-haustechnik.de/durchlauferhitzer

Quelle: AEG / Delia Roscher

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Klimapakt der Bundesregierung: Ganzheitlich betrachtet oder zu kurz gedacht?

15. Juni 2021 - 13:54

Mit den geplanten Maßnahmen könnten die ambitionierten Klimaschutzziele im Gebäudebereich erreicht werden, sagt Verbandsvorsitzende Jürgen Leppig. „Die Solar-Pflicht für Neubauten, der auf 30 Prozent erhöhte Fördersatz für Dämmmaßnahmen, zusätzliche Boni für Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit, die Stärkung des individuellen Sanierungsfahrplans sowie die Förderung der Aus- und Weiterbildung von Effizienzexperten sind allesamt Maßnahmen, die wir unterstützen und teilweise sogar schon seit Langem gefordert haben“, freut sich Leppig.

Sorge bereite dem GIH jedoch, dass der Klimapakt wohl noch vor der Sommerpause vom Kabinett beschlossen werden soll – ohne die konkrete Konsultation einschlägiger Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis. „Die Erfahrung zeigt, dass Gesetze und Regelungen, die nicht mit Praktiker*innen diskutiert wurden, in der Regel bei ihrer Anwendung auf Probleme stoßen.“ Beispielsweise müsse bei der geplanten Extra-Förderung von – in vielen Fällen für die Energiewende sehr wichtigen – Wärmepumpen ein bestimmter Wirkungsgrad vorgeschrieben sein.

Sollte darüber hinaus die Förderung der Sanierung auf die Effizienzhausstandards 85 und 100 tatsächlich abgeschafft werden, erwartet der selbst als Energieberater aktive Experte kontraproduktive Effekte: „In einigen Bestandsgebäuden ist eine Sanierung zum Effizienzhaus 70 nur mit immensem Aufwand und extrem hohen Kosten möglich – das rechnet sich für die Hausbesitzer schlichtweg nicht. Weshalb zu erwarten ist, dass wegen dieser Streichung viele Sanierungswillige von ihren ambitionierten Plänen Abstand nehmen werden. „Werde gleichzeitig die Förderung für Dämmungen erhöht – eine eigentlich sinnvolle Maßnahme –, sei anzunehmen, dass Hausbesitzer nicht mehr ganzheitlich sanieren, sondern sich auf lukrativ geförderte Einzelmaßnahmen zurückziehen. Um diesen „Insel-Sanierungen“ vorzubeugen, schlägt Leppig eine Erhöhung des iSFP-Bonus auf zehn Prozent vor, da Energieberater und -beraterinnen ganzheitlich, sowie technologie- und produktunabhängig beraten. Dies konkretisiere die im Klimapakt genannte Stärkung der Beratungsinstrumente.

„Keine Frage - die Zeit drängt und die Energieeffizienz im Gebäudebereich muss zügig vorangetrieben werden. Dennoch kann ich die Politik vor diesem Schnellschuss nur warnen und unsere Mitarbeit bei der Gestaltung des Klimapakts anbieten: Sollen ganzheitliche Sanierungen nicht demotiviert werden, ist der Blick des Praktikers unerlässlich“, sagt Leppig.

Am 1. Juli findet eine Podiumsdiskussion des GIH in Kooperation mit dem IVPU zum Thema statt: „Fördern oder Fordern: Welcher Weg führt zum klimaneutralen Gebäudestand?“ In der digitalen Diskussionsrunde wird der GIH und der IVPU mit MdB Dr. Julia Verlinden (Grüne), ifeu-Chef Dr. Martin Pehnt und Vertretern von Ministerien und Verbänden über eventuell nötige Gesetze und Förderungen für einen klimaneutralen Gebäudestand sprechen. Hier geht’s zur Anmeldung.

Quelle: Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker e.V. (GIH) / Delia Roscher

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BAUINDUSTRIE warnt vor Materialknappheit und hohen Preisen für Baustoffe

15. Juni 2021 - 9:59

„Die BAUINDUSTRIE hat der Corona-Krise weitestgehend getrotzt. Der Bau war und ist eine Schlüsselbranche und Konjunkturlokomotive“, sagt Peter Hübner, Präsident der BAUINDUSTRIE, zur aktuellen Bewertung der wirtschaftlichen Lage der Branche. Allerdings seien die weiteren Aussichten ungewiss. „Ein gravierender Faktor ist seit April das besorgniserregende Problem mit den Baumaterialien. Die eklatante Baumaterialknappheit und die Preissteigerungen bei bestimmten Baumaterialien bereiten vielen Bauunternehmern Sorgen.“

Stark steigende Preise für Produktgruppen in den Bereichen, Holz, Metalle und Produkte auf Erdölbasis gehen einher mit Materialverknappung bis hin zum Ausfall zugesagter Lieferungen durch den Baustoffhandel. Im Mai haben 40 Prozent der vom ifo Institut befragten Baufirmen eine Behinderung ihrer Bautätigkeit durch Materialknappheit gemeldet. Die Folge: Die aktuelle Geschäftslage im Bauhauptgewerbe bewerten die Firmen noch positiv, die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate hingegen negativ.

Hübner betonte, dass es umso wichtiger sei, dass der Investitionshochlauf der öffentlichen Hand fortgeführt werde: „Unsere Unternehmen brauchen jetzt klare Signale, dass jetzt weiter investiert wird, und zwar auf allen Ebenen.“ Es bestehe insbesondere Sorgen über die Entwicklungen der kommunalen Investitionen.

Im Jahr 2020 haben rund 79.000 Betriebe des Bauhauptgewerbes mit 893.000 Beschäftigten 143 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftet und damit ihre Produktion nochmals um 5,8 Prozent gesteigert. Dass seitens der Wirtschaft und Politik erfolgreich ein Lockdown am Bau abgewendet werden konnte, war laut Hübner eine wichtige Weichenstellung zu Beginn der Krise. Zudem habe die Bundesregierung mit ihren Erlassen zum Bauvertragsrecht, zum Vergaberecht und zu Corona-Mehrkosten dem Ausnahmezustand Rechnung getragen. „Trotz der geschilderten Probleme bleiben wir zunächst bei unserer Prognose, wonach die Umsätze im Bauhauptgewerbe 2021 gegenüber dem Vorjahr nominal stagnieren werden. Real bedeutet dies einen Rückgang von etwa 2 Prozent. Allerdings: Sollten sich die Versorgungsprobleme mit Baumaterial nicht zügig lösen lassen, werden wir die Prognose überdenken müssen“, erläutert Hübner abschließend.

Quelle: BAUINDUSTRIE / Delia Roscher

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Innovationen für zukunftsfähige Sanierungsprozesse

14. Juni 2021 - 10:59

Bis spätestens 2050 müssen rund drei Viertel der rund 22 Millionen Gebäude in Deutschland klimaneutral saniert werden. Das sind rund 2.500 Gebäude – jeden Tag. „Für eine breit angelegte Renovation Wave brauchen wir dringend eine Innovation Wave. Die kann und muss jetzt in der Baubranche starten. Denn ohne neue Klimaschutzinnovationen wie serielles Sanieren sind die ambitionierten Ziele nicht zu erreichen“, verdeutlicht Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), die Lage.

„Die gute Nachricht: In anderen Branchen nutzen wir längst Technologien, mit denen wir Sanierungsprozesse neu denken und skalierbar gestalten können. Hier müssen wir nun dringend ansetzen. Den nötigen Rückenwind gibt die neue, großangelegte Bundesförderung Serielle Sanierung des BMWi. So wird es möglich, ein neues Zeitalter für Sanierungsprozesse zu starten und ein Baukastensystem zu entwickeln, das auf Digitalisierung, vorgefertigte Elemente, integrierte Haustechnikmodule sowie den Aufbau einer automatisierten Vorfertigung in smarten Sanierungsfabriken setzt. Das wird Sanierungsprozesse enorm beschleunigen“, erklärt Kuhlmann.

Die dena unterstützt bereits rund 50 Frontrunner aus Bau- und Wohnungswirtschaft im Rahmen der Energiesprong-Initiative bei der Umsetzung von Piloten und Real-Laboren. Dieses Netzwerk soll jetzt weiterwachsen. Die von der dena initiierte Energiesprong Innovation Wave startet mit einem Innovators Talk am 23. Juni 2021, ein weiterer Termin ist Anfang September geplant. Vordenkende und Innovationstreibende aus der Baubranche und darüber hinaus können sich unter www.energiesprong.de anmelden, untereinander vernetzen und mit Unterstützung der dena und des BMWi-Förderprogramms gezielt an skalierbaren, seriellen Sanierungslösungen arbeiten.

Networking über den Energiesprong Innovators Talk

Beim Innovators Talk gibt das dena-Energiesprong-Team eine Einführung ins serielle Sanieren nach dem Energiesprong-Prinzip und teilt die bisherigen Erkenntnisse der Pilotphase. Welche Herausforderungen gibt es bei Fassaden-, Dach- und Energiemodulen? Wie können Produktionsprozesse skaliert werden? Zudem wird gezeigt, wie das Förderprogramm für eine gezielte (Weiter-)Entwicklung dieser seriellen Sanierungselemente genutzt werden kann, die Teilnehmenden können sich untereinander vernetzen.

Die Energiesprong Innovation Wave richtet sich an Innovationstreibende aus etablierten Unternehmen oder Start-ups der Baubranche und darüber hinaus. Im wachsenden Netzwerk sollen neue, disruptive Ideen zusammenkommen und so ein Baukasten serieller Lösungen entwickelt werden, um die Zukunft des Sanierungsmarkts in Deutschland und international erfolgreich zu gestalten. Insbesondere gesucht werden Hersteller von Fassaden- und Dachmodulen, Hersteller von integralen Haustechniklösungen (z. B. mit Wärmepumpe, kontrollierte Wohnraumlüftung, PV, etc.), Ingenieur-/ Architekturbüros, die verschiedene Disziplinen zusammenbringen, z.B. mit dem Fokus Produktentwicklung, weitere Expertinnen und Experten der Produktentwicklung/ Design, Bauinformatik, Bauphysik, Produktion sowie Zulieferunternehmen.

Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) / Delia Roscher

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Null-Emissionshaus mit Natur-Klimadecken

14. Juni 2021 - 6:57

Mit seinem Nachhaltigkeitskonzept ist das Projekt europaweit einzigartig. Das Büro Heinle, Wischer und Partner aus Berlin hat sich beim Generalplaner-Wettbewerb gegen seine Konkurrenten durchgesetzt. Dabei ging es nicht nur um städtebaulich-architektonische Anforderungen, sondern vor allem auch um intelligente und innovative Nachhaltigkeitslösungen. Aktuell wird die Ausführungsplanung finalisiert. Der Baubeginn ist für 2022 vorgesehen, geplante Fertigstellung in 2024.

Das rund 7.200 m² große Gebäude ist oberirdisch als modulares Holzgebäude angelegt. Das Material erfüllt die Anforderung der Emissionsneutralität besonders gut. Hinzu kommt eine intensive Fassadenbegrünung zur Verbesserung des Klimas. Die Dachfläche wird u.a. zur Gewinnung von Solarenergie mit Photovoltaik-Modulen belegt. Zusätzliche Energie wird aus dem Erdreich gewonnen.

Mit dem innovativen Heiz- und Kühlsystem von ArgillaTherm wird die Emissionsneutralität und Nachhaltigkeit nochmal besonders unterstützt. Die HochLeistungsLehm-Module sind neben den beiden Punkten 100 Prozent Bio und recyclebar. Zudem kann durch das System auf eine Zwangslüftung verzichtet werden, da die Module einen Anteil von ca. 40 Prozent saugstarken Tonmineralien besitzen. Der hohe Anteil sorgt für eine entsprechend hohe Sorptionsfähigkeit. Somit wird die Raumluftfeuchtigkeit auf natürliche Weise reguliert und zusätzliche Schadstoffe und Gerüche gebunden. Mechanische Entfeuchtungsanlagen, wie sie bei herkömmlichen Flächenkühlungen benötigt werden, sind bei den Natur-Klimadecken von ArgillaTherm nicht erforderlich.

Quelle: ArgillaTherm / Delia Roscher

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Wohnraumlüftungssystem garantiert optimalen Klimakomfort

11. Juni 2021 - 8:55

Aus Gründen der Energieeffizienz, des Klimakomforts, der Hygiene und Gesundheit sowie auch der ökonomischen Leistungsdaten entscheiden sich immer mehr Immobilienbesitzer*innen für den Einsatz einer modernen, kontrollierten Wohnraumlüftung. In einem Neubau am Rande des Schwarzwaldes hat sich auch Ann-Cathrin Rubin in ihrer Wohnung für ein solches System entschieden. „Die Qualität der Innenraumluft ist im Vergleich zu den übrigen Wohnungen im Haus einfach herausragend. In allen anderen Wohnungen hat man ständig das Gefühl von „dicker“ Luft“, sagt Rubin.

Ein weiterer entscheidender Grund für die Anschaffung eines Lüftungssystems war für Rubin aber die Option, nicht mehr ständig die Fenster öffnen zu müssen, um frische Luft in die Wohnung zu lassen. Dabei war es ihr nicht nur wichtig, die Schadstoffbelastung zu vermeiden, sondern auch die Lärmbelästigung von außen zu minimieren. Zugleich sollte die Lüftungsanlage einen optimalen Luftaustausch bei geringstmöglichen Energieverlusten gewährleisten.

Eine besondere Herausforderung bei der Auswahl eines geeigneten Lüftungssystems waren die räumlichen Bedingungen. Das Lüftungsgerät musste in der 3-Zimmer-Wohnung möglichst elegant seinen Platz finden. Die meisten zentralen Lüftungssysteme sind auf Ein- oder Zweifamilienhäuser zugeschnitten, in denen das Lüftungsgerät meist im Heizungskeller oder manchmal sogar in einem separaten Raum installiert wird. Dies war in der Eigentumswohnung von Frau Rubin so nicht realisierbar. Die Wahl fiel deshalb auf das kompakte Komfort-Lüftungsgerät Zehnder ComfoAir 160. Entwickelt für den Bereich des anspruchsvollen Wohnungsbaus verfügt das Lüftungsgerät mit 670 x 268 x 770 mm über besonders platzsparende Außenmaße. Zudem kann das Komfort-Lüftungsgerät von Zehnder wahlweise unter der abgehängten Decke parallel liegend oder auch hinter einer vorgebauten Wand hängend installiert werden. Damit findet das Lüftungsgerät selbst in klein dimensionierten Wohnobjekten leicht Platz. Im Fall der Wohnung von Frau Rubin konnte das Lüftungsgerät ganz einfach in der kleinen Lebensmittelkammer der Küche untergebracht werden. Nach zwei Tagen war das Komfort-Lüftungssystem installiert.

Das gesamte Luftverteilsystem ist unsichtbar unter dem Bodenbelag, dem Estrich und der Trittschalldämmung in der Dämmebene verlegt. Gerade im Neubau lässt sich vor allem auch die Verlegung der Lüftungsrohre für ein zentrales Komfort-Lüftungssystem ohne nennenswerten Aufwand in den normalen Bauablauf des Rohbaus integrieren. Im Fall der Wohnung von Frau Rubin war das Anbringen der Lüftungsrohre eine kleine Herausforderung, da die Lüftungsanlage zwar im Exposé der Wohnung optional angeboten wurde, jedoch nie fest eingeplant war. Gelöst werden konnte das Problem schließlich über eine vorgebaute Wand im Schlafzimmer, hinter welcher die Luftverteilung verschwindet und mit der gleichzeitig nur ein minimaler Platzverlust in Kauf genommen werden musste.

Ein Gerät mit vielen Pluspunkten

Dank seines niedrigen Stromverbrauchs ist der Zehnder ComfoAir 160 sehr energieeffizient. Auch der integrierte Wärmetauscher zur Rückgewinnung der Raumtemperatur trägt seinen Teil dazu bei. Zu- und Abluft werden über zwei hocheffiziente Gleichstrom-Ventilatoren mit einer Elektroeffizienz von 0,38 W / (m³/h) geregelt. Da diese unabhängig voneinander angesteuert werden können, lassen sich auftretende Druckunterschiede im Luftverteilsystem leicht ausgleichen. Das garantiert jederzeit einen balancierten Zu- und Abluft-Betrieb in der Wohneinheit. In der Intensivstufe ist das Gerät in der Lage, bis zu 160 m³ Luft bei einem externen Druck von 100 Pa zu fördern. Dabei arbeitet das Gerät so leise, dass es praktisch nicht zu hören ist. Über den integrierten Kreuzgegenstrom-Wärmetauscher kann Zehnder ComfoAir 160 im Prozess des Luftaustausches bis zu 95 Prozent der Wärme aus der Abluft zurückgewinnen – die Folge ist nicht nur eine beachtliche Energieeinsparung, auch der Raumluftkomfort wird stets auf optimalem Niveau gehalten. Denn auch wenn die Außentemperatur nahe am Gefrierpunkt liegt, wird die Zuluft im Wärmetauscher nahezu auf das Level der Raumtemperatur aufgewärmt. Im Sommer und den Übergangsjahreszeiten kann zudem mittels des im Lüftungsgerät integrierten 100 Prozent-Bypass kühlere Außenluft in die Wohnräume geleitet werden.

Zehnder ComfoAir 160 verfügt in der Standardausstattung über austauschbare Grobluftfilter der Filterklasse ISO Coarse ≥ 65 Prozent, welche Staubpartikel effektiv zurückhalten. Auf Wunsch lässt sich das System für Allergiker*innen auch zusätzlich mit Feinstaubfiltern gegen Pollen ausrüsten. Die Steuerung des Geräts erfolgt ganz bequem über eine elegante Bedieneinheit, welche in eine haushaltsübliche Schalterdose integriert werden kann. Diese kompakte Steuerkonsole verfügt über ein frei konfigurierbares Zeitschaltprogramm, mit welchem die Lüftungsstufen Feuchteschutz, reduzierte Lüftung, Nennlüftung und Intensivlüftung vorgegeben werden können. Es besteht überdies die Möglichkeit, das Lüftungsgerät Zehnder ComfoAir 160 mit einem Enthalpietauscher auszustatten. Diese Erweiterung dient neben der Wärme- auch zur Feuchterückgewinnung, wodurch im Winter die relative Raumluftfeuchte angehoben werden kann. Dies vermeidet zu trockene Luft in den eigenen vier Wänden. Durch das ebenfalls optionale Vorheizregister kann ein frostfreier Betrieb ermöglicht werden. Darüber hinaus verfügt Zehnder ComfoAir 160 über zwei 0-10 Volt Eingänge, die es ermöglichen, externe Sensoren z.B. für CO2 oder Luftfeuchte einzubinden. Generell kann mit dem Lüftungsgerät Zehnder ComfoAir 160 jede Wohnfläche von bis zu 90 m² bei einem 0,5-fachen Luftwechsel bedarfsgerecht mit Frischluft versorgt werden.

Quelle: Zehnder / Delia Roscher

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Innovative PolyStyrene Loop-Anlage: EPS-Dämmmaterial kann jetzt wiederverwertet werden

10. Juni 2021 - 8:10

Am 16. Juni geht die neue Recyclinganlage in den Niederlanden in Betrieb. Sie kann expandiertes Polystyrol (EPS) aus Abriss- und Renovierungsarbeiten sowie einen früher verwendeten Zusatzstoff wiederaufbereiten. Die Anlage wurde errichtet, um die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit einer groß angelegten, geschlossenen Lösung für das Recycling von EPS-Abfällen zu zeigen. „Diese Anlage veranschaulicht, wie die EPS-Industrie stets nach Wegen sucht, um ihre Recycling-Fähigkeiten zu verbessern”, sagt Lein Tange, Co-Director von PolyStyrene Loop. „Das Ziel dieser Anlage besteht darin, den Weg für den Bau ähnlicher EPS-Recycling-Anlagen im übrigen Europa zu ebnen.”

Bei EPS handelt es sich um einen leichten Schaumstoff, der aus 98 Prozent Luft und 2 Prozent Material mit hervorragender Schutzwirkung und außergewöhnlichen Wärmedämmeigenschaften besteht. Über den Gebäude- und Straßenbau hinaus findet EPS weitgehende Verwendung in der Verpackungsindustrie, um alles von Haushaltsgroßgeräten bis hin zu empfindlichen Elektronikteilen, frischem Obst und Gemüse, Impfstoffen und selbst Bienen zu schützen.

Die Anlage in Terneuzen verfügt über ausreichend Kapazität, um jährlich 3.300 Tonnen Polystyrol aus EPS-Dämmstoffabfällen zu recyceln. Die technische, wirtschaftliche und ökologische Tragfähigkeit eines neuartigen Recyclingprozesses wird dadurch bestätigt, da Polystyrolschäume, die das frühere Flammschutzmittel HBCD enthalten, wieder vollständig in die Kreislaufwirtschaft integriert werden können, anstatt für diesen Kreislauf verloren zu gehen.

Das PolyStyrene Loop-Werk ermöglicht das Recycling von EPS-Dämmabfällen mithilfe eines physikalischen Recycling-Prozesses auf der Grundlage der CreaSolv®-Technologie, entwickelt vom Fraunhofer Institut für Verfahrens- und Verpackungstechnik. Mithilfe dieser Recycling-Technologie entsteht aus dem EPS-Dämmabfall aus Deutschland, den Niederlanden und anderen Ländern ein neuer qualitativ hochwertiger Polystyrol-Rohstoff. Alle Arten von Verunreinigungen werden dabei entfernt sowie der früher verwendete Zusatzstoff HBCD sicher zerstört und wertvolles Brom für neue, umweltfreundliche Flammschutzmittel zurückgewonnen.

Die Rechtsform der Anlage ist ebenfalls einzigartig: Sie wurde von der PolyStyrene Loop Cooperative, einer niederländischen gemeinnützigen Organisation gebildet, und profitiert zudem von einem EU-Förderprogramm. Beim PolyStyrene Loop handelt es ich um eine Kooperative, die über 70 Unternehmen der Polystyrolschaum-Wertstoffkette repräsentiert. Zu ihren Mitglieder*innen gehören Polystyrol-Rohstoffproduzenten, Schaumstoffhersteller, Zusatzstoffanbieter, Schaumstoff-Verarbeiter und Recycling-Betriebe sowie EUMEPS, der Verband und das Sprachrohr der europäischen Hersteller von expandiertem Polystyrol. Der Industrieverband Hartschaum gehört zu den Gründungsmitglieder*innen.

Quelle: Industrieverband Hartschaum e.V. (IVH) / Delia Roscher

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Bundesförderung für effiziente Gebäude: Ab 1. Juli kommt die zweite Stufe

9. Juni 2021 - 16:27

Künftig werden energetische Maßnahmen bei der Sanierung und dem Neubau von Nichtwohngebäuden vom Bund mit bis zu 50 Prozent finanziell unterstützt. Ab 1. Juli 2021 tritt die zweite Stufe der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Kraft, die Fördersätze für Gesamtsanierungen erhöht. Zudem ist sie als reiner Investitionszuschuss abrufbar. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin.

Die BEG unterstützt Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und Kommunen mit Fördergeldern für Dämmmaßnahmen, Fenstertausch, energieeffiziente Beleuchtungssysteme, Lüftungsanlagen sowie neue Heizungen in Büro-, Gewerbe- und Verwaltungsgebäuden. Die erste Stufe war bereits im Januar in Kraft getreten und umfasst die Zuschussförderung von Einzelmaßnahmen.

„Eigentümer*innen von Nichtwohngebäuden sollten sich das verbesserte Förderangebot nicht entgehen lassen und die einfachere Antragstellung nutzen. Die Förderung ist so attraktiv wie nie“, rät Frank Hettler von Zukunft Altbau. Interessant ist auch die Einführung der Zuschussvariante: Unternehmen und Kommunen, die verfügbares Geld investieren wollen, müssen nun nicht zwingend einen Kredit aufnehmen, um an Fördergelder in Form von Tilgungszuschüssen zu gelangen. Sie können ab Juli 2021 stattdessen auch einen Investitionszuschuss beantragen und den Rest der Investition aus Eigenmitteln tätigen.

Nichtwohngebäude rücken immer stärker in den Fokus der Sanierungsbemühungen. Sie stellen zwar nur weniger als 20 Prozent der Gebäude, sind aber für mehr als ein Drittel des Energieverbrauchs in dem Bereich verantwortlich. Bundesweit stehen vier bis fünf Millionen Nichtwohngebäude. In Baden-Württemberg sind es rund 440.000 – der Anteil kommunaler Gebäude beträgt dabei rund 7 Prozent, der Anteil von Unternehmen rund 93 Prozent.

Fördersätze für Gesamtsanierungen deutlich erhöht

Auch die einzelnen Förderbedingungen haben sich verbessert, insbesondere für Gesamtsanierungen. Die drei Standards für Effizienzgebäude Denkmalschutz, Effizienzgebäude 100 und Effizienzgebäude 70 werden jeweils um 7,5 Prozentpunkte bessergestellt. Die Förderung liegt bei diesen Stufen nun zwischen 25 und 35 Prozent Investitionszuschuss oder Tilgungszuschuss beim Kredit. Gebäudesanierer*innen erhalten für die beiden neuen Effizienzgebäudestandards 55 und 40 sogar 40 beziehungsweise 45 Prozent Zuschuss. Hinzu kommt ein möglicher Bonus von fünf Prozentpunkten bei Bestandsgebäuden und 2,5 Prozentpunkten bei Neubauten: Den Zuschlag erreicht man entweder mit der EE-Klasse. Wer mindestens 55 Prozent des erforderlichen Energiebedarfs über erneuerbare Energien deckt, erhält mehr Fördergeld. Alternativ gibt es die Nachhaltigkeits-Klasse, wenn ein zertifiziertes Nachhaltigkeitssystem angewandt wird.

Die förderfähigen Kosten steigen um fünf Millionen auf 30 Millionen Euro. Statt bis zu 275 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche sind nun maximal 2.000 Euro anrechenbar. Ein Beispiel zeigt, was das konkret bedeutet: Wer bei einer zwei Millionen Euro teuren energetischen Sanierung eines Verwaltungsgebäudes mit 2.200 Quadratmetern Nettogrundfläche auf ein Effizienzgebäude 70 bislang einen Zuschuss von 27,5 Prozent und damit 550.000 Euro Tilgungszuschuss bekommen hat, erhält nun einen Zuschuss von bis zu 40 Prozent und maximal 800.000 Euro. Wer das Gebäude auf das nächsthöhere Niveau Effizienzgebäude 55 saniert, erhält mit bis zu 45 Prozent Zuschuss maximal 900.000 Euro. Beim Erreichen des Standards Effizienzgebäude 40 sind sogar 50 Prozent Förderung drin, insgesamt bis zu einer Million Euro. Das sind bis zu 450.000 Euro Förderung mehr, als bislang bei diesem Beispielgebäude möglich war.

Die Baubegleitung durch eine Expertin oder einen Experten für Energieeffizienz eröffnet den Zugang zu weiterem Fördergeld: Für eine qualifizierte Baubegleitung gewährt der Staat Zuschüsse in Höhe von 50 Prozent der Kosten. Die förderfähigen Ausgaben sind gedeckelt auf zehn Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche, insgesamt bis zu 40.000 Euro pro Vorhaben. Der Zuschuss wird zusätzlich zu den Geldern der anderen Sanierungsmaßnahmen gewährt.

Für Bestandsgebäude sind auch energetische Einzelmaßnahmen förderfähig

Hier gab es bereits im Januar 2021 einige Änderungen: Die förderfähigen Kosten sind von 25 auf 15 Millionen Euro gesunken. Statt bis zu 200 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche sind jedoch nun maximal 1.000 Euro anrechenbar. Für Gebäude unter 75.000 Quadratmeter Nettogrundfläche bedeutet das eine bessere Förderung.

Die Fördersätze für die einzelnen Maßnahmen sind gleichgeblieben: Bei Dämmmaßnahmen an Fassade, Dach und Kellerdecke, neuen Fenstern und Lüftungsanlagen, die die Gebäudehülle im notwendigen Maß energieeffizienter machen, gibt es 20 Prozent Zuschuss. Neue Heizungen erhalten je nach Technologie 20 bis 50 Prozent Förderung. Für Erneuerbare-Energien-Heizungen erhalten Sanierungswillige beispielsweise 35 Prozent Zuschuss. Bei besonders emissionsarmen Biomasseanlagen erhöht er sich auf 40 Prozent. Wenn die neue Heizung auch noch eine alte Ölheizung ersetzt, steigt der Betrag um weitere zehn Prozentpunkte.

Beachtet werden sollte in diesem Zusammenhang: Die Einzelmaßnahmen können über mehrere aufeinander folgende Jahre hinweg beantragt werden. Antragsberechtigt für die Förderung von Einzelmaßnahmen sowie Gesamtsanierungen sind unter anderem neben den Eigentümer*innen auch Pächter*innen oder Mieter*innen sowie Contractoren. Sie bedürfen jedoch einer schriftlichen Erlaubnis des Eigentümers. Auch für Einzelmaßnahmen kann man sich die Baubegleitung fördern lassen: Die förderfähigen Ausgaben sind hier gedeckelt auf fünf Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche, insgesamt bis zu 20.000 Euro pro Vorhaben.

Aktuelle Informationen zur energetischen Sanierung von Wohnhäusern gibt es unter www.zukunftaltbau.de.

Quelle: Zukunft Altbau / Delia Roscher

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Hohe Energieeffizienz als Wertsteigerung

9. Juni 2021 - 13:58

Grundlage der Studie ist die Auswertung von 155.000 Objekten (Ein-, Mehrfamilienhäusern und Eigentumswohnungen), die nach Regionen (Stadt/Kreisebene) und Baualtersklassen miteinander verglichen wurden. Der Betrachtungszeitraum umfasst die vergangenen zwölf Monate.

„Energieeffizient modernisierte Gebäude sind nicht nur ausschlaggebend für deutlich mehr Klimaschutz, sie sind ein maßgeblicher Faktor zur Wertsteigerung einer Immobilie“, fasst Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG) das Studienergebnis zusammen. Der Verband gab die Studie in Auftrag.

Drei zentrale Erkenntnisse lassen sich aus den Daten der Studie über energieeffiziente Gebäude ablesen:

1. Energieeffiziente Immobilien im ländlichen Raum (aller Altersklassen) erzielen 31 Prozent höhere Marktpreise.

2. Altbauten in Großstädten (bis Baujahr 1949) steigern nach Effizienzmaßnahmen ihren Preis sogar durchschnittlich um 44 Prozent.

3. Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen (bzw. Mehrfamilienhäuser) liegen bei der Wertsteigerung gleichauf.

Bei der energetischen Modernisierung des Gebäudebestands hat Deutschland immer noch erheblichen Nachholbedarf. Von 22 Millionen Gebäuden sind ca. 60 Prozent aus energetischer Sicht unzureichend. Zudem verbrauchen sie mehr als ein Drittel der gesamten Energie. Die für 2020 gesteckten Klimaschutzziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Gebäudesektor wurden verfehlt.

„Die Politik ist nun mehr denn je gefordert, die Rahmenbedingungen für energieeffiziente Modernisierungen deutlich zu verbessern. Wie sich zeigt, ein lohnenswertes Projekt in vielerlei Hinsicht“, erklärt Jan Peter Hinrichs abschließend.

Zum BuVEG:

Der BuVEG – Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle repräsentiert alle an der Gebäudehülle beteiligten Gewerke. Dazu gehören Hersteller von Steinen, Fenstern, Türen, Fassaden, Putzsystemen und Dämmstoffen. Ein Schwerpunkt der Arbeit bildet die Klimapolitik: Die effiziente Gebäudehülle ist für das Erreichen der Klimaschutzziele unabdingbar und spielt ebenso beim Werterhalt einer Immobilie als auch für Komfort und Gesundheit eine wichtige Rolle.

Quelle: BuVEG / Delia Roscher

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dena-Gebäudereport 2021: Aktuelle Zahlen, Daten und Fakten des Gebäudesektors

8. Juni 2021 - 17:03

Energieeffiziente Heizungssanierungen, Anträge für Effizienzhäuser sowie geförderte Energieberatungen gingen 2020 deutlich häufiger ein als in den Vorjahren. Dies geht aus dem „dena-Gebäudereport 2021 – Fokusthemen zum Klimaschutz im Gebäudebereich“ hervor. Neben den aktuellen Daten, Zahlen und Fakten beleuchtet der Report erstmals auch Fokusthemen: Ressourcen im Bauwesen, Green Finance sowie die Wärme- und Kältewende.

„Der neue dena-Gebäudereport trägt wichtige aktuelle Informationen zum Gebäudesektor zusammen. Er gibt Aufschluss zur Energieeffizienz im Gebäudebestand und zur umgestalteten Förderlandschaft. Darüber hinaus werden politische Prozesse und Zusammenhänge beleuchtet - hier liegt der Fokus auf der Klimapolitik der EU und ihrer Bedeutung für den Gebäudesektor in Deutschland. Besonders spannend an dem neuen Format ist die Betrachtung von Fokusthemen, die für künftige Debatten zentral sein werden: effiziente und digitale Technologien, die Rolle des Finanzmarkts und die Bedeutung von Ressourcen und Kreislaufwirtschaft. Klar ist: Durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutzgesetz erleben wir eine neue Dringlichkeit im Klimaschutz. Und auch in der EU gehen die Prozesse im Rahmen des Green Deal weiter. Positive Entwicklungen, die dem Gebäudesektor hoffentlich Antrieb geben können“, erklärt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung.

Der „dena-Gebäudereport 2021 - Fokusthemen für den Klimaschutz im Gebäudebereich“ vereint in fünf Kapiteln die Einordnung des aktuellen Standes im Gebäudesektor Deutschlands. Dazu gehört neben der statistischen Auswertung von Zahlen, Daten und Fakten (Kapitel 1), der Einordnung von politischen Zielen und Rahmenbedingungen (Kapitel 2) auch der Einblick in wichtige Zukunftsthemen des Sektors (Kapitel 3-5).

Ein Blick in die Kapitel

Zahlen, Daten, Fakten“ bietet eine Übersicht zum Energieverbrauch im Gebäudebestand, zu Abrufen von Förderprogrammen sowie Absatzzahlen von Wärmeerzeugern, unter anderem die aktuell dynamische Entwicklung im Markt für Wärmepumpen.

Meilensteine, Prozesse und Strategien für klimafreundliche Gebäude beleuchtetet „Ziele und politische Rahmenbedingungen“: Im Fokus stehen die aktuell sehr dynamischen EU-Prozesse im Rahmen des „Green Deal“, wie die „Renovation Wave“, zur Erhöhung der Sanierungsrate. Beschrieben wird hier auch der große Einfluss auf die bundespolitischen Entwicklungen.

Ein relativ neuer Schlüsselbereich in der Energie- und Wärmewende ist „Green Finance im Gebäudesektor“: Das Kapitel beschreibt die Rolle des Finanzmarkts bei der Dekarbonisierung des Gebäudebestands und stellt bereits bestehende grüne Finanzierungsprodukte und Initiativen vor.

 „Wärme- und Kälte“ analysiert den aktuellen Stand der Technik, zeigt Potenziale und verdeutlicht den immensen Endenergiebedarf durch Heizung und Kühlung in Gebäuden, der größer ist als der Verbrauch in den Bereichen Strom und Verkehr zusammen.

Der Bausektor verursacht 53 Prozent des Abfallaufkommens in Deutschland. Den Zusammenhang von Ressourcennnutzung und Klimaschutz behandelt das abschließende Kapitel „Ressourcen im Bauwesen“.

Quelle: dena / Delia Roscher

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Mikrokraftwerk für günstige und emissionsarme Stromerzeugung

8. Juni 2021 - 16:59

„Mit dem Bluegen BG-15 können Sie so viel Licht anlassen, wie Sie wollen.“ So bewirbt Solidpower seine innovative Brennstoffzelle, die nicht größer als ein Kühlschrank ist. Verbunden mit dem Gasanschluss im Haus erzeugt der Bluegen BG-15 rund um die Uhr Energie. Hauseigentümer*innen können den Strom selbst nutzen oder bei Überschuss gegen eine Vergütung in das Stromnetz einspeisen.

„Klimabewusste Hauseigentümer, die nicht wissen, wo der Strom aus der eigenen Steckdose eigentlich herkommt, haben ja bereits ein schlechtes Gewissen, wenn eine Lampe angeschaltet wird. Wer seinen Strom selbst produziert und sicher sein kann, dass dabei emissionsarmer Strom fließt, kann auf dieses negative Gefühl getrost verzichten“, erklärt Jeannine Halene, Geschäftsführerin der Partneragentur FanFActory, den Aufhänger der Kampagne „Licht anlassen“.

Der Bluegen BG-15 erzeugt dezentral bis zu 13.000 kWh Strom pro Jahr und versorgt das Wohngebäude mit nutzbarer Wärme. er BG-15 ist als Beistelllösung zur vorhandenen Heizung konzipiert und kann über einen Warmwasserspeicher mit der Heizanlage kombiniert werden. Dadurch wird die Heizung zu einer „stromerzeugenden Heizung“ aufgewertet und kann darüber hinaus die zusätzlich erzeugte Wärme nutzen. Der Einsatz des BG-15 verbessert die gesamte Gebäudeeffizienz und ermöglicht die Einhaltung der Vorschriften der EnEV ohne zusätzliche kostenintensive Maßnahmen.

Durch das Technologie-Einführungsprogramm der Bundesregierung werden Besitzer*innen eines Bluegen bezuschusst: Die Förderung unter dem Namen KfW 433 setzt sich aus der Grundförderung für das Gerät und einer Zusatzförderung zusammen.

Weitere Infos gibt es unter www.lichtanlassen.de.

Quelle: Solidpower / Delia Roscher

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Effiziente Versorgung von Quartieren

7. Juni 2021 - 8:57

Die Umstellung auf erneuerbare, klimaneutrale Energie ist besonders für Kommunen eine Herausforderung: Dicht stehende Gebäude, mehrgeschossiger Wohnungsbau und veraltete Bausubstanz stellen besondere Anforderungen an eine effiziente Versorgung mit Strom, Wärme und Kälte. Die zusammengefasste Betrachtung von mehreren Gebäuden bietet durch die wirtschaftliche Einbindung von erneuerbaren Energien, Abwärme oder die Anwendung der KWK große Chancen zur Einsparung von Energie.

Gemeinsam versorgte Quartiere profitieren von der Glättung von Verbrauchsspitzen und von effizienteren Anlagen in kleineren Energiezentralen. Die Energie wird über Kabel und Rohrleitungen zu den einzelnen Verbrauchern gebracht. Neben den technischen Parametern steht auch die Abgrenzung des Quartiersbegriffs im Zentrum des Interesses. Dabei stehen die teilweise historischen Regelungen, u. a. um Konzessionsrecht und Eigenstromerzeugung, auf dem Prüfstein: „In der aktuellen Rechtslage ist die nachhaltige Quartiersentwicklung eine echte Herausforderung. Die neue Broschüre gibt ab sofort eine gut nutzbare Hilfestellung“, sagt Jürgen Kukuk, Geschäftsführer der ASUE. Harald Rapp, Bereichsleiter Stadtentwicklung und Wissens-management, beim AGFW | Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V. ergänzt: „Gerade kommunale Entscheider benötigen dringend Unterstützung bei der energetischen Aufwertung ihres jeweiligen Verantwortungsbereiches. Diese Broschüre fasst die Grundlagen zusammen, die in der Quartiersentwicklung relevant sind.“

Die neue ASUE-Broschüre stellt ein Kompendium dar, in dem beinahe alle für eine Quartiersversorgung infrage kommenden Technologien faktenorientiert gegenübergestellt werden. Zudem wird deutlich, dass jedes Quartier ein einzigartiges Objekt darstellt, da an jedem Ort die natürlichen Voraussetzungen zur Gewinnung erneuerbarer Energien unterschiedlich sind.

Hier kann die Broschüre „Innovative Quartiersversorgung“ als PDF-Datei und in gedrucktem Format bestellt werden.

Quelle: ASUE / Delia Roscher

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Umweltfreundlich Heizen mit Erdwärmepumpen

4. Juni 2021 - 6:55

Eine Erdwärmepumpe ist auch als Heizsystem bei kleineren Grundstücken geeignet, insbesondere, wenn Erdsonden zum Einsatz kommen, um die Energie aus dem Boden zu erschließen. Sie benötigen deutlich weniger Platz als Erdkollektoren. Um ausreichend Wärme aufzunehmen, werden die Sonden vertikal in die Erde gebohrt – im Spül- oder Hammerbohrverfahren und mit einem Bohrlochdurchmesser von rund 20 Zentimetern.

„Das Grundstück darf klein sein – aber nicht zu klein. Der Abstand einer Sonde zum Nachbargrundstück muss mindestens fünf Meter betragen“, klärt Björn Busse von der Initiative Wärme+ auf. „Sollen mehrere Sonden gebohrt werden, müssen zwischen ihnen ebenfalls mindestens fünf Meter liegen. Ist das nicht möglich, kommt nur eine, dafür deutlich mehr als 100 Meter tief gebohrte, Sonde zum Einsatz.“ „Auf dem Land und auch in kleineren Städten sind die Grundstücke vor allem im Bestand meist großzügiger angelegt als in Großstädten, hier ist die Installation problemlos möglich“, erklärt Busse. Doch auch wenn weniger Platz zur Verfügung steht, kann eine Erdwärmepumpe die richtige Wahl sein: Viele Bohrunternehmen sind auf enge Platzverhältnisse spezialisiert. Mit einem Kran heben sie Bohrfahrzeuge über Hindernisse wie Hecken oder Garagen und ermöglichen so die Installation auch auf begrenztem oder nicht direkt zugänglichem Raum.

Erdwärmepumpen eignen sich als hocheffizientes Heizsystem sowohl für den Neubau als auch bei Modernisierungen im Bestand. Das System bietet sich für Ein- und Mehrfamilienhäuser an. Die Wärmepumpen werden im Haus aufgestellt. Sie geben nur sehr geringe Arbeitsgeräusche von sich und benötigen wenig Platz. Im Sommer lässt sich die Erdwärmepumpe auch zur Kühlung einsetzen. Dabei läuft der Prozess umgekehrt ab: Den Räumen wird die Wärme entzogen und ins Erdreich geleitet. Mittels Wärmetauscher werden die niedrigen Temperaturen, die dort auch im Sommer herrschen, auf das Flächenheiz(kühl)system, meist eine Fußboden- und/oder Wandheizung, übertragen. Die Kosten sind dabei äußerst gering, da die Wärmepumpe selbst ausgeschaltet bleiben kann und lediglich der geringe Strombezug für die Umwälzpumpe ins Gewicht fällt. Neben angenehm temperierten Räumen bietet das Kühlen noch einen weiteren Vorteil: Durch die Kühlfunktion werden die Sonden, die während der Heizperiode stark beansprucht wurden, zur Wärmegewinnung regeneriert.

Wichtig ist die Bohrgenehmigung: Wer eine Sonde in die Erde verlegen will, braucht dafür eine Genehmigung der zuständigen Wasserbehörde. Sie bestätigt, dass der Standort den Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes genügt und die Bohrarbeiten nicht das Grundwasser verunreinigen. Im Vergleich zu Heizungen, die fossile Brennstoffe nutzen, sind die Anschaffungskosten für eine Erdwärmepumpe eher höher. Ihr Betrieb rechnet sich umso mehr: Sie arbeitet extrem energieeffizient und damit kostensparend, die Energiequelle ist dauerhaft kostenfrei und es kommt zu keinerlei Leistungsschwankungen. Zudem unterstützt der Staat Bauherren und Modernisierer, die sich für umweltschonendes Heizen entscheiden. Zuständig ist das BAFA Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, das entsprechende Programm ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG.

Detaillierte Informationen zur Wärmepumpe: https://www.waerme-plus.de/

Quelle: Wärme+ / Delia Roscher

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Smarte Fenster bieten Sicherheit und Komfort

3. Juni 2021 - 7:50

Möglich machen das kleine Funksensoren, die in den Fenstern integriert sind. Sie erkennen den Status des Fensters und melden ihn dann an das angebundene Smart-Home-System. Die Fenster stattet Kneer-Südfenster auf Wunsch bereits im Werk mit dem Fensterüberwachungssystem Roto Com-Tec aus.

Die smarten Fenster bieten mehr Sicherheit und hohen Komfort. Sie sind offen für marktübliche Smart-Home-Systeme, mit denen der Sensor über den Funkstandard EnOcean kommuniziert. Die Frage beim Verlassen des Hauses, ob auch wirklich alle Fenster geschlossen sind, beantwortet jetzt ein Blick in die App.

Das Fensterüberwachungssystem ist kompatibel mit allen Fenstersystemen aus Kunststoff und Aluminium-Kunststoff von Kneer-Südfenster. In der Basisversion erkennt der Sensor, ob ein Fenster offen oder geschlossen ist. Die Comfort-Version umfasst die Öffnungs- und Verschlussüberwachung. In diesem Fall meldet der Sensor, ob ein Fenster geschlossen und verriegelt ist oder geöffnet und sich der Flügel in Dreh- oder Kippstellung befindet. In der Comfort S-Version registriert der Sensor darüber hinaus Erschütterungen und zeigt sofort an, wenn sich jemand Unbefugtes an dem Fenster zu schaffen macht.

Weitere intelligente Verknüpfungen von Fenstern und Haustüren im Smart Home realisiert Kneer-Südfenster nach individuellem Kundenwunsch. Die smarten Fenster und Türen tragen dazu bei, das Leben im Haus zu vereinfachen und die Sicherheit zu erhöhen – angefangen von Kipp-Funktionen der Fenster über Antriebe für Rollläden und Raffstores bis hin zum automatischen Öffnen und Schließen der Haustür. Nähere Informationen unter www.kneer-südfenster.de.

Quelle: Kneer-Südfenster / Delia Roscher

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Klimarunde BAU positioniert sich für Klimaziel

2. Juni 2021 - 11:29

Die Umsetzung der Klimaziele erfordere eine engere Zusammenarbeit aller Beteiligten. Mit der Initiative Klimarunde BAU bekennen sich die zentralen Akteure der Wertschöpfungskette „Planen und Bauen“ zu der Notwendigkeit einer sektorübergreifenden Initiative. Gemeinsam wollen die Partner*innen der Klimarunde BAU mit ihren Unternehmen und deren Beschäftigten einen angemessenen Beitrag für den Klima- und Ressourcenschutz leisten.

Das größte Potenzial für Klimaschutz im Bau- und Immobilienbereich sieht die Klimarunde BAU im Bestand. Daher fordert sie Maßnahmen für eine signifikante Steigerung der Sanierungsrate. Eine möglichst umfassende Betrachtung der Treibhausgasemissionen über den Lebenszyklus von Bauwerken könne sowohl im Bestand als auch beim Neubau Emissionen gezielt sparen. Alle klimaschutzpolitischen Maßnahmen müssten dabei unter Berücksichtigung der ökonomischen und soziokulturellen Aspekte sowie der technischen und baukulturellen Qualität getroffen werden.

Der erforderliche Innovationsschub hin zu einem „Ökosystem nachhaltigen Planens und Bauens“ würde zudem nicht mit starren Regulierungen, sondern durch marktwirtschaftliche Impulse zur Entwicklung von Nachfrage und Angebot erreicht. Daher müssen der Klimarunde BAU nach Bewertungssysteme deutlich transparenter und einfacher in der Anwendung werden, um attraktiver für Bauherren und Unternehmen zu sein. Zudem sei ein technologieoffener Wettbewerb für alle Baustoffe und -verfahren unabdingbar.

 

In der Klimarunde BAU sind die folgenden Kammern und Verbände zusammengeschlossen:

  • BAK Bundesarchitektenkammer
  • BAUINDUSTRIE
  • bbs Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden
  • BIngK Bundesingenieurkammer
  • Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA
  • textil + mode Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie
  • VBI Verband Beratender Ingenieure
  • VDMA
  • ZDB Zentralverband des Deutschen Baugewerbes

 

Die Positionen der Klimarunde BAU im Überblick

Technologieoffenheit gewährleisten

Die Herausforderungen für den Bau sind ganz klar die Schaffung von Wohnraum und Infrastrukturen. Dabei soll Wohnraum nicht nur bedarfsgerecht und bezahlbar sein, sondern muss auch alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Um vor allem nachhaltiges Bauen voranzutreiben, benötigt es laut der Klimarunde BAU einen technologie- und baustoffunabhängigen Wettbewerb: „Dabei bedarf es keiner gesetzlich festgelegten Quote für einen Baustoff, sondern Produktneutralität in den Ausschreibungen.“ Wichtig seien Bewertungssysteme mit Fokus auf Erfüllung der Nachhaltigkeitskriterien, ohne Wettbewerbseinschränkungen durch gesetzliche Vorgaben.

 

Lebenszyklus betrachten

Im Positionspapier fordert die Klimarunde BAU eine Bewertung der Umweltauswirkungen von Bauwerken auf einer Lebenszyklusbetrachtung. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) beispielsweise sind ausschließlich auf Energieeffizienz zugeschnitten, um Klimaneutralität zu erreichen, müssten die CO2/THG-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus betrachtet werden. Ein Lebenszyklus geht von der Herstellung und Nutzung der Gebäude bis zum Abbruch und zur Entsorgung.

Eine ganzheitliche Bewertung der Nachhaltigkeitsperformance von Bauwerken müsse daher attraktiver werden. Dies setze voraus, dass Bewertungssysteme überarbeitet und wesentlich einfacher in der Anwendung gestaltet werden. Um die Ziele im Klima- und Umweltschutz sowie der Nachhaltigkeit fordern der Klimarunde BAU nach einen „Paradigmenwechsel in der Zusammenarbeit der handelnden Akteure, um das gesamte Knowhow der Wertschöpfungskette nutzen zu können.“

 

Sanierungsrate erhöhen

Die Klimarunde BAU weist in dem Positionspapier auf die zu niedrige Sanierungsrate hin. Diese reiche nicht aus, um die von der Bundesregierung angestrebten CO2-Emissionen im Gebäudesektor zu senken. Um den Gebäudebestand zeitnah umfangreich zu sanieren und so Voraussetzungen für die vollständige Nutzung erneuerbarer Energien und damit Klimaneutralität zu schaffen, müssen Hemmnisse beseitigt und einfache, unbürokratische Angebote geschaffen werden. Die Klimarunde Bau setzt sich für folgende Optimierungen ein, die die Sanierungsrate steigern sollen:

  • Steuerliche Rahmenbedingungen für alle Gebäudetypologien verbessern
  • Ganzheitlich fördern, Sanierungsfahrpläne stärken
  • Besondere Anreize für aufwendige Maßnahmen setzen
  • Erweiterung der Förderlandschaft in Richtung Marktentwicklung

 

Die Positionen der Klimarunde BAU finden Sie zum Download unter www.klimarunde-bau.de.

Quelle: Bundesingenieurkammer (BIngK) / Delia Roscher

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