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BAFA fördert über 60.000 Mal und stellt MAP um

vor 8 Stunden 30 Minuten

61.256 Einzelmaßnahmen zum ökologischen Heizen hat das Marktanreizprogramm (MAP) im vergangenen Jahr gefördert. Laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat es insgesamt 211 Millionen Euro dafür ausbezahlt. Dies sei der höchste Betrag seit 2011 gewesen.

Antrag für MAP online ausfüllen

Mit dem MAP bezuschusst das BAFA unter anderem den Einbau von Biomasseheizungen, Solarwärmeanlagen und Wärmepumpen. Zum Jahresbeginn 2018 hat es die Förderung auf ein zweistufiges Verfahren umgestellt. Darauf weist das Deutsche Pelletinstitut hin. Die Anträge müssen nun vor Beginn der Maßnahme beim BAFA eingehen. Erst dann darf der Auftrag an den Heizungsbauer erteilt werden. Planungsleistungen dürfen schon vorher erbracht werden. Zudem müssen die Antragstellerinnen und Antragsteller die Formulare seit Jahresbeginn online ausfüllen und versenden. Im Anschluss muss der Antragsteller eine Bestätigung der wahrheitsgemäßen Angaben unterschreiben und per Post an das BAFA senden. Auch die Einreichung des Verwendungsnachweises nach Inbetriebnahme der Anlage erfolgt online. Sämtliche Unterlagen, zum Beispiel Rechnung und Fachunternehmererklärung, sollten Kundinnen und Kunden deshalb als PDF-Datei zur Verfügung gestellt bekommen haben.

Weitere Informationen
  • Das Online-Antragsformular finden Sie auf den Informationsseiten zum MAP unter www.bafa.de.
  • Wie Sie einen Antrag für das MAP online stellen, erklärt das Merkblatt.
  • Sie können bei Fragen das BAFA telefonisch erreichen unter 06196 908-1625.
  • Nähere Informationen zur Förderung von Pelletsheizungen finden Sie außerdem beim DEPI.
Bund hat Förderung bereits 2016 verbessert

Vor zwei Jahren hat der Bund die Förderzuschüsse im Marktanreizprogramm erhöht. So steigerte sich die Basisförderung von 36 auf 80 Euro pro Kilowatt Kesselleistung und die Mindestförderung um 600 Euro. Neu eingeführt hatte der Bund einen Zuschuss für Einzelmaßnahmen, mit denen sich die Heizung optimieren lässt. Dazu zählen unter anderem Brennstofflager, eine Schornsteinerneuerung oder der Einbau eines Pufferspeichers bei Kaminöfen mit Wassertasche. Im vergangenen Jahr hat der Bund außerdem die Förderung über einen Zusatzbonus des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) bis 2018 um weitere 20 Prozent erhöht. Weitere 600 Euro können sich Antragsberechtigte für die energetische Optimierung der gesamten Heizungsanlage im Haus sichern.

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Wilfried Pichler: „Virginiamalve bietet eine echte agrarische Alternative“

9. Januar 2018 - 9:00

In Deutschland und Österreich kennt kaum jemand die Virginiamalve: Sida hermaphrodita (L.) rusby. Das sollte sich ändern, findet Wilfried Pichler von Holzforschung Austria, denn die mehrjährige Energiepflanze bietet ein hohes Potenzial, um energetisch genutzte forstliche Biomasse zu ersetzen. Im Interview erläutert er, warum es sich bei Virginiamalve um einen vielversprechenden Rohstoff für die Brennstoffproduktion handelt.

Herr Pichler, was macht Virginiamalve zu einem Hoffnungsträger für den Pelletsrohstoffmarkt?
Die Energiepflanze ähnelt Holz und man benötigt im Gegensatz zu Kurzumtriebspflanzen kaum Energie, um sie für den Pelletierungsprozess zu trocknen. Als Brennmaterial verarbeitet sind kaum Probleme mit Emissionen und Verschlackung zu erwarten. Außerdem besteht keine Konkurrenzsituation zu anderen Nutzungsformen und sie ist sehr flexibel in der Flächennutzung. Stabile Bestände sind auch in sehr trockenen Gegenden zu erwarten.

Warum braucht es überhaupt neue Rohstoffe?
Die konventionellen Rohstoffressourcen in Mitteleuropa sind weitgehend ausgeschöpft. Für ein weiteres Wachstum des Pelletsmarkts – das zu erwarten ist – werden alternative Rohstoffquellen daher irgendwann notwendig. Das Wachstum des Pelletsmarkts zeichnet sich insbesondere bei gewerblichen Anlagen ab, die nicht immer Holzpellets in A1-Qualität benötigen. Virginiamalve bietet aber auch für kleine und mittlere Feuerungen eine echte agrarische Alternative, die ohne zusätzliche Maßnahmen gegen Emission oder Verschlackung genutzt werden kann.

Wie sind Sie auf die Energiepflanze gekommen?
Die Idee kam von der AGES. Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit forscht seit Jahren an alternativen Pflanzen für Zwischenkulturen, als Bienentracht und eben auch als Brennstoff oder Biogas-Rohstoff.

In welchen Regionen lässt sich Virginiamalve anbauen?
In ganz Europa auf fast allen Böden. Einzig und allein Staunässe ist weniger gut verträglich. Trockenheit durchtaucht sie ohne Schäden am Bestand.

Welche Eigenschaften zeichnet die Pflanze als Pelletsrohstoff besonders aus?
Bei der Verbrennung der Agrarpflanze fällt wenig Asche an – unter drei Prozent. Sie enthält wenig Chlor und Stickstoff und die Aschenerweichungspunkte liegen meist über 1.300 Grad Celsius.

Sie haben die Pflanze zu Pellets verarbeitet. Läuft der Produktionsprozess ähnlich wie mit Holz ab?
Ja, das Verhalten ist ähnlich. Allerdings liegt die Durchsatzleistung etwas höher. Dadurch braucht es weniger Energie zum Pelletieren.

Braucht es neue Fertigungsverfahren oder Verarbeitungsmaschinen?
Das im Feld anfallende Häckselgut besitzt eine sehr geringe Schüttdichte, weshalb man geeignete Logistik und Fördertechnik benötigt. Technologien, die das Häckselgut vorverdichten, haben sich in unseren Versuchen bewährt. Dazu gehört vor allem die Zerkleinerung mit einer Kollermühle. Der Rohstoff wird dadurch direkt pelletierfähig. Entmischungen der Gewebsteile werden verhindert. Interessant wären auch mobile Pelletiermaschinen, bei deren Entwicklung sich in letzter Zeit einiges getan hat.

Müssten sich die Pelletsproduzenten also umstellen, wenn sie Virginiamalve als Rohstoff einsetzen würden?
Wir haben Szenarien entwickelt, die für Lohnpelletierer interessant sein könnten, als Ergänzung zur Futtermittelpelletierung. Wichtig ist, dass die Transportstrecken für den Rohstoff gering bleiben. Für herkömmliche Holzpelletierer sind Rohstoffwechsel in der Regel schwierig durchzuführen, weil ihre Anlagen dafür nicht konzipiert sind. Virginiamalve ähnelt zwar Holz, ist aber keines. Daher kann das Produkt mit den derzeitigen Normen nicht als Holzpellet vermarktet werden.

In einer Veröffentlichung erwähnen Sie, dass die Pelletierung von Virginiamalve etwas mehr Fingerspitzengefühl braucht. Inwiefern?
Der Rohstoff besteht aus verschiedenen Gewebsteilen – Bast, Holz und Mark –, die sich in den Förderstrecken entmischen können, was zu einem unregelmäßigen Prozess führen kann. Man kann das jedoch in den Griff bekommen.

Bioenergy 2020+ hat Feuerungsversuche mit Pellets aus Virginiamalve durchgeführt. Mit welchen Ergebnissen?
Von der Verbrennungsqualität lässt sich Virginiamalve  ähnlich wie Kurzumtriebsholz einstufen, lediglich die Staubemissionen liegen höher. Die Werte liegen jedoch noch deutlich unter jenen von Stroh und Getreide, vergleichbar mit jenen von Miscanthus.

Das Projekt ist abgeschlossen. Was ist der Stand der praktischen Umsetzung?
Es geht jetzt um Projekte, bei denen Demonstrationsanlagen und Pilotmärkte aufgebaut werden. Wir haben dazu einige Pläne entwickelt, außerdem besteht Interesse seitens der Brennstoff- und der Landwirtschaft. Das Thema steht aber bei den Förderstellen noch weit unten auf ihren Listen, daher haben wir trotz sehr guter internationaler Forschungsanträge mit erstklassigen Konsortien bis jetzt noch keinen Zuschlag bekommen.

Wann erwarten Sie Pellets aus Virginiamalve auf dem Markt?
Nach 2020 ist es denkbar. Ich gehe vorerst aber nur von lokalen Märkten und genossenschaftsartiger Anwendung aus.

Weitere Informationen: www.ages.at/bioenergie/sida/

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In Wels die Pelletsneuheiten finden

8. Januar 2018 - 9:00

Ende Februar lohnt es sich doppelt, nach Wels zu reisen. Bei der Europäischen Pelletskonferenz und bei der Energiesparmesse lassen sich die Neuheiten und Trends der Pelletsheiztechnik entdecken.

Europäische Pelletskonferenz in Wels tagt zu aktuellen Entwicklungen

Über die Trends im internationalen Pelletsmarkt können Sie sich Ende Februar bei der Europäischen Pelletskonferenz in Wels informieren. Expertinnen und Experten aus aller Welt erläutern am 28. Februar 2018, wie sich die politischen Rahmenbedingungen auf die Branche auswirken, stellen neue Produkte der Pelletsheiztechnik vor und beschreiben, welche technischen und wissenschaftlichen Fortschritte die weitere Entwicklung vorantreiben. In der Vortragsreihe “Pellet Market News Worldwide” stellen Vertreterinnen und Vertreter nationaler Biomasseverbände am 1. März 2018 den aktuellen Stand und die Struktur der Märkte in ihren Ländern vor. An junge Forscherinnen und Forscher richten sich die Veranstalter vom Oberösterreichischen Energiesparverband (OÖESV) mit der Young Researchers Conference. Sie bietet den Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern die Gelegenheit, ihre Arbeiten vor einem internationalen Fachpublikum vorzustellen. Die Europäische Pelletskonferenz ist Teil der World Sustainable Energy Days.

Energiesparmesse in Wels präsentiert Ökowärme

Die Energiesparmesse gilt als eine der europaweit bedeutendsten Produktausstellungen für Biomasse. Die wichtigsten Hersteller der Pelletsbranche werden ihre Neuheiten vom 28. Februar bis 4. März 2018 in Wels präsentieren. Pelletskessel finden Sie in Messehalle 20 und im Freigelände, Abgassysteme und Kaminöfen auch in Messehalle 10. Die Neuigkeiten bei Photovoltaik- und Solarthermiesystemen sowie der Wärmepumpentechnik können Sie ebenfalls bei der Energiesparmesse entdecken. Mit 821 Ausstellern aus 14 Nationen hat sie im vergangenen Jahr ihren Stellenwert als Österreichs Leitmesse für Bau, Bad und Energie bewiesen. 94.300 Gäste, darunter 32.100 Fachbesucherinnen und Fachbesucher, sind 2016 zur Energiesparmesse gereist.

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Vakuumspeicher Flexca bunkert haufenweise Sonne

5. Januar 2018 - 9:00

Den Pufferspeicher Flexca bietet Paradigma an, um möglichst viel Sonnenenergie über längere Zeit speichern zu können. Dazu ist er mit einer Vakuumdämmung ausgestattet.

Flexca lässt sich mit verschiedenen Heiztechnologien kombinieren

In Ein- und Zweifamilienhäusern lassen sich mit dem Flexca-Speicher solare Deckungsraten von bis zu 80 Prozent erreichen, teilt das Unternehmen mit. Selbst mit moderat dimensionierten Kollektorflächen von 20 bis 30 Quadratmetern seien solare Deckungsraten von mehr als 50 Prozent möglich. Paradigma bietet den Flexca mit Volumina zwischen 2.700 und 5.400 Litern an. Da er sich in Teilstücken einbringen lässt und damit durch enge Türen und Gänge passt, eignet er sich zum nachträglichen Einbau bei einem Sanierungsvorhaben. Der 2,17 Meter hohe Flexca-Speicher lässt sich mit den unterschiedlichsten Wärmeerzeugern kombinieren – ob Blockheizkraftwerke, Pelletskessel oder Wärmepumpen. Warmes Wasser für Bad und Küche erzeugt er mit einer externen Frischwasserstation.

Über Paradigma

Bei Paradigma handelt es sich um einer Marke der Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG. Sie ist Systemanbieter für nachhaltige Heizungslösungen und bietet Holzpelletsanlage, Solarthermietechnik und Gas-Brennwerttechnologie an. Paradigma verfolgt das Ziel, seinen Kundinnen und Kunden ein ganzheitliches System für ökologisch konsequentes Heizen zu bieten. Die Marke versteht sich dabei als Partner des SHK-Fachhandwerks und arbeitet deutschlandweit mit mehr als 700 ausgewählten Betrieben aus der Heiz- und Solartechnikbranche zusammen.

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Guntamatic realisiert Megaprojekt in Straßburg

3. Januar 2018 - 9:00

In Straßburg hat der österreichische Biomassekesselhersteller Guntamatic ein großes Wohnprojekt beliefert. 22 mal 250-Kilowatt-Pelletspower beheizen 90.000 Quadratmeter Wohnfläche.

Österreichischer Kesselhersteller liefert Modulblöcke nach Straßburg

Die Daten des Projekts überwältigen: 22 Pellets-Modulblocks mit 5,5 Megawatt Leistung, 26 Entnahmeschnecken und 1,3 Kilometer Schlauch, 27 Wärme-Übergabestationen und ein 25.000-Liter-Pufferspeicher als hydraulische Weiche. All die Technik braucht es, um 1.500 Wohnungen in einem Gebäudekomplex in Straßburg zu wärmen. Geliefert hat sie das österreichische Unternehmen Guntamatic. Während große Heizungsanlagen in der Regel nach Maß gefertigt werden, lassen sich die PRO-Modulanlagen aufgrund der einfachen und praktischen Serienbauweise vom Heizungsbauer planen, montieren und in Betrieb nehmen. Sie ersetzen in Straßburg bislang installierte Gas- und Ölkessel. Noch eine Zahl beeindruckt: Das Megaprojekt verheizt bis zu 25 Tonnen Pellets am Tag.

Die Daten zum Projekt in Straßburg
  • 1.500 Wohnungen
  • 90.000 Quadratmeter beheizte Fläche
  • 22 PRO 22 EC-Filter Pelletsanlagen
  • 26 Entnahmeschnecken für pneumatische Austragung
  • 25.000-Liter-Pufferspeicher als hydraulische Weiche
  • 27 Wärme-Übergabestationen
  • 1.300 Meter Fex-Box-Schlauch
  • bis zu 25.000 kg Pellets pro Tag

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Gemeinwohl fördern statt Gewinne maximieren

1. Januar 2018 - 9:00

Politische Anreize für eine am Gemeinwohl orientierte Form des Wirtschaftens fordert Greenpeace von der künftigen Bundesregierung. Die Gemeinwohl-Ökonomie schaffe Anreize für Unternehmen, mit ihrem Wirtschaften das Wohl der Gesellschaft zu mehren, statt wie zumeist alleine nach maximiertem Gewinn zu streben.

Gemeinwohl-Ökonomie will Umwelt und Wirtschaft in Einklang bringen

“Der Dieselskandal und die ökologischen Schäden durch das Pflanzengift Glyphosat sind nur zwei Belege dafür, wie unser heutiges Wirtschaftssystem Mensch und Umwelt schadet”, sagt Greenpeace-Geschäftsführerin Sweelin Heuss. Die nächste Bundesregierung müsse deshalb wirtschaftliche Entscheidungen belohnen, die das Gemeinwohl fördern und die ökologischen Grenzen des Planeten einhalten. Greenpeace hat Mitte Dezember als erste Umweltorganisation eine Gemeinwohl-Bilanz vorgelegt, wie sie die Sparda Bank München und Vaude bereits zuvor erstellt hatten. Die Bewertung richtet sich unter anderem danach, wie sehr Unternehmen und Organisationen auf Kooperation statt auf Konkurrenz setzen und ob ihr Handeln auf mehr Wohl oder höheren Gewinn abzielt. “Das derzeitige Wirtschaftssystem lässt diese wahren Kosten des Wirtschaftens meist unberücksichtigt und straft engagierte Unternehmen geradezu ab”, sagt Vaude-Geschäftsführerin Antje von Dewitz.

Mehr Firmen wollen mehr Gemeinwohl

Die Zahl der Unternehmen, die die noch junge Idee der Gemeinwohl-Ökonomie unterstützen, ist inzwischen auf mehr als 2.000 gewachsen. Das Modell schlägt variable, an ökologischen und sozialen Kriterien ausgerichtete Anreize und Abgaben vor. Dumpingpreise, Verstöße gegen Umwelt- und Sozialauflagen, Steuertricks oder feindliche Übernahmen verschlechtern die Gemeinwohl-Bilanz und führen zu höheren Steuern, Zöllen und Kreditzinsen. Unternehmen mit ethischer Verantwortung werden umgekehrt bei öffentlichen Aufträgen bevorzugt und zahlen geringere Steuern. “Statt Gewinnstreben und Konkurrenz müssen Gemeinwohlstreben und Kooperation belohnt werden”, sagt Gemeinwohl-Begründer Christian Felber. Die Wirtschaft müsse der Gesellschaft dienen, nicht umgekehrt. Finanzgewinn dürfe nicht Ziel, sondern nur Mittel des Wirtschaftens sein.

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Aduro H1: Abwechselnd mit Kaminholz und Pellets heizen

29. Dezember 2017 - 9:00

Der neue Ofen Aduro H1 bietet die Möglichkeit, jederzeit von einer Pelletsflamme auf ein Kaminfeuer zu wechseln.

Beim Aduro passen Pellets und Kaminholz in einen Ofen

Das Gerät des dänischen Herstellers Aduro kann die Pelletsflammen nutzen, um Kaminholz zu entzünden. Wird die Ofentür geöffnet, um Holzscheite einzulegen, stoppt die Pelletsfunktion kurzfristig. Wird die Ofentür wieder geschlossen, verbrennt der Aduro H1 zunächst weiter Pellets. Sobald die Scheite zu brennen beginnen und die Rauchtemperatur die erforderliche Temperatur von 275 Grad Celsius überschreitet, stoppt die automatische Zufuhr der kleinen Holzpresslinge und der Kombiofen wechselt in den Holzverbrennungsmodus. Wird der Ofen im Pelletsmodus verwendet, bringt er es laut Firmenmitteilung auf 24 Stunden Brenndauer. Weil außer der Ofentür auch die Seiten des Brennraums verglast sind, lässt sich das Flammenspiel über einem 180-Grad-Winkel beobachten.

Dänisches Design heizt effizient

Über eine Internetverbindung lässt er sich aus der Ferne mit einem Smartphone oder einem Tablet-PC steuern, wenn die entsprechende App auf dem mobilen Rechner installiert ist. Im Pelletsmodus heizt der Ofen mit einer Leistung zwischen zwei und sieben Kilowatt, im Brennholzmodus zwischen zwei und neun Kilowatt. Ein integrierter Brennstoffbehälter fasst 15 Kilogramm Pellets. Entstanden ist der neuartige Hybridofen in Zusammenarbeit mit dem dänischen Pelletsofenhersteller NBE. Sein klares, zeitloses Design verdankt er dem dänischen Designer Casper Storm. Der Aduro H1 wurde am Technologischen Institut in Aarhus getestet und entspricht den europäischen Standards.

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e7 Energie-Marktanalyse: Wie Österreich heizt

27. Dezember 2017 - 9:00

Holzbrennstoffe haben sich in den vergangenen zehn Jahren als Österreichs wichtigster Energieträger für das Heizen behauptet, wie eine Marktanalyse des Beratungsunternehmens e7 Energie zeigt.

e7 Energie erhebt Zahlen zum Kesselbestand

“In den vergangenen Jahren ist es zu relevanten Änderungen am österreichischen Raumwärmemarkt gekommen”, schreibt e7 Energie zu den Ergebnissen seiner Marktanalyse. Das Unternehmen hat die Zahlen des Mikrozensus 2005/2006 mit den Werten von 2015/2016 verglichen. Demnach werden in Österreich über 1,4 Millionen Wohnungen mit Holzbrennstoffen gewärmt. Der alternative Energieträger hat damit seine Spitzenposition behalten. Um einen Überblick über den Kesselbestand und somit über die Emissionsquellen von Luftschadstoffen zu erhalten, hat e7 Energie außerdem eine umfangreiche Erhebung im Auftrag des Umweltbundesamts durchgeführt. Demnach sind in Österreich 2,2 Millionen Heizkessel mit einer Gesamtleistung von 66 Gigawatt installiert. Bei 42 Prozent der Anlagen handelt es sich  Gaskessel. 31 Prozent der Systeme heizen mit Heizöl, 17 Prozent mit Scheitholz und fünf Prozent mit Pellets. Das Durchschnittsalter der Heizkessel in Österreich beträgt 16 Jahre. An Einzelöfen hat e7 Energie zwei Millionen gezählt, wobei Scheitholzöfen mit einem Anteil von 61 Prozent vor Kachelöfen mit 22 Prozent liegen.

Marktanalyse: Fernwärme gewinnt, Holzbrennstoffe stabil, Heizöl verliert

Als Gewinner am Raumwärmemarkt bezeichnet e7 Energie die Fernwärme. Seit der Heizperiode 2005/2006 stieg die Zahl der Haushalte, die an ein Fernwärmenetz angeschlossen sind, um fast 400.000 – ein Plus von 58 Prozent. Eine starke Steigerung hat es auch bei der Solarenergie (482.954 Wohnungen, plus 71 Prozent) und bei Wärmepumpen (315.624 Wohnungen, plus 102 Prozent) gegeben. Das Wachstum bei Holzbrennstoffen fiel mit drei Prozent schwach aus. Stark verloren haben die fossilen Brennstoffe Heizöl (769.479 Wohnungen, minus 23 Prozent) und Kohle/Koks (44.903 Wohnungen, minus 71 Prozent).

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Y-Pellets startet einzigartige Produktion

25. Dezember 2017 - 9:00

Seine Pelletsproduktion in Gars am Kamp hat Y-Pellets Anfang Dezember gestartet. Das Werk verarbeitet ausschließlich Rundholz.

Y-Pellets produziert Pellets nur aus Rundholz

Bis zu 100.000 Festmeter Holz kann das neue Werk verarbeiten. Es ist das einzige in Österreich, das bei der Pelletierung ausschließlich zerkleinerte Baumstätte anstatt Sägespäne als Rohstoffquelle nutzt. “Wir sehen das Holz, bevor es verarbeitet wird. Wir können es angreifen, vermessen und im Labor prüfen. Wir wissen ganz genau, welches Waldholz wir in welchem Zustand verarbeiten – so können die besten Pellets produziert werden”, sagt Werksleiter Christoph Walla. Bei einem Verbrauch von rund 2.000 Festmetern pro Woche muss die Qualitätskontrolle bei der Anlieferung schnell gehen. Die Entnahme der Proben von mehreren Dutzend Bäumen einer Lkw-Lieferung und die Prüfung im Labor dauern 15 Minuten. Täglich ist ein Mitarbeiter durchgehend von sieben bis 18 Uhr dafür zuständig, die Annahme der Holzlieferungen zu organisieren.

Jede Lkw-Ladung wird geprüft

Kontrolliert wird nach Firmenaussage jede einzelne Lieferung. Neben dem Gewicht bestimmt das Personal das Alter der Stämme, die Baumart, prüft die bisherige Lagerung und misst Durchmesser, Gewicht und Größe der Stämme. Die für Y-Pellets geeigneten Bäume dürfen nicht weniger als drei und nicht mehr als 80 Zentimeter dick und müssen zwischen zwei und sechs Metern lang sein. “Alles, was einen Wasseranteil von mehr als 50 Prozent hat, wird nicht genommen”, erklärt Walla. Derzeit würden Y-Pellets bei wintergeschlägertem Holz auf einen durchschnittlichen Feuchtigkeitsanteil von 37 Prozent kommen. Bei einem Gesamtanteil von je 50 Prozent Hart- und Weichholz sei das ein sehr guter Wert. Hölzer wie Erlen, Pappeln oder Weiden nimmt Y-Pellets wegen ihres hohen Feuchtigkeitsgehalts nicht an.

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GETEC 2018 informiert über energieeffizientes Bauen

22. Dezember 2017 - 9:00

Neues und Wissenswertes zum energieeffizienten Planen, Bauen und Wohnen bietet die GETEC 2018 vom 2. bis 4. Februar 2018 in Freiburg. Die Messe richtet sich an Architektur- und Energieberatungsbüros sowie Handwerksbetriebe. Private und gewerbliche Bauherren werden ebenso wertvolle Informationen finden.

GETEC 2018: Lassen Sie sich vor Ort beraten

Ob moderne Heizungsanlagen, ökologische Haustechnik oder elektrische Stromspeicher – die Messegäste erwartet auf rund 10.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche innovative Dienstleistungen und Produkte. Eines der wichtigsten Themen wird das digitalisierte Zuhause – Smart Home – sein. “Vom Start im Jahr 2008 an war es die Grundidee der GETEC, ein Wegweiser in Richtung Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und zukunftsfähige Gebäude zu sein”, erklärt Messechef Daniel Strowitzki. Die GETEC 2018 bewege sich in einem von technischen Neuerungen geprägten Umfeld. Auch die gesetzlichen Vorschriften und Fördermöglichkeiten für die Gebäudemodernisierung würden sich regelmäßig ändern. Fachwissen zu den aktuellen Entwicklungen können die Besucherinnen und Besucher der GETEC 2018 beim Marktplatz Energieberatung bekommen. Rund 30 zertifizierte Energieberaterinnen und -berater führen dort fachlich kompetente und neutrale Impulsberatungen für Bau- und Sanierungsvorhaben durch.

GETEC 2018 bietet Sonderschauen zu Zukunftsthemen

Sonderschauen zu speziellen Themen bereichern das Messegeschehen. Eine Sonderfläche behandelt die Themen Elektromobilität, Laden und Speichern. Die Sonderschau Leben ohne Barrieren liefert Informationen für alle, die das eigene Lebensumfeld generationengerecht gestalten möchten. Die Sonderfläche “BHKW, Solarstrom und Solarwärme” präsentiert effiziente Eigenversorgungslösungen mit Strom und Wärme. Die Veranstaltungen des Rahmenprogramms sind für Messegäste kostenfrei. Zudem bietet die GETEC 2018 geführte Messerundgänge mit qualifizierten Energieexperten zu bestimmtem Themen an. Am 1. und 2. Februar 2018 findet außerdem der 7. Kongress Energieautonome Kommunen (EAK) statt. Er greit Themen wie die Digitalisierung, Elektromobilität und Wärmeversorgungskonzepte auf.

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Traditionsfirma bäckt mit Pelletsbackofen

20. Dezember 2017 - 9:00

Das knusprige Holzofenbrot der Wiener Großbäckerei Felber kommt aus einem Pelletsbackofen. Das berichtet der Branchenverband Pro Pellets Austria.

Ein Pelletsbackofen bäckt schonend

In einem Pelletsbackofen lässt sich Brot laut Pro Pellets Austria (PPA)  wegen der hohen Anfangstemperatur von über 300 Grad Celsius schonend backen und erhält dadurch eine perfekte Kruste. Das Brot würde in einem Pelletsbackofen im Vergleich zu Umluftöfen zudem weniger austrocknen, weil die Hitze wird während des Backens nicht eingeblasen, sondern von dem heißen Schamott des Ofens übertragen werde. Ein Holzbackofen wird zuvor direkt im Backraum befeuert und bäckt mit sinkender Strahlungshitze. Nur ein in Öfen mit direkter Holzbefeuerung gebackener Laib darf sich Holzofenbrot nennen. “Wir backen mit dem neuen Holzofen umweltfreundlich und in gewohnt hoher Qualität”, sagt Bäckermeisterin Doris Felber (Foto).

Wie ein Pelletsbackofen funktioniert

Der Ofen wird jeweils vor dem Backen 2,5 Stunden lang auf die erforderliche Temperatur von über 300 Grad Celsius aufgeheizt. Ist die Betriebstemperatur erreicht, wird das Brot für eine Stunde gebacken. So schafft der Ofen laut PPA pro Backzyklus 220 Brote. Für den unmittelbar folgenden zweiten Backzyklus – und jeden danach folgenden – reduziert sich die Aufheizzeit auf 45 Minuten, da der Pelletsbackofen die Restwärme nutzen kann. Das Brennstofflager in der Bäckerei Felber fasst 15 Tonnen. Die Holzpellets liefert der Händler Gernot Stadlober (im Foto dritter von links): “Hier wird Spitzentechnologie im Ofenbau mit einem Traditionshandwerk kombiniert.” Als Ergebnis bekomme man ein wunderbares Brot in bester Qualität. “Das Beste daran, das Brot wurde umweltfreundlich gebacken und schmeckt mir daher gleich noch viel besser.”

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Österreich: Pelletspreis im Dezember 2017 steigt leicht

19. Dezember 2017 - 16:07

Der Pelletspreis im Dezember 2017 ist in Österreich im Durchschnitt gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent gestiegen. Das teilt der Branchenverband Pro Pellets Austria (PPA) mit.

Der durchschnittliche Pelletspreis im Dezember 2017

Mit 234,90 Euro pro Tonne liegt der durchschnittliche Pelletspreis im Dezember 2017 laut PPA um 0,9 Prozent über dem im Vormonat und 3,6 Prozent über dem im Dezember vor einem Jahr. Der Kostenvorteil gegenüber Heizöl extraleicht beträgt 50,8 Prozent. Gas ist 71 Prozent teurer als der Holzbrennstoff.

Österreichischer Pelletspreis im Dezember 2017 bei Abnahme von sechs Tonnen
  • West ((Tirol und Vorarlberg): 245,80 Euro pro Tonne
  • Nord (Nieder- und Oberösterreich, Salzburg, Wien): 231,60 Euro pro Tonne
  • Süd (Burgenland, Kärnten, Steiermark): 235,20 Euro pro Tonne
Österreichischer Pelletspreis im Dezember 2017 bei Abnahme von 17 Tonnen
  • 201,28 Euro pro Tonne

Der Gewerbepreis ist gegenüber November 2017 um 0,9 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,4 Prozent gestiegen.

Österreichischer Pelletspreis im Dezember 2017 für einen 15-Kilogramm-Sack
  • 4,01 Euro

Der Preis für einen Pelletssack bei Bestellung einer Palette ist gegenüber November 2017 um ein Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,9 Prozent gestiegen.

Aktueller Vergleich der Energieträger

Zurzeit kann laut PPA kein anderer Heizbrennstoff preislich mit Pellets mithalten. Der Heizkostenvergleich bezieht sich auf den Heizwert des Brennstoffs. Er berücksichtigt keine Wirkungsgrade von Heizsystemen.

  1. Pellets:                      4,79 Eurocent pro Kilowattstunde
  2. Heizöl:                       7,23 Eurocent pro Kilowattstunde
  3. Erdgas:                     8,20 Eurocent pro Kilowattstunde
  4. Strom:                     20,04 Eurocent pro Kilowattstunde
So ermittelt PPA die Preise

PPA ermittelt seit 2006 monatlich die Pelletspreise in Österreich. Dazu erfragt der Branchenverband die Angaben von 50 Brennstoffhändlern. Er erfasst auf diese Weise nach eigenen Angaben mehr als 70 Prozent der gehandelten Brennstoffmenge. Seine Erhebung stellt damit einen zuverlässigen Indikator für die Entwicklung der Marktpreise da. Den Durchschnittspreis ermittelt PPA, indem er die zwei niedrigsten und die zwei höchsten Händlerangaben streicht. Die Erhebung beim Handel findet grundsätzlich in der ersten Woche des Monats statt. Etwa drei Wochen später veröffentlicht PPA seine Resultate.

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Andreas Schuh: “Ich warne vor Internetkäufen”

19. Dezember 2017 - 9:00

Der Winter steht vor der Tür. Für ein wohlig warmes Zuhause ist eine funktionstüchtige Heizungsanlage, auf die Verlass ist, das A und O. Andreas Schuh, Obermeister der Innung Sanitär Heizung Klempner Klima Berlin, informiert im Interview über Fehler beim Start in die Heizsaison, die ideale Raumtemperatur und Käufe im Internet.

Welche Fehler treten bei der Inbetriebnahme der Heizung am häufigsten auf und was sind die Ursachen?
Einer der häufigsten Fehler ist, dass der Wasserdruck nicht mehr stimmt. Wenn eine Heizung über die Sommermonate ausgeschaltet war, fehlt beim Anlaufen häufig der berühmte Schluck Wasser, der nachgefüllt werden muss. Das kann der Fachmann schnell erledigen. Wenn Heizkörper nach der Sommerpause der Heizung nicht ausreichend warm werden, liegt das häufig daran, dass der Stift im Thermostatventil klemmt. Der Handwerker kann den Stift wieder lösen, indem er den Thermostatkopf abschraubt und durch leichtes Klopfen wieder gangbar macht.

Solange die Heizungsanlage läuft, sehen die wenigsten Eigentümer einen Grund, irgendetwas zu ändern.
Auch wenn man nicht gleich den Kessel austauschen möchte, die Anlage optimieren sollte man in jedem Fall, zum Beispiel durch einen hydraulischen Abgleich. Der ist im Grunde ein Muss, um die Anlage effizient zu fahren. Nach meinen Erfahrungen liegen die Einsparungen zwischen zehn und 15 Prozent. Die Optimierung wird sogar vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mit 30 Prozent Erstattung auf die Handwerkerrechnung gefördert.

Wass muss bei einem hydraulischen Abgleich beachtet werden?
Nach einem hydraulischen Abgleich kommt es häufig zu Missverständnissen. Denn die Systemtemperaturen der Heizungsanlage sind nach dem Abgleich erheblich geringer. Dies zeigt sich insbesondere an Heizkörpern, die im oberen Bereich heiß sind und sich im unteren Bereich sehr kühl anfassen. Sie haben also eine heiße obere Schicht, eine lauwarme Mitte und eine kältere untere Schicht. Das ist der Idealzustand, denn dann gibt der Heizkörper die optimale Wärme ab, und die tiefe Rücklauftemperatur steigert die Effizienz der Heizungsanlage. Aber gerade deswegen rufen die meisten Kunden an. Ich frage dann immer, ob die Raumlufttemperatur gemessen wurde, denn die ist entscheidend.

Kuschelig warm ist nicht unbedingt effizient. Wie kann ich sparsam heizen und mich trotzdem wohl fühlen?
Die Norm sagt 20 Grad Celsius, aber das ist für den ein oder anderen nicht behaglich. Im Altbau muss man die Raumlufttemperatur häufig auf 22 Grad Celsius stellen, um sich wohl zu fühlen. Im Schlafzimmer reicht den meisten eine Temperatur von 18 Grad Celsius. Generell ist zu vermeiden, dass einzelne Räume oder die ganze Wohnung auskühlen. Studien zeigen: Man muss mehr Energie investieren, um den Raum wieder warm zu bekommen, als wenn man gleichmäßig heizt. Wer in den Urlaub fährt, sollte die Heizung – gerade im Altbau – auf eins stellen. Manchmal reicht auch die Frosteinstellung. Aber ich hatte auch schon einen Fall, da ist in einem sehr kalten Winter die Heizung eingefroren.

Ein paar kleine Reparaturen traut sich der ein oder andere schon mal zu. Hilfe gibt es im Internet. Wann muss in jedem Fall ein Fachmann ran?
Es gibt im Internet seriöse Seiten, wo man sich kleine Tipps für Reparaturen anschauen kann. Weitergehende Arbeiten an der Heizungsanlage sollte wirklich nur der Fachmann übernehmen. Ebenso warne ich vor Internetkäufen. Ich hatte einen Kunden, der hat über das Internet ein Gasheizgerät gekauft und keinen Installateur gefunden, der ihm das einbaut. Unsere Installateure machen das zu Recht nicht. In dem Moment, in dem der Installateur das Gerät anpackt, haftet er für ein Gerät, das er nicht ausgesucht und gekauft hat. Deshalb sollte immer der Vertriebsweg Industrie, Großhandel über den Handwerker eingehalten werden. Dann ist auch der Kunde auf der sicheren Seite.

Das Interview hat die Plattform “Intelligent heizen” des VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik zur Verfügung gestellt. Es wurde von der Pelletshome-Redaktion bearbeitet.

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Deutschland: Pelletspreis im Dezember 2017 zieht an

18. Dezember 2017 - 13:28

Der Pelletspreis im Dezember 2017 ist gestiegen. Nach Angaben des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV) beträgt der deutschlandweite Durchschnittspreis 245,42 Euro pro Tonne. Das sind 2,7 Prozent mehr als im Vormonat und 4,4 Prozent mehr als im Dezember 2016.

“Bundesweit haben sich Heizungsbetreiber bereits mit Pellets bevorratet. Erfahrene Pelletheizer wissen, dass Pellets im Winter mehr kosten als im Sommer”, erklärt DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. Einer Umfrage des DEPV zufolge sind die Lager des Handels gut gefüllt, sodass der Verband die Versorgung mit heimischen Pellets als gesichert ansieht. Wer jetzt Pellets bestellte müsse allerdings bedenken, dass kurzfristige Bestellungen oftmals durch die Winterwitterung erschwert würden und es Wartezeiten geben könne. Eine Kilowattstunde Wärme aus Holzpellets kostet 4,91 Eurocents. Der Preisvorteil zu Heizöl beträgt 17,5 Prozent, der zu Erdgas 18 Prozent.

Deutscher Pelletspreis im Dezember 2017 bei Abnahme von 3 Tonnen
  • in Süddeutschland: 255,49 Euro pro Tonne
  • in Mitteldeutschland: 257,94 Euro pro Tonne
  • in Nord- und Ostdeutschland: 257,60 Euro pro Tonne
Deutscher Pelletspreis im Dezember 2017 bei Abnahme von 6 Tonnen
  • in Süddeutschland: 244,90 Euro pro Tonne
  • in Mitteldeutschland: 244,79 Euro pro Tonne
  • in Nord- und Ostdeutschland: 244,26 Euro pro Tonne
Deutscher Pelletspreis im Dezember 2017 bei Abnahme von 26 Tonnen
  • in Süddeutschland: 227,08 Euro pro Tonne
  • in Mitteldeutschland: 226,46 Euro pro Tonne
  • in Nord- und Ostdeutschland: 225,58 Euro pro Tonne
Der DEPV-Index kurz erklärt

Der DEPV veröffentlicht seinen monatlichen Preisindex seit 2011. Für den DEPV erhebt das Deutsche Pelletinstitut den Pelletspreis nach Regionen sowie nach Verkaufsmenge. Neben dem Preis sollten Verbraucherinnen und Verbraucher beim Pelletskauf laut DEPV vor allem auf die Qualität der Pellets achten, um einen störungsfreien Betrieb ihrer Heizanlage sichern zu können. Das ENplus-Siegel garantiert höchste Produktqualität und Transparenz durch Rückverfolgbarkeit. Zertifizierte Händler finden Sie auf den ENplus-Seiten.

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Verbände fordern mehr Bioenergie

15. Dezember 2017 - 9:00

Der weitere Ausbau der Bioenergie im Wärmesektor stockt. Die nächste Bundesregierung muss deshalb passende Rahmenbedingungen sowohl für effiziente dezentrale Heizungen als auch für Wärmenetze setzen. Das fordert ein Verbändebündnis.

Mit Bioenergie die Wärmewende anheizen

“Die nächste Bundesregierung muss passende Rahmenbedingungen setzen, um die Nutzung von Biomasse für die Erzeugung von Gebäudewärme und industrieller Prozesswärme weiter auszubauen. Darüber hinaus bietet auch der bestehende Anlagenpark biogener Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen großes Potenzial zum Ausbau der klimafreundlichen Wärmeerzeugung”, heißt es in einer Pressemitteilung von Bundesverband Bioenergie, Deutscher Bauernverband, Fachverband Biogas und Fachverband Holzenergie. Für wesentlich halten es die Verbände, dass sich die klimaschädlichen Emissionen fossiler Energieträger im Endkundenpreis widerspiegeln. Auch sollten Kommunen stärker als bisher ihre Aufgabe als Koordinator der Wärmewende wahrnehmen und durch eine vernünftige Wärmeplanung die Potenziale erneuerbarer Wärmequellen vor Ort ermitteln und erschließen. Darüber hinaus müssten wirksame Maßnahmen zum Ausbau der erneuerbaren Energien im Gebäudebestand ergriffen werden, zum Beispiel durch eine Pflicht zu ihrem Einsatz bei einem Heizungstausch, wie sie in Baden-Württemberg existiert.

Bioenergie für die industrielle Prozesswärmeerzeugung fördern

Für die Energiewende bei der industriellen Prozesswärme können laut der Verbändemitteilung oberhalb eines Temperaturniveaus von 150 bis 250 Grad Celsius keine anderen erneuerbaren Energieträger eingesetzt werden. Es würden deshalb biogene Brennstoffe benötigt. Allerdings würden Unternehmen aktuell kaum Anreize bekommen, erneuerbare Energien für ihre Prozesswärme einzusetzen. Als Maßnahme schlagen die Verbände vor, die bestehenden KfW-Förderprogramme auf Industrieanwendungen zu erweitern. 2016 stellten Biogasanlagen, Holzheizungen und Holzheiz(-kraft)werke 148 Terawattstunden Wärme bereit und deckten damit knapp zwölf Prozent des deutschen Endenergiebedarfs für die Wärme- und Kälteerzeugung.

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DEPV gründet Fachgruppe “pro Hackschnitzel”

14. Dezember 2017 - 9:00

Am 24. November 2017 hat der Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) die Facharbeitsgruppe “pro Hackschnitzel” ins Leben gerufen. Bei dem Treffen nahmen in Würzburg 15 Hackschnitzelproduzenten, Handelsunternehmen und Kesselhersteller teil.

Pelletsverband wird “pro Hackschnitzel” aktiv

Zu ihrem Vorsitzenden wählten die Branchenvertreter Rainer Mahrla von der Firma Dettendorfer Rohstoff. “Im DEPV-Arbeitskreis wollen wir Herausforderungen wie Qualitätssicherung, Marktdokumentation, Lobbying und Dachmarketing angehen und mittelfristig professionalisieren”, beschreibt er die Aufgaben von “pro Hackschnitzel”. Um die Branchenaktivitäten zu bündeln, solle der bislang aktive Verein pro Hackschnitzel zum Jahresende aufgelöst werden. Ein Großteil der Mitglieder werde in der gleichnamigen DEPV-Fachgruppe weiterarbeiten. Sie bekennen sich damit zum DEPV als Interessensvertretung für Hackgut.

Arbeitsgruppe will über Zertifizierung informieren

Als Grundlage für eine Qualitätssteigerung rund um das Heizen mit Hackschnitzeln sieht “pro Hackschnitzel”  das vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI) in Kooperation mit dem Technologie- und Förderzentrum Straubing entwickelte Zertifizierungsprogramm ENplus-Hackschnitzel an. DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele nannte für 2018 das Ziel, 30 Lizenznehmer bundesweit gewinnen zu wollen. “Durch eine stärkere Bewerbung des Zeichens wollen auch wir Kesselhersteller dazu beitragen, Qualität auf die Fläche zu bringen”, sagt Andreas Eidt von der Firma Viessmann. Gemeinsames Ziel müsse es sein, Holzhackschnitzel vor allem bei kommunalen und gewerblichen Heizungsbetreibern als problemlos nutzbaren und regional breit verfügbaren Energieträger bekannt zu machen. Dafür sei ein abgestimmtes Zusammenspiel von Anlage, Betreiber und Brennstoff notwendig. Nur so könne ein positives Image von Hackschnitzelfeuerungen, zufriedene Kunden und ein daraus folgendes Marktwachstum erreicht werden.

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Schweiz: Pelletspreis im Dezember 2017 steigt etwas

13. Dezember 2017 - 16:33

Der Pelletspreis im Dezember 2017 ist in der Schweiz mit durchschnittlich 372,00 Franken pro Tonne gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent gestiegen. Das meldet das Internetprotal Pelletpreis.ch.

Der Pelletspreis im Dezember 2017 liegt laut Pelletpreis.ch mehr oder weniger auf dem Niveau vor einem Jahr, als er 369,40 Franken betragen hat. Ein Blick weiter zurück zeigt die Preisstabilität des Brennstoffs: Im Juni 2008 kostete eine Tonne durchschnittlich 351,10 Franken. Der aktuelle Durchschnittspreis basiert auf den Angaben von 27 Lieferanten. Beim Brennstoffkostenvergleich liegen Pellets mit 7,51 Rappen pro Kilowattstunde vor Heizöl (8,41) und Erdgas (9,34). Die Zahlen beziehen sich auf November 2017.

  • Schweizer Pelletspreis im Dezember 2017 bei Abnahme von drei Tonnen: 385,69 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im Dezember 2017 bei Abnahme von fünf Tonnen: 370,49 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im Dezember 2017 bei Abnahme von acht Tonnen: 359,93 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im Dezember 2017 bei Abnahme von 17 Tonnen: 344,48 Franken
Wie sich der Preis in der Schweiz entwickelt hat

In der Schweiz waren Pellets von Januar 2010 bis November 2014 durchgehend günstiger zu haben als Heizöl. Als die Heizölpreise im Sommer 2008 auf über 13 Rappen pro Kilowattstunde stiegen, betrug der Preisvorteil der Holzpresslinge mit etwa sieben Rappen rund 90 Prozent. Seitdem kostet Heizöl bis auf einige Ausnahmen weniger. Im Juni 2016 waren die beiden Brennstoffe gleich teuer.

 

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Übergangsfrist für alte Kamin- und Kachelöfen endet

8. Dezember 2017 - 10:08

Für alte Kamin- und Kachelöfen endet am 31. Dezember 2017 die Übergangsfrist des Gesetzgebers. Stoßen die Feuerstellen zu hohe Emissionen aus, müssen sie nachgerüstet oder ausgemustert werden. Darauf weist das Informationsprogramm Zukunft Altbau hin.

Übergangsfrist gilt für 32 Jahre alte Öfen

Von der Übergangsfrist betroffen sind Öfen mit einem Baujahr vor 1985. Weist die Feuerstätte zu hohe Staubemissionen auf, kann der Einbau eines Partikelfilters den Ausstoß unter die verlangte Schwelle senken. Stößt der Ofen zu viel Kohlenmonoxid aus, hilft dagegen nur noch, ihn stillzulegen – das unsichtbare, giftige Gas wird durch keinen Filter entfernt. Experten raten meist zu einem Ofentausch, da Messung und Nachrüstung meist teurer kommen als ein neuer, effizienterer Ofen. “Auch bei alten Öfen, die die Grenzwerte einhalten, und bei etwas jüngeren, die nicht unter die Gnadenfrist fallen, kann sich ein Austausch aufgrund des geringeren Brennstoffbedarfs lohnen”, sagt Petra Hegen von Zukunft Altbau. Neutrale Informationen zur energetischen Sanierung gibt es kostenfrei über das Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000/123333 oder unter www.zukunftaltbau.de.

Welche Emissionswerte Öfen nicht überschreiten dürfen

Der Staubgrenzwert liegt bei 0,15 Gramm pro Kubikmeter Abgas, der Kohlenmonoxid-Grenzwert bei vier Gramm pro Kubikmeter. Stoßen die alten Feuerstätten mehr Emissionen aus, als die 1. Bundesimmissionsschutzverordnung erlaubt, müssen sie bis Jahresende 2017 ausgemustert oder nachgerüstet sein. Ob ein Kamin- oder Kachelofen in die fragliche Altersklasse vor 1985 fällt, lässt sich anhand des Typenschilds ermitteln. Ist das Datum auf den Jahrzehnte alten Schildern nicht mehr feststellbar oder fehlt das Typenschild ganz, lohnt sich ein Blick in die Herstellerbescheinigung, auch Prüfstandsmessbescheinigung genannt. Fehlen die Unterlagen, können sich Hauseigentümerinnen und -eigentümer im Internet auf einer Datenbank des Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik informieren. Hilft auch sie nicht weiter, empfiehlt es sich, einen Fachmann des Ofen- und Luftheizungsbauerhandwerks zu kontaktieren. Für offene Kamine, handwerklich errichtete Grundöfen und Kochherde sowie geschlossene Kamine, die auch im offenen Zustand betrieben werden dürfen, gilt die Regelung nicht.

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Die BAFA-Zahlen im November 2017

7. Dezember 2017 - 20:04

2.701 Förderanträge für eine Biomasseheizung sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im November 2017 eingegangen – sechs Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

BAFA veröffentlicht Antragszahlen für Monat November

Der Monat November war der bislang beste für die Pelletsbranche mit den höchsten Antragszahlen im Marktanreizprogramm für eine Biomasseheizung in diesem Jahr. Gegenüber 2016 sind die Zahl der Förderanträge allerdings um sechs Prozent gesunken. Der November war nach Januar, September und Oktober der vierte Monat in diesem Jahr, in dem mehr Menschen einen Förderantrag für einen Biomassekessel als für eine Wärmepumpe gestellt haben. Dennoch kann sich die Wärmepumpenbranche über ein Plus von 14 gegenüber November 2016 freuen. Weniger gut lief es für die Solarthermieindustrie. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sie im November ein Minus von sieben Prozent hinnehmen müssen.

Bund hat Förderung verbessert

Das BAFA bezuschusst mit dem Marktanreizprogramm den Einbau von Biomasseheizungen, Solarwärmeanlagen und Wärmepumpen. Im vergangenen Jahr hatte der Bund die Förderzuschüsse im Marktanreizprogramm erhöht. So steigerte sich die Basisförderung von 36 auf 80 Euro pro Kilowatt Kesselleistung und die Mindestförderung um 600 Euro. Neu eingeführt hatte der Bund einen Zuschuss für Einzelmaßnahmen, mit denen sich die Heizung optimieren lässt. Dazu zählen unter anderem Brennstofflager, eine Schornsteinerneuerung oder der Einbau eines Pufferspeichers bei Kaminöfen mit Wassertasche. In diesem Jahr hat der Bund außerdem die Förderung über einen Zusatzbonus des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) bis 2018 um weitere 20 Prozent erhöht. Weitere 600 Euro können sich Antragsberechtigte für die energetische Optimierung der gesamten Heizungsanlage im Haus sichern.

 

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Annett Pollex: „Der Kaliumgehalt in Pellets darf nicht zu hoch sein“

5. Dezember 2017 - 11:54

Um die strengen Grenzwerte für Staubemissionen einhalten zu können, heizen Pelletskessel mit ausgeklügelter Verbrennungstechnik. Der Feinstaubausstoß hängt allerdings auch von dem Holzmaterial ab, aus dem die Hersteller den Brennstoff pressen. Das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) hat deshalb in mehreren Pelletswerken die eingesetzten Rohstoffe geprüft. Im Interview erläutert Wissenschaftlerin Annett Pollex die Ergebnisse ihrer Untersuchungen.

Frau Pollex, Sie haben die Qualitätsparameter von Holzpellets untersucht. Dazu haben sie Proben von 22 der insgesamt 46 ENplus-zertifizierten Hersteller in Deutschland analysiert. Zu welchem Ergebnis sind Sie gekommen?
Schon seit einigen Jahren ist bekannt, dass bei der Biomasseverbrennung ein guter Zusammenhang zwischen dem Gehalt an aerosolbildenden Elementen im Holz – vor allem Kalium, Natrium, Blei und Zink – und der Höhe der Feinstaubemissionen beobachtet werden kann. Kalium bildet zumeist den mengenmäßig größten Anteil. Gleichzeitig legen Untersuchungsergebnisse von Feuerungsversuchen mit unterschiedlichen Biomassebrennstoffen nahe, dass es ab Kaliumgehalten von 500 bis 700 Milligramm pro Kilogramm Trockensubstanz schwerer wird, die Grenzwerte der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung einzuhalten. Die Produktnorm für Holzpellets legt bislang nur Maximalgehalte für Blei und Zink fest, für Kalium und Natrium jedoch nicht. Im Projekt haben wir untersucht, welche Gehalte an Aerosolbildnern in kommerziell verfügbaren Holzpellets typischerweise auftreten. Im Durchschnitt lag der Kaliumgehalt bei 416 Milligramm. Der höchste Wert bei den innerhalb des Projekts analysierten Holzpellets lag bei 736 Milligramm.

Wie haben die Hersteller auf Ihre Ergebnisse reagiert?
Insbesondere die Werke, die sich an einer detaillierten Beprobung beteiligt hatten, waren sehr interessiert an Möglichkeiten, mit denen sich die Qualität der Rohmaterialien genau beurteilen beziehungsweise mit denen sich der Produktionsprozess anpassen lässt. Vor allem im Hinblick auf die zunehmend angespannte Situation auf dem Rohmaterialmarkt – Rohmaterialien mit sehr guter Qualität sind immer schwerer erhältlich – könnten solche Möglichkeiten zunehmend an Bedeutung gewinnen. Gerade für kleine Hersteller ist es aber wichtig, dass der Aufwand für die Kaliumbestimmung möglichst gering ist, da häufig sowohl die personellen als auch die räumlichen Kapazitäten begrenzt sind. Allerdings gab es auch kritische Stimmen.

Inwiefern?
Das liegt zum einen daran, dass der Zusammenhang zwischen Kaliumgehalt und Emissionshöhe in dem für Holzpellets relevanten Bereich bis zumeist 1.000 Milligramm bislang noch recht wenig untersucht ist und die Abhängigkeit nicht mehr so klar linear ist wie bei höheren Gehalten an Aerosolbildnern. Es kann zu überlagernden Effekten und Wechselwirkungen mit anderen Parametern kommen. Andererseits kann es auch erhebliche feuerungsseitige Einflüsse geben.

Kann die Produktion die Aerosolbildung ebenfalls beeinflussen?
Wir haben untersucht, ob sich ein Zusammenhang zwischen der Höhe der Kaliumgehalte in den Holzpellets und verschiedenen Produktionsfaktoren – eigene Spanproduktion versus Fremdlieferung, Anteil Holzhackschnitzel versus Sägespäne, vorwiegend verwendete Holzart, Werksgröße – feststellen lässt. In keinem Fall konnten wir einen klaren Zusammenhang erkennen. In den Werken werden zumeist Mischungen verschiedener Rohmaterialien eingesetzt. Die Analyse von je fünf verschiedenen Rohmaterialien bei drei unterschiedlichen Werken hat gezeigt, dass sich die Kaliumgehalte erheblich unterscheiden. Zum Teil haben wir Kaliumgehalte von mehr als 2.000 Milligramm bestimmt. Würden solche Rohmaterialien mit einem großen Anteil zur Produktion eingesetzt, würden Pellets erzeugt, mit denen sich die Emissionsgrenzwerte nur schwer einhalten ließen. Allerdings gibt es keine sofort ersichtlichen Kriterien wie Aschegehalt, Aufbereitungsform oder Baumart, um hohe Kaliumgehalte im Rohmaterial zu erkennen. Derzeit existieren auch noch keine einfachen und schnellen Bestimmungsmethoden, um hohe Kaliumgehalte vor Ort feststellen zu können.

Sie haben mehrere Pelletswerke detailliert untersucht. Wie haben Sie die Produktionsstätten ausgewählt und worin haben sie sich unterschieden?
Für die detaillierte Beprobung haben wir nach Werken gesucht, die wir in Bezug auf die Produktion von Pellets mit einem erhöhten Kaliumgehalt als besonders relevant erachtet haben. Kriterien dafür waren unter anderem ein hoher Kaliumgehalt bei den zuvor analysierten Pelletsproben, große Unterschiede zwischen den beiden pro Werk analysierten Proben sowie die Art der Rohmaterialbereitstellung. Wir haben insbesondere solche Werke betrachtet, die auf Fremdlieferungen angewiesen sind, weil die Rohmaterialqualität durch den Werksbetreiber schlechter beeinflussbar erschien. Unter den ausgewählten Werken befanden sich sowohl größere mit Produktionskapazitäten über 100.000 Tonnen pro Jahr als auch kleinere mit 25.000 bsi 50.000 Tonnen pro Jahr.

Haben Sie große Qualitätsunterschiede festgestellt?
Alle untersuchten Werke haben durchgängig normgerechte Pellets erzeugt. Allerdings haben wir Unterschiede in den Schwankungsbreiten der Asche- und Kaliumgehalte innerhalb der Produktion festgestellt. Sie ist bei einigen Werken vergleichsweise groß, bei anderen dagegen überraschend klein ausgefallen.

Sie haben auch einen internationalen Vergleich durchgeführt.
Für den europäischen Vergleich haben wir rund 200 Datensätze aus unterschiedlichen Quellen ausgewertet. Insgesamt lagen hier sowohl der mittlere Kaliumgehalt mit 550 Milligramm als auch die maximalen Kaliumgehalte mit 1.090 Milligramm bei in Deutschland hergestellten beziehungsweise mit 1.160 Milligramm bei in Europa hergestellten Pellets deutlich höher. Es waren jedoch keine nennenswerten Unterschiede zwischen Holzpellets aus deutscher und europäischer Produktion festzustellen.

Wo sehen Sie weiteren Forschungsbedarf?
Für die Einführung von brennstoffseitigen Minderungsmaßnahmen ist es notwendig, den Zusammenhang zwischen dem Kaliumgehalt des Brennstoffs und den Gesamtstaubemissionen, der beim Einsatz von Biomassebrennstoffen in automatisch beschickten Feuerungsanlagen beobachtet wurde, auch für die hochqualitativen Holzpellets-Sortimente eindeutig zu belegen. Darüber hinaus müssen die Wechselwirkungen mit anderen Parametern bestimmt werden, zum Beispiel der Einfluss von Feinanteil, Schüttdichte, Silizium/Kalium-Verhältnis oder Verbrennungsparameter. Wesentlich wäre die Entwicklung eines einfachen und kostengünstigen Schnelltests, um den Kaliumgehalt der Rohmaterialien mit wenig Aufwand bestimmen und entsprechende Maßnahmen in der Produktion ergreifen zu können. Parallel ist die Forschung an emissionsarmen Feuerungen voranzutreiben, da sowohl brennstoffseitige als auch feuerungsseitige Parameter die Höhe der Gesamtstaubemissionen beeinflussen.

Die Fragen wurden per E-Mail gestellt.

Weitere Informationen: www.dbfz.de

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