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KIT forscht an neuartigen keramischen Solarzellen

SolarServer - 18. November 2019 - 14:30

Dabei verbinden sie Forschung zu Photovoltaik mit keramischen Funktionsmaterialien, um so die Vorteile verschiedener Solarzellentechnologien zu bündeln: Die Druckbarkeit organischer und die Langzeitstabilität kristalliner Solarzellen sowie die Ferroelektrizität des Bleihalogenid-Perowskits.

In den nächsten sechs Jahren beschäftigen sich Forscherinnen und Forscher des KIT in dem von der Carl-Zeiss-Stiftung mit 4,5 Millionen Euro geförderten Projekt „Neuartige flüssig-applizierte keramische Solarzellen“ (KeraSolar) mit einem völlig neuen Materialkonzept für Solarzellen.

Die neuen Funktionsmaterialien werden aus Keramikwerkstoffen hergestellt, die eine außerordentlich gute Robustheit und Langzeitbeständigkeit versprechen. Moderne Solarzellen müssen aber weit mehr Eigenschaften besitzen: Sie müssen beliebig formbar und integrierbar sein, um so quasi jede Fläche in Sonnenkraftwerke zu verwandeln. Ihre Produktion muss so wenig Energie wie möglich verbrauchen, die Herstellungsprozesse sollten ohne giftige Substanzen auskommen und die notwendigen Rohstoffe ausreichend verfügbar sein. Genau hier kommen die Vorteile keramischer Funktionsmaterialien zum Tragen: Sie bieten nahezu unendliche Möglichkeiten, Elemente und Verbindungen miteinander zu kombinieren und so maßgeschneiderte Materialeigenschaften zu erzielen. Damit eröffnet sich dem Projektteam ein großes neues Forschungsfeld.

Das Projekt ist am Materialwissenschaftlichen Zentrum für Energiesysteme (MZE) des KIT angesiedelt, dessen Programmatik sich an den großen Forschungsthemen rund um die Energiewandlung und -speicherung orientiert. „Wir freuen uns riesig über die sechsjährige Förderung durch die Carl-Zeiss-Stiftung.“, sagt Professor Michael J. Hoffmann, einer der Initiatoren des MZE.

Etwa die Hälfte der 16 am MZE angesiedelten Arbeitsgruppen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen werden an dem Projekt mitwirken und ihre Expertise aus der Elektrotechnik, den Materialwissenschaften, der Physik und der Chemie einbringen. Eine neue, speziell für das Projektteam von „KeraSolar“ eingerichtete experimentelle Plattform soll dabei helfen, die Solarzellenforschung des KIT langfristig zu prägen.

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Hybridfähre bekommt Rotorsegel

SolarServer - 18. November 2019 - 14:18

Ende Oktober nahm die „Copenhagen“ Kurs auf die Remontowa Werft im polnischen Danzig. Zum ersten Mal, seitdem die mit einem Elektromotor ausgestattete Hybridfähre 2016 in Dienst gestellt wurde, verließ sie ihre gewohnte Umgebung zwischen Rostock und dem dänischen Hafen Gedser für einen geplanten Werftaufenthalt. Auf der Werft wurden unter anderem ein Stahlfundament montiert und Kabel für das Rotorsegel verlegt. Es soll im zweiten Quartal 2020 installiert werden. Zudem wurde ein neuer Mast montiert, da das hintere Topplicht der Fähre durch das Rotorsegel nicht verdeckt werden darf.

Mit dem Entschluss, ein Rotorsegel auf der „Copenhagen“ zu installieren, greift die Reederei Scanlines das seit nahezu 100 Jahren bekannte Konzept des Flettnerrotors auf. Das Norsepower-Rotorsegel gilt als die erste geprüfte und kommerziell funktionstüchtige Zusatz-Windantriebstechnologie der maritimen Industrie. Das Rotorsegel ist ein rotierender, 30 Meter hoher Zylinder, dessen Technologie auf dem sogenannten Magnus-Effekt basiert und das Schiff durch Windenergie vorantreibt. Durch die Installation des Rotorsegels will Scandlines die CO2-Emissionen ihrer Hybridfähre „Copenhagen“ um vier bis fünf Prozent reduzieren.

„Die zahlreichen Aufgaben, die während des Werftaufenthaltes auf dem Programm standen, konnten alle gelöst werden, sodass die „Copenhagen“ ihren stabilen und verlässlichen Betrieb wieder aufnehmen konnte und für die Installation des Rotorsegels im zweiten Quartal 2020 bestens vorbereitet ist“, berichtet Scanlines Technical Superintendent Fini Alsted Hansen.

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BayWa r.e. eröffnet Photovoltaik-Vertrieb auf den Philippinen

SolarServer - 18. November 2019 - 14:07

Das Unternehmen ist in der Region bereits seit Längerem aktiv und lieferte von seiner Niederlassung in Thailand aus bereits Komponenten für eine 600-kWp-Dachanlage auf den Philippinen. Mit dem neuen Vertriebsstandort im Großraum Manila will BayWa r.e. nun den wachsenden Markt für Photovoltaik auf den Philippinen besser bedienen können.

Der Energiebedarf auf den Philippinen steigt stetig an, zugleich hat das Land mit die höchsten Energiepreise in Südostasien. Während der lokale Energiemarkt auf den Philippinen derzeit von Kohle dominiert wird, hat sich das Land im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens verpflichtet, seine Industrie-, Energie- und Landwirtschaftsemissionen bis 2030 um 70 Prozent zu senken. Das philippinische Energieministerium (DoE) plant im Rahmen seines Nationalen Programms für Erneuerbare Energien (NREP) die von Erneuerbaren Energie-Anlagen erzeugte Leistung bis 2030 auf etwa 15.304 MW zu steigern – rund 35 Prozent des Gesamtbedarfs.

„Die Ziele der Philippinen im Bereich der Erneuerbaren Energien führen aktuell zu einem enormen Ausbau der Solarenergie im Land. Dank unserem neuen Vertriebsstandort können wir die lokalen Installateure nun bestmöglich unterstützen.“, erklärt Daniel Gäfke, Director of Projects bei BayWa r.e. APAC.

BayWa r.e. setzt seine Expansionsstrategie in der Asian-Pacific-Region fort. Seit Kurzem ist BayWa r.e. auch im südkoreanischen Markt vertreten und entwickelt dort bereits erste Photovoltaik-Projekte. Der Einstieg in das Windprojektgeschäft und den Solargroßhandel ist ebenfalls geplant.

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NGOs unterstützen Klimastreik von Fridays for Future

Pelletshome - 18. November 2019 - 10:01

Ein breites Bündnis aus Sozial-, Umwelt- und Klimaverbänden unterstützt den weltweiten Klimastreik der Fridays for Future-Bewegung am 29. November 2019. Es fordert mehr soziale Gerechtigkeit beim Klimaschutz.

Klimastreik gegen politisches Versagen

Am letzten Freitag im November finden in Deutschland in hunderten Städten große Klimastreik-Demonstrationen von Fridays for Future statt. Ein zivilgesellschaftliches Bündnis teilt die Empörung der Schülerinnen und Schüler über die Klimapolitik der Bundesregierung, die ein unwirksames und sozial ungerechtes Klima-Päckchen beschlossen habe. Die Bundesregierung begründe ihr klimapolitisches Versagen damit, den Menschen keinen konsequenten Klimaschutz zumuten zu können. “Billige Ausreden für schwache Maßnahmen lassen wir nicht gelten”, heißt es im Aufruf des Bündnisses. Klimaschutz und Sozialpolitik dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. Konsequenter Klimaschutz erfordere eine grundlegende sozial-ökologische Wende.

Bündnis fordert sozial-ökologische Wende

Die Unterstützer für den Klimastreik sehen in einer solchen sozial-ökologischen Wende eine große Chance für eine gerechtere Gesellschaft. Sie stellen dafür sechs Forderungen. Dazu gehören unter anderem ein Klimaschutzgesetz, das das 1,5 Grad-Ziel einhält. Strom müsse naturverträglich und für alle bezahlbar sein. Außerdem verlangen sie möglichst kostenfreien öffentlichen Nahverkehr. Zugfahren soll deutlich günstiger als Fliegen sein. Schließlich müsse die Bundesregierung eine diskriminierungsfreie Grundsicherung gewährleisten, die vor Armut schützt und Teilhabe sichert. “Damit alle klimafreundlich leben können, muss soziale Sicherheit gewährleistet sein. Zukünftige Generationen müssen weltweit eine klimagerechte Zukunft haben”, schreibt das Bündnis.

Zum Koordinierungskreis des Bündnisses für den weltweiten Klimastreik am 29. November 2019 gehören 350.org, Attac, Avaaz.org, AWO, BUNDjugend, BUND, Campact, Greenpeace, Klima-Allianz Deutschland, Naturfreundejugend Deutschlands, NaturFreunde Deutschlands, Der Paritätische Gesamtverband, Together for Future, Umweltinstitut München, WWF Jugend, WWF.

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Europäischer Solarpreis 2019

SolarServer - 18. November 2019 - 6:00

Den Europäische Solarpreis 2019 erhielten in verschiedenen Kategorien diese acht Gewinnerprojekte:

Kategorie Städte/Gemeinden, Landkreise, Stadtwerke:
Cloughjordan Ecovillage, Irland
Der Preis wurde vergeben für außergewöhnliches Engagement für ein nachhaltiges Leben in Gemeinschaft

Kategorie Solare Architektur und Stadtplanung:
Technisches Gymnasium für die Berufe des Gesundheitswesens, Luxemburg
Das Gymnasium ist die erste öffentliche Schule in Luxemburg, die nach dem anspruchsvollen technischen Standard eines Plus-Energie-Gebäudes gebaut wurde

Kategorie Industrielle, kommerzielle oder landwirtschaftliche Unternehmen:
Industrial Solar GmbH, Deutschland
Das Unternehmen, ein Spin off des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg wird geehrt für seine innovative solare Prozessdampferzeugung mittels eines konzentrierenden Fresnel-Kollektors für industrielles Heizen und Kühlen

Kategorie Lokale und regionale Vereine/Gemeinschaften:
Schoonschip, Niederlande
Schoonship ist ein nachhaltiges schwimmendes Quartier in Amsterdam, in dem die Nachbarschaft gemeinsam erneuerbare Ressourcen nutzt

Kategorie Besitzer und Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen:
Kirche St. Franziskus Ebmatingen, Schweiz
Das Gebäude ist Vorbild für die Erschließung des solaren Potentials von Kirchen.

Kategorie Bildung und Ausbildung:
Internationales Studentenwohnheim “mineroom”, Österreich
Geehrt wird das Wohnheim für die Bewusstseinsbildung bei Studierenden für nachhaltiges Wohnen mit Erneuerbaren Energien

Kategorie Eine-Welt-Zusammenarbeit:
SUNfarming GmbH, Deutschland
Die Auszeichnung wird verliehen für die Verbindung der Produktion von grünem Strom und Nahrungsmitteln von und mit lokalen Gemeinschaften

Kategorie Preis für persönliches Engagement:
Fridays For Future, International
Hier ist 2019 ausnahmsweise nicht eine Einzelperson Preisträgerin, sonder eine weltweite Jugendbewegung zur Bekämpfung des Klimawandels.

Peter Droege, Präsident von Eurosolar e.V., unterstrich die Bedeutung des Bürgerengagements für die Energierevolution: „Ich bin froh, dass wir heute Menschen auszeichnen konnten, die sich mit Lösungen für eine lokale und regionale Energiewende befassen. Egal ob Kirche, Industrie oder Jugendbewegung: alle Preisträger haben Innovationen gemein, die praxisnah und nachhaltig sind. Sie dienen als zukunftsweisende Beispiele für Erneuerbare Energien in Europa.“

Seit 1994 wird der Europäische Solarpreis jährlich in Zusammenarbeit mit den nationalen Eurosolar-Sektionen an Städte und Gemeinden, Stadtwerke, Vereine und Organisationen, Architekten und Privatpersonen vergeben. Er würdigt Engagement und Einfallsreichtum der regionalen Akteure und gibt neue Impulse für eine erneuerbare und dezentralisierte Energierevolution in Europa. Nähere Informationen zu den diesjährigen Preisträgern finden sich auf der englischen Seite von Eurosolar.

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Zertifikatehandel: Ein Preis für CO2

SolarServer - 16. November 2019 - 19:40
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Bundestag beschließt Klimaschutzgesetze

SolarServer - 16. November 2019 - 19:39
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Steuergesetz soll Windkraft und Sanierung fördern

SolarServer - 16. November 2019 - 19:12
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Schweiz: Pelletspreis im November 2019 geht aufwärts

Pelletshome - 16. November 2019 - 14:33

Schweizer Pelletspreis im November 2019 Der Schweizer Pelletspreis im November 2019 ist mit durchschnittlich 368,60 Franken pro Tonne gegenüber dem Vormonat um 2,4 Prozent gestiegen. Das meldet das Internetprotal Pelletpreis.ch.

Der Pelletspreis im November 2019 liegt laut Pelletpreis.ch über dem Niveau vor einem Jahr, als er 367,60 Franken betragen hat. Der aktuelle Durchschnittspreis basiert auf den Angaben von 27 Lieferanten. Beim Brennstoffkostenvergleich schneiden Holzpellets am günstigsten ab. Sie liegen mit 7,35 Rappen pro Kilowattstunde vor Heizöl (9,02) und Erdgas (10,04). Diese Zahlen beziehen sich auf Oktober 2019.

  • Schweizer Pelletspreis im November 2019 bei Abnahme von drei Tonnen: 384,79 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im November 2019 bei Abnahme von fünf Tonnen: 365,67 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im November 2019 bei Abnahme von acht Tonnen: 355,48 Franken
  • Schweizer Pelletspreis im November 2019 bei Abnahme von 17 Tonnen: 340,19 Franken
Wie sich der Preis in der Schweiz entwickelt hat

In der Schweiz waren Pellets von Januar 2010 bis November 2014 durchgehend günstiger zu haben als Heizöl. Als die Heizölpreise im Sommer 2008 auf über 13 Rappen pro Kilowattstunde stiegen, betrug der Preisvorteil der Holzpresslinge mit etwa sieben Rappen rund 90 Prozent. Seitdem kostet Heizöl bis auf einige Ausnahmen weniger. Im Juni 2016 waren die beiden Brennstoffe gleich teuer.

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World Energy Outlook ernüchtert

SolarServer - 15. November 2019 - 14:13

Die IEA stellt in der jüngsten Ausgabe ihres jährlichen Report World Energy Outlook ein massives Ungleichgewicht zwischen der wachsenden Menge der produzierten Treibhausgase und den ungenügenden politischen Aktivitäten zur Reduktion der CO2-Ausstöße fest. Gleichzeitig bestehe eine Diskrepanz zwischen dem Versprechen von Elektrizität für alle und der Zahl von 850 Millionen Menschen, die weltweit keinen Zugang zur Elektrizität haben, so der Report.

Zumindest im Stromsektor konstatiert die IEA eine deutliche Veränderung würden Sonnen- und Windenergie samt Speichern den Elektrizitätssektor inzwischen Umwandeln. Allerdings fehle bislang eine Veränderung der Rahmenbedingungen für die bestehende Infrastruktur.

Heute stellt der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), Dr. Fatih Birol, den World Energy Outlook 2019 beim Bundesverband der Deutschen Industrie in Verbindung mit dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) vor.

BMWI-Staatssekretär Andreas Feicht sagte bei der Veranstaltung: „Global gesehen besteht die zentrale Herausforderung darin, trotz des stark wachsenden Energiebedarfs in den Ländern des Globalen Südens die weltweiten Emissionen von Treibhausgasen drastisch zu senken. Der World Energy Outlook betont die weltweiten Potenziale von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien, insbesondere Wind auf See, die es zu heben gilt.“

Der jährlich erscheinende World Energy Outlook der IEA gilt als internationale Leitpublikation zur zukünftigen Entwicklung der globalen Energieversorgung.

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Klimaschutzgesetz vom Bundestag beschlossen

SolarServer - 15. November 2019 - 12:52

Sollte ein Bereich vom Kurs abkommen, greift durch das Klimaschutzgesetz ein verbindlicher Nachsteuerungsmechanismus als Sicherheitsnetz. Auch das Ziel der Treibhausgasneutralität 2050 wird nun erstmals gesetzlich verankert. Das Gesetz muss nun noch den Bundesrat passieren.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze kommentiert den Beschluss des Bundestages so: „Das Herzstück des Klimaschutzprogramms wird jetzt Gesetz. Deutschland bekommt damit einen verbindlichen Klimaschutz-Fahrplan und klare Regeln. Klimaschutz wird endlich für alle verbindlich. Denn das Gesetz schreibt fest, wie viel CO2 in den Bereichen Gebäude, Verkehr, Landwirtschaft, Energie und Industrie jedes Jahr ausgestoßen werden darf.“

Künftig wird regelmäßig kontrolliert, ob die Emissionen wie erwartet sinken. Wenn nicht, muss das jeweils verantwortliche Ministerium mit einem Sofortprogramm reagieren.

Das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2050 für Deutschland wird erstmals gesetzlich verankert. Bislang lag das 2050-Ziel der Bundesregierung noch bei 80 bis 95 Prozent CO2-Reduktion.

Mit dem Beschluss zum Klimaschutzgesetz folgte der Bundestag den Empfehlungen seiner Ausschüsse. Außerdem haben die Abgeordneten heute das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) mit dem Einstieg in die CO2-Bepreisung sowie die steuerrechtlichen Änderungen zum Klimaschutzprogramm 2030 beschlossen.

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In Regensburg entsteht ein Mehrfamilien-Sonnenhaus

SolarServer - 15. November 2019 - 12:41

Der Wärmespeicher mit 9400 Liter Fassungsvermögen ist das Herzstück des Gebäudes und wird künftig die Wärme der Solarkollektoren speichern. Dank des ausgeklügelten solaren Heizsystems kann etwa die Hälfte des Energiebedarfs für die Raumheizung und das Warmwasser solar gedeckt werden.

Jürgen Huber, dritter Bürgermeister der Stadt Regensburg, sagte beim Einbringen des Speichers: „Ich begrüße es sehr, wenn wir uns alle zusammen den Klimaschutz auf die Fahnen schreiben. Das Sonnenhaus ist ein guter privater Beitrag dazu.“ In diesem Sommer ist die Stadt Regensburg dem „Konvent der Bürgermeister für Energie und Klima“ beigetreten.

„Jede und jeder einzelne von uns ist gefordert, zum Klimaschutz beizutragen“, sagt auch Martin Bauer, der das Haus mit fünf Mietwohnungen zusammen mit seiner Tante Ursula Bauer errichtet. Der 50-Jährige nutzt seit vielen Jahren auf seinem Eigenheim eine Solarwärme- und eine Solarstromanlage. Deshalb war für ihn sofort klar, dass bei ihrem gemeinsamen Bauprojekt auch umweltfreundliche Solarenergie erzeugt werden soll.

In der Siedlung auf dem ehemaligen fürstlichen Hofgartengelände wird das Sonnenhaus kaum auffallen. Nur die Solarkollektoren, die auf dem Süddach und der Gaube installiert werden, deuten darauf hin, dass hier etwas anders ist. Über 2000 solcher weitgehend solar beheizter Wohnhäuser und gewerblich genutzter Gebäude stehen nach der laufenden Statistik des Sonnenhaus-Instituts in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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Siemens und Juwi werden Partner für Bergbau-Microgrids

SolarServer - 15. November 2019 - 12:28

Siemens und der zum MVV-Konzern gehörende Projektentwickler Juwi haben eine Technologiepartnerschaft vereinbart, um Microgrids auf Basis erneuerbarer Energien künftig für die Bergbauindustrie gemeinsam anzubieten. Hierzu unterzeichneten Vertreter beider Unternehmen gestern eine Vereinbarung. Gemeinsam wollen sie eine auf Siemens Sicam basierende Kontrollplattform für Microgrids weiterentwickeln, die eine nahtlose Integration von Strom aus erneuerbaren Energien in netzunabhängige Stromnetze, zum Beispiel einer Mine, ermöglicht.

Sicam bildet die Grundlage für den Hybrid IQ Microgrid Controller von juwi. Zu dessen Entwicklung steuert das Unternehmen neben branchenspezifischem Know-how seine Erfolgsbilanz bei der Planung und der Realisierung von Erneuerbaren Energie-Projekten für Minen bei.

„Microgrids können eine hohe Zuverlässigkeit und eine verbesserte Versorgungssicherheit für energieintensive Industrien wie etwa Minen bieten. Gleichzeitig sind sie eine attraktive Alternative, wenn eine autarke Stromversorgung benötigt wird,“ sagte Robert Klaffus, CEO Digital Grid bei Siemens Smart Infrastructure.

Stephan Hansen, Mitglied des Vorstands und COO der juwi Gruppe, fügt hinzu: „Erneuerbare Energien werden nicht nur den Betrieb von Minen zukunftsfähiger machen, sondern auch heute schon deren Betriebskosten senken. Herzstück hierfür ist das juwi Hybrid IQ System. Es kann Hybrid Power in einem Maße bereitstellen, das weit über die derzeitige Anwendungspraxis in der Industrie hinaus reicht. Ich freue mich auf die Technologiepartnerschaft mit Siemens.“

Die Zusammenarbeit mit Siemens hat bereits zu der Realisierung eines Solarparks für die Goldmine Agnew Gold in Australien geführt. Darüber hinaus haben die Partner auch eine Hybrid-Anlage für die größte und älteste australische Meeresforschungsstation am Great Barrier Reef realisiert. Heron Island nutzt nun die juwi hybrid IQ Lösung, die anstelle von Diesel Photovoltaik-Strom mit einer Redox-Flow-Batterie kombiniert.

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Solarer Wasserstoff billiger als gedacht

SolarServer - 14. November 2019 - 15:36

Prof. Stefan Reichelstein von der Universität Mannheim, erklärt, mit Hilfe von kombinierten Systemen aus einer Wind- oder Solar-Anlage mit einer modernen Power-to-Gas-Anlage könne CO2-freier auch solarer Wasserstoff viel günstiger hergestellt werden als bislang angenommen. „Unsere Ergebnisse lassen mich die Vorhersage bekräftigen, dass die Entwicklung für Wasserstoff im kommenden Jahrzehnt ähnlich rasant ablaufen mag wie für Wind- und Solarenergie in den Neunziger Jahren.“, so Reichelstein.

Bei der Suche nach Alternativen zu CO2-intensiven fossilen Brennstoffen besitzt Wasserstoff nach Meinung der Wissenschaftler ein erhebliches Potenzial. Das Gas biete eine Energieplattform für viele Anwendungen, darunter als Kraftstoff für den Verkehr und Eals nergiespeicher für die Stromerzeugung. Während Wasserstoff durch verschiedene Prozesse gewonnen werden kann, hat eine Erzeugung aus erneuerbarem Strom über ein Power-to-Gas-Verfahren den Vorteil, dass der Wasserstoff frei von Kohlendioxidemissionen ist. Bislang wurde eine solche Erzeugung von solarem Wasserstoff jedoch als zu teuer angesehen.
 
Mit dem jüngsten Kostenrückgang von alternativen Antrieben wie Wasserstoff-Brennstoffzellen befassten sich Wissenschaftler, Unternehmer und Poltiker auch während einer Nürnberger Konferenz Mitte Oktober. Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sagte, die bayerische Regierung sei bestrebt, alternative Antriebe einschließlich Wasserstoff-Brennstoffzellen zu unterstützen und plane den massiven Netzausbau von Wasserstoff-Tankstellen. 

Gunther Glenk, Assistenzprofessor am Mannheim Institute for Sustainable Energy Studies (MISES), erklärt, Stromerzeugung aus Wasserstoff werde als zu teuer angesehen. Doch reversible Brennstoffzellen könnten Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen liefern. Reversible Anlagen könnten dann beispielsweise in Zeiten Strom erzeugen, in denen die Erzeugung bei Wind- und Solaranlagen nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken. So werde auch solarer Wasserstoff wirtschaftlich.

14.11.2019 | Quelle: Universität Mannheim | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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Mit Steuerpolitik zum Klimaschutz

SolarServer - 14. November 2019 - 15:16

Ziel ist es, energetische Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden zu fördern, die Mehrwertsteuer auf Fahrkarten des Personenschienenbahnfernverkehrs von 19 auf sieben Prozent zu senken und die sogenannte Pendlerpauschale zu erhöhen. Außerdem enthält das Gesetz die Option für Kommunen, den Hebesteuersatz für Windkraftgrundstücke zu erhöhen. Davon sollen die Kommunen profitieren. Ziel ist es nach Aussage der Regierung, so auch die Akzeptanz für die Windkraft zu fördern. Das Instrument stößt aber beim Bundesverband Windenergie nicht auf Zustimmung. Bei den Bundesländern ist es umstritten. 

Die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD stimmten erwartungsgemäß dem von ihnen eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht ( Drucksache 19/14338) zu. Zuvor hatten sie allerdings noch selbst einige Änderungen eingefügt. Die Fraktionen von AfD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen lehnten ab. Die Fraktion Die Linke enthielt sich. Ein Entschließungsantrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wurde abgelehnt.

Durch das Gesetz will die Regierung bestimmte energetische Sanierungsmaßnahmen an selbstgenutztem Wohneigentum ab 2020 für einen befristeten Zeitraum von zehn Jahren durch einen prozentualen Abzug der Aufwendungen von der Steuerschuld fördern. Vorgesehen ist, dass 20 Prozent der Aufwendungen, maximal insgesamt 40.000 Euro je Objekt, über drei Jahre verteilt von der Steuerschuld abgezogen werden können. Per Änderungsantrag sollen die Regierungsfraktionen sicherstellen, dass in Zukunft auch Aufwendungen von Steuerpflichtigen gefördert werden, die ihnen entstehen, wenn die energetischen Maßnahmen durch einen Energie-Effizienz-Experten begleitet werden.

Die FDP begrüßte zwar die Maßnahmen zur Gebäudesanierung. Sie vermisst aber Regelungen für vermietete Gebäude. Bei der Entfernungspauschale gebe es keine überzeugende Darstellung, warum sie ab dem 21. Kilometer erhöht werde. Mit der Mobilitätsprämie werde ein „Bürokratie-Monster“ aufgebaut.

Für die Fraktion Die Linke enthält der Entwurf „Licht und Schatten“. Die steuerliche Förderung der Gebäudesanierung wird von der Partei wegen einer „sozialen Schlagseite „als problematisch bezeichnet. Für Rentner-Haushalte mit eigenem Haus oder eigener Wohnung werde kein Anreiz zur Sanierung geschaffen. Es gebe sinnvollere Möglichkeiten, die Sanierung zu fördern. Parallel zur steuerlichen Förderung sollen aber auch Förderprogramme  bestehen bleiben.

Für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ist der Entwurf nicht geeignet, um die Klimaziele der Regierung zu erreichen. So würden keine umweltschädlichen Subventionen abgebaut. Der Klimabeitrag des Gesetzes sei völlig unklar. 

14.11.2019 | Quelle: Bundestag | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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Chemiker kochen für höhere Wirkungsgrade von Solarzellen

SolarServer - 14. November 2019 - 14:49

Die weltbesten Wirkungsgrade von Solarzellen mit Silizium erreichen rund 24 Prozent. Die theoretische Grenze liege bei rund 29 Prozent, sagt Thomas Fässler, Professor für Anorganische Chemie mit Schwerpunkt Neue Materialien an der TU München „Das liegt daran, dass das in der Diamantstruktur kristallisierende Silizium nur eine indirekte Bandlücke nutzen kann.“

Forscher träumen daher von Materialien in denen die Silicium-Atome so angeordnet sind, dass eine direkte Bandlücke entsteht. Diese können sie für die solare Energieproduktion nutzen. Und dies kann die Wirkungsgrade von Solarzellen erhöhen. Als Modellverbindungen dafür sieht die Wissenschaft kleine Silizium-Cluster an. Hier lassen sich die Atome anders anordnen als im kristallinen Silizium.

„Solche Verbindungen sind auch für eine Vielzahl weiterer chemischer Experimente interessant“, erklärt  Professor Fässler. Gezielt können wir derzeit in wenigen Syntheseschritten vier und neun Silizium-Atome zu Tetraedern beziehungsweise einer fast kugelförmigen Struktur zusammenfügen. Die Synthesen und die Isolierung der Atomcluster waren bisher aber sehr aufwändig. Hier sind wir nun einen entscheidenden Schritt vorangekommen.“

Eine Traube aus neun Silicium-Atomen

Beim Zusammenschmelzen von Kalium und Silicium entsteht eine Verbindung aus 12 Kalium- und 17 Silicium-Atomen, ein graues Pulver. Mit einem Trick gelang es nun Erstautor Lorenz Schiegerl in flüssigem Ammoniak die löslichen, neunatomigen Cluster zu stabilisieren. Zum Ammoniak gab er ein organisches Molekül hinzu, das die Kalium-Atome einschließt.

„Diese einfache Synthese öffnet uns, ausgehend von elementarem Silizium, den Weg zu vielfältigen chemischen Experimenten mit diesen Clustern“, sagt Professor Fässler. „Im Lösungsmittel Pyridin wird der Cluster beispielsweise durch zwei Wasserstoff-Atome stabilisiert.“ Das sei ähnlich den vermuteten Zwischenstufen bei der großtechnischen Herstellung von polykristallinem Silizium. Diese werde unter Einsatz von Silanen oder Chlorsilanen für kommerziell verfügbare Solarzellenmodule hergestellt.

Aufbau neuer Strukturen

Besonders vielversprechend ist ein weiterer Reaktionsweg zu Verbindungen des Silizium-Clusters, bei denen drei der neun Silizium-Atome sich mit Molekülen verbinden, die wiederum Silizium oder beispielsweise auch Kohlenstoff oder Zinn enthalten. In den rotbraun gefärbten Lösungen liegen die zurzeit siliziumreichsten, bekannten Cluster vor. Damit eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten, Silizium mit modifizierten Strukturen aus Lösung abzuscheiden. Das Ziel: Wirkungsgrade von Solarzellen verbessern.

„Denkt man diesen Weg weiter, sollten auch Kopplungen der Cluster möglich sein, um größere Silizium-Strukturen aufzubauen. Damit kämen wir den Wünschen der Theoretiker schon sehr nahe“, sagt Professor Fässler. „Auf jeden Fall haben wir hier die Tür zu einer faszinierenden neuen Chemie aufgestoßen.“

Das Projekt wurde von der der Wacker Chemie AG im Rahmen des Wacker-Instituts für Siliciumchemie an der TUM, dem Bayerischen Forschungsverbund „Solar Technologies Go Hybrid” und der Academy of Finland gefördert. Die Elektronenstruktur berechnete Prof. Dr. Karttunen von der Aalto Universität im finnischen Helsinki  am IT Center for Science (CSC).

14.11.2019 | Quelle: Technische Universität München | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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Keine Dunkelflauten mit Solar- und Windstrom

SolarServer - 14. November 2019 - 14:20

Teils schüren Kritiker Ängste. Sie behaupten, weil zeitweise kein Wind wehe und die Sonne nicht scheine könne dies zu Versorgungslücken führen. „Wir brauchen keine Angst vor Dunkelflauten zu haben“, betont jedoch Julia Badeda, die mehrere Jahre zu energiewirtschaftlichen Fragen an der RWTH Aachen geforscht und sich intensiv mit Studien zu Dunkelflauten beschäftigt hat: „Sonnen- und windarme Zeiten sind berechenbar und unsere Stromversorgung kann heute und in Zukunft sichergestellt werden.“ Allerdings, so Badeda, sei dafür ein adäquates Stromsystem-Design notwendig. Es sei wichtig, schon jetzt konsequent auf den Ausbau von Photovoltaik und Windenergie zu. Sie fordert, das Energiesystem entsprechend zu konzipieren und zügig umzusetzen. Dann gehe von eventuellen Dunkelflauten keine Gefahr aus, auch wenn 70 Prozent und mehr regenerativer Strom im Netz sei. 

Dunkelflaute oder kalte Dunkelflaute? 

Eine Dunkelflaute werde häufig als eine Zeitspanne beschrieben, in der es gleichzeitig wenig Sonnenlicht und wenig Wind gebe, erklärt Badeda. Die „kalte Dunkelflaute“ bezeichne hingegen das längerfristig geringe Angebot an PV- und Windstrom bei niedrigen Außentemperaturen und gleichzeitig hoher Nachfrage nach Elektrizität, die zusätzlich zum Heizen benötigt wird. „Wir müssen zunächst klären, von welchen Zeitspannen wir sprechen und ob diese schon systemkritisch sind“, so Badeda. Es sei erst zu klären, ob es überhaupt eine problematische Untererzeugung gibt.

Bei dem derzeitigen Ausbau der Photovoltaik und Windenergie in Deutschland seien Dunkelflauten problemlos mit der existierenden Kraftwerksleistung zu beherrschen sagt die Energie-Expertin. Für die zukünftige Auslegung sollte die Systemgrenze aus ökonomischen Gründen immer im europäischen Verbund gedacht werden. Deutschland könne die Erneuerbaren aber bereits im aktuellen Verbund konsequent und schnell ausbauen.

In einem zukünftigen Energiesystem mit einem deutlich höheren Anteil der fluktuierenden erneuerbaren Energien im Stromnetz mit Anteilen ab 70 Prozent, sagt Badeda, sei mit Blick auf die Dunkelflauten der dann bestehende Windturbinen- und PV-Mix relevant. Darüber hinaus spielten die Großwetterlagen in Europa eine zunehmende Rolle. Zusätzlich seien auch Klimaveränderungen und Auswirkungen der Sektorkopplung zu betrachten. „Die Antworten darauf ergeben die relevante Größe und Art der benötigten technischen Einheiten für Flexibilisierung des Systems und die Zusammensetzung des Kraftwerksparks“, erklärt Badeda.

Mehr Solar- und Windkraft erforderlich

Der Kraftwerkspark müsste aus verschiedenen Anlagentypen bestehen, zu denen auch hochflexible Gaskraftwerke zählen. „Und wir brauchen einen deutlich höheren Zubau an Wind- und Photovoltaikanlagen“, betont Badeda. „In der Summe werden wir eine Überproduktion benötigen und diese für die saisonale Speicherung nutzen.“ Für die Langzeitspeicherung käme zum Beispiel Wasserstoff in Frage. „Die technologischen Lösungen sind vorhanden, sie müssen nur konsequent und ohne eingefahrene regulatorische Hürden implementiert werden.“ 

Darüber hinaus plädiert die Energie-Expertin, im europäischen Kontext zu denken und die hier zur Verfügung stehenden, flexiblen Kapazitäten zu berücksichtigen. „In dem großen geographischen Raum ist es wesentlich unwahrscheinlicher, dass Sonne und Wind gleichzeitig zu wenig Energie liefern. Damit wird auch die Wahrscheinlichkeit von Dunkelflauten deutlich reduziert.“ In dem Zusammenhang sei auch das EU-weite Netz auszubauen, um die Herausforderung kosteneffizienter zu meistern. 

Grundsätzlich plädiert Badeda für mehr Vertrauen in die dezentrale Energieversorgung und die Digitalisierung. Dadurch werde es möglich sein, auch kleinere Einheiten schnell und flexibel zu steuern. „Die Umwandlung des Energiesystems ist industriepolitisch eine große Chance. Wir sollten jetzt alle Hebel, die wir haben, sinnvoll einsetzen, um ein funktionierendes Stromsystem-Design unter Berücksichtigung des gesamteuropäischen Kontextes zu entwickeln und nicht auf dem Status-quo verharren, weil er uns jetzt bequemer erscheint.“ 

Fachkonferenz am 21. und 22. November in Berlin

Auf der Fachkonferenz Forum Neue Energiewelt am 21. und 22. November 2019 in Berlin wird Julia Badeda einen Impulsvortrag zum Thema Dunkelflaute halten. Er basiert unter anderem auf der Arbeit von Robin Beer, einem wissenschaftlichen Mitarbeiter am Forschungszentrum Jülich.

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Gebäudereport 2019: Wärmewende kommt seit 2010 nicht voran

Pelletshome - 14. November 2019 - 12:49

Gebäudereport 2019 Der Befund im Gebäudereport 2019 ist nicht neu, aber Jahr für Jahr ändert sich nichts: Die Wärmewende kommt nicht voran. Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) zeigt das in ihrem aktuellen Report wieder auf.

Gebäudereport 2019 dokumentiert Energieverbrauch im Gebäudebestand

Der Energieverbrauch für Raumwärme und Warmwasser in Wohn- und Nichtwohngebäuden betrug im Jahr 2017 deutschlandweit 870 Terawattstunden. Er liegt damit trotz politisch angestrebter Einsparungen sogar leicht über dem Niveau von 2010 mit 865 Terawattstunden. Den Stillstand beim Energiesparen dokumentiert der Gebäudereport 2019. Er enthält Analysen und Daten zum Gebäudebestand und seinem Energieverbrauch. Grund dafür sind laut Dena vor allem fehlende Anreize für Sanierungsmaßnahmen und den Einsatz von innovativen Technologien. “Die Sanierungsrate stagniert weiter bei etwa einem Prozent pro Jahr, obwohl zum Erreichen der Klimaziele mindestens 1,5 Prozent notwendig wären”, sagt Dena-Geschäftsführer Andreas Kuhlmann. Immerhin bestünde durch das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung die Aussicht auf einen Kurswechsel und eine neue Dynamik im Markt.

Laut Gebäudereport 2019 werden Klimaziele nicht erreicht

“Es ist höchste Zeit, dass die Energiewende im Gebäudebereich wieder Fahrt aufnimmt”, erklärt Kuhlmann, “Im vergangenen Jahrzehnt ist wenig passiert.” Ohne zusätzliche Anstrengungen werden die Treibhausgasemissionen im Gebäudebereich nach Schätzungen der Dena im Jahr 2030 um bis zu 28 Millionen Tonnen über dem angestrebten Wert von 70 bis 72 Millionen Tonnen liegen. Der Gebäudereport 2019 nennt verschiedene Maßnahmen und Technologien, mit denen die Klimaziellücke im Gebäudebereich geschlossen werden kann. Dazu gehören zum Beispiel innovative Geschäftsmodelle wie serielles Sanieren und Energiespar-Contracting, die schnelle Markteinführung von strombasierten, erneuerbaren Brennstoffen, digitale Lösungen und Künstliche Intelligenz für mehr Energieeffizienz.

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Bundestag beschließt am Freitag zu Klimaschutz

SolarServer - 13. November 2019 - 15:39

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Einführung eines Bundes-Klimaschutzgesetzes wurde im Ausschuss mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen gegen die Stimmen aller Oppositionsfraktionen angenommen. Mit dem Klimaschutzgesetz sollen die Klimaschutzziele erstmals gesetzlich festgeschrieben werden und die Sektorziele des Klimaschutzplans 2050 auf jährliche Emissionsbudgets für die Sektoren Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und Abfallwirtschaft aufgeteilt werden.

Außerdem machte der Ausschuss den Weg frei für einen nationalen Zertifikatehandel für Brennstoffemissionen. Auch hier setzten die Koalitionsfraktionen gegen die Stimmen aller Oppositionsparteien den Gesetzentwurf der Bundesregierung durch.

Mit dem Gesetz soll ab dem Jahr 2021 der Emissionshandel für die Bereiche Wärme und Verkehr eingeführt werden. Damit soll ein Preis auf CO2 verbunden sein, der zunächst zehn Euro pro Tonne betragen und bis 2025 stufenweise auf 35 Euro pro Tonne steigen soll. Ab 2026 sollen die Verschmutzungsrechte ersteigert werden.

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Anlagen für kommunalen Offshore-Windpark sind produziert

SolarServer - 13. November 2019 - 15:13

Damit sind nun alle Bauteile für den Offshore-Windpark fertiggestellt und wurden nach Eemshaven verschifft, dem Basishafen für die Errichtung des Windparks.

„Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit Senvion und den Produktionsmitarbeitern in Bremerhaven diesen wichtigen Meilenstein trotz der schwierigen Situation erreicht haben,“ sagt Klaus Horstick, kaufmännischer Geschäftsführer der Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG. „Unser besonderer Dank gilt den Senvion-Mitarbeitern im Bremerhavener Werk, die mit großem Engagement bis zuletzt zum Gelingen unseres Projekts beigetragen haben,“ ergänzt Irina Lucke, technische Geschäftsführerin der Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG.

Im April 2019 hatte Senvion Insolvenz angemeldet. Um die Anlagenproduktion sicherzustellen, hatten sich TWB II und Senvion auf eine Fortführungsvereinbarung verständigt, die die Fertigstellung der 32 Gondeln sowie weitere Unterstützungsleistungen während der Installation und Inbetriebnahme der Anlagen umfasst. Aktuell sind dreizehn Windkraftanlagen errichtet und elf davon bereits in Betrieb.

20 Stadtwerke, regionale Energieversorger und kommunalnahe Unternehmen sind an dem Trianel Windpark Borkum II beteiligt. Neben der EWE AG mit einem Anteil von 37,5 Prozent ist ein Joint Venture des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich und der Fontavis AG mit 24,51 Prozent an TWB II beteiligt. Die Stadtwerke-Kooperation Trianel gemeinsam mit 17 Stadtwerken aus Deutschland halten einen Anteil von 37,99 Prozent. Die Gesamtinvestition für den Offshore-Windpark beträgt 800 Millionen Euro.

Begleitet werden die Bauphasen des Trianel Windpark Borkum II mit einem digitalen Bautagebuch im Internet unter www.trianel-borkumzwei.de sowie auf Twitter unter @TrianelBorkum2.

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