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Bioenergie: Weltec Biopower integriert Nordmethan

SolarServer - 7. August 2020 - 14:25

Die Weltec Biopower integriert die Schwestergesellschaft Nordmethan. Das teilte das auf Bioenergieanlagen spezialisierte Unternehmen mit. Die Firmen aus Vechta bildeteten zwar schon länger eine Unternehmensgruppe. Dabei baue die Weltec weltweit Biogas- und Biomethananlagen, während die Nordmethan das Portfolio mit dem Betrieb von Energieanlagen komplettiere. Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung werden nun ab sämtliche Gesellschaften unter der Dachmarke Weltec Biopower agieren.

„Um uns als kompetenter Biogasspezialist in allen Bereichen der Branche stärker zu positionieren, war diese Marken-Neuaufstellung notwendig.“ Das sagt Jens Albartus, Geschäftsführer der Gruppe. „Die Synergien zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen haben wir schon vorher genutzt, dennoch möchten wir durch die Namensfusion die Effizienz nochmals steigern“.

Im Laufe der Geschichte habe die Gruppe immer mehr Bausteine der Biogas-Wertschöpfungskette entwickelt und gebündelt. Wichtige Elemente seien vor allem die Konzeption, Planung und Errichtung von Energieanlagen. „Wir blicken mittlerweile auf über 300 Anlagen mit jeweils bis zu zehn Megawatt Leistung in 25 Ländern zurück. Schon bald entstehen fünf weitere Biogasanlagen in Asien. Auch in mehreren europäischen Ländern realisieren wir derzeit Projekte“, führt Albartus aus. Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal sei dabei der hohe Anteil selbst entwickelter Komponenten.

Bei dem Betrieb von Biogasanlagen konzentriere sich die Gruppe nicht ausschließlich auf die eigenen neun Standorte. „Unser Know-how geben wir auch an fremde Betreiber weiter und übernehmen für Banken, Insolvenzverwalter oder Investoren die temporäre oder dauerhafte Betriebsführung von Anlagen.“ Außerdem stehe die Firma auch den Kunden, die ihre Biogasanlagen selber betreiben, mit einem mechanischen und biologischen Service zur Seite.

Darüber hinaus gehörten nachhaltige Nutzungskonzepte für die Outputströme, wie etwa das Wärmecontracting, seit vielen Jahren zu den Aktivitäten der Gruppe. Mit dem selbst erzeugten Biomethan werden deutschlandweit an derzeit 16 Standorten Kommunen, Gartenbaubetriebe und weitere Unternehmen mit grüner Wärme versorgt.

7.8.2020 | Quelle: Weltec Biopower | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Feldtest: Smart Grids sparen Gewerbe Geld

SolarServer - 7. August 2020 - 13:31

Mit einem Feldtest hat das Projekt “lokSMART Jetzt” gezeigt: Smart Grids sparen dem Gewerbe Geld. Das teilte das durch das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des Technologieprogramms IKT für Elektromobilität geförderte Projekt mit. In einem Feldtest sollten drei Unternehmen zeigen, dass sich auch bei gewerblichen Anwendungen lokale Smart Grids effizient und kostensparend betreiben lassen. Dabei sollte es keine Einschränkungen bei Arbeitsabläufen oder Reichweiten der Elektrofahrzeuge geben.

Teilnehmer waren das Planungsbüro Koenzen, „Ihr Bäcker Schüren“ aus Hilden und die Eventgastronomie „VillaMedia“ aus Wuppertal. Neben den Anwendungspartnern haben sich außerdem die Hochschule Osnabrück, die Westsächsische Hochschule Zwickau, die Stadtwerke Hilden und das SenerTec Center dem Konsortium angeschlossen.

Exakte Steuerung

Im Zentrum des mittlerweile beendeten Projekts „LokSMART Jetzt! 2“ standen die lokalen Smart Grids, also ein System intelligenter Stromerzeugung und Stromverteilung. Da der Strom aus erneuerbaren Energien volatil ist, braucht ein solches System exakte Steuerungs- und Regelsysteme für die Anlagen der Photovoltaik, der Windräder, der Kraft-Wärme-Kopplung oder anderer regenerativer Quellen. Zur Speicherung und Abgabe benötige ein solches System zudem schnellladefähige, bidirektionale stationäre und mobile Pufferspeicher. Um diese Speicher richtig zu dimensionieren, wurden die energetischen Bestandssysteme und logistische Anforderungen vorab sehr genau geprüft.

Prototypisch habe das lokale, autarke Smart Grid bei der Bäckerei Schüren funktioniert. Da die Bäckerei in den Abendstunden und vor allem früh morgens produziert und viel Strom fürs Backen und Kühlen braucht, tankt sie tagsüber Energie aus der Sonne, speichert diese und stellt sie über mobile und stationäre Speicher der Produktion zur Verfügung. Die mobilen Speicher der Elektro-Lieferfahrzeuge geben dabei automatisch jeweils nur so viel Strom ab, dass sie am nächsten Morgen die 18 Filialen und einige Grußkunden beliefern können. Die Liefertouren liegen dabei zwischen 45 und 150 Kilometern. Im Sommerhalbjahr deckt die Solarerzeugung mehr als 90 Prozent des Fahrstroms, im Winter rund zehn Prozent.

Mit eigenem Ökostrom backen

Die Bäckerei verfüge über drei Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 154 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) als Energiequelle. Außerdem habe es schon sieben Ladestationen für maximal 14 Fahrzeuge auf Basis von Wechselstrom (3,7 kW bis 22 kW) gegeben. Nun seien zusätzlich zwei bidirektionale Outdoor-Ladesysteme mit stationären Pufferspeichern hinzugekommen. So finden sich nun vor der Lieferhalle zwei Ladesäulen, die unidirektionales CCS-Laden und bidirektionales Laden der Projekt-Fahrzeuge ermöglichen.

Strom aus dem E-Auto

Im mittelständischen Ingenieur- und Planungsbüro Koenzen mit seinen zwei Standorten seien zwei Elektro-PKW und ein Elektro-Fahrzeug der VW-Bus-Klasse im Einsatz. Rund 80 Prozent des benötigten Stroms für die Elektrofahrzeuge erzeugten dabei die eigenen Anlagen. Mobilen und stationäre Elektrospeicher lieferten diese Energie. Brauche etwa der Standort Kesselweier zusätzliche Energie in der Werkstatt, so parke ein Elektrofahrzeug am bidirektionalen Stromspeicher und liefere dort Energie ab. So könne dieser Standort auf eine größere Stromleitung verzichten und entlaste so das öffentliche Netz.

Der Feldtest im Planungsbüro Koenzen habe weitere Regel- und Steuerungsmechanismen mit entsprechenden Speicher- und Fahrzeugkomponenten für einen CO2-minimierten PKW-Betrieb hervorgebracht. Zusätzlich sei eine kostenneutrale und CO2-freie Wärmeversorgung der Gebäude mit einem Niedertemperatur-Wärmepumpensystem einschließlich einer Photovoltaikanlage entstanden. Auch dieser Feldtest sei leicht auf andere Gewerbegebäude übertragbar und skalierbar, besonders im ländlichen Raum und urbanen Randlagen.

In der Event-Gastronomie VillaMedia gebe es eine inselnetzfähige Lösung. Dabei pufferten stationäre und mobile Speicher die Energie aus einem Blockheizkraftwerk und Photovoltaikanlagen für Elektromobilität und Gewerbe. Der stationäre Speicher umfasse etwa 100 kWh, im Einsatz befänden sich zudem sechs monodirektionale Elektrofahrzeuge. Der stationäre, bidirektionale Puffer bilde mit dem umfassend angepassten Gesamtsystem ein Inselnetz. So übernehme bei Netzausfall die stationäre Batterie die Energieversorgung. Damit die Batterie länger halte, schalteten sich einzelne Lasten – z. B. sehr energie-intensive Küchengeräte – automatisch aus. Somit könnten sensible Verbraucher, etwa Server, länger mit Batteriestrom arbeiten.

Smart Grids mindern Netzausbau

Bei lokSMART Jetzt! 2 habe sich somit gezeigt, dass eine gezielte und effiziente Nutzung von Energie aus regenerativen Quellen auch im Gewerbe möglich und sinnvoll ist. In stationären Batterien lasse sich bequem elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen speichern. Und die bidirektionale Gleichstromladesäule lade und entlade Elektrofahrzeuge effizient. Dies passiere obendrein dank Gleichstromtechnologie mit hohem Gesamtwirkungsgrad bei geringen Wandlungsverlusten.

Das intelligente, eigens entwickelte Energiemanagementsystem ermögliche zugleich eine automatisierte, bedarfsgesteuerte Bewirtschaftung stationärer und mobiler Speichersysteme. So ließen sich Einspeise- und Lastspitzen abfangen. Somit wirke das Smart Grid-System von lokSMART netzstabilisierend und netzentlastend. Künftig könnten viele lokale Smart Grid-Zellen, die sich wechselseitig unterstützen miteinander verknüpft werden. Dieser zelluläre Ansatz könne dazu beitragen, den Ausbau der Netzinfrastruktur erheblich zu minimieren.

7.8.2020 | Quelle: loksmart | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Spatenstich für grünen Wasserstoff für die Chemie

SolarServer - 7. August 2020 - 12:26

In Leuna ist der Spatenstich für grünen Wasserstoff in der Chemie erfolgt. Wie das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS mitteilte, geht es dabei um die Elektrolysetest- und -versuchsplattform ELP. Die Pilotanlage werde grünen Wasserstoff zur Herstellung von Grundchemikalien und Kraftstoffen produzieren.

Schon heute sei Wasserstoff einer der wichtigsten Rohstoffe für die mehr als 600 Unternehmen, die das mitteldeutsche Chemiedreieck bilden. Bisher stamme dieser aus fossilen Rohstoffen. Der Ansatz der neuen Pilotanlage setze dagegen auf nachhaltige Quellen. So soll Strom aus Photovoltaik- oder Windkraftanlagen zum Eunsatz kommen, um mittels Elektrolyse Wasserstoff aus Wasser zu erzeugen. Dieser grüne Wasserstoff stehe dann über den Stoffverbund des Chemieparks den angesiedelten Unternehmen zur Verfügung

„Sachsen-Anhalt bietet dafür ideale Standortbedingungen«, sagt Professor Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes, zum Spatenstich für die Pilotanlage. Das Land erzeuge viel Strom aus erneuerbaren Energien. Zugleich gebe es mit den Unternehmen der Chemieindustrie eine große Nachfrage nach Wasserstoff. Obendrein existiere ein bestehendes Pipeline-Netz und Speichermöglichkeiten. „Wir haben frühzeitig auf diese Technologie gesetzt und sind nun in einer exzellenten Ausgangsposition, um ihre Potenziale für die Wirtschaft in der Region nachzuweisen.“

Bis 5 MW Elektrolyseleistung

Die Fraunhofer Elektrolysetest- und -versuchsplattform ELP verfüge über Labore, Büros und ein Technikum. Es soll dazu dienen, den Betrieb verschiedener Elektrolyseanlagen im Industriemaßstab zu erproben und zu bewerten. Im Außenbereich stehen modular nutzbare Testflächen für Power-to-X- und Power-to-Liquid-Projekte bis 5 MW Anschlussleistung zur Verfügung. Das Zusammenspiel mit der fluktuierenden Stromzufuhr aus erneuerbaren Energien unter realen Betriebsbedingungen stehe dabei ebenso im Fokus wie die Verbesserung der eingesetzten Werkstoffe, die optimale Einspeisung in die bestehenden Gaspipelines und die Entwicklung passender Geschäftsmodelle.

Dr.-Ing. die Wasserstoff- und Kohlenstoffaktivitäten am Fraunhofer IMWS verantwortet, betont die Möglichkeiten, die sich durch die Pilotanlage auch für kleine und mittelständische Unternehmen ergeben können: „Fraunhofer unterstützt mit vielfältigen Aktivitäten den Aufbau einer deutschen Wasserstoff-Wirtschaft. Wenn wir die Chancen in diesem Zukunftsmarkt beherzt ergreifen, können wir Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft stärken und eine Modellregion für eine nachhaltige Industriegesellschaft aufbauen.“ Das sagte Sylvia Schattauer, stellvertretende Institutsleiterin des Fraunhofer IMWS.

Synthetische Kraftstoffe und Basischemie

Mit der Pilotanlage sei es ferner möglich, Daten direkt aus der Anwendung zu erhalten und damit den Betrieb zu optimieren. In assoziierten Projekten werden Verfahren zur Herstellung von Synthesegas über Co-Elektrolyse von Wasser und Kohlenstoffdioxid weiterentwickelt. Neben grünem Wasserstoff können in Leuna so auch Basischemikalien und nachhaltige synthetische Kraftstoffe entstehen.

Die nötigen Kompetenzen in der chemischen Verfahrenstechnik bringe das Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP in die Zusammenarbeit ein. „Wenn wir neben anderen regenerativen Rohstoffen auch auf grünen Wasserstoff als Rohstoff setzen und die Syntheseprozesse weiter verbessern, wird dies einen erheblichen Beitrag zu einer nachhaltigen Chemieindustrie leisten. Mit der jetzt entstehenden Plattform wollen wir die technisch-ökonomische Relevanz solcher Anlagen nachweisen und im großtechnischen Maßstab den Weg dafür bereiten, dass Grüner Wasserstoff markttauglich wird“. So äußerte sich, Markus Wolperdinger, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, zu dem das Fraunhofer CBP gehört. Die ersten Projekte sollen 2021 starten.

7.8.2020 | Quelle: Fraunhofer IMWS | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Blackstone plant Serienfertigung für gedruckte Batteriezellen

SolarServer - 7. August 2020 - 10:59

Die Schweizer Firma Blackstone Resources plant den Aufbau einer Serienfertigung für gedruckte Batteriezellen. Es seinen dafür nun einige Meilensteine erreicht, erklärte das Unternehmen, das dazu eine Fabrik in Erfurt aufbauen will. Blackstone habe dazu in die nächste Generation der Batterie-Technologie investiert. Dies beinhalte unter anderen patentierte 3D-Druck Technologien und Forschung für die Massenproduktion von Festkörper-Batterien. Das sorge für größere Energiedichte sowie eine größere Anzahl von Ladungs-Zyklen.

Die heutigen Batterie-Fabriken hätten eine Schwachstelle: Denn deren Batterie-Zellen-Produktion erlaube nur eine Batteriezell-Art. Diese Systeme seien sehr speziell und auch sehr teuer. Die Herstellung sei zudem sehr energieintensiv und mit dem Einsatz gefährlicher Lösungsmittel verbunden.

Blackstone setze dagegen auf eine flexiblere und kosteneffektive Produktionstechnologie, die auf gedruckten Batterien basiere. Sie decke eine große Anzahl von Zell-Formaten ab, indem sie verschiedene Kathoden- und Anoden-Chemikalien verwende. Damit ließen sich Batterien in einem automatisierten Format und im Sekundentakt hergestellen.

3D-Druck von kompletten Batterie-Modulen

Die Firma sehe ferner ein riesiges Potential, um komplette Batterie-Module und -Systeme zu drucken. Das führe zu weiteren wesentlichen Reduktionen von Produktions-Kosten. Blackstone arbeite für die Weiterentwicklung mit der europäischen Forschungs-Gemeinschaft, um die Massenproduktion voranzutreiben. In der EU ist die Batterieforschung ein wichtiges Thema.

Blackstone sei es nun gelungen, die weltweit ersten funktionablen Vollzellen mit dicken, gedruckten Elektroden herzustellen und erfolgreich zu testen. Bei allen gängigen Kathoden-Chemikalien steige die Energiedichte damit um ca. 20%. Zudem basierten beide Elektroden auf umweltfreundlichen, wasserbasierten Bindersystemen. Deren Fertigung sei schadstofffrei und reduziere die Produktionskosten nachhaltig. Ferner sei der Fertigungsschritt des Kalandrierens von Elektroden nicht mehr notwendig. Die notwendige Porosität lasse sich beim Drucken einfach einstellen.

„Das kurzfristige Ziel ist, eine Serienfertigung aufzubauen und damit den Nachweis der Massentauglichkeit zu erbringen.“ Das erklärt Holger Gritzka, CEO der Blackstone Technology GmbH. „Die Planung einer ersten Fertigungsanlage hat bereits begonnen.“ Zusätzlich erprobe das Unternehmen das Drucken von Festkörperzellen. „Mittelfristig werden bei Blackstone Technology komplette Batteriezellen inklusive Gehäuse in sehr hoher Geschwindigkeit gedruckt“, so Gritzka.

Blackstone Resources ist eine börsennotierte Schweizer Firma, die neben der Batterieentwicklung auch in die Exploration der notwendigen Rohstoffe investiert. Die Firma hatte angekündigt, bis 2025 eine Batteriezellenfabrik mit einer Kapazität von 3 Gigawattstunden aufzubauen. Sie zielt damit auf die Automobilbranche und Industrieanwendungen.

7.8.2020 | Quelle: Blackstone Resources | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Broschüre informiert über Naturschutz und Biomassenutzung

Pelletshome - 7. August 2020 - 9:00

Naturschutz und Biomassenutzung Naturschutz und Energiewende mit Biomasse müssen kein Gegensatz sein. Das beweist die neue Broschüre “Energiewende & Biomassenutzung”, die der Österreichische Biomasse-Verband gemeinsam mit Umweltverbänden veröffentlicht hat.

Bei Energiewende den Naturschutz nicht vernachlässigen

Die Publikation zeigt gemeinsame Lösungsansätze für eine naturverträgliche Nutzung des heimischen forstlichen Biomassepotenzials. Denn in Österreich ist der Holzvorrat im Wald seit den 1960er-Jahren um die Hälfte auf beinahe 1,2 Milliarden Festmeter gestiegen. Deshalb soll die Holznutzung forciert werden, um fossile Brennstoffe und energieintensive Materialien wie Beton, Plastik oder Stahl durch Holz zu ersetzen. Die intensive Nutzung der forstlichen Biomasse löst bei Naturschutz-VertreterInnen allerdings Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Biodiversität aus. “Der alleinige Ausbau erneuerbarer Energieträger kann den Energiebedarf in Österreich nicht decken. Die Energiewende erfordert eine massive Senkung des Bruttoinlandsverbrauchs an Energie”, fordert aus diesem Grund Professor Reinhold Christian. Als Vorsitzender von Umwelt Management Austria und Präsident des Forums Wissenschaft & Umwelt ist er Mitherausgeber der Broschüre.

Pilotprojekt demonstriert Einklang von Biodiversität und Holznutzung

“Um dem steigenden Holzbedarf und gleichzeitig dem Naturschutz gerecht zu werden, ist eine multifunktionale Waldwirtschaft notwendig, die das Biodiversitätsmanagement ständig im Blick behält und konkrete Naturschutzmaßnahmen in das laufende Tun integriert”, fordert Umweltdachverbands-Präsident Franz Maier. Erfahrungswerte würden sich beim LE-Projekt “Biodiversität und multifunktionale Bewirtschaftung im Wald” der Österreichischen Bundesforste gewinnen lassen. Ziel des Vorhabens ist es, WaldbewirtschafterInnen praxistaugliche Handlungsempfehlungen zur Förderung von Arten und Lebensräumen zu geben. Ein vorbildliches Zusammenspiel von Waldbewirtschaftung und Naturschutz zeigen die im Folder enthaltenen Best-Practice-Beispiele. Der Forstbetrieb Stift Altenburg im Waldviertel beispielsweise weist trotz extremer Trockenheit eine üppige Naturverjüngung aus Bergahorn, Buche, Eiche und Tanne auf. Dabei macht er sich die Brombeere als Schattenspender, den Eichelhäher als Pflanzhelfer und Biodiversitätsflächen als Wildäsung zunutze. Und das unweit gelegene Holzkraftwerk Rastenfeld produziert aus Schadholz aus 20 Kilometer Umkreis rund um die Uhr Strom und Wärme.

Sie können die kostenlose Broschüre “Energiewende & Biomassenutzung” unter office@biomasseverband.at anfordern.

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IBC Solar will Prüflabor-Dienstleister werden

SolarServer - 6. August 2020 - 14:44
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Wärmepumpe und Solarstrom sichern hohe Eigenversorgung

SolarServer - 6. August 2020 - 14:32

Eine Wärmepumpe und Solarstrom sichern im Zusammenspiel mit einem Speicher eine hohe Wärmeversorgung für eine Familie in der Nähe von Bayreuth. Darüber informiert Speicherhersteller E3/DC anhand eines Praxisbeispiels. Das 2018 gebaute Einfamilienhaus mit KfW-Effizienzhaus-Standard 40 Plus verfüge dabei über rund 300 Quadratmeter Wohnfläche. Drei Personen lebten dort.

Hauseigentümer Gerhard Popp habe für sein altes Haus noch über 5.000 Liter Heizöl gebraucht. Nun wärme die Wärmepumpe das neue Haus und benötige nur 5.200 Kilowattstunden Strom. Das entspreche 520 Litern Heizöl. Dank des Hauskraftwerks von E3/DC könne er nun über die Hälfte des Strombedarfs für die Wärmepumpe, den Haushalt und das Elektroauto solar decken. Auf bis zu 80 Prozent Eigenversorgung, die mit E3/DC-Speichersystemen möglich sei, werde er wegen eines besonderen Stromverbrauchers im Haus und der Kälte der oberfränkischen Wintermonate allerdings nicht kommen.

Keine EEG-Umlage

Für die Heizung und Erwärmung des Dusch- und Trinkwassers komme eine Sole-Wasser-Wärmepumpe zum Einsatz mit vier bis zu 100 Meter tief reichenden Erdsonden. Die Wärme speichere ein 1.000 Liter-Pufferspeicher Die Stromversorgung übernehme eine Photovoltaik-Anlage mit 9,86 kWp Spitzenleistung. Zwar wäre auf dem Dach Platz für mehr Module gewesen. Doch ab 10 Kilowatt wäre eine anteilige EEG-Umlage fällig. Dadurch hätte sich die Wirtschaftlichkeit verschlechtert.

Für die Stromspeicherung habe Popp das dreiphasige Hauskraftwerk S10 E des Osnabrücker Herstellers E3/DC gewählt. Als er die Photovoltaik-Anlage im August 2018 in Betrieb nahm, habe die Netto-Speicherkapazität der Akkus 10,56 Kilowattstunden (kWh) betragen. Schnell habe er bemerkt, dass er von der tagsüber erzeugten überschüssigen Energie nachts noch mehr gebrauchen könnte. Deshalb habe er sein Hauskraftwerk im Juni 2019 mit einem weiteren Batteriemodul auf 15,84 kWh Netto-Kapazität erweitert.

Versorgungsgrad von 53 Prozent

Rund 13.000 kWh Strom benötige die Familie im Jahr. Davon verbrauche der Haushalt inklusive einer Sauna 55%, die Wärmepumpe 40% und das Elektroauto bisher 5%. 53% des Strombedarfs decke die PV-Anlage ab, die sich zu 32% aus direkter und zu 21% aus indirekter (Speicherentladung) Deckung zusammensetzen. 47% kämen aus dem Stromnetz. 

Über den betrachteten Zeitraum hinweg habe die Photovoltaik-Anlage mit knapp 10 kWp Spitzen-Leistung rund 11.850 kWh/Jahr erzeugt, das entspricht 1.200 kWh/kWp. Sein Einspeisetarif betrage 12,2 Cent/kWh, für Strom vom Energieversorger zahle die Familie 28 Ct/kWh.

Wie eine Auswertung zeige, sei die Eigenversorgung mit Solarstrom von 53% (1.8. bis 31.12.18) auf 58% im Jahr 2019 auf 64% in der ersten Jahreshälfte 2020 gestiegen.

6.8.2020 | Quelle: E3/DC | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Forschungsfertigung Batteriezelle fragt nach Industriebedarf

SolarServer - 6. August 2020 - 13:53

Die Forschungsfertigung Batteriefertigung (FBB) geht an den Start und fragt nach dem Industriebedarf. Diesem Zweck dient ein Konsortialworkshop in Aachen am 20. Oktober 2020. So will die FBB das Angebot entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Batteriezellproduktion auszurichten.

Die FFB, ein neuer Institutsteil des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT, soll dafür am Standort Münster zum Zentrum der Entwicklung einer modernen und skalierbaren Batteriezellproduktion für Deutschland und Europa werden. Damit die Produktion in Deutschland zukünftig neue Batterietechnologien effizienter, günstiger und in höchster Qualität bereitstellen könne, fördere der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen den Aufbau der Forschungsfabrik mit insgesamt 700 Millionen Euro. Die Fabrik stelle zugleich eine Forschungs- und Fertigungsinfrastruktur zur Verfügung. Damit sollen Unternehmen und Forschungseinrichtungen die seriennahe Produktion neuer Batterien erproben, umsetzen und optimieren.

Konsortium aus Forschung und Industrie

In dem Workshop soll sich ferner ein Konsortium aus Industrie und Forschung bilden, das die Anforderungen an die Batteriezellproduktion definiert. Die Teilnehmenden haben so die Möglichkeit, die zukünftigen Inhalte und Schwerpunkte der FFB mitzubestimmen. Das Angebot richte sich an Hersteller von Maschinen und Anlagen zur Batterieproduktion. Außerdem ziele es auf alle Industriefirmen, die bereits heute Akkumulatoren in ihren Produkten verwenden oder Anwendungen für die Zukunft planen.

“Die Verzahnung von Forschung und Industrie ist die Voraussetzung für den Aufbau des Wirtschaftszweigs Batterie in Deutschland”. So äußerte sich Professor Fritz Klocke, Geschäftsführender Leiter der FBB. “Mithilfe von Konsortien und entsprechenden Workshops wollen wir in der FFB eine Umgebung schaffen, in der beide Sektoren über den gesamten Wertstrang der Batteriezellproduktion eng zusammenarbeiten”.

Dies schließe alle Schritte im Lebenszyklus der Batteriezelle mit ein. Somit zählen dazu die Materialproduktion, der Maschinen- und Anlagenbau, die Zellherstellung, die Batterienutzung sowie das Recycling. Mögliche Formate der Zusammenarbeit sieht die FFB zum Beispiel in Konsortialstudien. Darüber hinaus plane die FFB, neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Batteriezellforschung in Kongressen und Fachtagungen zu teilen und zu diskutieren.

Ergebnisse für Weiterbildungsprogramm

„Die Ergebnisse unserer Forschungs- und Konsortialprojekte nutzen wir für ein umfassendes Weiterbildungsprogramm“, so Klocke. „Damit möchten wir qualifiziertes Fachpersonal, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch Studierende auf den neusten Stand der Batteriezellforschung bringen“.

Als Teilinstitut des Aachener Fraunhofer IPT nutzt die FFB ferner weitreichende Erfahrungen beim Aufbau seiner Konsortien. Zurzeit arbeite das Team der FFB gemeinsam mit neun weiteren Fraunhofer-Instituten, dem Münster Electrochemical Energy Technology der Universität Münster sowie dem Lehrstuhl Production Engineering of E-Mobility Components der RWTH Aachen an der Konzeption des Gebäudes im Hansa Business Park Münster sowie der Fertigungslinien. Geplant sei, das neue Gebäude im Juni 2022 zu beziehen. Der Produktionsstart erfolge voraussichtlich Anfang 2023. Langfristig soll die FFB rund 150 Mitarbeitende beschäftigen.

6.8.2020 | Quelle: Fraunhofer IPT | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Photovoltaik: Solarstrom mit den Nachbarn nutzen

SolarServer - 6. August 2020 - 13:08
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Montage-Netzwerke für Ökostrom und E-Mobilität

SolarServer - 6. August 2020 - 12:39

Montage-Netzwerke für Projekte in den Bereichen Ökostrom und E-Mobilität bietet das Start-Up Installion an. Wie das Unternehmen mitteilte, sei der flächendeckende Aufbau von Montage-Netzwerken ein Schlüsselfaktor für viele Großkonzerne im Bereich Erneuerbare Energien und Elektromobilität. Gleichzeitig sei genau das aber der Punkt, an dem viele Unternehmen wegen des Handwerkermangels scheiterten.

Diese Baustelle gehe Installion an und baue strukturiert Montagenetzwerke für Großunternehmen bundesweit auf. Unterstützend baue und betreibe Installion zunehmend auch selbst Montage-Niederlassungen. Diese befänden sich zum Beispiel in Niedersachsen, NRW und Baden Württemberg.

Einer der Kunden sei der Düsseldorfer Energiekonzern Eon., der damit sein Netzwerk von Montagekapazitäten strategisch erweitere. „Durch den stark zurückgekommenen Markt in der Photovoltaik gepaart mit dem knappen Handwerkermarkt müssen wir unser Netzwerk nachhaltig ausbauen, um unseren Kunden weiterhin einen perfekten Service zu bieten.“ Das sagt Firmenvertreter Matthias Krieg. Hier habe das Unternehmen mit Installion sehr gute Kontakte knüpfen können. Mit dem 2019 gegründeten Start-Up könne der Versorger somit weiterhin neue Montagefirmen für E.ON Solar gewinnen.

Installation arbeite bisher mit 200 Unternehmen aus den Sektoren regenerativer Energien und Elektromobilität zusammen. “Das who is who der Erneuerbaren Energien Branche beauftragt uns inzwischen.” Darüber freut sich Gründer und Geschäftsführer Florian Meyer-Delpho. Das Konzept sei besonders für ausländische Unternehmen spannend, die ihren Markteintritt in Deutschland planten. Der wäre in Zeiten des Handwerkermangels ohne ein Netzwerk für Viele nur schwer möglich.

6.8.2020 | Quelle: Installion | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Ökostrom-Handel und EEG: sollte Doppelvermarktung möglich sein?

SolarServer - 6. August 2020 - 12:32
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Deutsche Bahn will ins Wasserstoffgeschäft einsteigen

SolarServer - 6. August 2020 - 11:21

Die Deutsche Bahn will offensichtlich ins Wasserstoffgeschäft einsteigen. Das Unternehmen hat zum Thema Wasserstoff-Logistik eine Studie im Auftrag der Landesenergieagentur Hessen (LEA) durchgeführt. Wie die Bahn mitteilte, zeigen diese Ergebnisse nun, dass der potenziell grüne Energieträger Wasserstoff äußerst umweltfreundlich und in deutlich größeren Mengen mit der Bahn als auf der Straße befördert werden könne.

Bislang fehle es jedoch im Schienenverkehr an geeigneten Transportbehältern. Um die Belieferung neu entstehender Wasserstofftankstellen von der Schiene aus zu einer wirtschaftlich interessanten Option zu machen, empfehlen die Verfasser der Studie ein Pilotprojekt. Ziel soll der klimafreundliche Transport von Wasserstoff auf der Schiene im Regelbetrieb sein.

Ersatz für Diesel

„Wir bei DB Energie nehmen diese Studie zum Anlass, den Aufbau einer Wasserstoff-Logistik auf der Schiene voranzutreiben. Perspektivisch wird Wasserstoff auch als Dieselersatz bei der Bahn immer interessanter.“ Das sagte Torsten Schein, Geschäftsführer der DB Energie: „Auf lange Sicht kann die gesamte Kette von der Erzeugung des Wasserstoffs bis hin zum Verbraucher komplett CO2-frei werden.“

Der Transport von Wasserstoff über die Straße sei dagegen keine wirklich nachhaltige Lösung. Das sagte Karsten McGovern, Geschäftsführer der LEA. „Daher sehen wir den Transport über die Bahn als zukunftsweisend an.” Das gelte besonders dann, wenn künftig auch noch Brennstoffzellenzüge dazukämen. Die Studie zeige nun die Realisierungspotenziale auf. “Wasserstoff über die Eisenbahn: die praktische Erprobung kann beginnen“, so McGovern.

Brennstoffzellenzüge für den Taunus

Die Nachfrage sei zudem vorhanden: Ab Ende 2022 wolle die Hessische Landesbahn GmbH im Taunusnetz 27 Brennstoffzellenzüge auf das Gleis bringen. Das Bahnunternehmen Alstom hat ebenfalls bereits für Regionalbahnen – etwa in Norddeutschland – Brennstoffzellenzüge geliefert. Diese sind mittlerweile im Regelbetrieb im Einsatz.

Im Auftrag der LEA hat DB Energie von November 2019 bis April 2020 mit Partnern aus Industrie, der Verkehrs- und Logistik-Branche die Studie durchgeführt. Sie hat untersucht, wie der Transport von Druck-Wasserstoff technisch, betrieblich und genehmigungsrechtlich auf der Schiene erfolgen könne.

Wirtschaftlicher als Straßentransport

Die Studie hatte dazu eine fiktive Bahnstrecke vom Industriepark in Höchst als Erzeugerort nach Friedberg festgelegt. Das Ziel war dabei eine ebenso noch fiktive Schienentankstelle. Außerdem habe die Studie durchgespielt, dass die Bahn den öffentlichen Nahverkehr in Wiesbaden mit Wasserstoff beliefere.

Im Ergebnis könne der Schienentransport unter ähnlichen Voraussetzungen und der aktuellen Gesetzeslage im Vergleich zum Transport über die Straße geringfügig günstiger sein. Damit besitze er zusätzlich zum umweltfreundlicheren Transport einen wirtschaftlichen Vorteil. Außerdem reduzierte dies Lärm und Feinstaub.

6.8.2020 | Quelle: Deutsche Bahn AG | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Heizen mit erneuerbaren Energien: BAFA-Monatsstatistik Juni 2020

Pelletshome - 6. August 2020 - 9:00

BAFA-Monatsstatistik Juni 2020 Erstmals wieder nach Monaten hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine Monatsstatistik zur Förderung ökologischer Heizungen veröffentlicht. Demnach ist im Juni 2020 die Zahl beantragter Wärmerzeuger gegenüber dem Vormonat um 2,7 Prozent auf 24.254 gesunken.

BAFA-Monatsstatistik Juni 2020

Im Juni 200 gingen 6.989 Anträge auf Förderung einer Biomasseheizung im Marktanreizprogramm beim BAFA ein. Das sind 8,5 Prozent weniger als im Vormonat. Verglichen mit dem Vorjahr haben sich die Antragszahlen aber mehr als verdreifacht. Für die Förderung einer Solarthermieanlage hat das BAFA 5.281 Anträge erhalten. Im Vormonat waren es 1,9 Prozent mehr. Außerdem hat es 8.615 Anträge für einen Zuschuss zur Installation einer Wärmepumpe bekommen – 0,1 Prozent weniger mehr als im Monat zuvor. Auch Gasheizungen unterstützt das Förderprogramm zum Heizen mit erneuerbaren Energien – wenn sie als Hybridheizungen kombiniert mit einer Biomasse-, Solar- oder Wärmepumpenanlage funktionieren oder als Brennwertheizungen spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme zusätzlich Wärme aus erneuerbarer Energie nutzen (“Renewable Ready”).

Besonderer Ökobonus honoriert Umstieg von Öl auf Pellets

Seit 1. Januar 2020 gelten neue, deutlich attraktivere Förderkonditionen im Marktanreizprogramm. Für die Installation von Holzfeuerungen ab fünf Kilowatt gibt es entweder einen Ökobonus als Regelförderung in Höhe von 35 Prozent oder die Austauschprämie für Ölheizungen in Höhe von 45 Prozent. Der Staat fördert im Neubau alle Arten von Holzkesseln und wasserführende Pelletskaminöfen mit Partikelabscheider oder Brennwerttechnik, im Gebäudebestand außerdem Anlagen ohne Partikelabscheider oder Brennwerttechnik. Neben dem Kessel oder dem Kaminofen gibt es den Ökobonus unter anderem für Brennstofflager, Pufferspeicher und Transportsystem sowie für die Entsorgung des alten Öltanks.

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Ökostrom: Doppelvermarktung könnte rechtens sein

SolarServer - 5. August 2020 - 14:05

Die Doppelvermarktung von geförderten Grünstrom könnte rechtens sein. Zu diesem Schluss kommt die Stiftung Umweltenergierecht in einer Analyse. Das Diskussionspapier wirft die Frage auf, ob mit der jüngst beschlossenen Einbeziehung von Haushaltsmitteln in den Finanzierungsmechanismus des EEG nicht auch eine Neubewertung des Doppelvermarktungsverbotes angezeigt wäre. Es beschreibt dabei den grundsätzlichen Handlungsspielraum des Gesetzgebers für eine mögliche Reform.

Bisher dürfen nach dem Doppelvermarktungsverbot sogenannte Herkunftsnachweise (HKN), die die grüne Eigenschaft von Strom aus erneuerbaren Energieträgern verkörpern, nur für diejenigen Grünstrommengen ausgestellt werden, die keine Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten. Dahinter stand bisher immer der Gedanke, dass die Endverbraucher über die EEG-Umlage die grüne Eigenschaft der Energie bereits bezahlt haben. Deshalb solle durch die Ausstellung von HKN für diese Strommengen keine nochmalige Vermarktung ihrer grünen Eigenschaft möglich sein.

Erstmals Milliarden Euro Haushaltsmittel für EEG

Aus rechtlicher Sicht gebe es nun aber einen neuen Anlass, über eine Lockerung des Doppelvermarktungsverbotes zu sprechen. Denn indem der Gesetzgeber im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets erstmals auch Haushaltsmittel in die Hand nimmt, um die Förderkosten des EEG mitzufinanzieren, schwäche sich die bisherige Begründungslogik des Doppelvermarktungsverbotes ab. Dabei handele es sich alleine 2021 um rund 10,8 Mrd. Euro. Denn nun finanzierten die EEG-Umlagezahler nicht mehr vollständig den Zubau der Anlagen alleine.

Insoweit bestünde ein gesetzgeberischer Handlungsspielraum, es jedenfalls teilweise zu ermöglichen, auch geförderte Strommengen als zertifizierten Grünstrom vermarkten zu können. Auch das EU-Recht erlaube dies, wenn der Marktwert der HKN in die Berechnung der Förderhöhe einfließe. In vielen anderen Mitgliedstaaten der EU sei die Ausstellung von HKN für geförderten Strom bereits langjährige Praxis.

Damit böte sich auch die Möglichkeit, in stärkerem Maße Industriekunden mit Grünstrom zu beliefern. Das Interesse an solchen Produkten habe zuletzt stark zugenommen. Es sei aber wahrscheinlich, dass ausgeförderte oder ohne EEG-Förderung betriebene Anlagen alleine die steigende Nachfrage nicht befriedigen könnten.

Vermarktung an Lieferung koppeln

Um ein solches schrittweises Einführen hochwertiger Grünstromprodukte zu garantieren, schlagen die Autoren vor, eine Öffnung des HKN-Systems durch bestimmte Kriterien zu qualifizieren. So könnte die Vermarktung des Grünstroms nur gekoppelt an die Lieferung möglich sein. Damit ließe sich ein bewusster Anreiz schaffen, mit HKN für geförderten Grünstrom gerade Vertriebsmodelle für Industriekunden aufzusetzen, die eine tatsächliche Lieferbeziehung abbildeten und nicht nur –wie beim sonstigen, greenwashing-anfälligen Handel mit bloßen HKN –die abstrakte grüne Eigenschaft weitergeben. Diese Form der Produktveredlung könnte im Inland eine zusätzliche Nachfrage nach authentischen Grünstromprodukten anreizen und damit auch den Zubau an Erzeugungskapazitäten stärken.

5.8.2020 | Quelle: Stiftung Umweltenergierecht | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Photovoltaik: PPA für 100 MW in Deutschland

SolarServer - 5. August 2020 - 12:47

Anumar und Stakraft haben einen PPA für100 MW (Megawatt) Photovoltaik in Deutschland geschlossen. Es geht um den Solarpark Schornhof bei Ingolstadt. Dies sei der bisher größte Park, der überwiegend ohne Förderung errichtet werde, teilte die Rechtsanwaltskanzlei Heussen mit, die das Solarunternehmen Anumar bei dem Projekt beraten hat.

Der Bau des Solarparks habe bereits begonnen. Die Fertigstellung des kompletten Solarparks sei ferner für das erste Quartal 2021 vorgesehen. Der Park werde den Solarstrom nach der Fertigstellung des neuen Umspannwerks direkt in das Hochspannungsnetz eingespeisen. Abnehmer Statkraft vermarktet den Strom weiter.

Der Solarpark Schornhof verfüge zudem über eine Kombination aus PPAs und EEG-Förderung wie Andreas Klier, Geschäftsführer der Anumar GmbH erklärt. Das Vorhaben erhält außerdem eine Finanzierung durch die Umweltbank.

Heussen habe Anumar unter anderem bei der Entwicklung der vertraglichen Vermarktung von Strom außerhalb der EEG-Förderung beraten. Parallel habe das Unternehmen das Finanzierungs- und Versicherungskonzept sowie den über elf Jahre laufenden Stromliefervertrag zwischen Anumar und Statkraft vertraglich konzipiert und begleitet.

5.8.2020 | Quelle: Heussen | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Mehr Photovoltaik für Münchens Wohnungen

SolarServer - 5. August 2020 - 11:54

Mehr Photovoltaik für Münchens Wohnungen. Das hat der Stadtrat der bayrischen Landeshauptstadt beschlossen. Wie es in einer Mitteilung der Stadt heißt, soll der gesamte Wohngebäudebestand der städtischen Wohnungsbaugesellschaften GWG München und GEWOFAG bis 2030 mit Photovoltaik ausgerüstet sein. Demnach sollen auf den Dächern aller Neubauten Photovoltaik-Anlagen installiert und jährlich zehn Prozent der Bestandsgebäude nachgerüstet werden.

Dabei würden Mieterinnen und Mieter vorzugsweise die Möglichkeit erhalten, Mieterstrom von ihrem Gebäude zu beziehen. Falls Mieterstrom nicht möglich sei, könnten künftig SWMSonnenbausteine erworben werden. Dies ist ein Angebot der Stadtwerke München. „Es ist ein wichtiger Schritt, das Bewusstsein der Mieter zu schärfen und die Haushalte auch langfristig finanziell zu entlasten.“ Das sagte Stadtbaurätin Professorin Elisabeth Merk.

Offen für Bürgerenergie

Die beiden Wohnungsbaugesellschaften bewirtschafteten schon heute mehr als 66.000 Wohnungen – zu einer durchschnittlichen Miete von unter acht Euro pro Quadratmeter. Die GWG wolle bis Ende 2024 außerdem über 3.600 Wohnungen neu errichten. Die GEWOFAG plane ebenfalls in den nächsten zehn Jahren durchschnittlich 700 Wohneinheiten pro Jahr zu erstellen. Nach Ansicht von Beobachtern seien pro Wohneinheit mindestens 1 Kilowatt Spitzenleistung installierbar. Das ergebe somit auf den Dächern der beiden Gesellschaften für München ein Potenzial von 66 Megawatt (MW).

Zudem hatte der Rat beschlossen, „die ersten Projekte für Mieterstrom und M-Solar Sonnenbausteine oder alternative Bürger*innenstromprodukte (bei rechtlicher, technischer und wirtschaftlicher Eignung) zeitnah umzusetzen. Finanzierung, Errichtung, Betrieb und Abrechnung erfolgen durch die SWM oder die jeweiligen Betreiber der Anlagen. Energiegenossenschaften sind hier bevorzugt einzubinden.“

5.8.2020 | Quelle: Stadt München | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Photovoltaik-Strom für Bosch

SolarServer - 5. August 2020 - 10:36

Photovoltaik-Strom trägt für Bosch künftig entscheidend zur Energieversorgung in Deutschland bei. Dazu hat der Elektronikkonzern für seine Standorte in Deutschland Langzeitlieferverträge (PPA) mit RWE, Statkraft und Vattenfall geschlossen. Wie Bosch mitteilte, stamme der Strom aus subventionsfreien Photovoltaik-Parks der drei Anbieter. Insgesamt gehe es dabei ab 2021 um ein jährliches Volumen von mehr als 100 000 Megawattstunden. Das entspreche 70 Prozent des Stromverbrauchs des Bosch-Standortes Feuerbach. Bei optimalen Photovoltaik-Bedingungen reiche die maximale Erzeugungsleistung aus, um zumindest stundenweise den gesamten Strombedarf der Werke Feuerbach, Homburg und Bamberg gleichzeitig zu decken.

Die Langzeitverträge lösen einen Teil des Ökostrombezugs von Bosch aus bestehenden regenerativen Anlagen ab. Sie haben eine Dauer zwischen zwölf und 16 Jahren. Statkraft beliefer Bosch bereits seit Mai.

Die Bosch-Gruppe strebe solche Langzeitverträge auch über Deutschland hinaus an. In Mexiko deckt das Unternehmen beispielsweise mit „New Clean Power“ schon jetzt bis zu 80 Prozent seines Strombedarfs. Viele der dortigen Bosch Standorte erhielten Strom aus einem neu errichteten Windpark des Energiekonzerns Enel.

Eigenversorgung mit Photovoltaik

Neben der exklusiven Abnahme von erneuerbaren Energiequellen erhöhe Bosch auch die Eigenstromversorgung: Aus knapp 50 Photovoltaikanlagen an den eigenen Standorten gewinne das Unternehmen derzeit rund 60 000 Megawattstunden pro Jahr. Am Bosch-Standort Nashik in Indien sei die größte Anlage dieser Art in der indischen Automobilindustrie entstanden. Insgesamt soll das Erzeugungsvolumen der regenerativen Eigenversorgung bis 2030 auf 400 000 Megawattstunden wachsen. Außerdem stehe 2020 der Bau einer Photovoltaik-Anlage im thailändischen Bosch-Werk Hemaraj mit einer jährlichen Stromerzeugung von 1 300 Megawattstunden an.

Einsatz von Brennstoffzellen

Bosch betreibe desweiteren Projekte zur Energieerzeugung im Bereich Wasserkraft und Biomasse. Auch neue Ansätze wie Wärme und Strom aus Wasserstoff seien Teil der Energieversorgung. So haben die Standorte Homburg und Bamberg den Prototyp einer von Bosch entwickelten stationären Brennstoffzelle in Betrieb genommen. Die Brennstoffzelle decke nun Bedarfsspitzen an elektrischer Energie ab.

In Salzgitter arbeite Bosch gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut und weiteren ansässigen Unternehmen daran, ein von der Stadt und dem Land Niedersachsen gefördertes Zentrum für Wasserstoff zu errichten, den sogenannten Wasserstoff-Campus. Das Bosch-Trainingszentrum in Wernau habe ferner Ende Juni eine Brennstoffzellen-Pilotanlage auf SOFC-Basis (Solid Oxide Fuel Cell oder Festoxid-Brennstoffzelle) in Betrieb genommen.

Ein Leuchtturmprojekt entstehe zudem in Thüringen: Das Bosch-Werk in Eisenach wolle bis 2022 den Strombedarf über Eigenstromversorgung durch Photovoltaikanlagen und den Exklusivbezug von Strom aus Windkraft decken. Ferner soll ein ausgeklügeltes Energiemanagement basierend auf künstlicher Intelligenz den Strombedarf minimieren.

„Der Klimawandel macht keine Pause – und wir auch nicht. Wir werden unser anspruchsvolles Ziel realisieren, bis Ende des Jahres keinen CO₂-Fußabdruck mehr zu hinterlassen.“ Das sagte Volkmar Denner, CEO der Bosch-Gruppe. Alle 400 Bosch-Standorte weltweit würden dann klimaneutral sein. Die deutschen Standorte seien es bereits seit Ende 2019. „Unsere Anstrengungen für die Energiewende werden auch nach 2020 fortgesetzt. Die Investition in regenerative Energien ist ein wichtiger Beleg dafür“, fügte Denner hinzu.

5.8.2020 | Quelle: Bosch | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Beate Schmidt-Menig: „Deutschland ist ein Pelletland“

Pelletshome - 4. August 2020 - 17:55

Beate Schmidt-Menig Über den derzeit boomenden Pelletmarkt spricht Beate Schmidt-Menig. Seit 19. Juni 2020 führt sie als Vorsitzende den Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV). Hauptberuflich arbeitet sie in der Geschäftsleitung des Pelletkesselherstellers Ökofen Deutschland.

Frau Schmidt-Menig, wie erklären Sie sich die derzeit für Pelletfeuerungen sehr gute Marktlage?
Ja, die Dynamik ist enorm. Über den Zuwachs von 150 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 freue ich mich sehr. Ideale Rahmenbedingungen kommen zusammen: die hohe Förderung von bis zu 45 Prozent für alle Maßnahmen rund um den Heizungstausch, die beschlossene CO2-Abgabe für fossile Brennstoffe ab 2021 und das Ölheizungsverbot ab 2026, außerdem ein gewachsenes Bewusstsein für Klimaschutz in den eigenen vier Wänden.

Das sah in der Vergangenheit zeitweise anders aus.
Von 2005 bis 2011 habe ich dieses Amt schon einmal ausgeübt und dabei vieles erlebt: vom schnellen Aufschwung bis zum anschließenden Markteinbruch. Der war damals zwar sehr schmerzlich, aber im Rückblick hat er uns weitergebracht. Die Branche war damals noch nicht professionell genug aufgestellt. Insofern konnten wir die Zeit in den vergangenen zehn Jahren nutzen, um die gesamte Wertschöpfungskette für das Heizen mit Pellets modern und praxiserprobt zu gestalten. Das zahlt sich jetzt aus.

Was meinen Sie konkret?
Als der Markt 2007 eingebrochen war, war das auch eine Reaktion darauf, dass wir weder eine Marktdokumentation mit Preisindizes und Produktionszahlen hatten noch eine nennenswerte Qualitätssicherung für Brennstoff und Handwerk. Der Pelletboom zu Beginn des Jahrtausends war allein dem Reiz des Neuen geschuldet. Heute ist die Branche komplett anders aufgestellt. Das Produkt „Heizen mit Pellets“ erlaubt sowohl mit Heizkesseln als auch mit Kaminöfen eine nahezu CO2-freie, günstige Wärmegewinnung bei vergleichbarem Komfort mit fossilen Heizungen. Dazu gehört eine hochmoderne, das heißt effiziente und emissionsarme Verbrennungstechnik, genauso wie Premiumpellets. Das ENplus-Zertifikat für Produktion und Anlieferung ist heute Standard.

Das war vor fünf Jahren auch schon der Fall.
Das stimmt. Für das diesjährige Wachstum im ersten Halbjahr – wir reden immerhin von 150 Prozent Plus gegenüber 2019 – waren andere Dinge ausschlaggebend. Die „Raus-aus-dem-Öl-Politik“ der Bundesregierung, die sich im aktuellen Gebäudeenergiegesetz mit einem Verbot ab 2026 manifestiert, war die Voraussetzung. Sie wurde mit einem besonders attraktiven Förderbonus gekoppelt. Wer die alte Ölheizung durch eine Pelletheizung ersetzt, bekommt 45 Prozent aller dabei anfallenden Investitionskosten ersetzt. Pellets sind damit vom ersten Tag an rentabel, was bei Heizungskunden bewirkt, dass sie erstmals seit langem wieder aktiv auf das Heizungsfachhandwerk zugehen.

Ist das Handwerk darauf vorbereitet?
Die Heizungsbauer sind die wichtigste Zielgruppe, denn sie haben einen entscheidenden Einfluss darauf, welches System ihre Kunden auswählen. Damit sie offensiv für Pellets argumentieren, müssen sie einiges wissen – auf jeden Fall mehr als über die einfachen fossilen Optionen. Holz ist ein wunderbarer klimafreundlicher Energieträger, aber auch ein wenig komplexer. Ein guter Heizungsbauer muss über die nachhaltige Herkunft von Pellets und Hackschnitzeln genauso Bescheid wissen wie über die Feuerungstechnik und das Zusammenspiel von Heizung und Lager. Wir haben bereits 2010 begonnen, eine entsprechende Fortbildung zu entwickeln. Unter www.pelletfachbetrieb.de werden auf Pellets und Holzfeuerungen spezialisierte Fachbetriebe nach Postleitzahlen und Entfernung gelistet, sodass interessierte Verbraucher einen passenden Handwerker finden. Das Interesse der Betriebe an der Qualifizierung ist dieses Jahr wieder deutlich angestiegen. Darüber hinaus entwickeln wir zusammen mit dem Bundesverband Wärmepumpe mehrere E-Learning-Module für SHK-Azubis. Für Berufsschullehrer ist unser digitales Angebot eine einfache Möglichkeit, Erneuerbare Wärme in den Unterricht zu integrieren.

Reicht die Pelletproduktion in Deutschland aus, wenn deutlich mehr Heizungen versorgt werden sollen?
Ja, mit 2,8 Millionen Tonnen produzierten Pellets im Jahr 2019 sind wir weltweit die Nummer eins, was Premiumpellets für den Wärmemarkt angeht. Dieses Jahr werden wir die 3-Millionen-Marke wohl übertreffen. Deutschland ist aufgrund seines Holzreichtums und der großen Anzahl an Sägewerken ein richtiges Pelletland. Die beim Sägen anfallenden riesigen Mengen an Reststoffen wie Sägemehl und Späne können auch noch deutlich mehr Pelletheizungen versorgen als heute.

Wie wirkt sich der positive Markt auf die mittelfristige Wachstumsprognose aus?
Der DEPV hat im Frühjahr 2020 die 500.000ste Pelletheizung vorgestellt. In den nächsten Jahren müssen noch über fünf Millionen Ölheizungen ersetzt werden. Wir haben also eine gute Perspektive, mit Pelletheizungen und anderen modernen Holzfeuerungen davon einen großen Anteil zu ersetzen. Das heißt, bis zur einmillionsten Pelletfeuerung in Deutschland soll es deutlich schneller gehen. Bei der aktuellen Wachstumsgeschwindigkeit visieren wir 2030 an.

Das Interview hat der DEPV zur Verfügung gestellt. Es wurde von der Pelletshome-Redaktion bearbeitet.

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Fahren mit Photovoltaik günstiger als Steckdosenstrom

SolarServer - 4. August 2020 - 14:39

Fahren mit Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlagen ist 70 Prozent günstiger als mit Steckdosenstrom. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse von EUPD Research im Auftrag von E3/DC. Wie die Firmen mitteilten, seien aktuell noch hohe Stromkosten und eine unübersichtliche Angebotslandschaft der öffentlichen Ladeinfrastruktur die größten Barrieren beim Umstieg auf das Elektroauto. Staatliche Förderungen reduzierten die Investitionskosten zwar deutlich. Zugleich seien jedoch Stromtarife zum mobilen Laden noch nicht transparent genug. Sie unterlägen zudem je nach Automodell und Stromanbieter starken Schwankungen.[

Vor allem der Faktor der Stromkosten wirke auf Bürgerinnen und Bürger abschreckend. Je konkreter sie sich mit dem Kauf eines E-Autos auseinandersetzten, desto stärker wirkten die derzeit hohen und weiter steigenden Stromkosten als Barriere. Das ist eines der Ergebnisse der Befragung von EUPD unter gut 2.000 Bürgerinnen und Bürger zu Energiewendethemen.

Bis zu 1.300 Euro Stromkosten

Den Umfrage-Ergebnissen zufolge geben knapp drei Viertel der privaten Haushalte, die eine Kaufentscheidung für ein Elektrofahrzeug bereits getroffen haben, an, dass der hohe Strompreis eine hohe Kaufbarriere darstellt. Der durchschnittliche Stromverbrauch von Elektrofahrzeugen liege je nach Modell zwischen 15 und 30 kWh je 100 km. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 14.000 km bedeute dies einen Stromverbrauch zwischen 2.100 und 4.200 kWh pro Jahr.

Die Strompreisanalyse des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. vom Januar 2020 gebe den durchschnittlichen Strompreis im Jahr 2020 für private Haushalte mit 31,4 Cent je kWh an. Somit müsse der private Haushalt mit etwa 660 bis 1.300 Euro Stromkosten für das Laden des E-Autos rechnen. Diese Kosten würden tendenziell weiter steigen. Das brächte so auch nicht die erhoffte Einsparung gegenüber konventionellen Fahrzeugen.

Photovoltaik: Einsparung von 450 bis 900 Euro

Eine eigene Photovoltaikanlage in Verbindung mit Ladetechnik erlaube es dagegen, Strom für unter 10 Cent je kWh zu produzieren. Im direkten Vergleich der PV-Stromgestehungskosten mit dem Haushaltsstrompreis lasse sich eine jährliche Einsparung von 450 bis 900 Euro abschätzen. Das entspreche einem Unterschied von 70 %. Neben den Stromkosten sind nach einer Analyse der TÜV-Gruppe auch andere Gründe für zurückhaltende Kunden zu nennen.

„Eine Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Hausdach macht das Fahren eines E-Autos zu einer attraktiven Option.“ Das sagt Andreas Piepenbrink, Geschäftsführer von E3/DC. Vor allem in Kombination mit einem Stromspeicher könne ein Maximum an solarer Deckung erreicht werden. Die Auswertung tausender E3/DC-Anlagen zeige, dass viele Kunden in einzelnen Monaten den benötigten Ladestrom komplett selbst erzeugen können.

„Unsere Marktforschung zeigt, dass mobiles Laden an der öffentlichen Ladeinfrastruktur bereits heute kostenintensiver ist als die Nutzung von Haushaltsstrom.“ Das kommentiert EUPD-Geschäftsführer Martin Ammon. „Wir sehen im ‚Tanken‘ von privat erzeugtem Solarstrom die attraktivste Lösung für Bürgerinnen und Bürger.“

4.8.2020 | Quelle: EUPD | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Fraunhofer: Solarenergie für sauberes Wasser

SolarServer - 4. August 2020 - 13:43

In einem Verbundprojekt der Universität von Stellenbosch und Fraunhofer-Gesellschaften soll die Solarenergie stärker als bisher für sauberes Wasser in Südafrika zum Einsatz kommen. Dafür haben beide eine strategische Partnerschaft vereinbart. Diese läuft unter dem Namen Fraunhofer Innovation Platform for the Water-Energy-Food Nexus.

Wie Fraunhofer mitteilte, geht es dabei darum, vorhandene Ressourcen nachhaltig zu bewirtschaften. Dies betreffe neben den knappen Wasservorkommen auch den Ausbau regenerativer und dezentraler Energiesysteme sowie die Ernährungssicherheit. Die Partner wollen in dieser langfristigen Kooperation bedarfsgerechte technologische und sektorübergreifende Lösungen zur Wasser-, Energie- und Ernährungssicherheit erarbeiten. Diese Lösungen sollen Menschen und der Umwelt zugute kommen. Süd-Afrika hat in den letzten Jahren stark unter Wasserknappheit gelitten.

Das Ziel sei, Know-how und Technologien auf dem Gebiet der Wasserbehandlung und Wassernutzung zusammenzuführen. Durch gemeinsame Forschung und Entwicklung wollen die Partner Lösungen für Südafrika und die Sub-Sahara-Staaten erarbeiten. Im Energiesektor stehe die Entwicklung neuer Technologien im Vordergrund, die Lösungen für die Umstellung der kohlebasierten auf eine regenerative Energiewirtschaft bieten.

Darüber hinaus seien nachhaltige Lösungen für die dezentrale Energieversorgung für den ländlichen Raum, für städtische und stadtnahe Gebiete sowie deren Vernetzung gefragt. Dabei können Photovoltaik und Solarthermie zum Einsatz kommen. Auch die EU und die Afrikanische Union wollen gemeinsam dafür sorgen, dass Solarstrom stärker vorankommt.

An dem Vorhaben seien neben dem Fraunhofer IGB auch das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST sowie das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE beteiligt. Als weiterer Partner sei die Fraunhofer-Allianz Energie assoziiert.

4.8.2020 | Quelle: Fraunhofer | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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