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Photovoltaik-Forschung: Durchbruch bei Dünnschicht-Solarzelle

SolarServer - 28. Februar 2020 - 13:46

Wissenschaftler des PERCISTAND-Konsortiums haben als erste einen Wirkungsgrad von 25 Prozent mit einer Dünnschicht-Solarzelle erreicht. „Darüber hinaus sind unsere Solarzellen dünn und flexibel, was sie ideal für die Integration in Gebäude und Dächer macht“, sagt Bart Vermang, Koordinator des PERCISTAND-Konsortiums von der belgischen Hasselt University. „Mit diesen Dünnschicht-Solarzellen sind wir zum ersten Mal wirklich konkurrenzfähig mit dem traditionellen Solarzellen.“

„Um diese Rekordeffizienz zu erreichen, verwenden wir zwei Arten von Materialien, die wir aufeinander legen“, sagt Vermang. Eine herkömmliche Solarzelle besteht aus einer einzigen Schicht, normalerweise aus Silizium. „Für diese Solarzellen verwenden wir zwei verschiedene Materialien, die sich gegenseitig verstärken“, so Vermang. Einige der Partner des Konsortiums arbeiten an der unteren Zelle, während andere an der oberen Zelle arbeiten. „In den letzten Wochen haben wir die besten Unter- und Oberzellen miteinander kombiniert, wodurch wir bereits diesen hohen Wirkungsgrad von 25 Prozent erreicht haben. Unser Ziel ist es nun, innerhalb der nächsten drei Jahre eine Energieeffizienz von 30 Prozent zu erreichen“, betont Vermang.

Dünnschicht-Solarzelle konkurrenzfähig mit traditionellem Markt

Weil die Solarzellen so dünn sind, wird für die Herstellung von Solarpaneelen weniger Material benötigt. Dadurch werden diese Solarpaneele noch billiger als die herkömmlichen. Im Rahmen dieses Projekts arbeiten die Forscher auch mit Wirtschaftswissenschaftlern zusammen, um die Kosten für diese Solarzellen zu analysieren. Auf diese Weise hofft das Konsortium, bis zum Ende des Projekts ein Geschäftsmodell zu haben, mit dem Unternehmen, die diese Solarzellen herstellen wollen, beginnen können.

Wann wird die Öffentlichkeit in der Lage sein, die neue Dünnschicht-Solarzelle zu kaufen? „Im Moment ist es uns gelungen, diese Effizienzergebnisse in Solarzellen von etwa 1 cm² zu erzielen. Ich stelle mir vor, dass die Paneele innerhalb von acht Jahren auf dem Markt erhältlich sein werden. Es gibt noch eine Reihe von Hindernissen, die es zu überwinden gilt. Wir können zum Beispiel bereits die oberen Zellen auf die unteren Zellen legen und Energie erzeugen, aber es muss noch ein kosteneffizienter Weg gefunden werden, um die beiden Schichten in einem Modul zu kombinieren.

Das Forschungsprojekt PERCISTAND wurde mit 5 Millionen Euro aus dem europäischen Programm „Horizont 2020“ gefördert. Das Konsortium besteht aus zwölf internationalen Partnern: Universität Hasselt, imec, VITO, TNO, Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg, Karlsruher Institut für Technologie, Empa Schweiz, Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung – Institut PV Frankreich (CNRS-IPVF), Solar Schweiz, NICE Solar Energy, Australian National University, National Renewable Energy Laboratory USA.

28.02.2020 | Quelle: PERCISTAND | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Erneuter Countdown für Windkraft und Photovoltaik

SolarServer - 28. Februar 2020 - 13:39
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Erste Innovationsausschreibung am 1. September 2020

SolarServer - 28. Februar 2020 - 13:28
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Solar Auctions versteigert Photovoltaik-Module

SolarServer - 28. Februar 2020 - 13:14

Aktuell stehen bei Solar Auctions verschiedene Solarmodule zur Versteigerung. Neben poly- und monokristallinen Solarmodulen (mit Leistungen ab 265 bis 335 Watt) umfasst die Online-Auktion auch Indach-Solarmodule sowie transparente Glassolarmodule. Alle Produkte stammen von der CS Wismar GmbH Sonnenstromfabrik.

Die auf Solar Equipment spezialisierte Versteigerungsplattform bietet Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien neue Vertriebsmöglichkeiten für komplette Solarparks oder Neuware aus Restbeständen an. Für die Onlineauktionen erstellt Solar Auctions detaillierte Angaben zu den Artikeln und bietet darüber hinaus auch Besichtigungen an.

„Wir nutzen Solar Auctions als zusätzliche Vertriebsplattform, um Produkte die aus nicht realisierten Projekten und Überproduktionen stammen, einem breiten und transparenten Markt zugänglich zu machen, da Käufer unsere Produkte hier bis zu 50 Prozent unter dem marktüblichen Handelswert ersteigern können. Die Produkte werden mit gesetzlicher Garantie angeboten“, sagt Rüdiger Drewes, Geschäftsführer der Sonnenstromfabrik.

Das angebotene Portfolio wird mit höchster Sorgfalt ausgewählt und auf dessen Qualität hin geprüft. Durch den Mix aus diversen Produktionsaufträgen, kann es zu kleineren Farbabweichungen kommen Transparenz, Kundenfreundlichkeit und bestmögliche Hilfestellung stützen dabei eine langfristige und vertrauensvolle Beziehung zu Käufern und Auftragnehmern.

Solar Auctions ist die weltweit erste professionelle Verwertungs- und Versteigerungsplattform, die sich auf Photovoltaik und Solar Equipment sowie weitere Produkte aus dem Bereich der erneuerbaren Energien spezialisiert hat. Am Firmensitz in Hilden bei Düsseldorf verfügt das weltweit agierende Unternehmen über ein Lagervolumen von 5.000 Quadratmetern. Als Full-Service-Provider agiert das Unternehmen professionell bei der gesamten Auktionsabwicklung und Vermarktung der Assets – bei Insolvenz, Werksschließung oder Lagerräumung – von der Bewertung und Katalogerstellung bis hin zu Zollformalitäten.

Alle Informationen zu den Auktionen von Solar Auctions finden Sie unter neben stehendem Link.

28.02.2020 | Quelle: Solar Auctions | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Biologische Methanisierung trotz Asche und Teer

SolarServer - 28. Februar 2020 - 12:36

Ein Team aus Wissenschaft und Praxis erforscht wie man die thermochemische Vergasung holzartiger Biomasse und die mikrobielle Erzeugung von Methan effizient koppeln kann. Hauptaugenmerk gilt spezifischen Mikroorganismen und der Frage, wie diese die biologische Methanisierung auch unter erschwerten Bedingungen aufrechterhalten können. Die Erkenntnisse tragen nicht nur zur wirtschaftlichen Optimierung von Biogasanlagen durch Quervernetzung von Nährlösungsströmen bei. Sie erschließen vor allem neue, nachhaltige und kostengünstige Rohstoffquellen.

Sie sind die Hartgesottenen unter den Ur-Organismen: Archaeen besiedeln extreme ökologische Nischen, beispielsweise Schwarze Raucher, hydrothermale Quellen am Grund der Tiefsee. Einzelne Stämme dieser Mikroorganismen sind Teil der biologischen Kaskade, die in Biogasanlagen aktiv ist, um dort Kohlenstoffdioxid als Kohlenstoffquelle und Wasserstoff von anderen Kulturen zu übernehmen und Methan zu bilden (biologische Methanisierung). So geschieht es auch in Power-to-Gas genannten Verfahren.

Prozesse erheblich kostengünstiger gestalten

Der Grundgedanke dabei ist, Strom durch die Umwandlung zu einem energiereichen Gas auch über längere Zeiträume speicherbar zu machen. Benötigt wird das beispielsweise, wenn Solarstrom aus dem Sommer und Windstrom aus den Übergangszeiten in die Wintermonate transferiert werden soll, in denen der Bedarf hoch und die Erzeugung niedrig ist. Gleichzeitig können so Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor gekoppelt werden. Optimal ist die Verwendung von Methan als ‚Speicher‘, weil das Erdgasnetz mit etwa 220 TWh eine enorme Kapazität hat. Ein solches Verfahren ist die biologische Methanisierung. Da dieser Prozess jedoch nach aktuellem Stand noch zu unwirtschaftlich ist, verfolgten nun Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), gemeinsam mit dem Praxispartner MicroPyros GmbH und dem Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, eine Verfahrensidee, in der sie die Ausgangsstoffe der biologischen Methanisierung verändern und den Prozess damit erheblich kostengünstiger gestalten. Im Projekt „Ash-to-Gas – Mikrobielle Biomethan-Erzeugung mit Wasserstoff aus der thermischen Vergasung von Biomasse mit Nährstoffen aus Vergasungsrückständen“ wird dafür der Prozess der Vergasung mit der biologischen Methanisierung in Biogasanlagen gekoppelt.

Die Idee

Man vergast holzartige Reststoffe, wie kostengünstiges Straßenbegleitgrün, Grasschnitt, Stroh oder Waldrestholz. Somit entsteht ein Produktgas aus Wasserstoff, Kohlenstoffdioxid und Kohlenmonoxid, welches die Archaeen in einem nachgeschalteten Fermenter methanisieren. Im Projekt wollten die Forscher nun herausfinden, ob die Mikroorganismen den erschwerten Bedingungen trotzen können. Die Firma MicroPyros kultiviert diese Mikroorganismen. „Sollten die Archaeen gegenüber Kohlenmonoxid und Teeren die Methanisierung aufrechterhalten, könnte die aufwändige Gasreinigung reduziert werden – ein wichtiger Schritt hin zu einer wirtschaftlichen Optimierung von Biogasanlagen.“, so Yvonne Gmach, Projektleiterin von MicroPyros. Darüber hinaus wollten die Forscher ermittelt, ob die Asche des Vergasers als Nahrung für die Archaeen dienen kann um Prozesskosten zu sparen.

Ergebnisse im Überblick:
  • Über den Projektzeitraum wies das Projektteam nach, dass sämtliche Komponenten, die in realem Synthesegas aus der Vergasung enthalten sind, von den Mikroorganismen „geduldet“ werden.
  • In den Teerversuchen reagierten die Mikroorganismen auf verschiedene Teerkomponenten unterschiedlich. Durchgeführte Versuche deuten darauf hin, dass größere Teermoleküle ungleich schwieriger von den Mikroorganismen zu tolerieren sind als kleinere Moleküle.
  • Bei den Versuchen Nährlösung durch Asche zu ersetzen, reagierten die Mikroorganismen neutral bis negativ: Die Verbrennungs- und Vergasungsasche wird von den Mikroorganismen zwar grundsätzlich toleriert, kann nach Versuchserkenntnissen des Projektpartners MicroPyros jedoch nicht als alleiniges Nährstoffsubstitut verwendet werden.
Adaption der Kultur an Teere möglich

Projektkoordinator Thomas Trabold (FAU) differenziert die Ergebnisse: „Im Verlauf der Untersuchungen kann trotz aller Herausforderungen gezeigt werden, dass eine Adaption der Kultur an die Teere unter Verringerung der Methanproduktionsrate möglich ist. Denn die Mikroorganismen bauen die Teere höchstwahrscheinlich ab. Dadurch ergibt sich an dieser Stelle der größte Bedarf an weiterer Forschung, was die Abbauraten, -produkte, Belastungsgrenzen und vor allem die Adaptionsfähigkeit weiterer Kulturen angeht.“ Eindeutig erfolgreich hingegen war die Reaktion der Archaeen auf Kohlenstoffmonoxid. Sie akzeptieren dieses und verstoffwechseln es in der biologischen Methanisierung . Die Verwendung eines Rieselbettfermenters für die biologische Methanisierung birgt erhebliches Potential zur weiteren Prozessoptimierung.

28.02.2020 | Quelle: Deutsches Biomasseforschungszentrum | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Bessere Förderung für geothermische Wärmenetze gefordert

SolarServer - 28. Februar 2020 - 11:56

Geothermische Fern- und Nahwärme ist ein Schlüssel für die klimafreundliche Wärmeversorgung von Wohngebieten in Innenstädten. Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) unterstützt daher die Forderung des Bundesverbandes Geothermie nach einer zielgerichteten Förderung von Anschlüssen an solche geothermische Wärmenetze, die mit mindestens 50 Prozent erneuerbaren Energien gespeist werden.

Reiner Priggen, Vorsitzender des LEE NRW: „Die Energiewende muss vor allem auch eine Wärmewende sein: Wenn wir wirksam CO2 reduzieren wollen, müssen wir ran an die Heizungen. Mit einer fairen Förderung von Anschlüssen an regenerative Wärmenetze kann das gelingen. Gerade im dichtbesiedelten NRW können solche Netze eine Lösung sein, um alte Öl- und Gasheizungen zu ersetzen.“

Mindestens 50 Prozent erneuerbare Energien

In Städten ist der Anschluss an ein effizientes Wärmenetz laut LEE NRW mitunter die einzige Möglichkeit, eine positive Klimaschutzwirkung zu erreichen. Förderfähig sollen die Anschlüsse sein, wenn das Wärmenetz die EU-Definition für effiziente Fernwärme- und Fernkälteversorgung erfüllt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Wärmenetz zu mindestens 50 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt wird. Eine Änderung der Förderrichtlinie ist im Rahmen einer Verordnung des Bundeswirtschaftsministeriums möglich.

Der Forderung des Bundesverbandes Geothermie haben sich weitere Verbände angeschlossen:

  • Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)
  • AGFW | Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V.
  • Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB)
  • Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) e.V.
  • Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. (DGRV)

Das Land Nordrhein-Westfalen hat in einer Studie rund sechs Millionen beheizte Gebäude im Land ermittelt. Allerdings sind erst gut 55.000 Anlagen zur Nutzung oberflächennaher Geothermie installiert – also in weniger als einem Prozent des Bestandes.

Etwa 40 Prozent des gesamten CO2-Außstoßes entfallen auf den Wärmesektor. 70 Prozent der Heizsysteme in NRW werden noch immer mit klimaschädlichem Öl oder Gas betrieben. Dabei könnte die Hälfte des Wärmebedarfs für Wohnhäuser mit erneuerbarer Geothermie gedeckt werden, wie das LANUV NRW in einer Potenzialstudie herausgefunden hat.

28.02.2020 | Quelle: LEE NRW | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Windkraft-Rekord im Februar

SolarServer - 28. Februar 2020 - 11:22

Der Februar setzt einen neuen Windkraft-Rekord: Bis Monatsende werden voraussichtlich 20,9 Milliarden kWh Strom aus Windkraftanlagen erzeugt worden sein. Davon entfallen 17,9 Mrd. kWh auf Windkraftanlagen an Land, offshore steuert 3,0 Mrd. kWh bei. Das zeigen erste Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Damit übertrifft die Stromerzeugung aus Windkraft-Anlagen im Februar den bisherigen Windkraft-Rekord um gut ein Viertel: Im bislang stärksten Monat März 2019 produzierten Windenergieanlagen rund 16,5 Mrd. kWh – obwohl der Monat sogar zwei Tage länger war. Grund hierfür war das außerordentliche Windaufkommen im Februar mit den Sturmtiefs Sabine, Victoria und Yulia.

„Die Windkraft-Anlagen haben im Februar so viel Strom erzeugt wie zwei Kernkraftwerke im ganzen Jahr. Das ist sehr erfreulich und legt zusammen mit der Stromerzeugung aus Photovoltaik die Basis, damit der Einsatz konventioneller Energieträger kontinuierlich zurückgeht. Allerdings stehen die Rekordzahlen im scharfen Kontrast zur dramatischen Situation beim weiteren Ausbau sowohl von Wind- als auch Solaranlagen: Werden die Hemmnisse und Deckel hier nicht zügig beseitigt, werden wir das 65-Prozent-Ziel im Jahr 2030 krachend verfehlen“, so Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Damit der Strom aus Erneuerbaren Energien vollumfänglich genutzt und die Klimaziele erreicht werden können, muss zudem alles dafür getan werden, dass der dringend notwendige Ausbau der Nord-Süd-Leitungen vorankommt. „Wichtig sind auch adäquate Rahmenbedingungen für die Sektorenkopplung“, ergänzt Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des ZSW. „Eine Neugestaltung der Abgaben und Umlagensystematik im Stromsektor würde wichtige Impulse für die Sektorenkopplung geben und damit den Einsatz von erneuerbarem Strom im Verkehr, im Wärmesektor und in Industrieprozessen – gerade auch die Erzeugung von grünem Wasserstoff – voranbringen.“

28.02.2020 | Quelle: BDEW | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Michael Bilharz: “Behalten Sie Ihre persönliche CO2-Bilanz im Blick”

Pelletshome - 28. Februar 2020 - 9:00

Dr. Michael Bilharz Egal, ob beim Einkaufen, beim Verreisen oder beim Heizen der eigenen vier Wände: Bei allem was wir tun, hinterlassen wir unseren ganz persönlichen ökologischen Fußabdruck. Wie Sie Ihren eigenen Kohlendioxidausstoß berechnen und senken können, erklärt Dr. Michael Bilharz vom Umweltbundesamt (UBA) im Interview.

Herr Bilharz, wie schneidet Deutschland im Vergleich zu anderen Nationen beim Kohlendioxidausstoß pro Kopf und Jahr ab?
Der deutsche Pro-Kopf-Ausstoß liegt bei 11,6 Tonnen. Das ist deutlich über dem Weltdurchschnitt und deutlich über dem EU-Wert von acht bis neun Tonnen Kohlendioxid pro Person und Jahr. Der Grund: Unser Konsum ist stark auf der Verbrennung von Kohle, Öl und Erdgas ausgerichtet. Auch unser Fleischkonsum und die damit verknüpften Methanemissionen liegen überdurchschnittlich hoch. Wir tragen deshalb in Deutschland eine besondere Verantwortung. Aus Gründen des Klimaschutzes müssen wir spätestens bis 2050 auf unter eine Tonne pro Person und Jahr kommen.

Sie appellieren an jeden Einzelnen. Wenn das Verzicht bedeutet, wird es schwer werden.
Wichtig ist, dass man nicht nur zuerst auf sich selbst schaut, sondern sich daran erinnert, dass Klimaschutz eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Es geht nicht nur um den eigenen Konsum. Ich kann Kohlendioxid auch bei anderen und mit anderen einsparen. Zum Beispiel, indem ich in bestehende Klimaschutzprojekte investiere und so meinen eigenen Kohlendioxidausstoß kompensiere. Oder indem ich mich finanziell beim Ausbau erneuerbarer Energien beteilige. Das ist oft einfacher und wirkungsvoller, als mit einem schlechten Gewissen kleine Einsparmöglichkeiten im Alltagskonsum detektivisch aufzuspüren.

Wer bei sich selbst ansetzen will: Wie gehen sie oder er am besten vor?
Das geht am besten mit einem Blick auf die Maßnahmen, die besonders viel Kohlendioxid einsparen können. Fragen sie sich: Beziehe ich Ökostrom? Nutze ich für Kurzstrecken mein Fahrrad? Ist mein Haus gut gedämmt? Kaufe ich Bioprodukte? Was auch effektiv ist: Weniger tierische Lebensmittel konsumieren. Oder beispielsweise mit dem Giro-Konto zu einer ökologischen Bank wechseln. Oder Mitglied in einem Klimaschutzverband werden. Vor allem aber gilt: Seltener ins Flugzeug steigen.

UBA-CO2-Rechner Wird das unser Leben aber nicht komplett auf den Kopf stellen?
Nein. Auch wenn wir klimaneutral leben, wird der Strom weiterhin aus der Steckdose kommen. Wir werden auch zukünftig automobil sein. Aber wir müssen die Strukturen und Anreize, die unser Verhalten lenken, so verändern, dass klimafreundliches Verhalten den Normalfall darstellt. Das gilt für die gesellschaftlichen Strukturen wie für die Alltagsstrukturen. Ein Beispiel: Wer ein Auto hat, der nutzt es auch – alleine schon deshalb, weil es fahrbereit vor der Türe steht. Bei Car-Sharing hingegen fährt man das Auto nur, wenn man es wirklich braucht.

Vielen dürfte gar nicht bewusst sein, wie viel Kohlendioxid sie produzieren. Wie lässt sich das klar vor Augen führen?
Grundsätzlich kann man sagen: Je höher das Einkommen, desto höher der eigene ökologische Fußabdruck. Menschen mit einem höheren Einkommen besitzen in der Regel eine größere Wohnung, größere Autos, oft auch mehrere Autos und reisen mehr. Gleichzeitig hat man aber mit einem höheren Einkommen auch mehr Möglichkeiten Kohlendioxid einzusparen. Beispielsweise durch eine ökologische Geldanlage in erneuerbare Energien, energetische Sanierungen oder den Kauf von Bio-Produkten. Das heißt: Geld kann gut Kohlendioxid einsparen, neigt aber dazu, höhere Kohlendioxidemissionen zu verursachen.

Wie kann ich herausfinden, wie groß mein ökologischer Fußabdruck ist?
Der lässt sich mit dem UBA-CO2-Rechner in zehn bis 20 Minuten einfach bestimmen. Hilfreich ist, wenn man seine Heiz- und Stromkostenabrechnung parat hat, ebenso den Autokilometerstand. Am Ende geben wir mit unserem Szenario-Tool viele Hinweise, wie man den eigenen ökologischen Fußabdruck verbessern kann und zeigen, was das im Einzelfall bringt. Viele werden überrascht sein, was alles möglich ist.

Weitere Informationen: https://uba.co2-rechner.de

Das Interview hat das Umweltbundesamt zur Verfügung gestellt. Es wurde von der Pelletshome-Redaktion bearbeitet.

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Biogas durch Methanisierung aufwerten

SolarServer - 27. Februar 2020 - 14:22

Die Umwandlung von Kohlendioxid in Methan – das sogenannte Power-to-Gas-Verfahren – gilt als wirtschaftlich vergleichsweise attraktive Option zur Speicherung von Strom. Wird dafür das in Biogasanlagen entstehende CO2 genutzt, bieten sich eine Reihe von Vorteilen. Ob jedoch auch mit kleineren, eher landwirtschaftlichen Anlagen die Aufwertung von Biogas durch Methanisierung gelingen kann, untersuchen jetzt Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der regineering GmbH und der Technische Hochschule Ingolstadt. Gefördert werden sie dabei vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Kohlendioxid fällt in Biogasanlagen als Bestandteil des Biogases vergleichsweise konzentriert an. In größeren Biogasanlagen werden deshalb Konzepte getestet und umgesetzt, die das Biogas durch Methanisierung mit Hilfe von Strom aus Windkraftanlagen zu Biomethan aufwerten. Dieses Power-to-Gas-Verfahren speichert den erneuerbaren Strom quasi chemisch in Form von Bioerdgas, das über die Gasnetze bestens transportierbar ist.

Für die kleineren landwirtschaftlichen Biogasanlagen gilt die Aufbereitung und Einspeisung in das Gasnetz – sofern vor Ort überhaupt verfügbar – zurzeit jedoch noch als sehr aufwendig. Deshalb erarbeiten die Wissenschaftler aus Bayern ein neuartiges Konzept, bei dem das Biogas zwar methanisiert, dann aber direkt an der Anlage verwertet wird.

Konkret soll das Biogas aus dem Fermenter ausgeschleust und dessen CO2-Anteile im Nebenstrom katalytisch reduziert werden, wenn entsprechender Strom preisgünstig zur Verfügung steht. Anschließend gelangt das Biomethan zurück in die Gasblase. Dort steigt der Methananteil im Biogas und damit dessen Energiegehalt sukzessive an, was sich ideal mit flexibler, bedarfsgerechter Fahrweise der BHKWs kombinieren lässt.

Die Partner wollen zunächst die grundsätzliche Realisierbarkeit des Konzeptes testen, um es im nachfolgenden Schritt an realen Biogasanlagen umzusetzen. Gefördert werden sie dabei vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR).

27.02.2020 | Quelle: FNR | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Erneuerbares Energiesystem: In Zukunft alles mit Strom

SolarServer - 27. Februar 2020 - 13:49

Die RLS fordert einen energiepolitischen New Deal, der das Korsett des konventionellen Energiesystems aufbricht und die Grundlogiken des Energiemarkts von der Zukunft her denkt. Fundamental sind für ein Erneuerbares Energiesystem der massive Ausbau von Solar- und Windkraftwerken, die Etablierung von vernetzten Versorgungszellen und ein Kapazitätsmechanismus für die netzgebundene Stromerzeugung. Dabei setzt der Vorschlag komplett auf die Elektrifizierung aller Sektoren. Die Wärmeerzeugung mit erneuerbarer Energie spielt in den Überlegungen keine Rolle.

Erneuerbare Elektrifizierung verdreifacht den Strombedarf

Klimakrise, Dekarbonisierung, Elektrifizierung des Wärme- und Verkehrssektors: Um den zukünftigen Strombedarf in Deutschland in Höhe von 1650 Terawattstunden im Jahr zu decken, bedarf es einer Verfünffachung der Wind- und eine Verzehnfachung der PV-Kapazitäten. Darin liegt auch eine ökonomische Chance: Durch lokale Wertschöpfung und Beteiligung können bislang importierte fossile Energieträger zunehmend durch die heimische Sonnen- und Windenergie ersetzt werden.

Vor-Ort-Versorgung entfesselt die individuelle Ökonomie der Flexibilität

Mit dem Bedeutungsgewinn des Stromsektors steigt auch das Volumen des Netzstroms. Jedoch sind Netze zukünftig nur noch ein Teil der Lösung. Rund ein Drittel des Stroms muss bereits lokal erzeugt, gespeichert und verbraucht werden. Die politischen Weichen sind so zu stellen, dass die Versorgung vor Ort fundamental liberalisiert wird. Daher braucht es in den neuen Versorgungszellen, also „hinter dem Zähler“, einen weitgehenden Verzicht auf Förderung, Abgaben und Bürokratie. Und es muss ein Markt entstehen, der diese vernetzten Zellen miteinander verbindet.

Erneuerbares Energiesystem ist technisch möglich

Eberhard Holstein, langjähriger Energiemarktexperte und Kuratoriumsmitglied der RLS: „Ein Erneuerbares Energiesystem ist technisch ohne weiteres möglich. Dafür müssen wir den Ausbau vor Ort entfesseln. Bis zum Netzanschlusspunkt sollte jeder machen können, was er will. So entsteht in Mietshäusern, Quartieren oder Gewerbegebieten eine individuelle Ökonomie der Flexibilität. Wer die eigene Stromerzeugung ausbaut und gleichzeitig Lastspitzen abfedert, wird belohnt. Das gibt den dringend benötigten Anreiz, lokal in die erneuerbare Sektorenkopplung zu investieren.“

Erneuerbarer Kapazitätsmarkt setzt Anreize in der Null-Grenzkosten-Stromwirtschaft

„Zudem brauchen wir bei steigenden Anteilen erneuerbarer Energien ein neues Vergütungssystem: Dafür muss ein Erneuerbarer Kapazitätsmarkt mit Grundpreisen für bereitgestellte Strommengen geschaffen werden“, so Holstein weiter.

Hintergrund dafür ist, dass durch den Übergang in ein Erneuerbares Energiesystem mit niedrigen Grenzkosten produzierte Kilowattstunden immer häufiger an Wert verlieren werden. Zusammen mit CO2-Abgaben soll der Grundpreis zukünftig den netzgebundenen Zubau von Erzeugungskapazitäten anreizen. Somit muss eine staatlich orchestrierte Steuerung erfolgen, ausgerichtet an den Verbrauchszentren und der Netzsituation.

Das RLS-Diskussionspapier „New Deal für das Erneuerbare Energiesystem“ kann hier heruntergeladen werden.

27.02.2020 | Quelle: RLS | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Ulm setzt auf Photovoltaik und Solarthermie

SolarServer - 27. Februar 2020 - 12:57

Nach wie vor spielt der Ausbau der Solarenergie eine wichtige Rolle, denn die lokalen Stadtwerke stellten ihre Grundversorgung Anfang des Jahres 2020 komplett auf grünen Strom um. Auch der Bau von Passiv- oder Netto-Nullenergiehäusern wird in den Fokus gerückt. Das Projekthaus Ulm, mit Photovoltaik und Wärmepumpe, verknüpft erneuerbare Technologien mit einem Einfamilienhaus und dient gleichzeitig als wichtigen Datenquelle. „Auch nach acht Jahren zeigt sich, dass Ulm die stetige Vorbildrolle in der Solarenergie festigen konnte und im Bereich Sektorenkopplung anderen Kommunen tolle Ideen für eigene Projekte liefert“, sagt Robert Brandt, Geschäftsführer der AEE.

Stark in Solarenergie

Besonders bei der Solarenergie ist Ulm Vorzeige-Kommune. Denn Ulm setzt auf Photovoltaik und Solarthermie. 2018 wurden 237 Megawattstunden Strom durch neun städtische Photovoltaikanlagen erzeugt. Auch zur Wärmeerzeugung wird die Sonne genutzt. Die Stadt betreibt elf Solarthermie-Anlagen mit insgesamt knapp 300 kW Leistung. „Die Solarenergie spielt in Ulm schon seit vielen Jahren eine sehr große Rolle“, bestätigt Andrea Lippert, Mitarbeiterin der Abteilung „Strategische Planung“ der Ulmer Stadtverwaltung. „Dennoch sind noch Potenziale in der Stadt vorhanden, die ausgeschöpft werden sollen. Der solare Eigenverbrauch und Mieterstromkonzepte werden zukünftig beim Neubau und der Gebäudesanierung noch wichtiger.“

Die Stadt will Vorreiter in Energiewende und Klimaschutz sein. Unter dem Slogan „Tu, was du kannst“ werden Ulmer vorgestellt, die in der Stadt ihren eigenen Anteil zum Klimaschutz besteuern. In den Online-Porträts zeigt sich: Klimaschutz ist vielfältig und wird im Alltag gelebt. Mit diesem Best-Practice-Ansatz macht die Stadt das Thema Klimaschutz greifbar und für die Bevölkerung verständlich. Klar ist auch: Alle haben Einfluss auf das Klima – aber Klimaschutz bedeutet auch: Mehr Wert für alle.

Sektorenkopplung immer wichtiger

Eine große Rolle spielt der Wärmesektor, in dem der höchste Endenergieverbrauch anfällt. Bernd Jünke, Pressesprecher der Stadtwerke Ulm (SWU), sieht in der Sektorenkopplung und energetischen Quartierslösungen die Zukunft der Stadtwerke – unter anderem mit Photovoltaik und Solarthermie. „Bei SWU konzentrieren wir uns mehr und mehr auf ganzheitliche Lösungen. Dort lassen sich die verschiedenen Sektoren am besten koppeln. BHKW-gestützte Wärme mit Solarthermie zum Beispiel, dazu noch PV-Anlagen, deren Strom in Ladesäulen für E-Autos fließt“, beschreibt Jünke das Konzept.

Auch die Forschung für zukünftige Projekte wird von verschiedenen Akteuren in der Stadt vorangetrieben. In dem „Plusenergie Projekthaus Ulm für nachhaltige Energienutzung“, einem bewohnten Einfamilienhaus, werden seit 2014 von der Hochschule Ulm Daten zum Energieverbrauch und der Wirtschaftlichkeit der Erneuerbare-Energien-Technologien erhoben. Hier ist eine Photovoltaikanlage auf dem Haus installiert und eine Luft-Wärmepumpe wandelt den Strom in Raumwärme und Warmwasser um. Zusätzlich kann ein Pelletsofen zum Heizen betrieben werden.

27.02.2020 | Quelle: AEE | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Photovoltaik: Trina Solar bringt 210-mm-Module heraus

SolarServer - 27. Februar 2020 - 12:30

Trina Solar hat das neue bifaziales Doppelglas-Modul Duomax V und das Glas-Folien-Modul Tallmax V vorgestellt. Basierend auf großformatigen 210-mm-Silizium-Wafern und monokristalliner PERC-Zelltechnologie ermöglichen die neuen 210-mm-Module eine maximale Ausgangsleistung von über 500 W und eine Moduleffizienz von bis zu 21 %.

Laut vorläufiger Berechnungen anhand von Freiflächen-Großkraftwerken in Chinas Provinz Heilongjiang können die 210-mm-Module 500 W Duomax V gegenüber herkömmlichen 410 W starken bifazialen Doppelglas-Modulen die BOS-Kosten um sechs bis acht Prozent und die Stromgestehungskosten (LCOE) um drei bis vier Prozent senken. Trina Solar wird offiziell ab dem zweiten Quartal 2020 Bestellungen annehmen. Die Serienfertigung soll im dritten Quartal beginnen, wobei das Unternehmen bis Ende des Jahres eine Produktionskapazität von mehr als 5 GW erreichen will.

Gedrittelte Zellen

Auf Grundlage seiner Multi-Busbar-Technologie hat das Forschungs- und Entwicklungsteam von Trina Solar ein Zelldesign für die 210-mm-Module geschaffen, das gedrittelte Zellen, ein zerstörungsfreies Schneideverfahren und eine hohe Packungsdichte kombiniert. Dies reduziert die Widerstandsverluste noch weiter, verbessert wesentlich die Widerstandsfähigkeit der Module gegen Risse und Hotspots und maximiert gleichzeitig die Moduleffizienz. Auf diese Weise wurden High-Power-Module geschaffen, die sich durch hohe Effizienz und hohe Zuverlässigkeit auszeichnen. Würde das traditionelle Halbzellen-Design auf übergroße Silizium-Wafer mit 210 mm angewendet, könnten die hohen Ausgangsströme der Module eine Herausforderung für die Systemkomponenten bedeuten, Rissbildungen zum Bruch des Moduls führen oder die Begrenzungen der DC-Klemmstellen nicht einhalten.

Darüber hinaus soll die Konstruktion der neuen Module gewährlesiten, dass der Ausgangsstrom, die Leerlaufspannung und die mechanische Belastbarkeit der Module den relevanten technischen Sicherheitsspezifikationen in der Projektentwicklung entsprechen, und dass die Module nahtlos in das bestehende PV-Standardsystemdesign eingebunden werden können.

Trina Solar hat zudem eine strategische Kooperationsvereinbarungen mit POWERCHINA Jiangxi Electric Power Construction, der Heilongjiang-Niederlassung von China Energy Engineering Investment, Shouguang Power Investment Haobang New Energy, SEPCOIII Electric Power Construction sowie weiteren Firmen aus dem Bereich der Energieversorgung unterzeichnet, um für die umfassende Einführung der Ultra-High-Power-Module im Energiehandel den Weg zu bereiten.

27.02.2020 | Quelle: Trina Solar | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Smart-Meter-Gateways: Startsignal ist gefallen

SolarServer - 27. Februar 2020 - 12:04

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gab am 31. Januar 2020 den Startschuss für den Smart Meter Rollout. Mit der veröffentlichten Markterklärung hat das BSI die technische Möglichkeit zum Einbau von Smart-Meter-Gateways als Herzstück des intelligenten Messsystems festgestellt und der – für manche Verbraucher – verpflichtende Einbau von Smart-Metern kann beginnen. Die BSI-zertifizierten Smart-Meter-Gateways (SMGW) decken in der ersten Generation nur einen begrenzten Funktionsumfang ab. Doch die vorhandenen Funktionen lassen sich nutzen, um das Energiecontrolling in Unternehmen und Gebäuden zu vereinfachen.

“Intelligente Messsysteme sind unverzichtbarer Baustein einer erfolgreichen Energiewende“, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V. (bne). „Leider ermöglichen die zertifizierten SMGW nur einen Bruchteil dessen, was der Markt bereits an Technologien und innovativen Lösung für die intelligente Vernetzung von Verbrauch und erneuerbarer Stromerzeugung anbietet. Der bne hofft, dass noch in diesem Jahr eine Lösung mit dem Gesetzgeber gefunden werden kann, die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei der Digitalisierung der Energiewende zügig zu schließen.“

Smart-Meter-Rollout: Zunächst für PV-Anlagen nicht verpflichtend

Der Einbau der zertifizierten SMGW ist zunächst nur bei einem Jahresstromverbrauch von mehr als 6.000 kWh verpflichtend. Bei einem durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt rechnet man mit einem Stromverbrauch von etwa 4.000 kWh – ohne elektrische Warmwasserbereitung, Heizung, Wärmepumpe oder das Laden des Elektroautos. Grundsätzlich gilt die Einbauverpflichtung auch beim Einsatz steuerbarer Verbrauchseinrichtungen und Anlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) mit mehr als 7 kW Leistung. Bei diesen Einrichtungen und Anlagen ist die Einbauverpflichtung allerdings noch nicht in Kraft getreten, da die Marktanalyse des BSI für die genannten Anwendungsbereiche feststellte, dass für diese aktuell noch nicht alle technischen und sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind. Spätestens am 30. Oktober 2020 will das BSI die Feststellung der technischen Möglichkeiten zum Einbau intelligenter Messsysteme bei EEG- und KWKG-Anlagen durch eine erneute Marktanalyse beurteilen.

Digitalisierung führt zu sektorenübergreifenden Anwendungen

Mit dem Smart-Meter-Gateway als Anker für Datenschutz und sichere Kommunikation können intelligente Messsysteme künftig neben der Übermittelung des Stromverbrauchs auch für den Verbrauch von Erdgas, Wasser oder Wärme eingesetzt werden. Die Anwendungsmöglichkeiten gehen jedoch noch viel weiter: Die Smart-Meter-Gateways helfen dabei, Stromfresser in Haushalten und Gebäuden zu identifizieren und liefern konkrete Tipps zum Energiesparen. Darüber hinaus ermöglicht die digitale Infrastruktur das lastabhängig gesteuerte Laden von Elektrofahrzeugen und vermeidet damit Kosten für einen sonst benötigten Netzausbau in Wohngebieten. Damit leistet die digitale Infrastruktur einen wesentlichen Beitrag auch zur Verkehrswende: Insgesamt werden Smart-Meter-Gateways von zentraler Bedeutung sein für die Stärkung der digitalen Souveränität Deutschlands im Energiebereich.

Webinar mt zwei Fallbeispielen

Die EM-Power ist im Zusammenspiel mit den drei parallel stattfindenden Energiefachmessen Intersolar Europe, ees Europe und Power2Drive Europe die richtige Anlaufstelle auf dem Weg zur CO2-Neutralität und Digitalisierung.

Um zu zeigen, was mit der ersten Generation der SMGW im Bereich der intelligenten Messsysteme für das Energiecontrolling in Unternehmen und Gebäuden heute schon möglich ist, bietet die EM-Power in Kooperation mit dem bne für alle Interessierten im Vorfeld der Messe ein kostenloses Webinar an. Anhand zweier Fallbeispiele werden die Themen „Verbrauchsvisualisierung und KI basiertes Energiecontrolling“ und „Automatisierte Fehlererkennung und Wartungsoptimierung für Wärmenetze und BHKW“ beleuchtet. Für die Fallbeispiele konnten Referenten aus den Unternehmen GreenPocket GmbH und Mondas GmbH, einem der „The smarter E AWARD“-Gewinner 2019, gewonnen werden. Das Webinar findet am Donnerstag, 05. März 2020 von 15.00 bis 16.00 Uhr statt. Weitere Informationen und die Anmeldung finden alle Interessierten auf der Website der EM-Power.

27.02.2020 | Quelle: Solar Promotion GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Elektromobilität: Langenhagen setzt auf Lade-Laternen

SolarServer - 27. Februar 2020 - 11:26

„Die neuen Laternen-Ladesäulen sind ein weiterer Schritt, mit dem wir E-Mobilität in Langenhagen ausbauen“, sagt Langenhagens Bürgermeister enercity-Chefin. „Durch das gemeinsame Projekt mit enercity gibt es Stromtankstellen dieser Art nun an fünf Orten in der Stadt – in Wohngebieten, in denen es überwiegend Mehrfamilienhäuser gibt und in denen Menschen keine eigene Ladebox installieren können“, so Heuer. „Elektromobilität ist der Schlüssel zur Verkehrswende und damit zu mehr Klimaschutz. Dabei ist besonders wichtig, die Ladeinfrastruktur an den Bedürfnissen und Lebensverhältnissen der Menschen zu orientieren. Wir unterstützen sehr gerne das großartige Engagement Langenhagens beim klugen Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur“, sagt enercity-Chefin Susanna Zapreva.

Lade-Laternen sparen Kosten und Platz

Das Besondere an den Lade-Laternen ist die innovative Technik: Die Ladeboxen werden an bestehende Straßenlaternen montiert. Der in der Laterne vorhandene Zugang zum Niederspannungsnetz wird für die Ladefunktion genutzt – somit wird auf bestehende Infrastruktur aufgebaut, was Aufwand und Kosten mindert. Bau und Anschluss einer herkömmlichen Ladesäule mit zwei Ladepunkten kosten rund 10.000 Euro, also rund 5.000 Euro pro Ladepunkt. Die Nachrüstung einer Straßenlaterne mit einem Ladepunkt hingegen kostet mit rund 2.500 Euro nur die Hälfte. Die kompakte Ladebox an der Laterne spart im Vergleich zur klassischen Ladesäule außerdem wertvollen Platz im öffentlichen Raum: So lassen sich viele Ladepunkte auf wenig Fläche installieren.

Pilotprojekt zum Ladesäulen-Sharing

Die Ladeleistung der Lade-Laternen liegt bei maximal 4,6 Kilowatt und damit unter der Ladeleistung der meisten herkömmlichen Ladesäulen (üblicherweise 22 Kilowatt). Die Ladeplätze sind daher insbesondere für Anwohner interessant, die ihr E-Auto etwa über Nacht laden möchten. Insgesamt fünf Ladepunkte, die enercity betreibt, stellt Langenhagen E-Autofahrern zur Verfügung. Kunden können Ladevorgänge bargeldlos über das europaweit verbreitete Bezahlsystem Plugsurfing abrechnen. Künftig wird in Langenhagen außerdem das Konzept des Ladesäulen-Sharings erprobt: An mindestens noch einem weiteren zu installierenden Ladepunkt teilen sich mehrere Anwohner eine Ladesäule, an der sie ihr E-Fahrzeug zu einem besonders günstigen Tarif laden können.

Langenhagen fördert Ausbau des öffentlichen Ladenetzes

Langenhagen zählt zu den deutschen Kommunen, die sich besonders stark für die E-Mobilität und damit für den Klimaschutz einsetzen. „Wir als Stadt unterstützen mit einem eigenen Förderprogramm den Ausbau des öffentlichen Ladenetzes und wollen damit die Akzeptanz der E-Mobilität voranbringen“, sagt Klimaschutzmanagerin Christine Pfülb. „Damit sind wir Vorreiter in der Region Hannover.“ Die Förderung wird als einmaliger Zuschuss gezahlt und beträgt bis zu 2.000 Euro je Ladepunkt.  Antragsberechtigt sind Gewerbetreibende, Vereine und Kirchen, aber auch Privatpersonen, die Ladestationen auf ihren Grundstücken jederzeit öffentlich zugänglich machen.

Die Förderrichtlinie „E-Mobilität Langenhagen“ und der Förderantrag stehen auf der Internetseite der Stadt Langenhagen zum Download bereit. Informationen zu weiteren Förderprogrammen zur Elektromobilität finden Sie hier.

27.02.2020 | Quelle: enercity | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Prozesswärme aus Holzenergie: FVH veröffentlicht Broschüre

Pelletshome - 27. Februar 2020 - 9:00

Broschüre "Prozesswärme aus Holzenergie" Über Prozesswärme aus Holzenergie informiert der Fachverband Holzenergie (FVH)  in einer neuen Broschüre. Aktueller Anlass sind verbesserte Förderbedingungen.

Prozesswärme aus Holzenergie bietet Industrie neue Chancen

Sein Programm “Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft” hat das Bundeswirtschaftsministerium aus Sicht des FVH verbessert. Er begrüßt insbesondere, dass eine Fördermöglichkeit für Anlagen aufgenommen wurde, die in Kraft-Wärme-Kopplung betrieben werden. Dies eröffne Anlagenbetreibern einen breiten Spielraum von Anwendungsmöglichkeiten über den bisherigen Wärmebereich hinaus. Die Einbeziehung von Rest- und Abfallstoffen als förderfähige Brennstoffe wie etwa Energieholzsortimente aus der Landschaftspflege und Siebüberläufe aus der Kompostierung werte zudem die Holzenergie als Teil der Kreislaufwirtschaft auf. “Mit den neuen Regelungen hat das Bundeswirtschaftsministerium sein Förderprogramm zur Prozesswärme der Praxis angepasst und geht damit einen wichtigen Schritt für das Erreichen der Klimaziele im Industriesektor”, sagt FVH-Geschäftsführer Matthias Held.

Broschüre informiert über Prozesswärme aus Holzenergie

Laut Held bietet die Holzenergie einen zeitgemäßen und in der Praxis verfügbaren Weg, um die Industrie klimaneutral mit erneuerbarer Prozesswärme auf dem benötigten hohen Temperaturniveau zu versorgen. Um dies aufzeigen zu können, hat der FVH eine Broschüre zur Prozesswärme aus Holzenergie aufgelegt. Sie enthält die Änderungen im Förderprogramm und bietet Hintergrundwissen, einen umfangreichen Überblick zum Einsatz der Holzenergie in der Prozesswärmeerzeugung sowie herausragende Beispiele aus der Praxis. Der FVH wurde als Fachabteilung im Bundesverband Bioenergie gegründet, um den einzelnen Sektoren eine gemeinsame Stimme zu geben und die Wahrnehmung der Holzenergie insgesamt entsprechend ihrer Leistungen zu verbessern.

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Photovoltaik-Speicherspezialist: Jubiläum von E3/DC

SolarServer - 26. Februar 2020 - 13:56

Das Jubiläum von E3/DC ist ein Meilenstein in einer besonderen Geschichte, die für die Gründer von E3/DC bereits im Jahr 2008 begann. Die Ingenieure arbeiteten bei Karmann an der Entwicklung von Ladetechnik für Elektrofahrzeuge. Mit der Ausgründung startete 2010 das Unternehmen E3/DC, und das Team konzentrierte sein Know-how in der Leistungselektronik und der Batterietechnologie nun voll und ganz auf den Markt für Solarstrom-Speichersysteme, der damals in den Startlöchern stand. Mit über 120 Mitarbeitern, einem erfolgreichen Produktportfolio und innovativen Entwicklungen für unabhängige Energieversorgung geht das Unternehmen selbstbewusst in die zweite Dekade.

Speichern ist gut, intelligent steuern ist besser

Als es 2010 in Osnabrück losging – damals mit Unterstützung der Oldenburger EWE AG – begann der Gedanke des Eigenverbrauchs gerade die Photovoltaikbranche zu erobern. Den Solarstrom vom Dach direkt zu nutzen war bereits attraktiver als die Einspeisung, ohne Batteriespeicher jedoch nur sehr begrenzt möglich. Konzepte für Solarstromspeicher schossen wie Pilze aus dem Boden.

Während in der PV-Branche über Blei-Gel-Batterien und AC-gekoppelte Speicher diskutiert wurde, trafen die Entwickler weitblickende Grundsatzentscheidungen, die das Hauskraftwerk bis heute ausmachen. „Unsere Idee war: Das Hauskraftwerk wird ein DC-Speicher und es wird All-In-One, also ein System aus einer Hand mit integriertem Solarwechselrichter und eigenem Energiemanagement. Es bekommt die besten und leistungsfähigsten Lithium-Ionen-Batterien. Und es wird als inselfähiges System echten dreiphasigen Ersatzstrom liefern können“, erinnert sich Gründer und Geschäftsführer Andreas Piepenbrink zum Jubiläum von E3/DC.

Unabhängigkeit bei Wärme und Mobilität

Die eigene Entwicklungskompetenz machte im Jahr 2012 das erste Hauskraftwerk möglich. Seither blieb das inzwischen patentierte Prinzip, doch in der Leistungselektronik und der Software hat das Unternehmen sein Kernprodukt stetig weiterentwickelt und für anspruchsvollere Aufgaben gerüstet. Neben dem intelligent gesteuerten Eigenverbrauch im Haushalt zeigte sich bald, dass mit Solarstrom noch viel mehr Unabhängigkeit möglich ist – der Gedanke der Sektorenkopplung war schon früh unmittelbar mit dem Hauskraftwerk verbunden. Seit Jahren optimieren Kunden ihren Eigenverbrauch auch mit Wärmepumpen und – über die kommunikationsfähige Wallbox – mit dem Elektroauto, dass im Vergleich zur konventionellen Energienutzung das höchste Einsparpotenzial bietet.

Neuer Gesellschafter und neue Perspektiven

Seit Ende 2017 gehört E3/DC zur Hager Group, einem führenden Anbieter von Lösungen und Dienstleistungen für elektrotechnische Installationen. Als Teil dieser internationalen Gruppe geht das Unternehmen mit grundlegend neuen Entwicklungen in die Zukunft: Im Eigenheim steht das bidirektionale Laden im Fokus, also das DC-Laden des Autos mit Solarstrom und umgekehrt die Einspeisung von Energie aus der Autobatterie ins Hausnetz. In zwei Jahren soll die komplette DC-Ladetechnik marktreif sein. Im Gewerbe wird der bereits erfolgreiche modulare Energiespeicher von E3/DC, die Quattroporte-Serie, künftig ergänzt durch einen Hybridspeicher mit eigenem Wechselrichter und mittlerer Ladeleistung sowie um einen Höchstvolt-Leistungsspeicher mit dem Fokus auf sehr hohen Entladeleistungen. Im Blick hat E3/DC dabei vor allem schnelle Ladevorgänge im Fuhrpark und die Kappung von Lastspitzen, das sogenannte Peak-Shaving.

26.02.2020 | Quelle: E3/DC | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Solarthermie: Neue Solarsysteme im Komplettpaket

SolarServer - 26. Februar 2020 - 13:27

Der Heiztechnikanbieter comfort by sanibel erweitert sein Sortiment um Solarsysteme mit WLT Wärmeleittechnologie. Die Solarsysteme im Komplettpaket sind für alle gängigen Größenanforderungen erhältlich und können senk- und waagerecht angebracht werden. Bei Montage durch einen Fachhandwerker ist eine erweiterte Gewährleistung von 5 Jahren enthalten, auf Ersatzteile besteht eine 10-jährige Nachkaufgarantie.

Die Solarsystem-Komponenten von comfort by sanibel vereinen laut Hersteller hohe Effizienz und Robustheit für einen optimalen Solarertrag. Herzstück sind die comfort by sanibel Flachkollektoren mit leistungssteigernder WLT-Technologie und der hochselektive Aluminium-Kupfer-Absorber. Der erzeugte homogene Wärmetausch gewährleistet hierbei eine optimierte Strömung für eine lange Lebensdauer der Komponenten. Zudem soll eine ebene Oberfläche des Absorbers, zu einem ansprechend harmonischen Dachdesign führen.

Dachwinkelabhängige Neigungslösungen

Für eine optimale Ausbeute sind die Platzierung und der Neigungswinkel der Kollektoren ausschlaggebend. Für die Aufdach-Montage stellt comfort by sanibel für jede Anforderung die passende Dach-Aufständerung bereit, damit die Solarelemente im geringen Dachabstand montierbar sind. Bei der Indach-Montage übernimmt das System zugleich die Dachfunktion. Die Anbringung schließt somit bündig zu den Dachziegeln für eine harmonisch abgerundete Gesamtoptik ab.

Solarpakete mit Brauchwasserunterstützung

Die Solarsysteme im Komplettpaket zur Brauchwassererzeugung richten sich an der Größe des Haushalts und der Personenanzahl aus. Entsprechend reichen die Varianten vom 1er-Grundset bis hin zum Paket für kleinere Mehrparteienhäuser mit 7 bis 10 Personen. Enthalten sind jeweils Flachkollektor, Ausdehnungsgefäß, Solarflüssigkeitskanister, Übergabestation mit Umwälzpumpe und Entlüfter sowie ein Trinkwasserspeicher mit bis zu 500 Liter Volumen.

Solarpakete mit Heizungsunterstützung

Die Solarsysteme im Komplettpaket für die Heizungsunterstützung sind mit allen üblichen Brennwertheizungen, Wärmepumpen und anderen Heizungsanlagen kompatibel. Entsprechend der gewünschten Leistung werden die im Grund- und Erweiterungsset enthaltenen Flachkollektoren zusammengeschlossen. Ebenso enthalten sind Ausdehnungsgefäße, Solarflüssigkeit und die Übergabestation. Die Kombispeicher zur Heizungs- und Brauchwassererwärmung im Durchlaufprinzip besitzen je nach Paket ein Volumen zwischen 500 und 825 Liter. Optional bietet das Unternehmen passende Regelungen für alle Solarpakete an.

Zubehör

Weiter benötigte Systemkomponenten befinden sich im Zubehörsortiment. Für die fachgerechte Montage stehen Befestigungssets, Kollektorverbinder, Wellrohrsets, Kollektoranschluss- und Verschlussklappen, bauteilgeprüfte Solar-Membran-Sicherheitsventile und Solar-Schnellentlüfter, Solar-Kugelhahn für Sanitär-, Solar- und Heizungsanlagen mit selbstdichtendem Anschluss sowie Solar-Rohrsysteme in unterschiedlichen Varianten mit patentiertem Join-Split-Verbindungssystem bereit.

26.02.2020 | Quelle: comfort by sanibel | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Elektromobilität: Zahl der Elektroautos steigt weltweit auf 7,9 Millionen

SolarServer - 26. Februar 2020 - 12:56

Im Jahr 2019 ist Zahl der Elektroautos weltweit auf rund 7,9 Millionen gestiegen – ein Plus von 2,3 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Neuzulassungen hat erneut einen Höchststand erreicht, wuchs gegenüber 2018 jedoch nur geringfügig. Mit insgesamt 3,8 Millionen E-Autos liegt China weltweit weiter unangefochten auf Platz eins. Danach folgen die USA mit knapp 1,5 Millionen. Vor allem in diesen beiden Ländern war die Wachstumsrate der Neuzulassungen rückläufig. In Deutschland entwickelte sich der Markt dagegen weiter positiv, wenn auch auf niedrigerem Niveau: Hierzulande rollten Ende 2019 knapp 231.000 Stromer über die Straßen. Die neuen Zahlen stammen aus einer aktuellen Erhebung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Nach Angaben der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verbuchte Tesla weltweit mit 361.000 die meisten Neuzulassungen 2019. Deutsche Hersteller haben sich im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert: BMW liegt weltweit auf Platz fünf mit 114.500 Elektroautos. VW erreicht Rang sechs.

Die globale Wachstumsrate bei den Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr beträgt nur noch vier Prozent, nach 74 Prozent im Vorjahr. Diese Entwicklung ist besonders auf eine reduzierte Förderung für batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge in China und den USA zurückzuführen. Dennoch wurde in diesen Ländern das Vorjahresniveau an Neuzulassungen annähernd erreicht: Im Reich der Mitte wurden 1.204.000 Neuzulassungen registriert (minus 52.000), in den USA 329.500 (minus 31.800).

Deutschland nun global auf Platz 3 bei den Neuzulassungen

In Deutschland stieg das Wachstum der Neuzulassungen entgegen dem internationalen Trend weiter an – von 24 Prozent im Vorjahr auf 61 Prozent. Mit 108.600 neu zugelassenen Elektroautos liegt Deutschland weltweit nunmehr auf dem dritten Rang und damit um einen Platz besser als im vorigen Jahr. Auf dem vierten Rang folgt Norwegen. Dort betrug die Zahl der Elektroautos bei den Neuzulassungen 81.540.

Ein anderes Bild zeigt sich bei den Anteilen an den gesamten Pkw-Neuzulassungen. In Norwegen fährt mehr als jeder zweite neue Pkw, 57 Prozent, elektrisch. Dies ist weltweit spitze. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt der Anteil von Elektroautos an den Neuzulassungen drei Prozent, in China fünf Prozent, in den USA zwei Prozent.

Im Bestand liegt China vorn

Blickt man auf die Bestandszahlen, folgt nach China und den USA Norwegen mit 370.800 E-Fahrzeugen. Auf Platz vier bei der Zahl der Elektroautos liegt Japan mit rund 300.000. Danach folgen Frankreich mit 274.100 und das Vereinigte Königreich mit 235.700. Deutschland steht mit 230.700 Stromern auf Platz sieben – ebenfalls eine Verbesserung um einen Platz im Vergleich zum Vorjahr.

„Zwar ist die Wachstumsrate der Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen in Deutschland relativ hoch, der Markt bewegt sich jedoch nach wie vor auf zu niedrigem Niveau“, sagt Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des ZSW. „Für das Ziel der deutschen Bundesregierung – ein Bestand von sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeugen bis 2030 – muss deutlich mehr Bewegung in die Entwicklung kommen.“

Zwei deutsche Hersteller unter den Top 10 – Tesla Nummer 1

Bei den Neuzulassungen 2019 steht Tesla weltweit mit 361.000 unangefochten an der Spitze. Danach folgen BYD (219.000), BAIC (158.000) und SAIC (126.000) – alle drei sind chinesische Unternehmen. Hier belegen BMW und VW ebenfalls die Ränge fünf (115.000) und sechs (93.000). Damit ist der Abstand zur Weltspitze deutlich: Die Neuzulassungen von Tesla sind in Summe wesentlich größer als die von BMW und VW zusammen.

Richtet man den Fokus ausschließlich auf den deutschen Neuzulassungsmarkt, zeigt sich ein anderes Bild bei der Zahl der Elektroautos im Vergleich zu den weltweiten Zahlen: Denn da behauptet sich der Renault Zoe mit 9.430 Exemplaren weiterhin Platz eins. Knapp dahinter liegen der BMW i3 (9.380 – hier sind die batterieelektrische und die Variante mit Range Extender addiert) und das Model 3 von Tesla (9.010).

Breitere Anstrengungen der deutschen Hersteller nötig

„Die Zahlen zeigen, dass es trotz einzelner Erfolge breiterer Anstrengungen der deutschen Hersteller bedarf, um mit der Weltspitze mitzuhalten“, so Staiß. „Ein Markterfolg der angekündigten E-Modelle ist für die deutsche Automobilindustrie unerlässlich.“ Damit könnte das auch Strafzahlungen deutscher Autobauer in Milliardenhöhe vermeiden: Denn ab 2021 sind hohe Strafzahlungen fällig, wenn die verkaufte Fahrzeugflotte im Durchschnitt zu viel CO₂ ausstößt. Stattdessen könnten diese Mittel für Investitionen und Wertschöpfung in Deutschland verwendet werden – etwa für eine eigene Batteriezellproduktion.

26.02.2020 | Quelle: ZSW | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

72-Zellen Photovoltaik-Modul von REC

SolarServer - 26. Februar 2020 - 12:21

Die REC Group, ein Solarunternehmen mit skandinavischen Wurzeln gibt nach der Einführung des 60-Zellen Solarmoduls im Vorjahr nun den Produktionsstart vom 72-Zellen Photovoltaik-Modul der Alpha-Serie bekannt. Die REC Alpha 72 Serie erreicht eine Leistung von 450 Watt mit einem Modulwirkungsgrad von 21,3 % oder 213 Watt/m². Damit gewährleistet sie höhere Energieerträge, die dabei helfen die Stromgestehungskosten für die Endbenutzer senken.

CEO der REC Group Steve O’Neil erklärt: „Unser Ziel ist es, die Verbraucher mit der besten Solartechnologie auszustatten. Denn wir wissen, dass sich die globale Energiewende nur mit großen technologischen Sprüngen umsetzen lässt. Die REC Alpha 72 Serie ist ein entscheidender Beitrag für Unternehmen und Gemeinden, um genau dies zu erreichen und Energieautonomie zu erlangen“.

Das 72-Zellen Photovoltaik-Modul vereint Heterojunction-Zelltechnologie mit einer fortschrittlichen Verbindungstechnologie. Damit sollen sich die Photovoltaik-Module für gewerbliche und industrielle Gebäudedächer oder für Solarparks mit begrenztem Platz eignen. Dank der hohen Leistungsdichte sollen sich die Systemkosten senken lassen. Mit einem Gewicht von nur 23,5 kg erlaubt das Hochleistungsmodul Installateuren eine einfache Handhabung und schnellere Installationen. Mit einer Dicke von 30 mm ist die Alpha 72 Serie zudem mit einem der dünnsten derzeit auf dem Markt erhältlichen Rahmen ausgestattet. Das erleichtert den Transport, erlaubt mehr Module pro Palette und Container und reduziert die Transportkosten und letztendlich die Umweltbelastung.

Folgende Vorteile sieht REC beim neuen 72-Zellen Photovoltaik-Modul:
  • Keine lichtinduzierte Degradation (LID) und ein niedriger Temperaturkoeffizient.
  • Zwei Querstreben sorgen für ein starkes Rahmendesign und sollen ein gleichbleibend hohes Leistungsniveau über die gesamte Lebensdauer der Anlage ermöglichen.
  • Die Garantie gewährleistet mindestens 92 % der Typenschild-Leistung am Ende des 25. Jahres.
  • Die ProTrust-Garantie von REC gilt auch für das Alpha 72 und beinhaltet eine Garantie für Reparaturarbeiten durch die von REC zertifizierten Installateure („REC Certified Solar Professionals“).

Mit bisher weltweit 10 GW an gefertigten und installierten REC-Solarmodulen, die jedes Jahr 13 TWh Solarenergie erzeugen und so über 16 Millionen Menschen mit sauberem Strom versorgen, versteht sich REC als eine glaubwürdige Stimme für die globale Energiewende.

26.02.2020 | Quelle: REC | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Smarte Photovoltaik-Solarbox für Schule in Indien

SolarServer - 26. Februar 2020 - 11:31

Wissenschaftler haben in einem Projekt Studierenden der Fachbereiche E-Technik, Erneuerbare Energiesysteme und Informatik gezeigt, wie sich mit gängigen Komponenten und geringen Kosten eine kleine, dezentrale Energieversorgungseinheit bauen lässt. Die dabei entstandene smarte Solarbox versorgt inzwischen eine Dorfschule in Madikonda mit umweltfreundlich erzeugtem Strom. Madikonda liegt im zentralindischen Bundesstaat Telangana.

Die Schule hatte bis vor kurzem keine Stromversorgung und kann nun ihre Klassenräume umweltfreundlich klimatisieren. Die smarte Solarbox besteht aus einer Motorradbatterie, einem Solarladeregler und einem Raspberry PI, einem winzigen Computer im Kreditkartenformat. Daran angeschlossen ist ein Photovoltaik-Modul. Herzstück ist ein von fortiss entwickeltes Energiemanagementsystem. Die Materialkosten belaufen sich auf rund 300 EUR.

Die Box, die sich per App steuern lässt, haben Studierende unter Anleitung von fortiss-Experten gebaut, die sich mit Softwarearchitekturen für kritische Infrastrukturen beschäftigen. fortiss ist das Forschungsinstitut des Freistaats Bayern für softwareintensive Systeme mit Sitz in München. Die mehr als 150 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Institut kooperieren aktuell in 60 Forschungs-, Entwicklungs- und Transferprojekten mit mehr als 200 Partnern der akademischen Forschung sowie Technologiefirmen in Bayern, Deutschland und Europa. Schwerpunkte sind die Erforschung modernster Methoden, Techniken und Werkzeuge zur Entwicklung software- und KI-basierter Technologien für verlässliche, sichere cyber-physische Systeme wie das Internet of Things (IoT).

„Uns war wichtig zu zeigen, dass mit technischem Knowhow und geringen Kosten eine pragmatische Lösung entstehen kann“, erklärt Projektleiter Venkatesh Pampana, der die Box in der indischen Schule Sri Vidyaranya Awasam aufgebaut hat. Ab sofort können circa 20 Kinder stressfrei lernen.

„Der Vorteil an der smarten Solarbox ist, dass die Komponenten deutlich günstiger vor Ort gekauft und aufgebaut werden können. Auch die Schulung der Experten kann vor Ort stattfinden. Darüber hinaus lassen sich damit herkömmliche Dieselgeneratoren ersetzen“, berichtet der Informatiker.

26.02.2020 | Quelle: fortiss | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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