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Energetisch Bauen und Sanieren

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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 22 Minuten 58 Sekunden

Verbraucherschutz am Bau ist noch unzureichend

vor 1 Stunde 14 Minuten

"Bei der Bildung von Wohneigentum darf keine Zweiklassengesetzgebung gelten. Der Verbraucherschutz muss sowohl beim Hausbau als auch bei Bauträgergeschäften und Wohnungskäufen auf gleichem Niveau gegeben sein", so Becker.

Mehr Sicherheiten durch neue gesetzliche Regelungen sind beim Wohnungseigentumsrecht und Bauträgervertragsrecht notwendig. Der Verbraucher benötige gerade hier einen wirksamen Schutz vor einer möglichen Insolvenz des Bauträgers, so Becker. Dieser könne vor allem über eine gesetzliche Regelung zur Rückabwicklung des Vertrags im Falle einer Insolvenz ermöglicht werden. Heute drohen den Betroffenen durch langfristige Rechtsstreite kostspielige Bauzeitverzögerungen.

Auch beim neuen Bauvertragsrecht kann noch nachgebessert werden. So ist für Verbraucher nicht nachvollziehbar, dass ihnen der Gesetzgeber kein Recht einräumt, gravierende Mängel bereits während der Bauphase bei der Baufirma geltend zu machen. Stattdessen müssen sie bis zur Bauabnahme warten. Schwierigkeiten können sich auch bei einer Insolvenz des Unternehmens ergeben. Hier besteht bisher kein Anspruch auf ein Sonderkündigungsrecht, um den Bau mit einer anderen Firma fertigzustellen. Quelle: BSB / pgl

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Steueranreiz für Sanierung wird Wahlkampfthema

vor 1 Stunde 17 Minuten

Besonders präzise waren die Aussagen in der Frankfurter Tageszeitung aber nicht. Es sollle das "Dämmen von Häusern" gefördert werden, heißt es an einer Stelle, später ist dann von Gebäudesanierung die Rede, also von allen Maßnahmen.

Nicht nur Kanzlerin und Ministerin seien dafür, auch das Finanzministerium zeige sich aufgeschlossen, heißt es weiter. Das wäre allerdings keine wirkliiche Nachricht, denn schon im ersten Anlauf war die Steuererleichterung für Maßnahmen der Gebäudesanierung nicht an der Regierung, sondern am Bundesrat gescheitert. Die CSU konnte sich mit den Maßnahmen zu Gegenfinazierung nicht anfreunden.

Offen ist auch, was bei einer Neuauflage der Steuerförderung mit den Maßnahmen des Anreizprogramms Energieeffizienz passiert. Die waren Anfang 2016 gestartet worden als Kompensation für die gescheiterte steuerliche Abschreibung von Sanierungsprojekten. Solche Maßnahmen könnte ohnehin kein Ersatz für Steuerförderung sein, erklärte Christian Noll von der Deneff nach dem Aus für die Steuerpläne Mitte 2015. Dessen Anreizwirkung auf Eigenheimbesitzer kommt kein anderer Ansatz nahe. Eine neue Diskussion dürfte aber vor allem dafür sorgen, das Investoren erst einmal abwarten. pgl

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Effizienz-Branche verzeichnet 2016 nur kleines Plus

27. Juni 2017 - 7:09

Die Stegierungsraten zwischen 2011 und 2012, als der Anstieg bei den Erwerbstätigen rund 10 Prozent, beim Umsatz sogar 16 Prozent betragen hatte, wurden 2016 bei weitem nicht mehr erreicht. Gegenüber 2014 und 2015, als die Energieeffizienzbranche sowohl bei den Erwerbstätigen als auch beim Umsatz noch um fast 10 Prozent zugelegt hatte, hat sich die Steigerungsrate nahezu halbiert.

Andererseits liegen die 6 Prozent von 2016 immer noch um das Vierfache höher als die sonstige Umsatzentwicklung derselben Firmen auf anderen Geschäftsfeldern, so Nicolas Deutsch von Pricewaterhouse Coopers. Das Beratungshaus ist für die Auswertung der Zahlen verantwortlich.

Energiepreise verlieren Relevanz

Während die Energiepreisentwicklung bei der Unternehmensbefragung vor drei Jahren noch von über 90 Prozent der Firmen als "wichtiger Faktor" für den Absatzmarkt benannt worden war, sind es bei der aktuellen Umfrage nicht einmal mehr 60 Prozent. PwC-Berater Deutsch führte das auf die Energiepreissenkungen zurück: "Je höher die Preise sind, desto eher entscheiden sich Kunden, ein Effizienzprojekt durchzuführen."

Auch Nachhaltigkeit ist Kunden lange nicht mehr so wichtig. Die beiden am häufigsten genannten Faktoren mit jeweils über 80 Prozent sind jetzt "politische Rahmenbedingungen" - unter anderem die EU-Energieeffizienzrichtlinie - und "technologische Innovationen".

Steueranreiz könnte Effizienz voranbringen

Bei den politischen Rahmenbedingungen für den Gebäudesektor kritisierte Martin Bornholdt das Scheitern des Versuchs, einen Steueranreiz für Energieeffizienz einzuführen: "Alle Verbände vom BDI bis zum BUND und alle Parteien sagen, das ist ein Spitzen-Instrument - und dann kommt das nicht wegen irgendwelcher Bund-Länder-Befindlichkeiten."

Christian Noll, ebenfalls für die Deneff tätig, beklagte: "Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wurden im Zwei-Monats-Rhythmus neue Gesetzesvorschläge und Verordnungserlasse auf den Markt gebracht, die eigentlich immer weiter eine Verschlechterung gebracht haben - und das auch im Widerspruch zur EU-Energieeffizienzrichtlinie, die schon 2012 ganz klar gesagt hat: regulatorische Barrieren müssen beseitigt werden.&quot >Konkret bedeute das, "nicht einseitig auf die Erzeugungsseite abzustellen", wie das jüngst beim Mieterstromgesetz passiert sei.

Bornholdt sieht hier ein grundsätzliches Problem der getrennten Betrachtung im Bundeswirtschaftsministerium: "Da sind das zwei verschiedene Abteilungen. Da wird eben wenig miteinander geredet, und dann wird hier ein Gesetz für die Erzeugungsseite gemacht, hier wird ein Programm für die Verbrauchsseite gemacht - aber wie das ganze interagiert, wird wenig berücksichtigt." Es gehe aber nicht um ein Ausspielen von erneuerbarer Erzeugung und Verbrauchssenkung gegeneinander.

Orientierung an geringsten Kosten wäre sinnvoll

>Als gutes Vorbild verwies Bornholdt auf einen Ansatz in einzelnen Bundesstaaten der USA, wo das Ziel mit den jeweils geringsten Kosten erreicht werden soll ("Least-cost-planning"). Dort werde die eingesparte Kilowattstunde gegen neue gerechnet: "Bevor ich ein neues Kraftwerk bauen darf, muss ich erst mal nachweisen, dass ich es nicht günstiger einsparen kann." Als weitere wichtige Punkte im Bereich der Gebäude nannte Martin Bornholdt das Zusammenspiel der Gewerke auf der Baustelle und die Qualitätssicherung. Zum Beispiel müsse die Wärmedämmung dem Heizungs- und Lüftungssystem angepasst werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Das könne der Eigenheimbesitzer oder "Häuslebauer" im Zweifelsfall direkt bei der Bauabnahme gar nicht nachvollziehen. "Das einzige halbwegs qualitätssichernde Moment" sei da bislang die verpflichtende Baubegleitung beim KfW-55-Haus. Von Alexander Morhart

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Regelung für Einrohrheizung ausgezeichnet

26. Juni 2017 - 7:18

Probleme mit diesem Heizsystem, besonders in Folge energetischer Sanierungen, sind bei Vermietern und Mietern hinreichend bekannt: hoher Energieverbrauch, streitbehaftete Heizkostenabrechnungen und ungewollte Raumüberheizung. Experten schätzen, dass mindestens 1,5 Millionen deutsche Wohnungen mit Einrohr­heizsystemen ausgestattet sind. Vor allem im Wohnungsbau der 1960er- und 1970er-Jahre wurden diese häufig installiert. indiControl löst dieses Problem, indem es die bedarfsgerechte Steuerung der Volumenströme von Einrohrheizsystemen ermöglicht.

Das System setzt dafür auf separat regelbare Teilheizkreise. Dadurch kann flexibler auf den individuellen Wärmebedarf der einzelnen Bewohner reagiert werden. Das spart Heizkosten und schafft ein angenehmeres Raum­klima.

Die Lösung lässt sich mit geringem Aufwand in bestehende Heizsysteme nachrüsten. Arbeiten in den Wohnungen sind nicht erforderlich. Die Investition in Höhe von knapp 1.000 Euro brutto pro Wohnung für die Nachrüstung amortisiere sich schnell, insbesondere auch durch die Förderfähigkeit dieser Optimierungsmaßnahme, so der Anbieter.

Seit August 2016 unterstützt das Bundeswirtschafts­ministerium die Heizungsoptimierung. Mit 30 Prozent der Netto-Investitionskosten, pro Vorgang auf 25.000 Euro limitiert, werden unter anderem Investitionen in den Austausch ineffizienter Pumpen, die Anschaffung und professionelle Installation von MSR-Technik sowie Systeme zur Volumenstromregelung gefördert. Dabei wird auch auf die Heizungsoptimierung durch einen hydraulischen Abgleich bei bestehenden Heizsystemen abgezielt.

Die von der GWG Kassel entwickelte Systemlösung indiControl schafft es speziell bei Einrohrheizungen einen ständigen, dynamisch hydraulischen Abgleich durchzuführen und ist somit komplett förderfähig. Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel mbH (GWG), die die Systemlösung zur Volumenstromregelung bei Einrohrheizungen entwickelt und patentiert hat, setzt die Lösung bereits bei 1.000 von 2.200 eigenen Wohnungen mit Einrohrheizsystem. Die Energieeinsparung liegt bei durchschnittlich 27,2 Prozent.

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BIM soll Fehler am Bau minimieren

25. Juni 2017 - 7:32

Das zeigen Ergebnisse der Jahresanalyse 2017/2018, einer Marktstudie, in der BauInfoConsult jährlich die Trends und Entwicklungen am Bau nachzeichnet. In der aktuellen Telefonerhebung wurden unter anderem 141 Architekten darum gebeten zu dieser zugespitzten Aussage Stellung zu beziehen: "Ich halte Building Information Modeling (BIM) für ein effektives Mittel, um die Fehlerkosten am deutschen Bau zu senken."

Mehr als vier von fünf Befragten (84 Prozent) stimmte überwiegend oder vollständig zu. Das Urteil der Architekten ist dabei ziemlich eindeutig: Deutlich mehr als jeder Dritte (42 Prozent) bejahte die Aussage voll und ganz. Auf Widerspruch stieß die Sicht auf BIM als wirksames Fehlerkosten-Antidot nur bei wenigen Architekten (7 Prozent). Überdies fühlte sich nur jeder zehnte Planer nicht in der Lage sich auf eine Aussage festzulegen - und das, obwohl konkrete Erfahrungen mit BIM-Projekten in Deutschland immer noch dünn gesät sind.

Skandinavien hat positive Erfahrungen mit BIM

Dennoch ist die Zuversicht der Architekten nicht unbegründet: Die Erfahrungen in Skandinavien oder den Benelux-Staaten mit digital vernetzter Projektsteuerung am Bau sind positiv - auch von weniger Fehlerkosten als in konventionellen Bauprojekten ist dabei die Rede.

Bei Bauprojekten mit BIM wird nicht nur die Konstruktion dreidimensional am Computer entworfen - das 3D-Modell kann anschließend auch in der Umsetzung zur Projektsteuerung und Koordination zwischen Architekt und den verschiedenen ausführenden Bau- und Handwerksbetrieben genutzt werden. Das übliche Chaos durch mangelnde Absprachen am Bau könnte so dank BIM durch eine stets transparente Ausführungs-, Material- und Kostenplanung weitgehend reduziert werden.

Da derzeit das traditionelle Bauen weiter den Markt dominiert und BIM noch eine Ausnahme am deutschen Bau ist, muss dieser Weg zur Fehlervermeidung (noch) ein Architektentraum bleiben. Quelle: Bauinfocosult / pgl

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Energielabel für Heizungen bleiben

23. Juni 2017 - 7:21

"Wir begrüßen, dass sich Hersteller und Installateure von Heizungen und Warmwasserbereitern vorerst nicht umstellen müssen, da das Label gerade neu eingeführt wurde. Die Heizungsbranche und die Verbraucher müssen erst Erfahrungen mit der Kennzeichnung sammeln. Nur Systeme mit Erneuerbaren Energien können bisher die effizientesten Kategorien von A+ oder besser erreichen", erläutert Pedro Dias, Generalsekretär des europäischen Solarthermie-Verbands ESTIF. Der Verband koordiniert das EU-geförderte Projekt LabelPack A+ zur Unterstützung der Einführung der Heizungsverbundanlagen mit Erneuerbaren Energien, das auf deutscher Seite vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) umgesetzt wird.

leichwohl zeichnet sich innerhalb des EU-Projekts Änderungsbedarf am Energielabel für Heizungsanlagen und Warmwasserbereiter ab. "Wir konnten bereits viele Verbesserungsvorschläge und berechtigte Kritik unterschiedlichster Zielgruppen einsammeln, die wir auswerten und der EU-Kommission zur künftigen Überarbeitung der Verordnung zur Verfügung stellen, was auch ein Projektziel ist", sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer des BSW-Solar.

So würden beim Label wichtige Einsatzbereiche nicht berücksichtigt, beispielsweise die Integration der Solarthermie in eine bestehende konventionelle Heizungsanlage. Befragungen von Hauseigentümern hätten zudem ergeben, dass die Vielzahl der unterschiedlichen Labels verwirrend sei und gerade das Verbundanlagenlabel häufig missinterpretiert werde.

"Es besteht also deutlicher Nachbesserungsbedarf, damit das neue Effizienzlabel auch für die klimafreundlichste aller Wärmetechnologien, die Solarthermie, einen positiven Effekt entfalten kann", so Mayer. Quelle: BSW / pgl

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Forscher zeigen Protonen-Bewegung in Brennstoffzellen

23. Juni 2017 - 7:20

Bei elektrochemischen Energiespeichern und -wandlern wie Batterien und Brennstoffzellen spielen Elektronen und Ionen als Ladungsträger die Hauptrolle. Für Brennstoffzellen ist die Protonenleitfähigkeit entscheidend; Protonen, also positiv geladene Wasserstoff-Ionen, entstehen aus Wasserstoff, mit dem die Brennstoffzelle betrieben wird.

Der Empa-Physiker Artur Braun und Qianli Chen, Doktorandin an der ETH Zürich, führten an der "Swiss Spallation Neutron Source" (SiNQ) des Paul Scherrer Instituts (PSI) Neutronenstreuungsexperimente durch, die die Beweglichkeit von Protonen im Kristallgitter dokumentieren. Dabei beobachteten sie, dass die Protonenbewegungen in keramischen Brennstoffzellen weit komplexeren Gesetzmässigkeiten gehorchen, als bisher angenommen.

Die Wanderung der Protonen erfolgt gemäss dem so genannten Polaronen-Modell, wie die Forscher vor kurzem in dem renommierten Fachblatt "Nature Communications" berichteten. Die Polaronen-Theorie hatte der russische Physiker und spätere Nobelpreisträger Lew Davidowitsch Landau 1933 entwickelt; sie galt lange Zeit nur für Elektronen. Das Modell beschreibt, wie Elektronen sich durch einen dielektrischen Kristall "zwängen" und dabei "störende" Atome aus ihrer Position drücken. Dies vermindert die Geschwindigkeit der Elektronen.

Polaronen sind also Bewegungswellen im Kristall, deren Ausbreitung sich wie die Flugbahn eines Teilchens beschreiben lässt. Sie können abgelenkt und gespiegelt werden. Das Elektron-Polaron ist längst eine Säule der theoretischen Physik und in der Fachwelt unbestrittene Grundlage für angewandte Modellrechnungen.

Im Gegensatz dazu war die Existenz eines Wasserstoff-Polarons - also ein von Position zu Position "hüpfendes" Wasserstoff-Ion - bislang nur spekulative Theorie. Zwar nutzen Biologen das Modell hüpfender Wasserstoffatome, um bestimmte Stoffwechselprozesse zu erklären. Unter Festkörperphysikern galten Wasserstoff-Polaronen hingegen nicht als valables Erklärungmodell.

Das könnte sich nun ändern: Braun und Chen konnten an Hand von Versuchen mit Yttrium-dotierten Barium-Ceroxid- und Barium-Zirkonoxid-Kristallen die Existenz des Proton-Polarons belegen. Diese Kristalle sind in trockenem Zustand nichtleitend. Setzt man sie einer Wasserdampfatmosphäre aus, dann bilden sich im Inneren der Kristallstruktur OH-Gruppen. Freiwerdende Protonen können dann wellenartig wandern. Das Oxid wird dadurch ionisch leitend.

Den Beweis für die Wellen von Wasserstoff-Ionen fanden Braun und Chen, indem sie die Kristalle unter verschiedenen Hochdruckbedingungen und bei Temperaturen von bis zu 600 Grad Celsius untersuchten. Die gute Vernetzung der Empa in der Wissenschaftswelt war dabei enorm wichtig: Die Durchleuchtung der Proben geschah an der Neutronenquelle des PSI, die Hochdruckexperimente an den Kristallen gelangen zusammen mit Forschern des Instituts für Geowissenschaften der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Die Leitfähigkeit nimmt bei Temperaturen zwischen 220 und 520 Grad genau in dem Maße zu, wie es Modellrechnungen für die Gitterschwingungen des Kristalls vorhersagen. Die Protonen sind also zunächst im Kristallgitter gebunden und beginnen bei Erwärmung im Konzert der Gitterschwingungen durch den Kristall von einer OH-Gruppe zur nächsten zu hüpfen. Setzt man den Kristall mit einer Spezialpresse hohem Druck aus, bleibt weniger Platz für die Protonen-Sprünge - die Leitfähigkeit nimmt wieder ab.

Damit ist bewiesen, dass das Polaronen-Modell nicht nur für Elektronen, sondern auch für Protonen gilt. "Und wer weiß, womöglich gilt die Theorie auch für andere Ionen wie Lithium", spekuliert Empa-Forscher Braun. Die Erkenntnisse der Empa-Forscher könnten bald schon entscheidende Hinweise für die Materialwahl von Brennstoffzellen und Wasserstoffspeichern geben und damit die Energieversorgung der Zukunft beeinflussen. Aber auch das Verhalten von keramischen Isolatoren lässt sich nun besser abschätzen: Isolieren sie auch an feuchter Aussenluft unter hohen Temperaturen noch gut? Oder entstehen Kriechströme, die auf Polaronen-Leitung zurückzuführen sind? Mit Brauns und Chens Arbeit, die vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert wurde, lassen sich also einige Rätsel der Materialwissenschaften lösen. Quelle: Empa / pgl

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Wohnungsgesellschaft baut energieautark

23. Juni 2017 - 6:33

Möglich machen dies große Solarwärme- und Solarstromanlagen, die 60 beziehungsweise 70 Prozent des Stroms und der Wärme erzeugen werden, so dass die verbleibenden Energiekosten niedrig und kalkulierbar sind. Das energetische Grundkonzept der Gebäude mit jeweils sieben Wohnungen geht auf das Sonnenhaus-Konzept zurück.

Bei Sonnenhäusern werden mindestens 50 Prozent des Wärmebedarfs mit Solarenergie gedeckt. Der Freiberger Honorarprofessor und Experte für Solartechnik Timo Leukefeld hat den Ansatz des Sonnenhaus-Instituts zum Konzept der "vernetzten energieautarken Gebäude" weiterentwickelt. Die Gebäude der eG Wohnen sind die ersten vernetzten energieautarken Mehrfamilienhäuser nach seinem Konzept.

Im Mittelpunkt des Bau- und Energiekonzeptes stehen die großen Solarwärme- und Solarstromanlagen, mit denen hohe Autarkiegrade in der Energieversorgung erreicht werden. Strom und Wärme, die gerade nicht benötigt wird, kann in Langzeitenergiespeichern für den späteren Verbrauch zwischengespeichert werden. In Cottbus werden die Energiekosten etwa 60 Prozent unter den Kosten liegen, die bei Gebäuden mit Passivhaus-Standard für Wärme und Strom anfallen würden. Die Kosten für die Restenergiemenge sind gut planbar, deshalb kann der Vermieter eine Pauschalmiete anbieten. "Das ist das Prinzip der Nahe-Null-Grenzkosten", erklärt Leukefeld.

Benutzer müssen sich nicht an Technik anpassen

Zur Motivation der Wohnungsgenossenschaft sagt Uwe Emmerling, Vorsitzender der eG Wohnen: "Wir wollen Mehrwert für unsere Bewohner schaffen und eine hohe Lebensqualität erzeugen, die nicht auf einer extremen Technisierung und Regeln für das Verbrauchsverhalten im Haus beruht." Die Genossenschaft sei innovativen Projekten gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen und habe auch schon Passivhäuser und Holzhäuser gebaut.

"Die Leute können sich bewegen, wie sie wollen und brauchen sich nicht an die Technik anzupassen", benennt Leukefeld einen wesentlichen Vorteil von vernetzten energieautarken Gebäude. "Sie können die Solarenergie intelligent verschwenden, ohne horrende Nebenkostenrechnungen befürchten zu müssen."

Emmerling beschäftigt sich derzeit noch mit der Pauschalmiete. Sie soll um die 10,50 Euro betragen. "Es ist unser Ziel, über eine Pauschalmiete zu arbeiten und die Rahmenbedingungen entsprechend zu gestalten", sagt er. Dafür sind diverse rechtliche Vorgaben zu erfüllen, zum Beispiel aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz, dem Energiewirtschaftsgesetz und dem Mietrecht.

Projekt soll Modellcharakter haben

Er freut sich darauf, bundesweit ein Zeichen für zukunftsfähige, energieeffiziente und mieterfreundliche Baukonzepte zu setzen. "Es soll ein Mehrfachprojekt werden", weiß er schon jetzt. Wenn das Pilotprojekt ein Erfolg wird, wovon er überzeugt ist, will die Genossenschaft mehr solcher Mietshäuser bauen.

Die Gebäude (KfW-Effizienzhaus-Standard 55) mit jeweils 600 Quadratmeter beheizter Wohnfläche werden mit hochwärmedämmendem einschaligem Ziegelmauerwerk errichtet. Dies macht eine außen aufgebrachte Dämmung überflüssig. Hierdurch, aber auch durch die Ausrichtung nach Süden wird der Wärmebedarf sehr stark reduziert. Der Heizwärmebedarf wird fast auf Passivhausniveau liegen.

Die Dächer sind mit 50 Grad steiler als üblich, damit im Winter bei tief stehender Sonne viel Wärme und Strom erzeugt werden kann. Auf den nach Süden gerichteten Dächern und einem Teil der Fassaden werden jeweils 100 Quadratmeter Solarwärmekollektoren und Solarstrommodule mit jeweils 29,58 Kilowatt Leistung montiert. Die Heizenergie, die gerade nicht benötigt wird, fließt für den späteren Verbrauch in einen Langzeitwärmespeicher mit 24,6 Kubikmeter Wasser. Im Sommer kommt überschüssige Wärme über ein Nahwärmenetz zwei Nachbargebäuden zugute.

Frischwasserstationen liefern warmes Wasser

Dadurch werden auch hier die Heizkosten reduziert und der Ertrag der Solarthermieanlage wird verdoppelt. Der geringe verbleibende Heizenergiebedarf wird mit einem Gasbrennwertkessel mit 40 Kilowatt Leistung erzeugt. Das warme Wasser wird über Frischwasserstationen bereitet.

Die Photovoltaikanlage wiederum liefert Strom für die Haushaltsgeräte, die Anlagentechnik und Elektroautos. Für die Speicherung des Solarstroms werden Lithium-Ionen-Akkus mit jeweils 54 Kilowattstunden Speicherkapazität eingebaut. Quelle: Sonnenhaus Institut / pgl

 

 

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Stimmung der Wohnungswirtschaft ist gut

22. Juni 2017 - 12:34

Insgesamt hat sich der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (+3,3 Punkte) auf bereits hohem Niveau verlangsamt. Der Geschäftsklimaindex setzt sich aus den Werten zur aktuellen Geschäftslage und den zukünftigen Geschäftserwartungen zusammen. Die Wohnungsunternehmen bewerten ihre derzeitige Geschäftslage überwiegend als gut (47,0 Punkte).

Im direkten Vergleich mit der Einschätzung der aktuellen Geschäftslage liegen die künftigen Geschäftserwartungen der Wohnungsunternehmen trotz eines Anstiegs um 0,9 auf 9,3 Indexpunkte weiterhin auf einem deutlich niedrigeren Niveau.

Trend bei Baugenehmigungen schwächt sich ab

Die Geschäftserwartungen sind eng an die politischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen gebunden. "Hier klafft immer noch eine Lücke, denn die Unternehmer sehen sich bei ihrem Ziel, bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen und zu bewahren, immer mehr von politischen Regulierungen auf der einen Seite und hohen Kosten durch überhöhte Anforderungen, Steuern und Preise auf der anderen Seite in die Zange genommen", erklärte Gedaschko. Hier gebe es noch einiges zu tun, damit die aktuell positiven Geschäftsaussichten nicht gedämpft würden, so der GdW-Chef.

Ein Zeichen für das Abschwächen des positiven Trends ist auch die sinkende Dynamik bei den Baugenehmigungen in Deutschland. "Die Politik muss hier aufpassen, dass sie den Neubau-Boom nicht abwürgt, bevor er überhaupt richtig begonnen hat", so der GdW-Präsident. Er mahnte bessere Bedingungen für den Wohnungsbau an. Quelle: GdW / pgl

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Bundestagswahl bestimmt Debatte zur Gebäudeenergie

22. Juni 2017 - 9:26

So auch Andreas Jung, Referatsleiter für Wärme und. Effizienz in Gebäuden im Bundeswirtschaftsministerium. Sein Thema war das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG). Das war im April gescheitert.

Jung sieht aus zwei Gründen die Notwendigkeit, nach der Wahl einen neuen Anlauf zu machen: Erstens müsse die EU-Gebäuderichtlinie in deutsches Recht umgesetzt werden. Zweitens sei die Zusammenführung des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes und der Energieeinsparverordnung im GEG nach wie vor eine sinnvolle Sache.

Gebäudeenergiegesetz soll wieder auf die Agenda

Um den GEG-Entwurf zu verbessern, habe sein Referat einige Gutachten in Auftrag gegeben, berichtete Jung - unter anderem zu den Primärenergiefaktoren. Die Bewertung der Energieträger durch diese Faktoren hat großen Einfluss darauf, wie stark sie in einem nachhaltigen Gebäude eingesetzt werden können. Je niedriger der Faktor, desto größer die Chance. Außerdem kündigte Jung eine Vereinfachung der Vorschriften an, was im Publikum mit ungläubigen Blicken quittiert wurde.

Bei der nachfolgenden Podiumsdiskussion mit Bundestagsabgeordneten bestätigte auch der Beauftragte für Energiepolitik der CDU im Bundestag, Thomas Bareiß: "Wir brauchen das GEG ganz, ganz schnell schon 2018.">Bareiß gestand ein, dass die Regierung beim GEG und bei der steuerlichen Absetzbarkeit der energetischen Sanierung versagt habe. "Das war ein Armutszeugnis."

Auch die Möglichkeit, beim Sanieren Steuern zu sparen wollen die Parteien nach der Wahl erneut angehen, war man sich auf dem Podium einig. Wenn es nach Anja Weisgerber von der CSU geht ohne Gegenfinanzierung. Diese hatte Finanzminister Wolfgang Schäuble gefordert, die entsprechende Deckelung der steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen aber hatte Bayern abgelehnt. Das bedeutete Anfang des Jahres das vorläufige Aus von Steuererleichterungen nach Sanierungen.

Steuererleichterung für Sanierung nach Kauf oder Erbe

Noch ein politisches Versprechen gab es beim Wärmeschutztag. Der Staatssekretär im Bauministerium, Jochen Flasbarth, kündigte Steuererleichterungen bei "typischen Entscheidungspunkten" für die Gebäudesanierung an. Zu denen kommt es nämlich meist im Erbfall oder beim Kauf einer Immobilie. Mit Nachlässen bei der Erbschaftssteuer oder der Grunderwerbssteuer könnten zusätzliche Anreize für die Gebäudeertüchtigung geschaffen werden, sagte Flasbarth.

Der Gesetzgeber hat offenbar erkannt, dass er mit der bisherigen Förderung nicht genug Anreize schafft. "Das hat nicht gezündet und nicht den Sprung nach vorn gebracht", sagte Flasbarth. Mit seinem Vorschlag griff er einen Gedanken der Denkfabrik Agora Energiewende auf, die vergangene Woche Vorschläge für die Umgestaltung des Energiesystems bis 2030 gemacht hatte. Gegen günstige Öl- und Gaspreise könne man nicht ansubventionieren, sagte Agora-Direktor Patrick Graichen. Fossile Brennstoffe müssten teurer werden, Strom billiger.

Nach der Wahl, so heißt es im politischen Berlin dieser Tage immer wieder, sollten Abgaben und Steuern auf die Energieträger neu geordnet werden. Nicht so lange warten müssen alle, die mit energetischen Sanierungen zu tun haben, auf eine genauere Definition des Begriffs "Wirtschaftlichkeit" in der Energieeinsparverordnung. Laut Paragraph 25 gibt es Ausnahmen von der Pflicht zu sanieren, wenn dies nicht wirtschaftlich ist.

Auf Vollzugsregelungen für die Wirtschaftlichkeitsfaktoren wartet die Branche, seit die Bauministerkonferenz 2015 den Auftrag zur Erarbeitung solcher Regeln gegeben hatte. Dabei geht es unter anderem um Details wie die Abschreibungsfrist für Bauteile. Offenbar stehen die Beratungen der Länder dazu kurz vor dem Abschluss, sagte Andreas Jung auf eine Frage der Energieberaterin und Bauingenieurin Marita Klempnow.

Sie und zwei Architektenkollegen zeigten zum Ende des Wärmeschutztages am Beispiel einer Denkmalsanierung und eines Neubaus, dass gutes energetisches Bauen nicht teuer sein muss: Der historische Bau in Wismar verbraucht nach der Sanierung nur noch 44 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr bei Baukosten von 2600 Euro pro Quadratmeter. Der vorgestellte Neubau mit Solarthermie an der Fassade und Betonkerntemperierung von Bodenplatte und Decke durch einen Luft-Erdwärmetauscher verbraucht 29 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr bei Baukosten von 1800 Euro pro Quadratmeter (jeweils Kostengruppen 300 und 400). Voraussetzung dafür sei gute Planung und Mut, sagte Marita Klempnow: "Wir machen das, wo andere sich überlegen, ob sie es sich trauen."

Schon zu Beginn hatte der Vorstandsvorsitzende der Euref AG, der Architekt Reinhard Müller, einen ähnlichen Gedanken geäußert. Auf dem von ihm entwickelten Gelände - Euref steht für Europäisches Energieforum - fand der Wärmeschutztag statt: "Es ist alles erfunden für das, was die Bundesregierung im Klimaschutzplan für 2050 festgelegt hat. Es ist auch nicht zu teuer. Man muss es einfach machen", sagte Müller. Susanne Ehlerding

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Blauer Engel für Holzwerkstoffplatten vergeben

22. Juni 2017 - 7:36

Das Umweltbundesamt hat seine Anforderungen zur Vergabe des Umweltkennzeichens "Blauer Engel" an Holzwerkstoffe zum 1. Januar 2017 verschärft. Professor Wolfgang Plehn, Direktor vom Umweltbundesamt, begründet die schärferen Prüfungen mit den gestiegenen Ansprüchen an Gesundheits- und Umweltverträglichkeit im Baubereich: "Die Anforderungen waren nicht mehr zeitgemäß. Beispielsweise wurden die flüchtigen organischen Verbindungen nicht erfasst. Das ist gerade bei Holzwerkstoffen wichtig, da sie sowohl von den Leimen als auch vom Holz ausgehen können. Zudem legen wir großen Wert darauf, dass das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt."

Elka verwendet für seine Platten nach eigenen Angaben ausschließlich frisches Fichtenholz und Fichtenholzspäne aus den eigenen Sägewerken, kein Altholz. Fichten sind harzärmer und damit geruchsneutraler als Kiefern, dem üblichen Grundstoff für OSB-Platten. Auch bei den Leimen werde großer Wert auf gesundheitliche Verträglichkeit gelegt, so der Hersteller.

Alle esb-Platten und VITA Naturholzplatten tragen PEFC-Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft, Vita-Platten auf Kundenwunsch zusätzlich das FSC-Siegel. Quelle: Elka / pgl

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Hamburg erlaubt hohe Holzbauten

21. Juni 2017 - 7:20

Nach der neuen Bauordnung der Hansestadt darf künftig in Holz mit einer Höhe von bis zu 22 Metern - das entspricht ungefähr sechs bis sieben Stockwerken - gebaut werden. Die Umwelt- und die Stadtentwicklungsbehörde haben diese Änderung vorbereitet.

Auch nachträgliche Aufstockungen, die neuen Wohnraum, auch in innerstädtischer Lage,  sind mit der Zulassung für Holzbauten einfacher möglich. Diese wiegen weniger, statische Probleme werden vermieden. Außerdem muss bei einer Aufstockung kein Aufzug eingebaut werden. das vermindert die Kosten für ein neues Dachgeschoss erheblich.

Senatorin Dorothee Stapelfeldt: "Mit der neuen Hamburgischen Bauordnung haben wir viele Verbesserungsvorschläge aus dem Kreis der am Baugeschehen Beteiligten umgesetzt und schaffen Anreize für Bauherren, im Bestand zu verdichten - etwa durch den Ausbau von Dachgeschossen oder durch Aufstockungen." pgl

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Luftdichte Hülle muss vielen Standards genügen

21. Juni 2017 - 7:10

Anforderungen und Grenzwerte für Gebäudeluftdichtheit würden immer komplexer, so der FLIB. Energieeinsparverordnung, DIN 4108-7, DIN V 18599 oder auch KfW formulieren Vorgaben zur Dichtheit, unterscheiden sich aber vielfach im Detail.

So habe die KfW eine EnEV-Vorschrift für Neubauten im Nebensatz auf Sanierungsvorhaben ausgeweitet, nenne an anderer Stelle aber weichere Dichtheitsgrenzwerte als die EnEV. Auch viele regionale Förderprogramme machen eigene Vorschriften, manche davon anspruchsvoll, manche weniger streng. Für Passivhäuser gelten ohnehin gesonderte Regeln.

Sogar die Art, wie der öffentlich-rechtliche Nachweis gerechnet wird, könne für die Frage nach einzuhaltenden Dichtheitsanforderungen relevant sein, so der Verband. Sein Beispiel: Nach EnEV gilt für die Luftdurchlässigkeit von Wohngebäuden mit einem konditionierten Luftvolumen über 1.500 Kubikmetern der auf die Gebäudehüllfläche bezogene q50-Wert. Allerdings nur, wenn der Jahres-Primärenergiebedarf nach DIN V 18599 ermittelt wird. In Fällen, bei denen man mit der Normenkombination DIN V 4108-6/DIN V 4701-10 rechnet, gilt, wie bei kleineren Gebäuden auch, der aufs Volumen bezogene n50-Wert.

"Allein dieses Beispiel macht deutlich, wie genau man hinsehen muss, um die im konkreten Fall zutreffenden Dichtheitsanforderungen dingfest zu machen", erläutert FLiB-Geschäftsführer Oliver Solcher. Den Überblick darüber besitzen können letztlich nur diejenigen, die das Objekt auch geplant und berechnet haben.

Somit sei jeder Messdienstleister gut beraten, sich beim Auftraggeber nach den einzuhaltenden Dichtheitsvorgaben zu erkundigen und sich diese möglichst sogar schriftlich bestätigen zu lassen. Hilfreich sei auch die Frage nach dem eigentlich Zweck der Messung: Geht es um eine EnEV-Schlussmessung oder sollen Anforderungen eines abweichend definierten Energiestandards nachgewiesen werden? Erfolgt der Blower-Door-Test im Rahmen eines bestimmten Förderprogramms und wie sehen dessen Auflagen aus? Eventuell dient die Messung jenseits aller Grenz- und Kennwerte auch rein der Qualitätskontrolle am Bau? 

Ist die Frage, welche Anforderungen denn nun gelten, trotz allem unbeantwortet geblieben, sollte  sich der Dienstleister im Prüfbericht aber darauf beschränken, die ermittelten Kennwerte zu protokollieren: Eine Aussage darüber, ob das Gebäude den Test "bestanden" hat oder nicht, sei nur bei genauer Kenntnis aller Randbedingungen möglich. Quelle: FLIB / pgl

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Mieter können Lüftung nicht ausschalten

20. Juni 2017 - 7:52

Ein kontinuierlicher Luftaustausch innerhalb von Gebäuden ist nicht nur für die Gesundheit der Raumnutzer wichtig, sondern dient auch der Erhaltung der Gebäudesubstanz. Denn durch die Lüftung wird Feuchtigkeit abtransportiert, die sonst zu Schimmel führen oder die Gebäudesubstanz schädigen könnte. Daher schreibt die Energieeinsparverordnung einen nutzerunabhängigen Mindestluftwechsel vor. 

Um diesen sicherzustellen haben Wohnbaugesellschaften bei der Installation dezentraler Lüftungsgeräte aus dem Hause Meltem jetzt die Möglichkeit diese mit der Sonderlösung "Netzschalter ohne Funktion" (M-WRG O/NOF) auszustatten. In dieser Variante ist das Gerät zwar mit einem Ausschalter versehen, dieser hat aber keine Funktion. Das heißt, der Mieter kann zwar die unterschiedlichen Lüftungsstufen auswählen, das Gerät aber nicht ausschalten. Die spezielle Schaltvariante wird von Meltem bereits werksseitig vorgesehen. Wohnungsbaugesellschaften haben offenbar ein Interesse an einer solchen Lösung, weil Mieter die Lüftungsanlage oft ausschalten, zum Beispiel um Zugerscheinungen zu bekämpfen oder Strom zu sparen.

Um im Notfall trotzdem eine schnelle Abschaltung gewährleisten zu können, empfiehlt Meltem, diese über den Sicherungskasten zu ermöglichen. Ist die Außenluft stark belastet, beispielsweise bei einem Brand mit Schadgasentwicklung oder bei einem Chemieunfall, lassen sich die Luftklappen so schnell und sicher schließen, sodass keine Schadstoffe in die Raumluft gelangen können.

Auf Wunsch lassen sich die M-WRG Geräte zudem mit einem Betriebsstundenzähler ausstatten, der einmal im Jahr, vorzugsweise zeitgleich mit dem Filterwechsel, ausgelesen werden kann. Dies geschieht mithilfe eines mobilen Auslesegeräts auf Funkbasis durch den Objektbetreuer. Auf diese Weise lässt sich feststellen, ob der Luftaustausch ausreichend gewährleistet ist. Quelle: Meltem / sth

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Weltgrößter Holzmodul-Wohnbau entsteht in Hamburg

20. Juni 2017 - 7:15

Die 371 Studentenwohnungen aus Vollholz werden auf sechs Geschossen aus je 20 Quadratmeter großen, vorgefertigten Modulen zusammengesetzt. Diese kommen komplett eingerichtet per Lkw auf die Baustelle. Bett, Nasszelle, Spiegel, Einbauschränke, ein Schreib- sowie ein Klapptisch und eine kleine Küchenzeile sind bereits montiert.

"Die Modulfertigung vor Ort hat für uns den großen Vorteil der Qualitätssicherung, die wir bei einer Herstellung unter Baustellenbedingungen nicht erreichen können. Die serielle Produktion und der hohe Grad an Vorfertigung verkürzen außerdem die Bauzeit drastisch", sagt Achim Nagel, Geschäftsführer von Primus Developments, der gemeinsam mit der Hamburger Firma Senectus das Projekt entwickelt. "Wenn am 1. Oktober die ersten Studierenden einziehen, wird Woodie ein Dreivierteljahr schneller bezugsfertig sein als ein herkömmlich gebautes Gebäude", ergänzt Senectus-Geschäftsführer Torsten Rieckmann.

Hamburgs Senatorin Dorothee Stapelfeldt lobte die konzeptionelle und technische Qualität des Neubaus: "Diese Form des seriellen Bauens birgt für die Bauwirtschaft die Chance, attraktive und bezahlbare Wohnungen auch ohne staatliche Förderung zu errichten." Die Mietpreise der Apartments sind allerdings auch für Hamburger Verhältnisse nicht gerade günstig und beginnen bei 505 Euro monatlich inklusive Möblierung, Wasser, Heizung, Strom und WLAN. Für ein 19-Quadratmeter-Appartment sind 575 Euro fällig. pgl

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Brand in London löst heftige Diskussionen aus

18. Juni 2017 - 14:55

In Berichten, etwa bei Spiegel Online oder im Focus, wurde bereits kurz nach dem Brand umfassend über die Brandgefahr durch Dämmung mit Polystyrol berichtet. Die Aussagen beziehen sich aber in der Regel auf Mutmaßungen. Es war noch nicht klar, ob in dem Gebäude Polystyrol verbaut war, wie genau die Brandvorschriften bei Hochhäusern in Großbritannien sind und ob diese eingehalten wurde.

Vieles ist im Moment noch nicht klar. So spricht das Bundesumweltministerium in einem Faktenblatt, das nach der Brandkatastrophe herausgegeben wurde, von einer hinterlüfteten Fassade. Der britische Guardian  spricht von einer entflammbaren Aluminium-Verkleidung mit Polyethylen-Kern als Fassadenmaterial. Das Material sei billig und werde deshalb häufig an Hochhäusern eingesetzt. Es sei auch bei anderen Hochhäusen eingesetzt worden, die gebrannt haben und werde auch für die Ausbreitung eines Brandes im australischem Melbourne verantwortlich gemacht, schreibt das Blatt weiter.

Der Guardian zitierte erste Berichte, nach denen es aufgrund einer Luftschicht zwischen Fassade und Verkleidung zu einem Kamineffekt gekommen sei, der die Ausbreitung der Flammen nach oben beschleunigt habe.

Das Bundesumweltministerium hat kurz nach der Brandkrastrophe mit einem Faktenblatt in die Diskussion eingegriffen. Darin  beschäftigt sich das Ministerium unter anderem, wie die Vorschriften zum Brandschutz in Deutschland sind.

Hierzulande darf ab 22 Metern Höhe nicht mit brennbaren Bauprodukten gebaut werden. Bei niedrigeren Gebäuden ist bei der Dämmung auch die Verwendung von schwer entflammbaren Materialien zulässig. Um Gefahren zu vermindern, wurden im Januar 2016 die Brandvorschriften bei der Verwendung von Dämmung mit EPS verschärft. Seither sind weitere Brandriegel vor allem im unteren Gebäudebereich vorgeschrieben. Dadurch soll beispielsweise verhindert werden, dass Brände von Mülltonnen oder angrenzenden Kleinbauten wie Fahrradunterstände auf benachbarte Gebäude übergreifen.

In Deutschland steht in der bisherigen medialen Debatte zu den Brandursachen EPS im Mittelpunkt, auch wenn nach bisher vorliegenden Informationen in London kein EPS verbaut wurde. So forderte Kai Warnecke, Chef der Hausbesitzerverbands Haus und Grund, "im Zweifel müssten bereits montierte Polystyroldämmungen auf Kosten der Industrie entfernt und entsorgt sowie durch nicht brennbare Stoffe ersetzt werden." Bayerns Innenminister Joachim Herrmann will Dämmung erneut untersuchen lassen.

Brandschutzexperten wiesen auf die in Deutschland ohnehin strengeren Auflagen bei verwendeten Materialien, Brandwarneinrichtungen und Rettungswegen hin. Bei Einhaltung der Anforderungen, so das Bundesumweltministerium, sei nach Expertenmeinung eine Brandkatastrophe wie in London ausgeschlossen. Dies gilt allerdings nur dann, wenn die Bauvorschriften eingehalten und dies auf der Baustelle auch überwacht wird. Das scheint in London nicht der Fall gewesen zu sein. Von Pia Grund-Ludwig

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Rheinland-Pfalz fördert Austausch alter Kaminöfen

18. Juni 2017 - 7:06

Eines der Ziele ist es auch den energetischen Zustand der Gebäunde und deren Heizsysteme besser zu erfassen. Auf Basis der durch den Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Rheinland-Pfalz erhobenen Daten soll eine einheitliche und regelmäßig auswertbare Statistik zu Heizsystemen erarbeitet werden. Die Daten fließen in einen Energieatlas ein.

Dabei geht es auch darum, konkrete Maßnahmen vorzuschlagen, die bei der Heizstruktur Verbesserungen versprechen. In Rheinland-Pfalz gibt es zirka 575.000 Einzelraumfeuerungsanlagen mit Festbrennstoffen, meistens Kaminöfen mit Scheitholz. 40 Prozent sind älter als 20 Jahre und haben einen geringen Wirkungsgrad. "Ein Austausch dieser Anlagen würde erheblich zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen sowie Feinstaubemissionen reduzieren", heißt es im Klimaprogramm. Das Förderprogramm "1.000 effiziente Öfen für Rheinland-Pfalz" fördert deshalb den Austausch ineffizienter Anlagen.

Holz nimmt insgesamt einen großen Rahmen im Klimaprogramm ein. So soll ein "Informationsanhänger" die Möglichkeiten zur Wärmewende im Holzbau beleuchten. Bei Veranstaltungen können sich die Besucher rund um das Thema Holzdämmstoffe, Möglichkeiten im Holzbau und den Beitrag der Holzverwendung zum Klimaschutz informieren.

Träger vieler Maßnahmen sind die Verbraucherzentralen und die Landes-Energieagentur. So soll die Energieagentur Rheinland-Pfalz Kommunen bei der Erstellung nachhaltiger Quartiersentwicklungskonzepte mit Informationsmaterialien, Fachveranstaltungen und der Initiierung von Netzwerken unterstützen. Deren Ziel ist es, unter Beachtung städtebaulicher, denkmalpflegerischer, baukultureller, wohnungswirtschaftlicher, demografischer und sozialer Aspekte die technischen und wirtschaftlichen Energieeinsparpotenziale im Quartier aufzuzeigen.

Nach der Erstellung eines Quartierskonzeptes kann in einer zweiten Phase eine weitere Förderung für Sanierungsmanager in Anspruch genommen werden. Dessen Aufgabe ist die Motivation und Beratung und Koordination der privaten und öffentlichen Eigentümer der Liegenschaften, zur Durchführung von Sanierungsmaßnahmen sowie die Beratungbei der Finanzierung und der Einwerbung von Fördermitteln. Die Landesförderung verstärkt die Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau und reduziert den Eigenanteil der Kommunen auf 15 Prozent, bei finanzschwachen Kommunen auf 5 Prozent.

Eine Diskussion dazu soll auf einer Fachkonferenz unter dem Titel "Nachhaltige Quartiersentwicklung" erfolgen. Sie umfasst unter anderem Themen wie Wärmeversorgung im Quartier, Wiederbelebung der Ortskerne statt Ausweisung von Neubaugebieten und Finanzierungsansätze für nachhaltige Energieversorgungs- und -nutzungsansätze im Quartier.

Vorgesehen ist auch, innovativer Finanzierungsansätze für den Einsatz Erneuerbarer Energien in zwei bis drei Modellkommunen zu unterstützen und Konzepte für Wärmenetze zu fördern.

Spannend ist der Ansatz, regionale Baunetzwerke auf den Weg zu bringen. Sie sollen den Austausch der Akteure am Bau fördern, die gewerkeübergreifende Kommunikation verbessern, Baufehlern in der Ausführung vorbeugen und umfassendere Qualitätssicherung betreiben. Kooperationspartner sind die EffizienzOffensive Energie Rheinland-Pfalz (EOR), Handwerkskammern, Verbraucherzentrale, Architekten- und Ingenieurkammer und Energieberater. Ziele ist eine gewerkeübergreifende Harmonisierung und Qualitätssicherung am Bau sowie die Erstellung von Merkblättern. pgl 

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ZDB begrüßt Regel zu Dämmstoff-Entsorgung

15. Juni 2017 - 7:31

ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa erklärt, damit sei eine einheitliche und praktikable Regelung für die Entsorgung von HBCD-haltigen Dämmstoffen sichergestellt.

Seit der Ende 2016 vorgenommenen Einstufung von HBCD-haltigen Dämmplatten als gefährlicher Abfall und den damit aufgetretenen Entsorgungsengpässen hatte sich der ZDB für eine Rücknahme dieser Einstufung, die deutlich über das vom EU-Abfallrecht geforderte Maß hinausging, eingesetzt. Dem trug die Bundesregierung zunächst mit einer Änderungsverordnung zur Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV)("Moratorium") Rechnung, die bis Ende 2017 befristet war.

Durch die nunmehr verabschiedete POP-Abfall-Überwachungs-Versorgung ist eine dauerhafte Entsorgungslösung für HBCD-haltige Dämmplatten sicher gestellt. Das im Rahmen der Verordnung vorgesehene Sammelentsorgungsnachweisverfahren können Betriebe, die HBCD-haltige Dämmstoffe zurückbauen, mit Hilfe eines Übernahmescheins vom Entsorger führen. Damit hält sich für die Betriebe des Bau- und Ausbaugewerbes der bürokratische Aufwand in Grenzen; die vom Gesetzgeber geforderte gesicherte Entsorgung und Ausschleusung dieser Abfälle ist gewährleistet.

Allerdings führt die nun geforderte getrennte Sammlung der HBCD-haltigen Dämmplatten, die dann zur Verbrennung wieder mit dem Hausmüll vermischt werden, zu höheren Kosten. Damit wird die Entsorgung insgesamt für Investoren und Verbraucher teurer. "Hier stellt sich die Frage nach dem Mehrwert der künftigen Regelung. Immerhin wurden jahrzehntelang HBDC-haltige Abfälle ohne getrennte Sammlung umweltgerecht in Hausmüllverbrennungsanlagen entsorgt", so Pakleppa abschließend. Die POP-Abfall-Überwachungs-Verordnung bedarf noch der Zustimmung des Bundesrates. Quelle: ZDB / pgl

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Bluesky will Salzwasser-Zellen für PV-Speicher bauen

14. Juni 2017 - 7:57

Batterien auf Basis der Salzwasser-Technologie sind nicht entflammbar und sollen wartungsfrei sein. Alle Stoffe können dauerhaft wieder verwendet werden. Rund 16.000 derartige Batterien mit dieser Technologie seien bereits verkauft worden.

Das oberösterreichische Unternehmen hat bislang die Salzwasserzellen zugekauft, um damit Stromspeicher für Eigenheime und KMU zu bauen. Ein derartiger Stromspeicher für ein Einfamilienhaus sei mit etwa 8000 Euro zu veranschlagen, so das Unternehmen.

Zellenlieferant Aquion musste Insolvenz anmelden. BlueSky will für die Übernahme 2,5 Millionen Euro bezahlen. Das Unternehmen plant, im Endausbau 250 Mitarbeiter in der Akku-Produktion zu beschäftigen. pgl

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Lieferengpass bei Dämmung aus PIR und PUR

14. Juni 2017 - 7:27

Die Produktion des Rohstoffs erfolgt in großtechnischen Anlagen in Europa, Nordamerika und Asien. Diese seien in den vergangenen Monaten von technischen Störungen betroffen gewesen, außerdem hätten vorgesehene Wartungszyklen angestanden, so der Branchenverband IVPU auf Anfrage von EnbauSa.de. Bei einem Lieferanten aus den USA kam Hochwasser dazu. Zwei der Anlagen in Deutschland und den Niederlanden haben die Produktion wieder aufgenommen haben, so der IVPU weiter. Es können aber einige Wochen dauern, bis der Rohstoff wieder in ausreichender Menge zur Verfügung stehe.

Nachfrage nach PUR ist groß

Aufgrund der guten Baukonjunktur sei die Nachfrage hoch. MDI wird außer in PUR/PIR-Hartschaum-Dämmplatten auch in Montageschäumen, Klebstoffen und Farben sowie als Bindemittel für die Herstellung von Holzfaserdämmstoffen bei Herstellung im Trockenverfahren verwendet.

In Deutschland sind PU-Dämmstoffe seit einigen Wochen nur sehr eingeschränkt lieferbar. Die Hersteller haben begonnen, ihre Kunden darüber zu informieren. "Auch im Juni haben wir leider mit der Rohstoffknappheit zur Herstellung von PIR-Dämmplatten zu kämpfen. Wir gehen davon aus, dass wir aktuell lediglich 80 Prozent der benötigten MDI Menge zur Verfügung haben werden. Eine laufende Fertigung ist weiterhin nicht uneingeschränkt möglich", so Gerhard Einsele, Leiter Marketing und Vertrieb bei Bauder. Man werde versuchen, "laufende Flachdach- und Steildachbaustellen mit Material zu versorgen und auch die Läger unserer Partnerhändler im Auge zu behalten", sagte Einsele weiter. "Neben etwaigen Lieferverzögerungen können wir darüber hinaus auch verlängerte Bearbeitungszeiten bei der Angebotserstellung und Auftragsbestätigung nicht ausschließen", räumt Puren ein.

Mit einer Entspannung sei erst in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen, so der IVPU, er könne aber keine genauen Angaben zur Lieferfähigkeit machen. pgl

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