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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 8 Minuten 23 Sekunden

Tagung betrachtet CO2-neutrale Quartiere

17. August 2017 - 7:05

Im Mittelpunkt der Tagung www.effizienztagung.de stehen am 24. und 25. November in Hannover Konzepte und Strategien für CO2-neutrale Gebäude und Wohnquartiere. Bei einem Besuch beider Konferenztage können sich die Teilnehmer für sowohl Wohngebäude als auch für Nichtwohngebäude 8 Unterrichtseinheiten gutschreiben lassen. Für die Energieberatung im Mittelstand sind es 4 Unterrichtseinheiten.

Auf dem Programm stehen Konzepte für die Energieversorgung einzelner Gebäude und für die nachhaltige Gestaltung ganzer Quartiere sowie wohnungswirtschaftliche Aspekte. Weiterer wichtiger Diskussionspunkt wird wie auch bei den vorangegangenen Tagungen die Qualität der Bauausführung sein, außerdem wird es um multifunktionale Fassaden, Energiespeicher und bauphysikalische Fragen gehen. Das Programm ist modular aufgebaut, sodass sich jeder Teilnehmer seinen Tagungsablauf individuell gestalten kann.

An der begleitende Fachausstellung beteiligen sich 20 einschlägige Unternehmen. sue

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Onlinerechner zeigt Zuschuss für Gebäudekühlung

16. August 2017 - 7:05

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert das Bundesumweltministerium (BMUB) auch den Bau von Kälte- und Wärmespeichern. Geförderte Anlagen dürfen nur sehr wenig Energie verbrauchen und geringe  Emissionen aus halogenierten Kältemitteln (F-Gasen) und aus Kohlendioxid durch die Stromerzeugung verursachen.

Der Förderrechner zeigt nach nur vier Schritten die möglichen Zuschüsse für die Voll- oder Teilsanierung oder die Neuerrichtung einer Kälte- oder Klimaanlage. Auch Zuschüsse für optionale Bonusmaßnahmen, zum Beispiel für die Errichtung eines Wärmespeichers oder eines Freikühlers, werden berechnet.

Um die Höhe des Zuschusses zu ermitteln, sind die Art der Maßnahme, die Anlagenart, die Leistung und die Kältemittel anzugeben. Auch nicht förderfähige Kombinationen werden vom Rechner erkannt. Die Ergebnisse sind zwar unverbindlich, aber eine Planungshilfe für die Finanzierung.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Kommunen und gemeinnützige sowie kirchliche Organisationen. Quelle BMUB / sue

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Widerstand gegen Förderung für Gas und Ölheizung

15. August 2017 - 7:05

Für Thomas Bareiß, den energiepolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, kommt ein Verbot für die Nutzung fossiler Energieträger nicht in Frage. "Fortschritte beim Klimaschutz erreichen wir nicht durch Verbots- und Regelungswahn, sondern mit einem volkswirtschaftlich effizienten Einsparen von Treibhausgasemissionen." Sein Ziel ist es, die Heizungserneuerung technologieoffen zu fördern. Das bedeutet auch, dass es weiter Geld für den Einbau neuer Gas- und Ölheizungen in der Sanierung geben soll. Nicht jeder könne sich eine Kompletterneuerung der Heizung leisten, eine Effizienzsteigerung sei besser, als überhaupt nichts zu machen.

Mit dem Plädoyer für die Weiterführung steht Bareiß in der Runde der von EnBauSa.de befragten Fachleuten der Fraktionen alleine da. Michael Groß vom Koalitionspartner SPD fordert einen Stopp der Förderung: "Wer fossil gegen fossil austauschen will, soll es tun, aber nicht staatlich subventioniert."

Chris Kühn von Bündnis 90/Die Grünen setzt sich für Erneuerbare und Energieeffizienz ein. Er tritt dafür ein, die Subventionierung neuer Öl- oder Gasheizungen über die KfW einzustellen und stattdessen das Marktanreizprogramm für Erneuerbare im Wärmemarkt (MAP) zu verbessern und aufzustocken. Ziel seiner Fraktion sei es, das Steuer- und Abgabensystem im Energiesektor so weiterzuentwickeln, dass sich der CO2-Ausstoß eines Energieträgers stärker im Preis widerspiegelt und die bestehende Bevorteilung von Heizöl gegenüber anderen Brennstoffen abgebaut wird. Als Niedrigstenergie-Gebäudestandard für Neubauten soll nach seiner Überlegung der KfW-Standard Effizienzhaus 40 definiert werden. Der dann nur noch geringe Wärmebedarf könne aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Im Gebäudebestand soll der Einsatz erneuerbarer Wärme anteilig verpflichtend werden, wenn ohnehin ein Austausch der Heizungsanlage erforderlich ist.

Eva Bulling-Schröter, Energieexpertin der Fraktion Die Linke will alle Potentiale zum Einsparen von Energie nutzen, um dann bei 100 Prozent Erneuerbaren Versorgungssicherheit und Klimaschutz zu verbinden. Einen Förderstopp für fossile Heizungen begrüßt sie  mit Verweis auf gute Erfahrungen in Dänemark, ergänzt aber: "Ökowärme bedeutet nicht, auf Dämmung zu verzichten." Als ersten Schritt hin zu erneuerbarer Wärme setzt sich ihre Fraktion für einen verpflichtenden Anteil von erneuerbarer Wärme ein. von Pia Grund-Ludwig

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Containerlösung für Quartiersstrom entwickelt

15. August 2017 - 7:05

Der Container beinhaltet einen Elektrolyseur und eine Brennstoffzelle. Im Elektrolyseur wird Wasser mit dem Photovoltaikstrom vor Ort in Sauerstoff und Wasserstoff gespalten. Mittels Katalyse verbindet sich der Wasserstoff dann mit dem Thermoöl LOHC (Liquid Organic Hydrogen Carrier). LOHC kann den Wasserstoff kompakt über längere Zeiträume speichern und - ebenfalls über Katalyse - wieder ausspeichern. Bei Bedarf wird er dann in einer Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt.

Die Brennstoffzelle beruht auf der Niedertemperatur-PEM-Technologie (PEM: Proton Exchange Membrane). Damit kann sie innerhalb weniger Minuten aus dem ausgeschalteten Zustand heraus in den Betriebszustand springen. Mit ihrer Leistung von 25 Kilowatt ist sie schon zu groß für Ein- oder Mehrfamilienhäuser. "Das Energiespeichersystem auf LOHC-Basis ist eher für größere Gebäudekomplexe und Quartiere geeignet", sagt Johannes Geiling vom IISB, der die Verfahrenstechnik im Container entwickelt hat.

Das LOHC wird im Prozess nicht verbraucht, sondern kann verlustfrei immer wieder mit Wasserstoff be- und entladen werden. Der Container in Erlangen speichert derzeit 300 Liter LOHC, was fast 600 Kilowattstunden entspricht. Zum Vergleich: Der Jahresverbrauch einer sparsamen dreiköpfigen Familie liegt bei rund 2500 Kilowattstunden. Über zusätzliche Tankbehälter ließe sich die Speicherkapazität des Containers um ein Vielfaches erhöhen. Dann könnten auch Krankenhäuser oder Rechenzentren über längere Zeit versorgt werden.

Am Fraunhofer IISB ist die Anlage an das lokale Gleichstromnetz angebunden. Solche Netze vermeiden unnötige Wandlungsverluste von Gleichstrom in Wechselstrom. Dadurch machen sie einen effizienteren Betrieb des Gesamtsystems von lokalen Erzeugern, Speicher und Verbraucher möglich. Mit dem Container wird im Pilotprojekt "DC-Backbone mit Strom-Gas-Kopplung" weiter an solchen Konzepten gearbeitet. Quelle: IISB / sue

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Energieeffizienz muss sofort erkennbar sein

14. August 2017 - 7:30

"Bedeutende Angaben über ein Produkt dürfen nicht hinter einem Link versteckt werden. Verbraucher müssen neben dem Preis die für sie wichtigen Informationen auf den ersten Blick erkennen, um vergleichen zu können", kommentiert Kerstin Hoppe von der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH). Er hat eine Klage des vzbv in letzter Instanz entschieden.

Die Baumarktkette hatte in ihrem Onlineshop für ein mobiles Klimagerät geworben. Der unter dem Preis angeführte Link "Mehr zum Produkt" leitete auf eine Seite, auf der auch Angaben zur Energieeffizienzklasse des Gerätes gemacht wurden. Für den vzbv verstieß diese Praxis gegen die EU-Verordnung zur Energieverbrauchskennzeichnung, nach der die Energieeffizienz sofort erkennbar sein müsse. Der BGH gab der Klage des vzbv Recht.

Hornbach habe nicht deshalb gegen die EU-Verordnung verstoßen, weil die Energieeffizienzklasse erst auf einer verlinkten Seite aufgeführt war. Grund für das Urteil sei die Tatsache gewesen, dass der Link selbst keinen Hinweis darauf gab, dass dahinter die Effizienzklasse zu finden war. Mit seinem Urteil hob der BGH die Entscheidungen der beiden Vorinstanzen auf.

Seit dem 1. August gelten unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten neue weiterführende Regeln für die Kennzeichnung von Elektrogeräten. Die Verordnung legt nicht nur eine schrittweise Rückkehr zur A-G-Skala fest, sondern auch weitreichende Regeln für den Online-Handel und Werbematerialien. So muss neben der momentan gültigen Effizienzklasse eines Produkts auch das Spektrum der auf dem Label verwendeten Effizienzklassen angegeben werden. Quelle: vzbv / sue

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Sanierungsindex im Juli leicht im Plus

13. August 2017 - 7:05

Bei Heizungen war sinkendes Interesse bis zur Jahresmitte zu erwarten. Auch in den den Vorjahren von Anfang des Jahres bis Juni gab es einen kontinuierlichen Trend nach unten, der sich dann mit Blick auf die Heizsaison im Sommer drehte und bis Oktober oder November deutlich nach oben zeigte.

Bei den witterungsabhängigen Gewerken Fenster und Fassade nahm das Interesse in der Regel nach der Sommerpause ebenfalls noch einmal leicht zu, um sich dann ab September nach unten zu bewegen und erst nach Jahresende wieder zuzunehmen. 2017 sind zum Jahresende aufgrund der Bundestagswahlen auch keine Sonderprogramme wie das Aktionsprogramm Energieeffizienz mehr zu erwarten, die für neuen Schub sorgen.

Der DESAX-Wert 100 kennzeichnet den Stand der Online-Anfragen aus 2012. Der DESAX zeigt, wie hoch das Interesse der Online-Community an Sanierungsprojekten ist. Er basiert auf einer Auswertung von Anfragen, die bei der DAA eingehen. Der Index wird gemeinsam von EnBauSa.de und Dämmen und Sanieren herausgegeben. pgl

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Weißbuch Energieeffizienz soll 2018 kommen

11. August 2017 - 7:17

Im Grünbuch entwickelte die Bundesregierung eine Energieeffizienzstrategie bis 2050, die in umfangreichen Konsultationen mit Interessenvertretern erarbeitet wurde. Leitziel ist, den Primärenergieverbrauch bis zur Mitte des Jahrhunderts zu halbieren.

Mit dem Auswertungsbericht zum Grünbuch zeichne das Bundeswirtschaftsministerium das energieeffizienzpolitische Pflichtenheft der kommenden Bundesregierung vor, schreibt die geaa. Wichtig findet der Verband, dass 2018 eine abgeschlossene Zusammenführung der Fachgesetze vorliegt. Gemeint ist die zuletzt gescheiterte Zusammenlegung von Energieeinsparverordnung und Erneuerbare-Wärme-Gesetz zu einem Gebäudeenergiegesetz. Positiv bewertet die geaa ein zusätzlich angedachtes Energieeffizienzgesetz, die Verbesserung des Förderungsmixes sowie eine steuerliche Förderung für Energieeffizienzmaßnahmen im Gebäude.

Der Prozess der Grün- und Weißbücher stammt aus der EU. Mit Grünbüchern werden Diskussionen über bestimmte Themen eingeleitet. "Grün" heißt noch nicht reif. Das Grünbuch fasst wichtige Informationen zusammen und stellt Handlungsalternativen dar. Weißbücher enthalten bereits konkrete Vorschläge und dienen dem Zweck, diese Vorschläge weiterzuentwickeln. Quelle: geaa / sue

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Eidgenossen müssen nicht mehr heizen

10. August 2017 - 7:15

Der nüchterne Zweckbau wurde bei laufendem Betrieb saniert. Deshalb mussten die Arbeiten mit geringsten Immissionen für Wissenschaftler und Studenten stattfinden. Das administrative Hauptgebäude, Hörsaal und Labortrakt wurden mit einer Außenhülle aus Holz-Fertigelementen verkleidet und speziell gedämmt. Fenster und Fensterbänke wurden demontiert, neue Fenster mit 3-fach-Verglasungen und einem U-Wert von rund 0,9 eingesetzt. Die Dämmstärke beträgt rund 25 Zentimeter.

Ein intelligentes Wärme- und Lüftungssystem übernimmt die Steuerung der kompletten Gebäudetechnik. So kann die Abwärme der Kälteanlage zur Erwärmung des Warmwassers genutzt werden und die Abwärme des Abwassers wiederum vom Sanitärraum. Zudem wurde das ganze Dach komplett mit Solarpanelen belegt. Im Gebäude ist somit kein statisches Heizsystem mehr notwendig, denn die geringe Heizlast wird über die leicht erhöhte Zuluft-Temperatur abgedeckt.

Die Planer von Schwarz Architekten aus Zürich haben damit gezeigt, dass auch ein in die Jahre gekommener Gebäudekomplex zu einem Energiespargebäude aufgerüstet werden kann. In punkto Energieverbrauch ist er einem Neubau ebenbürtig. Quelle: wsl.ch / sue

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Warmwasserspeicher mit cooler Fassade

9. August 2017 - 7:15

Bei einer Höhe von 55 Metern kann der Turm 12.800 Kubikmeter Wasser fassen. In der unteren Zone wird heißes Wasser bis maximal 115 Grad gespeichert. Der obere Teil ist mit kälterem Wasser befüllt. So entsteht der nötige Druck, damit sich das Heizwasser auch bei über 100 Grad einlagern lässt – sonst würde es verdampfen.

Der Clou des Turm ist seine Fassade: Über der inneren Schicht in verschiedenen Blautönen ist an einer umlaufen Spirale ein Seilnetz gespannt, an dem 20.000 rautenförmige Edelstahlplatten elastisch befestigt sind. Sie können sich im Wind bis zu 90 Grad drehen. „Das komplexe Spiel von Bewegung, Licht und Schatten wird von Sonne und Wind ohne zusätzliche komplizierte Technologie erzeugt“, beschreiben die Architekten vom Berliner Büro LAVA ihren Entwurf.

Mit einer Aussichtsplattform und einem Restaurant darunter soll der Turm öffentlich zugänglich sein. Um den Turm herum soll es Informationen zur Energiewende geben. Das Projekt ist Teil der Internationalen Bauausstellung von 2012 bis 2022 in Heidelberg. Das Gebäude soll bei Baukosten von zehn Millionen Euro Ende 2019 fertiggestellt werden. 2050 will Heidelberg CO2-neutral sein. Quelle: Stadtwerke Heidelberg / LAVA / sue

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Gasmotor-Wärmepumpe erfüllt Erwartungen zum Teil

8. August 2017 - 7:15

Die Wärmepumpe ist Kernstück des Energiekonzepts für eine Wohnanlage im Münchner Stadtteil Haidhausen. Die Gebäude aus der Nachkriegszeit wurden CO2-neutral saniert. Die Wärmepumpe erschließt das Grundwasser als Wärmequelle.

Elektrowärmepumpen und Gasabsorptionswärmepumpen gibt es seit vielen Jahren serienmäßig. Eine für den mitteleuropäischen Markt taugliche, seriengefertigte Gasmotor-Wärmepumpe existierte zum Planungszeitpunkt nicht. Dieser Wärmepumpentyp zeichnet sich dadurch aus, dass sich als Wärmequelle nicht nur das Grundwasser, sondern auch das Kühlwasser des Motors und die Abgaswärme über Wärmetauscher nutzen lassen. 

Innerhalb des Heizsystems arbeitet die Wärmepumpe im Verbund mit einer solarthermischen Anlage sowie einem Gas-Brennwertkessel für den Spitzenbedarf. Planmäßig sollte die Wärmepumpe rund 70 Prozent der Wärmeerzeugung abdecken. Wegen Problemen mit Technik und Regelung erreichte der Prototyp den Zielwert noch nicht. Eine Rücklaufströmung vom Speicher zur Wärmepumpe etwa sorgte für zu hohe Temperaturen im System, was sich durch den Einbau einer Rückschlagklappe beheben ließ. Doch wenn die Wärmepumpe ordnungsgemäß lief, sparte sie sogar mehr Energie ein, als vorher berechnet.

Im Zuge der baulichen Sanierung der Wohnanlage erhielten die Gebäude außerdem eine hochwertige Fassadendämmung und neue Fenster. Bauherr war die städtische Wohnungsbaugesellschaft München. Den Prototyp der Wärmepumpe entwickelte die BLZ Geotechnik Service. Quelle: BINE /sue

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2000-Watt-Areale kommen auch im Bestand

8. August 2017 - 7:09

Die Ziele der 2000-Watt-Areale sind ambitioniert. Der Ausgangspunkt war ein Verbrauch von 6300 Watt Primärenergie, den eine Person in der Schweiz 2005 im Schnitt für Wohnen und Mobilität verbrauchte. Dieser Wert soll auf 2000 Watt sinken. Begonnen mit ersten Projekten wurde 2008.

"Die Diskussion darüber ist mittlerweile in der Praxis angekommen, es gibt Programme und Werkzeuge auf verschiedenen Ebenen", berichtet Heinrich Gugerli. Er gilt als Erfinder des Konzepts. Als Leiter der Fachstelle Nachhaltiges Bauen in Zürich hat er die Idee entwickelt und setzt sich mittlerweile in einer eigenen Fachstelle der 2000-Watt-Gesellschaft für deren Umsetzung ein.

19 Schweizer Kommunen sind dabei

Die Konzepte haben mittlerweile in 19 Schweizer Städten, Regionen und Quartieren konkrete Gestalt angenommen. Die Areale Burgunder in Bern, Erlenmatt in Basel, Kalkbreite, Hunziker und Sihlbogen (alle in Zürich) sind seit einigen Jahren fertig und wurden Anfang 2017 gesamtenergetisch im Betrieb analysiert. Erfasst hat die Erhebung neben Wärme und Strom für die Gebäude auch die graue Energie für deren Erstellung und den Energieverbrauch für standortabhängige Mobilität. Alle haben das Qualitätslabel für 2000-Watt-Areale im Betrieb erhalten.

Der Endenergieverbrauch für die Betriebsenergie lag in den untersuchten Quartieren unter 70 kWh/m2. Deutlich unter 10 kWh/m2 kamen aus nicht erneuerbarer Primärenergie. Enorme Unterschiede gab es bei der Mobilitätsenergie, sie lag je nach Quartier zwischen 10 und 70 kWh/m2 Primärenergie aus nicht erneuerbaren Energien. Damit liegen die Quartiere zwischen 20 und 65 Prozent unter den Zielzahlen.

Umsetzung in Bestandsquartieren hat begonnen

Bislang haben die Planer das Konzept ausschließlich in neuen Stadtquartieren umgesetzt. "Als nächstes Projekt gehen wir die Transformation bestehender Quartiere an", berichtete Gugerli auf der Fachmesse CEB. Acht Sanierungsprojekte sind bereits in Planung, fünf sind seit diesem Jahr in Betrieb. Das erste Zertifikat für ein Areal in Transformation soll 2018 erteilt werden.

Die bisherigen Areale umfassen zwischen 300 und 1600 Objekten, die Eigentümerstruktur ist durchmischt mit einem Anteil zwischen 25 und 45 Prozent an Selbstnutzern. Dort sind nicht nur neue technische, sondern auch kommunikative Konzepte gefragt, um gemeinsames Handeln zu ermöglichen.

Die Bewegung hat vor fast zehn Jahren in Zürich ihren Anfang genommen. 2008 fiel der Beschluss zum Ausstieg aus der Atomkraft und dem Einstieg in die 2000-Watt-Gesellschaft. Neue Großbauten wie das Stadtspital für 290 Millionen Franken und ein Altersheim-Neubau für 62 Millionen Franken setzten die Ideen im Gebäudebereich um. Auch die Baugenossenschaften unterstützten das Ziel. Die Regeln für Wohngebäude, Schulen und Dienstleistungsgebäude, die zu diesem Konzept passen, sind mittlerweile in einem Normenwerk festgelegt, das regelmäßig überarbeitet wird. Die aktuelle Fassung stammt aus dem Juli 2017.

Auch Energie für Mobilität ist im Visier

Es gibt zwei wesentliche Unterschiede zu Konzepten, die in anderen Ländern gängig sind. Zum einen nehmen die 2000-Watt-Areale nicht nur einen Teilbereich ins Visier, sondern setzen bei Gebäuden und induzierter Mobilität an. Die Ziele können durch Beiträge aus allen Sektoren erreicht werden. Berücksichtigt wird auch graue Energie, die beispielsweise bei Gebäuden für die Herstellung der Baustoffe benötigt wird.

"Der Prozess geht über die Energiebilanz hinaus. Es geht darum, die Lebensqualität der Quartiere zu betrachten", betont Gugerli. Dazu gehören dann auch Überlegungen, wie die gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen und Anlagen mit Ideen aus der Sharing Economy aussehen kann, etwa für Autos, aber auch für andere Dinge des täglichen Lebens.

Der zweite Unterschied ist, dass nicht einzelne Gebäude zertifiziert werden, sondern größere Areale bis hin zu kompletten Gemeinden. Das erfordert sehr langfristige Strategien, da viele überzeugt werden müssen. Mittlerweile, erklärt Gugerli, stoße man auch in den Nachbarländern auf großes Interesse, die Resonanz aus Deutschland und Österreich sei groß. von Pia Grund-Ludwig

 

 

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Einbau von PV-Ladestellen soll einfacher werden

7. August 2017 - 7:55

In der Erklärung zum "Nationalen Forum Diesel" bleibt es bei der Ankündigung, Erleichterungen zu schaffen. Einen Gesetzesentwurf mit genaueren Vorschlägen hatte der Bundesrat bereits im September 2016 beschlossen. Der Entwurf sieht vor, dass die Zustimmung der Wohnungseigentümer für die Errichtung eines Ladepunktes in einem Mehrfamilienhaus entbehrlich ist, wenn ein berechtigtes Interesse an der Ladesäule besteht und die Eigenart der Wohnanlage durch die bauliche Maßnahme nicht geändert wird.

"Die Bundesregierung begrüßt das mit dem Gesetzentwurf verfolgte Ziel ausdrücklich", teilt die Sprecherin des Bundesjustizministeriums, Diana Spikowius, auf Nachfrage von EnBauSa.de mit. In einer Stellungnahme zu den vorgeschlagenen Neuregelungen habe die Bundesregierung jedoch fachliche Bedenken mitgeteilt. "Es erscheint nicht gesichert, ob die vorgeschlagenen Änderungen tatsächlich die angestrebten Wirkungen entfalten", sagt Spikowius.

Dies sei der Grund, warum die Bundesregierung zu Beginn der kommenden Legislaturperiode eigene Vorschläge zur Änderung des Mietrechts und des Wohneigentumsgesetzes zu machen will, um bauliche Veränderungen für die Elektromobilität zur erleichterten. „Zu diesen Vorschlägen befinden sich die beteiligten Kreise der Bundesregierung derzeit noch in Beratung“, sagt Spikowius.

Im sogenannten Winterpaket der EU steht in der Richtlinie für die Gebäudeeffizienz, dass alle Nicht-Wohngebäude mit mehr als zehn Parkplätzen ab 2025 die Möglichkeit zum Laden von Elektroautos bieten müssen. Das soll für neue Gebäude und solche gelten, die grundlegend saniert werden. Ausnahmen für kleine und mittlere Unternehmen sollen möglich sein. In neuen Wohngebäuden mit mehr als zehn Parkplätzen und Wohngebäuden, die einer umfangreichen Renovierung unterzogen werden, sollen Vorverkabelungen vorgenommen werden, die die Errichtung von Ladepunkten ermöglichen. Die Richtlinie wird frühestens 2018 beschlossen. von Susanne Ehlerding

 

 

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Wachstum im Geschosswohnungsbau legt sich 2018

6. August 2017 - 7:47

2018 wird die Zahl der neu fertiggestellten Wohnungen im Geschosswohnungsbau wohl leicht zurückgehen. Vor allem in Norddeutschland (speziell Schleswig-Holstein) erwarten die Analysten einen Rückgang. Nur leicht abgebremst werde der Markt dagegen im Süden und Westen der Republik. Im Osten sei mit mehr Dynamik zu rechnen, die Erwartungen dort seien bis 2020 überwiegend positiv.  Als wichtige Regionen mit potenziell starkem Wachstum sieht Bauinfoconsult unter anderem die Landkreise Oder-Spree, Nordwestmecklenburg und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Im Drei- und Mehrfamilienhausbau sei die Ausgangslage derzeit insgesamt weiter günstig, so Bauinfoconsult weiter. Die Verknappung auf zahlreichen lokalen Mietmärkten und die nach wie vor günstige Zinssituation mache den Bau neuer Wohnobjekte für Investoren attraktiv. Insgesamt sei 2017 mit rund 15.450 neuen Gebäuden in diesem Segment zu rechnen.

2018 sei dann erstmals seit 2009 wieder mit einem Fertigstellungsrückgang von 4,5 Prozent bei den Drei- und Mehrfamilienhäusern zu rechnen. "Für die Branche jedoch kein Grund zur Beunruhigung, eher ein Zeichen für einen gesunden Markt ohne Überhitzungserscheinungen", erläutert Bauinfoconsult-Geschäftsführer Jan-Paul Schop. Langfristig, so Schop weiter, seien die Aussichten im Geschosswohnbau günstig: "Dafür sprechen die weiter hohe Wohnraumnachfrage, das langsam einsetzende Engagement der öffentlichen Hand im Hochbau und die zunehmende Bevölkerungsverdichtung im urbanen Raum." Quelle: Bauinfocsonult / pgl

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Nachhaltig bauen geht in Hochhaus und Fabrik

4. August 2017 - 7:55

Die nominierten Projekte für den Preis der Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen sind:

50Hertz Netzquartier in Berlin. Dem Verwaltungsgebäude gelingt es laut DGNB-Jury, die anspruchsvollen Herausforderungen des nachhaltigen Bauens mit einer architektonischen und städtebaulichen Identität zu verbinden. Entworfen haben das Gebäude LOVE Architecture and Urbanism ZT mit Kadawittfeldarchitektur.

Mit dem Projekt „Bauen für die Gemeinschaft“ – ein Rathausneubau im niedersächsischen Bissendorf – werde ein wertvoller Beitrag zu einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung gewürdigt, schreibt die Jury. Bauherr ist die Gemeinde Bissendorf, Architekten sind Blocher Partners.

Das serielle Pilotprojekt für Geschosswohnen „Bremer Punkt“ stellt eine intelligente Lösung für bezahlbaren Wohnraum sowie gesellschaftlich und stadträumlich gelungene Strategien für urbane Quartiersentwicklung dar, heißt es in der Begründung der Jury. Bauherr ist die Gewoba Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen, Architekten sind LIN Architekten Urbanisten und Kahrs Architekten.

Nominiert ist auch das Betriebsgebäude mit Produktionshalle und Büros von „Elobau Werkzeugbau“ in Probstzella. Er zeige, dass die Themen Soziales, Klimaschutz und ökologisch-ökonomische Kreisläufe durch Engagement von privaten Bauherren vorbildlich vereinigt werden können. Bauherr ist die Grimelo GmbH & Co. KG, der Entwurf stammt von F64 Architekten BDA.

Eine Architektur, die Gemeinschaft fördert, bescheinigt die Jury dem Wohnbauprojekt „WagnisART“ in München wegen seiner partizipativen Planungsprozesse, der verschiedenen Wohnformen und der gemeinschaftlichen Nutzungsangebote. Bauherr ist die Wohnbaugenossenschaft Wagnis, Architekt die ARGE Bogevischs Buero mit SHAG Schindler Hable Architekten.

Die Neugestaltung des „Kärcher Areals“ in Winnenden Bürotrakt, Auditorium sowie Besucher- und Kundenzentrum erhält eine Nominierung als gut umgesetztes baukulturelles Projekt, das Nachhaltigkeit mit großem Selbstverständnis integriere. Den Entwuf für den Bauherren Kärcher lieferten Reichel Schlaier Architekten.

Das Campusgebäude der Leuphana Universität in Lüneburg überzeugte die Jury mit seiner Anpassungsfähigkeit an wechselnde Nutzungsansprüche und dem hohen Komfort für die Nutzer. Die Architekten Daniel Libeskind und rw+ arbeiteten für den Bauherreb Stiftung Universität Lüneburg.

Auch die Sanierung und Modernisierung des HVB-Towers, ein denkmalgeschütztes Verwaltungsgebäude der HypoVereinsbank in München, wurde von der Jury mit einer Nominierung bedacht. Hier gehe die Erhaltung des äußeren Erscheinungsbildes mit den Ansprüchen an eine moderne, energieeffiziente Gebäudehülle einher. Für den Bauherren HVZ arbeitete das Büro Henn.

Die Preisverleihung findet am 8. Dezember im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages statt. Quelle: DGNB / sue

 

 

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Online-Check ermittelt Potential für Contracting

3. August 2017 - 9:37

ESC ist ein Energiedienstleistungsmodell zur energetischen, vorwiegend technischen Modernisierung großer Gebäude. Dabei werden Planung, Finanzierung, Umsetzung und Wartung von Anlagen wie Heizung, Beleuchtung oder Klimatisierung an einen Contractor übertragen. Er sichert vertraglich eine garantierte Energiekosteneinsparung zu.

Im ESC-Quick-Check werden Projektumfang, Zustand des Gebäudes und der technischen Anlagen, Energiekosten sowie Details zum Gebäudemanagement abgefragt. Sind alle Fragen beantwortet, generiert das Onlinetool eine erste Einschätzung, ob die Energieeffizienz des Gebäudes verbessert werden kann und welche Einsparungen möglich sind. Außerdem ist über das Tool eine Vermittlung von ESC-Projektmanagern möglich.

Der Online-Quick-Check für ESC wurde von der Niederländischen Unternehmensagentur (RVO.nl) im Rahmen des Projektes guarantEE entwickelt. Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt mit Partnern aus 14 EU-Ländern entwickelt Business- und Finanzierungskonzepte, um Modelle wie ESC für mehr private Eigentümer attraktiv zu machen. Bisher kommt ESC insbesondere bei öffentlichen Liegenschaften sowie in großen privaten Dienstleistungsgebäuden wie Krankenhäusern zum Einsatz. Quelle: Berliner Energieagentur

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Modernes Garagentor steigert den Wert eines Hauses

3. August 2017 - 7:25

Bei den Sektionaltoren von Normstahl sorgen thermisch getrennt, 42 mm starke Paneele für eine massive Dämmung und zuverlässige Isolierung gegen Kälte und Hitze. Dank der Bodendichtung mit Belüftungsschlitzen kann Feuchtigkeit ohne Probleme abtransportiert werden. Dies ist besonders im Winter wichtig, wenn in der Garage ein nasses Auto abtropft oder sich Schnee in Pfützen verwandelt.

Ein neues Normstahl-Garagentor bietet aber nicht nur energetische Vorteile. Es wertet das Gebäude auch optisch auf und bietet die Chance, mehr Platz zu schaffen und technologisch aufzurüsten. Statt wie ein Schwingtor weit nach außen zu klappen, öffnet sich ein Sektionaltor senkrecht nach oben. Daher kann auch direkt vor der Garage ein Fahrzeug geparkt werden.

Der Mechanismus ist ähnlich wie bei einem Rolltor. Doch besteht bei diesem System das Torblatt aus mehreren durch Scharniere verbundenen Paneelen (Sektionen), die waagrecht übereinanderliegen. Sie klappen beim Öffnen der Reihe nach aufwärts ein und ziehen sich der Garagendecke entlang zurück. Quelle: Normstahl

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Steuerbonus und EnEV bleiben Wahlkampfthemen

1. August 2017 - 7:57

Die Energieeinsparverordnung ist aus unterschiedlichen Ecken in die Kritik geraten. So will die neue Regierung in Nordrhein-Westfalen die jüngste Novelle aussetzen mit der Begründung, diese mache das Bauen zu teuer. Unter den Energie- und Wohnungsbaupolitikern ist das umstritten.

Für Eva Bulling-Schröter, Sprecherin für Energie und Klimaschutz der Bundestagsfraktion Die Linke, ist nicht die aktuelle EnEV der Grund dafür, dass es zu wenig Wohnraum gibt. Ihrer Partei gehe es um die Wiederbelebung des sozialen Wohnungsbaus. "Durch die Aufstockung der Wohnraumförderung und den privilegierten Zugang zu Steuererleichterungen, Fördermitteln und öffentlichen Grundstücken für öffentliche und gemeinnützige Wohnungsunternehmen wollen wir 250.000 bezahlbare Wohnungen pro Jahr mit dauerhaften Sozialbindungen schaffen" erklärt sie.

Chris Kühn, Wohnungspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen kann sich eine Reform der EnEV vorstellen und will die Vielzahl der Gesetze "durch ein einfacheres und transparentes Energiesparrecht ersetzen, das die CO2-Emissionen und den realen Wärmebedarf eines Gebäudes zu den wesentlichen Bemessungsgrößen macht. Dazu sollten die EnEV, das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz und das EnEG zu einem Gesetz zusammengeführt werden und auf die Klimaschutzziele ausgerichtet werden."

EnEV bleibt in der Diskussion

Aus Sicht von Thomas Bareiß, dem Energiebeauftragten der Bundestagsfraktion von CDU/CSU, entspricht die EnEV 2016 den europäischen Anforderungen zum Niedrigst-Energie-Standard. Das sei ausreichend: "Weitere über die EU-Vorgaben hinausgehende Verschärfungen lehnen wir mit Blick auf Baukostenentwicklungen ab." Seine Fraktion wolle in der kommenden Wahlperiode keine Maßnahmen beschließen, die die Schaffung von Wohnraum zusätzlich verteuern, betont er.

Für Michael Gross, den Wohnungspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, ist die EnEV eine "Verordnung aus dem letzten Jahrtausend." Notwendig ist aus seiner Sicht "eine Diskussion über und eine Versorgung durch regenerative, dezentrale Energiegewinnung für Strom, Wärme und Kälte sowie die intelligente Speicherung der Energie und keine über Häuser als Thermoskannen."

Der SPD-Mann betont zudem ein stärker quartiersbezogenes Denken und verweist dabei auf positive Erfahrungen in Nordrhein-Westfalen. "Wir brauchen eine graswurzelorientierte Bewegung und Begeisterung der Akteure in den Stadtteilen. Das Erreichen der Klimaschutzziele hängt vom Verhalten der Menschen im Quartier, der Wirtschaftlichkeit und Nachvollziehbarkeit der Konzepte und Maßnahmen ab", betont Gross.

Steuerförderung ist immer noch ein Thema

Thomas Bareiß verweist auf das bestehende Förderangebot für mehr Energieeffizienz. "Eine Verschärfung der Anforderungen an den Bestand wird es mit der Union nicht geben", betont er. Neben der steuerlichen Förderung der Gebäudesanierung schlägt er vor, zu prüfen, ob der Wärmesektor mittelfristig auch in den Europäischen Emissionshandel integriert werden kann.

Chris Kühn will "eine robuste Mietpreisbremse mit einer Geltungsdauer von zehn Jahren einführen, die anders als die bisherigen Regelungen der Bundesregierung für echten Mieterschutz sorgt und Schlupflöcher wie Ausnahmen bei Neubau oder umfassender Modernisierung ausschließt." Weitere Maßnahmen sind eine Senkung der Modernisierungsumlage sowie ein Steuerbonus bei Maßnahmen zur energetischen Sanierung für selbst nutzende Eigentümerinnen und Eigentümer. Außerdem schlägt er ein Klimawohngeld für Haushalte mit kleinem Einkommen in energetisch saniertem Wohnraum vor.

Eva Bulling-Schröter verweist darauf, dass zur Erfüllung der Klimaziele die Sanierungsrate im Bestand verdoppelt werden muss. Ihre Partei unterstützt den Ansatz "Effizienz First", da ein Ausweichen auf regenerative Wärme wegen Nutzungskonflikten nur begrenzt möglich sei. Sie fordert eine Aufstockung der KfW-Fördermittel auf mindestens fünf Milliarden im Jahr sowie zusätzlich steuerliche Anreize. Verbindliches Ziel der Förderung müsse die Warmmietenneutralität für die Mieterinnen und Mieter der sanierten Wohnungen sein. Zudem seien Luxussanierungen oder die falsche Zurechnungen so genannter "Sowieso-Kosten" zu verhindern. von Pia Grund-Ludwig

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KfW-Kredite für Effizient Bauen im Plus

1. August 2017 - 7:51

Im gesamten Bereich Wohnen, der neben Neubau und Sanierung auch die Segmente Wohnungseigentum und Altersgerecht Umbauen erfasst, gab es im ersten Halbjahr 2017 ein Plus bei der Fördersumme von 600 Millionen Euro. Vergeben wurden in den ersten sechs Monaten 2017 rund 11,2 Milliarden Euro. Im kompletten Jahr 2016 waren es 20,8 Milliarden.

Auf die Programmgruppe Energieeffizient Bauen und Sanieren entfallen davon insgesamt 8,6 Milliarden Euro (Vorjahreshalbjahr 7,5 Milliarden Euro). 2016 waren es in diesem Segment insgesamt 15,5 Milliarden.

Das größte Plus war im Segment Energieeffizient Bauen mit 1,1 Milliarden Euro zu verzeichnen. Dort lag das Kreditvolumen in den ersten sechs Monaten 2017 bei 6,4 Milliarden Euro. 2016 waren es im kompletten Jahr 11,3 Milliarden Euro. Im Bereich Energieeffizient Sanieren Kredite ist die Kreditsumme um 100 Milliionen gesunken auf nun 2 Milliarden Euro (Vorjahr komplett: 3,8 Milliarden).

Das prozentual größte Plus gab es bei den Zuschüssen im Bereich Energieeffizient Sanieren. Das können entweder Tilgungszuschüsse zu Krediten sein, wenn besonders effizient saniert wird oder es werden die Kosten für eine Baubegleitung übernommen. Die dafür zur Verfügung gestellten Mittel sind von 144 Millionen in den ersten Monaten des Vorjahrs auf 243 Millionen im ersten Halbjahr 2017 gestiegen.

Die Anzahl der Anträge ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher. Sie lag bereits zum Halbjahr bei fast 74.000, im kompletten Vorjahr waren es knapp 128.400. pgl

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EU schafft Plusklassen beim Energielabel ab

1. August 2017 - 7:40

Heute befinden sich die besten Geräte in den Effizienzklassen A bis A+++. Doch durch diese Plusklassen geht die Klarheit und Wirksamkeit der Kennzeichnung teilweise verloren. Die EU-Kommission hat dies erkannt und nun die rechtliche Basis geschaffen, um die Effizienzklassen neu zu ordnen.

Haushaltskühlgeräte, Waschmaschinen, Waschtrockner, Geschirrspüler, Fernseher sowie Lampen und Leuchten sind die ersten Produktgruppen, die umgestellt werden. Da diese Geräte sich heute zu einem hohen Anteil nur in den höchsten Effizienzklassen befinden und technische Weiterentwicklungen zeitnah zu erwarten sind, werden durch deren Umstellung entsprechende Energieeinsparpotentiale möglich. Die EU-Kommission wird nun die detaillierten technischen Anforderungen an diese Geräte, die in sogenannten delegierten Rechtsakten beschrieben werden, bis zum Januar 2019 überarbeiten. Erst danach werden die ersten Geräte mit dem neuen Energielabel auf den Markt kommen. Dies wird Anfang 2020 zu erwarten sein.

Die Farbskala des Energielabels bleibt, die Produkte werden aber den Effizienzklassen neu zugeordnet. Die bekannte Farbskala des Energielabels von Dunkelgrün bis Rot bleibt. Verbietet allerdings die eng mit der Verbrauchskennzeichnung zusammenwirkende Ökodesign-Richtlinie (2009/125/EG) bereits Produkte in den Klassen "E", "F" oder "G", dann sollen diese Klassen künftig nur in Grau auf dem Energielabel zu sehen sein. Die Effizienzklasse A bleibt zum Zeitpunkt der Einführung der neuen Skala oder eines Energielabels für eine vorher nicht erfasste Produktgruppe frei. Im Geschäft wird anfänglich demnach kein Gerät in dieser Spitzenklasse erhältlich sein.

Auch muss die Kommission sicherstellen, dass die meisten Modelle infolge ihrer Weiterentwicklung Klasse A voraussichtlich erst frühestens 10 Jahre später erreichen werden. Sollte sich die Technik einer Produktgruppe aber schneller entwickeln, müssen bei Einführung des neuen Energielabels sogar die beiden obersten Klassen frei bleiben, also A und B. Ziel ist hier Planungssicherheit, denn die Regeln sollen nicht nach kurzer Zeit angepasst werden müssen.

Für Lieferanten, Hersteller und Importeure, Händler und die Marktüberwachungsbehörden, aber auch für die EU-Kommission ändert sich so einiges mit dieser Rahmenverordnung. Mit der neuen Energieverbrauchskennzeichnung soll die Energienachfrage in der europäischen Union weiter gedämpft werden - eine der Schlüsselmaßnahmen der europäischen Strategie für Energieversorgungssicherheit sowie für den Umwelt- und Klimaschutz. Quelle: BAM / pgl

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Baden-Württemberg prämiert Contracting-Projekte

31. Juli 2017 - 7:31

Prämiert werden herausragende Neubauprojekte in Baden-Württemberg, in denen mit Hilfe von Contracting überdurchschnittliche Energie-, Umwelt- oder Nachhaltigkeitsstandards vorbildhaft umgesetzt wurden. Insgesamt steht ein Preisgeld von bis zu 6.000 Euro zur Verfügung. Hinzu kommen Sachpreise. Die Bewerbungsfrist für den ersten Contracting-Preis BW endet am 4. Oktober 2017. Bewerben können sich kommunale Wohnbaugesellschaften, Unternehmen der Wohnungswirtschaft und Projektentwickler.

Der Contracting-Preis BW der KEA und des BFW Baden-Württemberg soll künftig alle zwei Jahre vergeben werden. Gesucht sind Neubauten mit intelligenten Energiekonzepten. Dazu können eine besonders energieeffiziente Bau- und Versorgungslösung, ein guter Dämmstandard, eine kombinierte Wärme- und Stromlieferung, ein intelligentes Wärmepumpenkonzept oder andere innovative Ansätze gehören.

Derzeit verhindern oft fehlendes Geld für die Investition, aber auch unzureichende technische Erfahrung, dass vorhandene Energieeffizienzpotenziale ausgeschöpft werden. Contracting als Instrument der Energiedienstleistung ist bei vielen Akteuren noch zu wenig bekannt. Das möchte der Contracting-Preis BW von KEA und BFW ändern.

Contractoren installieren mit eigenem Kapital die Energieversorgung in Gebäuden und garantieren den Eigentümern einen effizienten Betrieb. Entlohnt werden die Wärme-, Kälte- und Stromdienstleistungen über einen festgelegten Zeitraum. Der Auftraggeber erhält Gebäude mit effizienter Anlagentechnik und hat einen "Kümmerer" an seiner Seite. Das finanzielle Risiko trägt das private Contracting-Unternehmen. Quelle: KEA / pgl

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