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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 54 Minuten 13 Sekunden

Qundis erweitert Smart-Meter-Plattform

24. Februar 2017 - 8:32

Als Administrator haben Nutzer der Q SMP nun die Möglichkeit, weitere Anwender selbstständig zu ihrem Benutzerkonto hinzuzufügen oder wieder zu entfernen. Diese Anwender besitzen alle Rechte zur Einrichtung von Weiterleitungsprofilen sowie zur Gateway-Verwaltung. Dadurch ergibt sich mehr Flexibilität bei der Einrichtung von Automatic Meter Reading-Netzwerken (AMR).

Bisher musste für die Einrichtung eines neuen Gateways stets ein spezifischer Netzwerkknoten (Q node 5 oder WTT) manuell mit dem Gerät verknüpft werden. Dieser Zwischenschritt ist nun nicht mehr erforderlich. Durch das Update brauchen Nutzer jetzt nur noch die Netzwerknummer des auszulesenden AMR-Netzes auswählen. Anschließend weist die Software dem Gateway automatisch den Netzwerkknoten mit dem stärksten Empfangssignal zu.

Zudem verfügt das Weiterleitungsprofil über mehr Auswahloptionen, sodass Nutzer den Datentransfer noch besser auf ihre Bedürfnisse abstimmen können. So sind jetzt unter anderem vordefinierte Dateibezeichnungen von Scan-Dateien auswählbar. Bei der Einrichtung einer Datenweiterleitung an einen SSH-FTP-Server kann ab sofort die Verpackung der Auslesedaten in ein ZIP-Archiv abgewählt werden. Ebenfalls ist das ZIP-Dateipasswort keine Pflicht mehr, sondern optional. Quelle: Qundis / pgl

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Simple Technik führte zu energetischem Optimum

23. Februar 2017 - 9:40

 

Hardi hat sich die Daten, die in den Gebäuden erhoben wurden vorgenommen, um die Frage zu beantworten, wie die Gewofag nach dem Auslaufen des Förderstandards KfW-Effizienzhaus 70 künftig baut. Das Ergebnis lag für Hardi nach Gesprächen mit anderen Kollegen aus der Wohnungswirtschaft auf der Hand: "Wir bauen weiterhin den früheren KfW-70-Standard, so wie es der Stadtrat vorgegeben hat. Dieser liegt zirka 15 Prozent über dem heutigen gesetzlichen Standard. Wir versuchen dabei, ohne allzuviel Technik auszukommen."

Die Datenerfassung lief über sechs Jahre und wurde von Befragungen der Nutzer begleitet. In allen Objekten wurde über Fensterlüfter und Abluftanlage in den Bädern für den vorgeschriebenen nutzerunabhängigen Mindestluftwechel gesorgt. Dennoch ergab sich bei der Befragung, dass knapp die Hälfte aller Nutzerinnen und Nutzer das Küchen- und das Badezimmerfenster dauerhaft oder überwiegend gekippt lässt. Auch im Schlafzimmer werden die Fenster häufig den ganzen Tag gekippt. Die Datenanalyse aller Fenster ergab Öffnungszeiten von im Mittel etwa 8 bis 9 Prozent der gesamten Tageszeit. Darauf reagiert Hardi: "Wir binden bei unserem Fenstersensor den Nutzer ein. Macht er das Fenster auf, wird automatisch die Heizung heruntergedrosselt. Wenn wir Energie einsparen wollen, müssen wir die Menschen einbinden, nicht nur mit der Technik arbeiten."

Nutzern war die Lüftung zu laut

Lüftungsanlage, Wandheizung und Einzelraumsteuerung kamen in der Nutzerbefragung nicht gut weg. Zwar sei die Luftqualität gut, aber die Lüftung zu laut, die Einstellung der Heizungen zu schwer verständlich. In der Energiebilanz haben die beiden Varianten mit Einzelraumregelung und Lüftung mit Wärmerückgewinnung am schlechtesten abgeschnitten, da die Bewohner damit nicht gut zurecht kamen, Sieger war das Haus mit einem simplen Kontakt zwischen Fenster und Heizung: Wenn das Fenster auf ist, wird die Heizung runtergeregelt.

Daraus zieht Hardi eine klare Konsequenz: Mit noch mehr Dämmen und noch mehr technischem Aufwand erreiche man nicht viel, besonders nicht bei der Klientel, die auf günstigen Wohnraum angewiesen ist. "Der Großteil der Bevölkerung weiß, dass wir ein Klimaproblem haben. Viele machen sich im Alltag aber nur wenig Gedanken darüber, weil sie mit den täglichen Herausforderungen beschäftigt sind. Es ist wichtig, darauf aufmerksam zu machen, dass Klimaschutz auch etwas mit dem Geldbeutel zu tun hat. Bei unserer Lösung spüren die Mieter außerdem: Es wird kalt. Und dann machen sie das Fenster zu", unterstreicht er. Die Mehrheit wolle einfach nur wohnen und sich nicht mit Technik beschäftigen.

Direktes Feedback mache Sinn. "Eine Wandheizung würde bei offenem Fenster nachheizen, ist träge und schwer zu bedienen, da merkt man nicht, wenn es kalt wird. Bei einer Lüftung mit Wärmerückgewinnung tritt derselbe Effekt ein. Dann verliere ich unter Umständen durch die gekippten oder geöffneten Fenster viel mehr Wärme, als ich über die Anlage rückgewinnen kann."

Mit möglichst einfachen Lösungen wurde Hardi gerne auch künftig bauen, doch das werde zunehmend schwierig. "Durch die gestiegenen gesetzlichen Vorgaben sind die Anforderungen an noch mehr Technik und Dämmung hoch, gleichzeitig sollen wir günstig bauen. Das ist eine große Herausforderung."

"Am liebsten ohne WDVS"

Die Gewofag baut wo immer möglich monolithisch in Ziegelbauweise, ohne WDVS, "Das geht aber bei einem KfW-55-Haus nicht mehr so ohne Weiteres", so Hardi. Mit gefüllten Dämm-Ziegeln lassen sich nur beschränkte Höhen bauen, bei sechs oder mehr Stockwerken sei Schluss.

Der Grund für die WDVS-Abstinenz ist die Debatte um HBDC in EPS: "Auch wenn neues Polystyrol ohne den gefährlichen Abfall HBCD ist, wissen wir nicht, wie sich die gesetzliche Vorgabe entwickelt und ob sich die Einschätzung für neue Brandschutzmittel ändert und in gegebenenfalls zehn Jahren das nicht mehr benutzt werden darf, was wir heute verwenden." Wo aus statischen Gründen keine Ziegel in Frage kommen setzt Hardi ab liebsten auf Mineralwolle. Das ist aber teurer, so dass dann teilweise doch Polystyrol verwendet wird.

KfW 55 ist mit der von der Gewofag praktizierten Standardbauweise nur mit Fernwärme zu erreichen. Steht die nicht zur Verfügung, wird es teuer: "Ein höherer Standard als KfW 55 lässt sich ohne Fernwärme nur mit großem Kostenaufwand realisieren."

Den derzeitigen Standard 15 Prozent besser als die geltende Energieeinsparverordnung baut die Gewofag für 2850 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, wenn man die Kostengruppen 200 bis 700 und Bruttopreise heranzieht. Die oft für einen Vergleich herangezogenen Kostengruppen 300 bis 400 schlagen dabei mit 2200 Euro brutto pro Quadratmeter Wohnfläche zu Buche. Dazu gehört auch, dass Hardi versucht, ohne viel Technik auszukommen. So wird nur eine Abluftanlage ohne Wärmerückgewinnung installiert, keine Hybridheizungen und vorzugsweise Verwendung von Fernwärme. "Wenn Fernwärme nicht verfügbar ist, müssen wir alternative Konzepte zur Heizenergieversorgung wählen. So sind zum Beispiel die Passivhäuser am Piusplatz entstanden. Die Häuser haben aufgrund der Energie für die Lüftungsanlagen einen höheren Primärenergiebedarf als der Niedrigenergiestandard. Dass die tatsächlichen Werte von den ausgerechneten abweichen, ist eine wichtige Erkenntnis", merkt Hardi an. Grund hierfür seien das Nutzerverhalten in Bezug auf den Warmwasserbedarf und die höheren Pufferspeicherverluste. von Pia Grund-Ludwig


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Projekt bringt Energiespar-Contracting voran

23. Februar 2017 - 7:25

Das Ergebnis des im Februar 2017 abgeschlossenen multinationalen Vorhabens: Informations- und Schulungsmaterialien, Veranstaltungen mit insgesamt mehr als 3000 Teilnehmern und die aktive Verbreitung von Geschäftsmodellen, die den unterschiedlichen Handlungsbedarf in öffentlichen Liegenschaften berücksichtigen. 27 Verträge mit Investitionen in Höhe von 174 Millionen Euro wurden in Deutschland, Kroatien, Rumänien, Slowenien und der Ukraine angestoßen. 20 weitere Verträge befinden sich in Vorbereitung.

Die Sanierungen wurden an unterschiedlichen öffentlichen Gebäuden, von großen Universitäten oder Krankenhäusern bis hin zu Verwaltungsgebäuden, Schwimmbädern, Schulen und Kindergärten durchgeführt. Es werden Energieeinsparungen im Strom- und Wärmesektor von bis zu 80 Gigawattstunden pro Jahr erwartet, das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von 20.000 bis 25.000 Privathaushalten in Deutschland.

Eigentümern öffentlicher Liegenschaften fehlen oftmals die finanziellen Mittel für gewünschte Energieeffizienzmaßnahmen. Die Kooperation mit fachkundigen Contractoren im Rahmen von Energiespar-Contracting kann helfen, dieses Hindernis zu überwinden und Vertrauen in dieses europaweit trotz aller Fortschritte noch zu wenig genutzte Modell zu schaffen. Ein Mittel dazu sind gut verständliche Schulungs- und Informationsmaterialien. Sie tragen maßgeblich zu mehr Vertrauen in dieses Modell bei. Die in EnPC-Intrans erstellten Unterlagen erläutern beispielsweise den grundlegenden Mechanismus des Energiespar-Contractings und berichten von erfolgreichen Praxisbeispielen sowie Geschäftsmodellen.

Die KEA erarbeitete mit ihren Partnern auch ein Berechnungs-Tool für eine grobe Eignungsbewertung potenzieller Projekte auf Basis einer kapitalwertbezogenen Cash-Flow-Bilanzierung. Entscheidungsträger, Kommunalverwaltungen und Projektsteuerer können das Tool nutzen, um auf Basis kalkulierter Energieeinsparungen, geschätzter Investitionskosten sowie mehrerer Finanzierungsvarianten einen groben Eignungstest für ihre Projekte durchzuführen.

Die Projektpartner entwickelten darüber hinaus drei Geschäftsmodelle, die Kommunen helfen, einen individuellen Weg für das Energiespar-Contracting zu finden. Beim EPC-light-Modell etwa werden Energiemanagement und Instandhaltung ohne umfangreiche Investitionen umgesetzt. EPC-light-Projekte amortisieren sich meist in nur zwei bis vier Jahren aus den garantierten Einsparungen. Üblich ist derzeit die Sanierung der technischen Gebäudeausrüstung über das sogenannte EPC-basic mit Laufzeiten von 12 bis 15 Jahren. Über dieses Modell wurden in Deutschland schon etliche Sanierungen auf den Weg gebracht.

Sollen umfangreiche Gebäudesanierungen angestoßen werden, kommt eher das EPC-plus-Modell in Frage. Die Energieeffizienzmaßnahmen sind dabei in umfassende Sanierungspakete eingebettet. Diese Pakete können sowohl Wärmeschutzmaßnahmen, konstruktive Maßnahmen, die Modernisierung der Inneneinrichtung als auch den Ersatz der technischen Gebäudeausrüstung umfassen. Solch integrale Investitionspakete amortisieren sich in der Regel zwar nicht in einem angemessenen Zeitraum ausschließlich aus den garantierten Energieeinsparungen, sie können aber trotzdem helfen, die finanzielle Belastung sowie das Investitions- und Einsparrisiko des Gebäudeeigentümers maßgeblich zu reduzieren. Dies beweist unter anderem das EPC-plus-Projekt des Studierendenwerks Mannheim.

Die Schulungs- und Informationsmaterialien sowie alle drei Modelle werden in den neu angestoßenen Sanierungen angewandt. Neue, erfolgreich durchgeführte Projekte können als gute Praxisbeispiele dienen. Sie stoßen die Nachfrage nach Energiespar-Contracting in öffentlichen Liegenschaften an - auch in Deutschland. An EnPC-Intrans (Kapazitätsaufbau für Energiespar-Contracting für die europäischen Märkte im Wandel) beteiligten sich Partner aus Deutschland, Griechenland, Kroatien, Litauen, Rumänien, Serbien, Slowenien, der Slowakei und der Ukraine. Das Vorhaben wurde durch das EU-Programm Horizon 2020 mit zwei Millionen Euro gefördert. Quelle: KEA / pgl 

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Großer PV-Speicher soll in Serie gehen

22. Februar 2017 - 8:40

Aus dem Exist-Forschungstransfer "ResiFlow" heraus wird mit Unterstützung von Investoren die Serienfertigung angestrebt. Einen Prototypen, der das generelle Konzept demonstriert, präsentiert das Team auf der Messe Energy Storage Europe.

Während die aktuell erhältlichen Lithium-Ionen-Hausspeicher auf standardisierte Ertrags- und Verbrauchswerte ausgelegt sind, erlaubt das Redox-Flow-Speichersystem eine frei dimensionierbare Speicherkapazität zwischen 20 und 100 kWh. Damit ist sie gut für größere PV-Anlagen geeignet.

Zudem ermöglicht eine zum Patent angemeldete Fertigungstechnologie deutliche Kosteneinsparungen bei der Produktion der Kernkomponente dieses Batterietyps. "Das verschafft uns den Vorteil, Redox-Flow-Systeme auch automatisiert produzieren zu können, was in Zukunft den entscheidenden Kostenvorteil bringen wird. Durch ein modulares Bausystem kann dem Kunden trotzdem ein individuell angepasster, ökonomisch attraktiver Speicher angeboten werden", sagt Projektleiter Jan Grosse Austing.

Aktuell entwickelt das Team den basierend auf dem neuen Fertigungskonzept. Ab dem Jahr 2018 startet die Pilotphase, anschließend soll mit der Serienfertigung der Speicher begonnen werden. Zudem ist das Gründerteam derzeit auf der Suche nach Investoren, um das Speichersystem zu kommerzialisieren. Quelle: Next Energy / pgl

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Solarthermie-Absatz geht erneut zurück

22. Februar 2017 - 8:38

Nach den Umsatzzahlen für Pellet-Heizungen liegen nun auch die Umsätze für Solarthermie für 2016 vor, in beiden Bereichen gab es deutliche Einbrüche, trotz verbesserter Förderkonditionen. Bei Pellet-Heizungen betrug das Minus gegenüber dem für die Branche bereits enttäuschenden Jahr 2015 erneut 3 Prozent.

Das Tempo der Energiewende im Heizungskeller sei "ausbaufähig", kommentierte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft die aktuellen Absatzzahlen für Solarthermie. Niedrige Öl- und Gaspreise hätten im letzten Jahr den Modernisierungsdruck niedrig gehalten. Doch inzwischen ziehen die Preise wieder spürbar an. "Wer beim Thema Wärme auf dauerhaft billiges Öl und Gas setzt, liefert sich hohen Kostenrisiken aus. Solarkollektoren machen Heizungen bereits für kleines Geld zukunftstauglich", so Körnig.

Die Förderung für den Umstieg auf Erneuerbare wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitert, um insbesondere die Rückgänge bei Holzheizungen und Solarthermie zu stoppen. Bei Wärmepumpen ist die Entwicklung anders, da diese vor allem in Neubauten zum Einsatz kommen. In Bestandsgebäuden kommt der Heizungstausch nicht voran. Im Rahmen der Diskussion um das Gebäudeenergiegesetz, das die Zusammenführung von Wärmegesetz und EnEV zum Ziel hat, wird deshalb erneut die Forderung nach strikteren Regeln im Bestand laut. pgl

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ISE holt PV-Weltrekord zurück

21. Februar 2017 - 8:27

Höhere Wirkungsgrade und optimierte Prozessschritte sind entscheidend, um den Preis für Solarstrom zu senken. An beiden Stellschrauben dreht das Freiburger Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE.

Beim Wirkungsgrad verzeichnen die Freiburger Forscher jetzt einen neuen Weltrekord. Eine multikristalline Siliciumsolarzelle wandelt 21,9 Prozent des Sonnenlichts in elektrische Energie um. Damit hält das Fraunhofer ISE erneut den Weltrekord für multikristalline Siliciumsolarzellen, den es bereits von 2004 bis 2015 innehatte. Die Solarzelle besteht aus n-Typ High Performance (HP) multikristallinem Silicium, das eine im Vergleich zu p-Typ höhere Toleranz gegenüber wichtigen Verunreinigungen, insbesondere Eisen, hat. In der industriellen Fertigung wird heute multikristallines p-Typ Siliciummaterial eingesetzt und die durchschnittlichen Wirkungsgrade liegen bei 19 Prozent.

Der vom Fraunhofer ISE eingeschlagene neue Material- und Technologieansatz hat das Potenzial den Wirkungsgrad für multikristallines Silizium in naher Zukunft auch noch weiter zu verbessern. Für die Weiterentwicklung haben die Forscher bei unterschiedlichen Schritten von der Aus der gesamten Palette von der Kristallisation des Siliziums bis hin zur Qualitätssicherung von PV-Kraftwerken angesetzt.

Das Projekt "multiTOP", in dessen Rahmen das Rekordergebnis erzielt wurde, läuft noch bis März nächsten Jahres. Geleitet wird es von Jan Benick, der am Fraunhofer ISE das Team Innovative Reinraumtechnologien für hocheffiziente Siliciumsolarzellen verantwortet. "Unser Ziel ist es, für die multikristallinen n-Typ Wafer eine weiterführende Zelltechnologie zu entwickeln, die das Potenzial dieses Materials aufzeigt. Die Frage ist, wie weit sich die Effizienzlücke zu monokristallinem Material schließen lässt", erklärt er.

Über die Querschnittsarbeit zwischen Material, Charakterisierung und Zelltechnologie hinaus flossen noch weitere Entwicklungen des Fraunhofer ISE in die neue Weltrekordsolarzelle ein. "Für die Rückseitenkontaktierung kam die am Institut entwickelte TOPCon-Technologie zum Einsatz, mit der wir im letzten Jahr den Weltrekord für beidseitig kontaktierte monokristalline Siliciumsolarzellen auf 25,3 Prozent verbessern konnten", freut sich Dr. Martin Hermle, Abteilungsleiter Hocheffiziente Siliciumsolarzellen am Fraunhofer ISE. Bei TOPCon handelt es sich um einen passivierenden Rückseitenkontakt, der auf der Solarzellenrückseite ganzflächig und strukturierungsfrei aufgebracht wird. Dies vereinfacht den Herstellungsprozess bei gleichzeitiger Erhöhung der Effizienz der Solarzelle. Quelle: ISE / pgl

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Lüftung profitiert von Förderimpulsen

21. Februar 2017 - 8:23

Das Lüftungspaket wurde 2016 insgesamt 541 Mal zugesagt, 291 Mal die Förderung als Kredit und 250 Mal als Zuschuss, so die KfW gegenüber EnBauSa.de Insgesamt hat die KfW für die Förderung im Lüftungspaket knapp 22 Millionen Euro aufgewendet.

An der Summe des Fördervolumens aus Heizungs- und Lüftungspaket hat das Lüftungspaket damit einen Anteil von 6 Prozent. Das Fördervolumen pro Kreditantrag ist mit knapp 70.000 Euro für das Lüftungspaket hoch. In der Regel erhalten größere Objekte mit mehreren Wohneinheiten die Förderung. Außerdem haben Bauherren in der Sanierung 370 Anträge als Kredit für Einzelmaßnahmen oder Zuschuss zur Förderung von Lüftungsanlagen gestellt. "Wir sind sicher, dass wir mit der Förderung der Maßnahmenpakete gute Anreize setzen, um die kontrollierte Gebäudelüftung stärker in den Fokus zu rücken", sagt Markus Schönborn, Abteilungsdirektor Produktmanagement Wohnen.

Bei den Unternehmen kommt das Nachfrageplus aber nicht wirklich an: "Das spezielle Förderprogramm für Lüftung der KfW wurde bisher sehr selten angefragt", so die Auskunft von Inventer. In Kundengesprächen falle auf, dass die Endverbraucher die Förderprogramme kaum kennen. Bei den Immobiienprofis ist das anders: "Wir sehen vermehrt Anfragen aus der Wohnungswirtschaft, für die Bauträger ist es wichtig, Mindestluftwechsel und zugleich hohen Wohnkomfort sicherzustellen", kommentiert Astrid Kahle von Blumartin. Auf der ISH werden in wenigen Wochen auch die Innovationen zu sehen sein, mit denen die Hersteller neue Kunden überzeugen wollen. Dazu gehören ein höherer Grad an Wärmerückgewinnung, schickes Design und die Reduzierung des Schalldruckpegels.

Inventer zeigt die zweite Generation des dezentralen Lüftungsgeräts iV-Smart. Neu ist ein Doppel-Luftleitwerk, das den integrierten Keramik-Wärmespeicher effektiver durchströmt. Dabei hat das Unternehmen Erkenntnisse aus dem Luft- und Raumfahrtbereich, speziell der Strömungslehre genutzt, um Luftströme gezielt zu zerlegen und auszurichten und alle Bereiche zu durchströmen. Die Wärmerückgewinnung beträgt durch die Optimierung jetzt bis zu 93 Prozent. Diese Verfahren sollen auch in den anderen Geräten des Unternehmens eingesetzt werden.

Zehnder hat ein dezentrales Lüftungsgerät mit intermittierender Betriebsweise neu im Programm. Der Zehnder ComfoSpot Twin40 ist strömungs- und akustikoptimiert. Ein Keramik-Wärmetauscher liefert bis zu 91 Prozent Wärmerückgewinnung.

An Design und Schalldruckpegel hat Blumartin bei seiner semizentralen Lüftungslösung FreeAir100 gearbeitet. Durch die Reduzierung des Schalldruckpegels mit einem optimierten Cover können auch größere Volumenströme abgedeckt werden. Das Produkt deckt Volumenströme von 8 bis 100 m³ ab. Der Schalldruckpegel beträgt bei 30 m³ ohne Premium-Cover 34 dB (A), mit dem Premium Cover 22 dB (A). Bei einem Volumenstrom von 100 m³ liegt  der Schalldruckpegel mit dem Premium Cover bei 39 dB (A).

Um möglichst wenig von der Lüftungsanlage zu sehen, hat Helios ein neues Laibungselement entwickelt, das die Außenfassaden-Blende verschwinden lässt. Das Element aus hochdämmendem EPP lenkt die Luft innerhalb des Wärmedämmverbundssystems um 90 Grad in die Fensterlaibung. Die Montage kann von rechts oder links, erfolgen. Das Element ist mit Säge oder Heißdraht beliebig kürzbar. Außer dem Gitter in der Fensterleiste ist kein Bauteil zu sehen.

Pluggit hat mit Pluggplan eine Lüftungslösung für Wohnungen mit bis zu 80 Quadratmetern im Geschosswohnungsbau entwickelt. Das Gerät hat einen Wärmebereitstellungsgrad von über 80 Prozent, der Stromverbrauch liegt nach Angaben des Herstellers bei deutlich unter 60 Watt bei maximaler Leistung. von Pia Grund-Ludwig

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BIM wird bis 2027 Standardprozess am Bau sein

20. Februar 2017 - 9:42

Mit softwarebasierter Prozessplanung soll das Bauen für alle Beteiligten deutlich optimiert werden. Doch genügt das Vorbild der wenigen Projekte des Bundes wirklich, um BIM am deutschen Bau zu etablieren?

BauInfoConsult hat Architekten und Bauunternehmer um eine Einschätzung zum flächendeckenden Einsatz von BIM gebeten. Denn so schön die Pläne zu BIM auch klingen mögen: Wichtig ist, wie die Architekten und Verarbeiter über dieses Thema denken, denn schließlich sind sie es, die mit der Umsetzung betraut werden.

Im Rahmen der letzten Jahresanalyse von BauInfoConsult wurden 180 Architekten und 181 Bauunternehmer in telefonischen Interviews nach ihrer Einschätzung für den langfristigen Erfolg des öffentlichen BIM-Engagements befragt. Es zeigte sich, dass 71 Prozent der befragten Architekten der Ansicht sind, dass in 10 Jahren auch so gut wie jedes nichtöffentliche Bauprojekt mit BIM realisiert werden wird.

Dies ist ein recht deutliches Voting dafür, dass sich BIM in der nächsten Dekade fest in den Bauablauf integrieren wird. Bei den Bauunternehmen ist der Anteil der Skeptiker, die keine so massiven Durchdringung von BIM im Arbeitsalltag erwarten, mit 29 Prozent etwas größer. Mehrheitlich (zu 57 Prozent) sind sie jedoch bei diesem Thema derselben Meinung wie Ihre planerischen Kollegen. Quelle: Bauinfoconsult / pgl

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Zypries verspricht Gesetz zum Mieterstrom

20. Februar 2017 - 9:38

 "Wir wollen, dass die Mieter am Ausbau der Erneuerbaren Energien beteiligt werden." Darüber hinaus versprach sie ein zwar terminlich nicht näher benanntes, aber immerhin "künftiges" Ende der Förderung fossiler Heizungen.

Mit Blick auf das Ziel, einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, und den erst kurz zuvor von der Union gestoppten Kabinettsentwurf des Gebäudeenergiegesetzes zeigte sie Zuversicht, den "Koalitionspartner noch rechtzeitig überzeu

en zu können". Zypries betonte, EEG und Strommarkt seien aufeinander abgestimmt und "zukunftsfest". Gewollt sei auch, Erneuerbare Energien zu stärken und "Erneuerbaren Strom im Wärme-, Verkehrs- und Industriesektor einzusetzen, also auch die Sektorenkopplung zu verwirklichen. Bei alldem achten wir darauf, dass die Wettberwerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft erhalten bleibt." Das in den vergangenen Monaten häufig vom Bundeswirtschaftsministerium vertretene Credo "Efficiency first" stellte sie Seite an Seite mit den Erneuerbaren Energien "wie eineiige Zwillinge". Quelle: BEE / pgl

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Niedriger Ölpreis bremst den Heizungstausch

19. Februar 2017 - 8:34

Trotz guter Förderbedingungen und dem Aufbruchssignal des Pariser Klimaschutzabkommens wurden nur rund 16.000 Öfen und 15.400 Kessel neu installiert. Umstrukturierungen bei Pelletwerken führten dazu, dass mit 1,95 Mio. Tonnen in Deutschland weniger Pellets als prognostiziert hergestellt wurden. DEPV-Vorsitzender Andreas Lingner sieht die Branche für 2017 dennoch gut aufgestellt.

Trotz klimapolitischer Diskussionen und staatlicher Kampagne kam die Energiewende am Wärmemarkt auch 2016 nicht in Fahrt. Der angestrebte Zubau von 38.000 neuen Pelletkesseln und -öfen wurde mit 31.400 Stück nicht erreicht. Damit konnte 2016 zwar die 400.000ste Pelletfeuerung in Deutschland ausgezeichnet werden - gegenüber dem bereits schwachen Jahr 2015 (Zubau 32.500 Feuerungen) ist dies jedoch ein nochmaliger Rückgang um rund 3 Prozent.

Auch die hohen Fördersätze im Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien (MAP), die mit dem Aktionsprogramm Energieeffizienz (APEE) im Januar 2016 nochmal um 20 Prozent erhöht wurden, haben nicht zu einem Aufschwung am Wärmemarkt geführt.

Eine gute Nachfrage in einigen Bundesländern bereits zu Beginn des neuen Jahres lässt die Pelletbranche jedoch mit verhaltenem Optimismus in die Zukunft blicken: Für das Jahr 2017 geht der DEPV von einem Absatz von 33.000 Feuerungen (16.000 Kessel und 17.000 Pelletkaminöfen) aus. Damit würde der Gesamtbestand an Pelletfeuerungen auf knapp 454.000 Anlagen anwachsen.

DEPV-Vorsitzender Andreas Lingner bekräftigt seinen Appell an die Politik, die attraktiven Förderprogramme breiter zu kommunizieren: "Heizungsbetreiber kennen häufig weder das einem Heizungstausch zugrunde liegende Klimaschutzpotential noch die Höhe der aktuellen staatlichen Zuschüsse im mittleren vierstelligen Bereich. Neben dem 'Fördern' kann auch ein moderates 'Fordern' der Wärmewende auf die Sprünge helfen, wie Baden-Württemberg mit seinem EWärmeG zeigt. Daran sollten sich Bund und andere Länder ein Beispiel nehmen."

Baden-Württemberg ist das einzige Bundesland, das auch im Bestand beim Heizungstausch einen gewissen Anteil an erneuerbaren Energien fordert. Der bundesweite Marktanteil bei Pelletheizungen stieg im Südwesten von 17,1 Prozent im Jahr 2009 auf 23,6 Prozent im Jahr 2016 an. Demgegenüber ging in Bayern, wo die meisten Pelletfeuerungen betrieben werden, der Bundesanteil im gleichen Zeitraum von 35,7 auf 27,4 Prozent zurück. Quelle: DEPV / pgl

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Senken der Heiztemperatur spart 5 bis 8 Prozent

17. Februar 2017 - 8:50

Ist es über­haupt sinn­voll, die Raum­temperaturen zeitweilig abzu­senken? Rechnet sich das, obwohl fürs spätere Aufheizen wieder Energie aufgewendet werden muss? Die Antwort lautet: Ja, unterm Strich gibts eine Ersparnis. Allerdings sollten Mindesttemperaturen eingehalten werden um Schimmel zu vermeiden.

Rechnungen für unterschiedlich große und unterschiedlich gut gedämmte Beispiel­wohnungen zeigen, dass das Spar­potenzial in einer Größen­ordnung von 5 bis 8 Prozent liegt. Die Annahme dabei ist, dass die Bewohner einen 8-Stunden-Arbeits­tag haben und bei Rück­kehr in ein warmes Zuhause zurück­kommen wollen. Liegen die jähr­lichen Heiz­energie­kosten bei 1 000 Euro, lassen sich 50 bis 80 Euro sparen.

Am wenigsten bringen Heiz­pausen bei gut gedämmten Häusern. Erstens weil ihre Bewohner ohnehin schon relativ wenig fürs Heizen zahlen. Zweitens weil die Raum­temperaturen hier nur lang­sam absinken. Der Spar­effekt, der durch geringere Temperatur­unterschiede zwischen drinnen und draußen entsteht, wirkt daher hier nur mäßig. Deshalb reichen in solchen Wohnungen oft güns­tige, einfache Thermostate.

Programmieren lässt sich die Temperatur der Heizkörper auch mit diesen einfachen Modellen mit Hilfe des Heizgerätes. Wer Zugriff auf den Heizkessel hat, kann Heiz­pausen oft ganz einfach an dessen Bedien­feld einstellen. Sind Abwesen­heits­zeiten plan­bar, lässt sich der Thermostat so einstellen, dass er vor der Rück­kehr für einen warmen Heizkörper sorgt.

In schlecht gedämmten Häusern lohnt es sich am meisten, die Heizkörper bei Abwesenheit zu drosseln. Mitunter kann es aber recht lange dauern, einen abge­kühlten Raum wieder auf Kuschel­temperatur zu bringen. Programmier­bare Thermostate können dafür sorgen, dass die Heizkörper recht­zeitig wieder für Wärme sorgen. Im Test waren drei Thermostate, die sich vor Ort programmieren lassen. Zwei von ihnen schnitten gut ab, einer befriedigend.

Wer außer Haus ist und den Tages­ablauf nicht planen kann, hat die Chance, den Heizkörper via Internet zu steuern. Ein Optimum an Komfort und Spar­möglich­keiten bieten vier Systeme, die sich auch aus der Ferne steuern lassen. Kommen die Bewohner vorzeitig vom Wochen­end­ausflug zurück, können sie per Smartphone-App recht­zeitig ihre Heizkörper aufdrehen. Die Kommunikation zwischen Mensch und Thermostat läuft dabei über Smartphone und dem heimischen Router - und meist auch über einen ange­schlossenen Zentralregler. Ein System im Test funk­tioniert ausschließ­lich in Kombination mit neueren Fritz!Box-Routern mit Dect-Taste.

Alle untersuchten Thermostate funk­tionierten zuver­lässig. Im Hinblick auf Batterie­verbrauch und Hand­habungs­details stießen die Tester auf deutliche Unterschiede. Quelle: Stiftung Warentest / pgl

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Baustoffe können Stickoxide vermindern

17. Februar 2017 - 8:04

Der Verband möchte so zu einer besseren Luftqualität beitragen und die Transparenz für den Verbraucher verbessern. Nahezu jede deutsche Stadt hat mittlerweile mit überhöhten Stickoxidwerten zu kämpfen. Neben verkehrslenkenden Maßnahmen und Fahrverboten, die aber allesamt Einschränkungen der Mobilität für die Bürger darstellen, gibt es mittlerweile auch Baustoffe und Oberflächenbeschichtungen, die helfen können, die Stickoxidbelastung zu senken.

Durch Photokatalyse sind sie in der Lage, umweltschädliche Stickoxide wie Stickstoffmonoxid (NO) und andere organische Schadstoffe abzubauen. Photoaktive Baustoffe gibt es beispielsweise in Pflastersteinen, Dachsteinen oder Dachziegeln.

Die Wirkung beruht auf einem speziellem Titandioxid. Bei Pflastersteinen oder Betonplatten kann entweder der komplette Steinkörper oder ausschließlich der Steinvorsatz mit dem Titandioxid-Beton ausgestattet sein. Erste Produkte gibt es, so hat Nelskamp den Dachziegel ClimaLife enbtwickelt, der mit Photokatalyse arbeitet, Baumit einen photokatalytischen Putz im Programm.

In Europa gibt es bereits Normen bezüglich der Messung photokatalytischer Wirkungen, aber noch keine einheitlichen Qualitätsstandards für photokatalytisch aktive Produkte. Um dem Verbraucher und Anwender in Deutschland einen Überblick über die Funktionalität und Wirksamkeit der Produkte zu ermöglichen, haben die Mitgliedsunternehmen des FAP eine freiwillige Selbstverpflichtung beschlossen.

Zusammen mit Wissenschaftlern verschiedener Fraunhofer-Institute und Universitäten haben sie für photokatalytisch aktive Bauprodukte ein Messverfahren und einen Schwellenwert für die NO-Abbauleistung definiert. Produkte, die einen ausreichend hohen NO-Abbau zeigen, erhalten ein Siegel. pgl

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Der Bund kommt beim Mieterstrom nicht voran

16. Februar 2017 - 9:06

Die Koalitionspartner hatten sich im Rahmen der EEG-Novelle auf Nachbesserungen beim Thema Mieterstrom geeinigt. Mieter sollten aus PV-Anlagen des Vermieters Strom vom Dach beziehen können, ohne dass dafür die volle EEG-Umlage fällig wird. Vorgesehen war, dass das Parlament das Bundeswirtschaftsministerium ermächtigen muss, eine entsprechende Verordnung für Mieterstrom zu erlassen. Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen hatte dies 2016 als bloße "Beruhigungspille" bezeichnet. Seitdem hat sich nichts bewegt.

Bisher sind nur Eigentümer, die PV-Strom selbst verbrauchen, von den Umlagen auf Ökostrom teilweise oder ganz befreit. Laut der Neufassung des EEG müssen Photovoltaikanlagenbetreiber, die einen Teil des erzeugten Stroms selbst nutzen, seit Januar 2017 auf diesen selbst genutzten Strom 40 Prozent der jeweils geltenden EEG-Umlage entrichten. Allerdings gilt für private Eigenversorger weiterhin eine Ausnahmereglung, die sogenannte Bagatellgrenze. Kleinanlagen mit einer Leistung von maximal 10 Kilowatt müssen auch in Zukunft keine EEG-Umlage auf bis zu 10 Megawattstunden selbst genutzten PV-Strom pro Jahr zahlen.

Eine ähnliche Regelung soll es für Vermieter und Mieter geben. Dabei könnte es dann auch um größere Dachanlagen gehen. Die Verbraucherzentrale Bundesverband schlägt vor, für jeden Mieterhaushalt im Gebäude, der Eigenstrom nutzt, 10 kW anzusetzen und die Erträge mit einer entsprechend reduzierten Einspeisevergütung zu belasten.

Die Unternehmen der Wohnungswirtschaft fürchten nun, dass die Diskussion um den Mieterstrom im Wahlkampf versandet. Axel Gedaschko, Chef des GdW, hatte im Oktober 2016 einen Vorschlag für eine Ausgestaltung einer Mieterstromverordnung auf Grundlage der bestehenden Ermächtigung im aktuellen EEG vorgelegt.

Die im EEG derzeit vorgesehene Regelung zur Förderung von Mieterstrommodellen zielt auf eine Gleichstellung mit Eigenerzeugung ab. Größere Eigenerzeugungsanlagen erhalten eine Verringerung der EEG-Umlage um 60 Prozent. Bei aktuell 6,88 Cent pro Kilowattstunde sinkt diese um 4,13 Cent pro Kilowattstunde. Diese Förderhöhe sollte erst einmal umgesetzt werden, so der GdW.

Außerdem hat die Wohnungswirtschaft mit einem Steuerproblem zu tun: Machen die Unternehmen Umsatz mit Strom, müssen sie auch für Mieteinnahmen Gewerbesteuer bezahlen. Das lässt sich durch Betreibergesellschaften verhindern, ist aber aufwändig. Und die Einnahmen aus dem Strom sind häufig im Vergleich zum Hauptgeschäftsfeld so gering, dass die Unternehmen diesen Aufwand scheuen.

Einige Bundesländer warten nicht auf eine bundesweite Regelung. Sie können zwar weder steuerliche Fragen lösen noch die Bestimmungen zu EEG-Umlage ändern, aber sie haben Förderprogramme aufgelegt, die den Einstieg erleichtern.

Hessen hat begonnen und fördert seit Mitte 2016 die Umrüstung der Zählerkonzeptes, datenbankbasierte Abrechnungssysteme sowie weitere Kosten der Implementierung. Antragsberechtigt sind alle natürlichen und juristischen Personen, insbesondere Wohnungsunternehmen, Hausverwaltungen und Energiedienstleister wie Stadtwerke, Contractoren und  Energiegenossenschaften. In Hessen sind Mieterstrommodelle auch für KWK-Anlagen förderfähig.

In Nordrhein-Westfalen gibt es seit November 2016 Mittel aus Progres.NRW für PV-Mieterstrommodelle. Ziel ist es, Zähler- und Abrechnungssysteme zur Eigenstromversorgung im Mietwohnungsbau zu installieren und zu erproben. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Kilowattstunde für Mieterinnen und Mieter um 1,5 Cent billiger angeboten werden muss, als der Grundtarif des örtlichen Versorgers. Maximal beträgt der Zuschuss je Vorhaben 30.000 Euro.

Thüringen hat das Programm Solar.invest aufgelegt, in dem speziell Mieterstrom und Batteriespeicher im Fokus sind. Eine explizite Einschränkung der Mieterstrom-Modelle auf PV gibt es nicht. Für Investitionen in Mieterstrommodelle gibt es einen Zuschuss in Höhe von bis zu 80 Prozent der Kosten, der Maximalbetrag liegt bei 10.000 Euro. von Pia Grund-Ludwig

 

 

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Siemens bereitet 1200 Produkte für BIM auf

16. Februar 2017 - 8:30

BIM ist ein digital unterstützter Prozess zum Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden, mit dem die Baubranche einen starken Produktivitätsschub erhalten soll und der künftig noch an Bedeutung gewinnen wird. Es ist nicht nur ein Gebäudemodell, sondern eine komplette Planungsmethode.

Für die Planung mit dieser Methode hat die Siemens-Division Building Technologies passendes BIM-Datenmaterial entwickelt. Die BIM-Daten von Building Technologies gibt es derzeit für Produkte aus den Bereichen Feldgeräte, Automation, KNX und Brandschutz. Das Datenmaterial wird künftig sukzessive erweitert. Mitte des Jahres wird der BIM-Daten-Pool bereits über 2.000 Produkte umfassen.

Derzeit stehen die BIM-Daten im REVIT-Format von Autodesk zur Verfügung, sie können aber auch ins offene IFC-Format (Industry Foundation Classes), VDI oder in das in Großbritannien gebräuchliche CIBSE-Format (Chartered Institution of Building Services Engineers) konvertiert werden. Die Datensätze entsprechen den Kriterien von ISO16757 (ehemals VDI3805).

Ergänzende Informationen zu den einzelnen Produkten können über den im jeweiligen BIM-Datensatz integrierten Link jederzeit aus dem Siemens-Download-Center heruntergeladen werden. Siemens bietet die BIM-Daten Planern und anderen interessierten Kreisen kostenlos zur Nutzung an. Quelle: Siemens / pgl

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Sektorkopplung ist häufig noch unwirtschaftlich

16. Februar 2017 - 8:09

Die Politik hofft, der Energiewende durch eine Kopplung der energieverbrauchenden Sektoren Strom, Wärme und Verkehr neuen Antrieb zu verschaffen. Dazu werden eine Vielzahl von Anwendungen und Technologien verknüpft.

Im Rahmen der Studie geführte Experteninterviews ergaben jedoch, dass der rechtliche Rahmen - insbesondere die Abgaben und Steuern auf den Strom - die Wirtschaftlichkeit vieler Projekte in diesem Bereich noch einschränkt. Dennoch halten gut 70 Prozent der befragten Energieversorger die Sektorkopplung für nötig und suchen Kooperationspartner.

Wesentliche Treiber der zukünftigen Entwicklung sind die Teilmärkte E-Mobility und Power-to-X. Ziel dieser Entwicklung soll sein, die durch die zunehmend fluktuierende Erzeugung entstehenden Stromüberschüsse effektiv in anderen Sektoren zu nutzen, ohne die Erneuerbaren Energien abzuregeln oder die Netzstabilität zu gefährden.

So soll die Elektrifizierung der Sektoren Wärme und Verkehr auch helfen, sich von fossilen Brennstoffen zu lösen. Untersuchungen im Rahmen der Studie ergaben, dass der rechtliche Rahmen diesem Anspruch in den Augen von 80 Prozent der befragten Energieversorger nicht gerecht wird.

Zu viele Abgaben beim Strom schränken die Wirtschaftlichkeit ein und lassen den Versorgern wenig Spielraum. Dennoch sehen fast genauso viele der Experten die Notwendigkeit der Sektorkopplung im Zuge der Energiewende und suchen Kooperationspartner, um sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Hier ergeben sich für Energieversorger durch die Zusammenarbeit mit Technologieherstellern große Chancen für den Gewinn neuer Kunden und für die Bindung der Bestehenden, zum Beispiel durch das Angebot von Komplettpaketen, welche in das Smart Home integriert werden können. pgl

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CDU/CSU verschiebt Gebäudeenergiegesetz

15. Februar 2017 - 17:43

Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) sollte die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) vereinen. Den Gesetzesentwurf dafür stellten die Bundesministerien für Wirtschaft und Energie sowie Umwelt in der Verbändeanhörung am 31. Januar vor.

Der GIH Bundesverband findet die Zusammenlegung der verschiedenen Regelwerke und die dadurch verbundene Vereinfachung richtig. Er präsentierte zudem den Bundesministerien nötige Verbesserungsvorschläge. Diese sind in der umfangreichen Stellungnahme des GIH beschrieben. (Die wichtigsten Forderungen der Gebäudeenergieberater sind hier zusammengefasst.)#

Laut des Berliner Tagespiegel schrieben acht konservative Unionspolitiker an Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) einen Brief, in dem sie den Gesetzesentwurf grundlegend kritisierten. Daraufhin soll er von geplanten Tagesordnung des Kabinetts genommen worden sein. Dadurch ist im Gesetzgebungsverfahren eine Verabschiedung vor der Bundestagwahl im Herbst kaum mehr möglich.

GIH-Vorsitzender Jürgen Leppig geht nun von einer noch längeren Verzögerung aus: "Bis sich eine Koalition nach der Wahl gefunden hat und an die Arbeit macht, wird es schnell 2018." Zum 1. Januar des nächsten Jahres sollte eigentlich das Gesetz in Kraft treten, in der die verpflichtende Vorgabe aus der EU-Gebäuderichtlinie (2010/31/EU) umgesetzt werden sollte, den Niedrigstenergiegebäudestandard für öffentliche Nichtwohngebäude zu definieren. Dieser wurde entsprechend des KfW-Effizienzhausstandard-55 festgelegt und sollte ab 2019 gelten.

Genau diesen kritisieren die Unionsabgeordneten. Das "Gebot der Wirtschaftlichkeit" sei verletzt. Dies erscheint Jürgen Leppig mehr als scheinheilig: "Die Ministerien haben im Entwurf errechnet, dass es durch das GEG zu einer Baukostensteigerung von höchstens 2,5 Prozent kommt. Bei steigenden Energiepreisen wird diese schnell wieder kompensiert!" Durch dieses kurzfristige vom Wahlkampf geprägte Denken entstünden den Kommunen höhere Energieverbräuche und somit Mehrkosten in der Zukunft.

Der Ansatz, den Baustandard zu senken, sei der falsche Weg, erklärt der GIH-Vorsitzende. Zudem habe der Bundesrat die aktuelle EnEV im Oktober 2013 nur unter der Auflage genehmigt, dass die Bundesregierung das Gesetz und die Verordnung zusammenführe. "Das hat die CDU/CSU wohl vergessen und macht aufgeschreckt durch die aktuellen Meinungsumfragen Wahlkampf auf dem Rücken des Klimawandels." Nach dem Aussetzen des 10.000-Häuser-Programmes in Bayern sei dies ein weiterer Schritt des konservativen Flügels der Union, verbindliche und in Brüssel gemeinsam verabschiedete Vorgaben in der Heimat zu unterlaufen. "Die Verunsicherung der Gebäudebesitzer und Bauwilligen durch diese unnötigen Aktionen bekommen wir als Gebäudeenergieberater tagtäglich mit", so Leppig weiter.

Durch diese Verzögerungen würden nachhaltige und zukunftsgerichtete Investitionen verhindert. Wenn sich die öffentliche Hand zudem um ihre Vorbildfunktion drücke, sei das eindeutig das falsche Signal für die Bürger. Ab 2021 müssen auch private Neubauten als Niedrigstenergiegebäude errichtet werden. Die Definition dessen war - im Gegensatz zu den öffentlichen Nichtwohnbauten - im Gesetzentwurf noch nicht einmal definiert, wie der GIH kritisierte.

Die Begründung der Unionspolitiker, dass eine "Vorbildfunktion" der öffentlichen Gebäude das Bauen unbezahlbar mache, ist hinreichend widerlegt. Laut GIH-Vorsitzenden ist die These von der "steigenden Energieeffizienz als natürlicher Feind des kostengünstigen Bauens" nicht haltbar, wie beispielsweise durch die ECOFYS-Studie widerlegt. Letztendlich profitierten nicht nur die Verbraucher durch die gewonnene größere Unabhängigkeit von Energiekostensteigerungen bei gleichzeitiger Kosteneinsparung, sondern auch die Umwelt. Quelle: GIH /pgl

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Beratung bei Baukrediten ist oft mies

15. Februar 2017 - 8:30

Mal klaffte im Finanzierungs­plan eine Lücke von vielen tausend Euro, mal waren die Kreditraten für den Kunden viel zu hoch. Im Angebot fehlten oft wichtige Informationen über die Rest­schuld oder Möglich­keiten zur Sondertilgung. Und einige Kredite waren einfach viel zu teuer, berichtet Finanztest.

Der Testfall war nicht schwer, er hätte den Beratern keine Probleme bereiten dürfen. Doch viele Bank­berater patzten gleich mehr­fach. So empfahl ein Mitarbeiter der Sparda West eine Kreditsumme, die fast 33.000 Euro höher war als der Kreditbedarf des Kunden. Die monatliche Kreditrate war zu hoch und die Kredit­kombination passte nicht zusammen.

Die Bilanz der insgesamt 143 Test­gespräche in jeweils sechs bis sieben Filialen von Banken und Kredit­vermitt­lern ist ernüchternd. Die meisten Banken kamen über ein Befriedigend oder Ausreichend nicht hinaus. Zwei Banken erhielten sogar ein Mangelhaft. Nur fünf Baufinanzierer über­zeugten mit durch­dachten Finanzierungs­konzepten, nied­rigen Zinsen und meist über­sicht­lichen Kredit­informationen. Quelle: Finanztest / pgl

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Solarwatt erweitert Garantie auf 30 Jahre

15. Februar 2017 - 8:30

"Dies soll verdeutlichen, dass wir von der Langlebigkeit und Ertragsbeständigkeit unserer Module absolut überzeugt sind", sagte Solarwatt-Geschäftsführer Detlef Neuhaus. Das Unternehmen fertigt Glas-Glas-Module, die ausschließlich in Deutschland hergestellt werden.

Bei dieser Modulart liegen die Solarzellen zwischen zwei jeweils zwei Millimeter dicken Glasscheiben. Bei Glas-Folie-Modulen sind die Solarzellen auf einer Seite durch eine EVA-Folie geschützt. "Die Langlebigkeit haben wir schon mehrfach durch Damp Heat Tests von unabhängigen Prüflaboren nachgewiesen und die entsprechenden Anforderungen sogar übererfüllt", so Neuhaus. pgl

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SHK-Handwerk fährt Rekordumsätze ein

14. Februar 2017 - 9:08

Wachstumstreiber war das Modernisierungsgeschäft bei Bädern und Heizungen im Altbau. Hier lag der Umsatzanteil bei 72 Prozent. Hauptkundengruppe waren mit einem Anteil von 61,4 Prozent die privaten Auftraggeber, gefolgt von gewerblichen Kunden, Wohnungsbaugesellschaften und der öffentlichen Hand. "Die Deutschen modernisieren eher ihre alten Bäder als ihre ineffizienten Heizungsanlagen. Die Sanierungsrate bei Heizkesseln liegt seit Jahren bei drei Prozent", sagt Friedrich Budde, Präsident des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK).

Getrübt wird die gute Stimmung im Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk durch den spürbaren Fachkräftemangel. Denn dem Umsatzwachstum steht nur ein geringes Beschäftigungswachstum gegenüber. Die Zahl der Beschäftigten wuchs trotz der äußerst stabilen Auftragslage in 2016 nur um 1 Prozent auf 368.397 Mitarbeiter.

Dabei suchte fast die Hälfte aller Betriebe im SHK-Handwerk im Jahr 2016 personelle Verstärkung. "Gut ausgebildete Fachkräfte gibt der Arbeitsmarkt nicht mehr her", betont Präsident Budde. "Wir sind stärker denn je darauf angewiesen, den dringend erforderlichen Nachwuchs selbst auszubilden und bei den Betrieben zu halten." Seit Jahresbeginn realisiert der Zentralverband daher mit seinen 17 Landesverbänden die bundesweite Nachwuchskampagne "Zeit zu starten". Quelle: ZVSHK / pgl

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EWärmeG: "Blick auf Heizungstausch ist zu eng"

13. Februar 2017 - 9:05

Der BDH mache Lobbyarbeit gegen das EWärmeG, erklärte Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller. Um belastbare Aussagen zu treffen, brauche es eine vernünftige Evaluation, die habe das Ministerium gerade in Auftrag gegeben. Bevor die fertig sei, sei Kritik vor allem Stimmungsmache. Untersteller forderte außerdem eine bundesweite Regelung, um die Sanierung im Bestand voranzubringen. Das sei das Ziel, das EWärmeG sei dazu nur ein mögliches Instrument.

Volker Kienzlen von der Klima- und Energieagentur Baden-Württemberg kritisiert, dass bereits in der Vergangenheit die Zahlen des BDH, mit denen der Verband einen Rückgang der Sanierungsquote im Südweststaat belegen wollte, der Überprüfung nicht standgehalten hätten. So seien auch die jetzt vorgelegten Zahlen nur bedingt tauglich. Der BDH moniert in einem Modernisierungsindex eine unterdurchschnittliche Rate für Baden-Württemberg.

Die Sicht auf den Heizungstausch sei zu eng, da das EWärmeG nicht zum Heizungstausch anregen, sondern hochwertige Sanierungen anstoßen wolle. Viele Maßnahmen, die laut Gesetz möglich seien, würden nicht abgebildet. So fehlt in der Betrachtung der komplette Bereich Fernwärme. Da gebe es einen deutlichen Zuwachs. Auch KWK oder PV-Installation fehlten in der Betrachtung, ebenso wie Maßnahmen an der Gebäudehülle, moniert Kienzlen.

Der KEA-Chef bemängelt auch die weitgehend normierte Darstellung der Zahlen durch den BDH, die eine Bewertung nahezu unmöglich mache. Ulf Sieberg vom Bundesverband Erneuerbare Energie ist in seinem Urteil zu den Zahlen des BDH deutlich schärfer. Der Vorwurf, dass das EWärmeG zum Modernisierungsstau führe sei "Quatsch". Ziel des Gesetzes sei es nicht, den Heizungstausch zu beschleunigen, sondern die Eigentümer dazu anzuhalten, den Heizungstausch zu nutzen, um zukunftsgerichtete Technik einzusetzen oder eine weitergehende energetische Gebäudesanierung anzugehen. Dass weniger Gas- und Ölheizungen installiert würden, läge in der Natur der Sache.

Bei Zahlen zu Erneuerbaren weisen Kienzlen und Sieberg auf Ungenauigkeiten bei den bislang vom BDH vorgelegten Daten hin. So fasst der BDH bei Solarthermie-Installationen Neubau und Sanierung zusammen. Damit sind aber keine Aussagen zu den Auswirkungen des EWärmeG möglich, das sich nur auf den Bestand bezieht.

Der Solaratlas, der vom Bundesvernad Solarwirtschaft herausgegegeben wird, wertet vom Bafa geförderte Anlagen nach Bundesländern aus. Die Mehrzahl davon dürfte aufgrund der Förderkonditionen im Bestand sein. Baden-Württemberg hatte in den fünf Jahren vor Inkrafttreten des EWärmeG einen Anteil von 19,7 Prozent an den bundesweit geförderten Solarthermie-Anlagen. Während der ersten geltenden Fassung des Gesetzes ab Juni 2010 waren es 21,4 Prozent, mittlerweile seit der 1. Novelle Mitte 2015 sind es 23,5 Prozent. Der Anteil Baden-Württembergs hat sich alsor nicht verringert, sondern erhöht. Wichtig zu wissen ist aber, dass es bei Solarthermie bundesweit in den vergangenen Jahren einen Marktrückgang gab. Für eine Bewertung der Auswirkungen des EWärmeG taugen die Zahlen auch deshalb nur bedingt. Außerdem haben sich die Förderkonditionen mehrfach geändert, das hat hohen Einfluss auf die Antragstellung.

Bei Holz-Zentralheizungen sieht auch der BDH eine Zunahme. Wachsende Relevanz konstatiert auch der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband DEPV bei Pellet-Heizungen. Der bundesweite Anteil Baden-Württembergs am Markt für Pelletheizungen sei seit Wirken des EWärmeG - gegenüber den fünf Jahren vor Inkrafttreten - um über 4 Prozentpunkte angestiegen, bei Hackschnitzelheizungen um mehr als 4,5 Prozentpunkte.

Bei Wärmepumpen arbeitet der BDH mit einem Modernisierungsindex. Dabei lässt sich aus dem bisher vorgelegten Zahlen nicht erkennen, ob es bei den Zahlen des BDH um installierte oder um geförderte Anlagen geht. Der Bundesverband Wärmepumpe hat zum EWärmeG keine Position formuliert. Über die Bafa-Förderung ein Bild vom Zustand vor Inkrafttreten des Gesetzes zu bekommen ist nicht möglich, da es erst ab 2008 eine Förderung gibt. Der Anteil Baden-Württembergs an den Förderanträgen ist aber ebenfalls gestiegen, allerdings fließen hier Neubau und Sanierung zusammen, und im Neubau spielen Wärmepumpen eine viel größere Rolle als in der Sanierung. Außerdem hat sich der Anteil der Wärmepumpen an den Bafa-Anträgen bundesweit deutlich erhöht, das macht eine Bewertung der Frage, ob das EWärmeG eine Rolle spielt deutlich schwerer. Das es in dem Gesetz zudem um Energieeinsparung und nicht allein um Heizungstausch geht ist eine Bewertung derzeit noch schwerer. Von Pia Grund-Ludwig

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