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Energetisch Bauen und Sanieren

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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 17 Minuten 44 Sekunden

Klett-Dämmung

19. Januar 2017 - 9:27
Einen Anerkennungspreis erhielt eine Gemeinschaftsentwicklung der TU Graz mit Sto, die die sortenreine Anbringung und vor allem Entfernung von WDVS erleichtert.
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"Garantie für Jahresarbeitszahl kann es nicht geben"

19. Januar 2017 - 8:42

Herr Sabel, wo sehen Sie noch technologisches Potential zur Optimierung von Wärmepumpen? Ein Thema sind modulierende Wärmepumpen, ihr Marktanteil wird wachsen. Das gilt nicht nur für Luftwärmepumpen, sondern auch bei erdgekoppelten Systemen. Modulierende Wärmepumpen überzeugen mit einer besseren Effizienz und höheren Lebensdauer. Weitere wichtige Themen sind die Schaffung einheitlicher Standards, weg von der Einzellösung hin zu Baukastensystemen, Einbindung ins Smart Grid, Vernetzung und Kommunikation der Geräte untereinander. Es geht dabei nicht nur um die Rückkoppelung mit dem Stromnetz, sondern zunehmend auch um die optimale Nutzung von PV-Erträgen vom Dach. Auch die EU gibt der Branche ja Hausaufgaben mit... Ein Thema, das im Moment auf der Agenda der Hersteller steht, sind Kältemittel. Es gibt Bestrebungen, aus den bislang verwendeten Produkten auszusteigen, hin zu natürlichen Kältemitteln. Langfristig schreibt die EU vor, die derzeit verwendeten Kältemittel zu ersetzen. Die Ersatzprodukte müssen aber die gleiche Leistungsfähigkeit bei verbesserten Klimakennwerten haben. Das ist nicht trivial. , Welche Ansatzpunkte gibt es, bei Installation und Auslegung die avisierten Jahreszahlen auch wirklich zu erreichen? Grundsätzlich muss man verstehen, dass sich berechnete und gemessene Jahreszahlen unterscheiden können. Die persönliche Wohlfühltemperatur, der Anteil Warmwasser und das Lüftungsverhalten beeinflussen die Jahresarbeitszahl. Zudem kann sie auf unterschiedliche Art und Weise berechnet werden, zum Beispiel mit unterschiedlichen Bilanzgrenzen. Auch kommt es immer noch zu Verwechslungen mit dem COP-Wert. Der Fachhandwerker hat keinen Einfluss auf das Nutzerverhalten, deswegen kann er auch keine Garantie auf die JAZ geben. Nichtsdestotrotz muss die berechnete JAZ dem Verbraucher einen Anhaltspunkt liefern über seine zu erwartenden Verbräuche: Wir haben dazu als Richtlinie die VDI 4645 zur Planung und Dimensionierung Diese Norm kann für mehr Qualität bei der Installation und Auslegung sorgen. Dazu gehört aber auch eine entsprechende Schulung des Handwerks, damit die Installation entsprechend dem Stand der Technik erfolgt. Der Bundesverband Wärmepumpe erarbeitet dazu zusammen mit der Industrie ein entsprechendes Schulungskonzept. Auf dem Wärmepumpenforum in Berlin war die bessere Anpassung Wärmepumpe an solare Erträge ein spannendes Thema, wo sehen Sie Herausforderungen und Lösungen? Bei der besseren Abstimmung auf PV-Erträge geht es um Eigenverbrauchsoptimierung, dazu gibt es auch eine Reihe von Forschungsprojekten, die untersuchen, wie man Solarthermie, PV und Wärmepumpen noch optimaler kombinieren kann. Viele Hersteller haben das bereits im Angebot. Ich gehe auch davon aus, dass das Auslaufen der Einspeisevergütung bei dem einen oder anderen Hausbesitzer dazu führt, dass er andere Verwendungsmöglichkeiten für Solarstrom sucht. Die Verbräuche von Haushaltsgeräten und Beleuchtung sind gering, die Wärmepumpe hingegen schafft einen hohen Anteil. Auch die Entwicklung des Markts für Stromspeicher wird hier eine Rolle spielen. Wo sind bei der Koppelung von Wärmepumpen und anderen Erneuerbaren noch Potentiale, die kostengünstig zu heben sind? Die Wirtschaftlichkeit ist ein Fragezeichen bei der Koppelung unterschiedlicher Systeme, vor allem bei den Investitionskosten. Aus meiner Sicht bietet das Konzept der „kalten Nahwärme“ interessante Möglichkeiten , um erneuerbare Wärme zentral, z.B. über ein Erdsondenfeld für mehrere Haushalte, zu erschließen In dieses Wärmenetz lassen sich weitere Erneuerbare Anlagen, aber auch Abwärme aus industriellen Prozessen oder aus dem Gewerbe einbinden. Wie hoch schätzen Sie die Marktpotentiale bei der Nutzung von Wärmepumpen zur reinen Brauchwassererwärmung? Wir sehen ein großes Potential für Brauchwasserwärmepumpen, sie lassen sich mit vielen Systemen kombinieren z.B: mit einer Gasheizung oder anderen Bestandsheizungen. Das ist als Einstiegslösung neben einem bestehenden System attraktiv. Im Sommer kann man in Kombination mit einer Photovoltaikanlage so komplett auf fossile Energie verzichten. Ein Hindernis für Wärmepumpen sind die hohen Strompreise und die Abgabenbelastung auf Strom. Wie schätzen Sie die Chancen ein, noch vor der Bundeswahl etwas in Bewegung zu bringen? Die Signale sind positiv, die Politik hat erkannt, dass die hohen Abgaben auf Strom ein Hindernis sind. Wir brauchen aber den Strom aus Erneuerbaren im Wärmemarkt, um fossile Heizungen zu ersetzen. Es liegen diverse Lösungsvorschläge zur Bepreisung von CO2 auf dem Tisch. Denn letztendlich geht es bei der Klimadebatte um das Thema CO2, das ist ein Schadstoff, dessen schädigende Wirkung nicht eingepreist wird. Es wäre auch eine Möglichkeit, Förderprogramme zu vereinfachen, wenn man sich an der Leitgröße CO2-Reduktion orientiert. Es ist also bereits Bewegung in dem Thema, aber zu einer Lösung wird es vor der Wahl wohl nicht mehr kommen. In der Sanierung finden Wärmepumpen bislang kaum Akzeptanz. Wie kann sich das ändern? Es spielen zwei Dinge eine Rolle: der Strompreis, der eine große Barriere ist, aber auch Aufklärung zu den Einsatzfeldern. Zum Beispiel hält sich der Irrglaube, dass Wärmepumpen nur in Kombination mit einer Fußbodenheizung effizient arbeiten. Diese Aufklärung muss gegenüber Handwerkern, aber auch gegenüber Bauherren erfolgen. 

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schlamm

19. Januar 2017 - 8:36
Flexibel installierbar: Neuer, besonders kompakter Schlammabscheider für enge Montagesituationen geeignet Doppeltes Reinigungsverfahren sorgt für effizientes Abfiltern von Magnetit Partikelabscheider sind in allen Heizungssystemen mit Heizkörpern oder Metallrohren sinnvoll, da dort Magnetit vorhanden ist, das beispielsweise bei hocheffizienten Heizungsumwälzpumpen zu einem Leistungsabfall sowie langfristig zum Ausfall des Aggregats führen kann. Wegen ihrer Größe lassen sich die bisherigen Abscheider jedoch nur schwer unter Wandgeräten installieren. Die Giacomini GmbH hat daher speziell für diese Anwendung ein besonders kompaktes, flexibel anschließbares Modell entwickelt, das selbst beim Gerätetausch in vorhandenen Installationen ohne Probleme eingesetzt werden kann. Der R146C, der auf der ISH 2017 erstmals präsentiert wird, arbeitet dank eines doppelten Reinigungsverfahrens besonders effizient: Er kombiniert einen Inox-Filter mit einer Zyklonkammer und einem Hochleistungsmagnet. Dieser ist mittels Tauchhülse direkt im Kernstrom fixiert und fängt so besonders viele magnetische Partikel ab. Magnetische Fremdpartikel können beispielsweise Schäden an Ventilen oder Radiatoren, insbesondere aber an modernen Hocheffizienzpumpen verursachen, da deren Rotoren permanentmagnetisch sind und sich so besonders viele Schmutzteilchen anlagern. „Fängt die Pumpe an zu arbeiten, schleifen sich diese Eisenpartikel ins Pumpengehäuse ein und können es dabei mit der Zeit regelrecht durchscheuern“, so Rainer Mann, technisch-kaufmännischer Berater im Außendienst bei der Giacomini GmbH. „Im Gegensatz zu den alten Pumpen, bei denen dieser Effekt vielleicht nach zwanzig Jahren eingetreten ist, kann das bei der neuen Generation schon nach wenigen Jahren passieren – wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden und das Magnetit nicht aus dem Heizungswasser gefiltert wird.“ Flexible Anschlussmöglichkeit Zu diesem Zweck eignen sich besonders Partikelabscheider, bei denen sich ein Magnet direkt im Kernstrom des Heizungswassers befindet und von diesem vollständig umspült wird, da Eisenpartikel auf diese Weise am effizientesten abgesammelt werden. Bisherige Magnet-Schlammabscheider waren wegen ihrer Abmessungen allerdings nur bedingt für die Montage unter einem Gas-Wandgerät geeignet. „Handwerker haben oft Probleme, die herkömmlichen Modelle unterzubringen – gerade beim Gerätetausch, wenn vorhandene Installationen eingebunden werden müssen und der Spielraum beim Einbau besonders klein ist“, erklärt Mann. Der Schlammabscheider von Giacomini wurde daher völlig neu konstruiert: Er ist lediglich faustgroß, zeichnet sich also durch eine besonders kompakte Bauweise aus und lässt sich zudem mit Hilfe eines orientierbaren T-Stücks flexibel installieren – beispielsweise horizontal, vertikal oder rechtwinklig. Dank der Übereck-Anschlussmöglichkeit kann der Abscheider sogar direkt unter das Wandgerät gebaut werden, so dass er sich selbst für besonders enge Montagesituationen eignet. Als Anschluss verfügt der R146C über ein ISO 228-Außengewinde mit ¾̎. Doppeltes Reinigungsverfahren Der Partikelabscheider von Giacomini filtert Magnetit mittels eines speziellen, doppelten Verfahrens ab: Der R146C besteht aus einem besonders körperfesten Messinggehäuse mit einem Edelstahlfiltergewebe, das die normalen Verunreinigungen und Schmutzpartikel abfängt, und einer Zyklonkammer aus PA66-GF30. In diesem Einsatz befindet sich eine Messingtauchhülse, die direkt in den Kernstrom ragt und einen Magneten beinhaltet, der Eisenpartikel wie Rost und Schweißrückstände herausfiltert. Diese haften außen an der Hülle der Tauchhülse. „Beim eingesetzten Magneten handelt es sich um einen Hochleistungsmagneten aus dem Neodymwerkstoff N35H“, so Mann. „Seine maximale Arbeitstemperatur ist 120 °C, die Curie-Temperatur liegt bei 310 °C.“ Der Schlammabscheider von Giacomini eignet sich daher für Temperaturen von 5 bis 90 °C sowie für einen Betriebsdruck von 16 bar. Soll der Magnetfilter gesäubert werden, kann der Magnet über das vorhandene Linksgewinde aus der Hülse gezogen werden. „Durch das Wegnehmen des magnetischen Feldes fallen die angesammelten Eisenpartikel dann von der Hülse ab und sinken hinunter zum Auslassventil. Wenn man dieses aufmacht, wird der Schmutz aus dem Partikelabscheider abgeleitet“, erklärt Mann. Der patentierte, allseitig drehbare Entleerungshahn garantiert dabei eine universelle Entleerbarkeit selbst bei besonders widrigen Einbaupositionen. Um die Reinigung weiter zu vereinfachen, kann zusätzlich am T-Stück anstelle der Kappe ein Kugelhahn montiert werden. Senkung des Energieverbrauchs Der R146C, der sich neben Wasser auch für glykolbasierte Lösungen (mit maximal 50 Prozent Glykolanteil) eignet, scheidet Schmutzteilchen bis zu 300 µm ab. Er reduziert die Partikelzahl im Heizkreislauf deutlich, wodurch wesentlich weniger Energie erforderlich ist, um das Wasser im System umzuwälzen. Auch die Wärmeerzeuger sowie die ganze Anlage arbeiten effizienter. Insgesamt steigt die Lebenserwartung für alle Anlagenkomponenten und der Energieverbrauch sinkt, was zu einer merklichen Kosteneinsparung führt. Auf der ISH 2017 in Frankfurt am Main wird der neue Abscheider in Halle 10.1, Stand C06 interessierten Besuchern präsentiert. Für erste Gespräche und konkrete Anfragen zum R146C und anderen Produkten von Giacomini steht Vertriebsleiter Norbert Gauland zur Verfügung.
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Poroton-Ziegel erhält Natureplus-Zertifikat

18. Januar 2017 - 8:30

Aus der Hand von Natureplus-Geschäftsführer Thomas Schmitz bekam Johannes Edmüller, geschäftsführender Gesellschafter Schlagmann Poroton, das Zertifikat des europaweit anerkannten Natureplus-Qualitätszeichen für die perlitgefüllten Ziegel seines Unternehmens ausgehändigt.

Dem nachhaltigen Baustoff wurde das Qualitätszeichen nach erfolgreich absolvierten Tests unabhängiger Prüfstellen verliehen. Das europäische Umweltzeichen steht für Qualität und gesundheitliche Unbedenklichkeit der ausgezeichneten Produkte. Neben der nachhaltigen Verfügbarkeit der Rohstoffe wird auf eine energieeffiziente und klimaschonende Produktion geachtet.

Studien des Umweltbundesamtes zeigen, dass Innenraumluft heutzutage oft stärker belastet ist als die Luft im Freien. Energieeffizientes Bauen führt zu dichteren Gebäudehüllen und vermindert damit unter Umständen einen erforderlichen Luftaustausch. Perlitgefüllte Ziegel von Schlagmann Poroton sind nahezu frei von Formaldehyd und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC). Sie verfügen neben dem Natureplus-Siegel auch über das Label des Kölner Eco-Instituts. Zudem wurde der Poroton-Perlit-Dämmstoff mit dem Blauen Engel ausgezeichnet.

Natureplus zertifiziert nachhaltige Bauprodukte

Das natureplus-Qualitätszeichen wird auf der Grundlage unabhängig erstellter Vergaberichtlinien von akkreditierten Prüfinstituten in einer Vielzahl von Kategorien geprüft. Diese schließen eine umweltfreundliche Herstellung aus nachwachsenden oder mineralischen Rohstoffen, korrekte Arbeitsbedingungen und eine schadstoffarme Anwendung und Nutzung ebenso ein, wie eine unproblematische Entsorgung oder die Rückführung in Verwertungskreisläufe. Quelle: Schlagmann Poroton / bba

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AGC Interpane bringt schnell schaltbares Fenster

17. Januar 2017 - 9:50

Als Zeit für den Umschaltprozess einer Scheibe von 66 Prozent Lichtdurchlass auf komplett Dunkel gibt das Unternehmen die Zeitspanne von unter fünf Minuten an. Umgeschaltet wird per Schalter, App oder automatisiert.

Sageglass und EControl bekommen damit verstärkte Konkurrenz bei schaltbarem Glas. Man könne gegenüber der Konkurrenz vor allem mit der deutlich höheren Geschwindigkeit und der angenehmeren Farbigkeit punkten betonte Benoît Domercq, zuständig für New Business Development im Unternehmen, bei der Vorstellung des Produkts auf der Bau. Es ist sowohl zur Verschattung nach außen als auch zur Schaffung privater Bereiche in glasbetonten Innenräumen gedacht.

Das Produkt wurde in Kooperation mit Kinestral Technology entwickelt. AGC hat sich an dem Unternehmen beteiligt. Die Produktion im industriellen Maßstab soll noch 2017 starten und Halio dann Anfang 2018 kommerziel verfügbar sein. Beim Preis orientiere man sich an dem für Verschattung, so Domercq. Die werde durch das schaltbare Glas ersetzt. pgl

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Mauerwerk contra Holzbau

17. Januar 2017 - 9:20

Eine Ehrenrettung des Mauerwerksbaus unter nachhaltigen Gesichtspunkten versucht eine Studie, die die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) gestern bei der Bau in München vorstellte. Sie beruht zum größten Teil auf zwei älteren Untersuchungen des Instituts für Massivbau an der Universität Darmstadt und ist über weite Strecken fast wortgleich.

Die neue Studie aber setzt einen anderen Fokus: Wie schneidet Mauerwerk in puncto Nachhaltigkeit im Vergleich mit der Holzständerbauweise ab? Dies hatte die Life Cycle Engineering Experts GmbH (LCEE), ein Spin-Off der TU Darmstadt, im Auftrag des Mauerwerksverbandes betrachtet. Gegenstand waren Mehrfamilienhäuser aus Mauerwerk, Stahlbeton und in Holzständerbauweise.

Das Fazit: Zieht man eine Ökobilanz über den ganzen Lebenszyklus eines Gebäudes von 50 bis 80 Jahren, bestehen zwischen einem Mehrfamilienhaus aus Mauerwerk und einem in Holzbauweise faktisch keine Unterschiede. Das gilt sogar, wenn man die gute Treibhausgasbilanz von Holz mit einberechnet.

Um zu diesem Ergebnis zu kommen, hatte Sebastian Pohl vom LCEE eine Ökobilanz nach dem System Nachhaltigkeit im Wohnungsbau (NaWoh) aufgestellt. Das Qualitätssiegel des Vereins ist seit 2016 vom Bundesbauministerium anerkannt. Seit 2012 werden damit Neubauten von Mehrfamilienhäusern unter Nachhaltigkeitsaspekten ausgezeichnet.

Pohl bilanzierte die Mauerwerksarten Ziegel, Kalksandstein, Poren- und Leichtbeton und bildete daraus einen Mittelwert. Mit dieser ersten Gruppe von Mauerwerksgebäuden wurden ein Modellgebäude aus Stahlbeton und eines in Holzständerbauweise verglichen.

Für die Holzständerbauweise unterschied Sebastian Pohl noch einmal zwischen einem Modellgebäude aus einheimischem und einem aus importierten Holz. Dabei setzte er einen Mix von Holz und Holzwerkstoffen aus den vier größten Bezugsländern Frankreich, Estland, Polen und Tschechien an. Danach legte er eine nach dem Importvolumen gewichtete Transportentfernung zugrunde. Dies ergab einen 5,4-fach höheren Treibhausgasfaktor für die importierten Hölzer.

Folgende Parameter gingen in die Gesamtwertung ein: Der Primärenergiebedarf über die gesamte Lebensdauer, das Versauerungspotential durch Emissionen wie Schwefeldioxid, das Potential, die Ozonschicht abzubauen und zur Ozonbildung beizutragen, der Beitrag zur Überdüngung und das Treibhausgaspotenzial. Die Gesamtökobilanz zeigt laut LCEE, dass eine Außenwand in Holzständerbauweise in fast allen Kategorien „mit Abstand die höchsten Umweltwirkungen aufwies“.

Nur was das Treibhauspotential angeht, schneidet Holz am besten ab: Es bindet etwas doppelt so wie Kohlendioxidäquivalente, wie Mauerwerk und Stahlbeton bei der Produktion verursachen.

Wie er zu seinen Ergebnissen kommt und was etwa die Holznutzung überhaupt mit dem Abbau der Ozonschicht zu tun hat, macht Sebastian Pohl nicht transparent. Er nennt lediglich die NaWoh-System als Bezugspunkt. Explizit vermerkt die Studie jedoch, dass die Nutzungsdauer von Konstruktionsbauteilen aus Holz kürzer sei als der Betrachtungszeitraum der Studie von 80 Jahren und die Bauteile im Verlauf dieser Zeit einmal ersetzt werden müssen – mit entsprechenden Auswirkungen auf das ökobilanzielle Gesamtergebnis. Setzt man voraus, dass Bauteile aus Holz öfter ersetzt werden müssen, nähern sich die Ergebnisse bezüglich des Treibhauspotentials zwischen den Mauerwerks- und den Holzvarianten faktisch gänzlich an, schreibt Pohl. Der Vorteil des Holzbaus schmilzt auf einen kaum merkbaren Vorsprung ab.

Diese Stoßrichtung gegen den Holzbau hatte der Mauerwerksverband im Vorfeld der Bau in einer Mitteilung zugespitzt. Demnach sieht Pohl beim aktuellen Verbrauchsniveau von Holz in der Energie-, Möbel-, Papier- und Bauindustrie eine „ökologische Gefahr“. Der Wissenschaftler warnt vor einem „Raubbau am Forst“: „Die Situation bei den für Baukonstruktionen entscheidenden Nadelhölzern – insbesondere bei der Fichte – ist problematisch. Die Bundeswaldinventur hat ergeben, dass der Verbrauch hier um 15 Prozent über der natürlichen Nachwachsrate liegt.“

In der Holzbaubranche stoßen diese Zahlen auf Unverständnis. „Der Bundesverband Deutscher Fertigbau hat die für den Bau eines Holzfertighauses benötigte Holzmenge ausgerechnet, sie wächst in deutschen Wäldern innerhalb von 23 Sekunden nach“, teilt Sprecher Christoph Windscheif mit. „Hinzu kommt, dass der Marktanteil des Holzfertigbaus in Deutschland regional sehr unterschiedlich ist. Besonders viele Holzhäuser werden genau dort gebaut, wo viel Wald wächst – kein Zufall.“

Windscheif verweist als Beleg für den guten Zustand des Waldes auf die Waldinventur des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) von 2014. Demnach steht in deutschen Wäldern so viel Holz wie seit Jahrhunderten nicht mehr – und das bei einer hohen Nutzung. „Der Holzvorrat im deutschen Wald ist in den vergangenen zehn Jahren um sieben Prozent gestiegen“, teilt das BMEL mit. Deutschland verfüge aktuell über einen Holzvorrat von 3,7 Milliarden Kubikmetern. Damit stehe die Bundesrepublik an der Spitze der europäischen Länder, sogar vor den klassischen Waldländern Skandinaviens.

Rückgängig sind allerdings die Bestände von Fichten und Kiefern – das klassische Nadelholz für den Hausbau. Das ergibt eine Auswertung der Waldinventur durch die Plattform Forst und Holz. Dieser Rückgang hat aber vor allem mit dem Waldumbau zu tun, durch den viele Waldbesitzer reine Nadelbaumbestände vorsorglich in artenreiche und stabilere Mischwälder verwandeln.

Verwundert über die Präsentation der Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau zeigte sich auch der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR). Die besonderen Leistungen von Holz bezüglich Klimafreundlichkeit und Vorfertigung seien unbestritten, schreibt die Sprecherin des Rates, Melanie Wollenweber.

Diese Leistungen in Frage zu stellen, sei weder zeitgemäß noch zukunftsträchtig. „Dass Holz nicht dogmatisch als alleiniger Baustoff genutzt werden muss, versteht sich von selbst“, sagt Wollenweber. Große Erfolge könnten beispielsweise mit einer Hybridbauweise erreicht werden, bei der die Baustoffe nach ihrer jeweiligen Eignung ausgewählt werden. Aus Sicht des DHWR sei es unerlässlich, dass die Branche den Herausforderungen der Zukunft gemeinsam begegne. von Susanne Ehlerding

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Velux zeigt neues Flachdachfenster

17. Januar 2017 - 8:40

Velux hat auf der Bau ein Flachdachfenster mit Dreischeibenverglasung vorgestellt, das sich optisch deutlich von marktgängigen Lösungen unterscheidet. Die äußere Scheibe des Fensters namens Konvex-Glas ist leicht gewölbt und nach außen randlos eingebaut, so dass Regenwasser vollständig ablaufen kann. Das Fenster ist ab April in acht verschiedenen Größen als festverglaste und elektrisch zu öffnende Ausführung erhältlich und kann in Dächer mit einer Neigung von 0 bis 15 Grad eingebaut werden.

Velux feiert das neue Flachdachfenster als außergewöhnliche Verbindung von Design und Funktion. Tatsächlich macht es optisch einiges mehr her als etwa die neuen Dachfenster-Pakete für geneigte Dächer wie die gaubenähnliche Lösung „Panorama“. Aber auch hier arbeite man an ansprechenderen Designs, hieß es in München.

Das Design des Flachdachfensters wurde jedoch nicht nur im Hinblick auf eine ansprechende Optik, sondern auch gezielt für den Einsatz von Velux Sonnenschutzprodukten optimiert. So kann Konvex-Glas sowohl innen mit einem Wabenplissee zur Abdunkelung oder einem Plissee zur Tageslichtregulierung kombiniert, als auch von außen mit der Solar-Hitzeschutz-Markise ausgerüstet werden. Diese wird zwischen innerer und äußerer Scheibe installiert.

Die Kombination aus zweifach-verglaster Isolierglasscheibe im Aufsetzkranz und äußerer, bis zu sechs Millimeter starker Scheibe aus gehärtetem Glas sorgt mit einem U-Wert von 1,2 zudem für gute Wärmedämmeigenschaften und reduziert darüber hinaus sowohl Regen- und Hagelgeräusche als auch Verkehrslärm deutlich.

Das neue Flachdach-Fenster Konvex-Glas ist ab April als festverglaste und elektrisch zu öffnende Ausführung in acht verschiedenen Größen – von 60 x 60 cm bis 100 x 150 cm – erhältlich und kann auf Dächern mit einer Neigung von 0 bis 15 Grad eingebaut werden. Dank der gewölbten Außenscheibe ist dabei kein zusätzlicher Aufkeilrahmen zur Gewährleistung einer Mindestneigung erforderlich.

Im Zuge seiner Kampagne für mehr Tageslicht im Gebäude hat Velux außerdem eine Reihe neuer großer Lichtlösungen vorgestellt. So zum Beispiel die neue gaubenähnliche Lichtlösung Panorama für Dachneigungen von 35 bis 55 Grad. Diese ist ab März 2017 als 4er- oder 6er-Kombination im Komplett-Paket mit Schwingfenstern im oberen und Klapp-Schwing-Fenstern im unteren Bereich sowie mit allen benötigten Bauteilen für eine leichte Montage und optimale Anschlusssicherheit erhältlich.­­ Regulär kostet die 4er-Lösung mit Kunststoffrahmen rund 4.800 Euro und ist damit laut Velux deutlich billiger als eine Gaube. Gleichzeitig kommt mehr Tageslicht ins Dach. sth

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Heizungslabel nutzt Verbrauchern nichts

17. Januar 2017 - 8:30

Die Ende 2015 eingeführten Energielabel für neue Heizungen und Warmwasserbereiter sind wenig hilfreich. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher verstehen sie entweder überhaupt nicht oder missverstehen sie.

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bei mehr als 1000 Hausbesitzern. Fast die Hälfte der Befragten lehnt auch die neuen Effizienzlabel für ältere Heizungen ab. Schornsteinfeger müssen diese ab Januar 2017 auf mehr als 15 Jahre alte Heizkessel kleben. Das Label soll Hausbesitzer zum Austausch alter Öl- und Gasheizungen motivieren.

„Die Rückmeldungen der befragten Hausbesitzer zeigen deutlich, dass das komplexe Thema Heizung nicht über ein Energielabel dargestellt werden kann“, bilanziert Elke Dünnhoff, Leiterin des Projekts Energiekennzeichnung bei der Verbraucherzentrale. „Die Heizungslabel mit ihren Piktogrammen sind selbst erklärungsbedürftig. Sie berücksichtigen weder den tatsächlichen Energiebedarf des Hauses noch die unterschiedlichen Preise für Öl, Gas, Holz oder Strom.“

Viele Verbraucher reagierten mit Ablehnung und Unverständnis, nachdem ihnen die tatsächliche Aussagekraft der Heizungslabel erläutert wurde. Nur 22 Prozent der Befragten wussten, dass sich mit dem Label nicht verschiedene Heizungsmodelle miteinander vergleichen lassen, sondern lediglich unterschiedliche Heizungssysteme wie Brennwertkessel oder Wärmepumpen. Ein Großteil der befragten Hausbesitzer wünschte sich Nachbesserungen beim Heizungslabel, mehr Informationsmaterial und eine neutrale Beratung zum Heizungskauf.

Das Energielabel für alte Öl- und Gasheizkessel lehnen 44 Prozent der befragten Verbraucher ab. Nach ihrer Auffassung ist eine Heizungsmodernisierung eher von der finanziellen Situation und einem Heizungsdefekt abhängig als von einem Label. Die Befragten monierten zudem, dass der Zustand der Heizung bei der Effizienzbewertung auf dem Label nicht berücksichtigt wird. Der tatsächliche Energieverbrauch, eine angepasste Regelung und eine gute Isolierung der Heizungsrohre bleiben unberücksichtigt. „Dies sehen viele Verbraucher kritisch“, stellt Dünnhoff fest.

14 Prozent der Hausbesitzer mit älteren Heizungen planen ohnehin, diese in den nächsten beiden Jahren auszutauschen. Ein darüber hinausgehender Effekt durch das Altanlagenlabel konnte in der Untersuchung nicht nachgewiesen werden. Hans Weinreuter, Energiereferent der Verbraucherzentrale, fordert deshalb eine zeitnahe Evaluation des Heizungslabels und eine bessere Bewerbung vorhandener Beratungsangebote. Quelle: Verbraucherzentrale / pgl

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Membran bekämpft Feuchtigkeit

17. Januar 2017 - 8:20

Der Hersteller von Schutzverpackungsmaterialien Walki hat eine Membran entwickelt, die das Eindringen von Feuchtigkeit in die Gebäudestrukturen verhindern soll. Eingeschlossene Feuchtigkeit, ob durch Eindringen von außen oder Kondensation von innen, verursacht Feuchtigkeitsschäden an den Gebäudestrukturen und kann zu Schimmelbildung führen.

Walki Active ist eine dampfvariable Membran mit Zweifachfunktion, die aus PP-Vlies und einer funktionalen Folienschicht besteht. Durch seine variablen Barriere-Eigenschaften gegenüber Wasserdampf ist Walki Active dem Hersteller zufolge für den Einsatz bei großen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen geeignet. "Bei niedriger Luftfeuchtigkeit ist die Barriere-Funktion unseres Laminats hoch, bei hoher Luftfeuchtigkeit ist die Barriere dagegen niedrig", erläutert Juho Hyytiäinen, Technical Service & Development Manager, Construction, bei Walki.

Im Winter, wenn es drinnen wärmer ist als draußen, läuft der Dampfstrom tendenziell von innen nach außen. Die funktionale Folienschicht fungiert als Dampfsperre, die verhindert, dass der Dampf bei kalter Witterung in die Gebäudekonstruktion gelangt. Im Sommer öffnet sich die Polyethylencopolymer-Folie, damit Wasserdampf von außen nach innen strömen kann. Dank der Membran kann die Feuchtigkeit in den Isolationsschichten im Gebäudeinneren nicht kondensieren. Quelle: Walki Group / bba

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Streifenkollektor und Jalousie sammeln Sonne

16. Januar 2017 - 17:20

Mit Anwendungen von so genannten Heatpipes, dünnen Vakuumröhren, in einem Streifenkollektor und in Jalousien wollen Forscherteams des Fraunhofer Instituts für Soarenergie die Nutzung solarer Wärme an Fassaden architektonisch attraktiver machen.

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Smart Meter identifiziert einzelne Verbraucher

16. Januar 2017 - 17:16

Den Fußabdruck, den ein Gerät im Netz hinterliässt macht sich eine Smart-Meter-Lösung zu nutze, die im Projekt Non Intrusive Load Monitoring entwickeltt wird. Der Vorteil: Sie erkennt, welche Verbraucher noch an sind und welche Last sie verursachen.

 

 

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Im deutschen Photovoltaik-Markt geht es aufwärts

16. Januar 2017 - 8:35

Erstmals seit 2013 wird wieder ein Anstieg der Neuinstallationen im deutschen Photovoltaik-Markt für 2017 erwartet. Sowohl die Rahmenbedingungen am Weltmarkt mit sinkenden Modulpreisen als auch inländische Entwicklungen, wie steigende Strompreise, zeigen einen positiven Effekt in der Prognose der PV-Neuinstallationen in Deutschland.

Nach einem erneuten Rückgang der Zubauzahlen im deutschen Photovoltaik-Markt im Jahr 2016 auf 1,1 GW prognostiziert das Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmen EuPD Research für 2017 einen Anstieg der Installationszahlen auf 1,4 GW. Die Analyse des Marktumfeldes für das aktuelle Jahr 2017 zeigt positive Einflüsse, die ein Wachstum der PV-Installationen begünstigen. Im Segment der kleinen privaten Aufdachanlagen wirken sich unter anderem steigende Strompreise für private Haushalte positiv auf den Zubau aus.

Als größter Markttreiber sind jedoch die deutlich gesunkenen Modulpreise und damit einhergehend die Systempreise zu sehen. "Der Einfluss sinkender Systempreise wirkt sich am stärksten im Bereich der preissensitiven Freiflächenanlagen aus", fasst Dr. Martin Ammon, Leiter Energiewirtschaft bei EuPD Research, die aktuelle Situation im deutschen PV-Markt zusammen. Entsprechend zeigt die Prognose von EuPD Research mit 44 Prozent den größten Anteil der Neuinstallationen für 2017 im PV-Anlagensegment über 1 MWp.

Während für PV-Neuinstallationen in der Größenklasse der kommerziellen Aufdachanlagen wieder geringe Wachstumsraten antizipiert werden, zeichnet sich auch für das Segment der privaten Aufdachanlagen ein Wachstum ab. Für die privaten Aufdachanlagen unter 10 kWp werden insgesamt Neuinstallationen in Höhe von knapp 300 MWp erwartet, was in 2017 einem Marktanteil von gut einem Fünftel entsprechen sollte. Quelle: EuPD Research / bba

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Lüftungs-Steuerung schützt vor Feuchtigkeit

16. Januar 2017 - 8:30

Lunos Lüftungstechnik bringt die Steuerung 5/SC-FT auf den Markt. Ausgestattet ist sie mit einem Feuchte- und Frostschutz, um witterungsbedingten Beeinträchtigungen entgegen zu wirken. Modi wie Nachtabsenkung, Sommer- oder Intensivlüftung sind möglich. Anschließen lassen sich bis zu 20 e2-, zehn ego- oder drei RA 15-60-Geräte, sodass auch Anlagen in großen Wohnungen oder Mehrfamilienhäusern mit nur einer Steuerung bedient werden können und durch integrierte Feuchte- und Temperatursensoren eine nutzerunabhängige Lüftung sichergestellt ist. Die Bedienungseinheit wird auf der ISH 2017 in Frankfurt am Main vorgestellt.

Lunos bietet bereits die Bedieneinheit 5/UNI-FT mit bis zu vier Lüftungsstufen und die Touch Air Comfort-Steuerung TAC für alle Lüftungsgeräte des Unternehmens an, die über ein Touch-Display gesteuert wird. Die neue Bedieneinheit ist speziell für die Anlagen der 160er-Serie – dazu zählen Lüfter mit Wärmerückgewinnung wie der e2 und der ego sowie das Abluftgerät RA 15-60 – konzipiert.

Nutzerunabhängige Lüftung nach DIN 1946-6

Um den Lüftungsaufwand für Nutzer möglichst gering zu halten und Schäden durch Feuchte und Schimmel zu vermeiden, wurde ein Luftfeuchtigkeits- und Temperatursensor integriert. Neben einem manuellen Betrieb mit vier Lüftungsstufen ist es so möglich, einen feuchtegeführten Automatikbetrieb zu aktivieren, der acht Stufen umfasst. Damit soll die nutzerunabhängige Lüftung in Anlehnung an der DIN 1946-6 sichergestellt werden.

Die Automatik hat einen Frostschutz, um witterungsbedingten Beeinträchtigungen entgegen zu wirken. Die Lüfter schalten sich automatisch ab, sobald die Raumtemperatur länger als eine Stunde unter 8 °C sinkt, und werden erst ab einer Temperatur von über 15 °C wieder aktiviert. Die Steuerung bietet die Möglichkeit, tages- und jahreszeitabhängige Modi wie die Nachtabsenkung, den Sommermodus oder die Intensivlüftung einzustellen.

Für den Betrieb sind das Bedienelement, die Steuereinheit sowie ein entsprechendes Netzteil notwendig. Je nach Netzteil könen entweder 18, 60 oder 100 Watt – bis zu 20 e2/e²neo, 10 ego oder drei RA 15-60 angeschlossen werden. So lassen sich auch Lüftungen großer Wohnungen oder von Ein- und Mehrfamilienhäuser mit einer Steuerung regeln. Empfohlen wird jedoch, für jede Nutzungseinheit eine eigene Steuerung einzuplanen. Der Einbau ist neben den klassischen Wohnräumen auch in Zimmern mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie etwa im Badezimmer, möglich. Quelle: Lunos Lüftungstechnik / bba

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Bauvertragsrechts-Reform sollte zum Abschluss kommen

15. Januar 2017 - 11:00

Eine zeitnahe Verabschiedung des Gesetzentwurfes zur Reform des Bauvertragsrechts könnte schnell für ein Mehr an Rechtssicherheit und Verbraucherschutz sorgen. Die im Gesetzentwurf enthaltenen verbraucherbauvertraglichen Regelungen sehen für private Bauherren unter anderem ein Widerrufsrecht für Bauverträge, eine Baubeschreibungspflicht, die Begrenzung der Absicherung des Vergütungsanspruchs des Werkunternehmers und die Verpflichtung zur Erstellung und Herausgabe von wichtigen Bauunterlagen vor.

"Erlangen die verbraucherbauvertraglichen Regelungen Gesetzeskraft, profitieren tausende von privaten Bauherren davon. Das wäre eine sehr effektive und nachhaltige Förderung zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum", erklärt Florian Becker, Geschäftsführer des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). Die wohnungspolitische Zielsetzung der Bundesregierung sieht vor, dass jährlich mindestens 300.000 neue Wohnungen entstehen sollen – rund 100.000 Wohnungen sollen dabei durch die Investitionen privater Bauherren in Eigenheime und Eigentumswohnungen realisiert werden.

Derzeit sind die Verbraucher durch zahlreiche Regelungslücken in vielen Bereichen den Bauunternehmern unterlegen. Eine aktuelle Untersuchung baurechtlicher Mandate des Instituts für Bauforschung e.V. Hannover im Auftrag des BSB belegt das große Risiko von baurechtlichen Streitigkeiten für private Bauherren. So wurde bei der Auswertung von über 1.300 baurechtlichen Mandaten mit Verbrauchern ein durchschnittlicher Streitwert von rund 26.000 Euro ermittelt. Allein die Kosten gerichtlicher Rechtsverfolgung liegen durchschnittlich bei 5.700 Euro. Hinzu kommen beispielsweise Gutachterkosten in Höhe von durchschnittlich 3.800 Euro.

"Die im Gesetzentwurf vorgesehenen verbraucherbauvertraglichen Regelungen sind bei allen Interessengruppen unumstritten", sagt Becker weiter. "Vor diesem Hintergrund sollte ein zügiger Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens für mehr Verbraucherschutz möglich sein." Der Gesetzentwurf zur Reform des Bauvertragsrechts und zur Änderung der kaufrechtlichen Mängelhaftung wurde vom Bundeskabinett im März 2016 beschlossen. Im Anschluss ist er dem Bundestag zugeführt worden und befindet sich derzeit im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz zur Beratung. Quelle: Bauherren-Schutzbund e.V. / bba

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Bauvertragsrechts-Reform sollte zum Abschluss kommen

15. Januar 2017 - 11:00
Eine zeitnahe Verabschiedung des Gesetzentwurfes zur Reform des Bauvertragsrechts könnte schnell für ein Mehr an Rechtssicherheit und Verbraucherschutz sorgen. Die im Gesetzentwurf enthaltenen verbraucherbauvertraglichen Regelungen sehen für private Bauherren unter anderem ein Widerrufsrecht für...
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Wärmepumpenmarkt in Europa legt zu

13. Januar 2017 - 8:30

Trotz des Brexits bleiben die europäischen Wärmepumpenhändler für ihre Branche optimistisch und erwarten für das nächste Jahr Anstiege sowohl im Preis (+0,7 Prozent) als auch bei der Marge (+0,5 Prozent). Grund dafür ist die steigende Nachfrage bedingt durch eine weiterhin lebhafte Bauwirtschaft, wie eine Distributionsstudie von Interconnection Consulting zeigt. Insgesamt wird in Europa ein Wachstum des Marktes von 3,7 Prozent erwartet.

Die Händler für Wärmepumpen in Italien sind dabei am optimistischsten, wenn es um die Umsatzprognose geht. Dort erwartet man diesbezüglich für 2017 einen Anstieg von 7,0 Prozent. Danach folgen Großbritannien, Frankreich und Deutschland.

Infolge des Marktwachstums in den meisten europäischen Regionen werden auch Preisanpassungen von den Händlern erwartet. Jedoch gilt den Preisen und der Marge nicht das Hauptaugenmerk. So nehmen die Nettomargen unter den Händlern bezüglich ihrer Wichtigkeit nur die vierte Position ein, noch hinter Service- und Qualitätsfaktoren. "Aufgrund der Qualitätspräferenz der Händler sind auch die etablierten Produzenten gut gegen neue und unerprobte Marken geschützt, da der Einzelhandel seinen Ruf nicht durch schlechte Qualität riskieren will", erklärt Neva Rukonic, Autorin der Studie. Außerdem liegt die Präferenz der Händler aufgrund des besseren Zugangs mehr bei einheimischen Produkten. Durch regionales Sortiment ist es den Händlern möglich die Lieferzeiten kurz zu halten, während gleichzeitig meist auch der Support sowie das Marketing der Produkte besser gewährleistet ist.

Die Wärmepumpen werden meist durch Sanitär- und Elektrogroßhändler vertrieben. Aufgrund seiner Besonderheiten ist der Markt in der Vergangenheit in zwei- und dreistufiger Distribution aufgeteilt gewesen. In den letzten Jahren haben die Produzenten begonnen ihre Dienstleistungen auszuweiten, um eine direkte Beziehung mit den Konsumenten aufzubauen. Diese Art der Distribution wird auch in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen, glaubt Rukonic. Der sanitäre Handel wird auch in Zukunft die dominante Rolle bei den Wärmepumpen einnehmen. Quelle: Interconnection Consulting / pgl

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ISH Energy Aircontec zeigt spannende Lüftungs-Konzepte

13. Januar 2017 - 8:30

Die Klima-, Kälte- und Lüftungstechnik unter dem Namen Aircontec ist ein zentraler Bestandteil der ISH Energy. Hier präsentiert die Industrie vom 14. bis 18. März 2017 Komponenten- und Systemlösungen für die Sanierung und den Neubau sowohl im Wohnhaus als auch im Nichtwohnbereich.

Komfort und Behaglichkeit in Verbindung mit effizienter Technologie stehen derzeit im Fokus der Branche. Raumlufttechnik sorgt für ein behagliches Raumklima und einen hygienischen Luftwechsel, und spart durch Wärmerückgewinnung, Bedarfsregelegung und effiziente Ventilatoren Energie. Mit der Ökodesign-Richtlinie will die Europäische Union (EU) die Verbreitung besonders energieeffizienter Geräte weiter forcieren, wie ein Blick auf die Marktsituation zeigt.

Die Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG

Mit der "Richtlinie 2009/125/EG zur Schaffung eines Rahmens für die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte", kurz Ökodesign-Richtlinie, setzt die EU Energieeffizienzanforderungen an entsprechende Produkte. Was bei weißer Ware dem Verbraucher längst geläufig ist, betrifft seit einiger Zeit auch Bereiche der Raumlufttechnik. Die jeweiligen Durchführungsverordnungen für die einzelnen Produkte greifen unmittelbar, direkt und ohne Übergangsfrist in den Mitgliedsstaaten. Erfüllen Geräte die Mindestanforderungen nicht, dürfen sie im EU-Binnenmarkt nicht mehr in Verkehr gebracht werden. In der Raumlufttechnik sind mittlerweile folgende Produkte von diesen gesetzlichen Bestimmungen betroffen: Raumklimageräte, Ventilatoren, RLT-Zentral- sowie Wohnungslüftungsgeräte.

Raumklimageräte und Ventilatoren

Raumklimageräte müssen bei einer Kühlleistung bis 12 kW seit 2013 in Energieeffizienzklassen A+++ bis D eingestuft werden, ein entsprechendes Energielabel tragen und im Kühlbetrieb mindestens die Anforderungen der Energieeffizienzklasse A erfüllen (EU 206/2012). Für Ventilatoren ab 125 Watt gelten ebenfalls seit 2013 Mindestanforderungen, die im Jahr 2015 nochmals verschärft wurden (EU 327/2011).

RLT-Zentralgeräte

Mit dem Inkrafttreten der EU-Verordnungen 1253/2014 und 1254/2014 am 1. Januar 2016 greifen erstmals auch entsprechende Ecodesign-Anforderungen an RLT-Zentral- und Wohnungslüftungsgeräte. RLT-Zentralgeräte müssen seitdem Mindestanforderungen im Hinblick auf die Ventilatorstromaufnahme und die Effizienz der Wärmerückgewinnung einhalten (EU 1253/2014). Die Grenzwerte für die Ventilator-Stromaufnahme gelten sowohl für uni-, als auch für bidirektionale RLT-Zentralgeräte. Für bidirektionale Geräte, die in zwei getrennten Luftströmen verbrauchte Luft abführen und durch frische Luft ersetzen, wird zudem eine effiziente Wärmerückgewinnung mit einem Wirkungsgrad von mindestens 67 Prozent vorgeschrieben – unabhängig von den klimatischen Bedingungen. Die technische Umsetzung führt teilweise dazu, dass die Geräte bei gleicher Luftleistung um bis zu 30 Prozent größer ausgeführt werden müssen.

Wohnungslüftungsgeräte

Wohnungslüftungsgeräte müssen seit dem  1. Januar 2016 mindestens so viel Primärenergie einsparen, wie sie verbrauchen (EU 1253/2014). Ab dem 1. Januar 2018 werden diese energetischen Mindestanforderungen dann nochmals erhöht: Der Lüftungswärmebedarf des Wohngebäudes muss dann in etwa halbiert werden. Die Kennzahlen von Wohnungslüftungsgeräten müssen europäisch einheitlich angegeben und in den nationalen energetischen Bewertungsverfahren, in Deutschland nach der Energieeinsparverordnung (EnEV), verwendet werden können. Geräte mit einem Nennluftvolumenstrom bis 1000 m³/h werden im Regelfall als Wohnungslüftungsgeräte betrachtet. Ausnahmen gibt es für kleinere Abluftgeräte unter 30W und für Geräte zwischen 250 und 1000 m³/h, sofern sie als RLT-Geräte für den Einsatz in Nichtwohngebäuden, etwa in Schulen, deklariert werden. Wohnungslüftungsgeräte müssen zur besseren Verbraucherinformation ein Energielabel nach EU 1254/2014 mit den Energieeffizienzklassen A+ bis G tragen.

EU-Energielabel für Wohnungslüftungsgeräte

Das EU-Energielabel klassifiziert die betreffenden Wohnungslüftungsgeräte mit Hilfe eines Kennwertes für den spezifischen Energieverbrauch SEV. Dieser Wert spiegelt die mögliche Primärenergieeinsparung (Stromaufwand für Ventilatoren minus Heizenergieeinsparung) dieses Lüftungsgerätes in Relation zu einer Fensterlüftung gleicher Luftqualität. Je höher dieser negative Wert ist, desto mehr Primärenergie spart das Gerät ein. Klasse G mit einem SEV von 0 bedeutet gleichwertig zur Fensterlüftung, Klasse A mit einem SEV von - 40 eine Primärenergieeinsparung von 40 kWh/(a m²). Der spezifische Energieverbrauch SEV setzt sich aus folgenden Geräteeigenschaften zusammen: Stromverbrauch und Regelung der Ventilatoren, Art und Güte der Wärmerückgewinnung, Regelung der Geräte (manuell, zeit- oder bedarfsgesteuert mittels Luftqualitätssensoren). Zusätzlich gibt das Energielabel Informationen über den Nennluftvolumenstrom und den Schallleistungspegel des Gerätes.

Neben den Produktinnovationen der Aussteller bietet die ISH ein vielfältiges Rahmenprogramm, das die Branchenentwicklungen aufgreift. Für Fachbesucher/innen aus der Klima-, Kälte- und Lüftungstechnik sind das Klima-Forum, das BTGA-Immobilienforum sowie das Forum IKK Building von besonderem Interesse. Quelle: Messe Frankfurt / bba

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ISH Energy Aircontec zeigt spannende Lüftungs-Konzepte

13. Januar 2017 - 8:30
Die Klima-, Kälte- und Lüftungstechnik unter dem Namen Aircontec ist ein zentraler Bestandteil der ISH Energy. Hier präsentiert die Industrie vom 14. bis 18. März 2017 Komponenten- und Systemlösungen für die Sanierung und den Neubau sowohl im Wohnhaus als auch im Nichtwohnbereich. Komfort und...
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Wärmepumpenmarkt in Europa legt zu

13. Januar 2017 - 8:30
Trotz des Brexits bleiben die europäischen Wärmepumpenhändler für ihre Branche optimistisch und erwarten für das nächste Jahr Anstiege sowohl im Preis (+0,7 Prozent) als auch bei der Marge (+0,5 Prozent). Grund dafür ist die steigende Nachfrage bedingt durch eine weiterhin lebhafte Bauwirtschaft,...
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Saint Gobain legt 14 neue EPDs vor

12. Januar 2017 - 8:32

Saint-Gobain Building Glass Europe gibt zur Bau 2017 in München 14 Umweltproduktdeklarationen (EPD) heraus. Diese decken mehr als 165 verschiedene Verglasungskonfigurationen und damit die gesamte Produktpalette des Unternehmens ab. Es handelt sich nach Aussage des Unternehmens um die höchste Anzahl an EPDs, die ein Unternehmen aus dem Bereich von Glasherstellung und -verarbeitung aktuell auf dem Markt bereitstellt.

Die Deklarationen enthalten eine detaillierte Beschreibung des ökologischen Fußabdrucks der Verglasungsprodukte, von der Gewinnung der Rohstoffe bis hin zum Verlassen der Produktionsstätte. Diese Informationen sind zur Bewertung der Umweltauswirkungen eines Bauprojekts wichtig, denn sie ermöglichen die bestmögliche Anpassung des Gebäudedesigns, um den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten.

EPDs liefern zentrale Informationen für Zertifizierungssysteme im Bereich des nachhaltigen Bauens wie LEED v4, BREEAM, DGNB und HQE. Sie werden durch unabhängige Dritte verifiziert, dies gewährleistet zusätzlich die Qualität und Verlässlichkeit der Daten. Quelle: Saint Gobain / pgl

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