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Solaranlagen-Portal.de
PV-Inselsystem eKiss-Box und Speicherlösung
Das bayerische Photovoltaik-Unternehmen Antaris Solar stellt auf der Intersolar Europe in München als Messeneuheit das PV-Inselsystem eKiss-Box inklusive passender Speicherlösung vor. Die Fachmesse gilt als wichtigster Branchentreff der Photovoltaikwirtschaft in Deutschland. Die eKiss-Inselanlage ein netzunabhängiges Photovoltaik-Inselsystem. Mit der neu entwickelten eKiss-Box bietet Antaris Solar eine flexibel konfigurierbare Off-Grid-Komplettanlage, die sich durch einfache Installation und Handhabung auszeichnet. “eKissW steht für energy Keep it simple & save. Die eKiss-Box ist in vier Varianten erhältlich. Sie deckt ein Leistungsspektrum von 350 bis 2.000 Watt ab. Zur Stromspeicherung arbeitet das System mit wartungsfreien AGM-Batterien. So können stromnetzunabhängig elektrische Geräte bis hin zu Kühlschränken und Waschmaschinen umweltfreundlich betrieben werden.
Antaris Solar auf der Intersolar (13.-15. Juni 2012): Messestand B5.550
Mehr Informationen: www.antaris-solar.de
Foto: Messeneuheit Antaris Solar eKiss-Box: Flexibel konfigurierbar, leicht zu installieren und einfach in der Bedienung. / Antaris Solar
Umweltministerium: Röttgen geht, Altmaier kommt
Wechsel an der Spitze des Umweltministeriums. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) geht. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihn am Mittwoch, den 16. Mai 2012 entlassen. Sie teilte das in Berlin auf einer überraschend anberaumten Pressekonferenz mit. Nach der Wahlschlappe in Nordrheinwestfalen, bei der Röttgen als Ministerpräsident kandidierte und der Ablehnung der Solarkürzungen durch den Bundesrat, war der Umweltminister nicht mehr tragbar. Jetzt soll Peter Altmaier auf Vorschlag der Bundeskanzlerin die ins Stocken geratene Energiewende vorantreiben. Altmaier arbeitet bisher als parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er gilt als enger Vertrauter Merkels.
Quelle: Bundesregierung/ Tagesschau
Mehr Informationen: www.bundesregierung.de
Foto: Peter Altmaier (CDU) soll Nachfolger des entlassenen Umweltministers Norbert Röttgen werden. /Foto: Bundesregierung
Solare Lüftung – trockene Sanitär- und Aufenthaltsräume
Mit einer solaren Lüftung wird das Versorgungsgebäude des 1998 erbauten Jugendzeltplatzes im wunderschönen Marchenbachtal nun trocken und schimmelfrei gehalten. Die Feuchtigkeit in dem nicht permanent genutzten Gebäude führte nicht nur zu einem unangenehm muffigen Geruch, sondern zu gesundheitsschädlicher Schimmelbelastung und Feuchteschäden am Gebäude. Damit ist nun Schluss: Seit der Sanierung in 2011 hält eine solare Lüftung den Küchen- und Versammlungsraum, sowie die Nasszellen trocken und sorgt ganz nebenbei für eine angenehme Temperierung.
Regelmäßiger Luftaustausch mit einer Solarlüftung
Im oberen Bereich des knapp 30° geneigten Ziegeldach wurde ein 12,5 m² großer Solarluftkollektor vom Typ Twinsolar installiert. Sobald in den Morgenstunden ausreichend Sonnenlicht auf das Südostdach fällt, startet ein Ventilator. Frische Außenluft wird gefiltert, durch den wärmegedämmten Kollektor gesaugt und dabei um bis zu 40° erwärmt. Die warme Luft wird im Dachboden über 160 und 125mm starke isolierte Lüftungsrohre verteilt und strömt durch 6 Tellerventilauslässe an den Decken in den Versammlungs- und in die Waschräume. Dank der solaren Lüftungsanlage wird die feuchte, verbrauchte Raumluft im Schnitt 4-10 mal täglich durch trockene, warme Frischluft ersetzt. Der Kollektor erzeugt sich den für den Ventilator benötigten Strom dank eines Photovoltaikmoduls selbst, sodass auch dann geheizt und gelüftet wird, wenn keine Jugendgruppe zu Gast ist und die Sicherungen herausgedreht sind. Und somit sorgt eine solare Lüftungsanlage für noch mehr Wohlbefinden der Jugendlichen während ihres Aufenthalts.
Mehr Informationen: www.grammer-solar.de
Foto: Grammer Solar
Neue Studie: Strom aus erneuerbaren Energien wird billiger
»Im Gegensatz zu den steigenden Energiepreisen bei fossilen und nuklearen Stromquellen sinken die Stromgestehungskosten aller erneuerbaren Energien seit Jahrzehnten kontinuierlich«, sagt Prof. Dr. Eicke R. Weber, Leiter des Fraunhofer ISE. Die nun vorliegende Studie analysiert Stromgestehungskosten, die bei der Umwandlung bestimmter Energieformen aus Photovoltaik, solarthermischen Kraftwerken oder Windenergieanlagen in Strom entstehen.
»Ein wesentliches Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Stromgestehungskosten bei der Photovoltaik nicht nur in Regionen mit sehr hoher Sonneneinstrahlung, sondern auch in Deutschland unterhalb des Endkundenstrompreises liegen«, erläutert Weber. So belaufen sich an deutschen Standorten die Stromgestehungskosten von Photovoltaik-Kleinanlagen auf 14 bis 20 Cent/kWh.
Für Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Süddeutschland ergibt sich ein Wert zwischen 13 und 14 Cent/kWh. Im sonnigen Spanien sinken die Kosten für Freiflächenanlagen zwar nochmals signifikant auf 11 Cent/kWh, aber weniger stark als erwartet. »Die hohen Kapitalkosten in vielen südlichen Ländern erhöhen die Stromgestehungskosten erheblich, der Vorteil der starken Sonneneinstrahlung kommt dadurch nicht so stark zum Tragen wie er könnte«, so Dr. Thomas Schlegl, Leiter der Abteilung Renewable Energy Innovation Policy, die diese Studie erstellt hat.
Ähnlich sieht es bei der Nutzung der Windkraft aus: »Auch die Wettbewerbsfähigkeit von Windenergieanlagen gegenüber konventionellen Kraftwerken ist an guten Windstandorten erreicht«, sagt Weber. Die Stromgestehungskosten von Onshore-Windenergieanlagen liegen heute zwischen 6 und 8 Cent/kWh und damit im Bereich der konventionellen Kraftwerke aus den Bereichen Steinkohle, Braunkohle und Kernkraft.
Offshore-Windenergieanlagen verzeichnen dagegen trotz höherer Volllastzeiten von jährlich 3200 Stunden mit 12 bis 16 Cent/kWh deutlich höhere Stromgestehungskosten als Onshore-Anlagen. »Ursachen sind die teurere Installation sowie höhere Betriebs- und Finanzierungskosten im Bereich Offshore«, sagt Weber, »damit ist der Strom aus Offshore-Windenergieanlagen auch teurer als der aus Photovoltaik-Anlagen«.
Auch solarthermische Kraftwerke wurden in der Studie des Fraunhofer ISE untersucht. Diese weisen an Standorten mit einer jährlichen Direkteinstrahlung von 2000 kWh/m² Stromgestehungskosten von 18 bis 24 Cent/kWh auf. »Der Vergleich mit Photovoltaik-Anlagen am gleichen Standort zeigt aktuell einen Kostenvorteil der Sonnenenergie aufgrund der starken Kostensenkungen in den vergangenen Jahren auf«, so Christoph Kost, ein Mitautor der Studie.
Der Vorteil der Speicherbarkeit von Energie und der regelbaren Stromproduktion von solarthermischen Kraftwerken ist laut Weber dabei jedoch nicht berücksichtigt. Die Vorteile von höheren Volllaststunden von Windkraftanlagen, insbesondere von Offshore-Anlagen werden ebenfalls in den Stromgestehungskosten nicht abgebildet, spielen jedoch für die langfristige Energiesystementwicklung eine wichtige Rolle.
Fazit: Die Höhe der Stromgestehungskosten von erneuerbaren Technologien hängt maßgeblich von Parametern wie den spezifischen Anschaffungsinvestitionen für Bau und Installation der Anlagen ab. Hinzu kommen natürliche Bedingungen wie das regional unterschiedliche Strahlungs- und Windangebot am Standort, die Betriebskosten während der Nutzungszeit, die Lebensdauer der Anlage und die Finanzierungsbedingungen. Dabei ist festzustellen, dass die Stromgestehungskosten aller erneuerbaren Energien insgesamt weiterhin kontinuierlich sinken. »Getrieben wird diese Entwicklung durch technologische Innovationen wie den Einsatz günstigerer und leistungsfähigerer Materialien«, so Schlegl. Hinzu kommen ein reduzierter Materialverbrauch, effizientere Produktionsprozesse und die Steigerung von Wirkungsgraden. Lediglich Rohstoffpreissteigerungen und eine schlechtere Standortauswahl können zu steigenden Stromgestehungskosten führen.
»In Kombination mit der zunehmenden Massenfertigung aufgrund des weltweit starken Marktwachstums konnten die spezifischen Investitionen und damit die Stromgestehungskosten der in dieser Studie analysierten Technologien unter dem Strich jedoch erheblich gesenkt werden«, berichtet Weber. Mit fallenden Stromgestehungskosten werde das Volumen dieser Märkte weiter deutlich wachsen und zu einer nachhaltig dynamischen Entwicklung der erneuerbaren Energien beitragen.
Mehr Informationen und die Studie zum Download: www.ise.fraunhofer.de
Quelle: idw
Bundesrat stoppt Solarkürzung
Der Bundesrat hat am Freitag, dem 11. Mai. 2012, die geplante Kürzung bei der Förderung von Solarstrom vorerst gestoppt. Zwei Drittel der Bundesländer haben gegen die Pläne von Umweltminister Röttgen und Wirtschaftsminister Rösler gestimmt. Jetzt wird ein Vermittlungsausschuss von Bund und Ländern das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) grundlegend neu überarbeiten. Der Bundesverband Solarwirtschaft hofft durch das Votum der Länder auf eine Schadensbegrenzung für die Solarbranche. Er sieht sich in seinen Forderungen bestärkt, die Fördersätze für Solarstrom-Anlagen weniger schnell zurück zu fahren. Der Branchenverband hatte in den letzten Monaten gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Umweltverbänden, Gewerkschaften und wissenschaftlichen Einrichtungen wiederholt vor zu drastischen Einschnitten bei der Solarstrom-Förderung gewarnt und für einen weiteren kraftvollen Ausbau der Solarenergie geworben, um die Energiewende und die Existenz tausender Solarjobs in Deutschland zu sichern.
Zahlreiche Firmen verzeichnen nach einer veröffentlichten Umfrage des BSW-Solar bereits jetzt einen starken Auftragsrückgang. Die befragten BSW-Solar Handwerker, Großhändler und Produktionsunternehmen verdeutlichten die Ausmaße der geplanten Kürzungen: Über 50 Prozent der Solarunternehmen haben in den letzten Wochen bereits Stellen abgebaut. Bis Jahresende werden es 65 Prozent sein, wenn die Kürzungen der Solarförderung so wie vom Bundestag beschlossen umgesetzt werden. Bei den Umsätzen erwarten die Unternehmen 2012 gegenüber 2011 trotz eines starken, ersten Quartals Einbußen um 50 Prozent und 2013 rund 60 Prozent. Im April verzeichnete die Solarbranche bereits einen drastischen Umsatzeinbruch.
Nachbesserung durch die Bundesländer erhofft sich die Solarbranche insbesondere bei Solarstromanlagen in der Größenklasse 10-100 Kilowattpeak, in der bis Anfang 2013 mit bis zu 45 Prozent besonders starke Fördereinschnitte vorgesehen sind und sich der Betrieb neuer Solarstromanlagen andernfalls kaum noch rentieren dürfte. Dieses Marktsegment machte 2011 rund 50 Prozent des Photovoltaik-Marktes aus. Betroffen sind Solarstromanlagen auf Schuldächern, Mehrfamilienwohnhäusern, landwirtschaftlichen Gebäuden und Gewerbebetrieben.
Der BSW-Solar fordert deshalb die Politik auf, dieses Marktsegment zu erhalten und die Solarstromförderung nicht wie geplant von bislang 24,4 auf 16,5 Cent je Kilowattstunde (kWh) zu reduzieren, sondern in diesem Frühjahr zunächst auf maximal 18,5 Cent/kWh abzusenken. Nicht hinnehmbar sei zudem, dass Solarstrom-Anlagenbetreiber in diesem Marktsegment zukünftig für zehn Prozent des erzeugten Solarstroms überhaupt keine Förderung mehr erhalten sollen. Dies komme einer zusätzlichen Förderkürzung gleich und erhöhe das Investitionsrisiko, da der Eigenverbrauch von Solarstrom oder eine Direktvermarktung hier im Regelfall nicht möglich ist.
Mehr Informationen: www.solarwirtschaft.de
Woche der Umwelt in Berlin
Der Bundespräsident lädt am 5. und 6. Juni 2012 gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zur vierten „Woche der Umwelt“ in den Park von Schloss Bellevue ein und führt damit die Tradition dieses besonderen Ausstellungs- und Informationsformats für zukunftsweisende Umweltprojekte fort.
Wie in den vergangenen Jahren erhalten rund 200 Unternehmen, Institutionen, Forschungseinrichtungen, Vereine und Initiativen die Möglichkeit, ihre neuen Technologien, Produkte, Projekte und Konzepte für einen nachhaltigen und effizienten Umgang mit unseren Ressourcen zu präsentieren.
Eine unabhängige Jury wählte aus den eingegangenen Bewerbungen die besten Projekte aus, die mit innovativen Ansätzen die Vereinbarkeit von Ökologie, Ökonomie und Sozialem als wichtigen Beitrag für den Bestand Deutschlands als führende Industrienation praxisnah demonstrieren.
Zu der Ausstellung und dem begleitenden hochkarätigen und vielfältigen Vortrags- und Diskussionsangebot werden rund 12.000 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft Gesellschaft und Medien erwartet.
Auch ratiotherm ist bei einem der eingereichten Wettbewerbe dabei und unterstützt das ausführende Architekturbüro mit einem Informationsstand.
Das Projekt ist eine Heizungsanlage mit Solarunterstützung der kath. Kirche Gräfendorf
Die Ausgangslage: Die katholischen Kirche in Gräfendorf a. d. Saale, Unterfranken, ist eine typische Nachkriegskirche, Bj. 1966. Schlechte Dämmung und undichtes Mauerwerk haben hohe Heizkosten verursacht. Die Beheizung durch eine Warmluftheizung war mit hohen Temperaturschwankungen und Zugluft verbunden. Dies minderte den Besucherkomfort und führte des Öfteren zu Verstimmungen der Orgel. Nach einem Hochwasserschaden 2003 war eine Grundsanierung nötig. Dieser Anlass wurde dazu genutzt, eine weitgehend solar beheizte, CO2-neutrale Kirche unter Zuhilfenahme von Zuschüssen der DBU umzusetzen.
Die Lösung: Dies konnte durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Verbindung mit 45m² Hybridkollektoren von ratiotherm erreicht werden. D.h. es werden zur Beheizung der Kirche keinerlei Verbrennungsvorgänge notwendig, auch der Strom wird regenerativ gewonnen. Dadurch wird die Kirche in ihrer Bilanz zu einer “Solarkirche”.
Eingesparte Energiekosten in den nächsten 30 Jahren ca. 350.000-400.000 € bei energetischen Mehrkosten von 160.000 €. Die CO2-Einsparung der nächsten 30 Jahre beträgt ca. 900 to. “Schöpfung bewahren” – als Umsetzung in die Praxis.
Mehr Informationen: www.woche-der-umwelt.de und www.ratiotherm.de
Foto: Ratiotherm
Bundesrat muss Verantwortung für Erfolg der Energiewende übernehmen
Nachdem die Regierungsfraktionen am 29. März 2012 im Bundestag gegen jede energiepolitische Vernunft drastische Kürzungen bei der Photovoltaik durchgesetzt haben, liegt es nun in den Händen der Vertreter der Bundesländer, dieses Vorgehen noch zu stoppen und Verantwortung für den Erfolg der Energiewende zu übernehmen. Der Bundesrat entscheidet am 11. Mai 2012, ob die Photovoltaik in Deutschland noch eine Zukunft hat oder ob eine ganze Industrie und zehntausende von Arbeitsplätzen, die seit 1999 mit Unterstützung der deutschen Bürger entstehen konnten, innerhalb kürzester Zeit zerstört werden.
Im Kern geht es darum, ob jetzt die Systemtransformation realisiert wird, die für den Atomausstieg und den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien unabdingbar ist, oder ob sie auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wird. Die Entscheidung des Bundesrates hat somit für die Zukunft der Erneuerbaren Energien insgesamt eine enorme Tragweite.
Die beiden Bundesminister Röttgen und Rösler begründen die drastischen Kürzungen mit den vorgeblich hohen Kosten der Photovoltaik. Diese Kostendebatte ist jedoch längst überholt. Keine andere neue Technologie konnte ihre Kosten so rasch senken wie die Photovoltaik. Bereits zum 1. Januar 2012 wurde die Vergütung für Solarstrom erneut um 15% gekürzt, seit 2008 wurde sie somit halbiert.
“Wer die Vergütungssätze aber so stark reduziert, dass der technische Fortschritt nicht mehr mithalten kann, der unterbindet weitere Innovationen und Kostensenkungen. Dass der Ausbaukorridor für die Photovoltaik bis 2017 ohne jede Grundlage auf nur noch 900 bis 1.900 Megawatt jährlich eingeschränkt wird, belegt deutlich, dass das Kostenargument nur vorgeschoben ist, und es stattdessen darum geht, eine Technologie als Ganzes zu marginalisieren”, so Dr. Axel Berg, Vorstandsvorsitzender der EUROSOLAR-Sektion Deutschland.
Die Bundesregierung hat durch zahlreiche Ausnahmeregelungen für Industriebetriebe die EEG-Umlage selbst nach oben getrieben und so auf sehr durchschaubare Weise einen künstlichen Anlass für weitere Kürzungen konstruiert. Dabei garantieren gerade der Ausbau von Photovoltaik und Onshore-Windenergie auch künftig stabile Strompreise. Deutschland kann bis 2020 eine installierte Gesamtleistung von 70 Gigawatt Photovoltaik erreichen – bezahlbar, einfach realisierbar und verbrauchsnah – und damit ohne Bedarf für tausende Kilometer neuer Stromleitungen.
Auch das sogenannte “Marktintegrationsmodell” ist in Wirklichkeit nur eine versteckte Kürzung. Der Versuch, regenerative Stromerzeuger ohne Grenzkosten in einen Grenzkostenmarkt zu integrieren, der für die fossil-atomare Stromerzeugung konzipiert ist, und dessen Preisbildung von den Mehrkosten je erzeugter Kilowattstunde abhängt, kann nicht funktionieren, da die Erneuerbaren Energien den Börsenstrompreis unweigerlich deutlich senken. Dies ist auch der Grund, warum die Marktprämie nur ein Kostentreiber ohne entsprechenden Nutzen ist.
Hinter diesem Ansatz steht eine falsche Prämisse: Nicht die Erneuerbaren Energien haben sich in das fossil-atomare Stromversorgungssystem zu integrieren, sondern ganz im Gegenteil müssen der restliche Kraftwerkspark und die entsprechenden technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen auf die Erneuerbaren Energien ausgerichtet werden. Sie geben künftig den Takt vor, nach dem sich alles zu richten hat. Doch das ist offensichtlich nicht gewollt. Während wortreich die Energiewende beschworen wird, sieht die Realität völlig anders aus: Stillstand statt Wandel, Konservierung überkommener Strukturen statt Systemtransformation.
Die Erneuerbaren Energien sind an die zweite Stelle der Energiequellen in unserer Stromversorgung aufgestiegen. Ihr Anteil an der deutschen Stromversorgung lag vor 12 Jahren bei nur 4%, nun sind es bereits über 20%. Auf ihrem Weg von 20% hin zu 40% und mehr wandeln sich die Erneuerbaren Energien von der Beimischung zur systemdominierenden Komponente. Dies ist die eigentliche Ursache des Konflikts und Motivation für das Handeln der Bundesregierung.
Gegenwärtig sind Tage und Stunden mit einem Anteil von mehr als 50% regenerativ erzeugtem Strom noch die Ausnahme, künftig werden sie Normalität sein. Insbesondere der weitere Ausbau der Photovoltaik verringert den Bedarf an trägen Grundlastkraftwerken. Stattdessen bedarf es hochflexibler Regel- und Reststromkraftwerke, die bei wachsendem Anteil fluktuierender Stromerzeugung aus Wind und Sonne immer seltener gebraucht werden. Gerade durch einen dezentralen Ausbau von Wind- und Solarenergie kann dieser Prozess schnell vorangetrieben werden.
“Für einen weiteren Aufschub gibt es keine Rechtfertigung, jetzt geht es um die Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien. Dies entspricht dem Wunsch der Mehrheit unserer Gesellschaft, sichert die Zukunft unserer innovativen Wirtschaft und schafft und sichert hunderttausende Arbeitsplätze”, schlussfolgert Irm Scheer-Pontenagel, Geschäftsführerin von EUROSOLAR.
Wir fordern daher die Bundesregierung, die Regierungsfraktionen von CDU/CSU und FDP und insbesondere die Vertreter des Bundesrats auf:
- den Pfad einer demokratisch legitimierten Energiepolitik nicht zu verlassen
- am Erneuerbare-Energien-Gesetz und dessen Grundprinzipien festzuhalten: feste Vergütungssätze, Einspeisevorrang und Planungssicherheit
- das angepeilte Ziel im Stromsektor bis 2020 von 35 % auf 50% Erneuerbare Energien zu erhöhen und so die Ausbauziele der Bundesländer anzuerkennen
- den Zubaukorridor für die Photovoltaik in den nächsten Jahren nicht zu beschränken, sondern ausgehend von mindestens 5 GW/Jahr weiter auszuweiten – für eine installierte Gesamtleistung von mindestens 70 GW bis 2020
- die geplanten drastischen Sonderkürzungen bei der Vergütung für Solarstrom zu stoppen, um stattdessen künftig die Vergütungssenkungen in gleitenden kleineren Schritten in einem Intervall von zwei Monaten vorzunehmen
- einen Systemdienstleitungsbonus für Solarkraftwerke einzuführen, die mit modernen Wechselrichtern dazu beitragen, die Netzstabilität zu erhöhen und Netzausbaukosten zu reduzieren
- ein umfassendes Markteinführungsprogramm für Energiespeicher aufzulegen sowohl für Batterien im Stundenbereich als auch Lösungen für Langfristspeicher, wie z. B. synthetisches Erdgas aus Wind- und Sonnenstrom
- darüber hinaus im Erneuerbare-Energien-Gesetz einen finanziellen Anreiz für regelbare regenerative Verbundkraftwerke zu schaffen, bei denen die Stromerzeugung aus Wind, Sonne, Biomasse und Wasserkraft sowie Energiespeicher mit moderner Informationstechnik zusammengeschaltet werden.
Mehr Informationen: www.eurosolar.org
Leichtes Montagesystem für Flachdächer
Leichter, schneller, kostengünstiger – das sind die wesentlichen Pluspunkte der von K2 Systems neu entwickelten PV-Montagesysteme “K2 Dome”. Vor allem für Flachdächer mit geringer Ballastierungsmöglichkeit sind diese neuen, komponentenreduzierten Aufdachsysteme die optimale Dachbelegung und sorgen für höhere Erträge. Um für jedes Flachdach die optimale Lösung anbieten zu können, gibt es zwei unterschiedliche Systeme: Das beidseitig aufgeständerte K2 Double Dome System, kurz “K2 D-Dome” genannt, und das einfach aufgeständerte K2 Single Dome System, kurz “K2 S-Dome”. Ob “Double” oder “Single” – beide Systeme haben ihre Vorteile. D-Dome und S-Dome System werden mit einfachen Dome Komponenten von oben montiert, wodurch sich die Aufbauzeit erheblich verkürzt. Nicht nur für die Montagezeit werden Kosten eingespart, auch die Montageteile sind bei geringem Bedarf zudem äußerst preiswert. Beides schlägt sich deutlich auf der Habenseite der Anlagenrendite nieder. In Punkto Sicherheit und Stabilität stehen die K2 Dome Systeme anderen K2 Montagesystemen dabei in nichts nach.
Das K2 D-Dome System
Dieses System kann auf Flachdächern mit unterschiedlichster Ausrichtung montiert werden. Es ist beidseitig aufgeständert und sorgt somit für optimale Sonneneinstrahlung, auch bei nicht südwärts ausgerichteten Anlagen. Die Aufständerung des Systems ermöglicht durch den geringen Neigungswinkel von nur 10° eine maximale Dachflächenausnutzung.
Das K2 S-Dome System
Dieses System eignet sich speziell für Flachdächer mit Südausrichtung. Es ist im Gegensatz zum K2 D-Dome nur in eine Richtung aufgeständert. Ein Windbreaker an der Rückseite sorgt für optimales aerodynamisches Windverhalten, welches professionell im Windkanal getestet wurde. Wie das K2 D-Dome System zählt das S-Dome System ebenfalls zu den äußerst preiswerten Leichtgewichten unter den Montagesystemen.
Beide Systeme sind zu sehen bei der Intersolar Europe in München vom 13. bis 15. Juni 2012 am Stand von Krannich Solar in Halle B5 Stand B5.210.
Mehr Informationen: www.krannich-solar.com
Foto: Krannich Solar GmbH & Co. KG
Sonnenstrom für Bildungszentrum in Afrika
Das Großhandelsunternehmen AS Solar aus Hannover hat jetzt auf Initiative des Freundeskreis Tambacounda e. V. gemeinsam mit verschiedenen Partnern eine Photovoltaik-Anlage als Inselsystem in der senegalesischen Provinzhauptstadt Tambacounda installiert. „Wir wollten mit unserem Engagement die Bemühungen eines Freundes aus dem Senegal im Bildungssystem unterstützen“, so Gerd Pommerien über die Arbeit von Abdou Karim Sané, Vorsitzender des Vereins. „Karim hat verschiedene Unternehmen zu einer gemeinsamen Aktion zusammengeführt und Geldgeber für das Projekt gefunden. Jetzt kann das so genannte ‚ Centre d’Energie Solaire et d’Hygiene’ unabhängig von externen Stromversorgern verlässlich arbeiten.“ Bei der Einrichtung handelt sich um ein regionales und gemeinnütziges Bildungszentrum für EDV-Kurse, betriebswirtschaftliche Ausbildungsgänge, mit einem Internetcafe und einer Bibliothek.
Der Freundeskreis Tambacounda e.V. vertraute beim Bau der Inselanlage auf die Kompetenz und langjährige Erfahrung von AS Solar im Bereich der Solartechnik. Der gemeinnützige Verein hatte vor, für sein Bildungszentrum in der Provinzhauptstadt Tambacounda eine autarke Muster-Photovoltaikanlage zu errichten. Im Senegal sind in den vergangenen Jahren die Strompreise deutlich gestiegen und betrugen für die Einrichtung zuletzt monatlich bis zu 140 Euro, die aus Eigenmitteln und Spendengeldern finanziert werden müssen. Noch gravierender waren für den laufenden Betrieb des Zentrums fast tägliche lange Stromausfälle, die den Betrieb lahmlegten. „Bildung braucht Energie“, so Abdou Karim Sané, „und wir wollten in einer wirtschaftlich wenig entwickelten Region zeigen, dass die Sonne der beste Energieversorger ist und mehr Bildung ermöglicht.“ Der Anspruch an die Anlage war daher nicht nur die vollständige Unabhängigkeit vom örtlichern Stromversorger SENELEC zu erreichen, sondern auch eine Vorzeige-Anlage zur Demonstration der Leistungsfähigkeit deutscher Solartechnologie zu errichten.
Die Inselanlage besteht aus einem Solar- und einem Batterie-Wechselrichter von SMA, der gleichzeitig das gesamte Inselnetz regelt. Die 21 polykristallinen Solarmodule wurden von der Firma Solarworld gespendet. Als Batteriespeicher arbeiten 24 Blei-Gel Batterien Typ OPzV der Firma Hoppecke. Im Zuge der Installation war es notwendig, auch die gesamte Elektroinstallation des Bildungszentrums zu überarbeiten und auf den neuesten Stand zu bringen. Den hierzu notwendigen Elektroschaltschrank baute die Firma „Solarstrombau Dietrich“. Es ist der zentrale Verknüpfungspunkt der Anlage und für alle Eventualitäten und künftige Erweiterungen der Anlage ausgelegt.
Florian Saile aus dem Projektteam von AS Solar war bereits vielfach bei Auslandsprojekten im Einsatz und koordinierte auch den Aufbau der Anlage direkt vor Ort in Tambacounda: „Besonders wichtig war, bei der Anlagenplanung auch an die spätere Fernwartung zu denken. Falls es zu einer Fehlermeldung kommt, erhalte ich diese nicht nur direkt auf mein E-Mail Postfach, sondern kann auch direkt per Internet auf die Anlage zugreifen. So können im Bedarfsfall die einzelnen Parameter nicht nur ausgelesen- sondern auch verändert werden.“
Abdou Karim Sané: „Die Arbeit in einem interkulturellen Kontext muss immer als besondere Herausforderung gesehen werden, die viele Überraschungen bereithält.“ Da der Aufbau vor Ort dennoch möglichst reibungslos und effizient realisiert werden sollte, wurden sämtliche Bauteile, inklusive Kabel und Kabelkanäle in Deutschland zusammengestellt und verschifft.
Florian Saile: „Um trotz genauer Planung für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, habe wir für alle Komponenten zusätzliches Material mitgeliefert. Trotzdem kommt meist irgendetwas anders als gedacht: So war zur Erdung der Anlage ein 9m langer Tiefenerder vorgesehen. Leider stießen wir aber nach ca. 1,2 m auf eine Steinplatte. Hier wären wir nur noch mit Dynamit weitergekommen. Wir mussten also umplanen und improvisieren. Ein Highlight war für mich dann der Moment, an dem das Kabel des örtliche Stromversorgers gekappt wurde.“
Den krönenden Abschluss bildete eine große Einweihungszeremonie zu der, neben den örtlichen Medien, wichtige lokale Persönlichkeiten aber auch Schulklassen geladen waren. Für musikalische Begleitung sorgten mehrere Bands mit traditioneller Musik und Rap. Den Strom für die große Beschallungsanlage lieferte selbstverständlich die neu installierte Inselanlage. Auch diese regelungstechnisch anspruchsvolle „Feuerprobe“ meisterte die deutsche Solartechnik mit Bravour.
Die Anlage leistet nun schon seit über einem Monat ihren Dienst und versorgt das Bildungszentrum, samt 25 Computern, Kopierer, Beleuchtung, Ventilatoren und zwei Eisschränken zuverlässig mit qualitativ hochwertigem Strom.
Mehr Informationen: www.as-solar.com
Foto: AS Solar
Junior Einstein Award für junge Photovoltaik-Forscher
Auch 2012 vergibt die SolarWorld AG den SolarWorld Junior Einstein Award. Die jährlich im Rahmen der Europäischen Photovoltaikkonferenz (PVSEC) vergebene Auszeichnung für den Forschernachwuchs würdigt wissenschaftliche Leistungen im Bereich der Photovoltaik. Im vergangenen Jahr wurde in Hamburg der deutsche Nachwuchswissenschaftler Paul Gundel aus Freiburg für die Entwicklung neuer Opto-Spektroskopie-Messtechniken für die Photovoltaik ausgezeichnet.
Der SolarWorld Junior Einstein Award wird 2012 bereits zum siebenten Mal ausgeschrieben. Für den Wissenschaftspreis können sich Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt bewerben, die eine herausragende wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Photovoltaik oder einem angrenzenden Gebiet (Ingenieurwissenschaften, Systemtechnik, Nanotechnologie, Kristallographie etc.) verfasst haben. Das kann eine Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit, aber auch eine Promotion sein.
Für den Juniorpreisträger 2011, Paul Gundel, stellt die Ehrung mit dem SolarWorld Junior Einstein Award den bisherigen Höhepunkt seiner noch jungen wissenschaftlichen Karriere dar: “Die Auszeichnung ist eine große Motivation für mein weiteres Berufsleben. An die Preisverleihung und spektakuläre Feier im vergangenen Jahr denke ich noch gern zurück. Alleine das Erlebnis, mit Larry Hagman auf einer Bühne zu stehen, ist unvergesslich und Grund genug, sich für den Junior Einstein Award zu bewerben”, sagt Gundel.
Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. Juni 2012. Mit der Vergabe des SolarWorld Junior Einstein Awards möchte die SolarWorld AG junge Menschen für die Solarbranche begeistern und innovative Ideen zur Nutzung der Solarenergie fördern. Neben dem SolarWorld Junior Einstein Award verleiht SolarWorld auch in diesem Jahr den SolarWorld Einstein Award und würdigt mit der Auszeichnung wissenschaftliches, politisches und gesellschaftliches Engagement rund um die Solarenergie. Mit dem SolarWorld Einstein Award 2011 wurden Luftfahrtpionier Dr. Bertrand Piccard und sein Solar Impulse-Team für ihre Vision geehrt, allein mit der Kraft der Sonne im Jahr 2014 um die Welt fliegen zu wollen.
Beide Auszeichnungen werden im Rahmen der 27. Europäischen Photovoltaikkonferenz in Frankfurt/Main am 25. September 2012 vor einem hochkarätigen internationalem Publikum überreicht.
Weitere Informationen: www.einstein-award.com
Foto: SolarWorld Einstein-Award Preisträger 2011 Dr. Bertrand Piccard (links) und Vorstandsvorsitzende der SolarWorld AG.
Stadtwerke Neuss betreiben Photovoltaikanlage
Die Stadtwerke Neuss haben am 4. Mai 2012 ihre neueste Photovoltaikanlage offiziell in Betrieb genommen. 3.162 Module des Herstellers Inventux Technologies AG wurden in Neuss zu einer Flachdachanlage verbaut. Die Anlage mit einer Leistung von 395,25 kWp wurde am 23. April 2012 ans öffentliche Stromnetz angeschlossen. Anlagenbetreiber ist die Stadtwerke Neuss Energie und Wasser GmbH, die für dieses Projekt das Dach der Logistikimmobilie “Forum II” im Gewerbegebiet “Im Taubental” gepachtet hat. Hierfür verantwortlich zeichnet der Verwalter und Eigentümervertreter, die IC Immobilien Gruppe.
Geplant und installiert wurde die Anlage, die für eine CO2-Ersparnis von 319.732 kg pro Jahr sorgt, von der Projektierungssparte Solutions der Inventux Technologies AG. Dabei kommt das Flachdachmontagesystem fiXflat zum Einsatz, das aus recyceltem Kunststoff besteht und wiederum voll recyclefähig ist.
Die Stadtwerke Neuss legen viel Wert auf eine konsequent ökologisch orientierte Ressourcennutzung. Seit Mitte 2010 produzieren sie eigene Solarenergie. Dieser Grüne Strom ist emissionsfrei. Das garantiert das sogenannte ,,watergreen-Zeichen”, das jährlich von Fachleuten des TÜV Nord überprüft und testiert wird.
“Die umweltfreundliche Unterkonstruktion sowie die mikromorphen Inventux Module sind für die Photovoltaikanlage der Stadtwerken Neuss besonders gut geeignet. Inventux Module enthalten zudem keine giftigen Substanzen. Das bestätigt das RoHS-Zertifikat”, erklärt Solutions Geschäftsführer Jörg Kienzle. “Wir freuen uns über die Verwirklichung dieses Projekts und hoffen auch in Zukunft auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den beteiligten Partnern.”
Mehr Informationen: www.inventux.com
Foto: Inventux Technologies AG
Rundum-Lösung für Anlagenüberwachung, Einspeisemanagement und Eigenverbrauch
Auf der Intersolar 2012 in München stellt AS Solar eine Neuerung des PV-AnlagenÜberwachungssystems AS Control vor: Den AS EnergyMaster, ein Alleskönner mit vielfältigen Regelungs- und Steuerungsmöglichkeiten. Der AS EnergyMaster zeichnet sich besonders durch seine benutzerfreundliche vollautomatische Installation dank “fast install”-Technologie aus. Ein Laptop ist bei der Inbetriebnahme vor Ort nicht notwendig, denn die Wechselrichter werden bequem per Knopfdruck erkannt.
Im Hinblick auf die neuen Anforderungen an das Einspeisemanagement werden mit dem Gerät alle gesetzlichen Ansprüche vollständig erfüllt. Anlagenbetreiber können mit dem AS EnergyMaster weitere Energieerzeuger wie z.B. Blockheizkraftwerke und Kleinwindkraft intelligent miteinbeziehen. Das punktgenaue Zuschalten von Verbrauchern wie z.B. Wärmepumpen oder Heizpatronen in Warmwasserspeichern ermöglicht die Erfüllung der 70%-Regelung (Wirkleistungseinspeisung) durch die gezielte Optimierung des Eigenverbrauchs. Das macht das neueste Gerät aus der AS Control Serie zur universellen Mess- und Steuereinheit für Energieproduktion und -verbrauch mit umfassenden Konfigurationsoptionen.
Dank leistungsstarker verbauter Hardware, vollautomatischer Softwareupdates und der Vielzahl an zukunftsfähigen Informationsschnittstellen können die Entwickler von AS Solar flexibel auf die individuellen Anpassungswünsche der Kunden eingehen.
Der AS EnergyMaster bietet ein zuverlässiges, über viele Jahre bewährtes Monitoring unabhängig vom Wechselrichterhersteller. Ist das Gerät mit dem Web verbunden, kann der Nutzer weltweit in Echtzeit auf die Ertrags- und Anlagendaten zugreifen, ansonsten stehen die Anlagendaten auf der lokalen Oberfläche jederzeit zur Verfügung. Im Gegensatz zu vielen Portalen anderer Anbieter ist die Benutzung des AS Portals komplett gratis, und das inklusive Apps für Tablets und Smartphones.
Die kostengünstige All-In-One-Lösung AS EnergyMaster ist ab Juni 2012 bei AS Solar erhältlich.
Intersolar 2012 vom 13. bis 15. Juni 2012, AS Solar GmbH, Halle B5, Stand 350.
Mehr Informationen: www.as-solar.com
Foto: AS Solar GmbH
Wechselrichter mit Lichtbogenerkennung
Um noch mehr Sicherheit bei PV-Anlagen zu gewährleisten, hat die Kostal Solar Electric nun ihre neueste Produktinnovation – den Piko-Stringwechselrichter mit Lichtbogenerkennung – auf den Markt gebracht, welcher Lichtbögen bereits in der Entstehungsphase erkennt und löscht. Im Laufe des zweiten Quartals 2012 sind die Stringwechselrichter Piko 7.0, Piko 8.3 und Piko 10.1 optional auch mit diesem Feature erhältlich. In einer Photovoltaik-Anlage kann es an unterschiedlichen Stellen zur Entstehung eines Lichtbogens, ähnlich wie beim Schweißen, kommen. Hierdurch können nicht nur die Komponenten, an denen Lichtbögen entstehen, zerstört, sondern auch weitere Schäden verursacht werden.
Die häufigste in PV-Anlagen auftretende Form eines Lichtbogens sind sogenannte serielle Lichtbögen. Als Ursache hierfür kommen meist elektrische Verbindungen wie Stecker oder andere Kontaktstellen, die sich über die hohe Lebensdauer von Solarstromanlagen lösen oder beschädigt werden können, in Frage. Detektiert der Piko-Wechselrichter ebendiesen Fall, wird der Wechselrichter sofort vom Netz getrennt, wodurch der Lichtbogen gelöscht wird.
Darüber hinaus können auch die als statistisch unwahrscheinlich einzustufenden parallelen Lichtbögen, welche zwischen dem Plus- und Minuspol der PV-Anlage oder einzelner Teilgeneratoren entstehen können, detektiert werden. Um welche Art von Lichtbögen es sich handelt, erkennt der Piko-Wechselrichter, indem er bereits in der Entstehungsphase die Schwingungsmuster des Lichtbogens analysiert. Somit leisten Piko-Wechselrichter mit Lichtbogenerkennung einen wichtigen Beitrag zum Schutz von PV-Anlagen und ihrer Umgebung.
Wie bei allen Wechselrichtern von Kostal lassen sich auch die Vorteile des Piko-Stringwechselrichters mit Lichtbogenerkennung durch folgende Merkmale beschreiben: flexibel, kommunikativ und handlich. Der weite DC-Eingangsspannungsbereich und bis zu drei unabhängige MPP-Tracker sorgen für maximale Erträge und Flexibilität bei der Anlagenplanung. Dank Vorkonfiguration und Zertifizierung sind Piko-Wechselrichter in bis zu 30 europäischen Ländern sofort einsetzbar. Des Weiteren beinhalten alle Wechselrichter ein umfassendes Kommunikationssystem. So sind zur Anlagenüberwachung Datalogger, Webserver und alle relevanten Schnittstellen serienmäßig integriert. Dabei kann die PV-Anlage sowohl direkt am Gerät, als auch mit Hilfe des neuen Piko Data Communicator via digitalem Bilderrahmen, Webserver, Piko Master Control und dem Piko Solar Portal überwacht werden.
Mehr Informationen: www.kostal-solar-electric.com
Foto: Kostal Solar Electric GmbH
Solarleuchten
Funktionsweise und Einsatzbereich
Eine Solarlampe verfügt in der Regel über eine Solarzelle aus Silizium, einem Dämmerungssensor, eine oder mehrere LED-Lampen sowie über einen Nickel-Cadmium-Akku (NiCd) bzw. einem Nickel-Metallhydrid-Akku (NiMh) oder Lithium-Ionen-Batterien.
Tagsüber wandelt die Solarzelle die Sonnenwärme in elektrischen Strom um, der im Akku gespeichert wird. Der integrierte Tag-Nacht-Sensor erkennt, sobald es dunkel wird und schaltet das Licht automatisch ein. Während der Abendstunden verspricht der aufgeladene Akku zusammen mit der energiesparenden LED-Lampe eine Lichtbrenndauer von etwa 6 bis 8 Stunden.
Aufgrund dieser garantierten Beleuchtungsdauer beschränkt sich der Einsatz der Solarlampen vornehmlich auf dekorative Zwecke. Denn die Sicherheitsfunktion von Außenbeleuchtung können Solarleuchten nicht ausreichend erfüllen. Besonders in den langen Nächten der Wintermonate reicht ihre Brenndauer nicht aus, um auch noch in den frühen Morgenstunden Hauseingänge, Wege und Einfahrten zu beleuchten.
Dekorative Solar-LED-Leuchten
Im Bereich der Solarleuchten ist der gestalterischen Freiheit der Designer kaum Grenzen gesetzt: schwimmende Kugelleuchten für den Teich, farbenfrohe Leuchtsteine für Wege, originelle Lichtgestalten für Beete und Wiesen und unzählige Formen und Figuren an Dekoleuchten versprechen, das jeder das Passende für sein Gartenreich findet.
Die dekorativen Solarlampen sind für eine oder mehrere LED-Lampen ausgelegt. Diese zeichnen sich durch einen geringen Energieverbrauch aus und entwickeln während ihres Betriebs so gut wie keine Wärme, was sie zu einem äußerst sicheren Leuchtmittel macht.
Je nach Modell können die Leuchten ein grellweißes oder warmweißes Licht ausstrahlen. Ebenso sind Solar-LED-Leuchten erhältlich, die in einem intensiven Gelb, Rot oder Blau leuchten oder gar über ein integriertes Farbauswahlsystem verfügen, das mittels Fernbedienung das Einstellen der zur jeweiligen Stimmung passenden Lichtfarbe ermöglicht. Wer es noch komfortabler mag, sollte darüber hinaus beim Kauf darauf achten, ob das Wunschmodell zudem über einen Dimmer verfügt.
Da Solarleuchten vor allem zur Dekoration von Garten, Terrasse und Hauseingängen dienen, spielt natürlich auch die Frage nach der Wetterbeständigkeit eine wichtige Rolle. Wer die Lampen an Regentagen nicht ständig ins Haus räumen will, sollte beim Kauf daher darauf achten, dass das gewünschte Lampenmodell gegen Spritz- und Strahlwasser beständig ist. Dies wird auf der Verpackung mit der entsprechenden IP Schutzart gekennzeichnet. Ist auf diese beispielsweise IPX4 vermerkt, wird mit der zweiten Kennziffer ausgedrückt, dass kein Spritzwasser in das Lampengehäuse eindringen kann. Mit steigender Kennziffer wird außerdem der Schutz gegen Strahlwasser (5-6) sowie Schutz gegen Untertauchen (7-8) bescheinigt.
Vorteile einer Solarleuchte
Für die stimmungsvolle Beleuchtung im Garten und auf der Terrasse vereint die Solarleuchte gleich mehrere Vorteile, die für sie sprechen: Erstens braucht sie keinen Anschluss an das Stromnetz und kann somit an jeden beliebigen Ort im Garten, auf der Terrasse oder am Hauseingang aufgestellt werden. Zweites ist der Betrieb der auf Sonnenenergie basierenden Lampen und Leuchten vollkommen kostenfrei und drittens äußerst umweltfreundlich, da sowohl die Sonnenenergie, als auch das Siliziumdioxid als Material für die Solarzelle zu den unerschöpflichen Ressourcen in der Natur gehören.
Wohngebäudeversicherung – essenziell beim Neubau
Ein Haus baut eine Familie in der Regel nur einmal im Leben. Für jede Familie ist das Haus ein lebenslanger Wunsch, der oftmals mit vielen Kosten verbunden ist. Beim Hausbau drohen allerdings viele Gefahren, vor denen man sich mit der passenden Wohngebäudeversicherung schützen kann. Im Grunde besteht eine Wohngebäudeversicherung aus einer Versicherung gegen Feuer, Leitungswasser und Sturm. Sie schützt somit, wenn der Sturm die Dachpfannen abreißt, ein Wasserrohrbruch den Keller überschwemmt oder wenn das Haus oder ein Teil durch ein Feuer beschädigt wird. Mit einem Vergleich zur Wohngebäudeversicherung im Internet können Tarife und Konditionen schell und bequem online verglichen werden.
Was die Wohngebäudeversicherung versichert
Die Wohngebäudeversicherung versichert alle Dinge, die im Versicherungsschein aufgelistet sind. Dazu gehören sogar feste Gebäudebestandteile wie der Briefkasten und die Türklingel. Die Terrasse gehört ebenfalls zum Teil des Gebäudes. Alle beweglichen Dinge werden dagegen von der Hausratversicherung übernommen. Die Grauzone ist außerhalb dieser Definition ungemein groß. Wie sieht es beispielsweise mit der Hundehütte und dem Gewächshaus im Garten aus? Solche ausgelagerten Gebäudeteile gehören zur Verhandlungsbasis zwischen Kunde und Versicherer. Ebenfalls verhandelt werden muss die Einschließung eines Carports im Vertrag. Eine fest angebaute Garage gehört automatisch zum Wohngebäude. Wenn zusätzliche Gebäudeteile versichert werden sollen, muss man sich auf höhere Beiträge einstellen. Kunden sollten deshalb genau überlegen, ob es sinnvoll ist, eine speziell angefertigte Einbauküche mitzuversichern. Weniger sinnvoll ist das Mitversichern von Einfahrten oder Gartenwegen. Solaranlagen sind natürlich ein Bestandteil des Gebäudes und werden somit in der Wohngebäudeversicherung mitversichert.
Welche Schäden die Wohngebäudeversicherung übernimmt
Die drei Bestandteile der Wohngebäudeversicherung verraten im Prinzip bereits, welche Risiken die Wohngebäudeversicherung abdeckt:
Feuerversicherung:
- Brand
- Explosion
- Implosion
- Blitzschlag
- Flugzeugabsturz
- Fahrzeuganprall
Überspannungsschäden sind bei der Versicherung gegen Blitzschlag nur dann versichert, wenn der Blitz direkt in das Gerät einschlägt. Dies ist allerdings nur selten der Fall.
Leitungswasserversicherung:
- Leitungswasser
- Bruchschäden
- Frostschäden
Sturmversicherung:
- Sturmschäden
- Hagelschäden
Die drei Basisversicherungen decken bereits eine Großzahl von Risiken ab. Hausbesitzer bekommen so auch Mietausfälle ersetzt, wenn ein Sturm das Dach abdeckt. Sollte das Flüsschen vor der Haustür plötzlich zum Strom werden und die Fundamente unterspülen, über nimmt die Leitungswasserversicherung natürlich nicht die Kosten. Natürliche Katastrophen wie Erdrutsch, Flutkatastrophen, Erdbeben und Lawinen müssen zusätzlich versichert werden. Eine solche Versicherung kann wie auch die Hausratversicherung zusätzlich zur Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden. Vor dem Abschluss einer Wohngebäudeversicherung wird empfohlen, die Tarife und Konditionen genau zu vergleichen. Oftmals sind hier erst im Nachhinein große Unterschiede festzustellen.
Woche der Sonne informiert bundesweit über Solarenergie
Noch immer liegt das Energiepotenzial von Millionen Dächern in Deutschland brach: Nur ein Bruchteil der für die Erzeugung von Solarstrom und Solarwärme geeigneten Dachflächen werden tatsächlich genutzt. Vom 4. bis 13. Mai 2012 können sich Verbraucher bei der bundesweiten Woche der Sonne informieren, ob ihr Dach zum Sonnenkraftwerk werden könnte.
Auf rund zwei Millionen Dächern von Wohngebäuden in Deutschland sind Module zur Erzeugung von Solarstrom und/oder Kollektoren für die Solarwärmeproduktion installiert. Nach Schätzungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft sind mindestens weitere acht Millionen der insgesamt etwa 18 Millionen deutschen Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienhäuser für die solare Energieerzeugung geeignet. Dies entspricht insgesamt einem Solarpotenzial von etwa 55 Prozent aller Dächer auf deutschen Wohngebäuden. Demnach lassen mehr als drei Viertel der Hausbesitzer mit geeigneten Dachflächen das solare Energiepotenzial ihrer Gebäude brachliegen.
Angesichts der fortschreitenden Kostensenkung wird die Installation von Solaranlagen immer attraktiver. „Dächer können weit mehr sein als eine bloße Schutzhülle gegen Kälte, Regen oder Schnee“, sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. „Wer sein Haus mit Solartechnik ausrüstet, kann umweltfreundlich Strom und Wärme produzieren – und die Investition in Solarstrom oder Solarwärme zahlt sich auch aus“, betont Mayer: „Besitzer von Solarstromanlagen auf dem Hausdach erhalten eine für 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung und können den produzierten Strom außerdem im eigenen Haushalt sofort nutzen. Angesichts steigender Heizkosten liefert eine Solarwärmeanlage jährlich wachsende Einsparungen – und das frei von Steuern und Inflation.“
Mithilfe eines qualifizierten Fachbetriebs oder Energieberaters lässt sich schnell herausfinden, ob das eigene Dach geeignet ist. Überprüft werden sollten dabei unter anderem die Größe der zur Verfügung stehenden Dachfläche, ihr Neigungswinkel, die Ausrichtung (Himmelsrichtung), mögliche Schattenquellen und die durchschnittliche Sonneneinstrahlung in der jeweiligen Region. Die Kosten für einen Vor-Ort-Termin mit einem unabhängigen Energieberater liegen je nach Anbieter zwischen 50 und 100 Euro. Viele Städte und Gemeinden stellen außerdem sogenannte Solarkataster im Internet zur Verfügung, die eine erste Orientierung bieten können. Auf einer Karte sind dort die geeigneten Dachflächen im jeweiligen Ort markiert.
Woche der Sonne vom 4. bis 13. Mai – Informationen zur Solarenergie aus erster Hand
Veranstaltungen zur Woche der Sonne können schnell und unkompliziert über den Veranstaltungskalender auf der Internetseite (siehe Link unten) recherchiert werden. Über die Funktion „Fachbetrieb finden“ stehen zusätzlich Kontaktdaten von spezialisierten Firmen in der jeweiligen Region zur Verfügung.
Die Woche der Sonne steht diesmal ganz im Zeichen des Mottos „Deine Energiewende“. Seit 2007 machen sich Initiativen, Verbände, Kommunen und Unternehmen im Rahmen der Aktionswoche gemeinsam stark für den Ausbau der solaren Energieerzeugung. Partner sind u. a. die Deutsche Umwelthilfe (DUH), der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), Handwerksverbände und der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB). Im vergangenen Jahr besuchten bundesweit mehr als 400.000 Menschen die Veranstaltungen während der Woche der Sonne.
Mehr Informationen: www.woche-der-sonne.de
Umweltausschuss im Bundesrat fordert weniger starke Einschnitte bei Solarstrom-Förderung
Die Solarbranche darf hoffen, dass die im Deutschen Bundestag am 29. März 2012 beschlossenen, drastischen Einschnitte bei der Solarstrom-Förderung über ein Vermittlungsverfahren zwischen Bundesrat und Bundestag nun doch noch nachgebessert werden. Der federführende Umweltausschuss der Länderkammer empfahl heute mehrheitlich, in Verhandlung mit dem Bund zu treten, um Nachbesserungen am Erneuerbare Energien-Änderungsgesetz (EEG ÄG) zu erzielen. Am 11. Mai 2012 entscheidet sich im Bundesrat, ob tatsächlich ein Vermittlungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat in dieser Frage eingeleitet wird.
Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) sieht sich durch das Votum der Umwelt- und Energieminister der Länder in seinen Forderungen bestärkt, die Fördersätze weniger schnell zurück zu fahren. Der Branchenverband hatte in den letzten Monaten gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Umweltverbänden, Gewerkschaften und wissenschaftlichen Einrichtungen wiederholt vor zu drastischen Einschnitten bei der Solarstrom-Förderung gewarnt und für einen weiteren kraftvollen Ausbau der Solarenergie geworben, um die Energiewende und die Existenz tausender Solarjobs in Deutschland nicht zu gefährden.
Günther Cramer, Präsident des BSW-Solar: “Es geht jetzt um eine schnelle Schadensbegrenzung, um Zehntausende Jobs in Produktion, Handel und Handwerk und um die Existenz vieler mittelständischer Solarunternehmen.” Zahlreiche Firmen verzeichnen nach Angaben des BSW-Solar bereits jetzt einen starken Auftragsrückgang. Tausende Arbeitsplätze wurden in der Solarbranche in den letzten Wochen bereits gestrichen. Weltweite Überkapazitäten und ein starker Wettbewerbsdruck verschärfen die Situation zusätzlich.
Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, den zukünftigen Ausbau der Solarstrom-Nutzung in Deutschland gegenüber dem Zuwachs der Jahre 2010 und 2011 mindestens zu halbieren. Gutachten belegen, dass ein weiterer kraftvoller Ausbau der Solarstrom-Nutzung in Deutschland hingegen keine wesentlichen technische Probleme bereitet und sich die weiteren auf den Stromverbraucher umgelegten Anschubkosten durch den Preisverfall von Solarmodulen zudem im Rahmen halten. Allein in den letzten drei Jahren wurde die Förderung neuer Solarstromanlagen von der Bundesregierung bereits halbiert. Inzwischen liegt die Solarstrom-Förderung bereits auf dem Niveau konventioneller Haushalts-Stromtarife. “Die Angst vor einem zu starken und schnellen Ausbau der Solarenergie ist technisch und wirtschaftlich völlig unbegründet und spielt nur den großen Energiekonzernen in die Hände. Diese haben kein Geschäftsmodell für die Photovoltaik und kein Interesse daran, dass immer mehr Bürger ihre Stromversorgung selbst in die Hand nehmen”, so Cramer.
Nachbesserung durch die Bundesländer erhofft sich die Solarbranche insbesondere bei Solarstromanlagen in der Größenklasse 10-100 Kilowattpeak, in der bis Anfang 2013 mit bis zu 45 Prozent besonders starke Fördereinschnitte vorgesehen sind. Hier dürfte sich der Betrieb neuer Solarstromanlagen andernfalls kaum noch rentieren. Dieses Marktsegment machte 2011 rund 50 Prozent des Photovoltaik-Marktes aus. Betroffen sind Solarstromanlagen auf Schuldächern, Mehrfamilienwohnhäusern, landwirtschaftlichen Gebäuden und Gewerbebetrieben.
“Hier haben sich in der letzten Zeit viele Genossenschaften und Bürgerbeteiligungen gebildet. Diesen darf die Politik jetzt nicht die Grundlage entziehen. Für den Erfolg und die Akzeptanz der Energiewende ist es von großer Bedeutung, dass auch in Zukunft Menschen mit kleinem Geldbeutel oder Mieter ohne eigenes Hausdach an der Energiewende teilhaben können”, so Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar.
Der Verband fordert deshalb die Politik auf, dieses Marktsegment zu erhalten und die Solarstromförderung nicht schlagartig wie geplant von bislang 24,4 auf 16,5 Cent je Kilowattstunde (kWh) zu reduzieren, sondern in diesem Frühjahr zunächst auf maximal 18,5 Cent/kWh abzusenken. Nicht hinnehmbar sei zudem, dass Solarstrom-Anlagenbetreiber dieser mittelgroßen Anlagen zukünftig für zehn Prozent des erzeugten Solarstroms überhaupt keine Förderung mehr erhalten sollen. Dies komme einer zusätzlichen Förderkürzung gleich und erhöhe das Investitionsrisiko, da der Eigenverbrauch von Solarstrom hier im Regelfall nicht möglich ist.
Mehr Informationen: www.solarwirtschaft.de
Schnelle und sichere Befestigungstechnik für Solarkollektoren
Die Solarthermie wird gern als erneuerbare Energiequelle zum Heizen von Ein- und Zweifamilienhäusern genutzt. Das Unternehmen Rehau bietet hierzu mit seinen Solarthermie-Systemen Solect umfassende Lösungen für Neubau und Sanierungen. So setzt der neue Flachkollektor FLK 25 auf bewährtes Design und neue innere Werte: Der Mäanderabsorber ist mit vier Anschlüssen und möglicher gleichseitiger Verschaltung flexibel bei der hydraulischen Kollektoranbindung. Mit bis zu 10 Kollektoren in einem Feld – das entspricht einer lichtwirksamen Fläche von 23 Quadratmetern – wird eine großflächige solare Wärmegewinnung möglich. Eine spezielle Tauchhülse je Kollektorfeld untersützt die optimale Regelung der Anlage.
Klemmen statt Schrauben
Die neue Generation der Solarthermie-Kollektoren wird von einer auf dem Markt einzigartigen Montagetechnik begleitet. Bei der Entwicklung stellte REHAU jede einzelne Verbindungsstelle und jeden Montageschritt, die eine bisherige Kollektormontage mit Standardwerkzeugen ausmachte, auf den Prüfstand. Das Ergebnis: Eine schnelle und sichere Befestigungstechnik, die oberhalb der Dachhaut auf jegliche konventionelle Schraubverbindung verzichtet.
Bei der Montage werden die zwei Trageschienen des Kollektors einfach mit einer Drehbewegung in die Schienenaufnahmen eingelegt. Die Klemmen werden dabei hörbar in die obere Schiene eingerastet und der Kollektor durch Umlegen eines Klemmhebels auf der Trageschiene sicher fixiert. Der Einsatz von Werkzeugen am Kollektor ist überflüssig und die Zeitersparnis für den Handwerker enorm. Für größtmögliche statische Sicherheit wird jeder Dachbügel mit vormontierter Schienenaufnahme weiterhin fest mit dem Sparren verschraubt.
Für eine schnelle Verbindung der Kollektoren untereinander und ihren hydraulischen Anschluss sorgen steckfertige Schnellverbinder, die ebenfalls werkzeugfrei montiert werden.
Passender Speicher
Um das Lösungspaket effizient abzurunden, hält Rehau je nach Anwendungsfall eine große Auswahl an hochwertigen Speichern bereit. Für hohe Hygieneanforderungen bei der Erwärmung des Trinkwassers empfiehlt sich die Solect Frischwasserstation mit einem Systemspeicher, idealerweise in Kombination mit Rehau Wärmepumpen. Für die Heizungsunterstützung ergänzen Frischwasserspeicher das Programm. Alle Speicher zeichnen sich durch ihre moderne Vliesdämmung, große Wärmetauscherflächen und somit hohe Effizienz und Komfort aus.
Mehr Informationen: www.rehau.de
Foto: Rehau AG & Co
BR zeigt wie deutsche Solarmodule hergestellt werden
Das Bayerischen Fernsehen hat am 19. April 2012 um 18 Uhr einen Beitrag über die herstellung von Photovoltaik-Modulen gezeigt. Die Fernsehleute haben den Beitrag beim bayrischen Unternehmen Jurawatt in Neumarkt aufgezeichnet. Das Feature kann im Internet noch einmal angeschauet werden: www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/schwaben-und-altbayern-aktuell/solarmodule-panele-sonenenergie100.html
Mehr Informationen: www.jurawatt.de
Innovative Hausenergieversorgung kombiniert PV und Brennstoffzelle
Ein neues, hocheffizientes Energiemanagement-System für Eigenheimbesitzer wird das Unternehmen Kyocera auf Intersolar 2012 im Juni in München präsentieren. Private Solaranlagenbetreiber profitieren durch sinkende Einspeisevergütungen immer weniger von der Einspeisung von selbsterzeugtem Strom aus Photovoltaikanlagen in das öffentliche Stromnetz. Aktuelle Gesetzesentwürfe sehen weitere Kürzungen vor und stellen die Branche vor neue Herausforderungen. Intelligente Lösungen zur effektiveren eigenen Nutzung der Energie – auch unabhängig von der direkten Sonneneinstrahlung – sind gefragt. Der Technologie-Konzern und Solarpionier Kyocera stellt auf der Intersolar in München erstmals ein Gesamtkonzept vor, das neben der Erzeugung auch die Speicherung von Sonnenenergie sowie Wärmegewinnung möglich macht.
Das neue „All-in-One“-Konzept von Kyocera kombiniert Photovoltaik mit einer Lithium-Ionen-Batterie, einer Brennstoffzelle und einem intelligenten Energiemanagement-System (EMS). Dabei setzt die Innovation auf die Kombination von drei wesentlichen Bestandteilen: Photovoltaik, Energiespeichersystem und Kraft-Wärme-Kopplung. Photovoltaikmodule auf dem Dach produzieren Solarenergie. Diese kann mithilfe einer Lithium-Ionen-Batterie gespeichert und unabhängig von der Sonneneinstrahlung verbraucht werden. Eine im Haus installierte Brennstoffzelle produziert elektrische Energie und Wärme aus Erdgas, die zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung genutzt wird. Über das EMS werden die Energieflüsse zwischen Energieerzeugern, -verbrauchern und dem öffentlichen Stromnetz geregelt.
Sonnenenergie speichern, Wärme erzeugen
Die Lebensdauer der Lithium-Ionen-Batterie ist ca. fünfmal so hoch wie bei herkömmlichen Bleibatterien und das bei einer Kapazität von 7,1 kW/h. Das Speichermedium wiegt rund 200 Kilogramm bei einer Größe von 120×90x35cm. Über die installierte Brennstoffzelle wird elektrische Energie und Wärme aus Erdgas erzeugt. Die Energie wird ebenfalls in der Lithium-Ionen-Batterie gespeichert, während die Wärme direkt zur Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung genutzt wird.
Die Brennstoffzelle (SOFC-System) hat Kyocera in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Osaka Gas, Aisin, Chofu und Toyota entwickelt. Das Kraft-Wärme-Kopplungs-System umfasst eine Warmwasserversorgungs- und Heizeinheit und erzielt einen Wirkungsgrad von 46,5%¹ – den weltweit höchsten² einer Brennstoffzelle für kleintechnische Einsätze. Die Gesamtenergieeffizienz des Systems beträgt 90%.¹ Erreicht wird dies durch den Einsatz von Keramik für den energieerzeugenden Brennstoffzellenstack. Dadurch wird eine hohe Betriebstemperatur von 700-750°C in der Zelle erzielt; diese Wärmeenergie kann effizient genutzt werden, um Brauchgas in Wasserstoff umzuwandeln.
Energiemanagementsystem regelt Energieflüsse
Das Energiemanagement-System regelt die Energieflüsse zwischen Photovoltaikanlage, Lithium-Ionen-Batterie, Brennstoffzelle sowie dem öffentlichen Stromnetz – individuell nach Energieerzeugung und -bedarf des Haushaltes. Das bedeutet: In Zeiten des Spitzenverbrauchs wird erst der gespeicherte Solarstrom verbraucht, bevor Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen wird. Darüber hinaus hält das Energiemanagement-System auch bei Stromausfällen die Stromversorgung aufrecht.
¹ Angabe für den unteren Heizwert (Lower Heating Value – LHV). Heizwert exklusive des Brennwerts der latenten Wärme für die Kondensation von Dampf, der bei einer vollständigen Verbrennung von Brenngas entsteht.
² Für Brennstoffzellen-Kraft-Wärme-Kopplungs-Systeme für den kleintechnischen Einsatz. Stand 13 März 2012, basierend auf Forschungen von Osaka Gas.
Intersolar in München vom 13. bis 15. Juni 2012, Kyocera-Stand: A3.240
Mehr Informationen: www.kyocerasolar.de
Foto: Kyocera Fineceramics GmbH
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