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Klimawandel
SymbioFCell: Inbetriebnahme der ersten europäischen Brennstoffzellen-Produktionsanlage bei Siemens
SymbioFCell (Paris, Frankreich) hat mit Unterstützung der Siemens AG die Herausforderung angenommen, ein komplettes, integriertes Brennstoffzellensystem für Automotive-, Maritime und Luftfahrt-Anwendungen zu industrialisieren.
Marktreife Technologie
Insbesondere wasserstoffbasierte Brennstoffzellen-Technologie war in den letzten 20 Jahre das zentrale Thema in der Forschung und Entwicklung für CO2-freie Mobilität als Alternative zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Das internationale Consulting Unternehmen McKinsey sagt voraus, dass bis zum Jahr 2050 Brennstoffzellen sowohl Verbrennungsmotoren als auch Batterie-elektrische Lösungen übertreffen werden. Mit ihrer H2-Mobilitätsinitiative hat Deutschland bereits zwei Milliarden Euro in Wasserstoffanwendungen investiert; dies in enger Zusammenarbeit mit weltweit führenden Automobilherstellern und einer Reihe von Energiedienstleistern und –versorgern.
Wasserstoffmobilitätsprojekte werden ab März 2012 auch in Frankreich auf den Markt kommen. An diesen Wasserstoffmobilitätsprojekten werden Fahrzeughersteller, OEMs, Forschungsinstitute und Entwicklungsfirmen, Energieversoger und führende Startup-Unternehmen wie SymbioFCell partizipieren.
Französische Innovation
SymbioFCell investiert in jene Kerntechnologie, um ein führendes Unternehmen in diesem vielversprechenden Markt zu werden. Das Unternehmen arbeitet eng mit dem Centre Etudes Atomic, (CEA), Grenoble zusammen, das eines der weltweit wichtigsten Institute in der Forschung zur „Niedrig-Kohlenstoff“-Technologie ist. SymbioFCell integriert die vom CEA entwickelten Brennstoffzellen-Stacks in seine Systeme und teilt mit der CEA Forschungs- und Entwicklungsprojekte, um diese zu optimieren und Entwicklungskosten zu reduzieren. Diese ausgereifte Technologie hat mittlerweile durch die Implementierung dieser neuen Produktlinie den industriellen Status erreicht.
Industrialisierung der Systemproduktion zur Kostenreduktion
Bisher wurden Brennstoffzellen in Europa nur in kleinen Stückzahlen gefertigt - hauptsächlich in Forschungs- und Entwicklungslaboren. Eine Industrialisierung ermöglicht drastische Kosteneinsparungen und ist ein bedeutenderer Schritt in Richtung der Umgestaltung des Transportwesens und der Energieproduktion. Werden Energieautarkie, Ressourcen-schonende Entwicklungen und saubere, leise Mobilität wirksam eingesetzt, sind Brennstoffzellen reelle Lösungen für die Zukunft. Leichtgewichtig und kompakt können sie elektrische Fahrzeuge mit Energie versorgen, um deren Autonomie zu erhöhen und dies zudem mit Betankungszeiten, die denen eines existierenden Verbrennungsmotor-Fahrzeuges entsprechen.
SymbioFCells strategisches Bestreben ist die Industrialisierung des kompletten Brennstoffzellensystems, das sowohl im Range-Extender-Markt mit klein bis mittlerem Energiebedarf (Reichweitenerweiterung der existierenden batteriebasierten Fahrzeuge) als auch im Hochenergie-Markt (Lastwagen, Busse, usw.), der alle Typen von Spezialmotoren, die für die gewaltigen CO2-Emissionen verantwortlich sind, einschließt, eingesetzt werden kann.
Siemens Energy, die an einer industriellen Umwandlung der Produktionsstätte in Grenoble antizipiert, baut bereits ein breites Spektrum an Aktivitäten strategisch auf, welches die Entstehung von neuen hausinternen Projekten fördert, aber genauso Produktionsprojekte von innovativen Firmen unterstützt.
“Es ist ein Teil unseres breit gefächerten Planes, dass Siemens SymbioFCells Brennstoffzellen-Projekt unterstützt. Siemens arbeitet bereits kontinuierlich mit an diesem Projekt und bringt SymbioFCells das industrielle Know-how für Design und Fertigung”, so Jacques Blanc, Project Development Direktor bei Siemens Grenoble.
Fabio Ferrari, CEO von SymbioFCell kündigte an, dass “diese Initiative die notwendigen Konditionen schafft, um kurzfristig eine zuverlässige und ökonomisch existenzfähige Lösung zu realisieren. Unsere Produktionseinheit wird im Herbst 2012 betriebsbereit sein.”
SYMBIOFCELL
www.symbiofcell.com
Headquarters 17 avenue du Lac Léman
73370 Le Bourget du Lac
Sales & Marketing 109 boulevard Pereire
75017 Paris
+33 9 7721 9966
SymbioFCell
SymbioFCell ist ein französisches Unternehmen, das sich auf die Fertigung von Brennstoffzellensystemen und auf die Entwicklung der dazu notwendigen Elektronik und Software für das Brennstoffzellen-Managementsystem, sowie auf die Entwicklung spezieller Komponenten für das komplette integrierte Brennstoffzellensystem spezialisiert hat. Diese Systeme wurden für spezielle industrielle Applikationen wie elektrisch betriebene Fahrzeuge, mobile Stromgeneratoren, Schiffe und spezielle Fahrzeuge, usw. entwickelt. Als Entwickler und Systemintegrator zugleich liefert SymbioFCell eine Vielzahl unterschiedlicher Systeme und Leistungsklassen in alle Marktsegmente, die an dieser neuen Technologie interessiert sind. Seine Ingenieurskompetenz ermöglicht es SymbioFCell seine Systeme in Klein- bis Mediumserien auch für Nischenmärkte herzustellen. Damit diese Ziele erreicht werden können und um seinen Vorsprung in dieser Technologie zu gewährleisten, wurden Partnerschaften mit großen Akteuren aus diesem Bereich geschlossen, wie zum Beispiel: CEA-Liten, Armines, FCLAB und Solvicore.
Quelle: Pressemitteilung von SymbioFCell vom 31. Januar 2012
NASA-Weltkarte der Erderwärmung von 1880 bis 2011
Bei den aktuell sibirischen Temperaturen in Deutschland mag man es zwar kaum glauben, aber die Erde erwärmt sich global gesehen immer weiter, wie auch die mehr als 100 Jahre abdeckende animierte Weltkarte der NASA zeigt. Die US-Bundesbehörde für Luft- und Raumfahrt zeichnet über Wetterstationen die Temperatur der Erde seit dem Jahr 1880 auf und kann damit einen besonders langfristigen Überblick über die Globale Erwärmung liefern. Klimaskeptikern zum Trotz beschleunigte sich die Erderwärmung vor allem seit den späten 1970ern, als die Verbrennung von Öl, Gas und Kohle aufgrund der Ausbreitenden Industrialisierung so richtig in Fahrt kam.
Ein weiterer Beweis für eine (Mit)Schuld der Menschen an Erderwärmung und Klimawandel dürfte die Tatsache sein, dass neun der zehn wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnung durch die NASA vor mehr als 110 Jahren innerhalb der letzten 13 Jahre lagen (1998 bis 2011). Vor allem in den Jahren 2005 und 2010 war es wärmer als je zuvor in der Aufzeichnungsperiode. Die im Video auf der Weltkarte rot dargestellten Flächen beschreiben demnach eine höhere Temperatur als der Durchschnitt in der Basisperiode von 1951 bis 1980, während die bleuen Flächen für kältere Temperaturen stehen.
Befragung der Uni Hamburg zum Thema “Kommunikation zum Klimawandel”
Wissenschaftler der Uni Hamburg führen derzeit im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts eine Online-Befragung zum Thema “Kommunikation zum Klimawandel” durch.
Gegenstand der etwa 15-minütigen Befragung sind Fragen zur Internetnutzung, zur Wahrnehmung des Klimawandels in den Medien und zum Klimawandel im Alltag.
Unter den Teilnehmern werden am Ende der Befragung ein IPad und zehn Amazon-Gutscheine im Wert von je 25 Euro verlost.
Hier können Sie an der Umfrage teilnehmen
Vielen Dank für die Unterstützung!
Europa: Wie die steigende Nachfrage nach Fisch die Weltmeere überfordert
Ganze 71 Prozent unseres Planeten sind von den Ozeanen und Meeren bedeckt, weshalb man vielleicht auf die Idee kommen könnte, dass es sich um eine schier unerschöpfliche Nahrungsquelle handelt. In vielen Teilen der Welt wird allerdings inzwischen mehr Fisch gefangen, als nachwächst, was zu einer Gefährdung der Bestände führt. Besonders schlimm ist die Lage in Europa, wo rund 75 Prozent der Bestände als überfischt gelten. Da der Fang in der EU im vergangenen Jahrzehnt um rund ein Drittel gesunken, gleichzeitig die Nachfrage nach Fisch aber gestiegen ist, durchpflügen die industriellen Fangflotten aus Europa zunehmend auch die Gewässer vor Afrika, Indien, Asien und Südamerika. Inzwischen kommen 30 Prozent der unter EU-Flagge gefangenen Fische aus nicht-europäischen Fanggebieten, weshalb auch weltweit immer mehr Fischbestände in Bedrängnis geraten.
Im Auftrag des WWF hat das Projekt “Sea around us” der Universität von Vancouver die Ausbreitung der weltweiten und europäischen Fischereiflotten untersucht. In der animierten Infografik im Video ist zu sehen, wie sich die Fanggebiete der weltweiten Flotten seit 1950 ausgebreitet haben. Bis zum Jahr 2006 verzehnfachten sie ihren Radius von 10 auf rund 100 Mio. Quadratkilometer. Zudem steht auf der Webseite des WWF eine interaktive Karte zur Ausbreitung der weltweiten Fischerei zur Verfügung.
“Die Karte verdeutlicht, dass nicht nur die befischte Fläche zugenommen hat, sondern auch die Intensität der Nutzung: Eine immer größere Meeresfläche wird immer stärker genutzt. Um die Auswirkungen der Fischerei auf die Ökosysteme zu messen, analysierten die Wissenschaftler die benötigte Primärproduktion (PPR*). Sie steht für die Energie, die einem Fisch bis zum Fang von seinem Ökosystem bereitgestellt wurde und setzt sie ins Verhältnis zur gesamten verfügbaren Energie in diesem Gebiet. Die blauen Flächen in der Karte stehen für wenigstens 10 Prozent Entnahme der PPR, orange für wenigstens 20 Prozent und rot weist auf eine Entnahme von mindestens 30 Prozent der PPR hin. Ein Wert von 30 Prozent PPR-Entnahme bedeutet, dass die Fischerei ein knappes Drittel der gesamten Primärproduktion ein einem Gebiet vernichtet/verbraucht. Ein Vergleich mit den Fangstatistiken der FAO zeigt, dass die meisten der roten Gebiete überfischt sind. Im globalen Maßstab trägt die Europäische Fischerei signifikant zu der Belastung der Fischbestände bei.” (Quelle: WWF)
Freight Farms - Konzept zum Anbau von Lebensmitteln in jeder Umgebung
Auf der Crowdfunding-Plattform “Kickstarter”, einer Webseite auf der sich viele Menschen zur gemeinsamen Finanzierung von Projekten zusammen schließen, haben es die Gründer von “Freight Farms” geschafft, genügend Geld für einen ersten Prototypen ihrer Idee zu sammeln. Und diese ist beeindruckend, denn es geht um eine echte Revolution: Lebensmittel sollen wieder da produziert werden wo sie verkauft und gegessen werden. Denn Früchte und Gemüse werden heute oft über Ländergrenzen hinweg und oft sogar um die halbe Welt geschifft. Dies macht sie nicht nur weniger frisch sondern es sorgt auch für einen gigantischen Energieverbrauch und Unmengen an Emissionen.
Die Container von Freight Farms sollen die Versorgung vor Ort mit frischem Obst und Gemüse zu günstigen Preisen sichern. Die Container werden zu diesem Zweck von innen isoliert und mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach ausgestattet. Zudem wird ein Belüftungssystem eingebaut. Eingebettet in eine Nährstofflösung und bestrahlt von auf die Gemüse- oder Obstsorte angepassten LEDs sollen die Pflanzen dann prächtig gedeihen.
Weitere Informationen auf www.freightfarms.com und Freight Farms @ kickstarter.com
Blue Skies Award 2012: Ideen zum Klimaschutz von Schülern und Jugendgruppen gesucht
Seit gestern und noch bis zum 29. Februar 2012 suchen der EUROPARC Deutschland e. V. und die deutschen UNESCO-Biosphärenreservate im Rahmen des Klimaschutzwettbewerb “Blue Skies Award 2012″ konkrete Projekte von Schülern oder Jugendgruppen, die Themen wie Energiesparen, Mobilität, Konsumverhalten oder den Schutz von Tier- und Pflanzenarten aufgreifen. Denn wie wir heute mit den natürlichen Ressourcen umgehen, wieviel Emissionen wir verursachen und wie intakt wir unsere Umwelt bewahren, wird vor allem Auswirkungen auf die heute noch sehr jungen Menschen und die kommenden Generationen haben.
Aktiver Klimaschutz fängt damit an, kritische Fragen zu stellen und eigene Gewohnheiten zu hinterfragen. Unsere Art zu leben, zu essen, unsere Fortbewegung oder die Frage, wie wir uns kleiden, hat in der Summe eine Auswirkung auf das Klima. Der Wettbewerb “Blue Skies Award 2012″ hat zum Ziel, den Heranwachsenden dieses bewusst zu machen und Wege zum Handeln aufzuzeigen. Beispielsweise können Elektrogeräte wie Fernseher, Computer oder Spielkonsole nach dem Benutzen ganz ausgeschaltet und nicht auf Stand-By gelassen werden. Denn schon kleine Änderungen in den täglichen Gewohnheiten können viel bewirken, wenn viele Menschen überzeugt werden und mitmachen. Wer mehr wissen will, findet hier weitere Tipps zum Energiesparen.
Dabei beginnen Klima- und Umweltschutz nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch vor der Haustür: In den 15 deutschen UNESCO-Biosphärenreservaten wird das erlebbar, denn diese Gebiete stehen beispielhaft für ein Zusammenleben von Mensch und Natur. Hier wird gezeigt, dass sich das Nutzen und Schützen wertvoller Naturlandschaften nicht ausschließen müssen. Biosphärenreservate werden deshalb auch als “Lernorte der Natur” bezeichnet, die vor allem von einem regionalen Miteinander leben.
Der gemeinnützige Verein EUROPARC Deutschland e. V. ist der Dachverband aller deutschen Großschutzgebiete, zu denen neben den Biosphärenreservaten auch die National- und Naturparke gehören. Unterstützt wird der “Blue Skies Award 2012″ zudem von der Honda Deutschland GmbH, denn für Honda steht Verantwortung für die Umwelt und die nachhaltige Entwicklung der von Produktion und Produkten beeinflussten Gesellschaft im Zentrum der Unternehmensphilosophie. Durch die Kooperation mit den UNESCO-Biosphärenreservaten unterstützt das Unternehmen zukunftsweisende Konzepte und Projekte, um erlebbar zu machen, wie der Mensch die Natur nutzen kann, ohne sie zu zerstören.
Anmeldeschluss zur Teilnahme am “Blue Skies Award 2012″ ist der 29. Februar 2012. Mehr Informationen zum Wettbewerb und zur Anmeldung unter www.blueskiesaward.de
Wie Existenzgründer der Green Economy die Welt retten
Ein rasant steigender Energieverbrauch in den entscheidenden Schwellenländern wie China, Brasilien und Indien, ein gescheiterter Klimagipfel in Durban gegen Ende des letzten Jahres und mit Kanada sogar der erste Aussteiger aus dem Kyoto-Protokoll. Vor diesem Hintergrund dürften sich Schwarzseher bestätigt fühlen, welche die Menschheit und unsere Erde bereits seit Jahren auf eine große und unabwendbare Klimakatastrophe zurasen sehen. Doch große Probleme und Herausforderungen bieten immer auch Chancen, weshalb gerade Gründungsexperten in dieser Entwicklung auch etwas Positives sehen. Wenn Regierungen tatenlos zusehen und viele bestehende Unternehmen einen Kurswechsel möglichst lange hinauszögern wollen, dann bieten sich schließlich Nischen und Möglichkeiten für Existenzgründer und Start-Ups.
Andreas Kuckertz, Lehrstuhl für Innovations- und Gründungsmanagement an der Technischen Universität Dortmund, sieht aus diesem Grund gerade in 2012 große Chancen für Unternehmensgründer: “Sie sind Problemlöser. Die aktuellen Probleme werden genau die Gründer, die wir uns wünschen, nicht abschrecken, sondern dazu anspornen, marktfähige Lösungen zu entwickeln.” Dabei geht es auch im Bereich der Green Economy nicht nur um den Erhalt einer möglichst intakten Umwelt und einer lebenswerten Erde, sondern selbstverständlich auch um wirtschaftlich tragfähige Konzepte. Schließlich soll auch hier Geld verdient und Arbeitsplätze geschaffen werden. Nur eben mit einem möglichst geringen negativen Einfluß auf unsere Lebensgrundlage. Die Erfahrung der letzten Jahre haben nach Informationen des KfW/ZEW-Gründungspanel bewiesen, dass Gründungen in Krisenzeiten im Schnitt innovativer und erfolgreicher sind als Gründungen in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs.
Junge Unternehmen stecken in der Regel voller Energie, Tatendrang und Visionen. Damit sind sie prädestiniert, verkrustete Strukturen aufzubrechen und frischen Wind in den Markt bringen und Wachstumsimpulse setzen. “Sie ergänzen innovatives Engagement von etablierten Unternehmen und realisieren – wie die Forschung gezeigt hat – oftmals gerade auch solche Konzepte, die von etablierten Unternehmen nicht angegangen oder vernachlässigt werden”, erklärt Andreas Kuckertz. Dass neu gegründete Unternehmen Treiber der grünen Wirtschaft sind, sieht auch Professor Jürgen Schmude, Gründungsforscher an der Ludwig-Maximilians-Universität in München: “Sie sind oft Vorreiter, die neue Produkte auf und Ideen in den Markt bringen. Bestehende Unternehmen sind in Zeiten wirtschaftlicher Stagnation tendenziell passiver. Mit Blick auf die Green Economy weist Kuckertz den Gründern eine entscheidende Rolle zu: “Dieser Teilbereich der Wirtschaft ist momentan per se innovativ und es existieren wenige etablierte Geschäftskonzepte, die einfach kopiert werden könnten. Und daher dürfen wir gerade von Unternehmensgründern erwarten, dass sie die Green Economy stark nach vorne treiben werden.”
Neue Impulse für Neugründungen werden auch von der im Juni bevorstehenden Konferenz der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung erwartet, dem so genannten Erdgipfel in Rio de Janeiro. Im Vordergrund stehen die zwei Themen: Green Economy im Kontext nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung sowie institutionelle Rahmenbedingungen nachhaltiger Entwicklung. Die Unterstützung von Neugründungen darf daher nicht zurückgefahren werden, denn gerade jetzt braucht die Green Economy Gründer, die dem Markt einen neuen Schwung geben. Ein Scheitern oder Aufschieben weiterer Wachstumsanreize der Green Economy wäre fatal, so die Meinung Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung: Die Green Economy erduldet keinen Aufschub. “Weitere Verzögerungen bezahlen wir mit höheren Risiken.”
Ein gutes Beispiel, wie Existenzgründer auch einen eigentlich bereits gesättigten Markt revolutionieren können, zeigt das Beispiel des Ökoenergieversorgers Polarstern, dessen Gründer beweisen, dass sich Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung keinesfallls ausschließen müssen. Gefördert wurde die Erarbeitung des neuen Ökogasangebots vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Europäischen Sozialfonds. “Die Unterstützung durch das EXIST-Stipendium hat es uns ermöglicht, das erste wettbewerbsfähige 100 Prozent Ökogasprodukt zu entwickeln. Es ist ein Meilenstein im Ökoenergiemarkt, schließlich werden 75 Prozent der Energie in privaten Haushalten beim Heizen verbraucht. Und das erfolgt in drei Viertel der Fälle noch immer mit fossilen Rohstoffen wie Erdöl und Erdgas, weil die bisherigen Biogasangebote einfach zu teuer sind”, erklärt Florian Henle, Mitgründer von Polarstern.
Ecoloop erhält für Synthesegas den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt
Die Erkenntnis, dass der bisherige Weg von Energieerzeugung und Ressourcenverschwendung so nicht weitergehen kann, birgt im Gegensatz zum Irrglauben einiger Kritiker der Energiewende und des New Green Deal nicht nur Risiken, sondern vor allem auch sehr viele Chancen. Sowohl bestehende Unternehmen wie auch Start-Ups haben mit neuen Technologien und Verfahren nicht nur die Möglichkeit etwas für Umwelt- und Klimaschutz zu tun, sondern damit auch viel Geld zu verdienen. Die aussichtsreichsten Innovationen werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und dem Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) in diesem Jahr zum dritten Mal ausgezeichnet. Einer der Gewinner des Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt war das neuartiges Verfahren “Ecoloop” zur emissionsfreien Herstellung von Synthesegas (synthetisches Brenngas).
Das neue Verfahren verwendet zur Herstellung des künstlichen Gases Biomasse sowie Sekundärrohstoffe und soll es energieintensiven Industrien ermöglichen, den Einsatz fossiler Brennstoffe und damit den CO2-Ausstoß zu verringern. Die bahnbrechende Methode wurde von der Fels-Werke GmbH aus Goslar entwickelt, einer Tochtergesellschaft der Duisburger Xella Gruppe. Sie wurde von der hochkarätig besetzten Jury unter Vorsitz von Prof. Klaus Töpfer aus einer Vielzahl von Berwerbungen für den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt 2011 (IKU) ausgewählt. Die wissenschaftliche Bewertung erfolgte durch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe.
Bei steigenden Preisen für fossile Brennstoffe und sowie der Verschärfung von Umwelt- und Klimaschutzvorschriften, werden Industrieunternehmen weltweit dazu gezwungen, nach neuen Strategien und Technologien für eine sichere, schadstoffarme und bezahlbare Energieversorgung zu suchen. In einem mehrjährigen Entwicklungsprozess, der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird, ist es einem Expertenteam der Fels-Werke gelungen, eine neue hocheffiziente und emissionsfreie Vergasungstechnik im Industriemaßstab zu entwickeln - Ecoloop.
Ecoloop: Schadstoff- und rauchgasfreie Vergasung in geschlossenem Kreislauf
Die Ecoloop-Anlage verbindet dabei die bereits in verschiedenen Industrien bewährten großtechnischen Verfahren zu einer neuartigen Technologie. “Kernpunkt ist die Erzeugung eines reinen Brenngases durch Synthese bzw. thermische Spaltung,” erklärt Roland Möller, Spezialist für Chemie- und Verfahrenstechnik und Geschäftsführer der Ecoloop GmbH. “Die Innovation basiert auf einem Schüttgutkreislauf, dem Ecoloop.” In ihm werden in einer intelligenten Kombination Kalk und Ersatzbrennstoffe wie beispielsweise Biomasse, Kunststoffabfälle (Polyethylen (PE), Polyvinylchlorid (PVC) u.a.) oder andere kohlenstoffreiche Materialien zusammengeführt. “Aus diesen Rohstoffen gewinnen wir in einem Schachtofen energieeffizient hochreines Synthesegas, ein Gemisch aus Methan, Wasserstoff und Kohlenmonoxid,” erläutert Möller weiter.
Dr. Herbert F. Müller-Roden Vorsitzender der Geschäftsführung von Ecoloop sowie der Muttergesellschaft Fels-Werke gibt sich zuversichtlich: “Das patentierte Ecoloop-Verfahren wird neue Maßstäbe in der energieeffizienten Verwertung einer Vielzahl von Einsatzstoffen setzen – ganz ohne die Entstehung giftiger organischer Schadstoffe wie zum Beispiel Dioxinen und Furanen sowie ohne Rauchgase, die eine aufwendige Reinigung erfordern würden.”
Neben dem Synthesegas fällt am Ende des Vergasungsprozesses auch sogenanntes Pyrolysekoks an, also Kohlenstoff, der im Rahmen des Kreislaufs erneut als Energieträger genutzt werden kann. Der Ecoloop-Prozess kann sich so nahezu autark mit Energie versorgen (autothermes Vergasungsverfahren), und auch das im Prozess entstehendes Kohlenstoffdioxid (CO2) wird rückgeführt und als Vergasungsmittel verwendet. Der gesamte Prozess findet in einem geschlossenen System statt - also ohne zusätzliche Emissionen an die Umwelt.
Ecoloop leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einem nachhaltigen Klimaschutz im Industriesektor - ein Anliegen, dem sich die Xella Gruppe engagiert widmet. Erst kürzlich hat Xella als Gründungsmitglied zusammen mit den Partnern Deutsche Bahn, EWE, M+W Group, Otto Group und PUMA die Stiftung 2° ins Leben gerufen. Gemeinsam wollen die Unternehmen an konkreten Lösungen für einen effizienten Klimaschutz arbeiten.
Pilotanlage im Industriemaßstab
Die erste großtechnische Pilotanlage entsteht zurzeit im Kalkwerk Kaltes Tal der Fels-Werke im Oberharz. Dort soll das im Laufe des Jahres 2012 gewonnene Synthesegas als Brennstoff für die Kalkproduktion genutzt werden.
Doch die Entwickler denken bereits weiter: “Die Technologie lässt sich nahezu uneingeschränkt auf andere industrielle Anwendungen übertragen und ermöglicht zudem eine standortunabhängige Energieversorgung”, erklärt Möller. Einen weiteren Vorteil sieht er darin, dass der Kapitalbedarf für eine Ecoloop-Anlage deutlich unterhalb der von Ersatzbrennstoff-Kraftwerken liege – “und das bei einer wesentlich höheren Flexibilität hinsichtlich der Qualität des Input-Materials.”
Weitere Informationen zu Technologie und Unternehmen sind auf der Webseite unter www.ecoloop.eu zu finden.
InnovationCity: Bottrop als Modellstadt für Energiesparen und Klimaschutz
Die Stadt Bottrop liegt mitten im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen und hat in etwa 117.000 Einwohner. Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen, die seit dem Beginn des Niedergangs des Steinkohle-Bergbaus in Deutschland immer noch große wirtschaftliche Probleme haben, hat sich Bottrop seit Jahren erfolgreich um einen Strukturwandel bemüht. Gekennzeichnet ist der Erfolg von einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten im Ruhrgebiet. Zudem die Stadt den Wettbewerb des Initiativkreises Ruhr gewonnen und trägt seitdem offiziell den Titel “InnovationCity“. Bottrop ist damit Modellstadt für Energiesparen und Klimaschutz und soll internationalen Vorbild- und Vorzeigecharakter haben. Das langfristige Ziel geht aber deutlich weiter: Das gesamte Ruhrgebiet soll zu einer Niedrigenergieregion gemacht werden.
Für Oberbürgermeister Bernd Tischler (SPD) bringen Energiesparen und der Umstieg auf Erneuerbare Energien dabei nicht nur Vorteile für die Umwelt und beim Klimaschutz mit sich, sondern sie bieten vor allem auch wirtschaftliche Chancen für Bürger, Unternehmen und die gesamte Stadt. Die energetische Sanierung und Modernisierung schafft Arbeitsplätze in der Region und attraktivere Stadtviertel, dies führt zu mehr Leben in den Stadtteilen und wenn der Verbrauch an Strom und Heizenergie sinkt, reduziert dies für Eigentümer und Mieter die Energiekosten. Mit der Solaranlage auf dem eigenen Dach werden ebenfalls Jobs gesichert und Hausbesitzer erhalten zudem eine lukrative Rendite.
Konkret hat man sich in Bottrop zum Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um die Hälfte zu reduzieren und zur Erreichung wurden eine ganze Reihe von Maßnahmen angestoßen. Herzstück ist das inzwischen eröffnete Zentrum für Information und Beratung (ZIB) in zentraler Lage der Stadt Bottrop und die Beratung ist selbstverständlich kostenlos.
China: 200 Arbeiter bauen ein energieeffizientes Hotel mit 30 Stockwerken in nur 15 Tagen
Jüngst wurde in der Provinz Hunan in China das T30 Hotel mit 30 Stockwerken errichtet. Die Höhe ist daher sicher nichts besonderes, dafür aber die Schnelligkeit. Insgesamt 200 Arbeiter sorgten dafür, dass für den Bau aus vorgefertigten Teilen nur 15 (!) Tage benötigt wurden. Im Video wurde das ameisenartige Arbeiten festgehalten. Das Gebäude wurde vom Unternehmen Broad Sustainable Building gebaut und soll nicht nur bei der Bauzeit alle Rekorde gebrochen haben. Auch beim Energieverbrauch soll das Hotel eine Spitzenposition einnehmen, denn es soll fünfmal weniger Energie verbrauchen als ein vergleichbares Gebäude und nur einen Bruchteil dessen Bauschutt und Abfall erzeugen.
Die Verwendung von vorgefertigten Bauteilen spart beim Bau nämlich nicht nur sehr viel Zeit, sondern auch eine Menge Energie und Müll. Laut eigener Aussage wurde das Gebäude von der China Academy of Building Research auch als besonders sicher zertifiziert und das T30 Hotel soll sogar Erdbeben bis zur Stärke 9 unbeschadet überstehen können.
Weitere Informationen sind im Beitrag “200 Chinese Workers Erect a 30 Storey Prefabricated Hotel in Just 15 Days” auf der Webseite von “Inhabitat - Green Design Will Save the World” zu finden.
Fotostrecke: So würde die Welt ohne den Umweltschutz aussehen
Leider gibt es immer noch Menschen, die ernsthaft glauben, dass Umweltschutz nur Zeitverschwendung ist und dem wirtschaftlichen Fortschritt immer nur im Wege steht. Meist lehnt dieser Typ ohnehin jegliche Veränderungen ab und lebt getreu dem Motto, dass früher ohnehin alles viel besser war. Dabei fehlt das Verständnis dafür, dass die Erde es zwar vielleicht verkraften kann, wenn im Jahr 1986 weltweit rund 500 Millionen Autos Abgase aus dem Auspuff jagen, nicht aber, wenn nach den Prognosen des deutschen Verbands der Automobilindustrie der Autobestand der Welt bis 2050 auf 2,6 Milliarden Autos anwächst. Das Beispiel des Automobils zeigt die Komplexität der heutigen Probleme und Herausforderungen sehr gut, denn auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern wollen die Menschen natürlich mit steigendem Lebensstandard auch mobil sein. Um die Auswirkungen auf Umwelt und Klima so gering wie möglich zu halten sind die Entwicklung alternativer Antriebe sowie die Steigerung der Effizienz also unabdingbar. Und wie die Welt (bzw. im speziellen Fall die USA) ohne Umweltschutz aussehen würde, zeigt eine Fotostrecke auf Treehugger.
Foto: Documerica / The U.S. National Archives
In dem Beitrag werden Bilder aus dem eindrucksvollen Fotojournalismus-Projekt “Documerica” gezeigt, die zu Beginn der 1970er Jahre in den USA aufgenommen wurden. Sie zeigen eine Welt wie sie vor und zu Beginn der Umweltschutzbewegung aussah. Beispiele sind die Schlote einer Fabrik, die ausrangierte Autobatterien verbrennt und die - wie auf dem Foto zu sehen - den Himmel mit dem giftigem Rauch schwarz färbt. Auf den anderen Bildern sind Städte mit hoher Luftverschmutzung, verseuchte Strände und Gewässer sowie Menschen zu sehen, die unter den damaligen Arbeits- und Umwelbedingungen zu leiden hatten.
Ob damals alles besser war und der Umweltschutz nichts positives bewirkt hat, sollte spätestens nach Ansicht dieser Bilder geklärt sein.
Alle Bilder ansehen: Zur Treehugger Webseite und Fotoserie
Foto: Das Foto stammt aus den offiziellen U.S. National Archives und ist damit Gemeinfrei (Public Domain).
Wie Bürgersolarparks und Bürgerwindparks die Energielandschaft verändern
Noch wird die Energieversorgung von Deutschland und den meisten anderen Staaten der Welt von wenigen großen Energiekonzernen kontrolliert. Diese haben jahrzehntelang vor allem auf billige Atomenergie und Kohlekraft gesetzt, sich um die Auswirkungen auf Klima und Umwelt wenig Gedanken gemacht und vor allem damit Milliarden gescheffelt. Während die Auswirkungen eines Kohlekraftwerks wie etwa die Luftverschmutzung vor allem auch die unmittelbar in Nachbarschaft lebenenden Menschen betreffen, sehen sie von den Gewinnen meist nichts. Besonders profitieren hingegen (Groß)Investoren, Vorstände und Manager der Konzerne. Inzwischen formiert sich aber Widerstand in Form sogenannter Bürgersolarparks und Bürgerwindparks.
So funktionieren Bürgersolarparks und Bürgerwindparks - Entwicklung und Vorteile
Seit Jahren steigt die Zahl von Initiativen kontinuierlich an, in der sich die beteiligten Bürger in einer Genossenschaft zusammenschließen, um die ökologisch nachhaltige, dezentrale und von Großkonzernen unabhängige Energiegewinnung zu fördern. In ihnen können Menschen aus der Region z.B. in einen Bürgersolarpark oder Bürgerwindpark investieren um so zur Energiewende und zum Klimaschutz beizutragen. Darüber hinaus ist die Investition in die Erneuerbaren Energien meist auch eine lukrative Anlagemöglichkeit. Insbesondere die Förderung von Solarstrom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz trug zu einem regelrechten Boom von Bürgersolarparks und Bürgersolaranlagen bei. Schließlich bietet sich hier auch für Bürger die Möglichkeit von der Solarförderung der Bundesregierung zu profitieren, die kein eigenes Haus mit geeigneter Dachfläche zur Verfügung haben.
Bürgersolaranlagen als einfacher Beitrag zur Energiewende und sinnvolle Kapitalanlage
Wenn mehrere Bürger derselben Region diese unabhängiger machen wollen und einen Teil zur Energiewende beitragen möchten, dann bietet sich Bürgersolaranlagen als eine der einfachsten Möglichkeiten an. Die Dachflächen oder Freiflächen (ehemalige Militäranlagen, Deponien, etc.) werden häufig von der Kommune oder entsprechenden Gewerbeunternehmen gepachtet, die so ebenfalls von der Initiative profitieren. Aufgrund der gesicherten Abnahme des Solarstroms zu festen Preisen für 20 Jahre, handelt es sich für die Beteiligten um eine sehr sichere Kapitalanlage.
Bürgerwindparks als sinnvolle Alternativen für eine Energiewende mit Mitbestimmung
Im Vergleich mit den Bürgersolaranlagen oder Bürgersolarparks bieten Bürgerwindparks einen weiteren Vorteil vor den Windparks nach klassischem Investorenkonzept. Da Windenergieanlagen oft auch viel Gegenwind in Form von Bürgerinitativen erfahren, die den Bau solcher Anlagen in ihrer unmittelbaren Nähe verhindern wollen, steht die Beteiligung der vor Ort lebenden Bürger bei der Konzeptionierung, Finanzierung und Organisation eines Bürgerwindparks im Vordergrund. Müssen Anwohner negative Auswirkungen fürchten, bietet sich ihnen hier zumindest ein größeres Mitspracherecht sowie ein direkter finanzieller Ausgleich durch die Beteiligung am Gewinn.
Sinnvolle Nutzung: Freiflächen-Solaranlagen für Mülldeponien
Die Preise für Photovoltaikanlagen sinken seit Jahren und die Kosten für eine erzeugte Kilowattstunde Solarstrom haben sich daher ebenfalls kontinuierlich reduziert. Dank der enormen Förderung wird auch hierzulande immer mehr Strom aus Sonnenenergie produziert, im Rekordjahr 2011 waren es mehr als 18 Milliarden kWh Solarstrom in Deutschland. Neben der Installation von Photovoltaikanlagen auf gewerblichen und privaten Hausdächern tragen dazu auch viele Freiflächen-Solaranlagen und Solarparks bei. Die Landnutzung steht dabei aber als negativer Punkt der sauberen Stromerzeugung gegenüber, außer es handelt sich um Gelände, das nicht anderweitig genutzt werden kann. Hierzu zählen neben ehemaligen Militäranlagen auch Mülldeponien.
Foto: Solar Integrated Technologies GmbH
Wie im Heft “Müll und Abfall” 10/2009 veröffentlicht, lagern alleine in Deutschland rund 2,5 Milliarden Tonnen Haushalt- und Industrieabfälle sowie Bauschutt auf Mülldeponien. Die Deponien sind dabei speziell gebaute Anlagen, auf denen die Abfälle in der Regel endgelagert werden und die so konzipiert werden, dass sie die Umwelt möglichst wenig schädigen. In ihnen zersetzen sich die Abfälle über Jahrzehnte, wobei vor allem verhindert werden muss, dass giftige Stoffe in das Grundwasser gelangen. Oberflächlich werden geschlossene Deponien in der Regel rekultiviert, so dass dort Bäume, Gras und andere Pflanzen angepflanzt werden. Aufgrund der enstehenden Gase und Gifte lassen sie sich über Jahrzehnte nich nutzen, so dass diese Landmassen als Standorte für Freiflächen-Solaranlagen eigentlich ideal sind.
Unternehmen wie die Solar Integrated Technologies GmbH aus Mainz bieten hierfür spezielle Lösungen an, die sich vor allem auch durch eine Kombination aus flexiblen PV-Modulen und modernen strapazierfähigen Membranen auszeichnet, so dass die Solaranlagen bereits im Zeitraum der Setzung des Bodens installiert werden können ohne durch Bewegungen des Bodens beschädigt zu werden. Mit der solaren Stromerzeugung lassen sich Deponien sinnvoll nutzen, bis die Jahrzehnte vergangen sind und eine konventionelle Nutzung der Fläche wieder möglich ist. Spezielle Produkte wie die SolarLandfill “Abdichtungs”-Technologie von Solar Integrated Technologies ermöglicht zudem die Verbindung und Kombination der verschiedendsten Funktionen wie etwa der Vermeidung von Erdrutschen und Bodenerosionen, der Sicherstellung eines sauberen Wasserabflusses und den Schutz gegen Gasentweichungen. Letzteres auch ohne die Einschränkung der Nutzung des Deponiegas als Brennstoff und Energieträger.
Klimawandel - Ursachen und Folgen verständlich erklärt
Einige bezweiffeln immer noch, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird, andere versuchen alles daran zu setzen, die Menschen aufzurütteln und die Erde vor dem drohenden Klimakollaps zu retten. Doch welche Theorie ist die richtige? Gab es nicht schon immer Schwankungen im Bereich der Temperatur auf unserem Planeten? Aber können Milliarden Bäume gefällt, täglich riesige Strecken in Autos zurückgelegt und gigantische Mengen CO2 aus Schornsteinen und Fabrikschloten gepustet werden, ohne dass dies Auswirkungen hat? Also was genaus sind die Ursachen und Folgen des Klimawandels? Wie entsteht er? Und was kann dagegen getan werden? Der Animationsfilm aus der WissensWerte Reihe soll diese fragen verständlich klären.
Während die Frage nach dem Einfluß des Entgegenwirkens zwar berechtigt sein kann, dürfte eigentlich klar sein, dass der weltweite Verbrauch und die Verbrennung von mehr als 90 Millionen Barrel Erdöl - das sind unglaubliche 10.561.230.000 Liter - pro Tag (!) sicherlich einen Einfluß auf Umwelt und Klima haben muss. Vor allem, da Erdöl nur zu einem Drittel der Deckung des weltweiten Energiebedarfs beiträgt. Weitere 40 Prozent werden durch die Verbrennung von Steinkohle, Braunkohle und Erdgas gedeckt.
Welchen genauen Anteil die Mobilität, die Produktion, die Heizung, die Abholzung von Wäldern, Mülldeponien oder die Viehzucht für den wachsenden Fleischkonsum an der Erderwärmung haben, wird sich sicher nicht abschließend klären lassen. Zu den Klimawandel Ursachen tragen sie aber bestimmt ihren Teil bei. Auch bei den Folgen des Klimawandels lässt sich sicherlich keine hundertprozentige Prognose erstellen. Dennoch sollten wir uns den kommenden Generationen verpflichtet fühlen, möglichst wenig Schaden anzurichten und unseren Kindern und Enkeln einen möglichst intakten Planeten zu hinterlassen.
Neue Auflage der Studie zur An- und Verpachtung von Dächern für Photovoltaikanlagen
Wer im letzten Jahr sein Dach für die Installation einer Photovoltaikanlage verpachten wollte oder sich als Investor für das Anpachten von Dachflächen interessierte, der konnte sich in der Studie des PhotovoltaikZentrum über eine realistische Pachthöhe informieren. Mit der Senkung der Vergütung von Solarstrom um 15 Prozent, die gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gerade erst zum Jahresbeginn 2012 stattfand, sowie der deutlich gesunkenen Preise für Solarstromanlagen, haben sich inzwischen allerdings wichtige Einflußfaktoren auf die für beide Seiten lohnende Pachthöhe verändert. PhotovoltaikZentrum Betreiber Michael Ziegler hat daher erneut aktuelle Marktdaten recherchiert, umfangreiche Berechnungen durchgeführt und die dritte Auflage der erfolgreichen Studie zum Thema An- und Verpachtung von Dachflächen für Photovoltaikanlagen herausgegeben.
Stärker gesunkene Anlagenpreise im Verhältnis zur Kürzung der Förderung haben positive Auswirkungen
Die Kürzung der Einspeisevergütung um 15 Prozent mag auf den ersten Blick viel klingen. Da die Preise für schlüsselfertige Solaranlagen aber im Vergleich zum Vorjahr um 18,61 Prozent* gesunken sind, ergeben sich positive Auswirkungen auf die Pachtpreise. So können in diesem Jahr höhere Pachtzinsen von Investoren gezahlt oder von Dachgebern verlangt werden. Die Höhe der Pachtzinsen bewegt sich in einem Bereich zwischen 14 Euro und 39 Euro je installierbaren kWp (Vorjahr: zwischen 8 und 33 Euro) bzw. zwischen 7,5 Prozent und 16,5 Prozent prozentual vom Ertrag/Erlös (Vorjahr: zwischen 4 und 12 Prozent).
Sinkendes Angebot an optimalen Dachflächen macht immer häufiger auch Ost- und Westdächer attraktiv
Michael Ziegler, Geschäftsführer des PhotovoltaikZentrums und Autor der Studie: “Von Jahr zu Jahr wurde es schwieriger an geeignete Dächer zu kommen. Die gefragten Objekte wurden zunehmend weniger, denn noch vor wenigen Monaten konzentrierten sich Investoren und Anlagenbetreiber auf reine Süddächer mit bestenfalls 30 Grad Dachneigung. Unsere Studie zeigt aber ganz deutlich, dass bei den drastisch sinkenden Anlagenpreisen auch immer mehr Ost- und Westdächer attraktiv werden. Sogar Dächer deren Dachflächen nach Norden zeigen rücken auf einmal in den Fokus. Demnach werden auch Ost-, West- und Norddächer zu geeigneten Dächern, was zur Folge hat, dass wieder mehr passende Objekte zur Verfügung stehen. Die An- und Verpachtung von Dachflächen hat deshalb ihren Reiz noch lange nicht verloren.”
Ausführliche Studie sorgt für eine größtmögliche Transparenz auf Pächter- und Verpächter-Seite
Die über 35 Seiten starke Studie ermittelt anhand der Gesamtkapitalrendite die Höhe der Pacht, wahlweise prozentual vom Ertrag oder pro installiertes Kilowatt, und stellt diese in Verbindung mit verschiedenen spezifischen Anlagenerträgen (kWh/kW) sowie vier Anlagengrößen und unterschiedlichen Anlagenpreisen dar. Weiterhin legt die Studie alle Bezugsreise einzelner Solarkomponenten sowie sonstigen anfallenden Kosten offen. Die Werte aus der zweiten Auflage wurden in die aktuelle Auflage übertragen und gegenübergestellt, um so die Entwicklung der Pachthöhe zum vergangenen Jahr nachvollziehen zu können.
Die Studie richtet sich an Investoren und Dachgeber, die Dächer für die Installation von Photovoltaikanlagen An- und Verpachten sowie an Solarmakler und Solarunternehmen, die schlüsselfertige Photovoltaikanlagen vermitteln und an Investoren vertreiben. Die Studie ist im Onlineshop von Photovoltaikstudie® für 79,95 Euro unter folgendem Link erhältlich: www.photovoltaikstudie.de/shop/marktstudien/studie-1006-dachverpachtung.php
* Solarstromanlagen kosteten im Dezember 2011 durchschnittlich 1.950 Euro/kWp netto und im Jahresdurchschnitt 2011 rund 2.230 Euro/kWp netto. Die Anlagenpreise wurden über das Umfrageportal Photovoltaikumfrage® ermittelt - Durchschnittspreise von schlüsselfertigen Solar-Anlagen bis 100 kWp.
CNN ECOSPHERE Project - Das digitale 3D Ökosystem (Anzeige)
Die Weltklimakonferenz COP17 ist zwar ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen, die Mehrheit der Interessierten hatte aber ohnehin keinen anderen Ausgang erwartet. Längst hat sich gezeigt, dass Politiker und Entscheider aus der Wirtschaft werder in der Lage noch Willens sind, einen echten Wandel herbeizuführen. Vielen geht es stattdessen darum, den Status Quo möglichst lange beizubehalten um möglichst billig große Gewinne zu scheffeln oder abe die nächsten Wahlen zu gewinnen - notfalls eben auch auf Kosten unserer Umwelt und der nachfolgenden Generationen. Eine grünere Zukunft ist aber nicht verloren, sondern sie bleibt eben vor allem eine Grass-Roots Bewegung, also ein Wandel der auf Basis der Bevölkerung entsteht. Weltweit engagieren sich Millionen von Menschen und immer mehr versuchen ihren Lebensstil nachhaltiger zu gestalten. Auch im Web ist das Thema allgegenwärtig und nirgends wird dies schöner und faszinierender gezeigt als in der CNN ECOSPHERE.
Das CNN Ecosphere Project ging am 14. November 2011 online um den Stimmen der Menschen auf der COP17 Klimakonferenz in Durban Gehör zu verschaffen. Allerdings nicht im wörtlichen Sinne, sondern als grafische Erscheinung in Form einer digitalen Ökosphäre. Der Kern des Projekts ist diese ECOSPHERE an sich, denn sie wächst und entwickelt sich in Echtzeit über alle Tweets auf Twitter, die mit dem Hashtag #COP17 (Erklärung: Stichwort als verlinktes Schlagwort) versehen sind. Aus diesen Tweets wachsen erst kleine Sprösslinge auf dem digitalen Planeten, die sich mit zunehmenden Tweets zu gewaltigen, leuchtenden Bäumen entwickeln.
Lesen Sie hier einen ausführlichen Bericht, wie das CNN ECOSPHERE Project funktioniert.
Rekordjahr: 2011 mehr als 18 Milliarden kWh Solarstrom in Deutschland erzeugt
Das Jahr 2011 wird vielen Menschen vor allem als Krisenjahr in Erinnerung bleiben, mit dem schlimmen Tsunami und der Atomkatastrophe von Fukushima, den Revolutionen im Nahen Osten, der nicht mehr in denGriff zu kriegenden Staatsschulden und der Angst vor einem kollabierenden Euro. Dabei gerät schnell in Vergessenheit, dass es gerade in Deutschland auch sehr positive Nachrichten zu vermelden gab, wie etwa den beschlossenen Ausstieg aus der Atomkraft oder den Rekord bei der Solarenergie-Erzeugung. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) produzierten Solaranlagen hierzulande in 2011 mehr als 18 Milliarden Kilowattstunden sauberen Strom und auch die Solarwärme-Nutzung legte deutlich zu. Die Stromerzeugung stieg damit um ganze 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr und entspricht in etwa dem Stromverbrauch von Thüringen - einer Strommenge, mit der rechnerisch 5,1 Millionen Haushalte ein Jahr lang versorgt werden können.
Grafik: Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar)
Neben den weiter stark gestiegenen Preisen für fossile Energieträger wie Öl und Gas haben vor allem auch die stark sinkenden Kosten für Solartechnik zu diesem Boom beigetragen. Verglichen mit dem Jahr 2007 sind die Preise für schlüsselfertige Photovoltaikanlagen immerhin bereits um mehr als die Hälfte gesunken. Die Senkung der Solarförderung in gleicher Größenordnung macht die Erzeugung von Solarastrom damit nicht weniger lukrativ. Nach einer nochmaligen Reduzierung der Solarstromvergütung zum Jahreswechsel erreicht die Förderung 2012 bereits das Preisniveau von Verbraucher-Stromtarifen.
Für die Branche gilt dies als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Wettbewerbsfähigkeit der Solarenergie mit anderen Energieträgern. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, fasst die bisherige Entwicklung und Leistung folgendermaßen zusammen: “Die Solarbranche erfüllt ihr Versprechen, die Kosten radikal zu senken. In einem nächsten Schritt werden wir 2013/2014 in ersten Marktsegmenten mit dem Förderniveau großer Windkraftanlagen auf dem Meer gleichziehen. Dies ist Resultat großer Anstrengungen in Industrie und Forschung sowie eines harten internationalen Wettbewerbs.”
Die Förderung für die Erzeugung von Solarastrom ist zum 1. Januar 2012 für Neuanlagen um weitere 15 Prozent gesunken, in einem zweiten Schritt wird sie zur Jahresmitte dann noch einmal um bis zu neun Prozent gekürzt.
Dino des Jahres 2011: NABU kritisiert AIDA und TUI Cruises für krasse Umweltverschmutzung
Weiße Schiffe fahren vor einem azurblauen Himmel über das dunkle Blau der Ozeane und machen Halt an malerischen weissen Sandstränden mit türkisfarbenem Wasser. An Bord bieten sie Unterhaltung vom Feinsten, es werden weder Kosten noch Mühen gescheut, um die Gäste zu verwöhnen. Währenddessen sorgen sie laut Aussage des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) aber vor allem auch dafür, dass die bereiste Umwelt möglichst schnell zugrunde geht. Denn aus reiner Profitgier würde bisher der Umstieg auf vergleichsweise saubereren Schiffsdiesel und der Einbau von Abgastechnik wie etwa Rußpartikelfiltern verweigert. Stattdessen fahren die Kreuzfahrtschiffe von AIDA und TUI Cruises noch immer mit giftigem Schweröl und sind in Wahrheit dreckige Rußschleudern. Für diese “Leistung” erhilten die beiden Unternehmen jetzt Deutschlands peinlichsten Umweltpreis, den Dino des Jahres 2011!
Ein Ozeanriese stößt auf einer Kreuzfahrt so viele Schadstoffe aus wie fünf Millionen Pkw auf der gleichen Strecke
Ein einziges großes Kreuzfahrtschiffs verursacht bei seiner Fahrt über die Weltmeere dabei soviel Emissionen wie fünf Millionen Autos auf derselben Strecke ausstoßen würden, was vor allem daran liegt, dass auf dem Meer ein Schadstoffausstoß erlaubt ist, der x-tausendfach über den Grenzwerten liegt, die Pkw und Lastwagen an Land einhalten müssen. AIDA Cruises und TUI Cruises erhalten die ungewollte Auszeichnung daher vor allem deshalb, weil sie die Speerspitze der überaus lukrativen deutschen Kreuzschifffahrt markieren. Weisse Schiffe und aufgemalte, schöne Schlagworte wie “Wohlfühlen”, “Fahrtwind” und “Seeluft” stehen in krassem gegensatz zu den gigantischen Mengen giftiger Abgase aus den riesigen Schornsteinen. Dabei könnte alleine die Umstellung von Schweröl auf schwefelarmen Schiffsdiesel und eine geringere Fahrtgeschwindigkeit diese extrem reduzieren: “So lassen sich Schwefeldioxid und Feinstaub um bis zu 90 Prozent reduzieren, und der Ausstoß von klimaschädlichen Rußpartikeln verringert sich um mehr als 40 Prozent”, erläutert Dietmar Oeliger, Leiter der NABU-Verkehrspolitik.
Die Kampagne “Mir stinkt’s! Kreuzfahrtschiffe sauber machen!” soll die Reedereien dazu bewegen Verantwortung zu übernehmen
“AIDA und TUI übertrumpfen sich mit aufwendigster Unterhaltung an Bord, nichts ist zu teuer für Restaurants, Wellness und Casinos – aber für einen Rußpartikelfilter ist angeblich kein Geld da… Das ist Heuchelei!”, kritisiert NABU-Präsident Olaf Tschimpke. “Es ist völlig unverständlich, wie die Veranstalter von Kreuzfahrten derart mutwillig ihr größtes Kapital, nämlich eine intakte Natur aufs Spiel setzen.” Mit der “Mir stinkt’s! Kreuzfahrtschiffe sauber machen!” Kampagne sollen vor allem Kunden und Kreuzfahrt-Interessierte aufgeklärt werden und die Reeder zur Einhaltung von Umweltstandards bewegt werden.
Giftige Schiffsabgase zerstören die Meere, tragen zum Klimawandel bei und sind für tausende Todesfälle verantwortlich
Laut NABU belegen etliche Studien die verheerenden Auswirkungen der dreckigen Schiffsabgase: Sie sind verantwortlich für rund 50.000 vorzeitige Todesfälle allein in Europa, sie überdüngen Meere und versauern Böden und nicht zuletzt tragen sie auch erheblich zum bedrohlichen Klimawandel bei. Denn neben dem ausgestoßenen CO2 lagern sich vor allem die schwarzen Rußpartikel aus den Schornsteinen auf dem Eis der Arktis ab und beschleunigen damit das Abschmelzen. Von den negativen Folgen für Mensch und Umwelt bekommen die Kreuzfahrer indes nichts zu sehen. “Die meisten Fotos in Katalogen und im Internet sind nachbearbeitet, der Kunde soll die Abgasfahne, die aus den gigantischen Schornsteinen aufsteigt, nicht sehen. Tatsächlich aber verpestet allein die AIDA Flotte die Luft ähnlich stark, wie alle deutschen Autos zusammen”, so Oeliger.
Kampagne und Verleihung des “Dino des Jahres 2011″ soll vor allem dazu antoßen es in Zukunft besser zu machen
Mit der “Mir stinkt’s! Kreuzfahrtschiffe sauber machen!” Kampagne und dem “Dino des Jahres 2011″ will der NABU nicht nur kristisieren, sondern vor allem auch den längst überfälligen Sinneswandel der Unternehmen anstoßen und beschleunigen. “AIDA und TUI Cruises präsentieren sich in ihren Hochglanz-Werbebroschüren gerne als vorbildlich umweltfreundlich. Beide Kreuzfahrtriesen haben die wirtschaftliche Kraft und das Innovationspotenzial der gesamten Schiffsbranche den ökologischen Weg zu weisen. Die Reedereien müssen endlich auf Schiffsdiesel umsteigen und insbesondere bei den geplanten Neubauten moderne Abgastechnik einbauen. Schluss mit der Luftverpestung auf hoher See und in den Häfen”, fordert Tschimpke aus diesem Grund.
Google Zeitgeist 2011: Japan war das beherrschende Suchwort in der Kategorie News
Die Suchmaschine Google ist für die meisten Menschen die größte Hilfe im Web und die einzige Möglichkeit sich zu orientieren und gesuchte Webseiten zu finden. Anhand der Suchabfragen bei Google lässt sich daher auch ein verlässlicher Schluß ziehen, was die Menschen im Jahr 2011 besonders bewegt hat. Zusammengefasst werden diese Trends in “Google Zeitgeist” und für das Jahr 2011 mit Atomkatastrophe, Euro-Krise und anderen schlimmen aber natürlich auch schönen Ereignissen war der meistgesuchte Begriff im Bereich News ganz klar “Japan”. Wie sehr die verheerende Naturkatastrophe und die anschließenden Explosionen im Atomkraftwerk die Deutschen in Atem gehalten haben, zeigt auch die Tatsache, dass der Suchbegriff “Fukushima” ebenfalls in den Top 5 zu finden ist.
In der Kategorie News (Germany) lag “Fukushima” auf Platz 5, in der weltweiten Liste der Fastest Rising Keywords (Google News) lag es sogar auf Platz 1. Allerdings muss man sagen, dass das Interesse im Laufe des Jahres wieder deutlich nachgelassen hat, was sicherlich auch an der danach aufgetretenen Euro- und Staatsschuldenkrise sowie den Revolutionen in den arabischen Ländern gelegen hat.
Hydrothermale Carbonisierung (HTC): AVA-CO2 produziert CO2-neutrale Biokohle aus Biomasse
Kohle ist eigentlich ein idealer Energieträger und er wird seit Anfang des 18. Jahrhunderts in großem Maße zur Erzeugung von Wärme und Strom verwendet. Allerdings hat dies den riesigen Nachteil mit sich gebracht, dass bei der Verbrennung von Kohle auch die größte Menge des Treibhausgases CO2 freigesetzt wird. Problematisch ist dies deshalb, da die Bindung von CO2 in Form von Kohle zum langfristigen organischen Kreislauf gehört und das CO2 der Atmosphäre damit eigentlich auf hunderte von Millionen Jahren entzogen ist. Gestört wurde dieser natürliche Kreislauf durch den Menschen, der die Kohle in gigantischen Mengen aus der Erde hohlt, verbrennt und das CO2 somit in die Atmosphäre bläst. Während die Natur für die Entstehung von Kohle aber Millionen von Jahren benötigt, prdouziert ein Schweizer Unternehmen sie in einer ersten industriellen Anlage in Stunden und will so zur Energiewende beitragen.
Foto: AVA-CO2
Die Firma AVA-CO2 mit Sitz in Zug (Schweiz), ist ein Pionier der hydrothermalen Carbonisierung (HTC), und hat Ende Oktober 2010 in Karlsruhe die weltweit erste HTC-Anlage im industriellen Massstab in Betrieb genommen. Seitdem können dort in einem Reaktor pro Jahr 8.400 Tonnen Biomasse in CO2-neutrale Biokohle umgewandelt werden. Den Experten von AVA-CO2 war es damit erstmals gelungen, Anlagen im industriellen Massstab zu bauen und zu betreiben und den entscheidenden Schritt aus der Forschung in die industrielle Anwendung der HTC-Technologie zu beschreiten. Als Ausgangsstoff für die Biokohle können jegliche pflanzliche Abfälle genutzt werden, die täglich überall auf der Welt entstehen und nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen.
Erklärung der Hydrothermalen Carbonisierung (HTC) durch AVA-CO2:
“Das HTC-Verfahren löst unter Hitze und Druck das Wasser aus der Biomasse und wandelt den verbleibenden Kohlenstoff innerhalb weniger Stunden in hochwertige Biokohle um. Dazu wird die Biomasse als wässerige Lösung in einem Druckbehälter erhitzt. Danach setzt ein exothermer Prozess ein, so dass für den Betrieb der Anlage keine weitere zusätzliche Energie benötigt wird. Die hydrothermale Carbonisierung zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass auch pflanzliche Biomasse mit hohem Wassergehalt verarbeitet werden kann.
Das HTC-Verfahren ist sehr robust und nutzt den gesamten in der Biomasse vorhandenen Kohlenstoff. Als Endprodukt entsteht hochwertige CO2-neutrale AVA bluecoal. Dank der Stabilität und hohen Energiedichte kann diese Biokohle problemlos gelagert und effizient transportiert
werden. Alternativ kann mit dem HTC-Verfahren auch AVA biochar erzeugt werden, ein Humus-ähnliches Produkt, das zur landwirtschaftlichen Bodenverbesserung und zur CO2- Speicherung eingesetzt wird. Das Verfahren zur hydrothermalen Carbonisierung wurde 1913 durch Friedrich Bergius erforscht. 1931 erhielt er den Nobelpreis in Chemie.”
Der größte Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass der Prozess wie in der Beschreibung aufgeführt, exotherm, verläuft. Es wird also bei der Umwandlung der Biomasse in Kohle Energie in Form von Wärme freigesetzt. Dabei wird die Initialenergie, die zum Starten des Prozesses notwendig ist, fast vollständig durch den exothermen Prozess kompensiert. Diese freigesetzte Energie wird im durch AVA-CO2 entwickelten Prozess vollständig wiederverwendet, was zu einer vorteilhaften Energiebilanz und CO2-neutraler Biokohle führt. In Zukunft will das Schweizer Unternehmen AVA-CO2 im Auftrag von Kunden weltweit HTC-Anlagen planen, bauen und betreiben.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von AVA-CO2 auf www.ava-co2.com
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