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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 8 Minuten 26 Sekunden

Aktivhaus-Module für Flüchtlingsheime prämiert

26. Mai 2017 - 7:37

Eine Fachjury hatte mehr als 200 Arbeiten bewertet, die von anspruchsvollen Neubauten über erfinderische Gebäudesanierungen bis zu zukunftsweisenden Entwicklungen auf dem Produktsektor reichten. Geehrt wurden Bauherren, Architekten, Tragwerksplaner und Holzbaubetriebe als Urheber der ausgezeichneten Beiträge.

In diesem Jahr wurden vier Projekte mit dem Deutschen Holzbaupreis ausgezeichnet: zwei herausragende Neubauten und zwei Arbeiten, die der Wettbewerbskategorie "Komponenten / Konzepte" zuzuordnen sind.

Einer der beiden Preisträger in der Kategorie "Komponenten / Konzepte" ist die Aktivhaus-Serie 700. Für die Entwicklung eines modularen Bausystems und dessen erster Realisierung bei einer Wohnanlage für Flüchtlingsfamilien in Winnenden wurde der Architekt Werner Sobeck von der AH Aktiv-Haus GmbH ausgezeichnet. Die vollmodulare, industriell gefertigte Aktivhausserie zeichne sich durch eine herausragende Konzeption, durchdachte minimalistische Gestaltung und flexible Nutzungsmöglichkeiten aus, so die Studie. Ein weiterer Preis ging an ein Konzept für eine Fuß- und Radwegebrücke. 

Die Preisträger in der Kategorie "Neubau" war unter anderem das Schmuttertal-Gymnasium in Diedorf bei Augsburg in Bayern, das sich auch den Deutschen Architekturpreis sichern konnte. Das Gymnasium, das von der Architekten-Arbeitsgemeinschaft "Diedorf" um Hermann Kaufmann und Florian Nagler entworfen wurde, dürfte mit 1.000 Schülern die bislang größte aus Holz errichtete Plusenergieschule in Deutschland sein. Der Holzbau ist in der äußeren und inneren Anmutung präsent und schaffe eine angenehme Atmosphäre, so die Jury. Außerdem wurde in dieser Kategorie eine Sporthalle im oberbayerischen Haiming ausgezeichnet.

Vergeben wurden auch fünf Anerkennungen in der Kategorie "Neubau" und jeweils eine in der Kategorie "Bauen im Bestand" und "Komponenten / Konzepte"

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Untersuchung widerlegt Gefahr durch Stecker-Solar-Geräte

25. Mai 2017 - 8:03

Es konnte keine Beeinflussung des Fehlerstromschutzschalters nachgewiesen werden. Beim Einsatz eines Wechselrichters besteht kein Risiko eines elektrischen Schlags am Schukostecker. Stecker-Solar-Geräte verlängern die Lebensdauer der Elektroinstallation. Es gibt keine fachgerecht ausgeführte Elektroinstallation (unabhängig vom Baujahr), bei der durch ein 2,6 A Stecker-Solar-Gerät die Leitungen bis zum Brand überlastet werden können. Es tritt keine signifikante Steigerung der Brandwahrscheinlichkeit an fehlerhaft ausgeführten Elektroinstallationen und gealterten Kontaktstellen auf.

Untersuchungsergebnisse des SGS, eines weltweit führenden Prüf- und Zertifizierungsunternehmen, sowie des TÜV Austria, konnten kein Gefahrenpotential durch elektrischen Schlag feststellen. Eine weitere umfangreiche Studie des Fraunhofer ISE zeigte zudem, dass selbst auf Netzebene keine Argumente gegen die Technologie existieren. Die Untersuchung des Photovoltaik-Instituts vervollständigt nun das Puzzle.

Die DGS hat die Untersuchung an die DKE, der Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik, übergeben und darum gebeten, die Warnung vor Stecker-Solar-Geräten den aktuellen Erkenntnissen anzupassen.

Die Untersuchung kann von allen Herstellern und Anbietern als Beleg der Sicherheit dieser Technologie genutzt werden. Sie ermöglicht es mit wettbewerbsrechtlichen Maßnahmen gegen Aussagen von Netzbetreibern vorzugehen. Auch könne die Frage, ob das Anschließen eines Stecker-Solar-Gerätes eine unsachgemäße Nutzung der Elektroinstallation eines Vermieters ist, mit dieser Untersuchung verneint werden, so die DGS.

Auf Antrag der DGS wurde der DKE/Arbeitskreis "373.0.4 Steckerfertige PV-Systeme" eingerichtet. Ziel ist es eine Norm zu erarbeiten, deren Anforderungsprofil durch Sicherheitsfragen definiert ist. Am 29. und 30. Mai werden in München über 300 Einsprüche der DIN VDE 0100-551 verhandelt, die den Anschluss von Erzeugungsanlagen regelt. Spätestens wenn die Normung abgeschlossen ist wird sich auch die Politik nicht länger um klare Regeln für dezentrale Erzeuger, die keine EEG Vergütung beziehen drücken können. Selbst Profis blickten bei zehntausenden relevanten Gesetzen, Verordnungen und Regeln nicht mehr durch.

Hersteller oder Anbieter können bereits heute Sicherheiten garantieren, indem sie Solar-Geräte mit Schukostecker ausliefern, da diese Stecker-Solar-Geräte auch ohne Norm vom Laien ohne Risiko eingestöpselt werden können. Um für mehr Sicherheit in dieser Geräteklasse zu sorgen, beabsichtigt die DGS zudem, eigene Sicherheitsregeln für Stecker-Solar-Geräte zu veröffentlichen.

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Energieverbrauch geht 2017 bisher leicht zurück

24. Mai 2017 - 7:09

Die erneuerbaren Energien steigerten ihren Beitrag zum gesamten Energieverbrauch im ersten Quartal wie in den Vorjahren erneut um gut fünf Prozent. Am stärksten ist mit 26 Prozent die Solarenergie gewachsen, bei Windkraft und Biomasse lag das Plus bei 8 beziehungsweise 3 Prozent. Wasserkraft ging um 20 Prozent zurück.

Die weitaus wichtigsten Energieträger sind aber nach wie vor Öl und Strom. Der Verbrauch von Mineralöl ging leicht zurück, der Erdgasverbrauch lag 1 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Auch der Verbrauch von Kohle nahm zu. Sie wird zunehmend in Kraftwerken eingesetzt um die Rückgänge der Kernenergie auszugleichen und schwankende Stromerzeugung Erneuerbarer auszugleichen.

2016 war der Energieverbrauch in Deutschland insgesamt im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Die Ursachen waren witterungsbedingt. Zu den CO2-Emissionen liegen noch keine endgültigen Zahlen vor, die AGEB geht aber davon aus dass sie höher waren als im Vorjahr. Quelle: AGEB / pgl

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Plusenergieschule sichert sich Architekturpreis

23. Mai 2017 - 14:01

Der Staatsbaupreis wird alle zwei Jahre für herausragende baukulturelle Leistungen vergeben. Die Jury unter Vorsitz von Professor Markus Allmann vergab zudem vier Auszeichnungen und sprach sechs Anerkennungen aus.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks bezeichnete den Neubau des Schmuttertal-Gymnasiums Diedorf als Modellprojekt für ein Plusenergiehaus und Beispiel für zukunftsweisende nachhaltige Architektur. "Dank des hohen Vorfertigungsgrades konnte das Gymnasium als Holzskelettbau kostengünstig und schnell errichtet werden", so die Ministerin. "Die Architektur der Schule prägt das Zusammenleben und das gemeinsame Lernen und schärft zugleich die Sinne für die Baukultur. Ich freue mich, dass der Deutsche Architekturpreis 2017 das gesellschaftlich so bedeutsame Thema des Schulbaus in den Fokus rückt", ergänzt Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer.

Die Jury hatte den Preisträger unter insgesamt 160 Einreichungen auszuwählen. Das preisgekrönte Schmuttertal-Gymnasium Diedorf, das im Auftrag des Landkreises Augsburg gebaut wurde, ist in Holzskelettbauweise errichtet und hat durch seine architektonisch-pädagogische Gestaltung überzeugt. Von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) wurde das Schulprojekt mit 1,1 Millionen Euro gefördert.

Die große Bandbreite der Einreichungen zum DAP 2017, von Neubau, Modernisierungs- bis hin zu Sanierungsprojekten beeindruckte die Jury. Neben Wohnungs-, Bildungs-, Kultur- und Verwaltungsbauten überzeugten auch Projekte, die Denkanstöße zur Nachverdichtung und Transformation des gebauten Raumes geben und die gesellschaftliche Auseinandersetzung im Sinne der Nachhaltigkeit fördern. Quelle: BMUB / pgl

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Holzschaum ersetzt Baustoffe aus Erdöl

23. Mai 2017 - 8:07

Ein Wandelement aus Holzschaum und Textilbeton ist die jüngste Neuentwicklung bei Dämmungen aus nachwachsenden Rohstoffen. Damit präsentiert sich das Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI) diese Woche bei der Messe Ligna in Hannover.

Schon seit einiger Zeit arbeitet das Institut daran, aus Holzabfällen einen Dämmstoff herzustellen. Bereits 2015 gab es für entsprechende Entwicklungen von Holzschaum, der erdölbasierte Produkte ersetzt, den Greentec Award. Dafür wird das Holz zuerst gemahlen und dann gequetscht, so dass eine schleimige Masse entsteht. Diese wird dann aufgeschäumt und getrocknet. Am Ende ist der Stoff leicht und fest wie Kork.

Fasermantel reduziert Wandstärke

Nun haben die Materialexperten vom WKI ihre Entwicklung mit einem dünnen Mantel aus Beton versehen, in den Textilfasern eingebettet sind. Dadurch kann die Wandstärke der Elemente verringert werden. Das Patent für die Holzschaumplatten ist erteilt. "Nun kommt es darauf an, wer aus der Industrie es aufnimmt und umsetzt", sagt Harald Schwab, Abteilungsleiter Qualitätsprüfung und -bewertung beim WKI. Das Interesse sei jedenfalls sehr groß.

Um alternativen Dämmstoffen allgemein aufzuhelfen gibt es zwei neue Forschungsprojekte. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) als Projektträger betreut sie im Auftrag des Landwirtschafts- und Ernährungsministeriums.

Im Verbund "NawaRo-Dämmstoffe" haben sich zwölf Forschungseinrichtungen, dreizehn Industriepartner und drei Verbände unter Koordination des WKI zusammengetan. Sie wollen Materialkennwerte ermitteln, mit deren Hilfe pflanzliche Materialien die Baugenehmigungsverfahren künftig einfacher durchlaufen können. Ein Hemmnis hat die FNR nämlich bereits identifiziert: "Nachwachsende Dämmstoffe haben keine großen Verbände hinter sich", sagt René Görnhardt, Experte für nachhaltiges Bauen bei der FNR. "Und nicht jeder Hersteller kann sich die aufwändigen Untersuchungen für die Umweltproduktdeklaration leisten."

Kennziffern fehlen bei Ökobaustoffen häufig

Ihre Kennziffern fließen in die Systematik der Ökobaudat ein, der großen Datenbank für ökologisches Bauen. Diese ziehen die Architekten bei der Zertifizierung ihrer Gebäude heran. "Wenn aber Kennziffern fehlen, können die nachwachsenden Dämmstoffe ihre Vorteile in diesem System nicht ausspielen", bedauert der FNR-Fachmann. Hauptstoßrichtung im Projekt NawaRo-Dämmstoffe werden das Glimm- und Brandverhalten sowie der Feuchteschutz sein, sagt Harald Schwab.

Ein zweites Vorhaben mit Namen "StaR-Dämm" (Stärkung nachwachsender Rohstoffe im Dämmstoffmarkt) zielt auf die Kommunikation der Vorteile ab. Daran arbeiten die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und das Thünen Institut. Dessen Wissenschaftler behandeln im NawaRo-Verbund die Themen Ökobilanzierung und Lebenszyklusanalysen und übermitteln die Ergebnisse an die DUH. Diese arbeitet die Daten verbraucherfreundlich auf und gibt sie an Akteure der Dämmstoffbranche und Multiplikatoren wie Energieagenturen und Verbraucherschutzverbände weiter.

Um Hemmnisse zu identifizieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten, veranstaltet die DUH außerdem Fachdialoge mit Experten. Der erste ist Anfang Juli geplant. "Es wird dabei um die finanzielle Förderung von alternativen Dämmstoffen und die Anpassung der Bauordnungen gehen", informiert Beatrice Lange von der DUH.

Ein weiteres Projekt mit Namen KlimaZ hat die DUH zusammen mit dem Portal co2online gestartet. Es richtet sich an Endverbraucher. Geplant ist unter anderem eine Entscheidungshilfe für private Bauherren, die mit einem Online-Fragebogen herausfinden können, welche Dämmstoffe für ihr Haus geeignet wären.

Forscher wollen mehr Daten erheben

Wie oft alternative Dämmstoffe aktuell genutzt werden und wie man ihren Einsatz fördern könnte, sollen die Forscher ebenfalls herausfinden. Die letzten Daten über die verwendeten Mengen wurden zuletzt 2011 im Auftrag der FNR erhoben. Damals hatten Dämmungen aus nachwachsenden Rohstoffen einen Marktanteil von sieben Prozent. Dieser bestand zu 51 Prozent aus Holzfaserplatten und zu 42 Prozent aus Zellulose. Zellulose und Holzfaserplatten dürften auch heute noch den Löwenanteil alternativer Dämmstoffe ausmachen. Ein deutlicher Hinweis darauf sind deren gesunkene Preise. "Weil mehr Material verkauft wird, können die Hersteller günstiger anbieten", sagt René Görnhardt.

Ein weiterer Grund für den Preisverfall bei Einblasdämmungen aus Zellulose und bei Weichholzfaserplatten: "Die Hersteller haben die Materialien weiterentwickelt, so dass die Materialstärken geringer werden." Zwar seien die Preise von Naturdämmstoffen immer noch höher als die von Steinwolle, Glaswolle oder Styropor. Sie hätten sich aber angenähert. Steinwolle etwa koste rund acht Euro pro Quadratmeter, Holzfasermatten rund zehn Euro, sagt Görnhardt.

Relativ bekannt bei den Bauherren sind inzwischen auch Strohballen im Neubau mit ihren sehr geringen Materialkosten. Das Wissen um die Bauweise verbreitet sich und findet Anklang bei Experimentierfreudigen. So entstand 2016 im brandenburgischen Werder nach Plänen der Berliner Planmarie Arge das bis dato größte Wohnhaus Deutschlands im Strohballenbau. Die Bauweise, bei der Strohballen in ein Holzständerwerk gepresst werden, ist insofern ein Sonderfall, als dass Stroh hier nicht nur Dämmstoff, sondern auch Baustoff ist.

Strohballenbau toleriert wenig Fehler

Die Architektin Karin Winterer von der Planmarie Arge beschreibt ihre Erfahrungen: "Wir arbeiten gern mit Strohballen wegen ihres guten Dämmwerts und weil Stroh eigentlich ein Abfallprodukt ist, das im Hausbau einem sinnvollen Zweck zugeführt werden kann. Das Wohlfühlklima bestätigen alle Bewohner." Allerdings sei das Material wenig fehlertolerant. "Es gibt sehr viel mehr Anschlussstellen die abgeklebt werden müssen, um die erforderliche Luft- und Wasserdampfdichtigkeit zu erreichen, als bei anderen Holzbauweisen", sagt Winterer. Auch bei der Statik gebe es besondere Anforderungen, um eine Steifigkeit der Konstruktion zu erzielen.

Der Fachverband Strohballenbau hat erreicht, dass Strohballen als regulärer Baustoff zugelassen wurden. Allerdings müssen sie innen und außen dick verputzt werden. Das macht den Preisvorteil des Baustoffs wieder zunichte. "Außerdem ist die Brandschutzzulassung ein schlankes Dokument, das nicht alle Varianten abbildet. Sobald man vom Wortlaut abweicht, muss man die Lösung projektbezogen mit dem Brandschutzprüfer finden", sagt Karin Winterer. von Susanne Ehlerding

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Blower-Door-Tests sind meist Schlussmessungen

23. Mai 2017 - 7:23

Unverändert niedrig blieb hingegen die bei diesen Tests im Schnitt ermittelte Luftwechselrate pro Stunde n50. Sie erreichte bei neu errichteten Ein- bzw. Mehrfamilienhäusern einen Wert von 1,0 bzw. 0,9, bei sanierten Einfamilienhäusern einen Wert von 1,6 und bei sanierten Mehrfamilienhäusern von durchschnittlich 1,5. Damit beschränken sich Unterschiede zur Umfrage 2015 auf die zweite Nachkommastelle. Die Resultate lagen erneut deutlich unter den von der EnEV genannten Maximalwerten.

Der Verband führt die guten Ergebnisse darauf zurück, dass bei Gebäuden, deren Luftwechselrate nicht nur berechnet, sondern auch messtechnisch bestimmt werden soll, dem Thema Luftdichtheit von Anfang an größere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Entsprechend niedrig liegt auch die in diesem Jahr erstmals abgefragte Durchfallquote bei EnEV-Schlussmessungen: Nur in sieben Prozent der Fälle verfehlte ein Gebäude im ersten Durchgang die Vorgaben der Energieeinsparverordnung.

FLiB-Geschäftsführer Oliver Solcher rät Bauherren zu baubegleitenden Luftdichtheitstests vor der Schlussmessung. Zwar sei die Suche nach größeren Leckagen Bestandteil eines normgerechten Blower-Door-Tests. Vieles bleibe aber bei der Schlussmessung aufgrund des späten Messzeitpunkts unentdeckt oder lasse sich nur noch mit unverhältnismäßigem Aufwand nachbessern. Solcher: "Daher plädieren wir beim Fachverband nachdrücklich für baubegleitende Luftdichtheitstests und ein Nacharbeiten aller gefundenen Fehlstellen, unabhängig von ihrer Lage und Größe oder der gemessenen Luftwechselrate." Dieses Vorgehen ergänze eine gute Planung der luftdichten Ebene und deren sorgfältige, von Selbstkontrollen der Handwerker begleitete Ausführung optimal und führe zu größtmöglicher Sicherheit.

An der diesjährigen Befragung beteiligten sich gut fünfzehn Prozent der im Fachverband organisierten Messdienstleister einschließlich einzelner Unternehmen, die Blower-Door-Tests zur eigenen Qualitätssicherung einsetzen. Um möglichst viele Rückläufe zu erzielen, verzichtete der FLiB darauf, das Lüftungsverfahren oder den angestrebten energetischen Standard der gemessenen Gebäude gesondert zu erfragen. Die ermittelten Durchschnittsluftwechselraten schließen folglich sämtliche von den Umfrageteilnehmern überprüften Bauvorhaben mit ein. Quelle: FLiB / sth

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Schweizer wollen mehr Geld für Erneuerbare

22. Mai 2017 - 18:27

58,2 Prozent stimmten bei der Volksabstimmung für das Gesetz. Das Gesetz verbietet den Bau neuer Atomkraftwerke, verschärft die Richtwerte für den CO2-Ausstoß von Autos und erhöht Fördergelder für erneuerbare Energien. Die Schweiz gilt insbesondere durch die CO2-Abgabe manchen Diskutanten in Deutschland ohnehin als Vorbild. Aus der Abgabe speisen sich viele Programme zur Gebäudesanierung.

Ausschlaggebend für die Zustimmung war nach Einschätzung der Neuen Züricher Zeitung, dass die Gesetzesvorlage mit Erleichterungen, Subventionen und Zugeständnissen verschiedenste Interessengruppen einbezogen hat: Hausbesitzer und Bauern, Industriebetriebe und Gewerbe, die Stromwirtschaft und die grossen Wasserkraftbetreiber. Dies alles habe geholfen, den landesweiten Konsens herbeizuführen.

Außerdem wurde der Umstieg in zwei Pakete aufgeteilt. Im ersten Paket erfolgt der Einstieg, der Inhalt des zweiten Pakets ist noch nicht definiert. Bei der konkreten Umsetzung in Gesetze wird eine weitere Auseinandersetzung erwartet. pgl

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Dämmputz erhält Innovationspreis

22. Mai 2017 - 15:33

Das Produkt ist der erste rein mineralische, nicht brennbare Leichtputz mit hoch wärmedämmenden Eigenschaften und extrem kurzen Standzeiten. In drei Kategorien wurde Tri-o-Therm M mit dem "Plus X Award" ausgezeichnet: mit dem Gütesiegel für "Innovation", "Funktionalität" und "High Quality", der umfassendsten Kategorie des Awards.

Der biozid-, schadstoff- und EPS-freie Leichtputz lässt sich sowohl als Ergänzung für hoch wärmedämmendes Mauerwerk als auch als Entkopplungsschicht sowie als Innendämmung im Altbau oder auch als mineralische Dämmalternative im Holzbau einsetzen.

Das Produkt verfügt über eine sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit von 0,055 W/mK. Die sei am gedämmten Haus in der Praxis nachgewiesen, so der Hersteller. Erreicht wird sie durch eine Kombination aus hoch festen Hartperliten und einen speziell für dieses Produkt entwickelten Luftporenbildner. Die dritte Komponente ist ein Bindemittel, des die Aushärtungszeit des schaumartigen Mörtels in Vergleich zu klassischen Putzmörteln deutlich reduzieren soll. Auf der Baustelle verkürze sich so die Standzeit auf nur einen Tag bei Gesamtschichtdicken von bis zu 12 cm, verspricht der Hersteller. Die einzelnen Schichten können bereits nach nur drei Stunden überarbeitet werden. Die vierjährige Entwicklung wurde durch die Europäische Union gefördert. Quelle: Quickmix / pgl

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Beegy baut White-Label-Angebot aus

22. Mai 2017 - 9:39

Die Lösung lässt sich dank modularem Aufbau auf den jeweiligen Hersteller ausrichten. Durch insgesamt zehn untereinander kombinierbare White Label Pakete können Hersteller ihre Produkte je nach Bedarf um maßgeschneiderte Services wie eine Stromflatrate, Stromlieferung, Abrechnung, Optimierung, eine Community oder auch mobile Apps und Webportale erweitern. Außerdem helfen Tools wie die Sales App oder der Solarrechner im Vertrieb.

"Indem wir die Komponenten des Herstellers auch in unser Produktangebot aufnehmen und vertreiben, entsteht für den Hersteller eine doppelte Vertriebschance", sagt Alexander Pippert, Marketingchef bei Beegy. Mit dem neuen Partnersegment erweitert Beegy sein White Label Angebot nochmals: "Bisher richtete sich unser Angebot vor allem an Stadtwerke – hier arbeiten wir schon erfolgreich mit Partnern zusammen", berichtet Geschäftsführer Marco Demuth. Für die Stadtwerke entwickelt das Unternehmen unterschiedliche Lösungen. Das sind etwa Einzelleistungen wie Stromlieferung oder auch umfassende Lösungen, die den gesamten Markteinstieg für das dezentrale Energiemanagement begleiten. "Jetzt wollen wir unser Angebot  auch anderen Branchen und Komponentenherstellern anbieten", führt Demuth aus. Quelle: Beegy / pgl

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Effizienz und Nachhaltigkeit sind Top-Bauthemen

21. Mai 2017 - 7:13

Darüber hinaus dürften aber noch die Bereiche nachhaltiges Bauen und Barrierefreiheit die gesamte Branche ebenfalls im Beschlag nehmen. Zwei Trendthemen scheinen sich bei den Branchenakteuren zusätzlich etabliert zu haben: die Steigerung von Wohnkomfort und Sicherheit. Dies zeigen erste Vorabergebnisse der BauInfoConsult Jahresanalyse 2016/2018.

Im Rahmen der jährlich erscheinenden Trendstudie des Düsseldorfer Marktforschungsinstitutes wurden insgesamt 603 Branchenakteure - darunter Architekten, Bauunternehmer, SHK-Installateure, Maler und Trockenbauer - telefonisch nach den wichtigsten aktuellen Entwicklungen gefragt, die ihrer Meinung nach den deutschen Bau 2017 prägen werden.

Wie schon in den vergangenen Jahren ist für die Bauakteure ist dabei Energieeinsparung ein Thema der unangefochtene Spitzenreiter: 45 Prozent der Akteure am Bau glauben, dass dieses Themenfeld den Arbeitsalltag auch in 2017 bestimmen wird. Für 28 Prozent der Befragten ist darüber hinaus auch der Bereich rund um das nachhaltige Bauen ein Trendsetter für das laufende Jahr - was auch durch die Einschätzung von 9 Prozent der Bauakteure bestätigt wird, die Nachhaltigkeitssiegel und Zertifikate als Trend identifizieren.

Auf den dritten Platz rangiert mit 25 Prozent ein alter Bauklassiker: Demografie und Barrierefreiheit. Zwei weitere Trendthemen haben sich augenscheinlich seit ein paar Jahren bei den Bauakteuren etabliert: die Erhöhung von Wohnkomfort und der Sicherheitsgedanke. Gerade der Sicherheitsaspekt dürfte vor dem Hintergrund der in vielen Teilen Deutschlands geführten Sicherheitsdebatte nachvollziehbar zu sein - auch wenn beispielsweise die Zahlen der Wohnungseinbrüche jüngst wieder rückläufig waren. Quelle: Bauinfoconsult / pgl

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EU-Projekt Smartflex stellt Solarfassade fertig

19. Mai 2017 - 7:06

Vor allem die besonderen Größen und das Gewicht der Module waren bei der Herstellung eine Herausforderung. Das Projekt konnte jedoch zeigen, dass individuell gestaltete Solarfassaden nicht nur eine ästhetisch, sondern auch ökonomisch interessante Möglichkeit darstellen, um Gebäude-Klimaziele zu erreichen.

Die 75 Glas-Glas-Module produzieren rund 12,5 Megawattstunden Strom jährlich. Die Photovoltaikanlage mit einer Leistung von über 15 Kilowatt Peak (kWpeak) wurde auf einer Fläche von insgesamt 600 Quadratmetern auf der Süd- und Westfassade des Glassbel Bürogebäudes in Klaipeda, Litauen, installiert.

Die Solarfassade bot den Architekten eine Fülle an Gestaltungsmöglichkeiten. Am Referenzgebäude wurden 15 verschiedene Glas-Glas-Modultypen eingesetzt. "Über bedruckte Modulgläser, verschiedenfarbige Laminationsfolien oder unterschiedlich gefärbte Solarzellen können Solarfassaden fast beliebig gestaltet werden. Die größte Herausforderung bei unserer Solarfassade war die Produktion der sehr großen und schweren Glas-Glas-Module mit bis zu 3,6 Metern Länge und 1,7 Metern Breite", berichtet Tomas Lenkimas, Leiter der Entwicklungsabteilung von Glassbel. Das Aufbringen des Fotodrucks auf die Modulgläser war dagegen kein Problem.

Testbetrieb nach sechs Monaten abgeschlossen

Zur Ertragsmessung hat das renommierte Photovoltaik-Institut Berlin (PI Berlin), einer der Projektpartner, auf dem Dach des Bürogebäudes eine Wetter- und Messstation eingerichtet und die Modulqualität vor Ort geprüft. "Die PV-Anlage läuft jetzt seit sechs Monaten. Aus unseren bisherigen Monitoringdaten geht hervor, dass der spezifische Ertrag der Anlage bis zu 800 Kilowattstunden pro kWpeak betragen kann", berichtet Thomas Weber, Projektleiter am PI Berlin. "Wir konnten durch unsere engmaschigen Untersuchungen in der Phase der Inbetriebnahme einige Verbesserungen vorschlagen, die in Teilen der Anlage zu 25 Prozent Ertragssteigerung führten. Das Gelernte hilft uns dabei, die Smartflex-Produkte in zukünftigen Projekten weiter zu entwickeln", so Weber.

Die Anschaffungskosten einer "second skin"-Solarfassade liegen nach Berechnungen der Projektpartner mit 550 Euro pro Quadratmeter ungefähr auf dem Niveau einer Fassade aus Stein oder Metall, aber deutlich niedriger als bei einer reinen Glasfensterfassade, die bis zu 840 Euro pro Quadratmeter kostet. "Wir haben während des Projektes sogar noch Potenzial für weitere Kosteneinsparungen identifiziert. Aber bereits die Referenzanlage zeigt, dass individuelle Solarfassaden nicht nur eine ästhetische, sondern auch ökonomisch sinnvolle Alternative zu anderen Fassadenarten darstellen", berichtet Juras Ulbikas, Senior Researcher am litauischen Applied Research Institute for Prospective Technologies und Koordinator des Smartdlex-Projekts.

Ein unerwarteter Effekt ist die Kühlung des Gebäudes. Die Antireflexionsschicht der zweiten Fassade hält die Wärme ab. "Wir können sogar bei Regen lüften, da die Zweitfassade Wind und Wetter abhält", so Lenkimas. Quelle: Sunbeam / pgl

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Baugehmigungen sind 2017 rückläufig

18. Mai 2017 - 13:40

Die Zahl der Baugenehmigungen von Neubauwohnungen in Wohngebäuden insgesamt hat im ersten Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3 Prozent abgenommen. Gestiegen sind die Genehmigungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, dort gab es ein Plus von 5,5 Prozent. Die Anzahl genehmigter Wohnungen diesem Segment erreichte mit 37 600 Baugenehmigungen den höchsten Wert in einem ersten Quartal seit 1997.

Die Baugenehmigungen für Wohnungen in Einfamilienhäusern brachen mit einem Minus von 15,3  Prozent deutlich ein, ein ähnliches Bild zeichnet sich bei Zweifamilienhäusern ab mit einem Minus von 7,2 Prozent.

Die Genehmigungen für Wohnungen in Wohnheimen sind angestiegen. Die Zahl der Wohnungen, die durch im ersten Quartal 2017 genehmigte Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen sollen, ging um 3 500 Wohnungen beziehungsweise 28,4 Prozent zurück.

"Kaum hat er begonnen, ist der Aufschwung bei den Wohnungsbaugenehmigungen auch schon wieder vorbei. Das ist kein gutes Zeichen für das bezahlbare Wohnen in Deutschland", kommentiert Axel Gedaschko, Präsident  Wohnungswirtschafts-Verbands GdW. Auch bei dem Mehrfamilienhäusern reiche die Zahlen an geplanten Wohnungen insbesondere im preisgünstigen Segment nicht aus, um den hohen Nachholbedarf gerade in Ballungsregionen zu decken. Auch dort lasse die Dynamik nach. Im Vorjahreszeitraum hatte der Anstieg  noch bei 23,7 Prozent gelegen.

"Die Zahl der tatsächlich fertiggestellten Wohnungen ist noch geringer, als die Genehmigungen auf den ersten Blick vermuten lassen", so Gedaschko. Beim Bau kommt es durch eine Auflagenflut, viele Streitigkeiten und Engpässe bei Handwerksbetrieben häufig zu langen Verzögerungen. Hinzu komme, dass viele geplante Wohnungen nicht zur Vermietung vorgesehen sind: Insgesamt ein Viertel der im ersten Quartal 2017 genehmigten Einheiten in Wohngebäuden waren Eigentumswohnungen. In den Ballungsräumen mit Wohnungsknappheit würden jedoch in erster Linie bezahlbare Mietwohnungen gebraucht. Insbesondere beim Sozialwohnungsbau klaffe eine große Lücke von 80.000 zusätzlich benötigten Einheiten pro Jahr.

Die Dynamik beim Wohnungsbau kommt insbesondere wegen fehlendem bezahlbarem Bauland, einer steigenden Auflagenflut und fehlenden Anreizen für den Wohnungsbau nicht in Gang. Neben mehr Bauflächen, die nach Konzeptqualität vergeben werden, sei ein Stopp der Preisspirale vor allem bei der Grunderwerbsteuer notwendig und eine Erhöhung der linearen Abschreibung für Abnutzung von 2 auf mindestens 3 Prozent sowie eine gleichwertige Investitionszulage, so der GdW. pgl

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Helios reduziert Energie für Lüftung

18. Mai 2017 - 7:31

 

ELS EC verbindet moderne Motoren- und  Lüftungstechnologie. Neben dem wirtschaftlichen Antrieb gehört dazu auch das speziell entwickelte Laufrad für höchste Druckleistungen bei geringem Geräuschpegel.

Mit der neuen Motorentechnologie konnte Helios sein ELS-Programm um über 30 neue Typen erweitern und deckt dadurch sämtliche Anforderungen ab, die in den Normen DIN 18017-3 und DIN 1946-6 vorkommen können. Neben den im ELS Programm bewährten Volumenströmen 35, 60 und 100 m³ / h sind erstmals bei ELS EC auch Typen mit 15, 25, 40 und 45 m³ / h erhältlich.

Die Baureihe steht mit vielen Komfortoptionen zur Verfügung. ELS EC mit Feuchteverlaufsautomatik ist mit einem System zur Feuchte­früherkennung ausgestattet. Algorithmen erkennen dabei auch die Intensität des Feuchteanstiegs und reagieren schneller als herkömmliche Systeme, so der Hersteller. Auch die Nachlaufzeit und ein eventuell erforderlicher Intervallbetrieb sind vollautomatisch gesteuert.

Die Typen mit codierbarem Nachlauf und Intervallbetrieb sind eine Lösung für Bäder und WC's mit periodisch geringer Nutzungsfrequenz. Durch die einstellbaren Intervall- und Betriebs­zeiten wird für eine wirtschaftliche und sichere Raumlüftung in Abwesenheit gesorgt. Schlechte Luftqualität und Feuchteschäden werden dadurch vermieden.

Die ELS EC Typen mit Präsenzmelder bieten die Option, den Lüftungsbetrieb in Abhängigkeit der Frequentierung des Raumes zu setzen. Automatisch wird eine bedarfsgerechte und normkonforme Lüftung sichergestellt. Quelle: Helios / pgl

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Rote Karte für alte Holzöfen bis Ende 2017

17. Mai 2017 - 7:34

 

Damit das Thema für Endverbraucher transparenter wird, haben der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik und der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks - Zentralinnungsverband (ZIV) eine plakative Einordnung für Feuerstätten entwickelt: Die "Feuerstättenampel".

Die Feuerstättenampel ist ein Merkblatt und zeigt anhand der Farben Rot, Gelb und Grün, wie mit der Feuerstätte in Zukunft zu verfahren ist. Die anschauliche Einordnung anhand der Farben zeigt dem Betreiber auf, welche Emissionswerte seine Feuerstätte hat und wann sie veraltet ist und somit gegen ein modernes Gerät ausgetauscht werden muss. Rot steht für 'Das Gerät ist bereits über 40 Jahre alt und überfällig'. Abgestufte Orangetöne veranschaulichen die Fristen bis 2017, 2020 und 2024 und weisen den Verbraucher darauf hin, bis wann er die Feuerstätte stilllegen, nachrüsten oder austauschen muss. Und wessen Ampel auf 'Grün' steht, der kann sein Gerät auch in Zukunft mit gutem Gewissen betreiben.

Aufgrund moderner Verbrennungstechnik - einer optimierten Luftzufuhr, der Verwendung neuer Materialen und ausgeklügelter Konstruktionen - verursachen moderne Feuerstätten erheblich weniger Emissionen als Altgeräte. Quelle: HKI / pgl

 

 

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Holzbauer rechnen mit deutlichem Umsatzplus

16. Mai 2017 - 12:12

Umsatzzahlen und -prognosen legte Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes vor. Für die besseren Umsatzchancen spielen die Lebenszyklus-Betrachtungsweise, der verstärkte Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen, die Kombination von Massivbauweise und Leichtbauweise bei Aufstockung und Anbauten, hohe Vorfertigung und Nachverdichtung, energetische Modernisierung und der Ausbau des Recycling-Gedankens eine große Rolle.

Der Wohnungsbau hat in der gesamten Bauwirtschaft gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Es wurden zirka 4.500 Wohngebäude mehr genehmigt. 16,2 Prozent dieser Gebäude werden überwiegend aus Holz gebaut. Das ist eine leichte Erhöhung der Holzbauquote gegenüber dem Vorjahr. Der überwiegende Teil der genehmigten Holzbauten sind dabei im Ein- und Zweifamilienhausbau zu finden.

Die Ausbildungsquote, welche den Anteil der Auszubildenden an den Gesamtbeschäftigten beschreibt, ist im Zimmererhandwerk 2016 mit 10,8 Prozent nach wie vor sehr hoch. Die Ausbildungsbereitschaft ist damit unverändert auf einem sehr hohen Niveau.

Laut Lagebericht 2017 gab es 2016 wieder 11.393 Zimmerei- und Holzbaubetriebe in Deutschland, das sind 76 Betriebe mehr als im Vorjahr. Diese Betriebe beschäftigten im letzten Jahr 65.776 Beschäftigte, gut 900 mehr als noch im Jahr 2015. Das sind durchschnittlich 5,8 Personen pro Betrieb. Laut einer Hochrechnung wurde ein Umsatz von 6,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Umsatz von 103.137 Euro je Beschäftigtem und liegt damit erstmals im sechsstelligen Bereich. Quelle: ZDB / pgl

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BMWi macht Dampf beim Smart Home

16. Mai 2017 - 10:08

"Wir müssen die Innovationsdynamik bei Smart Living-Technologien steigern, wenn wir vorne mit dabei sein wollen", erläutert Staatssekretär Matthias Machnig. Angesichts der auf den Markt drängenden großen IT- und Internet-Konzerne wie Apple, Amazon und Google ist das Ziel der Initiative ambitioniert: Deutschland soll zu einem Leitmarkt für Smart Living-Technologien gemacht werden.

Mitglieder sind unter anderem die großen Elektro- und IT-Verbände Bitkom, VDE, ZVEI und ZVEH, der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen und Unternehmen wie Bosch, Telekom und Siemens. Gemeinsam wollen sie anbieter- und technologieneutral den Ausbau intelligenter Vernetzungen und von Internet-of-Things-Technolgogien (IoT) vorantreiben und einheitliche Qualitäts- und Sicherheitsstandards etablieren.

BMWi sagt Insellösungen den Kampf an

Neu ist die Zusammenarbeit der Verbände und Anbieter nicht: Bereits seit mehreren Jahren arbeiten sie im ebenfalls vom BMWi initiierten Arbeitskreis "Vernetztes Wohnen und mobiles Wohnen" zusammen. Dass dieser mit der Wirtschaftsinitiative "Smart Living" auf eine neue organisatorische Grundlage gestellt wird, zeigt, welche große Bedeutung die Bundesregierung der intelligenten Vernetzung beimisst. Einer Studie des Ministeriums zufolge könnte der Smart-Home-Umsatz in Deutschland bis 2025 auf rund 20 Milliarden Euro wachsen. 2016 waren es bereits rund 4 Milliarden Euro.

Wichtig ist dem Ministerium vor allem, dass die große Vielzahl "proprietärer Insellösungen" am Markt durch interoperable Systeme abgelöst wird. Nach wie vor gibt es Probleme, wenn sämtliche Bereiche eines Hauses über eine gemeinsame Oberfläche gesteuert werden sollen. Doch die Inseln werden kleiner.

Im Heizungsbereich etwa haben sich die großen Heizungs- und Smart Home-Hersteller auf den EEBUS als gemeinsamen Kommunikationsstandard geeinigt. Ziel ist es, eine gemeinsame Sprache zu schaffen, mit der alle vernetzten Geräte und Systeme im Haus über Energie kommunizieren. Dadurch kann beispielsweise ein systemübergreifendes Energiemanagement realisiert werden. Auf der ISH haben mehrere Heizungshersteller Produkte mit EEBUS vorgestellt.

Heizungshersteller stellen Produkte mit EEBUS vor

So zeigte Bosch sein Smart Home-System mit Energiemanagement. Dank EEBUS sollen sich neben den Konzernmarken Buderus und Junkers auch Geräte anderer Hersteller darüber steuern lassen. Vaillant hat EEBUS in seine Multimatik-Heizungsregler integriert, so dass eine lokale Vernetzung zu Partnern im Energiemanagement und zu Smart Home-Plattformen hergestellt werden kann. Auf diese Weise lässt sich eine Vaillant-Heizung beispielsweise über die Smart Home-Plattform der Deutschen Telekom Qivicon steuern. Und der Smart Home-Anbieter eQ-3 – im Heizungsbereich vor allem für programmier- und fernsteuerbare Heizkörperthermostate bekannt – ergänzt durch die Integration von EEBUS die Einzelraum-Temperatursteuerung um die Kommunikation mit der Heizungsanlage selbst.

Die direkte Kommunikation mit dem Kessel verspricht gegenüber der Heizungssteuerung über die Thermostate einen zusätzlichen Effizienzgewinn. Denn wenn die Therme weiß, wie warm es in den einzelnen Räumen sein soll und welche Temperatur bereits erreicht ist, kann sie effektiver arbeiten und früher abschalten, als wenn sie nur auf Grundlage der aktuellen Rücklauftemperaturen gesteuert wird.

eQ3 wartete in Frankfurt auch mit der Nachricht auf, dass für das Smart Home-System Homematic IP ab sofort eine Sprachsteuerung verfügbar ist. eQ-3 bietet die Steuerung über Amazons Alexa an. Der Umfang der Lösung werde stetig um weitere Befehle ausgebaut und stehe den Nutzern kostenlos zur Verfügung, so der Anbieter, dessen Funkprotokolle Homematic und seit Herbst 2016 Homematic IP in Millionen Geräten integriert sind.

Mehrere Standards entwickeln sich

Allerdings setzen die Heizungshersteller ebenso wie die meisten Anbieter von Verschattungssystemen oder Lüftungsanlagen nicht allein auf einen Standard. Vaillant etwa legt eigenen Angaben zufolge einen besonderen Schwerpunkt auf die flexible Einbindung seiner Heizgeräte in die unterschiedlichen Smart Home-Lösungen. Ziel seien Einbindungsmöglichkeiten in alle wichtigen Verbindungsstandards. Daher arbeitet das Unternehmen auch mit dem Web-Dienst IfThisThenThat (IFTTT) zusammen, der herstellerübergreifende Geräteszenarien erlaubt.

IFTTT ist eine Plattform, über die Tablets, Smartphones und Apps miteinander kommunizieren können. Die Kommunikation erfolgt dabei nach dem Prinzip "wenn dies, dann das". Die Aktivität einer App löst also bei einer anderen eine Reaktion aus. Lässt zum Beispiel ein Hausbewohner im Badezimmer das Fenster offen, geht automatisch die Heizung aus. Oder: Nähert sich ein Bewohner in einem vernetzten PKW dem Haus, steigt im Wohnzimmer die Temperatur um zwei Grad. Meldet ein Rauchmelder im Haus eine Gefahr, schaltet sich automatisch die Heizanlage ab.

Die Anbieter der entsprechenden Apps, die miteinander kommunizieren sollen, sind bei IFTTT gelistet. Auf der Plattform sind bereits zahlreiche Hersteller aus den unterschiedlichsten Bereichen vertreten – wie zum Beispiel Vaillant, Philips, Belkin oder die Telekom. Sobald ein neuer Partner hinzukommt, entwickeln sich automatisch eine Vielzahl neuer Kombinationsmöglichkeiten. Auch der auf die Heizunssteuerung spezialisierte Smart Home-Anbieter Tado kooperiert mit IFTTT.

Von einer kompletten Vernetzung aller denkbaren Komponenten im Haus kann nach wie vor nicht die Rede sein. Doch nach und nach bilden sich einige Standards heraus, die zusammen mit den modernen Internet-Technologien das Zeug haben, die Vision Wirklichkeit werden zu lassen. von Silke Thole

 

 

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Modularer Wärmespeicher erhält Innovationspreis

16. Mai 2017 - 7:44

Der Speicher für Mehrfamilienhäuser von Consolar und dem Forschungs- und Testzentrum für Solaranlagen (TZS) des Instituts für Thermodynamik und Wärmetechnik (ITW) der Universität Stuttgart entwickelt. Die Vermarktung läuft über ein dafür gegründetes Konsortium, das die Entwicklung unterstützt hat. Es besteht aus Firmen, die unterschiedliche Marktbereiche bedienen sowie Consolar selbst.

Das System hat eine Kapazität von bis zirka 10 Kubikmetern. Es zeichnet sich durch die Montagefreundlichkeit aus, weil es zerlegt werden kann und sich dann über enge Kellertreppen und durch schmale Türen transportieren lässt. Die Montage erfolgt vor Ort. Außerdem verfügt der Speicher über Vakuumdämmung. Er ist druckbelastbar und kann  in gewohnter Weise angeschlossen werden.

Der modulare Speicher besteht aus Einzelmodulen in Stahlbauweise, die einen Behältermantel aus einem oval geformten Stahlblech haben, das den radialen Druck aufnimmt. Auf die Stirnseiten ist zur Dichtung jeweils ein dünnes Stahlblech geschweißt, das nur Dichtfunktion hat. Durch die Formgebung der Stirnseiten ist der Sitz in Schienen gewährleistet. Über druckstabile Endmodule, die auf beiden Seiten des Speichers über die Be- und Entladerohre sowie Stangen verbunden sind, wird der Druck in Längsrichtung aufgenommen. Die Durchführung der Be- und Entladerohre durch die Behälter wird durch ein neues Dichtungssystem gewährleistet. Die Rohre, die sich über die gesamte Länge des Speichers erstrecken, ermöglichen eine gleichmäßige und geschichtete Be- und Entladung. Um einen gleichmäßigen Austritt des Wassers zu erreichen, wurde eine Lösung realisiert, bei der die Ein- und Austrittsöffnungen an der Trennstelle zwischen den Speichermodulen liegen. pgl

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Dachdecker: Dachwartung ist Pflicht

16. Mai 2017 - 7:21

Der ZVDH hat eine eigene Webseite online gestellt. Dort gibt es die Möglichkeit, direkt nach einem Dachdeckerunternehmen in der Nähe zu suchen oder eine Anfrage zu starten. Informationen zu den Kosten gibt es auf der Webseite nicht.

Der Dachdeckerverband argumentiert, dass Hausbesitzer ein Augenmerk auf die Bedingungen ihrer Versicherungen haben sollten. Denn sowohl bei der Gebäudehaftpflicht- als auch bei der Wohngebäudeversicherung gegen Sturm, Hagel oder Brand müssten Hauseigentümer ihr Dach regelmäßig warten lassen. "Die Rechtsprechung hat in vielen Urteilen bestätigt, dass der Versicherungsschutz ganz oder teilweise erlöschen kann. In Extremfällen, zum Beispiel, wenn Personen durch herabfallende Dachteile verletzt oder gar getötet werden, kann diese Rechtslage den wirtschaftlichen Ruin des Hausbesitzers bedeuten", warnt ZVDH-Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx.

Alexander Wiech vom Hausbesitzerverband Haus und Grund hält einen solchen regelmäßigen Dachcheck durch Experten dagegen nicht für notwendig, um den vollen Versicherungsschutz zu erhalten. Manche Branchen versuchten, aus solchen Checks Kapital zu schlagen. Es sei zwar richtig, dass in Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Versicherer häufig die Pflicht festgehalten sei, das Dach in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten. Hausbesitzer seien bereits auf der sicheren Seite, wenn sie selbst regelmäßig das Dach in Augenschein nähmen und offensichtliche Mängel ausbessern lassen, so Wiech. Eine schriftliche Dokumentation dieser Inspektion sei von Vorteil, am besten mit Fotos. pgl

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BMWi bündelt Förderung der Gebäudesanierung

15. Mai 2017 - 8:48

Lob gab es vom Energieberater-Bundesverband GIH für die Förderstrategie: "Mehr Übersichtlichkeit, Vereinfachung und Zusammenführung sind schon seit langem unser Anliegen", sagte der GIH-Vorsitzende Jürgen Leppig.

Lediglich in Sachen Programmkontinuität sieht er noch Nachholbedarf. Wichtigste Neuerung sei der sogenannte One-Stop-Shop. Damit können sich Verbraucher, Handwerker und Energieberater aus einer Hand über Förderprogramme informieren. Vorgesehen ist künftig auch, dass Mittel zentral beantragt werden können. Beratung bildet einen Schwerpunkt. Das gefällt dem GIH. Er fordert allerdings eine Ausweitung der Gruppen, die beraten dürfen: "Eine sinnvolle Lösung wäre es, Energieberater aus dem Handwerk, die gleichzeitig noch ihren klassischen Betrieb führen, ebenfalls zuzulassen – zum Beispiel für den neuen gebäudeindividuellen Sanierungsfahrplan." Außerdem müsse es eine Informationskampagne geben.

Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) begrüßte das Papier, fordert aber einen stärkeren Fokus auf Effizienz. Förderung von EEG-Strom und Energieeffizienzmaßnahmen müssten auf Augenhöhe stattfinden. Die Förderstrategie behandele alleine die Verzahnung der Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen mit Angeboten zur Förderung erneuerbarer Wärme. Wie ohne Betrachtung der Stromerzeugung dabei das Prinzip "Efficiency First" Anwendung finden solle, lasse die Strategie jedoch noch offen, so der Verband. Auch werde keine Ausweitung der 2016 eingeführten Ausschreibungen für Stromeffizienzmaßnahmen auf den Wärmesektor behandelt.

Positiv wertet der Verband, dass die Förderhöhe künftig stärker an der Ambition einer Energieeffizienzmaßnahme ausgerichtet werden soll. Er fordert dabei, die Efffizienz nicht nur planerisch, sondern auch im Betrieb nachzuweisen.

Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) kritisiert das Aus für die Förderung fossiler Heizungen als halbherzig. 2019 soll die Förderung rein fossiler Heizungen auslaufen. Der BEE schlägt vor, dass die Förderung auch für den fossilen Teil hybrider Anlagen entfällt. Positiv sieht der Verband die Pläne zur Förderung von Wärme- und Kältenetzen, entsprechender Speicher sowie großer Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie. Hier gelte es, die haushalts- und beihilferechtlichen Fragen zu klären. "Gerade die Wärmeinfrastruktur bedarf langfristiger Planung, so dass es hier schnell zu einer Klärung kommen sollte, damit Energieversorger zügig in die Beantragung und Umsetzung gehen können." von Pia Grund-Ludwig

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Brandschutz funktioniert auch bei Holzbauten

12. Mai 2017 - 9:14

Wissenschaftlich fundierte Kenntnisse sollen helfen, die Restriktionen in den baurechtlichen Regelungen für den mehrgeschossigen Holzbau zu überwinden. In den letzten 20 Jahren wurde in Deutschland und Europa intensiv an der Weiterentwicklung der Holzbauweisen gearbeitet.

Es liegen bereits jetzt vielfältige Forschungserkenntnisse vor, die brandsichere Holzbaukonstruktionen ermöglichen. Bislang werden diese Erkenntnisse in bauordnungsrechtlichen Regelungen jedoch nicht adäquat berücksichtigt. Die bereits heute realisierten Objekte, die trotz der bauaufsichtlichen Einschränkungen und einer Fülle von Abweichungen durch besondere Anstrengungen der Planer und Bauherren umgesetzt werden, zeigten aber, dass der Brandschutz auch im Holzbau höchsten Ansprüchen genüge, so die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe.

Im Rahmen des Aufrufes "Verbesserung des Brandschutzes beim Bauen mit Holz, Holzwerkstoffen und anderen nachwachsenden Rohstoffen" können nun die Projektpartner im Forschungsvorhaben TIMpuls, der Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion der TU München, das Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz der TU Braunschweig, der Lehrbereich Brandschutz und Baukonstruktion der Hochschule Magdeburg-Stendal und sowie das Institut für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge mit weiteren Partnern die brandschutztechnischen Grundlagen im Holzbau analysieren. Damit wollen sie die Basis dafür schaffen, dass der Holzbau - insbesondere auch im mehrgeschossigen Bau - gleichberechtigt behandelt wird. Die Forscher möchten die noch vorhandenen Wissenslücken schließen und damit der Öffentlichkeit, der Baupraxis und den bauaufsichtlichen Gremien eine geschlossene Lösung für die brandschutztechnische Bewertung von Holzbauten bis zur Hochhausgrenze zur Verfügung stellen.

Das Forschungsvorhaben TIMpuls soll zeigen, dass bei geeigneter Ausführung und Dimensionierung brandschutztechnisch gleichwertige Lösungen im Vergleich zu den heute üblichen Konstruktionen aus Mauerwerk und Stahlbeton oder Stahlleichtbau erreicht werden können. Die Ergebnisse des Vorhabens sollen bereits begleitend mit den zuständigen bauaufsichtlichen Gremien und Vertretern der Feuerwehren diskutiert werden, um eine nachfolgende Integration in die bauaufsichtlichen Vorschriften bestmöglich vorzubereiten.

Die Aufnahme der wissenschaftlichen Erkenntnisse in Normen und Leitlinien erhöht bei Planern und Bauherren das Vertrauen in Bezug auf die brandschutztechnische Sicherheit von Holzbaukonstruktionen und Holzbauteilen. Quelle: FNR / pgl

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