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Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen
Aktualisiert: vor 56 Minuten 4 Sekunden

Software macht Öko-Bilanz einfacher

vor 13 Stunden 26 Minuten

Beim aktuellen Release legte der Anbieter besonderen Wert auf die Nutzerfreundlichkeit. Dank der verbesserten Menüführung, optimierten Bedienfeldern und einer vereinfachten Sprache soll sich der Anwender intuitiv im Programm zurechtfinden.

Das Programm sei nun auch ohne viele Vorkenntnisse deutlich einfacher einsetzbar, so der Hersteller. Optisch erscheint die Bedienoberfläche im selben Design wie alle übrigen thinkstep Softwareprodukte. Ein wesentlich schnelleres Übermitteln von Daten zwischen den Datenbanken erlaubt das neue Datenaustauschformat tsx. Arbeitsprozesse werden dadurch für den Anwender effizienter. Zudem wurden die Möglichkeiten für die Zusammenarbeit zwischen beteiligten Projektteams verbessert. Der Export von Daten nach dem Standard des Institute for Environment and Sustainability (ILCD) wurde an die aktuellen Normen angepasst. Damit unterstützt GaBi 8.0 sämtliche relevanten Kriterien für die in der EU geltenden Regeln zur Ermittlung des ökologischen Fußandrucks, den Product Environmental Footprint. Quelle: Thinkstep / pgl

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Design ist Deutschen wichtiger als Energiesparen

21. Juli 2017 - 6:59

Eine Investition in die Inneneinrichtung ihrer Wohnung bevorzugen in Deutschland 27 Prozent der Befragten, für eine energetische Sanierung würden hingegen nur 19 Prozent Geld ausgeben. Damit liegen die Deutschen im europäischen Mittelfeld, zwischen Spitzenreiter Tschechien, wo 39 Prozent Wert auf eine geschmackvolle Einrichtung legen, und Rumänien, wo es nur für 16 Prozent der Befragten wichtig ist, das ihr Zuhause schick und elegant aussieht.

Spitzenreiter beim Investieren in Energieeffizienz sind die Ungarn. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) würde das Geld in Energiesparmaßnahmen stecken. Bei nur 18 Prozent stünde hingegen die Verschönerung der Räume an. Auch in Italien und Rumänien steht Energiesparen bei 37 beziehungsweise 34 Prozent der Befragten im Vordergrund.

Auf ein außergewöhnliches Ergebnis kommt die E.ON-Umfrage in Großbritannien: Den Menschen dort ist weder das Energiesparen noch die Einrichtung ihrer Räume am wichtigsten. 21 Prozent der Briten hätten am liebsten einfach nur mehr Platz und würden dafür anbauen. Quelle: E.ON / pgl

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DGNB erneuert ihr Zertifizierungssystem für Gebäude

20. Juli 2017 - 6:53

Die Version 2017 des Zertifizierungssystems ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung der DGNB mit den Erfahrungen der letzten Jahre sowie den Marktentwicklungen und -anforderungen rund um das Thema Nachhaltigkeit und der entsprechenden Zertifizierungen. Das System soll gleichsam als Motivation und Planungstool dienen, um nachweislich bessere Gebäude zu bauen und zu betreiben. So hat die DGNB beispielsweise für einen bewussteren Umgang mit Ressourcen und zur Förderung von Materialkreisläufen für eine spätere Wieder- oder Weiterverwendung sogenannte Circular-Economy-Boni bei einer Vielzahl von Kriterien eingeführt. Diese wirken sich positiv auf das Zertifizierungsergebnis aus.

Ähnliches gibt es zum Thema Klimaschutz mit den Agenda-2030-Boni für Projekte, die in besonderem Maße zur Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen beitragen. Um den Zusammenhang einer nachhaltigen Bauweise mit den SDGs herauszuarbeiten und transparent zu machen, wurden darüber hinaus sämtliche Kriterien auf deren Verlinkung zu den Zielen überprüft. Künftig erhält jedes Projekt, das eine DGNB Zertifizierung erfolgreich abschließt, eine Aussage darüber, inwieweit es einen Beitrag zur Erreichung der SDGs geleistet hat.

Stärker adressiert werden zudem Themen, die den Beitrag eines Gebäudes im städtebaulichen Kontext betrachten. So wurden die vier Kriterien der Standortqualität nicht nur überarbeitet. In der Kommentierungsversion ist ebenfalls vorgesehen, dass diese ab sofort unmittelbar in das Zertifizierungsergebnis einfließen.

Neu hinzugekommen sind die Kriterien "Nutzerkommunikation", "FM-gerechte Planung" sowie "Biodiversität", das es bislang nur in der Quartierszertifizierung gab. Zahlreiche weitere Kriterien wurden methodisch überarbeitet und weiterentwickelt. Hierzu zählt beispielsweise die "Ökobilanz", die aus bislang zwei separaten Kriterien zum Ressourcenverbrauch und den emissionsbedingten Umweltwirkungen in ein gemeinsames überführt wurde. Auch bei den Kriterien "Verantwortungsbewusste Ressourcengewinnung", "Gebäudebezogene Kosten im Lebenszyklus" und "Einsatz und Integration von Gebäudetechnik" (früher "Anpassungsfähigkeit der technischen Systeme") gibt es grundlegende Anpassungen.

Die jetzt vorgestellte Version des Kriterienkatalogs ist die Grundlage für eine umfassende Kommentierungsphase, die die DGNB bis Ende August 2017 durchläuft. An dieser können sich sämtliche DGNB Auditoren und Consultants sowie alle rund 1.200 Mitgliedsorganisationen des Vereins beteiligen. Im Zuge der Kommentierung gibt es unter anderem zwei Feedback-Workshops in Stuttgart und Berlin. Bis Jahresende sollen die Anmerkungen bearbeitet und umgesetzt werden. Gleichzeitig wird das neue System an ersten Projekten erprobt. Quelle: DGNB / sth

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Hessens Architekten wollen Polystyrol verbieten

20. Juli 2017 - 6:53

Die Erfahrungen aus der Vergangenheit hätten gezeigt, dass eine Rettung von Personen durch die Feuerwehr in höheren Gebäuden gefährlich, schwierig und im Grunde nicht möglich sei, wenn dort Polystyrol-Dämmungen Feuer gefangen haben, so die Kammer. Dies gelte insbesondere, wenn der zweite Flucht- und Rettungsweg durch Drehleitern der Feuerwehr sichergestellt werde.

Außerdem fordert die Kammer, dass Brandschutzanforderungen an die bestehende Decke unter einem ausgebauten Dachgeschoss (§ 34) sowie an bestehende Treppenhäuser (§ 38) erleichtert werden. Hier gehe die Berliner Bauaufsicht mit gutem Beispiel voran. Aus Planersicht sind Abweichungen im Einzelfall nach sorgfältiger Abwägung z. B. von der derzeit geltenden Feuerwiderstandsklasse F 90 (das heißt das Bauteil erfüllt im Brandfall mindestens 90 Minuten seine Funktion) nach F 60 vertretbar, weil davon keine zusätzliche Gefahr für die Bewohner ausgeht.

"Die Kunst der Abwägung", so AKH-Präsidentin Brigitte Holz, "besteht bei der anstehenden Bauordnungsnovelle darin, umweltgerechte Nachverdichtung und sozial gebotene Schaffung von Wohnraum insbesondere mit dem Brandschutz und anderen Sicherheitsbelangen in Einklang zu bringen." Die AKH war im Rahmen der ministeriellen Anhörung zur HBO-Novellierung aufgefordert, den Entwurf für die "neue" HBO 2017 zu kommentieren und hat insgesamt 25 Änderungen angeregt.

Bei den weiteren Änderungsvorschlägen geht es unter anderem um Regelungen zur Barrierefreiheit, den Anbau von Personenaufzügen, die Anpassung der HBO an eine angestrebte, dann bundesweit geltende Musterbauordnung, den Versicherungsnachweis von eingeschränkt Bauvorlageberechtigten und die Anpassung der Befugnisse von hessischen Prüfsachverständigen an die Regelungen der anderen Bundesländer. Quelle: AKH / pgl

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Contracting für Brennstoffzellen-KWK startet

19. Juli 2017 - 10:14

Die Investition in die Brennstoffzellenheizung sowie die Wartung übernimmt die Efficiencity GmbH aus München, an der E.ON beteiligt ist. Teilnehmende Haushalte zahlen eine monatliche Pauschale sowie reduzierte Preise für Strom und Wärme.

Das Modell funktioniert im Bestand und im Neubau nach dem gleichen Prinzip: Der Haushalt zahlt einen monatlichen Festpreis für die Bereitstellung moderner Technik.

Der günstigste Tarif für die Nachrüstung einer bestehenden Heizung liegt bei 49,90 Euro pro Monat. Dafür erhalten die Hauseigentümer eine Brennstoffzelle und einen Warmwasserspeicher. Der bestehende Heizkessel bleibt eingebaut, muss aber nur noch an besonders kalten Tagen hinzuheizen. Den Grundbedarf an Wärme liefert die Brennstoffzelle. Efficiencity übernimmt die Investition in die neue Technik und die notwendigen Demontagekosten alter Komponenten. 

Eine komplett neue Heizung gibt es ab 149,80 Euro pro Monat. Enthalten sind dann die Brennstoffzelle des Typs BHKW Elcore 2400, ein Speicher, eine moderne Brennwerttherme und der Service. Für die Vorbereitung und Abwicklung der Installation inklusive der Ummeldung und der Beantragung von Fördermitteln berechnet Efficiencity in diesem Tarif eine Servicepauschale von 999 Euro.

Für den monatlichen Verbrauch fallen Kosten von rund 4,9 Cent pro Kilowattstunde Strom (genauer Preis abhängig vom regionalen Netzentgelt) und Wärme an. Im Vergleich zu herkömmlichen Energiepreisen bedeute das eine Einsparung von rund 83 Prozent bei Strom und rund 18 Prozent bei Wärme, so Efficiencity.

Beim Strom gilt dieser Preis für die gesamte von der Brennstoffzelle produzierte Strommenge von typischerweise 2.440 Kilowattstunden. Den restlichen Strom liefert Efficiencity zum Preis von 27 Cent pro Kilowattstunde. Ein Grundpreis entfällt.

Ein beispielhafter 4-Personen Haushalt im Eigenheim, der für seine alte Heizung bisher jährlich rund 30.000 kWh Gas zum Preis von 5,5 Cent pro kWh verbrauchte und zusätzlich 5.000 kWh Strom zum Preis von 29 Cent/kWh einkaufte, soll nach dem Einbau der Brennstoffzelle und eines neuen Speichers über 635 Euro im Jahr sparen, so der Anbieter. In der Vollcontracting-Variante mit Heizkesseltausch liege die jährliche Ersparnis bei bis zu 1.200 Euro. Quelle: Efficiencity / pgl

 

 

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DESAX zeigt 2017 geringes Sanierungsinteresse

19. Juli 2017 - 7:36

Bei Heizungen gab es in den Vorjahren von Anfang des Jahres bis zur Jahresmitte jeweils einen kontinuierlichen Trend nach unten. Diese Entwicklung ist 2017 noch ausgeprägter ausgefallen als in den Vorjahren.

Eine wichtige Marke im Sanierungsindex DESAX ist die 100. Sie kennzeichnet den Stand der Online-Anfragen aus 2012. Ein längeres Absacken unter diese Marke gab es seit 2014 nicht mehr. 2017 lag der Wert für den Juni mit 102 nur noch knapp darüber. Im Vergleich zu 2015 war das Online-Interesse an Heizungen im Jahr 2016 leicht rückläufig. Vor allem in der Sanierung tut sich nach wie vor wenig.

Der Rückgang der Online-Anfragen nach neuen Heizungen ist im zweiten Quartal ist 2017 ausgeprägter als in den Vorjahren. Die Zahlen dürften sich aber zum Jahresende nach oben bewegen, die Heizungsbranche ist vorsichtig optimistisch und geht von einem Umsatzplus zwischen 2 und 3 Prozent aus. Als Wachstumsträger gelten Gas-Brennwerttechnik, Lüftung und Wärmepumpen, bei Biomasse sollte die Talsohle durchschritten sein. Bei den Wärmepumpen zeigte sich in den ersten Monaten laut Zahlen des Bundesverbands Wärmepumpe ein deutliches Plus im zweistelligen Bereich. 

Interesse an Dach und Fassade bleibt gering

Auch das Segment Dach und Dämmung nähert sich mit einem Wert von 102 der 100er-Marke von oben an. Von Jahresanfang bis April gingen die Werte kontinuierlich nach unten, sind aber seitdem stabil. Die derzeitige Debatte um Dämmung und Brandschutz trägt sicher dazu bei, dass manche Sanierungswillige ihre Projekte erst einmal verschieben und abwarten, ob es neue Entwicklungen gibt.

An stärksten im Vergleich zu 2012 ist nach wie vor der Bereich Fenster. Im Vorjahr hatte sich der Index zwischen 170 und 230 bewegt. Im laufenden Jahr war der DESAX-Wert vor allem im zweiten Quartal deutlich darunter und lag jeweils bei unter 150. Der Verband Fenster und Fassade, der die verkauften Fenstereinheiten in Deutschland misst, geht für das Gesamtjahr von einem leichten Plus auf 14,4 Millionen Fenstereinheiten aus. Eine Fenstereinheit entspricht einer Fensterfläche von 1,69 Quadratmetern. Das wäre das beste Ergebnis seit dem Jahr 2002. 2016 lag die Zahl der verkauften Fenstereinheiten bei 13,8 Millionen. von Pia Grund-Ludwig

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Forscher entdecken Material für schnelle Speicher

18. Juli 2017 - 8:04

Die Lithium-Ionen-Batterie ist die derzeit am weitesten verbreitete Batterietechnologie. Viele Materialien, die im Labor die Eigenschaften dieser Batterieart verbessern, sind entweder selten, teuer, giftig oder um- weltschädlich. Forscher sind deshalb auf der Suche nach Materialien, die auf nachwachsenden Rohstoffen basieren.

Ein Molekül, das dafür in Frage kommt, ist Porphyrin. Im Labor hat es Ladezeiten von nur einer Minute ermöglicht. Eine interdisziplinäre Forschungs gruppe um Professor Maximilian Fichtner vom Helmholtz-Institut Ulm und Professor Mario Ruben vom Institut für Nanotechnologie des KIT hat das neue Speichermaterial vorgestellt.

Dazu wurde das organische Molekül Kupferporphyrin mit funktionellen Gruppen versehen, welche beim ersten Beladungsvorgang in der Batteriezelle eine strukturelle und elektrisch leitende Vernetzung des Materials herbeiführen. Dadurch wird die Struktur der Elektrode im Labor stabilisiert und mehrere tausende Lade - und Entladezyklen möglich.

Mit diesem Material wurden im Labor Speicherkapazitäten von 130 - 170 Milli-Amperestunden pro Gramm (mAh/g ) gemessen – bei einer mittleren Spannung von 3 Volt – und Be- und Entladungsdauern von nur einer Minute. Aktuell betriebene Experimente deuten darauf hin, dass sich die Speicherkapazität um weitere 100 mAh/g steigern lässt und der Speicher neben Lithium auch mit dem wesentlich häufigeren Element Natrium betrieben werden kann. Quelle: KIT / pgl

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PVT-Kollektor versorgt Wärmepumpe

18. Juli 2017 - 8:04

Der anschlussfertige PVT-Kollektor vereint Photovoltaik (PV) und SolarThermie (T) mit einem Luft-Wärmetauscher in einer Versorgungseinheit, die einfach mit einer Wärmepumpe kombiniert werden kann.

Während auf der Oberseite des Kollektors Strom produziert wird, wird auf der Unterseite thermische Energie für eine Wärmepumpe gewonnen. Die PVT-Kollektoren sind elektrisch und thermisch über ein Stecksystem verbunden..

Gängige Luft-Wärmepumpen sind aufgrund des Gebläses häufig laut, bei Erdwärmepumpen sind die Genehmigungsverfahren aufwändig. Beide Nachteile entfallen bei Solink. Die Kollektoren lassen sich analog einer herkömmlichen PV-Anlage in ein Schienensystem montiert installieren und mit Steckverbindungen zusammensetzen. Es ist nur ein Gewerk zur Installation notwendig.

Die Optimierung von PVT-Kollektoren, die Strom und Wärme produzieren ist ein Thema, mit dem sich derzeit viele Forschungsprojekte und Hersteller beschäftigen. Die größte Herausforderung ist dabei, optimale Erträge sowohl für Strom als auch für Wärme zu erzielen. Werden die Kollektoren gedämmt, erhöht sich der Wärmeertrag, aber sie werden heiß. Das mindert die Stromernte. Forscher des Fraunhofer ISE haben in einem Projekt Lüftungsklappen ausprobiert, die sich bei großer Hitze öffnen und mehr Luft durchströmen lassen. Das ist aber noch nicht marktreif.

Die Solink-Kollektoren produzieren nach Angaben des Herstellers etwa fünf bis 10 Prozent mehr Strom als übliche PV-Module, da sie über die an die Wärmepumpe abgeführte Wärme gekühlt werden. "Unsere PVT-Kollektoren wurden speziell für Wärmepumpen entwickelt. Sie zahlen sich auch an kalten Tagen aus. Dann ist der Heizenergiebedarf am größten. Durch die gleichzeitige Nutzung von Luft- und Strahlungsenergie sind die erzielbaren Temperaturen höher und die Wärme wird geräuschlos und mit viel weniger Strom als bei Luft-Wärmepumpen erzeugt. Und der kommt dann zum Teil noch vom gleichen Kollektor", sagt Andreas Siegemund, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei Consolar. pgl

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SMA veröffentlicht Effizienzdaten von Speichersystemen

17. Juli 2017 - 7:44

"Die Messungen wurden von einem unabhängigen Prüflabor durchgeführt", berichtet Martin Rothert, Leiter der Produktgruppe Residential & Commercial der Business Unit Off-Grid & Storage bei SMA. Es sei SMA wichtig, dass exakte Aussagen über die tatsächliche Effizienz eines Speichersystems bereits im Vorfeld getroffen werden könnten. Nur wenn die anderen Systemanbieter diese Daten auch veröffentlichten, könnten Installateure und Endverbraucher verschiedene Systeme gleichrangig miteinander vergleichen. "Wir würden es daher sehr begrüßen, wenn andere Hersteller unserem Beispiel folgen", so Rothert weiter.

Dem Hersteller zufolge gibt es enorme Unterschiede in der Effizienz der einzelnen Systeme. Hochgerechnet auf 20 Jahre könnten Nutzer bis zu 5.000 Euro einsparen, wenn sie das für ihre Anwendung effizienteste System einsetzen. Transparenz sei daher unbedingt notwendig. "Mit der Veröffentlichung der Effizienzdaten folgt SMA als erster Hersteller seiner freiwilligen Selbstverpflichtung, die nach dem Effizienzleitfaden durchgeführten Messerergebnisse auch öffentlich zugänglich zu machen", sagt Urban Windelen vom Bundesverband Energiespeicher (BVES). Der Verband gehe davon aus, dass in Kürze auch weitere Unternehmen diesen begrüßenswerten Schritt gehen, indem sie Effizienzdaten veröffentlichen und so für mehr Transparenz bei Kunden, Planern und Installateuren sorgen. Nach dem Willen des BVES soll die Prüfung von Speichersystemen nach dem Effizienzleitfaden zur Regel werden.

Der Effizienzleitfaden für PV-Speichersysteme beschreibt die Prüfverfahren zur Charakterisierung der Wirkungsgrade, des Standby-Verbrauchs und der Regelungseffizienz von stationären Batteriespeichersystemen und soll die Transparenz im Markt für Energiespeicher erhöhen. Er wurde vom BVES gemeinsam mit dem BSW-Solar und einer Reihe von Herstellern sowie Prüf- und Forschungsinstituten innerhalb von neun Monaten erstellt. Quelle: SMA / sth

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Ziegel büßen Marktmacht ein

16. Juli 2017 - 8:02

Die kleine Marktschwäche des Ziegels konnte in den vergangenen Jahren der Porenbeton für sich nutzen und seine Position als Nummer 2 der Wandbaustoffe im Wohnungsbau weiter ausbauen. So stieg die Verwendung von Porenbeton zwischen 2011 und 2015 um 2,7 Prozentpunkte. Der Baustoff wird besonders bei Ein- und Zweifamilienhäusern eingesetzt.

An dritter Stelle kommt ein Klassiker des Mehrfamilienhausbaus, der Kalksandstein. Mit gut 17,5 Prozent Marktanteile haben sich die grau-weißen Mauersteine im Vergleich zu 2011 nur marginal verbessern können (+0,3 Prozentpunkte). Die spezifischen Eigenschaften von Kalksandstein-Mauer-Konstruktionen sind attraktiv für den mehrgeschossigen Wohnungsbau. So sind Kalksandsteine massive und schwere Steine, die für tragendes und nicht tragendes Mauerwerk von Außen- und Innenwänden geeignet sind. Dies ist natürlich ein Vorteil bei mehrgeschossigen Bauwerken. Zusätzlich sorgt die hohen Masse der Steine bei Innenwänden für guten Schallschutz, was beispielsweise bei den erhöhten Schallschutzanforderungen einer Haustrennwand oder bei Wohnungstrennwänden von Vorteil ist.

Der vierte gängige Wandbaustoff ist Holz. So wurden im Jahr 2015 16 Prozent aller Wohngebäude aus diesem nachhaltigen Material gefertigt. Verglichen mit dem Jahr 2011 stieg der Holzwandanteil somit um 0,8 Prozentpunkte. Quelle: Bauionfoconsult / pgl

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Innovationspreis geht an Kaminofen-BHKW

16. Juli 2017 - 7:26

Das BHKW nutzt zur Stromgewinnung neben der Holzvergasertechnik die Thermoelektrik mit thermoelektrischen Generatoren (TEG). Die eingesetzten thermoelektrischen Generatoren (TEG) werden normalerweise in der Raumfahrt zur Stromerzeugung eingesetzt. Sie benötigen keine beweglichen Bauteile und sind deshalb relativ geräuschlos und wartungsfrei. Sie sind in der Außenwand des Kamins fest verbaut und wandeln durch die benachbart liegende Wasserkühlung die Wärmeenergie des Feuers in elektrische Energie um.

Mit 15 bis 22 Kilowatt für Heizung und Brauchwasser und bis zu 0,5 Kilowatt Strom wird der e-Kaminofen als Energieversorger für Eigenheime entwickelt und birgt damit die Chance als Insellösung weitestgehend unabhängig von Netzstrom-Energieversorgern zu sein.

Das BHKW, das auf der ISH im März vorgestellt wurde, funktioniert gleichzeitig als Notstrom-Aggregat. Wenn klassische Gebäudeheizungen bei einem Netzstromausfall nicht funktionieren, ist es einsatzbereit, um den häuslichen Grundbedarf für Pumpen und Heizungssteuerung, LED-Licht und kleine Verbraucher abzudecken.

Von der Europäischen Union wurde das Projekt aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) und außerdem vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern gefördert. Die landeseigene Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern ist stille Gesellschafterin. pgl

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Knauf optimiert Konfigurator für Fußbodenaufbau

14. Juli 2017 - 6:37

Der Systemkonfigurator führt den (Profi-)Kunden anhand seiner Bedürfnisse oder Problemstellung zu den jeweils geeigneten Bodensystemlösungen. Diese können dann zum Teil als reale Modellaufbauten der Bodenwelt einzeln entnommen werden. Neben dieser Empfehlung liefert die Software außerdem Angaben zur Zusammensetzung des Systems, den ungefähren Kosten sowie der Montagezeit pro Quadratmeter.

Das Layout des Systemkonfigurators wurde jetzt komplett neu gestaltet und präsentiert die einzelnen Lösungsvorschläge noch übersichtlicher und schneller. Neu ist auch die Funktion der Stichwortsuche: Nach Eingabe eines Produktnamens wie zum Beispiel "FE Eco" zeigt das Programm alle Systemaufbauten an, in denen dieser Wärmepumpen-Fließestrich vorkommt.

Zusätzlich kann der Händler für das jeweilige Bodensystem unter Angabe der Raumabmessungen eine Materialliste erstellen, in der alle benötigten Produkte inklusive der Mengen angezeigt werden. Auch die Systemausschreibungstexte wurden ergänzt.

Zusätzlich zum eigentlichen Systemkonfigurator für Knauf Bodensysteme bietet die Software der Knauf Bodenwelt einen neuen Konfigurator für Spachtel- und Ausgleichsmassen. Abhängig vom bestehenden Untergrund und weiteren Anforderungen wie zum Beispiel Stuhlrollenfestigkeit oder Schichtdicke lässt sich für den Kunden mit diesem Konfigurator die passende Spachtel- oder Ausgleichsmasse einschließlich der Grundierung ermitteln. Im September 2017 wird der neue Systemkonfigurator live gehen. Quelle: Knauf / pgl

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Energieausweise brauchen neues Kontrollschema

13. Juli 2017 - 8:03

"Ein wesentliches Hindernis in der nationalen Umsetzung stellt nach wie vor der mangelhafte Vollzug der Regelungen der EnEV in den Bundesländern dar", so die Deutsche Umwelthilfe. Sie hat jährlich bei den zuständigen Behörden und Ministerien nachgefragt, wie die Energieausweise kontrolliert werden. Das Ergebnis war ernüchternd: Kontrollen der Energieausweisausstellung nach Modernisierung oder Fertigstellung eines Gebäudes sowie Kontrollen zu seiner inhaltlichen Richtigkeit und zu Informationspflichten bei der Bewerbung von Immobilien würden in aller Regel nicht durchgeführt, so der Verband.

Die EU fordert aber genau diese Kontrolle. Umgesetzt wurde die Anforderung mit der EnEV 2014. Sie sieht eine dreistufige Kontrolle für Energieausweise sowie eine einstufige Kontrolle für Inspektionsberichte von Klimaanlagen vor. Die elektronischen Kontrollen wurden vom Gesetzgeber übergangsweise an das DIBt übertragen. Die eigentlich zuständigen Bundesländer sahen sich mit dem Aufbau eines Kontrollsystems überfordert.

Neues Format seit Juli Pflicht

Für die elektronische Stichprobenkontrolle von Energieausweisen hat das DIBt zur Jahresmitte ein neues Schema für die XML-Dateien verpflichtend eingeführt. Wer Energieausweise ausstellt, muss die in einem definierten Format an die Kontrollstelle übermitteln, um die Überprüfung zu erleichtern. Seit September 2016 war es möglich, das alte und neue Schema parallel zu verwenden, diese Übergangsfrist ist jetzt vorbei. Ab dem 1. Juli 2017 gelten nur noch Dateien nach dem neuen Schema. Energieausweise mit alten Schemata werden nicht mehr registriert.

Energieberatungssoftware muss auf diese Veränderungen reagieren. Das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN) listet auf Basis einer Umfrage auf, welche Softwarepakete das neue Format unterstützen und was gegebenenfalls ein Update kostet.

In der Umfrage wurde auch erhoben, wie es mit dem gebäudeindviduellen Sanierungsfahrplan aussieht. Seit 1. Juli wird er vom Bafa als Vor-Ort-Beratungsbericht anerkannt. Einige geben an, dass sie erst in den kommenden Monaten nachziehen. Bei anderen wiederum stand der Praxistest durch die Dena zum Zeitpunkt der Umfrage Ende Juni noch aus. pgl

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CO2-Steuer würde Kohlestrom ausbremsen

12. Juli 2017 - 7:27

So könnten die nationalen Klimaschutzziele mit möglichst geringem Aufwand erreicht werden, argumentiert der Verband. Er will die vorhandene Stromsteuer in eine CO2-Steuer umwandeln. Das soll Mehrbelastungen für Verbraucher verhindern.

Das Beratungsunternehmen Energy Brainpool hat den Vorschlag des Verbands durchgerechnet. Der Preis für Emissionen in der Energiewirtschaft soll grundsätzlich aus zwei Komponenten bestehen, dem bestehenden EU ETS und der CO2-Steuer. Im Jahr 2020 sollen Emissionen mit zirka 25 Euro pro Tonne CO2 bepreist werden. Das wäre bei einem Zertifikatspreis von 5 Euro pro Tonne CO2 ein Steueraufschlag von 20 Euro pro Tonne CO2. Bei negativen Strompreisen sieht der Vorschlag eine vollständige Internalisierung der Kohlendioxidkosten vor.

Die Berechnungen von Energy Brainpool zeigten, dass bereits ein CO2-Preis von 20 Euro pro Tonne die Emissionen im Stromsektor im Jahr 2020 um ein Drittel reduziere. "Zudem wird bereits mit 20 Euro pro Tonne CO2 die Hälfte der Klimaschutzwirkung eines CO2-Preises von 80 Euro pro Tonne erreicht", sagte Uphoff weiter. Gleichzeitig würden die Börsenstrompreise stabilisiert und damit die EEG-Umlage sowie die Förderkosten reduziert.

Die EEG-Umlage könnte zusätzlich durch den Vorschlag des BEE, die Industrieprivilegien in den Bundeshaushalt zu verlagern, um 1,5 Cent pro Kilowattstunde gesenkt werden. Stromimporte in Folge einer nationalen CO2-Steuer können mit einem stärkeren Ausbau Erneuerbarer Energien vermindert werden.

In der Studie wird die Wirkung von verschieden CO2-Steuersätzen (20, 40, 60 und 75 Euro) als Ergänzung zum Emissionshandel untersucht und jeweils gegen ein Referenzszenario ohne nationale CO2-Bepreisung bewertet. Dabei werden die Klimaschutzwirkung auf nationaler und europäischer Ebene, der Beitrag zur Erreichung von Klimazielen und das Steueraufkommen berechnet. Außerdem werden die Entwicklung der Strompreise und sich daraus ergebende Effekte auf die EEG-Umlage sowie die Wirkung auf Stromimporte und Stromexporte analysiert. Uphoff: "Die Berechnungen zeigen, dass ein nationaler CO2-Preis differenziert wirkt: Die Kohleverstromung wird reduziert, die Einspeisung aus Gaskraftwerken bleibt hingegen stabil." Quelle: BEE / pgl

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Fernwärmepreise müssen nicht online stehen

11. Juli 2017 - 16:41

Der vzbv fordert mehr Transparenz und Informationen im Internet. "Preismitteilungen allein in der Tageszeitung oder auf Aushängen im Heizkraftwerk - das mag in den 1980er-Jahren angemessen gewesen sein. Im digitalen Zeitalter ist es das nicht. Wir fordern mehr Transparenz bei Fernwärmepreisen", sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv.

Die Klage des vzbv stützte sich auf die Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme (§ 1 Abs. 4) aus dem Jahr 1980. Hierin ist geregelt, dass ein Fernwärmeversorger seine Preise "in geeigneter Weise öffentlich bekanntzugeben" hat. Das Gericht musste nun entscheiden, ob einmalige Preisveröffentlichungen in regionalen Tageszeitungen oder Aushänge in Heizkraftwerken noch geeignet sind, der Transparenzpflicht der Verordnung zu entsprechen. Das OLG Hamm bejahte diese Frage - nicht ohne einen Hinweis an den Verordnungsgeber, dass sich eine Änderung der Verordnung im Laufe der Jahre bereits angeboten hätte. Verbraucher, die eine Preismitteilung in den Printmedien verpasst haben oder nicht zu den Lesern der Zeitung gehören, könnten das Zeitungsarchiv besuchen, so das Gericht. Im Strom- und der Gasmarkt finden sich Sonderregelungen, die eine Preisveröffentlichung im Internet vorschreiben.

Fernwärmenetz ist Monopol

Jedes Fernwärmenetz stellt ein regionales Monopol dar, in dem kein Wettbewerb besteht. Intransparente Monopolpreise versprechen die höchsten Renditen und können für die Verbraucher sehr teuer sein. Deshalb ist es nicht nur für Verbraucher vor einem Umzug wichtig, sich über aktuelle Fernwärmepreise in anderen Regionen jederzeit informieren zu können. Verbraucher müssen auch das eigene Preisniveau im Vergleich zu anderen Fernwärmenetzen bewerten können.

Insgesamt sei der Fernwärmesektor noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen, so die Verbraucherschützer. Eine Kennzeichnungspflicht der eingesetzten Brennstoffe, vergleichbar der Stromkennzeichnung, fehle ebenso wie eine Preisregulierung der Monopolbereiche durch die Bundesnetzagentur. Wettbewerbliche Elemente gibt es auch nicht.  Die Verbraucherrechte seien in vielen Bereichen schlechter ausgestaltet als nach den allgemeinen zivilrechtlichen Regelungen oder den Reglungen auf dem Strom- und Gasmarkt. Der vzbv fordert deshalb von der Politik eine grundlegende Überarbeitung fernwärmerechtlicher Rahmenbedingungen.

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Dämmung der obersten Geschossdecke rechnet sich schnell

11. Juli 2017 - 8:48

Das FIW geht in der Untersuchung aus dem Jahr 2015 davon aus, dass Dämmmaßnahmen nur dann erfolgen, wenn das Gebäudeteil sowieso angefasst werden muss. Ansonsten wären die Amortisationszeiträume wesentlich länger. Inzwischen sind fast zwei Drittel aller Dachflächen in Deutschland gedämmt, „jedoch nicht unbedingt auf einem heutzutage sinnvollen energetischen Standard“. 

Maßnahmen nach heutigen Standard wie die Herstellung einer begehbaren gedämmten Geschossdecke haben ihren Preis: Sie amortisieren sich nach Berechnungen des FIW im gleichen Zeitraum wie eine Fassadendämmung, nämlich nach sechs Jahren. Es sei denn, die obersten Geschossdecke ist bereits begehbar und kann zwischen den Balken mit einer Einblasdämmung versehen werden.

Zelluloseflocken lassen sich auch offen aufbringen

Besonders Einblasdämmungen mit Zellulose verbreiten sich wegen ihrer einfachen Handhabung immer mehr, sagt der Energieberater Christian Reher aus Berlin. "Man muss nur zwei Dielen rechts und links hochheben. Und man muss nicht durchs Haus, sondern die Zellulose wird direkt aus dem Hänger rausgesaugt", sagt Reher.

Bei Dächern, die nicht begangen werden, kann man Zellstoffflocken sogar offen aufbringen. Die Dachböden sehen dann aus, als hätte es geschneit. "Das geht natürlich nur, wenn das Dach sowohl regendicht als auch winddicht ist", sagt Reher. Für den Schornsteinfeger würden, wenn nötig, ein paar Planken gelegt.

Als nachwachsende Dämmstoffe werden für die oberste Geschossdecke auch Flachs, Hanf und Holzfasern genutzt, berichtet Reher weiter - sowohl als Platten, als Schüttung oder zum Einblasen. Im Preis unterscheiden sich die drei Materialien nicht wesentlich, sagt Reher, jedenfalls seien die Preise in Bewegung. Eine ausreichend dicke Hanfdämmung als Matte kostet im Schnitt ab zehn Euro pro Quadratmeter, Flachs- und Holzfasermatten ab rund fünf Euro pro Quadratmeter. Flachs und Hanf eignen sich besonders gut fürs Ausstopfen von Winkeln und Nischen. Zellulose kostet ab 15 Euro pro Quadratmeter - allerdings fertig eingebaut inklusive aller Handwerkerarbeiten.

Holzbalkendecken eignen sich für Einblasdämmung

Als "Schlüssseltechnologie für die energetische Sanierung im Altbau" sieht Arnold Drewer die Einblasdämmung. Vor gut zwei Jahren hat er den Fachverband Einblasdämmung (FVWD) gegründet, um das Verfahren zu promoten. "Im Altbau sind 50 Prozent der Abschlüsse Holzbalkendecken", sagt er. Zwischen den Heraklitplatten oder dem Gipskarton unten und den Fichtenbrettern oben sei oft gar keine Dämmung. Nichts sei einfacher, als hier mit einer Einblasdämmung zu arbeiten: "Man braucht keine Konstruktion und keinen Matten zu schneiden. Einfach Brett raus und Schlauch rein." Zwei Handwerker könnten in einer Stunde so bis zu 20 Quadratmeter dämmen.

Warum Einblasdämmungen trotzdem nicht öfter eingebracht werden? Dafür sieht Arnold Drewer zwei Gründe: "In der Ausbildung spielt der nachträgliche Wärmeschutz so gut wie gar keine Rolle. Und die Arbeitsgruppe für die Auslegung der Energieeinsparverordnung EnEV) der Bauministerkonferenz hat weitgehende Ausnahmen zu gelassen. So gilt eine Holzbalkendecke ohne Ansicht ihrer Stärke oder Dämmwirkung stets als ausreichender Wärmeschutz."

Arnold Drewer hat dagegen berechnet, dass die wirtschaftlichste Dämmstärke einer obersten Geschossdecke aus 40 Zentimetern Zellulose besteht. "Wenn alle deutschen Dächer auf diese Stärke gedämmt würden, könne man zwei Millionen Tonnen mehr CO2 einsparen, als wenn man die Dämmstärke von 16 Zentimetern ansetzt, die die EnEV vorschreibt", sagt er.

Oft reicht die Dämmung der Obergeschossdecke

Ein Fehler passiere nach Erfahrung von Christian Reher beim Dämmen der obersten Geschossdecke immer wieder: "Der häufigste ist, dass man sich keine Gedanken über Wärmebrücken macht", sagt Reher. Trennwände und Schornsteine müssten ein Stück hochgedämmt werden, damit dort keine Wärme abfließt. Arnold Drewer empfiehlt, sich genau zu überlegen, ob wirklich auch die Dachschrägen gedämmt werden müssen: "Wenn das Dach nicht genutzt wird, muss man nur die oberste Geschossdecke dämmen", sagt Drewer. Das spare allein aufgrund der geringeren Quadratmeterzahlen viel Geld. "Doch in Deutschland sind Hunderttausende Dächer gedämmt, wo die oberste Geschossdecke gereicht hätte." Susanne Ehlerding

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Bundesrat stimmt Verordnung zu HBCD-Dämmung zu

11. Juli 2017 - 7:11

Durch eine Änderungsverordnung zur Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV) Ende Dezember 2016 wurde diese Regelung für ein Jahr ausgesetzt. Die Bundesregierung hatte seinerzeit zugesichert, während dieses "Moratoriums" gemeinsam mit den Ländern eine dauerhaft tragfähige Lösung zur Überwachung und Entsorgung von allen persistent organischen Schadstoffen (POP) - wie zum Beispiel Hexabromcyclododecan (HBCD) - zu suchen, ohne dass eine Einstufung als gefährlicher Abfall vorgesehen ist.

Nach Informationen des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) tritt die neue Verordnung ab 1. September 2017 in Kraft. Mit der der neuen Verordnung sei eine dauerhafte Lösung des Problems gefunden worden, so der Verbamd erleichtert.

Soweit Abfälle HBCD oder andere POPs enthalten, werden diese Abfälle dauerhaft als ungefährlich eingestuft. Um die vollständige thermische Verwertung sicherzustellen, wird ein Nachweisverfahren zur Sammelentsorgung eingeführt. Der entsorgende Handwerksbetrieb kann dabei den bewährten Sammelentsorgungsnachweis nutzen.

Die Mengenbeschränkung für gefährliche Abfälle auf 20 Tonnen pro Baustelle und Jahr entfällt für HBCD-haltige Polystyrole aufgrund der fehlenden Einstufung als gefährlicher Abfall und weil der Sammelentsorgungsnachweis genutzt werden kann.

Auch wurde die für das Dachdeckerhandwerk wichtige Präzisierung von Verbundstoffen vorgenommen: So werden in der Verordnung nun konkret XPS- und EPS-Dämmstoffe mit Bitumen- und PU-Kleber-Anhaftungen aufgeführt. Damit sind Anhaftungen an Dämmstoffen eindeutig von der Pflicht der Getrenntsammlung befreit.

"Wir sind sehr erleichtert, dass die HBCD-Problematik, die unserer Dachdeckerbetriebe, aber auch die Endkunden, monatelang in Atem hielt, ein gutes Ende gefunden hat. Mit der neuen Verordnung ist eine sicherere und umweltgerechte Entsorgung gewährleistet. Der Entsorgungsstau sollte damit auch bald aufgelöst werden. Kritisch werden wir allerdings weiterhin die Preisentwicklung beobachten. Auch werden wir die Handlungsweise einiger Entsorger und mögliche Verweigerungshaltungen im Blick haben", so Verbandschef Ulrich Marx. Quelle: ZVDH / pgl

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KW Energie zeigt anschlussfertiges BHKW

10. Juli 2017 - 7:25

Die Integration der smartblock-BHKW in einer anwendungsspezifisch optimierten Betonraumzelle ist eine anschlussfertige Energiezentrale. Als Vorteil nennt der Hersteller unter anderem perfekt aufeinander abgestimmte Komponenten, eine schnelle Angebotserstellung, geringen Bauaufwand vor Ort und einfache Anbindung an komplexe Systeme im Bestands- und Altbau.

Dieses Konzept soll die Umsetzung von Projekten vereinfachen und beschleunigen. Die Anlagen stehen in Größen von 7,5 bis 75 kW elektrischer Leistung zur Verfügung. Erste Reaktionen von Partnern bei der Vorstellung seien äußerst positiv ausgefallen, und erste Aufträge wären direkt abgeschlossen werden. Quelle: KW Energie / pgl

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Smart-Home braucht Sicherheitszertfikate

9. Juli 2017 - 8:21

Wird ein Smart-Home-System jedoch um sicherheitsrelevante Komponenten wie Bewegungsmelder, Glasbruchsensoren, Türöffnungskontakte, Türzutrittskontrollleser, Alarmsignalgeber oder Rauchmelder ergänzt, übernimmt es die Funktionen einer Alarmanlage.

Diese müsse 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr über Jahre hinweg absolut zuverlässig und störungsfrei arbeiten, und die hierfür eingesetzten Sicherheitskomponenten unterlägen anderen Qualitätsanforderungen und Prüfszenarien als Smart-Home-Anwendungen, argumentiert das Unternehmen. Keines der Smart-Home-Systeme, die Smart Home und Sicherheit verbinden noch die jeweiligen für den Bereich Sicherheit vorgesehenen Komponenten, entsprächen den Anforderungen, die für eine zuverlässige Detektion und damit für sichere Home Security notwendig sind, sagt EcomBetz.

Themen wie die Sabotageüberwachung der Systemkomponenten vor mechanischer oder elektronischer Fremdbeeinflussung, die Leitungs- und Funkstreckenüberwachung zu allen Sicherheitskomponenten seien nicht ausreichend berücksichtigt. Ebenso und für die Sicherheit von elementarer Bedeutung: die sichere optische und akustische Alarmierung vor Ort, wie auch die stille Alarmübertragung an Dritte via IP und GSM-Funkersatzweg. Dies sei bei den einfachen Systemen bei Ausfall des Webrouters und bei Stromausfall nicht sichergestellt.

Sicherheitstechnik muss von Polizei und Sachversicherern anerkannt sein

Eine neutrale Orientierungshilfe und Gradmesser für die zuverlässige Qualität eingesetzter sicherheitsrelevanter Komponenten und Alarmanlagen bietet in Deutschland der VdS, ein Unternehmen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Er ist offizielles Organ für die Prüfung und für die Zulassung von Sicherheitsprodukten. Die dort geprüften Produkte sind von der Polizei und den Sachversicherern anerkannt und werden von diesen auch empfohlen.

Wichtig ist dabei, dass jede einzelne Komponente wie Bewegungsmelder, Rauchmelder, Glasbruchsensor, Zutrittskontrollleser, Signalgeber und auch die Alarmanlagenzentrale jeweils über eine Anerkennung verfügen. Zudem müsse das Zusammenspiel der einzelnen Sicherheitskomponenten durch eine Systemnummer geprüft sein. "Nur Anlagenteile und Geräte, die sowohl einzeln als auch auf bestimmungsgemäßes Zusammenwirken von hierfür nach DIN EN ISO/IEC 17065 für den Bereich Gefahrenmeldeanlagentechnik akkreditierten Zertifizierungsstellen wie BSI oder VdS für die entsprechende Klasse geprüft und zertifiziert sind, garantieren Sicherheit mit Brief und Siegel", so Harald Schmidt, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes sowie Initiator der Aufklärungsinitiative K-Einbruch der Polizei. "Denn jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied", betont Schmidt.

Verbraucher können zwei Systeme kombinieren, ein Smart-Home-System für Komfort- und Energiemanagement oder eine zertifizierte Alarmanlage für Sicherheitslösungen einsetzen. Die Alternative ist eine zertifizierte Alarmanlage, die auch Smart-Home-Funktionen bietet. Eine dieser Anlagen ist die Alarmzentrale compact easy von Telenot. Sämtliche Sicherheitskomponenten Alarmsystems sind nach den speziell für Alarmanlagen geforderten Normen zertifiziert. Sie verfügen unter anderem über Notstromversorgung, redundante Übertragungswege via IP und GSM im Alarmfall, Sabotageschutz und Leitungs- und Funkstreckenüberwachung zu allen Sicherheitskomponenten. Quelle: EcomBetz / pgl

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Kalkulator berechnet Sanierungsrendite bei Büros

7. Juli 2017 - 7:23

Die Entscheidung zur Sanierung von Bürogebäuden ist wegen der Vielfalt der zu berücksichtigenden Informationen aufwändig, die Abschätzung der zu erwartenden Rendite nicht einfach. Hier setzt der SanierungsKalkulator an.

Nach der Eingabe von Gebäudedaten, ökonomischen Randbedingungen und der Bestandsqualität weist er Wertsteigerung, Energieeinsparung und der Zuwachs der Produktivität am Arbeitsplatz in Euro aus. Als Ergebnis der durchzuführenden Berechnung zeigt er die mögliche Gesamtrendite der Investition.

Entwickelt hat den SanierungsKalkulator auf Initiative von Schüco das Beratungsunternehmen Drees & Sommer auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse. Auf der BAU 2017 wurde das mit einer Bedienoberfläche von Arvato Systems ausgestattete neue Werkzeug erstmalig vorgestellt.

Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. nimmt den SanierungsKalkulator jetzt als "Best-Practice-Beispiel" in seinen erstmalig erscheinenden Innovationsbericht auf. Angesprochen sind durch die Online-Lösung Entscheider bei Investoren, Eigentümern, öffentlicher Hand und Architekten. Entscheidungen für Sanierungsmaßnahmen können damit begründet vorbereitet und angestoßen werden. Quelle. Schüco / pgl

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