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04.07.2009

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Klimawandel • 30.06.09Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt wird zu den GreentowersDie Deutsche Bank ist, gemessen an Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl, das größte Kreditinstitut Deutschlands und mit über 80.000 Mitarbeitern (Stand: 31. März 2009) eine der größten und bedeutendsten Banken weltweit. Die Zentrale der Deutschen Bank residiert in dem aus zwei Hochhäusern bestehenden Gebäude im Westend von Frankfurt am Main, die auch als “Zwillingstürme” oder “Soll und Haben” bezeichnet werden. Um ein Zeichen für eine möglichst Ressourcen schonende und zugleich hochwertige Arbeitswelt zu setzen, hat die Führung der Deutschen Bank vor einiger Zeit eine der größten Gebäudesanierungen Europas beschlossen: Bis zum Jahr 2010 soll aus den beiden 155 Meter hohen Zwillingstürmen eines der umweltfreundlichsten Hochhäuser der Welt werden. Die Ziele der Deutschen Bank zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind im Rahmen der Modernisierung beachtlich: Sowohl Energieverbrauch wie auch CO2-Ausstoß des Gebäudes sollen um mindestens 50 Prozent reduziert werden und das Deutsche Bank Hochhaus damit zu einem echten Öko-Hochhaus mit dem Namen “Greentowers” machen. Ökologische Anforderungen an das Material und Recycling Ein besonderes Augenmerk beim Rück- und Umbau wird auf die Wiederverwertbarkeit des Materials gelegt. Von insgesamt 26.600 Tonnen Abbruchmaterial werden 98% in den entsprechenden Industrien recycelt oder wieder verbaut. Nur zwei Prozent des Materials werden entsorgt. Auch bei der Gebäudeausstattung wird nicht nur auf die Anforderungen des modernen Brandschutzes sowie die Bedürfnisse zeitgemäßen und effizienten Arbeitens geachtet sondern auch die Umweltverträglichkeit spielt eine große Rolle. Wasserverbrauch soll um fast die Hälfte sinken Alle Experten sind sich einig, dass Wasser eine der wertvollsten Ressourcen unserer Erde ist und sich bewaffnete Konflikte in Zukunft statt um Erdöl um den Zugang zu sauberem Trinkwasser drehen könnten. Um weniger insgesamt 43 Prozent soll der Verbrauch an Frischwasser nach dem Umbau der Deutschen Bank Türme zurückgehen, was durch ein komplett neues Wassermanagementsystem, hausinternes Wasserrecycling, Regenwassernutzung sowie den Einbau von wassersparenden Systemen erreicht werden soll. In absoluten Zahlen sollen so pro Jahr rund 26.000 Kubikmeter Frischwasser eingespart werden, was dem Volumen von 13 olympischen Schwimmbecken entspricht. Verbrauch von 67 Prozent weniger Heizenergie Die neuen Greentowers werden an das Fernwärmenetz angeschlossen sein und die Gebäudemasse dient als Speicher für Wärme und Kälte. Die Bewegung von nur noch geringe Luftmengen in Verbindung mit Wärme-Kältekopplung, Wärmerückgewinnung und einer natürlichen Lüftung durch elektrisch zu öffnende Fenster machen das neue Klimatisierungssystem besonders effizient. Die Fassade wird aus hoch isolierenden Gläsern bestehen, die im Sommer weniger Hitze ins Gebäude eindringen und im Winter weniger Wärme verloren gehen lassen. Alle Maßnahmen zusammen sollen für eine Reduzierung des Heizenergieverbrauches in Höhe dem jährlichen Verbrauch von rund 750 Einfamilienhäusern sorgen. Reduzierung des Stromverbrauchs um mehr als die Hälfte Im neuen Öko-Hochhaus werden intelligente Systeme für einen deutlich geringeren Stromverbrauch bei gleichzeitig höherem Komfort sorgen. Dazu zählen u.a. die Lichtsteuerung zur optimalen Ausnutzung des Tageslichts sowie Green-IT-Lösungen, stromsparende Geräte und die Auslagerung der Server in ein externes Data Center. Mittels dieser Maßnahmen sollen der bisherige Stromverbrauch um 55 Prozent reduziert werden, was dem dem Jahresverbrauch von rund 1.900 Einfamilienhäusern entspricht. 55 Prozent oder 5.000 Tonnen weniger CO2-Emissionen pro Jahr Das Einsparen von Heizenergie, Strom und Wasser soll zu einer Verringerung des CO2-Ausstoßes um 55 Prozent oder 5.000 Tonnen pro Jahr führen. Die Deutsche Bank strebt damit eine Platin-Zertifizierung nach dem System “Leadership in Energy and Environmental Design (LEED)” des U.S. Green Building Council an. Im Rahmen der Klassifizierung für Ökologisches Bauen durch das U.S. Green Building Council wären die Zwillingstürme in Frankfurt am Main dann das weltweit erste modernisierte Hochhaus mit der höchstmöglichen Auszeichnung Platin. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite www.greentowers.de
Klimawandel • 25.06.09Barack Obama will die USA zur grünsten Nation der Erde machenDie US-Amerikaner sind für ihren verschwenerischen Lebensstil berüchtigt und gelten weltweit nicht gerade als umweltbewußtes Volk. Doch seit drastische Senkung des Spritverbrauchs von Neuwagen in den USA beschlossen wurde, kündigte Obama nun eine massive Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien an. Foto: Christian Wagner Saubere Energie aus Windkraftanlagen, Solaranlagen und -kraftwerken und weiteren Quellen soll die USA unabhängiger von ausländischem Öl machen sowie die CO2-Verschmutzung und den Klimawandel bekämpfen. Aber die Amerikaner versprechen sich selbstverständlich auch wirtschaftliche Vorteile von diesem Wandel. So bekkräftigte Barack Obama, dass die Nation, “die bei der Entwicklung einer sauberen Energiewirtschaft führt, wird die Nation sein, die die Weltwirtschaft des 21. Jahrhunderts führt.” Ein besonders großes Potential sieht er in der Windenergie, die aus diesem Grund in naher Zukunft massiv ausgebaut werden soll. “Dabei sind die USA schon heute Weltmarktführer in der Windkraftproduktion. In 2008 verdrängten sie nach Angaben der - ironischerweise in Bonn beheimateten - World Wind Energy Association (WWEA) Deutschland vom Spitzenplatz, mit einer Gesamtkapazität von 25.170 Megawatt. Zugleich legte die amerikanische Windbranche mit 8351 Megawatt und einer Wachstumsrate von 50 Prozent deutlicher zu als in jedem anderen Land.” Die bereits installierten Windfarmen können bereits ca. acht Millionen Haushalte in den USA mit CO2-freiem Strom versorgen und allein in den Prärien des Mittleren Westens ist es windig genug, um mehr als 16 mal soviel Strom zu erzeugen als heute in den USA verbraucht wird. Aufgrund der guten Aussichten versuchen immer mehr US-Staaten günstige gesetzliche Rahmenbedingungen für neue Windkraftanlagen zu schaffen und damit Investoren anzulocken. Selbst der Bürgermeister von New York City, Michael Bloomberg, will die Metropole an der Ostküste mit Hilfe von Windkraftanlagen auf den Dächern von Hochhäusern zur grünsten Stadt Amerikas machen. Der lesenswerte Beitrag zm Thema Erneuerbare Energien “Obama will USA zur Öko-Supermacht machen” vom 24.06.2009 von Marc Pitzke findet sich auf den Seiten von Spiegel Online. Foto: Christian Wagner, Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution ShareAlike 2.5 Lizenz


ÖkoEnergie-blog • 01.07.09?Die Krise ist die Mutter der Innovation?In Abwandlung des Sprichwortes “Der Krieg ist der Vater aller Dinge” (Heraklit, griechischen Philosoph um 500 vor Christus), könnte man heute sagen, die “Krise ist die Mutter der Innovation”: Nach jahrzentelangem maßlosen Verprassen von fossilen Brennstoffen auf allen Straßen dieser Welt und unbeschreiblicher Ignoranz gegenüber fortschrittlicher Technik, die unseren Planeten lebenswerter machen sollte, steht uns nun das Wasser bis zum Hals. Die Magnaten der Autolobby sehen ihre Felle davonschwimmen und siehe da, die seit dem letzten Jahrhundert im ?Ladl” verstaubenden Konzepte werden wieder ausgegraben. Die KFZ-Industrie endeckt ihr Liebe zur Elektrizität!       Was uns Handynutzern bis dato verwehrt blieb, wird zukünftig bei allen Elektrofahrzeugen Einzug finden und ist bereits beschlossene Sache: ein einheitlicher Stecker!! Kaum zu fassen, was der Druck auf die Börse (und Geldbörse) alles zuwege bringt. Der Stecker ist dreiphasig, arbeitet mit 400 Volt und kann so jede Autobatterie in wenigen Minuten ?auftanken”. Um das ganze noch zu toppen, kauft sich Daimler nun auch beim lange belächelten Kleinstproduzenten Teslar Motors ein (vorläufig 10 %)… aber es kann auch noch ein bisserl mehr werden. In Bälde sollen alle PKW von Daimler mit Lithium-Ionen Batterien aus eigener Produktion ausgestattet werden. Kommt dann noch dazu, dass neueste Entwicklungen in Richtung Multiplizierung der bis dato eher unzureichenden Reichweite von E-Autos zeigen - IBM setzt auf das Konzept der Lithium-Sauerstoff Akkumulatoren. Sauerstoff-Batterien anstelle der “potenziell entflammbaren Lithium-Ionen-Batterien”. Soll heißen, daß die vielgeschmäten und belächelten “Elektrospielzeuge” bald ohne ?Tankstop” von Wien nach Venedig und retour fahren können und die E-Familienkutsche auch noch bei jedem Ampelstart - aufgrund der weitaus überlegeneren Kraftübertragung - den Porsche hinter sich recht alt aussehen läßt… Das beste daran aber wird der lautlose Verkehr auf der Ringstraße und am Gürtel sein… Ich freu mich schon :-)

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